[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Installation eines Garagentors und ein Garagentor.
[0002] Garagentore, auf welche sich die vorliegende Erfindung bezieht, sind als Zugfeder-Tore
und als Überkopftore ausgebildet, wobei das Garagentor ein aus gelenkig verbundenen
Paneelen bestehendes Torblatt aufweist, das zwischen zwei Profilen verfahrbar gelagert
ist und so zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verfahren werden
kann. Der Begriff Überkopftor bedeutet, dass das Torblatt in seiner Öffnungsstellung
in horizontalen Abschnitten der Profile in einer Überkopf-Stellung gelagert ist. In
der Schließstellung ist das Torblatt zwischen vertikalen Abschnitten der Profile gelagert
und verschließt so die Türöffnung der Garage, wobei die Unterkante des unteren, ersten
Paneels auf dem Boden der Garage aufsitzt.
[0003] Der Begriff Zugfeder-Tor bedeutet, dass an wenigstens einem der Profile eine Gewichtsausgleichseinheit
mit einer Zugfeder vorgesehen ist. Die von der Zugfeder generierte Vorspannkraft ist
der Gewichtskraft des Torblatts entgegengerichtet, wobei die Vorspannkraft und die
Gewichtskraft zumindest näherungsweise gleich groß sind. Durch diese Gewichtsausgleichseinheit
wird das Torblatt in Balance gehalten, so dass das Torblatt ohne großen Kraftaufwand
verfahren werden kann und in einer eingestellten Position verbleibt.
[0004] Die Installation bekannter Garagentore erfolgt derart, dass zunächst sukzessive die
Paneele im Bereich der vertikalen Abschnitte der Profile montiert und miteinander
gelenkig verbunden werden.
[0005] Dann muss eine Bedienperson manuell das Torblatt in die Öffnungsstellung hochdrücken,
um dann die oder jede Zugfeder der Gewichtsausgleichseinheit zu montieren, insbesondere
mit einem von einem Seil gebildeten Zugmittel, das mit einem der Paneele gekoppelt
ist, zu verbinden. Dies ist deshalb erforderlich, da in der Öffnungsstellung das Zugmittel
montiert werden kann, ohne dass auf dieses die volle Kraft einwirkt.
[0006] Nachteilig hierbei ist, dass die Bedienperson eine der Gewichtskraft des Torblatts
entsprechende Kraft aufbringen muss, um das Torblatt in die Öffnungsstellung zu schieben.
Da das Torblatt sehr schwer ist, sind hierzu oft mehrere Bedienpersonen erforderlich.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde die Installation eines Garagentors der eingangs
genannten Art zu vereinfachen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale der unabhängigen Ansprüche vorgesehen.
Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0009] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Installation eines Garagentors mit einem
zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung verfahrbaren Torblatt und
wenigstens einer eine Zugfeder aufweisenden Gewichtsausgleichseinheit, wobei das Torblatt
mehrere gelenkig verbundene, zwischen zwei Profilen geführte Paneele aufweist, umfassend
folgende Verfahrensschritte: Montage einer vorgespannten Zugfeder an einem der Profile,
wobei ein Ende der Zugfeder in einer von mehreren in Längsrichtung des Profils hintereinander
angeordneten Aufnahmen einer mit dem Profil fest verbundenen Aufnahmeeinheit so befestigt
ist, dass die Vorspannkraft der Zugfeder kleiner als die Gewichtskraft des Garagentors
ist; Montage eines ersten Paneels an den Profilen, wobei das erste Paneel durch Abstandhalter
oberhalb der Schließstellung gelagert ist; Ankopplung des ersten Paneels mittels eines
Zugmittels an die Zugfeder, wobei das Zugmittel an einem Verriegelungselement an der
Aufnahmeeinheit in einer Verriegelungsstellung fixiert ist; Montage der weiteren Paneele
an den Profilen, wobei bei der Montage des letzten Paneels bei entfernten Abstandhaltern
das Torblatt durch dessen die Vorspannkraft übersteigende Gewichtskraft in die Schließstellung
bewegt wird und dadurch das Zugmittel selbsttätig aus der Verriegelungsstellung gelöst
wird; Manuelles Verschieben des Torblatts in die Öffnungsstellung; Befestigen des
Endes der Zugfeder in einer weiteren Aufnahme der Aufnahmeeinheit, so dass eine erhöhte
Vorspannkraft der Zugfeder erhalten wird, die zumindest näherungsweise dem Gewicht
des Torblatts entspricht.
[0010] Die Erfindung betrifft auch ein entsprechendes Garagentor.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die werkseitig vorgespannte Zugfeder
der Gewichtsausgleichseinheit am Anfang der Installation des Garagentors zu montieren,
und zwar bereits dann, wenn das erste Paneel des Torblatts zwischen den Profilen des
Garagentors montiert ist. Dabei wird durch Abstandhalter gewährleistet, dass das erste
Paneel oberhalb seiner der Schließstellung entsprechenden Position liegt. Danach wird
die Zugfeder mit einem Zugmittel verbunden, das bevorzugt von einem Seil gebildet
ist. Generell können auch mehrere Seile vorgesehen sein.
[0012] Vorteilhaft ist das Ende der oder jeder Zugfeder mittels eines in einer Aufnahme
der Aufnahmeeinheit gelagerten Befestigungsmittels fixiert, und am anderen Ende der
Zugfeder sind Führungsmittel für das Zugmittel vorgesehen, wobei ein freies Ende der
Zugfeder über das Zugmittel mit dem Profil verbunden ist.
[0013] Wesentlich hierbei ist, dass am Profil, an dem die Gewichtsausgleichseinheit vorgesehen
ist, die Aufnahmeeinheit mit der Anordnung von beabstandeten Aufnahmen vorgesehen
ist, wobei durch Befestigen eines Endes der Zugfeder in unterschiedlichen Aufnahmen
verschiedene Werte der Vorspannkraft der Zugfeder vorgebbar sind. Die Vorspannkraft
wird erfindungsgemäß während der Installation des Garagentors so vorgegeben, dass
diese kleiner als die Gewichtskraft des Torblatts ist.
[0014] Weiter wesentlich ist, dass an der Aufnahmeeinheit ein Verriegelungselement gelagert
ist, welches das Zugmittel in einer Verriegelungsstellung festhält, während nach der
Montage des ersten Paneels die weiteren Paneele montiert werden, bis das Torblatt
komplett ist.
[0015] Danach bewegt sich bei entferntem Abstandhalter das Torblatt selbsttätig nach unten
in die Schließstellung, da die Vorspannkraft kleiner als die Gewichtskraft des Torblatts
eingestellt wurde. Erfindungsgemäß ist das Verriegelungselement so ausgebildet, dass
sich das Zugmittel bei dieser Abwärtsstellung selbsttätig aus der Verriegelungsstellung
bewegt. Die Zugfeder ist damit betriebsbereit.
[0016] Vorteilhaft werden die Abstandhalter entfernt, nachdem mit dem Zugmittel das erste
Paneel an die Zugfeder angekoppelt wurde.
[0017] Im nächsten Verfahrensschritt schiebt eine Bedienperson das Torblatt aus der Schließstellung
in die Öffnungsstellung. Da dabei die Vorspannkraft der Gewichtskraft entgegenwirkt,
muss die Bedienperson nur eine Kraft aufbringen, die der Differenz zwischen Vorspannkraft
der Zyklen und der Gewichtskraft des Torblatts entspricht. Da die Vorspannkraft annähernd
der Gewichtskraft des Torblatts entsprechen kann, muss die Bedienperson hierzu nur
einen geringen Kraftaufwand aufbringen.
[0018] Vorteilhaft ist die Vorspannkraft um einen Betrag Δ
F gegenüber der Gewichtskraft des Torblatts reduziert, wobei Δ
F kleiner als die Gewichtskraft eines Paneels ist.
[0019] Die Bedienperson muss daher einen Kraftaufwand aufbringen, der kleiner als das Gewicht
eines einzelnen Paneels ist.
[0020] Ist das Torblatt in die Öffnungsstellung eingefahren, braucht die Bedienperson nur
noch das eine Ende der Zugfeder in einer anderen Aufnahme der Aufnahmeeinheit befestigen,
so dass eine erhöhte Vorspannkraft erhalten wird, die zumindest annähernd der Gewichtskraft
des Torblatts entspricht.
[0021] Damit ist das Torblatt mit der Gewichtsausgleichseinheit ausbalanciert und das Garagentor
ist betriebsbereit.
[0022] Die erfindungsgemäße Installation des Garagentors benötigt nur eine kleine Anzahl
an Verfahrensschritten und kann so einfach und schnell durchgeführt werden. Insbesondere
ist vorteilhaft, dass das Torblatt mit einem sehr geringen Kraftaufwand von der Schließstellung
in die Öffnungsstellung eingebracht werden kann, der von nur einer Bedienperson leicht
aufgebracht werden kann.
[0023] Gemäß einer besonders vorteilhaften konstruktiven Ausgestaltung ist die oder jede
Aufnahmeeinheit in Form einer Leiter gebildet, deren Aussparungen die Aufnahmen ausbilden.
[0024] Generell kann die Aufnahmeeinheit auch Bestandteil des Profils selbst sein, indem
in diese Aufnahmen bildende Löcher eingearbeitet werden.
[0025] Weiter vorteilhaft weist das oder jedes Verriegelungselement gabelförmige Verriegelungssegmente
auf.
[0026] Je nachdem in welchem Bereich von Verriegelungssegmenten des Verriegelungselements
das Zugmittel geführt ist, ist dieses am Verriegelungselement verriegelt, das heißt
in einer Verriegelungsstellung, oder aber beweglich geführt.
[0027] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist am Zugmittel ein Klemmelement
vorgesehen, mittels dessen das Zugmittel in der Verriegelungsstellung am Verriegelungselement
lagegesichert ist.
[0028] Das Klemmelement ist bevorzugt als Quetschklemme ausgebildet. Generell kann das Klemmelement
auch aus einer Hülse mit einer Klemmschraube oder dergleichen gebildet sein.
[0029] Gemäß einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung wird nach Lösen des Zugmittels
aus der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement selbsttätig oder durch einen
manuellen Eingriff von der Aufnahmeeinheit abgelöst.
[0030] Damit stört das Verriegelungselement nicht mehr die Bewegung des Zugmittels. Hierzu
ist vorteilhaft das oder jedes Verriegelungselement mittels eines Hakens oder eines
Rastmittels lösbar mit der Aufnahmeeinheit verbindbar.
[0031] Bei der ersten Variante wird das Verriegelungselement selbsttätig aus der Aufnahmeeinheit
gelöst, bei der zweiten Variante erfolgt das Ablösen durch einen manuellen Eingriff.
[0032] Gemäß einer alternativen Variante verbleibt nach Lösen des Zugmittels aus der Verriegelungsstellung
das Verriegelungselement an der Aufnahmeeinheit.
[0033] Vorteilhaft ist dann, dass das Verriegelungselement einstückig mit der Aufnahmeeinheit
ausgebildet ist.
[0034] Im einfachsten Fall ist bei dem erfindungsgemäßen Garagentor nur eine Gewichtsausgleichseinheit
an einem der Profile angeordnet. Dann muss die eine Zugfeder der Gewichtsausgleichseinheit
die Gewichtskraft des Torblatts kompensieren.
[0035] Vorteilhaft ist an jedem Profil eine Gewichtsausgleichseinheit vorgesehen, wobei
die Gewichtsausgleichseinheiten identisch ausgebildet sind.
[0036] In diesem Fall sind die Vorspannkräfte der beiden Zugfedern der Gewichtsausgleichseinheiten
so dimensioniert, dass sie zusammen das Gewicht des Torblatts kompensieren.
[0037] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen.
- Figur 1:
- Schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Garagentors.
- Figur 2:
- Einzeldarstellung eines Profils des Garagentors gemäß Figur 1.
- Figur 3:
- Erste Teildarstellung des Profils gemäß Figur 2.
- Figur 4:
- Zweite Teildarstellung des Profils gemäß Figur 2.
- Figur 5:
- Dritte Teildarstellung des Profils gemäß Figur 2.
- Figur 6:
- Erste Variante einer Aufnahmeeinheit mit einem Verriegelungselement für das Garagentor
gemäß Figur 1.
- Figur 7:
- Zweite Variante einer Aufnahmeeinheit mit einem Verriegelungselement für das Garagentor
gemäß Figur 1.
- Figur 8:
- Dritte Variante einer Aufnahmeeinheit mit einem Verriegelungselement für das Garagentor
gemäß Figur 1.
- Figur 9:
- Garagentor gemäß Figur 1 bei Beginn des Installationsvorgangs.
[0038] Figuren 10a, b: Weiterbildung der Ausführungsform der Figuren 1 bis 5.
[0039] Figur 1 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Garagentors
1. Das Garagentor 1 weist ein Torblatt 2 mit einer Anordnung von gelenkig verbundenen
Paneelen 3a - 3d auf. Im vorliegenden Fall weist das Torblatt 2 vier Paneele 3a -
3d auf. Natürlich kann auch eine andere Zahl von Paneelen 3a - 3d vorgesehen sein.
Das Torblatt 2 wird in zwei Profilen 4 geführt und ist so zwischen einer Schließstellung
und einer Öffnungsstellung verfahrbar. Die Profile 4 sind identisch und spiegelsymmetrisch
ausgebildet.
[0040] Zur Führung in den Profilen 4 sind an den gegenüberliegenden Rändern der Paneele
3a - 3d auf Achsen 5 gelagerte Führungsrollen 6 vorgesehen, wie Figur 5 zeigt.
[0041] Figur 1 zeigt das Garagentor 1, bei dem dessen Torblatt 2 in die Schließstellung
eingefahren ist. In der Schließstellung befindet sich das Torblatt 2 zwischen vertikalen
Abschnitten der Profile 4, so dass das Torblatt 2 die Toröffnung der Garage verschließt.
Dabei sitzt die Unterkante des untersten, ersten Paneels 3a des Torblatts 2 auf dem
Boden der Garage auf.
[0042] In der Öffnungsstellung sind die Paneele 3a - 3d des Torblatts 2 zwischen den horizontalen
Abschnitten der Profile 4 gelagert. Das Torblatt 2 befindet sich dann in einer Überkopf-Position,
demzufolge bildet das Garagentor 1 ein Überkopftor.
[0043] Figur 2 zeigt eines der Profile 4 des Garagentors 1, und zwar dessen vertikalen Abschnitt
in einer Gesamtdarstellung. Die Figuren 3 bis 5 zeigen Ausschnitte dieses Profils
4.
[0044] Wie aus Figur 2 ersichtlich, ist an diesem Profil 4 eine Gewichtsausgleichseinheit
mit einer Zugfeder 7 vorgesehen, das heißt das Garagentor 1 ist ein Zugfedertor. Alternativ
kann eine Gasdruckfeder vorgesehen sein. Eine weitere derartige, identisch hierzu
ausgebildete Gewichtsausgleichseinheit kann auch am anderen Profil 4 vorgesehen sein.
Im Folgenden wird der Fall diskutiert, dass nur an dem einen Profil 4 eine Gewichtsausgleichseinheit
vorgesehen ist.
[0045] Die Zugfeder 7, die werkseitig vorgespannt und in dieser Form ausgeliefert ist, weist
an ihrem oberen Ende eine Umlenkrolle 8 zur Führung eines ein Zugmittel bildenden
Seils 9 auf. Eine weitere Umlenkrolle 10 ist am Profil 4 gelagert. Die freien Enden
des Seils 9 sind an einem Befestigungselement 11 am Profil 4 gelagert.
[0046] Im Bereich des unteren Endes der Zugfeder 7 befindet sich eine am Profil 4 befestigte
Aufnahmeeinheit 12, die im vorliegenden Fall als Leiter ausgebildet ist. Die Aussparungen
der Leiter bilden eine Folge von in Längsrichtung des Profils 4 in Abstand hintereinander
angeordneten Aufnahmen 13. Die Aufnahmen 13 sind identisch ausgebildet und bilden
eine äquidistante Reihenanordnung.
[0047] Am unteren Ende der Zugfeder 7 ist ein Befestigungsmittel 14 eingehängt. Das Befestigungsmittel
14 kann wahlweise in einer der Aufnahmen 13 der Aufnahmeeinheit 12 lösbar fixiert
werden. Je nachdem in welcher Aufnahme 13 das Befestigungsmittel 14 fixiert wird,
wird eine unterschiedliche Vorspannkraft der Zugfeder 7 erhalten, das heißt mit der
Aufnahmeeinheit 12 ist eine Einstellung der Vorspannkraft der Zugfeder 7 in diskreten
Stufen möglich.
[0048] Das Seil 9 bildet am unteren Ende eine Schlaufe aus, die in einem Führungselement
15 geführt ist. Das Führungselement 15 weist eine Bohrung auf, in welche eine Achse
5 eines Paneels 3a - 3d eingeführt werden kann, wodurch das Seil 9 an das Paneel 3a
- 3d angekoppelt ist, wie Figur 5 zeigt.
[0049] Wie aus den Figuren 4 und 5 ersichtlich, ist ein Verriegelungselement 16 vorgesehen,
das wahlweise in einer der Aufnahmen 13 fixiert werden kann. Im vorliegenden Fall
weist das Verriegelungselement 16 ein Rastmittel 17 zur Fixierung an der Aufnahmeeinheit
12 auf. Generell können auch andere Befestigungen vorgesehen sein, wie zum Beispiel
Schraub- oder Klemmverbindungen.
[0050] Das Verriegelungselement 16 weist einen flächigen, an der Aufnahmeeinheit 12 anliegenden
Grundkörper auf, von welchen mehrere gabelförmige Verriegelungssegmente 18 hervorstehen.
Ist, wie insbesondere Figur 5 zeigt, das Seil 9 in die Zwischenräume zwischen den
Verriegelungssegmenten 18 eingeführt, ist das Seil 9 in einer Verriegelungsstellung,
das heißt es ist lagefixiert.
[0051] Die Figuren 6 bis 8 zeigen Varianten des Verriegelungselements 16.
[0052] Die Ausführungsform gemäß Figur 6 unterscheidet sich nur hinsichtlich der Geometrie
der Verriegelungssegmente 18 von der Ausführungsform gemäß Figur 5.
[0053] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 7 weist das Verriegelungselement 16 mehrere übereinander
angeordnete Verriegelungssegmente 18 auf. In diesem Fall ist das Verriegelungselement
16 nur mit einem nicht dargestellten Haken in einer Aufnahme 13 der Aufnahmeeinheit
12 eingehängt.
[0054] Bei der Ausführungsform gemäß Figur 8 sind die Komponenten des Verriegelungselements
16, das heißt die Verriegelungssegmente 18 Bestandteil der Aufnahmeeinheit 12 und
einstückig mit dieser ausgebildet.
[0055] Im Folgenden wird die Installation des erfindungsgemäßen Garagentors 1 erläutert.
[0056] Zu Beginn der Installation wird das unterste Paneel 3a in den Profilen 4 gelagert,
wie in Figur 9 dargestellt, wobei dann in Führungsrollen 6 des Paneels 3a in den Profilen
4 geführt sind. Dabei wird das Paneel 3a auf Abstandhalter 19 gestellt, so dass das
Paneel 3a oberhalb dessen Position in der Schließstellung des Torblatts 2 liegt, in
welcher die Unterkante des Paneels 3a auf dem Boden der Garage aufliegen würde.
[0057] In dieser erhöhten Position des Paneels 3a wird die Gewichtsausgleichseinheit mit
der Zugfeder 7 im Profil 4 integriert. Weiterhin wird das Seil 9 wie in den Figuren
2 bis 4 dargestellt montiert. Schließlich wird das Führungselement 15 auf die Achse
5 aufgebracht, so dass das Seil 9 an dem ersten Paneel 3a montiert ist. Diese Montage
erfolgt kraftlos, da das Seil 9 nicht mit Kraft beaufschlagt ist.
[0058] Dabei ist das Seil 9 in der Verriegelungsstellung am Verriegelungselement 16 lagegesichert.
[0059] Das Befestigungsmittel 14 am unteren Ende der Zugfeder 7 ist in eine Aufnahme 13
der Aufnahmeeinheit 12 eingeführt, bei welcher eine Vorspannkraft der Zugfeder 7 erhalten
wird, die kleiner als die Gewichtskraft des Torblatts 2 ist.
[0060] Im vorliegenden Fall ist die Differenz Δ
F zwischen der Gewichtskraft des Torblatts 2 und der Vorspannkraft der Zugfeder 7 kleiner
als das Gewicht eines Paneels 3a - 3d, wobei im vorliegenden Fall die Vorspannkraft
80 % der Gewichtskraft des Torblatts 2 beträgt.
[0061] Nachdem dieser Montageschritt erfolgt ist, können bereits die Abstandhalter 19 entfernt
werden, da durch das in der Verriegelungsstellung des Verriegelungselements 16 lagegesicherte
Seil 9 das Paneel 3a auch ohne diese Abstandhalter 19 in der in Figur 9 dargestellten
Position gehalten wird.
[0062] Nachfolgend wird das zweite Paneel 3b zwischen den Profilen 4 montiert, so dass dessen
Führungsrollen 6 in den Profilen 4 geführt sind. Dabei wird das Paneel 3b gelenkig
mit dem Paneel 3a verbunden.
[0063] Nachfolgend erfolgt auf dieselbe Weise die Montage des Paneels 3c.
[0064] Die drei so montierten Paneele 3a - 3c weisen immer noch ein Gesamtgewicht kleiner
als die Vorspannkraft auf, so dass das unterste Paneel 3c noch in der in Figur 9 dargestellten
Position verbleibt.
[0065] Schließlich wird entsprechend das vierte Paneel 3d zwischen den Profilen 4 montiert
und gelenkig mit dem Paneel 3c verbunden.
[0066] Nun ist die Gewichtskraft des Torblatts 2 größer als die Vorspannkraft der Zugfeder
7 und das Torblatt 2 senkt sich abwärts in die Schließstellung.
[0067] Prinzipiell könnten die Abstandhalter 19 auch nach Montage des zweiten, dritten oder
vierten Paneels 3b - 3d entfernt werden, um denselben Effekt zu erhalten. Durch die
Abwärtsbewegung des Torblatts 2 wird das Seil 9 selbsttätig aus der Verriegelungsstellung
des Verriegelungselements 16 gelöst.
[0068] Bei den Ausführungsformen der Figuren 2 bis 5 und der Figur 6 löst eine Bedienperson
dann das Rastmittel 17 des Verriegelungselements 16 und nimmt das Verriegelungselement
16 von der Aufnahmeeinheit 12 ab, damit es die Bewegung des Seils 9 nicht stört.
[0069] Bei der Ausführungsform der Figur 7 löst sich das Verriegelungselement 16 von der
Aufnahmeeinheit 12 selbsttätig, indem der Haken aus der Aufnahme 13 der Aufnahmeeinheit
12 gelöst wird.
[0070] Bei der Ausführungsform der Figur 8 verbleibt das Verriegelungselement 16 an der
Aufnahmeeinheit 12, da das Verriegelungselement 16 einstückig mit der Aufnahmeeinheit
12 ausgebildet ist.
[0071] Im nächsten Schritt der Installation schiebt die Bedienperson das Torblatt 2 aus
der Schließstellung in die Öffnungsstellung. Dies kann von nur einer Bedienperson
ohne großen Kraftaufwand bewerkstelligt werden, da sie hierzu nicht die gesamte Gewichtskraft
des Torblatts 2 aufbringen muss, sondern nur die Differenz Δ
F zwischen der Gewichtskraft und der Vorspannkraft der Zugfeder 7, da diese ja bereits
im Profil 4 montiert ist.
[0072] Anschließend steckt die Bedienperson das Befestigungsmittel 14 am unteren Ende der
Zugfeder 7 in eine andere, tiefer liegende Aufnahme 13 der Aufnahmeeinheit 12, so
dass dann eine erhöhte Vorspannkraft der Zugfeder 7 erhalten wird, die zumindest näherungsweise
der Gewichtskraft des Torblatts 2 entspricht. Damit ist das Torblatt 2 durch die Gewichtsausgleichseinheit
ausbalanciert. Die Installation des Garagentors 1 ist abgeschlossen und das Garagentor
1 ist betriebsbereit.
[0073] Die Figuren 10a und 10b zeigen eine vorteilhafte Weiterbildung der Ausführungsform
der Figuren 1 bis 5.
[0074] Figur 10a zeigt einen Ausschnitt des Profils 4 mit dem Verriegelungselement 16, das
in einer Aufnahme 13 der (nicht dargestellten) Aufnahmeeinheit 12 gelagert ist.
[0075] Diese Anordnung entspricht der Anordnung der Figuren 2 bis 4, wobei das Verriegelungselement
16 wiederum Verriegelungssegmente 18 aufweist.
[0076] Das Seil 9 bildet an seinem unteren Ende wieder eine Schlaufe aus, die im Führungselement
15 geführt ist.
[0077] An dem Seil 9 sind zwei Klemmelemente in Form von Quetschklemmen 20 angeordnet. Die
Quetschklemmen 20 bilden rohrförmige Körper, die das Seil 9 umschließen und die fest
mit diesem verbunden sind (Figur 10b).
[0078] Wie Figur 10a zeigt liegen in der Verriegelungsstellung des Seils 9 die Quetschklemmen
20 in den Zwischenräumen zwischen den Verriegelungssegmenten 18 des Verriegelungselements
16 und sorgen so für eine Lagesicherung des Seils 9 in der Verriegelungsstellung am
Verriegelungselement 16.
B ezugszei chenli ste
[0079]
- (1)
- Garagentor
- (2)
- Torblatt
- (3a - d)
- Paneel
- (4)
- Profil
- (5)
- Achse
- (6)
- Führungsrolle
- (7)
- Zugfeder
- (8)
- Umlenkrolle
- (9)
- Seil
- (10)
- Umlenkrolle
- (11)
- Befestigungselement
- (12)
- Aufnahmeeinheit
- (13)
- Aufnahme
- (14)
- Befestigungsmittel
- (15)
- Führungselement
- (16)
- Verriegelungselement
- (17)
- Rastmittel
- (18)
- Verriegelungssegment
- (19)
- Abstandhalter
- (20)
- Quetschklemme
1. Verfahren zur Installation eines Garagentors (1), mit einem zwischen einer Öffnungsstellung
und einer Schließstellung verfahrbaren Torblatt (2), mit wenigstens einer eine Zugfeder
(7) aufweisenden Gewichtsausgleichseinheit, wobei das Torblatt (2) mehrere gelenkig
verbundene, zwischen zwei Profilen (4) geführte Paneele (3a - d) aufweist, umfassend
folgende Verfahrensschritte
- Montage einer vorgespannten Zugfeder (7) an einem der Profile (4), wobei ein Ende
der Zugfeder (7) in einer von mehreren in Längsrichtung des Profils (4) hintereinander
angeordneten Aufnahmen (13) einer mit dem Profil (4) fest verbundenen Aufnahmeeinheit
(12) so befestigt ist, dass die Vorspannkraft der Zugfeder (7) kleiner als die Gewichtskraft
des Garagentors (1) ist,
- Montage eines ersten Paneels (3a) an den Profilen (4), wobei das erste Paneel (3a)
durch Abstandhalter (19) oberhalb der Schließstellung gelagert ist,
- Ankopplung des ersten Paneels (3a) mittels eines Zugmittels an die Zugfeder (7),
- wobei das Zugmittel an einem Verriegelungselement (16) an der Aufnahmeeinheit (12)
in einer Verriegelungsstellung fixiert ist,
- Montage der weiteren Paneele (3b - d) an den Profilen (4),
- wobei bei der Montage des letzten Paneels (3d) bei entfernten Abstandhaltern (19)
das Torblatt (2) durch dessen die Vorspannkraft übersteigende Gewichtskraft in die
Schließstellung bewegt wird und dadurch das Zugmittel selbsttätig aus der Verriegelungsstellung
gelöst wird,
- manuelles Verschieben des Torblatts (2) in die Öffnungsstellung,
- Befestigen des Endes der Zugfeder (7) in einer weiteren Aufnahme (13) der Aufnahmeeinheit
(12), so dass eine erhöhte Vorspannkraft der Zugfeder (7) erhalten wird, die zumindest
näherungsweise dem Gewicht des Torblatts (2) entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach Lösen des Zugmittels aus der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement
(16) an der Aufnahmeeinheit (12) verbleibt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (16) einstückig mit der Aufnahmeeinheit (12) ausgebildet
ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach Lösen des Zugmittels aus der Verriegelungsstellung das Verriegelungselement
(16) selbsttätig oder durch einen manuellen Eingriff von der Aufnahmeeinheit (12)
abgelöst wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannkraft um einen Betrag ΔF gegenüber der Gewichtskraft des Torblatts (2) reduziert ist, wobei ΔF kleiner als die Gewichtskraft eines Paneels (3a - d) ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (19) entfernt werden, nachdem mit dem Zugmittel das erste Paneel
(3a) an die Zugfeder (7) angekoppelt wurde.
7. Garagentor (1) mit einem zwischen einer Öffnungsstellung und einer Schließstellung
verfahrbaren Torblatt (2), mit wenigstens einer eine Zugfeder (7) aufweisenden Gewichtsausgleichseinheit,
wobei das Torblatt (2) mehrere gelenkig verbundene, zwischen zwei Profilen (4) geführte
Paneele (3a - d) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Profil (4) eine fest mit diesem verbundene Aufnahmeeinheit (12) vorgesehen
ist, welche mehrere in Längsrichtung des Profils (4) hintereinander angeordnete Aufnahmen
(13) aufweist, wobei durch Befestigung eines Endes der Zugfeder (7) in unterschiedlichen
Aufnahmen (13) die Zugfeder (7) mit verschiedenen Vorspannkräften am Profil (4) gelagert
ist, und dass an der Aufnahmeeinheit (12) ein Verriegelungselement (16) angeordnet
ist, wobei während einer Montage von Paneelen (3a - d) an den Profilen (4) während
einer Installation ein mit der Zugfeder (7) und einem ersten Paneel (3a) verbundenes
Zugmittel in einer Verriegelungsstellung des Verriegelungselements (16) fixiert ist
und bei einer Bewegung des montierten Torblatts (2) in Richtung der Schließstellung
das Zugmittel selbsttätig von dem Verriegelungselement (16) gelöst ist.
8. Garagentor (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Profil (4) eine Gewichtsausgleichseinheit vorgesehen ist, wobei die Gewichtsausgleichseinheiten
identisch ausgebildet sind.
9. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Zugmittel ein Seil (9) ist.
10. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die oder jede Aufnahmeeinheit (12) in Form einer Leiter gebildet ist, deren Aussparungen
die Aufnahmen (13) ausbilden.
11. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Verriegelungselement (16) mittels eines Hakens oder eines Rastmittels
(17) lösbar mit der Aufnahmeeinheit (12) verbindbar ist.
12. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Verriegelungselement (16) einstückig mit der zugeordneten Aufnahmeeinheit
(12) ausgebildet ist.
13. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das oder jedes Verriegelungselement (16) gabelförmige Verriegelungssegmente (18)
aufweist.
14. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass am Zugmittel wenigstens ein Klemmelement vorgesehen ist, mittels derer das Zugmittel
in der Verriegelungsstellung am Verriegelungselement (16) lagegesichert ist.
15. Garagentor (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der oder jeder Zugfeder (7) mittels eines in einer Aufnahme (13) der Aufnahmeeinheit
(12) gelagerten Befestigungsmittels (14) fixiert ist, und dass am anderen Ende der
Zugfeder (7) Führungsmittel für das Zugmittel vorgesehen sind, wobei ein freies Ende
der Zugfeder (7) über das Zugmittel mit dem Profil (4) verbunden ist.