[0001] Die Erfindung betrifft einen Antrieb für einen Flügel, insbesondere einer Tür, eines
Fensters oder eines Tors.
[0002] Bei den bisher üblichen Antrieben der genannten Art werden zur Erfassung eines jeweiligen
Flügelöffnungswinkels meistens Inkrementalgeber oder Potentiometer eingesetzt. Dabei
sind diese Sensoren in der Regel auf der beispielsweise hydraulischen Antriebseinheit
des Antriebs angeordnet. Insbesondere in dem Fall, dass die Antriebseinheit auf dem
Flügel angeordnet und deren Abtriebswelle mit einem an einem feststehenden Rahmen
abgestützten Gestänge oder einem in einer am feststehenden Rahmen vorgesehenen Gleitschiene
geführten Gleitarm verbunden ist, ist zur Weiterleitung der erhaltenen Daten an das
Gebäudenetz häufig ein Kabelübergang erforderlich. Zudem ist die Anordnung der Sensoren
auf dem beispielsweise als Türschließer vorgesehenen Antrieb aus Platzgründen häufig
schwierig oder teuer.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Antrieb der eingangs genannten Art
anzugeben, bei dem die zuvor erwähnten Probleme beseitigt sind. Dabei soll insbesondere
eine konstruktiv möglichst einfach implementierbare und entsprechend kostengünstige
Erfassung eines jeweiligen Flügelöffnungswinkels gewährleistet sein. Zudem soll insbesondere
bei auf dem Flügel angeordneter Antriebseinheit ein Kabelübergang entfallen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Antrieb mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Antriebs ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie der Zeichnung.
[0005] Der erfindungsgemäße Antrieb für einen Flügel, insbesondere einer Tür, eines Fensters
oder eines Tors, umfasst eine am Flügel oder einem feststehenden Rahmen anbringbare
Antriebseinheit mit einer Abtriebswelle, die drehfest mit einem der beiden Enden eines
Gleitarms verbunden ist, der an seinem anderen Ende mit einem Gleitstein versehen
ist, der in einer am feststehenden Rahmen beziehungsweise am Flügel anbringbaren Gleitschiene
geführt ist. Dabei weist der Gleitstein an wenigstens einer, sich entlang der Gleitschiene
erstreckenden Führungsfläche der Gleitschiene, zugewandten Seite, bevorzugt in einer
entsprechenden Freisparung, zumindest ein federnd gegen die Führungsfläche vorbelastetes
Druckelement auf. Alternativ oder zusätzlich kann der Gleitstein magnetisiert oder
mit einem Dauermagneten versehen sein. An der betreffenden Führungsfläche ist zumindest
abschnittsweise wenigstens ein sich in Längsrichtung der Gleitschiene bzw. in Verschieberichtung
des Gleitsteins erstreckender, vom federnd vorbelasteten Druckelement bzw. dem durch
den magnetisierten Gleitstein bzw. den Dauermagnet erzeugten Magnetfeld beaufschlagbarer,
druckempfindlicher und/oder auf ein Magnetfeld oder magnetische Veränderungen reagierender
Sensorstreifen vorgesehen, der zur Ermittlung der jeweiligen Position des Gleitsteins
relativ zur Gleitschiene anhand des über dessen federnd vorbelastetes Druckelement
auf den druckempfindlichen Sensorstreifen ausgeübten Drucks und/oder anhand der durch
den magnetisierten Gleitstein bzw. den Dauermagnet hervorgerufenen Reaktion des Sensorstreifens,
mit einer Auswerteeinheit wirkverbunden ist. Durch die von der Auswerteeinheit erfassten
Signale ist ein jeweiliger Flügelöffnungswinkel über die ermittelte Position des Gleitsteins
relativ zur Gleitschiene und die bekannten geometrischen Verhältnisse bestimmbar.
[0006] Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird eine konstruktiv sehr einfach implementierbare
und entsprechend kostengünstige Erfassung eines jeweiligen Flügelöffnungswinkels erreicht.
Insbesondere bei auf dem Flügel angeordneter Antriebseinheit kann ein Kabelübergang
entfallen. Durch die spezielle Freisparung am Gleitstein wird verhindert, dass der
Sensorstreifen durch Betätigungskräfte beschädigt wird. In einer ebenfalls vorteilhaften
alternativen Ausführung kann die Freisparung in der Gleitschiene ausgeführt und der
Sensorstreifen in der Freisparung der Gleitschiene, geschützt vor dem Gleitstein,
angeordnet sein. Der Gleitstein kann dann ohne Freisparung ausgeführt sein.
[0007] So hat nur das Druckstück Kontakt zum Sensorstreifen. Auch mit der berührungslosen
Beaufschlagung des Sensorstreifens durch das durch den magnetisierten Gleitstein bzw.
den Dauermagnet erzeugte Magnetfeld wird eine Beschädigung des Sensorstreifens verhindert.
Mit der Position des Gleitsteins ändert sich infolge dessen die Beaufschlagung durch
das Druckelement bzw. das durch den magnetisierten Gleitstein bzw. durch den Dauermagnet
erzeugte Magnetfeld, das Ausgangssignal wie beispielsweise der Widerstand, die Spannung
oder dergleichen des Sensorstreifens, was die Positionsbestimmung des Gleitsteins
relativ zur Gleitschiene ermöglicht. Über einen jeweiligen druckempfindlichen und/oder
auf magnetische Änderungen reagierenden Sensorstreifen wird eine besonders genaue
und zuverlässige Positionsbestimmung des Gleitsteins und damit eine besonders genaue
und zuverlässige Bestimmung des jeweiligen Flügelöffnungswinkels gewährleistet.
[0008] Eine jeweilige Führungsfläche kann unter anderem durch eine obere, seitliche oder
auf einem Steg vorgesehene Innenfläche der Gleitschiene gebildet sein.
[0009] Vorteilhafterweise erstreckt sich der druckempfindliche und/oder auf magnetische
Veränderungen reagierende Sensorstreifen durchgehend über im Wesentlichen den gesamten
Verfahrweg des Gleitsteins. Damit ist über den gesamten Verfahrweg des Gleitsteins
hinweg eine kontinuierliche Bestimmung der jeweiligen Gleitsteinposition relativ zur
Gleitschiene und entsprechend eine über im Wesentlichen den gesamten Öffnungswinkelbereich
des Flügels hinweg kontinuierliche Bestimmung des jeweiligen Flügelöffnungswinkels
möglich.
[0010] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist ein jeweiliger Sensorstreifen
als druckempfindliches und/oder auf ein Magnetfeld oder magnetische Veränderungen
reagierendes Folienpotentiometer ausgeführt, das unter Einwirkung von Druck bzw. eines
Magnetfelds oder magnetischen Veränderungen seine Ortsspannung ändert.
[0011] Ein Folienpotentiometer besteht aus mehreren Folienschichten, die durch einen Abstandshalter
voneinander isoliert sind. Auf einer der Folien ist zum Beispiel im Siebdruckverfahren
eine Widerstandsschicht aufgebracht. Auf der darüber liegenden Folie, der Kollektorfolie,
befindet sich eine gut leitfähige Beschichtung. Durch Druck und/oder durch die Beaufschlagung
einer beispielsweise eisenhaltigen Folie durch das Magnetfeld des Dauermagneten des
Gleitsteins können benachbarte Folien miteinander in Kontakt gebracht werden, sodass
wie an einem herkömmlichen Potentiometer die jeweilige Ortsspannung abgegriffen werden
kann. Der Unterschied zu herkömmlichen Potentiometern besteht darin, dass zur Kontaktierung
der Widerstandsbahn bei einer magnetischen Beaufschlagung kein Schleifkontakt erforderlich
ist, so dass praktisch kein Verschleiß auftritt.
[0012] Der Dauermagnet ist zweckmäßigerweise in einer Bohrung des Gleitstücks angeordnet.
[0013] Insbesondere zur Ermittlung von Vandalismus und/oder einer Überlast und/oder der
Schließkraft des Antriebs kann auf zumindest einer, vorzugsweise auf zwei einander
gegenüberliegenden Führungsflächen der Gleitschiene, an denen der Gleitstein geführt
ist, jeweils ein sich zumindest abschnittsweise in Längsrichtung der Gleitschiene
beziehungsweise in Verschieberichtung des Gleitsteins erstreckender Kraftsensorstreifen
vorgesehen sein. Mit einem jeweiligen zwischen Gleitstein und Gleitschiene angeordneten
Kraftsensor können die vom Gleitstein auf die Gleitschiene ausgeübten Betätigungskräfte
erfasst und daran das Vorliegen einer Überlast und/oder von Vandalismus erkannt werden.
[0014] Um eine hinreichende Druckbeaufschlagung eines jeweiligen Sensorstreifens sicherzustellen,
ist gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs
wenigstens ein federnd gegen eine Führungsfläche der Gleichschiene vorbelastetes Druckelement
des Gleitsteins als Federnase ausgeführt. Damit ist gewährleistet, dass der Gleitstein
einen jeweiligen auf der betreffenden Führungsfläche vorgesehenen Sensorstreifen nicht
nur berührt, sondern auch einen zur Ermittlung von dessen Position hinreichenden Druck
auf den Sensorstreifen ausübt.
[0015] Als jeweilige Federnase kann vorteilhafterweise ein im Spritzgussverfahren an den
Gleitsteingrundkörper angespritztes Element vorgesehen sein.
[0016] Bevorzugt umfasst eine jeweilige Federnase einen am einen Ende mit dem Gleitsteinkörper
verbundenen und am gegenüberliegenden freien Ende mit einem zum jeweiligen Sensorstreifen
hin beispielsweise abgerundeten Wulst versehenen Federarm.
[0017] Um für möglichst wenig Reibung zwischen dem gegen eine Führungsfläche der Gleitschiene
vorbelasteten Druckelement des Gleitsteins und der Führungsfläche beziehungsweise
einem jeweiligen Sensorstreifen zu sorgen, kann gemäß einer alternativen vorteilhaften
Ausführungsform das Druckelement auch mit wenigstens einer mit dem Sensorstreifen
in Eingriff tretenden drehbaren Druckrolle versehen sein.
[0018] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebs zeichnet
sich dadurch aus, dass ein jeweiliges federnd gegen eine Führungsfläche der Gleitschiene
vorbelastetes Druckelement des Gleitsteins ein verschiebbar in einer Bohrung des Gleitsteins
angeordnetes, über ein Federelement in Richtung der Führungsfläche der Gleitschiene
vorgespanntes Druckstück umfasst.
[0019] Bevorzugt ist dabei die über das Federelement auf das Druckstück ausgeübte Vorspannung
über eine das Federelement beaufschlagende Stellschraube einstellbar.
[0020] Insbesondere zur Messung von auftretenden Druckkräften ist in bestimmten Fällen auch
von Vorteil, wenn wenigstens eine unmittelbar am Gleitstückkörper drehbar gelagerte
Druckrolle vorgesehen ist.
[0021] Der Antrieb kann insbesondere als Türschließer ausgeführt sein.
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Teildarstellung der Gleitschiene mit darin vorgesehenem
Gleitstein einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebs von
einer Stirnseite der Gleitschiene her,
- Fig. 2
- eine schematische perspektivische Ansicht der Gleitschiene des Antriebs gemäß Fig.
1 schräg von oben, wobei zudem ein Teil des gelenkig mit dem Gleitstein verbundenen
Gleitarms zu erkennen ist,
- Fig. 3
- verschiedene beispielhafte Ausführungsvarianten des in der Gleitschiene des Antriebs
gemäß Fig. 1 geführten Gleitsteins,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Stirnansicht der Gleitschiene gemäß den Fig. 1 und 2 mit darin vorgesehenem
Gleitstein, in der die für das Druckelement vorgesehene Freisparung des Gleitsteins
deutlicher zu erkennen ist und mit einem Pfeil eine Kraftrichtung angedeutet ist,
in der sich der Gleitstein bei einer entsprechenden Betätigung des Antriebs an einer
Führungsfläche abstützt, und
- Fig. 5
- eine mit der Fig. 4 vergleichbare Stirnansicht der Gleitschiene gemäß den Fig. 1 und
2 mit darin vorgesehenem Gleitstein, wobei sich der Gleitstein infolge einer umgekehrten
Betätigung des Antriebs jedoch an einer gegenüberliegenden Führungsfläche abstützt.
[0023] Die Fig. 1 und 2 zeigen eine beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Antriebs 10 für einen Flügel.
[0024] Der Antrieb 10 umfasst eine am Flügel oder einem feststehenden Rahmen anbringbare
(hier nicht dargestellte) Antriebseinheit mit einer Abtriebswelle, die drehfest mit
einem der beiden Enden eines Gleitarms 12 verbunden ist, der an seinem anderen Ende
mit einem Gleitstein 14 versehen ist, der in einer am feststehenden Rahmen beziehungsweise
am Flügel anbringbaren Gleitschiene 16 geführt ist.
[0025] Wie insbesondere auch anhand der Fig. 3 bis 5 zu erkennen, weist der Gleitstein 14
an wenigstens einer, sich entlang der Gleitschiene 16 erstreckenden Führungsfläche
18 der Gleitschiene 16 zugewandten Seite, in einer entsprechenden Freisparung 26 (vgl.
insbesondere die Fig. 4 und 5) zumindest ein federnd gegen die Führungsfläche 18 vorbelastetes
Druckelement 20 auf. Zudem ist an der betreffenden Führungsfläche 18 zumindest abschnittsweise
ein sich in Längsrichtung der Gleitschiene 16 beziehungsweise in Verschieberichtung
des Gleitsteins 14 erstreckender, vom federnd vorbelasteten Druckelement 20 beaufschlagbarer,
druckempfindlicher Sensorstreifen 22 vorgesehen, der zur Ermittlung der jeweiligen
Position des Gleitsteins 14 relativ zur Gleitschiene 16 anhand des durch den Gleitstein
14 über dessen federnd vorbelastetes Druckelement 20 auf den druckempfindlichen Sensorstreifen
22 ausgeübten Drucks mit einer Auswerteeinheit 24 verbunden ist.
[0026] Nachdem der Gleitstein 14 im dem Sensorstreifen 22 gegenüberliegenden, das federnd
vorbelastete Druckelement 20 aufweisenden Bereich mit der Freisparung 26 versehen
ist, können keine direkten Betätigungskräfte auf den Sensorstreifen 22 übertragen
werden, wodurch der Sensorstreifen 22 vor Beschädigungen geschützt ist. Es hat nur
das Druckelement 20 Kontakt zum Sensorstreifen 22.
[0027] Alternativ oder zusätzlich kann der Gleitstein 14 auch magnetisiert oder mit einem
Dauermagneten versehen sein und der Sensorstreifen 22 auf ein Magnetfeld oder magnetische
Veränderungen reagieren, so dass die Position des Gleitsteins 14 auch anhand einer
jeweiligen Beaufschlagung des auf ein Magnetfeld oder magnetische Veränderungen reagierenden
Sensorstreifens 22 durch das durch den magnetisierten Gleitstein 14 bzw. den Dauermagneten
erzeugte Magnetfeld ermittelbar ist. Der Dauermagnet kann in einer Bohrung des Gleitsteins
angeordnet sein.
[0028] Ein jeweiliger Flügelöffnungswinkel ist aufgrund der bekannten geometrischen Verhältnisse,
insbesondere die Länge des Gleitarms 12 und der Abstand von dessen Angriffspunkt am
Flügel bzw. Rahmen zur Drehachse der Tür von der Auswerteeinheit 24 über die jeweils
ermittelte Position des Gleitsteins 14 relativ zur Gleitschiene 16 bestimmbar.
[0029] Wie insbesondere anhand der Fig. 2 zu erkennen, erstreckt sich der druckempfindliche
und/oder auf ein Magnetfeld oder magnetische Veränderungen reagierende Sensorstreifen
22 beim dargestellten Ausführungsbeispiel durchgehend über im Wesentlichen den gesamten
Verfahrweg des Gleitsteins 14. Damit ist über im Wesentlichen den gesamten Verfahrweg
des Gleitsteins 14 hinweg eine kontinuierliche Bestimmung der jeweiligen Position
des Gleitsteins 14 relativ zur Gleitschiene 16 und damit eine im Wesentlichen über
den gesamten Öffnungswinkelbereich des Flügels hinweg kontinuierliche Bestimmung des
jeweiligen Flügelöffnungswinkels möglich.
[0030] Mit der Position des Gleitsteins 14 ändert sich das Ausgangssignal wie beispielsweise
der Widerstand, die Spannung oder dergleichen eines jeweiligen Sensorstreifens 22,
sodass mittels der Auswerteeinheit 24 schließlich die Position des Gleitsteins 14
relativ zur Gleitschiene 16 und damit der jeweilige Flügelöffnungswinkel errechnet
werden kann.
[0031] Ein jeweiliger Sensorstreifen 22 kann beispielsweise als Folienpotentiometer ausgeführt
sein, das unter Einwirkung von Druck bzw. eines Magnetfelds oder magnetischen Veränderungen
seine Ortsspannung ändert.
[0032] Ein Folienpotentiometer besteht aus mehreren Folienschichten, die durch einen Abstandshalter
voneinander isoliert sind. Auf einer der Folien ist beispielsweise im Siebdruckverfahren
eine Widerstandsschicht aufgebracht. Auf einer darüber liegenden Kollektorfolie befindet
sich eine gut leitende Beschichtung. Durch Druck oder die Beaufschlagung einer beispielsweise
eisenhaltigen Folie durch das Magnetfeld des magnetisierten Gleitsteins 16 bzw. des
Dauermagneten des Gleitsteins 16 können benachbarte Folien miteinander in Kontakt
gebracht werden, sodass wie bei einem herkömmlichen Potentiometer die jeweilige Ortsspannung
abgreifbar ist.
[0033] Fig. 3 zeigt verschiedene beispielhafte Ausführungsvarianten des in der Gleitschiene
16 des Antriebs 10 geführten Gleitsteins 14.
[0034] Dabei ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3a) das federnd gegen eine Führungsfläche
18 der Gleitschiene 16 vorbelastete Druckelement 20 des Gleitsteins 14 als Federnase
30 ausgeführt. Damit ist sichergestellt, dass der Gleitstein 14 einen jeweiligen auf
der betreffenden Führungsfläche 18 vorgesehenen Sensorstreifen 22 nicht nur berührt,
sondern auf diesen auch einen hinreichenden Druck ausübt.
[0035] Die Federnase 30 kann insbesondere als im Spritzgussverfahren mit an den Gleitsteingrundkörper
angespritztes Element ausgebildet sein. Grundsätzlich kann diese Federnase 30 jedoch
beispielsweise auch als aus Federstahl oder dergleichen gefertigtes, am Gleitsteingrundkörper
angeordnetes Element realisiert sein. Wie aus Fig. 3a) ersichtlich, umfasst die Federnase
im vorliegenden Fall einen am einen Ende mit dem Gleitsteinkörper verbundenen und
am gegenüberliegenden freien Ende mit einer zur betreffenden Führungsfläche 18 hin
abgerundeten Wulst 30' versehenen Federarm 30".
[0036] Auch bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3b) umfasst das federnd gegen eine Führungsfläche
18 der Gleitschiene 16 vorbelastete Druckelement 20 des Gleitsteins 14 wieder einen
am einen Ende mit dem Gleitsteingrundkörper verbundenen Federarm 34. Im vorliegenden
Fall ist das gegenüberliegende freie Ende des Federarms jedoch nicht mit einer Wulst,
sondern mit einer mit der betreffenden Führungsfläche 18 beziehungsweise einem jeweiligen
Sensorstreifen 22 in Eingriff tretenden drehbaren Druckrolle 32 versehen.
[0037] Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3c) umfasst ein federnd gegen eine Führungsfläche
18 der Gleitschiene 16 vorbelastetes Druckelement 20 des Gleitsteins 14 ein verschiebbar
in einer Bohrung 36 des Gleitsteins 14 angeordnetes, über ein Federelement 38 in Richtung
der Führungsfläche 18 der Gleitschiene 16 vorgespanntes Druckstück 40. Dabei kann
die über das Federelement 38 auf das Druckstück 40 ausgeübte Vorspannung wie dargestellt
beispielsweise über eine das Federelement 38 beaufschlagende Stellschraube 42 einstellbar
sein.
[0038] In Fig. 4 ist die Gleitschiene 16 gemäß den Fig. 1 und 2 mit darin vorgesehenem Gleitstein
14 nochmals in einer vergrößerten Stirnansicht wiedergegeben, in der die für das Druckelement
20 vorgesehene Freisparung 26 des Gleitsteins 14 deutlicher zu erkennen ist. Zudem
ist mit einem Pfeil eine Kraftrichtung angedeutet, in der sich der Gleitstein 14 bei
einer entsprechenden Betätigung des Antriebs an einer Führungsfläche 18 abstützt.
In einer alternativen Ausführung kann die Freisparung 26 in der Gleitschiene 16 ausgeführt
und der Sensorstreifen 22 in der Freisparung 26 der Gleitschiene 16, geschützt vor
dem Gleitstein 14, angeordnet sein. Der Gleitstein 14 kann dann ohne Freisparung 26
ausgeführt sein.
[0039] Fig. 5 zeigt eine mit der Fig. 4 vergleichbare Stirnansicht der Gleitschiene 16 gemäß
den Fig. 1 und 2 mit darin vorgesehenem Gleitstein 14, wobei sich der Gleitstein 14
infolge einer umgekehrten Betätigung des Antriebs jedoch an einer gegenüberliegenden
Führungsfläche 18 abstützt.
[0040] Insbesondere zur Ermittlung von Vandalismus und/oder einer Überlast und/oder der
Schließkraft des Antriebs 10 kann auf zumindest einer, vorzugsweise auf zwei einander
gegenüberliegenden Führungsflächen 18 der Gleitschiene 16, an denen der Gleitstein
14 geführt ist, jeweils ein sich zumindest abschnittsweise in Längsrichtung der Gleitschiene
16 beziehungsweise in Verschieberichtung des Gleitsteins 14 erstreckender Kraftsensorstreifen
vorgesehen sein. Mit einem jeweiligen zwischen Gleitstein 14 und Gleitschiene 16 angeordneten
Kraftsensor können die vom Gleitstein 14 auf die Gleitschiene 16 ausgeübten Betätigungskräfte
erfasst werden.
[0041] Der Antrieb 10 kann beispielsweise als Türschließer ausgeführt sein.
[0042] Mit dem erfindungsgemäßen Antrieb 10 wird eine konstruktiv einfach implementierbare
und entsprechend kostengünstige Erfassung eines jeweiligen Flügelöffnungswinkels erreicht.
Zudem entfällt bei auf dem Flügel angeordneter Antriebseinheit ein jeweiliger Kabelübergang.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 10
- Antrieb
- 12
- Gleitarm
- 14
- Gleitstein
- 16
- Gleitschiene
- 18
- Führungsfläche
- 20
- Druckelement
- 22
- Sensorstreifen
- 24
- Auswerteeinheit
- 26
- Freisparung
- 30
- Federnase
- 30'
- Wulst
- 30"
- Federarm
- 32
- Druckrolle
- 34
- Federarm
- 36
- Bohrung
- 38
- Federelement
- 40
- Druckstück
- 42
- Stellschraube
1. Antrieb (10) für einen Flügel, insbesondere einer Tür, eines Fenster oder eines Tors,
mit einer am Flügel oder einem feststehenden Rahmen anbringbaren Antriebseinheit mit
einer Abtriebswelle, die drehfest mit einem der beiden Enden eines Gleitarms (12)
verbunden ist, der an seinem anderen Ende mit einem Gleitstein (14) versehen ist,
der in einer am feststehenden Rahmen bzw. am Flügel anbringbaren Gleitschiene (16)
geführt ist, wobei der Gleitstein (14) an wenigstens einer, sich entlang der Gleitschiene
(16) erstreckenden Führungsfläche (18) der Gleitschiene (16), zugewandten Seite, bevorzugt
in einer entsprechenden Freisparung (26), zumindest ein federnd gegen die Führungsfläche
(18) vorbelastetes Druckelement (20) aufweist, und/oder der Gleitstein (14) magnetisiert
oder mit einem Dauermagneten (26) versehen ist, und an der betreffenden Führungsfläche
(18) zumindest abschnittsweise wenigstens ein sich in Längsrichtung der Gleitschiene
(16) bzw. in Verschieberichtung des Gleitsteins (14) erstreckender, vom federnd vorbelasteten
Druckelement (20) bzw. dem durch den magnetisierten Gleitstein (14) oder den Dauermagnet
(26) erzeugten Magnetfeld beaufschlagbarer, druckempfindlicher und/oder auf ein Magnetfeld
oder magnetische Veränderungen reagierender Sensorstreifen (22) vorgesehen ist, der
zur Ermittlung der jeweiligen Position des Gleitsteins (14) relativ zur Gleitschiene
(16) anhand des über dessen federnd vorbelastetes Druckelement (20) auf den druckempfindlichen
Sensorstreifen (22) ausgeübten Drucks und/oder anhand der durch den magnetisierten
Gleitstein (14) bzw. den Dauermagnet (26) hervorgerufenen Reaktion des Sensorstreifens
(22), mit einer Auswerteeinheit (24) wirkverbunden ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der druckempfindliche und/oder auf ein Magnetfeld oder magnetische Veränderungen
reagierende Sensorstreifen (22) durchgehend über zumindest im Wesentlichen den gesamten
Verfahrweg des Gleitsteins (14) erstreckt.
3. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliger Sensorstreifen (22) als druckempfindliches und/oder auf ein Magnetfeld
oder magnetische Veränderungen reagierendes Folienpotentiometer ausgeführt ist, das
unter Einwirkung von Druck bzw. eines Magnetfelds oder magnetischen Veränderungen
seine Ortsspannung ändert.
4. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Dauermagnet (26) in einer Bohrung des Gleitsteins (16) angeordnet ist.
5. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass insbesondere zur Ermittlung von Vandalismus und/oder einer Überlast und/oder der
Schließkraft des Antriebs (10) auf zumindest einer, vorzugsweise auf zwei einander
gegenüberliegenden Führungsflächen (18) der Gleitschiene (16), an denen der Gleitstein
(16) geführt ist, jeweils ein sich zumindest abschnittsweise in Längsrichtung der
Gleitschiene (16) bzw. in Verschieberichtung des Gleitsteins (14) erstreckender Kraftsensorstreifen
vorgesehen ist.
6. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein federnd gegen eine Führungsfläche (18) der Gleitschiene (16) vorbelastetes
Druckelement (20) des Gleitsteins (14) als Federnase ausgeführt ist.
7. Antrieb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federnase (30) als im Spritzgussverfahren an den Gleitsteingrundkörper angespritztes
Element ausgebildet ist.
8. Antrieb nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Federnase (30) als aus Federstahl oder dergleichen gefertigtes, am Gleitsteingrundkörper
angeordnetes Element ausgebildet ist.
9. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein federnd gegen eine Führungsfläche (18) der Gleitschiene (16) vorbelastetes
Druckelement (20) des Gleitsteins (14) mit wenigstens einer mit dem Sensorstreifen
(18) in Eingriff tretenden drehbaren Druckrolle (32) versehen ist.
10. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliges federnd gegen eine Führungsfläche (18) der Gleitschiene (16) vorbelastetes
Druckelement (20) des Gleitsteins (14) ein verschiebbar in einer Bohrung (36) des
Gleitsteins (14) angeordnetes, über ein Federelement (38) in Richtung der Führungsfläche
(18) der Gleitschiene (16) vorgespanntes Druckstück (40) umfasst.
11. Antrieb nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die über das Federelement (38) auf das Druckstück (40) ausgeübte Vorspannung über
eine das Federelement (38) beaufschlagende Stellschraube (42) einstellbar ist.
12. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass insbesondere zur Messung von auftretenden Druckkräften wenigstens eine Druckrolle
unmittelbar am Gleitstückkörper drehbar gelagert ist.
13. Antrieb nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (10) als Türschließer ausgeführt ist.