[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen eines Profils, insbesondere eines
Kämpfers, an einem Stab, einen Fensterrahmen oder Fensterteilrahmen sowie eine Vorrichtung
zur Herstellung eines Fensterrahmens oder Fensterteilrahmens.
[0002] Fensterrahmen werden typischerweise verwendet, um in eine Gebäudeöffnung eingebracht
zu werden und Fenster daran anzubringen, wobei Fensterrahmen typischerweise auch die
Funktion erfüllen, einen definierten Anschlag für die Fenster zu bieten. Im geschlossenen
Zustand schließen diese üblicherweise dicht mit den Fensterrahmen ab. Hierfür kann
ein Fensterrahmen insbesondere Überschläge aufweisen, welche an einem Stab oder einem
Profil ausgebildet sein können.
[0003] Ein Profil, welches in einem Fensterrahmen im Einbauzustand typischerweise senkrecht
angeordnet ist, wird dabei auch als Kämpfer bezeichnet. Auch an diesem schlagen typischerweise
Fenster an. Während die meisten Fensterrahmen so ausgebildet sind, dass zwei Fenster
in die gleiche Richtung zu öffnen sind, besteht in einigen Ländern eine hohe Verbreitung
von Ausführungen, bei welchen die Fenster in unterschiedliche Richtungen zu öffnen
sind. Ein Kämpfer für eine solche Ausführung wird auch als Wechselkämpfer bezeichnet.
[0004] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Befestigen eines Profils, insbesondere
eines Kämpfers, an einem Stab bereitzustellen, welches im Vergleich zu bekannten Ausführungen
insbesondere dahingehend verbessert ist, dass ein Wechselkämpfer einfach befestigt
werden kann. Es sind des Weiteren Aufgaben der Erfindung, einen zugehörigen Fensterrahmen
oder Fensterteilrahmen sowie eine zugehörige Vorrichtung zur Herstellung eines Fensterrahmens
oder eines Fensterteilrahmens bereitzustellen. Dies wird erfindungsgemäß durch ein
Verfahren, einen Fensterrahmen oder Fensterteilrahmen sowie eine Vorrichtung gemäß
den jeweiligen Hauptansprüchen erreicht. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind beispielsweise
in den Unteransprüchen beansprucht.
[0005] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen eines Profils, insbesondere eines
Kämpfers, an einem Stab, zur Herstellung eines Fensterrahmens mit Überschlägen an
der Außen- und Innenseite des Fensterrahmens. Das Verfahren weist folgende Schritte
auf:
- Bereitstellen des Stabs, wobei der Stab sich entlang einer ersten Längsrichtung erstreckt
und zumindest eine Oberfläche aufweist, von welcher aus sich ein erster Überschlag
und ein zweiter Überschlag in die gleiche Richtung erstrecken, wobei entlang der ersten
Längsrichtung bis zu einem Verbindungsbereich der erste Überschlag an einer ersten
Längsseite der Oberfläche angeordnet ist und ab dem Verbindungsbereich der zweite
Überschlag an einer zweiten Längsseite der Oberfläche, welche der ersten Längsseite
gegenüberliegt, angeordnet ist,
- Bereitstellen des Profils, wobei das Profil sich entlang einer zweiten Längsrichtung
erstreckt, wobei das Profil einen dritten Überschlag und einen vierten Überschlag
aufweist, welche sich von diagonal gegenüberliegenden Längskanten des Profils in zueinander
entgegengesetzte Richtungen erstrecken,
- Abschrägen von Stirnseiten des ersten Überschlags und des zweiten Überschlags, so
dass der erste Überschlag und der zweite Überschlag ihre größte Erstreckung am Übergang
zur Oberfläche haben,
- Abschrägen des dritten Überschlags und des vierten Überschlags an einem Längsende
des Profils, so dass der dritte Überschlag und der vierte Überschlag am Längsende
ihre größte Erstreckung haben,
- Zusammenführen des Profils mit dem Stab, so dass die zweite Längsrichtung winklig,
bevorzugt rechtwinklig, zur ersten Längsrichtung ist.
[0006] Durch diese Verfahrensschritte können das Profil und der Stab in vorteilhafter Weise
auf die Verbindung vorbereitet werden, da die Überschläge so abgeschrägt werden, dass
sie ideal zueinanderpassen.
[0007] Das Profil kann insbesondere ein Kämpfer sein, welcher in einem fertigen Fensterrahmen
im Einbauzustand typischerweise senkrecht ausgerichtet ist. Der Stab kann insbesondere
ein Teil eines Fensterrahmens sein, welcher in einem fertigen Fensterrahmen horizontal
ausgerichtet ist. Er kann im Einbauzustand beispielsweise oben oder unten angeordnet
sein. Eine Außenseite kann insbesondere eine Seite des Fensterrahmens sein, welche
im Einbauzustand der Umgebung eines Gebäudes zugewandt ist. Eine Innenseite kann insbesondere
eine Seite des Fensterrahmens sein, welche im Einbauzustand einem Innenraum des Gebäudes
zugewandt ist.
[0008] Unter einem Erstrecken der Überschläge in die gleiche Richtung kann insbesondere
verstanden werden, dass diese sich von der Oberfläche aus gesehen zur gleichen Seite
bezüglich einer Ebene der Oberfläche erstrecken. Der erste Überschlag und der zweite
Überschlag sind dabei jedoch entlang unterschiedlicher Längsseiten der Oberfläche
angeordnet, wobei sich diese Längsseiten beispielsweise entlang einer Längserstreckung
des Stabs erstrecken können. Somit sind die Überschläge typischerweise in eine Richtung
quer zur Längserstreckung des Stabs voneinander beabstandet.
[0009] Die Erstreckung in entgegengesetzte Richtungen, welche auf den dritten Überschlag
und den vierten Überschlag zutrifft, kann dabei insbesondere bedeuten, dass sich diese
von einer Ebene aus gesehen in unterschiedliche Richtungen erstrecken. Das Profil
kann insbesondere einen zumindest im Wesentlichen quaderförmigen Querschnitt haben,
wobei der dritte und der vierte Überschlag typischerweise an diagonal gegenüberliegenden
Kanten dieses Quaders angeordnet sein können.
[0010] Die jeweils größte Erstreckung des ersten Überschlags und des zweiten Überschlags
am Übergang zur Oberfläche kann insbesondere bedeuten, dass sich ein Querschnitt entlang
einer Längserstreckung des jeweiligen Überschlags gesehen, welche insbesondere parallel
zur Längserstreckung des Stabs sein kann, zum Übergang zur Oberfläche hin kontinuierlich
verkleinert. Entsprechendes gilt für den dritten und den vierten Überschlag bezüglich
ihrer Erstreckung zum Längsende hin.
[0011] Gemäß einer möglichen Verfahrensführung weist das Verfahren ferner folgenden Schritt
auf:
- Verbinden, insbesondere Verkleben oder Verschweißen, des Profils mit dem Stab am Verbindungsbereich
derart, dass nach dem Verbinden der dritte Überschlag den ersten Überschlag außenseitig
zumindest partiell überdeckt und der vierte Überschlag den zweiten Überschlag außenseitig
zumindest partiell überdeckt.
[0012] Durch eine solche Verfahrensführung kann insbesondere erreicht werden, dass ein partielles
Überdecken der Überschläge vorgesehen wird, wodurch die Überschläge leicht aneinander
befestigt werden können und einen formschönen Übergang ausbilden. Insbesondere kann
eine sichtbare Verbindungsstelle in einem Winkel mittig zwischen dem Profil und dem
Stab ausgebildet werden.
[0013] Gemäß einer möglichen Verfahrensführung weist das Verfahren ferner folgenden Schritt
auf:
- Verbinden, insbesondere Verkleben oder Verschweißen, des Profils mit dem Stab am Verbindungsbereich
derart, dass nach dem Verbinden eine Stirnseite des dritten Überschlags eine Stirnseite
des ersten Überschlags überdeckt und eine Stirnseite des vierten Überschlags eine
Stirnseite des zweiten Überschlags überdeckt.
[0014] Durch eine solche Verfahrensführung kann insbesondere auf ein Überdecken der Überschläge
verzichtet werden, wobei die Überschläge jeweils an ihren Stirnseiten aneinander angrenzen.
Dies ermöglicht eine einfache Ausführung, wobei insbesondere die Stirnseiten entlang
einer Winkelhalbierenden zwischen Stab und Profil aneinander angrenzen können, was
beispielsweise einer Ausführung auf Gehrung entspricht.
[0015] Es sei verstanden, dass die beiden eben beschriebenen Verfahrensführungen bezüglich
des Verbindens insbesondere als Alternativen betrachtet werden können.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführung sind in dem ersten Überschlag und in dem zweiten
Überschlag jeweilige längs verlaufende Hohlräume ausgebildet. Diese können insbesondere
nach dem Verbinden durch das Profil stirnseitig verschlossen werden. Derartige Hohlräume
können die Herstellung vereinfachen und Gewicht reduzieren. Durch das Verschließen
mittels des Profils wird verhindert, dass bei geöffnetem Fenster Luft oder Feuchtigkeit
in diese eindringt und dort eventuell zu Problemen führt.
[0017] Gemäß einer Ausführung wird der dritte Überschlag so abgeschrägt, dass er nach dem
Verbinden komplementär zum ersten Überschlag ist und den ersten Überschlag außenseitig
partiell überdeckt. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführung wird der vierte Überschlag
so abgeschrägt, dass er nach dem Verbinden komplementär zum zweiten Überschlag ist
und den zweiten Überschlag außenseitig partiell überdeckt. Dadurch kann durch die
Abschrägung bereits die jeweilige Überdeckung vorbereitet werden.
[0018] Gemäß einer alternativen Ausführung wird der dritte Überschlag so abgeschrägt, dass
seine Stirnseite komplementär zur Stirnseite des ersten Überschlags ist. Weiter kann
der vierte Überschlag so abgeschrägt werden, dass seine Stirnseite komplementär zur
Stirnseite des zweiten Überschlags ist. Dadurch können die Stirnseiten unmittelbar
aneinander angrenzen, so dass beispielsweise auf ein Überlappen verzichtet werden
kann.
[0019] Es sei erwähnt, dass Überlappen und das Aneinanderangrenzen von Stirnseiten auch
kombiniert werden können, wobei beispielsweise ein in einer Ecke weiter außen liegender
Bereich überlappen kann und in einem weiter innen liegenden Bereich Stirnseiten unmittelbar
aneinander angrenzen können.
[0020] Gemäß einer Ausführung ist entlang der ersten Längsrichtung der erste Überschlag
bis zum Beginn des zweiten Überschlags ausgebildet. Insbesondere kann sich dies auf
die bereits erwähnten Übergänge zur Oberfläche beziehen. Damit wird ein unmittelbares
Angrenzen der Überschläge, abgesehen davon, dass sie auf unterschiedlichen Längsseiten
angeordnet sind, ermöglicht.
[0021] Gemäß einer Ausführung ist zwischen dem ersten Überschlag und dem zweiten Überschlag
ein sich in Längsrichtung des Stabs erstreckender Zwischenbereich ausgebildet. Dadurch
können die Überschläge in Längsrichtung voneinander beabstandet werden. Auch dies
kann sich insbesondere auf die jeweiligen Übergänge zur Oberfläche beziehen.
[0022] Gemäß einer Ausführung weist das Verfahren ferner folgende Schritte auf:
- Ausfräsen einer Einkerbung in dem Stab zwischen dem ersten Überschlag und dem zweiten
Überschlag, so dass eine Längsrichtung der Einkerbung zwischen dem ersten Überschlag
und dem zweiten Überschlag verläuft, und
- beidseitiges Abfräsen des Längsendes des Profils, welches mit dem Stab verbunden wird,
zwischen dem dritten Überschlag und dem vierten Überschlag, so dass beidseitig Abschrägungen
zwischen dem dritten Überschlag und dem vierten Überschlag verlaufen.
[0023] Durch eine solche Verfahrensführung kann die Befestigung von Stab und Profil aneinander
weiter vereinfacht werden, da die Einkerbung die Position des Profils vorgeben kann
und dieses auch fixieren kann. Außerdem kann die Herstellung vereinfacht werden, da
entsprechende Abschrägungen typischerweise einfach mittels Fräswerkzeugen hergestellt
werden können.
[0024] Die Einkerbung kann insbesondere zumindest im Wesentlichen oder auch vollständig
komplementär zu den Abschrägungen sein. Dadurch können Abschrägung und Einkerbung
in vorteilhafter Weise aneinander angrenzen und die gegenseitige Lage definieren.
[0025] Die Einkerbung kann insbesondere partiell in den ersten Überschlag und/oder den zweiten
Überschlag hineinreichen. Die Abschrägungen können insbesondere partiell in den dritten
Überschlag und/oder den vierten Überschlag hineinreichen. Es hat sich gezeigt, dass
dadurch bevorzugte geometrische Verhältnisse erreicht werden können.
[0026] Insbesondere können Bereiche der Stirnseiten des ersten Überschlags und des zweiten
Überschlags, welche von Stirnseiten des dritten Überschlags und/oder des vierten Überschlags
überdeckt werden, mittels eines separaten Fräswerkzeugs gefräst werden, wobei eine
jeweilige an den Überschlag angrenzende Wange belassen wird, welche die Einkerbung
seitlich begrenzt. Dies erlaubt es, auch für den Fall einer gewünschten seitlichen
Begrenzung der Einkerbung durch Wangen die Abschrägungen bis in die jeweiligen Überschläge
auszuführen, wobei hierfür beispielsweise ein kleineres bzw. dünneres Fräswerkzeug
als zu sonstigen Ausführungen der Abschrägungen verwendet werden kann. Dadurch können
die Wangen in definierter Weise stehengelassen werden.
[0027] Das abgefräste Längsende kann insbesondere beim Verbinden in die Einkerbung eingreifen.
Dadurch kann zusätzliche Stabilität erreicht werden und es können die Relativpositionen
zueinander exakt definiert werden.
[0028] Das Profil kann insbesondere mit dem Stab unter Verwendung eines im Querschnitt V-förmigen
oder Y-förmigen Heizspiegels verschweißt werden. Dies erlaubt eine besonders gute
Anpassung an die geometrischen Verhältnisse, da insbesondere bei Verwendung der bereits
weiter oben beschriebenen Einkerbung und der Abschrägungen die Einkerbung typischerweise
eine V-Form hat. Wenn beim Verbinden des Profils mit dem Stab der Stab bereits in
seinem festen endgültigen Zustand ist, so kann hierbei insbesondere ein V-förmiger
Heizspiegel verwendet werden. Sollen die Verbindung von zwei Stabteilen, wie weiter
unten beschrieben, und die Verbindung des Stabs mit dem Profil in einem Arbeitsschritt
erfolgen, so bietet sich insbesondere die Verwendung eines im Querschnitt Y-förmigen
Heizspiegels an. Derartige Heizspiegel können in vorteilhafter Weise an die jeweilige
Geometrie angepasst sein.
[0029] Gemäß einer möglichen Verfahrensführung weist das Verfahren ferner folgenden Schritt
auf:
- teilweises Abfräsen seitlicher Wangen des Profils am Längsende, welches mit dem Stab
verbunden wird.
[0030] Durch ein solches Abfräsen von seitlichen Wangen kann das Profil so ausgebildet werden,
dass seine Wangen mit entsprechenden Wangen des Stabs bestmöglich zusammenpassen.
Wangen können dabei insbesondere Seiten begrenzen, insbesondere im Wesentlichen oder
auch vollständig eben begrenzen, welche im Einbauzustand einer Innenseite oder einer
Außenseite zugewandt sind.
[0031] Insbesondere können die Wangen so weit abgefräst werden, dass sie nach dem Verbinden
plan auf der Oberfläche des Stabs und/oder auf einer jeweiligen Verlängerung der Oberfläche
außerhalb der ersten und zweiten Überschläge aufliegen. Dies erlaubt in typischen
Anwendungen eine besonders formschöne Ausführung.
[0032] Der dritte Überschlag und der vierte Überschlag können insbesondere am Längsende
rund oder kurvenförmig abgeschrägt werden. Dies erlaubt eine vorteilhafte Anpassung
an den ersten Überschlag bzw. den zweiten Überschlag, so dass sich diese bestmöglich
überlappen können und vorteilhaft unmittelbar aneinander anliegen können.
[0033] Insbesondere können der erste Überschlag und der dritte Überschlag für das erste
Fenster vorgesehen sein. Des Weiteren können insbesondere der zweite Überschlag und
der vierte Überschlag für das zweite Fenster vorgesehen sein. Dies erlaubt die Anbringung
zweier Fenster, welche insbesondere in unterschiedlichen Richtungen geöffnet werden
können. Dies entspricht der typischen Ausführung mit Wechselkämpfer.
[0034] Das Bereitstellen des Stabs kann insbesondere folgende Schritte aufweisen:
- Bereitstellen eines Ausgangsstabs mit einem durchgehenden Überschlag,
- Durchtrennen des Ausgangsstabs quer zur Längsrichtung des Ausgangsstabs, so dass ein
erstes Stabteil und ein zweites Stabteil entstehen,
- Drehen zumindest des zweiten Stabteils und Zusammenführen mit dem ersten Stabteil,
so dass die Oberfläche durchgehend entsteht, und
- Verbinden des ersten Stabteils mit dem zweiten Stabteil.
[0035] Durch eine solche Verfahrensführung kann zur Herstellung des Ausgangsstabs auf eine
kontinuierliche Fertigung ohne geometrische Variation zurückgegriffen werden. Durch
ein einfaches Durchtrennen und ein erneutes Verbinden kann die Form des Stabs erreicht
werden, welche für die hierin beschriebene Verfahrensführung benötigt wird. Insbesondere
können dadurch der erste Überschlag und der zweite Überschlag aus dem durchgehenden
Überschlag ausgebildet werden. Diese können anschließend an ihren Stirnseiten abgefräst
werden, um die gewünschte Form zu erreichen.
[0036] Das Durchtrennen des Ausgangsstabs kann insbesondere quer zu einer Längserstreckung
des Ausgangsstabs erfolgen. Auch andere Winkel können jedoch verwendet werden.
[0037] Insbesondere kann das Verbinden des ersten Stabteils mit dem zweiten Stabteil in
einem Arbeitsschritt mit dem Verbinden des Profils am Stab unter Verwendung eines
im Querschnitt Y-förmigen Schweißspiegels erfolgen. Dadurch kann ein Verfahrensschritt
genügen, um die beiden Stabteile und das Profil miteinander zu verbinden. Auf die
obigen Ausführungen zu einem im Querschnitt Y-förmigen Schweißspiegel sei verwiesen.
[0038] Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Fensterrahmen oder Fensterteilrahmen, zumindest
bestehend aus einem längs verlaufenden Stab und aus einem hieran winklig, nicht an
den Ecken des Stabs, in einem Verbindungsbereich des Stabs anschließenden Profil,
wobei der Stab sich entlang einer ersten Längsrichtung erstreckt und zumindest eine
Oberfläche aufweist, von welcher aus sich ein erster Überschlag und ein zweiter Überschlag
in die gleiche Richtung erstrecken, wobei entlang der ersten Längsrichtung bis zu
einem Verbindungsbereich der erste Überschlag an einer ersten Längsseite der Oberfläche
angeordnet ist und ab dem Verbindungsbereich der zweite Überschlag an einer zweiten
Längsseite der Oberfläche, welche der ersten Längsseite gegenüberliegt, angeordnet
ist, und wobei das Profil einen dritten Überschlag und einen vierten Überschlag aufweist,
welche sich von diagonal gegenüberliegenden Längskanten des Profils in zueinander
entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Erfindungsgemäß ist dabei insbesondere vorgesehen,
dass das Profil, einen Kämpfer ausbildend, im Verbindungsbereich des Stabs in eine
Einkerbung eingreift. Bei der Einkerbung kann es sich insbesondere um die weiter oben
bereits beschriebene Einkerbung handeln. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine
Verbindung zwischen einem Stab und einem Profil erreicht werden, wobei die weiter
oben bereits beschriebenen Vorteile erreicht werden können.
[0039] Insbesondere kann das Profil mit dem Stab mittels eines hierin beschriebenen Verfahrens
verbunden werden. Dabei kann auf alle beschriebenen Ausführungen zurückgegriffen werden.
[0040] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Vorrichtung zur Herstellung eines Fensterrahmens
oder Fensterteilrahmens, wobei der Fensterrahmen bzw. der Fensterteilrahmen zumindest
aus einem längs verlaufenden Stab und einem hieran winklig, nicht an den Ecken des
Stabs, anschließenden Profil besteht, wobei der Stab und das Profil aus verschweißtem
Kunststoffmaterial bestehen, wobei die Vorrichtung insbesondere zur Durchführung des
Verfahrens wie hierin beschrieben ausgebildet ist, und für das Verschweißen des Profils
mit dem Stab ein Schweißspiegel mit zumindest im Wesentlichen einem Y-förmigen oder
V-förmigen Querschnitt vorgesehen ist.
[0041] Mittels einer solchen Vorrichtung kann das hierin beschriebene Verfahren in besonders
vorteilhafter Weise ausgeführt werden. Bezüglich des Verfahrens kann auf alle hierin
beschriebenen Ausführungen zurückgegriffen werden. Insbesondere kann wie bereits beschrieben
ein im Querschnitt Y-förmiger oder V-förmiger Schweißspiegel verwendet werden, wobei
die weiter oben bereits beschriebenen Vorteile erreicht werden können.
[0042] Die Erfindung wird nun anhand der Figuren beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- Stabteile gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2:
- ein Profil gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3:
- einen Stab gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 4:
- Stab und Profil nach einem Verbinden gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5:
- zwei Stabteile gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 6:
- ein Profil gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 7:
- Stab und Profil nach dem Verbinden gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 8:
- zwei Stabteile gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 9:
- ein Profil gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel, und
- Fig. 10:
- Stab und Profil gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel.
[0043] Fig. 1 zeigt ein erstes Stabteil 5a und ein zweites Stabteil 5b für eine Verfahrensführung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Auf dieses Ausführungsbeispiel beziehen sich
auch die nachfolgenden Fig. 2 bis 4.
[0044] Die Stabteile 5a, 5b werden nach einem Verbinden zu einem Stab 5 verbunden. Dieser
kann beispielsweise eine Unterseite oder eine Oberseite eines Fensterrahmens ausbilden.
[0045] An dem ersten Stabteil 5a ist ein erster Überschlag 10 ausgebildet. An dem zweiten
Stabteil 5b ist ein zweiter Überschlag 20 ausgebildet. Die Überschläge stehen von
einer Oberfläche 7 des Stabs 5 ab, wobei die Oberfläche 7 in dem in Fig. 1 dargestellten
Zustand noch getrennt ist, und bei einem verbundenen Zustand bis auf die noch zu beschreibende
Einkerbung durchgehend ist.
[0046] Der erste Überschlag 10 ist an einer ersten Längsseite 71 der Oberfläche 7 angeordnet.
Der zweite Überschlag 20 ist an einer zweiten Längsseite 72 der Oberfläche 7 angeordnet.
Die beiden Längsseiten 71, 72 liegen sich wie gezeigt bezüglich der Oberfläche 7 gegenüber.
Ein Übergang vom ersten Überschlag 10 zum zweiten Überschlag 20 erfolgt an einem Verbindungsbereich
8, welcher in der Darstellung von Fig. 1 zwischen den beiden Stabteilen 5a, 5b ausgebildet
ist.
[0047] Der erste Überschlag 10 weist eine erste Stirnseite 11 auf. Der zweite Überschlag
20 weist eine zweite Stirnseite 21 auf. Der erste Überschlag 10 weist eine größte
Erstreckung 12 auf, welche wie gezeigt am Übergang zur Oberfläche 7 angeordnet ist.
Ebenso weist der zweite Überschlag 20 eine größte Erstreckung 22 auf, welche wie gezeigt
am Übergang zur Oberfläche 7 angeordnet ist. Dies erfolgt durch eine jeweilige Abschrägung
der beiden Stirnseiten 11, 21, wobei sich ein Querschnitt der Überschläge 10, 20 zum
Verbindungsbereich 8 hin verkleinert. Die erste Stirnseite weist einen zurückgesetzten
ersten Stirnseitenabschnitt 16 auf. Die zweite Stirnseite weist einen zurückgesetzten
zweiten Stirnseitenabschnitt 26 auf. Die Stirnseitenabschnitte 16, 26 grenzen im zusammengebauten
Zustand unmittelbar an andere Stirnseiten an. Die jeweiligen Reste der Stirnseiten
11, 21 bilden demgegenüber einen Überlapp aus. Dies wird weiter unten näher beschrieben
werden.
[0048] Wie weiter unten mit Bezug auf Fig. 3 näher beschrieben werden wird, ist zwischen
den beiden Stabteilen 5a, 5b im zusammengebauten Zustand eine Einkerbung ausgebildet,
wobei zur Herstellung jeweiliger Abschrägungen auch die Abschrägungen an den Stirnseiten
11, 21 der Überschläge 10, 20 mit ausgebildet werden können.
[0049] Fig. 2 zeigt ein Profil 100 für die Verfahrensführung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel.
Das Profil 100 erstreckt sich entlang einer Längsrichtung und hat einen zumindest
im Wesentlichen quaderförmigen Querschnitt. An einer Kante steht dabei ein dritter
Überschlag 130 ab und an einer diagonal gegenüberliegenden Kante steht ein vierter
Überschlag 140 ab. Das Profil 100 hat ein Längsende 110, wobei die Überschläge 130,
140 an jeweiligen Stirnseiten 131, 141 in jeweilige Abschrägungen 112, 114 des Profils
100 übergehen und spitz zum Längsende hin zulaufen. Dementsprechend hat der dritte
Überschlag 130 seine größte Erstreckung 132 am Längsende 110, und der vierte Überschlag
140 hat ebenfalls seine größte Erstreckung 142 am Längsende 110.
[0050] Seitlich sind an dem Profil 100 Wangen 103, 104 ausgebildet, wobei diese in jeweils
einen Überschlag 130, 140 übergehen. Diese sind wie gezeigt von dem Längsende 110
aus partiell abgefräst, so dass sie komplementär zum Stab 5 sind.
[0051] Fig. 3 zeigt die Stabteile 5a, 5b nach deren Zusammenbau zum Stab 5. Dabei wurden
sie in der Mitte aneinandergeschweißt. Hierdurch bilden die beiden Stabteile 5a, 5b
eine Einkerbung 6, wobei diese auch durch in Verlängerung der Stirnseiten 11, 21 der
Überschläge 10, 20 ausgebildete Abschrägungen definiert ist.
[0052] Des Weiteren sind in den Überschlägen 10, 20 jeweilige Hohlräume 14, 24 ausgebildet,
welche im vorliegenden Zustand zur Einkerbung 6 hin offen sind. Es wird später gezeigt
werden, dass diese durch das Profil 100 verschlossen werden können.
[0053] In die Einkerbung 6 kann das in Fig. 2 dargestellte Ende des Profils 100 eingeführt
werden, und zwar insbesondere derart, dass das Längsende 110 in die Einkerbung 6 eingreift,
wobei die Einkerbung 6 komplementär zu den Abschrägungen 112, 114 ausgebildet ist.
Dadurch werden Position und Ausrichtung des Profils 100 relativ zum Stab 5 exakt definiert.
[0054] Ein entsprechend zusammengebauter Zustand ist in Fig. 4 zu sehen. Dabei ist auch
zu sehen, dass die Wangen 103, 104 komplementär an Außenseiten des Stabs 5 anliegen.
Eine Längserstreckung des Profils 100 ist dabei quer zur Längserstreckung des Stabs
5, was der typischen Ausführung eines Fensterrahmens entspricht. Jeweilige Hohlräume
innerhalb der Überschläge 10, 20, 130, 140 werden durch das jeweils andere Element,
also Stab 5 bzw. Profil 100, am Bereich, an welchem Stab 5 und Profil 100 aneinander
angrenzen, verschlossen, so dass ein Eindringen von Luft oder Feuchtigkeit verhindert
wird.
[0055] Fig. 5 zeigt Stabteile 5a, 5b für einen Stab 5 für eine Verfahrensführung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel überlappen
sich dabei Überschläge 10, 130 bzw. 20, 140 nicht, sondern die Überschläge 10, 20
werden lediglich so abgefräst, dass ihre Stirnseiten 11, 21 unmittelbar an Stirnseiten
131, 141 der dritten und vierten Überschläge 130, 140 angrenzen können. Dabei ist
ein Zwischenbereich 9 ausgebildet, welcher entlang der Längserstreckung des Stabs
5 zwischen dem ersten Überschlag 10 und dem zweiten Überschlag 20 ausgebildet ist,
so dass im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel die Überschläge 10, 20 nicht unmittelbar
bezüglich der Längsrichtung aneinander angrenzen.
[0056] Unmittelbar angrenzend an den ersten Überschlag 10 ist eine erste Wange 15 ausgebildet.
Ebenso ist unmittelbar angrenzend an den zweiten Überschlag 20 eine zweite Wange 25
ausgebildet. Diese sind in einer Querrichtung des Stabs 5 gesehen überlappend mit
dem jeweiligen Überschlag 10, 20 bzw. dessen Außenseite, so dass die Abschrägung der
jeweiligen Stirnseite 11, 21 des jeweiligen Überschlags 10, 20 nicht in einem Arbeitsschritt
mit der Ausbildung der Einkerbung 6 ausgeführt wird. Vielmehr wird die jeweilige Stirnseite
11, 21 unter Verwendung eines nicht dargestellten separaten Werkzeugs, welches typischerweise
kleiner ist, ausgebildet, so dass die jeweilige Wange 15, 25 erhalten bleibt.
[0057] Fig. 6 zeigt ein Profil 100 für das zweite Ausführungsbeispiel. Dabei sind die Stirnseiten
131, 141 der dritten und vierten Überschläge 130, 140 wie gezeigt plan mit den Abschrägungen
112, 114 ausgeführt, so dass hier eine Bearbeitung in einem Arbeitsschritt jeweils
möglich ist. Die plane Ausführung der Stirnseiten 131, 141 korrespondiert dazu, dass
diese plan an die Stirnseiten 11, 21 des ersten Überschlags 10 und des zweiten Überschlags
20 anliegen sollen, welche ebenfalls plan ausgeführt sind, wie in Fig. 5 dargestellt.
[0058] Fig. 7 zeigt einen zusammengebauten Zustand des Stabs 5 von Fig. 5 und des Profils
100 von Fig. 6. Dabei ist zu sehen, dass die Überschläge 10, 130 bzw. 20, 140 nicht
wie in Fig. 4 zu sehen überlappen, sondern lediglich entlang jeweiliger Verbindungslinien
aneinander angrenzen. Somit wird hierdurch eine Gehrung erzeugt, welche einen Winkel
von 45° gegenüber den Längserstreckungen des Stabs 5 und des Profils 100 einnimmt.
[0059] Fig. 8 zeigt Stabteile 5a, 5b für einen Stab 5 für eine Verfahrensführung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel. Das dritte Ausführungsbeispiel entspricht dabei im Wesentlichen
dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei die ersten und zweiten Überschläge 10, 20 beim
dritten Ausführungsbeispiel in Querrichtung des Stabs 5 gesehen dünner ausgeführt
sind als beim ersten Ausführungsbeispiel. Ebenso zeigt Fig. 9 ein Profil 100 für die
Verfahrensführung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel, welches an den Stab 5 gemäß
dem dritten Ausführungsbeispiel angepasst ist, ansonsten jedoch im Wesentlichen von
seinen Merkmalen her dem Profil 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel entspricht.
[0060] Fig. 10 zeigt den Stab 5 und das Profil 100 in einem zusammengebauten Zustand gemäß
dem dritten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht. Dabei ist wiederum
zu sehen, dass sich der zweite Überschlag 20 und der vierte Überschlag 140 außenseitig
partiell überlappen, wobei auch in diesem Fall eine Gehrung mit einem Winkel von 45°
ausgebildet wird. Jeweilige Hohlräume werden durch das jeweils andere Element verschlossen.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 5
- Stab
- 5a
- erstes Stabteil
- 5b
- zweites Stabteil
- 6
- Einkerbung
- 7
- Oberfläche
- 8
- Verbindungsbereich
- 9
- Zwischenbereich
- 10
- erster Überschlag
- 11
- Stirnseite
- 12
- Erstreckung
- 14
- Hohlraum
- 15
- Wange
- 16
- Stirnseitenabschnitt
- 20
- zweiter Überschlag
- 21
- Stirnseite
- 22
- Erstreckung
- 24
- Hohlraum
- 25
- Wange
- 26
- Stirnseitenabschnitt
- 71
- erste Längsseite
- 72
- zweite Längsseite
- 100
- Profil
- 103
- Wange
- 104
- Wange
- 110
- Längsende
- 112
- Abschrägung
- 114
- Abschrägung
- 130
- dritter Überschlag
- 131
- Stirnseite
- 132
- Erstreckung
- 140
- vierter Überschlag
- 141
- Stirnseite
- 142
- Erstreckung
1. Verfahren zum Befestigen eines Profils (100), insbesondere eines Kämpfers, an einem
Stab (5), zur Herstellung eines Fensterrahmens mit Überschlägen an der Außen- und
Innenseite des Fensterrahmens, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
- Bereitstellen des Stabs (5), wobei der Stab (5) sich entlang einer ersten Längsrichtung
erstreckt und zumindest eine Oberfläche (7) aufweist, von welcher aus sich ein erster
Überschlag (10) und ein zweiter Überschlag (20) in die gleiche Richtung erstrecken,
wobei entlang der ersten Längsrichtung bis zu einem Verbindungsbereich (8) der erste
Überschlag (10) an einer ersten Längsseite (71) der Oberfläche (7) angeordnet ist
und ab dem Verbindungsbereich (8) der zweite Überschlag (20) an einer zweiten Längsseite
(72) der Oberfläche (7), welche der ersten Längsseite (71) gegenüberliegt, angeordnet
ist,
- Bereitstellen des Profils (100), wobei das Profil (100) sich entlang einer zweiten
Längsrichtung erstreckt, wobei das Profil (100) einen dritten Überschlag (130) und
einen vierten Überschlag (140) aufweist, welche sich von diagonal gegenüberliegenden
Längskanten des Profils (100) in zueinander entgegengesetzte Richtungen erstrecken,
- Abschrägen von Stirnseiten (11, 21) des ersten Überschlags (10) und des zweiten
Überschlags (20), so dass der erste Überschlag (10) und der zweite Überschlag (20)
ihre größte Erstreckung (12, 22) am Übergang zur Oberfläche (7) haben,
- Abschrägen des dritten Überschlags (130) und des vierten Überschlags (140) an einem
Längsende (110) des Profils (100), so dass der dritte Überschlag (130) und der vierte
Überschlag (140) am Längsende (110) ihre größte Erstreckung (132, 142) haben,
- Zusammenführen des Profils (100) mit dem Stab (5), so dass die zweite Längsrichtung
winklig, bevorzugt rechtwinklig zur ersten Längsrichtung ist; und
- Verbinden, insbesondere Verkleben oder Verschweißen, des Profils (100) mit dem Stab
(5) am Verbindungsbereich (8) derart, dass nach dem Verbinden der dritte Überschlag
(130) den ersten Überschlag (10) außenseitig zumindest partiell überdeckt und der
vierte Überschlag (140) den zweiten Überschlag (20) außenseitig zumindest partiell
überdeckt, oder
- Verbinden, insbesondere Verkleben oder Verschweißen, des Profils (100) mit dem Stab
(5) am Verbindungsbereich (8) derart, dass nach dem Verbinden eine Stirnseite (131)
des dritten Überschlags (130) eine Stirnseite (11) des ersten Überschlags (10) überdeckt
und eine Stirnseite (141) des vierten Überschlags (140) eine Stirnseite (21) des zweiten
Überschlags (20) überdeckt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Überschlag (10) und in dem zweiten Überschlag (20) jeweilige längs
verlaufende Hohlräume (14, 24) ausgebildet sind, welche nach dem Verbinden durch das
Profil (100) stirnseitig verschlossen werden.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der dritte Überschlag (130) so abgeschrägt wird, dass er nach dem Verbinden komplementär
zum ersten Überschlag (10) ist und den ersten Überschlag (10) außenseitig partiell
überdeckt,
und/oder
- der vierte Überschlag (140) so abgeschrägt wird, dass er nach dem Verbinden komplementär
zum zweiten Überschlag (20) ist und den zweiten Überschlag (20) außenseitig partiell
überdeckt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der dritte Überschlag (130) so abgeschrägt wird, dass seine Stirnseite (131) komplementär
zur Stirnseite (11) des ersten Überschlags (10) ist,
und/oder
- der vierte Überschlag (140) so abgeschrägt wird, dass seine Stirnseite (141) komplementär
zur Stirnseite (21) des zweiten Überschlags (20) ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang der ersten Längsrichtung der erste Überschlag (10) bis zum Beginn des zweiten
Überschlags (20) ausgebildet ist, oder dass zwischen erstem Überschlag (10) und zweitem
Überschlag (20) ein sich in Längsrichtung des Stabs (5) erstreckender Zwischenbereich
(9) ausgebildet ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ferner folgende Schritte
aufweist:
- Ausfräsen einer Einkerbung (6) in dem Stab (5) zwischen dem ersten Überschlag (10)
und dem zweiten Überschlag (20), so dass eine Längsrichtung der Einkerbung (6) zwischen
dem ersten Überschlag (10) und dem zweiten Überschlag (20) verläuft, und
- beidseitiges Abfräsen des Längsendes (110) des Profils (100), welches mit dem Stab
(5) verbunden wird, zwischen dem dritten Überschlag (130) und dem vierten Überschlag
(140), so dass beidseitig Abschrägungen (112, 114) zwischen dem dritten Überschlag
(130) und dem vierten Überschlag (140) verlaufen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Einkerbung (6) zumindest im Wesentlichen komplementär zu den Abschrägungen (112,
114) ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Einkerbung (6) partiell in den ersten Überschlag (10) und/oder den zweiten Überschlag
(20) hineinreicht,
und/oder
- die Abschrägungen (112, 114) partiell in den dritten Überschlag (130) und/oder den
vierten Überschlag (140) hineinreichen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das abgefräste Längsende (110) beim Verbinden in die Einkerbung (6) eingreift.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ferner folgenden Schritt
aufweist:
- teilweises Abfräsen seitlicher Wangen (103, 104) des Profils (100) am Längsende,
welches mit dem Stab (5) verbunden wird, wobei bevorzugt die Wangen (103, 104) soweit
abgefräst werden, dass sie nach dem Verbinden plan auf der Oberfläche (7) des Stabs
(5) und/oder auf einer jeweiligen Verlängerung der Oberfläche (7) außerhalb der ersten
und zweiten Überschläge (10, 20) aufliegen.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der erste Überschlag (10) und der dritte Überschlag (130) für das erste Fenster
vorgesehen sind,
und/oder
- der zweite Überschlag (20) und der vierte Überschlag (140) für das zweite Fenster
vorgesehen sind.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bereitstellen des Stabs (5) folgende Schritte aufweist:
- Bereitstellen eines Ausgangsstabs, mit einem durchgehenden Überschlag,
- Durchtrennen des Ausgangsstabs quer zur Längserstreckung des Ausgangsstabs, so dass
ein erstes Stabteil (5a) und ein zweites Stabteil (5b) entstehen,
- Drehen zumindest des zweiten Stabteils (5b) und Zusammenführen mit dem ersten Stabteil
(5a), so dass die Oberfläche (7) durchgehend entsteht, und
- Verbinden des ersten Stabteils (5a) mit dem zweiten Stabteil (5b).
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbinden des ersten Stabteils (5a) mit dem zweiten Stabteil (5b) in einem Arbeitsschritt
mit dem Verbinden des Profils (100) am Stab (5) unter Verwendung eines im Querschnitt
Y-förmigen Schweißspiegels erfolgt.
14. Fensterrahmen oder Fensterteilrahmen, zumindest bestehend aus einem längsverlaufenden
Stab (5) und einem hieran winkelig, nicht an den Enden des Stabes (5), in einem Verbindungsbereich
(8) des Stabes (5) anschließenden Profil (100), wobei der Stab (5) sich entlang einer
ersten Längsrichtung erstreckt und zumindest eine Oberfläche (7) aufweist, von welcher
aus sich ein erster Überschlag (10) und ein zweiter Überschlag (20) in die gleiche
Richtung erstrecken, wobei entlang der ersten Längsrichtung bis zu einem Verbindungsbereich
(8) der erste Überschlag (10) an einer ersten Längsseite (71) der Oberfläche (7) angeordnet
ist und ab dem Verbindungsbereich (8) der zweite Überschlag (20) an einer zweiten
Längsseite (72) der Oberfläche (7), welche der ersten Längsseite (71) gegenüberliegt,
angeordnet ist, und wobei das Profil (100) einen dritten Überschlag (130) und einen
vierten Überschlag (140) aufweist, welche sich von diagonal gegenüberliegenden Längskanten
des Profils (100) in zueinander entgegengesetzte Richtungen erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (100), einen Kämpfer ausbildend, im Verbindungsbereich (8) des Stabes
(5) in eine Einkerbung (6) eingreift.
15. Vorrichtung zur Herstellung eines Fensterrahmens oder Fensterteilrahmens, wobei der
Fensterrahmen bzw. der Fensterteilrahmen zumindest aus einem längsverlaufenden Stab
(5) und aus einem hieran winkelig, nicht an den Enden des Stabes (5) anschließenden
Profil (100) besteht, wobei der Stab (5) und das Profil (100) aus verschweißtem Kunststoffmaterial
besteht, wobei die Vorrichtung insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist, und für das Verschweißen des
Profils (100) mit dem Stab (5) ein Schweißspiegel mit zumindest im Wesentlichen einen
Y-förmigen oder V-förmigen Querschnitt vorgesehen ist.