[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder, insbesondere einen Mini-Koax-Automotive-Steckverbinder,
zum Verbinden mit einer kompatiblen Steckervorrichtung sowie ein Verfahren zur Fertigung
eines Steckverbinders.
[0002] Steckverbinder, insbesondere Steckverbinder für Automotive-Anwendungen, müssen einer
Vielzahl von Anforderungen genügen. So müssen Steckverbinder eine sichere und zuverlässige
Übertragung von elektrischen Signalen, beispielsweise Hochfrequenzsignalen ermöglichen.
Des Weiteren müssen die Steckverbinder langlebig sein und aufgrund meist geringer
Platzverhältnisse am vorgesehenen Installationsort geringe Abmessungen aufweisen und
möglichst kompakt ausgebildet sein.
[0003] Ferner setzen sich im Automotive-Bereich Standards für Steckverbinder durch. So sind
beispielsweise standardisierte FAKRA-(Steck-)-Verbinder bekannt. Bei FAKRA handelt
es sich um einen Normenausschuss für Automobiltechnik in dem Deutschen Institut für
Normung, der internationale Normungsinteressen auf dem Gebiet der Automobiltechnik
vertritt. Der FAKRA-Standard stellt ein auf Formkodierung und Farbkodierung basierendes
System zum korrekten Anbringen von Steckervorrichtungen an Steckverbindern bereit.
Beispielsweise kann ein Steckverbinder eine Formkodierung aufweisen, gemäß derer eine
entsprechende Steckervorrichtung mit dem Steckverbinder verbunden werden kann. Die
Formkodierung gewährleistet, dass die Steckervorrichtung nur gemäß einer Einsteckmöglichkeit
mit dem Steckverbinder verbunden werden kann. Ferner können die Kodierung des Steckverbinders
und der komplementären Steckervorrichtung nach Maßgabe von gewünschten FAKRA-Standards
ausgeführt sein.
[0004] Des Weiteren weisen Steckverbinder eine Vielzahl von Bauteilen bzw. Komponenten auf,
welche zu dem Steckverbinder zusammengesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass die
Fertigung bzw. Herstellung von Steckverbindern in einer gleichbleibenden Qualität
möglich ist und dass die Fertigung zügig durchgeführt werden kann.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Steckverbinder, insbesondere
einen Mini-Koax-Automotive-Steckverbinder, sowie ein Herstellungsverfahren für einen
Steckverbinder vorzuschlagen, welche es ermöglichen, einen Steckverbinder in hoher
Qualität auf einfache Weise herzustellen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0007] Ein Aspekt betrifft einen Steckverbinder, insbesondere einen Mini-Koax-Automotive-Steckverbinder,
zum Verbinden mit einer kompatiblen Steckervorrichtung, aufweisend:
einen Gehäusekörper und
einen Koax-Steckverbinder zum Verbinden mit einer entsprechenden Koax-Buchse der kompatiblen
Steckervorrichtung, wobei der Koax-Steckverbinder sich ausgehend vom Gehäusekörper
in Richtung einer Verbindungsrichtung erstreckt und zumindest abschnittsweise in dem
Gehäusekörper angeordnet ist,
wobei der Koax-Steckverbinder aufweist:
eine elektrisch leitfähige Hülse,
einen elektrisch leitfähigen Innenkontakt mit einem ersten Kontaktabschnitt der gegenüber
einem zweiten Kontaktabschnitt des Innenkontakts um einen vorbestimmten Winkel abgewinkelt
ist, wobei der erste Kontaktabschnitt zumindest abschnittsweise in der Hülse angeordnet
ist und der zweite Kontaktabschnitt mit einer Leiterplatte verbindbar ist,
ein erstes dielektrisches Isolationselement, welches zumindest abschnittsweise den
ersten Kontaktabschnitt umgibt und zumindest abschnittsweise in der Hülse angeordnet
ist und
ein zweites dielektrisches Isolationselement, welches zumindest abschnittsweise den
zweiten Kontaktabschnitt umgibt, wobei das erste dielektrische Isolationselement und
das zweite dielektrische Isolationselement derart an dem Innenkontakt angeordnet sind,
dass ein Abwinkeln des ersten Kontaktabschnitts gegenüber dem zweiten Kontaktabschnitt
auf den vorbestimmten Winkel begrenzt ist.
[0008] Voreilhafterweise verhindern das erste dielektrische Isolationselement und das zweite
dielektrische Isolationselement, dass während der Fertigung des Steckverbinders, der
Innenkontakt bzw. der erste Kontaktabschnitt und der zweite Kontaktabschnitt des Innenkontakt
über den vorbestimmten Winkel hinaus abgewinkelt werden. Gleichzeitig dient das erste
dielektrische Isolationselement als Isolator, der den Innenkontakt des Koax-Steckverbinders
gegenüber der Hülse elektrisch isoliert, wodurch die Anzahl der Bauelemente des Steckverbinders
und somit die Komplexität des Steckverbinders reduziert wird.
[0009] Da der Innenkontakt die Koax-Buchse der kompatiblen Steckervorrichtung mit der Leiterplatte
verbinden soll, muss der Innenkontakt in aller Regel abgewinkelt werden. Insbesondere
bei Anordnungen des Steckverbinders an der Leiterplatte, bei denen die Verbindungsrichtung
und die Leiterplatte nicht senkrecht zueinander ausgerichtet sind, ist das Abwinkeln
des Innenkontakts erforderlich, um die Koax-Buchse mit der Leiterplatte verbinden
zu können. Als Verbindungsrichtung ist im Rahmen der vorliegenden Offenbarung die
Richtung zu verstehen, in welcher der Steckverbinder geführt werden muss, um den Steckverbinder
mit der kompatiblen Steckervorrichtung zu verbinden. Ferner ist die Verbindungsrichtung
im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung bzw. Zylinderachse der Hülse des Koax-Steckverbinders.
Bevorzugt kann der vorbestimmte Winkel im Wesentlichen 90° betragen.
[0010] Der Innenkontakt des Steckverbinders kann während der Fertigung aus einem flächigen
Ausgangswerkstück gestanzt werden. Als flächiges Ausgangswerkstück kann beispielsweise
ein Blech aus einem elektrisch leitfähigen Metall genutzt werden, welches eine vorbestimmte
Materialstärke bzw. Dicke aufweist. Der aus dem Ausgangswerkstück gestanzte Innenkontakt
ist länglich und flach ausgebildet und weist keine Kontaktabschnitte auf, welche zueinander
abgewinkelt sind. Ferner können die Materialstärke bzw. die Dicke des Ausgangswerkstücks
zwischen 0,2 mm und 0,4 mm betragen und bevorzugt zirka 0,3 mm betragen.
[0011] Bevorzugt können das erste dielektrische Isolationselement und das zweite dielektrische
Isolationselement jeweils eine Anschlagsfläche aufweisen, welche beim Anliegen des
vorbestimmten Winkels im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind. Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass das erste dielektrische Isolationselement und das zweite
dielektrische Isolationselement jeweils als Isolationskörper ausgebildet sind, welche
den Innenkontakt zumindest abschnittsweise entlang dessen Längsrichtung (vollständig)
umgeben. Mit anderen Worten, das erste dielektrische Isolationselement und das zweite
dielektrische Isolationselement umgeben zumindest abschnittsweise entlang der Längsrichtung
des Innenkontakts den Außenumfang des Innenkontakts vollständig.
[0012] Bevorzugt sind in einem Initialzustand des Innenkontakts, bei dem der erste Kontaktabschnitt
gegenüber dem zweiten Kontaktabschnitt nicht abgewinkelt ist, das erste dielektrische
Isolationselement und das zweite dielektrische Isolationselement voneinander beabstandet
an dem Innenkontakt angeordnet. Mit anderen Worten, zwischen dem ersten dielektrischen
Isolationselement und dem zweiten dielektrischen Isolationselement weist der Innenkontakt
einen freiliegenden Abschnitt auf, der nicht von einem Isolationselement umgeben ist.
Ferner kann der freiliegende Abschnitt einen abgewinkelten Verlauf, entsprechend der
Abwinklung des ersten Kontaktabschnitts gegenüber dem zweiten Kontaktabschnitt, aufweisen.
[0013] Vorzugsweise können das erste dielektrische Isolationselement und/oder das zweite
dielektrische Isolationselement mittels eines Spritzguss-Verfahrens an dem Innenkontakt
bzw. an dem ersten Kontaktabschnitt und/oder an dem zweiten Kontaktabschnitt ausgebildet
sein. Die Isolationselement können so auf einfache Weise an dem Innenkontakt ausgebildet
werden. Beispielsweise kann der Innenkontakt an einer Spritzgussform angeordnet werden,
welche Ausnehmungen für das erste dielektrische Isolationselement und/oder das zweite
dielektrische Isolationselement vorsieht. Die Spritzgussform bzw. die Ausnehmungen
können mit einem verflüssigten dielektrischen Isolationsmaterial, bzw. einem Kunststoff,
befüllt werden und anschließend wird das Isolationsmaterial verfestigt, beispielsweise
durch Abkühlen. Anschließend kann der Innenkontakt mit dem angeordneten ersten dielektrischen
Isolationselement und/oder zweitem dielektrische Isolationselement aus der Spritzgussform
entnommen werden.
[0014] Bevorzugt kann der erste Kontaktabschnitt einen koax-buchsenseitigen Endabschnitt
aufweist, der dazu ausgelegt ist, in einen buchsenförmigen Innenkontakt einer entsprechenden
Koax-Buchse der kompatiblen Steckervorrichtung einzugreifen und/oder der zweite Kontaktabschnitt
kann einen leiterplattenseitigen Endabschnitt aufweisen, der dazu ausgelegt ist, elektrisch
mit der Leiterplatte verbunden zu werden. Die jeweiligen Endabschnitte entsprechen
den jeweiligen Enden des Innenkontakts. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der
leiterplattenseitige Endabschnitt aus dem Gehäusekörper nach außen geführt wird, sodass
der leiterplattenseitige Endabschnitt in einer Durchtrittsöffnung der Leiterplatte
anordenbar ist, um den Koax-Steckverbinder elektrisch mit der Leiterplatte zu verbinden.
[0015] Vorzugsweise weisen der koax-buchsenseitige Endabschnitt und der leiterplattenseitigen
Endabschnitt quer zur Längsrichtung des Innenkontakts einen im Wesentlichen runden
und/oder ovalen Querschnitt auf. Der Querschnitt/Durchmesser des koax-buchsenseitigen
Endabschnitts kann beispielsweise 0,2 mm bis 0,4mm betragen. Besonders bevorzugt kann
der Querschnitt des koax-buchsenseitigen Endabschnitts eine im Wesentlichen rechteckige
Grundform mit der Abmessung von circa 0,3mm*0,37mm aufweisen, wobei an alle Kanten
ein Radius von ca. 0,1mm angeprägt ist. Durch den angeprägten Radius weist der Querschnitt
des koax-buchsenseitigen Endabschnitts die zuvor erwähnte im Wesentlichen runde oder
ovale Form auf. Der Durchmesser des leiterplattenseitigen Endabschnitts kann beispielsweise
0,2 mm bis 0,5 mm betragen. Besonders bevorzugt kann der Querschnitt des leiterplattenseitigen
Endabschnitts eine im Wesentlichen rechteckige Grundform mit der Abmessung von circa
0,3mm*0,37mm aufweisen, wobei an alle Kanten ein Radius von ca. 0,1mm angeprägt ist.
[0016] Insbesondere können der koax-buchsenseitige Endabschnitt und/oder der leiterplattenseitigen
Endabschnitt durch Prägen des Innenkontakts ausgebildet werden. Vorzugsweise kann
der aus dem Ausgangswerkstück gestanzte Innenkontakt einem Prägeverfahren unterzogen
werden, bei dem der koax-buchsenseitige Endabschnitt und/oder der leiterplattenseitigen
Endabschnitt, welche nachdem Stanzen einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
(quer zur Längsrichtung) aufweisen, so verarbeitet werden, dass der Querschnitt im
Wesentlichen rund und/oder oval ist. Prägen ist insbesondere vorteilhaft, da eine
Gratbildung an dem koax-buchsenseitige Endabschnitt und/oder dem leiterplattenseitigen
Endabschnitt verhindert werden kann. Ferner sind der koax-buchsenseitige Endabschnitt
und/oder der leiterplattenseitigen Endabschnitt nicht von dem ersten dielektrischen
Isolationselement und/oder dem zweiten dielektrische Isolationselement umgeben.
[0017] Vorzugsweise kann das erste dielektrische Isolationselement einen Hülsenabschnitt
und einen Gehäuseabschnitt aufweisen, wobei der Hülsenabschnitt von der Hülse umgeben
ist und der Gehäuseabschnitt zumindest abschnittsweise formschlüssig in einem ersten
Isolationselementaufnahmeraum des Gehäusekörpers angeordnet ist.
[0018] Vorteilhafterweise kann somit eine einfache Fertigung des Steckverbinders realisiert
werden. Insbesondere ist der Hülsenabschnitt des ersten dielektrischen Isolationselements
im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet, wobei der koax-buchsenseitige Endabschnitt
in Verbindungsrichtung weisend aus dem Hülsenabschnitt herausragt. Ferner ist der
Hülsenabschnitt zwischen dem frei liegenden koax-buchsenseitige Endabschnitt und dem
Gehäuseabschnitt des ersten dielektrischen Isolationselements ausgebildet. Die Hülse
kann vorzugsweise aus Richtung des koax-buchsenseitigen Endabschnitts entgegen der
Verbindungsrichtung auf den Hülsenabschnitt aufgeschoben werden. Ferner kann der Übergang
von Hülsenabschnitt zu Gehäuseabschnitt als Anschlag fungieren, an dem ein Sockel
der Hülse anliegt, wenn die Hülse am Hülsenabschnitt angeordnet ist. Vorteilhafterweise
kann der Steckverbinder somit einfach gefertigt werden, indem die Hülse auf eine definierte
Position des ersten dielektrische Isolationselement aufgeschoben werden kann.
[0019] Ferner verhindert der Formschluss zwischen dem Gehäuseabschnitt und dem ersten Isolationselementaufnahmeraum
eine Radialbewegung des Koax-Steckverbinders in dem ersten Isolationselementaufnahmeraum
bzw. Gehäusekörper. Mit anderen Worten, der Formschluss verhindert ein Verdrehen des
Innenkontakts im Gehäusekörper, wodurch die Herstellung des Steckverbinders weiter
erleichtert wird.
[0020] Des Weiteren kann der Gehäusekörper eine Durchtrittsöffnung aufweisen mittels derer
der erste Kontaktabschnitt des Koax-Steckverbinders zumindest abschnittsweise aus
dem Gehäusekörper in Verbindungsrichtung nach außen geführt wird. Insbesondere kann
die auf dem Hülsenabschnitt aufgeschobene Hülse zumindest abschnittsweise in der Durchtrittsöffnung
angeordnet sein und durch die Durchtrittsöffnung in Verbindungsrichtung aus dem Gehäusekörper
nach außen geführt werden. Die Durchtrittsöffnung kann im Wesentlichen als zylindrisch
geformte Ausnehmung im Gehäusekörper ausgebildet sein, an welche sich entgegen der
Verbindungsrichtung der ersten Isolationselementaufnahmeraum anschließt. Der erste
Isolationselementaufnahmeraum kann quer zur Verbindungsrichtung einen rechteckigen,
insbesondere quadratischen, Querschnitt aufweisen. Der Gehäuseabschnitt kann eine
dem ersten Isolationselementaufnahmeraum entsprechende Form aufweisen, so dass die
oben erwähnte formschlüssige Anordnung des Gehäuseabschnitts an dem ersten Isolationselementaufnahmeraum
möglich ist.
[0021] Des Weiteren kann der ersten Isolationselementaufnahmeraum einen größeren Querschnitt
aufweisen als die Durchtrittsöffnung, so dass der Übergang vom ersten Isolationselementaufnahmeraum
zur Durchtrittsöffnung einen Anschlag bereitstellt. Insbesondere kann der von dem
Hülsenabschnitt und dem Gehäuseabschnitt gebildete Anschlag bzw. Absatz an dem durch
die Durchtrittsöffnung und den ersten Isolationselementaufnahmeraum gebildeten Anschlag
anliegen, wenn der Koax-Steckverbinder bzw. der erste Kontaktabschnitt des Koax-Steckverbinders
in Verbindungsrichtung in den ersten Isolationselementaufnahmeraum und anschließend
durch die Durchtrittsöffnung hindurchgeführt wird. Ferner kann der Sockel der Hülse
zwischen beiden Anschlägen angeordnet sein, wodurch die Hülse im Gehäusekörper gesichert
wird.
[0022] Vorzugsweise kann der Gehäuseabschnitt des ersten dielektrischen Isolationselements
Führungselemente zum Führen einer Einsteckbewegung des ersten dielektrischen Isolationselements
in den Gehäusekörper bzw. in den ersten Isolationselementaufnahmeraum aufweisen. Vorteilhafterweise
kann somit die Fertigung des Steckverbinders, insbesondere das Anordnen des Koax-Steckverbinders
in dem Gehäusekörper erleichtert werden.
[0023] Bevorzugt kann der Gehäusekörper einen zweiten Isolationselementaufnahmeraum aufweisen,
in dem das zweite dielektrische Isolationselement formschlüssig angeordnet ist. Die
Längsrichtung des zweiten Isolationselementaufnahmeraum entspricht dabei der Längsrichtung
des zweiten Kontaktabschnitts des Koax-Steckverbinders. In einer bevorzugten Ausführungsform
kann dabei die Längsrichtung des zweiten Isolationselementaufnahmeraums im Wesentlichen
senkrecht zur Längsrichtung der Durchtrittsöffnung bzw. des ersten Isolationselementaufnahmeraums
sein.
[0024] Ferner kann der zweite Isolationselementaufnahmeraum quer zu dessen Längsrichtung
bzw. quer zur Längsrichtung des zweiten Kontaktabschnitts einen rechteckigen, insbesondere
quadratischen, Querschnitt aufweisen. Das zweite dielektrische Isolationselement kann
eine dem zweiten Isolationselementaufnahmeraum entsprechende Form aufweisen, so dass
die oben erwähnte formschlüssige Anordnung möglich ist. Bevorzugt kann der zweite
Kontaktabschnitt zumindest abschnittsweise durch den zweiten Isolationselementaufnahmeraum
aus dem Gehäusekörper nach außen geführt werden, sodass der zweite Kontaktabschnitt
und insbesondere der leiterplattenseitige Endabschnitt des Innenkontakts mit der Leiterplatte
verbindbar sind. Insbesondere ist der leiterplattenseitige Endabschnitt nicht von
dem zweiten dielektrischen Isolationselement umgeben, wodurch der leiterplattenseitige
Endabschnitt frei liegt.
[0025] Beispielsweise kann der zweite Kontaktabschnitt und insbesondere der leiterplattenseitige
Endabschnitt zumindest abschnittsweise in einer Durchkontaktierung auf der Leiterplatte
angeordnet werden, um den Innenkontakt elektrisch mit der Leiterplatte zu verbinden.
[0026] Bevorzugt kann der Gehäusekörper ein erstes Gehäusekörperelement und ein zweites
Gehäusekörperelement aufweisen, wobei das erste Gehäusekörperelement dazu ausgebildet
ist, das erste dielektrische Isolationselement aufzunehmen und das zweite Gehäusekörperelement
dazu ausgebildet ist, das zweite dielektrische Isolationselement aufzunehmen, und
wobei das zweite Gehäusekörperelement in das erste Gehäusekörperelement eingeführt
ist.
[0027] Vorteilhafterweise ermöglicht das Vorsehen des ersten Gehäusekörperelements und des
zweiten Gehäusekörperelements, dass der Steckverbinder einfach zusammensetzbar bzw.
fertigbar ist. Insbesondere kann der erste Gehäusekörper die Durchtrittsöffnung und
den ersten Isolationselementaufnahmeraum aufweisen, in welche der erste Kontaktabschnitt
des Koax-Steckverbinders einführbar ist. Ferner kann das zweite Gehäusekörperelement
den zweiten Isolationselementaufnahmeraum aufweisen.
[0028] Zum Zusammensetzen des Steckverbinders kann der erste Kontakt-Abschnitt in das erste
Gehäusekörperelement und insbesondere in den ersten Isolationselementaufnahmeraum
und in die Durchtrittsöffnung eingeführt werden, so dass der erste Kontaktabschnitt
zumindest abschnittsweise durch die Durchtrittsöffnung nach außen geführt ist. Davor
oder danach kann der zweite Kontaktabschnitt gegenüber dem ersten Kontaktabschnitt
auf den vorbestimmten Winkel abgewinkelt werden. Anschließend kann das zweite Gehäusekörperelements
in das erste Gehäusekörperelement eingeführt werden, wodurch das zweite dielektrische
Isolationselement in dem zweiten Isolationselementaufnahmeraum angeordnet wird und
der zweite Kontaktabschnitt zumindest abschnittsweise und insbesondere der leiterplattenseitige
Endabschnitt aus dem Gehäusekörper bzw. dem zweiten Gehäusekörperelement nach außen
geführt werden.
[0029] Die Reihenfolge kann auch getauscht werden, in dem zuerst der zweite Kontaktabschnitt
des Koax-Steckverbinders in das zweite Gehäusekörperelement eingeführt wird, um das
zweite dielektrische Isolationselement in dem zweiten Isolationselementaufnahmeraum
anzuordnen. Davor oder danach kann der erste Kontaktabschnitt gegenüber dem zweiten
Kontaktabschnitt auf den vorbestimmten Winkel abgewinkelt werden. Anschließend kann
das zweite Gehäusekörperelement in Richtung der Verbindungsrichtung in das erste Gehäusekörperelement
eingeführt werden, wodurch der erste Kontaktabschnitt des Koax-Steckverbinders in
dem ersten Gehäusekörperelement angeordnet wird. Insbesondere wird der erste Kontaktabschnitt
des Koax-Steckverbinders zumindest abschnittsweise durch den ersten Isolationselementaufnahmeraum
und die Durchtrittsöffnung aus dem Gehäusekörper nach außen geführt.
[0030] Bevorzugt kann das erste Gehäusekörperelement umformbare Sicherungselemente aufweist,
mit denen das zweite Gehäusekörperelement an dem ersten Gehäusekörperelement gesichert
ist. Vorzugsweise werden die umformbare Sicherungselemente umgeformt, beispielsweise
durch Verbiegen, nachdem das zweite Gehäusekörperelement in das erste Gehäusekörperelement
eingeführt wurde. Die umformbaren Sicherungselemente können an einer Unterseite des
Gehäusekörpers bzw. des ersten Gehäusekörperelements ausgebildet sein, wobei die Unterseite
der Leiterplatte zugewandt ist, wenn der Steckverbinder an der Leiterplatte angeordnet
ist. Vorzugsweise kann durch die umformbaren Sicherungselemente das zweite Gehäusekörperelement
in dem ersten Gehäusekörperelement gehalten werden.
[0031] Bevorzugt kann der Steckverbinder vier Koax-Steckverbinder, besonders bevorzugt genau
vier Koax-Steckverbinder, zum Verbinden mit entsprechenden Koax-Buchsen der kompatiblen
Steckervorrichtung aufweisen, wobei die vier Koax-Steckverbinder parallel zueinander
ausgerichtet sind und eine rechteckige Steckanordnung aufweisen.
[0032] Insbesondere können die vier Koax-Steckverbinder durch eine in Verbindungsrichtung
weisende Seite, im Folgenden bezeichnet als Vorderseite, des Gehäusekörpers bzw. des
ersten Gehäusekörperelements nach außen geführt sein. Ferner weist der Gehäusekörper
bzw. des erste Gehäusekörperelement vier Durchtrittsöffnungen gemäß der oben erläuterten
Durchtrittsöffnung auf, durch welche die Koax-Steckverbinder zumindest abschnittsweise
in Verbindungsrichtung nach außen geführt werden. Die Durchtrittsöffnungen erstrecken
sich ebenfalls durch die Vorderseite. Die Vorderseite kann eine im Wesentlichen rechteckige,
bevorzugt quadratische Form aufweisen, wobei in jedem Quadranten der Vorderseite ein
Koax-Steckverbinder angeordnet ist.
[0033] Bevorzugt kann das zweite Gehäusekörperelement zwei zueinander abgestufte Aufnahmebereiche
zum Aufnehmen der zweiten dielektrischen Isolationselemente aufweisen, wobei jeder
Aufnahmebereich zwei zweite Isolationselementaufnahmeräume bereitstellt. Ferner sind
die zweiten Isolationselementaufnahmeräume in den jeweiligen Aufnahmebereichen unterschiedlich
lang ausgebildet, wobei zweite Isolationselementaufnahmeräume desselben Aufnahmebereichs
gleichlang ausgebildet sind.
[0034] Bevorzugt kann der Steckverbinder ein mit dem Gehäusekörper verbindbares Verbindungsgehäuse
zum Verbinden des Steckverbinders mit der kompatiblen Steckervorrichtung aufweisen,
wobei das Verbindungsgehäuse die Koax-Steckverbinder zumindest abschnittsweise entlang
der Verbindungsrichtung umgibt, und wobei das Verbindungsgehäuse in mindestens zwei
unterschiedlichen Orientierungen mit dem Gehäusekörper verbindbar.
[0035] Vorteilhafterweise kann der Steckverbinder mit einer vorbestimmten Orientierung des
Verbindungsgehäuses am Gehäusekörper vorkonfiguriert werden, sodass aufgrund der gewählten
Orientierung, die kompatible Steckervorrichtung in Bezug auf den Steckverbinder in
einer bestimmten räumlichen Anordnungsrichtung in den Steckverbinder eingesteckt werden
kann. Beispielsweise ist es somit möglich, dass eine rechtwinklig abgewinkelte Steckervorrichtung,
je nach gewählter Orientierung, in verschiedenen Richtungen vom Steckverbinder weg
weist. Insbesondere an Orten, an denen beengte Platzverhältnisse herrschen, beispielsweise
im Automotiv-Bereich, ermöglicht der Steckverbinder, dass eine Orientierung gewählt
wird, bei dem die Steckervorrichtung unter den gegebenen Platzverhältnissen nutzbar
ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der Steckverbinder an einer Leiterplatte
anordenbar ist, um insbesondere die Koax-Steckverbinder elektrisch mit der Leiterplatte
und darauf angeordneten elektrischen Bauelementen zu verbinden. Durch die Möglichkeit,
die Orientierung des Verbindungsgehäuses zu wählen, um bestehende Platzverhältnisse
optimal zu nutzen, kann somit auf eine gegebenenfalls notwendige und meistens Aufwendige
Überarbeitung des Leiterplatten-Layouts, insbesondere das Vorsehen einer anderen Befestigungsposition
bzw. Anordnungsposition des Steckverbinders auf der Leiterplatte, verzichtet werden.
Gegebenenfalls muss lediglich die elektrische Verbindung zwischen Steckverbinder und
Leiterplatte angepasst werden, beispielsweise durch Ändern der leiterplattenseitigen
Verdrahtung zum Anschließen der einzelnen Koax-Steckverbinder an der Leiterplatte.
Im Vergleich zu einer Überarbeitung des Leiterplattenlayouts, bei der der Steckverbinder
auf einer anderen Position auf der Leiterplatte angeordnet werden muss, ist dies allerdings
wesentlich weniger aufwendig.
[0036] Folglich ermöglicht der Steckverbinder, dass die Steckervorrichtung in einer vorbestimmten
räumlichen Orientierung in Bezug auf den Steckverbinder mit dem Steckverbinder verbindbar
ist, um auf gegebene Platzverhältnisse flexibel reagieren zu können.
[0037] Bevorzugt kann der Steckverbinder als standardkonformer Steckverbinder ausgebildet
sein, der insbesondere konform zu einem Standard des Automotiv-Sektors, beispielsweise
FAKRA HF- und USCAR und insbesondere konform zu den Normen DIN 72594-1 und USCAR-18,
ist.
[0038] Vorzugsweise kann das Verbindungsgehäuse auf einen an dem Gehäusekörper vorgesehenen
Aufnahmesockel aufsteckbar sein und das Verbindungsgehäuse und der Aufnahmesockel
können jeweils zusammenwirkende Sicherungsmerkmale aufweisen, mit welchen das Verbindungsgehäuse
an dem Aufnahmesockel bzw. dem Gehäusekörper sicherbar ist. Ferner kann der Aufnahmesockel
an dem ersten Gehäusekörperelement ausgebildet sein, wobei die Koax-Steckverbinder
über den Aufnahmesockel in Verbindungsrichtung weisend nach außen geführt werden.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Gehäusekörper als Zink-Druckguss-Bauteil
ausgeführt sein und/oder das Verbindungsgehäuse als Kunststoff-Bauteil ausgeführt
sein. Der Gehäusekörper und das Verbindungsgehäuse sind somit kostengünstig herstellbar.
Ferner ist der als Zink-Druckguss-Bauteil ausgeführte Gehäusekörper besonders stabil.
[0040] Vorzugsweise kann der Gehäusekörper einen Positionierungsvorsprung und das Verbindungsgehäuse
mindestens zwei Positionierungsöffnungen aufweisen, wobei der Positionierungsvorsprung
und die mindestens zwei Positionierungsöffnungen derart angeordnet sind, dass in jeder
Orientierung, in der das Verbindungsgehäuse mit dem Gehäusekörper verbindbar ist,
der Positionierungsvorsprung in eine andere Positionierungsöffnung der mindestens
zwei Positionierungsöffnungen eingreift.
[0041] Ein weiterer Aspekt betrifft einen Steckverbinder, insbesondere ein Mini-Koax-Automotive-Steckverbinder,
zum Verbinden mit einer kompatiblen Steckervorrichtung, aufweisend:
einen Gehäusekörper, welcher durch ein erstes Gehäusekörperelement und ein zweites
Gehäusekörperelement gebildet wird, wobei das zweite Gehäusekörperelement in das erste
Gehäusekörperelement eingeführt ist, und
einen Koax-Steckverbinder zum Verbinden mit einer entsprechenden Koax-Buchse der kompatiblen
Steckervorrichtung, wobei der Koax-Steckverbinder zumindest abschnittsweise in dem
Gehäusekörper angeordnet und einen ersten, als Koax-Steckverbinder ausgebildeten,
Kontaktabschnitt aufweist, der in Richtung einer Verbindungsrichtung aus dem ersten
Gehäusekörperelement geführt ist,
wobei der Koax-Steckverbinder einen zweiten Kontaktabschnitt aufweist, der mit einer
Leiterplatte verbindbar ist und welcher aus dem zweiten Gehäusekörperelement geführt
ist, und
wobei das erste Gehäusekörperelement umformbare Sicherungselemente aufweist, mit denen
das zweite Gehäusekörperelement an dem ersten Gehäusekörperelement gesichert ist.
[0042] Ferner kann der Steckverbinder Merkmale des zuvor erläuterten Steckverbinders aufweisen.
[0043] Ein weiterer Aspekt betrifft ein Verfahren zur Fertigung eines Steckverbinders, insbesondere
eines Mini-Koax-Automotive-Steckverbinders, wobei das Verfahren die folgenden Schritte
aufweist:
- Stanzen eines Ausgangswerkstücks, um einen Innenkontakt für einen Koax-Steckverbinder
bereitzustellen,
- Ausbilden eines ersten dielektrischen Isolationselements an einem ersten Kontaktabschnitt
des Innenkontakts, wobei das erste dielektrische Isolationselement den Innenkontakt
zumindest abschnittsweise entlang der Längsrichtung des Innenkontakts umgibt,
- Ausbilden eines zweiten dielektrischen Isolationselements an einem zweiten Kontaktabschnitt
des Innenkontakts, wobei das zweite dielektrische Isolationselement den Innenkontakt
zumindest abschnittsweise entlang der Längsrichtung des Innenkontakts umgibt,
- Anordnen einer elektrisch leitfähigen Hülse an dem ersten Kontaktabschnitt, um den
Koax-Steckverbinder bereitzustellen,
- Bereitstellen eines Gehäusekörpers, welcher ein erstes Gehäusekörperelement und ein
zweites Gehäusekörperelement aufweist,
- Durchführen des ersten Kontaktabschnitts durch eine Durchtrittsöffnung des ersten
Gehäusekörperelements, so dass sich der Koax-Steckverbinder ausgehend vom Gehäusekörper
in Richtung einer Verbindungsrichtung erstreckt,
- Abwinkeln des zweiten Kontaktabschnitts gegenüber dem ersten Kontaktabschnitt um einen
vorbestimmten Winkel, wobei der vorbestimmte Winkel durch das erste dielektrische
Isolationselement und das zweite dielektrische Isolationselement begrenzt wird, und
- Einführen des zweiten Gehäusekörperelements in das erste Gehäusekörperelement, so
dass der zweite Kontaktabschnitt zumindest abschnittsweise aus dem zweiten Gehäusekörperelement
geführt ist, wobei der zweite Kontaktabschnitt zum Verbinden mit einer Leiterplatte
ausgebildet ist.
[0044] Bevorzugt kann das Verfahren weiter aufweisen:
- Prägen eines koax-buchsenseitigen Endabschnitts am ersten Kontaktabschnitt, wobei
der koax-buchsenseitige Endabschnitt dazu ausgelegt ist, in einen buchsenförmigen
Innenkontakt einer entsprechenden Koax-Buchse der kompatiblen Steckervorrichtung einzugreifen;
und/oder
- Prägen eines leiterplattenseitigen Endabschnitts am zweiten Kontaktabschnitt, wobei
der leiterplattenseitige Endabschnitt dazu ausgebildet ist, elektrisch mit der Leiterplatte
verbunden zu werden.
[0045] Bevorzugt kann das Verfahren weiter aufweisen:
- Umformen von an dem ersten Gehäusekörperelement angeordneten Sicherungselementen,
um das zweite Gehäusekörperelement an dem ersten Gehäusekörperelement zu sichern.
[0046] Ferner kann das Verfahren weitere Merkmale entsprechend den obigen Ausführungen aufweisen.
[0047] Im Folgenden wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand der beiliegenden Figuren
näher beschrieben. Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf diese
Ausführungsform beschränkt ist, und dass einzelne Merkmale der Ausführungsform im
Rahmen der beiliegenden Ansprüche zu weiteren Ausführungsformen kombiniert werden
können.
[0048] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders bestehend aus einem Gehäusekörper
und einem Verbindungsgehäuse,
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders, bei dem Gehäusekörper und Steckverbinder
miteinander verbunden sind,
- Figur 3
- eine Explosionszeichnung des Gehäusekörpers,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht des Verbindungsgehäuses und des Gehäusekörpers im Querschnitt,
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht der Unterseite des Steckverbinders,
- Figur 6
- einen Innenkontakt für einen Koax-Steckverbinder,
- Figur 7
- den Innenkontakt mit angeordneten Isolationselement,
- Figur 8
- eine Ansicht der Vorderseite des Verbindungsgehäuses,
- Figur 9
- eine Seitenansicht der Hauptseite des Gehäusekörpers,
- Figur 10
- eine Seitenansicht der Oberseite des Gehäusekörpers,
- Figur 11
- eine Seitenansicht der Unterseite des Gehäusekörpers,
- Figuren 12 bis 14
- eine zweite Ausführungsform des Gehäusekörpers, und
- Figur 15
- eine dritte Ausführungsform des Gehäusekörpers.
[0049] Figur 1 zeigt einen Steckverbinder 10 bestehend aus einem Gehäusekörper 12 und einem
Verbindungsgehäuse 14, welches auf den Gehäusekörper 12 aufsteckbar ist. Der Steckverbinder
10 ist insbesondere als Mini-Koax Automotive Steckverbinder ausgebildet und kann mit
einer kompatiblen Steckervorrichtung verbunden werden. Der Gehäusekörper 12 besteht
ferner aus einem Hauptgehäusekörperabschnitt 16 und einem an dem Hauptgehäusekörperabschnitt
16 angeordneten Aufnahmesockel 18, welche in Richtung einer Verbindungsrichtung V
weist. Als Verbindungsrichtung V ist die Richtung zu verstehen, in welche der Steckverbinder
10 bewegt werden muss, um den Gehäusekörper 12 in das Verbindungsgehäuse 14 einzustecken
bzw. um den Steckverbinder 10 mit einer kompatiblen Steckervorrichtung (nicht gezeigt)
zu verbinden.
[0050] Ferner weist der Gehäusekörper 12 vier Koax-Steckverbinder 20 auf, welche zumindest
abschnittsweise in dem Gehäusekörper 12 angeordnet sind. Die vier Koax-Steckverbinder
20 sind im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet und sind über den Aufnahmesockel
18 aus dem Gehäusekörper 12 nach außen geführt. Dabei erstrecken sich die vier Koax-Steckverbinder
20 ausgehend von dem Aufnahmesockel 18 in Verbindungsrichtung V.
[0051] Das Verbindungsgehäuse 14 weist einen aufnahmesockelseitigen Abschnitt 22 auf, der
auf den Aufnahmesockel 18 aufgesteckt werden kann. Im verbundenen Zustand des Verbindungsgehäuses
14 mit dem Gehäusekörper 12 ist der aufnahmesockelseitige Abschnitt 22 auf den Aufnahmesockel
18 aufgesteckt und der Aufnahmesockel 18 ist bevorzugt vollständig in den aufnahmesockelseitigen
Abschnitt 22 eingeführt. Des Weiteren weist das Verbindungsgehäuse 14 einen steckervorrichtungsseitigen
Abschnitt 24 auf, in den die kompatible Steckervorrichtung eingesteckt werden kann,
um entsprechende Koax-Buchsen der Steckervorrichtung mit den Koax-Steckverbindern
20 zu verbinden.
[0052] Der Steckverbinder 10 kann insbesondere ein standardkonformer Steckverbinder sein,
der beispielsweise konform mit einem FAKRA-Standard oder USCAR Standard ist. Ferner
weist der Steckverbinder 10 eine an dem Verbindungsgehäuse 14 ausgebildete Formkodierung
26 auf, welche gewährleistet, dass das Verbindungsgehäuse 14 genau eine Einsteckmöglichkeit
zum Einstecken der kompatiblen Steckervorrichtung aufweist. Wie in Figur 1 dargestellt
kann die Formkodierung 26 aus einer oder mehrere Nuten 26 bestehen, die sich entlang
der Verbindungsrichtung V innenseitig am steckervorrichtungsseitigen Abschnitt 24
des Verbindungsgehäuses 14 erstrecken.
[0053] Des Weiteren ist das Verbindungsgehäuse 14 dazu ausgelegt, in mindestens zwei unterschiedlichen
Orientierungen an dem Gehäusekörper 12 bzw. an dem Aufnahmesockel 18 befestigt zu
werden. Insbesondere kann das Verbindungsgehäuse 14 in verschiedenen Orientierungen
an dem Gehäusekörper 12 befestigt werden, in dem das Verbindungsgehäuse 14 um eine
Zentrumsachse Z, welche sich vom Zentrum des Aufnahmesockels 18 in Richtung der Verbindungsrichtung
V erstreckt, um jeweils 90° gedreht wird. In der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform
kann das Verbindungsgehäuse 14 in (genau) vier verschiedenen Orientierungen an dem
Gehäusekörper 12 bzw. an dem Aufnahmesockel 18 angeordnet werden. Bei jeder dieser
Orientierungen werden die Koax-Steckverbinder 20 unterschiedlichen bzw. anderen Koax-Buchsen
der kompatiblen Steckervorrichtung zugewiesen. Ferner zeigt Figur 2 beispielhaft,
wie das Verbindungsgehäuse 14 in einer ersten Orientierung an dem Gehäusekörper 12
bzw. an dem Aufnahmesockel 18 angeordnet ist.
[0054] Wie weiter in Figur 1 dargestellt, weist der Aufnahmesockel 18 eine in Verbindungsrichtung
V weisende Vorderseite 28 auf, welche im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungsrichtung
V steht. D. h., der Normalenvektor der Vorderseite 28 ist im Wesentlichen parallel
zur Verbindungsrichtung V. Die Vorderseite 28 weist im Wesentlichen eine quadratische
Form auf (vergleiche auch Figuren 3 und 4), wobei sich von den vier Seiten der Vorderseite
28 jeweils eine Schmalseite 30 entgegen der Verbindungsrichtung V in Richtung des
Hauptgehäusekörperabschnitts 16 erstreckt, um die Vorderseite 28 mit dem Hauptgehäusekörperabschnitt
16 zu verbinden. Des Weiteren weisen die Schmalseiten 30 jeweils ein Sicherungsmerkmal
32 auf, welche mit entsprechenden Sicherungsmerkmalen 34 (siehe Figur 4) des Verbindungsgehäuses
14 zusammenwirken, um das Verbindungsgehäuse 14 an dem Gehäusekörper 12 bzw. dem Aufnahmesockel
18 zu sichern.
[0055] Figur 3 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht des Gehäusekörpers 12. Um die
Darstellung des Gehäusekörpers 12 überschaubar zu halten, werden lediglich zwei der
vier Koax-Steckverbinder 20 gezeigt. Der Gehäusekörper 12 besteht aus einem ersten
Gehäusekörperelement 36 und einem zweiten Gehäusekörperelement 38, wobei das zweite
Gehäusekörperelement 38 in das erste Gehäusekörperelement 36 einführbar ist. Des Weiteren
weist das erste Gehäusekörperelement 36 den Aufnahmesockel 18 auf, in dem vier Durchtrittsöffnungen
40 ausgebildet sind, welche sich in Verbindungsrichtung V erstrecken. Die Durchtrittsöffnungen
40 sind dergestalt, dass die Koax-Steckverbinder 20 mittels der Durchtrittsöffnungen
40 aus dem Gehäusekörper 12 nach außen in Verbindungsrichtung V weisend herausgeführt
werden.
[0056] Bezugnehmend auf die Figuren 3, 6 und 7, wird der Aufbau eines Koax-Steckverbinders
20 näher erläutert. Ein Koax-Steckverbinder 20 weist einen elektrisch leitfähigen
Innenkontakt 42 (siehe Figuren 6 und 7) auf, der im Wesentlichen flach und länglich
ausgebildet ist. Ferner ist der Innenkontakt 42 dazu ausgebildet eine Koax-Buchse
der kompatiblen Steckervorrichtung mit einer Leiterplatte zu verbinden.
[0057] Der Innenkontakt 42 kann insbesondere aus einem flächigen Ausgangswerkstück gestanzt
werden. Als flächiges Ausgangswerkstück kann beispielsweise ein Blech aus einem elektrisch
leitfähigen Metall genutzt werden, welches eine vorbestimmte Materialstärke bzw. Dicke
aufweist. Die Materialstärke bzw. Dicke des elektrisch leitfähigen Ausgangswerkstücks
kann beispielsweise zwischen 0,2 mm und 0,4 mm betragen und bevorzugt zirka 0,3 mm
bzw. genau 0,3 mm betragen.
[0058] Der Innenkontakt 42 kann in einen ersten Kontaktabschnitt 44 und einen zweiten Kontaktabschnitt
46 eingeteilt werden kann, wobei der zweite Kontaktabschnitt 46 gegenüber dem ersten
Kontaktabschnitt 44 um einen vorbestimmten Winkel abgewinkelt ist (vergleiche Figur
3 zu Figur 6). Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der erste Kontaktabschnitt 44
gegenüber dem zweiten Kontaktabschnitt 46 um ca. 90° abgewinkelt.
[0059] Wie in den Figuren 6 und 7 gezeigt, weist der Innenkontakt 42 im Bereich des ersten
Kontaktabschnitts 44 einen koax-buchsenseitigen Endabschnitt 110 auf, der an einem
Ende des Innenkontakts 42 ausgebildet ist. Ferner ist der koax-buchsenseitigen Endabschnitt
110 dazu ausgelegt ist, in einen buchsenförmigen Innenkontakt einer entsprechenden
Koax-Buchse der kompatiblen Steckervorrichtung einzugreifen.
[0060] Des Weiteren kann der Innenkontakt 42 im Bereich des zweiten Kontaktabschnitts 46
einen leiterplattenseitigen Endabschnitt 112 aufweisen, der an dem anderen Ende des
Innenkontakts 42 ausgebildet ist. Der leiterplattenseitigen Endabschnitt 112 ist dazu
ausgelegt, elektrisch mit der Leiterplatte verbunden zu werden. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass der leiterplattenseitige Endabschnitt 112 aus dem Gehäusekörper
12 nach außen geführt wird, sodass der leiterplattenseitige Endabschnitt 112 in einer
Durchtrittsöffnung der Leiterplatte anordenbar ist, um den Koax-Steckverbinder 20
elektrisch mit der Leiterplatte zu verbinden.
[0061] Vorzugsweise können der koax-buchsenseitige Endabschnitt 110 und/oder der leiterplattenseitigen
Endabschnitt 112 durch Prägen des Innenkontakts 42 ausgebildet werden. Insbesondere
kann der aus dem Ausgangswerkstück gestanzte Innenkontakt 42 einem Prägeverfahren
unterzogen werden, bei dem der koax-buchsenseitige Endabschnitt 110 und/oder der leiterplattenseitigen
Endabschnitt 112, welche nachdem Stanzen einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
(quer zur Längsrichtung des Innenkontakts 42) aufweisen, so umgeformt werden, dass
der Querschnitt im Wesentlichen rund und/oder oval ist. Prägen ist insbesondere vorteilhaft,
da eine Gratbildung an dem koax-buchsenseitige Endabschnitt 110 und/oder dem leiterplattenseitigen
Endabschnitt 112 verhindert werden kann.
[0062] Vorzugsweise weisen der koax-buchsenseitige Endabschnitt 110 und der leiterplattenseitigen
Endabschnitt 112 quer zur Längsrichtung des Innenkontakts einen im Wesentlichen runden
oder ovalen Querschnitt auf. Der Querschnitt/Durchmesser des koax-buchsenseitigen
Endabschnitts 110 kann beispielsweise 0,2 mm bis 0,4mm betragen. Besonders bevorzugt
kann der Querschnitt des koax-buchsenseitigen Endabschnitts 110 eine im Wesentlichen
rechteckige Grundform mit der Abmessung von circa 0,3mm*0,37mm aufweisen, wobei an
alle Kanten ein Radius von ca. 0,1mm angeprägt ist. Durch den angeprägten Radius weist
der Querschnitt des koax-buchsenseitigen Endabschnitts 110 die zuvor erwähnte im Wesentlichen
runde oder ovale Form auf. Der Durchmesser des leiterplattenseitigen Endabschnitts
112 kann beispielsweise 0,2 mm bis 0,5 mm betragen. Besonders bevorzugt kann der Querschnitt
des leiterplattenseitigen Endabschnitts 112 eine im Wesentlichen rechteckige Grundform
mit der Abmessung von circa 0,3mm*0,37mm aufweisen, wobei an alle Kanten ein Radius
von ca. 0,1mm angeprägt ist.
[0063] Wie in Figur 7 dargestellt, ist der Innenkontakt 42 im Bereich des ersten Kontaktabschnitts
44 zumindest abschnittsweise entlang der Längsrichtung des Innenkontakts 42 von einem
ersten dielektrischen Isolationselement 48 umgeben, wobei der koax-buchsenseitigen
Endabschnitt 110 frei liegt, d.h., nicht von dem ersten dielektrischen Isolationselement
48 umgeben ist. Ebenso ist der Innenkontakt 42 im Bereich des zweiten Kontaktabschnitts
46 zumindest abschnittsweise von einem zweiten dielektrischen Isolationselement 50
umgeben, wobei das erste dielektrische Isolationselement 48 und das zweite dielektrische
Isolationselement 50 an dem Innenkontakt 42 voneinander beabstandet angeordnet, wenn
der Innenkontakt 42 nicht abgewinkelt ist. Ebenso ist der leiterplattenseitige Endabschnitt
112 frei liegend und nicht von dem zweiten dielektrischen Isolationselement 50 umgeben.
Das erste dielektrische Isolationselement 48 und das zweite dielektrische Isolationselement
50 können insbesondere mit einem Spritzguss-Verfahren mit dem Innenkontakt 42 verbunden
bzw. an diesem angeordnet werden. Beispielsweise kann der Innenkontakt 42 an einer
Spritzgussform angeordnet werden, welche Ausnehmungen für das erste dielektrische
Isolationselement 48 und/oder das zweite dielektrische Isolationselement 50 vorsieht.
Die Spritzgussform bzw. die Ausnehmungen können mit einem verflüssigten dielektrischen
Isolationsmaterial, bzw. einem Kunststoff, befüllt werden und anschließend wird das
Isolationsmaterial verfestigt, beispielsweise durch Abkühlen. Anschließend kann der
Innenkontakt 42 mit dem angeordneten ersten dielektrischen Isolationselement 48 und/oder
zweitem dielektrische Isolationselement 50 aus der Spritzgussform entnommen werden.
Die so entstandenen Isolationselemente können auch als Isolationskörper bezeichnet
werden, in denen der Innenkontakt 42 zumindest abschnittsweise angeordnet ist.
[0064] Ferner weist das erste dielektrische Isolationselement 48 und das zweite dielektrische
Isolationselement 50 jeweils eine Anschlagsfläche 52 auf (siehe Figur 7), welche das
Abwinkeln des ersten Kontaktabschnitts 44 gegenüber dem zweiten Kontaktabschnitt 46
auf den vorbestimmten Winkel, beispielsweise auf zirka 90°, begrenzen. Beim Anliegen
des vorbestimmten Winkels sind die Anschlagsfläche 52 des ersten dielektrischen Isolationselements
48 und des zweiten dielektrischen Isolationselements 50 im Wesentlichen parallel zueinander
ausgerichtet.
[0065] Wie weiter in Figur 7 gezeigt, weist das erste dielektrische Isolationselement 48
einen Hülsenabschnitt 56 auf der zumindest abschnittsweise den Innenkontakt 42 entlang
der Verbindungsrichtung V umgibt. Der Hülsenabschnitt 56 schließt sich entgegen der
Verbindungsrichtung V (unmittelbar) an den koax-buchsenseitigen Endabschnitt 110 an.
Entgegen der Verbindungsrichtung V schließt sich (unmittelbar) an den Hülsenabschnitt
56 ein Gehäuseabschnitt 58 des ersten dielektrischen Isolationselements 48 an.
[0066] Der Hülsenabschnitt 56 weist eine im Wesentlichen zylindrische Form auf, wobei die
Zylinderachse des Hülsenabschnitts 56 im Wesentlich parallel zur Längsrichtung des
ersten Kontaktabschnitts 44 liegt und im Wesentlichen mit dem koax-buchsenseitigen
Endabschnitt 110 zusammenfällt. Der Gehäuseabschnitt 58 weist quer zur Längsrichtung
einen rechteckigen, bevorzugt quadratischen, Querschnitt auf. Ferner ist die Querschnittsfläche
des Gehäuseabschnitts 58 größer gewählt als die Querschnittsfläche des Hülsenabschnitts
56, so dass am Übergang von Hülsenabschnitt 56 zu Gehäuseabschnitt 58 ein Anschlag
bzw. Absatz ausgebildet, der im Folgenden als Hülsenanschlag 114 bezeichnet wird.
[0067] Wie aus Figur 3 ersichtlich weist der Koax-Steckverbinder 20 eine im Wesentlichen
hohlzylindrisch ausgebildete Hülse 54 auf, welche entgegen der Verbindungsrichtung
V auf den Hülsenabschnitt 56 aufschiebbar ist. Dabei weist die Hülse 54 einen radial
nach außen ausgebildeten Hülsensockel 55 auf, der an dem Hülsenanschlag 114 anliegt.
Ferner isoliert das erste dielektrische Isolationselement 48 die Hülse 54 elektrisch
von dem Innenkontakt 42. Ferner umgibt die Hülse 54 den koax-buchsenseitigen Endabschnitt
110 entlang der Verbindungsrichtung V vollständig. Die Hülse 54 und der koax-buchsenseitigen
Endabschnitt 110 sind somit dazu ausgelegt, mit einer Koax-Buchse der kompatiblen
Steckervorrichtung verbunden zu werden. Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Hülsenabschnitt
56 zwischen der Hülse 54 und dem Innenkontakt 42 angeordnet ist.
[0068] Ferner weist das zweite dielektrische Isolationselement 50 einen quer zur Längsrichtung
des Innenkontakts 42 rechteckigen, bevorzugt quadratischen, Querschnitt auf.
[0069] Bezugnehmend auf die Figuren 3 und 4 wird das Zusammensetzen des Steckverbinders
10 näher erläutert. Wie aus der in Figur 4 gezeigten Querschnittsansicht ersichtlich,
weist der erste Gehäusekörper einen ersten Isolationselementaufnahmeraum 60 auf, der
sich entgegen der Verbindungsrichtung V an die Durchtrittsöffnung 40 des Aufnahmesockels
18 anschließt. Im zusammengesetzten Zustand des Steckverbinders 10 ist der erste Kontaktabschnitt
44 zumindest abschnittsweise in dem ersten Isolationselementaufnahmeraum 60 und der
Durchtrittsöffnung 40 angeordnet. Insbesondere wird der erste Kontaktabschnitt 44
mit dem koax-buchsenseitigen Endabschnitt 110 voran, in Verbindungsrichtung V in den
ersten Isolationselementaufnahmeraum 60 und in die Durchtrittsöffnung 40 eingeführt,
um die Hülse 54 aus dem Gehäusekörper 12 nach außen zu führen. Die Durchtrittsöffnung
40 liegt dabei flächig an der Hülse 54 an. Der erste Isolationselementaufnahmeraum
60 weist einen quer zur Verbindungsrichtung V rechteckigen, bevorzugt quadratischen,
Querschnitt auf, so dass das erste dielektrische Isolationselement 48 formschlüssig
in dem ersten Isolationselementaufnahmeraum 60 angeordnet ist.
[0070] Des Weiteren kann der ersten Isolationselementaufnahmeraum 60 einen größeren Querschnitt
aufweisen als die Durchtrittsöffnung 40, so dass der Übergang vom ersten Isolationselementaufnahmeraum
60 zur Durchtrittsöffnung 40 einen Anschlag 115 bzw. Absatz bereitstellt. Insbesondere
kann der von dem Hülsenabschnitt 56 und dem Gehäuseabschnitt 58 gebildete Hülsenanschlag
114 an dem durch die Durchtrittsöffnung 40 und den ersten Isolationselementaufnahmeraum
60 gebildeten Anschlag 115 anliegen, wenn der Koax-Steckverbinder 20 bzw. der erste
Kontaktabschnitt 44 des Koax-Steckverbinders 20 in Verbindungsrichtung V in den ersten
Isolationselementaufnahmeraum 60 und anschließend durch die Durchtrittsöffnung 40
hindurchgeführt wird. Ferner kann der Hülsensockel 55 zwischen beiden Anschlägen 114/115
angeordnet sein, wodurch die Hülse 54 im Gehäusekörper 12 gesichert wird.
[0071] Vor dem oder bevorzugt nachdem Einführen des Koax-Steckverbinders 20 in das erste
Gehäusekörperelement 36, kann der zweite Kontaktabschnitt 46 in Bezug auf den ersten
Kontaktabschnitt 48 auf den vorbestimmten Winkel abgewinkelt werden.
[0072] Anschließend wird das zweite Gehäusekörperelement 38 in das erste Gehäusekörperelement
36 derart eingeführt, dass der zweite Kontaktabschnitt 46 und insbesondere der leiterplattenseitige
Endabschnitt 112 aus dem zweiten Gehäusekörperelement 38 und somit aus dem Gehäusekörper
12 heraus bzw. nach außen geführt wird.
[0073] Das zweite Gehäusekörperelement 38 weist insbesondere einen zweiten Isolationselementaufnahmeraum
62 auf, der dazu ausgelegt ist, das zweite dielektrische Isolationselement 48 bevorzugt
formschlüssig aufzunehmen. Die Längsrichtung des zweiten Isolationselementaufnahmeraums
62 ist im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungsrichtung V bzw. entspricht der Längsrichtung
des zweiten Kontaktabschnitts 46. Ferner weist der zweite Isolationselementaufnahmeraum
62 quer zur Längsrichtung einen im Wesentlichen rechteckigen, bevorzugt quadratischen,
Querschnitt auf, so dass das zweite dielektrische Isolationselement 50 formschlüssig
in dem zweiten Isolationselementaufnahmeraum 62 angeordnet werden kann. Ferner stellt
der zweiten Isolationselementaufnahmeraum 62 eine Öffnung auf der Unterseite 64 des
zweiten Gehäusekörperelements 38 bzw. des Gehäusekörpers 12 bereit, über welche der
zweite Kontaktabschnitt 46 bzw. der leiterplattenseitige Endabschnitt 112 nach außen
geführt werden kann. Die Unterseite 64 des zweiten Gehäusekörperelements 38 bzw. des
Gehäusekörpers 12 ist bei einer Anordnung des Gehäusekörpers 12 an der Leiterplatte
der Leiterplatte zugewandt.
[0074] Ferner weist der Gehäuseabschnitt 58 des ersten dielektrischen Isolationselements
48 Führungselemente 59 auf (siehe Figur 3), welche ein Einführen des ersten dielektrischen
Isolationselements 48 in das erste Gehäusekörperelement 36 bzw. in den ersten Isolationselementaufnahmeraum
62 unterstützen. Die Führungselemente 59 können insbesondere als Vorsprünge am Gehäuseabschnitt
58 ausgebildet sein.
[0075] Das zweite Gehäusekörperelement 38 weist insgesamt vier zweite Isolationselementaufnahmeräume
66, in denen jeweils ein zweites dielektrisches Isolationselement 50 formschlüssig
angeordnet werden kann. Des Weiteren weist das zweite Gehäusekörperelement 38 zwei
zueinander abgestufte Aufnahmebereiche 66/68 auf, wobei jede Aufnahmebereich 66/68
zwei zweite Isolationselementaufnahmeräume 63 bereitstellt. Des Weiteren sind die
vier zweiten Isolationselementaufnahmeräume 63 jeweils durch Wände 70 des zweiten
Gehäusekörperelements 38 voneinander getrennt. Des Weiteren sind die zweiten Isolationselementaufnahmeräume
62 zur Unterseite 64 hin offen. Des Weiteren sind die zweiten Isolationselementaufnahmeräume
62 in den jeweiligen Aufnahmebereichen 66/68 unterschiedlich lang ausgebildet, wobei
zweite Isolationselementaufnahmeräume 62 desselben Aufnahmebereichs 66/68 gleichlang
ausgebildet sind. Entsprechend sind auch die zu den jeweiligen zweiten Isolationselementaufnahmeräumen
62 zugeordneten zweiten dielektrischen Isolationselemente 50 in ihrer Länge ausgebildet.
[0076] Unter Bezugnahme auf Figur 5 wird die Unterseite des Steckverbinders 10 näher erläutert.
Der erste Gehäusekörper 12 bzw. der Hauptgehäusekörperabschnitt 16 weist zwei gegenüberliegende
Seitenwände 72 auf, welches sich von der Unterseite 64 des Gehäusekörpers 12 zu einer
Oberseite 74 des Gehäusekörpers 12 erstrecken. Ferner sind die Seitenwände 72 des
ersten Gehäusekörperelements 12 im Wesentlichen parallel zur Verbindungsrichtung V
ausgerichtet. Des Weiteren sind die zwei Seitenwände 72 voneinander beabstandete,
sodass das zweite Gehäusekörperelement 38 zwischen den zwei Seitenwänden 72 des ersten
Gehäusekörperelements 36 angeordnet ist. An der Unterseite der zwei Seitenwände 72
sind jeweils zwei Steckkontakte 74 ausgebildet, mittels derer der Gehäusekörper 12
an einer Leiterplatte verbindbar ist. Insbesondere können die Steckkontakte 74 in
an der Landeleiterplatte ausgebildete Einstecklöcher eingeführt werden und anschließend
mit der Leiterplatte verbunden werden, beispielsweise durch Verlöten.
[0077] Ferner weist jede Seitenwand 72 an der Unterseite 64 ein Stützelement 76 mit einer
Stützfläche 78 auf. Das Stützelement 76 sowie die Stützfläche 78 dienen einem Abstützen
des Gehäusekörpers 12 bzw. des Steckverbinders 10 auf der Leiterplatte, sodass die
Koax-Steckverbinder 20, die vorzugsweise einer elektrischen Kontaktierung dienen,
und die Steckkontakte 74 nicht zusätzlich das Gewicht des Steckverbinders 10 bzw.
des Gehäusekörpers 12 "tragen" müssen. Zusätzlich weist hierdurch der Steckverbinder
10 Vorteile hinsichtlich einer Vibrationsresistenz auf. Ferner können die Stützelemente
76 und/oder die Steckkontakte 74 zur Wärmeabfuhr von der Leiterplatte genutzt werden.
Ebenso weist das zweite Gehäusekörperelement 38 an der Unterseite 64 ein oder mehrere
Stützelemente 76 mit entsprechenden Stützflächen 78 auf.
[0078] Des Weiteren sind an der Unterseite 64 der Seitenwände 72 umformbare Sicherungselemente
80 ausgebildet, mit denen das zweite Gehäusekörperelement 38 an dem ersten Gehäusekörperelement
36 gesichert werden kann. Unter Sichern wird verstanden, dass das zweite Gehäusekörperelement
38 nicht vom ersten Gehäusekörperelement 36 getrennt werden kann. Insbesondere weist
jede Seitenwand 72 an einem in Verbindungsrichtung V liegenden Ende der Unterseite
64 und an einem entgegen der Verbindungsrichtung V liegenden Ende der Unterseite 64
ein, bevorzugt genau ein, umformbares Sicherungselemente 80 auf. Des Sicherungselemente
80 ist jeweils als Vorsprung ausgebildet, der sich ausgehend von der Unterseite 64
weg von dem Gehäusekörper 12 erstreckt. Ferner weist der zweite Gehäusekörperelement
38 auf der Unterseite Aussparungen 82 auf, in welche die Sicherungselemente 80 eingreifen,
wenn die Sicherungselemente 80 in Richtung der gegenüberliegenden Seitenwand 72 umgeformt
bzw. umgebogen sind. Insbesondere sind die Aussparungen 82 jeweils in den Ecken der
Unterseite 64 des zweiten Gehäusekörperelements 38 vorgesehen.
[0079] Unter Bezugnahme auf Figur 4 wird im Folgenden das Verbindungsgehäuse 14 näher erläutert.
Zwischen dem aufnahmesockelseitigen Abschnitt 22 und dem steckervorrichtungsseitigen
Abschnitt 24 ist eine Trennwand 84 angeordnet, welche im Wesentlichen senkrecht zur
Verbindungsrichtung V angeordnet ist. Die Trennwand 84 weist ferner vier Durchtrittsöffnungen
86 auf, durch welche die vier Koax-Steckverbinder 20 hindurchgeführt sind. Ferner
umgibt der steckervorrichtungsseitige Abschnitt 24 zumindest abschnittsweise in Verbindungsrichtung
die vier Koax-Steckverbinder 20. Insbesondere besteht der steckervorrichtungsseitige
Abschnitt 24 aus einer Wand 88, welche sich ausgehend von der Trennwand 84 in Richtung
der Verbindungsrichtung V erstreckt. Ferner begrenzen die Trennwand 84 und die Wand
88 des steckervorrichtungsseitigen Abschnitts einen Aufnahmeraum, in welchen die kompatible
Steckervorrichtung in Richtung der Einsteckrichtung E eingesteckt wird.
[0080] Ausgehend von der Trennwand 84 erstreckt sich entgegen der Verbindungsrichtung V
eine Wand 90 des aufnahmesockelseitigen Abschnitts 22 des Verbindungsgehäuses 14.
Die Trennwand 84 und die Wand 90 begrenzen dabei den aufnahmesockelseitigen Abschnitt
22, in welchen der Aufnahmesockel 18 eingeführt ist bzw. eingesteckt ist. Ferner liegt
die Trennwand 84 an der Vorderseite 28 des Aufnahmesockels 18 an. Ebenso liegt die
Innenseite der Wand 90 des aufnahmesockelseitigen Abschnitts 22 an den Schmalseiten
30 des Aufnahmesockels 18 an. Wie in Figur 4 dargestellt sind an der Innenseite der
Wand 90 des aufnahmesockelseitigen Abschnitts 22 die Sicherungsmerkmale 34 des Verbindungsgehäuses
14 ausgebildet, welche mit den Sicherungsmerkmale 32 des Aufnahmesockels 18 zusammenwirken,
um das Verbindungsgehäuse 14 an dem Gehäusekörper 12 zu sichern. Insbesondere können
die Sicherungsmerkmale 34 des Verbindungsgehäuses 14 als Aussparungen ausgebildet
sein.
[0081] Die Sicherungsmerkmale 32 des Aufnahmesockels können als Vorsprünge ausgebildet sein,
welche außenliegend auf den Schmalseiten 30 angeordnet sind. Insbesondere kann jede
der vier Schmalseiten 30 ein Sicherungsmerkmal 32 aufweisen und die Innenseite der
Wand 90 entsprechende Sicherungsmerkmale 34. Bezugnehmend auf Figur 7 weist das als
Vorsprung ausgebildete Sicherungsmerkmale 32 des Aufnahmesockels 18 eine in Verbindungsrichtung
V abfallende Rampe 92 auf. Entgegen der Verbindungsrichtung V fällt das als Vorsprung
ausgebildet Sicherungsmerkmale 32 stufenförmig bzw. senkrecht auf die Schmalseite
30 ab. Insbesondere kann somit erreicht werden, dass das Verbindungsgehäuse 14 nicht
zerstörungsfrei von dem Gehäusekörper 12 getrennt werden kann, da die Form des als
Vorsprung ausgebildeten Sicherungsmerkmals 32 zumindest eine Beschädigung des Verbindungsgehäuses
14 nach sich zieht.
[0082] Wie in Figur 4 dargestellt, weist die Vorderseite 28 des Aufnahmesockels 18 zwei
voneinander beabstandete Positionierungsvorsprünge 94 auf, welche sich ausgehend von
der Vorderseite 28 in Verbindungsrichtung V erstrecken. Ferner weist die Trennwand
84 des Verbindungsgehäuses 14 vier Positionierungsöffnungen 96 auf (vgl. Figur 8),
wovon Figur 3 aufgrund der Schnittzeichnung lediglich drei Positionierungsöffnungen
96 zumindest teilweise darstellt. Die Positionierungsvorsprünge 94 und die Positionierungsöffnungen
96 sind derart angeordnet, dass in jeder Orientierung des Verbindungsgehäuses 14 an
dem Gehäusekörper 12, ein Positionierungsvorsprung 94 in eine andere Positionierungsöffnung
96 eingreift.
[0083] Die Positionierungsöffnungen 96 und Positionierungsvorsprünge 94 weisen im Wesentlichen
eine Dreiecksform, bevorzugt eine gleichschenkelige Dreiecksform und besonders bevorzugt
eine gleichzeitige Dreiecksform auf. Ferner sind die zwei Positionierungsvorsprünge
94 gegenüberliegend an der Vorderseite 28 des Aufnahmesockels 18 angeordnet. Dabei
ist jeder Positionierungsvorsprung 94 mittig an einer Kante 31, welche durch die Vorderseite
28 und eine Schmalseite 30 gebildet wird, ausgerichtet. Insbesondere kann eine Seite
des Dreiecks an der Kante 31 ausgerichtet sein. Ferner ist bei einem gleichschenkeligen
Dreieck die Basis an der Kante 31 ausgerichtet. Ferner sind die vier Positionierungsöffnungen
96 entsprechend den Positionierungsvorsprüngen 94 an der Trennwand 84 angeordnet.
Insbesondere sind die vier Positionierungsöffnungen 96 in Abständen von 90° versetzt
in der Trennwand 84 ausgebildet. Insbesondere können die vier Positionierungsöffnungen
96 an der Trennwand 84 derart angeordnet sein, dass sich zwei imaginäre Verbindungslinien,
welche jeweils zwei gegenüberliegende Positionierungsöffnungen 96 verbinden, einen
gemeinsamen Schnittpunkt aufweisen. In Bezug auf diesen Schnittpunkt sind die vier
Positionierungsöffnungen 96 in Abständen von 90° versetzt in der Trennwand 84 ausgebildet
(der Schnittpunkt bildet den Mittelpunkt eines imaginären Kreises, auf dem die vier
Positionierungsöffnungen 96 liegen). Ferner schneidet eine imaginäre Gerade, welche
im Wesentlichen senkrecht zur Trennwand 84 und durch den gemeinsamen Schnittpunkt
verläuft, eine imaginäre Verbindungslinie, welche die zwei Positionierungsvorsprünge
94 miteinander verbindet und zwar derart, dass die zwei Positionierungsvorsprünge
94 gleich weit von der imaginären Gerade entfernt sind. Ferner verläuft die imaginäre
Gerade durch den Mittelpunkt der Vorderseite 28 des Aufnahmesockels 18.
[0084] Wie in Figur 1 dargestellt, weist der Gehäusekörper 12 an seiner Außenwand Aussparungen
98 auf, welche anhand der Figuren 9 -11 näher erläutert werden. Die Aussparungen 98
können insbesondere als Vertiefungen ausgebildet sein, welche an der Außenwand des
Gehäusekörpers 12 ausgebildet sind. Der Gehäusekörper 12 bzw. der Hauptgehäusekörperabschnitt
16 weisen an der Außenseite zwei gegenüberliegende Hauptseiten 100 auf, welche durch
die Seitenwände 72 des ersten Gehäusekörperelements 36 gebildet werden und welche
die Unterseite 64 des Gehäusekörpers 12 mit einer der Unterseite gegenüberliegenden
Oberseite 102 des Gehäusekörpers 102 verbinden. Die Hauptseiten 100, die Oberseite
102 und die Unterseite 64 erstrecken sich im Wesentlichen parallel zur Verbindungsrichtung
V. Des Weiteren entsprechen die Hauptseiten 100 den Außenseiten der Seitenwände 72
des ersten Gehäusekörperelements 36.
[0085] An beiden Hauptseiten 100 bzw. in beiden Seitenwänden 72 ist ein ersten Paar Aussparungen
104 und ein zweites Paar Aussparungen 106 ausgebildet, wobei sich des erste Paar Aussparungen
104 ausgehend von der Oberseite 102 in Richtung der Unterseite 64 erstreckt und sich
das zweite Paar Aussparungen 106 ausgehend von der Unterseite 64 in Richtung der Oberseite
102 erstreckt. Die Längsrichtung der Aussparungen 98 ist im Wesentlichen senkrecht
zur Verbindungsrichtung V.
[0086] Die Aussparungen 98 sind derart ausgebildet, dass die Tiefe a des ersten Paar Aussparungen
104 größer ist als die Breite b des ersten Paar Aussparungen 106 (vgl. Figur 10),
und die Tiefe d des zweiten Paar Aussparungen 106 kleiner ist als die Breite e des
zweiten Paar Aussparungen 106 (vgl. Figur 11). Ferner sind das erste Paar Aussparungen
104 und das zweite Paar Aussparungen 106 auf den beiden Hauptseiten 100 nicht durchgängig
ausgebildet sind liegen sich gegenüber (vgl. Figur 9).
[0087] Insbesondere kann die Breite b einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen 104
und die Breite e einer Aussparung 98 des zweiten Paar Aussparungen 106 das 0,04-fache
bis 0,08-fache, besonders bevorzugt ca. das 0,057-fache, der Gesamtbreite B des Gehäusekörpers
12 entlang der Verbindungsrichtung V entsprechen. Die Gesamtbreite B des Gehäusekörpers
kann ferner als der Abstand von zwei fiktiven Ebenen angesehen werden, welche jeweils
senkrecht zur Verbindungsrichtung V liegen, und wobei eine erste fiktive Ebene der
zwei fiktiven Ebenen an einem in Verbindungsrichtung V liegenden Ende des Gehäusekörpers
12 (ohne Koax-Steckverbinder) und eine zweite fiktive Ebene der zwei fiktiven Ebenen
an einem entgegen der Verbindungsrichtung V liegenden Ende des Gehäusekörpers 12 liegt.
Die Gesamtbreite B des Gehäusekörpers 12 kann beispielsweise im Bereich zwischen 11
mm und 18 mm und bevorzugt im Bereich zwischen 13 mm und 16 mm liegen. In einer besonders
bevorzugten Ausführungsform beträgt die Gesamtbreite B des Gehäusekörpers 12 im Wesentlichen
15,8 mm und die Breite b einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen 104 und
die Breite e einer Aussparung 98 des zweiten Paar Aussparungen 106 im Wesentlichen
0,9 mm.
[0088] Des Weiteren kann die Tiefe a einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen 104
das 0,10-fache bis 0,14-fache des Abstands T der zwei gegenüberliegenden Hauptseiten
100 betragen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Tiefe a einer
Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen ca. das. 0,117-fache des Abstands T der
zwei gegenüberliegenden Hauptseiten 100 betragen.
[0089] Ferner kann die Tiefe d einer Aussparung 98 des zweiten Paar Aussparungen 106 das
0,045-fache bis 0,07-fache des Abstands T der zwei gegenüberliegenden Hauptseiten
100 betragen. In der besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Tiefe d einer
Aussparung 98 des zweiten Paar Aussparungen 106 ca. das 0,055-fache des Abstands T
der zwei gegenüberliegenden Hauptseiten 100 betragen.
[0090] Beispielsweise kann der Abstand T zwischen den beiden Hauptseiten 100 des Gehäusekörpers
12 10 mm bis 13 mm betragen. In der besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt
der Abstand T zwischen den beiden Hauptseiten 100 des Gehäusekörpers 12 ca. 12 mm,
die Tiefe a einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen 104 ca. 1,41 mm, und
die Tiefe d einer Aussparung 98 des zweiten Paar Aussparungen 106 ca. 0,66 mm.
[0091] Des Weiteren sind das erste Paar Aussparungen 104 und das zweite Paar Aussparungen
106 mindestens um das 0,15-fache und maximal um das 0,25-fache der Gesamtbreite B
des Gehäusekörpers entlang der Verbindungsrichtung V von einer Rückseite 108 des Gehäusekörpers
beabstandet. In der besonders bevorzugten Ausführungsform können das erste Paar Aussparungen
104 und das zweite Paar Aussparungen 106 ca. 3,1 mm von der Rückseite 108 des Gehäusekörpers
beabstandet sein. Die Rückseite 108 ist der Vorderseite 28 gegenüberliegend angeordnet
und begrenzt den Gehäusekörper 12 entgegen der Verbindungsrichtung V. Ferner kann
als Rückseite 108 des Gehäusekörpers 12 die Seite des Gehäusekörpers 12 angesehen
werden, welche im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungsrichtung V steht und entgegen
der Verbindungsrichtung weist.
[0092] Ferner kann die Länge c des ersten Paar Aussparungen 104 dem 0,2-fachen bis 0,4-fachen,
bevorzugt dem 0,3-fachen bis 0,38-fachen des Abstands H zwischen der Unterseite 64
und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers 12 entsprechen. In der besonders bevorzugten
Ausführungsform kann die Länge c des ersten Paar Aussparungen 104 ca. dem 0,37-fache
des Abstands H zwischen der Unterseite 64 und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers
12 entsprechen.
[0093] Ferner kann die Länge f des zweiten Paar Aussparungen 106 dem 0,3-fachen bis 0,5-fachen,
bevorzugt dem 0,3-fachen bis 0,44-fachen des Abstands H zwischen der Unterseite 64
und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers entsprechen. In der besonders bevorzugten
Ausführungsform kann die Länge f des zweiten Paar Aussparungen 106 ca. dem 0,36-fachen
des Abstands H zwischen der Unterseite 64 und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers
entsprechen. Beispielsweise kann der Abstand H zwischen der Unterseite 64 des Gehäusekörpers
12 und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers 12 10 mm bis 14 mm, bevorzugt 11 mm bis
13 mm betragen. In der besonders bevorzugten Ausführungsform kann der Abstand H zwischen
der Unterseite 64 des Gehäusekörpers 12 und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers 12
ca. 12,05 mm betragen, wobei die Länge f des zweiten Paar Aussparungen 106 ca. 5,7
mm und die Länge c des ersten Paar Aussparungen 104 ca. 4,45 mm betragen kann.
[0094] Des Weiteren kann der Abstand zwischen den Aussparungen 98 des ersten Paar Aussparungen
102 das 1,3-fache bis 2,0-fache der Breite b einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen
102 betragen und der Abstand zwischen den Aussparungen 98 des zweiten Paar Aussparungen
106 kann das 1,3-fache bis 2,0-fache der Breite e einer Aussparung 98 des zweiten
Paar Aussparungen 106 betragen.
[0095] Des Weiteren zeigt Figur 11 wie auf der Unterseite 64 des ersten Gehäusekörperelements
36 die Stützelemente 76 mit ihren Stützflächen 78 ausgebildet sind. Die Stützflächen
78 verlaufen im Wesentlichen parallel zur Unterseite 64 des Gehäusekörpers 12 bzw.
des Gehäusekörperelements 36. Ferner sind die Stützelemente 76 in Verbindungsrichtung
V zwischen zwei Steckkontakten 74 angeordnet. Das in Figur 11 gezeigte erste Paar
Steckkontakte 74, welches in Verbindungsrichtung V vor dem zweiten Paar Steckkontakte
74 angeordnet ist, bildet eine Leiterplattensetzkante Die Leiterplattensetzkante entspricht
insbesondere eine imaginären Verbindungslinie, die das erste Paar Steckkontakte 74
miteinander verbindet. Der Schwerpunkt des Steckverbinders 10 ist dabei so gewählt,
dass der Schwerpunkt entgegen der Verbindungsrichtung V hinter der Leiterplattensetzkante
liegt. Dadurch kann der Steckverbinder 10 auf der Leiterplatte aufgesetzte werden,
ohne dass der Steckverbinder 10 in Bezug auf die Leiterplatte kippt. Insbesondere
ist der Schwerpunkt so gewählt, dass er zwischen zwei imaginären Ebenen liegt, wobei
die erste imaginäre Ebene durch das erste Paar Steckkontakte 74, die zweite imaginäre
Ebene durch das zweite Paar Steckkontakte 74 verläuft, und die erste und zweite imaginäre
Ebene im Wesentlichen senkrecht zur Verbindungsrichtung V stehen.
[0096] In den Figuren 12 bis 14 ist eine zweite Ausführungsform des Gehäusekörpers 12 bzw.
des ersten Gehäusekörperelements 36 dargestellt. Die zweite Ausführungsform unterscheidet
sich von der oben beschriebenen Ausführungsform dadurch, dass diese lediglich das
erste Paar Aussparrungen 104 an den jeweiligen Hauptseiten 100 des ersten Gehäusekörperelements
36 aufweist. Dabei erstrecken sich das erste Paar Aussparrungen 104 jeweils ausgehend
von der Oberseite 102 des Gehäusekörpers 36 in Richtung der Unterseite 64 des Gehäusekörpers
36.
[0097] Ferner schließt sich das erste Paar Aussparrungen 104, bzw. eine erste Aussparung
98 davon, unmittelbar an die Rückseite 108 des Gehäusekörpers 36 an. Die andere Aussparung
98 endet in Verbindungsrichtung V ca. auf Höhe des Übergangs von dem Aufnahmesockel
18 zum Hauptgehäusekörperabschnitt 16.
[0098] In der zweiten Ausführungsform kann die Breite b einer Aussparung 98 des ersten Paar
Aussparungen 104 das 0,3-fache bis 0,4-fache der Gesamtbreite B des Gehäusekörpers
12 entlang der Verbindungsrichtung V entsprechen (siehe Fig. 14). Die Gesamtbreite
B des Gehäusekörpers 12 kann beispielsweise zwischen 11 mm und 14 mm betragen. In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform beträgt die Gesamtbreite B des Gehäusekörpers
12 im Wesentlichen 12,72 mm und die Breite b einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen
104 im Wesentlichen 4,1 mm.
[0099] Des Weiteren kann die Tiefe a einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen 104
das 0,07-fache bis 0,1-fache des Abstands T der zwei gegenüberliegenden Hauptseiten
100 betragen. Beispielsweise kann der Abstand T zwischen den beiden Hauptseiten 100
des Gehäusekörpers 12 10 mm bis 13 mm betragen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
kann die Tiefe a einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen ca. das 0,088-fache
des Abstands T der zwei gegenüberliegenden Hauptseiten 100 betragen. Beispielsweise
beträgt der Abstand T zwischen den beiden Hauptseiten 100 des Gehäusekörpers 12 ca.
11,35 mm und die Tiefe a einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen 104 ca.
1 mm.
[0100] Ferner kann die Länge c des ersten Paar Aussparungen 104 dem 0,7-fachen bis 0,9-fachen
des Abstands H zwischen der Unterseite 64 und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers
12 entsprechen. In der besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Länge c des
ersten Paar Aussparungen 104 ca. dem 0,82-fachen des Abstands H zwischen der Unterseite
64 und der Oberseite 102 des Gehäusekörpers 12 entsprechen. Beispielsweise kann der
Abstand H zwischen der Unterseite 64 des Gehäusekörpers 12 und der Oberseite 102 des
Gehäusekörpers 12 10 mm bis 14 mm, in der besonders bevorzugten Ausführungsform ca.
11,1 mm betragen. Ferner kann in der besonders bevorzugten Ausführungsform die Länge
c des ersten Paar Aussparungen 104 im Wesentlichen 9,1 mm betragen.
[0101] Des Weiteren kann der Abstand zwischen den Aussparungen 98 des ersten Paar Aussparungen
102 das 0,6-fache bis 0,8-fache der Breite b einer Aussparung 98 des ersten Paar Aussparungen
102 betragen.
[0102] In der Figur 15 ist eine dritte Ausführungsform des Gehäusekörpers 12 bzw. des ersten
Gehäusekörperelements 36 dargestellt. Die dritte Ausführungsform unterscheidet sich
von den zuvor beschriebenen Ausführungsformen dadurch, dass das erste Gehäusekörperelement
36 an den Hauptseiten 100 lediglich Ausnehmungen 116 aufweist, die zur Unterseite
64 hin offen sind, und in welche das zweite Gehäusekörperelement mit entsprechenden
Vorsprüngen eingreifen kann. Bevorzugt weist der Gehäusekörper 12 der dritten Ausführungsform
einen Abstands H zwischen der Unterseite 64 und der Oberseite 102 von ca. 9.5mm auf,
einen Abstand T der zwei gegenüberliegenden Hauptseiten 100 von ca. 10,3 mm auf, und
eine Gesamtbreite B des Gehäusekörpers 12 entlang der Verbindungsrichtung V von ca.
13 mm auf.
[0103] Im Folgenden wird ein Verfahren zur Herstellung der Hülse 54 des Koax-Steckverbinders
20, beschrieben. Das Verfahren sieht folgende Schritte vor:
- Bereitstellen eines Ausgangswerkstücks zur Herstellung der Hülse 54;
- Walzen des Ausgangswerkstücks, um eine erste Form des Ausgangswerkstücks bereitzustellen,
welche eine vorbestimmte Materialstärke und Größe aufweist,
- Umformen des gewalzten Ausgangswerkstücks, welches die erste Form aufweist, in eine
zweite Form, wobei die zweite Form im Wesentlichen hülsenförmig ist und eine erste
vorbestimmte Wandstärke und einen ersten vorbestimmten Außendurchmesser aufweist,
und
- Ziehen des Ausgangswerkstücks, welches die zweite Form aufweist, in eine dritte hülsenförmige
Form, wobei die dritte Form eine zweite vorbestimmte Wandstärke und einen zweiten
vorbestimmten Außendurchmesser aufweist, und wobei die zweite vorbestimmte Wandstärke
und der zweite vorbestimmte Außendurchmesser der Wandstärke und dem Außendurchmesser
einer Soll-Hülse entsprechen.
[0104] Vorzugsweise lässt sich die Hülse 54 mit dem vorgeschlagenen Verfahren in wenigen
Schritten herstellen. Ferner kann mit dem vorgeschlagenen Verfahren auf einfache Weise
eine Hülse 54 hergestellt werden, die den Außendurchmesser und die Wandstärke einer
Soll-Hülse aufweist. Als Soll-Hülse ist eine Hülse zu verstehen, welche als Muster
bzw. Ideal-Hülse gilt und welche die zu erzielenden Formeigenschaften für eine herzustellende
Hülse 54 vorgibt.
[0105] Ferner sind in dem vorgeschlagenen Verfahren die zweite vorbestimmte Wandstärke kleiner
als die erste vorbestimmte Wandstärke und der zweite vorbestimmte Außendurchmesser
ist kleiner als der erste vorbestimmte Außendurchmesser.
[0106] Vorzugsweise kann das bereitgestellte Ausgangswerkstück eine im Wesentlichen flache
und rechtwinkelige Form aufweisen. Ferner weist das Ausgangswerkstück eine Ausgangsfläche
bzw. -größe und Ausgangsmaterialstärke auf. Durch Walzen bzw. Rollen des Ausgangswerkstücks,
kann die Fläche des Ausgangswerkstücks vergrößert werden und die Materialstärke des
Ausgangsmaterial reduziert werden. Beim Erreichen der vorbestimmten Materialstärke
und Größe kann das Walzen bzw. Rollen des Ausgangswerkstücks beendet werden. Alternative
kann das Walzen beim Erreichen der vorbestimmten Materialstärke beendet werden und
das gewalzte Ausgangswerkstück kann in Werkstücke entsprechend der vorbestimmten Größe
geschnitten werden, beispielsweise mit einem Laser. Vorteilhafterweise können dadurch
aus dem Ausgangswerkstück eine Vielzahl von Zwischenwerkstücken gewonnen werden, welche
zu einer Hülse 54 bzw. Hülsen weiterverarbeitet werden können.
[0107] Durch den Schritt des Umformens des gewalzten Ausgangswerkstücks, welches die erste
Form aufweist, wird das flache und im Wesentlichen rechteckige Ausgangswerkstück zunächst
in eine Hülsenform geformt, bei der sich zwei Kanten des Ausgangswerkstück unverbunden
gegenüberliegen.
[0108] Bevorzugt kann der Schritt des Umformens des gewalzten Ausgangswerkstücks in die
zweite Form weiter umfassen:
- Verbinden der zwei gegenüberliegenden Kanten des Ausgangswerkstücks zu einer Hülsenform,
um die zweite Form bereitzustellen.
[0109] Vorzugsweise kann durch das Verbinden der zwei gegenüberliegenden Kanten, die noch
in Längsrichtung offene hülsenform geschlossen werden. Bevorzugt kann das Verbinden
der zwei gegenüberliegenden Kanten durch stoffschlüssiges Verbinden, insbesondere
Schweißen, der zwei gegenüberliegenden Kanten erfolgen.
[0110] Bevorzugt kann das Verfahren weiter aufweisen:
- Schneiden des Ausgangswerkstücks, welches die dritte Form aufweist, quer zur Längsrichtung
des Ausgangswerkstücks, um eine Anzahl von geschnittenen Hülsen 54 zu erhalten. Vorteilhafterweise
kann das die dritte Form aufweisende Ausgangswerkstück durch das Schneiden auf Länge
der Soll-Hülse geschnitten werden. Entsprechend weist die hergestellte Hülse die Wandstärke,
den Außendurchmesser und die Länge der Soll-Hülse auf.
[0111] Bevorzugt kann das Ausgangmaterial eine Länge aufweisen, welche es ermöglicht, eine
Vielzahl von Hülsen, welche die Länge der Soll-Hülse aufweisen, aus dem die dritte
Form aufweisenden Ausgangswerkstück zu schneiden. Vorteilhafterweise kann der Herstellungsprozess
für Hülsen 54 somit effizient gestaltet werden.
[0112] Bevorzugt kann das Verfahren weiter aufweisen:
- Prägen des Ausgangswerkstücks welches die dritte Form aufweist, um einen Hülsensockel
55 bereitzustellen (vgl. Fig. 3). Insbesondere können die durch den Schritt des Schneidens
erhaltenen Hülsen 54 dem Prägen-Schritt unterzogen werden, um einen Hülsensockel 55
an den Hülsen 54 bereitzustellen. Der Hülsensockel 55 ist an einem Ende der Hülse
54 ausgebildet und ist radial nach außen gerichtet.
[0113] Ferner kann die zweite vorbestimmte Wandstärke im Bereich von 0,1 mm bis 0,5 mm liegen,
bevorzugt im Bereich von 0,2 mm bis 0,4 mm liegen, und besonders bevorzugt zirka 0,3
mm betragen.
[0114] Des Weiteren kann der zweite vorbestimmten Außendurchmesser zwischen 2,0 mm und 4,0
mm betragen, bevorzug zwischen 2,2 mm und 3,0 mm betragen, und besonders bevorzugt
zirka 2,8 mm betragen.
[0115] Ferner kann die Länge einer erhaltenen Hülse 54 inklusive Sockel zwischen 9mm und
12 mm, bevorzugt zwischen 9,5mm und 11,5 mm, und besonders bevorzugt zirka 9,75 mm
betragen.
[0116] Vorzugsweise kann das Ausgangswerkstück aus einer austenitischen Metalllegierung
bestehen, welche vorzugswiese nicht magnetisch ist. Ferner kann die Metalllegierung
einen Chrom-Anteil von mindestens 8%, insbesondere von mindestens 18% aufweisen. Bevorzugt
beträgt der Chrom-Anteil ca. 18,27%. Vorteilhafterweise weist die Metalllegierung
keine bzw. nur eine geringe magnetische Leitfähigkeit auf.
[0117] Bevorzugt kann das Verfahren aufweisen:
Wärmebehandeln des Ausgangswerkstücks.
[0118] Vorzugsweise kann die Wärmebehandlung durchgeführt werden, bevor das Ausgangswerkstück
bearbeitet wird oder die gefertigten Hülsen 54 können der Wärmebehandlung unterzogen
werden.
Bezugszeichenliste
[0119]
- 10
- Steckverbinder
- 12
- Gehäusekörper
- 14
- Verbindungsgehäuse
- 16
- Hauptgehäusekörperabschnitt
- 18
- Aufnahmesockel
- 20
- Koax-Steckverbinder
- 22
- aufnahmesockelseitiger Abschnitt des Verbindungsgehäuses
- 24
- steckervorrichtungsseitiger Abschnitt des Verbindungsgehäuses
- 26
- Formkodierung
- 28
- Vorderseite des Aufnahmesockels
- 30
- Schmalseiten des Aufnahmesockels
- 31
- Kante Vorderseite/Schmalseite
- 32
- Sicherungsmerkmale Aufnahmesockel
- 34
- Sicherungsmerkmale Verbindungsgehäuse
- 36
- erstes Gehäusekörperelement
- 38
- zweites Gehäusekörperelement
- 40
- Durchtrittsöffnungen Aufnahmesockel
- 42
- Innenkontakt
- 44
- erster Kontaktabschnitt
- 46
- zweiter Kontaktabschnitt
- 48
- erstes dielektrisches Isolationselement
- 50
- zweites dielektrisches Isolationselement
- 52
- Anschlagsfläche
- 54
- Hülse
- 55
- Hülsensockel
- 56
- Hülsenabschnitt erstes dielektrisches Isolationselement
- 58
- Gehäuseabschnitt erstes dielektrisches Isolationselement
- 59
- Führungselemente
- 60
- erste Isolationselementaufnahmeraum
- 62
- zweiter Isolationselementaufnahmeraum
- 64
- Unterseite Gehäusekörper
- 66/68
- abgestufte Aufnahmebereiche
- 70
- Wand
- 72
- Seitenwände erstes Gehäusekörperelement
- 74
- Steckkontakte
- 76
- Stützelemente
- 78
- Stützflächen
- 80
- umformbare Sicherungselemente
- 82
- Aussparungen
- 84
- Trennwand
- 86
- Durchtrittsöffnung Trennwand
- 88
- Wand steckervorrichtungsseitige Abschnitt
- 90
- Wand aufnahmesockelseitige Abschnitt
- 92
- Rampe
- 94
- Positionierungsvorsprung
- 96
- Positionierungsöffnung
- 98
- Aussparungen
- 100
- Hauptseiten
- 102
- Oberseite Gehäusekörper
- 104
- erstes Paar Aussparungen
- 106
- zweites Paar Aussparungen
- 108
- Rückseite Gehäusekörper
- 110
- koax-buchsenseitiger Endabschnitt
- 112
- leiterplattenseitiger Endabschnitt
- 114
- Hülsenanschlag
- 115
- Anschlag
- 116
- Ausnehmungen
- a
- Tiefe erstes Paar Aussparungen
- b
- Breite erstes Paar Aussparungen
- c
- Länge erstes Paar Aussparungen
- d
- Tiefe zweites Paar Aussparungen
- e
- Breite zweites Paar Aussparungen
- f
- Länge zweites Paar Aussparungen
- B
- Gesamtbreite Gehäusekörper
- H
- Abstand Unterseite/Oberseite
- T
- Abstand zwischen Hauptseiten
- V
- Verbindungsrichtung
- Z
- Zentrumsachse
1. Steckverbinder (10), insbesondere ein Mini-Koax-Automotive-Steckverbinder, zum Verbinden
mit einer kompatiblen Steckervorrichtung, aufweisend:
einen Gehäusekörper (12) und
einen Koax-Steckverbinder (20) zum Verbinden mit einer entsprechenden Koax-Buchse
der kompatiblen Steckervorrichtung, wobei der Koax-Steckverbinder (20) sich ausgehend
vom Gehäusekörper (12) in Richtung einer Verbindungsrichtung (V) erstreckt und zumindest
abschnittsweise in dem Gehäusekörper (12) angeordnet ist,
wobei der Koax-Steckverbinder (20) aufweist:
eine elektrisch leitfähige Hülse (54),
einen elektrisch leitfähigen Innenkontakt (42) mit einem ersten Kontaktabschnitt (44)
der gegenüber einem zweiten Kontaktabschnitt (46) des Innenkontakts (42) um einen
vorbestimmten Winkel abgewinkelt ist, wobei der erste Kontaktabschnitt (44) zumindest
abschnittsweise in der Hülse (54) angeordnet ist und der zweite Kontaktabschnitt (46)
mit einer Leiterplatte verbindbar ist,
ein erstes dielektrisches Isolationselement (48), welches zumindest abschnittsweise
den ersten Kontaktabschnitt (44) umgibt und zumindest abschnittsweise in der Hülse
(54) angeordnet ist und
ein zweites dielektrisches Isolationselement (50), welches zumindest abschnittsweise
den zweiten Kontaktabschnitt (46) umgibt, wobei das erste dielektrische Isolationselement
(48) und das zweite dielektrische Isolationselement (50) derart an dem Innenkontakt
(42) angeordnet sind, dass ein Abwinkeln des ersten Kontaktabschnitts (44) gegenüber
dem zweiten Kontaktabschnitt (46) auf den vorbestimmten Winkel begrenzt ist.
2. Steckverbinder (10) nach Anspruch 1, wobei das erste dielektrische Isolationselement
(48) und das zweite dielektrische Isolationselement (50) jeweils eine Anschlagsfläche
(52) aufweisen, welche beim Anliegen des vorbestimmten Winkels im Wesentlichen parallel
zueinander ausgerichtet sind.
3. Steckverbinder (10) nach Anspruch 1 bzw. 2, wobei das erste dielektrische Isolationselement
(48) und/oder das zweite dielektrische Isolationselement (50) mittels eines Spritzguss-Verfahrens
an dem ersten Kontaktabschnitt (44) bzw. an dem zweiten Kontaktabschnitt (46) ausgebildet
sind; und/oder
wobei das erste dielektrische Isolationselement (48) einen Hülsenabschnitt (56) und
einen Gehäuseabschnitt (58) aufweist, wobei der Hülsenabschnitt (56) von der Hülse
(54) entlang der Verbindungsrichtung (V) umgeben ist und der Gehäuseabschnitt (58)
zumindest abschnittsweise formschlüssig in einem ersten Isolationselementaufnahmeraum
(60) des Gehäusekörpers (12) angeordnet ist; und/oder
wobei der Gehäuseabschnitt (58) des ersten dielektrischen Isolationselements (48)
Führungselemente (59) zum Einführen des ersten dielektrischen Isolationselements (48)
in den Gehäusekörper (12) aufweist.
4. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der erste Kontaktabschnitt
(44) einen geprägten koax-buchsenseitigen Endabschnitt (110) aufweist, der dazu ausgelegt
ist, in einen buchsenförmigen Innenkontakt einer entsprechenden Koax-Buchse der kompatiblen
Steckervorrichtung einzugreifen und/oder
wobei der zweite Kontaktabschnitt (46) einen geprägten leiterplattenseitigen Endabschnitt
(112) aufweist, der dazu ausgelegt ist, elektrisch mit der Leiterplatte verbunden
zu werden.
5. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Gehäusekörper
(12) einen zweiten Isolationselementaufnahmeraum (62) aufweist, in dem das zweite
dielektrische Isolationselement (50) formschlüssig angeordnet ist.
6. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Gehäusekörper
(12) ein erstes Gehäusekörperelement (36) und ein zweites Gehäusekörperelement (38)
aufweist, wobei das erste Gehäusekörperelement (36) dazu ausgebildet ist, das erste
dielektrische Isolationselement (48) aufzunehmen und das zweite Gehäusekörperelement
(38) dazu ausgebildet ist, das zweite dielektrische Isolationselement (50) aufzunehmen,
und wobei das zweite Gehäusekörperelement (38) in das erste Gehäusekörperelement (36)
eingeführt ist.
7. Steckverbinder (10) nach Anspruch 6, wobei das erste Gehäusekörperelement (36) umformbare
Sicherungselemente (80) aufweist, mit denen das zweite Gehäusekörperelement (38) an
dem ersten Gehäusekörperelement (36) gesichert ist.
8. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Steckverbinder
(10) vier Koax-Steckverbinder (20) zum Verbinden mit entsprechenden Koax-Buchsen der
kompatiblen Steckervorrichtung aufweist, wobei die vier Koax-Steckverbinder (20) parallel
zueinander ausgerichtet sind und eine rechteckige Steckanordnung aufweisen.
9. Steckverbinder (10) nach Anspruch 8, wobei das zweite Gehäusekörperelement (38) zwei
zueinander abgestufte Aufnahmebereiche (66, 68) zum Aufnehmen der zweiten dielektrischen
Isolationselemente (50) aufweist, und wobei jeder Aufnahmebereich (66, 68) zwei zweite
Isolationselementaufnahmeräume (50) bereitstellt.
10. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, weiter aufweisend ein
mit dem Gehäusekörper (12) verbindbares Verbindungsgehäuse (14) zum Verbinden des
Steckverbinders (10) mit der kompatiblen Steckervorrichtung, wobei das Verbindungsgehäuse
(14) die Koax-Steckverbinder (20) zumindest abschnittsweise entlang der Verbindungsrichtung
(V) umgibt, und
wobei das Verbindungsgehäuse (14) in mindestens zwei unterschiedlichen Orientierungen
mit dem Gehäusekörper (12) verbindbar ist.
11. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Gehäusekörper
(12) als Zink-Druckguss-Bauteil ausgebildet ist.
12. Steckverbinder (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei in einem Initialzustand
des Innenkontakts (42), bei dem der erste Kontaktabschnitt (44) gegenüber dem zweiten
Kontaktabschnitt (46) nicht abgewinkelt ist, das erste dielektrische Isolationselement
(48) und das zweite dielektrische Isolationselement (50) voneinander beabstandet sind.
13. Steckverbinder (10), insbesondere ein Mini-Koax-Automotive-Steckverbinder, zum Verbinden
mit einer kompatiblen Steckervorrichtung, aufweisend:
einen Gehäusekörper (12), welcher durch ein erstes Gehäusekörperelement (36) und ein
zweites Gehäusekörperelement (38) gebildet wird, wobei das zweite Gehäusekörperelement
(38) in das erste Gehäusekörperelement (36) eingeführt ist, und
einen Koax-Steckverbinder (20) zum Verbinden mit einer entsprechenden Koax-Buchse
der kompatiblen Steckervorrichtung, wobei der Koax-Steckverbinder (20) zumindest abschnittsweise
in dem Gehäusekörper (12) angeordnet ist und einen ersten, als Koax-Steckverbinder
(20) ausgebildeten, Kontaktabschnitt (44) aufweist, der in Richtung einer Verbindungsrichtung
(V) aus dem ersten Gehäusekörperelement (36) geführt ist,
wobei der Koax-Steckverbinder (20) einen zweiten Kontaktabschnitt (46) aufweist, der
mit einer Leiterplatte verbindbar ist und welcher aus dem zweiten Gehäusekörperelement
(38) geführt ist, und
wobei das erste Gehäusekörperelement (36) umformbare Sicherungselemente (80) aufweist,
mit denen das zweite Gehäusekörperelement (38) an dem ersten Gehäusekörperelement
(36) gesichert ist.
14. Verfahren zur Fertigung eines Steckverbinders (10), insbesondere eines Mini-Koax-Automotive-Steckverbinders,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- Stanzen eines Ausgangswerkstücks, um einen Innenkontakt (42) für einen Koax-Steckverbinder
(20) bereitzustellen,
- Umspritzen des Innenkontakts (42), um einen ersten Kontaktabschnitt (44) des Innenkontakts
(42) zumindest abschnittsweise mit einem ersten dielektrischen Isolationselement (48)
und einen zweiten Kontaktabschnitt (46) des Innenkontakts (42) zumindest abschnittsweise
mit einem zweiten dielektrischen Isolationselement (50) zu umgeben,
- Anordnen des ersten Kontaktabschnitts (44) in einer Hülse (54), um den Koax-Steckverbinder
(20) bereitzustellen,
- Bereitstellen eines Gehäusekörpers (12), welcher ein erstes Gehäusekörperelement
(36) und ein zweites Gehäusekörperelement (38) aufweist,
- Durchführen des ersten Kontaktabschnitts (44) durch eine Durchtrittsöffnung (40)
des ersten Gehäusekörperelements (36), so dass sich der Koax-Steckverbinder (20) ausgehend
vom Gehäusekörper (12) in Richtung einer Verbindungsrichtung (V) erstreckt,
- Abwinkeln des zweiten Kontaktabschnitts (46) gegenüber dem ersten Kontaktabschnitt
(44) um einen vorbestimmten Winkel, wobei der vorbestimmte Winkel durch das erste
dielektrische Isolationselement (48) und das zweite dielektrische Isolationselement
(50) begrenzt wird, und
- Einführen des zweiten Gehäusekörperelements (38) in das erste Gehäusekörperelement
(36), so dass der zweite Kontaktabschnitt (46) aus dem zweiten Gehäusekörperelement
(38) geführt ist, wobei der zweite Kontaktabschnitt (46) zum Verbinden mit einer Leiterplatte
ausgebildet ist.
15. Verfahren nach Anspruch 14, weiter aufweisend:
- Prägen eines koax-buchsenseitigen Endabschnitts (110) am ersten Kontaktabschnitt
(44), wobei der koax-buchsenseitige Endabschnitt (110) dazu ausgelegt ist, in einen
buchsenförmigen Innenkontakt einer entsprechenden Koax-Buchse der kompatiblen Steckervorrichtung
einzugreifen; und/oder
- Prägen eines leiterplattenseitigen Endabschnitts (112) am zweiten Kontaktabschnitt
(46), wobei der leiterplattenseitige Endabschnitt (112) dazu ausgebildet ist, elektrisch
mit der Leiterplatte verbunden zu werden; und/oder weiter aufweisend:
- Umformen von an dem ersten Gehäusekörperelement (36) angeordneten Sicherungselementen
(80), um das zweite Gehäusekörperelement (38) an dem ersten Gehäusekörperelement (36)
zu sichern.