[0001] Die Erfindung betrifft eine Transportkiste für Konsumgüter, insbesondere für Lebens-
oder Genussmittel, mit zwei Grundplatten und einer sich zwischen den Grundplatten
umlaufend erstreckenden Seitenwand. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren
zum Transportieren von Konsumgütern, insbesondere Lebens- oder andere Genussmitteln
unter Verwendung einer Transportkiste.
[0002] Transportkisten der vorstehend bezeichneten Art werden verwendet, um die Konsumgüter,
beispielsweise Flaschen, an einen Empfänger zu versenden. Da die zu transportierenden
Güter häufig hochpreisig sind, kommt dem Schutz der Güter eine hohe Bedeutung zu.
Die Aufgabe der Transportkiste ist es, einen Aufnahmeraum für die zu transportierenden
Güter zu definieren, innerhalb dessen die Güter sicher aufbewahrt werden und gegen
Einflüsse von außen geschützt sind, damit sie unbeschadet beim Empfänger ankommen
können.
[0003] Aus dem Transport von Weinen bekannte Transportkisten weisen üblicherweise zwei im
Wesentlichen parallel zueinander angeordnete Grundplatten auf und eine sich zwischen
den Grundplatten umlaufend erstreckende Seitenwand. Grundplatten und Seitenwand werden
zumeist nach dem Befüllen der Transportkiste fest miteinander verbunden, beispielsweise
mittels Nägeln oder Tackern. Die Transportkiste erhält dadurch zwar eine hohe Stabilität
und Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Öffnen. Zum Öffnen der Transportkiste muss aber
eine der Grundplatten von der Seitenwand wieder gelöst werden, was dann nur mit entsprechend
hohem Kraft- oder Werkzeugeinsatz gelingt. Es kann dabei vorkommen, dass sich der
Nutzer an scharfkantigen oder spitzen Gegenständen verletzt, was als Nachteil angesehen
wird und das Nutzererlebnis beeinträchtigt. Darüber hinaus wird die Transportkiste
häutig irreversibel beschädigt und muss nach einmaliger Nutzung entsorgt werden. Dies
wiederum wird aus Gründen der Nachhaltigkeit als Nachteil empfunden.
[0004] Es sind vereinzelt Bemühungen bekannt, diejenigen Teile hölzerner Weinkisten, die
beim Öffnen nicht beschädigt worden sind, nach ihrer Verwendung zum Transport noch
aufzuarbeiten und als Dekorationselemente wiederzuverwenden. Ein solches Umarbeiten
von bereits benutzten Transportkisten ist aber in der Regel nicht mehr möglich, wenn
die Transportkisten unsachgemäß geöffnet und/oder beschädigt sind. Es bleibt daher
dabei, dass die überwiegende Mehrzahl der Transportkisten nach einmaliger Verwendung
entsorgt werden muss und dabei im besten Fall noch der Wertstoffkette zugeführt werden
kann.
[0005] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Transportkiste für Konsumgüter
aufzuzeigen, die die vorstehend beschriebenen Nachteile möglichst weitgehend überwinden.
Insbesondere lag der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Transportkiste anzugeben,
die ein verbessertes Nutzererlebnis bietet, zuverlässig wiederverwendbar ist, und
weiter insbesondere einem zweiten Produktleben nach dem Transport zugänglich ist,
um damit insgesamt die Attraktivität der Transportkiste für den Sendungsempfänger
zu erhöhen.
[0006] Die Lösung der Aufgabe erfolgt bei einer Transportkiste der eingangs bezeichneten
Art, indem die Transportkiste zwei Kistenteile aufweist, wobei wenigstens eines der
beiden Kistenteile a) als Serviertablett ausgebildet ist, oder b) als Dekorationselement
zum Aufhängen an einer Wand ausgebildet ist.
[0007] Vorzugsweise sind beide Kistenteile erfindungsgemäß ausgebildet, entweder beide als
Serviertablett, beide als Dekorationselement, oder eines als Serviertablett und eines
als Dekorationselement.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der Ausgestaltung wenigstens
eines Kistenteiles der Transportkiste als Serviertablett oder als Dekorationselement
zum Aufhängen an einer Wand, das den Aufnahmeraum für das zu transportierende Konsumgut
teilweise begrenzt, dieses Kistenteil nach dem Öffnen der Transportkiste unmittelbar
und ohne Notwendigkeit einer nachträglichen Aufarbeitung wahlweise zum erneuten Transport
wiederverwendet werden kann, oder seiner entsprechend vorgesehenen weiteren Verwendung
als Serviertablett oder als Dekorationselement zugeführt werden kann.
[0009] Es ist dank der Erfindung nicht mehr notwendig, aus Teilen einer Transportkiste nach
deren Transport ein Serviertablett oder ein Dekorationselement herzustellen, weil
das Kistenteil bereits bei seiner Herstellung so ausgestaltet worden ist, dass es
direkt in seiner zweiten Funktion, nämlich als Serviertablett oder Dekorationselement,
benutzt werden kann.
[0010] Unter Konsumgütern werden im Rahmen der Erfindung unter anderem Lebensmittel wie
etwa Getränke, insbesondere alkoholhaltige Getränke, Öle; Essige, Kaffee, Kakao oder
kakaohaltige Produkte, Kaviar, Trüffel, Soßen oder Käse verstanden. Diese Konsumgüter
sind zu ihrem Schutz in geeigneten Behältern wie Flaschen, Gläsern, oder Dosen aller
Formate sowie Verpackungen aufgenommen, die dann in der erfindungsgemäßen Transportkiste
versandt werden. Als Getränke kommen erfindungsgemäß insbesondere Weine, Weinerzeugnisse
oder Sprituosen in Betracht. Konsumgüter aus dem Nonfood-Bereich wären beispielsweise
Tabakwaren oder Luxusgüter wie etwa Uhren, Messer, oder Lederwaren.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportkiste sind die
Kistenteile dazu eingerichtet, in einem Transportzustand aneinander anzuliegen und
einen geschlossenen Aufnahmeraum für das Konsumgut zu definieren, wobei die Kistenteile
außerhalb des Transportzustandes mechanisch unabhängig voneinander sind. Es ist dank
der Erfindung damit nicht mehr notwendig, beim Öffnen der Kiste das Risiko einer Zerstörung
der Kiste einzugehen, weil die Transportkiste systemisch bereits zwei definierte Kistenteile
aufweist oder daraus besteht, und diese folglich eine Solltrennstelle von der übrigen
Transportkiste oder dem verbleibenden Kistenteil aufweisen.
[0012] Zur Ausbildung der Transportkiste werden die beiden Kistenteile, von denen zumindest
eines ein Serviertablett oder ein Dekorationselement ist, so zueinander angeordnet,
dass sie den Aufnahmeraum der Kiste definieren. Besteht die Kiste nur aus diesen beiden
Kistenteilen, werden die Kistenteile miteinander in Anlage gebracht, so dass ihre
umlaufenden Seitenteile die Seitenwand der Kiste bilden. Die in Anlage gebrachten
Kistenteile definieren auf diese Weise im Transportzustand den geschlossenen Aufnahmeraum
für das im Inneren der Transportkiste aufzunehmende Konsumgut.
[0013] Die Kistenteile werden bevorzugt mit dem Öffnen des Transportbehälters voneinander
entfernt und können dann je nach Art der damit nachfolgend zu verwirklichenden Funktion
als Serviertablett oder als Dekorationselement verwendet werden.
[0014] Vorzugsweise sind die Kistenteile erste und zweite Kistenteile, und die Transportkiste
weist ein oder mehrere weitere Kistenteile auf, die in dem Transportzustand zwischen
dem ersten und dem zweiten Kistenteil angeordnet sind, um den geschlossenen Aufnahmeraum
für das Konsumgut zu definieren. Bevorzugt umfassen das erste und das zweite Kistenteil
jeweils eine der zur Ausgestaltung der Transportkiste verwendeten Grundplatten, welche
von einem in einer Ebene verlaufenden Plattenkörper ausgebildet ist.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Grundplatte des ersten und des zweiten
Kistenteiles einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Bei einer mehrteiligen Ausgestaltung
der Grundplatte sind die den Plattenkörper ausbildenden Einzelteile vorzugsweise fest
miteinander verbunden, insbesondere form-, kraft- und/oder stoffschlüssig. Je nach
Anzahl der zu transportierenden Konsumgüter und der sich daraus ergebenden Größe der
Transportkiste können zusätzlich zum ersten und zweiten Kistenteil ein oder mehrere
weitere Kistenteile vorgesehen sein, das bzw. die dann ebenfalls einen Teil der Seitenwand
definiert.
[0016] Vorzugsweise weist wenigstens eines, bevorzugt beide der ersten und zweiten Kistenteile
eine Grundplatte und einen sich umlaufend um die Grundplatte herum erstreckenden Rahmen
auf, wobei der Rahmen auf wenigstens einer Seite der Grundplatte vorsteht und dazu
eingerichtet ist, im Transportzustand der Transportkiste jeweils einen Teil der Seitenwand
auszubilden. Eine erfindungsgemäße Transportkiste wird in ihrer einfachsten Ausgestaltung
somit aus zwei Kistenteilen gebildet, von denen jedes wenigstens eine Grundplatte
und einen sich entlang des Randes der Grundplatte umlaufend erstreckenden Rahmen hat.
Die Rahmen von erstem und zweitem Kistenteil bilden zusammen die Seitenwand der Transportkiste.
Sie können jeweils gleich hoch von der Grundplatte vorstehen und so eine hälftige,
symmetrische Aufteilung der Kiste definieren. Es kann auch einer der Rahmen höher
sein als der andere.
[0017] Die Trennung der erfindungsgemäßen Transportkiste über die Solltrennstelle erfolgt
vorzugsweise in einer Ebene, welche vorzugsweise parallel zwischen den beiden Grundplatten
liegt.
[0018] Bei Verwendung eines oder mehrerer weiterer, dritter Kistenteile bildet dieses bzw.
bilden diese dritten Kistenteil(e) zusammen mit den ersten und zweiten Kistenteilen
die Seitenwand der Transportkiste. Ein solch weiteres Kistenteil wird vorzugsweise
aus einem im Wesentlichen rechteckigen Rahmen gebildet, welcher bevorzugt identische
Abmessungen zu den Rahmen von erstem und zweitem Kistenteil aufweist und im Transportzustand
der Transportkiste mit dem Rahmen an erstem und zweitem Kistenteil fluchtet. Vorzugsweise
ist der Rahmen dazu eingerichtet, formschlüssig in die ersten und zweiten Kistenteile
einzugreifen, oder weist Positionierelemente zur fluchtenden Ausrichtung mit den weiteren
Kistenteilen auf. Alternativ können die in der Kiste befindlichen Konsumgüter als
Positionierelemente für die Kistenteile zueinanderverwendet werden.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind die Grundplatte und der Rahmen der Kistenteile
einstückig ausgebildet, oder zweiteilig, und in dem Fall fest miteinander verbunden,
etwa mittels Form-, Kraft- und/oder Stoffschluss. Sie sind insbesondere miteinander
verschraubt oder vernagelt.
[0020] Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Transportkiste sieht vor, dass die Grundplatte
wenigstens eines Kistenteiles auf ihrer im Transportzustand inneren Seite eine fluiddichte
Oberfläche aufweist. Insbesondere bei dem als Serviertablett ausgebildeten Kistenteil
sorgt das dafür, dass eine auf der Oberseite des Serviertabletts gelangte Flüssigkeit
nicht in das Material des Serviertabletts eindringt. Die fluiddichte Oberfläche ist
vorzugsweise als Folie auf der Materialoberfläche der Grundplatte und/oder des Rahmens
angeordnet. In ist auf die Oberfläche eine Sprüh- oder Tauchbeschichtung aufgebracht
um den fluiddichten Verschluss zu gewährleisten.
[0021] Vorzugsweise weist die Grundplatte wenigstens eines Kistenteiles zusätzlich oder
alternativ auf ihrer im Transportzustand inneren Seite eine lebensmittelechte Oberfläche
auf. Damit ist erreicht, dass weder ein Lebensmittel, das mit der Innenseite der Grundplatte
in Kontakt gelangt, noch die Innenseite der Grundplatte selbst durch ein damit in
Kontakt kommendes Lebensmittel in ihrer Erscheinung oder Beschaffenheit negativ beeinflusst
werden. Vorzugsweise ist die Oberfläche lebensmittelecht gemäß DIN 16524 1-3 und DIN
10955. Die Lebensmittelechtheit wird vorzugsweise mittels Folierung oder anderweitiger
Beschichtung analog zur Fluiddichtheit hergestellt, besonders bevorzugt mittels derselben
Folie oder Beschichtung, oder mittels einer eigenen Folie oder Beschichtung.
[0022] Gemäß einer bevorzugten weiteren Ausgestaltung der Transportkiste weist die Grundplatte
wenigstens eines Kistenteiles zusätzlich oder alternativ auf ihrer im Transportzustand
inneren Seite eine UV-beständige Oberfläche, und/oder eine Oberfläche mit verminderter
UV-Durchlässigkeit. Auch längere Sonneneinstrahlung hat dann keine oder jedenfalls
eine verminderte Auswirkung auf die Beschaffenheit der Innenseite von zumindest der
Grundplatte. Diese weist demnach auch nach mehreren Jahren seiner Verwendung nahezu
die gleiche Oberflächenbeschaffenheit wie bei seiner Herstellung auf. Eine auf die
Innenseite der Grundplatte aufgebrachte Dekoration behält somit im Wesentlichen ihr
ursprüngliches Aussehen. Die UV-Beständigkeit und/oder die verminderte UV-Durchlässigkeit
wird vorzugsweise mittels Folierung oder anderweitiger Beschichtung analog zur Fluiddichtheit
hergestellt, mit derselben Schicht wie die Fluiddichtheit und/oder Lebensmittelechtheit
oder mittels einer eigenen Folie oder Beschichtung.
[0023] Die Grundplatte wenigstens eines Kistenteiles weist vorzugsweise auf ihrer im Transportzustand
inneren Seite eine Präsentationsfläche auf. Beispielsweise wird die Präsentationsfläche
mithilfe eines Informationselements oder einer Dekoration ausgebildet, wie beispielsweise
einem Werk der bildenden Kunst oder eine Reproduktion eines solchen Kunstwerkes. Vorzugsweise
kann die Präsentationsfläche auch statt eines vorgegebenen Informationselements lediglich
zur Aufnahme eines solchen Werkes oder einer Reproduktion des Werkes vorbereitet sein,
damit der Nutzer selbst eine entsprechende Individualisierung vornehmen kann.
[0024] Die Präsentationsfläche weist vorzugsweise eine an der Innenseite der Grundplatte
befestigte Halterung als Aufnahme für ein (auswechselbares) Informationselement auf.
[0025] Vorzugsweise weist die Präsentationsfläche eine Größe auf, die der an der Grundplatte
des Kistenteiles zwischen dem Rahmen verbleibenden freien Fläche entspricht.
[0026] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung können an der Präsentationsfläche auch mehrere
Aufnahmen für verschiedene, unterschiedlich große Informationselemente vorgesehen
sein. Insbesondere können an der Präsentationsfläche eine Vielzahl von Halterungen
für mehrere Informationselemente angeordnet sein, die eine individuelle Positionierung
des Informationselements an der Präsentationsfläche ermöglichen.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportkiste sind die
Kistenteile teilweise oder vollständig aus Holz, einem Holzwerkstoff, Metall, einer
Metalllegierung, Kunststoff, einem Verbundwerkstoff wie beispielsweise faserfasverstärktem
Kunststoff, insbesondere CFK, oder einer Kombination aus mehreren der vorgenannten
Materialien ausgebildet. Durch die Verwendung von Holz oder einem Holzwerkstoff ergibt
sich, aufgrund dessen einfacher Verarbeitbarkeit, eine vielfältige Gestaltungsmöglichkeit
der Kistenteile. Zudem sind Holz und Holzwerkstoffe als Material für Transportkisten
beispielsweise von Flaschen, insbesondere Weinflaschen, bereits etabliert und führen
zu einer hohen unmittelbaren Nutzeraktzeptanz. Sie strahlen eine Wertigkeit aus, die
zu einem positiven Nutzerlebnis auch in der Verwendung nach dem eigentlichen Transport
beiträgt.
[0028] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Transportkiste sind der Rahmen und die Grundplatte
der Kistenteile aus unterschiedlichen Materialen ausgebildet, vorzugsweise aus unterschiedlichen
Materialien der weiter oben genannten Aufzählung.
[0029] Erfindungsgemäß werden Kistenteile vorgesehen, die individuell an zu erfüllende Transportaufgaben
angepasst sind. Es sind mit der Erfindung Kisten für diverse Gebindegrößen, d. h.
Verpackungseinheiten, der Konsumgüter realisierbar.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist wenigstens eines der Kistenteile
ein oder mehrere Griffteile auf. Insbesondere als Serviertablett ausgebildete Kistenteile
weisen vorzugsweise solche Griffteile auf, die von Hand gegriffen werden können und
damit eine verbesserte Handhabung des oder der Kistenteile bei der Verwendung ermöglichen.
[0031] Die Griffteile können Bestandteil der Kistenteile selbst sein, oder als separate,
an dem Kistenteil angeordnete Anbauteile ausgebildet sein. Vorzugsweise sind die Griffteile
an jeweils einer Stirnseite des Kistenteiles als Materialaussparung in einer Außenseite
einer Seitenwand ausgebildet. Das Vorsehen von Aussparrungen verbessert das sichere
Greifen eines jeweiligen Kistenteiles nach Art einer Griffmulde, ohne dass etwaige
Anbauteile die Außenabmessungen der Kistenteile und damit der Transportkiste im Transportzustand
unnötig vergrößern. Sofern die Aussparung lediglich als Materialstärkenreduktion oder
Eindellung nach Innen ausgebildet ist, bleibt die Kiste im Transportzustand dennoch
vollständig geschlossen, insbesondere licht- und schmutzdicht.
[0032] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung weist das oder die Kistenteile je Materialaussparung
ein Griffelement auf, das kraft-, form- und/oder stoffschlüssig mit der Materialaussparung
verbunden ist und von dem Rahmen nach außen von dem jeweiligen Kistenteil vorsteht.
Vorzugsweise sind pro Kistenteil zwei Griffelemente vorgesehen, was deren Handhabung
verbessert. Die Griffelemente werden vorzugsweise im Transportzustand innerhalb der
Kiste oder separat zu der Kiste vorgehalten und können dann nach dem Transportvorgang
und dem Öffnen der Kiste in die jeweiligen Materialaussparungen eingesetzt werden.
[0033] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportkiste sieht vor, dass innerhalb
des Aufnahmeraumes ein oder mehrere Halteleisten als Arretierhilfe für das Konsumgut
im Aufnahmeraum angeordnet sind. Mithilfe der Halteleisten erfolgt ein Halten des
Konsumgutes im Aufnahmeraum zueinander und zu den Grundplatten und der Seitenwand
der Transportkiste. Die Halteleiste verhindert insbesondere eine Relativbewegung der
Konsumgüter im Aufnahmeraum der Transportkiste. Die Halteleiste weist vorzugsweise
Aussparungen auf, die an die Kontur der aufzunehmenden Konsumgüter angepasst sind,
beispielsweise Aussparungen für die Aufnahme von Flaschenhälsen und/oder Flaschenbäuchen.
[0034] Gemäß einer Ausführungsform sind wenigstens zwei Halteleisten innerhalb des Aufnahmeraumes
für die Konsumgüter vorgesehen.
[0035] Vorzugsweise sind die Halteleiste/Halteleisten reversibel lösbar mit den Kistenteilen
verbunden, oder in die Kistenteile lose eingelegt. Durch die entnehmbare Ausgestaltung
der Halteleisten können diese nach erfolgtem Transport der Konsumgüter an den jeweiligen
Bestimmungsort und nach dem Öffnen der Transportkiste aus dem Aufnahmeraum entnommen
werden. Die entsprechend voneinander getrennten Kistenteile können dann ihrer weiteren
Bestimmung zugeführt werden.
[0036] Die Halteleisten, welche bevorzugt eine Höhe aufweisen, die der Höhe der Seitenwand
entspricht, dienen vorzugsweise gleichzeitig als Abstandhalter der Grundplatten der
Transportkiste zueinander und stabilisieren die Transportkiste während ihres Transports
zusätzlich. Von außen auf die Transportkiste einwirkende Kräfte führen damit nicht
so leicht zu einer Beschädigung und sichern damit die Nachfolgeverwendbarkeit der
Serviertabletts und/oder Dekorationselemente zusätzlich ab.
[0037] Eine bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Transportkiste sieht vor, dass
die Kistenteile an im Transportzustand voneinander abgewandten Flächen - also mit
anderen Worten an ihren Außenseiten - ein oder mehrere Positionierhilfen zum Stapeln
der voneinander getrennten Kistenteile aufweisen. Die Kistenteile können nach dem
Transport mit ihren Innenseiten in dieselbe Richtung weisend übereinandergestapelt
werden, ohne dass diese zueinander verrutschen.
[0038] Als Positionierhilfe weisen die Kistenteile vorzugsweise eine auf der Außenseite
der Grundplatte umlaufende Vertiefung auf, welche insbesondere zum dem Rahmen eines
jeweils anderen Kistenteiles korrespondierend ausgebildet ist. Das Breitenmaß der
Vertiefung an der Grundplatte des einen Kistenteiles ist bevorzugt an die Abmessungen
des Rahmens angepasst, der sich an der inneren Seite entlang der Grundplatte eines
jeweils anderen Kistenteiles erstreckt. Die umlaufende Vertiefung weist beispielsweise
ein Tiefenmaß von etwa 1 - 2 mm und weiter vorzugsweise ein Breitenmaß von etwa 1
bis 2 cm auf, wodurch ein ausreichend sicherer Seitenhalt zwischen dem Rahmen benachbarter
Kistenteile in Stapelung gewährleistet wird.
[0039] Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Transportkiste sieht vor, dass
die Kistenteile im Transportzustand ein oder mehrere Positionierhilfen an einander
zugewandten Flächenbereichen aufweisen, welche bevorzugt als Magneten oder miteinander
in Eingriff bringbare korrespondierende Formschlusselemente, etwa Rastelemente, ausgebildet
sind. Mithilfe dieser Positionierhilfen wird das Zusammensetzen und damit das Überführen
der zumindest zwei Kistenteile in den Transportzustand weiter verbessert.
[0040] Vorzugsweise weisen die Kistenteile an im Transportzustand voneinander abgewandten
Flächenbereichen - also wiederum außen - ein oder mehrere Nuten auf, welche so positioniert
sind, dass sie im Transportzustand etwa fluchtend aufeinander ausgerichtet sind, und
die zur Aufnahme von Sicherungsbändern eingerichtet sind. Nach dem Bestücken und dem
Verschließen der Transportkiste können die Kistenteile über Sicherungsbänder so miteinander
verbunden werden, dass eine seitliche Relativbewegung der Kistenteile zueinander verhindert
ist. Die Sicherungsbänder greifen bevorzugt in die Nuten ein, wodurch das Abrutschen
der Sicherungsbänder von den Kistenteilen verhindert wird.
[0041] In einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Handhabung von
Konsumgütern, insbesondere unter Verwendung einer Transportkiste nach einer der vorstehend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen.
[0042] Das erfindungsgemäße Verfahren löst die eingangs beschriebene Aufgabe mit den Schritten:
- Bereitstellen zweier Kistenteile für die Transportkiste, wobei wenigstens eines der
Kistenteile ein Serviertablett oder ein Dekorationselement zum Aufhängen an einer
Wand ist;
- Bestücken der Transportkiste mit dem Konsumgut,
- Verschließen der bestückten Transportkiste, indem die Kistenteile in ihre Transportstellung
gebracht werden, in der das Konsumgut zumindest teilweise von dem wenigstens einen
Serviertablett oder Dekorationselement eingeschlossen sind;
- Transportieren der Transportkiste,
- Öffnen der Transportkiste, indem die Kistenteile voneinander entfernt werden, und
- Bereitstellen des wenigstens einen Serviertabletts oder Dekorationselements zur weiteren
Verwendung.
[0043] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist der Ansatz verfolgt, die Kistenteile unmittelbar
nach dem Öffnen der Transportkiste ohne nachträgliches Aufbereiten einer weiteren
Verwendung zuführen zu können. Die Bearbeitung bzw. Ausgestaltung des Kistenteiles
als Serviertablett oder Dekorationselement bzw. des Serviertabletts oder des Dekorationselements
als Kistenteil erfolgt vorab, wodurch eine gezielte Anpassung sowohl des Serviertabletts
oder des Dekorationselements als auch des daraus auszubildenden Kistenteiles möglich
wird. Zudem kann ein erfindungsgemäßes Kistenteil nach seiner zwischenzeitlichen Verwendung
als Serviertablett oder als Dekorationselement auch wieder ohne weitere Bearbeitung
als Kistenteil einer erfindungsgemäßen Transportkiste verwendet werden. Dadurch ist
die Wiederverwertbarkeit der erfindungsgemäßen Kistenteile verbessert, die fortwährend
in Umlauf gebracht werden können und sich je nach Belieben auch als Serviertablett
oder Dekorationselement einsetzen lassen.
[0044] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden nach dem Öffnen der Transportkiste
Griffelemente aus dem Aufnahmeraum im Inneren der Transportkiste entnommen und an
entsprechenden Aussparungen an z. B. den Stirnseiten eines jeweiligen Kistenteiles
befestigt. Dadurch wird die Handhabbarkeit eines dann als Serviertablett zum Einsatz
kommenden Kistenteiles verbessert.
[0045] In einer Ausführungsform der Erfindung werden zum Sichern der Kistenteile im Transportzustand
der Transportkiste Sicherungsbänder um die Außenseite der Kistenteile herumgelegt
und jeweils ein fest anliegender Ring ausgebildet. Um die als Dekorationselement oder
als Serviertablett ausgebildeten Kistenteile auf ihrer Innenseite beispielsweise fluiddicht,
lebensmittelecht oder UV-beständig auszubilden, wird die Innenseite von zumindest
der Grundplatte des Kistenteiles bei der Herstellung oberflächenbehandelt, z.B. durch
das Aufbringen einer Beschichtung auf die Oberfläche. Ferner kann auf die innere Seite
der Grundplatte ein Informationselement aufgebracht oder eine Halterung zum Aufnehmen
des Informationselements daran befestigt werden.
[0046] Die Erfindung betrifft gemäß einem weiteren Aspekt die Verwendung wenigstens eines
Serviertabletts, und/oder eines Dekorationselements zum Aufhängen an einer Wand, als
Kistenteil einer Transportkiste für ein Konsumgut, insbesondere für Lebens- und Genussmittel,
wobei die Transportkiste zwei Grundplatten und eine sich zwischen den Grundplatten
umlaufend erstreckende Seitenwand aufweist, und insbesondere nach einem der vorstehend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele ausgebildet ist.
[0047] Die zur erfindungsgemäßen Transportkiste beschriebenen Vorteile und bevorzugten Ausführungsformen
sind zugleich auch Vorteile und bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Verfahrens sowie der Verwendung der Transportkiste, weswegen zur Vermeidung von Wiederholungen
auf die obigen Ausführungen verwiesen wird.
[0048] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher beschrieben. Hierbei zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transportkiste im Transportzustand;
- Fig. 2:
- eine perspektivische Ansicht der Transportkiste außerhalb ihres Transportzustandes;
- Fig. 3:
- eine perspektivische Ansicht eines als Serviertablett ausgebildeten Kistenteiles der
Transportkiste nach Fig. 1;
- Fig. 4:
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Kistenteile in einer teilweise
überdeckenden Anordnung; und
- Fig. 5:
- eine perspektivische Ansicht von übereinander gestapelten erfindungsgemäßen Kistenteilen.
[0049] Fig. 1 zeigt eine Transportkiste 1 für den Transport von Konsumgütern, welche aus
zwei Kistenteilen 2, 2' ausgebildet ist. Die Transportkiste 1 umfasst zwei Grundplatten
4, 4' und eine sich zwischen den Grundplatten 4, 4' umlaufend erstreckende Seitenwand
6.
[0050] Die Kistenteile 2, 2' der Transportkiste 1 sind dazu eingerichtet, im Transportzustand,
wie Fig. 1 zeigt, so aneinander anzuliegen, dass ein geschlossener Aufnahmeraum 8
(in Fig. 2 im geöffneten Zustand gezeigt) für zu transportierende Konsumgüter, im
vorliegenden Ausführungsbeispiel exemplarisch als Flaschen gezeigt, definiert ist.
Die Kistenteile 2, 2' sind in der gezeigten Ausführungsform aus Holz oder einem Holzwerkstoff
ausgebildet.
[0051] Wie aus Fig. 1 ferner ersichtlich, weisen die Kistenteile 2, 2' jeweils Griffteile
10 auf, die in der gezeigten Ausführungsform als Materialaussparungen 12, 12' an einer
Stirnseite 14 des Kistenteiles 2, 2' ausgebildet sind.
[0052] Wie Fig. 2 verdeutlicht, weist jedes der Kistenteile 2, 2' eine Grundplatte 4, 4'
auf und einen sich umlaufend um die Grundplatte 4, 4' herum erstreckenden Rahmen 16,
16'. Wie Fig. 2 weiterhin zeigt, sind die Kistenteile 2, 2' außerhalb ihres Transportzustandes
mechanisch unabhängig voneinander ausgebildet. Der Rahmen 16, 16' eines jeweiligen
Kistenteiles 2, 2' steht zumindest einseitig an einer Grundfläche der Grundplatte
4, 4' vor. Die Rahmen 16, 16' der Kistenteile 2, 2' bilden im Transportzustand die
Seitenwand 6 der in Fig. 1 gezeigten Transportkiste 1 aus.
[0053] In einer nicht näher gezeigten alternativen Ausgestaltung kann zusätzlich zu den
Kistenteilen 2, 2' ein weiteres Kistenteil (nicht dargestellt) vorgesehen sein, das
im Transportzustand zwischen den Kistenteilen 2, 2' angeordnet ist. Ein derartiges
weiteres Kistenteil wird insbesondere nur aus einem rechteckigen Rahmen gebildet,
der zumindest ähnlich den an den Grundplatten 4, 4' angeordneten Rahmen 16, 16' ist.
[0054] Auf der Innenseite jedes Kistenteiles 2, 2' können in dafür vorgesehenen Aufnahmen
18, 18' ein oder mehrere nicht näher abgebildete Halteleisten angeordnet werden, die
als Arretierhilfen für die im Aufnahmeraum anzuordnende Flaschen dienen.
[0055] Insbesondere sind die nicht im Detail gezeigten Halteleisten aus den als Materialvertiefungen
ausgebildeten Aufnahmen 14, 14' reversibel entnehmbar und wieder darin einsetzbar
ausgebildet.
[0056] Wie die Figuren 2 und 3 ferner verdeutlichen, ist das Kistenteil 2 als Serviertablett
bzw. Dekorationselement zum Aufhängen an einer Wand ausgebildet. Insbesondere weist
das Kistenteil 2 auf seiner im Transportzustand inneren Seite eine Präsentationsfläche
20 auf. Die Präsentationsfläche 20 weist vorliegend einen Druck 22, dargestellt durch
eine gestrichelte Einrahmung, auf. Anstelle des auf der Präsentationsfläche 20 abgebildeten
Druckes 22 können auch andere Werke der bildenden Kunst oder deren Reproduktionen
oder auch Aufnahmen eines solchen Werkes aufgebracht sein.
[0057] Um die Präsentationsfläche zu schützen bzw. im Falle der Verwendung eines der Kistenteile
als Serviertablett ist zumindest die innere Seite der Grundplatte mit einer Oberflächenbehandlung
versehen. Insbesondere kann die innere Seite der Grundplatte 4 eine fluiddichte Oberfläche
aufweisen und/oder lebensmittelecht bzw. UV-beständig ausgebildet sein.
[0058] Die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform des Kistenteiles 2 wird vorliegend als Serviertablett
verwendet, mit dem der Empfänger der Transportkiste nach Öffnen der Transportkiste
eine darin enthaltene Flasche 34 seinen Gästen servieren kann.
[0059] In einer nicht näher dargestellten Ausführungsform sind bevorzugt an einander zugewandten
Flächenbereichen, bevorzugt den Rahmen 16, 16' Positionierhilfen für die im Transportzustand
aufeinander zu setzenden Kistenteile 2, 2' vorgesehen. Dabei können auch die zum Arretieren
der Flaschen innerhalb des Aufnahmeraumes 8 verwendeten Halteteile (nicht dargestellt),
die in die Aufnahmen 14, 14' einsetzbar sind, als Positionierhilfen für die Kistenteile
2, 2' verwendet werden.
[0060] Wie Fig. 4 ferner zeigt, weisen die Kistenteile in ihrem Transportzustand an voneinander
abgewandten Flächenbereichen, nämlich den Außenseiten der Grundplatten, ein oder mehrere
Nuten 32, 32' auf. Die Nuten 32, 32' sind zur Aufnahme von die Kistenteile 2, 2' zueinander
arretierenden Sicherungsbändern, ebenfalls nicht gezeigt, eingerichtet.
[0061] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, weisen die Kistenteile in ihrem Transportzustand an voneinander
abgewandten Flächenbereichen ein oder mehrere Positionierhilfen 24 zum Stapeln der
Kistenteile 2, 2' übereinander auf. Die Positionierhilfe 24 ist auf der Außenseite
26 einer jeweiligen Grundplatte 4, 4' eines Kistenteiles 2, 2' als umlaufende Vertiefung
28 ausgebildet. Verbleibende Flächenbereiche stehen somit über die entlang des Randes
30 der Grundplatte 4, 4' verlaufende Vertiefung 28 hervor.
[0062] Beim "Ineinander"-Stapeln der Kistenteile 2, 2' übereinander, wobei die Innenseiten
der Kistenteile jeweils nach oben zeigen, bewirken die vorstehenden Flächenbereiche
an der Außenseite der Grundplatte 4 einen Formschluss mit dem Rahmen 16' des jeweils
darunter angeordneten Kistenteiles 2', siehe hierzu Fig. 5.
[0063] Wie Fig. 5 ferner verdeutlicht, sind die Griffteile 10, 10' an den Stirnseiten 14
jedes Kistenteiles 2, 2'ausgebildet, wobei insbesondere die Griffteile 10, 10' jeweils
in den Rahmen 16, 16' als Materialaussparungen ausgebildet sind. Die Materialaussparungen
12, 12' sind als abgesetzte Nut ausgebildet und erstrecken sich im Wesentlichen parallel
zu den Grundplatten 4, 4' der Kistenteile 2, 2'.
[0064] Wie Fig. 5 weiterhin zeigt, weisen die Rahmen 16, 16' der Kistenteile 2, 2' eine
unterschiedliche Höhe auf, wodurch die Trennungsebene der zu einer Transportkiste
1 zusammengesetzten Kistenteile 2, 2' zwar parallel zu den Grundplatten 4, 4' der
Transportkiste 1 verläuft, jedoch außermittig angeordnet ist. Die entsprechend ausgebildeten
Kistenteile 2, 2' weisen voneinander abweichende Gesamthöhen auf.
[0065] Die Erfindung ist in dem oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel exemplarisch
anhand einer Weinkiste erläutert worden. Wenngleich die Erfindung ihre Vorteile für
den Transport von Weinflaschen voll ausspielt, so ist die Erfindung keineswegs als
auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt anzusehen, sondern bietet sich für all jene
Konsumgüter an, die in den erfindungsgemäßen Transportkisten befördert werden können,
und deren Nutzer aufgrund der Wertigkeit und/oder Reputation der Konsumgüter potentielles
Interesse an einer Weiternutzung der Kistenteil im erfindungsgemäßen Sinn haben können.
Je höher die Wertigkeit der Konsumgüter ist, desto vielversprechender ist die Aussicht
auf Weiternutzung und damit eihergehend auf Steigerung der Nachhaltigkeit im Umgang
mit der Transportkiste.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Transportkiste
- 2, 2'
- Kistenteil
- 4, 4'
- Grundplatte
- 6
- Seitenwand
- 8
- Aufnahmeraum
- 10
- Griffteil
- 12, 12'
- Materialaussparung
- 14
- Stirnseite
- 16, 16'
- Rahmen
- 18, 18'
- Aufnahme
- 20
- Präsentationsfläche
- 22
- Druck
- 24
- Positionierhilfe
- 26
- Außenseite
- 28
- Vertiefung
- 30
- Rand
- 32, 32'
- Nut
- 34
- Konsumgut, beispielhaft Flasche
1. Transportkiste (1) für Konsumgüter, insbesondere für Lebens- oder Genussmittel, mit
zwei Grundplatten (4, 4') und einer sich zwischen den Grundplatten (4, 4') umlaufend
erstreckenden Seitenwand (6),
dadurch gekennzeichnet, dass die Transportkiste (1)
zwei Kistenteile (2, 2') aufweist, wobei wenigstens eines der beiden Kistenteile (2,
2')
a) als Serviertablett ausgebildet ist, oder
b) als Dekorationselement zum Aufhängen an einer Wand ausgebildet ist.
2. Transportkiste nach Anspruch 1,
wobei die Kistenteile (2, 2') dazu eingerichtet sind, in einem Transportzustand aneinander
anzuliegen und einen geschlossenen Aufnahmeraum (8) für das Konsumgut zu definieren,
und außerhalb des Transportzustandes mechanisch unabhängig voneinander sind.
3. Transportkiste nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Kistenteile (2, 2') erste und zweite Kistenteile (2, 2') sind, und die Transportkiste
(1) ein oder mehreren weitere Kistenteile aufweist, die in dem Transportzustand zwischen
dem ersten und zweiten Kistenteil (2, 2') angeordnet sind, um den geschlossenen Aufnahmeraum
(8) für das Konsumgut zu definieren.
4. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines, vorzugsweise beide der ersten und zweiten Kistenteile (2, 2') eine
Grundplatte (4, 4') und einen sich umlaufend um die Grundplatte (4, 4') herum erstreckenden
Rahmen (16, 16') aufweist, wobei der Rahmen (16, 16') auf wenigstens einer Seite von
der Grundplatte (4, 4') vorsteht und dazu eingerichtet ist, im Transportzustand der
Transportkiste (1) einen Teil der Seitenwand (6) auszubilden.
5. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (4, 4') wenigstens eines Kistenteiles (2, 2') auf ihrer im Transportzustand
inneren Seite eine fluiddichte und/oder lebensmittelechte
und/oder zumindest partiell UV-beständige Oberfläche und/oder eine Oberfläche mit
verminderter UV-Durchlässigkeit aufweist.
6. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (4, 4') wenigstens eines Kistenteiles (2, 2') auf ihrer im Transportzustand
inneren Seite eine Präsentationsfläche (20) aufweist.
7. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kistenteile (2, 2') aus Holz, einem Holzwerkstoff, Metall, einer Metalllegierung,
Kunststoff, CFK oder einer Kombination daraus ausgebildet sind.
8. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Kistenteile (2, 2') ein oder mehrere Griffteile (10, 10') aufweist,
wobei vorzugsweise die Griffteile (10, 10') an jeweils einer Stirnseite des Kistenteiles
(2, 2') als Materialaussparung (12, 12') in einer Außenseite (26) einer Seitenwand
(6) ausgebildet sind.
9. Transportkiste nach Anspruch 8,
wobei das oder die Kistenteile (2, 2') je Materialaussparung ein Griffelement aufweist,
das kraft- oder formschlüssig mit der Materialaussparung verbunden ist, und bevorzugt
an dem Rahmen (16, 16') nach außen am Kistenteil (2, 2') vorsteht.
10. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Aufnahmeraumes (8) ein oder mehrere Halteleisten als Arretierhilfe
für das Konsumgut im Aufnahmeraum (8) angeordnet sind,
wobei vorzugsweise die Halteleiste/Halteleisten in einer oder mehreren korrespondierenden
Aufnahmen (18, 18') auf der Innenseite zumindest eines der Kistenteile (2, 2') entnehmbar
angeordnet sind.
11. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kistenteile (2, 2') in ihrem Transportzustand an voneinander abgewandten Flächenbereichen
ein oder mehrere Positionierhilfen (24) zum Stapeln der Kistenteile (2, 2') übereinander
aufweisen,
wobei vorzugsweise als Positionierhilfe (24) eine auf der Außenseite der Grundplatte
(4, 4') ausgebildete umlaufende Vertiefung (28) vorgesehen ist.
12. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Kistenteile (2, 2') im Transportzustand ein oder mehrere Positionierhilfen
an einander zugewandten Flächenbereichen aufweisen, welche bevorzugt als Magneten
oder miteinander in Eingriff bringbare Rastelemente ausgebildet sind.
13. Transportkiste nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kistenteile (2, 2') an im Transportzustand voneinander abgewandten Flächenbereichen
eine oder mehrere Nuten (32, 32') aufweisen, welche zur Aufnahme von Sicherungsbändern
eingerichtet sind.
14. Verfahren zur Handhabung von Konsumgütern, insbesondere Lebens- und Genussmitteln,
in einer Transportkiste, umfassend die Schritte:
- Bereitstellen zweier Kistenteile für die Transportkiste, wobei wenigstens eines
der Kistenteile ein Serviertablett oder ein Dekorationselement zum Aufhängen an einer
Wand ist;
- Bestücken der Transportkiste mit dem Konsumgut,
- Verschließen der bestückten Transportkiste, indem die Kistenteile in ihre Transportstellung
gebracht werden, in der das Konsumgut zumindest teilweise von dem wenigstens einen
Serviertablett oder Dekorationselement eingeschlossen sind;
- Transportieren der Transportkiste,
- Öffnen der Transportkiste, indem die Kistenteile voneinander entfernt werden, und
- Bereitstellen des wenigstens einen Serviertabletts oder Dekorationselements zur
weiteren Verwendung.
15. Verwendung wenigstens eines Serviertabletts, und/oder eines Dekorationselements zum
Aufhängen an einer Wand, als Kistenteil (2,2') einer Transportkiste (1) für Konsumgüter,
insbesondere für Lebens- oder Genussmittel, wobei die Transportkiste zwei Grundplatten
(4, 4') und eine sich zwischen den Grundplatten (4, 4') umlaufend erstreckende Seitenwand
(6) aufweist, und insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist.