(19)
(11) EP 3 948 089 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.01.2025  Patentblatt  2025/05

(21) Anmeldenummer: 20712596.4

(22) Anmeldetag:  25.03.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 7/08(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
F24C 7/085
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2020/058392
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2020/200969 (08.10.2020 Gazette  2020/41)

(54)

HAUSHALTS-GARGERÄT MIT GARRAUMKAMERA UND VERFAHREN ZUM BETREIBEN

HOUSEHOLD COOKING APPLIANCE HAVING A COOKING CHAMBER CAMERA AND METHOD FOR OPERATION

APPAREIL MÉNAGER DE CUISSON MUNI D'UNE CAMÉRA D'ESPACE DE CUISSON ET PROCÉDÉ DE FONCTIONNEMENT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 05.04.2019 EP 19290021

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.02.2022  Patentblatt  2022/06

(73) Patentinhaber: BSH Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • ADAM, Julien
    67380 Lingolsheim (FR)
  • FLESCH, Sebastien
    67150 Gerstheim (FR)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2016/179424
WO-A2-2012/063135
KR-A- 20140 039 733
US-A1- 2007 246 453
WO-A1-2018/100956
CN-A- 108 919 721
KR-A- 20160 069 344
US-A1- 2014 199 455
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Haushalts-Gargerät, aufweisend einen durch eine Garraumwandung begrenzten Garraum und eine sich außerhalb des Garraums befindliche Garraumkamera zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum durch eine Durchsichtöffnung in der Garraumwandung, wobei die Garraumkamera mittels des Haushalts-Gargeräts bewegbar ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Haushaltsgeräts. Die Erfindung ist insbesondere vorteilhaft anwendbar auf Backöfen.

    [0002] WO 2015/185211 A2 offenbart ein Wärmebehandlungsüberwachungssystem, das ein Wärmebehandlungsgerät umfasst, das eine Wärmebehandlungskammer und mindestens eine Lichtquellenbefestigung zum Anbringen einer Lichtquelle zum Beleuchten der Innenseite der Wärmebehandlungskammer umfasst; und eine Überwachungsvorrichtung, die eine Kamera, eine Kamera-Lichtquelle und einen Montageteil umfasst, wobei der Montageteil angepasst ist, um lösbar an der Lichtquellenbefestigung befestigt zu werden.

    [0003] DE 10 2011 002 187 A1 offenbart ein Haushaltsgerät mit einem Behandlungsraum und einer den Behandlungsraum verschließenden Tür. Dem Behandlungsraum ist eine Kamera zugeordnet, die dazu geeignet und ausgebildet ist, aufgenommene Bilder aus dem Behandlungsraum an eine Anzeigeeinrichtung weiterzuleiten. Um die Kamera in dem Behandlungsraum, insbesondere bei Gargeräten, vor zu großer Hitze zu schützen, ist neben einer solchen Kamera bevorzugt eine Kühleinrichtung angeordnet. Eine solche Kühleinrichtung kann zum Beispiel durch einen neben der Kamera positionierten Zuluftstrom oder auch durch andere Kühleinrichtungen, wie zum Beispiel einem Peltierelement, zur Verfügung gestellt werden.

    [0004] WO 2009/138359 A2 offenbart ein Haushaltsgerät mit Bilderfassungsvorrichtung, insbesondere mit interner Bilderfassungsvorrichtung sowie ein Verfahren zum Erfassen eines internen Zustandes oder Betriebszustandes eines solchen Haushaltsgerätes. Ein Verfahren zur Reduzierung von thermisch bedingten Energieverlusten in einem zu öffnenden und zu schließenden Haushaltsgerät, insbesondere ein Kältegeräte oder Wärmegerät, mit einem Hohlraum, umfasst, dass in dem Haushaltsgerät ein thermodynamisches System aufnehmbar ist.

    [0005] KR 2016 0069344 A offenbart ein Haushalts-Gargerät in Form eines Mikrowellenofens, aufweisend einen durch eine Garraumwandung begrenzten Garraum und eine Garraumkamera zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum, wobei die Garraumkamera mittels des Haushalts-Gargeräts zwischen einer Ruheposition außerhalb des Garraums und einer Aufnahmeposition, in der sie sich teilweise innerhalb des Garraums, befindet, bewegbar ist. Das Haushalts-Gargerät ist dazu eingerichtet, während eines Betriebsablaufs die Garraumkamera zur Aufnahme eines Bilds aus der Ruheposition in die Aufnahmeposition zu bewegen und nach der Aufnahme zurück in die Ruheposition zu bewegen. Dabei wird die Kamera mit Öffnen einer Garraumtür aus einem Elektronikraum außerhalb des Garraums so in den Garraum bewegt, dass sie in diesen ragt und mit Schließen der Tür in den Elektronikraum zurückbewegt. Befindet sich die Kamera in dem Elektronikraum, ist eine Durchtrittsöffnung in der Garraumwandung, durch welche die Kamera geführt wird, durch eine Abdeckung verdeckt, um eine Beschädigung durch erhöhte Temperaturen und Wrasen zu verhindern. Die Kamera kann also in ihrer Ruheposition keine Bilder des Garraums aufnehmen. Diese Anordnung dient dazu, vor Beginn eines Garablaufs Bilder der Garraumwandung aufzunehmen, um deren Verschmutzungsgrad zu bestimmen und die Kamera während des Garablaufs zu ihrem Schutz während eines Garablaufs in der Ruhestellung zu halten.

    [0006] US 2007/246453 A1 offenbart ein Kochgerät, das einen Gerätekorpus mit einem Brenner aufweist, der einen Gegenstand erhitzt. An einer Seite des Gerätekorpus kann eine erste Bildaufnahmeeinheit vorhanden sein. Die erste Bildaufnahmeeinheit kann so konfiguriert sein, dass sie Bildinformationen erfasst, die einer vom Brenner erzeugten Wärmequelle entsprechen. Zusätzlich kann an einer Seite des Gerätekorpus ein Display vorgesehen sein, um die von der ersten Bildaufnahmeeinheit erfassten Bildinformationen anzuzeigen.

    [0007] WO 2018/100956 A1 offenbart ein Heizkochgerät umfassend eine Heizkammer, eine Kamera zum Erfassen des Inneren der Heizkammer , eine Speichereinheit zum Speichern von Bildern, die von der Kamera aufgenommen wurden, eine Tür, die geöffnet und geschlossen wird, wenn ein zu erhitzender Gegenstand in die Heizkammer gelegt wird, und eine Erkennungseinheit zum Erkennen des Öffnens und Schließens der Tür. Darüber hinaus umfasst das Heizkochgerät eine Erkennungseinheit , um aus einem in der Speichereinheit gespeicherten Bild Heizsteuerinformationen zu dem zu erhitzenden Gut zu erfassen. Die Erkennungseinheit ist so konfiguriert, dass sie innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters arbeitet, bevor die Tür geschlossen wird. Die Erkennungseinheit ist so konfiguriert, dass sie die Heizsteuerungsinformationen durch Auswahl eines aufgenommenen Bildes innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters aus den in der Speichereinheit gespeicherten Bildern erfasst.

    [0008] CN 108 919 721 A offenbart ein Kochgerät und ein Steuerungsverfahren dafür. Das Kochgerät umfasst einen Gerätekörper mit einer offenen Seite, einen Türkörper, der das offene Ende des Gerätekörpers abdeckt, eine Kamerabaugruppe und eine Antriebsbaugruppe, wobei der Gerätekörper mit einer Innenauskleidung versehen ist. Der Türkörper umfasst einen Türrahmen, ein im Türrahmen angeordnetes inneres Türblech und ein im Türrahmen angeordnetes äußeres Türblech. Das innere Türblech und das äußere Türblech sind beabstandet angeordnet. Zwischen dem inneren Türblech und dem äußeren Türblech wird ein Hohlraum gebildet. Die innere Türplatte besteht aus transparentem Material; die Kameraanordnung ist im Garraum angeordnet und kann durch die innere Türplatte auf Lebensmittel im Garraum schießen; und die Antriebsbaugruppe wird zum Antreiben der Kamerabaugruppe zum Auf- und Abwärtsfahren verwendet, um so die Höhe der Kamerabaugruppe zu ändern.

    [0009] WO 2016/179424 A1 offenbart einen Elektroofen, einschließlich einer Reihe von Sensoren im Garraum und eines Prozessors, der so konfiguriert ist, dass er Lebensmittel im Garraum anhand der Sensormessungen automatisch erkennt und das Heizelement automatisch basierend auf der Lebensmittelidentität betreibt.

    [0010] WO 2012/063135 A2 schlägt vor, ein gewerbliches Kochgerät mit einer digitalen optischen Lebensmittelerkennungseinrichtung auszustatten, die ein Bild des Lebensmittels aufnimmt.

    [0011] US 2014/199455 A1 offenbart ein Verfahren zum Garen eines Lebensmittels. Das Verfahren umfasst das Halten eines Lebensmittels mit mehreren Garflächen, das Bereitstellen eines Trockendampfstrahls aus einer Dampfdüse, das Bestimmen einer gezielten Teilmenge der Garflächen und das dynamische Bewegen des Lebensmittels oder der Dampfdüse, so dass der Trockendampfstrahl gezielt auf die gewünschte Teilmenge der Garflächen gerichtet wird.

    [0012] KR 2014 0039733 A offenbart einen Hauptkorpus, in dem ein Kühldach und ein Öffnungsteil ausgebildet sind; eine Tür, die im Öffnungsteil des Hauptkorpus montiert ist und den Garraum öffnet und schließt; und ein Kühlinformations-Sammelmodul, das in der Tür montiert ist, die Garinformationen von Lebensmitteln im inneren Teil des Garraums von dem äußeren Teil des Garraums sammelt und die Garinformationen der gesammelten Lebensmittel ausgibt. Außerdem kann die Temperatur der Lebensmittel überprüft werden, indem die Garinformationen der Lebensmittel im inneren Teil des Kochraums vom äußeren Teil des Garraums gesammelt werden und das Bild der Lebensmittel und die Temperatur der Lebensmittel angezeigt werden. Der Garprozess der Lebensmittel in einem Garraum kann in Echtzeit überprüft werden, ohne dass die Tür geöffnet/geschlossen zu werden braucht.

    [0013] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu überwinden und insbesondere eine preiswert umsetzbare, einfach montierbare, zuverlässige, langlebige und flexibel anpassbare Möglichkeit bereitzustellen, Bilder aus einem Garraum eines Haushalts-Gargeräts aufzunehmen.

    [0014] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der Zeichnungen.

    [0015] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Haushalts-Gargerät, aufweisend die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0016] Dieses Haushaltsgerät weist den Vorteil auf, dass es in der Ruheposition gut gegenüber thermischen Einflüssen aus dem Garraum schützbar ist und nur zur Aufnahme eines Bilds in die thermisch stärker belastende Aufnahmeposition bewegt wird. In der Aufnahmeposition erhält die Garraumkamera ein besseres Sichtfeld als in der Ruheposition. Somit wird im Vergleich zu einer dauerhaft im Bereich der Aufnahmeposition befindlichen Garraumkamera eine erheblich reduzierte thermische Belastung erreicht. Insbesondere wird bei diesem Haushaltsgerät die Garraumkamera also nicht nur dann in die thermisch günstigere, aber optisch ungünstigere Ruheposition gebracht, wenn z.B. eine kritische Garraumtemperatur erreicht wird. Vielmehr entspricht die Ruheposition einer "Normalposition", die von der Garraumkamera insbesondere nur - möglichst kurzzeitig - verlassen wird, um eine Aufnahme aus dem Garraum aufzunehmen. Die Garraumkamera befindet sich also üblicherweise meist in ihrer Ruheposition. Soll beispielsweise jede Minute ein Bild aus dem Garraum aufgenommen werden und benötigt die Aufnahme eines Bilds einschließlich Bewegung der Garraumkamera z.B. 12 Sekunden, befindet sich die Garraumkamera 80% ihrer Zeit in der thermisch vorteilhaften Ruheposition. In der Aufnahmeposition befindet sich die Garraumkamera insbesondere so nahe an der Durchsichtöffnung, dass die Durchsichtöffnung das Sichtfeld der Kamera nicht oder nicht merklich einschränkt.

    [0017] Im Vergleich zu Kameras, die dauerhaft von der Durchsichtöffnung beabstandet sind und deshalb entweder ein eingeschränktes Sichtfeld aufweisen oder denen zur Beibehaltung eines weiten Sichtfelds stationäre Linsen vorgeschaltet sind, ergibt sich der Vorteil, dass die Kamera in der Aufnahmeposition ein weites Sichtfeld auch ohne vorgeschaltete optische Elemente besitzt. Dies reduziert beispielsweise Bauteilkosten und Montagekosten (z.B. da keine Justage vorgeschalteter optischer Elemente benötigt wird) und ist besonders robust und langlebig. Zudem ist ein solches Kamerasystem besonders flexibel anwendbar, da es schnell und einfach an unterschiedliche Haushalts-Gargeräte anpassbar ist.

    [0018] Unter einem Garablauf wird ein Ablauf oder Prozess zum Behandeln von Gargut ("Garablauf") verstanden. Das Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum kann dann insbesondere dazu verwendet werden, einen Garfortschritt von in dem Garraum befindlichem Gargut festzustellen oder zu überwachen. Beispielsweise kann ein Bräunungsgrad und/oder eine Volumenänderung des Garguts überwacht werden.

    [0019] Es ist eine Weiterbildung, dass das Haushalts-Gargerät ein Backofen ist oder einen Backofen aufweist (z.B. ein Herd ist). Der Backofen kann zusätzlich eine Mikrowellenfunktion und/oder eine Dampfbehandlungsfunktion aufweisen. Das Haushalts-Gargerät kann aber auch ein eigenständiges Mikrowellengerät sein, ggf. mit zusätzlichem mindestens einem IR-Strahler oder Widerstandsheizelement. Speziell bei einem Backofen kann die Garraumwandung auch als Muffel bezeichnet werden.

    [0020] Es ist eine Weiterbildung, dass der Garraum eine insbesondere frontseitige Beschickungsöffnung aufweist, die mittels einer Tür verschließbar ist.

    [0021] Die Garraumkamera kann mindestens einen Bildsensor wie einen CCD-Chip aufweisen. Sie kann mindestens eine dem Bildsensor vorgeschaltete Primäroptik aufweisen. Die Primäroptik umfasst ein oder mehrere optische Elemente, z.B. ein oder mehrere Linsen, die Komponenten der Kamera darstellen und somit mit der Kamera mitbewegbar sind. Die Garraumkamera kann eine Komponente eines insbesondere gehausten Kameramoduls sein, das z.B. auch eine Kameraelektronik umfassen kann.

    [0022] Die Durchsichtöffnung kann an grundsätzlich beliebiger Stelle in der Garraumwandung angeordnet sein, z.B. an einer linken oder rechten Seitenwand des Garraums, im Bereich einer Decke des Garraums, am Übergang zwischen Wandungsbereichen usw. Allgemein kann das Haushaltsgerät ein oder mehrere solche Garraumkameras mit unterschiedlich positionierten Durchsichtöffnungen aufweisen.

    [0023] Es ist eine Weiterbildung, dass das Haushalts-Gargerät mindestens ein Antriebsmittel zur Bewegung der Garraumkamera aufweist, beispielsweise einen Elektromotor, einen Aktor (z.B. mindestens eine Piezoaktor) usw. Die Garraumkamera kann zu ihrer geführten Bewegung mit ein oder mehreren Führungen zusammenwirken, z.B. mit Schienen oder Längsnuten. Die Bewegung eines insbesondere mechanischen Antriebsmittels kann z.B. über eine entsprechende Kraft- oder Bewegungsübertragungseinrichtung auf die Kamera übertragen werden, ggf. hubübersetzt oder Hubuntersetzt. Die Bewegungsübertragungseinrichtung kann z.B. ein Zahnradgetriebe, einen Seilzug, ein Schraubgestänge usw. umfassen.

    [0024] Es ist eine Weiterbildung, dass die Kamera unmittelbar (d.h., ohne speziell vorgesehene Pause) nach Erreichen der Aufnahmeposition beginnt, ein Bild aufzunehmen. Es ist eine Weiterbildung, dass die Kamera unmittelbar nach Aufnahme eines Bilds oder einer zusammenhängenden Bildfolge zurück in die Ruheposition bewegt wird. Dies ergibt den Vorteil, dass eine Verweildauer in der Aufnahmeposition besonders kurz gehalten wird, was thermisch günstig ist.

    [0025] Die Bewegung der Kamera und das Auslösen einer Aufnahme eines Bilds durch die Kamera kann mittels einer Steuereinrichtung des Haushalts-Gargeräts vorgenommen werden, insbesondere einer zentralen Steuereinrichtung.

    [0026] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Garraumkamera in der Ruheposition weiter von dem Garraum entfernt ist als in der Aufnahmeposition. Dadurch lässt sich eine thermische Belastung der Garraumkamera in der Ruheposition besonders einfach umsetzen.

    [0027] Es ist eine zur besonders einfachen und kompakten Umsetzung der Kamerabewegung vorteilhafte Ausgestaltung, dass die Garraumkamera geradlinig zwischen der Ruheposition und der Aufnahmeposition bewegbar ist, insbesondere in einem rohrförmigen Kanal. Die Fahrbahn der Garraumkamera zwischen der Ruheposition und der Aufnahmeposition ist folglich eine geradlinige Fahrbahn.

    [0028] Alternativ oder zusätzlich kann die Garraumkamera seitlich oder lateral bewegt werden, so dass die Garraumkamera dann in der Ruheposition durch die Garraumwandung und gegebenenfalls durch eine die Garraumwandung umgebene Wärmeisolationsschicht von dem Garraum getrennt ist. Dazu kann die Garraumkamera nur lateral bewegt werden, oder sie kann in eine weiter von dem Garraum weiter entfernte Ruheposition verbracht werden, wobei die Garraumkamera dort zusätzlich gegenüber der Durchsichtöffnung seitlich versetzt ist. Dies kann beispielsweise durch eine gekrümmte Fahrbahn zwischen der Ruheposition und der Aufnahmeposition umgesetzt sein. Dabei kann sich der zusätzliche Vorteil ergeben, dass die Garraumkamera gegenüber der Durchsichtöffnung gedreht wird und so möglicherweise noch besser gegen durch die Durchsichtöffnung durchtretende Wärmestrahlung geschützt ist. Beispielsweise kann die gekrümmte Fahrbahn die Form eines Kreissektors oder eines ovalen Sektors annehmen.

    [0029] Es ist eine Ausgestaltung, dass der Bereich zwischen der Durchsichtöffnung und der Garraumkamera frei von feststehenden optischen Elementen ist. So wird der Vorteil erreicht, dass die Garraumkamera in ihrer Aufnahmeposition besonders nahe an die Durchsichtöffnung herangeführt werden kann und dadurch ein besonders breites Sichtfeld nutzen kann. Dabei kann, auch allgemein, die Durchsichtöffnung selbst von einer

    [0030] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Durchsichtöffnung mittels eines optisch transparenten Abdeckelements abgedeckt ist. So wird der Vorteil erreicht, dass die Garraumkamera noch besser gegen aus dem Garraum durch die Durchgangsöffnung ansonsten durchtretende Wärme (Wärmestrahlung und/oder Konvektionswärme) geschützt ist. Zum weiteren Schutz gegen ein Durchtreten von Wärmestrahlung oder Infrarotstrahlung kann das Abdeckelement eine im sichtbaren Bereich durchlässige, aber für Wärmestrahlung nicht oder nur wenig durchlässige IR-Schutzschicht (z.B. eine IR-Reflexionsschicht) aufweisen. Es ist eine Weiterbildung, dass das Abdeckelement aus Glas besteht, das vorteilhafterweise z.B. im Vergleich zu Kunststoff besonders widerstandsfähig ist.

    [0031] Es ist eine Weiterbildung, dass das Abdeckelement als nichtstrahlformendes Element, beispielsweise als Scheibe, ausgebildet ist.

    [0032] Es ist eine Weiterbildung, dass das Abdeckelement als strahlformendes optisches Element, beispielsweise als Linse, ausgebildet ist. Dadurch lässt sich das Sichtfeld der Garraumkamera mit einfachen Mitteln weiter verbessern. Beispielsweise kann das Abdeckelements eine das Sichtfeld der Garraumkamera aufweitende Linse sein. Vorteilhafterweise befindet sich zwischen dem als strahlformendes optisches Element ausgebildeten Abdeckelement und der Garraumkamera kein weiteres feststehendes optisches Element, wie bereits oben ausgeführt.

    [0033] Es ist eine Ausgestaltung, dass das Haushalts-Gargerät eine verschließbare Blende aufweist, die einen Einfall thermischer Strahlung durch die Durchsichtöffnung auf die Garraumkamera blockiert, wenn sich die Garraumkamera in der Ruheposition befindet, und ein Blickfeld der Garraumkamera freigibt, wenn sich die Garraumkamera in der Aufnahmeposition befindet. So kann eine thermische Beanspruchung der Garraumkamera in der Ruheposition noch weiter verringert werden.

    [0034] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Kamera zusätzlich drehbar oder rotierbar ist. So wird der Vorteil erreicht, dass die Orientierung der Kamera im Raum insbesondere in der Ruheposition so einstellbar ist, dass deren thermische Belastung noch weiter verringert werden kann. Beispielsweise kann die Kamera - insbesondere bei einer linearen Verschieblichkeit oder Bewegbarkeit - so gedreht werden, dass thermisch weniger anfällige Bereiche oder Flächen davon in Richtung der stärksten Wärmestrahlung gerichtet sind. In einer Weiterbildung kann die Kamera insbesondere in dieser Ausgestaltung, aber nicht darauf beschränkt, zumindest teilweise mit einer thermischen Schutzschicht belegt sein, z.B. mit einer IR-Reflexionsschicht, einer Wärmeisolierungsschicht und/oder einer thermisch besonders widerstandsfähigen Schicht. Die Kamera kann dann so gedreht werden, dass die thermische Schutzschicht in Richtung der stärksten Wärmestrahlung gerichtet ist. Die thermische Schutzschicht kann auch als Wärmeschild bezeichnet werden.

    [0035] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Haushalts-Gargeräts, aufweisend einen durch eine Garraumwandung begrenzten Garraum und eine sich außerhalb des Garraums befindliche Garraumkamera zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum durch eine Durchsichtöffnung in der Garraumwandung, wobei bei dem Verfahren während eines Garablaufs
    • die Garraumkamera aus einer thermisch weniger belasteten Ruheposition in eine näher zu der Durchsichtöffnung befindliche, thermisch stärker belastete Aufnahmeposition bewegt wird,
    • die Garraumkamera in der Aufnahmeposition zur Aufnahme eines Bilds ausgelöst wird und folgend
    • aus der Aufnahmeposition zurück in die Ruheposition bewegt wird.


    [0036] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Garraumkamera für jede Aufnahme eines Bilds aus der Ruheposition in die Aufnahmeposition und zurück in die Ruheposition bewegt wird. So wird eine Verweildauer in der Aufnahmeposition Vorteilhafterweise besonders gering gehalten. Diese Ausgestaltung kann speziell umfassen, dass die Garraumkamera in der Aufnahmeposition vor Rückkehr in die Ruheposition genau ein Bild aufnimmt. In anderen Worten kann die Garraumkamera für jedes einzelne Bild aus der Ruheposition in die Aufnahmeposition und zurück bewegt werden. Es ist jedoch grundsätzlich auch möglich, dass mittels der Garraumkamera in der Aufnahmeposition vor Rückkehr in die Ruheposition eine Bilderserie aufgenommen wird. Dabei liegen zwischen einzelnen Bildern der Bilderserie vorteilhafterweise nur geringe Zeitabstände. Insbesondere können die Bilder der Bilderserie dann unmittelbar aufeinanderfolgend (d. h., ohne dedizierte Pausen) aufgenommen werden.

    [0037] Es ist eine Weiterbildung, dass die Zeitdauer ("Verweildauer"), welche die Garraumkamera maximal ununterbrochen in der Aufnahmeposition verweilen darf, vorgegeben ist und die Garraumkamera spätestens mit Erreichen dieser Verweildauer zurück in die Ruheposition bewegt wird. Die Verweildauer kann in einer Weiterbildung abhängig von der eingestellten Soll-Garraumtemperatur oder der gemessenen Garraumtemperatur sein: je höher die Temperatur ist, desto geringer ist die maximale Verweildauer der Garraumkamera in der Aufnahmeposition. Auch ist es eine Weiterbildung, dass eine Zeitdauer ("Ruhedauer") der Garraumkamera in ihrer Ruheposition vorgegeben ist. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Garraumkamera eine bestimmte Zeit in der Ruheposition erhält, um abzukühlen. Auch die Ruhedauer kann in einer Weiterbildung abhängig von der eingestellten Soll-Garraumtemperatur oder der gemessenen Garraumtemperatur sein: je höher die Temperatur ist, desto länger dauert die Ruhedauer.

    [0038] Es ist eine Weiterbildung, dass die Garraumkamera zumindest in der Ruheposition gekühlt wird. Dazu können ein oder mehrere Kühleinrichtungen wie Kühlluftkanäle, Peltier-Elemente usw. im Bereich der Ruheposition vorgesehen sein.

    [0039] Es ist eine Ausgestaltung, dass dann, wenn ein Erreichen oder Überschreiten einer kritischen Garraumtemperatur festgestellt wird, ein Bewegen der Garraumkamera in die Aufnahmeposition verhindert wird. So wird ein weiterer Schutzmechanismus bereitgestellt, der ein Überhitzen der Garraumkamera verhindert.

    [0040] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden schematischen Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert wird.
    Fig.1
    zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Backofen im Bereich einer auf einer geradlinigen Fahrbahn bewegbaren Garraumkamera;
    Fig.2
    zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Backofen im Bereich einer auf einer gekrümmten Fahrbahn bewegbaren Garraumkamera und
    Fig.3
    zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Backofen im Bereich einer herkömmlichen Garraumkamera.


    [0041] Fig.3 zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Haushalts-Backofen 101 im Bereich einer herkömmlichen stationären Garraumkamera 102. Der Backofen 101 weist einen Garraum 103 auf, der durch eine Garraumwandung 104 begrenzt ist, von der hier ein Teil einer Seitenwand 105 und ein Teil einer Decke 106 eingezeichnet sind. In einem Übergangsbereich zwischen der Seitenwand 105 und der Decke 106 ist eine z.B. kreisförmige Durchsichtöffnung 107 in die Garraumwandung 104 eingebracht. Die Durchsichtöffnung 107 ist durch ein optisch transparentes Abdeckelement 108 abgedeckt, das dazu vorgesehen ist, einen Durchtritt von heißer Luft durch die Durchsichtöffnung 107 in einen dem Garraum 102 abgewandten Bereich des Backofens 101 zu verhindern.

    [0042] Auf der garraumabgewandten Seite hinter dem Abdeckelement 108 befindet sich die Garraumkamera 102. Sie ist unbeweglich bzw. stationär in dem Backofen 101 eingebaut und blickt auf die Durchsichtöffnung 107. Sie weist ferner zu ihrem thermischen Schutz einen merklichen Abstand zu dem Abdeckelement 108 auf. Dadurch wird eine thermische Belastung der Garraumkamera 102 aufgrund einer aus dem Garraum 102 durch das Abdeckelement 108 durchstrahlenden Wärmestrahlung und ggf. aufgrund einer Wärmeabgabe durch das Abdeckelement 108 selbst verringert.

    [0043] Zwischen der Garraumkamera 102 und dem Abdeckelement 108 befindet sich eine fest montierte oder feststehende Zwischenoptik, hier angedeutet durch die Linsen 109 und 110. Dieses bewirkt den Vorteil, dass ein aufgrund des Abstands zwischen der Garraumkamera 102 und dem Abdeckelement 108 eingeschränktes Sichtfeld der Garraumkamera 102 vergrößerbar ist. Auch können die Linsen 109 und 110 ggf. als thermische Abschirmelemente dienen.

    [0044] Nachteilig bei dem Backofen 101 ist unter anderem, dass die Linsen 109 und 110 gegeneinander und gegenüber der Garraumkamera 102 justiert werden müssen, um ein scharfes Bild zu erlangen. Dies wiederum erhöht eine Konstruktions- bzw. Designdauer als auch eine Einbaudauer und damit Montagekosten. Ferner erhöhen die Linsen 109 und 110 die Kosten für den Backofen 101.

    [0045] Fig.1 zeigt ein erfindungsgemäßes Haushalts-Gargerät in Form eines Backofens 1. Der Garraum 103 und die Garraumwandung 104-106 mit der Durchsichtöffnung 107 können wie in dem Backofen 101 ausgestaltet sein.

    [0046] Die Durchsichtöffnung 107 ist durch ein transparentes Abdeckelement in Form einer optisch nicht strahlformenden bzw. optisch neutralen Glasscheibe 2 abgedeckt. Die Glasscheibe 2 kann eine optisch transparente, aber IR-Strahlen blockierende (z.B. reflektierende) Schicht aufweisen.

    [0047] Auf der dem Garraum 103 abgewandten Seite der Garraumwandung 104 ist hinter der Glasscheibe 2 eine Kamera 3 in Form eines insbesondere gehausten Kameramoduls angeordnet. Die Kamera 3 kann beispielsweise einen Bildsensor 4, eine Elektronik zur Ansteuerung der Kamera 3 und/oder Bildverarbeitung und/oder ein Objektiv 5 mit einem oder mehreren optischen Elementen ("Primäroptiken") aufweisen.

    [0048] Die Kamera 3 ist automatisch zwischen einer weiter von der Durchsichtöffnung 107 entfernten Ruheposition RP und einer nahe an der Durchsichtöffnung 107 gelegenen Aufnahmeposition AP bewegbar. Insbesondere ist ein Abstand zwischen dem Objektiv 5 und der Abdeckscheibe 2 in der Aufnahmeposition AP minimal, so dass der Kamera 3 ein besonders großes Sichtfeld bereitgestellt wird. Dies wird insbesondere durch den Verzicht auf die beim Backofen 101 noch benötigte Zwischenoptik 109, 110 erreicht. Die Kamera 3 ist in der Aufnahmeposition AP aber im Vergleich zu der Ruheposition RP einer merklich höheren thermischen Belastung ausgesetzt ist. Durch den Verzicht auf die Zwischenoptik 109, 110 ist der Backofen 1 kostengünstiger und robuster als der Backofen 101.

    [0049] Um eine besonders geringe thermische Belastung der Kamera 3 mit einem weiten Sichtfeld kombinieren zu können, wird die Kamera 3 solange in der Ruheposition gehalten, bis mit ihr ein Bild aus dem Garraum 103 aufgenommen werden soll. Dann wird die Kamera 3 in die Aufnahmeposition AP bewegt oder verfahren, ein Bild oder eine schnelle Bildfolge aufgenommen und insbesondere unmittelbar danach wieder zurück in die Ruheposition RP bewegt oder verfahren. Die mittels der Kamera 3 im Verlauf eines Garablaufs aufgenommenen Bilder können zur Verfolgung zeitlicher Entwicklungen in dem Garraum 103 verwendet werden, beispielsweise zur Nachverfolgung oder Überwachung eines Bräunungsgrads oder einer Volumenänderung von Gargut während des Garablaufs.

    [0050] Die Kamera 3 wird hier rein beispielhaft geradlinig und insbesondere senkrecht zu der Durchsichtöffnung 107 bewegt. Jedoch kann die Kamera 3 alternativ z.B. auch einer gekrümmten Fahrbahn folgen.

    [0051] Zur Bewegung der Kamera 3 ist ein Motor 6 vorhanden, z.B. ein Elektromotor, dessen Antriebsbewegung in eine Bewegung des Kamera 3 umgesetzt wird, z.B. mittels eines entsprechenden Bewegungssystems (o. Abb.). Das Bewegungssystem kann allgemein z.B. eine Bewegungsübertragungseinrichtung (z.B. ein Zahnradgetriebe, ein Stangengetriebe, eine geschraubte Antriebsstange für einen Spindelantrieb, einen Seilzug usw.) aufweisen. Auch kann eine insbesondere mechanische Führung zur Vorgabe der Form der Fahrbahn der Kamera 3 vorhanden sein.

    [0052] Optional kann der Backofen 1 eine Blende 7 aufweisen, die einen Einfall thermischer Strahlung durch die Durchsichtöffnung 107 auf die Garraumkamera 3 blockiert, wenn sich die Garraumkamera 3 in der Ruheposition RP befindet.

    [0053] In einer Weiterbildung kann, z.B. durch die Steuereinrichtung, dann, wenn ein Erreichen oder Überschreiten einer kritischen Garraumtemperatur festgestellt wird, ein Bewegen der Garraumkamera 3 in die Aufnahmeposition AP verhindert werden.

    [0054] Fig.2 zeigt ein erfindungsgemäßes Haushalts-Gargerät in Form eines Backofens 8. Der Backofen 8 ist ähnlich zu dem Backofen 1 ausgebildet, wobei jedoch nun die Kamera 3 nicht auf einer geradlinigen Fahrbahn zwischen der Ruheposition RP und der Aufnahmeposition AP verfahrbar ist, wie durch den Doppelpfeil angedeutet, sondern auf einer gekrümmten Fahrbahn. Diese ist hier rein beispielhaft als ringsektorförmige Fahrbahn ausgebildet. Dies ergibt den Vorteil, dass die Kamera 3 in einen Bereich hinter einer - insbesondere auch in dem Backofen 1 vorhandenen - garraumabgewandten Wärmeisolierung 9 verfahrbar ist, was vorteilhafterweise eine weitere Verringerung der thermischen Belastung der Kamera 3 ergeben kann.


    Ansprüche

    1. Haushalts-Gargerät (1), aufweisend einen durch eine Garraumwandung 104-106) begrenzten Garraum (103), gekennzeichnet durch
    eine sich außerhalb des Garraums (103) befindliche Garraumkamera (3) zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum (103) durch eine Durchsichtöffnung (107) in der Garraumwandung (104-106), wobei

    - die Garraumkamera (3) mittels des Haushalts-Gargeräts (1) zwischen einer Ruheposition (RP) und einer Aufnahmeposition (AP) bewegbar ist,

    - die Garraumkamera (3) in der Aufnahmeposition (AP) dem Garraum thermisch stärker ausgesetzt ist als in der Ruheposition (RP) und

    - das Haushalts-Gargerät (1) dazu eingerichtet ist, während eines Garablaufs die Garraumkamera (3) zur Aufnahme eines Bilds aus der Ruheposition (RP) in die Aufnahmeposition (AP) zu bewegen und nach der Aufnahme zurück in die Ruheposition (RP) zu bewegen.


     
    2. Haushalts-Gargerät (1) nach Anspruch 1, wobei die Garraumkamera (3) in der Ruheposition (RP) weiter von dem Garraum (103) entfernt ist als in der Aufnahmeposition (AP).
     
    3. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Bereich zwischen der Durchsichtöffnung (107) und der Garraumkamera (3) frei von feststehenden optischen Elementen ist.
     
    4. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Garraumkamera (3) geradlinig zwischen der Ruheposition (RP) und der Aufnahmeposition (AP) bewegbar ist.
     
    5. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Garraumkamera (3) auf einer gekrümmtem Fahrbahn zwischen der Ruheposition (RP) und der Aufnahmeposition (AP) bewegbar ist.
     
    6. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchsichtöffnung (107) mittels eines optisch transparenten Abdeckelements (2) abgedeckt ist.
     
    7. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haushalts-Gargerät (1) eine verschließbare Blende (7) aufweist, die einen Einfall thermischer Strahlung durch die Durchsichtöffnung (107) auf die Garraumkamera (3) blockiert, wenn sich die Garraumkamera (3) in der Ruheposition (RP) befindet, und ein Blickfeld der Garraumkamera (3) freigibt, wenn sich die Garraumkamera (3) in der Aufnahmeposition (AP) befindet.
     
    8. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kamera (3) drehbar ist.
     
    9. Verfahren zum Betreiben eines Haushalts-Gargeräts (1), aufweisend einen durch eine Garraumwandung (104-106) begrenzten Garraum (103) und eine sich außerhalb des Garraums (103) befindliche Garraumkamera (3) zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum (103) durch eine Durchsichtöffnung (107) in der Garraumwandung (104-106), wobei bei dem Verfahren während eines Garablaufs

    - die Garraumkamera (3) aus einer thermisch weniger belasteten Ruheposition (RP) in eine näher zu der Durchsichtöffnung (107) befindliche, thermisch stärker belastete Aufnahmeposition (AP) bewegt wird,

    - die Garraumkamera (3) in der Aufnahmeposition (AP) zur Aufnahme eines Bilds ausgelöst wird und folgend

    - aus der Aufnahmeposition (AP) zurück in die Ruheposition (RP) bewegt wird.


     
    10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Garraumkamera (3) für jede Aufnahme eines Bilds aus der Ruheposition (RP) in die Aufnahmeposition (AP) und zurück in die Ruheposition (RP) bewegt wird.
     
    11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 10, bei dem dann, wenn ein Erreichen oder Überschreiten einer kritischen Garraumtemperatur festgestellt wird, ein Bewegen der Garraumkamera (3) in die Aufnahmeposition (AP) verhindert wird.
     
    12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei dem eine Verweildauer, in welche die Garraumkamera (3) maximal ununterbrochen in der Aufnahmeposition (AP) verweilen darf, vorgegeben ist und die Garraumkamera (3) spätestens mit Erreichen dieser Verweildauer zurück in die Ruheposition (RP) bewegt wird.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Verweildauer abhängig von der eingestellten Soll-Garraumtemperatur oder der gemessenen Garraumtemperatur ist.
     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, bei dem eine Ruhedauer der Garraumkamera (3) in ihrer Ruheposition (RP) vorgegeben ist.
     


    Claims

    1. Household cooking appliance (1) having a cooking chamber (103), delimited by a cooking chamber wall (104 - 106), characterised by a cooking chamber camera (3) located outside of the cooking chamber (103), for capturing images from the cooking chamber (103) through a viewing opening (107) in the cooking chamber wall (104 - 106), wherein

    - the cooking chamber camera (3) is movable by the household cooking appliance (1) between a resting position (RP) and a capturing position (AP),

    - the cooking chamber camera (3) is subject to more heat from the cooking chamber in the capturing position (AP) than in the resting position (RP) and

    - the household cooking appliance (1) is designed to move the cooking chamber camera (3) during an operating sequence, in order to capture an image, from the resting position (RP) into the capturing position (AP) and back into the resting position (RP) after the capture.


     
    2. Household cooking appliance (1) according to claim 1, wherein in the resting position (RP) the cooking chamber camera (3) is moved further away from the cooking chamber (103) than in the capturing position (AP).
     
    3. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein the region between the viewing opening (107) and the cooking chamber camera (3) is free of fixed optical elements.
     
    4. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein the cooking chamber camera (3) is movable in a rectilinear manner between the resting position (RP) and the capturing position (AP).
     
    5. Household cooking appliance (1) according to one of claims 1 to 3, wherein the cooking chamber camera (3) is movable on a curved track between the resting position (RP) and the capturing position (AP).
     
    6. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein the viewing opening (107) is covered by means of an optically transparent cover element (2).
     
    7. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein the household cooking appliance (1) has a closable screen (7) which blocks an incidence of thermal radiation through the viewing opening (107) onto the cooking chamber camera (3) when the cooking chamber camera (3) is in the resting position (RP), and opens up a field of view of the cooking chamber camera (3) when the cooking chamber camera (3) is in the capturing position (AP).
     
    8. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein the camera (3) is able to be turned.
     
    9. Method for operating a household cooking appliance (1) having a cooking chamber (103), delimited by a cooking chamber wall (104 - 106), and a cooking chamber camera (3) located outside of the cooking chamber (103), for capturing images from the cooking chamber (103) through a viewing opening (107) in the cooking chamber wall (104 - 106), wherein in the method, during an operating sequence

    - the cooking chamber camera (3) is moved from a resting position (RP) subject to less thermal stress, into a capturing position (RP) located closer to the viewing opening (107) and subject to greater thermal stress,

    - the cooking chamber camera (3) is triggered to capture an image in the capturing position (AP) and then

    - is moved from the capturing position (AP) back into the resting position (RP).


     
    10. Method according to claim 9, wherein for each capture of an image the cooking chamber camera (3) is moved from the resting position (RP) into the capturing position (AP) and back into the resting position (RP).
     
    11. Method according to one of claims 9 to 10, wherein when it is established that a critical cooking chamber temperature is reached or exceeded, a movement of the cooking chamber camera (3) into the capturing position (AP) is prevented.
     
    12. Method according to one of claims 9 to 11, in which a dwell time, in which the cooking chamber camera (3) is permitted to stay for a maximum time uninterrupted in the capturing position (AP) and the cooking chamber camera (3) is moved back into the resting position (RP) at the latest when this dwell time is reached.
     
    13. Method according to claim 12, in which the dwell time is dependent on the adjusted target cooking chamber temperature or the measured cooking chamber temperature.
     
    14. Method according to one of claims 9 to 13, in which a resting duration of the cooking chamber camera (3) in its resting position (RP) is predetermined.
     


    Revendications

    1. Appareil de cuisson ménager (1) comprenant un espace de cuisson (103) délimité par une paroi d'espace de cuisson (104-106), caractérisé par une caméra d'espace de cuisson (3) se trouvant à l'extérieur de l'espace de cuisson (103) pour la prise d'images de l'espace de cuisson (103) à travers un orifice de visualisation (107) dans la paroi d'espace de cuisson (104-106), dans lequel

    - la caméra d'espace de cuisson (3) est déplaçable au moyen de l'appareil de cuisson ménager (1) entre une position de repos (RP) et une position de prise de vue (AP),

    - la caméra d'espace de cuisson (3) est plus exposée thermiquement à l'espace de cuisson dans la position de prise de vue (AP) que dans la position de repos (RP) et

    - l'appareil de cuisson ménager (1) est aménagé pour déplacer la caméra d'espace de cuisson (3) de la position de repos (RP) dans la position de prise de vue (AP) pendant un déroulement de cuisson pour la prise d'une image et pour la ramener à la position de repos (RP) après la prise de vue.


     
    2. Appareil de cuisson ménager (1) selon la revendication 1, dans lequel la caméra d'espace de cuisson (3) est plus éloignée de l'espace de cuisson (103) dans la position de repos (RP) que dans la position de prise de vue (AP).
     
    3. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la zone entre l'orifice de visualisation (107) et la caméra d'espace de cuisson (3) est exempte d'éléments optiques fixes.
     
    4. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la caméra d'espace de cuisson (3) est déplaçable en ligne droite entre la position de repos (RP) et la position de prise de vue (AP).
     
    5. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel la caméra d'espace de cuisson (3) est déplaçable sur une trajectoire incurvée entre la position de repos (RP) et la position de prise de vue (AP).
     
    6. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'orifice de visualisation (107) est couvert au moyen d'un élément de couverture optiquement transparent (2).
     
    7. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'appareil de cuisson ménager (1) présente un bandeau obturable (7) qui bloque une incidence de rayonnement thermique à travers l'orifice de visualisation (107) sur la caméra d'espace de cuisson (3) lorsque la caméra d'espace de cuisson (3) se trouve dans la position de repos (RP) et libère un champ de vision de la caméra d'espace de cuisson (3) lorsque la caméra d'espace de cuisson (3) se trouve dans la position de prise de vue (AP).
     
    8. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la caméra (3) est rotative.
     
    9. Procédé d'exploitation d'un appareil de cuisson ménager (1), présentant un espace de cuisson (103) délimité par une paroi d'espace de cuisson (104-106) et une caméra d'espace de cuisson (3) se trouvant à l'extérieur de l'espace de cuisson (103) pour la prise d'images de l'espace de cuisson (103) à travers un orifice de visualisation (107) dans la paroi d'espace de cuisson (104-106), dans lequel, pendant un déroulement de cuisson

    - la caméra d'espace de cuisson (3) est déplacée d'une position de repos (RP) moins sollicitée thermiquement à une position de prise de vue (AP) plus sollicitée thermiquement, située plus près de l'orifice de visualisation (107),

    - la caméra d'espace de cuisson (3) est déclenchée dans la position de prise de vue (AP) pour la prise d'une image et ensuite

    - est déplacée de la position de prise de vue (AP) à la position de repos (RP).


     
    10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel la caméra d'espace de cuisson (3) est déplacée de la position de repos (RP) à la position de prise de vue (AP) et de nouveau à la position de repos (RP) à chaque prise d'une image.
     
    11. Procédé selon l'une des revendications 9 à 10, dans lequel, lorsqu'une atteinte ou un dépassement d'une température d'espace de cuisson critique est constaté(e), un déplacement de la caméra (3) d'espace de cuisson dans la position de prise de vue (AP) est empêché.
     
    12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, dans lequel une durée, pendant laquelle la caméra d'espace de cuisson (3) peut rester au maximum de façon ininterrompue dans la position de prise de vue (AP), est prédéfinie et la caméra d'espace de cuisson (3) est ramenée dans la position de repos (RP) au plus tard à l'atteinte de cette durée.
     
    13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel la durée dépend de la température d'espace de cuisson de consigne réglée ou de la température d'espace de cuisson mesurée.
     
    14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13, dans lequel une durée de repos de la caméra d'espace de cuisson (3) est prédéfinie dans sa position de repos (RP).
     




    Zeichnung











    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente