[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushalts-Gargerät, aufweisend einen durch eine Garraumwandung
begrenzten Garraum und eine sich außerhalb des Garraums befindliche Garraumkamera
zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum durch eine Durchsichtöffnung in der Garraumwandung,
wobei die Garraumkamera mittels des Haushalts-Gargeräts bewegbar ist. Die Erfindung
betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Haushaltsgeräts. Die Erfindung
ist insbesondere vorteilhaft anwendbar auf Backöfen.
[0002] WO 2015/185211 A2 offenbart ein Wärmebehandlungsüberwachungssystem, das ein Wärmebehandlungsgerät umfasst,
das eine Wärmebehandlungskammer und mindestens eine Lichtquellenbefestigung zum Anbringen
einer Lichtquelle zum Beleuchten der Innenseite der Wärmebehandlungskammer umfasst;
und eine Überwachungsvorrichtung, die eine Kamera, eine Kamera-Lichtquelle und einen
Montageteil umfasst, wobei der Montageteil angepasst ist, um lösbar an der Lichtquellenbefestigung
befestigt zu werden.
[0003] DE 10 2011 002 187 A1 offenbart ein Haushaltsgerät mit einem Behandlungsraum und einer den Behandlungsraum
verschließenden Tür. Dem Behandlungsraum ist eine Kamera zugeordnet, die dazu geeignet
und ausgebildet ist, aufgenommene Bilder aus dem Behandlungsraum an eine Anzeigeeinrichtung
weiterzuleiten. Um die Kamera in dem Behandlungsraum, insbesondere bei Gargeräten,
vor zu großer Hitze zu schützen, ist neben einer solchen Kamera bevorzugt eine Kühleinrichtung
angeordnet. Eine solche Kühleinrichtung kann zum Beispiel durch einen neben der Kamera
positionierten Zuluftstrom oder auch durch andere Kühleinrichtungen, wie zum Beispiel
einem Peltierelement, zur Verfügung gestellt werden.
[0004] WO 2009/138359 A2 offenbart ein Haushaltsgerät mit Bilderfassungsvorrichtung, insbesondere mit interner
Bilderfassungsvorrichtung sowie ein Verfahren zum Erfassen eines internen Zustandes
oder Betriebszustandes eines solchen Haushaltsgerätes. Ein Verfahren zur Reduzierung
von thermisch bedingten Energieverlusten in einem zu öffnenden und zu schließenden
Haushaltsgerät, insbesondere ein Kältegeräte oder Wärmegerät, mit einem Hohlraum,
umfasst, dass in dem Haushaltsgerät ein thermodynamisches System aufnehmbar ist.
[0005] KR 2016 0069344 A offenbart ein Haushalts-Gargerät in Form eines Mikrowellenofens, aufweisend einen
durch eine Garraumwandung begrenzten Garraum und eine Garraumkamera zum Aufnehmen
von Bildern aus dem Garraum, wobei die Garraumkamera mittels des Haushalts-Gargeräts
zwischen einer Ruheposition außerhalb des Garraums und einer Aufnahmeposition, in
der sie sich teilweise innerhalb des Garraums, befindet, bewegbar ist. Das Haushalts-Gargerät
ist dazu eingerichtet, während eines Betriebsablaufs die Garraumkamera zur Aufnahme
eines Bilds aus der Ruheposition in die Aufnahmeposition zu bewegen und nach der Aufnahme
zurück in die Ruheposition zu bewegen. Dabei wird die Kamera mit Öffnen einer Garraumtür
aus einem Elektronikraum außerhalb des Garraums so in den Garraum bewegt, dass sie
in diesen ragt und mit Schließen der Tür in den Elektronikraum zurückbewegt. Befindet
sich die Kamera in dem Elektronikraum, ist eine Durchtrittsöffnung in der Garraumwandung,
durch welche die Kamera geführt wird, durch eine Abdeckung verdeckt, um eine Beschädigung
durch erhöhte Temperaturen und Wrasen zu verhindern. Die Kamera kann also in ihrer
Ruheposition keine Bilder des Garraums aufnehmen. Diese Anordnung dient dazu, vor
Beginn eines Garablaufs Bilder der Garraumwandung aufzunehmen, um deren Verschmutzungsgrad
zu bestimmen und die Kamera während des Garablaufs zu ihrem Schutz während eines Garablaufs
in der Ruhestellung zu halten.
[0006] US 2007/246453 A1 offenbart ein Kochgerät, das einen Gerätekorpus mit einem Brenner aufweist, der einen
Gegenstand erhitzt. An einer Seite des Gerätekorpus kann eine erste Bildaufnahmeeinheit
vorhanden sein. Die erste Bildaufnahmeeinheit kann so konfiguriert sein, dass sie
Bildinformationen erfasst, die einer vom Brenner erzeugten Wärmequelle entsprechen.
Zusätzlich kann an einer Seite des Gerätekorpus ein Display vorgesehen sein, um die
von der ersten Bildaufnahmeeinheit erfassten Bildinformationen anzuzeigen.
[0007] WO 2018/100956 A1 offenbart ein Heizkochgerät umfassend eine Heizkammer, eine Kamera zum Erfassen des
Inneren der Heizkammer , eine Speichereinheit zum Speichern von Bildern, die von der
Kamera aufgenommen wurden, eine Tür, die geöffnet und geschlossen wird, wenn ein zu
erhitzender Gegenstand in die Heizkammer gelegt wird, und eine Erkennungseinheit zum
Erkennen des Öffnens und Schließens der Tür. Darüber hinaus umfasst das Heizkochgerät
eine Erkennungseinheit , um aus einem in der Speichereinheit gespeicherten Bild Heizsteuerinformationen
zu dem zu erhitzenden Gut zu erfassen. Die Erkennungseinheit ist so konfiguriert,
dass sie innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters arbeitet, bevor die Tür geschlossen
wird. Die Erkennungseinheit ist so konfiguriert, dass sie die Heizsteuerungsinformationen
durch Auswahl eines aufgenommenen Bildes innerhalb des vorgeschriebenen Zeitfensters
aus den in der Speichereinheit gespeicherten Bildern erfasst.
[0008] CN 108 919 721 A offenbart ein Kochgerät und ein Steuerungsverfahren dafür. Das Kochgerät umfasst
einen Gerätekörper mit einer offenen Seite, einen Türkörper, der das offene Ende des
Gerätekörpers abdeckt, eine Kamerabaugruppe und eine Antriebsbaugruppe, wobei der
Gerätekörper mit einer Innenauskleidung versehen ist. Der Türkörper umfasst einen
Türrahmen, ein im Türrahmen angeordnetes inneres Türblech und ein im Türrahmen angeordnetes
äußeres Türblech. Das innere Türblech und das äußere Türblech sind beabstandet angeordnet.
Zwischen dem inneren Türblech und dem äußeren Türblech wird ein Hohlraum gebildet.
Die innere Türplatte besteht aus transparentem Material; die Kameraanordnung ist im
Garraum angeordnet und kann durch die innere Türplatte auf Lebensmittel im Garraum
schießen; und die Antriebsbaugruppe wird zum Antreiben der Kamerabaugruppe zum Auf-
und Abwärtsfahren verwendet, um so die Höhe der Kamerabaugruppe zu ändern.
[0009] WO 2016/179424 A1 offenbart einen Elektroofen, einschließlich einer Reihe von Sensoren im Garraum und
eines Prozessors, der so konfiguriert ist, dass er Lebensmittel im Garraum anhand
der Sensormessungen automatisch erkennt und das Heizelement automatisch basierend
auf der Lebensmittelidentität betreibt.
[0010] WO 2012/063135 A2 schlägt vor, ein gewerbliches Kochgerät mit einer digitalen optischen Lebensmittelerkennungseinrichtung
auszustatten, die ein Bild des Lebensmittels aufnimmt.
[0011] US 2014/199455 A1 offenbart ein Verfahren zum Garen eines Lebensmittels. Das Verfahren umfasst das
Halten eines Lebensmittels mit mehreren Garflächen, das Bereitstellen eines Trockendampfstrahls
aus einer Dampfdüse, das Bestimmen einer gezielten Teilmenge der Garflächen und das
dynamische Bewegen des Lebensmittels oder der Dampfdüse, so dass der Trockendampfstrahl
gezielt auf die gewünschte Teilmenge der Garflächen gerichtet wird.
[0012] KR 2014 0039733 A offenbart einen Hauptkorpus, in dem ein Kühldach und ein Öffnungsteil ausgebildet
sind; eine Tür, die im Öffnungsteil des Hauptkorpus montiert ist und den Garraum öffnet
und schließt; und ein Kühlinformations-Sammelmodul, das in der Tür montiert ist, die
Garinformationen von Lebensmitteln im inneren Teil des Garraums von dem äußeren Teil
des Garraums sammelt und die Garinformationen der gesammelten Lebensmittel ausgibt.
Außerdem kann die Temperatur der Lebensmittel überprüft werden, indem die Garinformationen
der Lebensmittel im inneren Teil des Kochraums vom äußeren Teil des Garraums gesammelt
werden und das Bild der Lebensmittel und die Temperatur der Lebensmittel angezeigt
werden. Der Garprozess der Lebensmittel in einem Garraum kann in Echtzeit überprüft
werden, ohne dass die Tür geöffnet/geschlossen zu werden braucht.
[0013] Es ist die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise
zu überwinden und insbesondere eine preiswert umsetzbare, einfach montierbare, zuverlässige,
langlebige und flexibel anpassbare Möglichkeit bereitzustellen, Bilder aus einem Garraum
eines Haushalts-Gargeräts aufzunehmen.
[0014] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche, der Beschreibung und der
Zeichnungen.
[0015] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Haushalts-Gargerät, aufweisend die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst.
[0016] Dieses Haushaltsgerät weist den Vorteil auf, dass es in der Ruheposition gut gegenüber
thermischen Einflüssen aus dem Garraum schützbar ist und nur zur Aufnahme eines Bilds
in die thermisch stärker belastende Aufnahmeposition bewegt wird. In der Aufnahmeposition
erhält die Garraumkamera ein besseres Sichtfeld als in der Ruheposition. Somit wird
im Vergleich zu einer dauerhaft im Bereich der Aufnahmeposition befindlichen Garraumkamera
eine erheblich reduzierte thermische Belastung erreicht. Insbesondere wird bei diesem
Haushaltsgerät die Garraumkamera also nicht nur dann in die thermisch günstigere,
aber optisch ungünstigere Ruheposition gebracht, wenn z.B. eine kritische Garraumtemperatur
erreicht wird. Vielmehr entspricht die Ruheposition einer "Normalposition", die von
der Garraumkamera insbesondere nur - möglichst kurzzeitig - verlassen wird, um eine
Aufnahme aus dem Garraum aufzunehmen. Die Garraumkamera befindet sich also üblicherweise
meist in ihrer Ruheposition. Soll beispielsweise jede Minute ein Bild aus dem Garraum
aufgenommen werden und benötigt die Aufnahme eines Bilds einschließlich Bewegung der
Garraumkamera z.B. 12 Sekunden, befindet sich die Garraumkamera 80% ihrer Zeit in
der thermisch vorteilhaften Ruheposition. In der Aufnahmeposition befindet sich die
Garraumkamera insbesondere so nahe an der Durchsichtöffnung, dass die Durchsichtöffnung
das Sichtfeld der Kamera nicht oder nicht merklich einschränkt.
[0017] Im Vergleich zu Kameras, die dauerhaft von der Durchsichtöffnung beabstandet sind
und deshalb entweder ein eingeschränktes Sichtfeld aufweisen oder denen zur Beibehaltung
eines weiten Sichtfelds stationäre Linsen vorgeschaltet sind, ergibt sich der Vorteil,
dass die Kamera in der Aufnahmeposition ein weites Sichtfeld auch ohne vorgeschaltete
optische Elemente besitzt. Dies reduziert beispielsweise Bauteilkosten und Montagekosten
(z.B. da keine Justage vorgeschalteter optischer Elemente benötigt wird) und ist besonders
robust und langlebig. Zudem ist ein solches Kamerasystem besonders flexibel anwendbar,
da es schnell und einfach an unterschiedliche Haushalts-Gargeräte anpassbar ist.
[0018] Unter einem Garablauf wird ein Ablauf oder Prozess zum Behandeln von Gargut ("Garablauf")
verstanden. Das Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum kann dann insbesondere dazu
verwendet werden, einen Garfortschritt von in dem Garraum befindlichem Gargut festzustellen
oder zu überwachen. Beispielsweise kann ein Bräunungsgrad und/oder eine Volumenänderung
des Garguts überwacht werden.
[0019] Es ist eine Weiterbildung, dass das Haushalts-Gargerät ein Backofen ist oder einen
Backofen aufweist (z.B. ein Herd ist). Der Backofen kann zusätzlich eine Mikrowellenfunktion
und/oder eine Dampfbehandlungsfunktion aufweisen. Das Haushalts-Gargerät kann aber
auch ein eigenständiges Mikrowellengerät sein, ggf. mit zusätzlichem mindestens einem
IR-Strahler oder Widerstandsheizelement. Speziell bei einem Backofen kann die Garraumwandung
auch als Muffel bezeichnet werden.
[0020] Es ist eine Weiterbildung, dass der Garraum eine insbesondere frontseitige Beschickungsöffnung
aufweist, die mittels einer Tür verschließbar ist.
[0021] Die Garraumkamera kann mindestens einen Bildsensor wie einen CCD-Chip aufweisen.
Sie kann mindestens eine dem Bildsensor vorgeschaltete Primäroptik aufweisen. Die
Primäroptik umfasst ein oder mehrere optische Elemente, z.B. ein oder mehrere Linsen,
die Komponenten der Kamera darstellen und somit mit der Kamera mitbewegbar sind. Die
Garraumkamera kann eine Komponente eines insbesondere gehausten Kameramoduls sein,
das z.B. auch eine Kameraelektronik umfassen kann.
[0022] Die Durchsichtöffnung kann an grundsätzlich beliebiger Stelle in der Garraumwandung
angeordnet sein, z.B. an einer linken oder rechten Seitenwand des Garraums, im Bereich
einer Decke des Garraums, am Übergang zwischen Wandungsbereichen usw. Allgemein kann
das Haushaltsgerät ein oder mehrere solche Garraumkameras mit unterschiedlich positionierten
Durchsichtöffnungen aufweisen.
[0023] Es ist eine Weiterbildung, dass das Haushalts-Gargerät mindestens ein Antriebsmittel
zur Bewegung der Garraumkamera aufweist, beispielsweise einen Elektromotor, einen
Aktor (z.B. mindestens eine Piezoaktor) usw. Die Garraumkamera kann zu ihrer geführten
Bewegung mit ein oder mehreren Führungen zusammenwirken, z.B. mit Schienen oder Längsnuten.
Die Bewegung eines insbesondere mechanischen Antriebsmittels kann z.B. über eine entsprechende
Kraft- oder Bewegungsübertragungseinrichtung auf die Kamera übertragen werden, ggf.
hubübersetzt oder Hubuntersetzt. Die Bewegungsübertragungseinrichtung kann z.B. ein
Zahnradgetriebe, einen Seilzug, ein Schraubgestänge usw. umfassen.
[0024] Es ist eine Weiterbildung, dass die Kamera unmittelbar (d.h., ohne speziell vorgesehene
Pause) nach Erreichen der Aufnahmeposition beginnt, ein Bild aufzunehmen. Es ist eine
Weiterbildung, dass die Kamera unmittelbar nach Aufnahme eines Bilds oder einer zusammenhängenden
Bildfolge zurück in die Ruheposition bewegt wird. Dies ergibt den Vorteil, dass eine
Verweildauer in der Aufnahmeposition besonders kurz gehalten wird, was thermisch günstig
ist.
[0025] Die Bewegung der Kamera und das Auslösen einer Aufnahme eines Bilds durch die Kamera
kann mittels einer Steuereinrichtung des Haushalts-Gargeräts vorgenommen werden, insbesondere
einer zentralen Steuereinrichtung.
[0026] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Garraumkamera in der Ruheposition weiter von
dem Garraum entfernt ist als in der Aufnahmeposition. Dadurch lässt sich eine thermische
Belastung der Garraumkamera in der Ruheposition besonders einfach umsetzen.
[0027] Es ist eine zur besonders einfachen und kompakten Umsetzung der Kamerabewegung vorteilhafte
Ausgestaltung, dass die Garraumkamera geradlinig zwischen der Ruheposition und der
Aufnahmeposition bewegbar ist, insbesondere in einem rohrförmigen Kanal. Die Fahrbahn
der Garraumkamera zwischen der Ruheposition und der Aufnahmeposition ist folglich
eine geradlinige Fahrbahn.
[0028] Alternativ oder zusätzlich kann die Garraumkamera seitlich oder lateral bewegt werden,
so dass die Garraumkamera dann in der Ruheposition durch die Garraumwandung und gegebenenfalls
durch eine die Garraumwandung umgebene Wärmeisolationsschicht von dem Garraum getrennt
ist. Dazu kann die Garraumkamera nur lateral bewegt werden, oder sie kann in eine
weiter von dem Garraum weiter entfernte Ruheposition verbracht werden, wobei die Garraumkamera
dort zusätzlich gegenüber der Durchsichtöffnung seitlich versetzt ist. Dies kann beispielsweise
durch eine gekrümmte Fahrbahn zwischen der Ruheposition und der Aufnahmeposition umgesetzt
sein. Dabei kann sich der zusätzliche Vorteil ergeben, dass die Garraumkamera gegenüber
der Durchsichtöffnung gedreht wird und so möglicherweise noch besser gegen durch die
Durchsichtöffnung durchtretende Wärmestrahlung geschützt ist. Beispielsweise kann
die gekrümmte Fahrbahn die Form eines Kreissektors oder eines ovalen Sektors annehmen.
[0029] Es ist eine Ausgestaltung, dass der Bereich zwischen der Durchsichtöffnung und der
Garraumkamera frei von feststehenden optischen Elementen ist. So wird der Vorteil
erreicht, dass die Garraumkamera in ihrer Aufnahmeposition besonders nahe an die Durchsichtöffnung
herangeführt werden kann und dadurch ein besonders breites Sichtfeld nutzen kann.
Dabei kann, auch allgemein, die Durchsichtöffnung selbst von einer
[0030] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Durchsichtöffnung mittels eines optisch transparenten
Abdeckelements abgedeckt ist. So wird der Vorteil erreicht, dass die Garraumkamera
noch besser gegen aus dem Garraum durch die Durchgangsöffnung ansonsten durchtretende
Wärme (Wärmestrahlung und/oder Konvektionswärme) geschützt ist. Zum weiteren Schutz
gegen ein Durchtreten von Wärmestrahlung oder Infrarotstrahlung kann das Abdeckelement
eine im sichtbaren Bereich durchlässige, aber für Wärmestrahlung nicht oder nur wenig
durchlässige IR-Schutzschicht (z.B. eine IR-Reflexionsschicht) aufweisen. Es ist eine
Weiterbildung, dass das Abdeckelement aus Glas besteht, das vorteilhafterweise z.B.
im Vergleich zu Kunststoff besonders widerstandsfähig ist.
[0031] Es ist eine Weiterbildung, dass das Abdeckelement als nichtstrahlformendes Element,
beispielsweise als Scheibe, ausgebildet ist.
[0032] Es ist eine Weiterbildung, dass das Abdeckelement als strahlformendes optisches Element,
beispielsweise als Linse, ausgebildet ist. Dadurch lässt sich das Sichtfeld der Garraumkamera
mit einfachen Mitteln weiter verbessern. Beispielsweise kann das Abdeckelements eine
das Sichtfeld der Garraumkamera aufweitende Linse sein. Vorteilhafterweise befindet
sich zwischen dem als strahlformendes optisches Element ausgebildeten Abdeckelement
und der Garraumkamera kein weiteres feststehendes optisches Element, wie bereits oben
ausgeführt.
[0033] Es ist eine Ausgestaltung, dass das Haushalts-Gargerät eine verschließbare Blende
aufweist, die einen Einfall thermischer Strahlung durch die Durchsichtöffnung auf
die Garraumkamera blockiert, wenn sich die Garraumkamera in der Ruheposition befindet,
und ein Blickfeld der Garraumkamera freigibt, wenn sich die Garraumkamera in der Aufnahmeposition
befindet. So kann eine thermische Beanspruchung der Garraumkamera in der Ruheposition
noch weiter verringert werden.
[0034] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Kamera zusätzlich drehbar oder rotierbar ist.
So wird der Vorteil erreicht, dass die Orientierung der Kamera im Raum insbesondere
in der Ruheposition so einstellbar ist, dass deren thermische Belastung noch weiter
verringert werden kann. Beispielsweise kann die Kamera - insbesondere bei einer linearen
Verschieblichkeit oder Bewegbarkeit - so gedreht werden, dass thermisch weniger anfällige
Bereiche oder Flächen davon in Richtung der stärksten Wärmestrahlung gerichtet sind.
In einer Weiterbildung kann die Kamera insbesondere in dieser Ausgestaltung, aber
nicht darauf beschränkt, zumindest teilweise mit einer thermischen Schutzschicht belegt
sein, z.B. mit einer IR-Reflexionsschicht, einer Wärmeisolierungsschicht und/oder
einer thermisch besonders widerstandsfähigen Schicht. Die Kamera kann dann so gedreht
werden, dass die thermische Schutzschicht in Richtung der stärksten Wärmestrahlung
gerichtet ist. Die thermische Schutzschicht kann auch als Wärmeschild bezeichnet werden.
[0035] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Haushalts-Gargeräts,
aufweisend einen durch eine Garraumwandung begrenzten Garraum und eine sich außerhalb
des Garraums befindliche Garraumkamera zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum durch
eine Durchsichtöffnung in der Garraumwandung, wobei bei dem Verfahren während eines
Garablaufs
- die Garraumkamera aus einer thermisch weniger belasteten Ruheposition in eine näher
zu der Durchsichtöffnung befindliche, thermisch stärker belastete Aufnahmeposition
bewegt wird,
- die Garraumkamera in der Aufnahmeposition zur Aufnahme eines Bilds ausgelöst wird
und folgend
- aus der Aufnahmeposition zurück in die Ruheposition bewegt wird.
[0036] Es ist eine Ausgestaltung, dass die Garraumkamera für jede Aufnahme eines Bilds aus
der Ruheposition in die Aufnahmeposition und zurück in die Ruheposition bewegt wird.
So wird eine Verweildauer in der Aufnahmeposition Vorteilhafterweise besonders gering
gehalten. Diese Ausgestaltung kann speziell umfassen, dass die Garraumkamera in der
Aufnahmeposition vor Rückkehr in die Ruheposition genau ein Bild aufnimmt. In anderen
Worten kann die Garraumkamera für jedes einzelne Bild aus der Ruheposition in die
Aufnahmeposition und zurück bewegt werden. Es ist jedoch grundsätzlich auch möglich,
dass mittels der Garraumkamera in der Aufnahmeposition vor Rückkehr in die Ruheposition
eine Bilderserie aufgenommen wird. Dabei liegen zwischen einzelnen Bildern der Bilderserie
vorteilhafterweise nur geringe Zeitabstände. Insbesondere können die Bilder der Bilderserie
dann unmittelbar aufeinanderfolgend (d. h., ohne dedizierte Pausen) aufgenommen werden.
[0037] Es ist eine Weiterbildung, dass die Zeitdauer ("Verweildauer"), welche die Garraumkamera
maximal ununterbrochen in der Aufnahmeposition verweilen darf, vorgegeben ist und
die Garraumkamera spätestens mit Erreichen dieser Verweildauer zurück in die Ruheposition
bewegt wird. Die Verweildauer kann in einer Weiterbildung abhängig von der eingestellten
Soll-Garraumtemperatur oder der gemessenen Garraumtemperatur sein: je höher die Temperatur
ist, desto geringer ist die maximale Verweildauer der Garraumkamera in der Aufnahmeposition.
Auch ist es eine Weiterbildung, dass eine Zeitdauer ("Ruhedauer") der Garraumkamera
in ihrer Ruheposition vorgegeben ist. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die
Garraumkamera eine bestimmte Zeit in der Ruheposition erhält, um abzukühlen. Auch
die Ruhedauer kann in einer Weiterbildung abhängig von der eingestellten Soll-Garraumtemperatur
oder der gemessenen Garraumtemperatur sein: je höher die Temperatur ist, desto länger
dauert die Ruhedauer.
[0038] Es ist eine Weiterbildung, dass die Garraumkamera zumindest in der Ruheposition gekühlt
wird. Dazu können ein oder mehrere Kühleinrichtungen wie Kühlluftkanäle, Peltier-Elemente
usw. im Bereich der Ruheposition vorgesehen sein.
[0039] Es ist eine Ausgestaltung, dass dann, wenn ein Erreichen oder Überschreiten einer
kritischen Garraumtemperatur festgestellt wird, ein Bewegen der Garraumkamera in die
Aufnahmeposition verhindert wird. So wird ein weiterer Schutzmechanismus bereitgestellt,
der ein Überhitzen der Garraumkamera verhindert.
[0040] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie
die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich
im Zusammenhang mit der folgenden schematischen Beschreibung eines Ausführungsbeispiels,
das im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert wird.
- Fig.1
- zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Backofen
im Bereich einer auf einer geradlinigen Fahrbahn bewegbaren Garraumkamera;
- Fig.2
- zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Backofen
im Bereich einer auf einer gekrümmten Fahrbahn bewegbaren Garraumkamera und
- Fig.3
- zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Backofen
im Bereich einer herkömmlichen Garraumkamera.
[0041] Fig.3 zeigt als Schnittdarstellung in Seitenansicht einen Ausschnitt aus einem Haushalts-Backofen
101 im Bereich einer herkömmlichen stationären Garraumkamera 102. Der Backofen 101
weist einen Garraum 103 auf, der durch eine Garraumwandung 104 begrenzt ist, von der
hier ein Teil einer Seitenwand 105 und ein Teil einer Decke 106 eingezeichnet sind.
In einem Übergangsbereich zwischen der Seitenwand 105 und der Decke 106 ist eine z.B.
kreisförmige Durchsichtöffnung 107 in die Garraumwandung 104 eingebracht. Die Durchsichtöffnung
107 ist durch ein optisch transparentes Abdeckelement 108 abgedeckt, das dazu vorgesehen
ist, einen Durchtritt von heißer Luft durch die Durchsichtöffnung 107 in einen dem
Garraum 102 abgewandten Bereich des Backofens 101 zu verhindern.
[0042] Auf der garraumabgewandten Seite hinter dem Abdeckelement 108 befindet sich die Garraumkamera
102. Sie ist unbeweglich bzw. stationär in dem Backofen 101 eingebaut und blickt auf
die Durchsichtöffnung 107. Sie weist ferner zu ihrem thermischen Schutz einen merklichen
Abstand zu dem Abdeckelement 108 auf. Dadurch wird eine thermische Belastung der Garraumkamera
102 aufgrund einer aus dem Garraum 102 durch das Abdeckelement 108 durchstrahlenden
Wärmestrahlung und ggf. aufgrund einer Wärmeabgabe durch das Abdeckelement 108 selbst
verringert.
[0043] Zwischen der Garraumkamera 102 und dem Abdeckelement 108 befindet sich eine fest
montierte oder feststehende Zwischenoptik, hier angedeutet durch die Linsen 109 und
110. Dieses bewirkt den Vorteil, dass ein aufgrund des Abstands zwischen der Garraumkamera
102 und dem Abdeckelement 108 eingeschränktes Sichtfeld der Garraumkamera 102 vergrößerbar
ist. Auch können die Linsen 109 und 110 ggf. als thermische Abschirmelemente dienen.
[0044] Nachteilig bei dem Backofen 101 ist unter anderem, dass die Linsen 109 und 110 gegeneinander
und gegenüber der Garraumkamera 102 justiert werden müssen, um ein scharfes Bild zu
erlangen. Dies wiederum erhöht eine Konstruktions- bzw. Designdauer als auch eine
Einbaudauer und damit Montagekosten. Ferner erhöhen die Linsen 109 und 110 die Kosten
für den Backofen 101.
[0045] Fig.1 zeigt ein erfindungsgemäßes Haushalts-Gargerät in Form eines Backofens 1. Der Garraum
103 und die Garraumwandung 104-106 mit der Durchsichtöffnung 107 können wie in dem
Backofen 101 ausgestaltet sein.
[0046] Die Durchsichtöffnung 107 ist durch ein transparentes Abdeckelement in Form einer
optisch nicht strahlformenden bzw. optisch neutralen Glasscheibe 2 abgedeckt. Die
Glasscheibe 2 kann eine optisch transparente, aber IR-Strahlen blockierende (z.B.
reflektierende) Schicht aufweisen.
[0047] Auf der dem Garraum 103 abgewandten Seite der Garraumwandung 104 ist hinter der Glasscheibe
2 eine Kamera 3 in Form eines insbesondere gehausten Kameramoduls angeordnet. Die
Kamera 3 kann beispielsweise einen Bildsensor 4, eine Elektronik zur Ansteuerung der
Kamera 3 und/oder Bildverarbeitung und/oder ein Objektiv 5 mit einem oder mehreren
optischen Elementen ("Primäroptiken") aufweisen.
[0048] Die Kamera 3 ist automatisch zwischen einer weiter von der Durchsichtöffnung 107
entfernten Ruheposition RP und einer nahe an der Durchsichtöffnung 107 gelegenen Aufnahmeposition
AP bewegbar. Insbesondere ist ein Abstand zwischen dem Objektiv 5 und der Abdeckscheibe
2 in der Aufnahmeposition AP minimal, so dass der Kamera 3 ein besonders großes Sichtfeld
bereitgestellt wird. Dies wird insbesondere durch den Verzicht auf die beim Backofen
101 noch benötigte Zwischenoptik 109, 110 erreicht. Die Kamera 3 ist in der Aufnahmeposition
AP aber im Vergleich zu der Ruheposition RP einer merklich höheren thermischen Belastung
ausgesetzt ist. Durch den Verzicht auf die Zwischenoptik 109, 110 ist der Backofen
1 kostengünstiger und robuster als der Backofen 101.
[0049] Um eine besonders geringe thermische Belastung der Kamera 3 mit einem weiten Sichtfeld
kombinieren zu können, wird die Kamera 3 solange in der Ruheposition gehalten, bis
mit ihr ein Bild aus dem Garraum 103 aufgenommen werden soll. Dann wird die Kamera
3 in die Aufnahmeposition AP bewegt oder verfahren, ein Bild oder eine schnelle Bildfolge
aufgenommen und insbesondere unmittelbar danach wieder zurück in die Ruheposition
RP bewegt oder verfahren. Die mittels der Kamera 3 im Verlauf eines Garablaufs aufgenommenen
Bilder können zur Verfolgung zeitlicher Entwicklungen in dem Garraum 103 verwendet
werden, beispielsweise zur Nachverfolgung oder Überwachung eines Bräunungsgrads oder
einer Volumenänderung von Gargut während des Garablaufs.
[0050] Die Kamera 3 wird hier rein beispielhaft geradlinig und insbesondere senkrecht zu
der Durchsichtöffnung 107 bewegt. Jedoch kann die Kamera 3 alternativ z.B. auch einer
gekrümmten Fahrbahn folgen.
[0051] Zur Bewegung der Kamera 3 ist ein Motor 6 vorhanden, z.B. ein Elektromotor, dessen
Antriebsbewegung in eine Bewegung des Kamera 3 umgesetzt wird, z.B. mittels eines
entsprechenden Bewegungssystems (o. Abb.). Das Bewegungssystem kann allgemein z.B.
eine Bewegungsübertragungseinrichtung (z.B. ein Zahnradgetriebe, ein Stangengetriebe,
eine geschraubte Antriebsstange für einen Spindelantrieb, einen Seilzug usw.) aufweisen.
Auch kann eine insbesondere mechanische Führung zur Vorgabe der Form der Fahrbahn
der Kamera 3 vorhanden sein.
[0052] Optional kann der Backofen 1 eine Blende 7 aufweisen, die einen Einfall thermischer
Strahlung durch die Durchsichtöffnung 107 auf die Garraumkamera 3 blockiert, wenn
sich die Garraumkamera 3 in der Ruheposition RP befindet.
[0053] In einer Weiterbildung kann, z.B. durch die Steuereinrichtung, dann, wenn ein Erreichen
oder Überschreiten einer kritischen Garraumtemperatur festgestellt wird, ein Bewegen
der Garraumkamera 3 in die Aufnahmeposition AP verhindert werden.
[0054] Fig.2 zeigt ein erfindungsgemäßes Haushalts-Gargerät in Form eines Backofens 8. Der Backofen
8 ist ähnlich zu dem Backofen 1 ausgebildet, wobei jedoch nun die Kamera 3 nicht auf
einer geradlinigen Fahrbahn zwischen der Ruheposition RP und der Aufnahmeposition
AP verfahrbar ist, wie durch den Doppelpfeil angedeutet, sondern auf einer gekrümmten
Fahrbahn. Diese ist hier rein beispielhaft als ringsektorförmige Fahrbahn ausgebildet.
Dies ergibt den Vorteil, dass die Kamera 3 in einen Bereich hinter einer - insbesondere
auch in dem Backofen 1 vorhandenen - garraumabgewandten Wärmeisolierung 9 verfahrbar
ist, was vorteilhafterweise eine weitere Verringerung der thermischen Belastung der
Kamera 3 ergeben kann.
1. Haushalts-Gargerät (1), aufweisend einen durch eine Garraumwandung 104-106) begrenzten
Garraum (103),
gekennzeichnet durch
eine sich außerhalb des Garraums (103) befindliche Garraumkamera (3) zum Aufnehmen
von Bildern aus dem Garraum (103) durch eine Durchsichtöffnung (107) in der Garraumwandung
(104-106), wobei
- die Garraumkamera (3) mittels des Haushalts-Gargeräts (1) zwischen einer Ruheposition
(RP) und einer Aufnahmeposition (AP) bewegbar ist,
- die Garraumkamera (3) in der Aufnahmeposition (AP) dem Garraum thermisch stärker
ausgesetzt ist als in der Ruheposition (RP) und
- das Haushalts-Gargerät (1) dazu eingerichtet ist, während eines Garablaufs die Garraumkamera
(3) zur Aufnahme eines Bilds aus der Ruheposition (RP) in die Aufnahmeposition (AP)
zu bewegen und nach der Aufnahme zurück in die Ruheposition (RP) zu bewegen.
2. Haushalts-Gargerät (1) nach Anspruch 1, wobei die Garraumkamera (3) in der Ruheposition
(RP) weiter von dem Garraum (103) entfernt ist als in der Aufnahmeposition (AP).
3. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Bereich
zwischen der Durchsichtöffnung (107) und der Garraumkamera (3) frei von feststehenden
optischen Elementen ist.
4. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Garraumkamera
(3) geradlinig zwischen der Ruheposition (RP) und der Aufnahmeposition (AP) bewegbar
ist.
5. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Garraumkamera (3)
auf einer gekrümmtem Fahrbahn zwischen der Ruheposition (RP) und der Aufnahmeposition
(AP) bewegbar ist.
6. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Durchsichtöffnung
(107) mittels eines optisch transparenten Abdeckelements (2) abgedeckt ist.
7. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Haushalts-Gargerät
(1) eine verschließbare Blende (7) aufweist, die einen Einfall thermischer Strahlung
durch die Durchsichtöffnung (107) auf die Garraumkamera (3) blockiert, wenn sich die
Garraumkamera (3) in der Ruheposition (RP) befindet, und ein Blickfeld der Garraumkamera
(3) freigibt, wenn sich die Garraumkamera (3) in der Aufnahmeposition (AP) befindet.
8. Haushalts-Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kamera (3)
drehbar ist.
9. Verfahren zum Betreiben eines Haushalts-Gargeräts (1), aufweisend einen durch eine
Garraumwandung (104-106) begrenzten Garraum (103) und eine sich außerhalb des Garraums
(103) befindliche Garraumkamera (3) zum Aufnehmen von Bildern aus dem Garraum (103)
durch eine Durchsichtöffnung (107) in der Garraumwandung (104-106), wobei bei dem
Verfahren während eines Garablaufs
- die Garraumkamera (3) aus einer thermisch weniger belasteten Ruheposition (RP) in
eine näher zu der Durchsichtöffnung (107) befindliche, thermisch stärker belastete
Aufnahmeposition (AP) bewegt wird,
- die Garraumkamera (3) in der Aufnahmeposition (AP) zur Aufnahme eines Bilds ausgelöst
wird und folgend
- aus der Aufnahmeposition (AP) zurück in die Ruheposition (RP) bewegt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Garraumkamera (3) für jede Aufnahme eines Bilds
aus der Ruheposition (RP) in die Aufnahmeposition (AP) und zurück in die Ruheposition
(RP) bewegt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 10, bei dem dann, wenn ein Erreichen oder
Überschreiten einer kritischen Garraumtemperatur festgestellt wird, ein Bewegen der
Garraumkamera (3) in die Aufnahmeposition (AP) verhindert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, bei dem eine Verweildauer, in welche
die Garraumkamera (3) maximal ununterbrochen in der Aufnahmeposition (AP) verweilen
darf, vorgegeben ist und die Garraumkamera (3) spätestens mit Erreichen dieser Verweildauer
zurück in die Ruheposition (RP) bewegt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Verweildauer abhängig von der eingestellten
Soll-Garraumtemperatur oder der gemessenen Garraumtemperatur ist.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, bei dem eine Ruhedauer der Garraumkamera
(3) in ihrer Ruheposition (RP) vorgegeben ist.
1. Household cooking appliance (1) having a cooking chamber (103), delimited by a cooking
chamber wall (104 - 106),
characterised by a cooking chamber camera (3) located outside of the cooking chamber (103), for capturing
images from the cooking chamber (103) through a viewing opening (107) in the cooking
chamber wall (104 - 106), wherein
- the cooking chamber camera (3) is movable by the household cooking appliance (1)
between a resting position (RP) and a capturing position (AP),
- the cooking chamber camera (3) is subject to more heat from the cooking chamber
in the capturing position (AP) than in the resting position (RP) and
- the household cooking appliance (1) is designed to move the cooking chamber camera
(3) during an operating sequence, in order to capture an image, from the resting position
(RP) into the capturing position (AP) and back into the resting position (RP) after
the capture.
2. Household cooking appliance (1) according to claim 1, wherein in the resting position
(RP) the cooking chamber camera (3) is moved further away from the cooking chamber
(103) than in the capturing position (AP).
3. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein
the region between the viewing opening (107) and the cooking chamber camera (3) is
free of fixed optical elements.
4. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein
the cooking chamber camera (3) is movable in a rectilinear manner between the resting
position (RP) and the capturing position (AP).
5. Household cooking appliance (1) according to one of claims 1 to 3, wherein the cooking
chamber camera (3) is movable on a curved track between the resting position (RP)
and the capturing position (AP).
6. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein
the viewing opening (107) is covered by means of an optically transparent cover element
(2).
7. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein
the household cooking appliance (1) has a closable screen (7) which blocks an incidence
of thermal radiation through the viewing opening (107) onto the cooking chamber camera
(3) when the cooking chamber camera (3) is in the resting position (RP), and opens
up a field of view of the cooking chamber camera (3) when the cooking chamber camera
(3) is in the capturing position (AP).
8. Household cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, wherein
the camera (3) is able to be turned.
9. Method for operating a household cooking appliance (1) having a cooking chamber (103),
delimited by a cooking chamber wall (104 - 106), and a cooking chamber camera (3)
located outside of the cooking chamber (103), for capturing images from the cooking
chamber (103) through a viewing opening (107) in the cooking chamber wall (104 - 106),
wherein in the method, during an operating sequence
- the cooking chamber camera (3) is moved from a resting position (RP) subject to
less thermal stress, into a capturing position (RP) located closer to the viewing
opening (107) and subject to greater thermal stress,
- the cooking chamber camera (3) is triggered to capture an image in the capturing
position (AP) and then
- is moved from the capturing position (AP) back into the resting position (RP).
10. Method according to claim 9, wherein for each capture of an image the cooking chamber
camera (3) is moved from the resting position (RP) into the capturing position (AP)
and back into the resting position (RP).
11. Method according to one of claims 9 to 10, wherein when it is established that a critical
cooking chamber temperature is reached or exceeded, a movement of the cooking chamber
camera (3) into the capturing position (AP) is prevented.
12. Method according to one of claims 9 to 11, in which a dwell time, in which the cooking
chamber camera (3) is permitted to stay for a maximum time uninterrupted in the capturing
position (AP) and the cooking chamber camera (3) is moved back into the resting position
(RP) at the latest when this dwell time is reached.
13. Method according to claim 12, in which the dwell time is dependent on the adjusted
target cooking chamber temperature or the measured cooking chamber temperature.
14. Method according to one of claims 9 to 13, in which a resting duration of the cooking
chamber camera (3) in its resting position (RP) is predetermined.
1. Appareil de cuisson ménager (1) comprenant un espace de cuisson (103) délimité par
une paroi d'espace de cuisson (104-106),
caractérisé par une caméra d'espace de cuisson (3) se trouvant à l'extérieur de l'espace de cuisson
(103) pour la prise d'images de l'espace de cuisson (103) à travers un orifice de
visualisation (107) dans la paroi d'espace de cuisson (104-106), dans lequel
- la caméra d'espace de cuisson (3) est déplaçable au moyen de l'appareil de cuisson
ménager (1) entre une position de repos (RP) et une position de prise de vue (AP),
- la caméra d'espace de cuisson (3) est plus exposée thermiquement à l'espace de cuisson
dans la position de prise de vue (AP) que dans la position de repos (RP) et
- l'appareil de cuisson ménager (1) est aménagé pour déplacer la caméra d'espace de
cuisson (3) de la position de repos (RP) dans la position de prise de vue (AP) pendant
un déroulement de cuisson pour la prise d'une image et pour la ramener à la position
de repos (RP) après la prise de vue.
2. Appareil de cuisson ménager (1) selon la revendication 1, dans lequel la caméra d'espace
de cuisson (3) est plus éloignée de l'espace de cuisson (103) dans la position de
repos (RP) que dans la position de prise de vue (AP).
3. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
la zone entre l'orifice de visualisation (107) et la caméra d'espace de cuisson (3)
est exempte d'éléments optiques fixes.
4. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
la caméra d'espace de cuisson (3) est déplaçable en ligne droite entre la position
de repos (RP) et la position de prise de vue (AP).
5. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel
la caméra d'espace de cuisson (3) est déplaçable sur une trajectoire incurvée entre
la position de repos (RP) et la position de prise de vue (AP).
6. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'orifice de visualisation (107) est couvert au moyen d'un élément de couverture optiquement
transparent (2).
7. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'appareil de cuisson ménager (1) présente un bandeau obturable (7) qui bloque une
incidence de rayonnement thermique à travers l'orifice de visualisation (107) sur
la caméra d'espace de cuisson (3) lorsque la caméra d'espace de cuisson (3) se trouve
dans la position de repos (RP) et libère un champ de vision de la caméra d'espace
de cuisson (3) lorsque la caméra d'espace de cuisson (3) se trouve dans la position
de prise de vue (AP).
8. Appareil de cuisson ménager (1) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
la caméra (3) est rotative.
9. Procédé d'exploitation d'un appareil de cuisson ménager (1), présentant un espace
de cuisson (103) délimité par une paroi d'espace de cuisson (104-106) et une caméra
d'espace de cuisson (3) se trouvant à l'extérieur de l'espace de cuisson (103) pour
la prise d'images de l'espace de cuisson (103) à travers un orifice de visualisation
(107) dans la paroi d'espace de cuisson (104-106), dans lequel, pendant un déroulement
de cuisson
- la caméra d'espace de cuisson (3) est déplacée d'une position de repos (RP) moins
sollicitée thermiquement à une position de prise de vue (AP) plus sollicitée thermiquement,
située plus près de l'orifice de visualisation (107),
- la caméra d'espace de cuisson (3) est déclenchée dans la position de prise de vue
(AP) pour la prise d'une image et ensuite
- est déplacée de la position de prise de vue (AP) à la position de repos (RP).
10. Procédé selon la revendication 9, dans lequel la caméra d'espace de cuisson (3) est
déplacée de la position de repos (RP) à la position de prise de vue (AP) et de nouveau
à la position de repos (RP) à chaque prise d'une image.
11. Procédé selon l'une des revendications 9 à 10, dans lequel, lorsqu'une atteinte ou
un dépassement d'une température d'espace de cuisson critique est constaté(e), un
déplacement de la caméra (3) d'espace de cuisson dans la position de prise de vue
(AP) est empêché.
12. Procédé selon l'une des revendications 9 à 11, dans lequel une durée, pendant laquelle
la caméra d'espace de cuisson (3) peut rester au maximum de façon ininterrompue dans
la position de prise de vue (AP), est prédéfinie et la caméra d'espace de cuisson
(3) est ramenée dans la position de repos (RP) au plus tard à l'atteinte de cette
durée.
13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel la durée dépend de la température d'espace
de cuisson de consigne réglée ou de la température d'espace de cuisson mesurée.
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13, dans lequel une durée de repos de la
caméra d'espace de cuisson (3) est prédéfinie dans sa position de repos (RP).