[0001] Die Erfindung betrifft ein Abfangnetz für eine Abfangvorrichtung, insbesondere zum
Abfangen von unbemannten Flugobjekten, mit einem Auffangbereich, der mehrere Netzmaschen
aufweist, die durch miteinander verbundene Netzfäden oder Netzstränge gebildet sind,
einer Netzeinfassung, die den Auffangbereich umgibt und mit dem die Netzmaschen verbunden
sind, wenigstens zwei Masseelementen, die mit der Netzeinfassung verbunden sind oder
in der Netzeinfassung integriert sind, wobei das Abfangnetz dazu eingerichtet ist,
von einer Abfangeinrichtung abgeschossen zu werden und wobei das Abfangnetz unter
Wirkung der beschleunigten Masseelemente im Flug aufgespannt wird.
[0002] Die Verwendung von Abfangnetzen in Abfangvorrichtungen ist beispielsweise aus der
DE 10 2016 111 563 A1 oder der
DE 10 2017 112 769 A1 bekannt. In diesen beiden Veröffentlichungen werden unterschiedliche Konzepte des
Aufbaus von Abfangvorrichtungen beschrieben.
[0003] Aus der
DE 297 01 149 U1 ist ein Netz zum Einfangen von Personen/Tieren bekannt, das sich nach dem Abschuss
um das auf einem Untergrund befindliche Objekt zusammenziehen soll. Hierzu sind sogenannte
Schrumpfleinen vorgesehen, welche der Fliehkraft der Gewichte entgegenwirken. Ferner
kann ein Schrumpfband vorgesehen sein, welches das Netz in der Art eines Sacks zusammenzieht.
Das aus dieser Druckschrift bekannte Netz ist allerdings in keiner Weise geeignet,
Flugobjekte abzufangen. Der beschriebene Aufbau mit den (von Anfang an) gegen die
Fliehkraft wirkenden Schrumpfleinen ist für den Fall der längeren Flugphase (bis zu
30m oder mehr) des Abfangnetzes beim Abfangen von Flugobjekten nachteilig, weil sich
das bekannte Abfangnetz bereits in einer frühen Flugphase zusammenzieht und stark
abgebremst wird.
EP 0 175 914 A1 offenbart ein Abfangnetz für eine Abfangvorrichtung, mit einem Auffangbereich, der
mehrere Netzmaschen aufweist, die durch miteinander verbundene Netzfäden oder Netzstränge
gebildet sind, einer Netzeinfassung, die den Auffangbereich umgibt und mit der die
Netzmaschen verbunden sind, wenigstens zwei Masseelementen, die mit der Netzeinfassung
verbunden sind oder in der Netzeinfassung integriert sind, wobei das Abfangnetz dazu
eingerichtet ist, von einer Abfangvorrichtung abgeschossen zu werden, wobei das Abfangnetz
unter Wirkung der beschleunigten Masseelemente im Flug aufgespannt wird, wobei das
Abfangnetz wenigstens eine Absorptionseinrichtung umfasst, die dazu eingerichtet ist,
beim Kontakt des Auffangbereichs des Abfangnetzes mit einem abzufangenden Objekt,
die von den Masseelementen auf den Auffangbereich wirkenden Kräfte wenigstens teilweise
zu absorbieren.
[0004] Es hat sich in Versuchen mit solchen Abfangvorrichtungen gezeigt, dass es in Abhängigkeit
der Distanz zwischen dem abzufangenden Flugobjekt und/oder dem Auftreffwinkel des
Abfangnetzes auf das Flugobjekt Situationen geben kann, in denen das Abfangnetz reißt,
wenn es mit seinem aufgespannten Auffangbereich auf das Flugobjekt trifft bzw. prallt,
so dass das Abfangen des Flugobjekts nicht wunschgemäß gelingt. Dies liegt insbesondere
daran, dass die Masseelemente, die das Abfangnetz aufspannen, eine hohe kinetische
Energie aufweisen, so dass sie aufgrund der Trägheit einfach ihrer eingeschlagenen
Flugbahn folgen würden. Somit können Fälle auftreten, in denen der Auffangbereich
des Abfangnetzes einfach von dem Flugobjekt durchschlagen wird, und das gerissene
Abfangnetz sich wieder von dem Flugobjekt entfernt, ohne es abzufangen und zum Absturz
zu bringen.
[0005] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird daher darin gesehen, ein Abfangnetz
anzugeben, mit dem die obigen Nachteile vermieden werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand, insbesondere das Abfangnetz und die
Abfangvorrichtung, mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche. Mögliche Ausgestaltungen
des Abfangnetzes bzw. der Abfangvorrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen
enthalten.
[0007] Vorgeschlagen wird also ein Abfangnetz für eine Abfangvorrichtung, insbesondere zum
Abfangen von unbemannten Flugobjekten, mit einem Auffangbereich, der mehrere Netzmaschen
aufweist, die durch miteinander verbundene Netzfäden oder Netzstränge gebildet sind,
einer Netzeinfassung, die den Auffangbereich umgibt und mit dem die Netzmaschen verbunden
sind, und mit wenigstens zwei Masseelementen, die mit der Netzeinfassung verbunden
sind oder in der Netzeinfassung integriert sind, wobei das Abfangnetz dazu eingerichtet
ist, von einer Abfangeinrichtung abgeschossen zu werden und wobei das Abfangnetz unter
Wirkung der beschleunigten Masseelemente im Flug aufgespannt wird. Dabei ist vorgesehen,
dass das Abfangnetz wenigstens eine Absorptionseinrichtung umfasst, die dazu eingerichtet
ist, beim Kontakt des Auffangbereichs des Abfangnetzes mit einem abzufangenden Objekt,
die von den Masseelementen auf den Auffangbereich wirkenden Kräfte wenigstens teilweise
zu absorbieren.
[0008] Die Absorptionseinrichtung dient dabei insbesondere dazu, die auf die Masseelemente
bzw. das Abfangnetz wirkende kinetische Energie abzubauen. Hierdurch können die von
den Masseelementen auf das Abfangnetz wirkenden (Zug-)Kräfte wirkungsvoll reduziert
werden. Insbesondere dient die Absorptionseinrichtung dazu, die Masseelemente bzw.
das gesamte Abfangnetz abzubremsen, insbesondere mehrstufig abzubremsen. Hierdurch
kann die Belastung auf den Auffangbereich des Abfangnetzes reduziert werden, so dass
das Flugobjekt sich zuverlässig im Auffangnetz verheddert und zum Absturz gebracht
werden kann.
[0009] Die Absorptionseinrichtung weist wenigstens eine Sollbruchstelle an der Verbindung
zwischen einem Masseelement und dem Abfangnetz auf. Hierdurch kann die auf das Abfangnetz
bzw. den Auffangbereich wirkende Zugkraft sehr rasch reduziert werden. Alternativ
oder ergänzend kann die Absorptionseinrichtung wenigstens einen elastisch oder/und
plastisch verformbaren Absorptionsabschnitt aufweisen, der an dem Masseelement oder
an dem Abfangnetz ausgebildet ist. Ein solcher elastisch oder plastisch oder elastoplastisch
verformbarer Absorptionsabschnitt dient dazu, die kinetische Energie abzubauen.
[0010] Die Sollbruchstelle kann in einem Verbindungsfaden ausgebildet sein, der ein betreffendes
Masseelement mit der Netzeinfassung verbindet, oder sie kann in einem betreffenden
Masseelement ausgebildet sein. Durch das Vorsehen einer Sollbruchstelle kann in Abhängigkeit
von auftretenden Zugkräften, ein teilweises oder vollständiges Trennen des Masseelements
von dem Abfangnetz erfolgen. Es ist beispielsweise möglich, die Verbindung zwischen
dem Abfangnetz und den Masseelementen so zu gestalten, dass die Masseelemente beim
Kontakt des Auffangbereichs mit dem Flugobjekt (vollständig) abgerissen werden und
einfach ohne Abfangnetz weiterfliegen, wobei sich Abfangnetz im Flugobjekt verfängt.
In einem solchen Fall verbleibt also an dem Flugobjekt das Abfangnetz ohne Masseelemente,
wobei die Masseelemente an einem anderen Ort einfach niedergehen werden.
[0011] Das betreffende Masseelement kann zusätzlich zum Verbindungsfaden mittels eines Absorptionsfadens,
der den Absorptionsabschnitt bildet, mit der Netzeinfassung verbunden sein. Hierdurch
ist es möglich, dass der Verbindungsfaden zuerst reißt, so dass das Masseelement die
wirkenden Kräfte über den Absorptionsfaden überträgt.
[0012] Dabei kann der mit dem betreffenden Masseelement verbundene Absorptionsfaden an einer
anderen Stelle der Netzeinfassung angebracht sein, als der zu diesem Masseelement
zugehörige Verbindungsfaden. Hierdurch wird erreicht, dass das betreffende Masseelement
in seiner Bewegungsrichtung beeinflusst werden kann und die wirkenden Kräfte günstiger
auf das Abfangnetz übertragen werden können.
[0013] Ferner kann der Absorptionsfaden entlang zumindest eines Teils der Netzeinfassung
so mit der Netzeinfassung verbunden sein, dass der Absorptionsfaden relativ zur Netzeinfassung
und entlang der Netzeinfassung beweglich ist. Ist der Absorptionsfaden in einer solchen
Weise ausgebildet, kann er als eine Art Zugschnur wirken, so dass das Abfangnetz entlang
seiner Netzeinfassung zumindest teilweise zusammengezogen wird. Hierbei wird einerseits
Energie abgebaut und die Masseelemente abgebremst, und andererseits wird das Abfangnetz
geschlossen, was die Zuverlässigkeit des Abfangens des Flugobjekts weiter erhöht.
[0014] Das Abfangnetz kann durch erste Netzfäden und durch zweite Netzfäden gebildet ist,
wobei die ersten Netzfäden andere Materialeigenschaften aufweisen als die zweiten
Netzfäden, wobei die ersten Netzfäden und die zweiten Netzfäden in Kreuzungsbereichen
miteinander verbunden sind oder/und miteinander zu Strängen verarbeitet sind, welche
die Maschen des Auffangbereichs bilden. Beispielsweise können die ersten Netzfäden
und die zweiten Netzfäden unterschiedliche Zugfestigkeiten bzw. Elastizitätsgrenzen
aufweisen. Hierdurch kann ein definiertes Reißverhalten des Abfangnetzes umgesetzt
werden. Es wird insbesondere daran gedacht, die ersten Netzfäden so auszubilden, dass
sie beim Kontakt des Auffangbereichs mit einem abzufangenden Objekt zumindest teilweise
reißen, und dass die zweiten Netzfäden so ausgebildet sind, dass sie beim Kontakt
des Auffangbereichs mit dem abzufangenden Objekt nicht reißen.
[0015] Die Masseelemente können ein Federelement aufweisen oder als Federelement ausgebildet
sein, das beim Kontakt des Auffangbereichs mit dem abzufangen Objekt verformt wird.
Beispielsweise kann im Kraftübertragungsweg zwischen einem Masseelement und dem Verbindungsfaden
zum Abfangnetz ein elastisches Federelement angeordnet sein. Alternativ kann das Masseelement
selbst schraubenfederartig ausgebildet sein, so dass es beim Abbau von kinetischer
Energie elastisch verformt wird.
[0016] Das Abfangnetz kann vieleckig ausgebildet sein, insbesondere dreieckig oder viereckig,
wobei mit jeder Ecke des Abfangnetzes ein jeweiliges Masseelement verbunden ist. Dabei
können alle Masseelemente das gleiche Gewicht aufweisen oder wenigstens eines der
Masseelemente kann ein höheres Gewicht als die anderen Masseelemente aufweisen. Durch
die Wahl des Gewichtes der Massenelemente kann die Flugbahn des Abfangnetzes beeinflusst
werden. Insbesondere kann das Abfangnetz durch ein schweres Masseelement in eine Dreh-
bzw. Drallbewegung versetzt werden. Entsprechend wirken bei einem solchen Abfangnetz
auch andere Kräfte beim Kontakt des Auffangbereichs mit dem Flugobjekt.
[0017] Bei einem Abfangnetz können in den Netzfäden oder/und in der Netzeinfassung auch
Knoten bzw. Schleifen vorgesehen sein, die sich beim Kontakt mit dem abzufangenden
Flugobjekt zuziehen oder öffnen. Durch solche Knoten bzw. Schleifen wird kinetische
Energie aufgrund der Reibungskräfte in Wärmeenergie umgewandelt und so dem Reißen
des Abfangnetzes entgegenwirkt.
[0018] Die oben erwähnte Aufgabe wird auch gelöst durch eine Abfangvorrichtung zum Abfangen
von unbemannten Flugobjekten, insbesondere Drohnen, wie beispielsweise Quadrokopter
und dergleichen, mit mehreren Führungselementen, die bezogen auf eine Längsachse der
Abfangvorrichtung geneigt verlaufen und in Umfangsrichtung um die Längsachse herum
verteilt angeordnet sind, und mit einer Netzaufnahme, wobei die Führungselemente in
Umfangsrichtung um die Netzaufnahme verteilt angeordnet sind. Dabei ist in der Netzaufnahme
ein oben beschriebenes Abfangnetz aufgenommen ist.
[0019] Bei einer solchen Abfangvorrichtung kann jedem Führungselement ein Masseelement des
Abfangnetzes zugeordnet sein, derart dass jedes Masseelement entlang seines Führungselements
beschleunigt werden kann.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die anliegenden Figuren beispielhaft
beschrieben. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine vereinfachte und schematische Darstellung eines herkömmlichen Abfangnetzes mit
seinen Grundelementen.
- Fig. 2
- ein Beispiel für ein Abfangnetz mit einer Absorptionseinrichtung;
- Fig. 3
- ein Detail des Abfangnetzes der Fig. 2 etwa entsprechend des gestrichelten Bereichs
III der Fig. 2;
- Fig. 4
- eine schematische und vereinfachte Darstellung verschiedener Zustände des Abfangnetzes
der Fig. 2 nach Kontakt mit einem abzufangenden Flugobjekt;
- Fig. 5
- ein anderes Beispiel eines Abfangnetzes mit einer Absorptionseinrichtung;
- Fig. 6
- ein Beispiel eines Abfangnetzes, dessen Absorptionseinrichtung ähnlich zu derjenigen
der Fig. 5 ausgebildet ist;
- Fig. 7
- in den Teilfiguren A) und B) ein jeweiliges Beispiel eines Abfangnetzes aus Netzfäden
mit unterschiedlichen Materialeigenschaften als Absorptionseinrichtung;
- Fig. 8
- ein Beispiel einer im Kreuzungsbereich von Netzfäden angeordneten Absorptionseinrichtung;
- Fig. 9
- ein Beispiel eines Abfangnetzes mit Masseelementen, deren Verbindungsfaden unterschiedlich
lang ist;
- Fig. 10
- zwei Beispiele von Netzsträngen, die aus Netzfäden mit unterschiedlichen Materialeigenschaften
hergestellt sind;
- Fig. 11
- in den Teilfiguren A) bis C) ein jeweiliges Beispiel einer am Masseelement vorgesehenen
Absorptionseinrichtung;
- Fig. 12
- ein Beispiel einer am Masseelement vorgesehenen Absorptionseinrichtung;
- Fig. 13
- ein Beispiel einer am Masseelement vorgesehenen Absorptionseinrichtung;
- Fig. 14
- ein Beispiel eines dreieckigen Abfangnetzes mit Absorptionseinrichtung;
- Fig. 15
- ein Beispiel eines Abfangnetzes mit zwei Masseelementen und mit Absorptionseinrichtung;
- Fig. 16
- ein Beispiel eines achteckigen Abfangnetzes mit in die Netzeinfassung integriertem
Masseelement;
- Fig. 17
- ein Beispiel eines Abfangnetzes mit lediglich einem Netzfaden, der sich zwischen zwei
Masseelementen erstreckt;
- Fig. 18
- ein Beispiel eines Abfangnetzes mit Netzfäden, die in einem Zentralpunkt miteinander
verbunden sind und an denen ein jeweiliges Masseelement angebracht ist.
[0021] Fig. 1 zeigt in einer vereinfachten und schematischen Darstellung ein Abfangnetz
10. Das Abfangnetz 10 weist einen Auffangbereich 12 auf. Der Auffangbereich 12 umfasst
mehrere Netzmaschen 14, die durch Netzfäden 15 bzw. Netzstränge gebildet sind. Die
Netzmaschen 14 sind durch eine Netzeinfassung 16 umgeben. Die Netzeinfassung 16 kann
beispielsweise ein verstärkter Rand sein, der mit den betreffenden, außen angeordneten
Netzmaschen 14 verbunden ist. Im gezeigten Beispiel ist das Abfangnetz viereckig,
insbesondere quadratisch ausgebildet. Das Abfangnetz umfasst an jeder seiner Ecken
ein Masseelement 18 auf. Die Masseelemente 18 sind mittels eines jeweiligen Verbindungsfadens
20 mit dem Abfangnetz 10 bzw. der Netzeinfassung 16 verbunden.
[0022] Der in Fig. 1 gezeigte Zustand ist ein aufgespanntes Abfangnetz, in dessen Auffangbereich
ein abzufangendes Flugobjekt, wie beispielsweise eine Drohne, ein Quadrokopter und
dergleichen, aufgenommen und zum Absturz gebracht werden kann. Das Abfangnetz 10 ist
dabei anfänglich in einem gefalteten Zustand in einer Abfangvorrichtung aufgenommen.
Mittels der Abfangvorrichtung können die Masseelemente 18 beschleunigt und das Abfangnetz
abgeschossen werden. Sobald das Abfangnetz von der Abfangvorrichtung abgeschossen
ist, wird es aufgrund der wirkenden Kräfte der Masseelemente 18 aufgespannt, so dass
ein Flugobjekt im Auffangbereich 12 aufgenommen werden kann.
[0023] Das an sich bekannte Abfangnetz gemäß Fig. 1 ist üblicherweise aus Netzfäden gebildet,
die aus hoch zugfesten Polymeren hergestellt sind. Entsprechend können diese hoch
zugfesten Polymere die durch die Masseelemente auf das Abfangnetz wirkende kinetische
Energie schlecht abbauen, so dass es zum unerwünschten Reißen des Auffangbereichs
kommen kann und so das Abfangen eines Flugobjekts scheitern würde.
[0024] Fig. 2 zeigt ein Beispiel eines Abfangnetzes 10 mit einer Absorptionseinrichtung
22. Wie bei einem herkömmlichen Abfangnetz gemäß Fig. 1 umfasst das Abfangnetz einen
Auffangbereich 12, Netzmaschen 14, eine Netzeinfassung 16 und Masseelemente 18. Die
Masseelemente 18 sind mittels eines jeweiligen Verbindungsfadens 20 mit der Netzeinfassung
16 verbunden. Ferner sind die Masseelemente 18 auch mittels Absorptionsfäden 24, die
Teil des Absorptionseinrichtung 22 sind, mit der Netzeinfassung verbunden. Die Verbindungsfäden
20 sind so mit den Masseelementen 18 verbunden bzw. so dimensioniert, dass sie beim
Anprall des Auffangbereichs 12 an einem abzufangenden Flugobjekt reißen. Mit anderen
Worten wird die durch die Verbindungsfäden 20 beim Abschuss und in der Flugphase des
Abfangnetzes vorhandene Verbindung mittels der Verbindungsfäden 20 getrennt. Das Trennen
dieser Verbindung kann beispielsweise an einer Sollbruchstelle 26 erfolgen, wie sie
schematisch in Fig. 2 als Doppelstrich dargestellt ist. Die in Fig. 2 gezeigte Lage
der Sollbruchstelle 26 ist rein qualitativ zu verstehen, sie kann auch näher an der
Netzeinfassung 16 oder näher am betreffenden Masseelement 18 angeordnet sein.
[0025] In Fig. 3 ist die rechte obere Ecke des Abfangnetzes 10 der Fig. 2 etwas vergrößert
dargestellt. Ersichtlich sind die Netzeinfassung 16, der Verbindungsfaden 20 und die
Absorptionsfäden 24. Die Sollbruchstelle 26 an dem Verbindungsfaden 20 kann beispielsweise
durch einen Knoten bzw. eine Schleife gebildet sein, der bzw. die beim Überschreiten
einer bestimmten Zugkraft geöffnet wird. Alternativ ist es denkbar, dass der Verbindungsfaden
20 eine Schwachstelle aufweist, etwa eine Durchmesserverkleinerung oder eine Art Kerbe,
an der der Verbindungsfaden gezielt reißt. Unter einer Sollbruchstelle kann in diesem
Zusammenhang auch verstanden werden, dass das Material der Verbindungsfäden 20 insgesamt
so ausgelegt ist, dass es unter den Krafteinwirkungen nach dem Kontakt des Auffangbereichs
12 mit dem abzufangenden Flugobjekt reißt. Dabei reißen die Verbindungsfäden 20 nicht
zwingend an einer bestimmten Stelle 26, sondern an einer beliebigen Stelle entlang
des betreffenden Verbindungsfadens 20.
[0026] In Fig. 4 ist rein schematisch und qualitativ eine Abfolge von Bildern dargestellt,
die das Verhalten des Abfangnetzes und der an den Absorptionsfäden 24 befestigten
Masseelemente 18 illustrieren soll. Wie bereits erläutert, reißen nach dem Kontakt
des Auffangbereichs 12 mit dem abzufangenden Flugobjekt 28 die Verbindungsfäden 20
(Fig. 2 und 3). Die sich weiter entlang der Flugrichtung FR bewegenden Masseelemente
18 bleiben nach dem Kontakt des Auffangbereichs 12 mit dem abzufangenden Flugobjekt
28, das hier nur schematisch als Rechteck gezeigt ist, über die Absorptionsfäden 24
mit der Netzeinfassung 16 verbunden. Die Absorptionsfäden 24 sind aus einem elastischen
Material hergestellt, insbesondere aus einem elastischen Polymer oder elastischen
Polymerfasern. Durch die elastische Ausdehnung der Absorptionsfäden 24 wird die kinetische
Energie der Masseelemente 18 in Reibung (Wärme) innerhalb der Absorptionsfäden 24
und zwischen den Absorptionsfäden 24 und der Netzeinfassung 16 umgewandelt. Dabei
werden die Masseelemente 18 abgebremst. Ferner kann das Abfangnetz 10 durch die sich
weiter bewegenden Masseelemente 18 und die entlang der Netzeinfassung 16 verlaufenden
Absorptionsfäden zusammengezogen werden. Dabei verkleinert sich der Öffnungswinkel
des Abfangnetzes 10, wodurch die Seilkräfte im Netz weiter optimiert sinken.
[0027] Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, sind die Absorptionsfäden um die Netzeinfassung 16
gewickelt angeordnet. Ferner erstreckt sich der Absorptionsfaden 24 entlang aller
vier Seiten des Abfangnetzes 10 und ist mit allen vier Masseelementen 18 verbunden.
Durch diese Anordnung kann das Abfangnetz 10 mittels der Absorptionsfäden 24 zugezogen
werden, d.h. die Absorptionsfäden wirken wie eine Art Zugband. Alternativ kann sich
mit gleicher Wirkung ein Absorptionsfaden 24 jeweils entlang einer Seite des Abfangnetzes
10 erstrecken und mit zwei Masseelementen 18 verbunden sein.
[0028] Fig. 5 zeigt ein anderes Beispiel eines Abfangnetzes 10 mit Netzeinfassung 16, Masseelementen
18 und Verbindungsfäden 20, die sich zwischen den Masseelementen 18 und der Netzeinfassung
16 bzw. einer jeweiligen Ecke des Abfangnetzes 10 erstrecken. Die Verbindungsfäden
weisen ebenfalls eine Sollbruchstelle 26 auf, an der die Verbindungsfäden reißen,
wenn der Auffangbereich 12 des Abfangnetzes 10 in Kontakt mit dem abzufangenden Flugobjekt
kommt. Auch bei diesem Abfangnetz sind Absorptionsfäden 24 vorgesehen. Die Absorptionsfäden
24 sind in diesem Beispiel mit einem zugeordneten Masseelement 18 verbunden. Das von
dem betreffenden Masseelement 18 entfernte Ende des Absorptionsfadens 24 ist mit der
Netzeinfassung 16 verbunden. Insbesondere ist das entfernte Ende des Absorptionsfadens
mit einer Ecke des Abfangnetzes 10 verbunden, an der ein anderes Masseelement 18 mittels
des Verbindungsfadens verbunden war.
[0029] Bezogen auf die Darstellung in Fig. 5 ist der obere Absorptionsfaden 24 mit dem linken
oberen Masseelement verbunden und mit der oberen rechten Ecke des Abfangnetzes 10.
In dieser Art Ist jeder Absorptionsfaden 24 ausgehend von dem zugeordneten Masseelement
18 mit derjenigen Ecke des Abfangnetzes verbunden, die im Uhrzeigersinn auf die Ecke
folgt, mit der das Masseelement 18 mittels des Verbindungsfadens 20 verbunden war.
Durch diese Anbindung der Masseelemente 18 mittels der Absorptionsfäden 24 wird die
Bewegungsrichtung der Masseelemente 18 verändert. Insbesondere werden die Masseelemente
18 entlang einer gekrümmten Bahn an den einseitig an der Netzeinfassung 16 befestigen
Absorptionsfäden bewegt. Dabei wird aufgrund der elastisch ausgebildeten Absorptionsfäden
kinetische Energie abgebaut. Ferner verwickeln sich die Absorptionsfäden 24 miteinander,
so dass die Netzöffnung verkleinert wird, wobei durch Reibung ebenfalls kinetische
Energie umgewandelt wird.
[0030] In Fig. 6 ist ein zur Fig. 5 ähnliches Abfangnetz 10 gezeigt. Bei diesem Netz sind
allerdings nicht an allen Ecken Absorptionsfäden 24 vorgesehen, sondern lediglich
an zwei Ecken. Entsprechend sind auch nicht an allen Verbindungsfäden 20 Sollbruchstellen
26 vorgesehen, sondern lediglich an denjenigen Verbindungsfäden 20, die mit einem
Masseelement 18 verbunden sind, das auch mit einem Absorptionsfaden 24 verbunden ist.
Im Übrigen ist der Aufbau des Abfangnetzes der Fig. 6 im Wesentlichen gleich wie derjenige
des Netzes der Fig. 5. Beim Kontakt des Auffangbereichs 12 mit dem abzufangenden Flugobjekt
werden zwei der vier Masseelemente 18 getrennt, d.h. deren Verbindungsfaden 20 reißt
an der Sollbruchstelle 26. Entsprechend wird das Netz eine Zeit lang durch die beiden
nicht getrennten Masseelemente 18 an dem abzufangenden Flugobjekt vorbeibewegt bis
sich das Flugobjekt vollständig im Abfangnetz verfängt. Hierdurch wird die kinetische
Energie der beiden nicht getrennten Masseelemente 18 abgebaut. In einer zweiten Phase
wird die kinetische Energie der getrennten Masseelemente 18 abgebaut, die an den elastischen
Absorptionsfäden 24 befestigt sind, wobei die Absorptionsfäden gedehnt werden. Ferner
kann die Flugbahn der getrennten Masseelemente 18 ähnlich wie im Beispiel der Fig.
5 beeinflusst werden.
[0031] Fig. 7A zeigt ein weiteres Beispiel eines Abfangnetzes 10. Bei dem die Netzmaschen
14 aus unterschiedlichen Netzfäden 15a, 15b gebildet sind. Dabei können die ersten
Netzfäden 15a (durchgezogene Linie) aus einem hoch zugfesten Material bzw. Polymer
hergestellt sein und die zweiten Netzfäden 15b können aus einem elastischen Material
hergestellt sein. An den Kreuzungsstellen 32 zwischen ersten Netzfäden 15a und zweiten
Netzfäden 15b können die beiden Netzfäden 15a, 15b miteinander verbunden sein, insbesondere
verklebt sein. Dabei bilden solche Kreuzungsstellen 32 eine Sollbruchstelle. Die Kreuzungsstellen
32 können auch als Übergangsbereiche zwischen ersten Netzfäden 15a und zweiten Netzfäden
15b bezeichnet werden. Entsprechend reißt das Abfangnetz 10 entlang der Bahnen Ba
bzw. Bb, die aus den unterschiedlichen Netzfäden 15a, 15b hergestellt sind, wodurch
effektiv kinetische Energie abgebaut werden kann. Die nicht ausgerissenen Bahnen,
hier beispielsweise aus dem zweiten elastischen Material 15b, reichen aus, um das
Flugobjekt abfangen zu können.
[0032] Das in Fig. 7A gezeigte Beispiel eines Abfangnetzes 10 kann alternativ auch so aufgebaut
sein, dass Kreuzungsstellen 32 als Sollbruchstellen eingesetzt werden, wobei für das
gesamte Abfangnetz 10 die gleichen Netzfäden 15a oder 15b eingesetzt werden. Ferner
ist es auch denkbar, das Abfangnetz 10 mit unterschiedlichen Netzfäden 15a und 15b
ohne Sollbruchstellen auszubilden, wobei die Energie hauptsächlich durch das elastischere
Material der zweiten Netzfäden 15b abgebaut.
[0033] Fig. 7B ist ein Abfangnetz 10 mit einem ähnlichen Aufbau, wie dasjenige der Fig.
7A. Auch dieses Abfangnetz 10 ist durch Netzfäden 15a, 15b mit unterschiedlichen Materialeigenschaften
gebildet. Durch die Fig. 7B soll illustriert werden, dass die Anordnung der unterschiedlichen
Netzfäden 15a, 15b im Prinzip frei wählbar ist bzw. die Anordnung der in der Fig.
7A gezeigten Bahnen Ba, Bb nicht zwingend ist.
[0034] Fig. 8 zeigt in einer vergrößerten Darstellung einen Verbindungsbereich zwischen
benachbarten Maschen 14 eines Abfangnetzes 10. In diesem Beispiel ist der Verbindungsbereich
34 so ausgebildet, dass er beim Kontakt mit dem abzufangenden Flugobjekt gedehnt werden
kann. Wird zumindest ein Teil der Verbindungsbereiche 34 eines Abfangnetzes elastisch
verformbar ausgebildet, kann in diesen Verbindungsbereich effektiv kinetische Energie
umgewandelt werden. Alternativ kann der Verbindungsbereich 34 auch so ausgestaltet
sein, dass er reißen kann. Ferner ist es auch denkbar, dass der Verbindungsbereich
34 verschiebbar ausgebildet ist. Die Eigenschaften dehnbar, zerreißbar, verschiebbar
des Verbindungsbereichs 34 können dabei auch in beliebigen Kombinationen miteinander
umgesetzt werden.
[0035] Fig. 9 zeigt ein weiteres Beispiel eines Abfangnetzes 10, bei dem die Masseelemente
18 mit unterschiedlich langen Verbindungsfäden 20 an der Netzeinfassung 16 befestigt
sind. Hierdurch wird das Abfangnetz nach dem Abschuss aufgespannt, und in eine Drehbewegung
versetzt. Hierdurch werden die Flugbahn und die Lage des Abfangnetzes in der Luft
so beeinflusst, dass das Abfangnetz 10 in einem kleineren Winkel auf das abzufangende
Flugobjekt auftrifft. Das Flugobjekt wird dabei zuerst nur leicht touchiert, wodurch
ein mehrphasiger Energieabbau ermöglicht wird. Insbesondere erfolgt das Abbauen von
kinetischer Energie etwas langsamer als mit einem herkömmlichen Abfangnetz 10, wie
es in Fig. 1 dargestellt ist. Die Absorptionseinrichtung ist in diesem Falle also
darin zu sehen, dass die Masseelemente 18 an unterschiedlich langen Verbindungsfäden
20 angebracht sind.
[0036] Fig. 10 zeigt zwei Beispiele von Netzfäden bzw. Netzsträngen 15, die aus unterschiedlichen
Materialen 15c, 15d hergestellt sind. Dabei kann das erste Material 15c ein hoch zugfestes
Material bzw. Polymer sein, während das zweite Material 15d elastisch ausgebildet
ist. Wird ein komplettes Netz aus derartigen Netzfäden 15 bzw. Netzsträngen hergestellt,
kann beim Kontakt mit dem Flugobjekt innerhalb der Netzfäden 15 die kinetische Energie
in Reibung umgewandelt werden und das Reißen des Netzes verhindert werden. Durch diese
Struktur der Netzfäden 15 bzw. Netzstränge ist die Absorptionseinrichtung im Abfangnetz
10 bzw. in dem Auffangbereich 12 integriert.
[0037] Die Figuren 11 bis 13 zeigen verschiedene Beispiele von Masseelementen 18, an denen
eine Absorptionseinrichtung 24 vorgesehen bzw. befestigt ist.
[0038] In Fig. 11A ist zwischen zwei Verbindungsfadenabschnitten 20 ein elastisches Absorptionselement
36 angeordnet. Das Absorptionselement 36 wird nach dem Kontakt des abzufangenden Flugobjekts
mit dem Auffangbereich des Abfangnetzes gedehnt und elastisch oder plastisch verformt,
so dass von dem Masseelement 18 wirkende Zugkräfte nur teilweise auf den Verbindungsfaden
20 und das Netz übertragen werden. Hierdurch kann in dem Absorptionselement effektiv
kinetische Energie abgebaut bzw. umgewandelt werden.
[0039] Fig. 11B zeigt ein Masseelement 18, bei dem im Inneren des Masseelements 18 eine
Verlängerung 20a des Verbindungsfadens 20 aufgenommen ist. Die Verlängerung 20a tritt
an einer mit dem Masseelement 18 verbundenen Reibeinrichtung 19 aus. Kommt das Abfangnetz
10 mit dem abzufangenden Flugobjekt in Kontakt, bewegt sich das Masseelement 18 weiter,
wobei die Verlängerung 20a unter Reibung entlang der Reibeinrichtung 19 aus dem Masseelement
18 gezogen wird. Durch die unter Reibung herausgezogene Verlängerung 20a kann ebenfalls
Energie abgebaut werden. Insoweit bilden in diesem Beispiel die Verlängerung 20a im
Zusammenspiel mit der Reibeinrichtung 19 eine Absorptionseinrichtung. Die Reibeinrichtung
19 kann beispielsweise eine Art Manschette sein, die mittels eines Crimpwerkzeugs
derart zusammengepresst worden ist, dass sie die erforderliche Reibungskraft auf den
Verbindungsfaden 20 bzw. die Verlängerung 20a ausübt.
[0040] Fig. 11C zeigt ein Masseelement 18, das mittels einer Reibeinrichtung 19 mit einem
Netzfaden 15 verbunden ist. Die Reibeinrichtung 19 ist hier in Form einer Öse gebildet,
durch die der Netzfaden 15 geschleift ist. Ein solches Masseelement 18 kann beispielsweise
bei einem Abfangnetz eingesetzt werden, bei dem Netzfäden reißen können und das Masseelement
18 dann entlang des Netzfadens 15 gleiten kann. Der Energieabbau findet dabei durch
Reibung (Reibeinrichtung 19) und durch das Abreißen des Netzfadens 15 an einem vom
Masseelement 18 möglichst entfernten Ort im Abfangnetz statt.
[0041] Fig. 12 zeigt ein Beispiel eines Masseelements 18, das zumindest teileweise als Absorptionselement
36 ausgebildet ist. Insbesondere ist das Masseelement 18 als schraubenfederartiges
Absorptionselement 36 ausgebildet, das aufgrund der wirkenden Zugkräfte gedehnt werden
kann. Die Verformung des als Absorptionselement 36 ausgebildeten Masseelements 18
kann elastisch oder plastisch sein.
[0042] Fig. 13 zeigt ein Masseelement 18, aus dem nach dem Kontakt des Auffangbereichs des
Abfangnetzes mit dem abzufangenden Flugobjekt eine Art Bremsfallschirm 38 gezogen
wird. Durch den erhöhten Luftwiderstand des Bremsfallschirms 38 wird die kinetische
Energie wirksam abgebaut. Der Bremsfallschirm wirkt somit als Absorptionseinrichtung.
Das Herausziehen des Bremsfallschirms 38 aus dem Masseelement 18 kann auch entlang
eines im Masseelement 18 aufgenommenen Fadens erfolgen, der unter Reibungsentwicklung
aus dem Masseelement 18 gezogen wird, wobei ebenfalls Energie abgebaut werden kann.
[0043] Fig. 14 zeigt ein weiteres Beispiel eines Abfangnetzes 10. In diesem Beispiel ist
das Abfangnetz 10 dreieckig ausgebildet. Im Übrigen ist der Aufbau des Abfangnetzes
10 im Wesentlichen gleich wie derjenige des Abfangnetzes der Fig. 2 und 3. Die Masseelemente
18 sind über Verbindungsfäden 20 mit den jeweiligen Ecken bzw. der Netzeinfassung
16 verbunden. Ferner sind an den Masseelementen 18 Absorptionsfäden 24 angebracht,
die mit der Netzeinfassung 16 verbunden sind. Wie im Beispiel der Fig. 2, ist ein
jeweiliger Absorptionsfaden 24 mit zwei benachbarten Masseelementen 18 verbunden.
Ferner sind die Absorptionsfäden um die Netzeinfassung 16 gewickelt.
[0044] Das in Fig. 14 gezeigte Abfangnetz ist Teil einer Abfangvorrichtung, bei der sich
das Abfangnetz 10 zwischen den drei Masseelementen 18 befindet. Diese drei Masseelemente
18 bilden zusammen mit dem Abfangnetz 10 in der Mitte eine Art Projektil, das mit
hoher Umdrehungszahl abgeschossen wird. Durch die Zentrifugalkraft der drei drehenden
Masseelemente 18 wird das Abfangnetz 10 bzw. dessen Auffangbereich 12 zu einem späteren
Zeitpunkt gespannt. Um das Abfangnetz 10 nicht mit zu hoher Geschwindigkeit auf das
abzufangende Flugobjekt treffen zu lassen, werden die drei Verbindungsfäden 20 an
entsprechenden Sollbruchstellen zum Reißen gebracht, so dass die die Netzeinfassung
16 leicht gespannt wird. Das Netz 10 bzw. dessen Auffangbereich 12 ist nun vollständig
geöffnet und dreht sich langsamer, da die gespeicherte Rotationsenergie im Gesamtsystem
gleichbleibt und sich die Masseelemente 18 weiter aussen befinden aufgrund der Elastizität
der Absorptionsfäden 24. Trifft nun das abzufangende Flugobjekt auf das Netz 10 und
zieht dieses zusammen, wird durch die Reibung sowie durch die höhere Dehnung des Absorptionsfadens
24, kinetische Energie abgebaut. Zudem verschließt sich das Netz vollständig durch
die noch vorhandene Drehenergie in den Masseelementen 18, wobei gleichzeitig ein Energieabbau
durch die zusätzliche Reibung entsteht. Ausserdem verkleinert sich ebenfalls der Öffnungswinkel
des Abfangnetzes 10 (vergleichbar zur Struktur der Fig. 4), wodurch die Seilkräfte
im Netz weiter optimiert sinken.
[0045] Fig. 15 zeigt beispielhaft ein Abfangnetz 10, das sich wie ein Flügel eines Propellers
fortbewegt. Hierzu umfasst das Abfangnetz 10 zwei unterschiedlich schwere Masseelemente
18a, 18b. Dabei verfolgt das schwerere Masseelement 18a eine mehr oder weniger gerade
Bahn und das leichtere Masseelement 18b kreist um das schwerere Masseelement 18a.
Durch die Zentrifugalkraft des leichteren Masseelement 18b sowie durch den Luftwiderstand
des Abfangnetzes 10, wird das Abfangnetz 10 bzw. dessen Auffangbereich 12 gespannt.
Auch bei einem solchen Abfangnetz 10 können die Masseelemente 18 trennbar mit den
Verbindungsfäden 20 verbunden sein, so dass sie dann durch die Dehnung des elastischen
Absorptionsfadens 24 abgebremst werden.
[0046] Fig. 16 zeigt beispielhaft ein Abfangnetz 10, bei dem die Netzeinfassung 16 als Masseelement
wirkt. Insbesondere kann in der Netzeinfassung 16 eine Netzrandverstärkung 40 vorgesehen
sein, die dazu eingerichtet ist, das Abfangnetz 10 bzw. dessen Auffangbereich 12 zum
Entfalten zu bringen. Ein solches Abfangnetz 10 funktioniert in der Art einer Wurfschiebe
(Frisbee) und es ist möglich mit gezielten Schwachstellen (Sollbruchstellen) im Netz
oder/und der Netzeinfassung 16 einen phasenstufenartigen Energieabbau zu realisieren.
[0047] Das Abbauen von Energie durch oben erwähnte Maßnahmen kann auch mit Abfangnetzen
erfolgen, bei denen im Abfangnetz 10, insbesondere in den Netzfäden 15 oder/und der
Netzeinfassung 16 Masseelemente verteilt angeordnet sind oder in diese integriert
sind.
[0048] Es wird darauf hingewiesen, dass die in den verschiedenen Beispielen beschriebenen
Strukturen bzw. Maßnahmen zur Bereitstellung einer Absorptionseinrichtung für ein
Abfangnetz 10 auch in geeigneter und an sich beliebiger Weise miteinander kombiniert
werden können. Beispielsweise können Netzfäden 15, die aus zwei oder mehr Materialen
15c, 15d (Fig. 10) hergestellt sind, für jede Art von Abfangnetz verwendet werden,
insbesondere auch zusätzlich zu den Absorptionsfäden 24, die mit den Masseelementen
18 verbunden sind. Insoweit sind hier für das bessere Verständnis einzeln dargestellte
Massnahmen grundsätzlich miteinander kombinierbar, auch wenn nicht jede Kombination
explizit beschrieben worden ist.
[0049] Das hier in den Figuren vorgestellte Abfangnetz 10 ist üblicherweise Teil einer aus
den oben erwähnten Druckschriften
DE 10 2016 111 563 A1 oder der
DE 10 2017 112 769 A1 bekannten Abfangvorrichtung. Eine solche Abfangvorrichtung dient insbesondere zum
Abfangen von unbemannten Flugobjekten, insbesondere Drohnen, wie beispielsweise Quadrokopter
und dergleichen. Die Abfangvorrichtung umfasst mehrere Führungselemente, die auch
als Läufe bezeichnet werden können, die bezogen auf eine Längsachse der Abfangvorrichtung
geneigt verlaufen und in Umfangsrichtung um die Längsachse herum verteilt angeordnet
sind, und eine Netzaufnahme, wobei die Führungselemente in Umfangsrichtung um die
Netzaufnahme verteilt angeordnet sind. Dabei ist in der Netzaufnahme ein Abfangnetz
10, wie es oben beispielhaft vorgestellt worden ist, aufgenommen. Jedem Führungselement
der Abfangvorrichtung ist dabei vor dem Abschuss ein Masseelement 18 des Abfangnetzes
10 zugeordnet, derart dass jedes Masseelement 18 entlang seines Führungselements,
beschleunigt werden kann, etwa durch Zünden einer Gasladung oder dergleichen. Selbstverständlich
ist die Verwendung von hier vorgestellten Abfangnetzen 10 in den verschiedenen Ausführungsbeispielen
nicht beschränkt auf genau solche bekannten Abfangvorrichtungen, sondern kann auch
bei anders aufgebauten Abfangvorrichtungen zum Einsatz kommen.
[0050] Fig. 17 ist ein Beispiel eines aus lediglich einem Netzfaden 15 gebildeten Abfangnetz.
An dem Netzfaden 15 sind zwei Masseelemente 18 vorgesehen. Die Masseelemente 18 weisen
hier die Form von Halbkugeln auf. Vor einem Abschuss eines solchen Abfangnetzes 10
mit einem Netzfaden 15 sind die beiden Masseelemente 18 zu einer Kugel zusammengesetzt.
Diese Kugel wird dann mittels einer zugehörigen Abfangvorrichtung abgeschossen und
öffnet sich während des Fluges, so dass der Netzfaden 15 zwischen den Masseelementen
18 (Halbkugel) aufgespannt wird. Trifft der Netzfaden 15 auf das abzufangende Flugobjekt,
wickeln sich der Netzfaden um das Flugobjekt und bringt es so zum Absturz.
[0051] Fig. 18 ist ein zur Fig. 17 ähnliches Beispiel eines Abfangnetzes 10 mit drei Netzfäden
15. Hier sind die Netzfäden 15 in einem Zentralbereich 42 miteinander verbunden. Jeder
Netzfaden 15 weist an seinem vom Zentralbereich 42 entfernten Ende ein Masseelement
18 auf. Werden die Masseelemente 18 mittels einer zugehörigen Abfangvorrichtung abgeschossen,
werden die Netzfäden 15 aufgespannt und wickeln sich beim Kontakt mit dem Flugobjekt
um dieses herum.
[0052] Sowohl bei einem Abfangnetz 10 mit einem einzelnen Netzfaden 15 (Fig. 17), als auch
bei einem Abfangnetz 10 mit drei Netzfäden 15 (Fig. 18) können oben beschriebene Maßnahmen
zur Absorption von kinetischer Energie umgesetzt werden. Insbesondere können die Netzfäden
15 einen Aufbau aufweisen, wie er in der Fig. 10 dargestellt ist. Weiter ist es denkbar,
dass die Masseelemente 18 in einer der Ausführungsformen gemäß den Fig. 11 bis 13
ausgeführt sind. Der Zentralbereich 42 des Abfangnetzes 10 der Fig. 18 kann beispielsweise
elastisch ausgeführt sein, etwa vergleichbar zu einem Verbindungsbereich 34, wie er
oben unter Bezugnahme auf die Fig. 8 beschrieben worden ist.
1. Abfangnetz für eine Abfangvorrichtung, insbesondere zum Abfangen von unbemannten Flugobjekten
(28), mit
einem Auffangbereich (12), der mehrere Netzmaschen (14) aufweist, die durch miteinander
verbundene Netzfäden (15, 15a, 15b) oder Netzstränge gebildet sind,
einer Netzeinfassung (16), die den Auffangbereich (12) umgibt und mit der die Netzmaschen
(14) verbunden sind,
wenigstens zwei Masseelementen (18), die mit der Netzeinfassung (16) verbunden sind
oder in der Netzeinfassung (16) integriert sind,
wobei das Abfangnetz (10) dazu eingerichtet ist, von einer Abfangvorrichtung abgeschossen
zu werden, wobei das Abfangnetz (10) unter Wirkung der beschleunigten Masseelemente
(18) im Flug aufgespannt wird,
wobei das Abfangnetz (10) wenigstens eine Absorptionseinrichtung (22, 24, 26) umfasst,
die dazu eingerichtet ist, beim Kontakt des Auffangbereichs (12) des Abfangnetzes
(10) mit einem abzufangenden Objekt (28), die von den Masseelementen (18) auf den
Auffangbereich (12) wirkenden Kräfte wenigstens teilweise zu absorbieren, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionseinrichtung (22) wenigstens eine Sollbruchstelle (26) an der Verbindung
(20) zwischen einem Masseelement (18) und dem Abfangnetz (10) aufweist.
2. Abfangnetz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionseinrichtung wenigstens einen elastisch oder/und plastisch verformbaren
Absorptionsabschnitt (24) aufweist, der an dem Masseelement (18) oder an dem Abfangnetz
(10) ausgebildet ist.
3. Abfangnetz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstelle (26) in einem Verbindungsfaden (20) ausgebildet ist, der ein
betreffendes Masseelement (18) mit der Netzeinfassung (16) verbindet, oder in einem
betreffenden Masseelement (18) ausgebildet ist.
4. Abfangnetz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das betreffende Masseelement (18) zusätzlich zum Verbindungsfaden (20) mittels eines
Absorptionsfadens (24), der den Absorptionsabschnitt bildet, mit der Netzeinfassung
(16) verbunden ist.
5. Abfangnetz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem betreffenden Masseelement (18) verbundene Absorptionsfaden (24) an einer
anderen Stelle der Netzeinfassung (16) angebracht ist, als der zu diesem Masseelement
(18) zugehörige Verbindungsfaden (20).
6. Abfangnetz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Absorptionsfaden (24) entlang zumindest eines Teils der Netzeinfassung (16) so
mit der Netzeinfassung (16) verbunden ist, dass der Absorptionsfaden (24) relativ
zur Netzeinfassung (16) und entlang der Netzeinfassung (16) beweglich ist.
7. Abfangnetz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es durch erste Netzfäden (15a) und durch zweite Netzfäden (15b) gebildet ist, wobei
die ersten Netzfäden (15a) andere Materialeigenschaften aufweisen als die zweiten
Netzfäden (15b), wobei die ersten Netzfäden (15a) und die zweiten Netzfäden (15b)
in Kreuzungsbereichen (32) miteinander verbunden sind oder/und miteinander zu Strängen
verarbeitet sind, welche die Maschen (14) des Auffangbereichs (12) bilden.
8. Abfangnetz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Netzfäden (15a) so ausgebildet sind, dass sie beim Kontakt des Auffangbereichs
(12) mit einem abzufangen Objekt (28) zumindest teilweise reißen, und dass die zweiten
Netzfäden (15b) so ausgebildet sind, dass sie beim Kontakt des Auffangbereichs (12)
mit dem abzufangen Objekt (28) nicht reißen.
9. Abfangnetz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Masseelemente (18) ein Federelement (36) aufweisen oder als Federelement (36)
ausgebildet sind, das beim Kontakt des Auffangbereichs (12) mit dem abzufangen Objekt
(28) verformt wird.
10. Abfangnetz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es vieleckig ausgebildet ist, insbesondere dreieckig oder viereckig, wobei mit jeder
Ecke des Abfangnetzes (10) ein jeweiliges Masseelement (18) verbunden ist.
11. Abfangnetz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass alle Masseelemente (18) das gleiche Gewicht aufweisen oder dass wenigstens eines
der Masseelemente (18a) ein höheres Gewicht als die anderen Masseelemente (18b) aufweist.
12. Abfangvorrichtung zum Abfangen von unbemannten Flugobjekten, insbesondere Drohnen,
wie beispielsweise Quadrokopter und dergleichen, mit
mehreren Führungselementen, die bezogen auf eine Längsachse der Abfangvorrichtung
geneigt verlaufen und in Umfangsrichtung um die Längsachse herum verteilt angeordnet
sind,
einer Netzaufnahme, wobei die Führungselemente in Umfangsrichtung um die Netzaufnahme
verteilt angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Netzaufnahme ein Abfangnetz (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufgenommen
ist.
13. Abfangvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Führungselement ein Masseelement (18) des Abfangnetzes (10) zugeordnet ist,
derart dass jedes Masseelement (18) entlang seines Führungselements beschleunigt werden
kann.
1. Catching net for a catching device, in particular for catching unmanned flying objects
(28) with
a catching region (12), which comprises several net meshes (14), which are formed
by interconnected net threads (15, 15a, 15b) or net strands,
a net frame (16), which surrounds the catching area (12) and is connected to the net
meshes (14),
at least two weighting elements (18), which are connected to the net frame (16) or
are integrated into the net frame (16),
wherein the catching net (10) is configured such as to be fired from a catching device,
wherein the catching net (10) is tensioned in flight under the effect of the accelerated
weighting elements (18),
wherein the catching net (10) comprises at least one absorption device (22, 24, 26),
which is configured such that, when the catching region (12) of the catching net (10)
comes in contact with an object (28) which is to be caught, it at least partially
absorbs the forces taking effect on the catching region (12) due to the weighting
elements (18), characterized in that the absorption device (22) comprises at least one predetermined break point (26)
at the connection between a weighting element (18) and the catching net (10).
2. Catching net according to claim 1, characterized in that the absorption device comprises at least one elastically and/or plastically deformable
absorption section (24), which is formed at the weighting element (18) or at the catching
net (10).
3. Catching net according to claim 1 or 2, characterized in that the predetermined break point (26) is formed in a connecting cord (20), which connects
a respective weighting element (18) to the net frame (16), or is formed in a respective
weighting element (18).
4. Catching net according to claim 3, characterized in that the respective weighting element (18) is connected to the net frame (16), in addition
to the connecting cord (20), also by means of an absorption cord (24), which forms
the absorption section.
5. Catching net according to claim 4, characterized in that the absorption cord (24) connected to the respective weighting element (18) is located
at another point of the net frame (16) than the connecting cord (20) relating to this
weighting element (18).
6. Catching net according to claim 5, characterized in that the absorption cord (24) is connected to the net frame (16) along at least one part
of the net frame (16) in such a way that the absorption cord (24) can move relative
to the net frame (16) and along the net frame (16).
7. Catching net according to claim 2, characterized in that it is formed by first net cords (15a) and by second net cords (15b), wherein the
first net cords (15a) exhibit different material properties to the second net cords
(15b), wherein the first net cords (15a) and the second net cords (15b) are connected
to one another in crossing regions (32), and/or are processed to form strands, which
form the meshes (14) of the catching area (12).
8. Catching net according to claim 7, characterized in that the first net cords (15a) are configured in such a way that, when an object (28)
which is to be caught comes in contact with the catching region (12), they at least
partially tear, and that the second net cords (15b) are configured in such a way that
they do not tear when the catching region (12) comes in contact with the object (28)
which is to be caught.
9. Catching net according to claim 2, characterized in that the weighting elements (18) comprise a spring element (36), or are configured as
a spring element (36), which undergoes deformation when the catching region (12) comes
in contact with the object (28) which is to be caught.
10. Catching net according to any one of the preceding claims, characterized in that it is configured as multi-cornered, in particular three-cornered or four-cornered,
wherein a respective weighting element (18) is connected to each corner of the catching
net (10).
11. Catching net according to claim 10, characterized in that all the weighting elements (18) exhibit the same weight, or that at least one of
the weighting elements (18a) exhibits a higher weight than the other weighting elements
(18b).
12. Catching element for catching unmanned flying objects, in particular drones, such
as quadcopters and the like, with
several guide elements, which run at an inclination in relation to a longitudinal
axis of the catching device and are arranged distributed in the circumferential direction
about the longitudinal axis,
a net receiver, wherein the guide elements are arranged distributed in the circumferential
direction around the net receiver,
characterized in that a catching net (10) according to any one of the preceding claims is received in the
net receiver.
13. Catching net according to claim 12, characterized in that a weighing element (18) of the catching net (10) is assigned to each guide element,
in such a way that each weighting element (18) can be accelerated along its guide
element.
1. Filet d'interception pour un dispositif d'interception, en particulier pour l'interception
d'objets volants (28) sans pilote, comprenant
une zone de récupération (12), qui présente plusieurs mailles de filet (14) qui sont
formées par des fils de filet (15, 15a, 15b) ou des filaments de filet reliés les
uns aux autres,
une bordure de filet (16) qui entoure la zone de récupération (12) et à laquelle sont
reliées les mailles de filet (14),
au moins deux éléments de masse (18) qui sont reliés à la bordure de filet (16) ou
sont intégrés dans la bordure de filet (16),
dans lequel le filet d'interception (10) est configuré pour être tiré par un dispositif
d'interception, dans lequel le filet d'interception (10) est tendu en vol sous l'effet
de l'accélération des éléments de masse (18),
dans lequel le filet d'interception (10) comprend au moins un équipement d'absorption
(22, 24, 26) qui est configuré pour absorber au moins en partie les forces agissant
sur la zone de récupération (12) par les éléments de masse (18) lors du contact de
la zone de récupération (12) du filet d'interception (10) avec un objet (28) à intercepter,
caractérisé en ce que l'équipement d'absorption (22) présente au moins un point de rupture programmé (26)
sur la liaison (20) entre un élément de masse (18) et le filet d'interception (10).
2. Filet d'interception selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'équipement d'absorption présente au moins une section d'absorption (24) élastiquement
et/ou plastiquement déformable qui est réalisée sur l'élément de masse (18) ou sur
le filet d'interception (10).
3. Filet d'interception selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le point de rupture programmé (26) est réalisé dans un fil de liaison (20) qui relie
un élément de masse (18) concerné à la bordure de filet (16) ou est réalisé dans un
élément de masse (18) concerné.
4. Filet d'interception selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de masse (18) concerné est relié à la bordure de filet (16) en plus du
fil de liaison (20) au moyen d'un fil d'absorption (24) qui forme la section d'absorption.
5. Filet d'interception selon la revendication 4, caractérisé en ce que le fil d'absorption (24) relié à l'élément de masse (18) concerné est installé en
un autre emplacement de la bordure de filet (16) que le fil de liaison (20) appartenant
audit élément de masse (18).
6. Filet d'interception selon la revendication 5, caractérisé en ce que le fil d'absorption (24) est relié à la bordure de filet (16) le long d'une partie
au moins de la bordure de filet (16) de telle sorte que le fil d'absorption (24) soit
mobile par rapport à la bordure de filet (16) et le long de la bordure de filet (16).
7. Filet d'interception selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est formé par de premiers fils de filet (15a) et par de deuxièmes fils de filet
(15b), dans lequel les premiers fils de filet (15a) présentent des propriétés de matériau
autres que les deuxièmes fils de filet (15b), dans lequel les premiers fils de filet
(15a) et les deuxièmes fils de filet (15b) sont reliés les uns aux autres dans des
zones de croisement (32) et/ou sont transformés les uns avec les autres en des filaments,
lesquels forment les mailles (14) de la zone de récupération (12).
8. Filet d'interception selon la revendication 7, caractérisé en ce que les premiers fils de filet (15a) sont réalisés de telle sorte qu'ils se déchirent
au moins en partie lors du contact de la zone de récupération (12) avec un objet (28)
à intercepter, et que les deuxièmes fils de filet (15b) sont réalisés de telle sorte
qu'ils ne se déchirent pas lors du contact de la zone de récupération (12) avec l'objet
(28) à intercepter.
9. Filet d'interception selon la revendication 2, caractérisé en ce que les éléments de masse (18) présentent un élément de ressort (36) ou sont réalisés
en tant qu'élément de ressort (36), lequel est déformé lors du contact de la zone
de récupération (12) avec l'objet (28) à intercepter.
10. Filet d'interception selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est réalisé de manière polygonale, en particulier de manière triangulaire ou de
manière quadrangulaire, dans lequel un élément de masse (18) respectif est relié à
chaque coin du filet d'interception (10).
11. Filet d'interception selon la revendication 10, caractérisé en ce que tous les éléments de masse (18) présentent le même poids ou qu'au moins un des éléments
de masse (18a) présente un poids plus élevé que les autres éléments de masse (18b).
12. Dispositif d'interception pour intercepter des objets volants sans pilote, en particulier
des drones, comme des quadricoptères et similaires, comprenant
plusieurs éléments de guidage qui s'étendent de manière inclinée par rapport à un
axe longitudinal du dispositif d'interception et sont disposés de manière répartie
tout autour de l'axe longitudinal dans la direction périphérique,
un logement de filet, dans lequel les éléments de guidage sont disposés de manière
répartie autour du logement de filet dans la direction périphérique,
caractérisé en ce qu'un filet d'interception (10) selon l'une des revendications précédentes est logé dans
le logement de filet.
13. Dispositif d'interception selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un élément de masse (18) du filet d'interception (10) est associé à chaque élément
de guidage de manière à pouvoir accélérer chaque élément de masse (18) le long de
son élément de guidage.