Technisches Gebiet
[0001] Beispiele der vorliegenden Offenbarung betreffen eine optische Vorrichtung mit einem
Lichtpfad zum Leiten eines Lichtstrahls entlang eines Kreisbogens. Weitere Beispiele
der vorliegenden Offenbarung betreffen ein Verfahren zum Übertragen eines Signals
zwischen zwei zueinander rotierenden Einheiten unter Verwendung der optischen Vorrichtung.
[0002] Einige Beispiele der vorliegenden Offenbarung betreffen einen um eine Drehachse rotierenden
optisch-drahtlosen Transceiver und/oder einen optischen drahtlosen Transceiver für
Datenübertragung in 360° Rotation außerhalb einer freibleibenden Drehachse.
Hintergrund
[0003] Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, Datenübertragung über zwei zueinander
rotierende Bauteile zu ermöglichen. Dies ist mit Kabeln nicht oder nur sehr eingeschränkt
möglich. Zusätzlich muss die Rotationsachse einsatzbedingt oft freibleiben. Dies ist
zum Beispiel bei Computertomographen oder Motoren notwendig. Dabei wird ein besonderes
Augenmerk auf das Erreichen einer möglichst hohen Übertragungsbandbreite gelegt (>=1
Gbps).
[0004] Aktuelle industrielle Systeme basieren auf Datenübertragung mittels elektrischer
Kabel. An den Rotationsstellen wird mit Schleifringen und Kontaktbürsten gearbeitet.
Diese Systeme haben bauartbedingt eine begrenzte Lebensdauer durch den Verschleiß
der Kontakte. Weiter werden RF basierte Hohleitersysteme verwendet, in welchen ein
RF funkbasiertes Signal in einem Hohlleiter geführt wird. Vereinzelt gibt es auch
Patente welche optische Datenübertragung verwenden.
[0005] Durch die allseitige Signalausbreitung des elektrischen Signals/RF Funksignals auf
dem Schleifring und im Hohlleiter kommt es zu Mehrwegausbreitung. Das führt zu erheblichen
Laufzeitunterschieden und einer Limitierung der Übertragungsbandbreite. Am Markt übliche
System ermöglichen Datenraten im Bereich von etwa 100Mbit/s. Das Patent
DE 10 2007 041 927 A1 beschäftigt sich ebenfalls mit dem Problem und will dieses durch eine Anpassung von
Lichtwellenleitern, idealer Weise Single-Mode Fasern, mit einem Kerndurchmesser von
10µm, lösen. Die dünnen Fasern werden dabei so angepasst, dass zusätzlich zur Ein/Auskopplung
an der Stirnseite auch lateral Licht ein- oder ausgekoppelt werden kann. Dieser Ansatz
basiert auf dem Wellencharakter des Lichts. In einem weiteren Patent (
DE 28 46 526 A1) wird eine prinzipielle Vorrichtung zur optischen Datenübertragung in einem Computertomographen
beschrieben. Dasselbe gilt für
US 4109997, worin Datenraten von 1 Mbit/s bis 30 Mbit/s angepeilt werden. Ein weiteres Patent
US 2004/0062344 A1 bildet einen metallisch reflektierenden Hohlleiter in einem Kugelgelagerten Stator
Rotorsystems aus, um darin Daten zu übertragen.
Überblick
[0006] In Anbetracht dessen besteht ein Bedarf an einer optischen Vorrichtung, welche eine
Datenübertragung mit einer hohen Bandbreite zwischen zwei zueinander rotierenden Teilen
ermöglicht.
[0007] Eine Idee der vorliegenden Offenbarung besteht darin, eine Grenzfläche eines einen
Kreisbogen beschreibenden Lichtpfads zumindest teilweise so zu gestalten, dass ein
Lichtstrahl, welcher eine tangentiale Komponente entlang des Kreisbogens aufweist,
in den Lichtpfad eingekoppelt werden kann. Dies kann dadurch erreicht werden, dass
zumindest erste Grenzflächen von Lichtpfadelementen des Lichtpfads so orientiert sind,
dass ihre Orientierung, über die jeweilige erste Grenzfläche gemittelt, im Vergleich
zu einer tangentialen Orientierung verkippt ist. Somit entsteht eine Vorzugsrichtung
für Lichtstrahlen, deren tangentiale Komponente eine vorbestimmte Richtung aufweist.
Durch eine Anordnung der Lichtpfadelemente entlang des Lichtpfads kann so eine vorbestimmte
Laufrichtung für ein jeweiliges Lichtpfadsegment des Lichtpfads geschaffen werden.
Durch die Ausgestaltung der ersten Grenzflächen wird somit Licht, welches den Lichtpfad
entlang der vorbestimmten Laufrichtung durchläuft auf dem Lichtpfad gehalten, wohingegen
eine Ausbreitung von Licht entgegen der vorbestimmten Laufrichtung unterdrückt wird.
Ändert sich die tangentiale Position, an welcher Licht in den Lichtpfad eingekoppelt
wird, stetig, kann aufgrund der vorbestimmten Laufrichtung des Lichtpfads erreicht
werden, dass Licht in derselben zeitlichen Abfolge an einer bestimmten Position, beispielsweise
einem Ende, des Lichtpfads eintrifft, in der es in den Lichtpfad eingekoppelt wurde.
Dadurch werden hohe Datenraten ermöglicht. Zusätzlich gewährleistet die Ausgestaltung
der ersten Grenzflächen eine sehr effiziente Einkopplung von Lichtstrahlen in den
Lichtpfad, da ein den Lichtpfad in der vorbestimmten Laufrichtung durchlaufender Lichtstrahl
aufgrund der Verkippung der ersten Grenzflächen bei einer Reflexion an einer der ersten
Grenzflächen so reflektiert werden kann, dass ein Winkel zu der tangentialen Richtung
verkleinert wird. Bei einigen Beispielen kann dadurch eine Totalreflexion ermöglicht
werden. Bei weiteren Beispielen kann dadurch der Lichtpfad in radialer Richtung verkleinert
werden, so dass beispielsweise ein im Inneren des Lichtpfads freier Platz vergrößert
werden kann.
[0008] Beispiele der vorliegenden Offenbarung schaffen eine optische Vorrichtung, die einen
Lichtpfad zum Leiten eines Lichtstrahls entlang eines Kreisbogens aufweist. Der Lichtpfad
weist zumindest ein Lichtpfadsegment auf, das eine Anzahl tangential entlang des Lichtpfads
angeordneter Lichtpfadelemente aufweist. Jedes der Lichtpfadelemente ist in einer
radialen Richtung zumindest teilweise von einer ersten Grenzfläche begrenzt. Die ersten
Grenzflächen eines jeweiligen Lichtpfadsegments sind jeweils ausgebildet, um zumindest
Licht, welches von dem Lichtpfad mit einem Einfallswinkel größer als ein vorbestimmter
Winkel auf die jeweilige erste Grenzfläche trifft, zu reflektieren, um einen sich
in einer für das jeweilige Lichtpfadsegment vorbestimmten Laufrichtung entlang des
Lichtpfads ausbreitenden Lichtstrahl auf dem Lichtpfad zu halten. Ein erstes tangentiales
Ende der ersten Grenzflächen ist radial weiter vom Kreismittelpunkt des Kreisbogens
beabstandet, als ein zweites tangentiales Ende.
[0009] Durch eine solche Anordnung der tangentialen Enden der ersten Grenzflächen wird erreicht,
dass die Orientierung der ersten Grenzflächen im Vergleich zu einer Orientierung parallel
zu der tangentialen Richtung verkippt ist. Dadurch kann bezüglich der tangentialen
Richtung eine Vorzugsrichtung für die Reflexion von Lichtstrahlen an den ersten Grenzflächen
entstehen. Durch die Vorzugsrichtung für die Reflexion kann die vorbestimmte Laufrichtung
des jeweiligen Lichtpfadsegments erreicht werden, so dass Mehrfachausbreitung von
Licht in verschiedene Richtungen unterdrückt werden kann.
[0010] Die vorgestellte Lösungsidee kann sich deutlich von der Patentanmeldung
DE102017217110 A1 unterscheiden. Anders als
DE 10 2007 041 927 A1 basiert die Idee auf Strahlenoptik. Im Gegensatz zu
DE 28 46 526 A1,
US 2004/0062344 A1,
US 4109997 A jedoch sind Datenraten im Bereich von >10
9 bit/s möglich. Dies kann durch eine geordnete Strahlführung in der Lichtleiterstruktur
gelingen, um Mehrwegeausbreitung effektiv zu vermeiden. Der Ansatz der vorliegenden
Offenbarung basiert auf klassischer Strahlenoptik. Im Gegensatz zu den im Stand der
Technik bekannten Lösungen, bei welchem davon ausgegangen werden muss, dass die verwendeten
Strukturen keine spezielle Form haben und deshalb die Strahlen mehr oder weniger chaotisch
durch den Lichtleiter propagieren, können Beispiele der vorliegenden Offenbarung eine
geordnete Strahlführung auf einem Lichtpfad ermöglichen. Ferner kann durch die Anordnung
von Grenzflächen des Lichtpfads gemäß Beispielen der vorliegenden Offenbarung eine
Mehrwegeausbreitung von Lichtstrahlen auf dem Lichtpfad unterdrückt werden. Dadurch
können erhöhte Datenraten ermöglicht werden.
[0011] Bei Beispielen ist jede der ersten Grenzflächen eines jeweiligen Lichtpfadsegments
so ausgebildet, dass für jeden Punkt der ersten Grenzflächen eine Oberflächennormale
gegenüber einer Verbindungslinie zwischen dem jeweiligen Punkt der ersten Grenzflächen
und dem Kreismittelpunkt des Kreisbogens innerhalb der Kreisebene des Kreisbogens
in einer für das jeweilige Lichtpfadsegment vorbestimmten Rotationsrichtung rotiert
ist. Im Vergleich zu einer Fläche, deren Oberflächennormale gegenüber der Verbindungslinie
nicht rotiert ist, ist der Einfallswinkel eines Lichtstrahls, welcher eine tangentiale
Komponente in Richtung der vorbestimmten Laufrichtung hat, in jedem Punkt der ersten
Grenzflächen verringert. Somit ermöglicht diese Ausgestaltung der ersten Grenzflächen
eine besonders starke Ausprägung der Vorzugsrichtung für die Ausbreitung des Lichts
in dem Lichtpfadsegment. Bei Beispielen wird außerdem die Einkoppeleffizienz erhöht.
[0012] Bei Beispielen ist ein jeweiliger Schnitt der ersten Grenzflächen in der Kreisebene
des Kreisbogens bezüglich des Kreismittelpunkts konvex oder plan. Eine konvexe Ausgestaltung
ermöglicht es, einen Lichtstrahl besonders gut auf einem Kreisbogen förmigen Lichtpfad
zu halten. Somit kann eine radiale Ausdehnung des Lichtpfads verringert werden. Alternativ
kann eine Anzahl der Lichtpfadelemente geringgehalten werden, wodurch die optische
Vorrichtung einfacher zu implementieren ist. Eine plane Ausgestaltung der Grenzflächen
kann sehr kostengünstig realisiert werden, und kann beispielsweise in Kombination
mit einer hohen Anzahl von Lichtpfadelementen und/oder einer größeren radialen Ausdehnung
des Lichtpfads ein Leiten des Lichts auf dem Lichtpfad ermöglichen.
[0013] Bei Beispielen beschreibt ein Schnitt einer jeden der ersten Grenzflächen in der
Kreisebene des Kreisbogens des Lichtpfads einen Kreisbogen, auf welchen sich als Grenzflächen-Kreisbogen
bezogen wird. Eine Kreisbogen-förmige Ausgestaltung der ersten Grenzflächen ermöglicht
es, Lichtstrahlen sehr präzise auf dem Kreisbogen förmigen Lichtpfad zu halten.
[0014] Bei Beispielen beinhaltet das zumindest eine Lichtpfadsegment zumindest ein erstes
Lichtpfadsegment und ein zweites Lichtpfadsegment. Die für das erste Lichtpfadsegment
und das zweite Lichtpfadsegment jeweils vorbestimmten Laufrichtungen sind gegensätzlich.
Jedes der zwei Lichtpfadsegmente kann beispielsweise jeweils die Hälfte des Lichtpfads
umfassen. Durch die Kombination zweier Lichtpfadsegmente mit gegensätzlichen vorbestimmten
Laufrichtungen kann ein Laufzeitsprung vermieden werden. Ein Laufzeitsprung kann beispielweise
auftreten, wenn eine Sendeeinheit, die ein optisches Signal, welches in Form eines
Lichtstrahls in den Lichtpfad eingekoppelt werden soll, aussendet, an einer Position
des Lichtpfads an welcher das optische Signal in Form des Eingekoppelten Lichtstrahls
detektiert werden soll, vorbeirotiert. Besonders vorteilhafte wird die Kombination
zweier Lichtpfadsegmente damit kombiniert, dass eine Sendeeinheit welche auf einer
zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn relativ zu dem Lichtpfad rotierber angeordnet
ist, das optische Signal in Form zweier Licht strahlen, welche zueinander gegensätzliche
tangentiale Komponenten aufweisen, kombiniert. Durch die Kombination zweier Lichtpfadsegmente
mit gegensätzlichen vorbestimmten Laufrichtungen kann somit ermöglicht werden, dass
sich die Laufzeit vom Einkoppeln eines Lichtstrahls zu einem Punkt, an welchem das
eingekoppelte Licht detektiert werden soll, stetig mit der Position der Sendeeinheit
verändert. Durch die Vermeidung des Laufzeitsprungs werden sehr hohe Datenraten ermöglicht.
[0015] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung ferner eine stationär zu dem Lichtpfad
angeordnete Empfangseinrichtung auf. Die Empfangseinrichtung ist ausgebildet, um Licht,
welches eines der zumindest einen Lichtpfadsegmente in der vorbestimmten Laufrichtung
des jeweiligen Lichtpfadsegments durchläuft, oder durchlaufen hat, zu detektieren.
Somit kann Licht, das in der vorbestimmten Laufrichtung in den gleicht Pfad eingekoppelt
wird, detektiert werden. Da das zumindest eine Lichtpfadsegment eine Einopplung von
Licht entlang seines vollständigen Umfangs ermöglichen kann, kann somit eine Detektion
von Licht, welches an verschiedenen oder beliebigen tangentialen Positionen ausgesendet
wurde detektiert werden. Damit kann eine Übertragung eines Signals zwischen zwei zueinander
rotierenden Bauteilen zuverlässig ermöglicht, beispielsweise unabhängig von einem
relativen Rotationswinkel zwischen den zwei Bauteilen.
[0016] Bei Beispielen begrenzen die ersten Grenzflächen den Lichtpfad in radialer Richtung
nach außen, und sind als Spiegel für das Licht des Lichtpfads ausgebildet, um Licht,
welches von dem Lichtpfad auf die jeweilige erste Grenzfläche trifft, zu reflektieren.
Spiegel können einen hohen Reflexionsgrad ermöglichen. Die Anordnung der ersten Grenzflächen
als äußere Grenzen kann somit weitgehend verhindern, dass Licht den Lichtpfad nach
außen verlässt. Somit wird die optische Leistung im Inneren des Lichtpfads gehalten.
[0017] Bei Beispielen sind die ersten Grenzflächen entlang der axialen Richtung des Kreisbogens
konvex bezüglich des Kreismittelpunkts des Kreisbogens ausgebildet. Die ersten Grenzflächen
können somit fokussierend in Bezug auf die axiale Richtung wirken. Somit werden Lichtstrahlen,
welche eine Richtungskomponente entlang einer axialen Richtung aufweisen bei einer
Reflexion an einer der ersten Grenzflächen in Richtung der Kreisebene reflektiert,
so dass Lichtstrahlen präzise auf dem Lichtpfad gehalten werden können.
[0018] Bei Beispielen sind die Lichtpfadelemente von einem oder mehreren Lichtleitern gebildet.
Jedes der Lichtpfadelemente ist entlang einer radialen Richtung nach innen und nach
außen zumindest teilweise von jeweils einer unterschiedlichen aus der ersten Grenzfläche
und einer zweiten Grenzfläche begrenzt. Die zweiten Grenzflächen der Lichtpfadelemente
sind jeweils ausgebildet, um Licht, welches von dem Lichtpfad mit einem Einfallswinkel
großer als ein kritischer Winkel der jeweiligen zweiten Grenzfläche auf die jeweilige
zweite Grenzfläche trifft, zu reflektieren, um einen sich in einer für das jeweilige
Lichtpfadsegment vorbestimmten Laufrichtung entlang des Lichtpfads ausbreitenden Lichtstrahl
auf dem Lichtpfad zu halten. Die Lichtpfadelemente sind keilförmig und weisen an einem
ersten tangentialen Ende in radialer Richtung eine größere Ausdehnung auf, als an
einem zweiten tangentialen Ende. Lichtleiter sind in der Lage, Lichtstrahlen besonders
verlustarm zu leiten, auch auf einem gebogenen Lichtpfad, da bei einem Einfall eines
Lichtstrahls auf eine Grenzfläche des Lichtleiters mit einem Einfallswinkel großer
als der kritische Winkel Totalreflexion auftritt. Die Verwendung von Lichtleitern
ist in Verbindung mit der Ausgestaltung der ersten Grenzflächen besonders vorteilhaft,
da diese ermöglicht, dass ein Lichtstrahl, welcher von außerhalb des Lichtleiter,
also von außerhalb des Lichtpfads, in den Lichtleiter gebrochen wird, an einer zu
der Eintrittsfläche gegenüberliegenden Grenzfläche des Lichtleiters mittels Totalreflexion
reflektiert zu werden. Die Eintrittsfläche kann beispielsweise die erste Grenzfläche
oder eine der ersten Grenzfläche gegenüberliegenden Grenzfläche des Lichtleiters sein.
Die Ausgestaltung der ersten Grenzflächen als Grenzflächen eines Lichtleiterelements
ermöglicht also eine in Summe effiziente Einkopplung und Übertragung von Licht mittels
des Lichtpfads.
[0019] Bei Beispielen begrenzen die ersten Grenzflächen die Lichtpfadsegmente in radialer
Richtung nach außen, und die zweiten Grenzflächen die Lichtpfadsegmente in radialer
Richtung nach innen. Die zweiten Grenzflächen sind entsprechend der ersten Grenzflächen
ausgebildet, d.h. die zweiten Grenzflächen können die hierin beschriebenen Merkmale
der ersten Grenzflächen, insbesondere deren Ausgestaltung und Form, aufweisen. Dass
die zweiten Grenzflächen entsprechend der ersten Grenzflächen ausgebildet sind, soll
nicht bedeuten, dass die ersten Grenzflächen notwendigerweise identisch zu den zweiten
Grenzflächen sind, sondern dass die die ersten Grenzflächen kennzeichnenden Merkmale
auch auf die zweiten Grenzflächen zutreffen. Das erste tangentiale Ende der ersten
Grenzflächen eines jeweiligen Lichtpfadsegments ist dem zweiten tangentialen Ende
der zweiten Grenzflächen des jeweiligen Lichtpfadsegments in radialer Richtung gegenüberliegend
angeordnet. Dadurch, dass sowohl die ersten Grenzflächen als auch zweiten Grenzflächen
gegenüber einer tangentialen Orientierung verkippt sind, kann eine besonders starke
Keilform erreicht werden, das heißt der Winkel zwischen zwei gegenüberliegenden der
ersten und zweiten Grenzflächen kann besonders groß sein. Somit kann die Vorzugsrichtung
besonders stark ausgeprägt sein und ein Winkelbereich, in welchem eine Einkopplung
von Licht in den Lichtpfad erreicht werden kann, besonders groß sein.
[0020] Bei Beispielen begrenzen die ersten Grenzflächen die Lichtpfadsegmente in radialer
Richtung nach außen, und die zweiten Grenzflächen die Lichtpfadsegmente in radialer
Richtung nach innen. Die zweiten Grenzflächen sind entsprechend der ersten Grenzflächen
ausgebildet, wie oben beschrieben. Für die ersten Grenzflächen eines jeweiligen Lichtpfadsegments
ist die Richtung, entlang derer man von dem ersten tangentialen Ende entlang der jeweiligen
ersten Grenzfläche zu dem zweiten tangentialen Ende gelangt, der für das jeweilige
Lichtpfadsegment vorbestimmten Laufrichtung entgegengesetzt. Für die zweiten Grenzflächen
eines jeweiligen Lichtpfadsegments entspricht die Richtung, entlang derer man von
dem ersten tangentialen Ende entlang der jeweiligen zweiten Grenzfläche zu dem zweiten
tangentialen Ende gelangt, der für das jeweilige Lichtpfadsegment vorbestimmten Laufrichtung.
Diese Ausgestaltung weist die Vorteile des vorhergehenden Beispiels auf, und ermöglicht
zusätzlich eine flexiblere Implementierung bzw. Gestaltung der Lichtpfadsegmente.
[0021] Bei Beispielen sind die ersten und die zweiten Grenzflächen in tangentialer Richtung
zum Lichtpfads einander verschoben angeordnet. Durch eine solche Anordnung kann die
Einkoppeleffizienz für Licht, welches von außerhalb des Lichtpfads in den Lichtleiter
eingekoppelt werden soll, gegenüber einer Ausgestaltung, bei der jeweils eine der
ersten und der zweiten Grenzflächen einander gegenüberliegend angeordnet sind, verbessert
werden.
[0022] Bei Beispielen bilden die zweiten Grenzflächen eines jeweiligen Lichtpfadsegments
zusammen einen Kreisbogen um den Kreismittelpunkt des Lichtpfads. Bei dieser Ausgestaltung
der Lichtpfadsegmente ist die Grenzfläche des Lichtpfadsegments, welche von den zweiten
Grenzflächen gebildet wird besonders aufwandsarm herzustellen.
[0023] Bei Beispielen sind die die Lichtpfadelemente radial nach außen begrenzenden Grenzflächen
entlang der axialen Richtung des Kreisbogens konvex bezüglich des Kreismittelpunkts
des Kreisbogens ausgebildet. Ferner sind die die Lichtpfadelemente radial nach innen
begrenzenden Grenzflächen entlang der axialen Richtung des Kreisbogens konkav bezüglich
des Kreismittelpunkts des Kreisbogens ausgebildet. Die ersten und zweiten Grenzflächen
können somit fokussierend in Bezug auf die axiale Richtung wirken. Somit werden Lichtstrahlen,
welche eine Richtungskomponente entlang einer axialen Richtung aufweisen bei einer
Reflexion an einer der ersten oder zweiten Grenzflächen in Richtung der Kreisebene
reflektiert, so dass Lichtstrahlen präzise auf dem Lichtpfad gehalten werden können.
Die Lichtpfadsegmente weisen somit eine hohe Toleranz gegenüber dem Einstrahlwinkel
gegenüber der Kreisebene eines Lichtstrahls, welcher in den Lichtpfad eingekoppelt
werden soll auf. Somit kann die Einstrahlwinkel Cents erhöht werden.
[0024] Bei Beispielen liegt ein Keilwinkel zwischen jeweils einer der ersten Grenzflächen
und einer der zweiten Grenzflächen in einem Bereich zwischen 1° und 10° oder in einem
Bereich zwischen 2° und 6°. Der Keilwinkel ist dabei die Summe eines ersten Winkels
der jeweiligen ersten Grenzfläche und eines zweiten Winkels der jeweiligen zweiten
Grenzfläche. Der erste Winkel ist der kleinste Winkel zwischen der Verbindungslinie
zwischen dem ersten tangentialen Ende und dem zweiten tangentialen Ende der jeweiligen
ersten Grenzfläche und der Tangente an den Kreisbogen des Lichtpfads in einem Punkt,
der in tangentialer Richtung mittig zwischen dem ersten tangentialen Ende und dem
zweiten tangentialen Ende der jeweiligen ersten Grenzfläche liegt. Der zweite Winkel
ist der kleinste Winkel zwischen der Verbindungslinie zwischen dem ersten tangentialen
Ende und dem zweiten tangentialen Ende der jeweiligen zweiten Grenzfläche und der
Tangente an den Kreisbogen des Lichtpfads in einem Punkt, der in tangentialer Richtung
mittig zwischen dem ersten tangentialen Ende und dem zweiten tangentialen Ende der
jeweiligen zweiten Grenzfläche liegt. Liegt der Keilwinkel in diesem Bereich, kann
Licht besonders effizient in den Lichtpfad eingekoppelt werden. Liegt der Keilwinkel
in diesem Bereich, kann der Einstrahlwinkel so gewählt werden, dass an der Eintrittsgrenzfläche
geringe Verluste auftreten und gleichzeitig eine Totalreflexion des in das Lichtleiterelement
gebrochenen Lichtstrahls an der gegenüberliegenden Grenzfläche möglich ist. Verluste
an der Eintritts Grenzfläche können beispielsweise durch Rückreflexion oder fresnelsche
Verluste, auftreten, so dass ein Großteil der optischen Leistung an der Eintrittsgrenzfläche
in den Lichtleiter gebrochen wird.
[0025] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung zumindest eine Sendeeinheit auf. Die
zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad sind so angeordnet, dass die zumindest
eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn relativ zu dem
Lichtpfad rotierbar ist. Die zumindest eine Sendeeinheit ist ausgebildet, um zumindest
einen Lichtstrahl, welcher ein Signal signalisiert, in Richtung der Kreisbahn des
Lichtpfads auszusenden. Durch die Kombination der Sendeeinheit mit dem Lichtpfad der
optischen Vorrichtung kann eine unterbrechungsfreie Übertragung eines Signals zwischen
zwei rotierenden Bauteilen ermöglicht werden.
[0026] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung ferner zumindest eine Sendeeinheit
auf, wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad so angeordnet sind, dass
die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn
relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist. Dabei ist der Radius der konzentrischen Kreisbahn
kleiner als der Radius des Kreisbogens des Lichtpfads. Die zumindest eine Sendeeinheit
ist ausgebildet, um zumindest einen Lichtstrahl, welcher ein Signal signalisiert,
in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden. Dadurch, dass die konzentrische
Kreisbahn kleiner als der Radius des Lichtbogens des Lichtpfads ist, ist diese Anordnung
besonders gut geeignet um Licht in den Lichtpfad einzukoppeln, falls die zweiten Grenzflächen
von Spiegeln gebildet sind.
[0027] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung ferner zumindest eine Sendeeinheit
auf, wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad so angeordnet sind, dass
die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn
relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist. Der Radius der konzentrischen Kreisbahn kleiner
oder größer als der Radius des Kreisbogens des Lichtpfads. Diese Sendeeinheit ist
ausgebildet, um zumindest einen Lichtstrahl, welcher ein Signal signalisiert, in Richtung
der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden. Dabei ist die Abstrahlrichtung des zumindest
einen Lichtstrahls so gewählt, dass der zumindest eine Lichtstrahl bei einem auftreffen
auf eine der ersten Grenzflächen oder der zweiten Grenzflächen eines der zumindest
einen Lichtpfadsegmente durch Brechung in den Lichtpfad einkoppelt.
[0028] Bei Beispielen ist die Abstrahlrichtung des zumindest einen Lichtstrahls so gewählt,
dass der Einfallswinkel des zumindest einen Lichtstrahls beim Auftreffen auf eine
der ersten oder zweiten Grenzflächen weniger als 80° beträgt, oder weniger als 75°
beträgt, oder in einem Bereich zwischen 60° und 80° liegt, oder in einem Bereich zwischen
65° und 75° liegt. In einem Bereich von weniger als 80° oder weniger als 75° tretenden
besonders geringe fresnelsche Verluste auf. In einem Bereich von über 60° oder über
65° kann der eingekoppelte Lichtstrahl gegenüber einer gegenüberliegenden Grenzfläche
einen Einfallswinkel aufweisen, welcher Totalreflexion ermöglicht. Somit kann besonders
viel optische Leistung in den Lichtpfad eingekoppelt werden.
[0029] Bei Beispielen beinhaltet das zumindest eine Lichtpfadsegment ein erstes und ein
zweites Lichtpfadsegment. Die vorbestimmte Laufrichtung des ersten Lichtpfadsegments
ist der des zweiten Lichtpfadsegments entgegengesetzt. Ferner weist die optische Vorrichtung
zumindest eine Sendeeinheit auf. Der Lichtpfad und die zumindest eine Sendeeinheit
sind so angeordnet, dass die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad
konzentrischen Kreisbahn relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist. Die zumindest eine
Sendeeinheit ist ausgebildet, um einen ersten Lichtstrahl und einen zweiten Lichtstrahl
in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden. Eine tangentiale Komponente
des Richtungsvektors des ersten Lichtstrahls zeigt in die vorbestimmte Laufrichtung
des ersten Lichtpfadsegments, und eine tangentiale Komponente des Richtungsvektors
des zweiten Lichtstrahls zeigt in die vorbestimmte Laufrichtung des zweiten Lichtpfadsegments.
Somit kann, je nachdem an welcher Position relativ zu dem Lichtpfad sich die Sendeeinheit
befindet, entweder der erste Lichtstrahl in das erste Lichtpfadsegment eingekoppelt
werden, oder der zweite Lichtstrahl in das zweite Lichtpfadsegment eingekoppelt werden.
Somit ist eine unterbrechungsfreie Signalübertragung zwischen der Sendeeinheit und
dem Lichtpfad möglich, unabhängig von deren relativen Rotationsposition zueinander.
[0030] Bei Beispielen umfasst der Lichtpfad einen n-ten Bruchteil eines ganzen Kreises,
und die zumindest eine Sendeeinheit beinhaltet eine Anzahl von n Sendeeinheiten, welche
gleichverteilt auf der konzentrischen Kreisbahn angeordnet sind. Somit kann der Lichtpfad
sehr kompakt gestaltet werden, und gleichzeitig eine Signalübertragung entlang eines
ganzen Kreises von 360° erreicht werden.
[0031] Beispiele der vorliegenden Offenbarung schaffen ein Verfahren zum übertragen eines
Signals zwischen zwei zueinander rotierenden Einheiten unter Verwendung der optischen
Vorrichtung gemäß den zuvor beschriebenen Beispielen. Das Verfahren beinhaltet ein
Aussenden zumindest eines Lichtstrahls, welcher das Signal signalisiert. Ferner beinhaltet
das Verfahren ein Einkoppeln zumindest eines des zumindest einen Lichtstrahls in eines
der zumindest einen Lichtpfadsegmente, so dass der eingekoppelte Lichtstrahl sich
in der vorbestimmten Laufrichtung des Lichtpfadsegments ausbreitet. Außerdem beinhaltet
das Verfahren ein Detektieren des eingekoppelten Lichtstrahls, der sich in der vorbestimmten
Laufrichtung ausgebreitet hat, mittels einer stationär zu dem Lichtpfad angeordneten
Empfangseinrichtung.
Kurzbeschreibunq der Figuren
[0032] Beispiele der Offenbarung werden nachfolgend bezugnehmend auf die beigefügten Figuren
beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht eines idealen Lichtleiters mit seitlicher Lichteinstrahlung,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht eines idealen Lichtleiters mit seitlicher Lichteinstrahlung,
- Fig. 3
- eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung mit keilförmigen Lichtleiterelementen
gemäß einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 4
- eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung mit keilförmigen Lichtleiterelementen
gemäß einem weiteren Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht einer optischen Vorrichtung mit keilförmigen Lichtleiterelementen
gemäß einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 6
- eine Schnittansicht einer optischen Vorrichtung mit keilförmigen Lichtleiterelementen
gemäß einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 7
- eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung mit keilförmigen Lichtleiterelementen
gemäß einem weiteren Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 8
- eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung mit keilförmigen Lichtleiterelementen
gemäß einem weiteren Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 9
- eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung mit Spiegelelementen gemäß einem weiteren
Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 10
- eine Schnittansicht einer optischen Vorrichtung mit Spiegelelementen gemäß einem Beispiel
der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 11A-D
- schematische Darstellungen von Empfangseinrichtungen gemäß Beispielen der vorliegenden
Offenbarung,
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer Einkopplung eines Lichtstrahls in ein keilförmiges
Lichtleiterelement gemäß einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung keilförmiger Lichtpfadsegmente gemäß einem weiteren
Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung einer optischen Vorrichtung gemäß einem Beispiel der
vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung der Orientierung der ersten Grenzflächen gemäß einem
Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 16
- eine schematische Darstellung von Verbindungsflächen zwischen ersten Grenzflächen
gemäß einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 17
- ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Übertragen eines Signals gemäß einem Beispiel
der vorliegenden Offenbarung,
- Fig. 18
- eine schematische Darstellung der optischen Vorrichtung gemäß einem weiteren Beispiel
der Offenbarung.
Detaillierte Beschreibung
[0033] Im Folgenden werden Beispiele der vorliegenden Offenbarung detailliert und unter
Verwendung der beigefügten Beschreibungen beschrieben. In der folgenden Beschreibung
werden viele Details beschrieben, um eine gründlichere Erklärung von Beispielen der
Offenbarung zu liefern. Es ist jedoch für Fachleute offensichtlich, dass andere Beispiele
ohne diese spezifischen Details implementiert werden können. Merkmale der unterschiedlichen
beschriebenen Beispiele können miteinander kombiniert werden, es sei denn, Merkmale
einer entsprechenden Kombination schließen sich gegenseitig aus oder eine solche Kombination
ist ausdrücklich ausgeschlossen.
[0034] Es sei darauf hingewiesen, dass gleiche oder ähnliche Elemente oder Elemente, die
die gleiche Funktionalität aufweisen, mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen versehen
sein können oder gleich bezeichnet werden, wobei eine wiederholte Beschreibung von
Elementen, die mit dem gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen versehen sind oder gleich
bezeichnet werden, typischerweise weggelassen wird. Beschreibungen von Elementen,
die gleiche oder ähnliche Bezugszeichen aufweisen oder gleich bezeichnet werden, sind
gegeneinander austauschbar.
[0035] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung in Draufsicht eines Beispiels eines optischen
Datenlinks 100. Der optische Datenlink 100 besteht aus einer Sendeeinheit 150 und
einer Empfangseinheit 140. Der Datenlink kann eine Kommunikationswellenlänge im infraroten,
sichtbaren oder ultravioletten Spektralbereich nutzen. Dieser Spektralbereich wird
im Folgenden vereinfacht als "Licht" bezeichnet. Beide befinden sich neben der Rotationsachse
160 und bewegen sich auf einer Kreisbahn um diese Rotationsachse 160. Eine dauerhafte
Datenkommunikation ist ohne die vorgeschlagene Erfindung nicht möglich, da sich Sendeeinheit
und Empfangseinheit nur in einer Position direkt gegenüberstehen.
[0036] Ausführungsbeispiele der Lösungsidee beschreiben eine Lichtleitstruktur 120, welche
es ermöglicht die optische Verbindung zwischen Sender und Empfänger permanent zu ermöglichen.
Dabei kann die Lichtleitstruktur 120 der Empfangseinheit 140 zugeordnet sein und kann
das von der Sendeeinheit ausgesendete Licht, unabhängig von dessen Position auf der
Umlaufbahn um die Rotationsachse, zur Empfangseinheit weiterleiten.
[0037] Ein Ausführungsbeispiel der erfinderischen Idee liegt dabei in der Lichtleitstruktur
und ist von der Lichtleitung in einem mathematischen Torus abgeleitet. Licht welches
sich tangential in einem optischen Medium, das wie ein Torus geformt ist, bewegt wird
darin nahezu verlustfrei durch Totalreflexion geleitet. Diese Struktur kann also eine
ideale Lichtleiterstruktur 120 darstellen. An einer Position dieses Torus kann dann
eine Empfangseinheit 140 angeordnet sein, welche Licht und damit das optische Signal
empfängt. Zum Beispiel wird dies über eine entsprechende Auskoppelstruktur gewährleistet.
Um jedoch Daten zu übertragen muss das optische Signal verlässlich in jeder Position
einer 360° Rotation in die Lichtleiterstruktur eingekoppelt werden.
[0038] Das in Fig. 1 gezeigte System weist eine Lichtleiterstruktur in Form eines Torus
auf. Es werden zwei exemplarische Sender Positionen 150a, 150b gezeigt. Dabei wird
einmal exemplarisch von Radial außerhalb 150b und einmal innerhalb 150a eingestrahlt.
Die Sendestrahlen 110a, 110b, 111a, 111b treffen dabei unter einem sehr großen Winkel
auf die Lichtleiterstruktur 120 auf. Die Strahlen 112a, 112b, 113a, 113b werden dann
in den Torus hineingebrochen, so dass Sie unter einem wesentlich spitzeren Winkel
auf die jeweils gegenüberliegende zweite Grenzfläche treffen. Die beiden konzentrischen
Grenzflächen 180, 190 wirken, anders als in der schematischen Zeichnung, auf das einfallende
Licht wie eine Planparallele Platte, da die Radien in einem Realen System deutlich
größer und die Dicken eines solchen Torus zum Radius deutlich kleiner sind. Das bedeutet,
das einfallende Licht verlässt den Torus unter demselben Winkel unter welchem es auf
den Torus eingefallen ist. Es kann also kein Licht in den Lichtleiter eingekoppelt
werden, da aufgrund des spitzen Winkels keine Totalreflexion stattfindet. Das Licht
verlässt die Ringstruktur wieder.
[0039] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt entlang einer radialen Richtung des in Fig. 1 gezeigten
optischen Datenlinks. Wie in Fig. 2 verdeutlicht, ist auch eine zusätzliche schräge
Einstrahlung bezüglich des Querschnittes des Torus nicht ausreichend um das Licht,
basierend auf Totalreflexion, einzukoppeln. Eingangsstrahlen 110a, 110b werden in
den Torus hineingebrochen. Dargestellt durch die Querschnittsfläche 220. Die Eingekoppelten
strahlen 112a, 112b treffen auf die jeweils gegenüberliegende Grenzfläche 180, 190
und verlassen den Lichtleiter 120 wieder. Dabei können Transmitter 150a, 150b 360°
um den Querschnitt angeordnet werden.
[0040] Beispiele der vorliegenden Offenbarung sehen vor, die Lichtleiterstruktur dahingehend
anzupassen, dass eine seitliche Einkopplung möglich ist. Bei weiteren Beispiele kann
der Kerngedanke auch ohne Lichtleiter umgesetzt werden, beispielsweise mit Spiegelelementen.
[0041] Fig. 14 zeigt eine schematische Darstellung einer optischen Vorrichtung 10 gemäß
einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung. Die optische Vorrichtung 10 weist einen
Lichtpfad 20 zum Leiten eines Lichtstrahls entlang eines Kreisbogens 11 auf. Der Lichtpfad
20 weist zumindest ein Lichtpfadsegment 30 auf, welches eine Anzahl tangential entlang
des Lichtpfads 20 angeordnete Lichtpfadelemente 40 aufweist. Eine radiale Richtung
ist eine Richtung in der Kreisebene des Kreisbogens 11, welche durch den Kreismittelpunkt
12 des Kreisbogens 11 verläuft, wohingegen eine tangentiale Richtung eine Richtung
senkrecht zu einer radialen Richtung bezeichnet. Jedes der Lichtpfadelemente 40 wird
in einer radialen Richtung zumindest teilweise von einer ersten Grenzfläche 42 begrenzt.
Die ersten Grenzflächen 42 eines jeweiligen Lichtpfadsegments 40 sind jeweils ausgebildet,
um zumindest Licht, welches von dem Lichtpfad 20 mit einem Einfallswinkel größer als
ein vorbestimmter Winkel auf die jeweilige erste Grenzfläche trifft, zu reflektieren,
um einen sich in einer für das jeweilige Lichtpfadsegment vorbestimmten Laufrichtung
entlang des Lichtpfads ausbreitenden Lichtstrahl auf dem Lichtpfad zu halten. Ein
erstes tangentiales Ende 44 der ersten Grenzfläche 42 ist radial weiter vom Kreismittelpunkt
12 des Kreisbogens 11 beabstandet, als ein zweites tangentiales Ende 46 der ersten
Grenzfläche 42. Eine tangentiale Richtung kann auch als azimutale Richtung bezeichnet
werden. Unter einem tangentialen Ende kann ein Ende in Bezug auf eine tangentiale
Richtung verstanden werden. Dabei bezeichnet das erste tangentiale Ende das Ende in
einer ersten tangentialen Richtung, und das zweite tangentiale Ende das Ende in der
der ersten tangentialen Richtung entgegengesetzten zweiten tangentialen Richtung.
[0042] Die ersten Grenzflächen 42 können als Grenzflächen zwischen verschiedenen Materialien
verstanden werden, von welchen eines beispielsweise Luft sein kann. Dabei kann bei
Beispielen der Lichtpfad 20 in Luft verlaufen, und die ersten Grenzflächen 42 Grenzflächen
zu einem optisch dichteren Material, beispielsweise einem Metall, darstellen, so dass
Licht, welches von dem Lichtpfad auf die ersten Grenzflächen trifft reflektiert wird.
Bei weiteren Beispielen kann der Lichtpfad 20 zumindest teilweise von einem für das
Licht des Lichtstrahls transparenten Festkörper gebildet werden, beispielsweise einem
Lichtleiter, und die ersten Grenzflächen 42 Grenzflächen zu einem optisch weniger
dichten Material darstellen, beispielsweise Luft, so dass Licht, welches von dem Lichtpfad
20 mit einem Einfallswinkel größer als der kritische Winkel der ersten Grenzflächen
42 auf eine der ersten Grenzflächen 42 trifft mittels Totalreflexion reflektiert wird.
Der kritische Winkel ist dabei durch die optische Dichte oder den Brechungsindex der
zwei Materialien, welche die ersten Grenzflächen 42 bilden, definiert. Somit kann
sich der vorbestimmte Winkel auf den kritischen Winkel der jeweiligen ersten Grenzfläche
42 beziehen.
[0043] Sofern auf einen Einfallswinkel Bezug genommen wird, ist in der Regel der Winkel
zwischen dem einfallenden Lichtstrahl und dem Einfallslot, d.h. der Normalen auf die
Grenzfläche im Einfallspunkt, gemeint.
[0044] Bei Beispielen der optischen Vorrichtung 10 kann der Lichtpfad 20 also durch eine
Lichtleiterstruktur verlaufen, dessen Grenzflächen die ersten und zweiten Grenzflächen
des Lichtpfads beinhalten. Beispiele der optischen Vorrichtungen 10 können also ähnlich
der in den Fig. 1 und 2 gezeigten optischen Vorrichtung 100, 200 sein, wobei die Lichtleiterstruktur
120 erfindungsgemäß wie in Hinblick auf Fig. 14 implementiert ist.
[0045] Bei dem in Fig. 14 gezeigten Beispiel umfasst der Kreisbogen 11, den der Lichtpfad
20 beschreibt, einen Kreisbogenwinkel 32 von 120°. Bei weiteren Beispielen umfasst
der Lichtpfad 20 einen kleineren oder größeren Winkelbereich, z. B. einen vollständigen
Kreis.
[0046] Ferner beinhaltet der Lichtpfad 20 bei dem in Fig. 14 gezeigten Beispiel zumindest
ein Lichtpfadsegment 30. Für die ersten Grenzflächen 42 eines jeweiligen Lichtpfadsegments
30 kann eine Richtung entlang des Lichtpfads 20, entlang derer man von dem ersten
tangentialen Ende 44 entlang der jeweiligen ersten Grenzfläche 42 zu dem zweiten tangentialen
Ende 46 gelangt, einheitlich sein. In anderen Worten, die ersten Grenzflächen 42 eines
jeweiligen Lichtpfadsegments 30 können in Bezug auf die tangentialen Richtungen an
den Positionen der jeweiligen ersten Grenzflächen 42 in die gleiche Richtung verkippt
oder geneigt sein. Somit kann für Licht innerhalb eines jeweiligen Lichtpfadsegments
30 die vorbestimmte Laufrichtung des jeweiligen Lichtpfadsegments 30 erreicht werden.
[0047] Dadurch, dass das erste tangentiale Ende 44 radial weiter vom Kreismittelpunkt 12
beabstandet ist als das zweite tangentialen Ende 46, kann eine gemittelte Ausrichtung
der ersten Grenzfläche 42 gegenüber der Tangente an den Kreisbogen 11 an der Position
(beispielsweise ein Mittelpunkt in tangentialer Richtung) der ersten Grenzfläche 42
rotiert sein. Somit wird ein Lichtstrahl, welcher auf die erste Grenzfläche 42 trifft,
im Vergleich mit einer Grenzfläche, deren mittlere Ausrichtung gegenüber der Tangente
nicht rotiert ist, abhängig von der Richtung der tangentialen Komponente des Lichtstrahls,
entweder mehr oder weniger stark in die tangentiale Richtung reflektiert. Somit entsteht
abhängig von der Orientierung der ersten Grenzflächen 42 eine Vorzugsrichtung, die
vorbestimmte Laufrichtung 34, für die Ausbreitung eines Lichtstrahls entlang des Lichtpfads
innerhalb eines jeweiligen Lichtpfadsegments 30. Somit wird Licht, welches sich auf
dem Lichtpfad 20 in der vorbestimmten Laufrichtung 34 bewegt, bevorzugt auf dem Lichtpfad
20 gehalten. Im Gegensatz dazu, kann Licht, welches sich auf dem Lichtpfad 20 entgegen
der vorbestimmten Laufrichtung bewegt in seiner Ausbreitung auf dem Lichtpfad 20 unterdrückt
werden, beispielsweise indem es aus dem Lichtpfad 20 gelenkt wird. Dadurch, dass das
jeweilige Lichtpfadsegment 30 eine vorbestimmte Laufrichtung 34 aufweist, und somit
ein Auftreten unterschiedlicher Laufrichtungen unterdrückt wird, kann vermieden werden,
dass ein optisches Signal, welches in Form eines Lichtstrahls in den Lichtpfad 20
eingekoppelt wird, an einer Position, an welcher das optische Signal ausgelesen werden
soll, zu mehreren verschiedenen Zeiten auftritt.
[0048] Ferner kann die Orientierung der ersten Grenzflächen 42 eine Einkopplung eines Lichtstrahls
von außerhalb des Lichtpfads 20 begünstigen oder ermöglichen, beispielsweise dadurch,
dass durch die Orientierung der ersten Grenzflächen eine Totalreflexion eines Lichtstrahls,
welcher von außerhalb des Lichtpfads 20 in den Lichtpfad 20 eingekoppelt wurde ermöglicht
wird. Somit kann ein Lichtstrahl, welcher von außerhalb des Lichtpfads 20 in das Lichtpfadsegment
30 eingekoppelt wird, bis zu einem tangentialen Ende des Lichtpfadsegments 30 propagieren.
Das tangentiale Ende des Lichtpfadsegments 30 kann das tangentiale Ende, zu welchem
die vorbestimmte Laufrichtung 34 des Lichtpfadsegments 30 zeigt, bezeichnen.
[0049] Die Anzahl der Lichtpfadelemente 42 des Lichtpfadsegments 30 kann von der Länge des
Kreisbogens 11, sowie einer radialen Abmessung des Lichtpfads abhängen. Ein in radialer
Richtung von dem Lichtpfad benötigter Platz kann bei Beispielen mit zunehmender Anzahl
der Lichtpfadelemente abnehmen. Bei Beispielen liegt der Radius des Kreisbogens 11
in der Größenordnung von cm oder m. Es sind aber auch kleinere oder größere Radien
möglich. Für einen Radius ∼ m kann der Lichtpfad zum Beispiel eine radiale Abmessung
- cm haben. Obwohl das in Fig. 14 gezeigte Lichtpfadsegment 30 zur Anschaulichkeit
zwei Lichtpfadelemente 42 aufweist, kann die Anzahl der Lichtpfadelemente 42 in der
Regel sehr viel größer sein.
[0050] Bei Beispielen beträgt die radiale Länge der Lichtpfadsegmente 42 zwischen 1 % und
20 % des Radius des Kreisbogens 11. Dementsprechend kann die Anzahl der Lichtpfadsegmente
42 des Lichtpfads 20 in Abhängigkeit von dem Kreisbogenwinkel 32 des Lichtpfads 20
zwischen 2 und 50 Lichtpfadsegmente je 90° des Kreisbogenwinkels 32 betragen.
[0051] Fig. 15 zeigt ein Beispiel einer möglichen Ausbildung der ersten Grenzflächen 42.
Bei diesem Beispiel ist jede der ersten Grenzflächen 42 eines jeweiligen Lichtpfadsegments
30 so ausgebildet, dass für jeden Punkt 43 der ersten Grenzflächen 42 eine Oberflächennormale
45 gegenüber einer Verbindungslinie 47 zwischen dem jeweiligen Punkt 43 der ersten
Grenzfläche 42 und dem Kreismittelpunkt 12 des Kreisbogens 11 innerhalb der Kreisebene
des Kreisbogens 11 in einer für das jeweilige Lichtpfadsegment 30 vorbestimmten Rotationsrichtung
49 rotiert ist. Als Rotationsrichtung 49 kann die Richtung der kleinstmöglichen Rotation,
welche nötig ist um von der Verbindungslinie 47 zu der Oberflächennormalen 45 zu gelangen,
bezeichnet werden.
[0052] Eine solche Formung der ersten Grenzflächen 42 hat zur Folge, dass bei einer Reflexion
eines Lichtstrahls an einer der ersten Grenzflächen 42 der kleinste Winkel zwischen
dem Lichtstrahl und einer Tangente an den Kreisbogen 11 des Lichtpfads 20 in der tangentialen
Position der Reflexion kleiner wird. Somit kann beispielsweise für Lichtstrahlen mit
Tangentialkomponente in der vorbestimmten Laufrichtung ein Einfallswinkel eines Auftreffens
auf eine weitere Grenzfläche des Lichtpfadsegments 30 verkleinert werden.
[0053] Bei Beispielen der in Fig. 14 beschriebenen optischen Vorrichtung ist ein jeweiliger
Schnitt der ersten Grenzflächen 42 in der Kreisebene des Kreisbogens 11 bezüglich
des Kreismittelpunkts 12 konvex oder plan. Dies kann eine Ausführungsform der im Hinblick
auf Fig. 15 beschriebenen ersten Grenzflächen 42 sein. Beispielsweise kann der Schnitt
der ersten Grenzflächen in der Kreisebene des Kreisbogens 11 einen Kreisbogen, welche
als Grenzflächen-Kreisbogen bezeichnet werden kann, beschreiben.
[0054] Jeweils zwei der ersten Grenzflächen 42, welche entlang der tangentialen Richtung
einander nachfolgend angeordnet sind, können durch eine Verbindungsfläche verbunden
sein. Somit kann beispielsweise abwechselnd jeweils eine der ersten Grenzflächen und
eine Verbindungsfläche tangential entlang des Lichtpfads nebeneinander angeordnet
sein.
[0055] Fig. 16 zeigt Verbindungsflächen 48 gemäß Beispielen der vorliegenden Offenbarung.
Es sind zwei Beispiele für Ausschnitte einer Grenzfläche 1630a und 1630b eines Lichtpfadsegments
30 gezeigt. Jeweils zwei erste Grenzflächen 42 können demnach durch eine Verbindungsfläche
48 verbunden sein. Ein Winkel zwischen den ersten Grenzflächen 42 und der Verbindungsfläche
48 am jeweiligen Verbindungspunkt kann flach, rechtwinklig oder spitz ausgestaltet
sein.
[0056] Die Verbindungsfläche 48 kann in Bezug auf eine Spiegelung an einer zu der Kreisebene
senkrechten Fläche durch den Kreismittelpunkt 12 und den Verbindungspunkt der Verbindungsfläche
48 mit der ihr angrenzenden ersten Grenzfläche 42 asymmetrisch zu der ihr angrenzenden
ersten Grenzfläche 42 ausgebildet sein. Somit wird eine Vorzugsrichtung für Licht
entlang der vorbestimmten Laufrichtung 34 erreicht.
[0057] Verbindungsflächen 48 können zusammen mit den ersten Grenzflächen 42 das Lichtpfadsegment
30 in einer radialen Richtung zumindest teilweise begrenzen, und somit gemeinsam eine
Grenzfläche des Lichtpfadsegments 30 bilden. Bei Beispielen ist das Verhältnis, in
welchem die Verbindungsfläche 48 und die ersten Grenzflächen 42 zu der Grenzfläche
des Lichtpfadsegments, welche von diesen gebildet wird, beitragen größer als 1:5 oder
größer als 1:10 oder größer als 1:20 (Beitrag der Verbindungsfläche 48 : Beitrag der
ersten Grenzflächen 42).
[0058] Bei Beispielen der in Fig. 14 beschriebenen optischen Vorrichtung 10 weist die optische
Vorrichtung 10 ferner eine stationär zu dem Lichtpfad 20 angeordnete Empfangseinrichtung
70 auf. Die Empfangseinrichtung 70 ist ausgebildet, um Licht, welches eines der zumindest
einen Lichtpfadsegmente 30 in der vorbestimmten Laufrichtung 34 des jeweiligen Lichtpfadsegments
30 durchläuft, zu detektieren. Die Empfangseinrichtung 70 kann ausgelegt sein, um
Licht, welches die Position der Empfangseinrichtung 70 über den Lichtpfad 20 erreicht,
aus dem Lichtpfad 20 zu detektieren oder auszukoppeln um es zu detektieren. Dazu kann
die Empfangseinrichtung 70 an dem tangentialen Ende des zumindest einen Lichtpfadsegments
30 angeordnet sein. Zum Beispiel kann die Empfangseinrichtung 70 infolge einer Detektion
des Lichts ein Signal bereitstellen.
[0059] Fig. 18 zeigt eine schematische Darstellung der optischen Vorrichtung 10 gemäß einem
weiteren Beispiel. Bei dem in Fig. 18 gezeigten Beispiel beinhaltet die optische Vorrichtung
10 ein erstes Lichtpfadsegment 30a und ein zweites Lichtpfadsegment 30b. Das erste
und das zweite Lichtpfadsegment 30a und 30b sind jeweils ein Repräsentant des zumindest
einen Lichtpfadsegments 30. Das erste Lichtpfadsegment 30a hat eine vorbestimmte Laufrichtung
34a. Das zweite Lichtpfadsegment 30b hat eine vorbestimmte Laufrichtung 34b. Die vorbestimmte
Laufrichtung 34a und die vorbestimmte Laufrichtung 34b sind Beispiele der vorbestimmten
Laufrichtung 34. Die vorbestimmten Laufrichtungen 34a, 34b des ersten und des zweiten
Lichtpfadsegments 30a, 30b sind gegensätzlich.
[0060] Die Beschreibung des Lichtpfadsegments 30 kann sowohl auf das erste Lichtpfadsegment
30a als auch auf das zweite Lichtpfadsegment 30b zutreffen.
[0061] Das erste Lichtpfadsegment 30a beinhaltet eine Anzahl k von Lichtpfadelementen 40a-1,
40a-2, 40a-3, ..., 40a-k. Das zweite Lichtpfadsegment 30b beinhaltet eine Anzahl m
von Lichtpfadelementen 40b-1, 40b-2, 40b-3, ..., 40b-m. Die Anzahl k und die Anzahl
m können identisch sein. Das erste Lichtpfadsegment 30a und das zweite Lichtpfadsegment
30b können jeweils einzeln ein Beispiel für das Lichtpfadsegment 30 darstellen oder
diesem entsprechen.
[0062] Das erste Lichtpfadsegment und das zweite Lichtpfadsegment können tangential entlang
des Lichtpfads angeordnet sein, und können aneinander angrenzend angeordnet sein.
Das zweite Lichtpfadsegment kann so angeordnet sein, dass sein tangentiales Ende neben
dem tangentialen Ende des ersten Lichtpfadsegments angeordnet ist.
[0063] Die Empfangseinrichtung 70 kann an dem tangentialen Ende beider der ersten und zweiten
Lichtpfadsegmente angeordnet sein. D.h., das tangentiale Ende des ersten Lichtpfadsegments
kann angrenzend an das tangentiale Ende des zweiten Lichtpfadsegments angeordnet sein.
Alternativ kann die Empfangseinrichtung 70 zwischen den tangentialen Enden des ersten
und des zweiten Lichtpfadsegments angeordnet sein.
[0064] Beinhaltet der Lichtpfad ein einzelnes Lichtpfadsegment, kann es beim Vorbeirotieren
eines Senders an der Empfangseinrichtung 70 zu einem Laufzeitsprung kommen, weil das
Licht wenn es an einem Ende des Lichtpfads eingekoppelt wird, aufgrund der vorbestimmten
Laufrichtung, das komplette Laufzeitsegment, beispielsweise eine komplette Runde im
Lichtleiter, zurücklegen muss, während es zuvor an dem anderen Ende des Lichtpfads
nahe der Empfangseinrichtung eingekoppelt wurde, und somit nahezu direkt eingestrahlt
hat. Da hingegen kann mit zwei Lichtpfadelementen mit gegensätzlicher vorbestimmter
Laufrichtung eine höhere Datenrate erreicht werden, da sich beispielsweise die Laufzeit
von einem Sender zu der Empfangseinrichtung bei einer Rotation stetig ändert.
[0065] In Fig. 18 ist ferner eine erste Sendeeinheit 80a und eine zweite Sendeeinheit 80b
gezeigt, welche Teil der optischen Vorrichtung 10 sein können oder im Betrieb der
optischen Vorrichtung 10 neben dieser angeordnet sein können. Die Sendeeinheiten 80a,
80b sind auf einer zu dem Lichtpfad 20 konzentrischen Kreisbahn 86, relativ zu dem
Lichtpfad 20 rotierbar angeordnet. Bei dem in Fig. 18 gezeigten Beispiel senden die
Sendeeinheiten 80 a, 80 b jeweils einen ersten Lichtstrahl 82a-1, 82b-1 aus, welcher
eine tangentiale Komponente entlang der Laufrichtung 34a des ersten Lichtpfadsegments
30a hat, und jeweils einen zweiten Lichtstrahl 82a-2, 82b-2, welcher eine tangentiale
Komponente entlang der Laufrichtung 34b des zweiten Lichtpfadsegments 30b hat. Die
Lichtstrahlen der 82a-1, 82a-2 ersten Sendeeinheit sind so ausgerichtet, dass sie
an einem Punkt 84a, welcher von der Rotationsposition der Sendeeinheit 82a bezüglich
des Lichtpfads 20 abhängt, auf den Lichtpfad 20 treffen. Je nachdem ob die Lichtstrahlen
auf das erste Lichtpfadsegment oder auf das zweite Lichtpfadsegment treffen, koppelt
zumindest einer der Lichtstrahlen in das jeweilige Lichtpfadsegment ein.
[0066] Bei dem in Fig. 18 gezeigten Beispiel umfasst der Lichtpfad 20 einen Winkel Kreisbogen
32 von 180°, wobei jedes der Lichtpfad Segmenten 30a, 30b die Hälfte des Lichtpfads
20 umfasst. Durch die Anordnung der Sendeeinheiten 80a, 80b auf der konzentrischen
Kreisbahn gegenüberliegend voneinander ist gewährleistet, dass für jeden Rotationswinkel
zwischen den Sendeeinheiten 80a, 80b und dem Lichtpfad 20 zumindest eine der Sendeeinheiten
80a, 80b so positioniert ist, dass zumindest einer der Lichtstrahlen der zumindest
einen Sendeeinheit in den Lichtpfad 20 einkoppeln kann. Um dies zu erreichen, kann
die Anzahl der Sendeeinheiten zumindest so groß wie der von dem Lichtpfad 20 umfasste
Bruchteil eines ganzen Kreises gewählt sein. Dadurch kann eine unterbrechungsfreie
Signalübertragung zwischen den Sendeeinheiten und der Empfangseinrichtung 70 für alle
Rotationswinkel zwischen den Sendeeinheiten und dem Lichtpfad 20 bzw. zu der Empfangseinrichtung
70 gewährleistet sein.
[0067] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung 10 also zumindest eine Sendeeinheit
80a, 80b auf, wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad 20 so angeordnet
sind, dass die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen
Kreisbahn relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist. Die zumindest eine Sendeeinheit
ist ausgebildet, um zumindest einen Lichtstrahl 82a-1, 82a-2, 82b-1, 82b-2, welcher
ein Signal signalisiert, in Richtung der Kreisbahn 11 des Lichtpfads 20 auszusenden,
d.h. beispielsweise, die Kreisbahn 11 auf welcher der Lichtpfad relativ zu der zumindest
einen Sendeeinheit rotierbar angeordnet ist. Der Radius der konzentrischen Kreisbahn
kann größer oder kleiner als der Radius des Kreisbogens 11 des Lichtpfads 20 sein.
Der Lichtstrahl ist so ausgerichtet, dass das Licht des Lichtstrahls in den Lichtpfad
einkoppeln kann, also den Lichtpfad beleuchtet. Eine Abstrahlrichtung relativ zu der
Sendeeinheit kann dabei fest sein. Durch Rotieren der Sendeeinheit relativ zu dem
Lichtpfad kann der Lichtstrahl an verschiedenen oder beliebigen tangentialen Positionen
in den Lichtpfad eingekoppelt werden. Zum Beispiel kann die Sendeeinheit in radialer
Richtung neben dem Lichtpfad angeordnet sein. Bei Beispielen, wie in Bezug auf Fig.
5 näher erläutert, kann die Sendeeinheit an einer beliebigen Position um den Querschnitt
des Lichtpfads angeordnet sein. Der Querschnitt ist dabei ein Schnitt entlang einer
zu der Kreisebene senkrechten Ebene. Ein oder mehrere oder alle Sendeeinheiten der
zumindest einen Sendeeinheit können relativ zueinander fest angeordnet sein.
[0068] Bei Beispielen umfasst der Lichtpfad einen n-ten Bruchteil eines ganzen Kreises,
und die zumindest eine Sendeeinheit beinhaltet eine Anzahl von n Sendeeinheit, welche
gleichverteilt auf der konzentrischen Kreisbahn angeordnet sind, d.h. die Sendeeinheiten
sind um Winkel von 360°/n voneinander beabstandet.
[0069] Die Anzahl der Lichtstrahlen, welche von jeder der Sendeeinheiten 80a, 80b ausgesendet
werden, kann von der Anzahl der Lichtpfadsegmente 40, 40a, 40b des Lichtpfads abhängig
sein. Eine tangentiale Komponente der von den Sendeeinheiten ausgesendeten Lichtstrahlen
kann an die vorbestimmte Laufrichtung der Lichtpfade angepasst sein. Somit kann für
einen Lichtpfad mit einem einzelnen Lichtpfadsegment, wie beispielsweise in Fig. 14
gezeigt, jede der Sendeeinheiten einen Lichtstrahl aussenden, während es für einen
Lichtpfad mit zwei Lichtpfadsegmente mit gegensätzlichen vorbestimmten Laufrichtungen
zweckmäßig sein kann, dass jede der Sendeeinheiten zwei Lichtstrahlen mit gegensätzlichen
tangentialen Komponenten aussendet.
[0070] Bei Beispielen, bei denen das zumindest eine Lichtpfadsegment ein erstes und ein
zweites Lichtpfadsegment 34a, 34b beinhaltet, und die optische Vorrichtung 10 die
zumindest eine Sendevorrichtung 80a, 80b aufweist, kann die die zumindest eine Sendeeinheit
ausgebildet sein, um einen ersten Lichtstrahl 82a-1, 82b-1 und einen zweiten Lichtstrahl
82a-2, 82b-2, in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden. Eine tangentiale
Komponente des Richtungsvektors des ersten Lichtstrahls 82a-1, 82b-1 zeigt in die
vorbestimmte Laufrichtung 34a des ersten Lichtpfadsegments 30a, und eine tangentiale
Komponente des Richtungsvektors des zweiten Lichtstrahls 82a-2, 82b-2 zeigt in die
vorbestimmte Laufrichtung 34b des zweiten Lichtpfadsegments 30b. Der erste Lichtstrahl
und der zweite Lichtstrahl können das identische Signal zeitgleich transportieren.
Die zwei Lichtstrahlen können so ausgerichtet sein, dass sie an derselben Position
84a in den Lichtpfad eintreten, mit gegensätzlichen Tangentialkomponenten ihrer Richtung.
[0071] Weitere Beispiele der optischen Vorrichtung 10 mit einem ersten Lichtpfadsegment
und einem zweiten Lichtpfadsegment sind im Hinblick auf die Figuren 3-7 und 9 und
10 beschrieben.
[0072] Im Folgenden werden Beispiele der optischen Vorrichtung 10 beschrieben, bei denen
der Lichtpfad 20 mittels Lichtleiterstrukturen oder mittels Spiegelelementen implementiert
ist. Die Anzahl der Lichtpfadsegmente, die Länge deren Kreisbögen, sowie die Anzahl
der Sendeeinheiten und/oder die Anzahl der von den jeweiligen Sendeeinheiten ausgesendeten
Lichtstrahlen kann dabei unabhängig davon gewählt sein, ob die optische Vorrichtung
mittels Lichtleiterstrukturen oder mittels Spiegelelementen implementiert ist, so
dass Ausführungsformen, welche an Lichtleiterstrukturen gezeigt sind, auch mittels
Spiegelelementen implementiert werden können und umgekehrt.
[0073] Fig. 4 zeigt eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung 400 gemäß einem Beispiel
der vorliegenden Offenbarung. Die optische Vorrichtung 400 kann der optischen Vorrichtung
10 entsprechen. Der Lichtpfad der optischen Vorrichtung 400 weist ein erstes Lichtpfadsegment
434 und ein zweites Lichtpfadsegment 436 auf, die Beispiele für das Lichtpfadsegment
30, 30a, 30b darstellen, und deren vorbestimmte Laufrichtungen 130 entgegengesetzt
sind. Die vorbestimmten Laufrichtungen 130 sind Beispiele der vorbestimmten Laufrichtung
34.
[0074] Die Lichtpfadsegmente 434, 436 weisen Lichtpfadelemente 121 auf, welche den Lichtpfadelementen
40 aus Fig. 14 bzw. den Lichtpfadelementen 40a-1, ... 40b-k, 40b-1, ..., 40b-m entsprechen
können, sind von einem oder mehreren Lichtleitern gebildet. Jedes der Lichtpfadelemente
121 ist entlang einer radialen Richtung nach außen jeweils zumindest teilweise von
ersten Grenzfläche 442 begrenzt. Die ersten Grenzflächen 442 können den ersten Grenzflächen
42 entsprechen. Ferner ist jedes der Lichtpfadelemente 121 entlang einer radialen
Richtung nach innen jeweils zumindest teilweise von einer zweiten Grenzfläche 452
begrenzt. Die ersten Grenzflächen 442 können jeweils Teil einer äußeren Grenzfläche
190 eines Lichtleiters 120 sein. Die zweiten Grenzflächen 452 können jeweils Teil
einer inneren Grenzfläche 180 des Lichtleiters 120 sein. In anderen Worten, die optische
Vorrichtung 400 beinhaltet eine Lichtleiterstruktur mit keilförmigen Lichtleiterelementen
an einer Außenseite 190 der Lichtleiterstruktur. Bei alternativen Beispielen ist jedes
der Lichtpfadelemente 121 entlang einer radialen Richtung nach innen jeweils zumindest
teilweise von einer der zweiten Grenzflächen 452 begrenzt und entlang einer radialen
Richtung nach außen jeweils zumindest teilweise von einer ersten Grenzfläche 442 begrenzt.
D.h., jedes der Lichtpfadelemente 121 ist entlang einer radialen Richtung nach innen
und nach außen zumindest teilweise von jeweils einer unterschiedlichen aus der ersten
Grenzfläche 42, 442 und einer zweiten Grenzfläche 452 begrenzt. Die zweiten Grenzflächen
452 der Lichtpfadelemente sind jeweils ausgebildet, um Licht, welches von dem Lichtpfad
mit einem Einfallswinkel größer als ein kritischer Winkel der jeweiligen zweiten Grenzfläche
auf die jeweilige zweite Grenzfläche trifft, zu reflektieren, um einen sich in einer
für das jeweilige Lichtpfadsegment vorbestimmten Laufrichtung 130 entlang des Lichtpfads
ausbreitenden Lichtstrahl auf dem Lichtpfad zu halten. Die Lichtpfadelemente 121 sind
keilförmig und weisen an einem ersten tangentialen Ende 454 in radialer Richtung eine
größere Ausdehnung auf als an einem zweiten tangentialen Ende 456.
[0075] Die Lichtpfadelemente 121 können beispielsweise so angeordnet sein, dass für die
Lichtpfadelemente eines jeweiligen Lichtpfadsegments 434, 436 die Richtung entlang
des Lichtpfads, entlang derer man von dem ersten tangentialen Ende 454 des Lichtpfadelements
über das Lichtpfadelement zu dem zweiten tangentialen Ende 456 des Lichtpfadelements
gelangt, einheitlich ist. Für die Lichtpfadelemente eines jeweiligen Lichtpfadsegments
434, 436 kann die Richtung entlang des Lichtpfads, entlang derer man von dem ersten
tangentialen Ende 454 entlang des Lichtpfadelements zu dem zweiten tangentialen Ende
456 des Lichtpfadelements gelangt, der für das jeweilige Lichtpfadelement vorbestimmten
Laufrichtung 130 entgegengesetzt sein.
[0076] Bei Beispielen, wie in Fig. 4 gezeigt, bilden die zweiten Grenzflächen 452 eines
jeweiligen Lichtpfadsegments zusammen einen Kreisbogen um den Kreismittelpunkt des
Lichtpfads.
[0077] Weitere Details der optischen Vorrichtung 400 sind in Hinblick auf Fig. 3 beschrieben.
Ferner sind Merkmale, welche in Bezug auf Fig. 1 und Fig. 2 erklärt sind, auch auf
die Vorrichtung 400 anwendbar, wobei sich diese zumindest in der Ausgestaltung der
Lichtleiterelemente und somit in der Ausbreitung der Lichtstrahlen von der Vorrichtung
100, 200 unterscheidet.
[0078] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer optischen Vorrichtung 300 gemäß
einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung. Die optische Vorrichtung 300 kann der
optischen Vorrichtung 10 entsprechen. Bei der optischen Vorrichtung 300 begrenzen
die ersten Grenzflächen 342 die Lichtpfadsegmente 334, 336 in radialer Richtung nach
außen, und die zweiten Grenzflächen 352 die Lichtpfadsegmente in radialer Richtung
nach innen. Die zweiten Grenzflächen 352 sind entsprechend der ersten Grenzflächen
ausgebildet. D.h., das hierin, insbesondere auch in Hinblick auf Fig. 14 und Fig.
4 in Bezug auf die ersten Grenzflächen 42, 442 Beschriebene, beispielsweise zu Orientierung
und Anordnung der ersten Grenzflächen 42, 442 trifft soweit nicht anders beschrieben
auch auf die zweiten Grenzflächen 352 der optischen Vorrichtung 300 zu. Dass die zweiten
Grenzflächen entsprechend der ersten Grenzflächen ausgebildet sind, soll nicht bedeuten,
dass innerhalb eines Ausführungsbeispiels die ersten Grenzflächen im Vergleich zu
den zweiten Grenzflächen notwendigerweise identisch zu den zweiten Grenzflächen ausgestaltet
sind. Die optische Vorrichtung 400 weist ein erstes Lichtpfadsegment 334 und ein zweites
Lichtpfadsegment 336 auf, deren vorbestimmte Laufrichtungen 130 gegensätzlich sind.
Die ersten Grenzflächen 342 können jeweils Teil der äußeren Grenzfläche 190 des Lichtleiters
120 sein, und können entsprechend der ersten Grenzflächen 442 angeordnet sein. Die
zweiten Grenzflächen 352 können jeweils Teil einer inneren Grenzfläche 180 des Lichtleiters
120 sein.
[0079] Bei Beispielen der optischen Vorrichtung 300 liegt das erste tangentiale Ende 44a
der ersten Grenzflächen 342 eines jeweiligen Lichtpfadelements dem zweiten tangentialen
Ende 46b der zweiten Grenzfläche 352 des jeweiligen Lichtpfadelements in radialer
Richtung gegenüber. Entsprechend liegt das zweite tangentiale Ende 46a der ersten
Grenzflächen ferner 342 eines jeweiligen Lichtpfadelements dem ersten tangentialen
Ende 44b der zweiten Grenzfläche 352 des jeweiligen Lichtpfadelements in radialer
Richtung gegenüber, so wie in Fig. 3 gezeigt. Somit ist eine Verkippung der ersten
und zweiten Grenzflächen in Bezug auf die tangentiale Richtung, oder die Rotationsrichtung
49 der Oberflächennormalen 45 wie in Bezug auf Fig. 15 erklärt, für die ersten Grenzflächen
342 und die zweiten Grenzflächen 352 entgegengesetzt.
[0080] Fig. 13 zeigt einen Ausschnitt des Lichtpfadsegments 334, 336 gemäß einem weiteren
Beispiel. Der gezeigte Ausschnitt beinhaltet die Lichtpfadsegmente 40-1, 40-2, 40-3.
Bei dem in Fig. 13 gezeigten Beispiel ist für die ersten Grenzflächen 342 eines jeweiligen
Lichtpfadsegments 334, 336 die Richtung, entlang derer man von dem ersten tangentialen
Ende 44a entlang der jeweiligen ersten Grenzfläche 352 zu dem zweigen tangentialen
Ende 46a gelangt, der für das jeweilige Lichtpfadsegment 334, 336 vorbestimmten Laufrichtung
130 entgegengesetzt. Für die zweiten Grenzflächen 352 eines jeweiligen Lichtpfadsegments
334, 336 entspricht dagegen die Richtung, entlang derer man von dem ersten tangentialen
Ende 44b entlang der jeweiligen zweiten Grenzfläche zu dem zweiten tangentialen Ende
46b gelangt, der für das jeweilige Lichtpfadsegment 334, 336 vorbestimmten Laufrichtung.
Auch bei diesem Beispiel können die zweiten Grenzflächen entsprechend der ersten Grenzflächen
ausgebildet sein. Somit ist die Verkippung bezüglich der jeweiligen tangentialen Richtung,
oder die Rotationsrichtung 49 der Oberflächennormalen 45 wie in Bezug auf Fig. 15
erklärt, für die ersten Grenzflächen 342 und die zweiten Grenzflächen 352 entgegengesetzt.
Das führt zu einer keilförmigen Ausgestaltung der Lichtpfadelemente, wobei die tangentialen
Enden der jeweiligen ersten und zweiten Grenzflächen eines Lichtpfadelements sich
nicht zwangsläufig gegenüberliegen müssen. Vielmehr können diese versetzt zueinander
angeordnet sein.
[0081] Das kann beispielsweise heißen, dass für ein Lichtpfadsegment 342 eine Richtung entlang
des Lichtpfads, entlang derer man von dem ersten tangentialen Ende 44b der zweiten
Grenzflächen 352 entlang der zweiten Grenzflächen 352 zu dem zweiten tangentialen
Ende 46b der zweiten Grenzflächen 352 gelangt, gegensätzlich zu einer Richtung entlang
des Lichtpfads sein kann, entlang derer man von dem ersten tangentialen Ende 44a der
ersten Grenzflächen 342 entlang der ersten Grenzflächen 46a zu dem zweiten tangentialen
Ende der ersten Grenzflächen 342 gelangt.
[0082] Beispielsweise können die ersten und die zweiten Grenzflächen 342, 352 in tangentialer
Richtung zum Lichtpfad zueinander verschoben angeordnet sein. Zum Beispiel unterscheiden
sich die tangentialen Positionen zumindest mehrerer der ersten und zweiten Enden der
ersten Grenzflächen von den tangentialen Positionen der ersten und zweiten Enden der
zweiten Grenzflächen. Dadurch kann möglicherweise eine Einkoppeleffizienz erhöht werden.
[0083] Die optische Vorrichtung 400 kann also der optischen Vorrichtung 300 entsprechen,
wobei die Lichtleiterstruktur der optischen Vorrichtung 400 dahingehend angepasst
ist, dass nur die äußere Grenzfläche 190 angepasst ist um eine Keilförmige Struktur
zu erzeugen. Ebenso ist es denkbar nur die innere Grenzfläche anzupassen. Somit können
die ersten Grenzflächen 342 den ersten Grenzflächen 442 wie im Hinblick auf Fig. 4
beschrieben entsprechen. Beispiele der optischen Vorrichtung 300 können sich von Beispielen
der optischen Vorrichtung 400 also hauptsächlich durch die Ausgestaltung der Lichtpfadelemente
121 unterscheiden. Sowohl bei der optischen Vorrichtung 300 als auch bei der optischen
Vorrichtung 400 führt die Ausgestaltung der Lichtpfadelemente 121 zu einer keilförmigen
Anordnung gegenüberliegender erster und zweiter Grenzflächen.
[0084] Bei Beispielen beträgt ein Keilwinkel (beispielsweise der Keilwinkel 1248 wie in
Bezug auf Fig. 12 beschrieben) zwischen jeweils einer der ersten Grenzflächen oder
der zweiten Grenzflächen zwischen 1° und 10° oder zwischen 2° und 6°. Der Keilwinkel
ist dabei die Summe eines ersten Winkels der jeweiligen ersten Grenzfläche und eines
zweiten Winkels der jeweiligen zweiten Grenzfläche. Die jeweilige erste Grenzfläche
42 und die jeweilige zweite Grenzfläche können demselben Lichtpfadelement 42 zugeordnet
sein. Der erste Winkel ist der kleinste Winkel zwischen der Verbindungslinie zwischen
dem ersten tangentialen Ende 44a und dem zweiten tangentialen Ende 46a der jeweiligen
ersten Grenzfläche 342 und der Tangente an den Kreisbogen 11 des Lichtpfads in einem
Punkt, der in tangentialer Richtung mittig zwischen dem ersten tangentialen Ende 44a
und dem zweiten tangentialen Ende 46a der jeweiligen ersten Grenzfläche liegt. Der
zweite Winkel ist der kleinste Winkel zwischen der Verbindungslinie zwischen dem ersten
tangentialen Ende 44b und dem zweiten tangentialen Ende 46b der jeweiligen zweiten
Grenzfläche 352 und der Tangente an den Kreisbogen 11 des Lichtpfads in einem Punkt,
der in tangentialer Richtung mittig zwischen dem ersten tangentialen Ende 44b und
dem zweiten tangentialen Ende 46b der jeweiligen zweiten Grenzfläche liegt. Dies kann
entsprechend auf die erste Grenzfläche 442 und die zweite Grenzfläche 452 der in Fig.
4 gezeigten Ausführungsform zutreffen, wobei die ersten Enden der jeweiligen Grenzflächen
an dem ersten Ende 454 des Lichtpfadsegments 121 und die zweiten Enden der jeweiligen
Grenzflächen an dem zweiten Ende 456 des Lichtpfadsegments 121 angeordnet sein können.
[0085] In anderen Worten, bei den in Fig. 3 und Fig. 4 gezeigten optischen Vorrichtungen
300, 400 sind die äußere Grenzfläche 190 und innere Grenzfläche 180 keilförmig zueinander
angeordnet. Daraus ergibt sich, dass der Abstand zwischen beiden Grenzflächen nicht
mehr konstant ist, sondern ausgehend von einem Minimalabstand b1 ansteigt bis zu einem
Maximalabstand b2. Die Lichtleiterstruktur setzt sich dafür aus mehreren Keilförmigen
Teilstücken 121 zusammen, welche miteinander verbunden sind. Durch die Keilförmige
Anordnung ist es möglich, die eingekoppelten Strahlen 112a, 112b durch dann mögliche
Totalreflexion an einem Austreten aus dem Lichtleiter 120 zu hindern und damit sicher
in die Lichtleiterstruktur einzukoppeln. Die Einkopplung wird dabei nur in eine Richtung
ermöglicht 110a, 110b. Es entsteht eine Vorzugsrichtung 130 in welche die Lichtleiterstruktur
sowohl eine Einkopplung als auch eine Weiterleitung unterstützt. Für Licht in entgegengesetzter
Richtung 111a, 111b wird dies unterbunden. Dies ist in Bezug auf die gewünschten Datenraten
wichtig, um zum Beispiel auch mehr Wege Ausbreitung zu unterbinden. Die Sendeeinheit
150 ist vorteilhafterweise dafür ausgebildet, in beide Umlaufrichtungen Licht 110a,
110b, 111a, 111b auszusenden. Über die Lichtleiterstruktur wird dann immer nur der
Teilstrahl mit dem kürzesten Lichtweg zwischen Sender 150 und Empfänger 140 weitergeleitet.
Steht der Sender genau 180° versetzt zum Empfänger, tritt ein Sonderfall ein, in welchem
beide Teilstrahlen 110, 111 weitergeleitet werden. Durch die dann gleiche Weglänge
ist keine Mehrwegeausbreitung gegeben und eine Datenrate im Bereich >10
9 bit/s möglich.
[0086] An der Kontaktstelle zweier Keilförmiger Teilstücke entsteht in Ausbreitungsrichtung
130 eine Stufe 301 beim Übergang von einem breiten Ende eines Teilstücks b2 auf ein
schmales Ende des darauffolgenden Teilstücks. Diese Flächen 301, 302 stellen potentiell
eine Auskoppelstelle dar und können zu einer Teilweisen Lichtauskopplung und damit
Verlust führen. Über die Stärke der Keilform (b1 - b2) und den Übergangsstellen 301,
302 kann gezielt eine Signaldämpfung eingestellt werden um gezielt Mehrwegeausbreitung
zu unterbinden. Auf dies weise wird sichergestellt, dass das Datensignal nur auf dem
Kürzesten Weg übertragen wird.
[0087] In Fig. 3 und Fig. 4 sind ferner zwei Sendeeinheiten 150a, 150b gezeigt, wovon eine
oder beide optional Teil der optischen Vorrichtung 300 sein können. Die Sendeeinheit
150a ist in radialer Richtung innerhalb des Lichtpfads angeordnet, während die Sendeeinheit
150b in radialer Richtung außerhalb des Lichtpfads angeordnet ist. Somit stellen die
Sendeeinheiten 150a und 150b jeweils ein Beispiel für die Anordnung einer Sendeeinheit,
beispielsweise einer der Sendeeinheiten 80a oder 80b dar. Es kann ausreichend oder
sogar vorteilhaft sein, an einer tangentialen Position entweder innerhalb oder außerhalb
des Lichtpfads eine Sendeeinheit anzuordnen. Die Sendeeinheit 150a, 150b ist ausgelegt,
um einen ersten Lichtstrahl 110a, 110b und einen zweiten Lichtstrahl 111a, 111b in
den Lichtpfad zu strahlen. Der erste Lichtstrahl 110 a, 110 b weist eine tangentiale
Komponente in Richtung der vorbestimmten Laufrichtung 130 des ersten Lichtpfadsegments
334, 434 auf. Der zweite Lichtstrahl 111 a, 111b weist eine tangentiale Komponente
in Richtung der vorbestimmten Laufrichtung 130 des zweiten Lichtpfadsegments 336,
436 auf. Trifft der erste Lichtstrahl 110 a bzw. 110 b auf eine Eintrittsgrenzfläche
eines der Lichtpfadelemente 121 des ersten Lichtpfadsegments 334, 434, so wird der
Lichtstrahl in den Lichtleiter, bzw. den Lichtpfad, gebrochen, so dass sich in dem
Lichtleiter ein Eintrittslichtstrahl 112a bzw. 112b ausbreitet. Die Eintrittsgrenzfläche
kann dabei die erste oder die zweite Grenzfläche 342, 352, 442, 452 des Lichtpfadelements
121 sein, je nach Anordnung der Grenzflächen und je nachdem ob die Sendeeinheit 150a,
150b innerhalb oder außerhalb des Lichtpfads angeordnet ist. Trifft der Eintrittslichtstrahl
112a bzw. 112b auf eine der Eintrittsgrenzfläche gegenüberliegende Grenzfläche des
Lichtpfadsegments, kann aufgrund der Orientierung der ersten und/oder zweiten Grenzflächen
342, 352, 442, 452 der Eintrittswinkel des Eintritts Lichtstrahls auf die der Eintrittsgrenzfläche
gegenüberliegende Grenzfläche so groß sein, dass Totalreflexion auftritt und sich
somit ein reflektierter Lichtstrahl 116a, 116b innerhalb des Lichtpfads ausbreitet.
Trifft der zweite Lichtstrahl 111 a bzw. 111 b auf die Eintrittsgrenzfläche eines
der Lichtpfadelemente 121 des ersten Lichtpfadsegments 334, 434, so wird der Lichtstrahl
in den Lichtleiter, bzw. den Lichtpfad, gebrochen, so dass sich in dem Lichtleiter
ein Eintrittslichtstrahl 113a bzw. 113b ausbreitet. Trifft der Eintrittslichtstrahl
113a bzw. 113b auf eine der Eintrittsgrenzfläche gegenüberliegende Grenzfläche des
Lichtpfadsegments, kann aufgrund der Orientierung der ersten und/oder zweiten Grenzflächen
342, 352, 442, 452 der Eintrittswinkel des Eintrittslichtstrahls auf die der Eintrittsgrenzfläche
gegenüberliegende Grenzfläche so groß sein, dass der reflektierte Lichtstrahl 115a,
115b aus dem Lichtpfad austritt. Somit entsteht die vorbestimmte Laufrichtung bzw.
Vorzugsrichtung des Lichtpfadsegments. Im Hinblick auf das zweite Lichtpfadsegment
336, 436 können die Rollen der ersten Lichtstrahlen 110a, 110b und zweiten Lichtstrahlen
111a, 111b aufgrund deren gegensätzlicher Tangentialkomponenten vertauscht sein.
[0088] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung 300, 400 ferner zumindest eine der
Sendeeinheiten 150a, 150b auf. Dabei ist die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad
so angeordnet, dass die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen
Kreisbahn relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist, wobei der Radius der konzentrischen
Kreisbahn kleiner oder größer als der Radius des Kreisbogens des Lichtpfads ist. Dabei
ist die zumindest eine Sendeeinheit ausgebildet, um zumindest einen Lichtstrahl 110a,
110b, 111a, 111b, welcher ein Signal signalisiert, in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads
auszusenden. Die Abstrahlrichtung des zumindest einen Lichtstrahls ist so gewählt
ist, dass der zumindest eine Lichtstrahl bei einem Auftreffen auf eine der ersten
Grenzflächen 42, 342, 442 oder der zweiten Grenzflächen 352, 452 eines des zumindest
einen Lichtpfadsegments 30, 334, 336, 434, 436 durch Brechung in den Lichtpfad einkoppelt.
Zum Beispiel ist die Abstrahlrichtung so gewählt, dass an der ersten oder zweiten
Grenzfläche, an welcher der Lichtstrahl auf das Lichtpfadelement trifft, also bei
Einkopplung, so wenig wie möglich Fresnelreflexion entstehen gleichzeitig aber an
gegenüberliegen Grenzfläche noch Totalreflexion stattfindet.
[0089] Bei Beispielen ist die Abstrahlrichtung des zumindest einen Lichtstrahls 110a, 110b,
111a, 111b so gewählt, dass der Einfallswinkel des zumindest einen Lichtstrahls beim
Auftreffen auf eine der ersten oder zweiten Grenzflächen weniger als 80° beträgt,
oder weniger als 75° beträgt, oder in einem Bereich zwischen 60° und 80° liegt, oder
in einem Bereich zwischen 65° und 75° liegt. Für eine Grenzfläche zwischen Luft oder
einem anderen Gas und einem Lichtwellenleiter wird in diesem Bereich des Einfallswinkels
ein großer Teil des Lichtstrahls in den Lichtpfad gebrochen. Ferner wird ermöglicht,
dass der Eintrittslichtstrahl 112a, 112b an der der Eintrittsgrenzfläche gegenüberliegenden
Grenzfläche gebrochen mittels Totalreflexion reflektiert wird. Der Einfallswinkel
ist auch in Bezug auf Fig. 12 näher erläutert.
[0090] Bei Beispielen sind die die Lichtpfadelemente der Lichtpfadsegmente 334, 336, 434,
436 radial nach außen begrenzenden Grenzflächen 190 entlang der axialen Richtung des
Kreisbogens konvex bezüglich des Kreismittelpunkt 12 des Kreisbogens ausgebildet sind,
und wobei die die Lichtpfadelemente radial nach innen begrenzenden Grenzflächen 180
entlang der axialen Richtung des Kreisbogens konkav bezüglich des Kreismittelpunkts
des Kreisbogens ausgebildet sind. Beispiele solcher Lichtpfadsegmente sind in den
Fig. 5 und 6 gezeigt.
[0091] Fig. 5 zeigt eine Schnittansicht entlang einer Ebene entlang der Mittelpunktsachse
160 einer optischen Vorrichtung 500 gemäß einem Beispiel der Offenbarung. Die optische
Vorrichtung 500 kann der optischen Vorrichtung 300, 400 entsprechen. Die optische
Vorrichtung 500 beinhaltet eine Lichtleiterstruktur mit keilförmigen Lichtleiterelementen
und kreisrunder Querschnittsfläche. Die Keilform der Lichtleitelemente wird hierbei
durch zwei kreisförmige Querschnittsprofile b1, b2 dargestellt. Der gestrichelte Kreis
stellt das schmalere Ende eines keilförmigen Lichtleiterelementes 121 dar. Der durchgezogene
Kreis das breitere Ende eines keilförmigen Lichtleiterelements 121. Der Querschnitt
der Lichtleiterstruktur 220 ist symmetrisch kreisrund. Die Sendeeinheit 150a und/oder
die Sendeeinheit 150b kann in diesem Fall um 360° um die Querschnittsfläche bezüglich
der Kreisebene des Lichtpfads angeordnet sein. Die gezeigten Sendeeinheiten sind hier
als beispielhaft zu sehen. Es ist technisch möglich mehrere Sender um die Querschnittsfläche
220 der Lichtleiterstruktur anzuordnen, um zum Beispiel die zur Verfügung stehende
optische Leistung zu erhöhen. Die Verwendung eines einzelnen Senders an einer jeweiligen
tangentialen Position hat aber den Vorteil, dass es einfacher ist, beide Signale synchron
zu führen und ohne Laufzeitunterschiede am Empfänger 140 zu detektieren.
[0092] Fig. 6 zeigt eine Schnittansicht einer optischen Vorrichtung 600 gemäß einem Beispiel
der Offenbarung. Die optische Vorrichtung 600 beinhaltet eine Lichtleiterstruktur
mit keilförmigen Lichtleiterelementen und gewölbter Innen und Außenfläche. Die optische
Vorrichtung 600 kann der optischen Vorrichtung 300 oder 400 entsprechen. Fig. 6 zeigt
die optische Vorrichtung 600 im Querschnitt entlang einer Ebene entlang der Mittelpunktsachse
160. Im Unterschied zu der optischen Vorrichtung 500 weist der Lichtleiter der optischen
Vorrichtung 600 eine angepasste, nicht kreisrunde Querschnittsfläche auf. Die Innere
Grenzfläche 180 und die äußere Grenzfläche 190 sind hier nicht zwingend miteinander
verbunden. Dies hat zur Folge, dass eine obere Verbindungsfläche 610 und/oder eine
untere Verbindungsfläche 620 entstehen kann. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich.
Die Außen und Innen Flächen können auch direkt miteinander verbunden sein. Die Form
der inneren und äußeren Grenzflächen kann verschiedene Formen annehmen. Dies können
sphärische, asphärische, parabolische Krümmungen oder auch beliebige Freiformen sein.
Eine gezielte geordnete Lichtführung ist hier anzustreben, um einen Laufzeitunterschied
zu vermeiden, welcher ansonsten die maximale Datenrate limitieren würde.
[0093] Durch die Keilförmige Anordnung der Innen- und Außenflächen, wie in Bezug auf die
Figuren 3 bis 8 gezeigt, wird das Licht in Vörzugsrichtung 130 weniger stark zur Rotationsachse,
sondern mehr nach radial außen reflektiert. Im Idealfall wird das Licht, wenn es einmal
eingekoppelt ist, ausschließlich von der äußeren Grenzfläche geführt und berührt die
Innenfläche gar nicht. Über die Ausformung dieser 190 kann dadurch das Lichtsignal
sehr gut gesteuert/geführt werden und eine Mehrwegeausbreitung verhindert/minimiert
werden. Dies trifft insbesondere auf die beschriebenen Ausführungsformen 300, 400,
500, 600, 700, 800, 900 mittels Lichtleiterelementen oder Spiegelelementen zu, aber
auch allgemein für erfindungsgemäße Ausgestaltung der Lichtpfadsegmente 30 der optischen
Vorrichtung 10.
[0094] Fig. 7 zeigt eine Draufsicht einer optischen Vorrichtung 700 gemäß einem Beispiel
der Offenbarung. Die optische Vorrichtung 700 beinhaltet eine Lichtleiterstruktur
mit keilförmigen Lichtleiterelementen. Die optische Vorrichtung 700 kann der optischen
Vorrichtung 10 entsprechen, und kann außerdem der optischen Vorrichtung 300, 500,
600 entsprechen, mit dem Unterschied, dass sie einer Vielzahl mindestens 2 an Sendeelementen
150, welche gleichverteilt um die Rotationsachse entweder innerhalb 150a, 150c oder
außerhalb 150b, 150d dem Bereich der Lichtleiterstruktur angeordnet sind. Durch die
Erhöhung der Senderanzahl, kann die Größe der Lichtleiterstruktur reduziert werden.
Dabei muss die Lichtleiterstruktur gerade so groß sein, dass mindestens ein Sender
immer den Empfänger über die Lichtleiterstruktur erreichen kann. Je mehr Sender vorhanden
sind desto kleiner kann theoretisch die Lichtleiterstruktur werden. Die Lichtleiterstruktur
ist dabei gespiegelt aufgebaut und die Empfängereinheit sitzt in der Mitte, so dass
die Spiegelachse genau durch den Empfänger verläuft. Die Keil Struktur ist wiederum
so aufgebaut, dass die Vorzugsrichtung 130 von beiden Seiten hin zum Empfänger 140
verlaufen. Das ist erforderlich, um eine unterbrechungsfreie Datenübertragung während
Rotation zu gewährleisten. Laufzeitunterschiede zwischen zwei unterschiedlich zum
Empfänger beabstandeten Sendern werden durch die gezielte Dämpfung der Lichtleiterstruktur
vermieden. Es setzt sich so immer der Sender mit dem kürzesten Abstand durch. Sinken
die Laufzeitunterschiede zwischen den Sendern, durch weiter rotieren gleichen sich
auch die Anteile am Empfangssignal an. Auf diese Weise wird ein Laufzeitsprung vermieden
und eine unterbrechungsfreie Übertragung gelingt.
[0095] Fig. 8 zeigt eine Darstellung einer optischen Vorrichtung 800 gemäß einem Beispiel
der Offenbarung. Die optische Vorrichtung 800 beinhaltet eine Lichtleiterstruktur
mit keilförmigen Lichtleiterelementen ohne symmetrische Anordnung, beispielsweise
mit nur einem Lichtpfadsegment. Die optische Vorrichtung 800 kann der optischen Vorrichtung
10 entsprechen. Die optische Vorrichtung 800 weist ein Lichtpfadsegment auf. Die Ausgestaltung
des Lichtpfadsegments kann der einer der optischen Vorrichtungen 300, 400, 500, 600,
700, 900 entsprechen. Für niedrige Datenraten kann die optische Vorrichtung eine einfache
Implementierungsmöglichkeit bieten.
[0096] Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung einer optischen Vorrichtung 900 gemäß
einem Beispiel der vorliegenden Offenbarung. Bei der optischen Vorrichtung 900 ist
der Lichtpfad, als Alternative zu Lichtleiterelementen, mit verkippt zueinander angeordneten
Spiegelelementen 920 umgesetzt. Die optische Vorrichtung 900 kann der optischen Vorrichtung
10 entsprechen. Die ersten Grenzflächen 42 können jeweils zumindest Teil eines der
Spiegelelemente 920 sein. Bei der optischen Vorrichtung 900 begrenzen die ersten Grenzflächen
42 den Lichtpfad 20 in radialer Richtung nach außen, so dass der Lichtpfad innerhalb
der Spiegelelemente verläuft D.h., bei der optischen Vorrichtung 900 sind die ersten
Grenzflächen 42 als Spiegel für das Licht des Lichtpfads 20 ausgebildet, um Licht,
welches von dem Lichtpfad auf die jeweilige erste Grenzfläche 42 trifft, zu reflektieren.
Bei dem in Fig. 9 gezeigten Beispiel weist der Lichtpfad ein erstes und ein zweites
Lichtpfadsegment 934, 936 mit gegensätzlichen vorbestimmten Laufrichtungen auf. Es
ist aber auch möglich, die optische Vorrichtung 900 mit einem einzelnen Lichtpfadsegment,
ähnlich der optischen Vorrichtung 800 zu implementieren.
[0097] Bei Beispielen der optischen Vorrichtung 900 sind für die ersten Grenzflächen 42
eines jeweiligen Lichtpfadsegments 30 die Richtungen, entlang derer man von dem ersten
tangentialen Ende entlang der jeweiligen ersten Grenzfläche zu dem zweiten tangentialen
Ende gelangt, der für das jeweilige Lichtpfadelement vorbestimmten Laufrichtung entgegengesetzt.
Somit kann eine Vorzugsrichtung für die Ausbreitung von Licht entlang der vorbestimmten
Laufrichtung entstehen.
[0098] Bei Beispielen weist die optische Vorrichtung 900 zumindest eine Sendeeinheit 150
auf, wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad so angeordnet sind, dass
die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn
86 relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist, wobei der Radius der konzentrischen Kreisbahn
kleiner als der Radius des Kreisbogens des Lichtpfads ist. Die zumindest eine Sendeeinheit
ausgebildet, um zumindest einen Lichtstrahl 110, 111, welcher ein Signal signalisiert,
in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden. Die Abstrahlrichtung des zumindest
einen Lichtstrahls ist so gewählt, dass der zumindest eine Lichtstrahl bei einer Reflexion
an einer der ersten Grenzflächen 42 eines des zumindest einen Lichtpfadsegments in
den Lichtpfad einkoppelt.
[0099] Fig. 10 zeigt eine Schnittansicht der optischen Vorrichtung 900 entlang einer Ebene
entlang der Kreisachse 160. Bei dem in Fig. 10 gezeigten Beispiel der optischen Vorrichtung
900 sind die ersten Grenzflächen entlang der axialen Richtung des Kreisbogens konvex
bezüglich des Kreismittelpunkt des Kreisbogens ausgebildet. Die axiale Richtung des
Kreisbogens bezeichnet eine Richtung senkrecht zu der Kreisebene des Kreisbogens.
[0100] In anderen Worten, die optische Vorrichtung 900, wie in den Figuren 9 und 10 gezeigt,
kann eine alternative zu der Umsetzung der Erfinderischen Idee mittels Lichtwellenleitern
darstellen. Dabei wird das Licht anstelle von einem optisch Medium direkt in Luft
geleitet und mittels Spiegelelementen umgeleitet. Diese erfüllen dabei die Aufgabe
der Äußeren Grenzfläche 190 und sind nach dem gleichen prinzip, wie die Lichtleiterelemente
121, angeordnet und geformt. Wie in Darstellung 900 gezeigt bietet sich hier eine
Unterteilung in mehrere Spiegelelemente 920 an, da dies die Fertigung begünstigt.
Eine Verbindung zu einem großen Spiegel ist jedoch denkbar. Der Sender/ die Sender
150 ist/sind zweckmäßigerweise innerhalb der Spiegelelemente, also innerhalb des Lichtpfads
angeordnet. Die Ausgangsstrahlen 110, 111 werden von den Spiegelelementen nach innen
reflektiert. Dabei ergibt sich genauso wieder ein Vorzugsrichtung 130. Sodass der
reflektierte Strahl 910 nach radial außen reflektiert wird und so weiter geleitet
werden kann und der Strahl 911 entgegen der Vorzugsrichtung weiter in Richtung der
Rotationsachse reflektiert wird und damit mit dem freibleibenden Bereich im Inneren
170 kollidiert und damit potentiell verloren geht.
[0101] Auf die alternative Umsetzung mit Spiegelelementen kann ebenfalls eine Variante mit
mehreren Sender nach Fig. 7 angewandt werden als auch eine Anordnung ohne Symmetrie
zum Empfänger wie in Fig. 8.
[0102] Die Figuren 11A, 11B, 11C, 11D zeigen schematische Darstellungen von Beispielen einer
Empfangseinrichtung 1170 gemäß Beispielen der vorliegenden Offenbarung. Die Empfangseinrichtungen
1170 beinhalten Beispiele potentieller Auskoppelstrukturen und Anordnungen eines Empfängers
1172, beispielsweise eines Detektors. Die Empfangseinrichtung 1170 kann der Empfangseinrichtung
70, 140 entsprechen. Die Empfangseinrichtung 1170 weist einen Empfänger 1172 und Auskoppelstrukturelemente
1174 auf, die jeweils ausgelegt sind, um Licht, welches das tangentiale Ende jeweils
eines Lichtpfadsegments 30 erreicht, aus dem Lichtpfad auszukoppeln. Die Auskopplung
kann in einer ersten axialen Richtung (Fig. 11A), oder in einer zweiten axialen Richtung
(Fig. 11B) erfolgen. Eine axiale Richtung ist eine Richtung senkrecht zu der radialen
Richtung und der tangentialen Richtung, also z.B. eine Richtung senkrecht zu der Zeichenebene
der Fig. 13. Alternativ kann die Auskopplung in radialer Richtung nach innen (Fig.
11C), außen (Fig. 11D) stattfinden. Es sind auch Auskopplungsrichtungen möglich, welche
sowohl eine Komponente in axialer als auch eine Komponente in radialer Richtung haben.
Die Auskopplungsrichtung kann auch eine Komponente in tangentialer Richtung haben.
[0103] Im Folgenden wird die Keilform beschrieben, wie sie die Lichtpfadelemente 40, 121
bilden können. Obwohl die zueinander geneigten Flächen im Folgenden gegenüberliegend
gezeigt sind, trifft die Beschreibung äquivalent auch für Beispiele zu, in denen die
ersten und zweiten Grenzflächen tangential zueinander verschoben sind.
[0104] Fig. 12 zeigt eine schematische Darstellung einer Einkopplung eines Lichtstrahls
in ein keilförmiges Lichtleiterelement 1240 gemäß einem Beispiel der vorliegenden
Offenbarung. Das Lichtleiterelement 1240 ist ein Beispiel für das Lichtpfadelement
40, 121. Auf der rechten Seite zeigt Fig. 12 eine typische planparallele Platte 1202
und wie ein Lichtstrahl diesen durchläuft. Dicke Linien stellen Aufstrahlen dar, welche
den Großteil der optischen Leistung tragen.
[0105] Dünne Linien stellen die immer vorhandenen Fresnelreflexionen dar. Der Eingangsstrahl
und der Ausgangsstrahl sind parallel zueinander. Totalreflexion ist nicht möglich.
Lediglich ein Teil der optischen Leistung wird kurzzeitig in dem Lichtleiter geführt.
[0106] Um Totalreflexion an der zweiten Grenzfläche zu ermöglichen müssen die beiden Grenzflächen
soweit zueinander verkippt werden (einen Keil bilden), bis Totalreflexion eintritt.
Gleichzeitig muss der Einstrahlwinkel in die erste Grenzfläche schon sehr flach sein
um die Keilform nicht zu extrem werden zu lassen. Dem gegenüber steht ein Anstieg
der Fresnelverluste je flacher der Einfallswinkel wird. Bei Beispielen, je nach Brechungsindex
der gewählten Materialien, kann oberhalb von 70° Einfallswinkel der Anteil der Fresnelreflexion
ansteigen. In solchen Fällen kann ein Einfallswinkel von 70-75° als maximum angesehen
werden. Gleichzeitig würde ein Einfallswinkel von 75° und einem Brechungsindex von
1,5 einen Keil mit etwa 2° erfordern um Totalreflexion zu ermöglichen. Wählt man einen
steileren Winkel 1248 um die Fresnelverluste weiter zu reduzieren steigt dieser leicht.
Demnach beträgt die Keilform vorteilhafterweise <-6°. Parallel polarisiertes Licht
hilft weiter die Verluste gering zu halten oder alternativ den Keil schmaler zu gestalten.
[0107] Fig. 17 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahren 1700 zum Übertragen eines Signals
zwischen zwei zueinander rotierenden Einheiten unter Verwendung der optischen Vorrichtung
10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000 das Verfahren 1700 weist folgende Schritte
auf: Aussenden 1701 zumindest eines Lichtstrahls, welcher das Signal signalisiert;
Einkoppeln 1702 zumindest eines der zumindest einen Lichtstrahlen in eines der zumindest
einen Lichtpfadsegmente, so dass der eingekoppelte Lichtstrahl sich in der vorbestimmten
Laufrichtung des Lichtpfadsegments ausbreitet; Detektieren 1703 des eingekoppelten
Lichtstrahls, der sich in der vorbestimmten Laufrichtung ausgebreitet hat, mittels
einer stationär zu dem Lichtpfad angeordneten Empfangseinrichtung.
[0108] Obwohl einige Aspekte der vorliegenden Offenbarung als Merkmale im Zusammenhang mit
einer Vorrichtung beschrieben wurden, ist es klar, dass eine solche Beschreibung ebenfalls
als eine Beschreibung entsprechender Verfahrensmerkmale betrachtet werden kann. Obwohl
einige Aspekte als Merkmale im Zusammenhang mit einem Verfahren beschrieben wurden,
ist klar, dass eine solche Beschreibung auch als eine Beschreibung entsprechender
Merkmale einer Vorrichtung bzw. der Funktionalität einer Vorrichtung betrachtet werden
können.
[0109] In der vorhergehenden detaillierten Beschreibung wurden teilweise verschiedene Merkmale
in Beispielen zusammen gruppiert, um die Offenbarung zu rationalisieren. Diese Art
der Offenbarung soll nicht als die Absicht interpretiert werden, dass die beanspruchten
Beispiele mehr Merkmale aufweisen als ausdrücklich in jedem Anspruch angegeben sind.
Vielmehr kann, wie die folgenden Ansprüche wiedergeben, der Gegenstand in weniger
als allen Merkmalen eines einzelnen offenbarten Beispiels liegen. Folglich werden
die folgenden Ansprüche hiermit in die detaillierte Beschreibung aufgenommen, wobei
jeder Anspruch als ein eigenes separates Beispiel stehen kann. Während jeder Anspruch
als ein eigenes separates Beispiel stehen kann, sei angemerkt, dass, obwohl sich abhängige
Ansprüche in den Ansprüchen auf eine spezifische Kombination mit einem oder mehreren
anderen Ansprüchen zurückbeziehen, andere Beispiele auch eine Kombination von abhängigen
Ansprüchen mit dem Gegenstand jedes anderen abhängigen Anspruchs oder einer Kombination
jedes Merkmals mit anderen abhängigen oder unabhängigen Ansprüchen umfassen. Solche
Kombinationen seien umfasst, es sei denn, es ist ausgeführt, dass eine spezifische
Kombination nicht beabsichtigt ist. Ferner ist beabsichtigt, dass auch eine Kombination
von Merkmalen eines Anspruchs mit jedem anderen unabhängigen Anspruch umfasst ist,
selbst wenn dieser Anspruch nicht direkt abhängig von dem unabhängigen Anspruch ist.
[0110] Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung
der Prinzipien der vorliegenden Offenbarung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen
und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten
einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Offenbarung lediglich durch
den Schutzumfang der nachstehenden Patentansprüche und nicht durch die spezifischen
Einzelheiten, die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele
hierin präsentiert wurden, beschränkt sei.
1. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000), die einen Lichtpfad
(20) zum Leiten eines Lichtstrahls entlang eines Kreisbogens (11) aufweist,
wobei der Lichtpfad (20) zumindest ein Lichtpfadsegment (30, 30a, 30b, 334, 336, 434,
436, 934, 936) aufweist, das eine Anzahl tangential entlang des Lichtpfads angeordneter
Lichtpfadelemente (40, 121) aufweist, wobei jedes der Lichtpfadelemente (40, 121)
in einer radialen Richtung zumindest teilweise von einer ersten Grenzfläche (42, 342,
442) begrenzt ist,
wobei die ersten Grenzflächen (42, 342, 442) eines jeweiligen Lichtpfadsegments (40)
jeweils ausgebildet sind, um zumindest Licht, welches von dem Lichtpfad mit einem
Einfallswinkel größer als ein vorbestimmter Winkel auf die jeweilige erste Grenzfläche
(40) trifft, zu reflektieren, um einen sich in einer für das jeweilige Lichtpfadsegment
(30) vorbestimmten Laufrichtung (34) entlang des Lichtpfads (20) ausbreitenden Lichtstrahl
auf dem Lichtpfad (20) zu halten, und
wobei ein erstes tangentiales Ende (44) der ersten Grenzflächen (40) radial weiter
vom Kreismittelpunkt (12) des Kreisbogens (11) beabstandet ist, als ein zweites tangentiales
Ende (46).
2. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß Anspruch
1, wobei jede der ersten Grenzflächen (42, 342, 442) eines jeweiligen Lichtpfadsegments
(30) so ausgebildet ist, dass für jeden Punkt (43) der ersten Grenzflächen (42, 342,
442) eine Oberflächennormale (45) gegenüber einer Verbindungslinie (47) zwischen dem
jeweiligen Punkt (43) der ersten Grenzfläche (42, 342, 442) und dem Kreismittelpunkt
(12) des Kreisbogens (11) innerhalb der Kreisebene des Kreisbogens (11) in einer für
das jeweilige Lichtpfadsegment (30) vorbestimmten Rotationsrichtung (49) rotiert ist.
3. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß einem der
Ansprüche 1 oder 2, wobei ein jeweiliger Schnitt der ersten Grenzflächen (42, 342,
442) in der Kreisebene des Kreisbogens (11) bezüglich des Kreismittelpunkts konvex
oder plan ist.
4. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Schnitt einer jeden der ersten Grenzflächen (42,
342, 442) in der Kreisebene des Kreisbogens (11) jeweils einen Grenzflächen-Kreisbogen
beschreibt.
5. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Lichtpfadsegment zumindest ein
erstes Lichtpfadsegment (30a) und ein zweites Lichtpfadsegment (30b) beinhaltet, wobei
die für das erste Lichtpfadsegment (30a) und das zweite Lichtpfadsegment (30b) jeweils
vorbestimmten Laufrichtungen (34a, 34b) gegensätzlich sind.
6. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, ferner eine stationär zu dem Lichtpfad angeordnete Empfangseinrichtung
(70) aufweisend, welche ausgebildet ist, um Licht, welches eines der zumindest einen
Lichtpfadsegmente (30) in der vorbestimmten Laufrichtung (34) des jeweiligen Lichtpfadsegments
(30) durchläuft, zu detektieren.
7. Optische Vorrichtung (10, 900, 1000) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die ersten Grenzflächen (42) den Lichtpfad (20) in radialer Richtung nach außen begrenzen
und wobei die ersten Grenzflächen (42) als Spiegel für das Licht des Lichtpfads (20)
ausgebildet sind, um Licht, welches von dem Lichtpfad auf die jeweilige erste Grenzfläche
(42) trifft, zu reflektieren.
8. Optische Vorrichtung (10, 900, 1000) gemäß Anspruch 7, wobei die ersten Grenzflächen
(42) entlang der axialen Richtung des Kreisbogens konvex bezüglich des Kreismittelpunkts
(12) des Kreisbogens ausgebildet sind.
9. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 6, wobei die Lichtpfadelemente (40, 121) von einem oder mehreren Lichtleitern
gebildet sind,
wobei jedes der Lichtpfadelemente (40, 121) entlang einer radialen Richtung nach innen
und nach außen zumindest teilweise von jeweils einer unterschiedlichen aus der ersten
Grenzfläche (42, 342, 442) und einer zweiten Grenzfläche (352, 452) begrenzt ist,
wobei die zweiten Grenzflächen (342, 452) der Lichtpfadelemente jeweils ausgebildet
sind, um Licht, welches von dem Lichtpfad mit einem Einfallswinkel größer als ein
kritischer Winkel der jeweiligen zweiten Grenzfläche auf die jeweilige zweite Grenzfläche
trifft, zu reflektieren, um einen sich in einer für das jeweilige Lichtpfadsegment
vorbestimmten Laufrichtung (34, 130) entlang des Lichtpfads ausbreitenden Lichtstrahl
auf dem Lichtpfad zu halten, und
wobei die Lichtpfadelemente keilförmig sind und an einem ersten tangentialen Ende
(44, 44a, 44b) in radialer Richtung eine größere Ausdehnung aufweisen als an einem
zweiten tangentialen Ende (46, 46a, 46b).
10. Optische Vorrichtung (10, 300, 500, 600, 700, 800) gemäß Anspruch 9, wobei die ersten
Grenzflächen (42, 342) die Lichtpfadsegmente (30, 334, 336) in radialer Richtung nach
außen begrenzen, wobei die zweiten Grenzflächen (352) die Lichtpfadsegmente in radialer
Richtung nach innen begrenzen,
wobei die zweiten Grenzflächen (352, 452) entsprechend der ersten Grenzflächen ausgebildet
sind, wobei das erste tangentiale Ende (44a) der ersten Grenzflächen (342) eines jeweiligen
Lichtpfadelements dem zweiten tangentialen Ende (44b) der zweiten Grenzfläche (352)
des jeweiligen Lichtpfadelements in radialer Richtung gegenüberliegt.
11. Optische Vorrichtung (10, 300, 500, 600, 700, 800) gemäß Anspruch 9, wobei die ersten
Grenzflächen (42, 342) die Lichtpfadsegmente in radialer Richtung nach außen begrenzen,
wobei die zweiten Grenzflächen (352) die Lichtpfadsegmente in radialer Richtung nach
innen begrenzen,
wobei für die ersten Grenzflächen (352) eines jeweiligen Lichtpfadsegments (334, 336)
die Richtung, entlang derer man von dem ersten tangentialen Ende (44a) entlang der
jeweiligen ersten Grenzfläche (352) zu dem zweigen tangentialen Ende (46a) gelangt,
der für das jeweilige Lichtpfadsegment (334, 336) vorbestimmten Laufrichtung (130)
entgegengesetzt ist, und für die zweiten Grenzflächen (352) eines jeweiligen Lichtpfadsegments
(334, 336) die Richtung, entlang derer man von dem ersten tangentialen Ende (44b)
entlang der jeweiligen zweiten Grenzfläche zu dem zweiten tangentialen Ende (46b)
gelangt, der für das jeweilige Lichtpfadsegment (334, 336) vorbestimmten Laufrichtung
entspricht.
12. Optische Vorrichtung (10, 400) gemäß Anspruch 11, wobei die ersten und die zweiten
Grenzflächen in tangentialer Richtung zum Lichtpfad (20) zueinander verschoben angeordnet
sind.
13. Optische Vorrichtung (10, 400) gemäß Anspruch 9, wobei die zweiten Grenzflächen (352,
452) eines jeweiligen Lichtpfadsegments zusammen einen Kreisbogen um den Kreismittelpunkt
des Lichtpfads bilden.
14. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800) gemäß einem der Ansprüche
9 bis 13, wobei die die Lichtpfadelemente (40, 121) radial nach außen begrenzenden
Grenzflächen (342, 442, 452) entlang der axialen Richtung des Kreisbogens konvex bezüglich
des Kreismittelpunkts (12) des Kreisbogens (11) ausgebildet sind, und wobei die die
Lichtpfadelemente radial nach innen begrenzenden Grenzflächen (352, 442, 452) entlang
der axialen Richtung des Kreisbogens konkav bezüglich des Kreismittelpunkts (12) des
Kreisbogens ausgebildet sind.
15. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800) gemäß einem der Ansprüche
9 bis 14, wobei ein Keilwinkel (1248) zwischen jeweils einer der ersten Grenzflächen
(342, 442) und einer der zweiten Grenzflächen (352, 452) in einem Bereich zwischen
1° und 10° oder in einem Bereich zwischen 2° und 6° liegt, wobei der Keilwinkel die
Summe eines ersten Winkels der jeweiligen ersten Grenzfläche (342, 442) und eines
zweiten Winkels der jeweiligen zweiten Grenzfläche ist, wobei der erste Winkel der
kleinste Winkel zwischen der Verbindungslinie zwischen dem ersten tangentialen Ende
und dem zweiten tangentialen Ende der jeweiligen ersten Grenzfläche (342, 442) und
der Tangente an den Kreisbogen des Lichtpfads in einem Punkt, der in tangentialer
Richtung mittig zwischen dem ersten tangentialen Ende und dem zweiten tangentialen
Ende der jeweiligen ersten Grenzfläche liegt, ist, und
wobei der zweite Winkel der kleinste Winkel zwischen der Verbindungslinie zwischen
dem ersten tangentialen Ende und dem zweiten tangentialen Ende der jeweiligen zweiten
Grenzfläche (352, 452) und der Tangente an den Kreisbogen des Lichtpfads in einem
Punkt, der in tangentialer Richtung mittig zwischen dem ersten tangentialen Ende und
dem zweiten tangentialen Ende der jeweiligen zweiten Grenzfläche liegt, ist.
16. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 1000) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, ferner zumindest eine Sendeeinheit (80a, 80b, 150, 150a, 150b, 150c, 150d)
aufweisend, wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad (20) so angeordnet
sind, dass die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen
Kreisbahn (86) relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist,
wobei die zumindest eine Sendeeinheit ausgebildet ist, um zumindest einen Lichtstrahl
(82a-1, 82a-2, 82b-1, 82b-2, 110, 110a, 110b, 111, 111a, 111b), welcher ein Signal
signalisiert, in Richtung der Kreisbahn (11) des Lichtpfads (20) auszusenden.
17. Optische Vorrichtung (10, 400) gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8, ferner zumindest
eine Sendeeinheit (80a, 80b, 150) aufweisend, wobei die zumindest eine Sendeeinheit
und der Lichtpfad so angeordnet sind, dass die zumindest eine Sendeeinheit auf einer
zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn (86) relativ zu dem Lichtpfad rotierbar
ist, wobei der Radius der konzentrischen Kreisbahn (86) kleiner als der Radius des
Kreisbogens (11) des Lichtpfads ist,
wobei die zumindest eine Sendeeinheit ausgebildet ist, um zumindest einen Lichtstrahl
(82a-1, 82a-2, 82b-1, 82b-2, 110, 111), welcher ein Signal signalisiert, in Richtung
der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden,
wobei die Abstrahlrichtung des zumindest einen Lichtstrahls so gewählt ist, dass der
zumindest eine Lichtstrahl bei einer Reflexion an einer der ersten Grenzflächen (42)
eines des zumindest einen Lichtpfadsegments (30, 30a, 30b) in den Lichtpfad einkoppelt.
18. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800) gemäß einem der Ansprüche
9 bis 15, ferner zumindest eine Sendeeinheit (80a, 80b, 150a, 150b, 150c, 150d) aufweisend,
wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad so angeordnet sind, dass die
zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad konzentrischen Kreisbahn (86)
relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist, wobei der Radius der konzentrischen Kreisbahn
(86) kleiner oder größer als der Radius des Kreisbogens (11) des Lichtpfads ist,
wobei die zumindest eine Sendeeinheit ausgebildet ist, um zumindest einen Lichtstrahl
(82a-1, 82a-2, 82b-1, 82b-2, 110a, 110b, 111a, 111b), welcher ein Signal signalisiert,
in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden,
wobei die Abstrahlrichtung des zumindest einen Lichtstrahls so gewählt ist, dass der
zumindest eine Lichtstrahl bei einem Auftreffen auf eine der ersten Grenzflächen (342,
442) oder der zweiten Grenzfläche (352, 452) eines des zumindest einen Lichtpfadsegments
(30, 30a, 30b, 334, 336, 434, 436) durch Brechung in den Lichtpfad einkoppelt.
19. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800) gemäß Anspruch 18, wobei die
Abstrahlrichtung des zumindest einen Lichtstrahls (82a-1, 82a-2, 82b-1, 82b-2, 110a,
110b, 111a, 111b) so gewählt ist, dass der Einfallswinkel des zumindest einen Lichtstrahls
beim Auftreffen auf eine der ersten oder zweiten Grenzflächen weniger als 80° beträgt,
oder weniger als 75° beträgt, oder in einem Bereich zwischen 60° und 80° liegt, oder
in einem Bereich zwischen 65° und 75° liegt.
20. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei das zumindest eine Lichtpfadsegment ein erstes Lichtpfadsegment
(30a, 334, 434, 934) und ein zweites Lichtpfadsegment (30b, 336, 436, 936) beinhaltet,
wobei die optische Vorrichtung zumindest eine Sendeeinheit (80a, 80b, 150, 150a, 150b,
150c, 150d) aufweist, wobei die zumindest eine Sendeeinheit und der Lichtpfad (20)
so angeordnet sind, dass die zumindest eine Sendeeinheit auf einer zu dem Lichtpfad
konzentrischen Kreisbahn (86) relativ zu dem Lichtpfad rotierbar ist,
wobei die zumindest eine Sendeeinheit ausgebildet ist, um einen ersten Lichtstrahl
(82a-1, 82b-1, 110, 110a, 111a) und einen zweiten Lichtstrahl (82a-2, 82b-2, 110b,
111, 111b), in Richtung der Kreisbahn des Lichtpfads auszusenden,
wobei eine tangentiale Komponente des Richtungsvektors des ersten Lichtstrahls in
die vorbestimmte Laufrichtung (34a, 130) des ersten Lichtpfadsegments zeigt, und eine
tangentiale Komponente des Richtungsvektors des zweiten Lichtstrahls in die vorbestimmte
Laufrichtung (34b, 130) des zweiten Lichtpfadsegments zeigt.
21. Optische Vorrichtung (10, 300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, 1000) gemäß einem der
Ansprüche 15 bis 18, wobei der Lichtpfad einen n-ten Bruchteil eines ganzen Kreises
umfasst und wobei die zumindest eine Sendeeinheit eine Anzahl von n Sendeeinheit beinhaltet,
welche gleichverteilt auf der konzentrischen Kreisbahn angeordnet sind.
22. Verfahren zum Übertragen eines Signals zwischen zwei zueinander rotierenden Einheiten
unter Verwendung einer optischen Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
aufweisend:
Aussenden (1701) zumindest eines Lichtstrahls, welcher das Signal signalisiert,
Einkoppeln (1701) zumindest eines der zumindest einen Lichtstrahlen in eines der zumindest
einen Lichtpfadsegmente, so dass der eingekoppelte Lichtstrahl sich in der vorbestimmten
Laufrichtung des Lichtpfadsegments ausbreitet,
Detektieren (1701) des eingekoppelten Lichtstrahls, der sich in der vorbestimmten
Laufrichtung ausgebreitet hat, mittels einer stationär zu dem Lichtpfad angeordneten
Empfangseinrichtung.