[0001] Die Erfindung betrifft eine Verwirbelungsdüse für die Herstellung von Knotengarnen,
verwirbeltem Garn, von DTY- oder Glattgarnen mit Knoten, und ein Verfahren zum Verwirbeln
von Garn mit den Merkmalen des Oberbegriffs der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Düsenvorrichtungen bekannt. Düsenvorrichtungen
werden üblicherweise verwendet zum Lenken, beschleunigen und präzisen Aufbringen von
Fluiden. Mit Fluiden sind vorliegend sowohl Gase als auch Flüssigkeiten gemeint. Düsenvorrichtungen
werden unter Anderem in Textilmaschinen verwendet, um Garne zu verbinden, zu strukturieren
oder zu behandeln. Dabei ist die Form der Kammer, in der die Garnbehandlung durchgeführt
wird, für das Erreichen des gewünschten Resultates und die dafür benötigte Fluidmenge
entscheidend.
[0003] Bei bekannten sogenannten Verwirbelungsdüsen umfasst üblicherweise die Behandlungskammer
eine Luftdrallkammer, in die die Fluidströmung eingebracht und verwirbelt wird. Um
eine genügende Verwirbelung zu erreichen, sind hohe Geschwindigkeiten erforderlich.
Das wird erreicht, indem Luft mit hohem Druck in die Kammer eingeblasen wird.
[0004] Verwirbelungsdüsen dienen dem Behandeln von allen Arten von Fäden, Garnen, Kabeln
oder ähnlichen Materialien. Diese können aus künstlichen Fasern (Kunststoffe wie PE,
PP usw.) bestehen. Sie können aber auch aus Naturfasern (Baumwolle, Wolle, Bast usw.)
oder Mischfasern bestehen. Vorliegend wird der Begriff "Garn" für alle diese Arten
von Materialien verwendet.
[0005] Verwirbelungsdüsen dienen im Wesentlichen dazu, Garne aus künstlichen Fasern zu verwirbeln.
Die Verwirbelung hat verschiedene Vorteile. So werden Spulenaufbau, Ablaufeigenschaften,
Prozesslaufeigenschaften oder Laufeigenschaften in der Weiterverarbeitung verbessert.
Filamentbrüche werden verhindert. Aufgeschobene Filamente oder Flusen können eingebunden
werden. Ausserdem kann der Schlichteauftrag reduziert werden oder ein Weben ohne Schlichten
kann ermöglicht werden. Zwirnen / Hochdrehen kann ersetzt werden. Die Verwirbelung
ermöglicht es auch, verschiedene Garne mit unterschiedlichen Eigenschaften zu verbinden
oder Effektgarne herzustellen.
[0006] Aus
US 5 809 761 ist eine Düsenvorrichtung bekannt, welche eine Spleisskammer mit zwei seitlichen
Kammerbereichen umfasst. Bei dieser Düse bewegen sich die Garne nicht. Sie ist nicht
zur Verwirbelung geeignet.
[0007] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, diese und weitere Nachteile des Standes der Technik
zu beheben. Insbesondere soll eine Düsenvorrichtung bereitgestellt werden, welche
einen hohen Wirkungsgrad aufweist und eine zuverlässige Garnbehandlung sicherstellt.
Insbesondere soll es die Erfindung erlauben, eine gewünschte Knotenstärke und/oder
Knotenanzahl eines Garnes zu erreichen, bei möglichst geringem Luftdruck und Luftmenge
und entsprechend niedrigem Energiebedarf.
[0008] Diese Aufgaben werden gelöst durch eine Verwirbelungsdüse für die Herstellung von
Knotengarnen, verwirbeltem Garn von DTY- oder Glattgarnen mit Knoten und ein Verfahren
zum Verwirbeln von Garn entsprechend dem kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche.
[0009] Die erfindungsgemässe Verwirbelungsdüse umfasst einen Garnkanal mit einer Luftdrallkammer.
Die Luftdrallkammer weist eine Einblasöffnung zur Einbringung von Luft in die Luftdrallkammer
auf. Eine Kanalachse erstreckt sich in einer Fadenführrichtung. Der Garnkanal hat
eine Kanalbreite quer zu der Kanalachse. Die Luftdrallkammer hat eine Kammerlänge
in Fadenführungsrichtung und eine Kammerausdehnung quer zu dieser Länge. Die Kammerlänge
beträgt mindestens 180% der Kammerausdehnung, bevorzugt mindestens 200%.
[0010] Es wurde überraschend gefunden, dass durch die gezielte Auswahl der Form und Dimension
der Kammer die Knotenanzahl und/oder - Qualität gesteuert werden kann.
[0011] Typischerweise können wie nachstehend beschrieben die Kammerlänge, die Form oder
Proportionen des Querschnitts einer Einblasöffnung, die Kammerausdehnung oder der
Winkel von Kammerwänden bezogen auf die Wand des Garnkanals einzeln oder in Kombination
miteinander gezielt eingestellt werden, um eine gewünschte Knotenanzahl und/oder -Qualität
einzustellen.
[0012] Beispielsweise führt eine Kammerlänge (bezogen auf die Kammerausdehnung) von zwischen
210% und 230%, insbesondere etwa 220% zur Bildung von weniger, dafür aber stabileren
Knoten. Eine Länge von zwischen 320% und 340%, insbesondere etwas 330% führt zu vielen
aber dafür weniger stabilen Knoten.. Die Kammerlänge ist bevorzugt mindestens 1.5mm
länger als die Kammerausdehnung. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft daher
ein Verfahren zum Einstellen der Knotenanzahl und/oder -qualität, bei dem zum Definieren
der Knotenanzahl und/oder -qualität die Form und Dimension der Kammer gezielt gewählt
wird, Insbesondere wird eine Kammerlänge bezogen auf die Kammerausdehnung gewählt,
wobei zur Bildung von wenigen aber stabileren Knoten eine kürzere Länge und zur Bildung
von mehr aber dafür weniger stabilen Knoten eine grössere Länge gewählt wird. Dabei
betragen die Längen jedenfalls mehr als 180% der Kammerausdehnung und werden bevorzugt
jeweils wie vorstehend beschrieben gewählt.
[0013] Die Luftströmungsvektoren (Strömungsrichtung und -stärke der Luftströmung) innerhalb
der Luftdrallkammer sind im Zusammenspiel mit der Überlieferung massgeblich für die
Knotenanzahl und -stärke. Die Überlieferung gibt an, wieviel mehr Garnlänge in die
Düse eingeführt wird als aus der Düse herauskommt. Dieser Überschuss wird für die
Knotenbildung benutzt. Verschiedene Komponenten der Luftströmungsvektoren führen zu
unterschiedlichen Effekten beim Behandeln von Garn in Verwirbelungsdüsen: Komponenten
der Luftströmungsvektoren, welche in Fadenführrichtung bzw. der Gegenrichtung zu dieser
gerichtet sind, beeinflussen die Fadenförderung und Fadenspannung. Komponenten der
Luftströmungsvektoren, welche quer zu diesen Richtungen führen, verwirbeln das Garn
und sind so für die Knotenbildung essentiell. Die Erfinder sind zu der Erkenntnis
gelangt, dass, um eine optimale Behandlung zu erreichen, die Luftströmung in der Luftdrallkammer
derart gelenkt werden sollte, dass die Luftströmung mehr Querkomponenten als Komponenten
in Fadenführrichtung bzw. Gegenrichtung zur Fadenführrichtung aufweist. Ausserhalb
der Luftdrallkammer sollten die Luftströmungsvektoren hingegen mehr Komponenten in
Fadenführrichtung aufweisen, um eine genügende Fadenförderung sicherzustellen. Die
Luftströmungsvektoren können durch die Geometrie der Luftdrallkammer, des Garnkanals
und der Einblasöffnung beeinflusst werden.
[0014] Um sowohl eine genügende Knotenanzahl und -stärke als auch eine genügende Fadenspannung
und -führung zu erreichen, waren bei konventionellen Verwirbelungsdüsen hohe Luftdrücke
und -mengen nötig. Durch eine erfindungsgemäss optimierte Lenkung der Luftströmung
durch die Geometrie werden die Anteile der Luftströmungsvektoren in Fadenführrichtung
und in Querrichtung so optimiert, dass die Luftmenge und der Luftdruck ohne Qualitätseinbusse
reduziert und damit Energie eingespart werden kann.
[0015] Es konnte gezeigt werden, dass ein Verhältnis von einer Kammerlänge der Luftdrallkammer
zu einer Kammerausdehnung quer zu der Kammerlänge von mindestens 1.8 die Luftströmung
innerhalb der Luftdrallkammer über einen längeren Bereich quer zur Fadenführrichtung
lenkt, so dass geringere Luftdrücke und Luftmengen nötig sind, um eine genügende Verwirbelung
des Garns sicherzustellen. Durch eine solche Verwirbelungsdüse wird der durch die
Einblasöffnung eingebrachte Luftstrom derart geführt, dass die Menge des eingeführten
Fluids um bis zu 20% gesenkt werden kann und trotzdem das Garn nach der Behandlung
die benötigte Knotenzahl und Knotenstärke aufweist.
[0016] Insbesondere kann die Kammerlänge 180%,200%, 218%, 228%, 330% der Kammerausdehnung
betragen, bevorzugt bei einer Kammerausdehnung von 1.5 mm, 2 mm, 3 mm oder 3.5 mm.
Konkrete Werte können z.B. 1.75 mm, 2.67 mm, 2.94 mm oder 3.08 mm. betragen. Bevorzugt
beträgt die Kammerlänge mindestens 35% der Gesamtdüsenlänge. Die Gesamtdüsenlänge
besteht aus der Länge des Garnkanals und der Kammerlänge.
[0017] Unter der Kammerausdehnung wird hier die maximale Ausdehnung der Luftdrallkammer
in einer Querrichtung quer zur Fadenführrichtung und zu einer Luftdrallkammertiefe
verstanden.
[0018] Die Luftdrallkammer kann zwei unmittelbar aufeinander folgende Kammerbereiche umfassen,
wobei die Kammerlänge sich aus den Längen der Kammerbereichen zusammensetzt.
[0019] Die Luftdrallkammer kann nur einen Kammerbereich umfassen, dessen Kammerwände abgerundet
sind. Der Radius der Rundung der Kammerwände kann in Fadenführrichtung bis zur Mitte
der Luftdrallkammer zunehmen und dann sich wieder verringern.
[0020] Die Luftdrallkammer kann aber auch zwei Luftdrallkammerbereiche umfassen, wobei die
Wände in Fadenführrichtung gerundet sind und die Rundung des in Fadenführrichtung
ersten Bereichs einen grösseren Radius aufweist als der des zweiten Bereichs. Dabei
gehen die Wände der Bereiche bevorzugt ohne Knick ineinander über.
[0021] Die Luftdrallkammerbereiche können einen Querschnitt in einer Ebene entlang der Kanalachse
des Garnkanals und in Querrichtung aufweisen, welcher im Wesentlichen tropfenförmig
ist, so dass die Kammerbereiche runde Abschnitte und gerade Abschnitte aufweisen.
Die geraden Abschnitte sind in Fadenführrichtung bzw. Gegenrichtung aufeinander zulaufend
angeordnet.
[0022] Bevorzugt ist die Einblasöffnung so in der Verwirbelungsdüse angeordnet, dass die
Luftströmung in einem Winkel grösser oder kleiner als 90° zur Kanalachse in die Luftdrallkammer
eintritt. Bevorzugt ist die Einblasöffnung so angeordnet, dass die Luftströmung in
die Luftdrallkammer in einem Bereich mit geringerer Ausdehnung als der Kammerausdehnung
eintritt.
[0023] Vorzugsweise beträgt die Kammerausdehnung 15-45% der Kanalbreite, bevorzugt 15% und
35%, und bevorzugt ist die Kammerausdehnung maximal 5mm , bevorzugt maximal 3 mm breiter
als die Kanalbreite. Bei einer Kammerlänge von 330% der Kammerausdehnung zur Bildung
von vielen Knoten ist die Kammerausdehnung weniger gross. Typischerweise liegt sie
benachbart zu 15% bezogen auf die Kanalbreite. Zur Erzeugung von weniger aber stabileren
Knoten wird eine grössere Kammerausdehnung gewählt, z.B. 35% bezogen auf die Kanalbreite.
[0024] Dadurch wird die Luftführung aus der Kammer in den Garnkanal verbessert. Die Kammerausdehnung
kann bevorzugt zwischen 1.75mm und 17 mm liegen.
[0025] Vorzugsweise beträgt die Kammerlänge maximal 350% der Kanalbreite und ist insbesondere
maximal 30mm , bevorzugt maximal 20 mm, grösser als die Kanalbreite.
[0026] Vorzugsweise hat die Luftdrallkammer Kammerwände, welche mindestens ein in Fadenführrichtung
gerundetes Wandsegment aufweisen, insbesondere mit einem Radius zwischen 0.3 mm und
6 mm, bevorzugt zwischen 0.5 mm und 2 mm .
[0027] Bevorzugt ist die Kammer konvex gerundet. Vorzugsweise umfassen die Kammerwände zusätzlich
gerade Wandsegmente.
[0028] So wird ermöglicht, dass die Luft einfach in eine bestimmte Richtung geführt werden
kann.
[0029] Vorzugsweise weitet sich die Kammerwand in Fadenführrichtung betrachtet von einer
Kanalwand ausgehend auf. Insbesondere kann die Kammerwand sich bezogen auf die Fadenführrichtung
und die Kanalwand unter einem Winkel von maximal 5° aufweiten.
[0030] Vorzugsweise ist ein erster Kammerbereich in Fadenführrichtung als erstes angeordnet
und ein zweiter Kammerbereich folgt unmittelbar in Fadenführrichtung auf den ersten
Kammerbereich. Am Übergang vom ersten Kammerbereich zum zweiten Kammerbereich weist
die Kammer eine Einschnürung auf, so dass die Kammerausdehnung im ersten und zweiten
Kammerbereich grösser ist, als die Kammerausdehnung am Übergang.
[0031] Dadurch kann die Luftströmung getrennt werden. Durch die bestimmte Trennung der Luftmasse,
kann die Menge Luft pro Kammerbereich zusätzlich zum Einblaswinkel gesteuert werden.
[0032] Die Luftdrallkammer kann auch mehr als zwei Kammerbereiche umfassen, welche jeweils
durch Einschnürungen voneinander getrennt sind. Die Luftdrallkammer kann weitere Strukturen
zur Lenkung der Luftströmung umfassen, wie Oberflächenstrukturen, Rippen, Kanten,
Verengungen oder Verbreiterungen. Die Luftdrallkammer kann Beschichtungen zur Verwirbelung
von Luft umfassen.
[0033] Der erste Kammerbereich kann eine erste Kammertiefe quer zur Kammerlänge und zur
Kammerausdehnung und der zweite Kammerbereich eine zweite Kammertiefe quer zur Kammerlänge
und zur Kammerausdehnung aufweisen, wobei die Kammertiefen unterschiedlich sein können.
[0034] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Verwirbelungsdüse einen Garnkanal
mit einer Luftdrallkammer auf. Die Luftdrallkammer hat eine Einblasöffnung zur Einbringung
von Luft in die Luftdrallkammer. Eine Kanalachse erstreckt sich in einer Fadenführrichtung.
Die Einblasöffnung hat erfindungsgemäss einen Querschnitt mit mindestens einem Rundabschnitt
und mindestens einem Luftleitabschnitt, wobei der Luftleitabschnitt gerade ist oder
einen Krümmungsradius hat, der mindestens 10 mal grösser ist, als der Krümmungsradius
des Rundabschnitts.
[0035] Die Querschnittsgeometrie der Einblasöffnung hat einen direkten Einfluss auf Qualität
der Verwirbelung und auf die die Vektoren der Strömungsrichtung.
[0036] Vorzugsweise ist der oder sind die Luftleitungsabschnitte zur Kanalachse nicht parallel
angeordnet. In einer Verwirbelungsdüse sind die Luftströmungen in Querrichtung für
die Verwirbelung des Garns massgebend. Wird die Luft mehr in Querrichtung gelenkt,
wird das Garn stärker verwirbelt und es entstehen mehr und stärkere Knoten.
[0037] Vorzugsweise umfasst die Einblasöffnung im Querschnitt genau vier gerade Luftleitungsabschnitte,
welche im Wesentlichen rautenförmig angeordnet sind und bevorzugt mit runden Ecken
miteinander verbunden sind, welche die Rundabschnitte bilden. Bevorzugt ist eine erste
Symmetrielinie der Rautenform parallel zur und bevorzugt übereinstimmend mit der Kanalachse
angeordnet, so dass eine erste Ecke der Rautenform in Fadenführrichtung und eine zweite
Ecke in Gegenrichtung zur Fadenführrichtung weisen und eine dritte und eine vierte
Ecke in einer gemeinsamen Ebene senkrecht zu der ersten Symmetrielinie wegweisend
angeordnet sind.
[0038] So wird die Luftströmung bereits beim Einblasen einfach gelenkt Die Querschnittsform
kann alternativ drei oder vieleckig sein, wobei die Ecken jeweils abgerundet sind.
Bevorzugt umfasst die Form eine gerade Anzahl an abgerundeter Ecken, wobei die Querschnittsform
so in der Luftdrallkammer angeordnet ist, dass die Ecken sowohl in Fadenführrichtung
als auch in Gegenrichtung dazu führen.
[0039] Die Querschnittsform kann auch trapezförmig oder drachenförmig sein.
[0040] Es hat sich gezeigt, dass durch die Wahl der Querschnittsform die Knotenanzahl und
die Stabilität der Knoten beeinflusst werden kann. Eine rautenförmige Einblasöffnung
führt zu weniger aber dafür stabileren Knoten. Eine drachenförmige Einblasöffnung
führt zu mehr aber weniger stabilen Knoten.
[0041] Vorzugsweise sind die Ecken der Rautenform abgerundet. Vorzugsweise umfasst die Einblasöffnung
einen Querschnitt mit einer Öffnungslänge in Fadenführrichtung und einer Öffnungsbreite
quer zur Öffnungslänge. Die Öffnungslänge und die Öffnungsbreite sind unterschiedlich,
wobei insbesondere ein Verhältnis zwischen der Öffnungslänge und der Öffnungsbreite
zwischen 1.0 und 1.5 beträgt. Ein kleineres Verhältnis, typischerweise 1.0, dient
zur Erzeugung von vielen Knoten.
[0042] Die Raute umfasst also Winkel zwischen den Seiten, welche grösser oder kleiner sind,
als 90°. Bevorzugt umfassen die Rundungen der stumpfen Ecken einen anderen Radius
als die Rundungen der Ecken mit spitzem Winkel.
[0043] Die Einblasöffnung kann im Querschnitt alternativ auch zumindest annähernd oval sein.
[0044] Die gezielte Auswahl von Öffnungsbreite und -länge erlaubt eine Lenkung des Luftvolumens
in eine bestimmte Richtung: Ist die Öffnungslänge grösser als die Öffnungsbreite,
so verändert sich der Winkel, in dem die Luft mit der grössten Geschwindigkeit in
die Kammer strömt. Die Luftströmung kann dadurch gelenkt werden.
[0045] Vorzugsweise ist die Öffnungslänge kleiner als die Öffnungsbreite, wobei bevorzugt
die erste und die zweite Ecke der Rautenform mit einem grösseren Radius abgerundet
sind als die dritte und vierte Ecke.
[0046] Alternativ kann die Öffnungsbreite kleiner sein als die Öffnungslänge, wobei bevorzugt
die dritte und die vierte Ecke der Rautenform in einem grösseren Radius abgerundet
sind als die erste und zweite Ecke.
[0047] Diese gezielte Wahl der Öffnung erlaubt in Abhängigkeit der zu behandelnden Garne
eine präzise Ausrichtung von Luftstrom und Luftvolumen und somit der Luftgeschwindigkeit.
[0048] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Verwirbelungsdüse mit einem Garnkanal
mit einer Luftdrallkammer, welche eine Einblasöffnung zur Einbringung von Luft in
die Luftdrallkammer aufweist. Die Verwirbelungsdüse ist insbesondere eine Verwirbelungsdüse
wie vorhergehend beschrieben. Eine Kanalachse erstreckt sich in einer Fadenführrichtung.
Der Garnkanal hat eine Kanalbreite quer zu der Kanalachse. Die Luftdrallkammer hat
eine Kammerlänge in Fadenführrichtung und eine Kammerausdehnung quer zu dieser Länge.
Die Luftdrallkammer und/oder die Einblasöffnung sind so ausgebildet und im Garnkanal
angeordnet, dass durch die Einblasöffnung eingebrachte Luft in einem Vektor geführt
ist, der innerhalb der Luftdrallkammer mehr Querkomponenten quer zur Kanalachse als
axiale Komponenten entlang der Kanalachse aufweist und ausserhalb der Luftdrallkammer
mehr axiale Komponenten als Querkomponenten aufweist.
[0049] In einer Verwirbelungsdüse führt die Luftströmung, welche in Querrichtung zur Kanalachse
führt, zu einer stärkeren Verwirbelung des Garns und ist somit für die Knotenbildung
im Garn massgebend. Die Luftströmung in axialer Richtung fördert das Garn in Fadenführrichtung
und führt somit zu stärkerer Garnspannung. Dadurch, dass in der Luftdrallkammer die
Luftströmung mehr quer geführt wird als axial, werden mehr Knoten im Garn erzeugt.
Wird die Luft zusätzlich ausserhalb von der Luftdrallkammer mehr in axiale Richtung
geführt, wird eine genügende Garnspannung aufrechterhalten, um einen stabilen Prozess
zu gewährleisten. Ist die Garnspannung zu tief, flattert das Garn vor der Düse so
stark, dass es reissen kann. Dabei umfassen Querkomponenten hier immer sowohl radiale
als auch tangentiale Komponenten, da die radialen Komponenten für die Knotenanzahl
und die tangentialen Komponenten für die Garnspannung massgebend sind.
[0050] Die Luftdrallkammer kann derart ausgebildet sein, dass die Luft über einen Bereich
von mindestens 40% der Gesamtdüsenlänge verwirbelt wird. Die Gesamtdüsenlänge umfasst
die Länge des Garnkanals und die Kammerlänge der Luftdrallkammer.
[0051] Vorzugsweise umfassen die Querkomponenten mehr radiale Komponenten als tangentiale
Komponenten.
[0052] Die Luft wird somit stärker gedreht, wodurch auch das Garn mehr verdreht wird, so
dass stärkere und mehr Knoten entstehen.
[0053] Alternativ haben die Querkomponenten mehr tangentiale Komponenten als radiale Komponenten.
[0054] Dadurch wird das Garn mehr aus der Düse geführt, wodurch mehr Garnspannung entsteht.
[0055] Weiter werden die Aufgaben durch ein Verfahren zum Verwirbeln von Garn gelöst. Das
Garn wird entlang einer Garnkanalachse eines Garnkanals einer Verwirbelungsdüse geführt.
Luft wird in eine Luftdrallkammer eingeführt und innerhalb der Luftdrallkammer in
einem Vektor geführt. Der Vektor innerhalb der Luftdrallkammer umfasst mehr Querkomponenten
quer zur Kanalachse als axiale Komponenten entlang der Kanalachse und ausserhalb der
Luftdrallkammer mehr axiale Komponenten als Querkomponenten.
[0056] So wird auf eine einfache Art sichergestellt, dass das Garn eine hohe Anzahl starker
Knoten bei geringer Luftmenge oder Luftdrücken erreicht.
[0057] Die Erfindung wird in den Figuren genauer beschrieben. Die Figuren zeigen:
- Figur 1:
- Eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Verwirbelungsdüse
zur Erzeugung von wenigen stabilen Knoten
- Figur 2:
- Das Detail D aus der Figur 1
- Figur 3:
- Eine Einblasöffnung aus Figur 1
- Figur 4:
- Eine Draufsicht auf eine zweite erfindungsgemässe Ausführungsform einer Verwirbelungsdüse
- Figur 5a-d:
- Darstellungen der Geschwindigkeiten der Luftströmung bei einer Einblasöffnung mit
kreisrundem Querschnitt und Skala der Geschwindigkeiten
- Figur 6a-d:
- Darstellungen der Geschwindigkeiten der Luftströmung bei einer Einblasöffnung mit
rautenförmigem Querschnitt und Skala der Geschwindigkeiten
- Figur 7a-d:
- Darstellungen der Geschwindigkeiten der Luftströmung bei einer Verwirbelungsdüse gemäss
Stand der Technik mit einer Luftdrallkammer mit kleinerer Kammerlänge als Kammerausdehnung
und Skala der Geschwindigkeiten
- Figur 8a-d:
- Darstellungen der Geschwindigkeiten der Luftströmung bei einer Verwirbelungsdüse mit
einer Luftdrallkammer mit einer grösseren Kammerlänge als Kammerausdehnung und Skala
der Geschwindigkeiten
- Figur 9:
- Eine Nebeneinanderstellung von Darstellungen der Luftströmung von verschiedenen Ausführungsformen
einer Verwirbelungsdüse in Seitenansicht
- Figur 10
- Einen Querschnitt durch eine Verwirbelungsdüse entlang der Garnführungsrichtung und
- Figuren 11a und 11b:
- Beispiele von verwirbelten Garnen
- Figur 12
- Eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Verwirbelungsdüse
zur Erzeugung von mehr aber weniger stabilen Knoten
- Figur 13:
- Eine Einblasöffnung aus Figur 12
[0058] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Verwirbelungsdüse 100. Die Form, Grösse und Geometrie der Düse ist zur Erzeugung von
wenigen, aber stabilen Knoten ausgelegt. Die Verwirbelungsdüse 100 umfasst eine Düsenplatte
10 mit einem Garnkanal 1 mit zwei Kanalabschnitten 1a und 1b und einer Luftdrallkammer
2 zwischen den Abschnitten 1a und 1b. Eine Fadenführrichtung F führt entlang von Mittelachsen
Ma und Mb der Kanalabschnitte 1a und 1b. Die Luftdrallkammer 2 umfasst zwei Kammerbereiche
2a und 2b. Am Übergang zwischen dem ersten Kammerbereich 2a und dem zweiten Kammerbereich
2b ist eine Einblasöffnung 4 angeordnet, durch welche ein Luftstrom in die Luftdrallkammer
2 eingeblasen wird.
[0059] Entlang der Fadenführrichtung F ist zuerst der erste Kanalabschnitt 1a, danach der
erste Kammerbereich 2a, der zweite Kammerbereich 2b und anschliessend der zweite Kanalabschnitt
1b angeordnet.
[0060] Am Eingang des ersten Kanalabschnitts 1a ist ein Eingangsabschnitt 3a und am Ausgang
des zweiten Kanalabschnitts 1b ist ein Ausgangsabschnitt 3b angeordnet. Der Kanalabschnitt
1a ist kürzer als der Kanalabschnitt 1b. Beide Kanalabschnitte haben eine Ausdehnung
21 in Richtung der Zeichenebene von 1.7 mm. Die Düsenplatte 10 ist zu einer Ebene
durch die Mittelachsen Ma und Mb und senkrecht zu einer Plattenoberfläche im Wesentlichen
spiegelsymmetrisch aufgebaut.
[0061] Die Düsenplatte 10 umfasst eine Grundfläche 13. Die Grundfläche 13 hat einen Umriss,
der im Wesentlichen zwei gerade Seiten 15a und 15b, die gegenüberliegend angeordnet
sind, und zwei abgerundete Seiten 16a und 16b, ebenfalls gegenüberliegend angeordnet,
umfasst. Die geraden Seiten haben jeweils eine im Wesentlichen trapezförmige Einbuchtung
14a und 14b, deren Symmetrieachsen auf den Mittelachsen Ma und Mb liegen. An den abgerundeten
Seiten ist jeweils eine Ausbuchtung 12a und 12b für die Befestigung der Düse auf dem
Halter angeordnet. Die Ausbuchtungen 12a und 12b haben im Wesentlichen den gleichen
Radius wie die abgerundeten Seiten 16a und 16b. Die Ausbuchtungen 12a und 12b sind
jedoch kürzer als diese Seiten.
[0062] Die Düsenplatte 10 umfasst weiter zwei durch die Düsenplatte 10 durchgehende, kreisrunde
Öffnungen 11a und 11b.
[0063] Die Luftdrallkammer 2 weist eine Kammerlänge 29 von 4.69 mm in Fadenführrichtung
F auf und eine Kammerausdehnung 28 von 2.32 mm. Unter der Kammerausdehnung 28 ist
die grösste Ausdehnung der Luftdrallkammer 2 quer zur Kammerlänge 29 in der Plattenebene
zu verstehen. Durch diese Kammerausdehnung 28 und diese Kammerlänge 29 ergibt sich
ein Verhältnis von Länge und Ausdehnung von 2.02.
[0064] Die Düsenplatte 10 wird mit einer Deckplatte verbunden, so dass die Kanalabschnitte
1a und 1b und die Luftdrallkammer 2 geschlossen werden. Ein oder mehrere Garne werden
in die Luftdrallkammer 2 eingeführt und durch diese hindurchgeführt, während durch
die Einblasöffnung 4 Druckluft auf das Garn oder die Garne aufgebracht wird. Dadurch
werden im Garn oder den Garnen Knoten erzeugt
[0065] Da die Luftdrallkammer 2 relativ zur Ausdehnung länger ist, wird die Luft einerseits
mehr in eine Querrichtung geführt, als bei kürzeren Kammern und zusätzlich wird die
Luft über einen längeren Bereich in dieser Querrichtung geführt.
[0066] Luftströmungsvektorkomponenten quer zur Fadenführrichtung sind für die Verwirbelung
und somit für die Knotenanzahl und -stärke verantwortlich. Wird das Garn nun mehr
und über einen längeren Bereich verwirbelt, entstehen mehr und festere Knoten.
[0067] Figur 2 zeigt das Detail D aus Figur 1. Zu sehen ist die Behandlungskammer 2 mit
den beiden Kammerbereichen 2a und 2b. Der Kammerbereich 2a hat eine erste Kammerbreite
22 quer zur Mittelachse Ma und der zweite Kammerbereich 2b hat eine zweite Kammerbreite
23 quer zur Mittelachse Mb. Zwischen den Kammerbereichen 2a und 2b ist eine Einschnürung
5 angeordnet. Das heisst, die Kammerbreite 22 des ersten Kammerbereichs 2a und die
Kammerbreite 23 des zweiten Kammerbereichs 2b sind grösser als die Kammerbreite 51
zwischen den Kammerbereichen 2a und 2b. Die Kammerbreite 23 des zweiten Kammerbereichs
2b ist gleich wie oder grösser (bevorzugt etwa 5%) als die Kammerbreite 22 des ersten
Kammerbereichs 2a. Die Kammerlänge beträgt hier etwa 200% der Kammerausdehnung. Die
Kammerbereiche 2a und 2b haben in der Plattenebene einen tropfenförmigen Querschnitt
mit Abschnitten mit einer Rundung und in Fadenführrichtung aufeinander zulaufenden
geraden Abschnitten.
[0068] Diese Einschnürung 5 führt dazu, dass die Luftströmung getrennt wird, so dass zwei
Bereiche entstehen, in denen die Luft und somit das Garn unterschiedlich verwirbelt
werden.
[0069] Der erste Kammerbereich 2a hat eine zu den Mittelachsen Ma und Mb parallele erste
Bereichslänge 24, welche gleich wie oder grösser ist, als die zu den Mittelachsen
Ma und Mb parallele zweite Bereichslänge 25 des zweiten Kammerbereichs 2b. Die Kammerlänge
29 der Luftdrallkammer 2 besteht aus der ersten Bereichslänge 24 und der zweiten Bereichslänge
25 und beträgt 5.1 mm.
[0070] Die Kammerwände der Kammerbereiche 2a und 2b führen jeweils in einem Winkel von den
Wänden des Garnkanals weg. Die Kammerwände des ersten Kammerbereichs 2a weisen einen
Winkel P von etwa 18° bis 20° (konkret 19°) zu den Wänden des Garnkanals auf, die
Kammerwände des zweiten Kammerbereichs 2b einen Winkel S von ebenfalls 18° bis 20°.
Zur Erzeugung von vielen Knoten wird ein kleinerer Winkel (siehe nachstehend auch
Figur 12 und 13) verwendet, zur Erzeugung von weniger, aber dafür stabileren Knoten
ein grösserer Winkel. Die Bereichslängen 24 und 25 werden durch die Kammerausdehnung
(d.h. die Breite der Luftdrallkammer) und den Winkel bestimmt. Die Breiten der Luftdrallkammern
und/oder die Winkel können gleich gross oder verschieden sein.
[0071] Es sind aber auch andere Dimensionen und Geometrien denkbar. Die vorbeschriebenen
Geometrien können auch für Düsenlängen von bis zu 45 mm angewendet werden mit Kanalbreiten
von bis 12mm. Die Radien z.B. im Garn-Kanalgrund können dann entsprechend angepasst
werden.
[0072] Figur 3 zeigt die Einblasöffnung 4 aus dem Ausführungsbeispiel, aus Figur 1. Die
Kammerbereiche 2a und 2b der Luftdrallkammer 2 (vgl. Figur 1) sind unmittelbar aufeinander
folgend angeordnet, wobei die Luftdrallkammer 2 (vgl. Figur 1) am Übergang zwischen
den Kammerbereichen 2a und 2b eine Einschnürung 5 in der Breite aufweist. Die Einblasöffnung
4 ist am Übergang zwischen den Kammerbereichen 2a und 2b angeordnet. Ein grösserer
Teil des Querschnitts der Einblasöffnung 4 führt in den ersten Kammerbereich 2a.
[0073] Die Einblasöffnung 4 hat eine Querschnittsform, welche im Wesentlichen ein Parallelogramm
mit abgerundeten Ecken 41-44 darstellt. Die abgerundeten Ecken 41-44 sind Rundungsabschnitte.
Die Seiten der Parallelogrammform sind Luftführungsabschnitte 45, welche dazu dienen,
die Luft in eine bestimmte Richtung zu leiten. Die erste Ecke 41 weist in Fadenführrichtung
F, die zweite Ecke 42 in Gegenrichtung zur Garnführvorrichtung, so dass die Symmetrielinie
40 der Parallelogrammform entlang den Mittelachsen Ma und Mb angeordnet ist. Die erste
Ecke 41 und die zweite Ecke 42 sind beide mit einem Radius von 0.2 mm - 2.5 mm abgerundet.
Die dritte Ecke 43 und die vierte Ecke 44 liegen beide in einer Ebene senkrecht zu
den Mittelachsen Ma und Mb und sind beide abgerundet mit einem Radius von 0.3 mm -
3 mm. Der Winkel zwischen den geraden Abschnitten beträgt ca. 50° für den spitzen
Winkel und ca. 130° für den stumpfen Winkel. Die Einblasöffnung weist eine Breite
von typischerweise 1 mm - 10 mm, bevorzugt etwa 1.32 mm und eine Länge von 0.8 mm
- 7 mm, bevorzugt etwa 0.99 mm und damit ein Breiten- zu Längenverhältnis von ca.
1.33:1 auf.
[0074] Weist die Einblasöffnung eine Parallelogramm- oder Rautenform auf, wie dargestellt,
so wird die Luft vermehrt in einer Querrichtung zur Fadenführrichtung geführt, wobei
die Querrichtung sowohl Komponenten in tangentialer als auch radialer Richtung aufweist.
Die Ecken 41 und 42, welche auf der Symmetrielinie in Fadenführrichtung liegen, sind
stumpf und die weiteren Ecken 43 und 44 sind spitz. Der Winkel der Ecken hat einen
Einfluss auf die Ausrichtung der Luftströmung, so dass je nachdem, ob die Strömung
mehr tangentiale oder radiale Komponenten umfassen soll, der Winkel angepasst werden
kann.
[0075] Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf eine zweite erfindungsgemässe Ausführungsform einer
Verwirbelungsdüse 100. Die Verwirbelungsdüse 100 dieser Ausführungsform weist im Wesentlichen
die gleiche Düsenplatte 110 auf, wie die Düsenplatte der ersten Ausführungsform. Es
wird im Folgenden daher nur auf die Unterschiede zur ersten Ausführungsform eingegangen.
[0076] Die Luftdrallkammer 102 dieser Ausführungsform weist zwei Kammerbereiche auf, wobei
die Kammerwände 127a des in Fadenführrichtung F zuerst angeordnet ist, eine Rundung
in Fadenführrichtung mit einem Radius aufweist, welcher grösser ist, als der Radius
der Rundung in Fadenführrichtung F der Wandabschnitte 127b des zweiten Kammerbereichs.
Der Radius der Rundung des ersten Wandabschnitts 127a kann variieren. Typischerweise
beträgt er etwa 25mm. Der Radius der Rundung des zweite Wandabschnitts 127b kann ebenfalls
variieren und etwa 15 mm betragen.
[0077] Die Kammerlänge 129 der Luftdrallkammer 102 beträgt im hier gezeigten Ausführungsbeispiel
6.85 mm, die Kammerausdehnung 128 beträgt 3 mm. Die Ausdehnung 121 des Garnkanals
101 beträgt 2.4 mm.
[0078] Die Einblasöffnung 104 umfasst im Wesentlichen die gleiche Querschnittsform eines
Parallelogramms wie in Fig. 3 gezeigt, mit abgerundeten Ecken.
[0079] Die Einblasöffnung 104 ist so angeordnet, dass die Luftströmung die Luftdrallkammer
102 in einem Winkel von weniger als 90° betritt.
[0080] Figur 5a zeigt eine Düse mit einer Einblasöffnung mit kreisförmigem Querschnitt,
wie sie in Verwirbelungsdüsen gemäss Stand der Technik eingesetzt wird. Zur Illustration
des Einflusses der Querschnittsform auf die Luftströmung wurde eine Simulation vorgenommen,
wobei die Simulation in Figur 5b - 5d (und auch 6b - 6d) anhand einer Verwirbelungsdüse
mit einem Garnkanal ohne Luftdrallkammer erfolgte.
[0081] Eine solche, an sich bekannte Einblasöffnung kann auch in einer Luftdrallkammer 2
einer erfindungsgemässen Verwirbelungsdüse gemäss Figur 1 oder 4 angeordnet werden.
[0082] Figur 5b zeigt eine Skala der in den Figuren 5c und 5d dargestellten Strömungsgeschwindigkeiten.
[0083] Figur 5c zeigt die Geschwindigkeiten der Luftströmungen in der Draufsicht auf die
Düse aus Figur 5a. Zu sehen ist, dass die Strömung der Luft mit der höchsten Geschwindigkeit
70 im Bereich 150 meistens in die Fadenführrichtung F bzw. Gegenrichtung strömt. Bereiche
151 mit relativ hoher Geschwindigkeit 71 befinden sich hauptsächlich an den Garnkanalwänden
und führen ebenfalls in Fadenführrichtung F oder Gegenrichtung. Zwischen den Wänden
des Garnkanals im Bereich 151 befinden sich in der Mitte jedoch hauptsächlich Regionen
mit relativ geringer Geschwindigkeit 72 oder geringer Geschwindigkeit 73, welche in
Fadenführrichtung F oder Gegenrichtung führen.
[0084] Figur 5d zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse aus 5a in
Seitenansicht. Die Luftströmung wird hauptsächlich in der Region 152 der Einblasöffnung
in die Mitte des Garnkanals gelenkt, das heisst, es gibt einen Bereich 152 mit hoher
Geschwindigkeit 70 in der Mitte des Garnkanals im Bereich der Einblasöffnung mit Querkomponenten.
In der Region 153 gibt es vereinzelt in der Mitte des Garnkanals Bereiche Strömungsvektoren
mit hoher Geschwindigkeit auch in Querrichtung. Die Bereiche mit hoher Geschwindigkeit
führen hier jedoch ebenfalls vermehrt an der Wand gegenüber der Eingangsöffnung entlang
in Fadenführrichtung, resp. in Gegenrichtung.
[0085] Figur 6a zeigt eine Einblasöffnung mit rautenförmigem Querschnitt ohne Luftdrallkammer,
um den Einfluss der Geometrie der Düsenöffnung auf die Luftströmung zu zeigen.
[0086] Figur 6b zeigt eine Skala der Strömungsgeschwindigkeiten.
[0087] Figur 6c zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse in Draufsicht.
Diese Darstellung zeigt, dass eine Einblasöffnung mit einem rautenförmigen Querschnitt
einen grösseren Bereich 160 mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit 70 aufweist als
in Figur 5c und dass die Strömung mehr von der Fadenführrichtung F bzw. deren Gegenrichtung
abweicht. Zudem zeigt die Figur 6c, dass eine Düse mit einer Einblasöffnung mit rautenförmigem
Querschnitt mehr Bereiche 161 mit einer relativ hohen Strömungsgeschwindigkeit 71
aufweist, wobei diese auch vermehrt in der Mitte zwischen den Wänden des Garnkanals
geführt ist, als in Figur 5c.
[0088] Figur 6d zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse aus Figur
6a in Seitenansicht. Figur 6d zeigt ebenfalls, dass eine Düse mit einer rautenförmigen
Einblasöffnung einen grösseren Bereich 163 mit einer relativ hohen Geschwindigkeit
71 aufweist, welcher auch vermehrt in die Mitte zwischen den Kanalwänden geleitet
wird, als bei der Düse gezeigt in Figur 5d.
[0089] Figur 7a zeigt eine Düse aus dem Stand der Technik mit kreisrunden Einblasöffnung
und einer Luftdrallkammer mit einer Kammerlänge, welche kleiner ist, als die Kammerausdehnung.
[0090] Figur 7b zeigt eine Skala der Strömungsgeschwindigkeiten.
[0091] Figur 7c zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse aus Figur
7a in Draufsicht. Zu sehen ist, dass die Strömung wenige Bereiche 170 mit hoher Geschwindigkeit
aufweist, in denen die Strömungen in Querrichtung zur Fadenführrichtung führen. Es
gibt Bereiche 171 ausserhalb der Kammer, in denen die Strömung eine relativ hohe Geschwindigkeit
71 aufweist und primär in Fadenführrichtung bzw. Gegenrichtung verläuft.
[0092] Figur 7d zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse aus Figur
7a in Seitenansicht. Die Strömung ist hier hauptsächlich im Bereich 172 der Einblasöffnung
in Querrichtung geführt. In einem kleinen Bereich 173 ausserhalb der Kammer weist
die Strömung eine hohe Geschwindigkeit auf und führt in Fadenführrichtung, resp. Gegenrichtung.
[0093] Figur 8a zeigt eine erfindungsgemässe Düse mit einer Luftdrallkammer, welche eine
Kammerlänge aufweist, welche 2.5 mal grösser ist als die Kammerausdehnung.
[0094] Figur 8b zeigt eine Skala der Strömungsgeschwindigkeiten.
[0095] Figur 8c zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse aus Figur
8a in Draufsicht. Zu sehen ist, dass die Strömung grosse Bereiche in der Kammer aufweist,
welche Strömungen mit hoher Geschwindigkeit 71 hat, die in Querrichtung zur Fadenführrichtung
F führen und in der Mitte der Bereiche 180 in Fadenführrichtung Strömungen mit hoher
Geschwindigkeit 71, welche in Fadenführrichtung F resp. Gegenrichtung führen.
[0096] Figur 8d zeigt eine Darstellung der Strömungsgeschwindigkeiten der Düse aus Figur
8a in Seitenansicht. Es ist zu sehen, dass in grösseren Bereichen 182, 183 die Strömung
konzentrierter in die Mitte zwischen die Wände des Garnkanals geleitet wird, also
in Querrichtung zur Fadenführrichtung F als in Figur 7d gezeigt wird. Die Strömungen
im Bereich 183 in der Nähe der Einblasöffnung weisen eine hohe Geschwindigkeit 71
auf, und im Bereich 182 eine etwas niedrigere Geschwindigkeit 73. Es gibt daher weniger
Luftströmung in Fadenführrichtung F.
[0097] Figur 9 zeigt eine Nebeneinanderstellung der Darstellung von Luftströmungen von verschiedenen
Düsen in Seitenansicht. Die Darstellung 80 zeigt die Luftströmung einer Düse ohne
Luftdrallkammer, wie in Figur 5a.
[0098] Die Darstellung 81 zeigt die Luftströmung einer Düse mit einer Luftdrallkammer mit
einer Kammerlänge, welche kleiner ist als die Kammerausdehnung, wie in Figur 7a.
[0099] Die Darstellung 82 zeigt die Luftströmung einer erfindungsgemässen Düse mit einer
Luftdrallkammer mit einer Kammerlänge, welche 1.6-mal so gross ist wie die Kammerausdehnung.
[0100] Die Darstellung 83 zeigt die Luftströmung einer erfindungsgemässen Düse mit einer
Luftdrallkammer mit einer Kammerlänge, welche mehr als doppelt so gross ist wie die
Kammerausdehnung. In der Darstellung 80 ist die Luftströmung verteilt, so dass relativ
wenige Luftströmungen in der Mitte konzentriert werden. Die Linien 84 zeigen, dass
mit zunehmender Länge der Kammer eine verstärkte Ausrichtung der Strömung in die Mitte
ergibt.
[0101] Figur 10 zeigt vereinfacht einen Querschnitt durch eine Düsenplatte 10 in Fadenführrichtung.
Der Garnkanal 1 weist in der Mitte die Luftdrallkammer 2 auf, in welche die Einblasöffnung
4 unter einem Winkel in Fadenführrichtung F mündet.
[0102] Die Figuren 11a und 11b zeigen beispielhaft ein verwirbeltes DTY-Garn (Fig. 11a)
und ein verwirbeltes Glattgarn (Fig. 11b).
[0103] Die Figuren 12 und 13 zeigen eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Düse in einer Darstellung analog zu der Darstellung der ersten Ausführungsform in
den Figuren 1 und 2. Gleiche Bezugszeichen benennen gleiche Elemente wie in den Figuren
1 und 2 und werden nicht erneut beschrieben. Im Unterschied zu der Ausführungsform
in den Figuren 1 und 2 ist die Düse gemäss Figuren 12 und 13 zur Erzeugung von mehr
und dafür weniger stabilen Knoten ausgelegt.
[0104] Die Kanalabschnitte 1a, 1b haben eine Ausdehnung 21 in Richtung der Zeichenebene
von 1.7 mm.
[0105] Die Luftdrallkammer 2 weist eine Kammerlänge 29 von 6.74 mm in Fadenführrichtung
F auf und eine Kammerausdehnung 28 von 2.0 mm. Durch diese Kammerausdehnung 28 und
diese Kammerlänge 29 ergibt sich ein Verhältnis von Länge und Ausdehnung von ca. 3.37.
[0106] Die Kammerwände der Kammerbereiche 2a und 2b führen jeweils in einem Winkel von etwa
6° von den Wänden des Garnkanals weg. Dies dient zur Erzeugung von vielen Knoten
[0107] Figur 13 zeigt die Einblasöffnung 4 aus dem Ausführungsbeispiel, aus Figur 12. Ein
kleinerer Teil des Querschnitts der Einblasöffnung 4 führt in den ersten Kammerbereich
2a.
[0108] Die Einblasöffnung 4 hat eine drachenförmige Querschnittsform mit abgerundeten Ecken
und mit einer abgerundeten Begrenzung im Kammerbereich 2a.
[0109] Die Einblasöffnung 4 weist eine Breite B von etwa 1.13 mm und eine Länge L von etwa
1.1 mm und damit ein Breiten- zu Längenverhältnis von ca. 1:1 auf.
[0110] Die Drachenform ist asymmetrisch aufgebaut: Ihre Länge im Kammerbereich 2a beträgt
0.5 mm und im Kammerbereich 2b 0.6 mm.
1. Verwirbelungsdüse (100) für die Herstellung von Knotengarnen, verwirbeltem Garn, von
DTY- oder Glattgarnen mit Knoten, umfassend einen Garnkanal (1) mit einer Luftdrallkammer
(2), wobei
die Luftdrallkammer (2) eine Einblasöffnung (4) zur Einbringung von Luft in die Luftdrallkammer
(2) aufweist,
eine Kanalachse (Ma, Mb) sich in einer Fadenführrichtung(F) erstreckt
der Garnkanal (1) eine Kanalbreite (21) quer zu der Kanalachse (Ma, Mb) aufweist und
wobei die Luftdrallkammer (2) eine Kammerlänge (29) in Fadenführrichtung (F) und eine
Kammerausdehnung (28) quer zu dieser Länge aufweist, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kammerlänge (29) mindestens 180% der Kammerausdehnung (28), bevorzugt mindestens
200% der Kammerausdehnung (28) und insbesondere etwa 220% oder 330% beträgt und bevorzugt
die Kammerlänge (29) mindestens 1.5mm länger als die Kammerausdehnung (28) ist.
2. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 1, wobei die Kammerausdehnung (28) 15%-45% der
Kanalbreite (21) beträgt, bevorzugt 15% oder 35%, und wobei bevorzugt die Kammerausdehnung
(28) maximal 5mm, weiter bevorzugt maximal 3 mm breiter als die Kanalbreite (21) ist.
3. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kammerlänge (29) maximal
350% der Kanalbreite (21) beträgt und insbesondere maximal 30 mm, bevorzugt maximal
20 mm grösser ist als die Kanalbreite (21).
4. Verwirbelungsdüse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Luftdrallkammer
(2) Kammerwände umfasst, welche mindestens ein gerundetes Wandsegment umfassen, insbesondere
mit einem Radius zwischen 0.3 mm und6 mm, bevorzugt zwischen 0.5 mm und 2 mm.
5. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 4, wobei die Kammerwände gerade Wandsegmente
umfassen.
Verwirbelungsdüse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kammerwand
sich in Fadenführrichtung betrachtet von einer Kanalwand ausgehend aufweitet, bevorzugt
unter einem Winkel von maximal 5° bezogen auf die Fadenführrichtung und die Kanalwand
6. Verwirbelungsdüse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Luftdrallkammer
(2) einen ersten Kammerbereich (2a) und einen zweiten Kammerbereich (2b) umfasst,
wobei der erste Kammerbereich (2a) in Fadenführrichtung (F) als erstes angeordnet
ist und der zweite Kammerbereich (2b) in Fadenführrichtung (F) auf den ersten Kammerbereich
(2a) unmittelbar folgt, wobei am Übergang vom ersten Kammerbereich (2a) zum zweiten
Kammerbereich (2b) die Kammer (2) eine Einschnürung (5) aufweist, so dass die Kammerausdehnung
(28) im ersten und zweiten Kammerbereich (2a, 2b) grösser ist, als die Kammerausdehnung
(28) am Übergang.
7. Verwirbelungsdüse (100) für die Herstellung von Knotengarnen, verwirbeltem Garn, von
DTY- oder Glattgarnen mit Knoten, insbesondere eine Verwirbelungsdüse (100) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Garnkanal (1)mit einer Luftdrallkammer
(2), wobei
die Luftdrallkammer (2) eine Einblasöffnung (4) zur Einbringung von Luft in die Luftdrallkammer
(2) aufweist,
und wobei eine Kanalachse (M) sich in einer Fadenführrichtung (F) erstreckt, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einblasöffnung (4) einen Querschnitt mit mindestens einem abgerundeten Rundabschnitt
und mindestens einem Luftleitabschnitt aufweist, wobei der Luftleitabschnitt gerade
ist oder einen Krümmungsradius hat, der mindestens 10 mal grösser ist, als der Krümmungsradius
des Rundabschnitts.
8. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 8, wobei der Luftleitungsabschnitt zur Kanalachse
(M) in einem Winkel angeordnet ist.
9. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Einblasöffnung im Querschnitt
genau vier Luftführungsabschnitte umfasst, welche im Wesentlichen rautenförmig angeordnet
sind, wobei bevorzugt eine erste Symmetrielinie der Rautenform parallel zur Kanalachse
(M) angeordnet ist, so dass eine erste Ecke der Rautenform in Fadenführrichtung und
eine zweite Ecke in Gegenrichtung zur Fadenführrichtung weisen und eine dritte und
eine vierte Ecke in einer gemeinsamen Ebene senkrecht zu der ersten Symmetrielinie
wegweisend angeordnet sind
10. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 10, wobei die Ecken der Rautenform abgerundet
sind.
11. Verwirbelungsdüse (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einblasöffnung
(4) einen Querschnitt mit einer Öffnungslänge in Fadenführrichtung (F) und einer Öffnungsbreite
quer zur Öffnungslänge umfasst, wobei die Öffnungslänge und die Öffnungsbreite unterschiedlich
sind, wobei insbesondere ein Verhältnis zwischen der Öffnungslänge und der Öffnungsbreite
zwischen 1.0 und 1.5 beträgt.
12. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 10 oder 11 und 12, wobei die Öffnungslänge kleiner
ist als die Öffnungsbreite, wobei bevorzugt die erste und die zweite Ecke der Rautenform
in einem grösseren Radius abgerundet sind als die dritte und vierte Ecke.
13. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 10 oder 11 und 12, wobei die Öffnungsbreite
kleiner ist als die Öffnungslänge, wobei bevorzugt die dritte und die vierte Ecke
der Rautenform in einem grösseren Radius abgerundet sind als die erste und zweite
Ecke.
14. Verwirbelungsdüse (100) für die Herstellung von Knotengarnen, verwirbeltem Garn, von
DTY- oder Glattgarnen mit Knoten, insbesondere eine Verwirbelungsdüse (100) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche, umfassend einen Garnkanal (1) mit einer Luftdrallkammer
(2), wobei
die Luftdrallkammer (2) eine Einblasöffnung (4) zur Einbringung von Luft in die Luftdrallkammer
(2) aufweist,
eine Kanalachse (M) sich in einer Fadenführrichtung (F) erstreckt und der Garnkanal
(1) eine Kanalbreite (21) quer zu der Kanalachse (M) hat,
die Luftdrallkammer (2) eine Kammerlänge (29) in Fadenführrichtung (F) und eine Kammerausdehnung
(28) quer zu dieser Länge hat, dadurch gekennzeichnet,
dass die Luftdrallkammer (2) und/oder die Einblasöffnung (4) so ausgebildet und im Garnkanal
(1) angeordnet ist, dass durch die Einblasöffnung (4) eingebrachte Luft in einem Vektor
geführt ist, der innerhalb der Luftdrallkammer (2) mehr Querkomponenten quer zur Kanalachse
(M) als axiale Komponenten entlang der Kanalachse (M) aufweist und ausserhalb der
Luftdrallkammer (2) mehr axiale Komponenten als Querkomponenten umfasst.
15. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 15, wobei die Querkomponenten mehr radiale Komponenten
aufweist als tangentiale Komponenten.
16. Verwirbelungsdüse (100) nach Anspruch 15, wobei die Querkomponenten mehr tangentiale
Komponenten aufweist, als radiale.
17. Verfahren zum Verwirbeln von Garn, wobei das Garn entlang einer Kanalachse (M) eines
Garnkanals (1) einer Verwirbelungsdüse (100) geführt wird und die eingebrachte Luft
innerhalb einer Luftdrallkammer (2)in einem Vektor geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Vektor innerhalb der Luftdrallkammer mehr Querkomponenten quer zur Kanalachse
(M) als axiale Komponenten entlang der Kanalachse (M) umfasst und ausserhalb der Luftdrallkammer
(2) mehr axiale Komponenten als Querkomponenten umfasst.