[0001] Die Erfindung ist in der Bauindustrie, insbesondere für die Fensterverglasung, anzuwenden.
Die Isolierverglasung ist sowohl bei den in der Fensteröffnung oder Türöffnung bereits
eingebauten Fenstern oder Türen einzusetzen als auch bei der Produktion von neuen
Fenstern und Türen. Die für die Verglasung der Fensteröffnung oder Türöffnung (Festverglasung
oder mit einem nach innen, außen, oben oder seitlich vom Rahmen aufgehenden Flügel)
in den Wohnhäusern, Industrie- und öffentlichen Gebäuden, Schaufensterkonstruktionen
verwendet werden können.
Stand der Technik
[0002] Aus der
DE19733154 eine Isolierverglasung beschrieben. Die Isolierverglasung besteht aus einer außenliegenden
Glasscheibe und einer innenliegenden Glasscheibe Die innenliegenden Glasscheibe hat
einen umlaufenden randseitigen Überstand gegenüber der außenliegenden Glasscheibe
und ist mit einem Abstandhalter versehen. Der Abstandhalter ist mit geringem Abstand
zwischen den außen- und innenliegenen Glasscheiben eingesetzt ist. Dabei wird die
Randfuge feuchtigkeitsdicht ausgefüllt. Mit Abstand von der Randverfüllung ist ein
weiteres Profil eingesetzt, das im wesentlichen einen U-förmigen Querschnitt besitzt
und nach außen offen ist. Damit dient es zur Aufnahme eines Beschlages. Dabei wird
der Außenrahmen teilweise durch eine weitere Isolierverglasung gebildet. Diese Isolierverglasung
besteht aus der innenliegenden Glasscheibe, der außenliegenden Glasscheibe und aus
dem Abstandhalter, der zwischen den außen- und innenliegenden Glasscheiben eingesetzten
und feuchtigkeitsdicht angeordnet ist. Dabei liegt das andere vom Abstandhalter abgetrennte
Profil näher am Flügel und trägt den Beschlag und die Dichtungselemente, die mit Fensterteilen
zusammenwirken können.
[0003] Bei dieser Fensteranordnung mit einem eingeklebten Innenprofil verlaufen die außenliegenden
Scheiben nach der Verpressung nicht parallel zueinander. Das genannte Problem wird
durch die Profileinfügen noch erhöht.
[0004] Dies hat zur Folge:
- a) unregelmäßiger Abstand vom Außenrand der außenliegenden Glasscheiben,
- b) unregelmäßiger Druck an den außenliegenden Glasscheiben beim Profileinfügen,
- c) unregelmäßige Verklebung am Rande,
- d) mögliches Undichtwerden und
- e) Produktionsfehler.
[0005] Soll das Profil bei der Verglasungsproduktion eingeklebt werden, entstehen Schwierigkeiten
bei der Positionierung sowohl vor als auch nach der Verpressung. Denn das Profil verschiebt
sich unkontrollierbar unter Druck. Die bestehenden Fensterbautechniken sind bei Doppelglasscheiben
mit Innenprofil zuverlässig. Für Mehrfachverglasung (drei und mehr) sind keine Produktionsanlage
bekannt, die solche Operationen automatisch vollziehen können. Alle modernen Drei-
und Vierfachverglasungen (besonders mit dünnen Glasscheiben) werden in der Produktionsanlage
praktisch senkrecht zusammengebaut. Zuerst muss die Verglasung mit den zwei überstehenden
Randscheiben zusammengebaut werden. Erst danach wird außerhalb der Anlage das Innenprofil
eingesetzt, um die Verglasung an das Fenstersystem anzupassen.
[0006] Durch die Erfindung wird das innere Profil schnell und genau positioniert, was die
Zuverlässigkeit von Beschlag und Feuchtdichtigkeit sicherstellt. Der Druck wird an
den außenliegenden Scheiben homogen verteilt und die Glasscheiben werden stabil gesetzt.
Die Dichtigkeit wird nicht beeinträchtigt durch die Parallelitätsfehler, die bei Produktion
und Profilmontage entstehen können. Um das genannte Ergebnis zu erzielen, wird ein
weiterer Abstandhalter eingesetzt, der das Profil an die Scheiben drückt, solange
das Klebemittel zwischen dem Profil und den Glasscheiben aushärtet. Darüber hinaus
wird zwischen den Profilteilen (Version 1 und 3) oder zwischen der Glasscheibe und
dem Profil (Version 2) ein elastischer Dichtungsstoff eingebracht, so dass keine Fensterteile
verschoben werden.
[0007] Weitere Ergebnisse:
- a) Breitere lichtdurchlässige Fläche, besserer Wärme- und Schallschutz von schon entwickelten
Fenster- und Türsystemen werden erzielt, ohne die Produktionsanlagen anpassen zu müssen.
- b) Breitere lichtdurchlässige Fläche und verbesserter Wärme- und Schallschutz von
bereits eingebauten Fenster- und Türsystemen werden erzielt, ohne diese umbauen zu
müssen.
- c) Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Isolierverglasungen bieten sich, denn die adaptierbare
Isolierverglasung muss nicht in ein Flügelprofil eingebaut werden.
- d) Produktivität wird erhöht, denn die Zahl von Produktionsstufen wird kleiner.
[0008] In der Version 1 enthält die adaptierbare Isolierverglasung zwei außenliegende Glasscheiben
und mindestens eine innenliegende Glasscheibe. Zwischen denen sind Abstandhalter eingesetzt.
Dabei sind die Glasscheiben und die Abstandhalter miteinander verklebt. Dadurch entsteht
ein luftdichter Raum (oder Räume). Die Abstandhalter absorbieren dabei die Feuchtigkeit
aus dem luftdichten Raum (Räumen). Die außenliegenden Glasscheiben sind größer als
die innenliegenden Scheiben. Die Ränder der außenliegenden Scheiben sind auf der inneren
Seite mindestens bis an den Anstandhalter bestrichen. Zwischen den innenliegenden
Glasscheiben und einer der außenliegenden Glasscheiben sitzt ein Profilteil. Dieses
Profilteil ist an diese außenliegende Glasscheibe geklebt. Ein weiteres Profilteil
ist an die gegenüberliegende Außenscheibe geklebt. Zwischen den beiden Profilteilen
sitzt ein Abstandhalter. Die Fugen zwischen den Profilteilen werden mit elastischem
Dichtstoff abgefüllt. Die Außenseiten der Profilteile dienen zur Aufnahme von Beschlag
und Verdichter, je nach dem Fenstersystem, bei welchem die adaptierbare Isolierverglasung
eingesetzt wird.
[0009] In der ersten Anordnungsvariante befindet sich zwischen den Abstandhaltern und dem
Dichtstoff sowie zwischen den Profilteilen ein Absorbent. In der ersten Anordnungsvariante
können die Seitenflächen der Abstandhalter, die nicht in Richtung Dichtraum gewendet
sind, am Rande mit Dichtstoff versehen werden. Nach der ersten Anordnungsvariante
sind die Glasscheibenränder mindestens bis an den Klebestoff bestrichen, und zwar
zwischen den Glasscheiben und den Abstandhaltern.
[0010] Nach der zweiten Anordnungsvariante enthält die Isolierverglasung zwei außenliegende
Glasscheiben und mindestens eine innenliegende Glasscheibe, die voneinander mit Hilfe
von zwischen den Glasscheiben eingesetzten Abstandhaltern getrennt sind. Die Abstandhalter
sind unter sich und mit den Glasscheiben verklebt, so dass luftdichte Räume (oder
ein einziger einheitlicher Raum) entstehen. Die Abstandhalter können auch die Feuchte
aus dem Dichtraum absorbieren. Die außenliegenden Glasscheiben sind größer als die
innenliegenden Glasscheiben. Die außenliegenden Glasscheiben sind an den Rändern mindestens
bis an den Abstandhalter bestrichen.
[0011] Zwischen den innenliegenden Glasscheiben und der Innenseite einer der außenliegenden
Glasscheiben wird ein Profil eingesetzt, wobei es an diese außenliegende Glasscheibe
geklebt ist. Darüber hinaus wird ein weiterer Abstandhalter an die zweite außenliegende
Glasscheibe gesetzt. Die Fuge zwischen dem Profil und der gegenüberliegenden Glasscheibe
wird mit elastischem Dichtstoff abgefüllt. Die Außenseite des Profils dient zur Aufnahme
von Beschlag und Abdichtungen, je nach Fenster- oder Türsystem.
[0012] Nach der zweiten Anordnungsvariante wird zwischen den Abstandhaltern und dem elastischen
Dichtstoff ein Adsorbent eingelegt.
[0013] Nach der zweiten Anordnungsvariante können die nicht in Richtung Dichtraum gewendeten
Seitenflächen der Abstandhalter mit Dichtstoff bearbeitet werden.
[0014] Nach der zweiten Anordnungsvariante sind die innenliegenden Glasscheiben an den Rändern
bestrichen, und zwar mindestens bis an den Klebestoff zwischen den Glasscheiben und
den Abstandhaltern.
[0015] In der dritten Anordnungsvariante enthält die Isolierverglasung zwei außenliegende
Glasscheiben und mindestens eine innenliegende Glasscheibe. Diese sind voneinander
mit Hilfe von Abstandhaltern getrennt. Die Abstandhalter sind zwischen den Glasscheiben.
Die Abstandhalter sind unter sich und mit den Glasscheiben verklebt, so dass luftdichte
Räume (oder ein einziger einheitlicher Raum) entstehen. Die Abstandhalter können auch
die Feuchte aus dem Dichtraum absorbieren. Die außenliegenden Glasscheiben sind größer
als die innenliegenden Glasscheiben. Die außenliegenden Glasscheiben sind an den Rändern
mindestens bis an den Abstandhalter bestrichen. Zwischen den innenliegenden Glasscheiben
und der Innenseite einer der außenliegenden Glasscheiben ist ein Profilteil eingesetzt.
Das Profilteil ist an der außenliegenden Glasscheibe geklebt. Ein zweites Profilteil
ist an die gegenüberliegende außenliegende Glasscheibe geklebt und gegen die innenliegenden
Glasscheiben abgestützt. Zwischen den beiden Profilteilen befindet sich ein Abstandhalter.
Die Fugen zwischen den Profilteilen sind mit elastischem Dichtstoff abgefüllt. Die
Außenseite des Profils dient zur Aufnahme von Beschlag und Abdichtungen je nach Fenster-
oder Türsystem.
[0016] Nach der dritten Anordnungsvariante wird zwischen den Abstandhaltern und dem Dichtstoff
zwischen den Profilteilen ein Adsorbent eingelegt.
[0017] Nach der dritten Anordnungsvariante können die nicht in den Dichtraum hinein gerichteten
Seitenflächen der Abstandhalter an den Rändern abgedichtet werden. Nach der dritten
Anordnungsvariante können die innenliegenden Glasscheiben an den Rändern mindestens
bis an den Klebestoff zwischen den Glasscheiben und den Abstandhaltern bestrichen
werden.
[0018] Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der Zeichnung hervor.
[0019] Es zeigen:
Fig. 1 ein herkömmliches PVC-Fenster (a) aus Rahmen und Flügel mit eingebauter Standardverglasung,
mit der adaptierbaren Isolierverglasung verglichen, die hier statt des nach innen
aufgehenden Flügels montiert ist, (b) eine Version mit einem exzentrischen Abstandhalter,
Fig. 2 ein herkömmliches Alufenster (a) aus einem Rahmen und einem Flügel mit eingebauter
herkömmlichen Verglasung, mit der adaptierbaren Isolierverglasung verglichen, die
hier statt dem nach innen aufgehenden Flügel aus Aluminium montiert ist, (b) eine
Version mit Doppeltkeil-Abstandhalter,
Fig. 3 ein herkömmliches nach außen aufgehendes Holzfenster (a) aus einem Rahmen und
Flügel mit eingebauter Isolierverglasung, mit der adaptierbaren Isolierverglasung
verglichen, die hier statt des nach außen aufgehenden Flügels gebaut ist, (b) eine
Version mit exzentrischem Abstandhalter,
Fig. 4 die adaptierbare Isolierverglasung für ein Festverglasungsfenster mit Doppeltkeil-Abstandhalter,
Fig. 5 ein herkömmliches Fenster (a) aus Holz- und Aluminiumrahmen und Flügel mit
eingebauter Verglasung, mit der adaptierbaren Isolierverglasung verglichen, die hier
statt des nach außen aufgehenden Flügels aus Holz und Aluminium angebracht wird, (b)
Version mit exzentrischem Abstandhalter,
Fig. 6 ein herkömmliches Fenster (a) aus Holz- und Aluminiumrahmen und einem nach
oben aufgehenden Flügel mit eingebauter Verglasung, mit der adaptierbaren Isolierverglasung
verglichen, die hier statt des nach oben aufgehenden Flügels befestigt ist, (b) eine
Version mit Doppeltkeil-Abstandhalter.
[0020] Die adaptierbare Isolierverglasung weist auf:
- 1
- erstes Profilteil
- 2
- zweites Profilteil
- 3
- erste außenliegende Glasscheibe
- 4
- zweite außenliegende Glasscheibe
- 5
- Distanzrahmen
- 6
- Abstandhalter
- 7
- innenliegende Glasscheibe
- 8
- Adsorbent
- 9
- Dichtstoff
- 10
- Profil
- 11
- Schenkel
- 12
- Fensterbrett
- 13
- Rahmen
- 14
- Mauer
- 15
- ausgehärteter Schaumstoff.
[0021] Die adaptierbare Isolierverglasung wird folgendermaßen zusammengebaut.
[0022] Die zwei außenliegenden Glasscheiben 3, 4 und die innenliegende Glasscheibe 7 werden
der Reihe nach mit Hilfe von Distanzrahmen 5 in einer herkömmlichen Presse verbunden.
Die außenliegenden Glasscheiben 3, 4 sind dabei breiter und höher als die innenliegende.
Es bildet sich ein Abstand zwischen dem Außenrand der außenliegenden Glasscheiben
und dem Distanzrahmen. Dieser Abstand kann auch mit Dichtstoff versehen werden. Dadurch
bilden sich zwischen den Glasscheiben 3, 4, 7 dichte Innenräume, die man mit Inertgas
abfüllen kann. Danach wird das Profil 10 eingebaut. Das Profil kann aus Holz oder
Kunststoff mit verbessertem Wärmeschutz ausgeführt werden, je nach der Solltemperatur
an der innenliegenden Glasscheibe. Das Holz oder der Kunststoff müssen jedoch dicht
genug sein, um einen Beschlag tragen zu können. Auf eine Außenseite des Profils 10
wird Klebstoff angebracht. Die andere Außenseite, die mit der geklebten einen rechten
Winkel bildet, wird gegen die innenliegenden Glasscheiben 7 gepresst. Die geklebte
Seite wird gegen die Innenseite der außenliegenden Glasscheibe 4 gepresst. Wie bereits
erwähnt, gibt es einen Abstand zwischen dem Distanzrahmen und dem Glasrand. Das Profil
10 ist nicht so breit wie der Abstand zwischen den außenliegenden Glasscheiben 3,
4. In die Fuge zwischen dem Profil 10 und der außenliegenden Glasscheibe 3 werden
ein Absorbent 8 und ein Abstandhalter 6 eingesetzt. Mit den Abstandhaltern wird genügend
Druck aufgebaut, um die geklebte Profilseite 10 an der Innenseite der außenliegenden
Glasscheibe 4 zu befestigen. Der Druck ist jedoch nicht zu hoch, so dass die Glasscheiben
intakt und die Verglasung luftdicht bleiben. Es werden so viele Abstandhalter angebracht
wie nötig, um einen gleichmäßigen Druck aufzubauen. Der Abstand zwischen den Abstandhaltern
wird berechnet oder experimental festgesetzt. Dieser Abstand hängt vom Stoff und der
Form des Profils, dem Glasscheibengewicht und der Gebrauchsbedingungen ab. Alle herkömmlichen
Abstandhalter sind zulässig, z. B. exzentrische, Doppeltkeile, Schraubenabstandhalter
usw.. Der Druck kann je nach Abstandhalter von Hand, mit einem Drehmomentschlüssel,
elektronisch, mechanisch oder auf gemischte Weise geregelt werden. Das Profil 10 wird
umlaufend an jeder Seite angebracht. In den Ecken wird das Profil mit einem Gegenprofil
auf Gehrung geschnitten und mit einer Stift-Öse verbunden oder auf eine andere übliche
Weise festgemacht. Sobald die Abstandhalter 6 an das Profil 10 angebracht und der
Druck eingestellt worden sind, wird die Fuge mit Dichtstoff abgefüllt. Üblicherweise
wird das Profil als Gegenstück vom Fenster oder Türrahmen gefräst. In den sodann die
adaptierbare Isolierverglasung einzubauen wird. Wie es gewöhnlich mit einem Flügel
machen wird. Soll die adaptierbare Isolierverglasung mit aufgehenden Flügeln benutzt
werden, werden an der Außenseite des Profils 10 Beschlag und Abdichtungen befestigt.
In die außenliegenden Glasscheiben werden dazu notwendige Löcher und Ausschnitte gemacht
. Auf diese Weise wird die Isolierverglasung an das Fenster oder die Tür adaptiert
und dann in den Rahmen statt Flügel hineingebaut. Dies kann auch nach dem erfolgen,
wenn wenn der Rahmen bereits in der Fassade oder in der Öffnung eingebaut ist. Im
letzteren Fall braucht man den Rahmen nicht auszubauen. Soll die Isolierverglasung
als Festverglasung verwendet werden, kann sie in die Öffnung ohne Rahmen oder in den
bereits eingebauten Rahmen problemlos eingesetzt werden. Die Fuge zwischen der Isolierverglasung
und der Öffnung muss vor der Produktion berechnet werden und wird mit Hartschaum 15
abgefüllt. Im inneren Raum werden das Fensterbrett 12, außen die Ablaufleiste 11 angebracht.
[0023] Die adaptierbare Isolierverglasung (Fig.1 - 6) kann in lichtdurchlässige Bauteile
wie Fenster ohne Flügelprofil eingebaut werden. Die Außenseite des benutzten Profils
wird an den bestehenden (inkl. eingebauten) Rahmen angepasst, so dass der Rahmen nicht
umgebaut werden muss. Im Falle einer Festverglasung braucht die adaptierbare Isolierverglasung
keinen Rahmen, so dass sie in alle Flügel eingebaut werden. Sie kann somit in nach
oben, nach außen oder nach innen aufgehenden Flügel eingebaut werden und bei einer
Festverglasung, wobei der Rahmen aus PVC, Holz, Aluminium oder Holz mit Aluminium
bestehen kann. Auf diese Weise kann die adaptierbare Isolierverglasung ohne Flügelprofil
überall eingesetzt werden. Oft haben das linke und das rechte Flügelprofil unterschiedliche
Maße, was meistens durch den einzusetzenden Beschlag bedingt ist. Einzuklebende Profile
können dann auch unterschiedliche Maße aufweisen. Eine Seite des eingesetzten Profils
stützt sich gegen den überstehenden Rand der inneren Seite der außenliegenden Glasscheibe
ab. Während die andere Seite des Profils sich gegen die innenliegenden Glasscheiben
abstützt. Dadurch entstehen ausreichende Stützpunkte, die eine präzise und schnelle
Platzierung des Profils ermöglichen, was für einen fehlerfreien Einsatz von Beschlag
und Abdichtung sorgt.
[0024] Beim Zusammenkleben des Profils mit den Glasscheiben sorgen die Abstandhalter für
eine optimale Druckverteilung über eine weitere Fläche. Das ergibt eine höhere Beständigkeit
und Luftdichtheit der Isolierverglasung.
[0025] Einerseits ermöglicht eine Isolierverglasung ohne Rahmenprofil eine breitere lichtdurchlässige
Glasfläche, andererseits kann die Anzahl luftdichter Innenräume bei derselben Mauerbreite
höher sein. Man kann dabei auch dickere Glasscheiben einsetzen und breitere Innenräume
erhalten, ohne das Risiko eines mechanischen Versagens einzugehen. Dadurch ergeben
sich bessere Lichtdurchlässigkeit sowie besserer Schall- und Wärmeschutz.
[0026] Eine einfachere Platzierung des Profils am Rande der außenliegenden Glasscheiben
und eine niedrigere Materialaufwändigkeit erhöhen die Produktivität.
[0027] Die oben angeführte Erklärung wurde mit Bezug auf nur ein Ausführungsbeispiel gegeben.
Der Fachmann kann sofort an weitere Ausführungsmöglichkeiten denken, die jedoch im
Prinzip dem Sinn der Erfindung entsprechen müssen.
1. Adaptierbare Isolierverglasung mit folgenden Merkmalen :
- es sind zwei außenliegende Glasscheiben und mindestens eine innenliegende Glasscheibe
vorgesehen, die voneinander mit Distanzrahmen getrennt sind,
- die Distanzrahmen sind an die Glasscheiben so geklebt, dass zwischen den Glasscheiben
und den Distanzrahmen luftdichte Räume (oder ein einheitlicher Raum) entstehen,
- die Distanzrahmen können Feuchtigkeit aus den luftdichten Räumen adsorbieren
- die außenliegenden Glasscheiben sind immer größer als die innenliegenden,
- die Außenränder der außenliegenden Glasscheiben reichen bis an die in den luftdichten
Raum gerichtete Kante des Distanzrahmens,
- zwischen der Innenseite der innenliegenden Glasscheiben und der Innenseite einer
der außenliegenden Glasscheibe ist ein Profilteil eingesetzt,
- das Profil ist an die Innenseite der außenliegenden Glasscheibe angeklebt,
- an die gegenüberliegende Glasscheibe ist ein weiteres Profilteil geklebt,
- zwischen den beiden Profilteilen ist ein Abstandhalter eingelegt,
- die Fuge zwischen den beiden Profilteilen ist mit elastischem Dichtstoff abgefüllt
- die Außenseite des Profils nimmt den Beschlag und die Abdichtungen auf, je nach
Fenster- oder Türsystem.
2. Isolierverglasung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Distanzrahmen und dem Dichtstoff zwischen den Profilteilen ein Absorbent
eingelegt wird.
3. Isolierverglasung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenflächen der Distanzrahmen, die nicht in Richtung Dichtraum gewendet sind,
am Rande umlaufend abgedichtet werden können.
4. Isolierverglasung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ränder der innenliegenden Glasscheiben umlaufend bestrichen sind, mindestens
bis an den Kleber zwischen Glasscheiben und Distanzrahmen.
5. Isolierverglasung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie zwei außenliegende und mindestens eine innenliegende Glasscheibe beinhaltet,
die voneinander mit dazwischen gesetzten Distanzrahmen getrennt sind, dass die Glasscheiben
und die Distanzrahmen miteinander auf die Weise verklebt sind, dass zwischen den Glasscheiben
und den Distanzrahmen dichte Räume (oder ein einheitlicher Raum) entstehen, wobei
die Distanzrahmen auch die sich in den Räumen bildende Feuchte adsorbieren können,
dass die außenliegenden Glasscheiben immer größer als die innenliegenden sind, dass die
Ränder der außenliegenden Glasscheiben mindestens bis an die in Richtung des Dichtraums
gewendete Seitenfläche des Distanzrahmens bestrichen sind, dass zwischen den innenliegenden
Glasscheiben und der Innenseite einer der außenliegenden Glasscheiben ein Profil eingesetzt
ist und an diese außenliegende Glasscheibe angeklebt ist,
dass zwischen dem genannten Profil und der gegenüberliegenden außenliegenden Glasscheibe
Abstandhalter eingesetzt sind und die dabei zwischen der gegenüberliegenden Glasscheibe
und dem Profil entstehende Fuge mit Dichtstoff abgefüllt ist, und
dass die Außenseite des Profils zur Aufnahme von Beschlag und Dichtungen dient, damit
die adaptierbare Isolierverglasung an die Fenster- und Türsysteme angepasst wird.
6. Isolierverglasung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Distanzrahmen und dem Dichtstoff zwischen dem Profil und einer der außenliegenden
Glasscheiben ein Adsorbent eingesetzt ist.
7. Isolierverglasung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die nicht in Richtung des Dichtraums gewendeten Seitenflächen der Distanzrahmen umlaufend
abgedichtet werden können.
8. Isolierverglasung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die innenliegenden Glasscheiben am Rande umlaufend mindestens bis an den Kleber zwischen
den Glasscheiben und den Distanzrahmen bestrichen sind.
9. Isolierverglasung,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie zwei außenliegende und mindestens eine innenliegende Glasscheibe beinhaltet,
die voneinander mit dazwischen gesetzten Distanzrahmen getrennt sind, dass die Glasscheiben
und die Distanzrahmen miteinander auf die Weise verklebt sind, dass zwischen den Glasscheiben
und den Distanzrahmen dichte Räume (oder ein einheitlicher Raum) entstehen, wobei
die Distanzrahmen auch die sich in den Räumen bildende Feuchte adsorbieren können,
dass die außenliegenden Glasscheiben immer größer als die innenliegenden sind, dass die
Ränder der außenliegenden Glasscheiben mindestens bis an die in Richtung des Dichtraums
gewendete Seitenfläche des Distanzrahmens bestrichen sind, dass zwischen den innenliegenden
Glasscheiben und der Innenseite einer der außenliegenden Glasscheiben ein Profilteil
eingesetzt und an diese außenliegende Glasscheibe angeklebt ist,
dass zwischen der an der gegenüberliegenden außenliegenden Glasscheibe und der innenliegenden
Glasscheibe ein anderes Profilteil geklebt ist,
dass zwischen den beiden Profilteilen Abstandhalter eingesetzt sind,
dass die dabei zwischen den Profilteilen entstehende Fuge mit Dichtstoff abgefüllt ist,
und
dass die Außenseite des Profils zur Aufnahme von Beschlag und Dichtungen dient, damit
die adaptierbare Isolierverglasung an die Fenster- und Türsysteme angepasst werden
kann.
10. Isolierverglasung gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Distanzrahmen und dem Dichtstoff zwischen den beiden Profilteilen ein
Adsorbent eingesetzt ist.
11. Isolierverglasung gemäß Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die nicht in Richtung des Dichtraums gewendeten Seitenflächen der Distanzrahmen umlaufend
abgedichtet werden können.
12. Isolierverglasung gemäß Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die innenliegenden Glasscheiben am Rande umlaufend mindestens bis an den Kleber zwischen
den Glasscheiben und den Distanzrahmen bestrichen sind.