[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung umfassend
ein Gehäuse mit einer Lichtaustrittsöffnung, die durch eine transparente Abdeckscheibe
verschlossen ist, und ein in dem Gehäuse angeordnetes Lichtmodul zum Erzeugen einer
Lichtverteilung und zum Aussenden der Lichtverteilung entlang eines Strahlengangs
durch die Abdeckscheibe hindurch, wobei die Abdeckscheibe beheizbar ist.
[0002] Eine solche Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung ist bspw. aus der
JP H10-109 587 A bekannt. Dort wird ein flächiges Heizelement vorgeschlagen, das an der Innen-oder
Außenseite einer Abdeckscheibe eines Kraftfahrzeugscheinwerfers befestig ist. Das
Heizelement umfasst eine transparente Folie aus Polycarbonat, auf der parallel zueinander
oder mäanderartig Leiterbahnen aufgebracht sind. Zur Befestigung des Heizelements
wird dieses während einer Herstellung der Abdeckscheibe mittels eines Spritzgussverfahrens
mit Kunststoff- oder Glasmaterial über- oder umspritzt. Durch Bestromen der Leiterbahnen
soll die Abdeckscheibe aufgewärmt werden, so dass auf der Innenseite der Abdeckscheibe
Kondensation und auf der Außenseite Feuchtigkeit in Form von Eis- und Schneeablagerungen
beseitigt bzw. verhindert werden können (sog. Enttauung oder Enteisung der Abdeckscheibe).
[0003] Problematisch bei der bekannten Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung ist es, dass
die Abdeckscheibe aus Kunststoff gefertigt ist (z.B. Polycarbonat (PC) oder Polymethylmethacrylat
(PMMA)) und gleichzeitig das Heizelement zueinander beabstandete diskrete Leiterbahnen
aufweist, die lediglich eine lokale Erwärmung der Abdeckscheibe in unmittelbarer Nähe
zu den Leiterbahnen bewirken. Kunststoff ist ein relativ schlechter Wärmeleiter, so
dass die Temperatur der Abdeckscheibe mit zunehmendem Abstand zu den Leiterbahnen
überproportional abnimmt und es somit zwischen benachbarten Leiterbahnen ein starkes
Temperaturgefälle (große Temperaturgradienten) gibt. Die Brechzahl der für Abdeckscheiben
verwendeten Kunststoffe ist jedoch stark temperaturabhängig. Dies bedeutet, dass die
Brechzahl der Abdeckscheibe über ihre gesamte Fläche bereichsweise starken Schwankungen
und starken Unterschieden zwischen benachbarten Flächenbereichen unterworfen ist.
Das durch die Abdeckscheibe hindurchtretende Licht wird also lokal unterschiedlich
gebrochen. Die Folge ist eine unerwünschte starke Temperaturabhängigkeit der resultierenden
räumlichen Lichtverteilung. Zusammenfassend bedeutet dies, dass es aufgrund der Temperaturgradienten
auf bzw. in der Abdeckscheibe und den daraus resultierenden lokalen Unterschieden
der Brechzahl des Kunststoffmaterials der Abdeckscheibe zu unerwünschten lokalen oder
bereichsweisen Abweichungen der Lichtverteilung von einer vorgegebenen Soll-Lichtverteilung
kommt.
[0004] Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung
deshalb die Aufgabe zugrunde, eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zu schaffen,
eine wirksame Enttauung einer Kunststoff-Abdeckscheibe einer Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
zu realisieren, ohne dass dies gleichzeitig zu einer temperaturabhängigen unerwünschten
lokalen Variation der Lichtverteilung führt.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Insbesondere wird ausgehend von der Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass die Abdeckscheibe in dem Strahlengang
eine elektrisch leitfähige Schicht mit Nano-Tubes (sog. Nano-Röhren) aus mindestens
einem elektrisch leitfähigen Material aufweist und zumindest vorübergehend an der
Schicht eine elektrische Spannung anliegt, so dass durch die Schicht ein elektrischer
Strom fließt, infolgedessen sich die Schicht gleichmäßig erwärmt und die Wärme der
Schicht die Abdeckscheibe beheizt. Dabei kann die elektrisch leitfähige Schicht mit
den Nano-Tubes auf der Innen- und/oder Außenseite der Abdeckscheibe angeordnet sein.
[0006] Der durch die Schicht fließende Strom stößt auf den Widerstand der Nano-Tubes, wodurch
elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird. Die große Anzahl an Nano-Tubes und
deren gleichmäßige Verteilung in der Schicht sorgt für eine besonders homogene und
gleichförmige Erwärmung der Schicht zwischen den Anschlusselektroden und damit auch
für eine besonders homogene und gleichförmige Erwärmung der Abdeckscheibe. Damit hat
die Abdeckscheibe über die gesamte beheizte Fläche eine im Wesentlichen konstante
Brechzahl und Variationen in der räumlichen Lichtverteilung werden verhindert. Insbesondere
bleibt die resultierende Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung trotz Erwärmung
der Abdeckscheibe in ihrer Gesamtheit unverändert erhalten bzw. verändert sich allenfalls
geringfügig gleichförmig über die gesamte beheizte Fläche der Abdeckscheibe.
[0007] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass die Heizschicht mit den
Nano-Tubes unmittelbar auf die Abdeckscheibe aufgebracht ist und nicht etwa auf andere
Bauteile im Inneren des Scheinwerfergehäuses, wie bspw. Zierblenden, Reflektoren,
Linsen oder dgl.
[0008] Die elektrische leitfähige Schicht mit den Nano-Tubes weist eine relativ hohe Transparenz
auf, so dass besonders geringe Transparenzverluste gewährleistet sind. Diese liegen
in der Regel bei deutlich <10%. Eventuelle Transparenzverluste können durch geeignete
Maßnahmen in Ausgestaltung oder im Betrieb der Beleuchtungseinrichtung kompensiert
werden, z.B. durch Verwendung einer größeren Anzahl oder leistungsfähigerer Lichtquellen,
Betrieb der Lichtquellen mit einem höheren Strom, Verlängern der ON-Zeiten einer PWM-Ansteuerung
der Lichtquellen, Verwendung größerer oder effizienterer optischer Bauteile, z.B.
Reflektoren, Blenden, etc. Die Dicke der Schicht samt der Nano-Tubes beträgt nur einige
Mikrometer. Die Schicht weist ein besonders niedriges Gewicht auf.
[0009] Bei der vorliegenden Erfindung wird also erstmals eine Kombination der geringen Abmessungen
der Nano-Tubes bzw. der geringen Stärke einer aus Nano-Tubes bestehenden Schicht,
der guten Transparenz der Schicht sowie der feinen und gleichmäßigen Verteilung der
Nano-Tubes in der Schicht für einen neuartigen Einsatzzweck genutzt.
[0010] Das Material der Nano-Tubes kann eines oder mehrere der folgenden Materialien umfassen:
Silber, Kupfer, Gold, Aluminium, Wolfram, Zink, Nickel, Lithium, Platin, Titan, Carbon,
Graphite. Selbstverständlich kann das Material der Nano-Tubes auch andere Materialien
umfassen, wie bspw. Halbleitermaterialien (z.B. Silicium, Germanium und/oder Galliumarsenid)
oder Materialien, die erst durch die Nanostrukturierung Halbleitereigenschaften oder
elektrisch leitende Eigenschaften bekommen. Ferner kann das Material der Nano-Tubes
auch eine beliebige Kombination der zuvor genannten Materialen miteinander oder mit
wiederum anderen Materialien umfassen.
[0011] Die Nano-Tubes können einfach ("single"), zweifach ("double"), dreifach ("triple")
oder mehrfach ("multi") wandige Röhren sein. Mehrwandige Nanoröhren ("multi-wall nano
tubes) bestehen aus ineinander verschachtelten einwandigen Nanoröhren. Der Begriff
"Kohlenstoff-Nanoröhren" ("carbon nano tube; CNT") bezieht sich oft auch auf mehrwandige
Kohlenstoff-Nanoröhren ("multi-wall carbon nano tubes; MWCNTs").
[0012] Der Begriff "Nano-Tubes" im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst auch daraus
abgeleitete Materialien bzw. Strukturen, wie bspw. Nano-Wires (Nanodrähte) oder Nanobuds
® (Nanoknospen). Nano-Wires sind Strukturen mit Durchmessern, die typischerweise in
einem Bereich von 10-200 nm (10
-9 m) liegen, und Längen in einem Bereich von 5-100 µm (10
-6 m). In der Nanotechnologie ist ein Carbon Nanobud (CNB) ein Material, das neben Kohlenstoff-Nano-Tubes
(carbon nanotubes) auch sphäroidale Fullerene, beides Allotrope des Kohlenstoffs,
in der gleichen Struktur kombiniert und an den Nano-Röhren befestigte "Buds" ("Knospen")
bildet. Die Nanobuds können auch andere Materialien als Carbon oder Kohlenstoff umfassen.
[0013] Die Erfindung betrifft also ein System, bei welchem die nahezu transparente Nano-Tube
Schicht, bspw. in Form einer Carbon Nano-Tube Schicht, bzw. eine daraus abgeleitete
Schicht, bspw. mit Carbon-Nano-Buds (CNBs) oder Silber-Nano-Wires (AgNWs), eine besonders
homogene und gleichförmige Wärmeabgabe an die Abdeckscheibe ermöglicht. Die Schicht
wird zwischen den Anschlusselektroden erwärmt. Vorzugsweise verlaufen die Elektroden
außen um die Schicht herum, wobei besonders bevorzugt eine Elektrode einen Teil des
Umfangs um die Schicht und eine andere Elektrode einen anderen Teil des Umfangs abdeckt.
Auf diese Weise kann eine besonders homogene Erwärmung der gesamten Schicht ermöglicht
werden.
[0014] Die Erfindung hat insbesondere bei Kraftfahrzeugscheinwerfern Vorteile, die mit Funktionen
für Fahrzeugassistenzsysteme ausgestattet sind bzw. sein werden (z.B. mit optische
Sensoren, Kamera, LiDAR, o.ä.). Die Erfindung schlägt ein System vor, das Feuchtigkeit,
Eis, Schnee und/oder Kondensation auf der Abdeckscheibe sicher und zuverlässig entfernt,
so dass die volle Transparenz der Abdeckscheibe auch bei widrigen Witterungen erhalten
bleibt. Gleichzeitig kommt es nicht zu den unerwünschten lokalen Variationen der Brechzahl
des Materials der Abdeckscheibe, die eine ordnungsgemäße Funktion der Fahrzeugassistenzsysteme
beeinträchtigen könnten.
[0015] Das hier beschriebene System ermöglicht es, Feuchtigkeit, Eis und Schnee auf einer
Außenseite der Abdeckscheibe und/oder einen Kondensationsfilm auf der Innenseite zu
entfernen und somit sicher zu stellen, dass die in die Beleuchtungseinrichtung integrierten
Sensoren alle erforderlichen Informationen erfassen können.
[0016] Es sind verschiedene Möglichkeiten denkbar, wie die elektrisch leitfähige Schicht
mit den Nano-Tubes auf die Abdeckscheibe aufgebracht und befestigt werden kann. So
wäre es bspw. denkbar, die elektrisch leitfähige Schicht bzw. die Nano-Tubes direkt
zumindest auf einen Teil einer Innenseite und/oder einer Außenseite der Abdeckscheibe
flächig aufzubringen. Dazu kann ein Sprühverfahren in Verbindung mit einer Nano-Tube-Dispersion
oder ein Druckverfahren in Verbindung mit einer Nano-Tube-Tinte im Anschluss an die
eigentliche Herstellung der Abdeckscheibe zum Einsatz kommen.
[0017] Vorteilhafterweise wird die elektrisch leitfähige Schicht mit den Nano-Tubes zunächst
auf eine transparente Trägerfolie aufgebracht, die ihrerseits dann zumindest auf einem
Teil der Innenseite oder der Außenseite der Abdeckscheibe flächig befestigt wird.
Die Trägerfolie ist flexibel und besteht vorzugsweise aus Polycarbonat (PC). Durch
die Flexibilität kann sich die Folie an unterschiedliche Formen der Abdeckscheibe
anpassen, insbesondere an Wölbungen im zweidimensionalen (z.B. Zylinderform) oder
im dreidimensionalen Bereich (z.B. Kugelform). Insbesondere kann die Folie mittels
geeigneter Technologien auf eine 3-D-Form, bspw. Kugel- oder Torusflächen, aufgebracht
werden, bspw. mittels eines wärmeunterstützten Tiefziehprozesses. Durch die Verwendung
von PC ist die Folie resistent gegen Witterungen sowie chemische oder physikalische
Einwirkungen. Die Trägerfolie hat vorzugsweise eine Dicke von ebenfalls nur einigen
Mikrometern.
[0018] Das Befestigen der Trägerfolie mit der darauf aufgebrachten elektrisch leitfähigen
Schicht auf der Abdeckscheibe kann ein flächiges Aufkleben der Trägerfolie auf der
Innenseite oder der Außenseite der Abdeckscheibe oder ein Überspritzen oder Umspritzen
der Trägerfolie mit der darauf aufgebrachten Schicht mit Kunststoff- oder Glasmaterial,
aus dem die Abdeckscheibe gefertigt wird, während der Herstellung der Abdeckscheibe
mittels eines Spritzgussverfahrens umfassen. Zum Überspritzen der Trägerfolie mit
der Nano-Tube-Schicht mit dem Kunststoff- oder Glasmaterial wird die Trägerfolie mit
der Nano-Tube-Schicht vorzugsweise in ein Spritzgusswerkzeug gelegt und mit dem Kunststoff-
oder Glasmaterial überspritzt. Anschließend kann die Nano-Tube-Schicht mit einer kratzresistenten
und/oder UVbestätigen Beschichtung (sog. Hardcoat-Beschichtung) versehen werden. Beim
Umspritzen wird bevorzugt zunächst in einem ersten Schritt eine erste Kunststoff-oder
Glasschicht in das Spritzgusswerkzeug eingebracht, darauf dann die Trägerfolie mit
der Nano-Tube-Schicht gelegt und diese dann in einem zweiten Schritt mit weiterem
Kunststoff- oder Glasmaterial umspritzt, so dass sich eine zweite Kunststoff- oder
Glasschicht bildet.
[0019] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass für
einen elektrischen Anschluss der elektrisch leitfähigen Schicht Anschlusselektroden
an unterschiedlichen Stellen der Schicht, bevorzugt an gegenüberliegenden Seiten der
Schicht, angebracht sind. Diese können auf unterschiedliche Weise an der Schicht angebracht
werden. Denkbar ist bspw. ein Aufkleben der Elektroden auf die elektrisch leitfähige
Schicht. Dazu könne bspw. selbstklebende Elektroden verwendet werden. Das von der
Schicht abgewandte Ende der Elektroden wird an eine Spannungsquelle angeschlossen,
bspw. eine Fahrzeugbatterie oder eine Verarbeitungselektronik (ECU). Dabei sollte
die elektrische leitfähige Schicht mit den Nano-Tubes bei einer Spannung der Fahrzeugbatterie
(z.B. 12 V oder 24 V) arbeiten. Denkbar wäre aber auch, die Spannung der Fahrzeugbatterie
(z.B. 48 V) auf eine Betriebsspannung der Schicht mit den Nano-Tubes herunterzutransformieren.
[0020] Besonders bevorzugt ist es, wenn die elektrisch leitfähige Schicht, vorzugsweise
mittels der Anschlusselektroden, über einen manuell oder automatisch betätigbaren
Schalter oder Regler an einer Spannungsquelle des Kraftfahrzeugs, bspw. der Fahrzeugbatterie,
angeschlossen ist. Die Heizung der Abdeckscheibe kann so entweder manuell oder automatisch
mittels des Schalters ein- und ausgeschaltet oder mittels des Reglers mit einem gewünschten
Stromwert beaufschlagt werden. Eine automatische Schaltung könnte die Heizung der
Abdeckscheibe automatisch zusammen mit anderen Verbrauchern, bspw. einer Innenraumheizung,
einer Heckscheibenheizung und/oder Scheibenwischern für die Frontscheibe einschalten
bzw. ausschalten oder mit einem entsprechenden Stromwert beaufschlagen. Das Ausschalten
der Heizung der Abdeckscheibe kann zeitverzögert erfolgen. Ebenfalls denkbar wäre
ein automatisches Einschalten der Heizung der Abdeckscheibe zu bestimmten Zeitpunkten
(z.B. in regelmäßigen Abständen, bspw. zu Beginn einer Fahrt mit dem Kraftfahrzeug,
dann in der 1. Stunde alle 10 min und danach alle 30 min) jeweils für eine bestimmte
Zeitdauer, bspw. 1 min. Diese Vorgehensweise wird bevorzugt in Abstimmung mit der
Fahrzeug-Umgebungstemperatur automatisch definiert und gesteuert.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass der elektrisch leitfähigen
Schicht ein Sensor zugeordnet ist, welcher die Temperatur der elektrisch leitfähigen
Schicht oder eine davon abhängige Größe misst und ein entsprechendes Messsignal ausgibt,
und der Beleuchtungseinrichtung eine Verarbeitungselektronik zugeordnet ist, welche
das Messsignal empfängt und in Abhängigkeit von dem Messsignal ein elektrisches Ansteuersignal
für die elektrisch leitfähige Schicht generiert. Der Temperatursensor kann bspw. direkt
die Temperatur der elektrisch leitfähigen Schicht erfassen oder aber die Temperatur
der elektrisch leitfähigen Schicht aus anderen gemessenen Größen ableiten, bspw. der
Temperatur der Abdeckscheibe, der Temperatur des Gehäuses der Beleuchtungseinrichtung,
der Temperatur im Inneren des Gehäuses und/oder der Außentemperatur. Die Verarbeitungselektronik
kann auch als ECU (electronic control unit) bezeichnet werden und umfasst bspw. einen
Mikroprozessor oder einen Mikrocontroller. Auf der Verarbeitungselektronik kann ein
Computerprogramm zur Steuerung bzw. Regelung des Betriebs der Heizung der Abdeckscheibe
ablaufen. In dem beschriebenen Beispiel wird die erfasste oder ermittelte Temperatur
der elektrisch leitfähigen Schicht mit den Nano-Tubes als Istwert für eine Regelung
herangezogen. Die Regelstrecke der Regelung wird durch die Abdeckscheibe und das Stellglied
durch die elektrisch leitfähige Schicht mit den Nano-Tubes gebildet. Das elektrische
Ansteuersignal entspricht der Steuergröße der Regelung, die Stellgröße wird durch
die von der elektrisch leitfähigen Schicht abgegebene Temperatur gebildet und die
Temperatur der Abdeckscheibe bildet die Regelgröße. Die Führungsgröße (der Sollwert)
der Regelung, d.h. die Zieltemperatur der Abdeckscheibe, ist so vorgegeben, dass ein
sicheres und zuverlässiges Enttauen der Abdeckscheibe an der Innen- und Außenseite
gewährleistet ist. Die Führungsgröße kann abhängig von der aktuellen Umgebungstemperatur
variiert werden, insbesondere umgekehrt proportional zu der Umgebungstemperatur. Als
Störgrößen können bspw. die Umgebungs- oder Außentemperatur und/oder eine Abwärme
des Motors des Kraftfahrzeugs wirken.
[0022] Besonders bevorzugt ist es, wenn die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
als ein Kraftfahrzeugscheinwerfer ausgebildet ist. Da ein Scheinwerfer nicht nur eine
Signalfunktion, sondern auch eine Ausleuchtungsfunktion im Vorfeld des Kraftfahrzeugs
hat, des mit dem Scheinwerfer ausgestattet ist, ist es für die Sicherheit des Fahrers
des Fahrzeugs besonders wichtig, dass die Abdeckscheibe frei von Feuchtigkeit, Kondensation,
Eis und/oder Schnee ist. Dies gilt umso mehr, wenn in den Scheinwerfer zusätzliche
Systeme zur Fahrzeugassistenz integriert sind, deren ordnungsgemäße Funktion eine
klare und uneingeschränkte Sicht durch die Abdeckscheibe ohne Feuchtigkeit, Kondensation,
Eis und/oder Schnee voraussetzt. Selbstverständlich wäre es jedoch auch denkbar, dass
die erfindungsgemäße Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung als eine Fahrzeugleuchte
(z.B. Front-, Seiten- oder Heckleuchte) ausgebildet ist. Ferner könnte die Beleuchtungseinrichtung
auch als ein Standalone-Modul (z.B. ein separater Suchscheinwerfer für Einsatzfahrzeuge)
ausgebildet sein.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend unter
Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kraftfahrzeug mit zwei als Scheinwerfer ausgebildeten erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtungen;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel einer als Scheinwerfer ausgebildeten erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer als Scheinwerfer ausgebildeten erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung in einem Vertikalschnitt;
- Fig. 4
- beispielhafte Wärmeverteilung einer auf einer Abdeckscheibe einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung aufgebrachten Schicht mit Nano-Tubes;
- Fig. 5
- eine Abdeckscheibe einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung mit
teilweise aufgebrachter Schicht mit Nano-Tubes; und
- Fig. 6
- eine schematische elektrische Schaltung zum Betrieb einer elektrisch leitfähigen Schicht
mit Nano-Tubes, die auf oder in eine Abdeckscheibe einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
auf- oder eingebracht ist.
[0024] In Fig. 1 ist ein Kraftfahrzeug 2 mit zwei im Frontbereich zu beiden Seiten des Fahrzeugs
2 angeordneten Scheinwerfern 4 gezeigt. Jeder der Scheinwerfer 4 kann eine Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung
im Sinne der vorliegenden Erfindung darstellen. Die Beleuchtungseinrichtung könnte
auch als eine vordere Fahrzeugleuchte 6 ausgebildet sein, wie sie beispielhaft in
Fig. 1 dargestellt ist. Die vordere Fahrzeugleuchte 6 kann als eine Leuchte für Blinklicht,
Positionslicht, Standlicht und/oder Tagfahrlicht ausgebildet sein. Selbstverständlich
könnte die Beleuchtungseinrichtung auch als eine Heckleuchte (nicht gezeigt) oder
als eine Seitenleuchte 8 ausgebildet sein. Die Heckleuchte kann als eine Leuchte für
Blinklicht, Positionslicht, Standlicht, Bremslicht, Rückfahrlicht und/oder Nebelrücklicht
ausgebildet sein. Die Seitenleuchte 8 kann als eine Leuchte für Blinklicht und/oder
Markierungslicht ausgebildet sein.
[0025] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung beispielhaft anhand eines Kraftfahrzeugscheinwerfers
4 näher erläutert. Die nachfolgenden Ausführungen gelten jedoch gleichermaßen für
beliebige Fahrzeugleuchten 6, 8 sowie für Standalone-Module (z.B. ein separate Suchscheinwerfer
für Einsatzfahrzeuge).
[0026] In Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßer Kraftfahrzeugscheinwerfer 4 in einem Vertikalschnitt
gezeigt. Der Scheinwerfer 4 umfasst ein Gehäuse 10 mit einer durch eine transparente
Abdeckscheibe 12 verschlossenen Lichtaustrittsöffnung 14. Die Abdeckscheibe besteht
aus Kunststoff, vorzugsweise PC oder PMMA. Im Inneren 16 des Gehäuses 10 ist mindestens
ein Lichtmodul 18 zum Erzeugen einer Lichtverteilung und zum Aussenden der Lichtverteilung
entlang eines Strahlengangs 19 durch die Abdeckscheibe 12 hindurch angeordnet. In
dem gezeigten Beispiel sind zwei Lichtmodule 18 vorgesehen. Selbstverständlich können
jedoch auch weniger oder mehr Lichtmodule 18 vorgesehen sein. In dem gezeigten Beispiel
sind die Lichtmodule 18 als LED-Module ausgebildet, die jeweils eine oder mehrere
LEDs als Lichtquellen aufweisen. Die LEDs sind vorzugsweise auf einem Kühlkörper 20
montiert. Die Hauptabstrahlrichtung der LEDs ist vorzugsweise nach oben gerichtet,
wobei das Licht üblicherweise in einen 180°-Halbraum oberhalb der LEDs abgestrahlt
wird. Das abgestrahlte Licht wird mittels einer Primäroptik, die in dem gezeigten
Beispiel als ein Reflektor 22, insbesondere als ein Halbschalenreflektor, der den
180°-Halbraum umfasst, ausgebildet ist. Das von den LEDs abgestrahlte Licht wird mittels
der Reflektoren 22 gebündelt, das Lichtbündel zur Erzeugung einer vorgegebenen Lichtverteilung
geformt und in Fahrtrichtung durch die Abdeckscheibe 12 in das Vorfeld des Kraftfahrzeugs
2 gelenkt. Selbstverständlich könnte die Primäroptik auch eine oder mehrere Vorsatzoptiken
aus einem massiven transparenten Material aufweisen, in die das abgestrahlte Licht
eingekoppelt und mittels Brechung und/oder interner Totalreflexion gebündelt wird.
Auch eine Kombination aus Reflektoren 22 und Vorsatzoptiken wäre denkbar. Im Strahlengang
19 nach der Primäroptik weist jedes Lichtmodul 18 eine Projektionslinse 24 auf, die
das geformte Lichtbündel zur Erzeugung der Lichtverteilung in dem Vorfeld abbildet.
[0027] Die Abdeckscheibe 12 ist beheizbar. Um eine möglichst homogene und über die gesamte
beheizte Fläche gleichförmige Erwärmung der Abdeckscheibe 12 sicherstellen zu können,
wird vorgeschlagen, dass die Abdeckscheibe 12 in dem Strahlengang 19 eine elektrisch
leitfähige Schicht 26 mit Nano-Tubes aus mindestens einem elektrisch leitfähigen Material
aufweist und zumindest vorübergehend an der Schicht 26 eine elektrische Spannung anliegt,
so dass durch die Schicht 26 ein elektrischer Strom fließt, infolgedessen sich die
Schicht 26 gleichmäßig erwärmt und die Wärme der Schicht 26 die Abdeckscheibe 12 beheizt.
Die Schicht 26 mit Nano-Tubes ist vorzugsweise transparent, d.h. sie weist Transmissionsverluste
von <10% auf.
[0028] Das Material der Nano-Tubes kann eines oder mehrere der folgenden Materialien umfassen:
Silber, Kupfer, Gold, Aluminium, Wolfram, Zink, Nickel, Lithium, Platin, Titan, Carbon,
Graphite. Selbstverständlich kann das Material der Nano-Tubes auch andere Materialien
umfassen, wie bspw. Halbleitermaterialien (z.B. Silicium, Germanium und/oder Galliumarsenid)
oder Materialien, die erst durch die Nanostrukturierung Halbleitereigenschaften oder
elektrisch leitende Eigenschaften bekommen. Ferner kann das Material der Nano-Tubes
auch eine beliebige Kombination der zuvor genannten Materialen miteinander oder mit
wiederum anderen Materialien umfassen.
[0029] Die Nano-Tubes können einfach ("single"), zweifach ("double"), dreifach ("triple")
oder mehrfach ("multi") wandige Röhren sein. Mehrwandige Nanoröhren ("multi-wall nano
tubes) bestehen aus ineinander verschachtelten einwandigen Nanoröhren. Der Begriff
"Kohlenstoff-Nanoröhren" ("carbon nano tube; CNT") bezieht sich oft auch auf mehrwandige
Kohlenstoff-Nanoröhren ("multi-wall carbon nano tubes; MWCNTs").
[0030] Der Begriff "Nano-Tubes" im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst auch daraus
abgeleitete Materialien bzw. Strukturen, wie bspw. Nano-Wires (Nanodrähte) oder Nanobuds
® (Nanoknospen). Nano-Wires sind Strukturen mit Durchmessern, die typischerweise in
einem Bereich von 10-200 nm (10
-9 m) liegen, und Längen in einem Bereich von 5-100 µm (10
-6 m). In der Nanotechnologie ist ein Carbon Nanobud (CNB) ein Material, das neben Kohlenstoff-Nano-Tubes
(carbon nanotubes) auch sphäroidale Fullerene, beides Allotrope des Kohlenstoffs,
in der gleichen Struktur kombiniert und an den Nano-Röhren befestigte "Buds" ("Knospen")
bildet. Die Nanobuds können auch andere Materialien als Carbon oder Kohlenstoff umfassen.
[0031] Während in Fig. 2 die elektrisch leitfähige Schicht 26 mit den Nano-Tubes von Kunststoffmaterial
der Abdeckscheibe 12 umspritzt ist, ist die Schicht 26 in Fig. 3 auf eine Außenseite
der Abdeckscheibe 12 aufgebracht. Alternativ oder zusätzlich kann die Schicht 26 auch
auf der Innenseite der Abdeckscheibe 12 aufgebracht sein. Die Schicht 26 mit den Nano-Tubes
kann in ein Spritzgusswerkzeug eingelegt werden und dann mit Kunststoffmaterial der
Abdeckscheibe 12 überspritzt werden (vgl. Fig. 3). Ebenfalls denkbar wäre es, wenn
zunächst eine erste Schicht 12a der Abdeckscheibe 12 aus dem Kunststoffmaterial der
Abdeckscheibe 12 in dem Spritzgusswerkzeug gebildet wird, dann die Schicht 26 mit
den Nano-Tubes auf die erste Schicht 12a in das Spritzgusswerkzeug gelegt wird und
die Schicht 26 dann mit weiterem Kunststoffmaterial der Abdeckscheibe 12 zur Bildung
einer zweiten Schicht 12b überspritzt wird (vgl. Fig. 2).
[0032] Besonders bevorzugt ist die Schicht 26 mit den Nano-Tubes zunächst auf eine flexible
transparente Trägerfolie aufgebracht, die dann von dem Kunststoffmaterial der Abdeckscheibe
12 umspritzt oder auf die Außenseite der Abdeckscheibe 12 aufgebracht wird. Die Trägerfolie
besteht vorzugsweise ebenfalls aus Kunststoff, insbesondere PC. Die Trägerfolie kann
auf der der Schicht 26 abgewandten Seite eine Klebeschicht aufweisen, die ein einfaches
Befestigen der Trägerfolie zusammen mit der Schicht 26 mit den Nano-Tubes auf der
Abdeckscheibe 12 erlaubt (vgl. Fig. 3). Aufgrund der Flexibilität der Trägerfolie
und der Schicht 26 können diese beim Aufbringen auf die Abdeckscheibe 12 einer Wölbung
der Abdeckscheibe 12 folgen. Insbesondere kann die Schicht 26 mittels geeigneter Technologien
auf eine 3-D-Form, bspw. Kugel- oder Torusflächen, aufgebracht werden, bspw. mittels
eines wärmeunterstützten Tiefziehprozesses.
[0033] Fig. 4 zeigt eine Wärmeverteilung der Schicht 26 mit den Nano-Tubes, wenn diese bestromt
ist. Die rechts in der Figur gezeigte Temperaturskala verläuft beispielhaft von 14.7°C
bis 117°C. Ein Randbereich 28 der Schicht 26 liegt in einem Temperaturbereich T_28,
was in dem vorliegenden Beispiel etwa 60°C entspricht. Ein Bereich 30 außerhalb des
Randbereichs 28 hat eine deutlich niedrigere Temperatur, die in einem Temperaturbereich
T_30 liegt, was in etwa 30°C entspricht. Der Bereich der eigentlichen Schicht 26 hat
eine Temperatur, die in einem Temperaturbereich T_26 liegt, was in etwa 90°C entspricht.
Besonders auffällig ist, dass die gesamte Schicht 26, mit Ausnahme eines kleinen Kontaktierungsbereichs
32, homogen und gleichförmig erwärmt wird.
[0034] In Fig. 5 ist die Außenseite einer schwarz umrandeten Abdeckscheibe 12 gezeigt, auf
die eine transparente Trägerfolie 34 mit der elektrisch leitfähigen Schicht 26 mit
den Nano-Tubes aufgebracht wird. Vorzugsweise ist die Trägerfolie 34 selbstklebend.
In Fig. 5 erfolgt das Aufbringen der Trägerfolie 34 mit der Schicht 26 manuell. Selbstverständlich
kann das Aufbringen auch automatisiert erfolgen.
[0035] Fig. 6 zeigt beispielhaft eine elektrische Schaltung zum Betrieb der Schicht 26 mit
den Nano-Tubes. Anschlusselektroden 36 sind an der Schicht 26 befestigt, bspw. aufgeklebt,
und an eine Energiequelle, bspw. eine Fahrzeugbatterie 38, angeschlossen. Die elektrisch
leitfähige Schicht kann über einen manuell oder automatisch betätigbaren Schalter
40 oder Regler an der Energiequelle 38 angeschlossen sein. Die Heizung der Abdeckscheibe
12 kann so entweder manuell oder automatisch mittels des Schalters 40 ein- und ausgeschaltet
oder mittels des Reglers mit einem gewünschten Stromwert beaufschlagt werden.
[0036] Ferner kann der elektrisch leitfähigen Schicht 26 ein Sensor 42 zugeordnet sein,
welcher die Temperatur der elektrisch leitfähigen Schicht 26 oder eine davon abhängige
Größe misst und ein entsprechendes Messsignal ausgibt. Der Beleuchtungseinrichtung
4 kann eine Verarbeitungselektronik 44 (ECU; electronic control unit) zugeordnet sein,
welche das Messsignal 46 empfängt und in Abhängigkeit von dem Messsignal 46 ein elektrisches
Ansteuersignal 48 für die elektrisch leitfähige Schicht 26 generiert. Genauer gesagt
steuert das Ansteuersignal 48 den Schalter 40, so dass die Stromzufuhr zu der Schicht
26 verändert werden kann. Die Verarbeitungselektronik 44 kann einen Mikroprozessor
oder einen Mikrocontroller umfassen, auf dem ein Computerprogramm zur Steuerung bzw.
Regelung des Betriebs der Heizung (Schicht 26) der Abdeckscheibe 12 ablaufen. In dem
beschriebenen Beispiel wird die erfasste oder ermittelte Temperatur der elektrisch
leitfähigen Schicht 26 mit den Nano-Tubes als Istwert für eine Regelung herangezogen.
Das elektrische Ansteuersignal 48 entspricht der Steuergröße der Regelung.
1. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) umfassend ein Gehäuse (10) mit einer durch
eine transparente Abdeckscheibe (12) verschlossenen Lichtaustrittsöffnung (14) und
ein in dem Gehäuse (10) angeordnetes Lichtmodul (18) zum Erzeugen einer Lichtverteilung
und zum Aussenden der Lichtverteilung entlang eines Strahlengangs (19) durch die Abdeckscheibe
(12) hindurch, wobei die Abdeckscheibe (12) beheizbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abdeckscheibe (12) in dem Strahlengang (19) eine elektrisch leitfähige Schicht
(26) mit Nano-Tubes aus mindestens einem elektrisch leitfähigen Material aufweist
und zumindest vorübergehend an der Schicht (26) eine elektrische Spannung (U) anliegt,
so dass durch die Schicht (26) ein elektrischer Strom (I) fließt, infolgedessen sich
die Schicht (26) gleichmäßig erwärmt und die Wärme der Schicht (26) die Abdeckscheibe
(12) beheizt.
2. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Nano-Tubes eines oder mehrere der folgenden Materialien umfasst:
Silber, Kupfer, Gold, Aluminium, Wolfram, Zink, Nickel, Lithium, Platin, Titan, Carbon,
Graphite.
3. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähige Schicht (26) sphäroidale Fullerene aufweist.
4. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähige Schicht (26) direkt zumindest auf einen Teil einer Innenseite
oder einer Außenseite der Abdeckscheibe (12) flächig aufgebracht ist.
5. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähige Schicht (26) auf eine transparente Trägerfolie (34) aufgebracht
ist, die ihrerseits zumindest auf einen Teil einer Innenseite oder einer Außenseite
der Abdeckscheibe (12) flächig aufgebracht ist.
6. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Trägerfolie (34) mit der darauf aufgebrachten elektrisch leitfähigen
Schicht (26) ein flächiges Aufkleben der Trägerfolie (34) auf der Innenseite oder
der Außenseite der Abdeckscheibe (12) oder ein Überspritzen oder Umspritzen der Trägerfolie
(34) mit der darauf aufgebrachten Schicht (26) mit Nano-Tubes mit Kunststoff- oder
Glasmaterial während einer Herstellung der Abdeckscheibe (12) mittels eines Spritzgussverfahrens
umfasst.
7. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass für einen elektrischen Anschluss der elektrisch leitfähigen Schicht (26) Anschlusselektroden
(36) an unterschiedlichen Stellen der Schicht (26) angebracht sind.
8. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbringen der Anschlusselektroden (36) ein Aufkleben der Elektroden (36) auf
die elektrisch leitfähige Schicht (26) umfasst.
9. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähige Schicht (26), vorzugsweise mittels Anschlusselektroden
(36), über einen manuell oder automatisch betätigbaren Schalter (40) oder Regler an
einer Spannungsquelle (38) des Kraftfahrzeugs angeschlossen ist.
10. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der elektrisch leitfähigen Schicht (26) ein Sensor (42) zugeordnet ist, welcher die
Temperatur der elektrisch leitfähigen Schicht (26) oder eine davon abhängige Größe
misst und ein entsprechendes Messsignal (46) ausgibt, und der Beleuchtungseinrichtung
(4) eine Verarbeitungselektronik (44) zugeordnet ist, welche das Messsignal (46) empfängt
und in Abhängigkeit von dem Messsignal (46) ein elektrisches Ansteuersignal (48) für
die elektrisch leitfähige Schicht (26) generiert.
11. Kraftfahrzeugbeleuchtungseinrichtung (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (4) als ein Kraftfahrzeugscheinwerfer ausgebildet ist.