(19)
(11) EP 3 956 039 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.06.2024  Patentblatt  2024/26

(21) Anmeldenummer: 20719368.1

(22) Anmeldetag:  08.04.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63B 21/005(2006.01)
A63B 23/035(2006.01)
A63B 23/04(2006.01)
A63B 21/00(2006.01)
A63B 23/02(2006.01)
A63B 23/12(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A63B 23/03525; A63B 21/4047; A63B 21/159; A63B 21/0058; A63B 21/4035; A63B 23/03566; A63B 23/0355; A63B 23/1218; A63B 23/1209; A63B 23/0494; A63B 23/0482; A63B 23/0238; A63B 2208/0233; A63B 2225/102; A63B 23/0211; A63B 23/0233; A63B 23/12
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2020/060019
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2020/212223 (22.10.2020 Gazette  2020/43)

(54)

KRAFTTRAININGSGERÄT

POWER TRAINING APPARATUS

APPAREIL DE MUSCULATION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 18.04.2019 DE 102019205676

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.02.2022  Patentblatt  2022/08

(73) Patentinhaber: SPARKFIELD GMBH
71706 Markgröningen (DE)

(72) Erfinder:
  • HALLOR, Mattias
    76461 Muggensturm (DE)

(74) Vertreter: Patent- und Rechtsanwälte Behrmann Wagner PartG mbB 
Hegau-Tower Maggistraße 5 (11. OG)
78224 Singen
78224 Singen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 389 989
WO-A1-80/00124
CN-U- 205 516 417
US-A1- 2015 072 835
EP-B1- 2 389 989
WO-A1-2018/195344
US-A- 5 362 297
US-A1- 2015 141 207
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die Erfindung betrifft ein Krafttrainingsgerät, wie es zur Stärkung der Muskulatur im Oberkörperbereich und/oder der Bein- oder Rumpfmuskulatur eines Trainierenden verwendet wird. Dabei kann das Krafttrainingsgerät sowohl in Sportstudios wie beispielsweise auch im häuslichen Umfeld oder anderen Umgebungen Verwendung finden.

    Stand der Technik



    [0002] Aus der WO 2018/010839 A1 ist im Zusammenhang mit einem Gerätekörper für ein Krafttrainingsgerät ein Krafttrainingsgerät bekannt geworden, das sich dadurch auszeichnet, dass es durch eine wahlweise Anordnung von Achsen innerhalb des Gerätekörpers für unterschiedliche Verwendungszwecke, d.h. zum Training unterschiedlicher Körpermuskelgruppen, einsetzbar ist. Beispielsweise dienen derartige Krafttrainingsgeräte der Stärkung der Brust- oder Schultermuskulatur und sind in Form einer sogenannten Brustpresse oder einer sogenannten Schulterpresse ausgebildet. So ist beispielsweise durch die Firma eGym ein Krafttrainingsgerät in Form einer Brustpresse unter der Bezeichnung "M5" bekanntgeworden, das die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 aufweist (https://egym.com/de/fitnessgeraete/brustpresse/).

    [0003] US5362297A zeigt ein Trainingsgerät, das für das Training von Oberkörpermuskelgruppen eines Trainierenden oder Rollstuhlfahrers geeignet ist. Der Betätigungsarm umfasst: (i) einen sich nach oben erstreckenden ersten Hebel, der schwenkbar an den Säulen angebracht ist; und (ii) einen sich nach unten erstreckenden zweiten Hebel, der fest mit dem sich nach oben erstreckenden ersten Hebel verbunden ist, wobei der sich nach unten erstreckende zweite Hebel in einer Griffstange für das Trainingsgerät endet. Der Trainierende kann, während er sich in der Trainingsmaschine befindet, die Art der gewünschten Übung mit Hilfe des Armbügels leicht ändern oder auswählen, wobei eine Bewegung des Arms in eine Richtung den ersten Hebel und den zweiten Hebel fest verbindet und eine Aufwärts- und Abwärtsbewegung der Griffstange ermöglicht, und wobei eine entgegengesetzte Bewegung des Griffs den ersten Hebel fest mit den Säulen verbindet und eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung der Griffstange ermöglicht. Derartige, aus dem Stand der Technik bekannte Krafttrainingsgeräte zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Wesentlichen nur für das Training einer bestimmten Muskelgruppe ausgelegt bzw. geeignet sind. Sollen mehrere Muskelgruppen trainiert werden, so ist für jede Muskelgruppe ein separates Krafttrainingsgerät erforderlich.

    Offenbarung der Erfindung



    [0004] Die vorliegende Erfindung stellt ein Krafttrainingsgerät nach Anspruch 1 bereit. Das erfindungsgemäße Krafttrainingsgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 weist den Vorteil auf, dass es zumindest zum wahlweisen Trainieren von wenigstens zwei unterschiedlichen Muskelgruppen geeignet ist. Es ist somit nicht erforderlich, für jede der Muskelgruppen ein separates Krafttrainingsgerät zu nutzen. Insbesondere ist daran gedacht, mittels des erfindungsgemäßen Krafttrainingsgeräts zwei Trainingsgeräte zu ersetzen, die im Sinne einer Brustpresse bzw. Schulterpresse ausgebildet sind.

    [0005] Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, durch einen gegenüber dem Stand der Technik modifizierten Hebelmechanismus diesen wahlweise für das Training unterschiedlicher Muskelgruppen einsetzen zu können. Es hat sich dabei herausgestellt, dass die dazu erforderliche Modifikation relativ einfach ausgestaltet sein kann, sodass die Kosten bzw. der konstruktive (Mehr-) Aufwand für das erfindungsgemäße Krafttrainingsgerät gegenüber einem Krafttrainingsgerät, das lediglich zum Training einer einzelnen Muskelgruppe dient, relativ gering sind.

    [0006] Vor diesem Hintergrund schlägt es die Lehre der Erfindung gemäß des Anspruchs 1 vor, ein aus dem Stand der Technik bekanntes Krafttrainingsgerät dadurch zu modifizieren, dass der wenigstens eine zweite Gelenkhebel des Hebelmechanismus über ein Koppelglied mit der zweiten Achse verbunden ist, und dass die beiden Achsen jeweils einzeln sperrbar und in Wirkverbindung mit dem den wenigstens einen, den Widerstand gegen die Bewegung der Achse erzeugenden Aggregat verbindbar sind. Mit anderen Worten gesagt bedeutet dies, dass durch das Sperren der einen oder der anderen Achse das von dem Trainierenden manuell betätigbare Bedien- bzw. Griffelement unterschiedlich bewegbar ist, wodurch in gewünschter Art und Weise die unterschiedlichen Muskelgruppen trainiert werden können.

    [0007] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Krafttrainingsgeräts sind in den Unteransprüchen aufgeführt.

    [0008] Um einen besonders kompakten Aufbau des Hebelmechanismus zu ermöglichen, ist es in einer konstruktiv bevorzugten Ausgestaltung des Krafttrainingsgeräts vorgesehen, dass die wenigstens zwei Gelenkhebel auf derselben Seite einer Stange des Bedienelements angeordnet sind (d.h. zum Beispiel in Richtung einer Standseite des Krafttrainingsgeräts).

    [0009] Wie bereits oben angeführt, ist es durch die wechselweise Sperrung der einen oder der anderen Achse des Hebelmechanismus möglich, unterschiedliche Muskelgruppen zu trainieren. Typischerweise ist es zum Training der unterschiedlichen Muskelgruppen erforderlich, das Bedien- bzw. Griffelement durch den Trainierenden auf unterschiedliche Art und Weise zu bewegen. Daher schlägt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor, dass bei einer Sperrung der ersten Achse das Griffelement um das zweite Gelenk schwenkbar angeordnet ist, und dass bei einer Sperrung der zweiten Achse das Griffelement näherungsweise linearbeweglich angeordnet ist. Durch diese beiden unterschiedlichen Bewegungsformen des Griffelements lassen sich wie bei einer Brustpresse bzw. einer Schulterpresse die entsprechenden Muskelgruppen separat gezielt trainieren.

    [0010] Im Zusammenhang mit der konstruktiven Anordnung der einzelnen Elemente des Gelenkmechanismus ist es vorgesehen, dass bei einer Sperrung der ersten Achse das Koppelglied wahlweise auf der der ersten Achse abgewandten oder zugewandten Seite, und bei einer Sperrung der zweiten Achse das Koppelglied auf der der ersten Achse zugewandten Seite angeordnet ist. Dadurch lassen sich auf besonders einfache Art und Weise zum einen die Schwenkbewegung des Griffelements, und zum anderen dessen Linearbewegung realisieren.

    [0011] Um die entsprechenden Widerstände gegen die Bewegung des Trainierenden in die jeweils nicht gesperrte Achse einzuleiten bzw. zu übertragen, ist es in einer ersten konstruktiven Ausgestaltung vorgesehen, dass die beiden Achsen mit jeweils einem separaten Aggregat (als Widerstandsquelle) verbunden sind. Eine derartige konstruktive Ausbildung hat den Vorteil, dass keine Kupplungseinrichtung bzw. ähnliche Elemente vorhanden sein müssen, um bei Vorhandensein eines einzelnen Aggregats dieses mit den beiden unterschiedlichen Achsen wechselweise in Wirkverbindung bringen zu können. In einer zu diesem Vorschlag konstruktiv alternativen Ausgestaltung kann es vorgesehen sein, dass die beiden Achsen mit einem gemeinsamen Aggregat (als Widerstandsquelle) verbunden sind, das über eine Kupplungseinrichtung mit der ersten oder der zweiten Achse koppelbar ist.

    [0012] Um das soweit beschriebene Krafttrainingsgerät zum Training von mehr als zwei unterschiedlichen Muskelgruppen einsetzen zu können, sieht es eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass wenigstens eine in Wirkverbindung mit einem Widerstand erzeugenden zusätzlichen Aggregat verbundene Achse vorgesehen ist, die über zusätzlichen Gelenkhebel mit einem zusätzlichen Bedienelement verbunden ist, und dass eine Neutralstellung der Achse in wenigstens zwei unterschiedlichen Winkelpositionen des zusätzlichen Gelenkhebels einstellbar ist. Eine derartige Ausgestaltung des Krafttrainingsgeräts ermöglicht es beispielsweise, sowohl die Oberschenkelmuskulatur, als auch die Bauchmuskulatur oder Rückenmuskulatur entsprechend der unterschiedlichen Neutralstellungen der Gelenkhebel trainieren zu können.

    [0013] Um beispielsweise das Krafttrainingsgerät in eine Ecke eines Raumes stellen zu können und trotzdem alle durch das Krafttrainingsgerät belastbaren Muskelgruppen trainieren zu können, ist es in einer weiteren Ausgestaltung des Krafttrainingsgeräts vorgesehen, dass die mit den Widerständen bzw. Aggregaten gekoppelten Achsen parallel zueinander verlaufen.

    [0014] Zum Training der beispielhaft angesprochenen Schulter- bzw. Brustmuskulatur sowie der Rücken- bzw. Bauchmuskulatur sind typischerweise unterschiedliche Sitzgelegenheiten bzw. Positionen des Trainierenden erforderlich. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Krafttrainingsgeräts, die es sogar ermöglicht, das Krafttrainingsgerät von zwei unterschiedlichen Trainierenden gleichzeitig nutzen zu können, wie dies typischerweise in einem Sportstudio denkbar ist, ist es vorgesehen, dass das Bedienelement und das zusätzliche Bedienelement parallel und seitlich versetzt zueinander angeordnet sind.

    [0015] Zuletzt weist eine bevorzugte Ausgestaltung des Krafttrainingsgeräts ein Gehäuse auf, bei dem zumindest die die Widerstände erzeugenden Aggregate innerhalb des Gehäuses angeordnet sind, und wobei das Bedienelement außerhalb des Gehäuses mit einer Symmetrieebene des Gehäuses ausgerichtet ist. Dadurch werden Kippmomente o.ä. auf das Krafttrainingsgerät beim einleiten vor Kräften bzw. Momenten in die Bedienelemente minimiert.

    [0016] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen.

    [0017] Kurze Beschreibung der Zeichnungen
    Fig. 1
    zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Krafttrainingsgerät zum Training unterschiedlicher Muskelgruppen,
    Fig. 2 und 3
    einen vereinfachten Schnitt durch das Gehäuse des Krafttrainingsgeräts gemäß der Fig. 1 zur Darstellung unterschiedlicher Anordnungen der mit den Achsen gekoppelten Aggregate für den Hebelmechanismus,
    Fig. 4a bis 4c
    den Ablauf beim Training der Brustmuskulatur mittels des Krafttrainingsgeräts,
    Fig. 4d
    eine Darstellung zur Erläuterung einer anderen Bewegungsart zum Training der Rückenmuskulatur mittels des Krafttrainingsgeräts,
    Fig. 5a bis 5c
    den Ablauf des Trainings der Schultermuskulatur mittels des Krafttrainingsgeräts,
    Fig. 5d
    eine Darstellung zur Erläuterung einer anderen Bewegungsart zum Training der oberen Rückenmuskulatur mittels des Krafttrainingsgeräts,
    Fig. 6 und 7
    Darstellungen zur Verdeutlichung des Trainings der Oberschenkelmuskulatur mittels des Krafttrainingsgeräts und
    Fig. 8 und 9
    Darstellungen zur Verdeutlichung des Trainings der Rückensowie Bauchmuskulatur mittels des Krafttrainingsgeräts.

    Ausführungsformen der Erfindung



    [0018] Gleiche Elemente bzw. Elemente mit gleicher Funktion sind in den Figuren mit den gleichen Bezugsziffern versehen.

    [0019] In der Fig. 1 ist ein multifunktionales Krafttrainingsgerät 10 dargestellt, das dazu ausgebildet ist, unterschiedliche Übungen zum Training unterschiedlicher Muskelgruppen eines Trainierenden 1 auszuführen zu können. Das Krafttrainingsgerät 10 umfasst ein Gehäuse 12 mit einer Symmetrieebene 14, die parallel zu den beiden Seitenwänden 16 des Gehäuses 12 verläuft. Entsprechend der Darstellung der Fig. 1 bis 5 weist das Krafttrainingsgerät 10 einen Hebelmechanismus 20 auf, der dazu dient, sowohl eine Brustmuskulatur als auch eine Schultermuskulatur und obere Rückenmuskulatur eines lediglich in den Fig. 4 bis 9 symbolisch dargestellten Trainierenden 1 zu stärken. Hierzu umfasst der Hebelmechanismus 20 eine erste Achse 21 und eine zweite Achse 22, die parallel zueinander angeordnet sind, wobei entsprechend der Darstellung der Fig. 1 die erste Achse 21 (etwas) oberhalb der zweiten Achse 22 am Gehäuse 12 angeordnet ist.

    [0020] Beidseitig außerhalb des Gehäuses 12 sowie symmetrisch zur Symmetrieebene 14 ist die erste Achse 22 mit jeweils einem ersten Gelenkhebel 25 verbunden, wobei die Verbindung zwischen dem ersten Gelenkhebel 25 und der ersten Achse 21 drehfest bzw. starr ausgebildet ist. Auf der der ersten Achse 21 abgewandten Seite des ersten Gelenkhebels 25 sind die beiden ersten Gelenkhebel 25 mit jeweils einem ersten Gelenk 26 gekoppelt. Die beiden ersten Gelenke 26 sind darüber hinaus mit zwei parallel zueinander angeordneten Stangen 28 eines Bedienelements 30 gekoppelt. Dadurch sind die Stangen 28 im Bereich des ersten Gelenks 26 jeweils schwenkbar zum ersten Gelenkhebel 25 angeordnet. Auf der dem ersten Gelenk 26 abgewandten Seite der Stangen 28 sind diese mit einem gemeinsamen, quer zur Richtung der beiden Stangen 28 verlaufenden Element 31 verbunden, das als Griffelement 32 dient, über das der Trainierende 1 den Hebelmechanismus 20 bewegen kann. Das Bedienelement 30 kann alternativ mit zwei oder mehreren separaten Griffelementen 32 ausgebildet sein.

    [0021] In einem Bereich zwischen dem ersten Gelenk 26 und dem Griffelement 32 ist im Bereich der beiden Stangen 28 jeweils ein zweites Gelenk 35 angeordnet, über das ein zweiter Gelenkhebel 36 schwenkbar befestigt ist. Auf der dem zweiten Gelenk 35 abgewandten Seite des zweiten Gelenkhebels 36 ist über ein drittes Gelenk 37 jeweils ein beispielhaft stangenförmiges Koppelglied 38 einerseits mit dem zweiten Gelenkhebel 36 schwenkbar, und andererseits mit der zweiten Achse 22 drehfest verbunden.

    [0022] Die beiden Achsen 21, 22 des Krafttrainingsgeräts 10 sind wechselweise entweder beweglich bzw. drehbar oder sperrbar bzw. starr, alternativ zur sperrbaren bzw. starren Anordnung um einen geringen Winkel schwenkbar angeordnet. Mit Blick auf die Fig. 2 wird bei einer ersten Ausführungsform erläutert, dass die erste Achse 21 in Wirkverbindung mit einem ersten Aggregat 41 und die zweite Achse 22 in Wirkverbindung mit einem zweiten Aggregat 42 angeordnet bzw. verbunden ist. Die beiden Aggregate 41, 42 sind als elektromotorische Komponenten beispielsweise in Form eines permanenterregten Synchronmotors ausgebildet, und dienen dazu, bei einer Drehung der Achse 21, 22 durch eine Bewegung des Hebelmechanismus 20 durch den Trainierenden 1 einen Widerstand entgegenzusetzen, gegen den der Trainierende 1 eine Kraft bzw. ein Drehmoment aufwenden muss, um eine Drehung der ersten Achse 21 bzw. zweiten Achse 22 zu bewirken. Weiterhin sind die beiden Achsen 21, 22 mit jeweils einer Sperreinrichtung 43, 44 verbunden, die jedoch anstatt als Sperre zu wirken ggf. auch eine Drehung um einen kleinen Winkel, zum Beispiel einen Winkel von maximal 30° der entsprechenden Achse 21, 22 zulässt.

    [0023] In der Fig. 3 ist demgegenüber der Fall dargestellt, dass die beiden Achsen 21, 22 mit einem gemeinsamen Aggregat 39 über wechselweise schaltbare Kupplungseinrichtungen 40 verbunden ist.

    [0024] Die Ansteuerung sowohl der Aggregate 39, 41, 42 als auch der beiden Sperreinrichtungen 43, 44 erfolgt rein beispielhaft über eine gemeinsame Steuereinrichtung 50. Die Steuereinrichtung 50 ist wiederum beispielhaft mit einer lediglich in den Fig. 2 und 3 dargestellten Eingabeeinheit 52 sowie einem Display 54 verbunden. Über die Eingabeeinheit 52 können von dem Trainierenden 1 verschiedene Programme bzw. Widerstände der beiden Achsen 21, 22 bzw. der Aggregate 39, 41, 42 ausgewählt werden. Die Einstellungen können beispielsweise über das Display 54 angezeigt werden, ebenso wie die korrekte Ausführung der Bewegungen des Trainierenden 1. Hierzu ist es darüber hinaus vorgesehen, dass die Aggregate 39, 41, 42 bzw. die beiden Achsen 21, 22 mit entsprechenden Sensoreinrichtungen zur Erfassung der Drehwinkelgeschwindigkeit bzw. Drehung oder Position verbunden sind.

    [0025] Wesentlich bei der Ausführungsform gemäß der Fig. 2 ist, dass bei einer Aktivierung des ersten Aggregats 41 bzw. der ersten Achse 21 gleichzeitig die zweite Achse 22 mittels der entsprechenden Sperreinrichtung 44 gesperrt ist. Umgekehrt wird bei einer Aktvierung der zweiten Achse 22 bzw. des zweiten Aggregats 42 über eine Aktivierung der Sperreinrichtung 43 die erste Achse 21 gesperrt.

    [0026] Anhand der Figurenfolge 4a bis 4c wird die Funktionsweise des Hebelmechanismus 20 zum Training unterschiedlicher Muskelgruppen anhand einer sogenannten Brustpresse erläutert, die der Stärkung der Brustmuskulatur des Trainierenden 1 dient. Hierbei sitzt der Trainierende 1 auf einem insbesondere höhenverstellbar angeordneten Sitz 2. Beginnend ab der Fig. 4a streckt der Trainierende 1 seine Arme 3 aus einer nahe seiner Brust befindlichen Position von sich weg, derart, dass diese entsprechend der Fig. 4c sich zumindest näherungsweise im gestreckten Zustand befinden. Dabei umfasst der Trainierende 1 mit seinen Händen das Griffelement 32 des ersten Hebelmechanismus 20. Anhand der Figurenfolge der Fig. 4a bis 4c ist erkennbar, dass die zweite Achse 22 gesperrt ist, während die erste Achse 21 über das erste Aggregat 41 der Bewegung des Trainierenden 1 einen Widerstand entgegensetzt, der in Richtung des Pfeils 55 im Gegenuhrzeigersinn verläuft. Weiterhin ist erkennbar, dass die beiden Stangen 28 bzw. das Griffelement 32 während des Trainings sich zumindest näherungsweise in einer horizontalen Richtung entsprechend des Pfeils 56 bewegen.

    [0027] Ergänzend wird erwähnt, dass in der Fig. 4d der Zustand dargestellt ist, bei der der Trainierende 1 eine Ruderbewegung ausführt, bei der das Griffelement 32 aus einer von dem Trainierenden 1 entfernten Position zu sich herangezogen wird. In diesem Fall dient der entsprechend verstellbare Sitz 2 bzw. dessen Sitzlehne 4 insbesondere dazu, die Brust des Trainierenden 1 abzustützen. Weiterhin wird durch das erste Aggregat 41 auf die erste Achse 21 ein Widerstand entgegen der Richtung des Pfeils 56, d.h. im Gegenuhrzeigersinn, erzeugt.

    [0028] In den Fig. 5a bis 5d dient das Krafttrainingsgerät 10 demgegenüber dem Training der Schultermuskulatur des Trainierenden 1. Hierzu ist jeweils die erste Achse 21 über die Sperreinrichtung 43 gesperrt, während die zweie Achse 22 in Wirkverbindung mit dem zweiten Aggregat 42 angeordnet ist. In den Fig. 5a bis 5c ist der Fall dargestellt, bei der der Trainierende 1 das Griffelement 32 aus einer Position in etwa in Schulterhöhe nach oben drückt. Dabei bewegen sich die beiden Stangen 28 um das erste Gelenk 26 in Richtung des Pfeils 58. Über das zweite Aggregat 42 bzw. die zweite Ache 22 erfolgt ein Widerstand in Richtung des Pfeils 57 im Uhrzeigersinn, gegen den der Trainierende 1 bei Anheben seiner Arme 3 eine Kraft ausüben muss.

    [0029] In der Fig. 5d ist der Fall dargestellt, bei dem der Trainierende 1 zur Stärkung seiner oberen Rückenmuskulatur das Bedienelement 30 aus einer geschwenkten bzw. angehobenen Stellung in Richtung des Pfeils 59 nach unten ziehen muss. Hierzu kann beispielsweise der Oberschenkelbereich des Trainierenden 1 mittels einer Abstützelements 60 in Form einer Abstützrolle fixiert sein. Auch in diesem Fall ist die erste Achse 21 gesperrt und die zweite Achse 22 mit dem zweiten Aggregat 42 in Wirkverbindung angeordnet, wobei das zweite Aggregat 42 entsprechend der Richtung des Pfeils 61 einen Widerstand gegen das Absenken des Bedienelements 30 durch den Trainierenden 1 im Gegenuhrzeigersinn erzeugt.

    [0030] Weiterhin weist das Krafttrainingsgerät 10 optional eine dritte Achse 63 und eine vierte Achse 64 auf, die parallel zu den beiden Achsen 21, 22 verlaufen, und die entsprechend der Darstellung der Fig. 1 unterhalb der beiden Achsen 21, 22 am Gehäuse 12 angeordnet ist. Die beiden voneinander beabstandet angeordneten Achsen 63, 64 ragen aus derselben einen Seitenwand 16 des Gehäuses 12 heraus und sind dort drehfest mit einem dritten Gelenkhebel 65 bzw. einem vierten Gelenkhebel 66 verbunden. Parallel zu den Achsen 63, 64 sind die Gelenkhebel 65, 66 auf der der Achse 63, 64 abgewandten Seite mit jeweils einer als Bedienelement wirkenden Andrückrolle 68, 69 verbunden, die sich über die gesamte Breite eines weiteren Sitzes 5 erstrecken. Der weitere Sitz 5 ist ebenso wie der Sitz 2 zumindest höhenverstellbar angeordnet und befindet sich seitlich am Gehäuse 12 und seitlich versetzt zum Sitz 2.

    [0031] Entsprechend der Fig. 2 und 3 sind die beiden Achsen 63, 64 mit beispielhaft jeweils einem separaten dritten und vierten Aggregat 71, 72 (in Analogie zu den Aggregaten 41, 42) sowie einer Sperreinrichtung 73, 74 gekoppelt. Die Aggregate 71, 72 sowie die Sperreinrichtungen 73, 74 sind ebenfalls rein beispielhaft von der Steuereinrichtung 50 ansteuerbar. Auch sind entsprechend vorhandene Messmittel zur Erfassung der Position und/oder Drehwinkelgeschwindigkeit der dritten und der vierten Achse 63, 64 vorgesehen (nicht dargestellt).

    [0032] Entsprechend der Darstellung der Fig. 6 und 7 kann das dritte Aggregat 71 bzw. die Andrückrolle 68 einer ersten Winkelposition des dritten Gelenkhebels 65 in Verbindung mit einer angepassten Position eines weiteren Sitzes 5 dazu dienen, die Oberschenkelmuskulatur des Trainierenden 1 zu stärken. In der Fig. 6 ist dabei der Fall dargestellt, bei der der Trainierende 1 mit seinen Füßen in Kontakt mit der Andrückrolle 68 ist, derart, dass dieser den dritten Gelenkhebel 65 aus einer Neutralposition heraus um die dritte Achse 63 im Gegenuhrzeigersinn entsprechend der Richtung des Pfeils 75 bewegen muss, wobei gegen diese Bewegungsrichtung das dritte Aggregat 71 einen Widerstand aufbringt. Das vierte Aggregat 72 ist dabei inaktiv und die Andrückrolle 69 in einer Position, die den Trainierenden 1 bei der Bewegung der Andrückrolle 65 nicht behindert.

    [0033] In der Fig. 7 ist demgegenüber der Fall dargestellt, bei der der Trainierende 1 den dritten Gelenkhebel 65 bzw. die Andrückrolle 68 mit seinen Füßen bzw. Beinen aus einer Neutralposition heraus im Uhrzeigersinn entsprechend der Richtung des Pfeils 76 bewegen muss, wobei das dritte Aggregat 71 ebenfalls einen Widerstand entgegen dieser Bewegung erzeugt. Gegebenenfalls kann bei dieser Übung die Andrückrolle 69 in einer Position arretiert sein, die die Oberschenkel des Trainierenden 1 von einem Abheben vom Sitz 5 hindern.

    [0034] Zuletzt sind in den Fig. 8 und 9 Übungen zur Stärkung der Bauch- bzw.

    [0035] Rückenmuskulatur des Trainierenden 1 dargestellt. Hierbei ist das vierte Aggregat 72 aktiviert und das dritte Aggregat 71 in einem passiven bzw. gesperrten Zustand, um als Abstützung für die Beine bzw. Füße des Trainierenden 1 zu dienen. In der Fig. 8 muss der Trainierende 1 die Andrückrolle 69 mit seinem Oberkörper aus ihrer Neutralposition im Gegenuhrzeigersinn entsprechend des Pfeils 77 bewegen. Demgegenüber muss der Trainierende 1 in der Fig. 9 die Andrückrolle 69 mit seinem Rücken in Richtung des Pfeils 78 im Uhrzeigersinn bewegen.

    [0036] Ergänzend wird erwähnt, dass durch die seitlich versetzte Anordnung der beiden Sitze 2 und 5 es auch möglich ist, dass zwei Trainierende 1 das Krafttrainingsgerät 10 gleichzeitig nutzen können. Hierzu sind ggf. entsprechend modifizierte Steuereinrichtungen 50 bzw. Eingabeeinheiten 52 und Displays 54 erforderlich.

    [0037] Da das Oberkörpertraining und das Unterkörpertraining nicht gleichzeitig stattfinden muss, ist es auch möglich, die gleichen Aggregate / Antriebe 41, 42, die für die Achsen 21, 22 verwendet werden, auch für die Achsen 63, 64 zu verwenden. Dazu können die Aggregate 41, 42 mit speziellen Getriebebauformen kombiniert werden, die dann die Achsen 63, 64 mit dem von den Aggregaten 41, 42 erzeugten mechanischen Widerstand koppeln. So kann als Getriebebauform beispielsweise ein sogenanntes Malteser-Kreuz-Getriebe (geneva drive) oder ein Sternradgetriebe (star wheel mechanism) verwendet werden. Dabei wird der Widerstand (das Bremsmoment) von den Aggregaten 41, 42 wahlweise auf die Achsen 21, 22 und/oder auf die Achsen 63, 64 übertragen. Somit können insbesondere bis zu vier Achsen 21, 22, 63, 64 mit einem einzigen Aggregat 41 oder mit insgesamt genau zwei Aggregaten 41, 42 zur Übertragung eines mechanischen Widerstands oder eines Bremsmoments gekoppelt sein.

    [0038] Das bisher beschriebene Krafttrainingsgerät 10 kann im Rahmen der Ansprüche modifiziert werden.


    Ansprüche

    1. Krafttrainingsgerät (10), mit einem manuell betätigbaren Bedienelement (30), das über einen Hebelmechanismus (20) mit wenigstens einem einen Widerstand erzeugenden Aggregat (39, 41, 42) gekoppelt ist,

    - wobei der Hebelmechanismus (20) in einem Abstand zu einem Griffelement (32) des Bedienelements (30) wenigstens ein erstes Gelenk (26) aufweist, das über wenigstens einen ersten Gelenkhebel (25) in einer ersten Achse (21) gelagert ist, und mit wenigstens einem zweiten Gelenk (35), das zwischen dem wenigstens einen ersten Gelenk (26) und dem Griffelement (32) angeordnet ist,

    - wobei das wenigstens eine zweite Gelenk (35) über wenigstens einen zweiten Gelenkhebel (36) zumindest mittelbar in einer zweiten Achse (22) gelagert ist,

    - wobei eine der Achsen (21, 22) in Wirkverbindung mit dem wenigstens einen Aggregat (39, 41, 42) angeordnet ist,

    - wobei die andere der beiden Achsen (21, 22) gesperrt oder um einen kleinen Winkel schwenkbar ist,

    - wobei der wenigstens eine zweite Gelenkhebel (36) über ein Koppelglied (38) mit der zweiten Achse (22) verbunden ist,

    - wobei die beiden Achsen (21, 22) jeweils einzeln sperrbar oder um einen kleinen Winkel schwenkbar und in Wirkverbindung mit dem wenigstens einen Aggregat (39, 41, 42) verbindbar sind,

    - wobei die beiden Gelenkhebel (25, 36) auf derselben Seite einer Stange (28) des Bedienelements (30) angeordnet sind,

    - wobei in einem Bereich zwischen dem ersten Gelenk (26) und dem Griffelement (32) im Bereich der Stange (28) das zweite Gelenk (35) angeordnet ist, über das der zweite Gelenkhebel (36) schwenkbar befestigt ist,

    - und wobei auf der dem zweiten Gelenk (35) abgewandten Seite des zweiten Gelenkhebels (36) über ein drittes Gelenk (37) das beispielhaft stangenförmige Koppelglied (38) einerseits mit dem zweiten Gelenkhebel (36) schwenkbar und andererseits mit der zweiten Achse (22) drehfest verbunden ist.


     
    2. Krafttrainingsgerät nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zwei erste Gelenke (26) vorgesehen sind, die mit Stangen (28) des Bedienelements (32) gekoppelt sind.
     
    3. Krafttrainingsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass bei einer Sperrung der ersten Achse (21) das Griffelement (32) um das erste Gelenk (26) schwenkbar angeordnet ist, und dass bei einer Sperrung der zweiten Achse (22) das Griffelement (32) näherungsweise linearbeweglich angeordnet ist.
     
    4. Krafttrainingsgerät nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass bei einer Sperrung der ersten Achse (21) das Koppelglied (38) auf der der ersten Achse (21) abgewandten Seite, und bei einer Sperrung der zweiten Achse (22) das Koppelglied (38) auf der der ersten Achse (21) zugewandten Seite angeordnet ist.
     
    5. Krafttrainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Achsen (21, 22) mit jeweils einem separaten Aggregat (41, 42) verbunden sind.
     
    6. Krafttrainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden Achsen (21, 22) mit einem gemeinsamen Aggregat (39) verbunden sind, das über eine Kupplungseinrichtung (40) mit der ersten oder der zweiten Achse (21, 22) koppelbar ist.
     
    7. Krafttrainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass wenigstens eine in Wirkverbindung mit einem Widerstand erzeugenden zusätzlichen Aggregat (71, 72) verbundene Achse (63, 64) vorgesehen ist, die über zusätzlichen Gelenkhebel (65, 66) mit einem zusätzlichen Bedienelement (68, 69) verbunden ist, und dass eine Neutralstellung der Achse (63, 64) in wenigstens zwei unterschiedlichen Winkelpositionen des zusätzlichen Gelenkhebels (65, 66) einstellbar ist.
     
    8. Krafttrainingsgerät nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Achsen (21, 22, 63, 64) parallel zueinander verlaufen.
     
    9. Krafttrainingsgerät nach Anspruch 7 oder 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Bedienelement (30) und das zusätzliche Bedienelement (68, 69) parallel und seitlich versetzt zueinander angeordnet sind.
     
    10. Krafttrainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass zumindest die Aggregate (41, 42, 71, 72) innerhalb eines Gehäuses (12) angeordnet sind, und dass das Bedienelement (30) außerhalb des Gehäuses (12) mit einer Symmetrieebene (14) des Gehäuses (12) ausgerichtet ist.
     


    Claims

    1. A strength training apparatus (10) having a manually operable operating element (30) coupled via a lever mechanism (20) to at least one unit (39, 41, 42) generating a resistance,

    - the lever mechanism (20) having, at a distance from a handle element (32) of the operating element (30), at least one first joint (26) mounted in a first axis (21) via at least one first joint lever (25), and the lever mechanism (20) having at least one second joint (35) disposed between the at least one first joint (26) and the handle element (32),

    - the at least one second joint (35) being mounted at least indirectly in a second axis (22) via at least one second joint lever (36),

    - one of the axes (21, 22) being disposed in operative connection with the at least one unit (39, 41, 42),

    - the other of the two axes (21, 22) being locked or being pivotable about a small angle,

    - the at least one second joint lever (36) being connected to the second axis (22) via a coupling link (38),

    - the two axes (21, 22) each being lockable or pivotable about a small angle individually and being operatively connectable to the at least one unit (39, 41, 42) individually,

    - the at least two joint levers (25, 36) being disposed on the same side of a rod (28) of the operating element (30),

    - the second joint (35) being disposed in the area of the rod (28) in an area between the first joint (26) and the handle element (32), the second joint lever (36) being fixed via the second joint (35) so as to be pivotable,

    - and, on the side of the second joint lever (36) facing away from the second joint (35), the coupling link (38)-rod-shaped as an examplebeing connected to the second joint lever (36) via a third joint (37) so as to be pivotable on one side and to the second axis (22) in a non-rotatable manner on the other side.


     
    2. The strength training apparatus according to claim 1,
    characterised in that
    two first joints (26) are provided which are coupled to rods (28) of the operating element (30).
     
    3. The strength training apparatus according to claim 1 or 2,
    characterised in that
    the handle element (32) is disposed so as to be pivotable about the first joint (26) when the first axis (21) is locked, and in that the handle element (32) is disposed so as to be displaceable in an approximately linear direction when the second axis (22) is locked.
     
    4. The strength training apparatus according to claim 3,
    characterised in that
    the coupling link (38) is disposed on the side facing away from the first axis (21) when the first axis (21) is locked, and in that the coupling link (38) is disposed on the side facing the first axis (21) when the second axis (22) is locked.
     
    5. The strength training apparatus according to any one of claims 1 to 4,
    characterised in that
    the two axes (21, 22) are each connected to a separate unit (41, 42).
     
    6. The strength training apparatus according to any one of claims 1 to 4,
    characterised in that
    the two axes (21, 22) are connected to one shared unit (39) which can be coupled to the first or the second axis (21, 22) via a coupling device (40).
     
    7. The strength training apparatus according to any one of claims 1 to 6,
    characterised in that
    at least one axis (63, 64) is provided which is operatively connected to an additional unit (71, 72) generating a resistance and which is connected to an additional operating element (68, 69) via an additional joint lever (65, 66), and in that a neutral position of the axis (63, 64) can be set in at least two different angle positions of the additional joint lever (65, 66).
     
    8. The strength training apparatus according to claim 7,
    characterised in that
    the axes (21, 22, 63, 64) extend parallel to one another.
     
    9. The strength training apparatus according to claim 7 or 8,
    characterised in that
    the operating element (30) and the additional operating element (68, 69) are disposed parallel and laterally offset to one another.
     
    10. The strength training apparatus according to any one of claims 1 to 9,
    characterised in that
    at least the units (41, 42, 71, 72) are disposed inside a housing (12), and in that the operating element (30) is aligned with a symmetry plane (14) of the housing (12) outside the housing (12).
     


    Revendications

    1. Appareil de musculation (10) ayant un élément de commande (30) qui peut être actionné manuellement et qui est couplé, par un mécanisme à levier (20), à au moins un agrégat (39, 41, 42) générant une résistance,

    - le mécanisme à levier (20) comportant, à une certaine distance d'un élément de préhension (32) de l'élément de commande (30), au moins une première articulation (26) qui est logée dans un premier axe (21) par au moins un premier levier d'articulation (25), et ayant au moins une deuxième articulation (35) qui est disposée entre l'au moins une première articulation (26) et l'élément de préhension (32),

    - l'au moins une deuxième articulation (35) étant logée au moins indirectement dans un deuxième axe (22) par au moins un deuxième levier d'articulation (36),

    - l'un des axes (21, 22) étant disposé en liaison active avec l'au moins un agrégat (39, 41, 42),

    - l'autre des deux axes (21, 22) étant bloqué ou pouvant pivoter autour d'un petit angle,

    - l'au moins un deuxième levier d'articulation (36) étant relié au deuxième axe (22) par un élément de couplage (38),

    - les deux axes (21, 22) pouvant être respectivement bloqués individuellement ou pivotés autour d'un petit angle et pouvant être reliés en liaison active avec l'au moins un agrégat (39, 41, 42),

    - les deux leviers d'articulation (25, 36) étant disposés du même côté d'une tige (28) de l'élément de commande (30),

    - la deuxième articulation (35), par laquelle le deuxième levier d'articulation (36) est fixé de manière pivotante, étant disposée dans une zone entre la première articulation (26) et l'élément de préhension (32) dans la zone de la tige (28),

    - et l'élément de couplage (38), qui est par exemple en forme de tige, sur le côté du deuxième levier d'articulation (36) opposé à la deuxième articulation (35), étant relié, par une troisième articulation (37), d'une part au deuxième levier d'articulation (36) de manière à pouvoir pivoter et d'autre part au deuxième axe (22) de manière à ne pas pouvoir tourner.


     
    2. Appareil de musculation selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    deux premières articulations (26) sont prévues qui sont couplées à des tiges (28) de l'élément de commande (32).
     
    3. Appareil de musculation selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    l'élément de préhension (32) est disposé de manière à pouvoir pivoter autour de la première articulation (26) lorsque le premier axe (21) est bloqué, et en ce que l'élément de préhension (32) est disposé de manière à pouvoir se déplacer de manière approximativement linéaire lorsque le deuxième axe (22) est bloqué.
     
    4. Appareil de musculation selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    l'élément de couplage (38) est disposé sur le côté opposé au premier axe (21) lorsque le premier axe (21) est bloqué, et en ce que l'élément de couplage (38) est disposé sur le côté tourné vers le premier axe (21) lorsque le deuxième axe (22) est bloqué.
     
    5. Appareil de musculation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce que
    les deux axes (21, 22) sont chacun reliés à un agrégat séparé (41, 42).
     
    6. Appareil de musculation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce que
    les deux axes (21, 22) sont reliés à un agrégat commun (39) qui peut être couplé au premier ou au deuxième axe (21, 22) par une unité de couplage (40).
     
    7. Appareil de musculation selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce
    qu'au moins un axe (63, 64) est prévu qui est relié en liaison active avec un agrégat supplémentaire (71, 72) générant une résistance et qui est relié à un élément de commande supplémentaire (68, 69) par un levier d'articulation supplémentaire (65, 66), et en ce qu'une position neutre de l'axe (63, 64) peut être réglée dans au moins deux positions angulaires différentes du levier d'articulation supplémentaire (65, 66).
     
    8. Appareil de musculation selon la revendication 7,
    caractérisé en ce que
    les axes (21, 22, 63, 64) sont parallèles entre eux.
     
    9. Appareil de musculation selon la revendication 7 ou 8,
    caractérisé en ce que
    l'élément de commande (30) et l'élément de commande supplémentaire (68, 69) sont disposés parallèlement et décalés latéralement l'un par rapport à l'autre.
     
    10. Appareil de musculation selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
    caractérisé en ce
    qu'au moins les agrégats (41, 42, 71, 72) sont disposés à l'intérieur d'un boîtier (12), et en ce que l'élément de commande (30) est aligné avec un plan de symétrie (14) du boîtier (12) à l'extérieur du boîtier (12).
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente