[0001] Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für eine Tür, insbesondere eine Schiebetür
eines Fahrzeugs. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Tür, insbesondere eine Schiebetür,
mit einer solchen Antriebsvorrichtung.
[0002] Antriebsvorrichtungen sind im Automobilbereich für verschiedene Anwendungen bekannt.
Allgemein besteht seitens eines Nutzers von einem Fahrzeug mit einer Schiebetür der
Wunsch, dass die Schiebetür automatisch verfährt und diese bei Bedarf in einer teilgeöffneten
Position anhält und eine solche teilgeöffnete Position auch in einer Gefällelage des
Fahrzeugs sicher gehalten wird.
[0003] Beispielsweise ist eine Antriebseinheit für eine automatische Schiebetür aus der
DE 10 2014 101 036 B4 bekannt. Die Antriebseinheit verfügt über einen elektrischen Antriebsmotor mit Getriebe
und eine Verriegelungseinrichtung, mit der ein verfahrbarer Türflügel verriegelbar
bzw. entriegelbar ist. An einer Motorwelle der Antriebseinheit ist eine mitdrehende
Scheibe angeordnet, welche zur Verriegelung oder Entriegelung des Türflügels mit einem
an einer Hebelmechanik angeordneten Bremselement zusammenwirkt, wobei die Hebelmechanik
mittels eines Magneten oder eines Spindelantriebs betätigbar ist.
[0004] Aus der
DE 20 2004 006 518 U1 ist eine Vorrichtung zum Antreiben einer Kraftwagentür bekannt. Die Vorrichtung umfasst
zwei Antriebseinheiten, die mittels eines Umschaltgetriebes miteinander gekoppelt
sind. Durch Betätigung einer Linearverschiebungskomponente wird das Umschaltgetriebe
linear auf einer Antriebswelle der Antriebseinheiten verschoben, so dass durch das
Verschieben des Umschaltgetriebes je nach Richtung ein Blockieren der Tür erfolgt.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Antriebsvorrichtung für eine Tür,
insbesondere eine Schiebetür eines Fahrzeugs, anzugeben, welche in jeder gewünschten
Öffnungsposition angehalten werden kann und diese Öffnungsposition auch sicher hält.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mit einer Antriebsvorrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1. Hinsichtlich der Tür wird die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9.
[0007] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0008] Die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung für eine Tür, insbesondere eine Schiebetür
eines Fahrzeugs, umfasst zumindest einen Antriebsmotor mit einem um eine Drehachse
drehbaren Abtriebselement zur Verstellung der Tür, und einen Feststellmechanismus
zum Feststellen des Abtriebselements, wobei der Feststellmechanismus einen Feststellmotor
mit einem bewegbaren Feststellelement umfasst, welches mittels des Feststellmotors
verstellbar ist zwischen einer Eingriffsposition, in welcher das Feststellelement
in Eingriff mit dem Abtriebselement gelangt, und einer Außereingriffsposition, in
welcher das Feststellelement außer Eingriff mit dem Abtriebselement steht, wobei in
der Eingriffsposition ein Abtriebsende des Abtriebselements in eine Feststellöffnung
des Feststellelements eingreift und in der Außereingriffsposition das Abtriebsende
außer Eingriff von der Feststellöffnung ist.
[0009] In der Eingriffsposition ist das Abtriebselement, insbesondere sein Abtriebsende,
mit dem Feststellelement gekoppelt. In der Außereingriffsposition befindet sich das
Abtriebselement, insbesondere sein Abtriebsende, beispielsweise außerhalb der Feststellöffnung
des Feststellelements. Das Abtriebselement ist also in der Außereingriffsposition
von dem Feststellelement entkoppelt.
[0010] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein solcher
kraftangetriebener Feststellmechanismus, der ausschließlich zum Halten der Tür in
einer Öffnungsposition aktiviert wird, variabel ausgestaltet werden kann. Darüber
hinaus kann ein solcher kraftangetriebener Feststellmechanismus mit dem kraftangetriebenen
Verstellmechanismus der Tür synchronisiert werden. Ferner weist die erfindungsgemäße
Antriebsvorrichtung eine geringe Anzahl von Bauteilen auf und ist kompakt und kostengünstig
herstellbar und kann auch nachgerüstet werden. Darüber hinaus kann das Abtriebselement
und somit die Tür in jeder beliebigen Öffnungsposition fixiert und somit auch bei
einem Gefälle sicher gehalten werden.
[0011] Eine Weiterbildung sieht vor, dass das Feststellelement eingerichtet ist, zum Feststellen
des Abtriebselements in der Eingriffsposition in einen axialen oder radialen Eingriff
mit dem Abtriebselement zu gelangen. Beispielsweise kann das Feststellen des Abtriebselements,
um die Tür in einer gewünschten Öffnungsposition zu halten, durch einen axialen oder
radialen Sperr- oder Halteeingriff des Feststellelements in das Abtriebselement erfolgen.
[0012] Darüber hinaus kann das Feststellelement variabel ausgestaltet sein. In einer ersten
Ausführungsform ist das Feststellelement als ein verstellbares Federblech, insbesondere
als eine Blattfeder ausgebildet. Alternativ kann das Feststellelement als ein verstellbarer
Hebel, ein verstellbarer Sperrhebel, ein verstellbares Reibelement oder als eine verstellbare
Klinke, insbesondere eine Sperrklinke, ausgebildet sein.
[0013] Beispielsweise weist das Federblech oder der Hebel oder der Sperrhebel jeweils eine
Feststellöffnung auf, welche korrespondierend zu einem freien Abtriebsende des Abtriebselements
ausgebildet ist und in welche das freie Abtriebsende in der Eingriffsposition axial
eingreift. Durch einen solchen axialen Eingriff des freien Abtriebsendes in die Feststellöffnung
des Federblechs, des Sperrhebels oder des Hebels wird das Abtriebselement festgestellt
und damit die Tür in einer korrespondierenden Öffnungsposition ebenfalls festgestellt.
Damit ist eine weitere Verstellbewegung der Tür verhindert, wobei die Tür in der gesperrten
Öffnungsposition sicher gehalten wird. Die Feststellöffnung kann beispielsweise als
eine Durchgangsöffnung oder eine Sacköffnung ausgebildet sein.
[0014] In einer möglichen Ausführungsform ist die Klinke als eine Sperrklinke mit einer
Sperre ausgebildet, welche in der Eingriffsposition in ein freies Abtriebsende des
Abtriebselements radial sperrend eingreift. Der Feststellmechanismus ist dabei derart
eingerichtet, dass wahlweise eines der verschiedenen Feststellelemente mit dem Feststellmotor
gekoppelt werden kann und somit variabel entweder ein axialer Sperreingriff oder ein
radialer Sperreingriff ermöglicht ist.
[0015] Hierzu umfasst der Feststellmotor eine Abtriebswelle, die als eine drehbare Gewindespindel
(auch Schneckenwelle genannt) ausgebildet ist und auf welcher ein linear verschiebliches
Schneckenelement beweglich gelagert ist, das mit dem Feststellelement gekoppelt ist.
Das Schneckenelement ist als ein Adapter ausgebildet und eingerichtet, um mit einem
der verschiedenen Feststellelemente, zum Beispiel dem Federblech, der Klinke oder
dem Hebel, insbesondere direkt oder indirekt zu koppeln.
[0016] Ein weiterer Aspekt sieht vor, dass die Klinke einen Nocken aufweist, der mit einer
schiefen Ebene des linear verschieblichen Schneckenelements zusammenwirkt. Dies stellt
eine einfache Kopplungsvariante zur Übertragung der linearen Bewegung des Schneckenelements
auf eine Schwenk- oder Drehbewegung der Klinke zum radialen Sperreingriff in das freie
Abtriebsende dar.
[0017] Für eine Notentriegelung des Feststellelements ist in einer möglichen Ausführungsform
beispielsweise der Hebel lösbar an dem Schneckenelement gelagert.
[0018] Weitere Ausführungsformen sehen vor, dass der Feststellmechanismus einen alternativen
radialen oder axialen Eingriff zum Feststellen des Abtriebselements in Form eines
radialen oder axialen Reibschlusses ermöglicht. Dazu umfasst der Feststellmechanismus
den Feststellmotor, der mit dem Feststellschneckenelement und dem Feststellelement
zusammenwirkt, wobei das Abtriebsende des Abtriebselements reibschlüssig mittelbar,
z.B. über einen Hebel, oder unmittelbar mit dem Feststellschneckenelement zusammenwirkt.
Zur Erhöhung des Reibschlusses kann beispielsweise das Abtriebsende des Abtriebselements
eine Rändelung aufweisen oder eine sonstige geeignete Kontur.
[0019] Ein solch reibschlüssiger Eingriff ermöglicht ein gedämpftes und sicheres Stoppen
und Halten der Tür in der gewünschten Öffnungsposition in Art einer Reibbremse.
[0020] Zum Lösen des Abtriebselements wird der Feststellmotor in umgekehrter Richtung aktiviert
und betrieben, so dass der Reibschluss zwischen dem Abtriebsende des Abtriebselements
und des Feststellschneckenelements aufgehoben wird und das Abtriebselement gelöst
und zur Verstellbewegung der Tür frei beweglich ist.
[0021] Die oben beschriebenen verschiedenen Feststellmechanismen offenbaren verschiedene
Feststellelemente, die entweder einen axialen Sperreingriff oder einen radialen Sperreingriff
zum Feststellen des Abtriebselements ermöglichen.
[0022] Die erfindungsgemäße Tür ist mit der zuvor beschriebenen Antriebsvorrichtung zur
Verstellung der Tür zwischen einer geschlossenen Position und einer Öffnungsposition
(= geöffnete Position) und Halten dieser in einer beliebigen Öffnungsposition mittels
des Feststellmechanismus versehen.
[0023] In einer möglichen Ausführungsform ist ein Stellmittel vorgesehen, welches mittels
des Antriebsmotors verstellbar ist, um die mit dem Stellmittel gekoppelte Tür zu verstellen,
wobei der Feststellmechanismus ausgebildet ist, die sich bewegende Tür an einer beliebigen
Öffnungsposition zwischen der geschlossenen Position und der geöffneten Position oder
einer ihrer Endpositionen zu stoppen und sicher zu halten.
[0024] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Figur 1
- schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Antriebsvorrichtung mit einem
Türverstellmechanismus und einem Feststellmechanismus,
- Figuren 2A bis 2D
- schematische Ansichten einer Antriebsvorrichtung mit einem Türverstellmechanismus
und einer ersten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus,
- Figuren 3A bis 3D
- schematische Ansichten einer Antriebsvorrichtung mit einem Türverstellmechanismus
und einer zweiten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus,
- Figuren 4A bis 4D
- schematische Ansichten einer Antriebsvorrichtung mit einem Türverstellmechanismus
und einer dritten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus,
- Figuren 5A bis 5D
- schematische Ansichten einer Antriebsvorrichtung mit einem Türverstellmechanismus
und einer vierten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus mit einer Notentriegelung,
und
- Figuren 6A bis 6C
- schematische Ansichten einer Notentriegelung für den Feststellmechanismus.
[0025] Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0026] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Antriebsvorrichtung
1 mit einem Verstellmechanismus 2 für eine Tür 3, insbesondere eine Schiebetür, und
einem Feststellmechanismus 4.
[0027] Der Verstellmechanismus 2 dient insbesondere einem Nutzer eines Fahrzeugs zum automatischen
Verstellen der Tür 3, wie zum Beispiel einer Schiebetür, zwischen einer geschlossenen
Position P1 und einer geöffneten Position P2 oder einer beliebigen Zwischenposition
oder Öffnungsposition Pn (= teilgeöffnete Position). Der Verstellmechanismus 2 wird
ausschließlich zum Verstellen der Tür 3 aktiviert.
[0028] Der Feststellmechanismus 4 wird ausschließlich zum automatischen Halten der Tür 3
in einer der Öffnungsposition Pn bei einer Verstellung der Tür 3 aktiviert. Zum Wiederverstellen
oder -verfahren der Tür 3 wird der Feststellmechanismus 4 gelöst. Dabei kann der Feststellmechanismus
4 derart ausgelegt sein, dass er in der geschlossenen Position P1 und/oder der anderen
Endposition, der geöffneten Position P2, nicht aktiviert wird oder ist und nur zum
Feststellen bei einer Verstellbewegung der Tür 3 in einer der Öffnungspositionen Pn
(auch Zwischenpositionen oder teilgeöffnete Positionen genannt) aktiviert wird und/oder
ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass bei einem Unfall die Tür 3 auch in
der geschlossenen Position P1 manuell geöffnet werden kann. Zudem muss bei einem automatischen
Öffnen einer geschlossenen Tür 3 nicht erst der Zustand des Feststellmechanismus 4
abgefragt und gegebenenfalls deaktiviert werden, da dieser in der geschlossenen Position
P1 ohnehin stets deaktiviert und damit gelöst ist.
[0029] Durch eine solche Antriebsvorrichtung 1, welche ein Halten der Tür 3 in jeder Öffnungsposition
Pn ermöglicht, können zusätzliche übliche mechanische Türoffenhaltesysteme eingespart
werden.
[0030] Der Verstellmechanismus 2 umfasst zumindest einen Antriebsmotor 2.1 mit einem um
eine Drehachse D drehbaren Abtriebselement 2.2 zur Verstellung der Tür 3. Der Feststellmechanismus
4 umfasst zum Feststellen des Abtriebselements 2.2 in einer der Öffnungspositionen
Pn der Tür 3 einen Feststellmotor 4.1 mit einem bewegbaren Feststellelement 4.2.
[0031] Das bewegbare Feststellelement 4.2 ist mittels des Feststellmotors 4.1 verstellbar
zwischen einer Eingriffsposition E1, in welcher das Feststellelement 4.2 in Eingriff
mit dem Abtriebselement 2.2 gelangt, und einer Außereingriffsposition E2, in welcher
das Feststellelement 4.2 außer Eingriff mit dem Abtriebselement 2.2 steht. In
Figur 1 sind zwei verschiedene Außereingriffspositionen E2 gezeigt. Je nach Art und Ausbildung
des Feststellelements 4.2 kann dieses axial oder radial in das Abtriebselement 2.2
dieses feststellend eingreifen.
[0032] Sowohl der Feststellmechanismus 4 als auch der Verstellmechanismus 2 sind somit kraftangetrieben
mittels zugehöriger Antriebe, insbesondere Motoren.
[0033] Der Antriebsmotor 2.1, insbesondere ein elektrisch betriebener Antriebsmotor 2.1,
umfasst als Abtriebselement 2.2 eine Abtriebswelle, die beispielsweise als eine drehbare
Gewindespindel (auch Schneckenwelle oder Schnecke genannt) ausgebildet ist, welche
wiederum ein Schneckenrad 2.3 antreibt. Das Abtriebselement 2.2 weist als Schnecke
eine Anzahl von schräg verzahnten Zähne auf, an welchen Zähne des Schneckenrades 2.3
kämmend eingreifen oder umgekehrt. Dabei erfolgt die Kraftübertragung ausschließlich
über Gleitvorgänge an den Flanken der Zähne. Aufgrund eines solchen linienförmigen
Flankenkontakts können größere Leistungen bei höheren Übersetzungsverhältnissen realisiert
werden. Im Ausführungsbeispiel ist das Schneckengetriebe des Verstellmechanismus 2
als ein Zylinderschneckengetriebe ausgebildet, wobei das Abtriebselement 2.2 eine
Zylinderform aufweist.
[0034] Das Schneckenrad 2.3 ist über ein Stellmittel 2.4, zum Beispiel einem Bowdenzug oder
einem Schienensystem, in üblicher Art und Weise mit der Tür 3 bewegungsgekoppelt,
um die Drehbewegung des Schneckenrades 2.3 in eine Verstellbewegung der Tür 3 zu wandeln.
Wird der Antriebsmotor 2.1 aktiviert, so wird beispielsweise die Drehung des Abtriebselements
2.2 und des Schneckenrades 2.3 automatisch in eine translatorische Bewegung der Tür
3 zum Öffnen oder Schließen der Tür 3 gewandelt.
[0035] Das Stellmittel 2.4 ist mittels des Antriebsmotors 2.1 verstellbar, um die mit dem
Stellmittel 2.4 gekoppelte Tür 3 zu verstellen, wobei der Feststellmechanismus 4 ausgebildet
ist, die sich bewegende Tür 3 an einer beliebigen Öffnungsposition Pn zwischen der
geschlossenen Position P1 und der geöffneten Position P2 zu stoppen und sicher zu
halten.
[0036] Der Feststellmotor 4.1 umfasst eine Feststellabtriebswelle 4.3, die beispielsweise
als eine drehbare Gewindespindel (auch Schneckenwelle genannt) ausgebildet und axial
fixiert ist. Auf der Feststellabtriebswelle 4.3 ist ein linear verschiebliches Feststellschneckenelement
4.4 beweglich gelagert. Das Feststellschneckenelement 4.4 kann dabei direkt oder indirekt
mit dem Feststellelement 4.2 gekoppelt sein. Alternativ kann auch die Feststellabtriebswelle
4.3 direkt mit dem Feststellelement 4.2 gekoppelt sein (nicht näher dargestellt).
[0037] Wie in
Figur 1 anhand eines Pfeils F1 gezeigt, kann das Feststellelement 4.2 eingerichtet sein,
das Abtriebselement 2.2 mittels eines axialen Eingriffs in der Eingriffsposition E1
festzustellen und zu fixieren. Pfeil F2 zeigt, dass das Feststellelement 4.2 das Abtriebselement
2.2 mittels eines radialen Eingriffs in dieses Abtriebselement 2.2 hinein in der Eingriffsposition
E1 feststellen und fixieren kann. Mit anderen Worten: Das Feststellen des Abtriebselements
2.2, um die Tür 3 in einer gewünschten Öffnungsposition Pn zu halten, kann durch einen
axialen oder radialen Sperr- oder Halteeingriff des Feststellelements 4.2 in das Abtriebselement
2.2 erfolgen.
[0038] Darüber hinaus kann das Feststellelement 4.2 variabel ausgestaltet sein.
[0039] Figuren 2A bis 2D zeigen verschiedene Ansichten einer ersten Ausführungsform für das Feststellelement
4.2. In dieser ersten Ausführungsform ist das Feststellelement 4.2 beispielsweise
als ein verstellbares Federblech 4.2.1 oder eine Blattfeder ausgebildet.
[0040] Der Feststellmotor 4.1 umfasst die Feststellabtriebswelle 4.3, die als eine drehbare
Gewindespindel (auch Schneckenwelle genannt) ausgebildet ist und auf welcher das linear
verschiebliche Feststellschneckenelement 4.4 beweglich gelagert ist, das mit dem Feststellelement
4.2 direkt oder indirekt gekoppelt ist. Dabei ist das Feststellschneckenelement 4.4
mit einem Innengewinde versehen, das linear beweglich an einem Außengewinde der Feststellabtriebswelle
4.3 abwälzt. Je nach Drehung der Feststellabtriebswelle 4.3 wird das Feststellschneckenelement
4.4 linear hin und her bewegt. Das Feststellschneckenelement 4.4 ist im Ausführungsbeispiel
als ein u-förmiges Profil mit einem Innengewinde an den Schenkeln ausgebildet. Alternativ
kann das Feststellschneckenelement 4.4 als eine Mutter oder ein Hohlzylinder mit Innengewinde
ausgebildet sein (nicht näher dargestellt). Eine weitere Alternative sieht vor, dass
die Feststellabtriebswelle 4.3 ein Innengewinde aufweist, in welchem eine Schraube
mit einem Außengewinde als Feststellschneckenelement 4.4 linear beweglich gelagert
ist (nicht näher dargestellt).
[0041] Das Feststellschneckenelement 4.4 ist als ein Adapter ausgebildet und eingerichtet,
mit verschiedenen Feststellelementen 4.2 zu koppeln. Beispielsweise koppelt das als
ein Federblech 4.2.1 ausgebildete Feststellelement 4.2 flächig oder auf Anschlag mit
dem Feststellschneckenelement 4.4.
[0042] Darüber hinaus weist das Federblech 4.2.1 eine Feststellöffnung 4.2.2 auf, welche
korrespondierend zu einem freien Abtriebsende 2.2.1 des Abtriebselements 2.2 ausgebildet
ist. In der Eingriffsposition E1, wie sie in den
Figuren 2A bis 2D gezeigt ist, greift das freie Abtriebsende 2.2.1 axial in die Feststellöffnung 4.2.2
des Federblechs 4.2.1 ein, so dass das Abtriebselement 2.2 festgestellt ist und die
Tür 3 in der entsprechenden Öffnungsposition Pn fixiert und gehalten ist. Somit ist
eine weitere Verstellbewegung der Tür 3 verhindert, wobei die Tür 3 in der gesperrten
Öffnungsposition Pn sicher gehalten wird. Die Feststellöffnung 4.2.2 kann beispielsweise,
wie gezeigt, als eine Durchgangsöffnung ausgebildet sein. Alternativ kann die Feststellöffnung
4.2.2 auch als eine Sacköffnung ausgebildet sein.
[0043] Wie in
Figur 2B gezeigt, ist die Feststellöffnung 4.2.2 korrespondierend zu dem freien Abtriebsende
2.2.1 ausgebildet. Das freie Abtriebsende 2.2.1 ist beispielsweise im Querschnitt
rechteckförmig ausgebildet. Die Feststellöffnung 4.2.2 weist beispielsweise zwei im
Wesentlichen kreissegmentförmige Abschnitte auf, deren Kreissehnen durch den Kreismittelpunkt
verlaufen, wobei die Länge der Kreissehnen im Wesentlichen der Breite des freien Abtriebsendes
2.2.1 entsprechen. Durch den breiten Kreisbogen kann das freie Abtriebsende 2.2.1
einfach beim Feststellen durch das Feststellelement 4.2 in die Feststellöffnung 4.2.2
eingreifen.
[0044] Zum Entsperren des Abtriebselements 2.2 und damit Lösen des Feststellelements 4.2
vom Abtriebselement 2.2 aus der Eingriffsposition E1 heraus in die Außereingriffsposition
E2 wird das Feststellelement 4.2, insbesondere das Federblech 4.2.1, mittels des aktivierten
Feststellmotors 4.1 durch die lineare Bewegung des Feststellschneckenelements 4.4
oder der Feststellabtriebswelle 4.3 selbst vom freien Abtriebsende 2.2.1 weg bewegt,
bis das freie Abtriebsende 2.2.1 außer Eingriff von der Feststellöffnung 4.2.2 gelangt.
[0045] Im Anschluss wird der Antriebsmotor 2.1 aktiviert, der nunmehr das frei gewordene
Abtriebselement 2.2 aktiviert, wodurch sich die Tür über das Schneckenrad 2.3 in die
gewünschte Position verfahren lässt.
[0046] Wird der Antriebsmotor 2.1 in einer beliebigen Türposition gestoppt, fährt der Feststellmotor
4.1 das Feststellschneckenelement 4.4 wieder in seine Ausgangsstellung hin zum freien
Abtriebsende 2.2.1. Sollte aufgrund der Kontur des freien Abtriebsendes 2.2.1 und
der korrespondierenden Kontur der Feststellöffnung 4.2.2 im Feststellelement 4.2 es
nicht unmittelbar zum Eingriff kommen, trotz dass sich das Feststellelement 4.2 federvorgespannt
in Richtung des freien Abtriebsendes 2.2.1 bewegt, wird dieser aber erfolgen, sobald
es zu einer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Bewegung an der Tür 3 kommt, z. B,
wenn das Fahrzeug sich in einer Hanglage befindet. Dadurch, dass die Tür 3 über das
Schneckenrad 2.3 mit dem Abtriebselement 2.2 bewegungsgekoppelt ist, kommt es zu einer
Rotationsbewegung des Abtriebselements 2.2 und das freie Abtriebsende 2.2.1 greift,
durch die Federvorspannung, in die Feststellöffnung 4.2.2 des Feststellelements 4.2
ein. Hierzu bedarf es insbesondere bei einer Reibverbindung keiner oder beispielsweise
bei einer form- oder kraftschlüssigen Verbindung gegebenenfalls nur einer kleinen
Bewegung an der Tür 3, beispielsweise eines kleinen Verstellweges der Tür 3 von ca.
3mm, in Art eines Freilaufes FL.
[0047] Ein solcher Freilauf FL von wenigen Millimetern zum "Fangen" des Abtriebselements
2.2 relativ zum Feststellelement 4.2 ist bei allen hier beschriebenen Ausführungsformen
entsprechend vorgesehen und ausgestaltet.
[0048] Das jeweilige Feststellelement 4.2 (40.2, 400.2 oder 4000.2) ist in allen Ausführungsbeispielen
federvorgespannt, entweder wie hier als Federblech 4.2.1 selbst, oder über ein Rückstellelement
6 in Form einer Feder. Anderenfalls kann ein Feststellen des Abtriebselements 2.2
und somit ein Halten der Tür 3 in jeder beliebigen Position nicht ermöglicht werden.
[0049] Das jeweilige Feststellelement 4.2 (40.2
(Figuren 3A bis 3D), 400.2
(Figuren 4A bis 4D) oder 4000.2
(Figuren 5A bis 6C)) ist darüber hinaus mehrteilig ausgebildet. Ferner ist das jeweilige Feststellelement
4.2 (40.2, 400.2 oder 4000.2) von dem zugehörigen Feststellschneckenelement 4.4 (40.4,
4000.4) getrennt oder separat ausgebildet. Das jeweilige Feststellelement 4.2 (40.2,
400.2 oder 4000.2) und das zugehörige Feststellschneckenelement 4.4 (40.4 oder 4000.4)
sind bewegungskoppelbar. Im Ausführungsbeispiel nach
Figuren 2A bis 4D zum Beispiel durch reibschlüssiges Anschlagen von Flächen aneinander. Alternativ
können das jeweilige Feststellelement 400.2 oder 4000.2 und das zugehörige Feststellschneckenelement
40.4 oder 4000.4 durch reib- oder kraftschlüssiges Eingreifen von Konturen oder Rändelungen
an- oder ineinander bewegungskoppelbar sein. Das jeweilige Feststellelement 4.2 (40.2,
400.2 oder 4000.2) und das zugehörige Feststellschneckenelement 4.4 (40.4 oder 4000.4)
sind dabei stets getrennt voneinander als separate Bauteile ausgebildet.
[0050] Das erneute Entsperren des Abtriebselements 2.2 erfolgt wie oben beschrieben.
[0051] Ein solch sperrender Eingriff des freien Abtriebendes 2.2.1 in der Feststellöffnung
4.2.2 stellt einen sicheren und festen sperrenden Eingriff dar, so dass die Tür 3
auch an einem Abhang sicher in der gewünschten Öffnungsposition Pn gehalten wird.
[0052] Dabei greift das Feststellschneckenelement 4.4 an einem freien Ende 4.2.3 des Feststellelements
4.2 zum Bewegen dieses aus der Eingriffsposition E1 in die Außereingriffsposition
E2 oder umgekehrt an.
[0053] Das Feststellelement 4.2 ist beispielsweise in nicht näher dargestellter Art und
Weise mit dem zum freien Ende 4.2.3 gegenüberliegenden feststehenden Ende 4.2.4 an
einer feststehenden Türkomponente oder Fahrzeugkomponente befestigt. Das als Federblech
4.2.1 ausgebildete Feststellelement 4.2 ist in der Eingriffsposition E1 entspannt
und liegt mit dem freien Ende 4.2.3 an dem Feststellschneckenelement 4.4 an.
[0054] Die Feststellöffnung 4.2.2 ist beispielsweise mittig zwischen dem freien Ende 4.2.3
und dem gegenüberliegenden feststehenden Ende 4.2.4 in das Feststellelement 4.2 eingebracht.
[0055] Das Abtriebselement 2.2 kann dabei einteilig als Gewindespindel oder Schneckenwelle
mit integrierten Gewindegängen ausgebildet sein. Alternativ kann das Abtriebselement
2.2 zweiteilig als eine Motorwelle 2.2.2 und eine mit dieser verbundenen Schnecke
2.2.3 mit Gewindegängen ausgebildet sein, wie in
Figuren 2C und 2D gezeigt.
[0056] Im Ausführungsbeispiel ist ein mehrteiliger Feststellmechanismus 4 mit der Abtriebswelle
4.3 und dem darauf angeordneten Feststellschneckenelement 4.4 dargestellt. Auch kann
die Abtriebswelle 4.3 des Feststellmotors 4.1 direkt mit dem Feststellelement 4.2
zu dessen Entsperren oder Sperren gekoppelt sein (nicht näher dargestellt). Darüber
hinaus ist ein Freilauf FL zum Fangen des Abtriebselements 2.2 im Feststellelement
4.2, wie oben beschrieben, vorgesehen.
[0057] Figuren 3A bis 3D zeigen schematische Ansichten einer Antriebsvorrichtung 1 mit dem Türverstellmechanismus
2 und einer zweiten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus 40.
[0058] Der Türverstellmechanismus 2 ist unverändert gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach
Figuren 2A bis 2D ausgebildet.
[0059] Der Feststellmechanismus 40 umfasst anstelle des Federblechs 4.2.1 als Feststellelement
40.2 eine verstellbare Klinke 40.2.1. Der Feststellmotor 4.1 ist mit der Feststellabtriebswelle
4.3 versehen und analog zum Ausführungsbeispiel nach
Figuren 2A bis 2D ausgebildet. Das Feststellschneckenelement 40.4 ist im Wesentlich identisch zum Feststellschneckenelement
4.4 ausgebildet. Das Feststellschneckenelement 40.4 umfasst zusätzlich an seiner Außenseite
eine schräge oder schiefe Gleitfläche 40.4.1 oder Ebene.
[0060] Die Klinke 40.2.1 ist beispielsweise als eine Sperr- oder Feststellklinke mit einer
Sperre 40.2.2 ausgebildet, welche in der Eingriffsposition E1 in ein freies Abtriebsende
2.2.1 des Abtriebselements 2.2 radial sperrend eingreift. Dabei weist die Klinke 40.2.1
einen Nocken 40.2.3 auf, der mit der schiefen Gleitfläche 40.4.1 des linear verschieblichen
Feststellschneckenelements 40.4 zusammenwirkt. Bei Aktivierung des Feststellmotors
4.1 gleitet der Nocken 40.2.3 auf der schiefen Gleitfläche 40.4.1 entlang, so dass
die lineare Bewegung des Feststellschneckenelements 40.4 in eine Schwenk- oder Drehbewegung
der Klinke 40.2.1 für einen radialen Sperreingriff der Sperre 40.2.2 in das freie
Abtriebsende 2.2.1 oder für ein radiales Lösen der Sperre 40.2.2 aus dem freien Abtriebsende
2.2.1 heraus umgewandelt wird.
[0061] Das freie Abtriebsende 2.2.1 ist hierzu leicht abgewandelt. Das freie Abtriebsende
2.2.1 umfasst beispielsweise Sperraufnahmen 2.2.4, in welche die Sperre 40.2.2 sperrend
eingreift. Die Sperraufnahmen 2.2.4 sind dabei derart ausgebildet, dass die Sperre
40.2.2 mit einem Spiel eingreifen kann.
[0062] Figuren 4A bis 4D zeigen schematische Ansichten einer Antriebsvorrichtung 1 mit dem Türverstellmechanismus
2 und einer dritten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus 400. Die Funktionsweise
des Feststellmechanismus 400 ist analog zum Feststellmechanismus 4 nach
Figuren 2A bis 2D. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die obige Beschreibung verwiesen.
[0063] Anstelle des einseitig feststehenden Federblechs 4.2.1 ist das Feststellelement 400.2
als ein verstellbarer Hebel 400.2.1 ausgebildet. Der Hebel 400.2.1 weist analog zum
Federblech 4.2.1 ein freies Ende 400.2.3, eine mittige Feststellöffnung 400.2.2 und
ein feststehendes Ende 400.2.4 auf, das schwenkbar an einer Fahrzeugkomponente oder
einer Türkomponente gelagert ist. Das freie Ende 400.2.3 ist abgewinkelt, um sich
an der Kopplungsfläche am Feststellschneckenelement 4.4 abzustützen.
[0064] Figuren 5A bis 5D zeigen schematische Ansichten der Antriebsvorrichtung 1 mit dem Türverstellmechanismus
2 und einer vierten Ausführungsform für einen Feststellmechanismus 4000 mit einer
Notentriegelung 5.
[0065] Die Funktionsweise des Feststellmechanismus 4000 ist analog zum Feststellmechanismus
4 nach
Figuren 2A bis 2D. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die obige Beschreibung verwiesen.
[0066] Anstelle des einseitig feststehenden Federblechs 4.2.1 ist das Feststellelement 4000.2
als ein verstellbarer Sperrhebel 4000.2.1 ausgebildet. Der Hebel 4000.2.1 weist analog
zum Federblech 4.2.1 oder Hebel 400.2.1 ein freies Ende 4000.2.3, eine mittige Feststellöffnung
4000.2.2 und ein feststehendes Ende 4000.2.4 auf, das schwenkbar an einer Fahrzeugkomponente
oder einer Türkomponente gelagert ist. Zusätzlich kann am feststehenden Ende 4000.2.4
ein Rückstellelement 6, insbesondere eine Rückstellfeder, angeordnet sein. Das freie
Ende 4000.2.3 ist abgewinkelt, um sich an dem Feststellschneckenelement 4000.4 abzustützen.
[0067] Die Feststellöffnung 4000.2.2 ist beispielsweise als ein Sackloch ausgebildet. Das
Abtriebselement 2.2 ist an seinem in Richtung der Feststellöffnung 4000.2.2 weisenden
freien Abtriebsende 2.2.1 korrespondierend zu der Feststellöffnung 4000.2.2 ausgebildet,
so dass das Abtriebsende 2.2.1 in diese zum Feststellen der Antriebsvorrichtung 1
eingreifen kann, wie dies in der Schnittdarstellung in
Figur 5D gezeigt ist.
[0068] Figur 5B zeigt den Feststellmechanismus 4000 in perspektivischer Darstellung.
[0069] Figur 5C zeigt das Feststellschneckenelement 4000.4 in der Nullposition. Das freie Abtriebsende
2.2.1 liegt in dem Feststellelement 4000.2. Die Tür 3 ist gehalten.
[0070] Das freie Ende 4000.2.3 des Feststellelements 4000.2 weist eine Aufnahme 4000.5 auf,
in welcher ein freies, stirnseitiges Ende des Feststellschneckenelements 4000.4 angeordnet
ist. Das freie, stirnseitige Ende des Feststellschneckenelements 4000.4 ist dabei
derart in der Aufnahme 4000.5 gelagert, dass das Feststellelement 4000.2 relativ zum
Feststellschneckenelement 4000.4 bewegt, insbesondere geschwenkt werden kann. Die
Aufnahme 4000.5 weist beispielsweise eine zum freien, stirnseitigen Ende des Feststellschneckenelements
4000.4 korrespondierende Form auf. Beispielsweise weist die Aufnahme 4000.5 eine V-Form
oder eine runde Form auf.
[0071] Zur Ausbildung der Notentriegelung 5 ist das freie Ende 4000.2.3 des Sperrhebels
4000.2.1 gabelförmig ausgebildet. Hierdurch ist der Sperrhebel 4000.2.1 lösbar an
dem Feststellschneckenelement 4000.4 gelagert.
[0072] Die Notentriegelung 5 zur manuellen Betätigung der Tür 3 umfasst ein manuelles Notbetätigungselement
5.1 und eine mechanische Notsperre 5.2.
[0073] Das freie Ende 4000.2.3 des Feststellelements 4000.2 bildet dabei einen Teil der
Notentriegelung 5.
[0074] Vom freien Ende 4000.2.3 des Feststellelements 4000.2 steht ein Vorsprung 4000.2.5
ab, der das manuelle Notbetätigungselement 5.1 bildet. Das manuelle Notbetätigungselement
5.1 umfasst beispielsweise eine Halterung 5.1.1 für einen Bowdenzug oder einen Griff
oder eine andere manuelle Betätigungseinheit. Durch Betätigung des Bowdenzugs oder
Griffs wird das Notbetätigungselement 5.1 betätigt, insbesondere um eine Drehachse
D des Feststellelements 4000.2 geschwenkt. Die Notbetätigung 5 ist dabei derart ausgebildet
und angeordnet, dass bei Bewegung, insbesondere Schwenkung, des Notbetätigungselements
5.1 in Richtung weg vom Abtriebselement 2.2 die Notsperre 5.2 sperrt.
[0075] Hierzu umfasst die Notsperre 5.2 korrespondierende, insbesondere lösbare Sperrelemente
5.2.1, 5.2.2, welche bei Notentriegelung des Abtriebselements 2.2 in einen lösbaren
Sperreingriff gelangen. Eines der Sperrelemente 5.2.1 ist am Feststellschneckenelement
4000.4 angeordnet oder ausgebildet. Das andere Sperrelement 5.2.2 ist am Feststellelement
4000.2 angeordnet oder ausgebildet.
[0076] Beispielsweise ist das eine Sperrelement 5.2.1 am Feststellschneckenelement 4000.4
als zumindest ein abstehender Sperrstift oder -bolzen ausgebildet. Dabei kann das
Feststellschneckenelement 4000.4 beispielsweise zwei oder mehr, insbesondere symmetrisch
verteilte, abstehende Sperrstifte oder -bolzen aufweisen.
[0077] Das andere Sperrelement 5.2.2 des Feststellelements 4000.2 ist als eine Sperraufnahme
5.2.3, insbesondere eine Sperrnut, oder ein Sperranschlag ausgebildet. Das Feststellelement
4000.2 umfasst beispielsweise an seinem freien Ende 4000.2.3 als Sperrelement 5.2.2
mindestens eine U-förmige Sperraufnahme 5.2.3, in welcher das korrespondierende Sperrelement
5.2.1 des Feststellschnecken-elements 4000.4 beweglich angeordnet ist.
[0078] Bei der Betätigung, insbesondere einer Schwenkung, des Notbetätigungselements 5.1
in Richtung weg vom Abtriebselement 2.2 wird das Feststellelement 4000.2 mittels des
in der Sperraufnahme 5.2.3 geführten Sperrelements 5.2.1 geführt. Dabei weist die
Sperraufnahme 5.2.3 Sperrvorsprünge 5.2.4 auf, über welche das Sperrelement 5.2.1
geführt wird bis eine Notbetätigungsstellung N1 des Feststellelements 4000.2 erreicht
ist und die Notsperre 5.2 in dieser Notbetätigungsstellung N1 arretiert, dargestellt
in
Figur 6B. Hierdurch ist sichergestellt, dass das Feststellelement 4000.2 gegen ein Zurückbewegen,
beispielsweise mittels des Rückstellelements 6, in die Eingriffsposition E1 gesperrt
ist.
[0079] Im Ausführungsbeispiel umfasst das Feststellelement 4000.2 an seinem freien Ende
4000.2.3 zwei Sperrelemente 5.2.2 in Form von Sperraufnahmen 5.2.3 für die korrespondierenden
zwei Sperrelemente 5.2.1 des Feststellschneckenelements 4000.4.
[0080] Figuren 6A bis 6C zeigen den Ablauf der Notentriegelung 5 zur manuellen Betätigung der Tür 3 im Detail.
[0081] Figur 6A zeigt das Notbetätigungselement 5.1 in seiner Ruhestellung N0 (auch Ausgangs- oder
nichtbetätigte Stellung oder Nullposition genannt), in welcher die Notsperre 5.2 nicht
aktiviert ist und nicht sperrt.
[0082] Das vom Feststellschneckenelement 4000.4 abstehende Sperrelement 5.2.1 ist frei beweglich
in der Sperraufnahme 5.2.3 angeordnet.
[0083] Das freie Abtriebsende 2.2.1 liegt an dem Feststellelement 4000.2 und ist nicht gesperrt.
Bei der nächsten Türbetätigung fällt das freie Abtriebsende 2.2.1 in das Feststellelement
4000.2 gemäß des oben beschriebenen Freilaufes FL.
[0084] Figur 6B zeigt das Notbetätigungselement 5.1 in seiner Notbetätigungsstellung N1 (auch Betriebs-
oder betätigte Stellung genannt), in welcher die Notsperre 5.2 das Feststellelement
4000.2 gegen ein Zurückfallen in die Eingriffsposition E1 sperrt.
[0085] In der Notbetätigungsstellung N1 ist das Notbetätigungselement 5.1 gemäß Pfeil F3
weg vom Abtriebselement 2.2 in eine solche Stellung bewegt, dass das Sperrelement
5.2.1 über den Sperrvorsprung 5.2.4 bewegt ist und somit die Notsperre 5.2 arretiert.
Dabei ist die Sperrkraft der Notsperre 5.2 größer als die Rückstellkraft des Rückstellelements
6 ausgelegt.
[0086] In der Notbetätigungsstellung N1 ist das Feststellelement 4000.2 außer Eingriff vom
Abtriebselement 2.2. Dabei kann die Notbetätigungsstellung N1 der Außereingriffsposition
E2 des Feststellelements 4000.2 entsprechen oder darüber hinausgehen.
[0087] Figur 6C zeigt die Entsperrung der Notsperre 5.2, um die Tür 3 wieder motorisch zu bewegen
und motorisch in jeder beliebigen Öffnungsposition Pn zu halten.
[0088] Zur Entsperrung der Notsperre 5.2 wird der Feststellmotor 4.1 aktiviert, so dass
das Feststellschneckenelement 4000.4 gemäß Pfeil F4 ausfährt bis das oder die an diesem
Feststellschneckenelement 4000.4 befestigten Sperrelemente 5.2.1 aus der Notsperre
5.2 heraus in die Sperraufnahme 5.2.3 zurückbewegt werden.
[0089] Beim Wiederein- oder Zurückfahren des Festschneckenelements 4000.4 gemäß Pfeil F5
kann dann je Aktivierung des Feststellmotors 4.1 das Feststellelement 4000.2 wieder
in die Eingriffsposition E1 mit dem Abtriebselement 2.2 oder in die Außereingriffsposition
E2 gestellt werden.
[0090] Figur 6C zeigt die Außereingriffsposition E2. Das Feststellschneckenelement 4000.4 ist in
einer elektrisch betätigten Position (= ausgefahrenen Position). Das freie Abtriebsende
2.2.1 liegt vor dem Feststellelement 4000.2. Die Tür 3 kann beliebig betätigt werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0091]
- 1
- Antriebsvorrichtung
- 2
- Verstellmechanismus
- 2.1
- Antriebsmotor
- 2.2
- Abtriebselement
- 2.2.1
- freies Abtriebsende
- 2.2.2
- Motorwelle
- 2.2.3
- Schnecke
- 2.2.4
- Sperraufnahme
- 2.3
- Schneckenrad
- 2.4
- Stellmittel
- 3
- Tür
- 4, 40, 400, 4000
- Feststellmechanismus
- 4.1
- Feststellmotor
- 4.2, 40.2, 400.2, 4000.2
- Feststellelement
- 4.2.1
- Federblech
- 4.2.2, 400.2.2, 4000.2.2
- Feststellöffnung
- 4.2.3, 400.2.3, 4000.2.3
- freies Ende
- 4.2.4, 400.2.4, 4000.2.4
- feststehendes Ende
- 4000.2.5
- Vorsprung
- 40.2.1
- Klinke
- 40.2.2
- Sperre
- 40.2.3
- Nocken
- 400.2.1
- Hebel
- 4000.2.1
- Sperrhebel
- 4.3
- Feststellabtriebswelle
- 4.4, 40.4, 4000.4
- Feststellschneckenelement
- 40.4.1
- schiefe Gleitfläche
- 4000.5
- Aufnahme
- 5
- Notentriegelung
- 5.1
- Notbetätigungselement
- 5.1.1
- Halterung
- 5.2
- Notsperre
- 5.2.1, 5.2.2
- Sperrelement
- 5.2.3
- Sperraufnahme
- 5.2.4
- Sperrvorsprung
- 6
- Rückstellelement
- D
- Drehachse
- E1
- Eingriffsposition
- E2
- Außereingriffsposition
- FL
- Freilauf
- N0
- Ruhestellung
- N1
- Notbetätigungsstellung
- F1
- Pfeil (Bewegungsrichtung für axiale Eingriffsposition)
- F2
- Pfeil (Bewegungsrichtung für radiale Eingriffsposition)
- F3 bis F5
- Pfeil
- P1
- geschlossene Position
- P2
- geöffnete Position
- Pn
- Öffnungsposition (teilgeöffnete Position)
1. Antriebsvorrichtung (1) für eine Tür (3), insbesondere eine Schiebetür eines Fahrzeugs,
umfassend zumindest:
- einen Antriebsmotor (2.1) mit einem um eine Drehachse (D) drehbaren Abtriebselement
(2.2) zur Verstellung der Tür (3) zwischen einer geschlossenen Position (P1) und einer
geöffneten Position (P2), und
- einen Feststellmechanismus (4, 40, 400, 4000) zum Feststellen des Abtriebselements
(2.2),
wobei der Feststellmechanismus (4, 40, 400, 4000) einen Feststellmotor (4.1) mit einem
bewegbaren Feststellelement (4.2, 40.2, 400.2, 4000.2) umfasst, welches mittels des
Feststellmotors (4.1) verstellbar ist zwischen einer Eingriffsposition (E1), in welcher
das Feststellelement (4.2, 40.2, 400.2, 4000.2) in Eingriff mit dem Abtriebselement
(2.2) gelangt, und einer Außereingriffsposition (E2), in welcher das Feststellelement
(4.2, 40.2, 400.2, 4000.2) außer Eingriff mit dem Abtriebselement (2.2) steht, wobei
in der Eingriffsposition (E1) ein Abtriebsende (2.2.1) des Abtriebselements (2.2)
in eine Feststellöffnung (4.2.2, 400.2.2, 4000.2.2) des Feststellelements (4.2, 40.2,
400.2, 4000.2) eingreift und in der Außereingriffsposition (E2) das Abtriebsende (2.2.1)
außer Eingriff von der Feststellöffnung (4.2.2, 400.2.2, 4000.2.2) ist.
2. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei das Feststellelement (4.2, 40.2, 400.2,
4000.2) eingerichtet ist, zum Feststellen des Abtriebselements (2.2) in der Eingriffsposition
(E1) in einen axialen oder radialen Eingriff mit dem Abtriebselement (2.2) zu gelangen.
3. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Feststellelement (4.2, 40.2,
400.2, 4000.2) als ein verstellbares Federblech (4.2.1), ein verstellbarer Hebel (400.2.1),
ein verstellbarer Sperrhebel (4000.2.1), ein verstellbares Reibelement oder eine verstellbare
Klinke (40.2.1) ausgebildet ist.
4. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei das Federblech (4.2.1) oder der Hebel
(400.2.1) oder Sperrhebel (4000.2.1) jeweils eine Feststellöffnung (4.2.2, 400.2.2,
4000.2.2) aufweist, welche korrespondierend zu einem freien Abtriebsende (2.2.1) des
Abtriebselements (2.2) ausgebildet ist und in welcher das freie Abtriebsende (2.2.1)
in der Eingriffsposition (E1) axial eingreift.
5. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei die Klinke (40.2.1) als eine Sperrklinke
mit einer Sperre (40.2.2) ausgebildet ist, welche in der Eingriffsposition (E1) in
ein freies Abtriebsende (2.2.1) des Abtriebselements (2.2) radial sperrend eingreift.
6. Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Feststellmotor
(4.1) eine Feststellabtriebswelle (4.3) umfasst, die als eine drehbare Gewindespindel
ausgebildet ist und auf welcher ein linear verschiebliches Feststellschneckenelement
(4.4, 40.4, 4000.4) beweglich gelagert ist, das mit dem Feststellelement (4.2, 40.2,
400.2, 4000.2) gekoppelt ist.
7. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 5, wobei die Klinke (40.2.1) einen Nocken (40.2.3)
aufweist, der mit einer schiefen Gleitfläche (40.4.1) des linear verschieblichen Feststellschneckenelements
(40.4) zusammenwirkt.
8. Antriebsvorrichtung (1) nach Anspruch 5, wobei der Sperrhebel (4000.2.1) lösbar an
dem Feststellschneckenelement (4000.4) gelagert ist.
9. Tür (3) mit einer Antriebsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
zur Verstellung der Tür (3) zwischen einer geschlossenen Position (P1) und einer geöffneten
Position (P2).
10. Tür (3) nach Anspruch 9, wobei ein Stellmittel (2.4) vorgesehen ist, welches mittels
des Antriebsmotors (2.1) verstellbar ist, um die mit dem Stellmittel (2.4) gekoppelte
Tür (3) zu verstellen, wobei der Feststellmechanismus (4, 40, 400, 4000) ausgebildet
ist, die sich bewegende Tür (3) an einer beliebigen Öffnungsposition (Pn) zwischen
der geschlossenen Position (P1) und der geöffneten Position (P2) oder einer ihrer
Endpositionen zu stoppen und zu halten.