[0001] Die Erfindung betrifft einen Bohrkopf für eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung
und ein Verwenden eines Bohrkopfs für eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung.
[0002] Zur Einbringung von Erdbohrungen ins Erdreich sind Erdbohrvorrichtungen bekannt,
die beispielsweise als Rammbohrgerät bzw. Rammbohrvorrichtung ausgestaltet sein können.
[0003] DE 25 58 842 A1 offenbart ein Rammbohrgerät mit einem Verdrängungskonus, an dessen Außenumfang messerartige
Schneiden ausgestaltet sind, die feste Hindernisse, wie Steine, sehr schnell zertrümmern.
Die messerartigen Schneiden können stufenförmig versetzt hintereinander angeordnet
sein. Es wird ein Rammbohrgerät beschrieben, das ein rohrförmiges Gehäuse und eine
darin axial verschiebbar gelagerte Schlagspitze aufweist. Die Schlagspitze weist in
ihrem außerhalb des Gehäuses liegenden Bereich einen sich nach vorne verjüngenden
Verdrängungskonus auf, der mit einer zentrischen Lagerbohrung auf einem konischen
Zwischenstück der Schlagspitze sitzt. Die Schlagspitze, die beispielsweise als Hohlmeißel
ausgebildet sein kann, wird bei einer Beaufschlagung von hinten zusammen mit dem Verdrängungskonus
nach vorne gestoßen. Während der meißelartige Teil der Schlagspitze der Zertrümmerung
von Steinen dient, ist die Aufgabe des Verdrängungskonus das seitliche Ableiten der
Erde und die Bildung eines Hohlraums mit verdichteter Seitenwand, sodass sich während
der Fortbewegung des Rammbohrgeräts ein fester Kanal ausformt. Der Verdrängungskonus
kann im Wesentlichen als Stufenkopf oder Stufenbohrkopf bezeichnet werden, wie dieser
auch aus
DE 101 12 985 A1 bekannt ist.
[0004] DE 10 2004 032 551 A1 offenbart einen Bohrkopf zum Erzeugen oder Aufweiten eines Bohrlochs mittels einer
schlagend vorgetriebenen Vorrichtung. Es wird ein Bohrkopf mit zwei Bohrkopfabschnitten
beschrieben. Der erste Bohrkopfabschnitt weist Abführkanäle auf und kann zur Lockerung
des Erdreichs bzw. zum Zertrümmern von Hindernissen dienen. Der zweite Bohrkopfabschnitt
weist konische Abschnitte auf der Mantelfläche auf und kann für die radiale Verdichtung
des gelockerten Erdreichs sorgen. Der erste Bohrkopfabschnitt kann im Wesentlichen
als Kronenkopf oder Kronenbohrkopf bezeichnet werden, der quer zur Längserstreckung
des Bohrkopfs verlaufende Schneiden aufweist, zwischen denen Abführkanäle zum Durchleiten
des Bohrkleins bzw. der Fragmente der Hindernisse, die zertrümmert wurden, vorhanden
sind.
[0005] Obwohl die bekannten Erdbohrvorrichtungen gute Ergebnisse beim Einbringen von Erdbohrungen
zeigen, ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen verbesserten Bohrkopf für eine Erdbohrvorrichtung
oder ein verbessertes Verwenden eines Bohrkopfs für eine Erdbohrvorrichtung zu schaffen,
bei dem eine Verbesserung in der Leistung zur Erstellung einer Erdbohrung und/oder
eine Verbesserung der Standzeit des Bohrkopfs erreichbar ist.
[0006] Die Aufgabe wird gemäß dem Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche und der Beschreibung.
[0007] Kerngedanke der Erfindung ist eine Kombination vorzusehen, bei der ein Bohrkopfabschnitt
als Kronenkopf und ein Bohrkopfabschnitt als Stufenkopf ausgestaltet sind. Trotz der
zuvor lediglich als unvereinbare Alternativen vorgesehenen Ausgestaltungen, gemäß
derer eine entweder als Kronenkopf oder als Stufenkopf ausgebildete Ausgestaltung
vorgesehen war, wurde erkannt, dass sich das Bohrklein, beispielsweise in Form von
Steinen oder (verklumptem) Erdreich usw., mittels der Stufen des Stufenkopfes nach
außen in die Bohrkanalwand drehen bzw. eingepresst werden kann. Es wurde erstmals
erkannt, dass ein "Hebeln" der festen Teile in die Bohrkanalwandung erfolgen kann.
Der als Kronenkopf ausgestaltete Bohrkopfabschnitt kann vorhandene Hindernisse, beispielsweise
Steine, zerstören und danach können die Fragmente der Hindernisse mittels des als
Stufenkopf ausgestalteten Bohrkopfabschnittes mittels der Stufen nach außen in die
Bohrkanalwand gehebelt werden. Gemäß einem Kerngedanken der Erfindung kann zunächst
der als Kronenkopf ausgestaltete Bohrkopfabschnitt das Erdreich durchschneiden. Hindernisse
in Form von Gestein, welche größer als die Durchlässe/Abführkanäle im Kronenkopf sind,
können zertrümmert werden. Hierdurch kann erreicht werden, dass nur entsprechend kleine
Hindernisse ins Erdreich eingedreht bzw. eingehebelt werden müssen, sodass die Reaktionskräfte,
die zum Ablenken des Bohrkopfs führen könnten, gering bleiben. Da das Eindrehen der
Hindernisse hinter dem als Kronenkopf ausgestalteten Bohrkopfabschnitt erfolgen kann,
kann der vorauseilende als Kronenkopf ausgestaltete Bohrkopfabschnitt auch als Führung
dienen und so die Richtungsstabilität des Bohrkopfs verbessern.
[0008] Es wird ein Bohrkopf für eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung mit einem
ersten und einem zweiten Bohrkopfabschnitt geschaffen. Der erste Bohrkopfabschnitt
weist Abführkanäle auf und der zweite Bohrkopfabschnitt weist einen in Längsrichtung
zunehmenden Querschnitt auf. Der zweite Bohrkopfabschnitt weist mehrere stufenförmig
ausgestaltete Bereiche auf.
[0009] Durch die Lehre der Erfindung wird ein Mehrwert für den Anwender des Bohrkopfs bzw.
einer den Bohrkopf aufweisenden Erdbohrvorrichtung erhalten, indem die Mantelreibung
am Gehäuse des Bohrkopfs, der den beiden Bohrkopfabschnitten folgt, verringert werden
kann. Hierdurch können die mit einer sonst erhöhten Mantelreibung negativen Einflüsse
auf die Leistung bzw. den Vortrieb der Erdbohrvorrichtung verringert werden. Ebenso
kann der Verschleiß des den beiden Bohrkopfabschnitten folgenden Gehäuses reduziert
werden. Der als Kronenkopf ausgestaltete Bohrkopfabschnitt kann die Zerstörungsarbeit
von längs der zu erstellenden Erdbohrung vorliegenden Hindernissen übernehmen, und
die Stufen des als Stufenkopf ausgestalteten Bohrkopfabschnittes fördern die Fragmente
der Hindernisse in die Bohrkanalwand nach außen und können sie dabei insbesondere
in die Bohrkanalwand einhebeln, indem ein Fragment, das von einer Stufe erfasst wird,
in die Bohrkanalwand eingehebelt bzw. eingedreht wird. So wird auf einfachste Weise
eine Verringerung der Mantelreibung am nachfolgenden Gehäuse und/oder eine Verringerung
des Verschleißes am nachfolgenden Gehäuse erreicht.
[0010] Im Sinne der Beschreibung umfasst der Begriff "Erdbohrvorrichtung" jedwede Vorrichtung,
welche insbesondere einen Gestängeschüsse aufweisenden Bohrstrang in einem bestehenden
oder zu erstellenden Kanal im Erdreich bewegt, um eine Bohrung, insbesondere eine
Horizontalbohrung (HD), zu erstellen oder aufzuweiten oder Rohrleitungen oder andere
lange Körper in das Erdreich einzuziehen. Bei der Erdbohrvorrichtung kann es sich
insbesondere um eine HD-Vorrichtung handeln. Eine Erdbohrvorrichtung kann somit eine
einen Bohrstrang antreibende Vorrichtung sein, die erdreichverdrängend arbeitet, und
den Bohrstrang translatorisch und/oder rotatorisch in längsaxialer Richtung des Bohrstranges
in das Erdreich eindringt. Eine Bohrung kann durch eine Vorwärts- und/oder Rückwärtsbewegung
des Bohrstrangs im Erdreich eingebracht oder aufgeweitet werden. Die umfängliche Begrenzung
des Kanals bzw. der Erdbohrung wird meist als Bohrkanalwand bezeichnet. Der Bohrstrang
kann den Bohrkopf und damit verbundene Abschnitte umfassen, die mit dem Bohrkopf zusammen
im Erdreich bewegt werden.
[0011] Der Begriff "HD" (horizontal drilling, Horizontalbohrung) im Sinne der vorliegenden
Beschreibung umfasst insbesondere eine(n) zumindest teilweise(n) horizontal angeordnete(n)
Bohrung bzw. Kanal- oder Rohrleitung.
[0012] Der Begriff "Erdreich" im Sinne der vorliegenden Beschreibung umfasst insbesondere
jede Art von Material, insbesondere Erde, Sand, Fels, Gestein und Mischformen hiervon,
in das bestehende oder zu erstellende, vorzugsweise zumindest abschnittsweise horizontale
Kanäle bzw. Bohrungen, insbesondere Erdkanäle einschließlich Erdbohrungen, Felsbohrungen
oder Erdleitungen sowie unterirdische oder oberirdische Rohrleitungen und Wasserkanäle,
die sich durch Einsatz einer entsprechenden Vorrichtung zum Bohren im Erdreich herstellen
oder einziehen lassen, eingebracht werden können.
[0013] Eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung kann als Rammbohrvorrichtung ausgestaltet
sein. Der Begriff "Rammbohrvorrichtung" oder "Erdrakete", der im Wesentlichen synonym
zum Begriff Rammbohrvorrichtung verwendet wird, umfasst im Sinne der Beschreibung
ein selbstgetriebenes Schlaggerät, welches Erdreich verdrängend arbeitet, und eine
Bohrung, eine Leitung und/oder ein Rohr schlagend in das Erdreich einbringen kann.
Dabei umfasst der Begriff "Rammbohrvorrichtung" Erdverdrängungsvorrichtungen, bei
denen eine Bohrkopfspitze längsbeweglich in einem Gehäuse angeordnet sein kann. Alternativ
kann eine Bohrkopfspitze starr in dem Gehäuse angeordnet sein. Bei der Bohrkopfspitze
kann es sich insbesondere um einen Meißel handeln. Eine Rammbohrvorrichtung kann sowohl
eine Ein-Takt-Vorrichtung als auch eine mit mehreren Takten arbeitende Vorrichtung,
insbesondere eine Zwei-Takt-Vorrichtung, sein. Bei einer Ein-Takt-Vorrichtung trifft
der Schlagkolben auf die Bohrkopfspitze und im gleichen Moment auf das Gehäuse. Bei
einer mehrtaktigen Vorrichtung, insbesondere einer Zwei-Takt-Vorrichtung, bei der
insbesondere die Bohrkopfspitze längsbeweglich in dem Gehäuse angeordnet sein kann,
schlägt zunächst der Schlagkolben auf die Bohrkopfspitze, die im ersten Takt vorauseilt.
Das Gehäuse wird in einem folgenden Takt, insbesondere im zweiten Takt, vom Schlagkolben
beaufschlagt. Spitzenwiderstand und Mantelreibung werden bei einer mehrtaktigen Vorrichtung
getrennt und abwechselnd leichter überwunden. Bei einer mehrtaktigen Vorrichtung,
insbesondere einer Zwei-Takt-Vorrichtung, kann eine bessere Energieumsetzung erfolgen,
die insbesondere die Zertrümmerung von Hindernissen in Folge der Konzentration des
Schlagimpulses auf die Bohrkopfspitze erleichtert. In Folge der entsprechend dem Hubweg
der Bohrkopfspitze vorauseilenden Bodenverdrängung bleibt das Gehäuse in ruhiger Lage
und gewährleistet dadurch eine relativ gute Laufstabilität.
[0014] Der Begriff "Bohrkopf" im Sinne der Beschreibung ist ein endseitig angeordneter Abschnitt,
Einheit bzw. Element, welcher bzw. welche(s) ein nach außen gerichtetes bzw. exponiertes
Ende aufweist, welches beim Bohren in Kontakt mit dem Erdreich gelangt. Der Bohrkopf
bildet den vorderen Bereich des Bohrstranges, der zum Eindringen der Erdbohrung in
das Erdreich als erstes in Kontakt mit dem zu verdrängenden Erdreich gelangt, sofern
der Bohrstrang sich in Vorwärtsrichtung bewegt. Das nach außen gerichtete Ende des
Bohrkopfs kann eine Schlagspitze bzw. Bohrkopfspitze, insbesondere in Form eines Meißels,
aufweisen. Die Schlagspitze kann eine Stufengeometrie aufweisen und bevorzugt eine
Schneidkante besitzen.
[0015] Der Begriff "Bohrkopfabschnitt" im Sinne der Beschreibung umfasst einen Abschnitt
des Bohrkopfs, der sich in einer Richtung längs der Längsachse des Bohrkopfs erstreckt.
Ein Bohrkopfabschnitt im Sinne der Beschreibung zeichnet sich durch seine Funktionalität
bei der Erstellung der Erdbohrung aus, wobei im Wesentlichen zwei Bohrkopfabschnitte
unterschieden werden können. Die mehreren Bohrkopfabschnitte sind insbesondere bezogen
auf die Längsachse des Bohrkopfs hintereinander angeordnet. Einer der Bohrkopfabschnitte
kann insbesondere als Kronenkopfabschnitt und einer der Bohrkopfabschnitte als Stufenkopfabschnitt
ausgestaltet sein. In einer bevorzugten Ausführungsform sind genau zwei Bohrkopfabschnitte
vorgesehen, von denen einer ein Stufenkopfabschnitt und der andere ein Kronenkopfabschnitt
ist. Insbesondere ist der Kronenkopfabschnitt in Vortriebsrichtung bzw. Vorwärtsrichtung
der Erdbohrvorrichtung vor dem Stufenkopfabschnitt angeordnet.
[0016] Im Sinne der Beschreibung umfasst der Begriff "Abführkanal" einen zwischen zwei Vorsprüngen
angeordneten Zwischenraum, der die Abfuhr von Bohrklein bzw. durchörtertem Erdreich
im Wesentlichen längs der Längsachse des Bohrkopfs ermöglicht. Das Bohrklein kann
mittels eines Abführkanals am Bohrkopf entlang abgeleitet werden. Es kann eine Relativbewegung
zwischen Erdreich und Bohrkopf durch den Abführkanal erfolgen.
[0017] Unter dem Begriff "längs" der Längsachse des Bohrkopfs ist insbesondere eine Richtung
zu verstehen, die mit der Längsachse des Bohrkopfs einen Winkel von < 90°, bevorzugt
zwischen 0° und 45°, weiter bevorzugt zwischen 0° bis 30°, einschließt.
[0018] Die Vorsprünge können sich in einer Richtung längs der Längsachse des Bohrkopfs erstrecken,
wobei die Vorsprünge einen Abschnitt aufweisen, der sich in einem Winkel von < 90°
zur Längsachse, bevorzugt in einem Winkel von 0° bis 45°, weiter bevorzugt 0° bis
30° zur Längsachse des Bohrkopfs erstreckt. Die Vorsprünge können einen Abschnitt
aufweisen, der sich im Wesentlichen quer zur Längsachse erstreckt, wobei die Vorsprünge
sich mit diesem Abschnitt radial von der Längsachse erstrecken können. Damit können
sich die Vorsprünge und die zwischen den Vorsprüngen angeordneten Zwischenräume bzw.
Abführkanäle bezogen auf einen Querschnitt durch die Längsachse zum einen radial von
der Längsachse weg erstrecken, insbesondere in Form einer Stirnfläche, und zum anderen
längs der Längsachse verlaufen. Der Vorsprung kann sich längs der Längsachse in seiner
Form verändern. Der Abführkanal zwischen zwei Vorsprüngen kann eine gleichbleibende
oder variierende Form besitzen. Insbesondere kann der Grund des Abführkanals in Längsrichtung
des Bohrkopfs betrachtet eine Neigung aufweisen. Im Querschnitt betrachtet kann der
Grund des Abführkanals zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen gerundet ausgestaltet
sein.
[0019] Im Sinne der Beschreibung umfasst der Begriff "stufenförmiger Bereich" einen Bohrkopfabschnitt,
der hinsichtlich seines Umfangs variiert. Bei einem stufenförmig ausgestalteten Bereich
liegen mindestens zwei Bereiche vor, die ausgehend von der Bohrkopfspitze einen derartigen
unterschiedlichen Durchmesser aufweisen, dass der der Spitze benachbarte Durchmesser
geringer ist, als der Durchmesser beabstandet von der Bohrkopfspitze. Mit den unterschiedlichen
Umfängen können somit mindestens zwei Plateaus vorliegen, die im Wesentlichen parallel
zur Längsachse verlaufen können, wobei Neigungen zur Längsachse im Bereich von 0°
bis 40°, bevorzugt 0° bis 30°, bevorzugt 0° bis 20°, weiter bevorzugt 0° bis 10° möglich
sind. Zwischen den Plateaus ist eine quer zur Längsachse verlaufende Fläche, die eine
Stufenhöhe definieren kann, vorgesehen, die mit der Längsachse einen Winkel von 10°
bis 90°, bevorzugt 20° bis 90°, bevorzugt 30° bis 90°, bevorzugt 40° bis 90°, bevorzugt
50° bis 90°, bevorzugt 60° bis 90°, bevorzugt 70° bis 90°, bevorzugt 80° bis 90°,
aufweist. Die mindestens zwei in Umfangsrichtung sich erstreckenden Abschnitte, insbesondere
in Form von Plateaus, bilden einen Bereich mit einer sich längs der Längsachse und
in Umfangsrichtung erstreckende Fläche, welche analog zu einer Treppenstufe als Auftritt
angesehen werden kann. Zwischen den Flächen erstreckt sich ein als Steigung bezeichneter
Abschnitt, der quer zur Längsachse des Bohrkopfs in Umfangsrichtung verläuft. Der
quer zur Längsachse des Bohrkopfs sich in Umfangsrichtung erstreckende Abschnitt ergibt
im Wesentlichen eine Stufenhöhe.
[0020] Es ist beschrieben, dass die Stufen des Stufenkopfs vollumfänglich um die Längsachse
des Bohrkopfs ausgebildet sein können, so dass durch einen Abführkanal geführtes Bohrklein
bzw. Trümmer, die auf die Stufe bzw. Stufen eines hinter einem Kronenkopfabschnitt
angeordneten Stufenabschnitts kommen, in die Wand des Bohrlochkanals eingedreht bzw.
eingehebelt werden können. Insbesondere kann der Stufenkopfabschnitt eine Stufe aufweisen,
die vollumfänglich um die Längsachse ausgebildet sein kann. Durch eine komplette Ausbildung
der Stufen um den gesamten Umfang kann jedes Bohrklein bzw. jeder Trümmer von dem
Stufenkopfabschnitt erfasst werden. In einer Ausführungsform ist es gerade derart
vorgesehen, dass hinter einem Abführkanal des Kronenkopfabschnitts ein in Längsrichtung
betrachtet angeordneter Stufenkopfabschnitt vorhanden ist. Es kann hinter dem Abführkanal
ein Auslenken des Bohrkleins in die Wandung des Bohrkanals gerichtet erfolgen. Das
durch den Kronenkopfabschnitt zerkleinerte Material kann in den Abführkanal gelenkt
auf die Stufe des Stufenkopfabschnitts treffen und in die Wandung des Bohrkanals eingedrückt
werden. Für die geometrische Ausgestaltung des Bohrkopfs kann dies bedeuten, dass
ein Stufenkopfabschnitt mit seiner Stufe hinter einem Abführkanal (entsprechend dem
Winkelabschnitt des Abführkanals) angeordnet sein kann; durch den Abführkanal abgeleitetes
Bohrklein kann von dem Stufenkopfabschnitt erfasst werden.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die stufenförmigen Bereiche in Umfangsrichtung
und/oder radialer Richtung schneidenlos ausgestaltet. Hierdurch kann erreicht werden,
dass die Fragmente bzw. zertrümmerten Hindernisse im Wesentlichen im stufenförmig
ausgestalteten Bohrkopfabschnitt nicht weiter zerkleinert bzw. zertrümmert werden,
sondern in die Bohrlochinnenwand bzw. Bohrkanalwand eingedreht werden. Hierdurch kann
eine im Wesentlichen klare Trennung zwischen der Zertrümmerungsarbeit des vorderen
Bohrkopfabschnitts und der Verdrängungsarbeit des folgenden Bohrkopfabschnitts erfolgen.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei stufenförmige Bereiche im zweiten
Bohrkopfabschnitt vorhanden. Es hat sich dabei überraschend herausgestellt, dass eine
zu geringe Stufenhöhe, d.h. der radial sich erstreckende Abstand der beiden Plateaus
der beiden Stufen, dazu führt, dass sich Bohrklein an dem Bereich, der die beiden
Stufen verbindet (Stufenhöhe), d.h. dem Bereich, der sich radial erstreckt, sammelt
und die Stufen "zugesetzt" werden, wodurch ein richtungslabiler, kegelförmiger Kopf
gebildet werden könnte. Bei einer zu geringen Stufenhöhe, die beispielsweise für einen
Hebel besonders sinnvoll wäre, genügen schon kleine Gesteinseinschlüsse, um den Bohrkopf
aus der gewünschten Richtung abzulenken. Schon allein vor dem Hintergrund, dass eine
Verringerung der Stufenzahl, die zu einer Erhöhung der Stufenhöhe führt, dem ursprünglichen
Ansatz widerspricht, das Bohrklein in die Bohrkanalwand einzudrehen, kann die Anzahl
der Stufen einen wesentlichen - wenn nicht sogar eigenständig erfindungsbegründenden
- Aspekt der Erfindung darstellen. Alternativ ist es möglich, dass der zweite Bohrkopfabschnitt
mehr als zwei stufenförmige Bereiche aufweist. Sofern mehr als zwei stufenförmige
Bereiche vorhanden sind, so sind drei oder vier stufenförmige Bereiche bevorzugt.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die stufenförmigen Bereiche im Wesentlichen
gleiche Stufenhöhen auf, wodurch ein besonders einfach konstruierter zweiter Bohrkopfabschnitt
möglich ist. Ferner kann über die gleiche Stufenhöhe eine Verteilung derart erfolgen,
dass keine der beiden möglichen Stufenhöhen zu klein gewählt ist.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform weist/weisen mindestens einer - bevorzugt mehrere,
insbesondere bevorzugt alle - der stufenförmigen Bereiche eine Stufenhöhe auf, die
bezogen auf den Durchmesser des Gehäuses der Erdbohrvorrichtung, insbesondere das
Gehäuse einer Rammbohrvorrichtung, mindestens 4% des Durchmessers des Gehäuses, bevorzugt
mindestens 5%, weiter bevorzugt mindestens 6%, weiter bevorzugt mindestens 7%, weiter
bevorzugt mindestens 8%, weiter bevorzugt mindestens 9%, weiter bevorzugt mindestens
10%, weiter bevorzugt mindestens 11%, weiter bevorzugt mindestens 12%, weiter bevorzugt
mindestens 13%, weiter bevorzugt mindestens 14%, weiter bevorzugt mindestens 15% beträgt.
Hierdurch wird der Überlegung Rechnung getragen werden, eine zu kleine Stufenhöhe
zu vermeiden, die sich mit Bohrklein zusetzen kann und dann zu einem richtungslabilen
Bohrkopfabschnitt führt.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform weist/weisen mindestens einer - bevorzugt mehrere,
insbesondere bevorzugt alle - der stufenförmigen Bereiche eine Stufenlänge bzw. Plateaulänge
oder Auftritt auf, die bzw. der bezogen auf den Durchmesser des Gehäuses der Erdbohrvorrichtung,
insbesondere das Gehäuse einer Rammbohrvorrichtung, mindestens 5% des Durchmessers
des Gehäuses, bevorzugt mindestens 7%, weiter bevorzugt mindestens 10%, weiter bevorzugt
mindestens 12%, weiter bevorzugt mindestens 15%, weiter bevorzugt mindestens 17%,
weiter bevorzugt mindestens 20%, weiter bevorzugt mindestens 25% beträgt, sodass eine
Trennung der stufenförmigen Bereiche erfolgen kann, die auch bei Anlagerungen bzw.
Verschmutzungen nicht zu einer Aufhebung bzw. Verbindung der stufenförmigen Bereiche
führt. Eine entsprechende Stufenlänge kann ein Eindrehen einzelner Fragmente, welches
bevorzugt stufenweise erfolgen soll, verbessert werden, da sonst die Fragmente gleichzeitig
von mehreren stufenförmigen Bereichen erfasst werden können.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform überragt der von dem exponierten Ende des Bohrkopfs,
d.h. der Bohrkopfspitze, beabstandete, letzte stufenförmige Bereich den Durchmesser
eines folgenden Abschnitts des Bohrstrangs. Hierdurch kann erreicht werden, dass mittels
des stufenförmigen Bereichs, der am weitesten von der Bohrkopfspitze beabstandet ist
und damit der letzte stufenförmige Bereich in Vortriebsrichtung ist, einen Außendurchmesser
aufweist, der insbesondere den Außendurchmesser des Gehäuses der Erdbohrvorrichtung,
insbesondere das Gehäuse einer als Rammbohrvorrichtung ausgestalteten Erdbohrvorrichtung
im Bohrstrang, überragt. So kann die Mantelreibung des Gehäuses verringert und dadurch
die Vortriebsleistung der Erdbohrvorrichtung erhöht werden, was zu einem Mehrwert
für den Anwender führt. Neben einer verbesserten Vortriebsleistung wird die Wartung
für die Erdbohrvorrichtung an sich verringert und die Standzeit erhöht. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist der Durchmesser des letzten stufenförmigen Bereichs 5% größer
als der Durchmesser eines nachfolgenden Abschnitts des Bohrstrangs, insbesondere des
Gehäuses der als Rammbohrvorrichtung ausgestalteten Erdbohrvorrichtung, bevorzugt
7% größer, weiter bevorzugt 10% größer, noch weiter bevorzugt 12% größer als der Durchmesser
des Gehäuses.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform überragt mindestens einer die einen Abführkanal
begrenzenden Vorsprünge den Durchmesser des zweiten Bohrkopfabschnitts und/oder eines
folgenden Abschnitts des Bohrstranges. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Vorsprünge
als Schneiden des ersten Bohrkopfabschnitts größer im Durchmesser als der Durchmesser
des zweiten Bohrkopfabschnitts sind, was zu dem Vorteil führt, dass der mindestens
eine Vorsprung wie ein Pflug durch das Erdreich fahren und die Bohrkanalwand "einritzen"
kann, wodurch sich das Bohrklein nachfolgend einfacher in die Bohrkanalwand einbetten
kann. Durch das Durchfahren des Erdreichs über die Grenzen des eigentlichen Bohrkanals
wird die Bohrlochkanalwand zumindest in diesen Bereichen gelockert und das Bohrklein,
welches im Wesentlichen dem ganzen Volumen des Bohrkopfs entspricht, kann einfacher
in die Bohrkanalwand eingebracht werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist
der Durchmesser mit den Vorsprüngen 5% größer als der Durchmesser des zweiten Bohrkopfabschnitts,
bevorzugt 7% größer, weiter bevorzugt 10% größer, noch weiter bevorzugt 12% größer.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens vier, bevorzugt sechs, Vorsprünge
vorgesehen, die vier bzw. sechs Abführkanäle ausbilden. Hierdurch kann in der Regel
eine sehr gute Vortriebsleistung erreicht werden, bei der mögliche Gesteinsbrocken
bzw. Hindernisse ausreichend klein zertrümmert werden können. Dabei bieten sich vier
Vorsprünge vorteilhafterweise dann an, wenn eine geringere Stirnfläche und seitlich
weniger Reibungsflächen den Vortrieb bei sonst gleicher Schlagleistung begünstigen
können, was beispielsweise bei einem lockeren Boden (beispielsweise Sand oder Lehm)
der Fall ist. Bei einem härteren Boden können sechs Vorsprünge bei vergrößerter Stirnfläche
und seitlich mehr Reibungsfläche bevorzugt verwendet werden.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stufenhöhe ("Steigung") kleiner als
ein Drittel der Breite eines Abführkanals. Hierdurch kann ein geeignetes Maß eingestellt
werden, bei dem auf die Größe der Fragmente bzw. zertrümmerten Hindernisse die Stufenhöhe
zum Eindrehen der Fragmente bzw. zertrümmerten Hindernisse in die Bohrlochkanalwand
eingestellt sein kann. Hierdurch kann die Kante der stufenförmigen Abschnitte bzw.
die Kippkante eines Fragments derart angeordnet sein, dass die Kippkante im Wesentlichen
unterhalb des Mittelpunkts/Schwerpunkts eines Fragments liegt. Die Stufenhöhe kann
in einer bevorzugten Ausführungsform kombiniert oder alternativ zu dem genannten maximalen
Maß der Stufenhöhe eine minimale Stufenhöhe von 1/20 der Breite eines Abführkanals
betragen. Es kann vorgesehen sein, dass die Größe der Stufenhöhe bezogen auf die Breite
eines Abführkanals in einem Bereich von 1/20 bis 1/3 der Breite des Abführkanals liegt,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 1/18 bis 1/3, weiter bevorzugt in einem Bereich
von 1/16 bis 1/3, weiter bevorzugt in einem Bereich von 1/14 bis 1/3, weiter bevorzugt
in einem Bereich von 1/12 bis 1/3, weiter bevorzugt in einem Bereich von 1/10 bis
1/3, weiter bevorzugt in einem Bereich von 1/8 bis 1/3, weiter bevorzugt in einem
Bereich von 1/6 bis 1/3, weiter bevorzugt in einem Bereich von 1/5 bis 1/3, und weiter
bevorzugt in einem Bereich von 1/4 bis 1/3.
[0030] Die Erfindung schafft auch ein Verwenden eines Bohrkopfs für eine schlagend verdrängende
Erdbohrvorrichtung mit einem ersten und einem zweiten Bohrkopfabschnitt, wobei als
erster Bohrkopfabschnitt ein Bohrkopfabschnitt mit Abführkanälen verwendet wird, der
Hindernisse zerstört, und als zweiter Bohrkopfabschnitt ein Bohrkopfabschnitt verwendet
wird, der einen in Längsrichtung zunehmenden Querschnitt aufweist, wobei für den zweiten
Bohrkopfabschnitt mehrere stufenförmig ausgestaltete Bereiche verwendet werden, die
zum Rotieren und/oder Drehen von Trümmern der Hindernisse in die Bohrkanalwand verwendet
werden können.
[0031] Im Sinne der Beschreibung umfasst insbesondere die Nennung relativer Angaben bezogen
auf eine andere Größe, die prozentual oder als Bruchteil einer Bezugsgröße angegeben
wird, nicht nur den eigentlichen sich ergebenden Zahlenwert, sondern auch - um insbesondere
fertigungstechnisch bedingte Toleranzen zu berücksichtigen - einen Bereich um den
sich ergebenden konkreten Zahlenwert, sofern man die Bezugsgröße einsetzt, der +/-
15%, bevorzugt +/- 10%, vom sich ergebenden Zahlenwert sein kann.
[0032] Der Begriff "aufweisen" umfasst im Sinne der Beschreibung sowohl den dem Begriff
innewohnenden Bedeutungsinhalt, dass weitere Elemente neben den genannten Elementen
vorgesehen sein können (nicht abschließende Aufzählung), aber auch den Bedeutungsinhalt,
dass der Begriff "aufweisen" synonym für "bestehen aus" bzw. "gebildet aus" (abschließende
Aufzählung) verwendet wird.
[0033] Die vorstehenden Ausführungen stellen, ebenso wie die nachfolgende Beschreibung,
beispielhafter Ausführungsformen keinen Verzicht auf bestimmte Ausführungsformen oder
Merkmale dar.
[0034] Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand von in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0035] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- einen vorderseitigen Bereich eines Bohrkopfs in einem Längsschnitt (a) und einer Vorderansicht
(b), bei dem beispielhaft die Zertrümmerung eines Hindernisses anhand eines Trümmers
eines Hindernisses gezeigt ist;
- Fig. 2 bis 4
- den Längsschnitt (a) und die Vorderansicht (b) gemäß Fig. 1 mit dem weiteren Bewegungsablauf
des Trümmers; und
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines vorderseitig dargestellten Bohrkopfs in einem Längsschnitt
und in einer Ansicht von vorn.
[0036] Die Figur 1 zeigt in einem Längsschnitt (a) und in einer Vorderansicht (b) einen
vorderseitigen Abschnitt eines Bohrkopfs 1 für eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung.
Der Bohrkopf 1 weist ein Gehäuse 2 auf, in dem eine Bohrkopfspitze 3 in Form eines
Meißels angeordnet ist. Am vorderseitigen Bereich des Bohrkopfs 1 sind um die Bohrkopfspitze
3 ein erster und ein zweiter Bohrkopfabschnitt 4, 5 angeordnet. Die Bohrkopfabschnitte
4, 5 sind einstückig als ein Ansatz am Bohrkopf 1 ausgebildet. Der erste Bohrkopfabschnitt
4 weist Abführkanäle 6 auf. Der zweite Bohrkopfabschnitt 5 weist einen in Längsrichtung
L zunehmenden Querschnitt auf. Der zweite Bohrkopfabschnitt 5 weist zudem mehrere
stufenförmig ausgestaltete Bereiche 7, 8 auf.
[0037] Die stufenförmigen Bereiche 7, 8 sind in Umfangsrichtung und in radialer Richtung
R schneidenlos ausgestaltet. Die stufenförmigen Bereiche weisen eine Stufenhöhe H1,
H2 und eine Stufenlänge SL1 und SL2 auf.
[0038] Die Figur 1 zeigt, wie mit dem ersten Bohrkopfabschnitt 4 ein vorhandenes Hindernis
zertrümmert wird und ein Fragment des Hindernisses durch einen der Abführkanäle 6
in Längsrichtung L des Bohrkopfes 1 bei der Bewegung des Bohrkopfs 1 gelangt. Wenn
das Fragment an eine Stufe der stufenförmigen Bereiche 7, 8 gelangt, so wird das Fragment
entsprechend dem in Figur 2 dargestellten Pfeil gedreht und quasi in die Bohrkanalwand
eingedreht. Das Eindrehen bzw. Einhebeln des Fragments des Hindernisses ist in den
Figuren 2 und 3 für jede der beiden Stufen gezeigt. In Figur 4 ist angedeutet, dass
das Fragment des Hindernisses in die Bohrkanalwand eingebettet bzw. eingedreht wurde.
[0039] Die in der Figur 5 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich im Wesentlichen
von der in den Figuren 1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen dadurch, dass die die
Abführkanäle 6 begrenzenden Vorsprünge 9 des ersten Bohrkopfabschnitts 4 den Umfang
bzw. Durchmesser des zweiten Bohrkopfabschnitts 5 überragen. Zudem überragt der zweite
Bohrkopfabschnitt 5 den Umfang bzw. den Durchmesser des Gehäuses 2, wobei in einer
nicht dargestellten Ausführungsform der zweite Bohrkopfabschnitt 5 den Umfang bzw.
den Durchmesser des Gehäuses 2 nicht überragt und daher im Wesentlichen einen kleinen
oder gleichen Umfang bzw. Durchmesser aufweist, wie das Gehäuse 2.
[0040] In der Figur 5 ist der durch die Vorsprünge 9 gebildete Durchmesser D4 des ersten
Bohrkopfabschnitts 4 ungefähr 5% größer als der Durchmesser D5 des zweiten Bohrkopfabschnitts
5. Der Durchmesser D5 des zweiten Bohrkopfabschnitts 5 ist ungefähr 5% größer als
der Durchmesser D6 des Gehäuses 2.
1. Bohrkopf (1) für eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung mit einem ersten und
einem zweiten Bohrkopfabschnitt (4, 5), wobei der erste Bohrkopfabschnitt (4) Abführkanäle
(6) aufweist, und der zweite Bohrkopfabschnitt (5) einen in Längsrichtung zunehmenden
Querschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bohrkopfabschnitt (5) mehrere stufenförmig ausgestaltete Bereiche (7,
8) aufweist.
2. Bohrkopf (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die stufenförmigen Bereiche (7, 8) in Umfangsrichtung und/oder radialer Richtung
(R) schneidenlos ausgestaltet sind.
3. Bohrkopf (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei stufenförmige Bereiche (7, 8) vorhanden sind.
4. Bohrkopf (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die stufenförmigen Bereiche (7, 8) im Wesentlichen gleiche Stufenhöhe (H1, H2) aufweisen.
5. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den stufenförmigen Bereichen (7, 8) mindestens eine Stufenhöhe (H1, H2)
vorliegt, die eine Größe hat, die bezogen auf das Gehäuse einer Erdbohrvorrichtung,
insbesondere einer Rammbohrvorrichtung, mindestens 4% beträgt.
6. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der stufenförmigen Bereiche (7, 8) eine Stufenlänge (SL1, SL2) aufweist,
die eine Größe hat, die bezogen auf das Gehäuse einer Erdbohrvorrichtung, insbesondere
einer Rammbohrvorrichtung, mindestens 5% beträgt.
7. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem exponierten Ende des Bohrkopfs (1) beabstandete, letzte stufenförmige
Bereich (8) den Durchmesser eines folgenden Abschnitts des Bohrstrangs überragt.
8. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der einen Abführkanal (6) begrenzenden Vorsprünge (9) den Durchmesser
des zweiten Bohrkopfabschnitts (5) und/oder eines folgenden Abschnitts des Bohrstrangs
überragt.
9. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens vier, bevorzugt sechs, Vorsprünge (9) vorgesehen sind, die vier bzw. sechs
Abführkanäle (6) ausbilden.
10. Bohrkopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufenhöhe (H1, H2) kleiner als ein Drittel der Breite eines Abführkanals (6)
ist.
11. Verwenden eines Bohrkopfs (1) für eine schlagend verdrängende Erdbohrvorrichtung mit
einem ersten und einem zweiten Bohrkopfabschnitt (4, 5), wobei als erster Bohrkopfabschnitt
(4) ein Bohrkopfabschnitt mit Abführkanälen (6) verwendet wird, der Hindernisse zerstört,
und als zweiter Bohrkopfabschnitt (5) ein Bohrkopfabschnitt verwendet wird, der einen
in Längsrichtung (L) zunehmenden Querschnitt aufweist, wobei für den zweiten Bohrkopfabschnitt
(5) mehrere stufenförmig ausgestaltete Bereiche (7, 8) verwendet werden, die zum Rotieren
und/oder Drehen von Trümmern der Hindernisse in die Seitenwand des Bohrlochs verwendet
werden.