[0001] Die Erfindung betrifft eine Tischsäge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.Eine
solche Tischsäge ist aus dem Dokument
EP 3 424 656 A1 bekannt,
[0002] Die Tischsäge umfasst eine Stützstruktur mit einem Auflageabschnitt, der eine Auflagefläche
zur Auflage eines Werkstücks bereitstellt, sowie ein Sägeblatt, das durch eine Öffnung
des Auflageabschnitts greift, so dass sich zumindest ein Teil des Sägeblatts unterhalb
der Auflageabschnitt-Unterseite befindet. Die Tischsäge umfasst ferner eine unterhalb
der Auflageabschnitt-Unterseite befindliche Gehäuseanordnung, die den unterhalb der
Auflageabschnitt-Unterseite befindlichen Teil des Sägeblatts umgibt. Das Sägeblatt
ist zusammen mit der Gehäuseanordnung relativ zum Auflageabschnitt verschwenkbar,
um einen Winkel zwischen einer Schnittebene des Sägeblatts und der Auflagefläche einzustellen.
[0003] Die
EP 3 424 656 A1 beschreibt eine Tischkreissäge mit einer Verschlusseinrichtung, die ein an einem
Schwenklager beweglich gelagertes Verschlusselement umfasst.
[0004] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Betriebssicherheit zu erhöhen.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Tischsäge gemäß Anspruch 1. Die Tischsäge umfasst
eine Abdeckklappe, die einen bei der Verschwenkung der Gehäuseanordnung entstehenden
Spalt zwischen der Gehäuseanordnung und der Auflageabschnitt-Unterseite abdeckt, um
so zu verhindern, dass ein Benutzer der Tischsäge durch den Spalt hin zum Sägeblatt
greifen kann. Auf diese Weise kann die Betriebssicherheit der Tischsäge erhöht werden.
[0006] Zweckmäßigerweise ist die Abdeckklappe an der Gehäuseanordnung und/oder der Stützstruktur
gelagert, insbesondere beweglich. Vorzugsweise ist die Abdeckklappe an der Gehäuseanordnung
beweglich gelagert und/oder an der Stützstruktur fest gelagert.
[0007] Die Abdeckklappe ist durch Verschwenken der Gehäuseanordnung von einer ersten Stellung
in eine zweite Stellung versetzbar. Die Abdeckklappe ist in der ersten Stellung parallel
zur Auflageabschnitt-Unterseite ausgerichtet und in der zweiten Stellung um eine horizontale
Achse geneigt zur Auflageabschnitt-Unterseite ausgerichtet.
[0008] Zweckmäßigerweise verfügt die Stützstruktur über mehrere Standbeine, über die der
Auflageabschnitt gegenüber dem Boden abstützbar ist. Zwischen den Standbeinen sind
jeweils freie Bereiche vorhanden, durch die ein Benutzer unter die Auflageabschnitt-Unterseite
greifen kann. Die Tischsäge, insbesondere die Stützstruktur ist somit gewissermaßen
unverkapselt und ermöglicht es einem Benutzer, in einfacher Weise unter den Auflageabschnitt
zu greifen.
[0009] Ferner wird eine Sägeblattabdeckung beschrieben. Die Sägeblattabdeckung ist insbesondere
als Sägeblatthaube ausgeführt und umfasst einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden,
aus einem ersten Material gefertigten Abdeckungskörper zum zumindest teilweisen Abdecken
eines Sägeblatts der Tischsäge. Die Sägeblattabdeckung umfasst ferner einen stirnseitig
an dem Abdeckungskörper angeordneten Kontaktbereich. Der Kontaktbereich ist relativ
zur Längsrichtung angeschrägt, so dass durch Kontakt des Kontaktbereichs mit einem
an das Sägeblatt herangeführten Werkstück eine Auslenkung des Abdeckungskörper bewirkbar
ist.
[0010] Eine Aufgabe besteht darin, die Sägeblattabdeckung so zu modifizieren, dass die Wahrscheinlichkeit
von Betriebsstörungen verringert werden kann.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Sägeblattabdeckung, bei der der Kontaktbereich
einen aus einem zweiten Material gefertigten Gleitabschnitt aufweist, an dem das Werkstück
beim Kontakt mit dem Kontaktbereich entlanggleiten kann.
[0012] Insbesondere dann, wenn das Werkstück aus einem harten Material besteht und/oder
an seiner dem Sägeblatt zuzuführenden Seite eine scharfe Kante aufweist, kann es bei
konventionellen Sägeblattabdeckungen vorkommen, dass das Werkstück beim Kontakt mit
dem Kontaktbereich in das Material des Kontaktbereichs einschneidet und folglich am
Kontaktbereich hängenbleibt. Es kann dann dazu kommen, dass die Sägeblattabdeckung
nicht ausgelenkt wird, so dass der Schnittbereich des Sägeblatts nicht freigegeben
wird. Folglich kann das Werkstück nicht an den Schnittbereich des Sägeblatts herangeführt
werden - es kommt zu einer Störung des Betriebs der Tischsäge.
[0013] Durch die Ausstattung der Sägeblattabdeckung mit dem Gleitabschnitt kann die Wahrscheinlichkeit
dieser Betriebsstörung zweckmäßigerweise verringert werden.
[0014] Insbesondere kann durch den Gleitabschnitt verhindert werden, dass ein Werkstück
beim Kontakt mit dem Kontaktbereich in diesen einschneidet und am Kontaktbereich hängenbleibt.
Folglich kann die Wahrscheinlichkeit von Betriebsstörungen verringert werden.
[0015] Das erste Material kann auch als Abdeckungskörper-Material bezeichnet werden und
das zweite Material kann auch als Gleitabschnitt-Material bezeichnet werden. Das zweite
Material unterscheidet sich von dem ersten Material. Zweckmäßigerweise weist das zweite
Material eine größere Härte auf als das erste Material. Das erste Material ist insbesondere
Kunststoff und/oder das zweite Material ist insbesondere Metall, vorzugsweise Aluminium.
[0016] Der Gleitabschnitt ist zweckmäßigerweise streifenförmig. Vorzugsweise ist der Gleitabschnitt
als Aluminiumband ausgeführt. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind der Kontaktbereich
und der Gleitabschnitt länglich. Zweckmäßigerweise verläuft der Gleitabschnitt in
Längsrichtung des Kontaktbereichs.
[0017] Der Kontaktbereich ist zweckmäßigerweise eine stirnseitige Kontaktfläche. Der Gleitabschnitt
ist zweckmäßigerweise nur in einem Teilbereich, insbesondere einem in horizontaler
Richtung zentralen Teilbereich, der stirnseitigen Kontaktfläche vorhanden.
[0018] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist der gesamte Kontaktbereich, insbesondere
die gesamte Kontaktfläche aus dem zweiten Material gefertigt.
[0019] Alternativ oder zusätzlich wird ferner eine Sägeblattabdeckung bereitgestellt, deren
Abdeckungskörper insgesamt aus Metall, insbesondere Aluminium gefertigt ist.
[0020] Die Erfindung betrifft ferner eine Tischsäge mit einer vorstehend beschriebenen Sägeblattabdeckung,
einem Auflageabschnitt zum Auflegen des Werkstücks, sowie dem Sägeblatt.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung deckt der Abdeckungskörper das Sägeblatt in
einer Abdeckstellung zumindest teilweise ab. Der Abdeckungskörper ist relativ zum
Sägeblatt bewegbar gelagert, so dass der Abdeckungskörper durch Beaufschlagung des
Kontaktbereichs mit dem sich auf dem Auflageabschnitt in Richtung hin zu dem Sägeblatt
bewegenden Werkstück in eine Freigabestellung versetzbar ist, in der das Sägeblatt
weiter freigegeben wird als in der Abdeckstellung. Insbesondere wird in der Freigabestellung
der Schnittbereich des Sägeblatts freigegeben. Als Schnittbereich soll derjenige Bereich
des Sägeblatts bezeichnet werden, mit dem bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der
Tischsäge die Bearbeitung des Werkstücks erfolgt.
[0022] Ferner wird eine Anschlagseinheit beschrieben, insbesondere einen Winkelanschlag,
zur Führung und/oder zum Vorschub eines Werkstücks zu einem Sägeblatt einer Tischsäge.
Die Anschlagseinheit umfasst einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden Anschlagsarm
zur Anlage des Werkstücks. Der Anschlagsarm umfasst einen aus einem ersten Material
gefertigten Hauptabschnitt, der sich über mehr als die Hälfte der Längserstreckung
des Anschlagsarms erstreckt. Der Anschlagsarm umfasst ferner wenigstens einen an einem
in Längsrichtung befindlichen Ende des Hauptabschnitts angeordneten zweiten Endabschnitt.
Der zweite Endabschnitt kann beim Vorschub eines Werkstücks hin zu dem Sägeblatt in
Kontakt mit dem Sägeblatt kommen.
[0023] Eine Aufgabe besteht darin, die Anschlagseinheit so zu modifizieren, dass die Wahrscheinlichkeit
von Betriebsstörungen reduziert werden kann.
[0024] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Anschlagseinheit, bei der der wenigstens eine
Endabschnitt aus einem zweiten Material gefertigt ist.
[0025] Bei dem Vorschub des Werkstücks mit der Anschlagseinheit kann es dazu kommen, dass
der Endabschnitt mit dem Sägeblatt in Kontakt kommt. Konventionelle Anschlagseinheiten
verfügen in der Regel über einen einstückigen Anschlagsarm aus Metall. Kommt das Sägeblatt
mit einem metallischen Endabschnitt eines solchen konventionellen Anschlagsarm in
Kontakt, so kann (sofern die Tischsäge über eine bestimmte Sicherheitsfunktion verfügt)
es passieren, dass das Sägeblatt gestoppt und/oder in eine Sicherheitsstellung gefahren
wird. Hierdurch wird der Betrieb der Tischsäge gestört. Ferner kann es zu einer Beschädigung
des Anschlagsarm kommen, so dass aufgrund der einstückigen Ausführung der gesamte
Anschlagsarm ausgetauscht werden muss.
[0026] Dadurch, dass bei der vorliegenden Anschlagseinheit der Endabschnitt aus einem anderen
Material gefertigt ist als der Hauptabschnitt, kann das Material des Endabschnitts
(insbesondere unabhängig vom Material des Hauptabschnitts) so gewählt werden, dass
eine möglicherweise bei der Tischsäge vorhandene Sicherheitsfunktion durch den Kontakt
des Sägeblatts mit dem Endabschnitt nicht ausgelöst wird. Ferner kann das Material
des Endabschnitts so gewählt werden, dass der Endabschnitt als günstiges Verschleißteil
bereitgestellt werden kann. Gleichzeitig kann der Hauptabschnitt aus einem stabilen,
beständigen Material, wie beispielsweise Metall, gefertigt werden, auch wenn dieses
Material bei Kontakt des Sägeblatts mit dem Hauptabschnitt die Sicherheitsfunktion
auslösen würde.
[0027] Die in Bezug auf die Anschlagseinheit genannten Merkmale "erstes Material" und "zweites
Material" sind andere Merkmale als die vorstehend in Bezug auf die Sägeblattabdeckung
genannten Merkmale "erstes Material" und "zweites Material". Das in Bezug auf die
Anschlagseinheit genannte Merkmal "erstes Material" kann auch als "drittes Material"
oder als "Hauptabschnitt-Material" bezeichnet werden und das in Bezug auf die Anschlagseinheit
genannte "zweite Material" kann auch als "viertes Material" oder als "Endabschnitt-Material"
bezeichnet werden.
[0028] Das in Bezug auf die Anschlagseinheit genannte zweite Material unterscheidet sich
von dem in Bezug auf die Anschlagseinheit genannten ersten Material. Insbesondere
weist das zweite Material eine andere Leitfähigkeit auf als das erste Material. Zweckmäßigerweise
eine geringere Leitfähigkeit. Exemplarisch ist das erste Material Metall und/oder
das zweite Material ist Kunststoff.
[0029] Der wenigstens eine Endabschnitt ist zweckmäßigerweise abnehmbar an dem Hauptabschnitt
angebracht. Exemplarisch ist der wenigstens eine Endabschnitt in und/oder auf eine
Stirnseite des Hauptabschnitts gesteckt. Zweckmäßigerweise ist der Hauptabschnitt
ein Strangpressprofil und/oder der Endabschnitt ist eine Kunststoffkappe.
[0030] Ferner wird eine Tischsäge mit einer vorstehend beschriebenen Anschlagseinheit, einem
Auflageabschnitt zum Auflegen des Werkstücks, sowie dem Sägeblatt beschrieben. Die
Tischsäge ist zweckmäßigerweise ausgebildet, auf Basis einer elektrischen Eigenschaft,
insbesondere einer elektrischen Leitfähigkeit, eines mit dem Sägeblatt in Kontakt
stehenden Objekts eine Sicherheitsfunktion, insbesondere zum Anhalten des Sägeblatts
und/oder zum Versetzen des Sägeblatts in eine Sicherheitsstellung, auszuführen. Vorzugsweise
ist die elektrische Eigenschaft, insbesondere die elektrische Leitfähigkeit des zweiten
Materials derart, dass die Tischsäge bei Kontakt des Sägeblatts mit dem Endabschnitt
die Sicherheitsfunktion nicht ausführt.
[0031] Zweckmäßigerweise wird die Sicherheitsfunktion durch Kontakt des Sägeblatts mit dem
Werkstück nicht ausgelöst und bei Kontakt des Sägeblatts mit dem menschlichen Körper
ausgelöst.
[0032] Ferner wird eine Tischsäge umfassend ein Sägeblatt und eine Stützstruktur mit einer
Auflagefläche zum Auflegen des Werkstücks bei der Bearbeitung des Werkstücks mit dem
Sägeblatt beschrieben. Die Tischsäge umfasst eine Anschlagseinheit, insbesondere eine
vorstehend erläuterte Anschlagseinheit, zur Führung und/oder zum Vorschub des Werkstücks
zu dem Sägeblatt. Die Anschlagseinheit umfasst einen Lagerabschnitt, der mit einem
Führungselement der Tischsäge in Eingriff steht, um so entlang des Führungselements
eine bewegliche Lagerung der Anschlagseinheit relativ zur Stützstruktur bereitzustellen.
Das Führungselement ist relativ zur Auflagefläche nach unten versetzt angeordnet.
[0033] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst der Lagerabschnitt Rollen, über die
der Lagerabschnitt relativ zum Stützabschnitt beweglich gelagert ist. Zweckmäßigerweise
sind zwei der Rollen in verschiedene Raumrichtungen zueinander ausgerichtet.
[0034] Weitere exemplarische Merkmale und Ausführungsformen werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Figuren erläutert. Dabei zeigt
- Figur 1
- eine Sägeblattabdeckung,
- Figur 2
- eine Tischsäge mit der Sägeblattabdeckung,
- Figur 3
- eine Anschlagseinheit,
- Figur 4
- ein Anschlagsarm der Anschlagseinheit
- Figur 5
- einen Lagerabschnitt der Anschlagseinheit, der an einer Stützstruktur einer Tischsäge
beweglich gelagert ist,
- Figur 6
- eine Tischsäge mit der Anschlagseinheit,
- Figur 7
- einen an einer Auflageabschnitt-Unterseite einer Tischsäge befindlichen Stellabschnitt
in einer ersten Stellung,
- Figur 8
- den Stellabschnitt in einer zweiten Stellung,
- Figur 9
- eine unbestückte Zubehör-Befestigungsstruktur,
- Figur 10
- eine bestückte Zubehör-Befestigungsstruktur,
- Figur 11
- eine unbestückte Absaugplatte,
- Figur 12
- eine bestückte Absaugplatte.
[0035] Bei der nachfolgenden Beschreibung wird auf die als x-Richtung, y-Richtung und z-Richtung
bezeichneten, orthogonal zueinander ausgerichteten Raumrichtungen Bezug genommen.
Die z-Richtung kann auch als Höhenrichtung bezeichnet werden und verläuft vertikal.
Die x-Richtung und die y-Richtung sind Horizontalrichtungen.
[0036] Zunächst soll auf den Grundaufbau der Tischsäge eingegangen werden. Die nachfolgende
Erläuterung gilt zweckmäßigerweise für sämtliche hier erwähnte Tischsägen, insbesondere
für die in den Figuren 2 und 6 gezeigten Tischsägen 10, 20, 30. Vorzugsweise handelt
es sich bei sämtlichen hier erwähnten Tischsägen um dieselbe Tischsäge.
[0037] Die Tischsäge 10, 20, 30 ist exemplarisch als Tischkreissäge ausgeführt. Die Tischsäge
10, 20, 30 ist insbesondere ein halbstationäres Werkzeug. Die Tischsäge 10, 20, 30
umfasst ein Sägeblatt 2, insbesondere ein Kreissägeblatt. Zweckmäßigerweise umfasst
die Tischsäge 10, 20, 30 eine Antriebseinheit 86 zum Antrieb, insbesondere Drehantrieb,
des Sägeblatts 2. Die Antriebseinheit 86 umfasst zweckmäßigerweise einen Elektromotor.
[0038] Die Tischsäge 10, 20, 30 umfasst eine Stützstruktur 12, die exemplarisch als Tisch
ausgeführt ist. Die Stützstruktur 12 umfasst einen Auflageabschnitt 1, dessen Auflageabschnitt-Oberseite
8 als Auflagefläche 8 für ein mit dem Sägeblatt 2 zu bearbeitendes Werkstück 11 dient.
Der Auflageabschnitt 1 ist exemplarisch plattenförmig ausgeführt, insbesondere als
Tischplatte. Der Auflageabschnitt 1 weist zweckmäßigerweise eine rechteckige Grundfläche
auf. Die Auflagefläche 8 ist zweckmäßigerweise rechteckig. Die Auflagefläche 8 ist
normal zur z-Richtung ausgerichtet und vorzugsweise eben.
[0039] Die Stützstruktur 12 umfasst ferner mehrere Standbeine 7 - exemplarisch vier an den
vier Eckbereichen des Auflageabschnitts 1 angeordnete Standbeine 7 - über die der
Auflageabschnitt 1 gegenüber dem Boden abgestützt ist. Zwischen den Standbeinen 7
sind zweckmäßigerweise freie Bereiche vorhanden, die sich exemplarisch über mehr als
drei Viertel der vertikalen Erstreckung der Standbeine 7 erstrecken. Insbesondere
ist zwischen zwei oder mehr Standbeinen 7 keine Verkleidung, insbesondere keine Gehäusewand,
vorhanden. Ein Benutzer kann zwischen zwei Standbeine 7 hindurch in den unterhalb
der Auflageabschnitt-Unterseite 14 vorhandenen freien Raum greifen.
[0040] Im Auflageabschnitt 1, insbesondere der Auflagefläche 8 ist eine Öffnung, exemplarisch
ein Schlitz, vorhanden, durch den das Sägeblatt 2 greift. Die Öffnung ist mit ihrer
Längsrichtung in x-Richtung ausgerichtet. Ein Teil des Sägeblatts 2 befindet sich
oberhalb des Auflageabschnitts 1, insbesondere oberhalb der Auflagefläche 8, und ein
weiterer Teil des Sägeblatts befindet sich unterhalb des Auflageabschnitts 1, insbesondere
unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite 14.
[0041] Rein exemplarisch umfasst die Tischsäge 10, 20, 30 eine Sicherheitsfunktion, die
bei einem detektierten Kontakt zwischen dem Sägeblatt 2 und einem Körperteil einer
Person automatisch ausgelöst wird. Zweckmäßigerweise ist die Tischsäge 10, 20, 30
ausgebildet, über die Bereitstellung eines elektrischen Signals an das Sägeblatt 2
eine elektrische Eigenschaft, insbesondere eine elektrische Leitfähigkeit, eines mit
dem Sägeblatt in Kontakt stehenden Objekts zu erfassen, um zu ermitteln, ob es sich
bei dem Objekt um einen menschlichen Körperteil handelt. Die Tischsäge 10, 20, 30
ist ferner ausgebildet, auf Basis der erfassten elektrischen Leitfähigkeit die Sicherheitsfunktion
auszuführen. Bei der Ausführung der Sicherheitsfunktion wird beispielsweise das Sägeblatt
2 angehalten, insbesondere abgebremst, und/oder das Sägeblatt 2 in eine Sicherheitsstellung
versetzt, insbesondere in eine Sicherheitsstellung, bei der sich das Sägeblatt 2 vollständig
unterhalb der Auflagefläche 8 befindet.
[0042] Die Funktionsweise einer solchen Erfassung eines Kontakts des Sägeblatts 2 mit einem
Körperteil und einer
Sicherheitsfunktion ist z.B. aus der
EP 1 234 285 B1 bekannt, so dass an dieser Stelle auf eine detaillierte Beschreibung der Funktionsweise
verzichtet wird.
[0043] Die Tischsäge 10, 20, 30 verfügt exemplarisch über einen Stellabschnitt 3, der exemplarisch
in den Figuren 7 und 8 gezeigt ist. Der Stellabschnitt 3 ist ausgebildet, die Stellung
des Sägeblatts 2 relativ zur Auflagefläche 8 einzustellen. Zweckmäßigerweise ist der
Stellabschnitt 3 ausgebildet, das Sägeblatt 2 relativ zur Auflagefläche 8 um eine
in x-Richtung verlaufende Schwenkachse zu verschwenken, um einen Winkel zwischen der
Schnittebene des Sägeblatts 2 und der Auflagefläche 8 einzustellen. Zweckmäßigerweise
ist der Stellabschnitt 3 ferner ausgebildet, das Sägeblatt 2 in verschiedene Stellungen
entlang eines linearen Bewegungswegs, insbesondere eines vertikalen und/oder um die
vorstehend genannte Schwenkachse verschwenkbaren linearen Bewegungswegs, zu versetzen,
um einzustellen, wie weit das Sägeblatt 2 aus der Öffnung nach oben ragt. Auf diese
Weise kann beispielsweise die Schnitttiefe der Tischsäge 10, 20, 30 eingestellt werden.
[0044] Im Folgenden soll im Detail auf die Sägeblattabdeckung 40 eingegangen werden. Die
Sägeblattabdeckung 40 kann als Teil einer der hier beschriebenen Tischsägen 10, 20,
30 und/oder für sich genommen bereitgestellt sein. Zweckmäßigerweise stellt die Sägeblattabdeckung
40 bereits für sich genommen eine Ausführungsform dar.
[0045] Die Sägeblattabdeckung 40 ist für sich genommen in der Figur 1 gezeigt. In den Figuren
2 und 6 ist die Sägeblattabdeckung 40 in einem an der Tischsäge 10, 20, 30 befestigten
Zustand bezeigt.
[0046] Die Sägeblattabdeckung 40 ist insbesondere als Sägeblatthaube ausgeführt und umfasst
einen sich in einer Längsrichtung (der Sägeblattabdeckung 40) erstreckenden, aus einem
ersten Material gefertigten Abdeckungskörper 41 zum zumindest teilweisen Abdecken
des Sägeblatts 2 der Tischsäge 10, 20, 30. Die Sägeblattabdeckung 40 umfasst ferner
einen stirnseitig an dem Abdeckungskörper 41 angeordneten Kontaktbereich 47. Der Kontaktbereich
47 ist relativ zur Längsrichtung der Sägeblattabdeckung 40 angeschrägt, so dass durch
Kontakt des Kontaktbereichs 47 mit einem sich hin zu dem Sägeblatt 2 bewegenden Werkstück
11 eine Auslenkung des Abdeckungskörper 41 bewirkbar ist. Der Kontaktbereich 47 weist
einen aus einem zweiten Material gefertigten Gleitabschnitt 48 auf, an dem das Werkstück
11 beim Kontakt mit dem Kontaktbereich 47 entlanggleiten kann.
[0047] Der Gleitabschnitt 48 ist dafür vorgesehen, zu verhindern, dass das Werkstück 11
beim Kontakt mit dem Kontaktbereich 47 in diesen einschneidet und am Kontaktbereich
47 hängenbleibt.
[0048] Das zweite Material unterscheidet sich von dem ersten Material. Zweckmäßigerweise
weist das zweite Material eine größere Härte auf als das erste Material. Das erste
Material ist insbesondere Kunststoff und/oder das zweite Material ist insbesondere
Metall, vorzugsweise Aluminium.
[0049] Die Sägeblattabdeckung 40, insbesondere der Abdeckungskörper 41, ist vorzugsweise
länglich und insbesondere flach und/oder plattenförmig ausgeführt. Exemplarisch ist
der Abdeckungskörper 41 schwertförmig ausgeführt. In bestimmungsgemäßer Ausrichtung
sind die flächenmäßig größten Seiten des Abdeckungskörpers 41 - insbesondere die Längsseiten
- normal zu einer Horizontalrichtung, insbesondere normal zur y-Richtung, ausgerichtet,
wie dies in den Figuren 2 und 6 gezeigt ist.
[0050] An der Unterseite des Abdeckungskörpers 41 ist eine Öffnung 43, insbesondere ein
Schlitz, vorhanden, in die das Sägeblatt 2 zumindest teilweise aufgenommen werden
kann. Das Sägeblatt 2 wird in dem Zustand, in dem es sich zumindest teilweise in der
Öffnung 43 befindet, exemplarisch von den Längsseiten, der Oberseite und/oder der
vorderen Stirnseite des Abdeckungskörpers 41 abgedeckt.
[0051] Die Sägeblattabdeckung 40 umfasst einen Anschlussabschnitt 44, der exemplarisch über
einen Sauganschluss 45 verfügt. An den Sauganschluss 45 kann ein (in den Figuren nicht
gezeigter) Saugschlauch angeschlossen werden, um Staubpartikel abzusaugen, die beim
Sägen des Werkstücks 11 entstehen. Der Anschlussabschnitt 44 umfasst eine mechanische
Schnittstelle zur Befestigung der Sägeblattabdeckung 40 an einem Befestigungsabschnitt
46 der Tischsäge 10, 20, 30, insbesondere an dem Spaltkeil 9. Der Spaltkeil 9 ist
exemplarisch in x-Richtung hinter dem Sägeblatt 2 angeordnet. Der Spaltkeil 9 ragt
exemplarisch aus der Öffnung der Auflagefläche 8 heraus. Zweckmäßigerweise ist der
Abdeckungskörper 41 um eine horizontale Achse, insbesondere eine in y-Richtung verlaufende
Achse, verschwenkbar am Anschlussabschnitt 44 gelagert. Der Anschlussabschnitt 44
ist in Längsrichtung der Sägeblattabdeckung 40 an der hinteren Stirnseite der Sägeblattabdeckung
40 angeordnet. In dem an dem Befestigungsabschnitt 46 befestigten Zustand, also bei
bestimmungsgemäßer Installation der Sägeblattabdeckung 40 an der Tischsäge 10, 20,
30, ist die Sägeblattabdeckung 40 zweckmäßigerweise mit ihrer Längsrichtung parallel
zur x-Richtung ausgerichtet.
[0052] Der vorstehend bereits erwähnte Kontaktbereich 47 ist in Längsrichtung der Sägeblattabdeckung
40 an der vorderen Stirnseite der Sägeblattabdeckung 40 angeordnet. Zweckmäßigerweise
stellt der Kontaktbereich 47 die vordere Stirnseite der Sägeblattabdeckung 40, insbesondere
die vordere Stirnseite des Abdeckungskörpers 41, dar.
[0053] Der Kontaktbereich 47 ist gegenüber der Längsrichtung der Sägeblattabdeckung 40 angeschrägt.
Wie in den Figuren 2 und 6 zu sehen, ist der Kontaktbereich 47 (im installierten Zustand
der Sägeblattabdeckung 40) gegenüber der x-Richtung und gegenüber der Auflagefläche
8 angeschrägt, also geneigt ausgerichtet. Insbesondere ist der Kontaktbereich 47 normal
zu einer x-z-Richtung ausgerichtet. In einem x-z-Schnitt verläuft der Kontaktbereich
47 von unten ausgehend schräg nach oben rechts, in Richtung weg von dem Sägeblatt
2.
[0054] Der Abdeckungskörper 41 weist zweckmäßigerweise eine Kontaktstelle 53 auf, die im
installierten Zustand der Sägeblattabdeckung 40 vorzugsweise den tiefsten Punkt der
Sägeblattabdeckung 40 bildet und/oder auf der Auflagefläche 8 aufliegt (sofern der
Abdeckungskörper 41 nicht durch Beaufschlagung mit der Werkstück 11 ausgelenkt, insbesondere
angehoben, ist).
[0055] Der Kontaktbereich 47 ist in einem x-z-Schnitt zweckmäßigerweise gekrümmt, insbesondere
parabelförmig. Der Kontaktbereich 47 ist derart angeschrägt, dass beim Auftreffen
eines auf der Auflagefläche befindlichen Werkstücks 11, das sich in x-Richtung in
Richtung hin zu dem Sägeblatt 2 bewegt, auf den Kontaktbereich 47, eine Kraftkomponente
(insbesondere eine Kraftkomponente nach oben) bereitgestellt wird, die eine Auslenkung,
insbesondere eine Verschwenkung, des Abdeckungskörpers 41 relativ zum Sägeblatt 2,
der Auflagefläche 8 und/oder dem Anschlussabschnitt 44 bewirkt, insbesondere eine
Auslenkung und/oder Verschwenkung nach oben.
[0056] Indem das Werkstück 11 vom Benutzer gegen den Kontaktbereich 47 gedrückt wird, kann
der Abdeckungskörper 41 in seiner Stellung verändert werden, so dass der Abdeckungskörper
41 den Weg zu dem Sägeblatt 2 und/oder den Schnittbereich des Sägeblatts 2 freigibt.
Zweckmäßigerweise hebt der Abdeckungskörper 41 dabei mit seiner Kontaktstelle 53 von
der Auflagefläche 8 ab.
[0057] Während der Bewegung des Werkstücks 11 hin zu dem Sägeblatt 2 bleibt das Werkstück
11 für einen Teil des Wegs in Kontakt mit dem Kontaktbereich 47 und gleitet dabei
entlang des Gleitabschnitts 48. Der Abdeckungskörper 41 wird dabei durch den Kontakt
des Werkstücks 11 mit dem Kontaktbereich 47 immer weiter nach oben gedrückt.
[0058] Vor dem Kontakt des Werkstücks 11 mit dem Kontaktbereichs 47 befindet sich der Abdeckungskörper
41 zweckmäßigerweise in einer Abdeckstellung, in der der Abdeckungskörper 41 das Sägeblatt
2 zumindest teilweise abdeckt und die Kontaktstelle 53 zweckmäßigerweise auf der Auflagefläche
8 aufliegt. Wird der Kontaktbereich 47 mit dem sich in Richtung hin zu dem Sägeblatt
2 bewegenden Werkstück 11 beaufschlagt, so wird der Abdeckungskörper 41 immer weiter
ausgelenkt, bis er sich in einer Freigabestellung befindet, in der das Sägeblatt 2
weiter freigegeben wird als in der Abdeckstellung. Zweckmäßigerweise wird in der Freigabestellung
der Abdeckungskörper 41 so weit ausgelenkt, dass das Werkstück 11 dem Schnittbereich
Sägeblatt 2 zugeführt werden kann und durch das Sägeblatt 2 bearbeitet werden kann.
[0059] Der Gleitabschnitt 48 ist zweckmäßigerweise streifenförmig, insbesondere bandförmig,
ausgeführt. Vorzugsweise ist der Gleitabschnitt 48 als Metallband, insbesondere als
Aluminiumband, ausgeführt. Alternativ kann der Gleitabschnitt 48 auch aus einem anderen
Hartmaterial gefertigt sein, das zweckmäßigerweise härter als das erste Material des
Abdeckungskörpers 41 ist. Der Gleitabschnitt 48, insbesondere das Aluminiumband, ist
in den Kontaktbereich 47, insbesondere die Kontaktfläche, eingelassen und/oder auf
diesen aufgesetzt, insbesondere aufgeklebt.
[0060] Vorzugsweise sind der Kontaktbereich 47 und der Gleitabschnitt 48 länglich ausgeführt.
Zweckmäßigerweise verläuft der Gleitabschnitt 48 in Längsrichtung des Kontaktbereichs
47. Die Längsrichtung des Kontaktbereichs 47 und/oder des Gleitabschnitts 48 verläuft
zweckmäßigerweise relativ zur Auflagefläche 8 diagonal nach oben, insbesondere in
Richtung weg von dem Sägeblatt 2. Der Kontaktbereich 47 ist zweckmäßigerweise eine
stirnseitige Kontaktfläche, insbesondere des Abdeckungskörpers 11.
[0061] Der Gleitabschnitt 48 ist zweckmäßigerweise nur in einem Teilbereich, insbesondere
einem in horizontaler Richtung, insbesondere in y-Richtung, zentralen Teilbereich,
der stirnseitigen Kontaktfläche vorhanden. In y-Richtung ergeben sich zweckmäßigerweise
seitlich vom Gleitabschnitt 48 Flächenabschnitte 49, an denen der Gleitabschnitt 48
nicht vorhanden ist. Diese Flächenabschnitte 49 sind zweckmäßigerweise aus dem ersten
Material gefertigt und nehmen exemplarisch mehr als die Hälfte der y-Erstreckung der
Kontaktfläche ein, so dass der Gleitabschnitt 48 zweckmäßigerweise weniger als die
Hälfte der y-Erstreckung einnimmt.
[0062] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist der gesamte Kontaktbereich, insbesondere
die gesamte Kontaktfläche aus dem zweiten Material gefertigt, so dass der gesamte
Kontaktbereich den Gleitabschnitt darstellt.
[0063] Der Gleitabschnitt 48 erstreckt sich zweckmäßigerweise über mehr als die Hälfte der
Längserstreckung des Kontaktbereichs 47. Exemplarisch verfügt der Abdeckungskörper
41 über einen nach schräg nach oben abragenden Vorsprung 52, der im Bereich der vorderen
Stirnseite des Abdeckungskörpers 41 angeordnet ist, und einen Teil des Kontaktbereichs
47 bereitstellt. Der Gleitabschnitt 48 erstreckt sich zweckmäßigerweise in den durch
den Vorsprung 52 bereitgestellten Teil des Kontaktbereichs 47.
[0064] Der Gleitabschnitt 48 kann auch als Verstärkung der Stirnfläche der Sägeblattabdeckung
bezeichnet werden. Die Sägeblattabdeckung kann auch als Schutzeinrichtung bezeichnet
werden. Der Gleitabschnitt 48 ist zweckmäßigerweise ein Streifen aus einem Hartstoff,
der an der Schutzeinrichtung befestigt ist, so dass die Stirnfläche - insbesondere
der Kontaktbereich 47 - der Schutzeinrichtung mit dem Streifen an einer Berührkante
eines geschnittenen Materials eines zu bearbeitenden Werkstücks gleiten kann. Der
Gleitabschnitt 48 - exemplarisch der Hartstoffstreifen - schützt die Stirnfläche der
Schutzeinrichtung vor Einklemmen (Engraben/Einkerben) an der scharfen Berührkante
des geschnittenen Materials, die beim Führen des geschnittenen Materials in den Schnitt
über den Hartstoffstreifen gleitet.
[0065] Alternativ oder zusätzlich wird als Ausführungsform ferner eine Sägeblattabdeckung
bereitgestellt, deren Abdeckungskörper insgesamt aus Metall, insbesondere Aluminium
gefertigt ist. Diese Sägeblattabdeckung ist zweckmäßigerweise wie vorstehend erläutert
ausgeführt, bis auf den Aspekt, dass der Gleitabschnitt nicht aus einem zweiten Material
sondern aus demselben Material wie der restliche Abdeckungskörper gefertigt ist.
[0066] Die Erfindung betrifft ferner eine Anschlagseinheit 50, insbesondere einen Winkelanschlag,
zur Führung und/oder Vorschub eines Werkstücks 11 zu einem Sägeblatt 2 einer Tischsäge.
[0067] Die Anschlagseinheit 50 stellt für sich genommen eine Ausführungsform bereit und
ist für sich genommen in der Figur 3 gezeigt. Die Anschlagseinheit 50 kann auch als
Teil einer Tischsäge bereitgestellt sein. Die Figur 6 zeigt eine entsprechende Tischsäge
20, die eine Anschlagseinheit 50 aufweist.
[0068] Die Anschlagseinheit 50 umfasst einen sich in einer Längsrichtung 54 erstreckenden
Anschlagsarm 55 zur Anlage des Werkstücks 11. In der Figur 6 ist der Anschlagsarm
55 mit seiner Längsrichtung exemplarisch in y-Richtung ausgerichtet.
[0069] Der Anschlagsarm 55 umfasst einen aus einem ersten Material gefertigten Hauptabschnitt
51, der sich über mehr als die Hälfte der Längserstreckung des Anschlagsarms 55 erstreckt.
Das hier erwähnte Merkmal "erstes Material" ist ein anderes Merkmal als das vorstehend
in Bezug auf die Sägeblattabdeckung 40 erwähnte Merkmal "erstes Material". Das hier
in Bezug auf die Anschlagseinheit 50 erwähnte "erste Material" kann zum Zwecke der
besseren Unterscheidung auch als "drittes Material" oder als "Hauptabschnitt-Material"
bezeichnet werden.
[0070] Der Anschlagsarm 55 umfasst ferner wenigstens einen an einem in Längsrichtung 54
befindlichen Ende des Hauptabschnitts 51 angeordneten zweiten Endabschnitt 52. Exemplarisch
umfasst der Anschlagsarm 55 an beiden in Längsrichtung befindlichen Enden jeweils
einen zweiten Endabschnitt 52, so dass der Anschlagsarm zwei Endabschnitte 52 aufweist.
[0071] Der zweite Endabschnitt 52 kann beim Vorschub eines Werkstücks 11 hin zu dem Sägeblatt
2 in Kontakt mit dem Sägeblatt 2 kommen. Insbesondere kann die Anschlagseinheit 50
in einem an der Stützstruktur 12 der Tischsäge 20 gelagerten Zustand in eine Stellung
versetzt werden, in der der Endabschnitt 52 mit dem Sägeblatt 2, insbesondere dem
Schnittbereich des Sägeblatts 2, in Kontakt kommt. Der wenigstens eine Endabschnitt
52 ist aus einem zweiten Material gefertigt, das sich von dem ersten Material unterscheidet.
[0072] Das hier erwähnte Merkmal "zweites Material" ist ein anderes Merkmal als das vorstehend
in Bezug auf die
Sägeblattabdeckung 40 erwähnte Merkmal "zweites Material". Das hier in Bezug auf die
Anschlagseinheit 50 erwähnte "zweite Material" kann zum Zwecke der besseren Unterscheidung
auch als "viertes Material" oder als "Endabschnitt-Material" bezeichnet werden.
[0073] Das zweite Material unterscheidet sich von dem ersten Material. Insbesondere weist
das zweite Material eine andere Leitfähigkeit auf als das erste Material. Zweckmäßigerweise
eine geringere Leitfähigkeit. Exemplarisch ist das erste Material Metall und/oder
das zweite Material ist Kunststoff. Das zweite Material weist insbesondere eine andere,
vorzugsweise eine geringere, elektrische Leitfähigkeit auf als der menschliche Körper.
[0074] Durch die Bereitstellung des Endabschnitts 52 aus dem zweiten Material kann verhindert
werden, dass bei Kontakt des Endabschnitt 52 mit dem Sägeblatt 2 die vorstehend erwähnte
Sicherheitsfunktion der Tischsäge 20 ausgelöst wird (sofern sie vorhanden ist). Die
Tischsäge 20 ist zweckmäßigerweise ausgebildet, auf Basis einer elektrischen Eigenschaft,
insbesondere einer elektrischen Leitfähigkeit, eines mit dem Sägeblatt 2 in Kontakt
stehenden Objekts die Sicherheitsfunktion, insbesondere zum Anhalten des Sägeblatts
2 und/oder zum Versetzen des Sägeblatts 2 in eine Sicherheitsstellung, auszuführen.
Vorzugsweise ist die elektrische Eigenschaft, insbesondere die elektrische Leitfähigkeit
des zweiten Materials derart, dass die Tischsäge 20 bei Kontakt des Sägeblatts mit
dem Endabschnitt 52 die Sicherheitsfunktion nicht ausführt.
[0075] Vorzugsweise ist die elektrische Eigenschaft, insbesondere die elektrische Leitfähigkeit
des ersten Materials derart, dass die Tischsäge 20 bei Kontakt des Sägeblatts mit
dem ersten Material die Sicherheitsfunktion ausführt.
[0076] Der Anschlagsarm 55 ist zweckmäßigerweise leistenförmig ausgeführt und kann auch
als Führungsleiste bezeichnet werden. Der Anschlagsarm 55 ist mit seiner flächenmäßig
größten Seite - seiner Längsseite - normal zu einer horizontalen Richtung, zweckmäßigerweise
orthogonal zur Auflagefläche 8, ausgerichtet. Der Hauptabschnitt 51 des Anschlagsarm
55 erstreckt sich zweckmäßigerweise über mehr als 70 % der Längserstreckung des Anschlagsarms
55. Der Hauptabschnitt 51 ist leistenförmig ausgeführt und mit seiner flächenmäßig
größten Seite orthogonal zur Auflagefläche 8 ausgerichtet. Die Längsseiten des Hauptabschnitts
51 ist exemplarisch rechteckig. Der Hauptabschnitt 51 ist zweckmäßigerweise ein Strangpressprofil
und insbesondere aus Metall gefertigt.
[0077] In Längsrichtung schließt sich an beiden Enden des Hauptabschnitts 51 jeweils ein
Endabschnitt 52 an. Jeder Endabschnitt nimmt zweckmäßigerweise weniger als 20 % der
Längserstreckung des Anschlagsarms 55 ein. Jeder Endabschnitt 52 führt in Längsrichtung
zweckmäßigerweise die querseitige Außenkontur des Hauptabschnitts 51 fort, so dass
sich der Anschlagsarm 55 insgesamt als leistenförmiger Körper mit konstanter Dicke
ergibt. Jeder Endabschnitt 52 weist zweckmäßigerweise die gleiche Dicke wie der Hauptabschnitt
51 auf. Zweckmäßigerweise ist die in Längsrichtung des Anschlagsarms 55 befindliche
Stirnseite jedes Endabschnitts 52 abgeschrägt. Jeder Endabschnitt 52 ist mit seiner
flächenmäßig größten Seite - der Längsseite - normal zur Auflagefläche 8 ausgerichtet.
Durch die Abschrägung an der jeweiligen Stirnseite ist die Längsseite jedes Endabschnitts
52 exemplarisch dreiecksförmig.
[0078] Jeder Endabschnitt 52 ist zweckmäßigerweise abnehmbar an dem Hauptabschnitt 51 angebracht.
Exemplarisch ist jeder Endabschnitt 51 in und/oder auf eine Stirnseite des Hauptabschnitts
52 gesteckt. Zweckmäßigerweise ist jeder Endabschnitt 52 als Kunststoffkappe ausgeführt.
Jeder Endabschnitt 52 ist zweckmäßigerweise über eine Rastverbindung an dem Hauptabschnitt
51 befestigt. Exemplarisch verfügt jeder Endabschnitt 51 über ein Rastelement 62,
das in eine entsprechende Rastöffnung des Hauptabschnitts 51 greift.
[0079] Jeder Endabschnitt 52 kann zweckmäßigerweise von dem Hauptabschnitt 51 abgenommen
und durch einen neuen, identisch ausgeführten Endabschnitt 52 ersetzt werden. Zweckmäßigerweise
handelt es sich bei jedem Endabschnitt 52 um ein Verschleißteil. Insbesondere ist
eine werkzeuglose und/oder zerstörungsfreie Anbringung und/oder Abnahme jedes Endabschnitts
52 von dem Hauptabschnitt 51 möglich.
[0080] Der Anschlagsarm 55 umfasst zweckmäßigerweise ferner eine Abdeckschicht 53, die an
einer Längsseite des Anschlagsarms 55 angeordnet ist. Die Abdeckschicht 53 ist insbesondere
an derjenigen Längsseite des Anschlagsarms 55 angeordnet, an der im bestimmungsgemäßen
Gebrauch der Anschlagseinheit 50 das Werkstück 11 anliegt. Zweckmäßigerweise deckt
die Abdeckschicht 53 die gesamte Längsseite des Anschlagsarms 55 ab. Die Abdeckschicht
53 kann zweckmäßigerweise aus einem Material gefertigt sein, das bei Kontakt mit dem
Sägeblatt 2 die vorstehend erwähnte Sicherheitsfunktion nicht auslöst, also insbesondere
eine höhere elektrische Leitfähigkeit als der menschliche Körper und/oder der Hauptabschnitt
51 aufweist.
[0081] Die Anschlagseinheit 55 umfasst ferner einen Lagerabschnitt 67 mit dem die Anschlagseinheit
55 an der Stützstruktur 12 der Tischsäge 20 beweglich gelagert werden kann. Der Lagerabschnitt
67 umfasst einen Rollenabschnitt 56, an dem mehrere Rollen 57, 58 angeordnet sind,
über die der Lagerabschnitt 67 beweglich an der Stützstruktur 12 gelagert werden kann.
[0082] Der Rollenabschnitt 56 umfasst exemplarisch einen sich in einer horizontalen Richtung
erstreckenden Horizontalabschnitt 64, an dem mehrere, exemplarisch zwei, sich vertikal
erstreckende Vertikalabschnitte 65 angeordnet sind.
[0083] An jedem Vertikalabschnitt 65 sind mehrere Rollen 57, 58 angeordnet, exemplarisch
zwei Rollen pro Vertikalabschnitt 65. Zweckmäßigerweise sind zwei der Rollen 57, 58
in verschiedene Raumrichtungen zueinander ausgerichtet, insbesondere orthogonal zueinander.
Exemplarisch umfasst jeder Vertikalabschnitt 65 zwei in verschiedene Raumrichtungen
ausgerichtete Rollen 57, 58 - exemplarisch jeweils eine Horizontalrolle 57, deren
Rollenebene parallel zu einer Horizontalebene ausgerichtet ist, und jeweils eine Vertikalrolle
58, deren Rollenebene parallel zu einer Vertikalebene ausgerichtet ist.
[0084] Der Rollenabschnitt 56 umfasst zweckmäßigerweise ferner einen Nutenstein 63. Der
Nutenstein 63 ist insbesondere länglich ausgeführt und zweckmäßigerweise an der Unterseite
des Horizontalabschnitts 64 angeordnet.
[0085] Der Anschlagsarm 55 ist zweckmäßigerweise über ein Schwenklager 60 um eine vertikale
Schwenkachse relativ zum Lagerabschnitt 67 verschwenkbar gelagert. Das Schwenklager
60 weist exemplarisch eine Winkelskala auf. Der Anschlagsarm 55 ist ferner zweckmäßigerweise
über ein Linearlager relativ zum Lagerabschnitt 67 linearbeweglich gelagert. Exemplarisch
verfügt die Anschlagseinheit 50 über einen Verbindungsabschnitt 59, der exemplarisch
länglich ist und sich vorzugsweise in eine horizontale Richtung, insbesondere in eine
zur Längsrichtung des Horizontalabschnitts 64 orthogonal ausgerichtete Richtung, erstreckt.
Zweckmäßigerweise ist der Anschlagsarm 55 über das Schwenklager 60 verschwenkbar an
dem Verbindungsabschnitt 59 gelagert und der Verbindungsabschnitt 59 ist über das
Linearlager linearbeweglich, insbesondere in Längsrichtung des Verbindungsabschnitts
59, an dem Lagerabschnitt 67 gelagert. Zweckmäßigerweise sind ein oder mehrere Bedienelemente
vorhanden, um das Linearlager, das Schwenklager 60 und/oder die Lagerung des Lagerabschnitts
67 an der Stützstruktur zu sperren und/oder freizugeben.
[0086] Die Lagerung der Anschlagseinheit 55 an der Stützstruktur 12 ist exemplarisch in
den Figuren 5 und 6 gezeigt.
[0087] Insbesondere weist die Stützstruktur 12 der Tischsäge 20 ein oder mehrere Führungselemente
6 auf, an denen der Lagerabschnitt 67 gelagert ist oder gelagert werden kann. Exemplarisch
ist jedes Führungselement 6 an einer jeweiligen Umfangswand 5 der Stützstruktur 12,
insbesondere des Auflageabschnitts 1, angeordnet. Jede Umfangswand ist normal zu einer
Horizontalrichtung ausgerichtet. Jedes Führungselement 6 ist zweckmäßigerweise als
in horizontaler Richtung verlaufendes Schienenelement ausgeführt.
[0088] Exemplarisch stellt jedes Führungselement 6 eine in Horizontalrichtung verlaufende
Nut, insbesondere eine V-Nut, bereit, in die der vorstehend erwähnte Nutenstein 63
bei der Lagerung des Lagerabschnitts 67 an der Stützstruktur 12 eingesetzt ist.
[0089] Jedes Führungselement 6 ist zweckmäßigerweise relativ zur Auflagefläche 8 in z-Richtung
nach unten versetzt angeordnet. Jedes Führungselement 6 stellt einen jeweiligen linearen
Führungsweg für den Lagerabschnitt 67 bereit. Der Lagerabschnitt 67 kann von einem
Führungselement 6 abgenommen werden und an ein anderes Führungselement 6, beispielsweise
an einer anderen Umfangswand 5, angebracht werden.
[0090] In der Figur 6 ist die Anschlagseinheit 50 mit ihrem Lagerabschnitt 67 exemplarisch
an einer normal zur y-Richtung ausgerichteten Umfangswand 5 gelagert. Die Anschlagseinheit
50 kann in x-Richtung linearbeweglich entlang des an dieser Umfangswand 5 befindlichen
Führungselements 6 bewegt werden. Der Anschlagsarm 55 befindet sich dabei zumindest
teilweise auf oder über der Auflagefläche 8 und kann durch die Linearbewegung der
Anschlagseinheit 50 in seiner x-Koordinate positioniert werden, insbesondere relativ
zum Auflageabschnitt 1 und/oder dem Sägeblatt 2.
[0091] Die Anschlagseinheit 50 kann von der normal zur y-Richtung ausgerichteten Umfangswand
5 abgenommen werden und an einer normal zur x-Richtung ausgerichteten Umfangswand
5 angebracht werden. Dort kann die Anschlagseinheit 50 dann in y-Richtung bewegt werden,
um den Anschlagsarm 55 in seiner y-Koordinate zu positionieren.
[0092] Die Figur 6 zeigt eine Detailansicht der Lagerung des Lagerabschnitts 67 an der Umfangswand
5 und dem Führungselement 6 der Stützstruktur 12. Der Lagerabschnitt 67 steht mit
dem Führungselement 6 in Eingriff. Exemplarisch ist der Nutenstein 63 in die von dem
Führungselement 6 bereitgestellte Nut eingesetzt. Die Vertikalrollen 58 liegen von
unten an dem Führungselement 6 an. Die Horizontalrollen 57 liegen an der Umfangswand
5 an.
[0093] Die Führung der Anschlagseinheit 50 erfolgt also in einer V-Nut, die nicht (wie konventionell
üblich) in der Tischplatte - exemplarisch der Auflagefläche 8 - angeordnet ist, sondern
stattdessen an der Umfangswand 5 angeordnet ist. Ferner erfolgt die Führung mittels
Rollen an der V-Nut. Zusätzlich gibt es zweckmäßigerweise seitliche Rollen - die horizontalen
Rollen - welche einem Verkippen entgegenwirken. Die Rollen sind drehbar an dem Lagerabschnitt,
der auch als Winkelanschlagsrahmen bezeichnet werden kann, gelagert. Am Rahmen des
Winkelanschlags ist der Führungsarm angebracht (exemplarisch über den Verbindungsabschnitt),
der auf dem Auflageabschnitt liegt, der auch als Sägetisch bezeichnet werden kann.
Der Führungsarm führt das zu bearbeitende Werkstück. Der Führungsarm ist vorzugsweise
in Bezug auf die Schnittebene in einem beliebigen Winkel im Bereich von +/-90° einstellbar.
Unter diesem Winkel ist es möglich, ihn am Winkelanschlagsrahmen zu befestigen und
unter diesem Winkel das Material in den Schnittbereich des Sägeblatts zu führen und/oder
schieben. Der Drehwinkel des Führungsarms kann an der Winkelskala abgelesen werden,
die Teil des Winkelanschlags ist.
[0094] Der Führungsarm (der auch als Führungsleiste bezeichnet werden kann) besitzt an den
Enden aufgesteckte Schutzkappen welche beim Einsägen ein Auslösen einer Sicherheitsfunktion,
insbesondere einer "Active-Injury-Mitigation", AIM, -Funktion verhindern. Die AIM-Funktion
kann auch als aktive Verletzungsminderungsfunktion bezeichnet werden.
[0095] Nachstehend soll unter Bezugnahme auf die Figuren 2, 7 und 8 eine Tischsäge 30 erläutert
werden, die eine weitere Ausführungsform bereitstellt. Die Tischsäge 30 ist zweckmäßigerweise
wie eine der vorstehend erläuterten Tischsägen ausgebildet.
[0096] Die Tischsäge 30 umfasst die Stützstruktur 12 mit dem Auflageabschnitt 1, der die
Auflagefläche 8 zur Auflage des Werkstücks 11 bereitstellt, sowie das Sägeblatt 2,
das durch die Öffnung des Auflageabschnitts 1 greift, so dass sich zumindest ein Teil
des Sägeblatts 2 unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite 14 befindet. Die Tischsäge
30 umfasst ferner eine unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite 14 befindliche Gehäuseanordnung
80, die den unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite 14 befindlichen Teil des Sägeblatts
2 umgibt. Das Sägeblatt 2 ist zusammen mit der Gehäuseanordnung 80 relativ zum Auflageabschnitt
1 verschwenkbar, um einen Winkel zwischen einer Schnittebene des Sägeblatts 2 und
der Auflagefläche 8 einzustellen.
[0097] Die Tischsäge 30 umfasst eine Abdeckklappe 87, die einen bei der Verschwenkung der
Gehäuseanordnung 80 entstehenden Spalt zwischen der Gehäuseanordnung 80 und der Auflageabschnitt-Unterseite
14 abdeckt, um so zu verhindern, dass ein Benutzer der Tischsäge 30 durch den Spalt
hin zum unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite 14 befindlichen Teil des Sägeblatts
2 greifen kann.
[0098] In den Figuren 7 und 8 ist ein Abschnitt der Auflageabschnitt-Unterseite 14 und eines
daran befindlichen Stellabschnitts 3 gezeigt. Wie vorstehend bereits erläutert, dient
der Stellabschnitt 3 dazu, das Sägeblatt 2 um eine horizontale Schwenkachse, insbesondere
eine in x-Richtung verlaufende Schwenkachse, zu verschwenken. Der Stellabschnitt 3
umfasst einen an der Stützstruktur 12, insbesondere der Auflageabschnitt-Unterseite
14, angeordneten Lagerabschnitt 81 und einen Schwenkabschnitt 82, der relativ zum
Lagerabschnitt 81 um die genannte Schwenkachse verschwenkbar gelagert ist. Die Schwenkachse
wird exemplarisch durch einen an dem Lagerabschnitt 81 vorhandenen Führungsabschnitt
94, insbesondere einen Führungsschlitz, definiert, an dem der Schwenkabschnitt 82
geführt ist.
[0099] Die Figur 7 zeigt den Schwenkabschnitt 82 in einer Normalstellung, in der der Schwenkabschnitt
82 nicht verschwenkt ist und orthogonal zur Auflageabschnitt-Unterseite 14 ausgerichtet
ist.
[0100] Die Figur 8 zeigt den Schwenkabschnitt 82 in einer Schwenkstellung, in der der Schwenkabschnitt
82 verschwenkt ist und nicht orthogonal zur Auflageabschnitt-Unterseite 14 ausgerichtet
ist.
[0101] Der Schwenkabschnitt 82 umfasst exemplarisch die Gehäuseanordnung 80, das Sägeblatt
2 und zweckmäßigerweise die Antriebseinheit 86. Die Antriebseinheit 86 und das Sägeblatt
2 sind vorzugsweise relativ zur Gehäuseanordnung 80 linearbeweglich gelagert, um einzustellen,
wie weit das Sägeblatt 2 aus der Öffnung in der Auflagefläche 8 herausragt.
[0102] Die Gehäuseanordnung 80 umfasst exemplarisch eine Gehäuseschale 83, deren flächenmäßig
größte Seite, nachstehend auch als seitliche Seite 85 bezeichnet, in Normalstellung
normal zur y-Richtung ausgerichtet ist. Die Gehäuseschale 83 umfasst ferner eine orthogonal
zur seitlichen Seite 85 ausgerichtete Oberseite 84, die in der Normalstellung des
Schwenkabschnitts 82 parallel zur Auflageabschnitt-Unterseite 14 ausgerichtet ist.
Die Gehäuseschale 83 umfasst ferner eine orthogonal zur seitlichen Seite 85 und orthogonal
zur Oberseite 84 ausgerichtete Querseite 93, die zweckmäßigerweise normal zur x-Richtung
ausgerichtet ist.
[0103] Die Abdeckklappe 87 ist zweckmäßigerweise aus einem starren Material gefertigt, vorzugsweise
Metall. Zweckmäßigerweise ist die Abdeckklappe 87 als Abdeckblech ausgeführt. Die
Abdeckklappe 87 umfasst einen plattenförmigen Abdeckabschnitt 88. Die Abdeckklappe
87 ist länglich ausgeführt und mit ihrer Längsrichtung in x-Richtung ausgerichtet.
[0104] Die Abdeckklappe 87 ist exemplarisch an der Gehäuseanordnung 80, insbesondere an
der Querseite 93, und an der Stützstruktur, insbesondere an der Auflageabschnitt-Unterseite
14 gelagert. Exemplarisch umfasst die Abdeckklappe 87 einen ersten Befestigungsabschnitt
89, der zweckmäßigerweise als Lasche ausgebildet ist, und ist über den ersten Befestigungsabschnitt
89 verschwenkbar an der Gehäuseschale 83, insbesondere der Querseite 93, gelagert.
Die Abdeckklappe 87 umfasst ferner einen zweiten Befestigungsabschnitt 91, mit dem
die Abdeckklappe 87 zweckmäßigerweise linearbeweglich an der Stützstruktur 12, insbesondere
einem Führungsschlitz 92, gelagert ist. Der zweite Befestigungsabschnitt 91 ist zweckmäßigerweise
ein Randbereich der Abdeckklappe 87. Der Führungsschlitz 92 ist zweckmäßigerweise
ein Zwischenraum zwischen der Auflageabschnitt-Unterseite 14 und einem weiteren Element
der Stützstruktur 12. Alternativ kann der zweite Befestigungsabschnitt 91 auch fest
an der Stützstruktur 12 befestigt sein.
[0105] Exemplarisch ist die Abdeckklappe 87 durch Verschwenken des Schwenkabschnitts 82,
insbesondere der Gehäuseanordnung 80, von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung
versetzbar. Insbesondere wird die Abdeckklappe 87 dadurch von der ersten Stellung
in die zweite Stellung verschwenkt, dass der Schwenkabschnitt 82 von der Normalstellung
in die Schwenkstellung verschwenkt wird. Die Abdeckklappe 87 ist in der ersten Stellung
parallel zur Auflageabschnitt-Unterseite 14 ausgerichtet. Zweckmäßigerweise ist die
Abdeckklappe 87 in der ersten Stellung zumindest teilweise zwischen der Oberseite
84 und der Auflageabschnitt-Unterseite 14 angeordnet. In der zweiten Stellung ist
die Abdeckklappe 87 um eine horizontale Achse, insbesondere die x-Achse, geneigt zur
Auflageabschnitt-Unterseite 14 ausgerichtet.
[0106] Zweckmäßigerweise ist die Abdecklappe 87 derart an der Gehäuseanordnung 80 und der
Stützstruktur 12 gelagert, dass die Abdeckklappe 87 durch Verschwenkung der Gehäuseanordnung
80 gegensinnig zur Verschwenkbewegung der Gehäuseanordnung 80 verschwenkt wird.
[0107] Zweckmäßigerweise verfügt die Stützstruktur 12 über mehrere Standbeine 7, über die
der Auflageabschnitt 1 gegenüber dem Boden abstützbar ist. Zwischen den Standbeinen
7 sind jeweils freie Bereiche vorhanden, durch die ein Benutzer unter die Auflageabschnitt-Unterseite
14 greifen kann.
[0108] Mit der Gehäuseanordnung 80 und der Abdeckklappe 87 wird folglich eine Abdeckeinrichtung
bereitgestellt, die das Sägeblatt 2 so abdeckt, dass der Benutzer das Sägeblatt 2
unter dem Tisch nicht berühren kann. Die Abdeckeinrichtung kann auch als seitliche
Sägeblattabdeckung bezeichnet werden. Das Sägeblatt 2 ist winkel- und höhen-verstellbar.
Die seitliche Sägeblattabdeckung besteht aus mehreren Teilen, die das Sägeblatt zweckmäßigerweise
in allen Positionen des einstellbaren Bereichs abdecken und das Eindringen eines Fingers
zu dem Sägeblatt unter dem Tisch verhindern.
[0109] Ferner wird eine Zubehör-Befestigungsstruktur 100 bereitgestellt. Die Zubehör-Befestigungsstruktur
100 ist in der Figur 9 unbestückt und in der Figur 10 mit Zubehör bestückt gezeigt.
Die Zubehör-Befestigungsstruktur 100 kann für sich genommen oder als Teil einer Tischsäge,
insbesondere einer der vorstehend beschriebenen Tischsägen 10, 20, 30 bereitgestellt
sein.
[0110] Die Zubehör-Befestigungsstruktur 100 ist zweckmäßigerweise an der Auflageabschnitt-Unterseite
14 befestigt und erstreckt sich von der Auflageabschnitt-Unterseite 14 vertikal nach
unten. Die Zubehör-Befestigungsstruktur 100 ist im Wesentlichen plattenförmig ausgeführt
und mit ihrer Plattenebene normal zu einer Horizontalrichtung, exemplarisch normal
zur y-Richtung ausgerichtet. Die Zubehör-Befestigungsstruktur 100 umfasst eine Mehrzahl
an Schnittstellen, an denen Zubehörelemente für die Tischsäge befestigt werden können,
insbesondere Zubehörelemente, die aktuell nicht in Gebrauch sind. Die Zubehör-Befestigungsstruktur
100 dient insbesondere zur Aufbewahrung der Zubehörelemente. Die Zubehörelemente sind
im befestigten Zustand zweckmäßigerweise von außen frei zugänglich und vorzugsweise
werkzeuglos von der Zubehör-Befestigungsstruktur 100 abnehmbar.
[0111] Exemplarisch weist die Zubehör-Befestigungsstruktur 100 eine, mehrere oder sämtliche
der folgenden Schnittstellen auf: eine erste Schnittstelle 101, umfassend insbesondere
einen Rasthaken, zur Befestigung eines Schiebestocks 105, eine zweite Schnittstelle
102, umfassend insbesondere einen Rasthaken, zum Befestigen der Anschlagseinheit 50,
eine dritte Schnittstelle 103, umfassend insbesondere einen Rasthaken, zum Befestigen
des Spaltkeils 9, eine vierte Schnittstelle 104, umfassend insbesondere einen Rasthaken,
zum Befestigen eines Workcenters, beispielsweise einer Ersatzpatrone, insbesondere
für die Sicherheitsfunktion, und/oder eine fünfte Schnittstelle zur Befestigung der
Sägeblattabdeckung.
[0112] Die Zubehör-Befestigungsstruktur 100 dient vorzugsweise zur sicheren Aufbewahrung
der Zubehörelemente an der Tischsäge. Hierzu sind die genannten Schnittstellen an
der Zubehör-Befestigungsstruktur 100 ingegriert. Die Schnittstellen weisen zweckmäßigerweise
Fixierungselemente auf. Vorzugsweise ermöglicht die Zubehör-Befestigungsstruktur 100
dem Benutzer ein einfaches Entnehmen des Schiebestocks 105 von der normal zur x-Richtung
ausgerichteten Frontseite der Tischsäge.
[0113] Die Tasche wird mittels Schraube an der Tischplatte befestigung und um die horizontale
Bewegung zu reduzieren ist ein seitlicher Schnappverschluss vorhanden.
[0114] Ferner wird eine Absaugplatte 130 bereitgestellt. Die Absaugplatte 130 ist in der
Figur 11 unbestückt und in der Figur 12 mit Zubehör bestückt gezeigt. Die Absaugplatte
130 kann für sich genommen oder als Teil einer Tischsäge, insbesondere einer der vorstehend
beschriebenen Tischsägen 10, 20, 30 bereitgestellt sein. Zweckmäßigerweise ist die
Absaugplatte 130 unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite 14 angeordnet und umgibt
das Sägeblatt 2 zumindest teilweise. Die Absaugplatte 130 umfasst einen Sauganschluss
131, an dem ein Saugschlauch zum Absaugen von beim Sägen erzeugtem Staub befestigt
werden kann.
[0115] In vorteilhafter Weise umfasst die Absaugplatte 130 auf ihrer dem Sägeblatt 2 abgewandten
Seite eine erste Schnittstelle 141 für ein Ersatzsägeblatt 142 sowie weitere Schnittstellen
zur Befestigung von Zubehörelementen 135, insbesondere Werkzeugen zum Montieren und
Demontieren des Sägeblatts 2, 142 und des Dehnkeils und/oder Spaltkeils 9. Vorzugsweise
stellt wenigstens ein Zubehörelement 135 einen Teil der ersten Schnittstelle 141 dar.
[0116] Bei der vorliegenden Absaugplatte, die auch als Absaughaube bezeichnet werden kann,
ist die Funktion der Absaugplatte dahingehend erweitert, dass die Absaugplatte ferner
als Ersatzblatthalters dient und zur Aufbewahrung der Werkzeuge zum Montieren und
Demontieren des Sägeblattes und des Dehnkeils dient.
1. Tischsäge (30), umfassend eine Stützstruktur (12) mit einem Auflageabschnitt (1),
der eine Auflagefläche (8) zur Auflage eines Werkstücks (11) bereitstellt, sowie ein
Sägeblatt (2), das durch eine Öffnung des Auflageabschnitts (1) greift, so dass sich
zumindest ein Teil des Sägeblatts (2) unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite (14)
befindet, ferner umfassend eine unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite (14) befindliche
Gehäuseanordnung (80), die den unterhalb der Auflageabschnitt-Unterseite (14) befindlichen
Teil des Sägeblatts (2) umgibt, wobei das Sägeblatt (2) zusammen mit der Gehäuseanordnung
(80) relativ zum Auflageabschnitt (1) verschwenkbar ist, um einen Winkel zwischen
einer Schnittebene des Sägeblatts (2) und der Auflagefläche (8) einzustellen, wobei
die Tischsäge ferner eine Abdeckklappe (87) umfasst, die einen bei der Verschwenkung
der Gehäuseanordnung (80) entstehenden Spalt zwischen der Gehäuseanordnung (80) und
der Auflageabschnitt-Unterseite (14) abdeckt, um so zu verhindern, dass ein Benutzer
der Tischsäge durch den Spalt hin zum Sägeblatt greifen kann, wobei die Abdeckklappe
(87) durch Verschwenken der Gehäuseanordnung (80) von einer ersten Stellung in eine
zweite Stellung versetzbar ist, wobei die Abdeckklappe (87) in der ersten Stellung
im Wesentlichen parallel zur Auflagefläche (8) ausgerichtet ist und in der zweiten
Stellung um eine horizontale Achse geneigt zur Auflagefläche (8) ausgerichtet ist,
wobei die Tischsäge (30) ferner einen Stellabschnitt (3) umfasst, der dazu dient,
das Sägeblatt (2) um eine horizontale Schwenkachse zu verschwenken, wobei der Stellabschnitt
(3) einen an der Stützstruktur (12) angeordneten Lagerabschnitt (81) und einen Schwenkabschnitt
(82) umfasst, der relativ zum Lagerabschnitt (81) um die horizontale Schwenkachse
verschwenkbar gelagert ist und die Gehäuseanordnung (80) und das Sägeblatt (2) umfasst,
wobei die Abdeckklappe (87) dadurch von der ersten Stellung in die zweite Stellung
verschwenkbar ist, dass der Schwenkabschnitt (82) von einer Normalstellung in eine
Schwenkstellung verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkabschnitt (82) in der Normalstellung orthogonal zur Auflageabschnitt-Unterseite
(14) ausgerichtet ist und in der Schwenkstellung nichtorthogonal zur Auflageabschnitt-Unterseite
(14) ausgerichtet ist.
2. Tischsäge (30) nach Anspruch 1, wobei die Abdeckklappe (87) an der Gehäuseanordnung
(80) und/oder der Stützstruktur (12) beweglich gelagert ist.
3. Tischsäge (30) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Stützstruktur (12)
über mehrere Standbeine (7) verfügt, über die der Auflageabschnitt (1) gegenüber einem
Boden abstützbar ist, und zwischen den Standbeinen (7) jeweils freie Bereiche vorhanden
sind, durch die ein Benutzer unter die Auflageabschnitt-Unterseite (14) greifen kann.
4. Tischsäge (30) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Abdecklappe (87)
derart an der Gehäuseanordnung (80) und der Stützstruktur (12) gelagert ist, dass
die Abdeckklappe (87) durch Verschwenkung der Gehäuseanordnung (80) gegensinnig zur
Verschwenkbewegung der Gehäuseanordnung (80) verschwenkt wird.
5. Tischsäge (30) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Abdeckklappe (87)
aus einem starren Material gefertigt ist, vorzugsweise Metall, und/oder als Abdeckblech
ausgeführt ist.
6. Tischsäge (30) nach einem voranstehenden Anspruch, wobei die Gehäuseanordnung (80)
eine Gehäuseschale (83) umfasst, die eine Oberseite (84) aufweist, die in der Normalstellung
des Schwenkabschnitts (82) parallel zur Auflageabschnitt-Unterseite 14 ausgerichtet
ist.
7. Tischsäge (30) nach Anspruch 6, wobei die Abdeckklappe (87) in der ersten Stellung
zumindest teilweise zwischen der Oberseite (84) und der Auflageabschnitt-Unterseite
(14) angeordnet ist.
8. Tischsäge (30) nach einem voranstehenden Anspruch, wobei die Abdeckklappe (87) einen
ersten Befestigungsabschnitt (89) umfasst, der zweckmäßigerweise als Lasche ausgebildet
ist, und über den ersten Befestigungsabschnitt (89) verschwenkbar an einer/der Gehäuseschale
83 der Gehäuseanordnung 80 gelagert ist.
9. Tischsäge (30) nach einem voranstehenden Anspruch, wobei die Abdeckklappe (87) einen
zweiten Befestigungsabschnitt (91) umfasst, mit dem die Abdeckklappe (87) zweckmäßigerweise
linearbeweglich an der Stützstruktur (12), insbesondere einem Führungsschlitz 92,
gelagert ist.
10. Tischsäge (30) nach Anspruch 9, wobei der zweite Befestigungsabschnitt (91) ein Randbereich
der Abdeckklappe (87) ist.
11. Tischsäge (30) nach Anspruch 9 oder 10, wobei der Führungsschlitz (92) ein Zwischenraum
zwischen der Auflageabschnitt-Unterseite (14) und einem weiteren Element der Stützstruktur
(12) ist.