[0001] Die Erfindung betrifft eine Injektordüse zum Eindüsen eines ersten Fluids in eine,
von einem zweiten Fluid durchströmte Mischzone mit wenigstens einer Düsenöffnung,
deren durchströmbarer Querschnitt über einen lageveränderlichen Verschlusskörper änderbar
ist.
[0002] Die Erfindung betrifft ebenso eine Mischanordnung mit einer Injektordüse mit wenigstens
einer Düsenöffnung sowie die Anwendung der Injektordüse und der Mischanordnung.
[0003] Derartige Düsen werden u.a. in der Stoffaufbereitung einer Papierfabrik eingesetzt
um die Stoffdichte der Faserstoffsuspensionen zu reduzieren, zu erhöhen oder um der
Faserstoffsuspension ein chemisches Additiv zuzuführen.
[0004] Bekanntlich wird bei solchen Anlagen eine bestimmte Konsistenz der behandelten Faserstoffsuspension
eingestellt. In den Fällen, in denen eine Absenkung der Konsistenz durchgeführt werden
soll, wird einer dickeren Faserstoffsuspension eine Verdünnungsflüssigkeit, z.B. Rückwasser,
zugemischt.
[0005] Zur Bildung einer niedrigkonsistenten Faserstoffsuspension ist es aber ebenso möglich,
dass Verdünnungswasser oder einer Faserstoffsuspension mit sehr niedriger Konsistenz
eine hochkonsistente Faserstoffsuspension zugemischt wird.
[0006] Aus der
US 2002/0166645 A1 ist eine Mischvorrichtung für Papierfasersuspensionen bekannt, insbesondere zur Verwendung
in der Zuleitung zum Stoffauflauf. Sie ist versehen mit einem inneren Rohr für die
eine Komponente und einem äußeren Rohr für eine andere Komponente. Dabei endet das
innere Rohr innerhalb des äußeren, so dass stromabwärts die Vermischung erfolgen kann.
Diese wird unterstützt durch aufwändige wellenförmige Einbauten.
[0007] Die
DE 699 15 737 T2 beschreibt ein Verfahren für den Konstanten Teil, das zum Mischen von mehreren Suspensionen
mit unterschiedlichen Eigenschaften dient und bei dem ein Mischrohr verwendet wird.
In diesem Mischrohr wird als Hauptströmung ein großer Anteil des Siebwassers einer
Papiermaschine geführt. Um eine für den Stoffauflauf dieser Papiermaschine geeigneten
Faserstoff zu bilden, werden in das Mischrohr weitere Suspensionsströme eingemischt.
Diese sind z.B. der aus der Stoffaufbereitung kommende Frischstoff, also eine homogene
störstofffreie Faserstoffsuspension. In dieser Publikation wird empfohlen, die der
Hauptströmung zugegebenen zusätzlichen Suspensionen in einem Geschwindigkeitsverhältnis
zuzugeben, das einem Wert zwischen 3 und 15 entspricht. Bei diesem Stand der Technik
werden also die Treibstrahlen mit Suspensionen von relativ hoher Konsistenz gebildet.
Weitere Injektordüsen sind aus der
WO 2009/109299 A1,
JP S57 21019U,
WO 2014/200353 A1 -der eine Injektordüse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 offenbart-,
DE 197 20 528 A1,
US 3,782,884,
US 5,678,766,
DE 1 561 697 und der
[0008] US 5 030 526 bekannt. Darüber hinaus ist aus der
WO 2014/012814 eine Anlage zur Behandlung einer Sicherheitsfasern enthaltenden Faserstoffsuspension
bekannt.
[0009] Beim Zuführen eines Fluids in eine strömende Faserstoffsuspension stellt sich grundsätzlich
das Problem einer möglichst guten Durchmischung. Dies gilt insbesondere für das Einmischen
einer, ein chemisches Additiv enthaltenden Flüssigkeit in eine durch ein Rohr strömende
Faserstoffsuspension.
[0010] Dabei muss nämlich eine prozentual kleine Faserstoff- und/oder Additivmenge gleichmäßig
und gleichzeitig in die gesamte Faserstoffsuspension eingebracht werden. Außerdem
werden bei der Karton- und Verpackungspapierherstellung oft aus einer Produktionslinie
unterschiedliche Flächengewichte produziert, die unterschiedliche Stoffdichten am
Stoffauflauf bedingen.
[0011] Eine in der
DE10317865 beschriebene Dosierlanze kann dies noch nicht vollständig befriedigen.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher eine möglichst störungsfreie Eindüsung sowie
eine möglichst intensive Vermischung der Fluide mit relativ einfachen Mitteln zu gewährleisten.
[0013] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass sich der Verschlusskörper
auf der zur Mischzone weisenden Seite der Düsenöffnung befindet.
[0014] Über die Lage des Verschlusskörpers lassen sich die Größe des durchströmbaren Querschnitts
der Düsenöffnung und damit auch die Strahlgeschwindigkeit sowie der Druckverlust beim
ersten Fluid einstellen.
[0015] Da sich der Verschlusskörper dabei auf der zur Mischzone weisenden Seite der Düsenöffnung
befindet, vermindert sich die Gefahr einer Verstopfung durch Fasern oder Störstoffe
erheblich.
[0016] Soll der durchströmbare Querschnitt der Düsenöffnung vergrößert werden, so wird der
Verschlusskörper von der Düsenöffnung weg, d.h. in Richtung Mischzone bewegt.
[0017] Für eine Verkleinerung des durchströmbaren Querschnitts der Düsenöffnung wird der
Verschlusskörper zur Düsenöffnung hin oder sogar in die Düsenöffnung hinein verschoben.
[0018] Um diese Querschnittsänderung sowie die Lageveränderung des Verschlusskörpers möglichst
einfach zu gestalten, sollte der Verschlusskörper konzentrisch zur Düsenöffnung angeordnet
und/oder über eine durch die Düsenöffnung geführte Verschlusskörper-Achse verschiebbar
sein.
[0019] Im Interesse einer verbesserten Vermischung der Fluide in der Mischzone sollte der
durchströmbare Querschnitt zwischen Düsenöffnung und Verschlusskörper in seiner Breite
um die Düsenöffnung herum variieren. Damit variiert auch der Wirkbereich der Eindüsung.
[0020] Dabei hat es sich als besonders wirksam erwiesen, wenn der durchströmbare Querschnitt
zwischen Düsenöffnung und Verschlusskörper zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise
ausschließlich von mehreren Kanälen gebildet wird und jedem Kanal des durchströmbaren
Querschnitts ein separater, vorzugsweise lösbar mit einer Verschlusskörper-Achse des
Verschlusskörpers verbundener Verschlusskörper-Flügel zugeordnet ist.
[0021] Über die Verschlusskörper-Flügel lässt sich der durchströmbare Querschnitt des jeweiligen
Kanals verändern und schließen.
[0022] Da insbesondere die Verschlusskörper-Flügel einem hohen Verschleiß unterliegen, kann
über die lösbare Verbindung mit der Verschlusskörper-Achse ihr Austausch und damit
eine wesentliche Verlängerung der Einsatzdauer der Injektordüse ermöglicht werden.
[0023] Die Kanäle müssen wegen der Fasern und der damit verbundenen Verstopfungsgefahr möglichst
groß, aber zur Gewährleistung einer möglichst hohen Eindüsgeschwindigkeit möglichst
klein sein.
[0024] Auch unter Berücksichtigung einer einfachen Regulierbarkeit des wirksamen Querschnitts
der Kanäle sollten die Kanäle daher schlitzförmig ausgebildet sein und vorzugsweise
eine Breite zwischen 30 und 60 mm haben.
[0025] Zur Beeinflussung der Strömung des ersten Fluids, insbesondere zur Beschleunigung
sollte der Verschlusskörper, insbesondere die Verschlusskörper-Flügel auf der zur
Düsenöffnung weisenden Seite in Strömungsrichtung des ersten Fluids eine konkave oder
konvexe Form haben.
[0026] Für eine verbesserte Vermischung mit dem zweiten Fluid ist es vorteilhaft, wenn die
zur Düsenöffnung weisenden Seite des Verschlusskörpers, insbesondere der Verschlusskörper-Flügel
mit einer aus der Düsenöffnung geführten Verschlusskörper-Achse einen Winkel zwischen
30 und 75° bilden.
[0027] Darüber hinaus kann es hierzu ebenso von Vorteil sein, dass die zur Düsenöffnung
weisenden Seite des Verschlusskörpers, insbesondere der Verschlusskörper-Flügel Strömungsprofile
zur Beeinflussung der Strömung des ersten Fluids aufweisen.
[0028] Im Interesse einer verbesserten Handhabbarkeit bei einem eventuellen Austausch sollte
der Verschlusskörper, insbesondere die Verschlusskörper-Flügel lösbar auf der Verschlusskörper-Achse
angebracht, insbesondere auch hohl ausgebildet sein.
[0029] Dies wiederum erleichtert ihre Herstellung.
[0030] Mit Vorteil wird der Verschlusskörper zumindest teilweise, insbesondere seine Verschlusskörper-Flügel
vollständig schichtweise aus einem flüssigen, pastösen oder festen Werkstoff aufgetragen
und dabei einem physikalischen oder chemischen Härtungs- oder Schmelzprozess unterzogen.
Dies ermöglicht eine gewichts- und materialsparende Ausführung der Konstruktion.
[0031] Hinsichtlich der Mischanordnung ist wesentlich, dass in Strömungsrichtung vor der
Mischzone Störkörper mit zumindest einer Richtungskomponente senkrecht in die Strömung
des zweiten Fluids eintauchen. Hierdurch kommt es zur Bildung von Turbulenzen in der
Strömung des zweiten Fluids, was die Vermischung beider Fluide in der Mischzone fördert.
[0032] Besonders einfach und effizient ist dies, wenn die Störkörper am Gehäuse der Injektordüse
befestigt sind und dabei wenigstens ein Störkörper einen Teil der Düsenöffnung, insbesondere
einen Kanal umfasst.
[0033] Mit Vorteil sollte die Injektordüse zumindest im Wesentlichen in Strömungsrichtung
des zweiten Fluids ausgerichtet sein und die Mischzone vorzugsweise von einem, vom
zweiten Fluid durchströmten Mischrohr gebildet werden.
[0034] Eine bevorzugte Anwendung ergibt sich, wenn das erste Fluid von einer Faserstoffsuspension
gebildet wird, deren Faserstoffdichte vorzugsweise zwischen 2,5 und 4,5% liegt und/oder
das zweite Fluid von Wasser oder einer Faserstoffsuspension geringer Faserstoffdichte
gebildet wird.
[0035] Im Ergebnis kann so auch die Mischgüte über einen weiten Produktionsbereich gewährleistet
werden.
[0036] Nachfolgend soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert
werden. In der beigefügten Zeichnung zeigt:
Figur 1: einen schematischen Querschnitt durch eine Mischanordnung;
Figur 2: eine Ansicht der Injektordüse 3;
Figur 3: einen schematischen Querschnitt durch eine Injektordüse 3 und
Figur 4: eine Seitenansicht einer anderen Injektordüse 3.
[0037] Eine wichtige Anwendung der Erfindung ist die Bereitstellung und Konditionierung
von Stoffströmen im Konstantteil vor einem Stoffauflauf einer Papiermaschine.
[0038] Der in Figur 1 dargestellten Mischvorrichtung in Form eines Mischrohres, wird als
Hauptströmung (zweites Fluid 2) eine Verdünnungsflüssigkeit, beispielsweise Siebwasser
über einen Zulauf zugeführt. An den Zulauf schließt sich in Strömungsrichtung der
Verdünnungsflüssigkeit ein Rohrbogen an, welcher eine Krümmung von mindestens 45°,
insbesondere ca. 90° aufweist.
[0039] Im Bereich dieses Rohrbogens wird über einen anderen Zulauf mit einer Injektordüse
3 eine hochkonsistente Faserstoffsuspension (erstes Fluid 1) in die Verdünnungsflüssigkeit
zugeführt, deren Konsistenz in einem Bereich zwischen 2 und 6 %, insbesondere zwischen
2,5 und 4,5% liegt.
[0040] Die dem Zusammenführen der beiden Fluide 1,2 nachfolgende Mischzone 4 liegt in dem
auf den Rohrbogen folgenden geraden Rohrstück und kann zur Verbesserung der Durchmischung
noch einen hier nicht dargestellten statischen Mischer besitzen.
[0041] Darüber hinaus kann der Hauptstrom (zweites Fluid 2) auch über eine Querschnittsverminderung
im Bereich der Injektordüse 3 zur besseren Mischung beschleunigt werden.
[0042] Dabei wird die hochkonsistente Faserstoffsuspension (erstes Fluid 1) mit einer Strömungsgeschwindigkeit
zugeführt, die zwischen 5 und 15 m/s liegt und höher als die Strömungsgeschwindigkeit
der Verdünnungsflüssigkeit (Fluid 2) ist.
[0043] Damit die hochkonsistente Faserstoffsuspension (erstes Fluid 1) möglichst in das
Zentrum des Stromes der Verdünnungsflüssigkeit (zweites Fluid 2) gelangt, ragt die
Injektordüse 3 relativ weit über die Innenwand des Rohrbogens hinaus. Dabei ist die
mittig im geraden Rohrstück der Mischzone 4 angeordnete Injektordüse 3 in Strömungsrichtung
des zweiten Fluids 2 ausgerichtet.
[0044] Nach der Vermischung kann die Faserstoffsuspension durch eine Rohrleitung zu einem
Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer
Papierbahn geführt werden.
[0045] Die Injektordüse 3 zum Eindüsen des ersten Fluids 1 in die, von dem zweiten Fluid
2 durchströmte Mischzone 4 besitzt eine Düsenöffnung 5, deren durchströmbarer Querschnitt
über einen lageveränderlichen Verschlusskörper 6 änderbar ist.
[0046] Gemäß den Figuren 2 und 3 befindet sich der Verschlusskörper 6 dabei auf der zur
Mischzone 4 weisenden Seite der Düsenöffnung 5.
[0047] Zur Vergrößerung des durchströmbaren Querschnitts der Düsenöffnung 5 wird der Verschlusskörper
6 in Strömungsrichtung des Fluids 1 von der Düsenöffnung weg bewegt.
[0048] Eine Bewegung des Verschlusskörpers 6 entgegen der Strömungsrichtung des Fluids 1
zur Düsenöffnung 5 hin führt zu einer Verkleinerung der wirksamen Düsenöffnung 5 und
am Ende zu deren Verschluss.
[0049] Hierzu ist der Verschlusskörper 6 konzentrisch zur Düsenöffnung 5 angeordnet und
über eine durch die Düsenöffnung 5 aus dem Rohrbogen herausgeführte Verschlusskörper-Achse
7 verschiebbar.
[0050] Der nach der Düsenöffnung 5 folgende Verschlusskörper 6 erweist sich zur Vermeidung
von Verstopfungen infolge des hohen Faseranteils als vorteilhaft.
[0051] Um die Vermischung der beiden Fluide 1,2 in der Mischzone 4 zu fördern, wird der
durchströmbare Querschnitt zwischen Düsenöffnung 5 und Verschlusskörper 6, wie in
Figur 2 zu erkennen, von mehreren, von der Verschlusskörper-Achse 7 radial verlaufenden,
schlitzförmigen Kanälen 8 gebildet.
[0052] Die Anzahl der Kanäle 8 liegt dabei zwischen 2 und 10, bevorzugt zwischen 4 und 8
und die Schlitzbreite zwischen 30 und 60 mm.
[0053] Zur Veränderung des durchströmbaren Querschnitts dieser Kanäle 8 ist jedem Kanal
8 ein separater, lösbar mit der Verschlusskörper-Achse 7 des Verschlusskörpers 6 verbundener
Verschlusskörper-Flügel 9 zugeordnet.
[0054] Die bei Öffnung der Injektordüse 3 zumindest teilweise in die Mischzone 4 hineinragenden
Teile des Verschlusskörpers 6, d.h. der Verschlusskörper-Flügel 9 sowie der Verschlusskörper-Achse
7 führen zusätzlich zur Verwirbelung und unterstützen so die Vermischung der Fluide
1,2.
[0055] Um dem Fluid 1 bei seiner Eindüsung zur Intensivierung der Vermischung eine Richtungskomponente
quer zur Strömungsrichtung des zweiten Fluids 2 zu geben, bildet die zur Düsenöffnung
5 weisende Seite des Verschlusskörpers 6, d.h. der Verschlusskörper-Flügel 9, wie
in Figur 3 zu sehen, mit der aus der Düsenöffnung 5 geführten Verschlusskörper-Achse
7 einen Winkel zwischen 30 und 75°.
[0056] Zur Beschleunigung des einzudüsenden ersten Fluids 1, können die Verschlusskörper-Flügel
9, wie angedeutet, auf der zur Düsenöffnung 5 weisenden Seite in Strömungsrichtung
des ersten Fluids 1 eine konkave oder konvexe Form aufweisen.
[0057] Auch Strömungsprofile zur Beeinflussung der Strömung des ersten Fluids 1, wie Kerben,
Barrieren usw. können auf dieser Seite der Verschlusskörper-Flügel 9 angeordnet werden.
[0058] Zwecks Bildung von Turbulenzen im Strom des zweiten Fluids 2 sind bei Figur 4 in
Strömungsrichtung vor der Mischzone 4 mehrere Störkörper 11 vorhanden, die (quer zur
Strömungsrichtung des zweiten Fluids 2) in die Strömung des zweiten Fluids 2 eintauchen.
Diese Turbulenzen verbessern die Durchmischung beider Fluide 1,2 in der nachfolgenden
Mischzone 4 erheblich.
[0059] Im Interesse einer einfachen, aber wirkungsvollen Konstruktion sind die Störkörper
11 am Gehäuse 10 der Injektordüse 3 befestigt, oder wie in Figur 4 zu sehen, sogar
Teil des Gehäuses 10.
[0060] Um dabei mit den Störkörpern 11 möglichst nah an die Düsenöffnung 5 und damit auch
an die Mischzone 4 heranzukommen, umfasst hier jeder Störkörper 11 einen Teil der
Düsenöffnung 5. Dementsprechend mündet bei der Lösung gemäß Figur 4 aus jedem Störkörper
11 je ein Kanal 8 in die Mischzone 4.
[0061] Das Gehäuse 10 der Injektordüse 3 wie auch der Verschlusskörper 6 können zumindest
teilweise aus Metall oder Kunststoff, insbesondere faserverstärktem Kunststoff bestehen.
Als Gehäuse 10 eignet sich insbesondere auch ein Klöpperbodenprofil, in welches Schlitze
für die Kanäle 8 eingefräst werden.
[0062] Zur Erleichterung der Montage und damit auch eines Austausches der Verschlusskörper-Flügel
9 im Falle ihres Verschleißes sind diese lösbar auf der Verschlusskörper-Achse 7 angebracht
und hohl ausgebildet.
[0063] Dies wiederum ermöglicht eine vereinfachte Herstellung, indem die Verschlusskörper-Flügel
9 vollständig schichtweise aus einem flüssigen, pastösen oder festen Werkstoff aufgetragen
und dabei einem physikalischen oder chemischen Härtungs- oder Schmelzprozess unterzogen
werden.
1. Injektordüse (3) zum Eindüsen eines ersten Fluids (1) in eine, von einem zweiten Fluid
(2) durchströmte Mischzone (4) mit wenigstens einer Düsenöffnung (5), deren durchströmbarer
Querschnitt über einen lageveränderlichen Verschlusskörper (6) änderbar ist, wobei
sich der Verschlusskörper (6) auf der zur Mischzone (4) weisenden Seite der Düsenöffnung
(5) befindet, wobei
der durchströmbare Querschnitt zwischen Düsenöffnung (5) und Verschlusskörper (6)
von mehreren Kanälen (8) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Kanal (8) des durchströmbaren Querschnitts ein separater Verschlusskörper-Flügel
(9) zugeordnet ist.
2. Injektordüse (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschlusskörper (6) konzentrisch zur Düsenöffnung (5) angeordnet ist.
3. Injektordüse (3) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschlusskörper (6) über eine durch die Düsenöffnung (5) geführte Verschlusskörper-Achse
(7) verschiebbar ist.
4. Injektordüse (3) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der durchströmbare Querschnitt zwischen Düsenöffnung (5) und Verschlusskörper (6)
in seiner Breite um die Düsenöffnung (5) herum variiert.
5. Injektordüse (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschlusskörper-Flügel (9) lösbar mit einer Verschlusskörper-Achse (7) des Verschlusskörpers
(6) verbunden ist.
6. Injektordüse (3) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kanäle (8) schlitzförmig ausgebildet sind.
7. Injektordüse (3) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschlusskörper (6) auf der zur Düsenöffnung (5) weisenden Seite eine konkave
oder konvexe Form haben.
8. Injektordüse (3) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zur Düsenöffnung (5) weisende Seite des Verschlusskörpers (6) mit einer aus der
Düsenöffnung (5) geführten Verschlusskörper-Achse (7) einen Winkel zwischen 30 und
75° bilden.
9. Injektordüse (3) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zur Düsenöffnung (5) weisende Seite des Verschlusskörpers (6) Strömungsprofile
zur Beeinflussung der Strömung des ersten Fluids (1) aufweisen.
10. Injektordüse (3) nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschlusskörper (6) hohl ausgebildet sind.
11. Mischanordnung mit einer Injektordüse (3) zum Eindüsen eines ersten Fluids (1) in
eine, von einem zweiten Fluid (2) durchströmte Mischzone (4) mit wenigstens einer
Düsenöffnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Strömungsrichtung vor der Mischzone (4) Störkörper (11) in die Strömung des zweiten
Fluids (2) eintauchen.
12. Mischanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Störkörper (11) am Gehäuse (10) der Injektordüse (3) befestigt sind.
13. Mischanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Störkörper (11) einen Teil der Düsenöffnung (5) umfasst.
14. Mischanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Injektordüse (3) in Strömungsrichtung des zweiten Fluids (2) ausgerichtet ist
und die Mischzone (4) von einem, vom zweiten Fluid (2) durchströmten Mischrohr gebildet
wird.
15. Anwendung einer Injektordüse nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei das erste
Fluid (1) von einer Faserstoffsuspension gebildet wird, deren Faserstoffdichte zwischen
2,5 und 4,5% liegt und/oder das zweite Fluid (2) von Wasser oder einer Faserstoffsuspension
geringerer Faserstoffdichte gebildet wird.
1. Injector nozzle (3) for injection of a first fluid (1) into a mixing zone (4), flowed
through by a second fluid (2), with at least one nozzle opening (5) whose through-flowable
cross section is changeable via a closure body (6) whose position is variable, wherein
the closure body (6) is situated on that side of the nozzle opening (5) which is directed
towards the mixing zone (4), wherein the through-flowable cross section between nozzle
opening (5) and closure body (6) is formed by multiple channels (8), characterized in that each channel (8) of the through-flowable cross section is assigned a separate closure-body
vane (9).
2. Injector nozzle (3) according to Claim 1,
characterized
in that the closure body (6) is arranged concentrically in relation to the nozzle opening
(5).
3. Injector nozzle (3) according to Claim 1 or 2, characterized
in that the closure body (6) is displaceable via a closure-body pin (7) which is guided through
the nozzle opening (5).
4. Injector nozzle (3) according to one of the preceding claims,
characterized
in that, in terms of its width, the through-flowable cross section between nozzle opening
(5) and closure body (6) varies around the nozzle opening (5).
5. Injector nozzle (3) according to Claim 1,
characterized
in that the closure-body vane (9) is releasably connected to a closure-body pin (7) of the
closure body (6).
6. Injector nozzle (3) according to Claim 5, characterized
in that the channels (8) are of slot-like form.
7. Injector nozzle (3) according to one of the preceding claims,
characterized
in that the closure body (6) has a concave or convex shape on the side which is directed
towards the nozzle opening (5).
8. Injector nozzle (3) according to one of the preceding claims,
characterized
in that that side of the closure body (6) which is directed towards the nozzle opening (5)
forms an angle of between 30° and 75° with a closure-body pin (7) which is guided
out of the nozzle opening (5).
9. Injector nozzle (3) according to one of the preceding claims,
characterized
in that that side of the closure body (6) which is directed towards the nozzle opening (5)
has flow profiles for influencing the flow of the first fluid (1).
10. Injector nozzle (3) according to one of the preceding claims,
characterized
in that the closure body (6) is of hollow form.
11. Mixing arrangement with an injector nozzle (3) for injection of a first fluid (1)
into a mixing zone (4), flowed through by a second fluid (2), with at least one nozzle
opening (5) according to one of the preceding claims,
characterized
in that disturbance bodies (11) project into the flow of the second fluid (2) before the
mixing zone (4) in the flow direction.
12. Mixing arrangement according to Claim 11, characterized in that the disturbance bodies (11) are fastened to the housing (10) of the injector nozzle
(3).
13. Mixing arrangement according to Claim 11 or 12, characterized in that at least one disturbance body (11) comprises a part of the nozzle opening (5).
14. Mixing arrangement according to one of Claims 11 to 13, characterized in that the injector nozzle (3) is oriented in the flow direction of the second fluid (2),
and the mixing zone (4) is formed by a mixing tube which is flowed through by the
second fluid (2).
15. Use of an injector nozzle according to one of the preceding claims, wherein the first
fluid (1) is formed by a fibrous suspension whose stock consistency is between 2.5%
and 4.5%, and/or the second fluid (2) is formed by water or a fibrous suspension of
lower stock consistency.
1. Buse d'injecteur (3) servant à l'injection d'un premier fluide (1) dans une zone de
mélange (4) traversée par un deuxième fluide (2), comportant au moins une ouverture
de buse (5) dont la section transversale pouvant être traversée peut être modifiée
par le biais d'un corps de fermeture (6) de position modifiable, le corps de fermeture
(6) se trouvant sur le côté de l'ouverture de buse (5) tourné vers la zone de mélange
(4), la section transversale pouvant être traversée étant formée par plusieurs canaux
(8) entre l'ouverture de buse (5) et le corps de fermeture (6), caractérisée en ce qu'une aile de corps de fermeture distincte (9) est associée à chaque canal (8) de la
section transversale pouvant être traversée.
2. Buse d'injecteur (3) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le corps de fermeture (6) est disposé de manière concentrique à l'ouverture de buse
(5).
3. Buse d'injecteur (3) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que
le corps de fermeture (6) est déplaçable par le biais d'un axe de corps de fermeture
(7) guidé à travers l'ouverture de buse (5).
4. Buse d'injecteur (3) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la section transversale pouvant être traversée varie en largeur autour de l'ouverture
de buse (5) entre l'ouverture de buse (5) et le corps de fermeture (6).
5. Buse d'injecteur (3) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'aile de corps de fermeture (9) est reliée de manière libérable à un axe (7) du corps
de fermeture (6).
6. Buse d'injecteur (3) selon la revendication 5, caractérisée
en ce que les canaux (8) sont réalisés en forme de fentes.
7. Buse d'injecteur (3) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le corps de fermeture (6) a une forme concave ou convexe sur le côté tourné vers l'ouverture
de buse (5).
8. Buse d'injecteur (3) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le côté, tourné vers l'ouverture de buse (5), du corps de fermeture (6) forme un angle
entre 30 et 75° avec un axe de corps de fermeture (7) guidé hors de l'ouverture de
buse (5).
9. Buse d'injecteur (3) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le côté, tourné vers l'ouverture de buse (5), du corps de fermeture (6) présente des
profilés d'écoulement servant à influencer l'écoulement du premier fluide (1).
10. Buse d'injecteur (3) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le corps de fermeture (6) est réalisé de manière creuse.
11. Ensemble de mélange comportant une buse d'injecteur (3) servant à l'injection d'un
premier fluide (1) dans une zone de mélange (4) traversée par un deuxième fluide (2),
comportant au moins une ouverture de buse (5) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des corps perturbateurs (11) pénètrent dans l'écoulement du deuxième fluide (2) en
amont de la zone de mélange (4) dans le sens d'écoulement.
12. Ensemble de mélange selon la revendication 11, caractérisé en ce que les corps perturbateurs (11) sont fixés au boîtier (10) de la buse d'injecteur (3).
13. Ensemble de mélange selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'au moins un corps perturbateur (11) comprend une partie de l'ouverture de buse (5).
14. Ensemble de mélange selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que la buse d'injecteur (3) est orientée dans le sens d'écoulement du deuxième fluide
(2) et la zone de mélange (4) est formée par un tube de mélange traversé par le deuxième
fluide (2).
15. Utilisation d'une buse d'injecteur selon l'une des revendications précédentes, le
premier fluide (1) étant formé par une suspension de matière fibreuse dont la densité
de matière fibreuse se situe entre 2,5 et 4,5% et/ou le deuxième fluide (2) est formé
par de l'eau ou une suspension de matière fibreuse de plus faible densité de matière
fibreuse.