[0001] Die Erfindung betrifft ein Seitengitter für ein Bett, insbesondere für ein Kranken-
und/oder Pflegebett, mit einem ersten Schwenkarm und einem zweiten Schwenkarm, die
im endmontierten Zustand in einer in Bettlängsrichtung verlaufenden Vertikalebene
des Bettes verschwenkbar am Bett angeordnet und aus einer Gebrauchsstellung in eine
Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführbar sind, sowie mit einem Seitengitterholm,
der einendseitig verschwenkbar am ersten Schwenkarm und anderendseitig verschwenkbar
am zweiten Schwenkarm angeordnet ist.
[0002] Seitengitter für Betten, insbesondere für Kranken- und/oder Pflegebetten sind aus
dem Stand an sich gut bekannt, weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises
an dieser Stelle nicht bedarf. Es sei daher auch nur beispielhaft auf die
DE 20 2012 101 327 U1, die
DE 20 2012 013 335 U1 und die
DE 20 2005 005 794 U1 verwiesen.
[0003] Ein Bett, insbesondere ein Kranken- und/oder Pflegebett verfügt typischerweise über
ein Bettgestell, das sich zwischen zwei Betthäuptern, nämlich dem Kopfhaupt einerseits
und dem Fußhaupt andererseits erstreckt. Dabei dient das Bettgestell der Aufnahme
beispielsweise eines Lattenrosts, der im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall eine eine
Liegenfläche bereitstellende Matratze abstützt.
[0004] In der Regel sind insbesondere Kranken- und/oder Pflegebetten mit einem Seitengitter
ausgerüstet. Dieses dient dem Schutz einer im Bett liegenden Person vor einem insbesondere
unbeabsichtigten Herausfallen aus dem Bett. Es sind je Bett bevorzugterweise zwei
Seitengitter vorgesehen, die sich jeweils entlang einer der Längsseiten des Bettes
erstrecken.
[0005] Ein Seitengitter ist bewegbar ausgebildet und kann aus einer Gebrauchsstellung in
eine Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführt werden. In der Nichtgebrauchsstellung
ist einer Person der Einstieg ins Bett gestattet. Sobald das Seitengitter aus der
Nichtgebrauchsstellung in die Gebrauchsstellung überführt ist, findet in bestimmungsgemäßer
Weise die Sicherungsfunktion des Seitengitters Anwendung.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind in vielfacher Ausführung Seitengitterkonstruktionen
bekannt geworden, insbesondere mit Blick auf die Überführungsmöglichkeit des Seitengitters
aus der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt.
[0007] Gemäß einer ersten vorbekannten Konstruktion sind die Seitengitterholme eines Seitengitters
einendseitig am Kopfhaupt und anderendseitig am Fußhaupt des Bettes höhenverfahrbar
angeordnet. Diese Konstruktion gestattet es, die Seitengitterholme eines Seitengitters
in Höhenrichtung des Bettes zu verfahren, wobei die Seitengitterholme von den Betthäuptern
getragen sind. Alternativ hierzu können teleskopartig verfahrbare Stützen vorgesehen
sein, die die Seitengitterholme tragen. Aber auch in diesem Fall findet eine Verfahrbewegung
der Seitengitterholme in Höhenrichtung statt.
[0008] Gemäß einer weiteren aus dem Stand der Technik vorbekannten Konstruktion ist ein
Seitengitter verschwenkbar am Bett angeordnet. Dabei können die Seitengitter entweder
in einer in Bettlängsrichtung verlaufenden Vertikalebene des Bettes und/oder quer
hierzu verschwenkt werden.
[0009] Die Erfindung geht indes von einem Stand der Technik aus, wonach ein Seitengitter
über zwei Schwenkarme verfügt. Diese sind im endmontierten Zustand am Bett verschwenkbar
angeordnet, und zwar in einer in Bettlängsrichtung verlaufenden Vertikalebene des
Bettes. Die Schwenkarme können mithin in Bettlängsrichtung verschwenkt werden, und
zwar je nach Verschwenkrichtung entweder in Richtung auf das Betthaupt oder in Richtung
auf das Kopfhaupt.
[0010] Zwischen den beiden Schwenkarmen ist ein Seitengitterholm vorgesehen, der einendseitig
verschwenkbar am ersten Schwenkarm und anderendseitig verschwenkbar am zweiten Schwenkarm
angeordnet ist. Der Seitengitterholm ist mithin durch die beiden Arme zwangsgeführt,
wobei ein Verschwenken der beiden Schwenkarme zu einem Verfahren des Seitengitterholms
in Betthöhenrichtung führt. Insgesamt ist mit dieser vorbekannten Konstruktion eine
Vier-Gelenkkette gegeben, die durch das Bett als Basis, die beiden daran verschwenkbar
angeordneten Schwenkarme sowie den an den Schwenkarmen verschwenkbar angeordneten
Seitengitterholm gebildet ist.
[0011] Gemäß dem Stand der Technik sind sowohl die Schwenkarme als auch der Seitengitterholm
dieser vorbekannten Konstruktion insbesondere aus Stabilitäts- und Kostengründen aus
Stahl gebildet. Dabei ist ein jeder Schwenkarm durch ein einendseitig am Bett verschwenkbar
angeordnetes Rohr gebildet. Zur verschwenkbaren Anordnung eines Seitengitterholms
an dem als Schwenkarm dienenden Rohr ist ein mit einem Lagerauge ausgerüstetes Flachmaterial
vorgesehen, das mit dem Rohr verschweißt ist. Die drehverschwenkbare Anordnung des
Seitengitterholms am Schwenkarm ist durch eine Schraubverbindung realisiert, die durch
eine Lagerbohrung im Seitengitterholm einerseits und das vom Flachmaterial des Schwenkarms
bereitgestellte Lagerauge andererseits geführt ist.
[0012] Obgleich sich diese aus dem Stand der Technik vorbekannte Konstruktion im alltäglichen
Praxiseinsatz bewährt hat, ist sie nicht frei von Nachteilen.
[0013] So haftet der vorbekannten Konstruktion ein verwenderseitiges Quetschrisiko an, womit
auch im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall Verletzungsgefahr besteht. Dieses Quetsch-
oder Klemmrisiko ergibt sich insbesondere dadurch, dass der Seitengitterholm und das
das Lagerauge bereitstellende Flachmaterial des Schwenkarms in Holmquerrichtung hintereinander
angeordnet sind. Infolgedessen kommt es bei einer Verschwenkbewegung zu einem Schereneffekt
zwischen Flachmaterial und Seitengitterholm. Im Extremfall, insbesondere wenn das
Seitengitter ungebremst aus der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung überführt
wird, kann dieser zwischen Flachmaterial und Seitengitterholm auftretende Schereneffekt
zu Verletzungen bei eingeklemmten Gliedmaßen, insbesondere verwenderseitigen Fingern
führen.
[0014] Des Weiteren ist das hohe Gewicht der vorbekannten Stahlkonstruktion von Nachteil.
Dieser Nachteil kommt insbesondere dann zum Tragen, wenn das Seitengitter am Bett
zu montieren und/oder neu in Relation zum Bett zu positionieren ist.
[0015] Darüber hinaus erweist sich die vorbekannte Konstruktion trotz ihrer technisch einfachen
Ausgestaltung als nicht besonders kosteneffektiv in der Herstellung, da eine Mehrzahl
von einzelnen aufeinander nachfolgenden Herstellungsschritten erforderlich ist, die
zum Teil händisch auszuführen sind. Dies betrifft insbesondere die Ausbildung der
Schweißverbindung zwischen dem Rohr und dem Flachmaterial des Schwenkarms sowie die
Ausbildung der Schraubverbindung zwischen Schwenkarm und Seitengitterholm zur gelenkigen
Anordnung des Seitengitterholms am Schwenkarm. Zudem ist in aller Regel eine Nachbearbeitung
zwecks Gratentfernung erforderlich, ebenso wie die Ausbildung einer abschließenden
Beschichtung durch zum Beispiel Lackieren.
[0016] Es ist ausgehend vom Vorbeschriebenen die
Aufgabe der Erfindung, ein gattungsgemäßes Seitengitter konstruktiv dahingehend weiterzuentwickeln,
dass eine noch weiter vergünstigte Herstellung bei gleichzeitiger Verbesserung der
Verwendungssicherheit erreicht ist.
[0017] Zur
Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung ein Seitengitter der eingangs genannten Art
vorgeschlagen, das sich dadurch auszeichnet, dass die beiden Schwenkarme aus Kunststoff
bestehen.
[0018] Die erfindungsgemäße Lösung ist verblüffend einfach, indem die nach dem Stand der
Technik bislang aus Stahl gefertigten Schwenkarme aus Kunststoff gebildet sind. Trotz
dieser verblüffend einfachen Lösung ergibt sich mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung
eine Reihe von Vorteilen. Allem voran ist das Verletzungsrisiko minimiert. Denn die
Ausgestaltung der Schwenkarme aus Kunststoff bietet die Möglichkeit, Anlenkpunkte
zur Anordnung des Seitengitterholms am Schwenkarm einstückig an dem aus Kunststoff
gebildeten Schwenkarm auszubilden. Auf ein nachträglich angeschweißtes Flachmaterial
kann im Unterschied zum Stand der Technik verzichtet werden, so dass im Falle einer
bestimmungsgemäßen Verschwenkbewegung auch keine Schwerenkräfte auftreten. Da sich
im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall ein Schwenkarm und der Seitengitterholm relativ
zueinander bewegen, besteht natürlich nach wie vor die Gefahr einer ungewollten Einklemmung,
es ist aber im Unterschied zum Stand der Technik vermieden, dass zwei relativ zueinander
verschwenkende Bauteile scherengleich aneinander vorbeigeführt werden. Insofern ermöglicht
die erfindungsgemäße Konstruktion eine erhebliche Verminderung des Verletzungsrisikos.
Im Ergebnis ist die erfindungsgemäße Ausgestaltung in der Anwendung sehr viel sicherer.
[0019] Des Weiteren ist von Vorteil, dass die aus Kunststoff gebildeten Schwenkarme im Unterschied
zum Stand der Technik ein sehr viel geringeres Gewicht aufweisen. Dies vereinfacht
zum einen die Montage und ermöglicht zum anderen eine leichter zu handhabende Positionsausrichtung
des Seitengitters in Relation zum Bett, auch im Falle einer nachträglichen Positionsanpassung.
[0020] Nicht zuletzt ist die erfindungsgemäße Konstruktion im Unterschied zum Stand der
Technik preisgünstiger in der Herstellung. Insbesondere fallen händisch durchzuführende
Montagearbeiten weg. Denn weder bedarf es einer separaten Ausbildung von Verschraubungen,
noch ist im Nachgang einer Montage eine Nachbehandlung beispielsweise in Form einer
Lackierung erforderlich. Es sind lediglich die Schwenkarme einerseits sowie der Seitengitterholm
andererseits herzustellen und miteinander zu verbinden, was aufgrund der erfindungsgemäßen
Ausgestaltung der Schwenkarme werkzeuglos durch Aufklipsen oder Verrasten erfolgen
kann. Dies stellt gegenüber dem Stand der Technik eine erhebliche Montagevereinfachung
dar, was sich im Ergebnis in vorteilhafter Weise auch in verringerten Herstellkosten
niederschlägt.
[0021] Insgesamt ermöglicht die erfindungsgemäße Ausgestaltung bei gleichzeitiger Verminderung
des Verletzungsrisikos im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall eine vereinfachte und
damit auch kostengünstigere Herstellung und Montage.
[0022] Der Einsatz von Kunststoff als Material zur Ausbildung eines Seitengitters ist aus
dem Stand der Technik natürlich nicht unbekannt. So sind insbesondere einstückig aus
Kunststoff hergestellte Seitengitter bekannt, die wangenartig ausgebildet und als
solche verschwenkbar am Bett angeordnet sind. Das erfindungsgemäße Seitengitter betrifft
aber im Unterschied zu dieser Konstruktion eine Ausgestaltung, dergemäß nach Art einer
Vier-Gelenkkette ein verschwenkbar an Schwenkarmen angeordneter Seitengitterholm vorgesehen
ist. Insbesondere aus Stabilitätsgründen ist ein Seitengitter dieser Bauart gemäß
dem Stand der Technik als Schweißkonstruktion aus Stahl gebildet. Erst mit der Erfindung
wird eine hiervon abweichende Konstruktion vorgeschlagen, indem die Schwenkarme aus
Kunststoff gebildet werden. Hierdurch entsteht eine Materialkombination, und es werden
die schon vorstehend erläuterten Vorteile erreicht. Dabei stellt sich infolge der
erfindungsgemäßen Merkmalskombination der synergetische Effekt ein, dass nicht nur
eine vereinfachte Konstruktion gegeben ist, die eine preisgünstigere und vereinfache
Montage ermöglicht, es wird darüber hinaus auch die Handhabung verbessert, da konstruktionsbedingt
das verwenderseitige Verletzungsrisiko im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall minimiert
ist. Dabei überwindet die erfindungsgemäße Konstruktion den Vorbehalt, die Schwenkarme
müssten aus Stabilitätsgründen aus Stahl gebildet sein.
[0023] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Seitengitterholm
aus Metall, vorzugsweise aus Stahl oder Aluminium besteht. Dabei ist der Seitengitterholm
in bevorzugt einfacher Weise als Rohr oder Profilelement ausgebildet, was eine passgenaue
Ablängung von einem Materialstrang ermöglicht. Eine besonders günstige Herstellung
ist so gestattet.
[0024] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass der Seitengitterholm
ein Hohlprofilelement mit einem Hohlraum ist, der einen von der Kreisform abweichenden
Querschnitt aufweist. Um zu verhindern, dass in den hohl ausgebildeten Seitengitterholm
Staub, Dreck oder sonstige Verschmutzungen endseitig eindringen, ist es bevorzugt,
den Seitengitterholm einendseitig wie anderendseitig mit einer Kappe zu verschließen.
Bei einer solchen Kappe kann es sich beispielsweise um eine aus Kunststoff gefertigte
Kappe handeln. Diese kann in einfacher Weise endseitig in den Seitengitterholm eingepresst
und dadurch verliersicher befestigt sein. Weiterer Fixier- oder Verbindungsmittel
bedarf es insofern nicht. Um eine verdrehsichere Anordnung der Kappe am Seitengitterholm
sicherzustellen, ist der Hohlraum des Seitengitterholms bevorzugterweise von der Kreisform
abweichend ausgebildet. Es kann eine ovale oder auch eine polygonale Querschnittskontur
vorgesehen sein. Entscheidend ist, dass aufgrund der von der Kreisform abweichenden
Querschnittsform konstruktionsbedingt eine verdrehsichere Anordnung einer Kappe am
Seitengitterholm sichergestellt ist.
[0025] Die bevorzugterweise endseitig eines Seitengitterholms vorgesehenen Kappen dienen
einem Verschluss des vom Seitengitterholm bereitgestellten Hohlraums. Insbesondere
das ungewollte Eindringen von Fremdkörpern ist so verhindert. Darüber hinaus kann
gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, dass die Kappen jeweils
eine Lagerbohrung bereitstellen. Diese Lagerbohrung dient im endmontierten Zustand
der gelenkigen, das heißt verschwenkbaren Anordnung des Seitengitterholms am jeweils
zugehörigen Schwenkarm.
[0026] Alternativ ist der Seitengitterholm selbst mit einer Lagerbohrung ausgerüstet. Allerdings
hat die Ausrüstung einer Kappe mit einer Lagerbohrung den Vorteil, dass es keiner
entsprechenden Nachbearbeitung des Seitengitterholms bedarf. Dieser kann als Profilelement
auf Länge hergestellt oder durch Ablängen vorzugsweise mittels Lasern von einem quasi
endlos hergestellten Ausgangsmaterial in einfacher Weise hergestellt werden.
[0027] Die zum Verschluss des Seitengitterholms vorgesehenen Kappen sind vorzugsweise als
einstückige Spritzgussteile aus Kunststoff gebildet und stellen eine jeweilige Lagerbohrung
einstückig bereit. Es bedarf dann nur noch eines Einsetzens zweier Kappen in den Seitengitterholm,
was werkzeuglos durch einfaches Einpressen ermöglicht ist. Einer weiteren Nachbearbeitung
bedarf es nicht, so dass der so ausgebildete Seitengitterholm bestimmungsgemäß verwendbar
und mittels zugehörigen Schwenkarmen verbindbar ist.
[0028] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Schwenkarm aus
zwei miteinander verrastbaren Halbelementen gebildet ist. Gemäß dieser bevorzugten
Ausführungsform ist ein Schwenkarm zweiteilig ausgebildet. Diese beiden Teile liegen
als Halbelemente vor, die zur Ausbildung des jeweiligen Schwenkarms miteinander zu
verbinden sind. Dabei erfolgt ein solches Verbinden bevorzugterweise werkzeuglos mittels
Verrastung. Dies vereinfacht insbesondere die Montage.
[0029] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Halbelement einen
einstückig damit ausgebildeten Lagerzapfen zur verdrehbaren Anordnung des Seitengitterholms
aufweist. Damit bedarf es im Unterschied zum Stand der Technik keiner im Besonderen
auszubildenden Schraubverbindung zur drehverschwenkbaren Anordnung eines Seitengitterholms
am Schwenkarm. Die erfindungsgemäße Konstruktion erlaubt es vielmehr, den Lagerzapfen
einstückig mit einem Halbelement des Schwenkarms auszubilden. Dies ermöglicht im Weiteren
eine denkbar einfache Montage, indem der Seitengitterholm endseitig mit seiner Lagerbohrung
auf den zugehörigen Lagerzapfen des Halbelements des Schwenkarms aufgesetzt wird.
Dies kann durch einfaches Aufstecken erfolgen, was eine Automatisierung ermöglicht
und auch im Falle einer händischen Montage in einfacher Weise einfach und zeitoptimiert
erfolgen kann.
[0030] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die beiden Halbelemente
eines Schwenkarms unter einendseitiger Zwischenordnung des Seitengitterholms miteinander
verbunden sind. Demnach werden die beiden Halbelemente des Schwenkhebels miteinander
verbunden, und zwar unter Zwischenordnung des Seitengitterholms. Dieser ist mithin
in seinem schwenkarmnahen Bereich vom Schwenkarm selbst aufgenommen, was dem verbesserten
Klemmschutz dient. Zudem bedarf es nach einem Verbinden der beiden Halbelemente keiner
besonderen Lagepositionierung des Seitengitterholms. Dieser wird in einfacher Weise
auf einen der von einem der beiden Halbelemente bereitgestellten Lagerzapfen aufgesetzt.
Sobald die beiden Halbelemente miteinander verbunden sind, ist der Seitengitterholm
in seiner Lage fixiert und kann nicht mehr vom Lagerzapfen herunterrutschen, da ein
solches Herunterrutschen vom anderen Halbelement blockiert ist. Gemäß dieser Konstruktion
besteht das gesamte Seitengitter mithin aus nur sieben Bauteilen, die allesamt werkzeuglos
miteinander zur Ausbildung des erfindungsgemäßen Seitengitters zu kombinieren sind.
So sind je Schwenkarm zwei Halbelemente vorgesehen. Der Seitengitterholm besteht aus
dem Hohlprofilelement und den beiden das Hohlprofilelement im endmontierten Zustand
endseitig verschließenden Kappen. Zur endfertigen Montage sind die beiden Kappen auf
das Profilelement aufzusetzen. Alsdann ist der Seitengitterholm einendseitig mit seiner
Lagerbohrung auf den zugehörigen Lagerzapfen des Halbelements des ersten Schwenkarms
aufzusetzen. In gleicher Weise ist der Seitengitterholm anderendseitig mit dem ersten
Halbelement des zweiten Schwenkarms zu koppeln. Alsdann sind die beiden anderen Halbelemente
der beiden Schwenkarme auf die ersten Halbelemente aufzusetzen und mit diesen zu verrasten,
womit nicht nur die Schwenkarme endfertig ausgebildet werden, sondern auch eine lagesichere
Fixierung des Seitengitterholms an den beiden Schwenkarmen erfolgt. Nach Abschluss
dieser Montage ist das Seitengitter endfertig hergestellt und kann für eine bestimmungsgemäße
Verwendung am zugehörigen Bett angebracht werden. Im Unterschied zum Stand der Technik
ermöglicht es die erfindungsgemäße Konstruktion in denkbar einfacher Weise, das Seitengitter
herzustellen und zu montieren. Es ist weniger teuer in der Herstellung und vermindert
zudem das Verletzungsrisiko im bestimmungsgemäßen Verwendungsfall. Darüber hinaus
ist ein optisch verbesserter Gesamteindruck insbesondere dadurch geschaffen, dass
die Schwenkarme die Seitengitterholme jeweils endseitig aufnehmen. Es ist so ein symmetrischer
und wenig zerklüfteter Gesamtaufbau gegeben.
[0031] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine Mehrzahl von Seitengitterholmen
vorgesehen, die parallel zueinander ausgerichtet sind. Die Anzahl der insgesamt zum
Einsatz kommenden Seitengitterholme ist durch die Höhe des Seitengitters bestimmt.
In der Regel reichen zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften drei Seitengitterholme
aus, die in Höhenrichtung übereinander angeordnet sind. Dabei sind die Seitengitterholme
stets parallel zueinander ausgerichtet, das heißt sowohl in Gebrauchsstellung als
auch in Nichtgebrauchsstellung des Seitengitters. Dabei ist je Seitengitterholm schwenkarmseitig
ein entsprechender Lagerzapfen vorgesehen, so dass eine Montage der Seitengitterholme
in Entsprechung der vorstehenden Erläuterungen stattfinden kann.
[0032] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist eine Querstrebe vorgesehen, die einendseitig
verschwenkbar an einem Schwenkarm und anderendseitig in Holmlängsrichtung verschiebbar
an einem Seitengitterholm angeordnet ist. Diese Querstrebe dient der Lagefixierung
des Seitengitters insbesondere in Gebrauchsstellung und sorgt dafür, dass das Seitengitter
nicht ungewollt aus der Gebrauchsstellung in die Nichtgebrauchsstellung überführt
werden kann. Zu diesem Zweck ist die Querstrebe einendseitig am Schwenkarm und anderendseitig
an einem Seitengitterholm angeordnet. Dies ermöglicht es, die Schwenkbewegung des
Seitengitterholms in Relation zum Schwenkarm zu blockieren. Und so ist das Seitengitter
in blockierter Stellung der Querstrebe lage- und positionsgesichert.
[0033] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist die Querstrebe am Seitengitterholm
lagefixierbar angeordnet. Die Querstrebe kann demnach in ihrer Bewegungsfreiheit dadurch
blockiert werden, dass sie mit ihrem seitengitterholmnahen Endbereich am Seitengitterholm
lagefixiert wird. Dies erfolgt dadurch, dass die Verschiebbarkeit der Querstrebe in
Holmlängsrichtung gesperrt wird. Dies kann beispielsweise in einfacher Weise durch
eine Arretierschraube stattfinden. Diese Arretierschraube ist verwenderseitig manuell
bedienbar und klemmt im arretierten Zustand die Querstrebe gegenüber dem Seitengitterholm
fest. Die relative Verschiebbarkeit zwischen Querstrebe und Seitengitterholm ist so
blockiert, was so zu einer Gesamtblockade des Seitengitters führt. Durch ein manuelles
Lösen der Arretierschraube wird die Verschiebbarkeit der Querstrebe in Relation zum
Seitengitterholm wiederhergestellt, was dann ein Verschwenken des Seitengitters gestattet.
[0034] Mit der Erfindung wird des Weiteren vorgeschlagen ein Bett, insbesondere ein Kranken-
und/oder Pflegebett, mit einem Bettgestell und einem auswechselbar am Bettgestell
angeordneten Seitengitter der erfindungsgemäßen Art. Dabei kann die Anordnung des
Seitengitters am Bettgestell durch einfache Adapter erfolgen, die einerseits eine
Schnittstelle zum Bettgestell und andererseits eine Schnittstelle zum Seitengitter
bereitstellen. Ein solches Adapterelement kann beispielsweise ein U-förmig ausgebildetes
Profil sein, das an einem Längsholm des Bettgestells angeordnet werden kann. Je Schwenkarm
ist ein solches Profil vorgesehen, das zur verdrehbaren Anordnung des Schwenkarms
einen einfachen Lagerzapfen bereitstellt. Der Schwenkarm ist seinerseits mit einer
Lagerbohrung ausgerüstet, was es gestattet, den Schwenkarm auf den Lagerzapfen des
Profils aufzustecken. Das Profil kann gegenüber dem Bettgestell durch Klemmung festgelegt
werden, was es bei gelöster Klemmung ermöglicht, das Seitengitter in Längsrichtung
des Bettes wahlweise am Bettgestell zu positionieren. Insbesondere ist es möglich,
das Seitengitter kopfhauptseitig oder mittig zum Bettgestell auszurichten.
[0035] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass das Seitengitter
eine die Hälfte der Bettlängserstreckung übersteigende Längserstreckung aufweist.
Vorzugsweise beträgt die Länge des Seitengitters wenigstens 51% der Längserstreckung
des Bettes. Damit ist ein sicherer Herausfallschutz für eine im Bett liegende Person
gegeben, sobald sich das Seitengitter in Gebrauchsstellung befindet.
[0036] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren. Dabei zeigen
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Seitengitter gemäß einer ersten Ausführungsform, wobei Fig.
1a eine Explosionsdarstellung und Fig. 1b eine Zusammenbaudarstellung zeigt
und
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Seitengitter gemäß einer zweiten Ausführungsform, wobei auch
hier gemäß Fig. 2a eine Explosionsdarstellung und gemäß Fig. 2b eine Zusammenbaudarstellung
gezeigt sind.
[0037] Fig. 1 lässt das erfindungsgemäße Seitengitter 1 gemäß einer ersten und bevorzugten
Ausführungsform erkennen. Wie sich aus der Zusammenbaustellung nach Fig. 1b ergibt,
verfügt das Seitengitter 1 über zwei Schwenkarme, nämlich einen ersten Schwenkarm
2 und einen zweiten Schwenkarm 3. Im endmontierten Zustand sind diese beiden Schwenkarme
2 und 3 verschwenkbar an einem in den Figuren nicht näher dargestellten Bett angeordnet.
Zu diesem Zweck verfügt ein jeder Schwenkarm 2, 3 über eine Bohrung 22 bzw. 23, durch
die im endmontierten Zustand ein bettseitiger Lagerzapfen geführt ist.
[0038] Das Seitengitter 1 verfügt des Weiteren über Seitengitterholme, wobei gemäß dem gezeigten
Ausführungsbeispiel drei Seitengitterholme 4, 5 und 6 vorgesehen sind. Diese Seitengitterholme
4, 5 und 6 sind in Höhenrichtung übereinander angeordnet und erstrecken sich parallel
zueinander.
[0039] Dank seiner verschwenkbaren Anordnung am Bett ist das Seitengitter 1 aus einer Gebrauchsstellung
in eine Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführbar. Fig. 1b zeigt das Seitengitter
1 in Gebrauchsstellung. Zur Überführung in die Nichtgebrauchsstellung ist das Seitengitter
1 mit Bezug auf die Zeichnungsebene nach Fig. 1b nach rechts, das heißt im Uhrzeigersinn
zu verschwenken, womit sich ein Verschwenken in einer in Bettlängsrichtung verlaufenden
Vertikalebene des Bettes ergibt. Die Seitengitterholme 4, 5 und 6 sind stets parallel
zueinander ausgerichtet, so dass sie in einer Nichtgebrauchsstellung des Seitengitters
1 unmittelbar aufeinanderaufliegen, ggfls. auch unter Zwischenordnung eines Beabstandungsspalts,
um einen direkten Kontakt der Seitengitterholme untereinander zu vermeiden.
[0040] Wie die Explosionsdarstellung nach Fig. 1a erkennen lässt, verfügt ein jeder Schwenkarm
2, 3 jeweils über zwei Halbelemente 7 und 8 bzw. 9 und 10. Diese Halbelemente sind
schalenartig ausgebildet und im endmontierten Zustand miteinander verrastet. Eine
solche Verrastung erfolgt montageseitig werkzeuglos.
[0041] Ein jeder Seitengitterholm 4, 5 und 6 ist sowohl einendseitig verschwenkbar am ersten
Schwenkarm 2 als auch anderendseitig verschwenkbar am zweiten Schwenkarm 3 angeordnet.
Dabei dienen zur verschwenkbaren Anordnung eines Seitengitterholms schwenkarmseitig
vorgesehene Lagerzapfen 14. Im endmontierten Zustand greifen diese Lagerzapfen 14
in jeweilige Lagerbohrungen 13 ein, die von Endkappen 12 eines Seitengitterholms 4,
5 bzw. 6 bereitgestellt sind.
[0042] Erfindungsgemäß sind die Schwenkarme 2 und 3 und damit auch die zugehörigen Halbelemente
7 und 8 bzw. 9 und 10 aus Kunststoff gebildet. Sie sind bevorzugterweise als Spritzgussteile
ausgebildet und stellen einstückig daran angeordnet die jeweiligen Lagerzapfen 14
zur Verfügung. Im endmontierten Zustand sind die beiden Halbelemente 7 und 8 bzw.
9 und 10 sowohl des ersten Schwenkarms 2 als auch des zweiten Schwenkarms 3 unter
endseitiger Zwischenordnung der Seitengitterholme 4, 5 und 6 miteinander verbunden.
[0043] Zweck verrasteter Verbindung zweier Halbelemente greifen die zur verdrehbaren Anordnung
der Seitengitterholme vorgesehenen Lagerzapfen 14 in am jeweils anderen Halbelement
ausgebildete Lagerdome ein, die aufgrund der perspektivischen Ansicht in den Figuren
nicht separat dargestellt sind. Diese Lagerdome sind konisch verjüngt ausgebildet,
so dass ein Aufstecken auf die jeweiligen Lagerzapfen 14 automatisch zu einer festen
Verbindung zweier Halbelemente führt, die auch zerstörungsfrei nicht mehr gelöst werden
kann. Die Lagerzapfen 14 dienen mithin nicht nur der verschwenkbaren Aufnahme eines
Seitengitterholms 4, 5 bzw. 6, sondern sorgen in Kombination mit den korrespondierend
hierzu ausgebildeten Lagerdomen des anderen Halbelements für eine dauerhafte Verbindung
der beiden Halbelemente 7 und 8 bzw. 9 und 10.
[0044] Neben den gezeigten Lagerzapfen 14 können weiteren Zapfen und damit korrespondierende
Lagerdome vorgesehen sein, so dass nicht nur eine Dreipunktverbindung zweier Halbelemente
7 und 8 bzw. 9 und 10 gegeben ist. Insbesondere ist es bevorzugt, weitere Verbindungspunkte
in Form einer Zapfen-DomAnordnung in dem den Lagerzapfen 14 gegenüberliegenden Randbereich
der Halbelemente auszubilden.
[0045] Um eine Verdrehbewegung eines Seitengitterholms in Relation zu den Schwenkarmen und
damit auch eine Verschwenkbewegung des gesamten Seitengitters 1 blockieren zu können,
ist es des Weiteren eine Querstrebe 15 vorgesehen. Diese Querstrebe ist einerseits
verschwenkbar am Schwenkarm 2 und anderendseitig in Holmlängsrichtung verschieblich
am Seitengitterholm 6 angeordnet. Zur verschwenkbaren Anordnung der Querstrebe 15
verfügt diese über eine mit einer Lagerbohrung 18 ausgerüstete Endkappe 17. Im endmontierten
Zustand durchgreift die Lagerbohrung 18 ein am ersten Halbelement 7 des ersten Schwenkarms
2 ausgebildeter Lagerzapfen 19.
[0046] Für eine verschiebliche Anordnung der Querstrebe 15 am Seitengitterholm 6 ist ein
Schlitten 20 vorgesehen. Dieser ist translatorisch in Holmlängsrichtung am Seitengitterholm
6 angeordnet. Mittels einer Bolzenanordnung erfolgt eine endseitig verdrehbare Anordnung
der Querstrebe 15 am Schlitten 20. Für eine Lagefixierung des Schlittens 20 in Relation
zum Seitengitterholm 6 ist eine Feststellschraube 21 vorgesehen, die verwenderseitig
manuell zu bedienen ist. Mittels dieser Feststellschraube 21 kann der Schlitten 20
am Seitengitterholm 6 festgeklemmt werden, womit eine Verschiebebewegung des Schlittens
20 und damit auch eine Verschwenkbewegung des Seitengitters 1 gesperrt ist.
[0047] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verfügen die Seitengitterholme 4, 5 und
6 jeweils über ein Hohlprofilelement 11, das aus Aluminium gebildet ist. Dabei stellt
der vom jeweiligen Profilelement bereitgestellte Hohlraum einen von der Kreisform
abweichenden Querschnitt bereit. Dies sorgt dafür, dass die endseitig vom Profilelement
11 jeweils aufgenommenen Endkappen 12 verdrehsicher am jeweiligen Profilelement 11
angeordnet sind. Die Endkappen 12 verfügen jeweils in schon vorbeschriebener Weise
über Lagerbohrungen 13, durch die hindurch im endmontierten Zustand die jeweiligen
Lagerzapfen der Schwenkarme greifen.
[0048] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 zeigt im Unterschied zur Ausführungsform nach
Fig. 1 in anderer Weise ausgebildete Seitengitterholme 4, 5 und 6. Im Übrigen entspricht
die Konstruktion derjenigen nach Fig. 1.
[0049] Die Seitengitterholme 4, 5, und 6 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind
aus Stahl gefertigte Rohre. Auch diese tragen endseitig jeweils Kappen 28, die insbesondere
dazu dienen, einen Eintrag von Schmutzpartikeln oder sonstigen Verunreinigungen in
den Hohlraum eines jeden Seitengitterholms 4, 5 und 6 hinein zu vermeiden. Zweck drehverschwenkbarer
Anordnung an einem Schwenkarm verfügt ein jedes Stahlrohr 24 über eine Lagerbohrung
26. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 werden die jeweiligen Lagerbohrungen
also nicht von der Endkappe, sondern vom Stahlrohr 26 selbst bereitgestellt.
[0050] In gleicher Weise ist auch die Querstrebe 15 ausgebildet. Diese liegt als Stahlrohr
25 mit endseitigen Lagerbohrungen 27 vor. Endseitig ist das Stahlrohr 25 durch entsprechende
Endkappen 29 verschlossen.
[0051] Der Vorteil der Ausführungsform nach Fig. 2 liegt darin, dass die Stahlrohre in einfacher
Weise preisgünstig hergestellt werden können. Das Ausbilden der Lagerbohrungen 26
bzw. 27 erfolgt vorzugsweise gratfrei mittels Lasern.
[0052] Die Ausführungsform nach Fig. 1 hat den Vorteil, dass die jeweiligen Endkappen 12
jeweils die Lagerbohrung 13 tragen. Insofern ist eine separate Ausbildung von Lagerbohrungen
im Profilelement 11 nicht erforderlich. Darüber hinaus ist von Vorteil, dass aufgrund
der in den Kappen ausgebildeten Lagerbohrungen der Drehpunkt im endmontierten Zustand
des Seitengitters 1 möglichst weit nach außen mit Bezug auf die jeweiligen Seitengitterholme
verschoben ist, so dass kein überstehender Endbereich am Seitengitterholm bei einem
bestimmungsgemäßen Verschwenken eines Seitengitters aus dem jeweiligen Schwenkarm
hinaus vortritt. Dies ermöglicht eine komplett gekapselte Ausführung.
Bezugszeichen
| 1 |
Seitengitter |
18 |
Lagerbohrung |
| 2 |
erster Schwenkarm |
19 |
Lagerzapfen |
| 3 |
zweiter Schwenkarm |
20 |
Schlitten |
| 4 |
Seitengitterholm |
21 |
Feststellschraube |
| 5 |
Seitengitterholm |
22 |
Bohrung |
| 6 |
Seitengitterholm |
23 |
Bohrung |
| 7 |
Halbelement |
24 |
Stahlrohr |
| 8 |
Halbelement |
25 |
Stahlrohr |
| 9 |
Halbelement |
26 |
Lagerbohrung |
| 10 |
Halbelement |
27 |
Lagerbohrung |
| 11 |
Hohlprofilelement |
28 |
Endkappe |
| 12 |
Endkappe |
29 |
Endkappe |
| 13 |
Lagerbohrung |
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| 14 |
Lagerzapfen |
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| 15 |
Querstrebe |
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| 16 |
Profilelement |
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| 17 |
Kappe |
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1. Seitengitter für ein Bett, insbesondere Kranken- und/oder Pflegebett, mit einem ersten
Schwenkarm (2) und einem zweiten Schwenkarm (3), die im endmontierten Zustand in einer
in Bettlängsrichtung verlaufenden Vertikalebene des Bettes verschwenkbar am Bett angeordnet
und aus einer Gebrauchsstellung in eine Nichtgebrauchsstellung und umgekehrt überführbar
sind, sowie mit einem Seitengitterholm (4) der einendseitig verschwenkbar am ersten
Schwenkarm (2) und anderendseitig verschwenkbar am zweiten Schwenkarm (3) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schwenkarme (2, 3) aus Kunststoff bestehen.
2. Seitengitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengitterholm (4) aus Metall, vorzugsweise aus Stahl oder Aluminium besteht.
3. Seitengitter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengitterholm (4) ein Hohlprofilelement (11) mit einem Hohlraum ist, der einen
von der Kreisform abweichenden Querschnitt aufweist.
4. Seitengitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitengitterholm (4) endseitig Kappen (12, 28) trägt.
5. Seitengitter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappen (12) jeweils eine Lagerbohrung (13) bereitstellen.
6. Seitengitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwenkarm (2, 3) aus zwei miteinander verrastbaren Halbelementen (7, 8; 9, 10)
gebildet ist.
7. Seitengitter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halbelement (7, 9) einen einstückig damit ausgebildeten Lagerzapfen (14) zur
verdrehbaren Anordnung des Seitengitterholms (4) aufweist.
8. Seitengitter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das andere Halbelement (8, 10) einen mit dem Lagerzapfen (14) des ersten Halbelements
(7, 9) korrespondierenden Lagerdom aufweist.
9. Seitengitter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerdom eine konisch zulaufende Lagerbohrung aufweist.
10. Seitengitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Halbelemente (7, 8; 9, 10) eines Schwenkarms (2, 3) unter endseitiger
Zwischenordnung des Seitengitterholms (4) miteinander verbunden sind.
11. Seitengitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Seitengitterholmen (4, 5, 6) vorgesehen ist, die parallel zueinander
ausgerichtet sind.
12. Seitengitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Querstrebe (15), die einendseitig verschwenkbar an einem Schwenkarm (2) und
anderendseitig in Holmlängsrichtung verschiebbar an einem Seitengitterholm (6) angeordnet
ist.
13. Seitengitter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstrebe (15) am Seitengitterholm (6) lagefixierbar angeordnet ist.
14. Bett-, insbesondere Kranken- und/oder Pflegebett, mit einem Bettgestell und einem
auswechselbar am Bettgestell angeordneten Seitengitter (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 13.
15. Bett nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitengitter (1) eine die Hälfte der Bettlängserstreckung übersteigende Längserstreckung
aufweist.