[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Fleischwolf mit Schneidelementen und mit einer
in einem Gehäuse drehbar gelagerten Förderschnecke, welche mit einem Messerzapfen
verbunden ist. Die verschiedenen Schneidelemente umfassen beispielsweise Lochscheibe,
Messer und/oder Vorschneider.
[0002] Bei einem bekannten Fleischwolf ist der Messerzapfen mit einem Ende drehfest mit
der Förderschnecke verbunden und besitzt ausgehend von der Verbindungsstelle mit der
Förderschnecke einen axial verlaufenden Tragabschnitt, auf dem die drehfest Messer
lagern. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass bei einer Umdrehung der Förderschnecke
die Messer mit der gleicher Drehzahl rotieren. Die benachbart zu den Messern gelagerten
Lochscheiben stützen sich bei einer solchen Drehung ortsfest am Fleischwolfgehäuse
ab und besitzen eine zentrale Nabe, die vom Messerzapfen durchgriffen wird. Bekannte
Messerzapfen haben unterschiedliche Querschnitte, z.B. gemäß
DE 26 49 305 C3 und
US 4,018390 A einen Tragabschnitt für das Messer in Vierkantform und gemäß
DE 20 2020 102 505 U1 einen Tragabschnitt in Form eines Zweiflach mit Abschrägung an einer Kante zur Kodierung.
Des Weiteren ist aus
DE 809 769 B bekannt, einen Messerzapfen mit einem Querschnitt in Form eines unsymmetrischen Vielecks
zu verwenden.
[0003] Aus dem Dokument
DE 26 49 305 C3,
DE 20 2020 102 505 U1 und
US 4,018390 A ist bekannt, eine lösbare Verbindung zwischen Förderschnecke und Messerzapfen vorzusehen.
Die gezeigte lösbare Verbindung ist eine Schraubverbindung, die den Vorteil hat, dass
Schneidelemente und Messerzapfen ausgewechselt werden können. Hier besitzt der Messerzapfen
einen Außengewindeabschnitt, der in eine Gewindebuchse an der Förderschnecke eingeschraubt
wird. Es hat sich in der Praxis jedoch gezeigt, dass eine solche Schraubverbindung
den Nachteil hat, dass sie sich nach langer Gebrauchsdauer schlecht oder gar nicht
lösen lässt. Die Anwendung hoher Drehmomente beim Lösen der Schraubverbindung kann
zu Schädigungen an den Bauteilen führen.
[0004] Andere Verbindungen zwischen der Förderschnecke und dem Messerzapfen sind in der
DE 100 26 825 C2, nämlich eine Passfeder-Nut-Verbindung oder in
DE 80 32 323 U1, nämlich eine Pressverbindung, gezeigt. Auch diese Verbindungen ermöglichen eine
leichte Montage des Messerzapfens, sind jedoch nach langem Gebrauch nicht mehr lösbar.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Fleischwolf mit einer antreibbaren
Förderschnecke zur Verfügung zu stellen, bei dem der Messerzapfen leicht mit der Förderschnecke
verbunden und auch wieder leicht gelöst werden kann. Beim Betrieb des Fleischwolfes
soll sichergestellt sein, dass eine Übertragung des Drehmoments der Förderschnecke
auf den Messerzapfen und damit auf die Messer gewährleistet ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Fleischwolf mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen beschreiben die Unteransprüche.
[0007] Dieser Fleischwolf besitzt in bekannter Weise eine im Fleischwolfgehäuse gelagerte
Förderschnecke, welche insbesondere über einen Elektromotor angetrieben werden kann.
An dieser Förderschnecke ist drehfest ein Messerzapfen gelagert, der mit seinem einen
Ende lösbar an der Förderschnecke gehalten ist. Der Fleischwolf umfasst des Weiteren
mindestens einen Schneidsatz, wobei ein Schneidsatz verschiedene Schneidelemente umfassen
kann. Solche Schneidelemente sind beispielsweise ortsfest am Fleischwolfgehäuse abgestützte
Lochscheiben und Vorschneider. Solche Schneidelemente umfassen des Weiteren drehfest
auf einem Tragabschnitt des Messerzapfens gelagerte Messer, die mit benachbart angeordneten
Lochscheiben zur Zerkleinerung des Fleisches zusammenwirken. Neu ist, dass der Messerzapfen
mit seinem einen Ende, dem Einsteckende, in einer Lagerbohrung der Förderschnecke
eingesteckt ist. Hierbei handelt es sich nicht um eine Pressverbindung. Um eine Drehmomentübertragung
von der Förderschnecke auf den Messerzapfen zu gewährleisten, ist das Einsteckende
des Messerzapfens an die Form der Lagerbohrung angepasst.
[0008] Bei einer Ausführungsform ist die Form des Messerzapfens ist in axialer Richtung,
d.h. in Förderrichtung, unverändert. Der Querschnitt des Tragabschnitts des Messerzapfens
als auch des Verbindungsabschnitts mit der Förderschnecke am Einsteckende des Messerzapfens
kann ein beliebiger polygoner Querschnitt sein, beispielsweise ein sogenannter Zweiflach
mit zwei parallel zueinander angeordneten Übertragungsflächen für das Drehmoment.
[0009] Die Querschnittsform des Tragabschnitts und des Verbindungsabschnitts am Einsteckende
des Messerzapfens können gleich oder unterschiedlich sein.
[0010] Das Einsteckende des Messerzapfens hat dabei einen größeren Umfang als der Tragabschnitt,
auf dem die Messer lagern. Die Querschnittsform des Einsteckendes und des Tragabschnitts
können hierbei gleich, aber auch unterschiedlich sein. Bezüglich des Querschnitts
des Einsteckendes und des Tragabschnittes ist es jeweils wichtig, dass eine Drehmitnahme
sichergestellt ist.
[0011] Bei einer Ausführungsform des Fleischwolfes ist die Querschnittsform des Einsteckendes
und des Tragabschnittes des Messerzapfens gleich. Das Einsteckende hat jedoch einen
größeren Umfang, überragt den Tragabschnitt in radialer Richtung, vorzugsweise ausgehend
von der Mittelachse wird der Tragabschnitt von dem Einsteckende gleichmäßig umfangsseitig
überragt. Durch den größeren Querschnitt des Einsteckendes ist im Übergangsbereich
zwischen Einsteckende und Tragabschnitt umfangsseitig eine Anschlagfläche gebildet.
Diese Anschlagfläche dient als Anschlag für einen Befestigungsring. Dieser Befestigungsring
besitzt eine entsprechend große Öffnung, so dass er einerseits vom hinteren Ende des
Tragabschnitts bis an die Anschlagfläche geschoben werden kann Diese Öffnung des Befestigungsrings
ist so groß, dass eine Rotation des Messerzapfens nicht behindert wird. Anderseits
ist die Öffnung so klein, dass der Befestigungsring nicht über das Einsteckende des
Messerzapfens passt.
[0012] Bei einer weiteren Ausführungsform haben der Tragabschnitt des Messerzapfens und
das Einsteckende des Messerzapfens eine unterschiedliche Querschnittsform oder eine
gleiche Querschnittsformen, jedoch in radial versetzter Anordnung, so dass das Einsteckende
den Tragabschnitt wenn nicht umfangsseitig so doch zumindest an mehreren Umfangsstellen
bzw. -abschnitten überragt und sich im Übergangsbereich zwischen Einsteckende und
Tragabschnitt umfangsseitig eine oder mehrere Anschlagflächen für den separaten Befestigungsring
ergeben.
[0013] Bei der Montage des Messerzapfens wird der Befestigungsring mit seinem Einsteckende
in die Lagerbohrung der Förderschnecke eingesteckt. Der auf den Messerzapfen aufgeschobene
und an der Anschlagfläche des Messerzapfens anliegende Befestigungsring wird anschließend
mit der Förderschnecke verbunden. Bei dieser Verbindung handelt es sich um eine lösbare
Verbindung, wobei der Befestigungsring und die Förderschnecke zueinander passende
Verbindungsmittel besitzen, nämlich passende formschlüssige und/oder kraftschlüssige
Verbindungen, z.B. eine Schraubverbindung oder eine Feder-/Nutverbindung, vorzugsweise
eine Schraubverbindung.
[0014] Bei einer bevorzugten Ausführungsform besitzt der Befestigungsring ein Außengewinde
an seiner Umfangsfläche und die Förderschnecke ein passendes Innengewinde. Dazu ist
am ausgangsseitigen Ende vor der Lagerbohrung in der Förderschnecke eine zylindrische
Buchse mit entsprechendem Innengewinde vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform wird
der Befestigungsring ebenso über den Tragabschnitt bis an die Anschlagfläche geschoben
und das Einsteckende des Messerzapfens in die Lagerbohrung eingesetzt. Da die Öffnung
des Befestigungsrings kleiner ist als der Durchmesser des Einsteckendes, wird der
Messerzapfen durch die Schraubverbindung zwischen Befestigungsring und Förderschnecke
axial in Position gehalten. Die Montage des Messerzapfens an der Förderschnecke ist
in einfacher Weise möglich. Die Drehmomentübertragung zwischen Förderschnecke und
Messerzapfen wird über die aufeinander abgestimmten Querschnitte von Einsteckende
und Lagerbohrung sichergestellt.
[0015] In vorteilhafter Weise ist ein solcher Messerzapfen leichter von der Förderschnecke
zu lösen als bekannte Messerzapfen. Bei der Demontage des Messerzapfens werden insbesondere
Beschädigungen am Messerzapfen vermieden, da die Kräfte zum Lösen der Schraubverbindung
ausschließlich auf dem Befestigungsring wirken. Zur Erleichterung des Lösens der Schraubverbindung
sind bei einer vorteilhaften Ausführungsform Handhabungsmittel am Befestigungsring
vorhanden, beispielsweise in Form von Nuten oder Kerben. Diese Handhabungsmittel bieten
beim Lösen der Schraubverbindung Eingriffsmöglichkeiten für passende Werkzeuge.
[0016] Bei einer weiteren Ausführungsfrom besitzt der Befestigungsring eine umlaufende Rippe
an seiner Umfangsfläche, die mit einer Ringnut in der zylindrischen Buchse am ausgangsseitigen
Ende vor der Lagerbohrung in der Förderschnecke zusammenwirkt. Auch andere kraft-
und/oder formschlüssige Verbindungen zur Verbindung des Befestigungsrings sind verwendbar,
wie z.B. Verhakungen. Auch Bajonettverschlüsse wie sie von der Befestigung eines Objektivs
an einer Kamera bekannt sind, sind einsetzbar, nämlich indem Nasen am Befestigungsring
und entsprechende Aussparungen in der zylindrischen Buchse vorgesehen werden.
[0017] Zusätzlich kann bei der Verbindung zwischen Messerzapfen und Förderschnecke eine
Abdichtung mittels Dichtringen vorgesehen werden, um eine Eindringen von Zerkleinerungsgut
in den Bereich der Schraubverbindung und der Lagerbohrung zu verhindern.
[0018] Der neue Fleischwolf besitzt in bekannter Weise eine antreibbare Förderschnecke und
einen drehfest an der Förderschnecke gelagerten Messerzapfen, der in vorteilhafter
Weise mittels eines Befestigungsrings leicht mit einer Förderschnecke verbunden werden
kann. Diese Verbindung ist in gleicher Weise leicht lösbar, wobei beim Lösen der Verbindung
Beschädigungen des Messerzapfens vermieden werden.
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0020] Zur besseren Übersichtlichkeit zeigt die Fig. 1 nur die Teile des Fleischwolfs, auf
die sich die neue Erfindung bezieht. Gezeigt sind in perspektivischer Ansicht die
Förderschnecke 10, der Messerzapfen 20 und der zur Verbindung des Messerzapfens 20
mit der Förderschnecke 10 verwendete Befestigungsring 30. Zusätzlich sind in diesem
Ausführungsbeispiel zwei Dichtringe 40, 41 vorgesehen. In Fig. 1 ist die Förderrichtung
des Zerkleinerungsgutes im Fleischwolf eingezeichnet.
[0021] Der Messerzapfen 20 besitzt in Förderrichtung FR gesehen ein vorderes Einsteckende
21, einen Übergangsbereich 26 und einen Tragabschnitt 23, auf dem Messer drehfest
angeordnet werden können. Die Förderschnecke 10 weist eine Lagerbohrung 11 für das
Einsteckende 21 des Messerzapfens 20 auf. Der Querschnitt dieser Lagerbohrung 11 ist
an den Querschnitt des Einsteckendes 21 angepasst, d.h. besitzt zwei gerade Seitenflächen,
welche parallel zueinander sowohl am Einsteckende 21 des Messerzapfens 20 als auch
in der Lagerbohrung 11 der Förderschneckke 10 angeordnet sind. Diese geraden Seitenflächen
dienen zur Drehmomentübertragung und sind jeweils über eine nach außen gewölbte Seitenfläche
miteinander verbunden. Auch der Tragabschnitt 23 hat in diesem Beispiel die Form eines
Zweiflach. Die aufeinander abgestimmten Querschnitte des Einsteckendes 21 und der
Lagerbuchse 11 sowie des Tragabschnitts 23 und der Ausnehmung im Messer gewährleisten,
dass bei einer Drehung der Förderschnecke 10 der Messerzapfen 20 und auch das Messer
mitgedreht wird. Das Messer ist hier nicht gezeigt. Bei einer solchen Drehung wird
der Messerzapfen 20 mittels des Befestigungsrings 30 axial in Position gehalten.
[0022] Vor der Montage des Messerzapfens 20 wird der Befestigungsring 30 vom in Förderrichtung
FR hinteren Ende des Messerzapfens 20 auf den Messerzapfen 20 aufgesteckt. Der Befestigungsring
30 wird über den Tragabschnitt 23 des Messerzapfens 20 bis zum Übergangsbereich 26
geschoben, wo er mit seiner Vorderseite an eine Anschlagfläche 22 zur Anlage kommt,
da die Öffnung 31 des Befestigungsrings 30 kleiner ist als der Querschnitt des Einsteckendes
21 des Messerzapfens 20. Der Übergangsbereich 26 zwischen dem Einsteckende 21 und
dem Tragabschnitt 23 des Messerzapfens 20 besitzt in diesem Beispiel einen runden
Querschnitt. Der Durchmesser des Übergangsbereiches 26 ist an den Durchmesser der
Öffnung 31 des Befestigungsrings 30 angepasst, so dass eine Rotation des Messerzapfens
20 nicht behindert wird. Die Anschlagfläche 22 ist in diesem Beispiel in radialer
Richtung schräg zur Förderrichtung ausgerichtet. Kompatibel dazu besitzt der Befestigungsring
einen Innenkonus an seinem der Förderschnecke zuweisenden Ende der Öffnung 31. Es
sind auch andere Formen der Anschlagfläche 22 möglich, vorteilhafterweise ist die
Öffnung 31 des Befestigungsrings 30 daran angepasst.
[0023] Zur Montage wird der Messerzapfen 20 mit seinem Einsteckende 21 in die Lagerbohrung
11 eingeschoben und der auf dem Übergangsbereich 26 lagernde Befestigungsring 30 mit
der Förderschnecke 10 verbunden. Hierzu besitzt die Förderschnecke 10 vor der Lagerbohrung
11 eine zylindrische Buchse mit einem Innengewinde 13. Dieses Innengewinde 13 wirkt
mit einem Außengewinde 32 an der Umfangsfläche des Befestigungsrings 30 zusammen.
Die Schraubverbindung zwischen Befestigungsring 30 und Förderschnecke 10 stellt gleichzeitig
eine Verbindung zwischen Messerzapfen 20 und Förderschnecke 10 her. Bei montiertem
Messerzapfen 20 trägt dieser im Tragabschnitt 23 die Messer des Fleischwolfs und gewährleistet
über eine drehfeste Verbindung mit diesen Messern, dass bei Drehung der Förderschnecke
10 sich diese mitbewegen.
[0024] Bei dieser Ausführungsform besitzt der Befestigungsring 30 an der zur Förderschnecke
10 abweisenden Seite, d.h. an seiner Rückseite, einen Rand 35.
[0025] Dieser Rand 35 ragt in radialer Richtung umfangsseitig über diese Rückseite. Bei
montierten Messerzapfen 20 ist der Befestigungsring 30 in die zylindrische Buchse
der Förderschnecke 10 eingedreht und verschließt mit seinem Rand 35 die zylindrische
Buchse der Förderschnecke 10. Zusätzlich kann das Innere der Förderschnecke durch
Dichtringe 40, 41 abgedichtet werden. Hierbei wird ein in Förderrichtung FR vorderer
Dichtring 41 vor der Montage in die zylindrische Buchse der Förderschnecke 10 eingelegt
und liegt dort an einer Anlagefläche 12. Diese Anlagefläche 12 stellt den Ausgang
der Lagerbohrung 11 dar. Der zweite in Förderrichtung FR hintere Dichtring 40 wird
vor der Montage auf dem Befestigungsring 30 aufgeschoben und in diesem Fall in einer
Ringnut zwischen dem Rand 35 und dem Außengewinde 32 gehalten. Das Innere der Förderschnecke
10 ist gegenüber dem Zerkleinerungsraum des Fleischwolfs und damit vor Eindringen
von Zerkleinerungsgut abgedichtet.
[0026] Nach dem Einsetzen des Messerzapfens 20 und Eindrehen des Befestigungsrings 30 in
die zylindrische Buchse der Förderschnecke 10 wird der Messerzapfen 20 axial fest
an der Förderschnecke 10 gehalten und ist drehfest mit dieser verbunden. Ein Lösen
dieser Schraubverbindung ist ohne Beschädigung des Messerzapfens 20 möglich, da beim
Lösen des Befestigungsrings 30 kein Drehmoment auf den Messerzapfen 20 ausgeübt wird.
Für das Herstellen der Schraubverbindung aber insbesondere auch für das Lösen der
Schraubverbindung sind in diesem Fall Kerben 34 am Rand 35 des Befestigungsrings 30
vorgesehen. In diese Kerben 34 kann ein entsprechendes Hilfswerkzeug eingreifen, um
eine Drehung zum Lösen der Schraubverbindung aufzubringen. Es sind auch andere Handhabungsmittel
möglich.
[0027] Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt. So sind
andere Querschnitte des Verbindungsabschnitts am Einsteckende 21 oder des Tragabschnittes
23 des Messerzapfens 20 denkbar. Zusätzlich kann ein Tragabschnitt 23 eine in Förderrichtung
verlaufende Rippe oder Schrägfläche als Kodierung des Messerzapfens 20 besitzen, welche
mit einer passenden messerseitigen Kodierung zusammenwirkt. Besitzt das Messer einen
Transponder, so kann am Messerzapfen 20 ein entsprechender Empfänger vorgesehen sein
oder eine Verbindung zu einem solchen Empfänger im Fleischwolf über eine axiale Bohrung
25 hergestellt werden.
[0028] Die lösbare Verbindung zwischen Befestigungsring 30 und Förderschnecke 10 ist in
diesem Ausführungsbeispiel eine Schraubverbindung. Bei anderen Ausführungsbeispielen
der Erfindung sind andere bekannte kraft- und/oder formschlüssige Verbindungen vorgesehen.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 10
- Förderschnecke
- 11
- Lagerbohrung
- 12
- Anlagefläche
- 13
- Innengewinde
- 20
- Messerzapfen
- 21
- Einsteckende
- 22
- Anschlagfläche
- 23
- Tragabschnitt
- 25
- axiale Bohrung
- 30
- Befestigungsring
- 31
- Öffnung
- 32
- Außengewinde
- 34
- Kerbe
- 35
- Rand
- FR
- Förderrichtung
1. Fleischwolf mit einer antreibbaren Förderschnecke (10), mit einem drehfest an der
Förderschnecke (10) gelagerten Messerzapfen (20) und mit mindestens einen Schneidsatz,
- wobei ein Schneidsatz zumindest eine ortsfest am Fleischwolfgehäuse abgestützte
Lochscheibe und ein drehfest auf einem Tragabschnitt (23) des Messerzapfens (20) gelagertes
Messer umfasst,
- wobei der Messerzapfen (20) mit einem Ende lösbar an der Förderschnecke (10) gehalten
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Messerzapfen (20) in einer Lagerbohrung (11) der Förderschnecke (10) eingesteckt
ist, wobei der Querschnitt der Lagerbohrung (11) an den Querschnitt des Einsteckendes
(21) des Messerzapfens (20) angepasst ist,
- dass das Einsteckendes (21) des Messerzapfens (20) den Tragabschnitt (23) des Messerzapfens
(20) in radialer Richtung überragt und dass im Übergangsbereich (26) zwischen Einsteckendes
(21) und Tragabschnitt (23) umfangsseitig eine Anschlagfläche (22) vorhanden ist,
- dass mittels eines Befestigungsrings (30), welcher einerseits über den Tragabschnitt (23)
des Messerzapfens (20) bis an die Anschlagfläche (22) geschoben ist und andererseits
mit der Förderschnecke (10) verbindbar ist, eine lösbare Verbindung des Messerzapfens
(20) mit der Förderschnecke (10) erzielt wird, wobei der Befestigungsrings (30) und
die Förderschnecke (10) zueinander passende Verbindungsmittel besitzen.
2. Fleischwolf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine lösbare Verbindung zwischen dem Befestigungsring (30) und der Förderschnecke
(10) mittels einer formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Verbindung vorliegt.
3. Fleischwolf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schraubverbindung oder eine Feder-Nut-Verbindung oder eine Verhakung oder eine
Bajonettverbindung, vorzugsweise eine Schraubverbindung, zwischen dem Befestigungsring
(30) und der Förderschnecke (10) vorliegt.
4. Fleischwolf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsring (30) ein Außengewinde (32) an seiner Umfangsfläche (26) und
die Förderschnecke (10) ein passendes Innengewinde (13) für die Schraubverbindung
besitzt, wobei am ausgangsseitigen Ende vor der Lagerbohrung (11) eine zylindrischen
Hülse mit entsprechendem Innengewinde (13) vorhanden ist.
5. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser der Öffnung (31) im Befestigungsring (30) an den Durchmesser des
Übergangsbereich (26) des Messerzapfens (20), nämlich zwischen Einsteckende (21) und
Tragabschnitt (23), angepasst ist und dieser Durchmesser der Öffnung (31) im Befestigungsring
(30) kleiner ist als der Durchmesser des Einsteckendes 21 des Messerzapfens (20).
6. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufender Rand (35) am Befestigungsring (30) angeordnet ist, wobei sich dieser
Rand (35) an dem Ende des Befestigungsrings (30) befindet, welches von der Förderschnecke
(10) weggerichtet ist.
7. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Dichtringe (40, 41) im Verbindungsbereich zwischen dem Befestigungsring (30) und
der Förderschnecke (10) vorhanden sind.
8. Fleischwolf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein in Förderrichtung vorderer Dichtring (41) an einem Ende der Schraubverbindung
angeordnet ist und ein in Förderrichtung hinterer Dichtring (40) am andere Ende der
Schraubverbindung.
9. Fleischwolf nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsring (30) eine Nut zur Aufnahme des hinteren Dichtrings (40) besitzt,
wobei die Nut vorzugsweise zwischen der mit dem Außengewinde (32) versehenen Umfangsfläche
und dem umlaufenden Rand (35) angeordnet ist.
10. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Dichtring (41) an einer Anschlagfläche (12) anliegt, welche die zylindrische
Hülse mit dem Innengewinde (11) nach vorn begrenzt.
11. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsring (30) Handhabungsmittel besitzt, beispielsweise in Form von Nuten
oder Kerben (34).
12. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Tragabschnitt (23) des Messerzapfen (20) gelagerte Messer ein messerseitiges
Kodierelement besitzen und der Messerzapfen (20) ein zapfenseitiges Kodierelement
(24) an seiner Umfangsfläche im Tragbereich (23) besitzt, beispielsweise eine in axialer
Richtung verlaufende Schrägfläche oder Rippe.
13. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Tragabschnitt (23) des Messerzapfen (20) gelagerte Messer einen Transponder
besitzen, welcher mit einem Empfänger zusammenwirkt, der über eine axiale Bohrung
(25) des Messerzapfens (20) zugänglich ist.
14. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (23) des Messerzapfens (20) eine vergleichbare Querschnittsform
zum Verbindungsabschnitt am Einsteckende (21) des Messerzapfens (20) besitzt, vorzugsweise
die Form eines Zweiflach.
15. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragabschnitt (23) des Messerzapfens (20) eine andere Querschnittsform als der
Verbindungsabschnitt am Einsteckende (21) des Messerzapfens (20) besitzt.
16. Fleischwolf nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsteckendes (21) des Messerzapfens (20) den Tragabschnitt (23) des Messerzapfens
(20) in radialer Richtung vollständig umfangsseitig oder abschnittsweise umfangsseitig
überragt und dass im Übergangsbereich (26) zwischen Einsteckendes (21) und Tragabschnitt
(23) eine oder mehrere Anschlagflächen (22) vorhanden sind.