[0001] Die Erfindung betrifft eine Bearbeitungsmaschine mit zumindest einem Bearbeitungswerk
sowie ein Verfahren zur Bearbeitung eines Substrats gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1 sowie des Anspruches 12.
[0002] Beim Stanzen durchlaufen Substratbogen einen Zylinderspalt zwischen Zylindern, die
wirksame Werkzeuge bzw. Werkzeugteile (z. B. Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge,
Perforierwerkzeuge, Ritzwerkzeuge, Prägewerkzeuge oder Nutwerkzeuge) tragen. In Rotationsstanzwerken
arbeitet ein Stanzformzylinder gegen einen Gegenstanzzylinder.
[0003] Bei Bogenmaschinen ist der Gegenstanzzylinder mit Greifersystemen ausgestattet, die
sich in einem Zylinderkanal befinden. Ist der Stanzformzylinder mit Spannvorrichtungen
für die Stanzform ausgestattet, besitzt dieser ebenfalls einen Kanal. Ist der Stanzformzylinder
ein Magnetzylinder, entfällt die Spanneinrichtung und damit der Zylinderkanal. Während
des Stanzvorganges stehen sich beide Zylinderflächen von Bogenanfang bis Bogenende
gegenüber und die Zylinder können den erforderlichen Stanzdruck aufbauen. Zumindest
einer der beiden in Kontakt stehenden Zylinder weist einen Zylinderkanal auf. Im Bereich
des Zylinderkanals sind die beiden Zylinder außer Kontakt. Sobald die Zylinder wieder
in Kontakt kommen kommt es zu Zylinderanlaufschwingungen, da insbesondere durch den
zum Stanzen benötigten Druck, schlagartig eine Kraft auf die beiden Zylindern aufgebracht
wird. Dies führt zu Schwingungen, die sich negativ auf das Stanzergebnis auswirken
können.
[0004] Durch die
DE 10 2018 219 712 A1 ist eine solche Rotationsstanze bekannt. Insbesondere offenbart die Schrift ebenso
einen magnetisch ausgebildeten Stanzzylinder ohne Zylinderkanal.
[0005] Die
DE 101 47 486 A1 offenbart eine Stanz- oder Schneidevorrichtung mit einem Magnetzylinder und einer
neben dem Magnetzylinder angeordneten Absaugeinrichtung, zum Absaugen von ausgestanzten
Materialstücken.
[0006] Die Druckschrift
DD 1 16 783 A1 betrifft einen Gegenstanzzylinder für Stanzmaschinen mit einer rohrförmigen Mantelfläche
großer Härte mit axial verlaufender Ausnehmung zur Aufnahme der Greifervorrichtung.
Der Schrift ist nicht zu entnehmen, dass an der Nachlaufkante ein Anlaufelement vorgesehen
ist, welches die Oberfläche des Zylinderballens erweiternd angeordnet ist.
[0007] Die Druckschrift
DE 10 2009 039 553 A1 offenbart eine Stanzmaschine mit Gegenstanzzylinder, wobei am Gegenstanzzylinder
ein Protektorblech vorgesehen ist. Ein Hinweis auf eine Anlaufelement an der Nachlaufkante,
welches zudem die Oberfläche des Gegenstanzzylinders erweiternd angeordnet ist, findet
sich nicht.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bearbeitungsmaschine mit zumindest
einem Bearbeitungswerk sowie ein Verfahren zur Bearbeitung eines Substrats zu schaffen.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 sowie des Anspruches
12 gelöst.
[0010] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass Zylinderanlaufschwingungen,
die sich schädlich auf den Stanzdruck und damit auf das Stanzergebnis auswirken am
Bogen vermieden werden. Wenn zumindest ein Zylinderkanal einem anderen Zylinder oder
einem weiteren Zylinderkanal gegenüberstehend angeordnet ist, ist der Stanzdruck Null.
Sobald die Zylinder wieder in Kontakt kommen, kommt es zu Zylinderanlaufschwingungen,
da insbesondere durch den zum Stanzen benötigten Druck, schlagartig eine Kraft auf
die beiden Zylinder aufgebracht wird. Infolgedessen ist der rotative Bogenstanzprozess
von einem stetigen Stanzdruckwechsel zwischen Null und dem eingestellten Stanzdruck
gekennzeichnet. Dieser Stanzdruckwechsel entspricht einem Kraftwechsel, der einen
stetigen Wechsel von Zylinderverformungen nach sich zieht. Ein steiler Kraftanstieg
nach dem Durchlaufen der Kanal-Phase führt zu einer kurzen Zylinderanlaufschwingung,
die sich schädlich auf den Stanzdruck und damit auf das Stanzergebnis auswirkt. Eine
Zylinderschwingung kann durch die Erfindung beendet und/oder verringert sein, bevor
der Stanzvorgang beginnt. Auch bei einer hohen Stanzgeschwindigkeit können Zylinderanlaufschwingungen
verhindert werden.
[0011] Ein weiterer mit der Erfindung erzielbarer Vorteil besteht darin, dass der Stanzanfang,
durch die Verhinderung von Zylinderanlaufschwingungen, nicht nach hinten verlegt werden
muss. Insbesondere fällt somit trotz hoher Stanzgeschwindigkeit nur ein geringer Materialabfall
an. Insbesondere wird dies erreicht indem Zylinderanlaufschwingungen mittels eines
Anlaufelements vor den Bogenanfang verlegt werden. Auch ein üblicher Stanzanfang von
13 mm bis 17 mm auf dem Substrat kann durch die Erfindung weiter reduziert werden.
Ein weiterer mit der Erfindung erzielbarer Vorteil besteht insbesondere darin, dass
Einrichtearbeiten eingespart werden können. Bisher musste ein Maschinenbediener im
Bereich der Zylinderanlaufschwingungen an den Stanzplatten solche Einrichtearbeiten
vornehmen.
[0012] Ein weiterer mit der Erfindung erzielbarer Vorteil, besteht insbesondere darin, dass
die Stanzqualität bei höheren Geschwindigkeiten gesichert werden kann.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Bogen verarbeitenden Maschine mit schematischer
Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Transportzylinders der Trenneinrichtung;
- Fig. 3
- einen detaillierten Ausschnitt des Transportzylinders im Bereich des Zylinderkanals
mit Mitteln zum Fixieren des Aufzugs im geschlossenen Zustand;
- Fig. 4
- einen detaillierten Ausschnitt des Transportzylinders im Bereich des Zylinderkanals
mit Mitteln zum Fixieren des Aufzugs im offenen Zustand;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines erste Luftversorgungsmittels;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung eines zweite Luftversorgungsmittels;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung des Transportzylinders mit Luftversorgungsmitteln;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung des Luftversorgungsmittels des Sauggreifersystems ;
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung des Transportzylinders mit Ausbrechzylinder;
- Fig. 10
- einen detaillierten Ausschnitt des Ausbrechzylinders im Bereich des Zylinderkanals
mit Mitteln zum Fixieren des Aufzugs im geschlossenen Zustand;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung eines Transportzylinders mit umlaufenden Saugband;
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung eines Transportzylinders mit umlaufenden Saugband;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung eines Transportzylinders mit umlaufenden Saugband;
- Fig. 14
- eine schematische Darstellung eines Transportzylinders mit umlaufenden Saugband;
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung eines Transportzylinders mit umlaufenden Saugband;
- Fig. 16
- eine schematische Darstellung eines Transportzylinders mit Mittel zum Zuführen eines
Aufzugs;
- Fig. 17
- eine schematische Darstellung einer Bogen verarbeitenden Maschine mit schematischer
Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten;
- Fig. 18
- eine Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten in Seitenansicht;
- Fig. 19
- eine Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 20
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 21
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 22
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 23
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 24
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 25
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 26
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 27
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 28
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 29
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 30
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 31
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 32
- Details der Vorrichtung gemäß Fig. 18 und Fig. 19;
- Fig. 33
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 34
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 35
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 36
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 37
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 38
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 39
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 40
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 41
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 42
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 43
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 44
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 45
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 46
- Varianten von Bogen verarbeitenden Maschinen mit Fensterauftragwerk oder Folienauftragswerk;
- Fig. 47
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten
mit einer Abschäleinrichtung;
- Fig. 48
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln/Ablegen von Substraten
mit einer Abschäleinrichtung;
- Fig. 49
- eine schematische Darstellung einer Antistatikvorrichtung am Transportzylinder;
- Fig. 50
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten;
- Fig. 51
- eine perspektivische Darstellung einer Vorrichtung zum Behandeln von Substraten mit
einer Temperiervorrichtung;
- Fig. 52
- eine schematische Darstellung eines Werkzeuges;
- Fig. 53
- ein Detail des Werkzeugs mit Aussparung;
- Fig. 54
- eine perspektivische Darstellung eines Bearbeitungszylinders mit einem als Greifersystem
ausgebildeten Bogenhaltesystem mit Positioniereinrichtungen in einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform;
- Fig. 55
- einen detaillierte Draufsicht auf den Bearbeitungszylinder;
- Fig. 56
- eine Ansicht eines Positioniermittels mit mechanischem Niederhalter;
- Fig. 57
- eine weitere Ansicht eines Positioniermittels mit mechanischem Niederhalter;
- Fig. 58
- eine Ansicht eines Positioniermittels mit magnetischem Niederhalter;
- Fig. 59
- eine weitere Ansicht eines Positioniermittels mit mechanischem Niederhalter;
- Fig. 60
- eine schematische Darstellung zweier Bearbeitungszylinder mit jeweils angeordneten
Zylinderkanälen;
- Fig. 61
- eine schematische Darstellung zweier Bearbeitungszylinder, wobei nur ein Zylinderkanal
angeordnet ist;
- Fig. 62
- eine schematische Darstellung eines Zylinderkanals mit einem Anlaufelement;
- Fig. 63
- eine schematische Darstellung einer Stanzplatte, die auf Anlaufelemente abgestimt
ist;
- Fig. 64
- eine schematische Darstellung einer Lasche mit Formelementen;
- Fig. 65
- eine perspektivische Darstellung eines Bearbeitungszylinders mit Zylinderkanälen und
Anlaufelementen in einer bevorzugten Ausführungsform;
- Fig. 66
- eine perspektivische Darstellung eines Anlaufelements in einer bevorzugten Ausführungsform;
- Fig. 67
- eine perspektivische Darstellung zweier benachbarter Greifersysteme mit Anlaufelementen
in einer bevorzugten Ausführungsform.
[0015] Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 mit einer Trenneinrichtung 02, mit
der bearbeitetes Substrat 01 in mindestens ein Abfallteil 09 und mindestens einen
Nutzen 10 trennbar ist, kann als eigenständige Maschine ausgebildet sein und weist
in diesem Fall ein nicht näher beschriebenes Zuführsystem für Substrat 01 auf.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Trenneinrichtung 02 Bestandteil einer
substratverarbeitenden, insbesondere einer Bogen verarbeitenden Maschine und wird
inline mit den Aggregaten der Bogen verarbeitenden Maschine betrieben. Als Bogen verarbeitende
Maschine ist insbesondere eine Bogendruckmaschine vorgesehen, wie sie z. B. in Fig.
1 dargestellt ist. Die Erfindung wird nachfolgend am Beispiel einer Bogendruckmaschine,
insbesondere einer Offsetbogendruckmaschine beschrieben, wobei diese Beschreibung
sinngemäß auch für andere Bogen verarbeitende Maschinen sowie für eine Ausführung
der Vorrichtung als eigenständige Maschine sinngemäß gelten soll.
[0017] Die Bogendruckmaschine umfasst ein auch als Anleger 07 bezeichnetes Zuführsystem
für Substrate 01. Als Substrate 01 werden insbesondere bogenförmige Werkstücke aus
Papier, Karton, Pappe, Wellpappe, Kunststoff oder dergleichen verstanden, die vorzugsweise
bedruckbar oder bedruckt sind. Die Substrate 01 liegen im Anleger 07 der Bogendruckmaschine
als Stapel vor und werden von diesem vereinzelt und den dem Anleger 17 nachgelagerten
Aggregaten der Bogendruckmaschine über ein Beschleunigungssystem 08 zugeführt. Die
Bogendruckmaschine umfasst mindestens ein vorzugsweise mehrere Druckwerke 06. Die
Druckwerke 06 umfassen jeweils insbesondere einen Druckzylinder 41 und einen vorzugsweise
als Übergabetrommel 42 ausgebildeten Bogenführungszylinder 42. Dem Druckzylinder 41
ist ein ein Gummituch tragender Gummituchzylinder 43 und diesem wiederum ein eine
Druckplatte tragender Plattenzylinder 44 zugeordnet. Der Plattenzylinder 44 steht
in Kontakt mit einem Farbwerk 45 und vorzugsweise auch einem Feuchtwerk. Im Druckwerk
06 wird der Substratbogen 01 in an sich bekannter Weise von den am Druckzylinder 41
und Bogenführungszylinder 42 vorgesehenen Bogenhaltesystemen geführt, in dem zwischen
Druckzylinder 41 und Gummituchzylinder 43 gebildeten Druckspalt bedruckt und an das
sich anschließende Aggregat der Bogendruckmaschine, z. B. in Form des nächsten Druckwerks
06, übergeben. Im Anschluss an das oder die Druckwerke 06 oder zwischen den Druckwerken
06 kann eine oder können mehrere Bearbeitungswerke 46 ausgebildet sein. Die Bearbeitungswerke
46 umfassen vorzugsweise zwei Bearbeitungszylinder 96, 97, von denen einer, vorzugsweise
der untere, ein Bogenhaltesystem und der andere, vorzugsweise der obere, einen Werkzeugträger
aufweist. Das Bogenhaltesystem des Bearbeitungszylinders 96, kann als Klemmgreifersystem
oder als Sauggreifersystem ausgebildet sein. In seiner Funktion und ist es vorzugsweise
mit dem Greifersystem (Klemmgreifersystem oder Sauggreifersystem) des Transportzylinders
03 identisch, auf dessen Beschreibung Bezug genommen wird.
[0018] Die Bearbeitungszylinder sind unter Bildung eines Zylinderspaltes einander zugeordnet.
Mindestens einer der Bearbeitungszylinder trägt ein Werkzeug 116. Ein Bearbeitungszylinderpaar
ist im einfachsten Fall durch den Druckzylinder 41 und Gummituchzylinder 43 eines
Druckwerks 06 gebildet. In diesem Fall dient ein Druckwerk 06 als Bearbeitungswerk
46. Zum Befestigen des Werkzeugs 116 auf dem Gummituchzylinder 43 dient in diesem
Fall die Spanneinrichtung für das Gummituch.
[0019] Die Bearbeitungszylinder können auf vielfältige Weise ausgebildet sein.
[0020] Nach einer Ausführungsform, die sich besonders für Stanz- und Perforieranwendungen
eignet, ist der obere Bearbeitungszylinder als voller Magnetzylinder oder Trägerzylinder
mit Magnetsegmenten zur Aufnahme von magnetischen Blechen oder Magnetblechen und der
untere Bearbeitungszylinder als oberflächengehärteter Zylinder oder mit einem darauf
befestigten gehärteten Blech ausgebildet.
[0021] Nach einer anderen Ausführungsform, die sich besonders für Präge- oder Rill- oder
Nutanwendungen eignet, ist der obere Bearbeitungszylinder als voller Magnetzylinder
oder Trägerzylinder mit Magnetsegmenten zur Aufnahme von magnetischen Blechen oder
Magnetblechen und der untere Bearbeitungszylinder als oberflächengehärteter Zylinder
oder mit einem darauf befestigten gehärteten Blech oder mit einem Blech mit Hartgummi
/ Kunststoff ausgebildet.
[0022] Der untere Bearbeitungszylinder kann dabei in allen genannten Fällen mit mechanisch
insbesondere form- oder kraftschlüssig wirkenden Werkzeugträgern oder Aufzugträgern
versehen sein. Die kraftschlüssig wirkenden Werkzeugträgern oder Aufzugträgern sind
insbesondere magnetisch wirkend ausgebildet.
[0023] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln
von Substraten 01, die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann oder
Bestandteil derselben, insbesondere ein Bearbeitungswerk 46 sein kann, einen ersten
und einen zweiten Bearbeitungszylinder 96, 97. Zwischen ersten und einen zweiten Bearbeitungszylinder
96, 97 sind Substratbogen 01 einführbar, die beim Durchlaufen des Zylinderspaltes
zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97 bearbeitet werden. Der erste Bearbeitungszylinder
96 weist ein Bogenhaltesystem auf. Der erste und/oder der zweite Bearbeitungszylinder
96, 97 weisen einen Werkzeugträger zur Aufnahme eines Werkzeugs 116 oder eines Werkzeusgteils
auf, das vorzugsweise aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge,
Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge stammt. Dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 ist
auf dessen dem ersten Bearbeitungszylinder 96 abgewandter Seite ein Gegenzylinder
98 zugeordnet, der mit dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 in Oberflächenkontakt steht.
[0024] Der Gegenzylinder 98 ist dem Bearbeitungszylinder 97 derart zugeordnet, dass bei
einer Durchbiegung des Bearbeitungszylinders 97, wie sie bei einer Bearbeitung von
Substratbogen 01 im Spalt zwischen den beiden Bearbeitungszylindern 96, 97 auftritt,
die Kraftwirkung der resultierenden Biegekraft des zweiten Bearbeitungszylinders 97
den Gegenzylinder 98, vorzugsweise in dessen Mitte oder nahe seiner Mitte trifft.
[0025] Geometrisch betrachtet liegen die Mittelpunkte des ersten und des zweiten Bearbeitungszylinders
96, 97 und des Gegenzylinders 98 bevorzugt auf einer gedachten Geraden oder es liegen
die Mittelpunkte des zweiten Bearbeitungszylinders 97 und des Gegenzylinders 98 auf
einer Geraden, die gegenüber einer Geraden, auf der die Mittelpunkte des ersten und
des zweiten Bearbeitungszylinders 96, 97 liegen, um einen Winkel kleiner gleich 10
Grad geneigt ist.
[0026] Der Gegenzylinder 98 kann den gleichen Durchmesser aufweisen, wie der zweite Bearbeitungszylinder
97.
[0027] Ebenso können der Gegenzylinder 98 und der zweite Bearbeitungszylinder 97 Schmitzringe
aufweisen, die in Abrollkontakt miteinander stehen. Es ist auch möglich, dass der
Oberflächenkontakt zwischen dem Gegenzylinder 98 und dem zweiten Bearbeitungszylinder
97 auf den Kontakt zwischen den Schmitzringen begrenzt ist. In diesem Fall wird zumindest
einer Durchbiegung des zweiten Bearbeitungszylinders 97 jeweils in den Bereichen zwischen
dessen Lagerstellen in einer Gestellwand und dem der jeweiligen Lagerstelle benachbarten
Schmitzring entgegengewirkt.
[0028] Die Verwendung von Schmitzringen ist im Druckmaschinenbau bekannt. Die Schmitzringe
an Druckmaschinen werden an den Seiten der Druckzylinder angeordnet. Der Schmitzring
soll den Schmitz verhindern. Er ist aus vergütetem Stahl und wird hochpräzise rund
und maßhaltig geschliffen. Der Schmitzring ist ca. 1-4 cm breit und rollt entweder
auf der Fundamentschiene oder auf dem Schmitzring des Gegenzylinders ab. Der Umfang
des Schmitzringes beträgt genau den Umfang des
Aufzuges oder er hat genau den Umfang der Form, je nachdem, an welchem Maschinenteil er angebracht
ist. Der Schmitzring ist ein Element der Zwangsführung an Druckmaschinen mit Zentralantrieb
und gleicht geringfügige Lagerungenauigkeiten ebenso aus wie ungleichmäßigen An- und
Abtrieb aus dem Zahnradantrieb der Druckmaschinen.
[0029] Im Fall der Ausbildung von Schmitzringen ist vorteilhafter Weise eine Vorrichtung
zur Einstellung der Pressung zwischen den Schmitzringen durch Verlagerung des Gegenzylinders
98 und/oder des zweiten Bearbeitungszylinders 97 vorgesehen.
[0030] Dem Gegenzylinder 98 ist vorzugsweise eine Vorrichtung zum Fixieren eines Aufzugs
zugeordnet. Diese ermöglich die Anordnung eines Aufzugs auf dem Gegenzylinder 98 um
sicherzustellen, dass dieser auch bei auf dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 angeordneten
Werkzeug 116, dessen Dicke variieren kann, mit dem Bearbeitungszylinder 97 bzw. mit
dem auf dessen Oberfläche angeordneten Werkzeug 116 in Oberflächenkontakt, insbesondere
Abrollkontakt, steht. Vorzugsweise ist dem Gegenzylinder 98 auch eine Vorrichtung
zum Spannen des Aufzugs in Umfangsrichtung des Gegenzylinders 98 zugeordnet, die mit
der Vorrichtung zum Fixieren eines Aufzugs eine Baueinheit bilden kann.
[0031] Insbesondere für die Verwendung eines profilierten Aufzugs, zum Beispiel in Form
einer Matrize, erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Gegenzylinder 98 ein Registersystem
zum Positionieren eines Aufzugs auf dem Gegenzylinder 98 aufweist.
[0032] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, die das Auswechseln von Werkzeugteilen
erleichtert, umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01, ein Bearbeitungswerk
46 mit zwei miteinander zusammenwirkenden Bearbeitungszylindern 96, 97, zwischen die
das Substrat 01 einführbar ist. Das Substrat 01 wird beim Durchlaufen durch im Zylinderspalt
zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97 wirksame Werkzeugteile aus der Gruppe der
Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge
bearbeitet. Mindestens einer der Bearbeitungszylinder 96, 97 ist als Magnetzylinder
ausgebildet. Dem als Magnetzylinder ausgebildeten Bearbeitungszylinder 96, 97 ist
eine Abschäleinrichtung zum Abschälen mindestens eines Werkzeugteils zugeordnet.
[0033] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, die das Auswechseln von Werkzeugteilen
erleichtert, umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01, eine Trenneinrichtung
mit einen Transportzylinder 03 und einen Ausbrechzylinder 04, zwischen die das Substrat
01 einführbar ist. Das Substrat 01 wird beim Durchlaufen durch den Zylinderspalt zwischen
Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 durch mindestens einen Aufzug 05 in mindestens
ein Abfallteil 09 und mindestens einen Nutzen 10 getrennt. Der Transportzylinder 03
und/oder der Ausbrechzylinder 04 sind als Magnetzylinder ausgebildet. Dem Transportzylinder
03 und/oder dem Ausbrechzylinder 04 ist eine Abschäleinrichtung 103 zum Abschälen
des mindestens einen Aufzugs 05 zugeordnet. Siehe dazu insbesondere Fig. 47 und Fig.
48. Die Abschäleinrichtung 103 ist an den Zylinder, dem sie zugeordnet ist und der
zum Tragen eines Aufzugs 05 ausgebildet ist, insbesondere an den Bearbeitungszylinder
96, 97 oder den Transportzylinder 03 oder den Ausbrechzylinder 04 anstell- und/oder
abstellbar ausgebildet. Die Abschäleinrichtung 103 weist eine Abschälkante 104 auf.
Die Abschälkante 104 erstreckt sich, wenn die Abschäleinrichtung 103 an den jeweiligen
Zylinder angestellt ist, vorzugsweise tangential oder annähernd tangential zur Peripherie
des Zylinders, dem sie zugeordnet ist, also insbesondere zum Bearbeitungszylinder
96, 97, Transportzylinder 03 oder Ausbrechzylinder 04. Des Weiteren erweist es sich
als vorteilhaft, wenn die Abschäleinrichtung 103 mit einem Schutz 70, 71 eine Baueinheit
bildet. Bei dem Schutz 70, 71 kann es sich zum Beispiel um ein beliebiges Teil des
Gehäuses eines Bearbeitungswerkes 46 oder eines Trennwerks 02.2 handeln, das die Bedienperson
vor Verletzungen durch rotierenden Zylinder schützt oder Lärm oder Staubemissionen
vermeidet oder vermindert. Eine Zuordnung der Abschäleinrichtung 103 zu Teilen der
Plattenwechseleinheit oder der Vorrichtung zum Aufzugswechsel ist ebenfalls möglich.
[0034] Bildet die Abschäleinrichtung 103 mit einem Schutz 70, 71 eine Baueinheit, kann die
Baueinheit in einer Stellung die Funktion als Abschäleinrichtung 103 und in einer
anderen Stellung eine Funktion als Schutz 70, 71 erfüllen.
[0035] Vorzugsweise weist die die Abschäleinrichtung 103 ein Halteelement zum Fixieren der
Werkzeugteile oder des mindestens einen Aufzugs 05 auf. Das Halteelement kann pneumatisch
oder magnetisch wirken oder in anderer geeigneter Weise ausgebildet sein, z. B. in
Form einer Stufe oder Klinke.
[0036] Um Sicherzustellen, dass die Abschäleinrichtung 103 eine Kante des Werkzeugteils
oder des mindestens einen Aufzugs 05 untergreift, kann das Werkzeugteil oder der mindestens
eine Aufzug 05 manuell abgehoben werden. Nach einer vorteilhaften Alternative ist
zu diesem Zweck ein Auswerfer ausgebildet, der dem Bearbeitungszylinder 96, 97 und/oder
dem Transportzylinder 03 und/oder dem Ausbrechzylinder 04 zugeordnet ist und der zum
zumindest teilweisen Abheben von Werkzeugteilen oder des mindestens einen Aufzugs
05 von der Oberfläche des Bearbeitungszylinders 96, 97 oder des Transportzylinders
03 oder des Ausbrechzylinders 04 ausgebildet ist.
[0037] Vorzugsweise ist ein auf den Bearbeitungszylinder 96, 97 und/oder den Transportzylinder
03 und/oder den Ausbrechzylinder 04 einwirkender Antrieb ausgebildet, mit dem eine
Antriebsteuerung zusammenwirkt. Die Antriebssteuerung bewirkt, dass der Bearbeitungszylinder
96, 97 und/oder der Transportzylinder 03 und/oder der Ausbrechzylinder 04 automatisch
in einer Stellung positioniert wird, in der ein Ende eines Werkzeugteils oder des
mindestens einen Aufzugs 05 der Abschäleinrichtung 103 gegenüberliegt und/oder sich
im Wirkbereich der Abschäleinrichtung 103, insbesondere der Abschälkante 104 befindet.
Nach dem Positionieren kann die Antriebssteuerung ein Verdrehen des Bearbeitungszylinders
96, 97 und/oder des Transportzylinders 03 und/oder des Ausbrechzylinders 04 derart
bewirken, dass das andere Ende des Werkzeugteils oder des mindestens einen Aufzugs
05 der Abschäleinrichtung 103 gegenüberliegt und/oder sich im Wirkbereich der Abschäleinrichtung
103 befindet. Während des Verdrehens schält die Abschäleinrichtung 103 das Werkzeugteil
oder den mindestens einen Aufzug 05 von der jeweiligen Zylinderoberfläche ab. Zwischen
dem Positionieren und Verdrehen des Bearbeitungszylinders 96, 97 und/oder des Transportzylinders
03 und/oder des Ausbrechzylinders 04 wird der Auswerfer zum zumindest teilweisen Abheben
des jeweiligen Werkzeugteils oder des mindestens einen Aufzugs 05 von der Oberfläche
des Bearbeitungszylinders 96, 97 oder des Transportzylinders 03 oder des Ausbrechzylinders
04 vorzugsweise aktiviert.
[0038] Unter einem Magnetzylinder sind im vorgenannten Zusammenhang alle Arten von Zylindern
oder Trommeln zu verstehen, die im Bereich ihrer Peripherie eine magnetische Kraftwirkung
auf benachbarte ferromagnetische Elemente, insbesondere auf Werkzeuge 116 oder Werkzeugteile
aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge
oder Nutwerkzeuge, ausüben. Ein derartiger Zylinder kann als voller Magnetzylinder
oder Zylinder mit eingelassenen Magnetsegmenten oder als Trägerzylinder für auf ihm
angeordnete Magnetsegmenten oder Magnetbleche ausgebildet sein, was für die Bauweise
als Trommel im analogen Sinn gilt.
[0039] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln
von Substraten 01, die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann oder
Bestandteil derselben sein kann, neben vorzugsweise als Druckwerken 06 und Bearbeitungswerke
46 ausgebildeten Werken noch weitere Werke, die in beliebiger Reihenfolge einzeln
oder gruppenweise angeordnet sein könne. So können ein oder mehrere Beschichtungswerke
88.2 und/oder ein oder mehrere Trennwerke 02.2 und/oder ein oder mehrere Fensterauftragwerke
85 oder ein Folienauftragswerk 85 und/oder ein oder mehrere Stanzwerke in alternativ
oder in Ergänzung zu den vorgenannten Werken angeordnet sein.
[0040] Ein Trennwerk 02.2 umfasst vorzugsweise einen Transportzylinder 03 mit in dessen
Mantelfläche ausgebildeten Öffnungen 12, 13 und Luftversorgungsmittel 14, 15 zur Versorgung
der Öffnungen 12, 13 mit Luft, vorzugsweise Saugluft. Dem Transportzylinder 03 ist
vorzugsweise ein Ausbrechzylinder 04 zugeordnet.
[0041] Ein Beschichtungswerk 88.2 umfasst vorzugsweise eine Vorrichtung zum Bogentransport
insbesondere einen bogenführenden Zylinder und eine Beschichtungsvorrichtung 88 und
ist zum partiellen oder vollflächigem Beschichten eines Substratbogens 01 mit einem
adhäsiv wirkenden Kleber ausgebildet.
[0042] Ein Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 kann in verschiedenen Bauformen
ausgebildet sein. In einer ersten Bauform liegt die Folie in Form von Folienabschnitten
vor. Die erste Bauform umfasst vorzugsweise einen Transportzylinder 03.1 zum Transport
bogenförmiger Substrate 01, eine Bogenfördereinrichtung, z. B. in Form eines bogenführenden
Zylinders, die mit dem Transportzylinder 03.1 zusammenwirkt, eine Folienzuführung
86, die Mittel zur Führung von Folienabschnitten aufweist, eine Beschichtungsvorrichtung
88 zur Zuführung eines Haftvermittlers zum Substrat 01 oder zu einem jeweiligen Folienabschnitt.
[0043] Die Folienzuführung 86 kann einen Speicher 93 zur Aufnahme eines aus Folienabschnitten
gebildeten Stapels und eine Vereinzelungsvorrichtung aufweisen, welche Folienabschnitte
vom aus Folienabschnitten gebildeten Stapel vereinzelt und auf Umfangsgeschwindigkeit
des Transportzylinders 03.1 beschleunigt. Vorzugsweise umfasst die Folienzuführung
86 einen Zuführzylinder 84, der mit dem Transportzylinder 03.1 einen Pressspalt bildet.
[0044] Die Vereinzelungsvorrichtung kann ein Transportorgan 94 zur Vereinzelung der Folienabschnitte
von der Oberseite oder von der Unterseite des aus Folienabschnitten gebildeten Stapels
aufweisen. Zum Zuführen der Folienabschnitte zu dem zwischen Zuführzylinder 84 und
Transportzylinder 03.1 gebildeten Pressspalt ist vorzugsweise ein Transportorgan 94
ausgebildet. Das Transportorgan 94 kann ein oder mehrere Elemente aus der Gruppe der
Saugbänder und/oder Saugwalzen und/oder Sauger aufweisen. Als Transportmechanismus
dient bei den genannten als Transportorganen 94 vorgesehenen Elementen vorzugsweise
eine Kraftwirkung in Folge eines anliegenden Unterdruckes. Alternativ oder ergänzen
dazu kann als Transportmechanismus auch Reibschluss dienen. Ist als Transportorgane
94 ein Sauger vorgesehen, kann dieser z. B. als kombinierter Sauger ausgebildet sein
und einen oder mehrere Schleppsauger aufweisen, die mit einem oder mehreren Hubsauger
zusammenwirken.
[0045] Das Transportorgan 94 kann zur direkten Zuführung eines jeweiligen vereinzelten Folienabschnitts
zum Pressspalt oder Zuführzylinder 84 vorgesehen sein. Unter direkter Zuführung ist
in diesem Zusammenhang die Zuführung ohne Übergabe, d. h. Zwischenübergabe an ein
anderes Transportorgan 94, zu verstehen.
[0046] In der Mantelfläche des Zuführzylinders 84 sind vorzugsweise Öffnungen ausgebildet,
die von Luftversorgungsmitteln mit Saugluft versorgbar sind. Nach einer Ausführungsform
können die Luftversorgungsmittel zur Saugluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage
der jeweils versorgten Öffnungen ausgebildet sein.
[0047] Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann dem Transportzylinder 03.1 oder einem Zuführzylinder
84 zugeordnet sein.
[0048] Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Transportzylinder 03.1 zugeordnet, so wird
das Substrat 01 unmittelbar beschichtet und anschließend mit einem Folienabschnitt
in Kontakt gebracht. Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Zuführzylinder 84 zugeordnet,
so wird das Substrat 01 mittelbar beschichtet. Das bedeutet, dass der Haftvermittler
insbesondere der Kleber einem jeweiligen Folienabschnitt zugeführt wird, der anschließend
mit einem Substratbogen 01 in Kontakt gebracht wird.
[0049] Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann in Art eines Lackwerks ausgebildet sein und/oder
eine Auftragswalze und/oder einen Inkjetkopf umfassen. Vorzugsweise ist die Beschichtungsvorrichtung
88 derart beschaffen, dass sie eine adressierbare, partielle Beschichtung des jeweiligen
Substratbogens 01 oder des jeweiligen Folienabschnitts mit Haftvermittler, insbesondere
Kleber, ermöglicht. Im Fall der Ausbildung einer Beschichtungsvorrichtung 88 mit Auftragswalze
kann zur adressierbaren, partiellen Beschichtung eine Druckform, insbesondere eine
Lackplatte, insbesondere eine Flexoplatte vorgesehen sein.
[0050] Bei einer zweiten bevorzugten Bauform eines Fensterauftragwerkes 85 oder Folienauftragswerkes
85 liegt die Folie in Form einer Folienbahn 87 vor.
[0051] Die zweite Bauform umfasst vorzugsweise einen Transportzylinder 03.1 zum Transport
bogenförmiger Substrate 01, eine Bogenfördereinrichtung, die mit dem Transportzylinder
03.1 zusammenwirkt, eine Folienzuführung 86, die Mittel zur Führung einer Folienbahn
87 aufweist. Der zweiten Bauform sind vorzugsweise eine Beschichtungsvorrichtung 88
zur Zuführung eines Haftvermittlers zum Substrat 01 und eine Schneideinrichtung 89
zum Schneiden der Folienbahn 87 in Folienabschnitte oder zum Heraustrennen von Folienabschnitten
aus der Folienbahn 87 zugeordnet. Die Folienzuführung 86 umfasst vorzugsweise Mittel
zur Führung der Folienabschnitte.
[0052] Vorzugsweise umfasst die Folienzuführung 86 einen Zuführzylinder 84, der mit dem
Transportzylinder 03.1 einen Pressspalt bildet. Die Schneideinrichtung 89 kann dem
Zuführzylinder 84 zugeordnet sein. Nach einer Ausführungsform der Schneideinrichtung
89 umfasst diese einen Schneidzylinder 90, der ein im Spalt zwischen dem Zuführzylinder
84 und dem Schneidzylinder 90 wirksames Schneidmittel oder Trennmittel aufweist. Das
Schneidmittel kann als Querschneider oder in anderer geeigneter Form ausgebildet sein.
[0053] In der Mantelfläche des Zuführzylinders 84 sind vorzugsweise Öffnungen ausgebildet,
die von Luftversorgungsmitteln mit Saugluft versorgbar sind. Nach einer Ausführungsform
können die Luftversorgungsmittel zur Saugluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage
der jeweils versorgten Öffnungen ausgebildet sein.
[0054] Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann dem Transportzylinder 03.1 oder einem Zuführzylinder
84 zugeordnet sein. Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Transportzylinder 03.1
zugeordnet, so wird das Substrat 01 unmittelbar beschichtet und anschließend mit einem
Folienabschnitt in Kontakt gebracht. Ist die Beschichtungsvorrichtung 88 dem Zuführzylinder
84 zugeordnet, so wird das Substrat 01 mittelbar beschichtet. Das bedeutet, dass der
Haftvermittler insbesondere der Kleber einem jeweiligen Folienabschnitt zugeführt
wird, der anschließend mit einem Substratbogen 01 in Kontakt gebracht wird.
[0055] Die Beschichtungsvorrichtung 88 kann in Art eines Lackwerks ausgebildet sein und/oder
eine Auftragswalze und/oder einen Inkjetkopf umfassen. Vorzugsweise ist die Beschichtungsvorrichtung
88 derart beschaffen, dass sie eine adressierbare, partielle Beschichtung des jeweiligen
Substratbogens 01 oder des jeweiligen Folienabschnitts mit Haftvermittler, insbesondere
Kleber, ermöglicht. Im Fall der Ausbildung einer Beschichtungsvorrichtung 88 mit Auftragswalze
kann zur adressierbaren, partiellen Beschichtung eine Druckform, insbesondere eine
Lackplatte, insbesondere eine Flexoplatte vorgesehen sein.
[0056] Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst die Folienzuführung 86 eine Abwickelvorrichtung
91, die zur Aufnahme einer oder mehrerer Folienrollen 92 ausgebildet ist. Vorzugsweise
weist die Abwickelvorrichtung 91 zur Aufnahme mehrerer Folienrollen 92 Positioniermittel
auf, wobei mit den Positioniermitteln die Folienrollen 92 axial und/oder radial in
Bezug zueinander positionierbar sind.
[0057] Ein Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform ist z. B.
in der Fig. 33 oder Fig. 40 dargestellt. Die Folienzuführung 86 dieses Fensterauftragwerks
85 oder Folienauftragswerks 85 umfasst eine Abwickelvorrichtung 91 und eine Aufwickelvorrichtung.
Eine Schneideinrichtung 89 kann ebenfalls vorgesehen sein, ist in Fig. 33 oder Fig.
40 aber nicht dargestellt. Dem Zuführzylinder 84 ist eine Beschichtungsvorrichtung
88 zugeordnet.
[0058] Ein weiteres Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform
ist Fig. 34 oder Fig. 41 zu entnehmen, es unterscheidet sich vom Fensterauftragwerk
85 oder Folienauftragswerk 85 gemäß Fig. 33 oder Fig. 40 dadurch, dass die Beschichtungsvorrichtung
88 dem Transportzylinder 03.1 zugeordnet ist.
[0059] Eine weiteres Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform
ist Fig. 35 oder Fig. 42 zu entnehmen. Es unterscheidet sich vom Fensterauftragwerk
85 oder Folienauftragswerk 85 gemäß Fig. 33 oder Fig. 40 dadurch, dass die Folienzuführung
86 zwar eine Abwickelvorrichtung 91 aber keine Aufwickelvorrichtung. umfasst. Dem
Zuführzylinder 84 ist eine Schneideinrichtung 89 mit einem Schneidzylinder 90 zugeordnet.
[0060] Ein weiteres Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der zweiten Bauform
ist Fig. 36 oder Fig. 43 zu entnehmen. Es weist eine Folienzuführung 86 mit Abwickelvorrichtung
91 auf. Dem Transportzylinder 03.1 ist eine Schneideinrichtung 89 mit einem Schneidzylinder
90 zugeordnet. Die Beschichtungsvorrichtung 88 ist dem Transportzylinder 03.1 zugeordnet.
[0061] Ein Fensterauftragwerk 85 oder Folienauftragswerk 85 der ersten Bauform zeigt z.
B.
[0062] Fig. 37 oder Fig. 44. Die Folienzuführung 86 umfasst einen Speicher 93 zur Aufnahme
eines aus Folienabschnitten gebildeten Stapels und mindestens ein Transportorgan 94.
Das Transportorgan 94 führt einen jeweiligen Folienabschnitt dem Transportzylinder
03.1 zu. Die Beschichtungsvorrichtung ist dem Transportzylinder 03.1 zugeordnet.
[0063] Nach einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01,
die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann oder Bestandteil derselben
sein kann, einen Anleger 07, an den sich ein oder mehrere Druckwerke 06 und/oder ein
oder mehrere Stanzwerke anschließen, an die sich ein Trennwerk 02.2 anschließt, an
das sich entweder ein Beschichtungswerk 88.2 und ein Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85 oder ein eine Beschichtungsvorrichtung 88 aufweisendes Fensterauftragwerk 85 anschließen.
Eine derartige Vorrichtung oder Bogen verarbeitende Maschine ist insbesondere zum
Herstellen von Folienfenstern geeignet. Ausführungsformen derartiger Maschinen sind
insbesondere den Fig. 33 bis Fig. 46 entnehmbar. Vorzugsweise schließt sich an das
Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 ein Trennwerk 02.2 an. Vorzugsweise
folgt dem Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 oder dem in Transportrichtung
74 des Substrats 01 letzten Trennwerk 02.2 eine Auslage 99.
[0064] Nach einer Ausführungsform umfasst die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01,
die als Bogen verarbeitende Maschine ausgebildet sein kann, einen Anleger 07 und ein
oder mehrere erste Unterbaumodule 100, die jeweils einen Druckzylinder 41 mit Mitteln
zum Fixieren eines Aufzugs und eine Bogenfördereinrichtung aufweisen
und ein oder mehrere zweite Unterbaumodule 101, die jeweils einen Transportzylinder
03 mit in dessen Mantelfläche ausgebildeten Öffnungen 12 sowie Mittel zum Fixieren
eines Aufzugs 05 und eine Bogenfördereinrichtung aufweisen.
[0065] Vorzugsweise weisen alle ersten und zweiten Unterbaumodule 100, 101 eingangsseitig
und/oder ausgangsseitig gleiche Schnittstellen zur Verbindung der Unterbaumodule 100,
101 miteinander in frei vorgebbarer Reihenfolge auf und sind mit einem Aufsatzmodul
ausrüstbar oder ausgerüstet. Zur Versorgung der Öffnungen 12 mit Luft können Luftversorgungsmittel
14 ausgebildet sein. Diese Luftversorgungsmittel 14 sind bevorzugt zur Umschaltung
zwischen Saugluftversorgung und Blasluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage
der jeweils versorgten Öffnungen 12 ausgebildet.
[0066] Der Druckzylinder 41 mindestens eines ersten Unterbaumoduls 100 ist vorzugsweise
als Magnetzylinder ausgebildet. Vorzugsweise sind alle Druckzylinder 41 der ersten
Unterbaumodule 100 als Magnetzylinder ausgebildet. Ebenso können alle Unterbaumodule
100, 101 baugleiche Bogenfördereinrichtungen aufweisen.
[0067] Einige oder alle der ersten Unterbaumodule 100 sind vorzugsweise für die Ausrüstung
mit einem als Druckmodul 06.1 oder als Lackmodul oder als Trockenmodul oder als Folienauftragsmodul
85.1 oder als Bearbeitungsmodul 46.1 ausgebildeten Aufsatzmodul und/oder alle zweiten
Unterbaumodule 101 für die Ausrüstung mit einem als Trennmodul 02.1 oder einem Inspektionsmodul
ausgebildeten Aufsatzmodul ausgebildet. Weiter bevorzugt weisen alle ersten Unterbaumodule
100 und/oder alle zweiten Unterbaumodule 101 baugleiche Schnittstellen zur Verbindung
mit Aufsatzmodulen auf.
[0068] Das Trennmodul 02.1 umfasst vorzugsweise einen Ausbrechzylinder 04.
[0069] Das Klebemodul 88.1 umfasst mindestens eine Vorrichtung zum Kleberauftrag.
[0070] Das Bearbeitungsmodul 46.1 umfasst vorzugsweise einen Stanzzylinder 75 oder einen
zur Aufnahme einer Stanzform vorbereiteten Zylinder.
[0071] Das Druckmodul 06.1 umfasst vorzugsweise einen Plattenzylinder 44, einen Gummituchzylinder
43 und ein Farbwerk 45.
[0072] Das Folienauftragsmodul 85.1 umfasst vorzugsweise eine Vorrichtung zum Zuführen von
Folienabschnitten.
[0073] Nach einer Ausführungsform sind dem Anleger 07 mindestens ein mit einem Druckmodul
06.1 oder einem Bearbeitungsmodul 46.1 ausgerüstetes erstes Unterbaumodul 100 nachgeordnet,
und diesem mindestens ein mit einem Trennmodul 02.1 ausgerüstetes zweites Unterbaumodul
101 nachgeordnet.
[0074] Dem Anleger 07 können auch ein oder mehrere mit einem Druckmodul 06.1 ausgerüstete
erste Unterbaumodule 100 nachgeordnet sein, gefolgt von einem oder mehreren ersten
Unterbaumodulen 100, die mit einem Bearbeitungsmodul 46.1 ausgerüstet sind,
gefolgt von einem zweiten Unterbaumodul 101, das mit einem Trennmodul 02.1 ausgerüstet
ist, gefolgt von einem ersten oder zweiten Unterbaumodul 100, 101, dass mit einem
Folienauftragsmodul 85.1 ausgerüstet ist.
[0075] Nach einer Ausführungsform ist zwischen dem mit einem Trennmodul 02.1 und dem mit
einem Folienauftragsmodul 85.1 ausgerüsteten Unterbaumodul 100 ein mit einem Klebemodul
88.1 ausgerüstetes Unterbaumodul 102 angeordnet oder das Folienauftragsmodul 85.1
umfasst eine Vorrichtung zum Kleberauftrag.
[0076] Mögliche Konfigurationen von Vorrichtungen zum Behandeln von Substraten 01, die als
Bogen verarbeitende Maschinen ausgebildet sind, sollen nachfolgend beschrieben werden.
Für die Beschreibung wird dabei nicht differenziert, ob es sich bei einem jeweiligen
Werk um eine Einheit aus Unterbaumodul 101 und Aufsatzmodul handelt oder nicht. Somit
bezieht sich die Beschreibung jeweils auf beide Varianten.
[0077] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 33 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten Substratbogen
01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken 06 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mit Kleber beschichtet und auf
den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk
02.2 werden weitere Abfallteile 09 ausgebrochen und die Substratbogen 01 in der Auslage
99 zu einem Stapel abgelegt.
[0078] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 34 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten Substratbogen
01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken 06 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 01 mit Kleber beschichtet und
die Folienabschnitte auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im
anschließenden Trennwerk 02.2 werden weitere Abfallteile 09 ausgebrochen und die Substratbogen
01 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0079] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 35 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten Substratbogen
01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken 06 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mittels einer Schneideinrichtung
89 und eines Schneidzylinders 90 von der Folienbahn 87 getrennt und anschließend mit
Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im
anschließenden Trennwerk 02.2 werden weitere Abfallteile 09 ausgebrochen und die Substratbogen
01 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0080] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 36 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten Substratbogen
01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken 06 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 01 mit Kleber beschichtet und
die Folienabschnitte mittels einer Schneideinrichtung 89 und eines Schneidzylinders
90 von der Folienbahn 87 getrennt und anschließend auf den fensterförmigen Aussparungen
überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden weitere Abfallteile 09
ausgebrochen und die Substratbogen 01 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0081] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 37 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten Substratbogen
01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken 06 bedruckt.
Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger Aussparungen
in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Folienauftragswerk
oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen 01 mit Kleber beschichtet und
die Folienabschnitte aus einem Speicher 93 über ein Transportorgan 94 dem Transportzylinder
03.1 zugeführt und dabei auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert.
Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden weitere Abfallteile 09 ausgebrochen und die
Substratbogen 01 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0082] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 38 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Beschichtungswerk 88.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85, Trennwerk 02.2 und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger
07 vereinzelten Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt
und in den Druckwerken 06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das
Stanzen fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die
Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Beschichtungswerk 88.2 werden die Substratbogen
01 mit Kleber beschichtet. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden
Folienabschnitte auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden
Trennwerk 02.2 werden weitere Abfallteile 09 ausgebrochen und die Substratbogen 01
in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0083] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 39 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Trennwerk 02.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85,
Trennwerk 02.2 und Auslage 99. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07
vereinzelten Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und
in den Druckwerken 06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen
fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile
09 abgeführt werden. Im darauffolgenden Trennwerk 02.2 werden weiter Abfallteile 09
ausgebrochen. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte
mit Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert.
Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden weitere Abfallteile 09 ausgebrochen und die
Substratbogen 01 in der Auslage 99 zu einem Stapel abgelegt.
[0084] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 40 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten
Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken
06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt
werden. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mit
Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im
anschließenden Trennwerk 02.2 werden entweder nur weitere Abfallteile 09 oder Abfallteile
09 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30
transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 01 oder
ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0085] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 41 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten
Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken
06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt
werden. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen
01 mit Kleber beschichtet und die Folienabschnitte auf den fensterförmigen Aussparungen
überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden entweder nur weitere
Abfallteile 09 oder Abfallteile 09 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt.
Die Transportbänder 29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs
Substratbogen 01 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0086] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 42 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten
Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken
06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt
werden. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte mittels
einer Schneideinrichtung 89 und eines Schneidzylinders 90 von der Folienbahn 87 getrennt
und anschließend mit Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend
fixiert. Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden entweder nur weitere Abfallteile
09 oder Abfallteile 09 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder
29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen
01 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0087] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 43 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten
Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken
06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt
werden. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen
01 mit Kleber beschichtet und die Folienabschnitte mittels einer Schneideinrichtung
89 und eines Schneidzylinders 90 von der Folienbahn 87 getrennt und anschließend auf
den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert Im anschließenden Trennwerk 02.2
werden entweder nur weitere Abfallteile 09 oder Abfallteile 09 zusammen mit den Rahmen
ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren entsprechend
des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 01 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu
einem Stapel.
[0088] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 44 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, Trennwerk 02.2
und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom Anleger 07 vereinzelten
Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt und in den Druckwerken
06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das Stanzen fensterförmiger
Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die Abfallteile 09 abgeführt
werden. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden die Substratbogen
01 mit Kleber beschichtet und die Folienabschnitte aus einem Speicher 93 über ein
Transportorgan 94 dem Transportzylinder 03.1 zugeführt und dabei auf den fensterförmigen
Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden entweder
nur weitere Abfallteile 09 oder Abfallteile 09 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen
und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren entsprechend des vorangegangenen
Trennvorgangs Substratbogen 01 oder ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0089] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 45 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Beschichtungswerk 88.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk
85, Trennwerk 02.2 und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die
vom Anleger 07 vereinzelten Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt
und in den Druckwerken 06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das
Stanzen fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die
Abfallteile 09 abgeführt werden. Im Beschichtungswerk 88.2 werden die Substratbogen
01 mit Kleber beschichtet. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden
Folienabschnitte auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert. Im anschließenden
Trennwerk 02.2 werden entweder nur weitere Abfallteile 09 oder Abfallteile 09 zusammen
mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30 transportieren
entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 01 oder ausgebrochene
Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0090] In der bevorzugten Ausführung nach Fig. 46 sind folgende Baueinheiten im Anschluss
aneinander ausgebildet: Anleger 07, Beschleunigungssystem 08, mehrere Druckwerke 06,
Bearbeitungswerk 46, Trennwerk 02.2, Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85,
Trennwerk 02.2 und Transportbänder 29, 30. Die Funktionsweise ist folgende. Die vom
Anleger 07 vereinzelten Substratbogen 01 werden vom Beschleunigungssystem 08 beschleunigt
und in den Druckwerken 06 bedruckt. Anschließend erfolgt im Bearbeitungswerk 46 das
Stanzen fensterförmiger Aussparungen in den Substraten 01, wobei anschließend die
Abfallteile 09 abgeführt werden. Im darauffolgenden Trennwerk 02.2 werden weiter Abfallteile
09 ausgebrochen. Im Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85 werden Folienabschnitte
mit Kleber beschichtet und auf den fensterförmigen Aussparungen überlappend fixiert.
Im anschließenden Trennwerk 02.2 werden entweder nur weitere Abfallteile 09 oder Abfallteile
09 zusammen mit den Rahmen ausgebrochen und abgeführt. Die Transportbänder 29, 30
transportieren entsprechend des vorangegangenen Trennvorgangs Substratbogen 01 oder
ausgebrochene Nutzen 10 zu einem Stapel.
[0091] Für alle beschriebenen Ausführungen mit einem, Folienauftragswerk oder
[0092] Fensterauftragwerk 85 ist es sinnvoll, wenn unmittelbar oder mittelbar vor dem Werk
in dem der Kleber aufgebracht wird, eine Wendeeinrichtung angeordnet ist. Das hat
den Vorteil, dass z. B. für eine Produktion von Briefumschlägen die Schneid-, bzw.
Stanzlinien bzw. Materialausrisse infolge des Scheidens oder Stanzens im Substrat
01 auf der Innenseite der Briefumschläge auftreten würden, wo sie weniger stören als
auf der Außenseite.
[0093] Im Folgenden wird ein bevorzugtes Verfahren zum Behandeln von bogenförmigen Substraten
01, beschrieben, welches mit einer der Ausführungen gemäß den Fig. 33 bis Fig. 46
durchgeführt werden kann.
[0094] Das Verfahren läuft wie folgt ab.
[0095] In einem Verfahrensschritt Stanzen werden fensterförmige Bereiche in den Substraten
01 angestanzt, wobei Materialverbindungen erhalten bleiben. In einem Verfahrensschritt
Trennen, der sich vorzugsweise unmittelbar an den Verfahrensschritt Stanzen anschließt,
werden die fensterförmigen Bereiche aus den Substraten 01 ausgebrochen, wobei die
Materialverbindungen durchtrennt werden, so dass sich fensterförmige Aussparungen
in den Substraten 01 bilden. In einem Verfahrensschritt Beschichten, der sich vorzugsweise
unmittelbar an den Verfahrensschritt Trennen anschließt, werden die Substrate 01 im
angrenzenden Bereich der fensterförmigen Aussparungen mit Kleber beschichtet. In einem
Verfahrensschritt Fensterauftragen werden Folienabschnitte, deren Erstreckung größer
als die Erstreckung der fensterförmigen Aussparungen ist, über den fensterförmigen
Aussparungen positioniert und mit dem Kleber fixiert.
[0096] Vorzugsweise werden im Verfahrensschritt Stanzen Nutzen 10 in den Substraten 01 angestanzt,
in denen jeweils mindestens ein fensterförmiger Bereich angeordnet ist, wobei weitere
Materialverbindungen zwischen den Nutzen 10 und zwischen Nutzen 10 und Abfallteilen
09 erhalten bleiben. Im Fall einer Produktion von Briefumschlägen mit
[0097] Fenster würde ein derartiger Nutzen 10 einen ungefalteten Briefumschlag repräsentieren.
[0098] Nach dem Fensterauftragen werden die Substrate 01 entweder unmittelbar auf einem
Stapel oder ein Transportband 29, 30 abgelegt, alternativ können vor dem Ablegen in
einem weiteren Trennvorgang die weiteren Materialverbindungen zwischen den Nutzen
10 oder zwischen den Nutzen 10 und den Abfallteilen 09, z. B. den äußeren Rahmen,
durchtrennt werden. Es ist auch möglich die Substrate 01 vor dem Verfahrensschritt
Stanzen zu Bedrucken. Die beschriebenen Verfahrensschritte werden vorzugsweise in
sich aneinander anschließenden Werken einer Bogen verarbeitenden Maschine, insbesondere
Rotationsdruckmaschine, durchgeführt.
[0099] Eine weitere Ausführung bezieht sich auf ein Verfahren zum Behandeln von bogenförmigen
Substraten 01.
[0100] Das Verfahren läuft wie folgt ab.
[0101] Ein jeweiliger Substratbogen 01 wird von einem aus Substratbogen 01 gebildeten Stapel
von einem Anleger 07 vereinzelt, anschließend in einem ersten Bearbeitungswerk 46
geprägt und/oder getrocknet, anschließend in einem zweiten Bearbeitungswerk 46 gerillt
oder gestanzt und/oder angestanzt, anschließend in einem dritten Bearbeitungswerk
46 gestanzt und/oder angestanzt und/oder perforiert und/oder geprägt und/oder gerillt.
Vorzugsweise wird der jeweilige Substratbogen 01 zwischen dem Vereinzeln im Anleger
07 und dem Behandeln im ersten Bearbeitungswerk 46 in einem oder mehreren Druckwerken
06 bedruckt und/oder in einem oder mehreren Lackwerken lackiert. Alternativ dazu oder
ergänzend kann das Bedrucken und/oder Lackieren in mindestens einem Druck-, bzw. Lackierwerk
auch zwischen dem Behandeln in zwei der Bearbeitungswerke 46 und/oder nach dem Behandeln
im letzten Bearbeitungswerke 46 erfolgen. Nach dem Trennen werden die bogenförmigen
Substrate 01 oder Nutzen 10 vorzugsweise in einer Auslage 99 oder auf einem Transportband
29, 30 auf einem Stapel oder als Folge, geschuppt oder ungeschuppt, abgelegt.
[0102] Unter Schneiden wird dabei insbesondere das vollständige mechanische Trennen eines
ungestanzten Werkstoffs durch Druck verstanden, wobei vorwiegend Scherspannungen wirken.
Der Schneidvorgang kann im Messerschnitt-, oder im Scherschnitt-, oder im Berstschnittprinzig
erfolgen.
[0103] Unter Stanzen wird insbesondere das Teilen von Werkstoffen in einer von der Geraden
abweichenden Trennlinie verstanden. Vorzugsweise wird dabei an die Herstellung von
Aus- und Zuschnitten mit in sich geschlossenen Begrenzungslinien gedacht. In einigen
Fällen werden jedoch auch offene Schnitte durch Stanzen realisiert, z. B. das Abrunden
von Ecken sowie das Registerstanzen.
[0104] Unter Prägen wird das Bearbeiten von Werkstoffen durch Druck mit entsprechenden Werkzeugen
116 verstanden, wobei der Werkstoff dabei reliefartig geformt und/oder verformt wird.
[0105] Unter Rillen wird das Bearbeiten von Werkstoffen durch Druck mit entsprechenden Werkzeugen
116 verstanden, wobei im Werkstoff längliche, schmale Vertiefung in der Oberfläche
eingebracht werden.
[0106] Unter Perforieren wird das Bearbeiten von Werkstoffen durch Druck mit entsprechenden
Werkzeugen 116 verstanden, wobei im Werkstoff eine Vielzahl von zumeist linienförmig
angeordneten Löchern eingebracht werden. Die Abstände zwischen den Löchern sind dabei
vorzugsweise gleich.
[0107] Zur Durchführung der einzelnen Verfahrensschritte der beschriebenen Verfahren ist
vorzugsweise jeweils ein eigenständiges Werk vorgesehen, das in beliebiger Reichenfolge
mit anderen Werken zur Realisierung veränderter Produktionsabläufe kombinierbar ist.
Die Werke weisen zu diesem Zweck vorzugsweise eigenständige Gestellwände auf. Insbesondere
wird der Verfahrensschritt Stanzen oder die Verfahrensschritte Stanzen und Trennen
mit einem Stanzwerk, der Verfahrensschritt Trennen mit einen Trennwerk 02.2, der Verfahrensschritt
Beschichten mit einem Beschichtungswerk 88.2, der Verfahrensschritt Fensterauftragen
oder die Verfahrensschritte Beschichten und Fensterauftragen mit einem Fensterauftragwerk
85 durchgeführt. Jedes der genannten Werke, mit Ausnahme des letzten Werkes, übergibt
das Substrat 01 nach Durchführung von jeweils mindestens einem Verfahrensschritt an
das ihm nachfolgende Werk.
[0108] In Abhängigkeit von der jeweils realisierten Maschinenkonfiguration mit oder ohne
Folienauftragswerk oder Fensterauftragwerk 85, liegen nach dem Durchlaufen verschiedener
Bearbeitungsstufen entweder Substratbogen 01 (miteinander über Reststege verbundene
Nutzen 10 mit oder ohne Rahmen) vor, die in einer Auslage 99 zu Stapeln abgelegt werden
oder ausgestanzte Nutzen 10, die vorzugsweise auf einem Transportband 30 aus der Maschine
gefördert werden. Diese Nutzen 10 werden vorzugsweise in Nutzenströme aufgeteilt,
die einen seitlichen Abstand zueinander aufweisen. Dazu sind im Anschluss an das Transportband
30 mehrere Wanzenpaare angeordnet, wobei jedes Walzenpaar zu den anderen Walzenpaaren
divergierend, d. h. mit anderer seitlicher Winkellage, angeordnet ist. Die Walzenpaare
bilden jeweils einen Walzenspalt und laufen mit einer Umfangsgeschwindigkeit um, die
größer ist, als die Geschwindigkeit des Transportbandes 30. Die nebeneinander und
hintereinander liegenden Nutzen 10 werden vom Transportband 30 bis in einen jeweiligen
Walzenspalt gefördert. Im Walzenspalt werden dann die jeweiligen Nutzen 10 erfasst,
auf Umfangsgeschwindigkeit der Walzen beschleunigt und entsprechend der Ausrichtung
des Walzenpaares auf Abstand zueinander gebracht. Die Walzenpaare sind zur Positionierung
auf die Nutzen 10 quer zu ihrer Transportrichtung 74 verschiebbar. Nach den Walzenpaaren
ist ein Transportband angeordnet, dass die nunmehr seitlich zueinander beabstandeten
Nutzen 10 aufnimmt und abtransportiert. Das nachgeordnete Transportband läuft vorzugsweise
mit einer Geschwindigkeit, die kleiner ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Walzenpaare.
[0109] An das nachgeordnete Transportband kann sich eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere
Ablegen von Substraten 01, insbesondere Nutzen 10, anschließen, die nachfolgend insbesondere
in Bezug auf die Fig. 18 und Fig. 19 beschrieben wird. Die Vorrichtung umfasst ein
umlaufendes Transportband 29, 30, das die Substrate 01, insbesondere Nutzen 10, in
mindestens einer Bahn, vorzugsweise als Schuppenstrom, gegen mindestens einen Anschlag
77 zur Ablage der Substrate 01 auf einem Stapelträger 78 fördert. Der Stapelträger
78 kann eine handelsübliche Palette oder eine Systempalette sein, wie sie in Logistiksystemen
von Druckereien oder im Bereich der Weiterverarbeitung Verwendung finden. Zur Handhabung,
insbesondere Verlagerung des Stapelträgers 78 ist eine Transportvorrichtung 79 ausgebildet,
mit der der Stapelträger 78 derart unter den mindestens einen Anschlag 77 und/oder
das Transportband 29, 30 verlagerbar ist, dass sich die vom Transportband 29. 30 geförderten
Substratbogen 01 oder Nutzen 10 auf dem Stapelträger 78 ablegen. Die Transportvorrichtung
79 ist zur vertikalen und horizontalen Verlagerung des Stapelträgers 78 ausgebildet.
Dem Transportband 29, 30 ist eine Vorrichtung zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom
83 zugeordnet, die vorzugsweise als Walze 83 oder Rolle ausgebildet ist. Die Walze
83 oder Rolle ist verlagerbar angeordnet, wozu sie vorzugsweise endseitig an Hebeln
gelagert ist. Soll eine Lücke im Schuppenstroms gebildet werden, weil z. B. der Stapelträger
78 verlagert oder ausgetauscht werden muss, wird die die Walze 83 oder Rolle verlagert
oder verschwenkt bis sie in Oberflächenkontakt mit dem Transportband 29, 30 ist. Fördert
das Transportband 29, 30 infolge seiner Bewegung weiter Substratbogen 01, werden diese
an der Walze 83 oder Rolle aufgestaut. Die Walze 83 oder Rolle kann dabei feststehend
oder drehbar gelagert sein und wird im letzten Fall vorzugsweise gebremst.
[0110] Die Transportvorrichtung 79 ist zur Verlagerung des Stapelträgers 78 in einer oder
mehrere Positionen ausgebildet, in denen sich der Stapelträger 78 und der mindestens
eine Anschlag 77 und/oder der Stapelträger 78 und das Transportband 29, 30 überlappen.
Vorzugsweise sind mehrere Anschläge 77 quer zu der Transportrichtung 74 der Substratbogen
01 oder der Nutzen 10 auf dem Transportband 29, 30 in Gruppen nebeneinanderliegend
angeordnet. Weiter bevorzugt weist jede Gruppe von Anschlägen 77 entweder zwei Seitenanschläge
oder zwei Seitenanschläge und einen Hinteranschlag auf. Jeweils eine Gruppe von Anschlägen
bildet dabei vorzugsweise eine Art Tasche, die durch seitliche Positionierung der
Anschlägen 77 auf den oder die Ströme von Substratbogen1 oder Nutzen 10 auf den Transportband
29, 30 ausgerichtet wird.
[0111] Die Anschläge 77 sind vertikal beweglich ausgebildet. Zur synchronen Verlagerung
der Anschläge 77 ist ein oder sind mehrere Antriebe ausgebildet. Die Transportvorrichtung
79 weist vorzugsweise einen Antrieb auf, der zur diskontinuierlichen oder kontinuierlichen
Verlagerung des Stapelträgers 78 ausgebildet ist. Die Transportvorrichtung 79 ist
vorzugsweise zur Verlagerung des Stapelträgers 78 in und entgegen der Transportrichtung
74 des Transportbandes 29, 30 ausgebildet. Weiter bevorzugt ist die Transportvorrichtung
79 zur Verlagerung des Stapelträgers 78 in der Transportrichtung 74 des Transportbandes
29, 30 in Abhängigkeit von der Erstreckung der Substrate 01 oder Nutzen 10 in Transportrichtung
74 des Transportbandes 29, 30 ausgebildet. Weiter bevorzugt ist die Transportvorrichtung
79 zur Realisierung eines Bewegungszyklus ausgebildet, der eine erste und mindestens
eine weitere Bewegung des Stapelträgers 78 in der Transportrichtung 74 des Transportbandes
29, 30 umfasst, wobei der Stapelträger 78 zwischen seiner ersten und seiner mindestens
einen weiteren Bewegung in Bezug auf die Transportrichtung 74 des Transportbandes
29, 30 stillsteht.
[0112] Des Weiteren kann eine Zuführeinrichtung 80 ausgebildet sein, mit der mindestens
ein Trennelement 81 auf die vom Stapelträger 78 getragenen Substrate 01 positionierbar
ist. Die Zuführeinrichtung 80 umfasst eine Vereinzelungsvorrichtung, die die Trennelemente
81 von einem aus mehreren Trennelementen 81 gebildeten Stapel 82 vereinzelt. Bei den
Trennelemente 81 handelt es sich vorzugsweise um bogenförmige Materialien, die zwischen
Nutzenstapeln zur räumlichen Separierung derselben voneinander eingelegt werden können.
Die Zuführeinrichtung 80 kann durch einen horizontal verlagerbaren Rahmen gebildet
sein, dessen Unterseite vertikal verlagerbare Sauger oder andere geeignete Fixierorgane
zugeordnet sind. Die Ausbildung der Zuführeinrichtung 80 mit starren Saugern oder
anderen geeigneten Fixierorganen ist ebenfalls möglich, sofern der Rahmen eine vertikale
Bewegung zum Abheben eines jeweiligen Trennelements 81 zulässt.
[0113] Bevorzugte Bewegungsabläufe, die der Stapelträger 78 durch Einwirkung der Transportrichtung
74 realisiert, sollen nachfolgend insbesondere in Bezug auf die Fig. 20 bis Fig. 32
beispielhaft beschrieben werden.
[0114] Zuerst wird der Stapelträger 78 von der Transportvorrichtung 79 in Bezug auf das
Transportband 29, 30 derart positioniert, dass er in Bezug auf seine vertikale Lage
einen möglichst geringen Abstand zu dessen Unterseite aufweist. In Bezug auf seine
horizontale Lage erfolgt die Positionierung derart, dass vom Transportband 29, 30
geförderte Nutzen 10 oder Substratbogen1 auf dem Stapelträger 78 zur Ablage gelangen.
Bei umlaufenden Transportband 29, 30 werden anschließend Substratbogen 01 oder Nutzen
10 auf den Stapelträger 78 gefördert und dabei von den Anschlägen 77 seitlich und
vorzugsweise auch in Transportrichtung 74 ausgerichtet. Im weiteren Verlauf wächst
der Stapel aus Substratbogen 01 oder Nutzen 10, wie in Fig. 21 dargestellt. Der Stapelträger
78 wird vorzugsweise abgesenkt. Dabei können die Anschläge 77 synchron zur Absenkbewegung
des Stapelträgers 78 mit abgesenkt werden. Alternativ kann der Stapelträger 78 von
Anfang an auch in einem derartigen vertikalen Abstand zum Transportband 29, 30 positioniert
werden, dass er ohne Vertikalbewegung eine ausreichende Menge Substratbogen 01 oder
Nutzen 10 aufzunehmen vermag. In Fig. 21 ist dabei nur ein Stapel erkennbar. Neben
diesem können zeitgleich zueinander mehrere weitere nebeneinanderliegende Stapel gebildet
werden. Wenn der Stapel aus Substratbogen 01 oder Nutzen 10 eine ausreichende Höhe
erreicht hat, werden die Anschläge 77, falls diese mit dem Stapelträger 78 verlagert
wurden, wieder vertikal in ihre Ausgangsposition verlagert. Der Stapelträgers 78 wird
vertikal in seine Ausgangsposition und horizontal um einen Weg verlagert, der der
Länge der abzulegenden Substratbogen 01 plus einem Abstandswert entspricht. Die zeitliche
Abfolge der Verlagerung von Stapelträger 78 und Anschlägen 77 ist dabei unerheblich,
sofern Kollisionen vermieden werden. Vorzugsweise erfolgt die Verlagerung synchron.
Während der Verlagerung des Stapelträgers 78 wird die Vorrichtung zur Bildung einer
Lücke im Schuppenstrom 83 aktiviert, so dass in dieser Zeit dem Stapelträger 78 keine
Substratbogen 01 oder Nutzen 10 zugeführt werden. Nach dem deaktivieren der Vorrichtung
zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom 83 kann der nächste Stapel aus Substratbogen
01 oder Nutzen 10 auf dem Stapelträger 78 gebildet werden (Fig. 24).
[0115] Anschließen wiederholen sich die Vorgänge, wie für die Bildung des ersten Stapels
aus Substratbogen 01 oder Nutzen 10 beschrieben, einfach oder mehrfach bis ein weiterer
Stapel oder weitere Stapel mit der gewünschten Höhe gebildet sind, die in Transportrichtung
74 betrachtet hintereinander und gegebenenfalls auch nebeneinander liegen (Fig. 25).
[0116] An dieser Stelle des Ablaufs kann die Zuführeinrichtung 80 zum Einsatz gelangen.
Diese erfasst das oberste Trennelement 81 des aus Trennelementen 81 gebildeten Stapels
82 und transportiert es über die auf dem Stapelträger 78 gebildeten Stapel aus Substratbogen
01 oder Nutzen 10, wo es freigegeben wird und zur Ablage auf den jeweils obersten
Substratbogen 01 oder Nutzen 10 gelangt (Fig. 26). Die Oberfläche des Trennbogens
81 tritt im weiteren Verlauf an die Stelle der Oberfläche des Stapelträgers 78 und
bildet somit die neue Stapelebene.
[0117] Auf der neuen Stapelebene werden in einem nächsten Schritt ein einzelner oder eine
Reihe von Stapeln aus Substratbogen 01 oder Nutzen 10 gebildet. Dazu wird der Stapelträger
78 in Bezug auf seine vertikale Lage von der Transportvorrichtung 79 derart positioniert,
dass die neue Stapelebene unterhalb der Freigabeebene des Transportbandes 29, 30 liegt.
In Bezug auf seine horizontale Lage erfolgt die Positionierung derart, dass vom Transportband
29, 30 geförderte Nutzen 10 oder Substratbogen1 auf dem Trennelement 81 zur Ablage
gelangen (Fig. 28).
[0118] Bei umlaufenden Transportband 29, 30 werden anschließend Substratbogen 01 oder Nutzen
10 auf das Trennelement 81 gefördert und dabei von den Anschlägen 77 seitlich und
vorzugsweise auch in Transportrichtung 74 ausgerichtet. Im weiteren Verlauf wächst
der Stapel aus Substratbogen 01 oder Nutzen 10 wie in Fig. 29 dargestellt.
[0119] Der Stapelträger 78 wird vorzugsweise abgesenkt. Dabei können die Anschläge 77 synchron
zur Absenkbewegung des Stapelträgers 78 mit abgesenkt werden. Alternativ kann der
Stapelträger 78 von Anfang an auch in einem derartigen vertikalen Abstand zum Transportband
29, 30 positioniert werden, dass er ohne Vertikalbewegung eine ausreichende Menge
Substratbogen 01 oder Nutzen 10 aufzunehmen vermag. Wenn der Stapel aus Substratbogen
01 oder Nutzen 10 eine ausreichende Höhe erreicht hat, werden die Anschläge 77, falls
diese mit dem Stapelträger 78 verlagert wurden, wieder vertikal in ihre Ausgangsposition
verlagert. Der Stapelträgers 78 wird vertikal in die Position verlagert, die er zu
Beginn der Bildung des ersten Stapels auf dem Trennelement 81 innehatte und horizontal
um einen Weg, der der Länge der abzulegenden Substratbogen 01 plus einem Abstandswert
entspricht.
[0120] Während der Verlagerung des Stapelträgers 78 wird die Vorrichtung zur Bildung einer
Lücke im Schuppenstrom 83 aktiviert, so dass in dieser Zeit dem Stapelträger 78 keine
Substratbogen 01 oder Nutzen 10 zugeführt werden. Nach dem Deaktivieren der Vorrichtung
zur Bildung einer Lücke im Schuppenstrom 83 kann der nächste Stapel aus Substratbogen
01 oder Nutzen 10 auf dem Trennelement 81 gebildet werden (Fig. 31).
[0121] Ist eine ausreichende Anzahl von Stapeln aus Substratbogen 01 oder Nutzen 10 auf
dem Stapelträger 78 gebildet, wird der beladene Stapelträger 78 abtransportiert und
durch einen neuen aufnahmefähigen Stapelträger 78 ersetzt.
[0122] Die Abfolge der Werke der Bogendruckmaschine ergibt sich aus den technologischen
Erfordernissen. Vorzugsweise sind ein oder mehrere Bearbeitungswerke 46 im Anschluss
an ein oder mehrere Druckwerke 06 ausgebildet. Im Fall mehrerer Druckwerke 06 sind
diese zumeist mit unterschiedlichen Werkzeugen 116 aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge,
Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge ausgestattet.
Ebenso können ein oder mehrere Bearbeitungswerke 46 einem oder mehreren Druckwerken
06 vorangestellt sein. Alternativ ist auch eine Zwischenschaltung von einem oder mehreren
Bearbeitungswerken 46 zwischen ein oder mehrere Druckwerke 06 vorgesehen. Vorzugsweise
umfasst die Bogendruckmaschine auch ein oder mehrere Lackwerke, die vorzugsweise den
Druckwerken 06 nachgeschaltet sind oder sich an die Bearbeitungswerke 46 anschließen.
[0123] Eine substratverarbeitende, insbesondere Bogen verarbeitende Maschine die keine Druckmaschine
ist, kann in ihrem Aufbau der beschriebenen Bogendruckmaschine vermindert um die Druckwerke
06 gleichen.
[0124] Im Anschluss an die Druckwerke 06 oder die Bearbeitungswerke 46 ist die Trenneinrichtung
02 ausgebildet. Die Trenneinrichtung umfasst einen Transportzylinder 03. Der Transportzylinder
03 ist doppeltgroß, d. h. er transportiert pro Umdrehung zwei Substratbogen 01. Die
Erfindung ist jedoch nicht auf eine doppeltgroße Ausführung des Transportzylinders
03 beschränkt. Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines einfachgroßen Systems beschrieben.
Diese Beschreibung steht auch stellvertretend für das doppeltgroße System oder mehrfachgroße
System in analoger Entsprechung. Im Bereich der Mantelfläche des Transportzylinders
03 ist ein Bogenhaltesystem zum Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat
01, insbesondere ein Greifersystem ausgebildet (im Fall eines doppelgroßen Systems
sind zwei Bogenhaltesysteme ausgebildet). Das Greifersystem ist vorzugsweise als Sauggreifersystem
17, auch als Saugersystem 17 bezeichnet, ausgebildet und wird von Luftversorgungsmitteln
versorgt. Das Sauggreifersystem 17 ist zur Erzeugung eines Saugbereichs ausgebildet,
dessen Erstreckung in axialer Richtung des Transportzylinders 03 ein Vielfaches seiner
Erstreckung in Umfangsrichtung beträgt. Die Erstreckung des Saugbereichs des Sauggreifersystem
17 in Umfangsrichtung des Transportzylinders 03 beträgt vorzugsweise weniger als 20
mm, weiter bevorzugt weniger als 15 mm, weiter bevorzugt weniger als 10 mm. Der Saugbereich
kann durch eine durchgehende, sich über die Breite des Transportzylinders 03 erstreckende
Öffnung oder eine Vielzahl von nebeneinanderliegenden Saugöffnungen gebildet sein.
Die mindestens eine Saugöffnungen ist derart zum Fixieren der Vorderkante des Substrats
01 angeordnet, dass sie bei fixierten Aufzug 05 in Umfangsrichtung des Transportzylinders
03 zum Aufzug 05 beabstandet ist. Vorteilhafter Weise ist die Erstreckung des Saugbereichs
in axialer Richtung des Transportzylinders 03 einstellbar ausgebildet. Dazu können
insbesondere im Zuführweg der Saugluft für die in Bezug auf die Mitte des Transportzylinders
03 äußeren Saugöffnungen Einstellmittel 28 insbesondere in Form von Absperrventilen
vorgesehen sein. Die Einstellbarkeit der Erstreckung des Saugbereichs hat den Vorteil,
dass der Saugluftverbrauch minimiert wird. Der Transportzylinder 03 weist des Weiteren
vorzugsweise Mittel (im Fall eines doppelgroßen Systems sind zwei Fixiermittel ausgebildet)
zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 05 auf. Die Mittel zum Fixieren sind vorzugsweise
als Klemmgreifer ausgebildet. Mit ihnen ist ein jeweiliger Aufzug 05 an der Hinterkante
und an der Vorderkante fixierbar. Die Mittel zum Fixieren der Vorderkante des Aufzugs
05 sind vorzugsweise durch das Klemmelement Vorderkante 22 (auch als Klemmbacke bezeichnet)
und das korrelativ mit diesem unter Bildung eines Klemmspaltes zusammenwirkende weitere
Klemmelement 24 (auch als Aufschlag bezeichnet) gebildet. Das weitere Klemmelement
24 ist fest am Grundkörper des Transportzylinders 03 gelagert. Das Klemmelement 22
ist fest mit einem Hebel 21 verbunden, der um einen Drehpunkt 34 verschwenkbar auf
dem Grundkörper des Transportzylinders 03 gelagert ist. Der Hebel 21 wird von einem
vorzugsweise als Feder ausgebildeten Kraftspeicher 23 verspannt, derart dass sich
der zwischen dem Klemmelement 22 und dem weiteren Klemmelement 24 gebildete Klemmspalt
schließt. Die Feder 23 ist als Druckfeder ausgebildet und stützt sich mit einem Ende
auf dem Hebel 21 und mit ihrem anderen Ende am Kopf einer in den Grundkörper des Transportzylinders
03 geschraubten Schraube ab. Die Fig. 3 zeigt den Klemmgreifer Vorderkante mit fixierter
Vorderkante des Aufzugs 05, d. h. im geschlossenen Zustand. Die Fig. 4 zeigt den Klemmgreifer
Vorderkante mit freigegebener Vorderkante des Aufzugs 05, d. h. im offenen Zustand.
Die Öffnung des Klemmgreifers Vorderkante wird gegen die Kraftwirkung der Feder 23
bewirkt. Die zum Öffnen des Klemmgreifers Vorderkante benötigte Kraft wird vorzugsweise
von einem Stellelement 23, das insbesondere als pneumatischer Muskel 23 ausgebildet
sein kann, aufgebracht. Das Stellelement, bzw. der pneumatischer Muskel 23 wirkt vorzugsweise
auf einen weiteren Hebel 33 ein, dessen eines Ende sich an einem Fixpunkt des Transportzylinders
03 abstützt. Unter der Kraftwirkung des Stellelements 23, das insbesondere als pneumatischer
Muskel 23 ausgebildet sein kann, ist der weitere Hebel 33 um den vorgenannten Fixpunkt
verschwenkbar. Im Fall der Ausbildung als pneumatischer Muskel 23 wird dieser mit
Druckluft beaufschlagt, unter deren Wirkung er sich ausdehnt, wobei der weitere Hebel
33 verschwenkt wird. Die Verschwenkbewegung des weiteren Hebels 33 wird durch eine
am Transportzylinder 03 ausgebildete Wandung begrenzt. Der weitere Hebel 33 wirkt
dabei auf eine Kugel 35 ein, die zwischen dem weiteren Hebel 33 und dem Hebel 21 ausgebildet
ist und verlagert diese. Mit der Verlagerung der Kugel 35 wird auch der Hebel 21 und
mit diesem das Klemmelement Vorderkante 22 verlagert. Wird das Stellelement 23 in
der entgegengesetzten Richtung betätigt, bzw. der pneumatische Muskel 23 drucklos,
d. h. kraftlos geschaltet, verlagert die Kraft des Kraftspeichers 23, insbesondere
der Feder 23, den Hebel 21, die Kugel 35 und den weiteren Hebel 33 wieder in Richtung
ihrer Ausgangslage, bis die Bewegung durch Anschlagen des Klemmenelements Vorderkante
22 an dem weiteren Klemmelement Vorderkante 24 bzw. dem Aufzug 05 begrenzt wird. Die
Hinterkante des Aufzugs 05 ist zwischen einem Klemmelement Hinterkante 47 und einem
weiteren Klemmelement Hinterkante 48 fixierbar, die gemeinsam einen weiteren Klemmspalt
bilden. Die für das Schließen des Klemmgreifers Hinterkante benötigte Kraft wird von
einer verdrehbaren Spannwelle 50 aufgebracht, die über einen Kniehebel 51 auf das
Klemmelement Hinterkante 47 einwirkt.
[0125] Zum Spannen des Aufzugs 05 ist mindestens einer der Klemmgreifer also der Klemmgreifer
Vorderkante oder der Klemmgreifer Hinterkante in Umfangsrichtung des Transportzylinders
verlagerbar. In den Fig. 3 und Fig. 4 ist der Klemmgreifer Hinterkante verlagerbar.
Insbesondere ist der Klemmgreifer Hinterkante auf einem in Umfangsrichtung des Transportzylinders
03 verschiebbaren Schlitten gelagert. Der Schlitten 49 trägt vorzugsweise neben dem
Klemmgreifer Hinterkante auch die Spannwelle 50 und den Kniehebel 51. Zum Spannen
des Aufzugs 05 wird dieser zunächst an seinen beiden Enden vom Klemmgreifer Vorderkante
und vom Klemmgreifer Hinterkante fixiert. Anschließend wird der Schlitten 49 im Uhrzeigersinn
verschoben, was von einem weiteren Stellelement 52, das ebenfalls als pneumatischer
Muskel ausgebildet sein kann, bewirkt wird.
[0126] Unabhängig von der Art der Ausbildung der Mittel zum Fixieren des Aufzugs 05 tragen
diese vorzugsweise Positionierstifte oder sind diesen vorzugsweise Positionierelemente
zugeordnet. Die Positionierstifte oder Positionierelemente können insbesondere dem
weiteren Klemmelement Vorderkante 22 direkt zugeordnet sein.
[0127] Der Transportzylinder 03 weist vorzugsweise erste und zweite Öffnungen 12, 13 auf,
die bei fixiertem Aufzug 05 zumindest teilweise vom im Aufzug 05 ausbildbaren Durchbrechungen
überdeckt sind. Die Öffnungen 12, 13 sind mit Luftversorgungsmitteln 14, 15 verbunden.
Insbesondere sind erste Luftversorgungsmittel 14 zur Versorgung der ersten Öffnungen
12 mit Luft und zweite Luftversorgungsmittel 15 zur Versorgung der zweiten Öffnungen
13 mit Luft vorgesehen. Unter Luft werden in nachstehenden Zusammenhang alle Formen
von Systemluft verstanden, d. h. insbesondere Blasluft oder Saugluft, die geeignet
sind insbesondere physikalische Wirkung wie z. B. Kraftwirkung auszuüben und die durch
mindestens einen der Paramater statischer Druck, dynamischer Druck oder Volumenstrom
kennzeichenbar sind. Dabei kommt es insbesondere nicht auf die chemische Zusammensetzung
der Luft oder deren Feuchtegehalt an. Derartige Luft wird in an sich bekannter Weise
mit Kompressoren, Verdichtern, Vakuumpumpen, Saugpumpen oder ähnlichen Bauelementen
erzeugt. Die vorgenannten Lufterzeuger können von den ersten und zweiten Luftversorgungsmitteln
14, 15 umfasst des Transportzylinder und insbesondere gemeinsam mit allen Mitteln
die die Luft den Öffnungen 12, 14 zuführen und/oder die Zuführung steuern die Luftversorgungsmittel
14, 15 bilden.
[0128] Die ersten und die zweiten Öffnungen 12, 13 sind dabei vorzugsweise unabhängig voneinander
mit Luft versorgbar. Vorzugsweise ist dabei die Luftversorgung entweder der ersten
oder der zweiten Öffnungen 14, 15 oder beider Öffnungen 14, 15 umschaltbar ausgebildet.
Unter Umschaltbarkeit ist in diesem Sinn insbesondere das Umschalten zwischen Saugluft
und Blasluft gemeint, wobei es nicht darauf ankommt von welcher Art der Luftversorgung
in welche Art umgeschaltet wird.
[0129] Die ersten und die zweiten Öffnungen 12, 13 sind in der Mantelfläche des Transportzylinders
03 ausgebildet. Vorzugsweise sind die ersten und zweiten Öffnungen 12, 13 in Umfangsrichtung
des Transportzylinders 03 oder in Achsrichtung des Transportzylinders 03 sich jeweils
abwechselnd angeordnet sind. Die ersten und/oder die zweiten Öffnungen 12, 13 sind
vorzugsweise nutförmig oder lochförmig ausgebildet sind. Durch die Anordnung der ersten
und der zweiten Öffnungen 12, 13 in der Mantelfläche des Transportzylinders 03 ergibt
sich vorzugsweise ein feinmaschiges Netz von Elementen, mit denen eventuell im Aufzug
05 ausgebildete Durchbrechungen mit Luft versorgt werden können. Die Anordnung der
Durchbrechungen im Aufzug 05 erfolgt dabei entsprechend der Anordnung von Abfallteil
oder Abfallteilen 09 einerseits und Nutzen 10 andererseits. So können beispielsweise
im Bereich derjenigen ersten Öffnungen 12, die im Bereich von Nutzen ausgebildet sind
Durchbrechungen im Aufzug 05 ausgebildet werden, während allen zweiten Öffnungen 13,
die im Bereich von Nutzen 10 ausgebildet sind, keine Durchbrechungen im Aufzug 05
gegenüberstehen. Das Gleiche gilt sinngemäß auch für den Bereich von Abfallteilen
09, wobei hier den zweiten Öffnungen 13 Durchbrechungen im Aufzug 05 gegenüberstehen,
während die ersten Öffnungen 12 von geschlossenen Bereichen des Aufzugs 05 abgedeckt
sind. Durch diese Maßnahmen können Nutzen 10 und Abfallteile 09 unterschiedlich behandelt,
bzw. auf der Mantelfläche des Transportzylinders 03 bzw. dessen Aufzug 05 fixiert
werden.
[0130] Die Details der Luftversorgung der ersten und zweiten Öffnungen 12, 13 sind insbesondere
in den Fig. 5, Fig. 6 und Fig. 7 dargestellt. Die Luftversorgungsmittel 14, 15 zur
Versorgung der ersten und zweiten Öffnungen 12, 13 umfassen vorzugsweise einen oder
mehrere Drehschieber oder Dreheinführungen. Vorzugsweise sind die Drehschieber oder
Dreheinführungen an der Stirnseite des Transportzylinders 03 ausgebildet oder dieser
zugeordnet. Vorzugsweise sind zwei Drehschieber oder zwei Dreheinführungen an gegenüberliegenden
Stirnseiten des Transportzylinders 03 ausgebildet. Bei dem in den Fig. 5, Fig. 6 und
Fig. 7 dargestellten Beispiel umfasst der Drehschieber oder die mindestens eine Dreheinführung
ein Scheibe 18, die einer der Stirnseiten des Transportzylinders 03 zugeordnet ist.
In der Scheibe 18 sind mehrere nutförmige Ausnehmungen 19, 56, 57 ausgebildet, die
sich vorzugsweise kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse 16 des Transportzylinders
03 erstrecken. Die Ausnehmung 19 wird über einen ersten Zuführstutzen 53, die Ausnehmung
56 über einen zweiten Zuführstutzen 54 und die Ausnehmung 57 über eine dritten Zuführstutzen
55 mit Luft versorgt. Die Ausnehmungen 19, 56 und 57 sind auf der dem Transportzylinder
03 zugewandten Seite der Scheibe 18 ausgebildet. Sie erstrecken sich in unterschiedlichen
Radien kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse 16 des Transportzylinders 03. Jede
der Ausnehmungen 19, 56 und 57 muss in Umfangsrichtung der Scheibe 18 nicht durchgängig
sondern kann vielmehr durchbrochen sein, so dass auf demselben Radius mehrere in Umfangsrichtung
der Scheibe 18 betrachtet hintereinanderliegende Ausnehmungen 19, 56 und 57 bilden.
Die Ausnehmungen 19, 56 und 57 korrespondieren bezüglich ihres Abstandes (Radius)
zur Drehachse 16 des Transportzylinders 03 mit in der Stirnseite des Transportzylinders
03 ausgebildeten Öffnungen 58. Jede der Öffnungen 58 in der Stirnseite des Transportzylinders
03 kommuniziert über weitere Leitungen entweder mit einer einzigen oder einem Teil
der ersten Öffnungen 12 oder mit einer einzigen oder einem Teil der zweiten Öffnungen
13 in der Mantelfläche des Transportzylinders 03 oder mit dem Sauggreifersystem 17.
Das gilt natürlich nur solange die jeweilige Öffnung der jeweiligen Ausnehmung 19,
56 und 57 abhängig von der Winkellage des Transportzylinders 03 gegenüberliegt. Bei
dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel versorgen die der Drehachse 16 des
Transportzylinders 03 am nächsten liegenden Ausnehmungen 57 das Sauggreifersystem
17, die zu diesen benachbarten Ausnehmungen 56 die zweiten Öffnungen 13 und die zu
diesen benachbarten Ausnehmungen 19 die ersten Öffnungen 12.
[0131] Die Scheibe 18 steht gegenüber dem Transportzylinder 03, der im Betriebszustand um
die Drehachse 16 dreht, still. Durch die Erstreckung der Ausnehmungen 19, 56 und 57
in Umfangsrichtung des Transportzylinders 03 werden Bereiche von Saug- oder Blasluft
bestimmt, die auf der Mantelfläche des Transportzylinders 03 drehwinkelbezogen ausgebildet
werden.
[0132] Überlagert zu diesen Wirkungen sind die Bereiche von Saug- oder Blasluft auch durch
die Art der Luftversorgung bzw. von deren Zuschaltung oder Abschaltung bestimmbar.
So kann der in seiner Erstreckung durch die gleichen Luftversorgungsmittel 12 oder
13 entsprechend der Ausnehmungen 19, 56 versorgter Bereich verkürzt werden, indem
eine winkelbezogene Abschaltung der Luftversorgung erfolgt. Ebenso kann ein in seiner
Erstreckung durch die gleichen Luftversorgungsmittel 12 oder 13 entsprechend der Ausnehmungen
19, 56 versorgte Bereich durch Umschaltung der Luftversorgung zwischen einer Saugluftversorgung
und einer Blasluftversorgung in mindestens einen Saugbereich und mindestens einen
Blasbereich unterteilt werden. Dabei dient der Saugbereich auf der Mantelfläche des
Transportzylinders 03 zum Fixieren und der Blasbereich zum Abstoßen von Nutzen 10
beziehungsweise Abfallteilen 09. Es versteht sich von selbst, dass die Luftversorgung
für die ersten Öffnungen 12 vorzugsweise unabhängig von der Luftversorgung für die
zweiten Öffnungen 13 ist.
[0133] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die ersten und/oder die zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 zur Abschaltung der Saugluftversorgung oder Umschaltung zwischen Saugluftversorgung
und Blasluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage der jeweils versorgten Öffnungen
12, 13 ausgebildet. Vorzugsweise schalten die ersten Luftversorgungsmittel 14 die
Luftversorgung der ersten Öffnungen 12 aus oder von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung
um, wenn die jeweiligen ersten Öffnungen 12 durch Rotation des Transportzylinders
03 um seine Drehachse 16 einen ersten Freigabepunkt erreichen. Weiter bevorzugt schalten
die zweiten Luftversorgungsmittel 15 die Luftversorgung der zweiten Öffnungen 13 aus
oder von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung um, wenn die jeweiligen zweiten
Öffnungen 13 durch Rotation des Transportzylinders 03 um seine Drehachse 16 einen
zweiten Freigabepunkt erreichen.
[0134] Die Scheibe 18 ist vorzugsweise über eine Drehmomentstütze 20 mit einem Gestell verbunden
und auf dem Transportzylinder 03 drehbar gelagert ist. Der Transportzylinder 03 ist
vorzugsweise im selben Gestell an dem die Drehmomentstütze 20 angelenkt ist, drehbar
gelagert.
[0135] Zur Verlagerung der Bereiche von Saug- oder Blasluft, die auf der Mantelfläche des
Transportzylinders 03 drehwinkelbezogen ausgebildet werden, können Stellorgane zum
Verdrehen der Scheibe 18 vorgesehen sein.
[0136] Um die Montage zu erleichtern weist die Scheibe 18 vorzugsweise eine Aussparung auf,
die eine radiale Verlagerung der Scheibe 18 im Sinne einer Verschiebung zum Zweck
des Austauschs ermöglicht.
[0137] Statt einer Scheibe 18 können auch mehrere Scheiben 18 vorgesehen sein. Im Fall mehrerer
Scheiben 18 sind in einer der Scheiben 18 die Ausnehmungen 57 zur Versorgung des Sauggreifersystems
17 und in der anderen Scheibe 18 die Ausnehmungen 19 und 56 zur Versorgung der ersten
und zweiten Öffnungen 12, 13 ausgebildet.
[0138] Die Details der Versorgung des Sauggreifersystems 17 sind in einer bevorzugten Variante
in Fig. 8 dargestellt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel dient die Scheibe 18 zur Versorgung
der ersten und der zweiten Öffnungen 12, 13 sowie der Versorgung des Sauggreifersystems
17.
[0139] Alternativ dazu kann die Scheibe 18 auch ausschließlich eine nutförmige Ausnehmungen
57 aufweisen, die sich vorzugsweise kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse 16 des
Transportzylinders 03 erstreckt. Die Ausnehmung 57 wird auch in dieser Ausgestaltung
von einen dritten Zuführstutzen 55 mit Luft versorgt. Die Ausnehmung 57 ist auf der
dem Transportzylinder 03 zugewandten Seite der Scheibe 18 ausgebildet. Die Ausnehmung
57 ist in Umfangsrichtung der Scheibe 18 vorzugsweise durchgängig oder unterbrochen,
so dass auf demselben Radius mehrere in Umfangsrichtung der Scheibe 18 betrachtet
hintereinanderliegende Ausnehmungen 57 bzw. Abschnitte der Ausnehmung 57 gebildet
sind. Die Ausnehmung 57 korrespondiert bezüglich ihres Abstandes (Radius) zur Drehachse
16 des Transportzylinders 03 mit einer oder mehreren in der Stirnseite des Transportzylinders
03 ausgebildeten Öffnungen 58. Die oder jede Öffnung 58 kommuniziert über weitere
Leitungen mit dem Sauggreifersystem 17. Das gilt natürlich nur solange die jeweilige
Öffnung 58 der Ausnehmung 57 abhängig von der Winkellage des Transportzylinders 03
gegenüberliegt. Mit anderen Worten wird die Länge und die Lage des Winkelbereichs
in dem am Sauggreifersystem 17 Saugluft anliegt, d. h. das Sauggreifersystem 17 Haltewirkung
entfaltet, durch die Erstreckung und Lage der Ausnehmungen 57 bestimmt.
[0140] Es versteht sich von selbst, dass die Luftversorgung des Sauggreifersystems 17 nicht
auf die beschriebene Ausführungsform mit Scheiben 18 beschränkt ist. Die Luftversorgung
des Sauggreifersystems 17 kann ebenso mit anderen bekannten Ausführungsformen einer
Luftversorgung realisiert sein, die ausreichend schnell die am Sauggreifersystem 17
anliegende Saugluft taktweise aktivieren und deaktivieren können.
[0141] Das Sauggreifersystem 17 ist im Bereich der Mantelfläche des Transportzylinders 03
ausgebildet. Vorzugsweise ist das Sauggreifersystem 17 dem Mittel zum Fixieren des
Aufzugs 05 zugeordnet ist. Insbesondere kann das Sauggreifersystem 17 auf dem Mittel
zum Fixieren des Aufzugs 05 gelagert sein. Vorzugsweise ist das Mittel zum Fixieren
des Aufzugs 05 seinerseits und damit auch das Sauggreifersystem 17 beweglich, insbesondere
verschwenkbar gelagert. Das Sauggreifersystem 17 kann insbesondere dem Klemmelement
Vorderkante 22 zugeordnet sei. Es ist ebenfalls vorteilhaft das Sauggreifersystem
17 gemeinsam mit dem Klemmelement 22 auf dem Hebel 21 anzuordnen.
[0142] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist benachbart zum Transportzylinder 03 ein
Ausbrechzylinder 04 angeordnet. Der Ausbrechzylinder 04 ist wie der Transportzylinder
03 drehbar gelagert. Der Ausbrechzylinder 04 dient dem Ausbrechen von Abfallteilen
09 oder von Nutzen 10. Vorzugsweise weist der Ausbrechzylinder 04 dritte Öffnungen
32 auf. Zur Versorgung der dritten Öffnungen 32 mit Luft sind dritte Luftversorgungsmittel
vorgesehen.
[0143] Der Ausbrechzylinder 04 kann wie der Transportzylinder 03 auch doppeltgroß oder einfachgroß
ausgebildet sein. Im Falle einer doppelgroßen Ausbildung des Ausbrechzylinders 04
entspricht dessen Umfang bzw. Durchmesser dem Umfang bzw. Durchmesser eines doppeltgroß
ausgebildeten Transportzylinders 03. Vorzugsweise ist der Ausbrechzylinder 04 einfachgroß
ausgebildet. In seinem Aufbau gleicht der Ausbrechzylinder 04 vorzugsweise in vielen
Merkmalen dem Transportzylinder 03, so dass zur Beschreibung der Beschaffenheit des
Ausbrechzylinders 04 auf die Ausführungen zur Beschaffenheit des Transportzylinders
03 Bezug genommen wird. Das gilt insbesondere für alle Baugruppen des Transportzylinders
03 bzw. des Ausbrechzylinders 04 zu denen nicht ausdrücklich auf bauliche Unterschiede
oder ein Fehlen hingewiesen wird. Die Beschaffenheit des Ausbrechzylinders 04 wird
nachfolgend anhand eines einfachgroßen Systems beschrieben. Diese Beschreibung steht
auch stellvertretend für das doppeltgroße System oder mehrfachgroße System in analoger
Entsprechung. Im Unterschied zum Transportzylinder 03 umfasst der Ausbrechzylinder
04 kein Bogenhaltesystem zum Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat
01.
[0144] Wie auch der Transportzylinder 03 weist der Ausbrechzylinder 04 vorzugsweise Mittel
zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 05 auf. Die Mittel zum Fixieren sind vorzugsweise
als Klemmgreifer ausgebildet. Mit ihnen ist ein jeweiliger Aufzug 05 an der Hinterkante
und an der Vorderkante fixierbar. Die Mittel zum Fixieren der Vorderkante des Aufzugs
05 sind vorzugsweise durch das Klemmelement Vorderkante 22 und das korrelativ mit
diesem unter Bildung eines Klemmspaltes zusammenwirkende weitere Klemmelement 24 gebildet.
Das Klemmelement Vorderkante 22 ist am Grundkörper des Ausbrechzylinders 04 gelagert.
Das weitere Klemmelement 24 kann insbesondere als Blattfederpaket gebildet sein. Benachbart
zum weiteren Klemmelement 24 ist ein vorzugsweise als pneumatischer Muskel ausgebildetes
Stellelement 25 angeordnet. Das Stellelement ist vorzugsweise mit einer Luftzuführung
verbunden, mit der am Stelleelement 25 ein Überdruck angelegt werden kann. Bei anliegendem
Überdruck dehnt sich das Stellelement 25 aus, wobei es am weiteren Klemmelement 24
anliegt und dieses verformt. Infolge der Verformung, insbesondere der Biegung des
weiteren Klemmelements 24 ändert sich dessen Erstreckung in Richtung des Klemmelements
Vorderkante 22. Durch Anlegen eines Überdrucks z. B. in Form von Druckluft am Stellelement
25 kann damit der zwischen Klemmelement Vorderkante 22 und weiteren Klemmelement 24
gebildete Spalt vergrößert und bei Abschaltung des Überdrucks am Stellelement 25 verkleinert
werden, was dem Klemmen des Aufzugs 05 entspricht. Die Fig. 10 zeigt den Klemmgreifer
des Ausbrechzylinders 04 Vorderkante mit fixierter Vorderkante des Aufzugs 05, d.
h. im geschlossenen Zustand.
[0145] Die Hinterkante des Aufzugs 05 ist zwischen einem Klemmelement Hinterkante 47 und
einem weiteren Klemmelement Hinterkante 48 fixierbar, die gemeinsam einen weiteren
Klemmspalt bilden. Die für das Schließen des Klemmgreifers Hinterkante benötigte Kraft
wird von einer verdrehbaren Spannwelle 50 aufgebracht, die über einen Kniehebel 51
auf das Klemmelement Hinterkante 47 einwirkt.
[0146] Zum Spannen des Aufzugs 05 ist mindestens einer der Klemmgreifer also der Klemmgreifer
Vorderkante oder der Klemmgreifer Hinterkante in Umfangsrichtung des Ausbrechzylinders
04 verlagerbar. In der Fig. 10 ist der Klemmgreifer Hinterkante verlagerbar. Insbesondere
ist der Klemmgreifer Hinterkante auf einem in Umfangsrichtung des Ausbrechzylinders
04 verschiebbaren Schlitten 49 gelagert. Der Schlitten 49 trägt vorzugsweise neben
dem Klemmgreifer Hinterkante auch die Spannwelle 50 und den Kniehebel 51. Zum Spannen
des Aufzugs 05 wird dieser zunächst an seinen beiden Enden vom Klemmgreifer Vorderkante
und vom Klemmgreifer Hinterkante fixiert. Anschließend wird der Schlitten 49 gegen
den Uhrzeigersinn verschoben, was von einem weiteren Stellelement 52, das ebenfalls
als pneumatischer Muskel ausgebildet sein kann, bewirkt wird.
[0147] Unabhängig von der Art der Ausbildung der Mittel zum Fixieren des Aufzugs 05 tragen
diese vorzugsweise Positionierstifte oder sind diesen vorzugsweise Positionierelemente
zugeordnet. Die Positionierstifte oder Positionierelemente können insbesondere dem
weiteren Klemmelement Vorderkante 22 direkt zugeordnet sein.
[0148] Es versteht sich von selbst, dass die beschriebenen Elemente zum Fixieren der Vorderkante
sowie die Elemente zum Fixieren der Hinterkante auch in anderer Weise ausgebildet
sein können. So erweist es sich alternativ zur Ausbildung von kraftschlüssig wirkenden
Elementen auch als vorteilhaft, wenn die Elemente zum Fixieren der Vorderkante und/oder
die Elemente zum Fixieren der Hinterkante zum formschlüssigen Fixieren von Aufzügen
05 ausgebildet sind. In diesem Fall können insbesondere hackenförmige oder klauenförmige
Halteelemente ausgebildet sein, die mit Aussparungen korrespondieren, die im Aufzug
05 ausgebildet sind oder in Halteschienen eingreifen, die fest mit dem Aufzug 05 verbunden
sind.
[0149] Der Klemmgreifer Vorderkante oder der Klemmgreifer Hinterkante sind vorzugsweise
in einem Kanal des Ausbrechzylinders 04 gelagert, der von einer Kanalabdeckung überspannt
sein kann.
[0150] Der Ausbrechzylinder 04 weist vorzugsweise dritte Öffnungen 32 auf, die bei fixiertem
Aufzug 05 zumindest teilweise vom im Aufzug 05 ausbildbaren Durchbrechungen überdeckt
sind. Die dritten Öffnungen 32 sind mit dritten Luftversorgungsmitteln verbunden.
Unter Luft werden in nachstehenden Zusammenhang alle Formen von Systemluft verstanden,
d. h. insbesondere Blasluft oder Saugluft, die geeignet sind insbesondere physikalische
Wirkung wie z. B. Kraftwirkung auszuüben und die durch mindestens einen der Paramater
statischer Druck, dynamischer Druck oder Volumenstrom kennzeichenbar sind. Derartige
Luft wird in an sich bekannter Weise mit Kompressoren, Verdichtern, Vakuumpumpen,
Saugpumpen oder ähnlichen Bauelementen erzeugt.
[0151] Die dritten Öffnungen 32 sind dabei mit Saugluft versorgbar. Vorzugsweise ist die
Luftversorgung umschaltbar ausgebildet. Unter Umschaltbarkeit ist in diesem Sinn insbesondere
das Umschalten zwischen Saugluft und Blasluft gemeint, wobei es nicht darauf ankommt
von welcher Art der Luftversorgung in welche Art umgeschaltet wird.
[0152] Die dritten Öffnungen 32 sind in der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 04 ausgebildet.
Vorzugsweise sind die dritten Öffnungen 32 nutförmig oder lochförmig ausgebildet.
Durch die Anordnung dritten Öffnungen 32 in der Mantelfläche des Ausbrechzylinders
04 ergibt sich vorzugsweise ein feinmaschiges Netz von Elementen, mit denen eventuell
im Aufzug 05 ausgebildete Durchbrechungen mit Luft versorgt werden können. Die Anordnung
der Durchbrechungen im Aufzug 05 erfolgt dabei entsprechend der Anordnung von Abfallteil
oder Abfallteilen 09 einerseits oder Nutzen 10 andererseits. So können beispielsweise
im Bereich derjenigen dritten Öffnungen 32, die im Bereich von Nutzen ausgebildet
sind Durchbrechungen im Aufzug 05 ausgebildet werden. Die erweist sich als vorteilhaft,
wenn der Ausbrechzylinder 04 zum Transport der Nutzen 10 verwendet werden soll.
[0153] Ist die Verwendung des Ausbrechzylinders 04 zum Transport von Abfallteilen 09 vorgesehen,
werden vorzugsweise im Bereich derjenigen dritten Öffnungen 32, die im Bereich von
Abfallteilen 09 ausgebildet sind Durchbrechungen im Aufzug 05 ausgebildet.
[0154] Durch diese Maßnahmen können Nutzen 10 bzw. Abfallteile 09 unterschiedlich behandelt,
bzw. auf der Mantelfläche des Transportzylinders 03 bzw. dessen Aufzug 05 fixiert
werden. Die Freigabe der Nutzen 10 bzw. Abfallteile 09 kann durch Anlegen von Blasluft
an den dritten Öffnungen 32 unterstützt werden.
[0155] Die Details der Luftversorgung der dritten Öffnungen 32 sind nicht gesondert dargestellt
und werden nachfolgend unter Verweis auf die Ausbildung der Luftversorgungsmittel
14, 15 am Transportzylinder 03 beschrieben. Die Luftversorgungsmittel zur Versorgung
der dritten Öffnungen 32 umfassen vorzugsweise einen Drehschieber oder eine Dreheinführung.
Vorzugsweise ist der Drehschieber oder die Dreheinführungen an der Stirnseite des
Transportzylinders 03 ausgebildet oder dieser zugeordnet. Der Drehschieber oder die
mindestens eine Dreheinführung umfasst vorzugsweise eine Scheibe 18, die einer der
Stirnseiten des Ausbrechzylinders 04 zugeordnet ist. In der Scheibe 18 ist eine Ausnehmungen
X ausgebildet, die sich vorzugsweise kreissegmentförmig, koaxial zur Drehachse des
Ausbrechzylinders 04 erstrecken. Die Ausnehmung wird über einen vierten Zuführstutzen
53 mit Luft versorgt. Die Ausnehmung ist auf der dem Ausbrechzylinder 04 zugewandten
Seite der Scheibe 18 ausgebildet. Die Ausnehmungen ist in Umfangsrichtung der Scheibe
18 nicht durchgängig sondern kann vielmehr durchbrochen sein, so dass auf demselben
Radius mehrere in Umfangsrichtung der Scheibe 18 betrachtet hintereinanderliegende
Ausnehmungen gebildet sind. Jede Ausnehmung korrespondiert bezüglich ihres Abstandes
(Radius) zur Drehachse des Ausbrechzylinders 04 mit in der Stirnseite des Ausbrechzylinders
04 ausgebildeten Öffnungen 58. Jede der Öffnungen 58 in der Stirnseite des Transportzylinders
03 kommuniziert über weitere Leitungen entweder mit einer einzigen oder einem Teil
oder allen dritten Öffnungen 32 in der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 04. Das
gilt natürlich nur solange die jeweilige Öffnung 58 der jeweiligen Ausnehmung abhängig
von der Winkellage des Ausbrechzylinders 04 gegenüberliegt.
[0156] Die Scheibe 18 steht gegenüber dem Ausbrechzylinder 04, der sich im Betriebszustand
um seine Mittelachse dreht, still. Durch die Erstreckung der Ausnehmungen in Umfangsrichtung
des Ausbrechzylinders 04 werden Bereiche von Saug- oder Blasluft bestimmt, die auf
der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 04 drehwinkelbezogen ausgebildet werden.
[0157] Überlagert zu diesen Wirkungen sind die Bereiche von Saug- oder Blasluft auch durch
die Art der Luftversorgung bzw. von deren Zuschaltung oder Abschaltung bestimmbar.
So kann der in seiner Erstreckung durch die dritten Luftversorgungsmittel entsprechend
der Ausnehmung versorgte Bereich verkürzt werden, indem eine winkelbezogene Abschaltung
der Luftversorgung erfolgt. Ebenso kann ein in seiner Erstreckung durch die dritten
Luftversorgungsmittel entsprechend der Ausnehmungen versorgter Bereich durch Umschaltung
der Luftversorgung zwischen einer Saugluftversorgung und einer Blasluftversorgung
in mindestens einen Saugbereich und mindestens einen Blasbereich unterteilt werden.
Dabei dient der Saugbereich auf der Mantelfläche des Ausbrechzylinders 04 zum Fixieren
und der Blasbereich zum Abstoßen von Nutzen 10 beziehungsweise Abfallteilen 09.
[0158] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die dritten Luftversorgungsmittel zur
Abschaltung der Saugluftversorgung oder Umschaltung zwischen Saugluftversorgung und
Blasluftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage der jeweils versorgten dritten Öffnungen
32 ausgebildet. Vorzugsweise schalten die dritten Luftversorgungsmittel die Luftversorgung
der dritten Öffnungen 32 aus oder von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung um,
wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 durch Rotation des Ausbrechzylinders 04 um
seine Mittelachse einen dritten Freigabepunkt erreichen.
[0159] Die Scheibe 18 ist vorzugsweise über eine Drehmomentstütze 20 mit einem Gestell verbunden
und auf dem Ausbrechzylinder 04 drehbar gelagert ist. Der Ausbrechzylinder 04 ist
vorzugsweise im selben Gestell an dem die Drehmomentstütze 20 angelenkt ist, drehbar
gelagert.
[0160] Zur Verlagerung der Bereiche von Saug- oder Blasluft, die auf der Mantelfläche des
Ausbrechzylinders 04 drehwinkelbezogen ausgebildet werden, können Stellorgane zum
Verdrehen der Scheibe 18 vorgesehen sein.
[0161] Um die Montage zu erleichtern weist die Scheibe 18 vorzugsweise eine Aussparung auf,
die eine radiale Verlagerung der Scheibe 18 im Sinne einer Verschiebung zum Zweck
des Austauschs ermöglicht. Die Aussparung weist eine Erstreckung auf, die größer ist
als der Durchmesser eines Zapfens des Ausbrechzylinders 04 in dem Bereich des Ausbrechzylinders
04, in dem diesem die Scheibe 18 zugeordnet ist.
[0162] Der Ausbrechzylinder 04 und der Transportzylinder 03 tragen zum Behandeln von Substraten
01, insbesondere zum Trennen bzw. Ausbrechen von bearbeiteten, d. h. angeschnittenem
oder durchgeschnittenem stegbehafteten oder perforiertem Substrat 01 in mindestens
ein Abfallteil 09 und mindestens einen Nutzen 10 vorzugsweise jeweils einen Aufzug
05. Beim Trennen bzw. Ausbrechen werden verbliebene Haltestege oder Materialverbindungen
oder beabsichtigt nicht vollständig durchgeschnittene Materialverbindungen, insbesondere
Fasern oder Faserbündel im Bereich von Schnittlinien zwischen Abfallteil 09 und mindestens
einen Nutzen 10 zerrissen. Zu diesem Zweck kann einer der Aufzüge 05 als Matrize und
der andere Aufzug 05 als Patrize ausgebildet sein. Die Patrize weist eine Grundebene
und gegenüber der Grundebene erhabene Bereiche auf. Die erhabenen Bereiche wirken
auf das Substrat 01 ein und bilden Werkzeuge 116. Die Matrize weist eine Grundebene
und gegenüber der Grundebene vertiefte Bereiche oder weitere Aussparungen auf. Matrize
und Patrize sind derart auf Transportzylinder 03 bzw. Ausbrechzylinders 04 angeordnet,
dass die erhabenen Bereiche der Patrize den vertieften Bereichen oder den weiteren
Aussparungen der Matrize gegenüberliegen. Die Patrize bildet dabei eine Art Gegenstück
zur Matrize. Die Matrize ist entweder auf dem Transportzylinder 03 oder dem Ausbrechzylinders
04 und die Patrize jeweils auf dem anderen Zylinder angeordnet. Der andere Zylinder
in diesem Sinne ist der Zylinder, der mit dem die Matrize tragenden Zylinder zusammenwirkt
(Transportzylinder 03 oder Ausbrechzylinder 04) angeordnet. Vorzugsweise ist die Matrize
auf dem Transportzylinder 03 und die Patrize auf dem Ausbrechzylinder angeordnet.
Das vorstehend beschriebene Werkzeugpaar Patrize und Matrize unterscheidet sich dabei
vorzugsweise von Patrize und Matrize Werkzeugpaaren wie sie beim Schneiden oder Perforieren,
z. B. auf den der Trenneinrichtung 02 vorgelagerten Bearbeitungszylindern. Die konstruktive
Ausführung der Patrize ist durch ihre Funktion, die zu trennenden bzw. auszubrechenden
Elemente lediglich in die vertieften Bereiche oder die weiteren Aussparungen der Matrize
hineinzudrücken, bestimmt. Dementsprechend können die erhabenen Bereiche der Patrize
auch deutlich kleinere Erstreckungen aufweisen, als die mit ihnen korrespondierenden
vertieften Bereiche oder weiteren Aussparungen der Matrize. Als Patrize kann insbesondere
eine Flexodruckplatte verwendet werden.
[0163] In einer alternativen Ausführungsform weist die Patrize keine gegenüber der Grundebene
erhabenen Bereiche sondern eine im Ganzen erhöhte Grundebene auf. In diesem Fall ist
die Patrize zumindest auf der der Matrize zugewandten Seite mit einem elastischen
Überzug versehen oder aus einem elastischen Material gebildet.
[0164] Beim Trennen bzw. Ausbrechen werden Abfallteile 09 und Nutzen 10 relativ zueinander
bewegt, wobei Reststege oder einzelne Fasern oder Faserbündel im Bereich von Schnittlinien
zu zerrissen werden. Dazu werden entweder die Abfallteile 09 oder die Nutzen 10 vorzugsweise
von der Patrize in die vertieften Bereiche oder die weiteren Aussparungen der Matrize
gedrückt. Im Fall der Verwendung einer Patrize mit elastische Oberfläche, werden die
Abfallteile 09 in die vertieften Bereiche oder die weiteren Aussparungen der Matrize
gedrückt, wobei sich die Oberfläche der Patrize an diesen Stellen ausdehnt, während
in Bereichen der Oberfläche außerhalb der Vertiefungen oder weiteren Aussparungen
in der der Matrize das Substrat an die Oberfläche der Matrize gepresst wird.
[0165] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist dem Transportzylinder 03 kein
Ausbrechzylinder 04 zugeordnet, wobei auch bei dieser Ausführungsform die Abfallteile
09 und Nutzen 10 relativ zueinander bewegt und Reststege oder einzelne Fasern oder
Faserbündel im Bereich von Schnittlinien zerrissen werden. Die Trenneinrichtung 02
ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie ausschließlich auf die dem Transportzylinder
03 zugewandte Seite des bearbeiteten Substrats 01 einwirkt, während das Substrat 01
auf dem Transportzylinder 03 transportiert wird. Die Trenneinrichtung 02 ist in einer
bevorzugten Ausführungsform aus erhabenen Bereichen und gegenüber den erhabenen Bereichen
vertieften Bereichen der Oberfläche des Transportzylinders 03 gebildet. Den vertieften
Bereichen sind weiter bevorzugt erste Öffnungen 12 zugeordnet, die mit ersten Luftversorgungsmitteln
14 in Wirkverbindung stehen können. Die ersten Luftversorgungsmittel 14 sind vorzugsweise
zur Saugluftversorgung ausgebildet. Weiter bevorzugt ist der Mantelfläche des Transportzylinders
03 ein Aufzug 05 austauschbar zugeordnet, wobei die erhabenen Bereiche der Oberfläche
des Transportzylinders 03 durch den Aufzug 05 und die vertieften Bereichen der Oberfläche
des Transportzylinders 03 durch die Mantelfläche des Transportzylinders 03 im Bereich
von im Aufzug 05 ausgebildeten Durchbrechungen gebildet sind. In den erhabenen Bereichen
und/oder den vertieften Bereichen der Oberfläche des Transportzylinders 03 können
zweiten Öffnungen 13 ausgebildet sein, die mit zweiten Luftversorgungsmitteln 15 in
Wirkverbindung stehen. Des Weiteren können die ersten und/oder die zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 zwischen einer Saugluftversorgung und einer Blasluftversorgung umschaltbar
sein.
[0166] Zur Realisierung der Relativbewegung der Abfallteile 09 und Nutzen 10 relativ zueinander
kann dem Transportzylinder 03 ein Aufzug 05 zugeordnet sein, der insbesondere in Art
einer Matrize ausgebildet ist und vertiefte Bereiche oder weitere Durchbrechungen
aufweist. Im Bereich der vertieften Bereiche oder weiteren Durchbrechungen wird über
die ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile
09 und Nutzen 10 relativ zueinander bewegt, das heißt insbesondere die Abfallteile
09 in die vertieften Bereiche oder die weiteren Durchbrechungen zieht, während die
Nutzen 10 auf der Grundebene der Matrize abgestützt sind. Alternativ dazu kann ebenso
vorgesehen sein, die Nutzen 10 in die vertieften Bereiche oder die weiteren Durchbrechungen
zu ziehen, während die Abfallteile 09 auf der Grundebene der Matrize abgestützt sind.
Mit anderen Worten wird der Trennvorgang vorzugsweise allein durch die Kraftwirkung
des in den vertieften Bereichen oder weiteren Durchbrechungen anliegenden Unterdrucks
oder der Saugluft auf die dem Transportzylinder 03 zugewandten Seiten von Nutzen 10
oder Abfallteilen 09 bewirkt. Im Bereich der vertieften Bereiche sind dabei vorzugsweise
Durchbrechungen angeordnet. Diese stellen sicher, dass sich der an den ersten und/oder
zweiten Öffnungen 12, 13 anliegende Unterdruck bis zu der dem Transportzylinder 03
zugewandten Seite von Nutzen 10 oder Abfallteilen 09 ausbreiten kann.
[0167] Bei Trennen der Substratbogen 01 in Abfallteile 09 und Nutzen 10 ergeben sich insbesondere
in Umgebungen mit geringer Luftfeuchtigkeit Probleme, die durch unerwünschte elektrostatische
Aufladungen der Abfallteile 09 und/oder Nutzen 10 und/oder den Oberflächen von Transportzylinder
03 und/oder Ausbrechzylinder 04 verursacht sind. Infolge der elektrostatischen Aufladungen
haften Abfallteile 09 und/oder Nutzen 10 an den Oberflächen von Transportzylinder
03 und/oder Ausbrechzylinder 04. Die Wirkung der Schwerkraft reicht in diesen Fällen
zumeist nicht aus, um die Abfallteile 09 und/oder Nutzen 10 von der Zylinderoberfläche,
bzw. von den auf den Zylinderoberflächen fixierten Werkzeugen 116 oder Werkzeugteilen,
insbesondere Patrize und Matrize, zu entfernen.
[0168] Nach einer weiteren Ausführungsform, die insbesondere der Vermeidung von Problemen
durch elektrostatische Aufladungen dient, ist vorgesehen, eine Trenneinrichtung 02
auszubilden, die einen Transportzylinder 03 und einen diesem zugeordneten Ausbrechzylinder
04 umfasst, wobei dem Transportzylinder 03 und/oder dem Ausbrechzylinder 04 eine Antistatikvorrichtung
95 zugeordnet ist (Fig. 9 und Fig. 49, wobei bei der Fig. 49 beispielhaft der Transportzylinder
03 dargestellt ist). Vorzugsweise weist der Transportzylinder 03 Mittel zum Fixieren
eines austauschbaren Aufzugs 05, sowie Öffnungen 12, 13 auf, die bei fixiertem Aufzug
05 zumindest teilweise von im Aufzug 05 ausbildbaren Durchbrechungen überdeckt sind,
wobei Luftversorgungsmittel 14, 15 zur Versorgung der Öffnungen 12, 13 mit Luft vorgesehen
sind. Die Antistatikvorrichtung 95 umfasst vorzugsweise mindestens eine Elektrode,
die mit mindestens einer Hochspannungsquelle verbunden ist. Bei der Hochspannungsquelle
kann es sich um eine positive oder eine negative Hochspannungsquelle handeln. Alternativ
ist die Hochspannungsquelle zwischen einer Betriebsart als positive und einer Betriebsart
als negative Hochspannungsquelle umstellbar. Die Hochspannungsquellen können über
eine Steuerung mit einem Sensor verbunden sein, der die an den Oberflächen von Transportzylinder
03 und/oder Ausbrechzylinder 04 oder den an ihnen befestigten Werkzeugen 116 oder
Werkzeugteilen anliegende Spannung erfasst. Die Steuerung ist vorzugsweise zur fallweisen
Aktivierung der positiven oder negativen Hochspannungsquelle oder der Umstellung der
umstellbaren Hochspannungsquelle in Abhängigkeit vom Vorzeichen der anliegenden Spannung
ausgebildet. Die Steuerung kann ebenfalls den Wert der anliegenden Fig. 12 Spannung
als Systemparameter verarbeiten und mindestens eine Hochspannungsquelle in Abhängigkeit
von diesem Systemparameter ansteuern. Die beschriebenen Hochspannungsquellen liefern
vorzugsweise eine gepulste oder eine ungepulste Gleichspannung.
[0169] Die Elektrode der Antistatikvorrichtung 95 erstreckt sich vorzugsweise in axialer
Richtung des Ausbrechzylinders 04 über dessen Länge und/oder in axialer Richtung des
Transportzylinders 03 über dessen Länge.
[0170] Die Antistatikvorrichtung 95 umfasst nach einer Weiterbildung eine Bürste, wobei
die Bürste einen walzenförmigen oder einen leistenförmigen Grundkörper umfasst, der
insbesondere elektrisch leitfähig ausgebildet ist. Dem Grundkörper sind Borsten 105
zugeordnet. Der Grundkörper kann im Fall einer walzenförmigen Ausbildung drehbar gelagert
sein.
[0171] Die Borsten 105 sind in diesem Fall auf der Mantelfläche des Grundkörpers vorzugsweise
gleichmäßig verteilt angeordnet. Im Fall einer leistenförmigen Ausbildung des Grundkörpers
ist dieser in Bezug auf die Oberfläche des Zylinders, dem er zugeordnet ist (Transportzylinder
03 oder Ausbrechzylinder 04), zumindest in einer Betriebsposition fest angeordnet.
[0172] Die Borsten 105 sind vorzugsweise aus einem elektrisch leitfähigen Material, wie
zum Beispiel Metall, gebildet. Als Material der Borsten 105 kann auch eine Kohlenstoffverbindung
verwendet werden. Die Borsten 105 sind weiter bevorzugt aus miteinander verflochtenen
Fasern oder Faserbündeln gebildet. Diese können in einer Reihe nebeneinander angeordnet
sein. Vorzugsweise sind mehrere der beschriebenen Reihen von miteinander verflochtenen
Fasern oder Faserbündeln in Rotationsrichtung des Transportzylinders 03 bzw. Ausbrechzylinders
04 betrachtet hintereinander angeordnet.
[0173] Alternativ zur Zuordnung von Borsten 105 kann dem Grundkörper auch ein Tuch 105 zugeordnet
sein, das elektrisch leitenden Fasern aufweist. Die Fasern können in das Tuch 105
eingewebt oder mit dem Tuch 105 z. B. durch einen Haftvermittler verbunden sein. Bei
den Weiterbildungen bei denen dem Grundkörper Borsten 105 oder ein Tuch 105 zugeordnet
sind, bilden die Borsten 105 bzw. das Tuch 105 die Elektrode oder sind mit der Elektrode
verbunden.
[0174] Die Ausführungsformen von Antistatikvorrichtungen 95, die mit Borsten 105 oder einem
Tuch 105 ausgestattet sind, sind in Bezug auf den Transportzylinders 03 bzw. Ausbrechzylinder
04 derart angeordnet, dass diese die Mantelfläche des jeweiligen Zylinders berühren.
Vorzugsweise ist eine Vorrichtung vorgesehen, mit der die Antistatikvorrichtung 95
zwischen einer Betriebsposition in der die Borsten 105 bzw. das Tuch 105 die Mantelfläche
des jeweiligen Zylinders berühren und einer Parkposition, in der die Borsten 105 bzw.
das Tuch 105 die Mantelfläche des jeweiligen Zylinders nicht berühren, verlagerbar
ist.
[0175] Des Weiteren oder alternativ dazu ist in derartigen Weiterbildungen bevorzugt, dass
die Antistatikvorrichtung 95 eine Blaseinrichtung umfasst, die einen Volumenstrom
eines von mindestens einer Elektrode ionisierten gasförmiges Medium in Richtung der
Mantelfläche des Transportzylinders 03 und/oder der Mantelfläche des Ausbrechzylinders
04 erzeugt.
[0176] Alternativ oder ergänzend zur Ausbildung der Trenneinrichtung 02 mit einer Antistatikvorrichtung
95 können auch die verwendeten Werkzeuge 116 oder Werkzeugteile, wie z. B. Matrize
und Patrize, und/oder die Zylinderoberflächen von Transportzylinder 03 und/oder einen
diesem zugeordneten Ausbrechzylinder 04 antistatisch, insbesondere mit elektrisch
leitenden Materialien, ausgebildet werden.
[0177] Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit oder ohne Ausbrechzylinder 04
ist dem Transportzylinder 03 ein umlaufendes Transportband 29 zugeordnet, wie insbesondere
aus Fig. 11 oder Fig. 12. ersichtlich ist. Das Transportband 29 ist vorzugsweise oberhalb
des Transportzylinders 03 angeordnet. Das Transportband 29 ist den Transportzylinder
03 vorzugsweise unter Bildung eines Umschlingungswinkels teilumfänglich umschlingend
zugeordnet. Alternativ dazu kann das Transportband 29 dem Transportzylinder 03 auch
unter Bildung eines Tangentenpunkts 36 zugeordnet sein. Weiter bevorzugt ist der Tangentenpunkt
36 in der 12 Uhr Position des Transportzylinders 03 ausgebildet. Das Transportband
29 wird in seiner Erstreckung durch die Anordnung von Umlenkrollen bestimmt. Vorzugsweise
weist das Transportband 29 einen sich waagerecht erstreckenden Transportbereich 37
auf. Das Transportband 29 kann insbesondere als Saugband ausgebildet sein. Weiter
bevorzugt liegt zumindest im Transportbereich 37 Saugluft am Transportband 29 an.
Daraus ergibt sich, dass das Transportband 29 zum hängenden Transport Nutzen und/oder
Abfallteilen 10, 09 ausgebildet sein kann.
[0178] Das Transportband 29 hat insbesondere die Funktion bearbeitete Substratbogen 01,
Abfallteile 09 oder Nutzen 10 im Tangentenpunkt 36 oder im Bereich der Umschlingung
des Transportbands 29 um den Transportzylinder 03 von diesem zu übernehmen und weiter
zu transportieren.
[0179] An das Transportband 29 kann sich ein anderes Transportsystem zum Beispiel in Form
eines weiteren Transportbandes 30 anschließen. Vorzugsweise ist zwischen dem Transportband
29 und dem weiteren Transportband 30 ein Überlappungsbereich ausgebildet ist, in dem
Funktion bearbeitete Substratbogen 01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09 vom Transportband
29 an das weitere Transportband 30 übergebbar sind. Weiter bevorzugt ist das weitere
Transportband 30 zum liegenden Transport von Nutzen und/oder Abfallteilen 10, 09 ausgebildet.
[0180] Es versteht sich von selbst, dass statt des weiteren Transportbandes 30 auch ein
anderes geeignetes Transportsystem ausgebildet sein kann, dass bearbeitete Substratbogen
01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09 vom Transportband 29 übernimmt.
[0181] Statt des weiteren Transportbandes 30 kann auch ein Behälter zur Aufnahme von Abfallteilen
unter dem Transportband 30 angeordnet sein.
[0182] Neben dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder 03 auch ein weiteres Transportsystem
76 direkt, d. h. unter Bildung eines Übergabebereichs oder Übergabepunktes zwischen
dem Transportzylinder 03 und dem weiteren Transportsystem für bearbeitete Substratbogen
01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09, zugeordnet sein. Dieses weitere Transportsystem
76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder oder Bogenführungstrommel oder Kettenfördersystem
mit Greiferbrücken oder Transportband ausgebildet.
[0183] Die Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig. 11 oder
Fig. 12. veranschaulicht ist, kann wie folgt beschrieben werden. Die dargestellte
Ausführungsform der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten ist vorzugsweise Bestandteil
einer Bogendruckmaschine. Die Bogendruckmaschine kann ein oder mehrere Druckwerke
umfassen. Weiter bevorzugt sind der in Fig. 11 oder Fig. 12. dargestellten Ausführungsform
zwei Bearbeitungszylinder, zwischen die das Substrat 01 einführbar ist, wobei das
Substrat 01 beim Durchlaufen durch im Zylinderspalt wirksame Werkzeugteile aus der
Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge eine
Bearbeitung erfährt, vorgeordnet. Einer der Bearbeitungszylinder ist in Fig. 11 oder
Fig. 12. als Halbkreis dargestellt. Der Bearbeitungszylinder ist vorzugsweise als
Bogentransportzylinder ausgebildet und weist ein Bogenhaltesystem auf. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
03 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
03 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der
Substratbogen 01 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte
Reststege verbundene Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt
einen Aufzug 05. Der Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an
denen er auf Nutzen 10 einwirkt mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum
einen im Bereich der Nutzen 10 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen erste
Öffnungen 12 ausgebildet sind, wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen
10 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum
anderen auch im Bereich der Abfallteile 09 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht,
an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich
der Abfallteile 09 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Wenn die
ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt
A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln
14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 03 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen
10 sowie die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 03
und Ausbrechzylinder 04 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 05, der auf dem Ausbrechzylinder 04 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 09 und drücken die Abfallteile 09 in die Vertiefungen des auf dem
Transportzylinder 03 fixierten Aufzugs 05. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile
09 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen 10 verbinden, zerrissen. Vorzugsweise am Tagentenpunkt
B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich
der Abfallteile 09 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile 09 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Alternativ dazu kann
der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen
13 im Bereich der Abfallteile 09 auch schon im Tagentenpunkt A oder unmittelbar danach
angelegt werden. Wenn die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt oder Übergabebereich
C zwischen Transportzylinder 03 und Transportband 29 erreichen, werden die ersten
Luftversorgungsmittel 14 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck im Bereich der ersten
Öffnungen 12 liegt nicht mehr an und die Nutzen 10 werden nicht mehr fixiert und somit
freigegeben. Infolge des vorzugsweise am Transportband 29 anliegenden Unterdrucks
werden die Nutzen 10 im Übergabepunkt oder Übergabebereich C vom Transportzylinder
03 abgehoben, an der Unterseite des Transportbandes 29 fixiert und von an diesem hängend
abtransportiert. Die Übergabe der Nutzen 10 vom Transportzylinder 03 an das Transportband
29 kann durch Anlegen eines Überdruckes an den ersten Öffnungen 12 unterstützt werden.
Die Versorgung der ersten Öffnungen 12 wird von Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise
umgeschaltet, wenn die ersten Öffnungen im Bereich der jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt
oder Übergabebereich C erreichen. Der Abtransport der Nutzen 10 kann vorzugsweise
mit dem weiteren Transportband 30 realisiert werden. Dazu fördert das Transportband
29 die Nutzen 10 bis zum weiteren Transportband 30 und übergebt die Nutzen 10 an das
weitere Transportband 30. Zur Übergabe wird vorzugsweise der am Transportband 29 anliegende
Unterdruck deaktiviert, so dass die Nutzen unter der Wirkung der Schwerkraft oder
durch zusätzliche Saugwirkung am weiteren Transportband 30 auf diesem fixiert und
von diesem abtransportiert werden. Wenn die Abfallteile 09 den Freigabepunkt D erreichen,
wird der an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 anliegende Unterdruck
deaktiviert oder vorzugsweise statt des Unterdrucks ein Überdruck angelegt. Dadurch
erfolgt eine Freigabe der Abfallteile 09 oder eine aktive Abstoßung der Abfallteile
09, die von einem Abfallbehälter aufgenommen werden können. Im Bereich von Freigabepunkt
D wird neben den der Abfallteilen 09 vorzugsweise auch der vordere Rand den Substratbogens
01 vom Greifersystem 17 freigegeben.
[0184] Die weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
11 oder Fig. 12. veranschaulicht ist, kann wie folgt beschrieben werden. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
03 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
03 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der
Substratbogen 01 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte
Reststege verbundene Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt
einen Aufzug 05. Der Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an
denen er auf Nutzen 10 einwirkt mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum
einen im Bereich der Nutzen 10 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen erste
Öffnungen 12 ausgebildet sind, wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen
10 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum
anderen auch im Bereich der Abfallteile 09 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht,
an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich
der Abfallteile 09 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Wenn die
ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt
A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln
14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 03 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen
10 sowie die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 03
und Ausbrechzylinder 04 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 05, der auf dem Ausbrechzylinder 04 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 09 und drücken die Abfallteile 09 in die Vertiefungen des auf dem
Transportzylinder 03 fixierten Aufzugs 05. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile
09 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen 10 verbinden, zerrissen. Der auf dem Ausbrechzylinder
04 fixierte Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf, die mit den dritten Öffnungen 32
des Ausbrechzylinders 04 korrespondieren. Die Durchbrechungen sind im Bereich des
Aufzugs 05 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben ist beziehungsweise im Abrollkontakt
mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders
04 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen
10 gegenüberstehen, wird an ihnen ein Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks
wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche des Transportzylinders 03 abhebende Kraftwirkung
entfaltet. Der Unterdruck an den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 04 wird
deaktiviert, sobald diese den Bereich des Tangentenpunktes B wieder verlassen haben
oder wenige Winkelgrade, insbesondere 10 Grad, danach. Vorzugsweise wird der an den
ersten Öffnungen 12 anliegende Unterdruck deaktiviert, wenn sich die jeweiligen ersten
Öffnungen 12 im Bereich des Tangentenpunkts B befinden. Dadurch wird sichergestellt,
dass der jeweiligen Nutzen 10 unter der Wirkung des Unterdrucks an den dritten Öffnungen
32 des Ausbrechzylinders 04 kurz, das heißt für wenigen Winkelgrade, insbesondere
10 Grad der Drehbewegung des Transportzylinders 03 von der Oberfläche des Transportzylinders
03 abgehoben wird. Durch diese Maßnahme wird die Trennung von Nutzen 10 und Abfallteilen
09 zusätzlich unterstützt, da diese zumindest kurzzeitig aktiv in unterschiedliche
Richtungen bewegt werden. Vorzugsweise am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 ein Unterdruck angelegt,
der die Abfallteile 09 an der Mantelfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise
am Aufzug 05 fixiert. Alternativ dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 auch schon im Tagentenpunkt
A oder unmittelbar danach angelegt werden. Wenn die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt
oder Übergabebereich C zwischen Transportzylinder 03 und Transportband 29 erreichen,
werden die ersten Luftversorgungsmittel 14 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck
im Bereich der ersten Öffnungen 12 liegt nicht mehr an und die Nutzen 10 werden nicht
mehr fixiert und somit freigegeben. Infolge des vorzugsweise am Transportband 29 anliegenden
Unterdrucks werden die Nutzen 10 im Übergabepunkt oder Übergabebereich C vom Transportzylinder
03 abgehoben, an der Unterseite des Transportbandes 29 fixiert und von an diesem hängend
abtransportiert. Die Übergabe der Nutzen 10 vom Transportzylinder 03 an das Transportband
29 kann durch Anlegen eines Überdruckes an den ersten Öffnungen 12 unterstützt werden.
Die Versorgung der ersten Öffnungen 12 wird von Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise
umgeschaltet, wenn die ersten Öffnungen im Bereich der jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt
oder Übergabebereich C erreichen. Der Abtransport der Nutzen 10 kann vorzugsweise
mit dem weiteren Transportband 30 realisiert werden. Dazu fördert das Transportband
29 die Nutzen 10 bis zum weiteren Transportband 30 und übergebt die Nutzen 10 an das
weitere Transportband 30. Zur Übergabe wird vorzugsweise der am Transportband 29 anliegende
Unterdruck deaktiviert, so dass die Nutzen unter der Wirkung der Schwerkraft oder
durch zusätzliche Saugwirkung am weiteren Transportband 30 auf diesem fixiert und
von diesem abtransportiert werden. Wenn die Abfallteile 09 den Freigabepunkt D erreichen,
wird der an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 anliegende Unterdruck
deaktiviert oder vorzugsweise statt des Unterdrucks ein Überdruck angelegt. Dadurch
erfolgt eine Freigabe der Abfallteile 09 oder eine aktive Abstoßung der Abfallteile
09, die von einem Abfallbehälter aufgenommen werden können. Im Bereich von Freigabepunkt
D wird neben den der Abfallteilen 09 vorzugsweise auch der vordere Rand den Substratbogens
01 vom Greifersystem 17 freigegeben.
[0185] Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
11 oder Fig. 12. veranschaulicht ist, bezieht sich auf die Ganzbogenverarbeitung oder
die Ganzbogeninspektion und wird nachfolgend beschrieben. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
03 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
03 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der
Substratbogen 01 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte
Reststege verbundene Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt
einen Aufzug 05. Der Aufzug 05 weist Durchbrechungen. Die Durchbrechungen sind an
den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen erste und oder zweite Öffnungen 12,
13 ausgebildet sind. Wenn die ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 infolge der
Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt A passiert haben oder genau
im Tangentenpunkt A, wird von den ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln 14,
15 an den ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der nur
die Nutzen 10 oder nur die Abfallteile 09 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile 09
an der Mantelfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert.
Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 03 passieren die Nutzen 10 sowie
die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B. Ein Kontaktieren der Abfallteile 09 oder
der Nutzen mit weiteren Elementen erfolgt im Tangentenpunkt B nicht. Wenn die jeweiligen
Nutzen 10 und die jeweiligen Abfallteile 09 den Übergabepunkt oder Übergabebereich
C zwischen Transportzylinder 03 und Transportband 29 erreichen, werden die ersten
und/oder zweiten Luftversorgungsmittel 14, 15 vorzugsweise deaktiviert. Der Unterdruck
im Bereich der ersten und/oder Öffnungen 12, 13 liegt nicht mehr an und die Nutzen
10 und die Abfallteile 09 werden nicht mehr fixiert und somit freigegeben. Auch der
Fixierung der Vorderkanten der Substratbogen 01 durch das Greifersystem 17 wird am
Übergabepunkt oder Übergabebereich C aufgehoben. Infolge des vorzugsweise am Transportband
29 anliegenden Unterdrucks werden die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 und die Rahmen
der Substratbogen 01 einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen 01, die
noch durch die Reststege miteinander verbunden sind (Ganzbogen), im Übergabepunkt
oder Übergabebereich C vom Transportzylinder 03 abgehoben, an der Unterseite des Transportbandes
29 fixiert und von an diesem hängend abtransportiert. Die Übergabe der Nutzen 10 und
der Abfallteile 09 und der Rahmen der Substratbogen 01 einschließlich der vorderen
Ränder der Substratbogen 01 als Ganzbogen vom Transportzylinder 03 an das Transportband
29 kann durch Anlegen eines Überdruckes an den ersten und/oder zweiten Öffnungen 12,
13 unterstützt werden. Die Versorgung der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13
wird vorzugsweise von Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise umgeschaltet, wenn die
ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 den Übergabepunkt oder Übergabebereich C
erreichen.
[0186] Der Abtransport der Ganzbogen kann vorzugsweise mit dem weiteren Transportband 30
realisiert werden. Dazu fördert das Transportband 29 die Ganzbogen bis zum weiteren
Transportband 30 und übergebt die Ganzbogen an das weitere Transportband 30. Zur Übergabe
wird vorzugsweise der am Transportband 29 anliegende Unterdruck deaktiviert, so dass
die Ganzbogen unter der Wirkung der Schwerkraft oder durch zusätzliche Saugwirkung
am weiteren Transportband 30 auf diesem fixiert und von diesem abtransportiert werden.
[0187] Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit Ausbrechzylinder 04 ist dem Ausbrechzylinder
ein umlaufendes Transportband 29 zugeordnet, wie insbesondere aus Fig. 13 ersichtlich
ist. Das Transportband 29 ist vorzugsweise oberhalb des Transportzylinders 03 angeordnet.
Das Transportband 29 ist dem Ausbrechzylinder 04 vorzugsweise unter Bildung eines
Übergabepunktes 38 oder Übergabebereiches zugeordnet. Weiter bevorzugt ist das Transportband
29 den Ausbrechzylinder 04 unter Bildung eines Umschlingungswinkels teilumfänglich
umschlingend angeordnet. Besonders bevorzugt ist der Übergabepunkt 38 oder der Übergabebereich
in der 08 Uhr Position des Ausbrechzylinders 04 ausgebildet und der Ausbrechzylinder
04 dem Transportzylinder 03 in der 12 Uhr Position des Transportzylinders 03 zugeordnet.
Das Transportband 29 wird in seiner Erstreckung durch die Anordnung von Umlenkrollen
bestimmt. Vorzugsweise weist das Transportband 29 einen ersten Transportbereich 39
auf, der sich zumindest annähernd tangential zum Ausbrechzylinder 04 erstreckt. Weiter
bevorzugt ist der erste Transportbereich 39 in einem Winkel zwischen 30 und 60 Grad
gegenüber der Waagerechten geneigt. Das Transportband 29 weist vorzugsweise einen
zweiten Transportbereich 40 auf, der zumindest annähernd waagerecht, insbesondere
genau waagerecht verläuft. Insbesondere ist das Transportband 29 ein Saugband und
der erste Transportbereich 39 ein Bereich, in dem Saugluft am Transportband 29 anliegt.
Das Transportband 29 hat insbesondere die Funktion bearbeitete Substratbogen 01, Abfallteile
09 oder Nutzen 10 im Übergabepunkt 38 oder Übergabebereiches zwischen dem Transportband
29 dem Ausbrechzylinder 04 vom Ausbrechzylinder 04 zu übernehmen und weiter zu transportieren.
An das Transportband 29 kann sich ein anderes Transportsystem zum Beispiel in Form
eines weiteren Transportbandes 30 anschließen. Vorzugsweise ist zwischen dem Transportband
29 und dem weiteren Transportband 30 ein Überlappungsbereich ausgebildet ist, in dem
Funktion bearbeitete Substratbogen 01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09 vom Transportband
29 an das weitere Transportband 30 übergebbar sind. Es versteht sich von selbst, dass
statt des weiteren Transportbandes 30 auch ein anderes geeignetes Transportsystem
ausgebildet sein kann, dass bearbeitete Substratbogen 01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile
09 vom Transportband 29 übernimmt. Neben dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder
03 auch ein weiteres Transportsystem 76 direkt, d. h. unter Bildung eines Übergabebereichs
oder Übergabepunktes zwischen dem Transportzylinder 03 und dem weiteren Transportsystem
76 für bearbeitete Substratbogen 01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09, zugeordnet
sein. Dieses weitere Transportsystem 76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder
oder Bogenführungstrommel oder Kettenfördersystem mit Greiferbrücken oder Transportband
ausgebildet. Der Ausbrechzylinder 05 weist vorzugsweise dritte Öffnungen 32 und dritte
Luftversorgungsmittel zur Versorgung der dritten Öffnungen 32 mit Luft auf. Die dritten
Luftversorgungsmittel sind vorzugsweise zwischen einer Saugluftversorgung und einer
Blasluftversorgung umschaltbar. Insbesondere sind die dritten Luftversorgungsmittel
zur Umschaltung zwischen Saugluftversorgung und Blasluftversorgung in Abhängigkeit
der Winkellage der jeweils versorgten dritten Öffnungen 32 ausgebildet sind. Weiter
bevorzugt sind die dritten Luftversorgungsmittel zur Umschaltung die Luftversorgung
der dritten Öffnungen 32 von Saugluftversorgung auf Blasluftversorgung ausgebildet,
wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 durch Rotation des Ausbrechzylinders 04 um
seine Drehachse einen dritten Freigabepunkt erreichen, insbesondere den Übergabepunkt
oder Übergabebereich zwischen Ausbrechzylinder 04 und Transportband 29. Die dritten
Öffnungen 32 können nutförmig oder lochförmig ausgebildet sein. Die dritten Luftversorgungsmittel
umfassen vorzugsweise einen Drehschieber oder eine Dreheinführung, wobei der mindestens
eine Drehschieber oder die mindestens eine Dreheinführung an der Stirnseite des Ausbrechzylinders
04 ausgebildet sein kann. Wie auch der Transportzylinder 03 weist der Ausbrechzylinder
04 vorzugsweise Mittel zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 05 auf. Die Mittel
zum Fixieren sind vorzugsweise als Klemmgreifer ausgebildet. Mit ihnen ist ein jeweiliger
Aufzug 05 an der Hinterkante und an der Vorderkante fixierbar. Die Mittel zum Fixieren
der Vorderkante des Aufzugs 05 sind vorzugsweise durch das Klemmelement Vorderkante
22 und das korrelativ mit diesem unter Bildung eines Klemmspaltes zusammenwirkende
weitere Klemmelement 24 gebildet. Das Klemmelement Vorderkante 22 ist am Grundkörper
des Ausbrechzylinders 04 gelagert. Das weitere Klemmelement 24 kann insbesondere als
Blattfederpaket gebildet sein. Benachbart zum weiteren Klemmelement 24 ist ein vorzugsweise
als pneumatischer Muskel ausgebildetes Stellelement 25 angeordnet. Das Stellelement
ist vorzugsweise mit einer Luftzuführung verbunden, mit der am Stelleelement 25 ein
Überdruck angelegt werden kann. Die Hinterkante des Aufzugs 05 ist zwischen einem
Klemmelement Hinterkante 47 und einem weiteren Klemmelement Hinterkante 48 fixierbar,
die gemeinsam einen weiteren Klemmspalt bilden. Die für das Schließen des Klemmgreifers
Hinterkante benötigte Kraft wird von einer verdrehbaren Spannwelle 50 aufgebracht,
die über einen Kniehebel 51 auf das Klemmelement Hinterkante 47 einwirkt.
[0188] Weitere bevorzugte Details des Ausbrechzylinders 04 sind in Fig. 10 und der zugehörigen
Beschreibung dargestellt, auf die im Zusammenhang mit dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
verwiesen wird. Auf dem Ausbrechzylinder 04 ist vorzugsweise ein Aufzug 05 mit Durchbrechungen
fixiert. Die Durchbrechungen im Aufzug 05 des Ausbrechzylinders 04 korrespondieren
mit den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 04. Die Durchbrechungen sind vorzugsweise
im Bereich des Aufzugs 05 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben ist und im Abrollkontakt
mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders
04 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen
10 gegenüberstehen, wird an ihnen ein Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks
wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche des Transportzylinders 03 abhebende Kraftwirkung
entfaltet.
[0189] Eine bevorzugte Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die
Fig. 13 veranschaulicht ist, kann wie folgt beschrieben werden. Der Bogentransportzylinder
übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
03 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt
das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01
frei, während das Greifersystem, insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders
03 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der
Substratbogen 01 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte
Reststege verbundene Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt
einen Aufzug 05. Der Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an
denen er auf Nutzen 10 einwirkt mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind vorzugsweise
zum einen im Bereich der Nutzen 10 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen
erste Öffnungen 12 ausgebildet sind, wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der
Nutzen 10 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind
vorzugsweise zum anderen auch im Bereich der Abfallteile 09 an den Stellen im Aufzug
05 eingebracht, an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet sind, wobei die ersten Öffnungen
12 im Bereich der Abfallteile 09 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind.
Wenn die ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt
A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln
14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 03 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen
10 sowie die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 03
und Ausbrechzylinder 04 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 05, der auf dem Ausbrechzylinder 04 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 09 und drücken die Abfallteile 09 in die Vertiefungen des auf dem
Transportzylinder 03 fixierten Aufzugs 05. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile
09 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen 10 verbinden, zerrissen. Der auf dem Ausbrechzylinder
04 fixierte Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf, die mit den dritten Öffnungen 32
des Ausbrechzylinders 04 korrespondieren. Die Durchbrechungen sind vorzugsweise im
Bereich des Aufzugs 05 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben ist beziehungsweise
im Abrollkontakt mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn die dritten Öffnungen
32 des Ausbrechzylinders 04 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B
einem jeweiligen Nutzen 10 gegenüberstehen oder unmittelbar davor, wird an ihnen ein
Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche
des Transportzylinders 03 abhebende Kraftwirkung entfaltet. Vorzugsweise wird der
an den ersten Öffnungen 12 des Transportzylinders 03 anliegende Unterdruck dabei deaktiviert,
wenn sich die jeweiligen ersten Öffnungen 12 im Bereich des Tangentenpunkts B befinden.
Dadurch wird sichergestellt, dass der jeweilige Nutzen 10 unter der Wirkung des Unterdrucks
an den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders von der Oberfläche des Transportzylinders
03 abgehoben wird. Der an den zweiten Öffnungen 13 anliegende Unterdruck wird aufrecht
vorzugsweise erhalten, wenn die jeweiligen zweiten Öffnungen 13 den Tangentenpunkt
B passieren. Dadurch werden die Abfallteile 09 an der Oberfläche des Transportzylinders
04 gehalten und am Tangentenpunkt B vorbei transportiert, während die Nutzen 10 im
Tangentenpunkt B vom Transportzylinder 03 an den Ausbrechzylinder 04 übergeben werden.
Der Ausbrechzylinder 04 transportiert die durch Unterdruck fixierten Nutzen 10 infolge
seiner Rotation weiter in Richtung des Transportbandes 29, bis diese den Übergabepunkt
oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder 04 und Transportband 29 erreichen. Im
Übergabepunkt oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder 04 und Transportband 29
wird auf die dem Ausbrechzylinder 04 abgewandte Seite der Nutzen 10 vorzugsweise eine
Saugwirkung durch das vorzugsweise als Saugband ausgebildete Transportband 29 ausgeübt.
Wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 den Übergabepunkt oder Übergabebereich E
erreichen wird zudem der an ihnen anliegende Unterdruck deaktiviert. Vorzugsweise
kann im Anschluss an die Deaktivierung des Unterdrucks an den dritten Öffnungen 32
ein Überdruck aufgebaut werden. Durch die beschriebenen Kraftwirkungen werden die
jeweiligen Nutzen 10 im Übergabepunkt oder Übergabebereich E vom Ausbrechzylinder
04 an das Transportband 29 übergeben. Das Transportband 29 läuft auf Umlenkrollen
von denen mindestens eine angetrieben ist und transportiert die Nutzen 10 vorzugsweise
zu einer nicht dargestellten Stapeleinrichtung oder Ablageeinrichtung. Nach Passieren
des Übergabepunktes oder Übergabebereiches E durch die dritten Öffnungen 32 kann der
an ihnen anliegende Unterdruck deaktiviert werden. Die Deaktivierung endet spätestens,
wenn die dritten Öffnungen 32 wieder in den Tangentenpunkt B einlaufen. Vorzugsweise
am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen
13 im Bereich der Abfallteile 09 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile 09 an
der Mantelfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Alternativ
dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten
Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 auch schon im Tagentenpunkt A oder unmittelbar
danach angelegt werden. Wenn die Abfallteile 09 den Freigabepunkt D erreichen, wird
der an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 anliegende Unterdruck
deaktiviert oder vorzugsweise statt des Unterdrucks ein Überdruck angelegt. Dadurch
erfolgt eine Freigabe der Abfallteile 09 oder eine aktive Abstoßung der Abfallteile
09, die von einem Abfallbehälter aufgenommen werden können. Im Bereich von Freigabepunkt
D wird neben den der Abfallteilen 09 vorzugsweise auch der vordere Rand den Substratbogens
01 vom Greifersystem 17 freigegeben.
[0190] Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
13. veranschaulicht ist, bezieht sich auf die Ganzbogenverarbeitung oder die Ganzbogeninspektion
und wird nachfolgend beschrieben. Der Bogentransportzylinder übergibt einen bearbeiteten
Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder 03 und vorgelagerten
Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt das Bogenhaltesystem
des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01 frei, während das Greifersystem,
insbesondere das Sauggreifersystem 17 des Transportzylinders 03 den bearbeiteten,
insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der Substratbogen 01 umfasst
dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt einen Aufzug 05. Der
Aufzug 05 weist Durchbrechungen. Die Durchbrechungen sind an den Stellen im Aufzug
05 eingebracht, an denen erste und oder zweite Öffnungen 12, 13 ausgebildet sind.
Wenn die ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 infolge der Rotation des Transportzylinders
03 den Tangentenpunkt A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den
ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln 14, 15 an den ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der nur die Nutzen 10 oder nur die Abfallteile
09 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 an der Mantelfläche des Transportzylinders
03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Wenn die jeweiligen Nutzen 10 und die jeweiligen
Abfallteile 09 Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt
B erreichen, werden die ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmittel 14, 15 vorzugsweise
deaktiviert. Der Unterdruck im Bereich der ersten und/oder Öffnungen 12, 13 liegt
nicht mehr an und die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 werden nicht mehr fixiert und
somit freigegeben. Auch der Fixierung der Vorderkanten der Substratbogen 01 durch
das Greifersystem 17 wird am Tangentenpunkt B aufgehoben. Wenn die dritten Öffnungen
32 des Ausbrechzylinders 04 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B
einem jeweiligen Nutzen 10 gegenüberstehen oder unmittelbar davor, wird an ihnen ein
Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche
des Transportzylinders 03 abhebende Kraftwirkung entfaltet. Vorzugsweise wird der
an den ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 des Transportzylinders 03 anliegende
Unterdruck dabei deaktiviert, wenn sich die jeweiligen ersten und/oder zweiten Öffnungen
12, 13 im Bereich des Tangentenpunkts B befinden. Infolge des vorzugsweise an den
dritten Öffnungen 32 anliegenden Unterdrucks werden die Nutzen 10 und die Abfallteile
09 und die Rahmen der Substratbogen 01 einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen
01, die noch durch die Reststege miteinander verbunden sind (Ganzbogen), im Tangentenpunkt
B vom Transportzylinder 03 abgehoben und an den Ausbrechzylinder 04 übergeben. Die
Übergabe der Nutzen 10 und der Abfallteile 09 und der Rahmen der Substratbogen 01
einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen 01 als Ganzbogen vom Transportzylinder
03 an den Ausbrechzylinder 04 kann durch Anlegen eines Überdruckes an den ersten und/oder
zweiten Öffnungen 12, 13 unterstützt werden. Die Versorgung der ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 wird vorzugsweise von Unterdruck auf Überdruck vorzugsweise umgeschaltet,
wenn die ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 den Tangentenpunkt B erreichen.
Der Ausbrechzylinder 04 transportiert die durch Unterdruck fixierten Ganzbogen infolge
seiner Rotation weiter in Richtung des Transportbandes 29, bis diese den Übergabepunkt
oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder 04 und Transportband 29 erreichen. Im
Übergabepunkt oder Übergabebereich E von Ausbrechzylinder 04 und Transportband 29
wird auf die dem Ausbrechzylinder 04 abgewandte Seite der Ganzbogen vorzugsweise eine
Saugwirkung durch das vorzugsweise als Saugband ausgebildete Transportband 29 ausgeübt.
Wenn die jeweiligen dritten Öffnungen 32 den Übergabepunkt oder Übergabebereich E
erreichen wird zudem der an ihnen anliegende Unterdruck deaktiviert. Vorzugsweise
kann im Anschluss an die Deaktivierung des Unterdrucks an den dritten Öffnungen 32
ein Überdruck aufgebaut werden. Durch die beschriebenen Kraftwirkungen werden die
Ganzbogen im Übergabepunkt oder Übergabebereich E vom Ausbrechzylinder 04 an das Transportband
29 übergeben. Das Transportband 29 läuft auf Umlenkrollen von denen mindestens eine
angetrieben ist und transportiert die Ganzbogen vorzugsweise zu einer nicht dargestellten
Stapeleinrichtung oder Ablageeinrichtung. Nach Passieren des Übergabepunktes oder
Übergabebereiches E durch die dritten Öffnungen 32 kann der an ihnen anliegende Unterdruck
deaktiviert werden. Die Deaktivierung endet spätestens, wenn die dritten Öffnungen
32 wieder in den Tangentenpunkt B einlaufen.
[0191] Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform mit oder ohne Ausbrechzylinder 04
ist dem Transportzylinder 03 eine Abschäleinrichtung 31 (auch Abschälvorrichtung genannt)
zugeordnet, wie insbesondere aus Fig. 14 ersichtlich ist. Die Abschäleinrichtung 31
weist vorzugsweise eine Auflagefläche auf, die sich in Richtung einer an den Transportzylinder
03 angelegten virtuellen Tangente erstreckt. Die Auflagefläche kann waagerecht ausgerichtet
sein. Der Abschäleinrichtung 31 ist weiter bevorzugt ein umlaufendes Transportband
29 zugeordnet, das als über Umlenkrollen umlaufendes Saugband ausgebildet sein kann.
Die Abschäleinrichtung 31 ist dem Transportzylinder 03 bevorzugt in dessen 12 Uhr
Position oder in Drehrichtung des Transportzylinders 03 betrachtet, unmittelbar benachbart
zu dessen 12 Uhr Position, zugeordnet. Das Transportband 29 weist vorzugsweise einen
sich waagerecht oder um einen Winkel kleiner 10 Grad gegenüber der Waagerechten geneigten
Transportbereich 37 auf. Die an der Abschäleinrichtung 31 ausgebildete Auflagefläche
und der Transportbereich 37 liegen gemäß einer bevorzugten Ausführung in ein und derselben
virtuellen Ebene. Weiter bevorzugt erstrecken sich die Auflagefläche und der Transportbereich
37 in Richtung einer an den Transportzylinder 03 angelegten virtuellen Tangente.
[0192] Der Transportzylinder 03 und der fakultative Ausbrechzylinder 04 können gemäß derjenigen
Ausführungsformen von Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 ausgebildet sein,
wie sie insbesondere im Zusammenhang mit den Gegenständen gemäß der Fig. 9 bis Fig.
13 bereits beschrieben wurden.
[0193] Die Abschäleinrichtung 31 hat insbesondere die Funktion bearbeitete Substratbogen
01, Abfallteile 09 oder Nutzen 10 die mit Hilfe der Abschäleinrichtung 31 von der
Oberfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise der Oberfläche des diesem zugeordneten
Aufzugs 05 abzuheben und dem Transportband 29 zuzuführen, das diese abtransportiert.
[0194] An das Transportband 29 kann sich ein anderes Transportsystem zum Beispiel in Form
eines weiteren Transportbandes 30 anschließen. Vorzugsweise ist zwischen dem Transportband
29 und dem weiteren Transportband 30 ein Überlappungsbereich ausgebildet, in dem bearbeitete
Substratbogen 01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09 vom Transportband 29 an das
weitere Transportband 30 übergebbar sind.
[0195] Es versteht sich von selbst, dass statt des weiteren Transportbandes 30 auch ein
anderes geeignetes Transportsystem ausgebildet sein kann, das bearbeitete Substratbogen
01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09 vom Transportband 29 übernimmt.
[0196] Statt des weiteren Transportbandes 30 kann auch ein Behälter zur Aufnahme von Abfallteilen
09 unter dem Transportband 29 angeordnet sein.
[0197] Neben dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder 03 auch ein weiteres Transportsystem
76 direkt, d. h. unter Bildung eines Übergabebereichs oder Übergabepunktes zwischen
dem Transportzylinder 03 und dem weiteren Transportsystem 76 für bearbeitete Substratbogen
01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09, zugeordnet sein. Dieses weitere Transportsystem
76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder oder Bogenführungstrommel oder Kettenfördersystem
mit Greiferbrücken oder Transportband ausgebildet.
[0198] Die Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig. 14 veranschaulicht
ist, kann wie folgt beschrieben werden. Die dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung
zum Behandeln von Substraten 01 ist vorzugsweise Bestandteil einer Bogendruckmaschine.
Die Bogendruckmaschine kann ein oder mehrere Druckwerke 06 umfassen. Weiter bevorzugt
sind der in Fig. 14. dargestellten Ausführungsform zwei Bearbeitungszylinder vorgeordnet,
zwischen die das Substrat 01 einführbar ist, wobei das Substrat 01 beim Durchlaufen
durch im Zylinderspalt wirksame Werkzeugteile aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge,
Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge eine Bearbeitung erfährt. Einer
der Bearbeitungszylinder ist in Fig. 14. als Halbkreis dargestellt. Der Bearbeitungszylinder
ist vorzugsweise als Bogentransportzylinder ausgebildet und weist ein Bogenhaltesystem
auf. Der Bogentransportzylinder übergibt einen bearbeiteten Substratbogen 01 im Tangentenpunkt
A zwischen Transportzylinder 03 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder
03. Dabei gibt das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen
01 frei, während das Greifersystem 17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des
Transportzylinders 03 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen
01 übernimmt. Der Substratbogen 01 umfasst dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem
über sogenannte Reststege verbundene Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder
03 trägt einen Aufzug 05. Der Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen,
an denen er auf Nutzen 10 einwirkt mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind
zum einen im Bereich der Nutzen 10 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen
erste Öffnungen 12 ausgebildet sind, wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der
Nutzen 10 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind
zum anderen auch im Bereich der Abfallteile 09 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht,
an denen zweite Öffnungen 13 ausgebildet sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich
der Abfallteile 09 vom Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Wenn die
ersten Öffnungen 12 infolge der Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt
A passiert haben oder genau im Tangentenpunkt A, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln
14 an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 03 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen
10 sowie die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 03
und Ausbrechzylinder 04 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 05, der auf dem Ausbrechzylinder 04 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 09 und drücken die Abfallteile 09 in die Vertiefungen des auf dem
Transportzylinder 03 fixierten Aufzugs 05. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile
09 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen (Nutzen) 10 verbinden, zerrissen. Vorzugsweise
am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten Öffnungen
13 im Bereich der Abfallteile 09 ein Unterdruck angelegt, der die Abfallteile 09 an
der Mantelfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Alternativ
dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel 15 an den zweiten
Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 auch schon im Tagentenpunkt A oder unmittelbar
danach angelegt werden. Infolge der Rotation des Transportzylinders 03 werden die
Nutzen 10 und die Abfallteile 09 am Tagentenpunkt B vorbei transportiert bis sie schließlich
den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder 03 und der Abschäleinrichtung 31
erreichen. Bevor die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder
03 und der Abschäleinrichtung 31 erreichen, werden die ersten Luftversorgungsmittel
14 des Transportzylinders 03 von einer Saugluftversorgung auf eine Blasluftversorgung
umgeschaltet. Der Unterdruck im Bereich der ersten Öffnungen 12 wird abgebaut, so
dass die Nutzen 10 nicht mehr fixiert und in dem Maß in dem sich der Überdruck an
den ersten Öffnungen 12 aufbaut, von der Oberfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise
von dessen Aufzug 05 abgestoßen werden. Damit ragen zumindest die in Rotationsrichtung
des Transportzylinders 03 betrachtet vorderen Kanten der Nutzen 10 in radialer Richtung
des Transportzylinders 03 über die Abschäleinrichtung 31 hinaus. In den zwischen den
vorderen Kanten der Nutzen 10 und der Oberfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise
von dessen Aufzug 05 gebildeten Spalt zielt die Abschäleinrichtung 31. Infolge der
Rotation des Transportzylinders 03 werden die Nutzen 10 auf die Auflagefläche der
Abschäleinrichtung 31 geschoben, bis sie in den Erfassungsbereich des Transportbandes
29 gelangen, das den Abtransport der Nutzen 10 bewirkt. Im Unterschied zu den ersten
Öffnungen 12 wird der an den zweiten Öffnungen 13 anliegenden Unterdruck von den zweiten
Luftversorgungsmitteln 15 aufrechterhalten, wenn die zweiten Öffnungen 13 den Tangentenpunkt
B passieren, bis sie den Freigabepunkt D erreichen. Mit dem Erreichen des Freigabepunktes
D wird der an den zweiten Öffnungen 13 anliegende Unterdruck deaktiviert. In einer
bevorzugten Ausführungsform kann an den zweiten Öffnungen 13 zusätzlich ein Überdruck
angelegt werden, wenn die zweiten Öffnungen 13 in den Bereich des Freigabepunktes
D gelangen. Mit den genannten Verfahrensschritten wird nicht nur die Fixierung der
Abfallteile 09 mit dem Erreichen des Freigabepunktes D beendet sondern vorzugsweise
das Abheben der Abfallteile 09 zusätzlich zur Kraftwirkung der Schwerkraft mit pneumatischen
Mitteln unterstützt. Im Bereich des Freigabepunktes D wird neben den Abfallteilen
09 vorzugsweise auch der vordere Rand der Substratbogen 01 vom Greifersystem 17 freigegeben.
[0199] Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig.
14 veranschaulicht ist, bezieht sich auf die Ganzbogenverarbeitung oder die Ganzbogeninspektion
und wird nachfolgend beschrieben. Der Bogentransportzylinder übergibt einen bearbeiteten
Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder 03 und vorgelagerten
Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt das Bogenhaltesystem
des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01 frei, während das Greifersystem
17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des Transportzylinders 03 den bearbeiteten,
insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der Substratbogen 01 umfasst
dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt einen Aufzug 05. Der
Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf. Die Durchbrechungen sind an den Stellen im Aufzug
05 eingebracht, an denen erste und oder zweite Öffnungen 12, 13 ausgebildet sind.
Wenn die ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 infolge der Rotation des Transportzylinders
03 den Tangentenpunkt A passiert haben oder sich genau im Tangentenpunkt A befinden,
wird von den ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln 14, 15 an den ersten und/oder
zweiten Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der nur die Nutzen 10 oder nur die
Abfallteile 09 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 an der Mantelfläche des Transportzylinders
03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders
03 passieren die Nutzen 10 sowie die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B. Ein Kontaktieren
der Abfallteile 09 oder der Nutzen 10 mit weiteren Elementen erfolgt im Tangentenpunkt
B nicht. Der Ausbrechzylinder 04 ist vom Transportzylinder 03 abgestellt. Wenn die
jeweiligen Nutzen 10 und die jeweiligen Abfallteile 09 den Übergabepunkt F zwischen
Transportzylinder 03 und Abschäleinrichtung 31 erreichen, werden die ersten und/oder
zweiten Luftversorgungsmittel 14, 15 deaktiviert oder vorzugsweise auf Blasluftversorgung
umgestellt. Der Unterdruck im Bereich der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13
liegt nicht mehr an und die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 und die Rahmen der Substratbogen
01 einschließlich der vorderen Ränder der Substratbogen 01, die noch durch die Reststege
miteinander verbunden sind (Ganzbogen), werden nicht mehr fixiert und somit im Übergabepunkt
F freigegeben und vorzugsweise gezielt von der Oberfläche des Transportzylinders 03
beziehungsweise vom Aufzug 05 abgehoben. Auch der Fixierung der Vorderkanten der Substratbogen
01 durch das Greifersystem 17 wird am Übergabepunkt oder Übergabebereich C aufgehoben.
Infolge der Rotation des Transportzylinders 03 werden die Ganzbogen anschließend über
die Auflagefläche der Abschäleinrichtung 31 geschoben, bis sie in den Wirkbereich
des Transportbandes 29 gelangen, von dem sie abtransportiert werden.
[0200] Die Betriebsweise einer Ausführungsform wie sie vorzugsweise durch die Fig. 15 veranschaulicht
ist, kann wie folgt beschrieben werden. Der Bogentransportzylinder übergibt einen
bearbeiteten Substratbogen 01 im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder 03 und
vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03. Dabei gibt das Bogenhaltesystem
des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen 01 frei, während das Greifersystem
17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des Transportzylinders 03 den bearbeiteten,
insbesondere angeschnittenen Substratbogen 01 übernimmt. Der Substratbogen 01 umfasst
dabei vorzugsweise einen Rand und mit diesem über sogenannte Reststege verbundene
Abfallteile 09 sowie Nutzen 10. Der Transportzylinder 03 trägt einen Aufzug 05. Der
Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf und ist an den Stellen, an denen er auf Nutzen
10 einwirkt mit Vertiefungen versehen. Durchbrechungen sind zum einen im Bereich der
Nutzen 10 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen erste Öffnungen 12 ausgebildet
sind, wobei die zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Nutzen 10 vom Aufzug 05 abgedeckt,
das heißt verschlossen sind. Durchbrechungen sind zum anderen auch im Bereich der
Abfallteile 09 an den Stellen im Aufzug 05 eingebracht, an denen zweite Öffnungen
13 ausgebildet sind, wobei die ersten Öffnungen 12 im Bereich der Abfallteile 09 vom
Aufzug 05 abgedeckt, das heißt verschlossen sind. Wenn die ersten Öffnungen 12 infolge
der Rotation des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt A passiert haben oder sich
genau im Tangentenpunkt A befinden, wird von den ersten Luftversorgungsmitteln 14
an den ersten Öffnungen 12 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 an der Mantelfläche
des Transportzylinders 03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren
Rotation des Transportzylinders 03 erreichen die durch den Unterdruck fixierten Nutzen
10 sowie die Abfallteile 09 den Tangentenpunkt B, der zwischen Transportzylinder 03
und Ausbrechzylinder 04 gebildet ist. Im Tangentenpunkt B kontaktieren die erhabenen
Bereiche des Aufzugs 05, der auf dem Ausbrechzylinder 04 angeordnet ist, die Oberflächen
der Abfallteile 09 und drücken die Abfallteile 09 in die Vertiefungen des auf dem
Transportzylinder 03 fixierten Aufzugs 05. Dabei werden die Reststege, die die Abfallteile
09 mit dem Rahmen oder mit Gutteilen 10 verbinden, zerrissen. Der auf dem Ausbrechzylinder
04 fixierte Aufzug 05 weist Durchbrechungen auf, die mit den dritten Öffnungen 32
des Ausbrechzylinders 04 korrespondieren. Die Durchbrechungen sind im Bereich des
Aufzugs 05 ausgebildet, in dem dieser nicht erhaben ist beziehungsweise im Abrollkontakt
mit den Nutzen 10 in Wechselwirkung tritt. Wenn die dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders
04 den Tangentenpunkt B erreichen und im Tangentenpunkt B einem jeweiligen Nutzen
10 gegenüberstehen, wird an ihnen ein Unterdruck angelegt. Infolge dieses Unterdrucks
wird eine die Nutzen 10 von der Oberfläche des Transportzylinders 03 abhebende Kraftwirkung
entfaltet. Der Unterdruck an den dritten Öffnungen 32 des Ausbrechzylinders 04 wird
deaktiviert, sobald diese den Bereich des Tangentenpunktes B wieder verlassen haben
oder wenige Winkelgrade, insbesondere 10 Grad, danach. Vorzugsweise wird der an den
ersten Öffnungen 12 anliegende Unterdruck deaktiviert, wenn sich die jeweiligen ersten
Öffnungen 12 im Bereich des Tangentenpunkts B befinden. Dadurch wird sichergestellt,
dass der jeweilige Nutzen 10 unter der Wirkung des Unterdrucks an den dritten Öffnungen
32 des Ausbrechzylinders 04 kurz, das heißt für wenigen Winkelgrade, insbesondere
10 Grad der Drehbewegung des Transportzylinders 03 von der Oberfläche des Transportzylinders
03 abgehoben wird. Durch diese Maßnahme wird die Trennung von Nutzen 10 und Abfallteilen
09 zusätzlich unterstützt, da diese zumindest kurzzeitig aktiv in unterschiedliche
Richtungen bewegt werden. Vorzugsweise am Tagentenpunkt B wird über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 ein Unterdruck angelegt,
der die Abfallteile 09 an der Mantelfläche des Transportzylinders 03 beziehungsweise
am Aufzug 05 fixiert. Alternativ dazu kann der Unterdruck über die zweiten Luftversorgungsmittel
15 an den zweiten Öffnungen 13 im Bereich der Abfallteile 09 auch schon im Tagentenpunkt
A oder unmittelbar danach angelegt werden. Infolge der Rotation des Transportzylinders
03 werden die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 am Tagentenpunkt B vorbei transportiert
bis sie schließlich den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder 03 und der
Abschäleinrichtung 31 erreichen. Bevor die jeweiligen Nutzen 10 den Übergabepunkt
F zwischen dem Transportzylinder 03 und der Abschäleinrichtung 31 erreichen, werden
die ersten Luftversorgungsmittel 14 des Transportzylinders 03 von einer Saugluftversorgung
auf eine Blasluftversorgung umgeschaltet. Der Unterdruck im Bereich der ersten Öffnungen
12 wird abgebaut, so dass die Nutzen 10 nicht mehr fixiert und in dem Maß in dem sich
der Überdruck an den ersten Öffnungen 12 aufbaut, von der Oberfläche des Transportzylinders
03 beziehungsweise von dessen Aufzug 05 abgestoßen werden. Damit ragen zumindest die
in Rotationsrichtung des Transportzylinders 03 betrachtet vorderen Kanten der Nutzen
10 in radialer Richtung des Transportzylinders 03 über die Abschäleinrichtung 31 hinaus.
In den zwischen den vorderen Kanten der Nutzen 10 und der Oberfläche des Transportzylinders
03 beziehungsweise von dessen Aufzug 05 gebildeten Spalt, zielt die Abschäleinrichtung
31. Infolge der Rotation des Transportzylinders 03 werden die Nutzen 10 auf die Auflagefläche
der Abschäleinrichtung 31 geschoben, bis sie in den Erfassungsbereich des Transportbandes
29 gelangen, das den Abtransport der Nutzen 10 bewirkt. Im Unterschied zu den ersten
Öffnungen 12 wird der an den zweiten Öffnungen 13 anliegenden Unterdruck von den zweiten
Luftversorgungsmitteln 15 aufrechterhalten, wenn die zweiten Öffnungen 13 den Tangentenpunkt
B passieren, bis sie den Freigabepunkt D erreichen. Mit dem Erreichen des Freigabepunktes
D wird der an den zweiten Öffnungen 13 anliegende Unterdruck deaktiviert. In einer
bevorzugten Ausführungsform kann an den zweiten Öffnungen 13 zusätzlich ein Überdruck
angelegt werden, wenn die zweiten Öffnungen 13 in den Bereich des Freigabepunktes
D gelangen. Mit den genannten Verfahrensschritten wird nicht nur die Fixierung der
Abfallteile 09 mit dem Erreichen des Freigabepunktes D beendet sondern vorzugsweise
das Abheben der Abfallteile 09 zusätzlich zur Kraftwirkung der Schwerkraft mit pneumatischen
Mitteln unterstützt. Im Bereich des Freigabepunktes D wird neben den Abfallteilen
09 vorzugsweise auch der vordere Rand der Substratbogen 01 vom Greifersystem 17 freigegeben.
[0201] Statt dem Transportband 29 kann dem Transportzylinder 03 auch ein weiteres Transportsystem
76 direkt, d. h. unter Bildung eines Übergabebereichs oder Übergabepunktes zwischen
dem Transportzylinder 03 und dem weiteren Transportsystem 76 für bearbeitete Substratbogen
01 oder Nutzen 10 und/oder Abfallteile 09, zugeordnet sein. Dieses weitere Transportsystem
76 ist vorzugsweise als Bogenführungszylinder oder Bogenführungstrommel oder Bogenführungssystem,
insbesondere Kettenfördersystem mit Greiferbrücken, oder Transportband ausgebildet.
Eine Ausführungsform mit einem Kettenfördersystem mit Greiferbrücken als Bestandteil
der Auslage 99 einer Bogendruckmaschine ist in Fig. 17 dargestellt.
[0202] Das Kettenfördersystem enthält über Antriebs- und Umlenkmittel bewegte Zugmittel,
die Greifeinrichtungen, insbesondere Greiferbrücken, zur Substratförderung antreiben.
Die Greifeinrichtungen weisen Fixierorgane zur Übernahme und Fixierung der bogenförmigen
Substrate 01 auf. Als Fixierorgane können insbesondere Klemm- und/oder Sauggreifer
zum Greifen der Substratkanten eingesetzt werden. In nicht dargestellten Weiterbildungen
sind zusätzliche Greifeinrichtungen für die Substrathinterkanten vorgesehen. Das hier
als Kettenfördersystem ausgebildete Bogenfördersystem enthält über Kettenräder gelegte
und von diesen angetriebene, in seitlich angeordneten nicht dargestellten Führungsschienen
geführte Ketten, an denen Greiferbrücken zum Transport der Substrate 01 angeordnet
sind. Von den Greiferbrücken werden die Substrate 01 in Transportrichtung zu dem auf
beispielsweise einer Palette oder einer anders gearteten Transportunterlage gelagerten
Auslagestapel gefördert. Die Greiferbrücken enthalten vorzugsweise Vorderkantenklemmgreifer,
die mit Greiferbrücken zusammenwirkende Greiferfinger aufweisen, welche beabstandet
zueinander auf einer Greiferwelle angeordnet und von dieser steuerbar sind.
[0203] Für einen sicheren Transport der von den Greiferbrücken gehaltenen Substrate 01 ist
in der Auslage 99 eine Substratleitvorrichtung und zum Beispiel ein Trockner vorgesehen.
Die Substratleiteinrichtung weist den Greiferbrücken zugewandte Substratleitbleche
auf, die mit Blasluftdüsen versehen sind und sich über die Maschinenbreite erstrecken.
Unter dem Substratleitblech sind Blaskästen angeordnet, über welche die Blasluftdüsen
mit Blasluft versorgt werden, sodass zwischen dem Substratleitblech und den von den
Greiferbrücken transportierten Substrate 01 ein Tragluftpolster ausgebildet wird.
Um eine Erwärmung des Substratleitblechs im Bereich des Trockners regeln zu können,
kann ein Kühlmittelkreislauf integriert sein. Um das Zusammenkleben der Substrate
01 auf dem Auslagestapel zu vermeiden, ist im Bereich der Auslage 99 vorzugsweise
eine nicht weiter bezeichnete Trennmittelauftrageinrichtung, insbesondere eine Pudereinrichtung,
bevorzugt kombiniert mit einer Einrichtung zum Absaugen des Puders, vorgesehen.
[0204] Vor dem Auslagestapel ist eine nicht weiter bezeichnete Bremseinrichtung zur Verzögerung
der von den Greiferbrücken freigegebenen Substrate 01 angeordnet. Die Bremseinrichtung
kann rotierende Saugringe und/oder umlaufende Saugbänder enthalten oder als Nachgreifersystem
ausgebildet sein. Die von der Bremseinrichtung verzögerten Substrate 01 legen sich
an Vorderanschlägen an und werden so ausgerichtet auf dem Auslagestapel abgelegt.
Der Auslagestapel wird vorzugsweise von einem Stapelhubantrieb um die jeweils abgelegte
Substratstärke abgesenkt, so dass die Stapeloberfläche ein stets annähernd konstantes
Niveau einnimmt.
[0205] Eine weitere Betriebsweise einer Ausführungsform, wie sie vorzugsweise durch die
Fig. 17 veranschaulicht ist, wird nachfolgend beschrieben. Die zu bearbeitenden Substrate
01 liegen als Substratbogenstapel im Anleger 07 und werden von diesem Substratbogenstapel
vereinzelt und nacheinander entweder einem oder mehreren Druckwerken 06 zugeführt
und in diesen bedruckt oder wenn keine Druckwerke 06 vorgesehen sind, direkt dem Bearbeitungswerk
46 zugeführt. Im Bearbeitungswerk 46 erfolgt die Bearbeitung der Substratbogen 01.
Dazu werden die Substratbogen 01 nacheinander in einen zwischen zwei Bearbeitungszylindern
gebildeten Zylinderspalt eingeführt und derart gestanzt, dass aus jedem Substratbogen
01 ein Stanzbogen (bearbeiteter Substratbogen 01) entsteht, der aus mindestens einem
Nutzen 10 sowie mindestens einem Abfallteil 09 und einem diese umschließenden Rahmen
gebildet ist, wobei Nutzen 10, Abfallteil 09 und Rahmen über nicht vollständig durchtrennte
Materialverbindungen aneinander haften. Die Bearbeitungszylinder können als werkzeugtragende
Stanzzylinder ausgebildet oder durch Druckzylinder 41 und Gummituchzylinder 43 einer
Bogendruckmaschine verkörpert sein. Die nunmehr bearbeiteten Substratbogen 01 werden
vorzugsweise von einem Bogentransportzylinder im Tangentenpunkt A zwischen Transportzylinder
03 und vorgelagerten Bogentransportzylinder an den Transportzylinder 03 übergeben.
Dabei gibt das Bogenhaltesystem des Bogentransportzylinders den bearbeiteten Substratbogen
01 frei, während das Greifersystem 17, insbesondere das Sauggreifersystem 17, des
Transportzylinders 03 den bearbeiteten, insbesondere angeschnittenen Substratbogen
01 übernimmt. Der Transportzylinder 03 trägt vorzugsweise einen Aufzug 05. Der Aufzug
05 weist Durchbrechungen auf. Die Durchbrechungen sind an den Stellen im Aufzug 05
eingebracht, an denen Öffnungen 12, 13, insbesondere erste und oder zweite Öffnungen
12, 13, ausgebildet sind. Vorzugsweise wenn die Öffnungen 12, 13 infolge der Rotation
des Transportzylinders 03 den Tangentenpunkt A passiert haben oder sich genau im Tangentenpunkt
A befinden, wird von den ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmitteln 14, 15 an
den Öffnungen 12, 13 ein Unterdruck angelegt, der die Nutzen 10 oder nur die Abfallteile
09 oder die Nutzen 10 und die Abfallteile 09 an der Mantelfläche des Transportzylinders
03 beziehungsweise am Aufzug 05 fixiert. Infolge der weiteren Rotation des Transportzylinders
03 erreichen die vorzugsweise durch den Unterdruck fixierten Abfallteile 09 den Tangentenpunkt
B, der zwischen Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 gebildet ist. Im Tangentenpunkt
B kontaktieren die erhabenen Bereiche des Aufzugs 05, der auf dem Ausbrechzylinder
04 angeordnet ist, die Oberflächen der Abfallteile 09 und drücken die Abfallteile
09 in die Vertiefungen des auf dem Transportzylinder 03 fixierten Aufzugs 05. Dabei
werden die nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen, die die Abfallteile
09 mit dem Rahmen oder mit Nutzen 10 verbinden, getrennt, das heißt zerrissen. Es
versteht sich von selbst, dass die erhabenen Bereiche des Aufzugs 05 alternativ auch
als vertiefte Bereiche ausgebildet sein können. In diesem Fall sind die korrespondierenden
Bereiche des Ausbrechzylinders 04 vorzugsweise erhaben. Entscheiden ist, dass die
erhabenen beziehungsweise vertieften Bereiche auf Transportzylinder 03 und einem diesen
zugeordneten Ausbrechzylinder 04 derart ausgebildet sind, dass die nicht vollständig
durchtrennten Materialverbindungen getrennt, das heißt zerrissen werden.
[0206] Infolge der Rotation des Transportzylinders 03 werden die Nutzen 10 und die Abfallteile
09 am Tagentenpunkt B vorbei transportiert bis sie schließlich den Übergabepunkt F
zwischen dem Transportzylinder 03 und dem weiteren Transportsystem 76 erreichen. Im
Übergabepunkt F werden die Rahmen mit den ausschließlich über nicht vollständig durchtrennten
Materialverbindungen an ihnen haftenden Nutzen 10 einem Stapelbilder, insbesondere
einer Auslage 99, weiter bevorzugt einer jeweiligen Greiferbrücke der Auslage 99 übergeben,
von dieser vorzugsweise bis zu einem Stapelträger transportiert und aufgestapelt werden.
[0207] Wenn die Abfallteile 09 den Übergabepunkt F zwischen dem Transportzylinder 03 und
dem weiteren Transportsystem 76 erreichen, halten die ersten und/oder zweiten Luftversorgungsmittel
14, 15 des Transportzylinders 03 die Saugluftversorgung der ersten und/oder zweiten
Öffnungen 12, 13 aufrecht. Erst wenn die Abfallteile 09 den Freigabepunkt D erreichen,
wird die Saugluftversorgung der ersten und/oder zweiten Öffnungen 12, 13 aufgehoben
oder vorzugsweise auf Blasluftversorgung umgeschaltet, so dass die Abfallteile 09
freigeben oder bevorzugt aktiv abgestoßen werden.
[0208] Im Zusammenhang mit den Trennprozessen zwischen Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder
04 erweist es sich bei bevorzugten Ausführungen als vorteilhaft, nur ausgewählte nicht
vollständig durchtrennte Materialverbindungen aufzuheben und andere gezielt aufrecht
zu erhalten, um die für den weiteren Transport des Rahmens und der mit ihm verbundenen
Nutzen 10 erforderliche Stabilität aufrecht zu erhalten. Demnach ist bevorzugt vorgesehen,
zwischen Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 die nicht vollständig durchtrennten
Materialverbindungen zwischen dem in Transportrichtung des Rahmens hinteren Rahmenteil
und den Nutzen 10 aufzuheben und die nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen
zwischen dem in Transportrichtung des Rahmens vorderen Rahmenteil und den Nutzen 10
aufrechtzuhalten. Des Weiteren können auch die nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen
zwischen dem in Transportrichtung des Rahmens seitlichen Rahmenteilen und den Nutzen
10 aufgehoben werden.
[0209] Weiter bevorzugt werden zwischen Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 die
nicht vollständig durchtrennten Materialverbindungen zwischen mehreren Nutzen 10 aufrechterhalten.
[0210] Das vorstehend beschriebene Verfahren kann insbesondere unter Verwendung einer der
beschriebenen Ausführungsformen der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01, insbesondere
unter Verwendung der in Fig. 17 dargestellten und in Bezug auf Fig. 17 beschriebenen
Vorrichtung durchgeführt werden.
[0211] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist insbesondere in Fig. 16 dargestellt und
soll nachfolgend weiter beschrieben werden. Die Ausführungsform umfasst einen Transportzylinder
03, der in seinem grundsätzlichen Aufbau dem in der Fig. 2 dargestellten Transportzylinder
03 entsprechen kann, so dass hiermit insbesondere auf die Fig. 2 und die zugehörigen
Beschreibungsteile sowie ergänzend auf die Fig. 3 bis Fig. 8 einschließlich zugehöriger
Beschreibungsteile bezuggenommen wird. Dem Transportzylinder 03 kann ein Ausbrechzylinder
04 zugeordnet sein, der in seinem grundsätzlichen Aufbau dem in der Fig. 10 dargestellten
Ausbrechzylinder 04 entsprechen kann, so dass hiermit auf die Fig. 10 und die zugehörigen
Beschreibungsteile bezuggenommen wird.
[0212] Der Transportzylinder 03 und/oder der Ausbrechzylinder 04 weisen vorzugsweise Mittel
zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 05 auf.
[0213] Im Fall einer bevorzugten Ausführungsform mit einem Transportzylinder 03 ohne zugeordneten
Ausbrechzylinder 04, sind die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 05 dem
Transportzylinder 03 zugeordnet. Im Fall einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
mit einem Transportzylinder 03 mit zugeordnetem Ausbrechzylinder 04, sind die Mittel
zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 05 dem Transportzylinder 03 oder dem Ausbrechzylinder
04 oder sowohl dem Transportzylinder 03 als auch dem Ausbrechzylinder 04 zugeordnet.
[0214] Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 05 umfassen, wenn sie dem Transportzylinder
03 zugeordnet sind, ein an den Transportzylinder 03 wahlweise an- und abstellbares,
insbesondere an- und abschwenkbares, Andrückmittel 60 und wenn sie dem Ausbrechzylinder
04 zugeordnet sind, ein an den Ausbrechzylinder 04 wahlweise an- und abstellbares,
insbesondere an- und abschwenkbares, Andrückmittel 61. Das Andrückmittel 60, 61 ist
vorzugsweise als Rolle oder Walze ausgebildet. Die Rolle oder Walze kann eine elastische
Oberfläche, insbesondere eine Gummioberfläche aufweisen. Die Rolle oder Walze ist
drehbar gelagert und kann sich über die gesamte Breite des jeweiligen Zylinders (Transportzylinder
03 bzw. Ausbrechzylinder 4) erstrecken oder nur über einen Teil von dessen Breite.
Ebenso kann die Walze durch mehrere bezüglich ihrer Drehachse miteinander fluchtenden
Rollen gebildet sein. Die Rolle oder Walze ist frei beweglich oder in einer bevorzugten
Ausführungsform motorisch angetrieben. Weiter bevorzugt kann der Rolle oder Walze
auch ein Motor zugeordnet sein, der die Rolle oder Walze antreibt und/oder bremst.
Der Walze kann auch eine geeignete Bremseinrichtung zum Beispiel in Form einer Friktionsbremse
zugeordnet sein.
[0215] Die Rolle oder Walze ist vorzugsweise auf einem verlagerbaren Andrückarm 62, 63 gelagert,
dem ein Antriebsmittel 64, 65 vorzugsweise in Form eines Linearantriebs 64, 65, weiter
bevorzugt in Form eines Pneumatikzylinders 64, 65 oder elektrischen Linearmotors,
zugeordnet ist. Der Andrückarm 62, 63 ist um einen Schwenkpunkt verschwenkbar.
[0216] Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 05 umfassen vorzugsweise eine
Führungsrolle 66, 67 und/oder eine Führungsschiene 68, 69. Weiter bevorzugt ist die
mindestens eine Führungsrolle 66, 67 einem beweglich gelagertem Schutz 70, 71 zugeordnet.
Dem Schutz 70, 71 kann ein dessen Lage erfassender Sensor zugeordnet sein.
[0217] Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 05 können des Weiteren einen Speicher
72, 73 umfassen, der mehrere Aufzüge 05 aufzunehmen vermag. Der Speicher 72, 73 ist
zur Bevorratung mindestens eines Aufzugs 05 ausgebildet, während mindestens ein weiterer
Aufzug 05 auf dem Transportzylinder 03 bzw. dem Ausbrechzylinder 04 angeordnet ist,
gegen den der gespeicherte Aufzug 05 im Wechsel ausgetauscht werden kann. Der Speicher
72, 73 vermag vorzugsweise neben einem zuzuführenden Aufzug 05 auch einen abgeführten
oder abzuführenden Aufzug 05 aufzunehmen. Der Speicher 72, 73 weist vorzugsweise unterschiedliche
Speicherplätze für einen zuzuführenden Aufzug 05 und einen abzuführenden Aufzug 05
auf.
[0218] Die Mittel zum Zuführen des austauschbaren Aufzugs 05 können des Weiteren auch eine
Vorrichtung zum Vorpositionieren insbesondere Positionierstifte aufweisen. Die Vorrichtung
zum Vorpositionieren ist vorzugsweise dem Speicher 72, 73 zugeordnet.
[0219] Zur Anordnung eines Aufzugs 05 auf dem Transportzylinder 03 wird der Transportzylinder
03 zunächst in eine zur Aufnahme des Aufzugs 05 vorgesehene Aufnahmeposition gedreht.
Das Verdrehen des Transportzylinders 03 kann mithilfe eines diesem zugeordneten Einzelantriebes
oder über einen Zahnräderzug erfolgen, der den Transportzylinder 03 mit weiteren Zylindern
antriebstechnisch verbindet und in den ein Hauptantrieb eintreibt. In der Aufnahmeposition
stehen die Mittel zum Fixieren der Vorderkante des austauschbaren Aufzugs 05 zumindest
annähern dem Speicher 72 gegenüber. Der zuzuführende Aufzug 05 steht dabei mit seiner
Unterkante (die der Vorderkannte im auf dem Transportzylinder 03 fixiertem Zustand
entspricht) auf einem als Schiene 72, vorzugsweise Winkelschiene, ausgebildeten Speicher
72. Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind dem Speicher 72 Positioniermittel
zum Beispiel in Form von Positionierstiften zugeordnet die mit Positionierausnehmungen
im Aufzug 05 korrespondieren. Im Fall der Ausbildung von Positionierstiften stehen
die Positionierausnehmungen im Aufzug 05 den Positionierstiften gegenüber und der
Aufzug 05 ist durch die Zuordnung der Positionierausnehmungen zu den Positionierstiften
vorausgerichtet. Zum Zuführen des Aufzugs 05 wird die Unterkante des Aufzugs 05 von
der Schiene 72 freigegeben, indem die Schiene 72 motorisch verschwenkt oder verdreht
oder die Vorderkante des Aufzugs 05 manuell von der Schiene 72 abgehoben wird. Der
seinerseits verschwenkbar gelagerte Schutz 70, der endseitig vorzugsweise eine Führungsrolle
66 trägt, wird manuell oder motorisch verschwenkt, so dass sich eine Zugangsöffnung
ergibt, durch die der Aufzug 05 den Mitteln zum Fixieren des Aufzugs 05 zugeführt
werden kann. Sobald die Vorderkante des Aufzugs 05 die von Schutz 70 und der Führungsrolle
66 freigegebene Zugangsöffnung passiert hat, wird der Schutz 70 manuell oder von einem
Motor in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt, so dass die Führungsrolle 66 den Aufzug
05 kontaktiert und damit der Aufzug 05 auf seinem Weg zu dem zwischen der Klemmbacke
22 und dem Aufschlag 24 gebildeten Klemmspalt geführt wird. Die Zuführung des Aufzugs
05 erfolgt vorzugsweise durch die Wirkung der Schwerkraft oder alternativ motorisch
angetrieben oder manuell. Wenn die Vorderkante des Aufzugs 05 den Klemmspalt erreicht
hat, wird der Hebel 21 verschwenkt und damit die Vorderkante des Aufzugs 05 zwischen
der Klemmbacke 22 und dem Aufschlag 24 fixiert. Anschließend wird der Transportzylinder
03 motorisch gegen den Urzeigersinn verdreht. Wenn sich die Vorderkante des Aufzugs
05 unter die Andrückrolle 60 durch Rotation des Transportzylinders 03 hindurchbewegt
hat, wird der Linearantrieb 64 angesteuert. Der Linearantrieb 64 verschwenkt den Andrückhebel
62, bis sich die Andrückrolle 60 an den Aufzug 05 anlegt und diesen gegen die Mantelfläche
des Transportzylinders 03 drückt. Anschließend wird der Transportzylinder 03 weiter
motorisch gegen den Urzeigersinn verdreht und dabei im Einflussbereich der Andrückrolle
60 der Aufzug 05 auf die Mantelfläche des Transportzylinders 03 gedrückt, bis die
Hinterkante des Aufzugs 05 den zwischen der Klemmbacke 47 und dem Aufschlag 48 gebildeten
Klemmspalt erreicht. Wenn die Hinterkante des Aufzugs 05 in den Klemmspalt eingeführt
ist, wird die Spannwelle 50 verdreht und damit der Klemmspalt geschlossen. Anschließend
erfolgt das Abschwenken der Andrückrolle 60. Soll der Aufzug 05 wieder vom Transportzylinder
03 entfernt werden, bleibt die Andrückrolle 60 vom Transportzylinder 03 abgeschwenkt.
Entweder die Vorderkante oder die Hinterkante des Aufzugs 05 wird vom Transportzylinder
03 freigegeben und der Transportzylinders 03 anschließend rotiert, so dass der Aufzug
05 wieder in Richtung des Speichers 72 gefördert wird. Abschließend wird die bis dahin
noch fixierte Kante des Aufzugs 05 freigegeben.
[0220] Die Anordnung eines Aufzugs 05 auf dem Ausbrechzylinder 04 ist der Anordnung eines
Aufzugs 05 auf dem Transportzylinder 03 vergleichbar, so dass auf diese vorzugsweise
Bezug genommen wird, sofern Unterschiede nicht ausdrücklich beschrieben sind. Zur
Anordnung eines Aufzugs 05 auf dem Ausbrechzylinder 04 wird der Ausbrechzylinder 04
zunächst in eine zur Aufnahme des Aufzugs 05 vorgesehene Aufnahmeposition gedreht.
Das Verdrehen des Ausbrechzylinders 04 kann mithilfe eines diesem zugeordneten Einzelantriebes
oder über einen Zahnräderzug erfolgen, der den Ausbrechzylinder 04 mit weiteren Zylindern
antriebstechnisch verbindet und in den ein Hauptantrieb eintreibt. Vorzugsweise ist
der Ausbrechzylinder 04 von einem Einzelantrieb angetrieben, wohingegen der Antrieb
des Transportzylinders 03 über einen Zahnräderzug erfolgt, der den Transportzylinder
03 mit weiteren Zylindern antriebstechnisch verbindet und in den ein Hauptantrieb
eintreibt.
[0221] In der Aufnahmeposition stehen die Mittel zum Fixieren der Hinterkante des austauschbaren
Aufzugs 05 zumindest annähern dem Speicher 73 gegenüber. Der zuzuführende Aufzug 05
steht dabei mit seiner Unterkante (die der Hinterkante im auf dem Ausbrechzylinder
04 fixiertem Zustand entspricht) auf einem durch Haltestifte umfassenden Speicher
73. Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Haltestifte als Positioniermittel
in Form von Positionierstiften ausgebildet, die mit Positionierausnehmungen im Aufzug
05 korrespondieren. Im Fall der Ausbildung von Positionierstiften stehen die Positionierausnehmungen
im Aufzug 05 den Positionierstiften gegenüber und der Aufzug 05 ist durch die Zuordnung
der Positionierausnehmungen zu den Positionierstiften vorausgerichtet. Zum Zuführen
des Aufzugs 05 wird die Unterkante des Aufzugs 05 von den Haltestiften freigegeben,
indem die Haltestifte eingezogen werden oder die Hinterkante manuell von den Haltestiften
abgehoben wird. Der verschwenkbar gelagerte Schutz 71, der endseitig vorzugsweise
eine Führungsrolle 67 trägt, wird manuell oder motorisch verschwenkt, so dass sich
eine Zugangsöffnung ergibt, durch die der Aufzug 05 den Mitteln zum Fixieren des Aufzugs
05 zugeführt werden kann.
[0222] Sobald die Hinterkante des Aufzugs 05 die von Schutz 71 und der Führungsrolle 67
freigegebene Zugangsöffnung passiert hat, wird der Schutz 71 manuell oder von einem
Motor in seine Ausgangslage zurückgeschwenkt, so dass die Führungsrolle 67 den Aufzug
05 kontaktiert und damit der Aufzug 05 auf seinem Weg zu dem zwischen der Klemmbacke
22 und dem Aufschlag 24 gebildeten Klemmspalt geführt wird. Die Zuführung des Aufzugs
05 erfolgt vorzugsweise durch die Wirkung der Schwerkraft oder alternativ motorisch
angetrieben oder manuell. Wenn die Hinterkante des Aufzugs 05 den Klemmspalt erreicht
hat, wird der pneumatisch Muskel 25 entspannt und damit die Hinterkante des Aufzugs
05 zwischen der Klemmbacke 22 und dem Aufschlag 24 fixiert. Anschließend wird der
Ausbrechzylinder 04 motorisch im Urzeigersinn verdreht. Wenn sich die Hinterkante
des Aufzugs 05 unter die Andrückrolle 61 durch Rotation des Ausbrechzylinders 04 hindurchbewegt
hat, wird der Linearantrieb 65 angesteuert. Der Linearantrieb 65 verschwenkt den Andrückhebel
63, bis sich die Andrückrolle 61 an den Aufzug 05 anlegt und diesen gegen die Mantelfläche
des Ausbrechzylinders 04 drückt. Anschließend wird der Ausbrechzylinder 04 weiter
motorisch im Urzeigersinn verdreht und dabei im Einflussbereich der Andrückrolle 61
der Aufzug 05 auf die Mantelfläche des Ausbrechzylinders 04 gedrückt, bis die Vorderkante
des Aufzugs 05 den zwischen der Klemmbacke 47 und dem Aufschlag 48 gebildeten Klemmspalt
erreicht. Wenn die Vorderkante des Aufzugs 05 in den Klemmspalt eingeführt ist, wird
die Spannwelle 50 verdreht und damit der Klemmspalt geschlossen. Anschließend erfolgt
das Abschwenken der Andrückrolle 61. Soll der Aufzug 05 wieder vom Ausbrechzylinder
04 entfernt werden, bleibt die Andrückrolle 61 vom Ausbrechzylinder 04 abgeschwenkt.
Entweder die Vorderkante oder die Hinterkante des Aufzugs 05 wird vom Ausbrechzylinder
04 freigegeben und der Ausbrechzylinder 04 anschließend rotiert, so dass der Aufzug
05 wieder in Richtung des Speichers 73 gefördert wird. Abschließend wird die bis dahin
noch fixierte Kante des Aufzugs 05 freigegeben.
[0223] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist insbesondere in Fig. 50 dargestellt und
soll nachfolgend weiter beschrieben werden. Die Ausführungsform umfasst ein Fördersystem
mit paarweise umlaufenden Ketten 106, die über ebenfalls paarweise angeordnete vordere
und hintere Kettenräder 107, 108 umlaufen. Das Fördersystem ist vorzugsweise Bestandteil
der Auslage 99 einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere einer Bogenruckmaschine
und ist vorzugweise einem bogenführenden Zylinder 41 der bogenverarbeitenden Maschine
nachgeordnet. Zwischen den paarweise angeordneten Ketten 106 ist mindestens ein Greifersystem
17 z. B in Form einer Greiferbrücke 17 angeordnet. Vorzugsweise sind zwischen den
Ketten 106 eine Vielzahl von Greifersystemen oder Greiferbrücken 17 angeordnet, die
in Transportrichtung 74 betrachtet einen konstanten Abstand zueinander aufweisen,
der vorzugsweise minimal größer ist als das maximal mit der bogenverarbeitenden Maschine,
insbesondere Bogendruckmaschine verarbeitbare Format von bogenförmigen Substrat. Quer
zur Transportrichtung 74 erstrecken sich die Greifersysteme oder Greiferbrücken 17
ebenfalls über das maximal verarbeitbare Bogenformat. Die Greifersysteme oder Greiferbrücken
17 umfassen vorzugsweise auf einer Greiferwelle nebeneinander angeordnete Greiferfinger,
wobei jeder der Greiferfinger mit einem zugeordnetem Greiferaufschlag einen Klemmspalt
bildet, in dem die Vorderkante eines bogenförmigen Substrats fixierbar ist. Jeder
Greiferwelle ist vorzugsweise ein Rollenhebel zugeordnet, der mit einer am Gestell
des Fördersystems fest oder beweglich gelagerten Kurve zusammenwirkt, derart, dass
die Greiferwelle verdreht und damit der Klemmspalt geöffnet wird, wenn der Rollenhebel
mit der Kurve in Wechselwirkung tritt.
[0224] Das Fördersystem ist derart ausgebildet, dass das mindestens eine Greifersystem oder
die Greiferbrücke 17 Substrat 01 von einem bogenführenden Zylinder 41 übernimmt und
entlang eines Förderweges bis zu einem Auslagestapel fördert, über dem das jeweilige
Substrat 01 zu Ablage auf einem Auslagestapel freigegeben wird. Der Förderweg entspricht
dem Weg, den die Vorderkante eines jeweiligen von einer Greiferbrücke fixierten Substratbogens
01 auf ihrem Weg von einem bogenführenden Zylinder 41 bis zu der Stelle, an der die
Vorderkante von dem Greifersystem oder der Greiferbrücke 17 wieder freigegeben wird,
zurücklegt. Im Bereich des Förderweges ist eine Trenneinrichtung 02 angeordnet, mit
der Substrat 01 in mindestens ein Abfallteil 09 und mindestens einen Nutzen 10 trennbar
ist. Die Trenneinrichtung 02 umfasst einen unterhalb des Förderweges angeordneten
Transportzylinder 03 und einen diesem zugeordneten oberhalb des Transportweges angeordneten
Ausbrechzylinder 04. Der Transportzylinder 03 und/oder der Ausbrechzylinder 04 weisen
Mittel zum lösbaren Fixieren eines Aufzugs 05 auf.
[0225] Der Aufbau des Ausbrechzylinders 04 ist Fig. 10 und den auf Fig. 10 bezogenen Beschreibungsteilen
entnehmbar.
[0226] Der Aufbau des Transportzylinder 03 in der Vorrichtung gemäß Fig. 50 ist in den Fig.
2 bis Fig. 8 detailliert und den zugehörigen Beschreibungsteilen dargestellt, mit
dem Unterschied, dass der Transportzylinders 03 gemäß Fig. 50 vorzugsweise nicht das
in den Fig. 2 bis Fig. 8 dargestellte Greifersystem 17 aufweist. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 50 wird dessen Funktion von der Greiferbrücke 17 übernommen.
[0227] Der Transportzylinder 03 weist erste Öffnungen 12 und/oder zweite Öffnungen 13 auf.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind erste Luftversorgungsmittel 14 zur Versorgung
der ersten Öffnungen 12 mit Luft vorgesehen. Nach einer weiteren Ausführungsform sind
erste Luftversorgungsmittel 14 zur Versorgung der ersten Öffnungen 12 und zweite Luftversorgungsmittel
15 zur Versorgung der zweiten Öffnungen 13 vorgesehen. Die ersten Luftversorgungsmittel
14 versorgen die ersten Öffnungen 12 unabhängig von der Versorgung der zweiten Öffnungen
13 durch die zweiten Luftversorgungsmittel 15.
[0228] Weiter bevorzugt sind die ersten und/oder die zweiten Luftversorgungsmittel 14, 15
zwischen einer Saugluftversorgung und einer Blasluftversorgung umschaltbar.
[0229] Nach einer anderen bevorzugten Ausführungsform sind die ersten und/oder die zweiten
Luftversorgungsmittel 14, 15 zur Luftversorgung in Abhängigkeit der Winkellage der
jeweils versorgten Öffnungen 12, 13 ausgebildet. Der Ausbrechzylinder 04 kann dritte
Öffnungen 32 aufweisen, die durch dritte Luftversorgungsmittel mit Luft versorgbar
sind. Wenn die in Fig. 50 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung zum Behandeln
von Substraten 01 einer Bogendruckmaschine zugeordnet oder nachgeordnet oder Bestandteil
derselben ist, ist der bogenführende Zylinder ein Druckzylinder 41 einer Bogendruckmaschine
oder ein mit einem Druckzylinder 41 einer Bogendruckmaschine zusammenwirkender Zylinder.
Alternativ kann der bogenführende Zylinder auch einer von zwei miteinander zusammenwirkenden
Bearbeitungszylindern 96, 97 sein, die ein Werkzeug 116 aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge,
Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge oder Nutwerkzeuge tragen und einen
Zylinderspalt bilden, in den das Substrat 01 zum Zweck seiner Bearbeitung einführbar
ist.
[0230] Nach einer anderen Ausführungsform ist dem Transportzylinder 03 ein in Transportrichtung
74 ausgerichtetes umlaufendes Transportband 29 zugeordnet. Statt eines Transportbandes
29 können auch mehrere Transportbänder 29 vorgesehen sein. Zwischen dem Transportzylinder
03 und dem Transportband 29 ist vorzugsweise eine Abschäleinrichtung 31 angeordnet.
[0231] Weiter bevorzugt ist eine Verstelleinrichtung ausgebildet, mit der der Abstand zwischen
Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 durch Verlagerung des Transportzylinders
03 oder durch Verlagerung des Ausbrechzylinders 04 oder durch Verlagerung von Transportzylinder
03 und Ausbrechzylinder 04 einstellbar ist. Die Verstelleinrichtung kann zur Realisierung
eines ersten Verstellbereichs 0 bis 5 mm und/oder eines zweiten Stellbereichs von
5 bis 10 mm und/oder eines dritten Verstellbereichs von 50 bis 100 mm ausgebildet
sein.
[0232] Die Verstelleinrichtung vermag vorzugsweise eine Feineinstellung der relativen Positionen
der miteinander zusammenwirkenden Zylinder 03, 04 zueinander zu realisieren, wie auch
eine Ab- und Anstellung von Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder 04 relativ aneinander
zum Zweck der Inbetriebnahme bzw. Außerbetriebnahme der Trenneinrichtung 02. Vorzugsweise
ist die Verstelleinrichtung zur Verstellung von Transportzylinder 03 und Ausbrechzylinder
04 während des Bogenlaufs ausgebildet. Durch diese Maßnahme kann die Auslage 99 von
einem Trennbetrieb in eine Ganzbogenauslage, auch Normalauslage genannt, umgeschaltet
werden. Der Ausbrechzylinder 04 weist vorzugsweise eine Aussparung auf, deren Größe
mindestens der Erstreckung einer Greiferbrücke 17 entspricht. Zum Antrieb des Ausbrechzylinders
04 und des Transportzylinders 03 sind ein oder mehrere Antriebsmittel vorgesehen,
die eine synchronisierte Bewegung der beiden Zylinder 03, 04 in Bezug aufeinander
ermöglichen. Dabei ist zumindest ein Antriebsmittel zum Antreiben des Ausbrechzylinders
04 synchronisiert zur Bewegung des mindestens einen Greifersystems 17 ausgebildet.
Dieses Antriebsmittel realisiert eine derartige Rotationsbewegung des Ausbrechzylinders
04, dass sich das mindestens eine Greifersystem 17 insbesondere die Greiferbrücke
17 beim Passieren des Ausbrechzylinders 04 innerhalb der Aussparung bewegt, die im
Ausbrechzylinder 04 gebildet ist.
[0233] Dem Transportzylinder 03 oder dem Transportband 29 kann ein Querförderer zugeordnet
sein.
[0234] Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 kann, wie in Fig. 51 dargestellt,
aufgebaut sein und insbesondere ein Bearbeitungswerk 46 umfassen oder Bestandteil
desselben sein, das wie vorstehend beschrieben ausgebildet ist oder ein Bearbeitungsmodul
46.1 umfassen, das wie vorstehend beschrieben ausgebildet ist.
[0235] Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 umfasst zwei Bearbeitungszylinder
96, 97 zwischen die das Substrat 01 einführbar ist, wobei das Substrat 01 beim Durchlaufen
durch im Zylinderspalt zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97 wirksame Werkzeugteile
aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Rillwerkzeuge, Perforierwerkzeuge
und/oder Nutwerkzeuge eine Bearbeitung erfährt.
[0236] Mindestens einer der Bearbeitungszylinder 96, 97, vorzugsweise der untere Bearbeitungszylinder
96, weist ein Bogenhaltesystem zum Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat
01 auf. Das Bogenhaltesystem des Bearbeitungszylinders 96 kann als Klemmgreifersystem
oder als Sauggreifersystem ausgebildet sein. In seiner Funktion ist es insbesondere
mit dem Greifersystem (Klemmgreifersystem oder Sauggreifersystem) des Transportzylinders
03 vergleichbar und kann wie dieses ausgebildet sein.
[0237] Jeder der Bearbeitungszylinder 96, 97 weist Mittel zum Fixieren eines austauschbaren
Aufzugs 05 auf, der insbesondere als Werkzeug 116 bzw. Gegenwerkzeug ausgestaltet
sein kann. Die Mittel zum Fixieren eines austauschbaren Aufzugs 05 können auch als
Werkzeugträger bezeichnet werden. Der untere und/oder der obere Bearbeitungszylinders
96, 97 kann mit mechanisch insbesondere form- oder kraftschlüssig wirkenden Werkzeugträgern
oder Aufzugträgern versehen sein. Die kraftschlüssig wirkenden Werkzeugträger oder
Aufzugträger sind insbesondere magnetisch wirkend ausgebildet.
[0238] Die Bearbeitungszylinder 96, 97 können auf vielfältige Weise ausgebildet sein.
[0239] In einer Variante, die sich besonders für Stanz- und Perforieranwendungen eignet,
ist der obere Bearbeitungszylinder 97 als voller Magnetzylinder oder Trägerzylinder
mit Magnetsegmenten zur Aufnahme von magnetischen Blechen oder Magnetblechen und der
untere Bearbeitungszylinder 96 als oberflächengehärteter Zylinder oder mit einem darauf
befestigten gehärteten Blech ausgebildet.
[0240] Nach einer anderen Variante, die sich besonders für Präge- oder Rill- oder Nutanwendungen
eignet, ist der obere Bearbeitungszylinder 97 als voller Magnetzylinder oder Trägerzylinder
mit Magnetsegmenten zur Aufnahme von magnetischen Blechen oder Magnetblechen und der
untere Bearbeitungszylinder 96 als unveredelter oder veredelter insbesondere oberflächengehärteter
oder beschichteter Zylinder oder mit einem darauf befestigten unveredelten oder veredelten
insbesondere oberflächengehärteten oder beschichteten Blech und eventuell mit einer
metallischen oder nichtmetallischen Unterlagen ausgebildet.
[0241] Dem zweiten Bearbeitungszylinder 97 kann auf dessen dem ersten Bearbeitungszylinder
96 abgewandter Seite ein Gegenzylinder 98 zugeordnet sein, der mit dem zweiten Bearbeitungszylinder
97 in Oberflächenkontakt steht.
[0242] Um das Auswechseln von Werkzeugteilen oder Aufzügen zu erleichtern, kann einem oder
beiden Bearbeitungszylindern 96, 97 eine Abschäleinrichtung zum Abschälen mindestens
eines Werkzeugteils zugeordnet sein.
[0243] Die Bearbeitungszylinder 96, 97 sind über Lagerstellen 111, 112 in einem Gestell
gelagert. Das Gestell kann als monolithische Gußbox, als Schweißteil oder in anderer
geeigneter Form ausgebildet sein. Das Gestell umfasst seitliche Gestellwände 109,
110 in denen die Lagerstellen 111, 112 ausgebildet sind. Die Lagerstellen 111, 112
sind vorzugsweise als Mehrringlager, insbesondere Dreiringlager 113 ausgebildet.
[0244] Jedem Bearbeitungszylinder 96, 97 oder einem einzelnen Bearbeitungszylinder 96, 97
kann eine Verstelleinrichtung 113 zugeordnet sein, mit der die Drehachse des jeweiligen
Bearbeitungszylinders 96, 97 in Bezug auf die Drehachse des jeweils anderen Bearbeitungszylinders
96, 97 verlagert werden kann. Die Verstelleinrichtung 113 ermöglicht eine Einstellung
des Zylinderspalts zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97, z. B. zur Anpassung
an die Dicke des zu verarbeitenden Substrates 01. Die Verstelleinrichtung 113 ist
insbesondere derart ausgebildet, dass der Abstand der Bearbeitungszylinder 96, 97
im Bereich der antriebsnahen Gestellwand 109 unabhängig vom Abstand der Bearbeitungszylinder
96, 97 im Bereich der antriebsfernen Gestellwand 110 einstellbar ist. Mit anderen
Worten kann durch die Verstelleinrichtung 113 eine Schrägstellung der Bearbeitungszylinder
96, 97 zueinander hergestellt oder ausgeglichen werden.
[0245] Die Bearbeitungszylinder 96, 97 werden einseitig angetrieben, d. h. dass ein Antriebsmoment
jeweils nur an einem Ende des jeweiligen Bearbeitungszylinders 96, 97. eingeleitet
wird. Zum Antreiben kann ein gemeinsamer Antrieb mit einem Antriebszahnräder 115 umfassenden
Zahnradzug oder können mehrere einzelne Antriebe vorgesehen sein. Falls Antriebszahnräder
115 vorgesehen sind, ist vorzugsweise jeweils ein Antriebszahnrad 115 auf einem Schenkel
des jeweiligen Bearbeitungszylinders 96, 97 vorzugsweise außerhalb des Gestells oder
in einem Hohlraum des Gestells angeordnet. Der Hohlraum kann von einer Gestellwand
109, 110 gegenüber dem Raum des Gestells, der die Bearbeitungszylinder 96, 97 aufnimmt,
abgegrenzt sein. Die Antriebszahnräder 115 der beiden Bearbeitungszylinder 96, 97
kämmen vorzugsweise miteinander und sind vorzugsweise über nicht dargestellte weitere
Getriebeglieder, insbesondere Zahnräder, mit einem Antriebsmotor verbunden, der als
Zentralantrieb ausgebildet sein kann. In Fig. 51 ist das obere der beiden Antriebszahnräder
115 durch einen perspektivisch verzerrten Kreis dargestellt. Bezüglich ihrer Lage
in Relation zum Antrieb, der z. B. durch die Antriebszahnräder 115 verkörpert sein
kann, kann zwischen einer antriebsnahen Gestellwand 109 und einer antriebsfernen Gestellwand
110 unterschieden werden. Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten kann eine Temperiervorrichtung
114 oder mehrere Temperiervorrichtungen 114 umfassen. Nach einer Ausführungsform kann
die Temperiervorrichtung 114 zur ausschließlichen Temperierung der antriebsnahen Gestellwand
109, das heißt ohne Temperierung der antriebsfernen Gestellwand 110, ausgebildet sein.
In diesem Fall weist die andere Gestellwand 110 keine Temperiervorrichtung 114 auf.
Gemäß einer weiterem Ausführungsform kann die Temperiervorrichtung 114 zur Temperierung
der antriebsnahen Gestellwand 109 sowie zur Temperierung der antriebsfernen Gestellwand
110 ausgebildet sein. Die eine oder mehrere Temperiervorrichtungen 114 sind dabei
insbesondere zur Temperierung der jeweiligen antriebsnahen Gestellwand 109 und/oder
der antriebsfernen Gestellwand 110 zwischen den Lagerstellen 111, 112 der Bearbeitungszylinder
96, 97 ausgebildet.
[0246] Die eine oder jede Temperiervorrichtung 114 umfasst vorzugsweise eine oder mehrere
Kühleinrichtungen und/oder eine oder mehrere Heizeinrichtungen. Die eine oder mehrere
Kühleinrichtungen und/oder die eine oder mehrere Heizeinrichtungen sind zur Temperierung
der antriebsnahen Gestellwand 109 unabhängig von der Temperierung der antriebsfernen
Gestellwand 110 ausgebildet und vorzugsweise, aber nicht zwingend ausschließlich,
zwischen den Lagerstellen 111, 112 der Bearbeitungszylinder 96, 97 angeordnet. Die
eine oder jede Temperiervorrichtung 114 kann einen in mindestens einer der Gestellwände
109, 110 ausgebildeten Temperiermittelkreislauf oder eine an mindestens einer der
Gestellwände 109, 110 fixierte Heizplatte oder eine an mindestens einer der Gestellwände
109, 110 fixierte, insbesondere aufgeklebte, Induktionsspule oder ein an mindestens
einer der Gestellwände 109, 110 fixiertes, insbesondere aufgeklebtes, Induktionspad
oder ein an mindestens einer der Gestellwände 109, 110 fixiertes Peltierelement aufweisen.
[0247] Weiter bevorzugt umfasst die mindestens eine Temperiervorrichtung 114 einen oder
zwei Regelkreise, mit denen die Temperatur der antriebsnahen Gestellwand 109 unabhängig
von der Temperatur der antriebsfernen Gestellwand 110 regelbar ist. Die Regelkreise
sind in an sich bekannter Weise ausgebildet und umfassen jeweils einen Temperatursensor,
einen Regler und eine Regelstrecke. Der jeweilige Temperatursensor ist der jeweiligen
Gestellwand 109, 110 derart zugeordnet, dass er die Temperatur der jeweiligen Gestellwand
109, 110 im Bereich zwischen den Lagerstellen 111, 112 erfasst. Die Temperatur bildet
die Regelgröße des jeweiligen Regelkreises.
[0248] Vorzugsweise ist der Temperiervorrichtung 114 ein Sollwert zum Temperieren der antriebsnahen
Gestellwand 109 auf eine Temperatur größer als die Temperatur der antriebsfernen Gestellwand
110 eingegeben. Der Sollwert bildet die Führungsgröße des jeweiligen Regelkreises.
Der Temperiervorrichtung 114 kann auch ein weiterer Sollwert zum Temperieren der antriebsfernen
Gestellwand 110 auf eine Temperatur kleiner als die Temperatur der antriebsnahen Gestellwand
109 eingegeben sein, der die Führungsgröße eines weiteren Regelkreises bilden kann.
[0249] Der Sollwert und der weitere Sollwert repräsentieren dabei die Temperatur bzw. den
Zustand der sich einstellt, wenn die Bearbeitungszylinder 96, 97 dauerhaft angetrieben
werden.
[0250] Nachfolgend wir ein bevorzugtes Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zum Behandeln
von Substraten 01, insbesondere von einer solchen wie vorstehend beschrieben, dargestellt.
[0251] Das bevorzugte Verfahren baut auf der Erkenntnis auf, dass eine ungleichmäßige Verformung
der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 infolge von Reibungswärme nicht unbedingt
vermieden werden muss.
[0252] Durch gezielt ungleichmäßige Erwärmung kann ein Verformungszustand der Vorrichtung
zum Behandeln von Substraten 01 hergestellt werden, der dem Verformungszustand entspricht,
der sich infolge des Dauerlaufs der Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 infolge
ungleichmäßigen Wärmeeintrags ergeben würde oder der diesem Verformungszustand zumindest
angenähert ist.
[0253] Gemäß dem bevorzugten Verfahren wird vorzugsweise vor Inbetriebnahme oder nach einem
längeren Stillstand eine der Gestellwände 109 oder werden beide Gestellwände 109,
110 temperiert. Das Temperieren erfolgt dabei derart, dass die antriebsnahe Gestellwand
109 auf eine Temperatur oberhalb der Temperatur der antriebsfernen Gestellwand 110
erwärmt wird. Anschließend wird der Abstand zwischen den Bearbeitungszylindern 96,
97 eingestellt. Das erfolgt vorzugsweise derart, dass der Abstand überall gleiche
Werte aufweist, bzw. die Bearbeitungszylinder 96, 97 parallel zueinander ausgerichtet
sind. Anschließend kann das Substrat 01 eingeführt und zwischen den Bearbeitungszylindern
96, 97 bearbeitet werden. Vorzugsweise wird die antriebsferne Gestellwand 110 während
der Temperierung der antriebsnahen Gestellwand 109 auf eine Temperatur unterhalb der
Temperatur der antriebsnahen Gestellwand 109 temperiert. Die Temperatur der antriebsfernen
Gestellwand 110 liegt dabei vorzugsweise über der Umgebungstemperatur. Insbesondere
zur Unterstützung des Temperierens bzw. Vorwärmens können während des Temperierens
auch die Bearbeitungszylinder 96, 97 angetrieben werden. Weiter bevorzugt wird die
antriebsnahe Gestellwand 109 auf einen Sollwert zum Temperieren der antriebsnahen
Gestellwand 109 und die antriebsferne Gestellwand 110 auf einen weiteren, von dem
Sollwert zum Temperieren der antriebsnahen Gestellwand 109 verschiedenen Sollwert
temperiert, wobei der Sollwert zum Temperieren der antriebsnahen Gestellwand 109 und
der weitere Sollwert die Temperaturen repräsentiert, die sich bei einem dauerhaften
Antreiben der Bearbeitungszylinder 96, 97 in der jeweiligen Gestellwand 109, 110,
insbesondere bei einer Umgebungstemperatur zwischen 17 und 23 Grad Celsius, z. B.
infolge der Reibungswärme des Antriebs und/oder der Lagerstellen 111, 112 und/oder
durch andere Einflüsse, ergeben. Der Sollwert und der weitere Sollwert sind im Idealfall
derart gewählt, dass im Dauerlauf die für die beiden Gestellwände 109, 110 eingestellten
Temperaturen konstant bleiben, ohne dass es in diesem Zustand einer Temperierung durch
die Temperiervorrichtung 114 bedarf. Dieser Zustand wird erreicht, wenn die durch
Reibung zugeführt Wärmemenge gleich der Wärmemenge ist, die infolge des Temperaturgefälles
der Gestellwände 109, 110 zur Umgebung an die Umgebung abgegeben wird.
[0254] Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 umfassend ein Bearbeitungswerk 46,
kann einen wie in Fig. 54 dargestellten Bearbeitungszylinder 96, 97 aufweisen. Sie
kann Bestandteil einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere Rotationstruckmaschine
sein. Der Bearbeitungszylinder 96, 97 ist vorzugsweise Bestandteil eines Paares von
Bearbeitungszylindern 96, 97, die einen Zylinderspalt bilden und zwischen die das
Substrat 01 einführbar ist, wobei das Substrat 01 beim Durchlaufen durch mindestens
ein im Zylinderspalt zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97 wirksames Werkzeug
116 eine Bearbeitung erfährt. Mindestens eine Bearbeitungszylinder 96, 97 ist als
Magnetzylinder ausgebildet. Als Magnetzylinder wird im Zusammenhang mit den Bearbeitungszylindern
96, 97 sowohl ein voller Magnetzylinder als auch ein Trägerzylinder mit eingelassenen
Magnetsegmenten verstanden. Vorzugsweise sind beide Bearbeitungszylinder 96, 97 als
Magnetzylinder ausgebildet. Mindestens einer der Bearbeitungszylinder 96, 97 trägt
ein Positioniermittel. Das Positioniermittel dient der Ausrichtung oder der Vorausrichtung
eines oder mehrerer Werkzeuge 116 bei der Anordnung desselben oder derselben auf dem
jeweiligen Bearbeitungszylinder 96, 97. Die Positioniermittel umfassen Anschläge,
die in verschiedener Art und Weise ausgebildet sein können und mit Aussparungen 118
zusammenwirken, die im Werkzeug 116 zum Zweck der Positionierung desselben abgestimmt
auf die Geometrie der Anschläge ausgebildet sind.
[0255] Vorzugsweise weist einer der Bearbeitungszylinder 96, 97 ein Bogenhaltesystem zum
Fixieren der Vorderkanten von bogenförmigem Substrat 01 auf. Das Bogenhaltesystem
ist in an sich bekannter Weise z. B. als Klemmgreifer 17 oder als Sauggreifer 17 ausgebildet.
Bei der dargestellten Variante ist ein Klemmgreifer 17 ausgebildet, der auf einer
verdrehbar gelagerten Greiferwelle angeordnete Greiferfinger umfasst, die mit Greiferaufschlägen
zusammenwirken.
[0256] Die Positioniermittel sind bevorzugt aus mindestens einem Paar von in Achsrichtung
der Bearbeitungszylinder 96, 97 im Abstand zueinander angeordneten Positionierstiften
124 gebildet. Die Positionierstifte 124 bilden Anschläge und sind beispielsweise als
Zylinderpassstifte mit der Nennweite 4, 5, 6, 7 oder 8 mm ausgebildet.
[0257] Mindestens ein Positioniermittel ist relativ zu dem das Positioniermittel tragenden
Bearbeitungszylinder 96, 97 in axialer Richtung und/oder Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders
96, 97 einstellbar, d. h. in der oder den genannten Richtungen um einen geringen Weg,
vorzugsweise im Bereich zwischen 0,1 und 3 mm verlagerbar und in verlagerter Position
fixierbar oder selbsthemmend ausgebildet.
[0258] Nach einer Ausführungsform sind die Positioniermittel durch mindestens ein Paar von
in Achsrichtung der Bearbeitungszylinder 96, 97 im Abstand zueinander angeordneten
Positionierstiften 124 gebildet, wobei einer der Positionierstifte 124 in axialer
Richtung und Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders 96, 97 einstellbar und der
andere Positionierstift 124 ausschließlich in Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders
96, 97 einstellbar ist. Abhängig von der Anzahl der auf dem Bearbeitungszylinder 96,
97 anzuordnenden Werkzeuge 116 können mehrere Paare von Positionierstiften 124 vorgesehen
sein. Dementsprechend kann für eine Anordnung mehrerer Werkzeuge 116 nebeneinander
die in axialer Richtung des Bearbeitungszylinders 96, 97 fluchtende Anordnung von
2 Paaren von Positionierstiften 124, d. h. von insgesamt vier Positionierstiften 124
vorgesehen sein. Ist der Bearbeitungszylinder 96, 97 als doppeltgroßer Zylinder ausgebildet,
ist vorgesehen in Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders 96, 97 mindestens zwei
Paare von Positionierstiften 124 auf den Umfang des Bearbeitungszylinders 96, 97 verteilt
anzuordnen.
[0259] Zur einstellbaren Lagerung der Positionierstifte 124 in einer Richtung auf dem Bearbeitungszylinder
96, 97 kann vorgesehen sein, einen jeweiligen Positionierstift 124 auf dem Bearbeitungszylinder
96, 97 in einem verschiebbaren Schlitten 128 anzuordnen. Die einstellbare Lagerung
der Positionierstifte 124 auf dem Bearbeitungszylinder 96, 97 in einer weiteren Richtung
kann durch die Ausbildung eines weiteren verschiebbaren Schlitten, der auf dem ersten
Schlitten 128 gelagert ist, bewirkt werden.
[0260] Zur Erleichterung der Einstellung und zur Verbesserung der Einstellgenauigkeit bei
Werkzeugwechsel kann ein Nonius 125, 126 ausgebildet sein, der die Lage eines Positionierstifts
124 bzw. des Schlittens 128 der ihn trägt relativ zum Bearbeitungszylinder 96, 97
anzeigt. Die Fig. 57 zeigt im linken Teil das Beispiel eines Positioniermittels, das
einen Nonius 126 aufweist, der die Lage des Schlittens 128 und damit des Positionierstifts
124 in Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders 96, 97 anzeigt. Das Positioniermittels
weist weiterhin einen Nonius 125 auf, der die Lage des Positionierstifts 124 relativ
zum Bearbeitungszylinder 96, 97 in axialer Richtung des Bearbeitungszylinders 96,
97 anzeigt. Zur Verlagerung des Schlittens 128 und damit des Positionierstifts 124
ist eine Verstellschraube 129 ausgebildet.
[0261] Das im rechten Teil dargestellte Positioniermittel weist lediglich einen Nonius 126
auf der die Lage des Schlittens 128 und damit des Positionierstifts 124 in Umfangsrichtung
des Bearbeitungszylinders 96, 97 anzeigt.
[0262] Vorzugsweise sind die Positioniermittel in Umfangsrichtung des sie tragenden Bearbeitungszylinders
96, 97 betrachtet hinter einer virtuellen Linie angeordnet, die bei durch das Bogenhaltesystem
fixiertem Substrat 01 durch die Vorderkanten des bogenförmigem Substrats 01 gebildet
ist. Mit anderen Worten liegen die Positioniermittel außerhalb des Bereichs des Mantels
des jeweiligen Bearbeitungszylinders 96, 97 der bei der Bearbeitung von Substraten
01 von dem Substrat 01 überdeckt wird. Vorzugsweise überragt auch ein dem Bearbeitungszylinder
96, 97 zugeordnetes Werkzeug 116 den Bereich des Mantels des jeweiligen Bearbeitungszylinders
96, 97, der bei der Bearbeitung von Substraten 01 von dem Substrat 01 überdeckt wird.
[0263] Dabei ist es unerheblich, ob das jeweilige Positioniermittel in Umfangsrichtung,
die unter Berücksichtigung der Drehrichtung des jeweiligen Bearbeitungszylinders 96,
97 der Bearbeitungsrichtung 120 entspricht, vor oder hinter dem Bereichs des Mantels
des jeweiligen Bearbeitungszylinders 96, 97, der bei der Bearbeitung von Substraten
01 von dem Substrat 01 überdeckt wird und damit vor oder hinter dem Bogenhaltesystem
liegt.
[0264] Um ein Abheben des Werkzeugs 116 im Bereich der Positioniermittel zu verhindern,
kann den Positioniermittel jeweils ein Niederhalter 127 zugeordnet sind. Der Niederhalter
127 ist vorzugsweise im Bereich des von der Achse des Bearbeitungszylinders 96, 97
beabstandeten Endes des Positionierstifts 124 eines Positioniermittels angeordnet.
Der Niederhalter 127 kann als ein den Positionierstift 124 überdeckender und/oder
den Positionierstift 124 umgebender Niederhalter 127 ausgebildet sein. Vorzugsweise
sind an einem oder allen Niederhaltern 127 eine oder mehrere Einführschrägen 131 ausgebildet.
In axialer und/oder in Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders 96, 97 betrachtet
bilden diese Einführschrägen 131 mit den ihnen gegenüberliegenden Bauteilen des Bearbeitungszylinders
96, 97, wie z. B. dem Schlitten 128, einen oder mehrere sich in zum Positionierstift
124 hinweisender Richtung verengende Spalte.
[0265] Vorzugsweise um eine bessere Zugänglichkeit zu den Positionierstiften 124 und um
eine bessere Sicht auf die Positionierstifte 124 zu ermöglichen, können die Niederhalter
127 jeweils eine Aussparung aufweisen, die fluchtend zum jeweiligen Positionierstift
124 angeordnet sein kann und/oder zumindest teilweise von einem Positionierstift 124
durchgriffen sein kann. Die Aussparung erleichtert zudem das Ablesen des einen oder
der beiden Nonien 125, 126.
[0266] Statt des Niederhalters 127 der mechanisch wirkt oder zusätzlich zu diesem, kann
auch ein magnetischer Niederhalter 132 ausgebildet sein. In diesem Fall umfasst ein
jeweiliges Positioniermittel einen Positionierstift 124 und mindestens einen dem Positionierstift
124 zugeordneten magnetischen Niederhalter 132. Der magnetische Niederhalter 132 kann
einen das Positioniermittel tragenden Bearbeitungszylinder 96, 97 beweglich oder fest
zugeordnet sein. Als bewegliche Zuordnung ist insbesondere eine verschiebbare Lagerung
vorgesehen. Die Zuordnung des magnetischen Niederhalters 132 zum Positionierstift
124 kann fest oder beweglich sein. Im Fall einer festen Zuordnung ist eine direkte
Verbindung von magnetischen Niederhalter 132 und Positionierstift 124 oder eine Verbindung
über ein Verbindungsglied möglich. Der magnetische Niederhalter 132 kann auf einem
Schlitten 128 gelagert sein, der in Umfangsrichtung des das Positioniermittel tragenden
Bearbeitungszylinders 96, 97 verschiebbar ist. Der magnetische Niederhalter 132 kann
auch auf einem weiteren Schlitten gelagert sein, der in axialer Richtung des das Positioniermittel
tragenden Bearbeitungszylinders 96, 97 verschiebbar ist.
[0267] Die Zuordnung des magnetischen Niederhalters 132 zum Schlitten 128 oder zum weiteren
Schlitten kann auch derart erfolgen, dass der magnetische Niederhalter 132 Bestandteil
des Schlittens 128 oder des weiteren Schlittens ist. Vorzugsweise ist der magnetische
Niederhalter 132 Bestandteil einer Fläche, die auf der dem Bearbeitungszylinder 96,
97 abgewandten Seite des in Umfangsrichtung verschiebbaren Schlittens 128 oder des
in axialer Richtung verschiebbaren weiteren Schlittens ausgebildet ist. Die Fläche
ist vorzugsweise zur Auflage insbesondere Auflage eines Werkzeugs, insbesondere eines
Bearbeitungswerkzeugs wie z. B. einer Stanzplatte ausgebildet. Ein Beispiel für die
Ausbildung eines Positioniermittels mit einem magnetischen Niederhalter 132 zeigen
die Fig. 58 und Fig. 59. Der magnetische Niederhalter 132 kann aus einem oder mehreren
Dauermagneten gebildet sein, die einem jeweiligen Positionierstift 124 zugeordnet
sind. Als Dauermagnete finden vorzugsweise Neodym-Magnete Verwendung, die sich durch
eine große Haltekraft bei geringer Baugröße auszeichnen. Die Dauermagnete sind vorzugsweise
um den Positionierstift 124 verteilt angeordnet.
[0268] Zur Anordnung auf dem vorstehend beschriebenen Zylinder, insbesondere Bearbeitungszylinder
96, 97 mit Positioniermitteln kann ein Werkzeug 116 vorgesehen sein, wie es beispielhaft
in Fig. 52 dargestellt ist. Das Werkzeug 116 umfasst eine in einer Bearbeitungsrichtung
120 auf dem Mantel eines zylinderförmigen Körpers aufspannbare Platte aus einem elastischen
vorzugsweise metallischen, weiter bevorzugt ferromagnetischen Material. Die Platte
weist eine in der Bearbeitungsrichtung 120 vordere Kante 121, eine hintere Kante 122
und zwei seitliche Kanten 119 auf. Im Bereich der in Bearbeitungsrichtung 120 vorderen
oder hinteren Kante 121, 122 sind Laschen 117 vorgesehen. In den Laschen 117 sind
Aussparungen 118, z. B. in Form von Stanzlöchern ausgebildet, welche mit den am Zylinder,
insbesondere Bearbeitungszylinder 96, 97 angebrachten Positioniermitteln, die als
Positionierstifte 124 ausgebildet sein können, zusammenwirken.
[0269] Jede der Aussparungen 118 ist auf einer, einer der seitlichen Kanten 119 zugewandten
Seite offen. Vorzugsweise sind Aussparungen die 118 ausschließlich auf einer, einer
der seitlichen Kanten 119 zugewandten Seite offen und an allen anderen Seiten geschlossen.
Der Vorteil dieser Ausführung besteht insbesondere im Vergleich zu aus dem Stand der
Technik bekannten Lösungen darin, dass eine vereinfachte Montage des Werkzeugs 116
ermöglicht ist, da dieses z. B. in axialer Richtung auf den Zylinder, insbesondere
Bearbeitungszylinder 96, 97 aufgeschoben werden kann, wobei die Aussparungen 118 in
Eingriff mit den Positioniermitteln treten.
[0270] Die Ausbildung der Aussparungen 118 in einer Form, bei der sie auf einer der seitlichen
Kanten 119 zugewandten Seite offen und auf ihren in Bearbeitungsrichtung 120 bzw.
in Umfangsrichtung des Zylinders, insbesondere Bearbeitungszylinders 96, 97 weisenden
Seiten geschlossen sind, bewirkt eine formschlüssige Lagefixierung des Wergzeuges
116 in Bearbeitungsrichtung 120 bzw. in Umfangsrichtung des Bearbeitungszylinders.
[0271] Vorzugsweise überragen die Laschen 117 die vordere oder hintere Kante 121, 122 des
Werkzeugs 116. Dabei beträgt die Erstreckung in Bearbeitungsrichtung 120, also der
Bereich in dem die sie jeweilige Kante 112, 122 überragen vorzugsweise 15 bis 30 mm.
[0272] Die Erstreckung der Laschen 117 längs der vorderen oder hinteren Kante 121, 122,
d. h. quer zur Bearbeitungsrichtung beträgt vorzugsweise 12 bis 20 mm.
[0273] Die Erstreckung der Laschen 117 längs der vorderen oder hinteren Kante 121, 122 kann
dabei bereichsweise unterschiedlich ausgebildet sein. Vorzugsweise wird zwischen einem
Bereich der Lasche 117, der in Bezug auf eine jeweilige Aussparung 118 der vorderen
und der hinteren Kante der Platte 121, 122 zugewandt ist und einem Bereich der Lasche
117, der in Bezug auf eine jeweilige Aussparung 118 der vorderen und der hinteren
Kante der Platte 121, 122 abgewandt ist, unterschieden.
[0274] Bevorzugt ist die Erstreckung der Laschen 117 längs der vorderen oder hinteren Kante
121, 122 auf der der jeweiligen Kante 121, 122, denen die Laschen 117 zugeordnet sind,
zugewandten Seite der Aussparung 118 größer, als auf der der jeweiligen Kante 121,
122 abgewandten Seite der Aussparung 118.
[0275] Weiter bevorzugt umfasst die Platte eine Trägerschicht, auf der ein oder mehrere
Werkzeugteile aus einer oder aus mehreren der Gruppen der Schneidwerkzeuge und/oder
der Stanzwerkzeuge und/oder der Rillwerkzeuge und/oder der Perforierwerkzeuge und/oder
der Nutwerkzeuge und/oder der Ausbrechwerkzeuge angeordnet sind.
[0276] Die Trägerplatte und die Laschen 117 können eine einheitliche Dicke aufweisen. Bevorzugt
dazu ist die Dicke der Laschen 117 größer, als die Dicke einer Trägerschicht in den
Bereichen, in denen keine Werkzeugteile angeordnet sind. Die Dicke der Laschen 117
entspricht weiter bevorzugt dem 2- bis 3-Fachen der Dicke der Trägerschicht.
[0277] Insbesondere zur Vereinfachung des Einführens oder Positionierens des Werkzeugs 119
auf dem Zylinder, insbesondere dem Bearbeitungszylinder 96, 97 sind die Aussparungen
118 auf ihrer, einem der seitlichen Ränder zugewandten offenen Seite jeweils mit einer
Einlaufschräge 123 ausgebildet.
[0278] Die Größe der Aussparungen ist an die jeweils auf dem Zylinder, insbesondere dem
Bearbeitungszylinder 96, 97 vorgesehenen Positioniermittel angepasst. Vorzugsweise
sind die Aussparungen 118 zur Aufnahme von Passstiften mit der Nennweite 4, 5, 6,
7 oder 8 mm ausgebildet und weisen in der Bearbeitungsrichtung 120 eine Erstreckung
auf, die der um ein Passmaß beaufschlagten Nennweite von 4, 5, 6 oder 7 mm entspricht.
[0279] Als Material der Trägerschicht ist vorzugsweise ein magnetisches Material, insbesondere
einem ferromagnetischen Metall vorgesehen, insbesondere wenn das die Trägerschicht
umfassende Werkzeug 116 zur Verwendung auf einem als Magnetzylinder ausgebildeten
Zylinder, insbesondere Bearbeitungszylinder 96, 97 bestimmt ist.
[0280] Die Verbindung zwischen den Werkzeugteilen aus der Gruppe der Schneidwerkzeuge und/oder
Stanzwerkzeuge und/oder Rillwerkzeuge und/oder Perforierwerkzeuge und/oder Nutwerkzeuge
und/oder Ausbrechwerkzeuge einerseits und der Trägerschicht des Werkzeugs 116 andererseits
kann in einfacher Weise mit einem Fügeverfahren oder in anderer geeigneter Weise hergestellt
sein.
[0281] Ein Werkzeug 116, das gemäß der vorstehend beschriebenen Art ausgebildet ist, kann
zu seiner Verwendung unter Durchführung folgender Verfahrensschritte auf einem Zylinder,
insbesondere Bearbeitungszylinder 96, 97 positioniert werden.
[0282] Dazu wird zuerst in einem Verfahrensschritt a) der Zylinder, insbesondere der Bearbeitungszylinder
96, 97 durch Verdrehen desselben positioniert, bis die auf dem Zylinder, insbesondere
dem Bearbeitungszylinder 96, 97 angebrachten Positioniermittel 27 in einer vorgegebenen
Position sind. Bei der vorgegebenen Position handelt es sich um eine Position, bei
der die Positioniermittel für Bedienhandlungen zugänglich sind.
[0283] Anschließend wird in einem Verfahrensschritt b) die vordere oder hintere Kante 121,
122 der Platte, in deren Bereich die Laschen 117 vorgesehen sind, auf den Mantel des
Zylinders, insbesondere des Bearbeitungszylinders 96, 97 aufgelegt, derart, dass die
Aussparungen 118 in Richtung der Mantellinien des Zylinders, insbesondere des Bearbeitungszylinders
96, 97 betrachtet, den Positioniermitteln 27 gegenüberliegen.
[0284] Alternativ erfolgt im Verfahrensschritt b) das Auflegen der vorderen oder hinteren
Kante 121, 122 der Platte in deren Bereich die Laschen 117 vorgesehen sind auf den
Mantel des Zylinders, insbesondere des Bearbeitungszylinders 96, 97 und das anschließende
Positionieren durch Verschieben der Platte auf dem Mantel des Zylinders, insbesondere
des Bearbeitungszylinders 96, 97 derart, dass die Aussparungen 118 in Richtung der
Mantellinien des Zylinders, insbesondere des Bearbeitungszylinders 96, 97 betrachtet
den Positioniermitteln gegenüberliegen.
[0285] Anschließend wird in einem Verfahrensschritt c) die Platte in Richtung der Mantellinien
des Zylinders, insbesondere des Bearbeitungszylinders 96, 97 verschoben, bis die Positioniermittel
mit oder ohne vorherigen Kontakt mit einer Einlaufschräge 123 in die Aussparungen
118 eingreifen und mindestens ein Positioniermittel 27 den Grund mindestens einer
Aussparung 118 kontaktiert.
[0286] Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann in Verfahrensschritt b) auch nur die
vordere oder hintere Kante 121, 122 der Platte auf den Mantel des Zylinders, insbesondere
des Bearbeitungszylinders 96, 97 aufgelegt werden, während der mittlere Bereich der
Platte und die jeweils andere Kante 121, 122 der Platte vom Mantel des Zylinders,
insbesondere des Bearbeitungszylinders 96, 97 beabstandet bleibt.
[0287] Insbesondere zur Korrektur der Position des Werkzeugs 01 bzw. der Platte auf dem
Zylinder, insbesondere dem Bearbeitungszylinder 96, 97 kann vorgesehen sein, zwischen
den Verfahrensschritten a und b die Position mindestens eines der Positioniermittel
relativ zum Zylinder, insbesondere Bearbeitungszylinder 96, 97 zu verändern.
[0288] Die Veränderung der Position mindestens eines der Positioniermittel relativ zum Zylinder,
insbesondere Bearbeitungszylinder 96, 97 kann auch vor der Durchführung von Verfahrensschritt
a) realisiert werden.
[0289] Zudem kann in einem sich an den Verfahrensschritt c) anschließenden Verfahrensschritt
d) der mittlere Bereiche der Platte und die jeweils in Bearbeitungsrichtung 120 betrachtet
andere Kante 121, 122 der Platte auf den Mantel des Zylinders 96, 97 aufgelegt werden.
[0290] Die Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 kann ein Bearbeitungswerk 46 umfassen,
dass zwei miteinander zusammenwirkende Bearbeitungszylinder 96, 97 aufweist, zwischen
die das Substrat 01 einführbar ist, wobei das Substrat 01 beim Durchlaufen durch einen
Zylinderspalt zwischen den Bearbeitungszylindern 96, 97 eine Bearbeitung erfährt,
wobei einer Mantelfläche des einen Bearbeitungszylinders 96, 97 ein Werkzeug 116 austauschbar
zugeordnet ist, das aus einer Platte und gegenüber dieser erhabenen, der Platte fest
zugeordneten Stanzwerkzeugen gebildet ist. Einer Mantelfläche des anderen Bearbeitungszylinders
96, 97 ist eine Gegenstanzplatte austauschbar zugeordnet. Die Mantelfläche des anderen
Bearbeitungszylinders 96, 97 kann auch durch eine Oberfläche des Bearbeitungszylinders
96, 97 selbst gebildet sein, der keine Gegenstanzplatte zugeordnet ist.
[0291] Die Gegenstanzplatte kann ein- oder mehrteilig ausgebildet sein, insbesondere ist
bei der Ausbildung von mehrfachgroßen Bearbeitungszylindern 96, 97 die Anordnung mehrerer
Gegenstanzplatten in einer mit der Mehrfachgröße des jeweiligen Bearbeitungszylinders
96, 97 korrespondierenden Anzahl vorteilhaft.
[0292] Im Folgenden wird die Beschaffenheit einer Gegenstanzplatte auch stellvertretend
für eine Mehrzahl an Gegenstanzplatten und stellvertretend für die Mantelfläche des
anderen Bearbeitungszylinders 96, 97, auf der keine Gegenstanzplatte angeordnet ist,
beschrieben. Die Gegenstanzplatte oder die Mantelfläche des anderen Bearbeitungszylinders
96, 97 weist keine mit den Stanzwerkzeugen korrespondierenden Vertiefungen oder Durchbrechungen
auf.
[0293] Bevorzugt kann die Gegenstanzplatte mit den Stanzwerkzeugen nicht korrespondierende
Durchbrechungen aufweisen, die als Saugöffnungen dienen können und in diesem Fall
vorzugsweise aus dem Inneren des jeweiligen Bearbeitungszylinders 96, 97 mit Saugluft
beaufschlagbar sind.
[0294] Die Gegenstanzplatte ist mit einer im Bereich von fertigungsbedingten Schwankungen
konstanten Dicke ausgebildet, die vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 0,5 mm liegt.
Die Gegenstanzplatte besteht entweder aus Keramik oder aus einem vorzugsweise metallischen
Trägermaterial, das eine keramische Beschichtung aufweist. Die keramische Beschichtung
ist vorzugsweise durch Keramikspritzen erzeugt. Ihre Schichtdicke liegt im Bereich
von bevorzugt 05 µm bis 500 µm, weiter bevorzugt im Bereich von 10 µm bis 400 µm und
insbesondere bevorzugt im Bereich von 50 µm bis 300 µm. Durch ihr keramisches Grundmaterial
oder durch ihre keramische Beschichtung weist die Gegenstanzplatte eine große Verschleißfestigkeit
und Oberflächenhärte auf. Die Härte der Oberfläche der Gegenstanzplatte liegt vorzugsweise
im Bereich von 250 HV10 bis 1000 HV10.
[0295] Die Rauigkeit der Oberfläche der Gegenstanzplatte oder der Mantelfläche des anderen
Bearbeitungszylinders 96, 97 liegt vorzugsweise im Bereich von Rz1 bis Rz200 oder
weiter bevorzugt im Bereich von Rz5 bis Rz100 oder insbesondere bevorzugt im Bereich
von Rz15 bis Rz80.
[0296] Die Rauigkeit der Oberfläche der Gegenstanzplatte oder der Mantelfläche des anderen
Bearbeitungszylinders 96, 97 wird gezielt derart eingestellt, dass bei einem Stanzvorgang
kleine Materialbrücken zwischen den durch den Stanzvorgang getrennten Bereichen des
bogenförmigen Substrates 01 verbleiben, die entsprechend der Oberflächenstruktur der
Gegenstanzplatte oder der Mantelfläche des anderen Bearbeitungszylinders 96, 97 stochastisch
verteilte kleine Haltepunkte bilden oder in der Art von Haltepunkten wirken.
[0297] Mit der Wahl der Rauigkeit kann die Größe der Haltepunkte definiert werden. Wird
die keramische Schicht mit einer Keramikbeschichtungsanlage auf die Stanzgegenplatten
aufgetragen, kann mit der Wahl der Körnung des Keramikmaterials die Größe der Materialbrücken
oder der Haltepunkte der Haltepunktschar bestimmt werden. So ist es auf einfache Weise
möglich, Stanzgegenflächen für verschiedene Materialgruppen zu erzeugen und zu verwenden.
Beispielsweise wird die Stanzgegenfläche bei der Verarbeitung von Papier oder Karton
als Substrat mit einer anderen, insbesondere höheren Rauigkeit ausgestattet sein,
als bei der Verarbeitung von Inmouldlabelmaterial. Im Vergleich mit der Rauigkeit
der Oberfläche der Gegenstanzplatte ist die Rauigkeit von an den Stanzwerkzeugen ausgebildeten
Stanzkontouren vorzugsweise kleiner. Die Rauigkeit von an den Stanzwerkzeugen ausgebildeten
Stanzkontouren liegt vorzugsweise im Bereich von Rz0,1 bis Rz10. Die Stanzwerkzeuge
können wie auch die Gegenstanzplatte aus einem keramischen Material oder einem keramisch
beschichteten Material bestehen. Auch in diesem Fall weisen ihre Stanzkontouren eine
geringere Rauigkeit als die Rauigkeit der Oberfläche der Gegenstanzplatte auf. Die
Stanzwerkzeuge können auch aus Werkzeugstahl oder Hartmetall oder einem anderen geeigneten
Material bestehen.
[0298] Die Platte mit den fest zugeordneten Stanzwerkzeugen kann zusätzlich zu den Stanzwerkzeugen
auch Rillwerkzeuge aufweisen.
[0299] Der Bearbeitungszylinder 96, 97, dessen Mantelfläche die Gegenstanzplatte zugeordnet
ist, trägt vorzugsweise ein Bogenhaltesystem zum Fixieren der Vorderkanten des bogenförmigen
Substrats 01.
[0300] Die beschriebene Vorrichtung zum Behandeln von Substraten 01 kann Bestandteil einer
bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere eine Rotationsdruckmaschine oder einer
Offsetrotationsdruckmaschine sein.
[0301] Der bevorzugt als Stanzgegendruckzylinder 96 ausgebildete Bearbeitungszylinder 96
weist bevorzugt zumindest einen, weiter bevorzugt zumindest zwei, Zylinderkanäle 133
auf. Der zumindest eine und/oder jeder Zylinderkanal 133 weist bevorzugt eine vordere
Kante 134 bzw. Vorlaufkante 134 sowie eine hintere Kante bzw. Nachlaufkante 135 auf.
Insbesondere bildet die Vorlaufkante 134 ein Kanalanfang und ist in der für den zumindest
einen Stanzgegendruckzylinder 96 in der Drehrichtung weiter vorne angeordnet. Insbesondere
bildet die Nachlaufkante 135 ein Zylinderkanalende und ist bevorzugt entlang der vorgesehen
Drehrichtung weiter hinten und/oder die hinterste Kante eines Zylinderkanals 133.
In einer Ausführungsform weist ebenso der bevorzugt als Stanzzylinder 97 ausgebildete
zweite Bearbeitungszylinder 97 zumindest einen Zylinderkanal 133 mit gleicher Bezeichnung
der Kanten auf. Weiter bevorzugt ist der zumindest eine Stanzzylinder 97 als magnetischer
Zylinder ohne Zylinderkanal 133 ausgebildet. Ein Aufzug 05 hält dann bevorzugt magnetisch
an dem Stanzzylinder 97. Ein solche Zylinderkanal 133 sorgt dafür, dass eine Oberfläche
eines Zylinderballens reduziert ist. Insbesondere ist ein solches Zylinderkanal 133
als Aussparung eines Zylinderballens zu sehen. Das zumindest eine als Greifersystem
ausgebildete Bogenhaltesystem ist bevorzugt in dem zumindest einen Zylinderkanal 133
angeordnet. Bevorzugt weist ein solches Stanzgegendruckzylinder 96 einen Umfang auf,
welcher zumindest doppelt so groß ist, wie eine Länge eines Substratbogens 01. Insbesondere
weist der zumindest eine Gegenstanzzylinder 96 daher bevorzugt einen zweiten Zylinderkanal
133 auf. Der zumindest eine Gegenstanzzylinder 96 weist zumindest einen kontaktlosen
Abschnitt mit zumindest einem Zylinderkanal 133 auf. Der kontaktlose Abschnitt ist
im Betrieb keinen Kontakt zu dem Stanzzylinder 97 herstellend angeordnet.
[0302] Zur Verlagerung und/oder Reduzierung von Zylinderanlaufschwingungen, insbesondere
auf das zu verarbeitende Substrat, ist zumindest ein direkt an der Nachlaufkante 135
angeordnetes Anlaufelement 136 angeordnet. Ein solches Anlaufelement 136 ist beispielsweise
die Oberfläche des Zylinderballen des zumindest einen Gegenstanzzylinder 96 vergrößernd
angeordnet. Insbesondere ist das zumindest eine Anlaufelement 136 dazu in Drehrichtung
und/oder in Umfangsrichtung an der Nachlaufkante 135 die Oberfläche des Zylinderballens
des Gegenstanzzylinder 96 vergrößernd angeordnet. Das zumindest eine Anlaufelement
136 ist die Oberfläche des Zylinderballens des zumindest einen Gegenstanzzylinder
96 in der vorgesehenen Drehrichtung erweiternd angeordnet. Insbesondere wird die Oberfläche
über die Nachlaufkante 135 des jeweiligen Zylinderkanals 133 erweitert. Dazu weist
das zumindest eine Anlaufelement 136 bevorzugt zumindest eine Anlauffläche 142 auf,
die die um die Aussparung des zumindest einen Zylinderkanals 133 reduzierte Oberfläche
des Zylinderballens des zumindest einen Gegenstanzzylinder 96 an manchen Bereichen
wiederherstellt. Dabei ist wichtig, dass insbesondere in der Drehrichtung von der
Nachlaufkante weg die Oberfläche des Zylinderballens erweitert wird. Das zumindest
eine Anlaufelement 136, insbesondere die am weitesten nach außen gerichtete Anlauffläche
142, weist bevorzugt den gleichen Außendurchmesser wie der Gegenstanzzylinder 96 auf.
Das zumindest eine Anlaufelement 136 setzt die Zylinderoberfläche fort. Beispielsweise
ragt ein solches Anlaufelement 136 zumindest 5 %, weiter bevorzugt 10 %, in die Aussparung
des zumindest einen Zylinderkanals 133 hinein. Die Oberfläche und/oder die die Oberfläche
des Zylinderballens vergrößernde Anlauffläche 142 ist bevorzugt entsprechend der Oberfläche
des Zylinderballens gekrümmt und/oder weist die gleiche Krümmung wie der Zylinderballen
auf. Insbesondere ist dadurch eine stetige Vergrößerung der Zylinderballenoberfläche
gewährleistet. Der zumindest eine Gegenstanzzylinder 96 weist zumindest einen Anlaufabschnitt
auf. Im Anlaufabschnitt ist die zumindest eine Anlauffläche 142 des zumindest einen
Anlaufelements 136 angeordnet. Bevorzugt entspricht die Krümmung der Anlauffläche
142 einer Krümmung der Mantelfläche des Gegenstanzzylinders 96. Bevorzugt weicht die
Krümmung der Anlauffläche 142 um weniger als 10 % von der Krümmung der Mantelfläche
ab.
[0303] Das zumindest eine Anlaufelement 136 ist beispielsweise mittig in der Querrichtung
und/oder der axialen Richtung, insbesondere in den innenliegenden 30 % der Breite,
der Querrichtung und/oder der axialen Richtung des zumindest einen Zylinderkanals
133 angeordnet. Bevorzugt ist das zumindest eine Anlaufelement 136 mittels Befestigungsmitteln
141 an einem Kanalende und/oder der Nachlaufkante 135 angeordnet. Bevorzugt weist
das zumindest eine als Greifersystem ausgebildete Bogenhaltesystem mehrere Greifer
in der Querrichtung auf. Insbesondere ist das zumindest eine Anlaufelement 136 bevorzugt
zwischen einem der Greifer und/oder zwischen den Greifern in der Querrichtung angeordnet.
Bevorzugt ist das zumindest eine Anlaufelement 136 in Umfangsrichtung zwischen Nachlaufkante
135 und Greifersystem angeordnet. In einer weiter bevorzugten Ausführungsform sind
mehreren Anlaufelement 136, bevorzugt in der Querrichtung im Zylinderkanal 133, angeordnet.
Bevorzugt sind die mehreren Anlaufelemente 136 jeweils zwischen Greifern angeordnet
und bevorzugt an der Nachlaufkante 135 angeordnet. An den Stellen an denen Anlaufelemente
136 angeordnet sind, müssen bei benachbarten Bogenführungszylindern 42 die Greifer
des Greifersystems weichen. Insbesondere ist somit eine Anzahl an Anlaufelementen
136 begrenzt. Insbesondere kann es sein, dass je nach Ausführungsform auch bei vorher
angeordneten Bogenführungszylindern 42 die Greifer entsprechend entfernt werden müssen.
D.h. die Greifer der benachbarten Bogenführungszylinder 42 sind entfernt in den Bereich
in die die Anlaufelemente eingreifen. Dazu können einzelne Greifer auf dem Greifersystem
entfernt werden. Dabei muss weiterhin gewährleistet sein, dass die das Substrat 01
ausreichend gehalten wird.
[0304] Demgegenüber ist bevorzugt auf dem zumindest einen Stanzzylinder 97 zumindest ein
Aufzug 05, insbesondere das Werkzeug 116, angeordnet. Insbesondere ist der zumindest
eine Aufzug 05 auf das zumindest eine Anlaufelement 136, insbesondere in der Form,
abgestimmt ausgebildet. Bevorzugt weist der zumindest eine Aufzug 05 zumindest eine
als Element 137 ausgebildete Lasche 137 auf. Ein Aufzug 05, welcher auf dem zumindest
einen Stanzzylinder 97 angeordnet ist, weist zumindest ein in Kontakt mit dem zumindest
einen Anlaufelement 136 kommendes Element 137 auf. Die zumindest eine Lasche 137 ragt
bevorzugt vom Aufzug 05 in Richtung der Drehrichtung heraus. Insbesondere weist die
zumindest eine Lasche 137 zumindest eine Kontaktfläche 138 auf. Insbesondere ist die
Kontaktfläche 138 die Fläche, die für den Kontakt mit der Oberfläche des zumindest
einen und/oder der mehreren Anlaufelemente 137 kommt. Bevorzugt ist daher zumindest
die zumindest eine Kontaktfläche 138 außerhalb von dem stanzbilderzeugenden Bereich
des Aufzuges 05 und/oder des Werkzeuges 116. Bevorzugt ist zumindest die zumindest
eine Kontaktfläche 138 in der vorgesehenen Drehrichtung des zumindest einen Stanzzylinders
97 weiter vorne und insbesondere vor der restlichen Fläche des Aufzuges 05 und/oder
des Werkzeuges 116 angeordnet. Somit kommt nach Durchlauf eines Zylinderkanals 133
und/oder der Zylinderkanäle 133 zuerst die zumindest eine Kontaktfläche 138 des zumindest
einen Aufzuges 138 sowie die Fläche des zumindest einen Anlaufelement 136 in Kontakt.
Die Kontaktfläche 138 der zumindest einen Lasche 137 und eine durch das zumindest
eine Anlaufelement 136 erweiterte Oberfläche des Zylinderballens ist in der Drehrichtung
vor einem Kontakt der restlichen Fläche des Aufzuges 05 und der restlichen Oberfläche
des Zylinderballens stattfindend angeordnet. In einer bevorzugten Ausführungsform
weist der zumindest eine Stanzgegendruckzylinder 96 genauso viele Laschen 137 wie
zugeordnete Anlaufelemente 136 auf. Insbesondere sind bevorzugt vier Anlaufelemente
136 sowie zugehörig vier Laschen 137 angeordnet. Weiter weist der zumindest eine Aufzug
Registerlöcher 140 auf. Bevorzugt weisen zumindest die äußersten Laschen 137 solche
Registerlöcher 140 auf. Bevorzugt ist eines der Registerlöcher 140 als Rundloch und
eines als Querloch ausgebildet. Insbesondere ist ein genaues Aufbringen eines Aufzuges
05 durch die Registerlöcher 140 gewährleistet. In einer ersten Ausführungsform weisen
auch die inneren Laschen 137 solche Registerlöcher 140 auf. In einer weiter bevorzugten
Form weisen nur die äußersten Laschen 137 jeweils ein Registerloch 140 auf.
[0305] Die zumindest eine Kontaktfläche 138 weist dabei bevorzugt zumindest ein Stanzmuster
139 und/oder Formelemente 139 auf. Insbesondere ist mit Stanzmuster 139 dabei ein
Muster gemeint welches in die Kontaktfläche 138 geritzt ist und/oder aufgetragen ist.
Insbesondere ist dabei eine möglichst gute Verringerung von Zylinderanlaufschwingungen
möglich. Beispielsweise kann die Kontaktfläche 138 dazu parallele Linien in senkrechter
und/oder horizontaler Anordnung aufweisen. Solche Formelemente 139 können in eine
Datei eines Stanzlayouts aufgenommen werden und damit einfach in den Herstellprozess
der Stanzplatten integriert werden. Im Betrieb ist am zumindest einen Anlaufabschnitt
des zumindest einen Gegenstanzzylinder 96 die Anlauffläche 142 mit der Kontaktfläche
138 der zumindest einen Lasche 137 in Kontakt kommend angeordnet.
[0306] Der zumindest eine Gegenstanzzylinder 96 weist zumindest einen Stanzabschnitt mit
zumindest eine für Substrat 01 vorgesehene Ablagefläche 143 auf. Die Ablagefläche
143 ist die für ein Substrat während dem Stanzen vorgesehene Fläche. Im Stanzabschnitt
sind eine Stanzfläche 144 des Aufzuges 05 mit der Ablagefläche 143 für ein Substrat
01 in Kontakt kommend angeordnet. Der Anlaufabschnitt des Gegenstanzzylinder 96 ist
dem Stanzabschnitt, bevorzugt direkt, vorgeordnet angeordnet. Der zumindest eine Anlaufabschnitt
ist dem zumindest eine kontaktlosen Abschnitt, bevorzugt direkt, nachgeordnet angeordnet.
[0307] Die Zylinderanlaufschwingung, insbesondere das Maximum einer Zylinderanlaufschwingung,
werden mittels des zumindest eines Anlaufelements 136 zumindest teilweise vor eine
Ankunft eines Substrats 01 verschoben und/oder die Zylinderanlaufschwingung auf das
Substrat 01 verringert. Im Betrieb und/oder bei Rotation kommen durch den zumindest
einen Zylinderkanal 133 der zumindest eine Stanzzylinder 96 und zumindest ein Gegenstanzzylinder
97 zumindest, insbesondere bei Durchlaufen des zumindest einen kontaktlosen Abschnitts,
zeitweise außer Kontakt. Bei wieder in Kontakttreten, insbesondere dem zumindest einen
folgenden Anlaufabschnitt, insbesondere bei Zylinderkontakt zwischen dem zumindest
einen Stanzzylinder 96 und dem zumindest einen Gegenstanzzylinder 97 kommt es zu Schwingungen,
insbesondere Zylinderanlaufschwingungen. Insbesondere kommen dabei im Betrieb die
zumindest eine Anlauffläche 142 mit der zumindest einen Kontaktfläche 138 in Kontakt.
Insbesondere sind mit Zylinderanlaufschwingungen Schwingungen gemeint, die ein Maximum
aufweisen und anschließend abklingen. Bevorzugt liegt das Maximum sehr nah an der
Kontaktfläche und klingt dann entlang des Umfanges ab. Zumindest ein erster Zylinderkontakt
des zumindest einen Stanzzylinders 96 und des zumindest einen Gegenstanzzylinder 97
nach Durchlaufen zumindest eines Zylinderkanals 133 mittels zumindest eines Anlaufelements
136 findet früher, insbesondere vor dem Kontakt der Stanzfläche mit dem Substrat 01,
statt. Insbesondere kommen dazu die zumindest eine Lasche 137 und das zumindest eine
Anlaufelement in Kontakt bevor das Substrat 01 im Zylinderspalt ankommt. Der zumindest
eine erste Zylinderkontakt des zumindest einen Stanzzylinders 96 und des zumindest
einen Gegenstanzzylinder 97 findet nach Durchlaufen zumindest eines Zylinderkanals
133 vor dem Kontakt einer für das Stanzen ausgebildeten Fläche eines Aufzuges 05 mit
einem Substrat 01 mittels des zumindest einen Anlaufelements 136 früher statt. Im
Betrieb kommt zumindest ein Teil und/oder eine Lasche 137 zumindest eines Aufzuges
05 vor der restlichen Fläche eines Aufzuges 05 in Kontakt mit zumindest einem Anlaufelement
136. Im Betreib nach Durchlaufen des zumindest einen Anlaufabschnitts folgt der zumindest
eine Stanzabschnitt. Im zumindest einen Stanzabschnitt wird ein Substrat 01 auf der
zumindest einen Ablagefläche 143 mittels der zumindest einen Stanzfläche 144 des Aufzuges
05 gestanzt. Im zumindest einen Stanzabschnitt ist eine Zylinderanlaufschwingung zumindest
teilweise abgeklungen. Durch den Kontakt zwischen der zumindest einen Lasche 137 und
dem zumindest einen Anlaufelement 136 eine Zylinderanlaufschwingung zumindest teilweise
vor eine Ankunft eines Substrats 01 im Zylinderspalt verschoben wird. Insbesondere
werden die Zylinderanlaufschwingungen, die auf das Substrat wirken, so deutlich reduziert.
[0308] Nach dem zumindest einen Stanzabschnitt wird das zumindest eine Substrat 01 an zumindest
einen Bogenführungszylinder 42 weitergeführt.
Bezugszeichenliste
[0309]
- 01
- Substrat, Substratbogen
- 02
- Trenneinrichtung
- 02.1
- Trennmodul
- 02.2
- Trennwerk
- 03
- Transportzylinder
- 03.1
- Transportzylinder (Folienauftragswerk)
- 04
- Ausbrechzylinder
- 05
- Aufzug
- 06
- Druckwerk
- 07
- Anleger
- 08
- Beschleunigungssystem
- 09
- Abfallteil
- 10
- Nutzen
- 11
- Vorschubrichtung
- 12
- erste Öffnungen
- 13
- zweite Öffnungen
- 14
- erste Luftversorgungsmittel
- 15
- zweite Luftversorgungsmittel
- 16
- Drehachse
- 17
- Greifersystem, Sauggreifersystem, Greiferbrücke
- 18
- Scheibe
- 19
- Ausnehmung
- 20
- Drehmomentstütze
- 21
- Hebel
- 22
- Klemmelement Vorderkante, Klemmbacke
- 23
- Kraftspeicher, Feder
- 24
- weiteres Klemmelement Vorderkante, Aufschlag
- 25
- Stellelement, pneumatischer Muskel
- 26
- Getriebemittel, Hebel
- 27
- Positionierstifte
- 28
- Einstellmittel Saugbereich
- 29
- Transportband
- 30
- weiteres Transportband, Transportband
- 31
- Abschäleinrichtung
- 32
- dritte Öffnungen
- 33
- weiterer Hebel
- 34
- Drehpunkt
- 35
- Kugel
- 36
- Tangentenpunkt
- 37
- waagerechter Transportbereich
- 38
- Übergabepunkte
- 39
- erster Transportbereich
- 40
- zweiter Transportbereich
- 41
- Druckzylinder
- 42
- Übergabetrommel, Bogenführungszylinder
- 43
- Gummituchzylinder
- 44
- Plattenzylinder
- 45
- Farbwerk
- 46
- Bearbeitungswerk
- 46.1
- Bearbeitungsmodul
- 47
- Klemmelement Hinterkante, Klemmbacke
- 48
- weiteres Klemmelement Hinterkante, Aufschlag
- 49
- Schlitten
- 50
- Spannwelle
- 51
- Kniehebel
- 52
- weiteres Stellelement, pneumatischer Muskel
- 53
- erster Zuführstutzen
- 54
- zweiter Zuführstutzen
- 55
- dritter Zuführstutzen
- 56
- Ausnehmung
- 57
- Ausnehmung
- 58
- Öffnungen
- 59
- Kanalabdeckung
- 60
- Andrückmittel, Andrückrolle
- 61
- Andrückmittel, Andrückrolle
- 62
- Andrückarm, Andrückhebel
- 63
- Andrückarm, Andrückhebel
- 64
- Linearantrieb, Pneumatikzylinder
- 65
- Linearantrieb, Pneumatikzylinder
- 66
- Führungsrolle
- 67
- Führungsrolle
- 68
- Führungsschiene
- 69
- Führungsschiene
- 70
- Schutz
- 71
- Schutz
- 72
- Speicher
- 73
- Speicher
- 74
- Transportrichtung oder Vorschubrichtung (11)
- 75
- Stanzzylinder
- 76
- weiteres Transportsystem
- 77
- Anschlag
- 78
- Stapelträger
- 79
- Transportvorrichtung (für Palette)
- 80
- Zuführeinrichtung (für Trennelement)
- 81
- Trennelement (Zwischeneinlage)
- 82
- Stapel (von Trennelement)
- 83
- Vorrichtung zur Bildung einer Lücke im Schuppenstroms, Walze
- 84
- Zuführzylinder (Saugzylinder Folienwerk)
- 85
- Folienauftragswerk, Fensterauftragwerk
- 85.1
- Folienauftragsmodul
- 86
- Folienzuführung
- 87
- Folienbahn
- 88
- Beschichtungsvorrichtung
- 88.1
- Klebemodul
- 88.2
- Beschichtungswerk
- 89
- Schneideinrichtung
- 90
- Schneidzylinder
- 91
- Abwickelvorrichtung
- 92
- Folienrolle
- 93
- Speicher (zur Aufnahme eines aus Folienabschnitten gebildeten Stapels)
- 94
- Transportorgan (für die Folienabschnitte)
- 95
- Antistatikvorrichtung
- 96
- erster Bearbeitungszylinder (des Bearbeitungswerks)
- 97
- zweiter Bearbeitungszylinder (des Bearbeitungswerks)
- 98
- Gegenzylinder
- 99
- Auslage
- 100
- erste Unterbaumodule
- 101
- zweite Unterbaumodule
- 102
- Unterbaumodul (Klebemodul)
- 103
- Abschäleinrichtung
- 104
- Abschälkante
- 105
- Borsten / Tuch
- 106
- Kette
- 107
- vordere Kettenräder
- 108
- hintere Kettenräder
- 109
- antriebsnahe Gestellwand
- 110
- antriebsferne Gestellwand
- 111
- Lagerstelle
- 112
- Lagerstelle
- 113
- Verstelleinrichtung, Dreiringlager
- 114
- Temperiervorrichtung
- 115
- Antriebszahnrad
- 116
- Werkzeug
- 117
- Lasche
- 118
- Aussparung
- 119
- seitliche Kante
- 120
- Bearbeitungsrichtung
- 121
- vordere Kante
- 122
- hintere Kante
- 123
- Einlaufschräge
- 124
- Positionierstift
- 125
- Nonius Seitenregister
- 126
- Nonius Umfangsregister
- 127
- Niederhalter
- 128
- Schlitten
- 129
- Verstellschraube
- 130
- Sichtfenster
- 131
- Einführschräge
- 132
- magnetischer Niederhalter
- 133
- Zylinderkanal
- 134
- Vorlaufkante
- 135
- Nachlaufkante
- 136
- Anlaufelement
- 137
- Lasche
- 138
- Kontaktfläche
- 139
- Stanzmuster, Formelement
- 140
- Registerloch
- 141
- Befestigungsmitteln
- 142
- Anlauffläche
- 143
- Ablagefläche
- 144
- Stanzfläche
- A
- Tangentenpunkt Transportzylinder und vorgelagerter Bogentransportzylinder
- B
- Tangentenpunkt Transportzylinder und Ausbrechzylinder
- C
- Übergabepunkt oder Übergabebereich Transportzylinder und Transportband
- D
- Freigabepunkt
- E
- Übergabepunkt oder Übergabebereich Ausbrechzylinder und Transportband
- F
- Übergabepunkt Transportzylinder und weiteres Transportsystem