[0001] Die Erfindung betrifft ein Schnellwechselsystem zum Wechseln von Anbaugeräten an
einer Baumaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ein solches Schnellwechselsystem zum einfachen und bequemen Wechseln von unterschiedlichen
Anbaugeräten an Baumaschinen ist aus der
DE 10 2013 206 574 A1 bekannt. Dieses weist einen in einem Antriebsgehäuse drehbar gelagerten und durch
einen Drehantrieb relativ zum Antriebsgehäuse drehbaren Schnellwechsler und eine im
Antriebsgehäuse angeordnete Drehdurchführung mit einem Stator und einem innerhalb
des Stator drehbaren Rotor für die Zuleitung eines Arbeitsfluids zu dem Schnellwechsler
auf. Durch den Drehantrieb können die an dem Schnellwechsler angekoppelten Anbaugeräte,
wie z.B. Schwenklöffel, Greifer, Scheren, Verdichter, Magnete, Hydraulikhammer oder
dgl., nicht nur um eine quer zur Längsachse eines Baggerstiels angeordnete Schwenkachse,
sondern auch um eine zur dieser Schwenkachse orthogonale Drehachse gedreht werden.
Über die Drehdurchführung wird eine Fluidverbindung zwischen dem Antriebsgehäuse und
dem drehbaren Schnellwechsler zur Versorgung des Schnellwechslers mit einem Arbeitsfluid
ermöglicht.
[0003] Bei derartigen Schnellwechselsystemen weist die Drehdurchführung einen üblicherweise
als stationären Außenzylinder ausgebildeten Stator und einen in dem Stator drehbar
gelagerten Rotor auf. Der Stator ist in der Regel über einen Flansch oder eine andere
geeignete Halterung und eine Vielzahl von Schrauben auf einer Deckplatte des Antriebsgehäuses
befestigt und steht ohne radiale Abstützung relativ weit nach unten vor. Durch Druckstöße
oder Stoßbelastungen beim Einsatz des Schnellwechselsystems kann es so zu Schwingungen
und dadurch bedingten Beschädigungen der Drehdurchführung und der Anschlussteile kommen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schnellwechselsystem der eingangs genannten Art
zu schaffen, die eine einfache und stabile Befestigung der Drehdurchführung ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Schnellwechselsystem mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Schnellwechselsystem ist der innerhalb einer Durchgangsöffnung
des Antriebsgehäuses angeordnete Stator der Drehdurchführung gegenüber dem Antriebsgehäuse
oberhalb einer oberen Stirnfläche und unterhalb der oberen Stirnfläche eines im Antriebgehäuse
angeordneten Antriebrads des Drehantriebs radial abgestützt. Dadurch ist der Stator
auf einer relativ großen Länge radial gegenüber dem Antriebsgehäuse der Dreheinrichtung
geführt, wodurch eine besonders stabile und gegen Kippbewegungen oder Schwingungen
geschützte Anordnung der Drehdurchführung innerhalb des Antriebsgehäuses ermöglicht
wird. Durch die Ausgestaltung und Anordnung der Drehdurchführung kann der im Antriebsgehäuse
zu Verfügung stehende Bauraum außerdem optimal ausgenutzt werden, so dass auch eine
höhere Anzahl an Versorgungskanälen mit größeren Durchflussmengen ermöglicht wird.
Somit kann auch eine Versorgung mehrerer Verbraucher selbst mit ggf. höherem Bedarf
an Hydraulikfluid gewährleistet werden. Dadurch können über die Drehdurchführung auch
höhere Volumenströme eines Arbeitsfluids bei niedrigen Staudrücken übertragen werden.
Aufgrund der guten radialen Abstützung der Drehdurchführung innerhalb des Gehäuses
kann ferner die Befestigung der Drehdurchführung vereinfacht und die Montage erleichtert
werden.
[0007] In einer besonders zweckmäßigen Ausführung ist der Stator der Drehdurchführung durch
einen die Durchgangsöffnung begrenzenden Lagerring des Antriebsgehäuses radial abgestützt.
Der Lagerring des Antriebsgehäuses dient nicht nur zur drehbaren Lagerung des Antriebsrades,
sondern auch zur radialen Abstützung der Drehdurchführung und bietet eine große Stützfläche
zur radialen Abstützung des Stators. Das Antriebsrad zur Drehung des Schnellwechslers
ist zweckmäßigerweise auf der Außenseite des auch den Stator abstützenden Lagerrings
drehbar gelagert.
[0008] Durch eine möglichst große Fläche an der Innenseite des Lagerrings kann eine besonders
gute radiale Abstützung für den Stator der Drehdurchführung erreicht werden. Zweckmäßigerweise
kann ein unteres Ende des Lagerrings im Bereich einer unteren Stirnseite des Antriebsrads
angeordnet sein.
[0009] In weiterer vorteilhafter Weise ist der Stator der Drehdurchführung in der Durchgangsöffnung
des Antriebsgehäuses über mindestens ein Dichtelement radial abgedichtet angeordnet.
Dadurch kann verhindert werden, dass Öl oder Schmutz zwischen das Antriebsgehäuse
und den Stator gelangt. Es kann so ein Eintrag von Öl oder Schmutz vom oberen zum
unteren Teil oder vom unteren zum obere Teil des Antriebsgehäuses vermieden werden.
Aufgrund einer klaren Trennstelle kann dadurch auch die Fehlersuche bei einem Service
erleichtert werden. Außerdem ist eine gedämpfte Führung und Halterung der Drehdurchführung
innerhalb des Antriebsgehäuses erreichbar.
[0010] Aufgrund ihrer in das Antriebsgehäuse integrierten Anordnung und Ausführung kann
die Drehdurchführung vorzugsweise mehr als sieben Versorgungskanäle für die Zuführung
eines Arbeitsfluids zu dem Schnellwechsler aufweisen. Dadurch können auch Anbaugeräte
mit mehreren Anschlüssen versorgt werden. Durch Zusammenschaltung oder Zusammenführung
mehrerer Versorgungskanäle können so auch hochvolumige Versorgungsleitungen zur Erreichung
höherer Durchflussmengen bei niedrigen Staudrücken geschaffen werden.
[0011] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann das Antriebsgehäuse der Dreheinrichtung
an dem Anschlussteil um eine zur Drehachse orthogonale Schwenkachse schwenkbar angeordnet
sein. Dadurch können die an dem Schnellwechsler angekoppelten Anbaugeräte nicht nur
um die Drehachse gedreht, sondern zusätzlich auch gegenüber dem Anschlussteil um die
zur Drehachse orthogonale Schwenkachse gekippt werden, wodurch die Bewegungsmöglichkeiten
erweitert werden und dadurch der Einsatzbereich vergrößert wird. Das Antriebsgehäuse
kann aber auch ohne zusätzliche Schwenkmöglichkeit fest an dem Anschlussteil angeordnet
sein, so dass der Schnellwechsler gegenüber dem Anschlussteil nur um die Drehachse
drehbar ist.
[0012] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Schnellwechselsystem mit einem Schnellwechsler, einem Anschlussteil und einer
Dreheinrichtung in einer Perspektivansicht und
- Figur 2
- das Schnellwechselsystem von Figur 1 in einem Teilschnitt.
[0013] In den Figuren 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines Schnellwechselsystems mit
einem Schnellwechsler 1 zum automatischen Ankuppeln eines Anbaugeräts, einem Anschlussteil
2 zur Montage des Schnellwechslers 1 an einen Baggerstiel oder einem anderen Anbauelement
einer Baumaschine und einer zwischen dem Schnellwechsler 1 und dem Anschlussteil 2
angeordneten Dreheinrichtung 3 zur Drehung des Schnellwechslers 1 relativ zum Anschlussteil
2 gezeigt. Die Dreheinrichtung 3 enthält ein Antriebsgehäuse 4, in dem der Schnellwechsler
1 um eine in Figur 2 gezeigte - hier vertikal ausgerichtete - Drehachse 5 drehbar
gelagert ist. In dem Antriebsgehäuse 4 der Dreheinrichtung 3 ist außerdem eine Drehdurchführung
6 mit einem im Antriebsgehäuse 4 gegenüber diesem drehfest angeordneten Stator 7 und
einem innerhalb des Stator drehbar gelagerten Rotor 8 für die Zuführung eines Arbeitsfluids
zum Schnellwechsler 1 angeordnet. Durch einen solchen Drehantrieb mit einem in Figur
1 gezeigten Antriebsmotor 9 und einem hier als Schneckenrad ausgebildeten, in Figur
2 erkennbaren Antriebsrad 10 kann der Schnellwechsler 2 über eine nicht dargestellte
Antriebsschnecke relativ zum Antriebsgehäuse 1 um die Drehachse 5 um 360° motorisch
gedreht werden.
[0014] Bei der gezeigten Ausführung ist das Antriebsgehäuse 4 der Dreheinrichtung 3 an dem
Anschlussteil 2 um eine zur Drehachse 5 orthogonale Schwenkachse 11 schwenkbar angeordnet
und kann über einen hier durch zwei Stellzylinder 12 gebildeten Schwenkantrieb relativ
zum Anschlussteil 2 um die Schwenkachse 11 geschwenkt werden. Der Schwenkantrieb zum
Kippen des Antriebsgehäuses 4 gegenüber dem Anschlussteil 2 kann aber auch als Schwenkmotor
oder dgl. ausgeführt sein. Durch ein derartiges - auch als Tiltrotator bezeichnetes
- Schnellwechselsystem können die an dem Schnellwechsler 1 angekoppelten Anbaugeräte
nicht nur um die Drehachse 5 gedreht, sondern zusätzlich auch gegenüber dem Anschlussteil
2 um die zur Drehachse 5 orthogonale Schwenkachse gekippt werden, wodurch die Bewegungsmöglichkeiten
erweitert werden und dadurch der Einsatzbereich vergrößert wird. Das Antriebsgehäuse
4 kann aber auch ohne zusätzliche Schwenkmöglichkeit fest an dem Anschlussteil 2 angeordnet
sein, so dass der Schnellwechsler 1 gegenüber dem Anschlussteil 2 nur um die Drehachse
5 drehbar ist.
[0015] Das Anschlussteil 2 weist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwei zueinander parallele
Seitenwangen 13 sowie vordere und hintere Querstücke 14 auf. Das Antriebsgehäuse 4
ist über in Figur 1 erkennbare Lagerzapfen 15 in entsprechenden Lagerbohrungen 16
der vorderen und hinteren Querstücke 14 um die Schwenkachse 11 schwenkbar gelagert.
Über Bohrungen 17 in den beiden Seitenwangen 13 ist das Anschlussteil 2 an einem Stiel
und einer Koppel eines Baggers montierbar. Die beiden Stellzylinder 12 enthalten ein
an der jeweiligen Seitenwange 13 des Anschlussteils 2 befestigtes Zylindergehäuse
18 und eine im Zylindergehäuse 18 verschiebbar angeordnete und hydraulisch bewegbare
Kolbenstange 19, deren freies Ende über ein Gelenkauge 20 und eine entsprechenden
Halterung 21 mit dem Antriebsgehäuse 4 verbunden ist. Durch entsprechendes Ein- und
Ausfahren der beiden Kolbenstangen 19 kann so das Antriebsgehäuse 14 gegenüber dem
Anschlussteil 2 gekippt werden.
[0016] Der in Figur 2 in einem Schnitt dargestellte Schnellwechsler 1 enthält einen als
Schweißkonstruktion oder als Gußteil ausgeführten Träger 22, der zur einen Seite hin
offene erste Aufnahmen 23 zur Aufnahme und Halterung eines ersten bolzenförmigen Kopplungselements
an der einen Seite und zur anderen Seite sowie nach unten offene zweite Aufnahmen
24 zur Aufnahme und Halterung eines zweiten bolzenförmigen Kopplungselements an der
anderen Seite aufweist.
[0017] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Schnellwechsler 1 an der einen Seite
des Trägers 22 zwei voneinander beabstandete Aufnahmen 23 für ein vorderes Kopplungselement
und auf der anderen Seite zwei Aufnahmen 24 für ein hinteres Kopplungselement auf.
Die zur der einen Seite offenen ersten Aufnahmen 23 sind klauen- oder gabelförmig
ausgeführt. Die zur anderen Seite und nach unten offenen zweiten Aufnahmen 24 weisen
eine gekrümmte untere Anlagefläche 25 zur Anlage eines bolzenförmigen Kopplungselements
auf. An den zweiten Aufnahmen 24 ist eine Verriegelungseinrichtung mit zwei zwischen
einer ausgefahrenen Verriegelungsstellung und einer eingefahrenen Entriegelungsstellung
bewegbaren bolzenförmigen Verriegelungselementen 26 vorgesehen. Die beiden bolzenförmigen
Verriegelungselemente 26 sind innerhalb des Trägers 22 verschiebbar geführt und durch
einen in Figur 2 erkennbaren Zylinder 27 zwischen einer eingefahrenen Entriegelungsstellung
zum Lösen oder Ankoppeln eines Adapters oder eines Anbaugeräts und einer in Figur
1 gezeigten ausgefahrenen Verriegelungsstellung bewegbar. In der ausgefahrenen Verriegelungsstellung
werden die nach unten offenen zweiten Aufnahmen 24 von den in Führungsbohrungen im
Träger 22 verschiebbar angeordneten Verriegelungselementen 26 an der Unterseite geschlossen,
so dass das Kopplungselement von den bolzenförmigen Verriegelungselementen 26 untergriffen
wird.
[0018] Um mit Hilfe des Schnellwechslers 1 ein Anbaugerät anzukuppeln, wird der über das
Anschlussteil 2 in der Regel an einem Baggerstiel und einer Koppel eines Baggers angeordnete
Schnellwechsler 1 zunächst so bewegt, dass ein an einem Adapter oder direkt an dem
Anbaugerät angeordnetes vorderes bolzenförmiges Kopplungselement in die klauen- bzw.
gabelförmigen Aufnahmen 23 auf der einen Seite des Schnellwechslers 1 eingefahren
wird. Dann wird der Schnellwechsler 1 mit noch zurückgezogenen Verriegelungselementen
26 um das vordere bolzenförmige Kopplungselement so geschwenkt, dass das hintere Kopplungselement
am Adapter oder Anbaugerät zur Anlage an den Anlageflächen 25 der nach unten offenen
Aufnahmen 24 auf der anderen Seite des Schnellwechslers 1 gelangt. Anschließend können
die in Führungsbohrungen im Träger 22 des Schnellwechslers 1 verschiebbar angeordneten
Verriegelungselemente 26 z.B. hydraulisch ausgefahren werden, so dass das hintere
bolzenförmige Kopplungselement von den beiden Verriegelungselementen 26 an dem Schnellwechsler
1 untergriffen und das Anbaugerät somit an dem Schnellwechsler 1 gehalten wird.
[0019] Wie aus Figur 2 hervorgeht, weist das aus einem Teil bestehende Antriebsgehäuse 4
eine obere ringförmige Deckfläche 28, eine von einem inneren Lagerring 29 des Antriebsgehäuses
4 begrenzte zentrale Durchgangsöffnung 30 und einen um den Lagerring 29 angeordneten,
nach unten offenen Ringraum 31 zur Aufnahme des Antriebsrads 10 auf. Der Ringraum
31 wird zwischen der Außenseite des inneren Lagerrings 29 und einer Innenseite einer
äußeren Umfangswand 32 des Antriebsgehäuses 4 begrenzt. Das Antriebsrad 10 ist axial
gesichert auf der Außenseite des sich axial über nahezu die gesamte Höhe des Antriebsrads
10 erstreckenden inneren Lagerrings 29 des Antriebsgehäuses 4 drehbar gelagert und
dient nicht nur zum Antrieb, sondern auch zur drehbaren Lagerung des Schnellwechsler
1 innerhalb des Antriebsgehäuses 4. Hierzu ist der Träger 22 des Schnellwechslers
1 über einen Zwischenring 33 fest mit dem auf dem Lagerring 29 des Antriebsgehäuses
4 drehbar gelagerten und axial gesicherten Antriebsrad 10 verbunden. Der Zwischenring
33 kann fest mit dem Träger 22 verschweißt und über Schrauben fest mit dem Antriebsrad
10 verbunden sein.
[0020] Der Stator 7 weist einen hohlzylindrischen Grundkörper 34 und einen ringförmigen
oberen Halteflansch 35 mit in Figur 1 gezeigten äußeren Ansätzen 36 zum formschlüssigen
Eingriff in entsprechende Vertiefungen 37 an der oberen Deckfläche 28 des Antriebsgehäuses
4 auf. Über die Ansätze 36 an dem Halteflansch 35 und die entsprechenden Vertiefungen
37 an der oberen Deckfläche 28 des Antriebsgehäuses 4 ist der Stator 7 gegen Verdrehen
gesichert in dem Antriebsgehäuse 4 gehalten. Der Außendurchmesser des hohlzylindrischen
Grundkörpers 34 ist so an den Innendurchmesser der Durchgangsöffnung 28 im Antriebsgehäuse
4 angepasst, dass der Stator 7 radial gegenüber dem Antriebsgehäuse 4 abgestützt ist.
Die radiale Abstützung des Stators 7 gegenüber dem Antriebsgehäuse 4 erfolgt nicht
nur im oberen Bereich des Grundkörpers 34, sondern auch unterhalb einer oberen Stirnfläche
38 des Antriebsrads, so dass der Stator 7 über einen großen Teil seiner Länge gegenüber
dem Antriebsgehäuse 4 radial abgestützt ist.
[0021] Wie aus Figur 2 ersichtlich ist, erstreckt sich der Lagerring 29 innerhalb des Antriebsgehäuses
4 relativ weit nach unten. Bei er gezeigten Ausführung ist ein unteres Ende 39 des
Lagerrings 29 im Bereich einer unteren Stirnfläche 40 des Antriebsrads 10 angeordnet.
Der Stator 7 der Drehdurchführung 6 füllt die Durchgangsöffnung 30 im Lagerring 29
vollständig aus, so dass sich eine geschlossene Bauweise ergibt. Zwischen dem hohlzylindrischen
Grundkörper 34 des Stators 7 und dem Antriebsgehäuse 4 sind hier als ringförmige Dichtungen
mit O-förmigen oder rechteckigen Querschnitt ausgebildete Dichtelemente 41 angeordnet.
Bei der gezeigten Ausführung ist der Stator 7 der Drehdurchführung 6 in der Durchgangsöffnung
30 des Antriebsgehäuses 4 über drei axial voneinander beabstandete Dichtelemente 41
radial abgedichtet angeordnet. Die Drehdurchführung 6 weist in an sich bekannter Weise
mehrere Versorgungskanäle mit im Stator 7 angeordneten ersten Kanalabschnitten 42
und mit diesen in Verbindung stehenden zweiten Kanalabschnitten 43 im Rotor 8 auf.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 1 Schnellwechsler
- 2 Anschlussteil
- 3 Dreheinrichtung
- 4 Antriebsgehäuse
- 5 Drehachse
- 6 Drehdurchführung
- 7 Stator
- 8 Rotor
- 9 Antriebsmotor
- 10 Antriebsrad
- 11 Schwenkachse
- 12 Stellzylinder
- 13 Seitenwange
- 14 Querstück
- 15 Lagerzapfen
- 16 Lagerbohrung
- 17 Bohrung
- 18 Zylindergehäuse
- 19 Kolbenstange
- 20 Gelenkauge
- 21 Halterung
- 22 Träger
- 23 Erste Aufnahme
- 24 Zweite Aufnahme
- 25 Anlagefläche
- 26 Verriegelungselement
- 27 Zylinder
- 28 Deckfläche
- 29 Lagerring
- 30 Durchgangsöffnung
- 31 Ringraum
- 32 Umfangswand
- 33 Zwischenring
- 34 Grundkörper
- 35 Halteflansch
- 36 Ansatz
- 37 Vertiefung
- 38 Obere Stirnfläche
- 39 Unteres Ende des Lagerrings
- 40 Untere Stirnfläche
- 41 Dichtelemente
- 42 Erster Kanalabschnitt
- 43 Zweiter Kanalabschnitt
1. Schnellwechselsystem zum Wechseln von Anbaugeräten an einer Baumaschine mit einem
in einem Antriebsgehäuse (4) einer Dreheinrichtung (3) drehbar gelagerten und durch
einen Drehantrieb (9, 10) relativ zum Antriebsgehäuse (4) drehbaren Schnellwechsler
(1) und einer im Antriebgehäuse (4) angeordneten Drehdurchführung (6) mit einem Stator
(7) und einem innerhalb des Stators (7) drehbaren Rotor (8) für die Zuleitung eines
Arbeitsfluids zu dem Schnellwechsler (1), wobei der Schnellwechsler (1) einen Träger
(22) mit ersten Aufnahmen (23) zur Aufnahme eines ersten Kopplungselements, zweiten
Aufnahmen (24) zur Aufnahme eines zweiten Kopplungselements und eine den zweiten Aufnahmen
(24) zugeordnete Verriegelungseinrichtung mit mindestens einem zwischen einer Entriegelungsstellung
und einer Verriegelungsstellung bewegbaren Verriegelungselement (26) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der innerhalb einer Durchgangsöffnung (30) des Antriebsgehäuses (4) angeordnete Stator
(7) der Drehdurchführung (6) gegenüber dem Antriebsgehäuse (4) oberhalb einer oberen
Stirnfläche (38) und unterhalb der oberen Stirnfläche (38) eines im Antriebsgehäuse
(4) angeordneten Antriebsrads (10) des Drehantriebs (9, 10) radial abgestützt ist.
2. Schnellwechselsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (7) der Drehdurchführung (6) durch einen die Durchgangsöffnung (30) begrenzenden
inneren Lagerring (29) des Antriebsgehäuses (4) radial abgestützt ist.
3. Schnellwechselsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsrad (10) auf der Außenseite des Lagerrings (29) des Antriebsgehäuses
(4) drehbar gelagert ist.
4. Schnellwechselsystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein unteres Ende (39) des Lagerrings (29) im Bereich einer unteren Stirnseite (40)
des Antriebsrads (10) angeordnet ist.
5. Schnellwechselsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (7) der Drehdurchführung (6) in der Durchgangsöffnung (30) des Antriebsgehäuses
(4) über mindestens ein Dichtelement (41) radial abgedichtet angeordnet ist.
6. Schnellwechselsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehdurchführung (6) mindestens sieben Versorgungskanäle mit im Stator (7) angeordneten
ersten Kanalabschnitten (42) und mit diesen in Verbindung stehenden zweiten Kanalabschnitten
(43) im Rotor (8) aufweist.
7. Schnellwechselsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stator (7) der Drehdurchführung (6) einen hohlzylindrischen Grundkörper (34)
und einen ringförmigen oberen Halteflansch (35) mit äußeren Ansätzen (36) zum formschlüssigen
Eingriff in entsprechende Vertiefungen (37) an einer oberen Deckfläche (28) des Antriebsgehäuses
(4) enthält.
8. Schnellwechselsystem nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsgehäuse (4) einen um den inneren Lagerring (29) angeordneten, nach unten
offenen Ringraum (31) zur Aufnahme des Antriebsrads (10) enthält.
9. Schnellwechselsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, der Ringraum (31) zwischen der Außenseite des Lagerrings (29) und einer Innenseite
einer äußeren Umfangswand (32) des Antriebsgehäuses (10) begrenzt wird.
10. Schnellwechselsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsgehäuse (4) der Dreheinrichtung (3) an dem Anschlussteil (2) um eine
zur Drehachse (5) orthogonale Schwenkachse (11) schwenkbar angeordnet ist.