Technisches Feld
[0001] Die Neuerung bezieht sich auf einen Wandrahmen und ein Verfahren zur Montage des
Wandrahmens.
Technischer Hintergrund
[0002] Vor allem aus designtechnischen Gründen wurden verschiedene Zargen zur Aufnahme von
Türblättern entwickelt. So gibt es zu den klassischen Umfassungszargen, Blockzargen,
Stockzargen und wandbündige Türen mit wandbündigen Zargen sowie wandbündige Zargen
mit einem verdeckten Zargensystem.
[0003] Ausgehend davon ist es Aufgabe der Erfindung, eine preisgünstige Alternative zu den
bekannten Zargensystemen mit einem ansprechenden Design und einem kostengünstigen
und einfachen Montageverfahren bereitzustellen.
Beschreibung
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche
gelöst. Die abhängigen Patentansprüche beziehen sich auf besondere Ausführungsformen
der Erfindung.
[0005] Grundgedanke der Erfindung war es, die kosten-, koordinations- und zeitintensiven
Schritte Ausmessen der Wandöffnung; Herstellen einer Türzarge basierend auf dem Aufmaß;
Einbauen der Türzarge; und ggf. Nacharbeiten des Bereichs zwischen Wand und Türzarge,
insbesondere bei Montagewänden wegfallen zu lassen.
[0006] Ein oder mehrere Ausführungsbeispiele beziehen sich auf einen erfindungsgemäßen Wandrahmen,
der insbesondere im Wesentlichen aus Gipsmaterial besteht. Der künstlich kreierte
Begriff Wandrahmen nimmt Bezug auf die erfindungsgemäße Doppelfunktion des Wandrahmens,
nämlich der Wandfunktion und der Rahmenfunktion um eine Wandöffnung. In manchen Ausführungsformen
kann der Rahmen auf einer oder mehreren Seiten geöffnet sein, d. h. es ist nicht erforderlich,
dass der Wandrahmen die Wandöffnung umschließt. Die Rahmenfunktion erstreckt sich
dabei so weit, dass der Wandrahmen dazu eingerichtet ist, ein Türblatt zumindest aufzunehmen
und in manchen Ausführungsformen mittels einer oder mehrerer Bandaufnahmen an den
Wandrahmen zu befestigen.
[0007] Der Wandrahmen kann beispielsweise die Materialien Gips, Gipsplatten, Faserzementplatten,
Spanplatten, insbesondere gemäß DIN EN 520, bzw. Gipsplattenabschnitte, Faserzementplattenabschnitte,
Spanplattenabschnitte, OSB-Plattenabschnitte, Grobspäne, die ähnlich der Herstellung
einer OSB-Platte verarbeitet sind, etc. umfassen.
[0008] Eine Gipsplatte kann ein Baustoff in einer Plattenform, umfassend Gips mit einseitigem
oder beidseitigem Kartonage-Bezug im Trocken- oder Akustikbau sein. Je nach Gipsart
(Reinheit und Zusammensetzung), Imprägnierung der Oberfläche und Plattenstärke, können
die Gipsplatten Bauplatten (GKB), Feuerschutzsplatten (GKF), Bauplatten-imprägniert
(GKBI), Feuerschutzplatten-imprägniert (GKFI) oder Putzträgerplatten (GKP) sein, insbesondere
gemäß DIN 18180. Eine Gipsplatte kann insbesondere ein Baustoff nach DIN EN 520 in
einer Plattenform, bzw. ein Zuschnitt eines Baustoffs nach DIN EN 520 in einer Plattenform
sein. In manchen Ausführungsformen kann eine Gipsplatte eine Gipsplatte mit den Leistungsmerkmalen
A/H/E/F/P/D/R/I nach DIN EN 520 oder einer Kombination der genannten Leistungsmerkmale
sein.
[0009] In manchen Ausführungsbeispielen können die Gipsplatten, Gipsfaserplatten, d. h.
mit Fasern, beispielsweise mit Glas- und/oder Zellulosefasern oder armierte Gipsplatten
mit und ohne Kartonbeschichtung sein.
[0010] In manchen Ausführungsformen können die Gipsplatten, bzw. Gipsfaserplatten Gipsplattenverbundplatten,
bzw. Gipsfaserverbundplatten sein, die beispielsweise auf einer Plattenseite mit einem
Dämmstoff, insbesondere gemäß DIN 18184, versehen sind. Nicht-beschränkende Beispiele
für Dämmstoffe sind Polystyrol- und Polyurethan-Hartschaum sowie Mineralwolldämmstoffe,
insbesondere gemäß DIN EN 13162
[0011] Erfindungsgemäß umfasst der Wandrahmen einen oder mehrere Wandanschlussabschnitte
zur Aufnahme einer oder mehrerer Wandbeplankungen, insbesondere einer oder mehrerer
Gipsplatten, und einen Türblattaufnahmeabschnitt zur zargenlosen Aufnahme mindestens
eines Türblatts.
[0012] Die Wandbeplankung ist ein Belag oder eine Be- bzw. Verkleidung aus Plattenwerkstoffen
einer Wand, die auf eine dahinterliegende Trägerkonstruktion aufgebracht wird. Nicht-limitierende
Beispiele für Wandbeplankungen sind Holzwerkstoff-, Lehmbau-, Faser- oder Gipsplatten,
die dazu eingerichtet sind, im Trockenbau auf einer dahinterliegenden Konstruktion
(z. B. Holz- und/oder Metallständer) befestigt zu werden, beispielsweise gemäß DIN
18181. Die Konstruktion (Trägerkonstruktion/Unterkonstruktiion/Ständerwerk) kann in
manchen Ausführungsformen ein Einfachständerwerk, ein Doppelständerwerk oder ein verlaschtes
Doppelständerwerk, das beispielsweise als Installationswand geeignet ist, umfassen.
[0013] Trockenbau kann die Herstellung oft raumbegrenzender, aber nicht tragender Bauteile
im Bauwesen bezeichnen, die durch Zusammenfügen industriell gefertigter Halbzeuge
erfolgt. Es werden überwiegend plattenförmige Bauteile beispielsweise durch Nageln,
Schrauben, Stecken oder Kleben verbunden. Auf den Einsatz wasserhaltiger Baustoffe
wie Mörtel, Lehm, Beton oder Putz kann weitgehend verzichtet werden. Trockenbauarbeiten
können dem Ausbau des Gebäudes zugerechnet werden.
[0014] Der Trockenbau kann raumbegrenzende, bauteilbekleidende und dekorative Konstruktionen
des Ausbaus, insbesondere für Wand (beispielsweise Montagewand), Decke und Boden,
die in trockener Bauweise montiert werden, beinhalten. Feucht angerührte Materialien
wie Spachtelmassen werden häufig zum Verschlichten der Oberfläche angewendet. Der
Trockenbau grenzt sich insofern gegen den Betonbau, Mauerwerksbau und Lehmbau ab.
Trockenbau kann eine Montagebauweise und zugleich eine Leichtbauweise sein. Die Trockenbauweise
kann es ermöglichen, bauphysikalische Anforderungen bezüglich Wärme-, Kälte-, Schall-,
Brand-, Feuchte-, Strahlenschutz und Schlagsicherheit flexibel und modular zu erfüllen.
[0015] In manchen Ausführungsformen ist auch ein Wandrahmen im Mischbau, einer Mischung
des Trockenbaus und des Nassbaus möglich.
[0016] Dies hat den Vorteil, dass der Wandrahmen Bestandteil der Wand ist und die Verbindung
zwischen Wandrahmen und Wandelementen, beispielsweise einer Wandbeplankung, der Verbindung
zwischen zwei Wandelementen und/oder eines Wandelements mit einer Ständerkonstruktion,
insbesondere einer Holz- oder Metallständerkonstruktion, entspricht. Somit kann die
Steifigkeit der Wand für die Aufnahme eines oder mehrerer Türblätter genutzt werden
und ein gesonderter Einbau einer Zarge durch einen Türsetzer wird überflüssig, d.h.
das Türblatt wird zargenlos vom Wandrahmen aufgenommen. Ein weiterer Vorteil ist,
dass der Wandrahmen, der dazu eingerichtet ist, ein Türblatt aufzunehmen, beispielsweise
von einem Trockenbauer mit denselben Techniken, die zur Montage einer Wand nötig sind,
montiert werden kann. Außerdem kann der Wandrahmen durch den Trockenbauer im Zuge
der Wandmontage montiert werden. Dies führt zu Kosten- und Zeitersparnissen.
[0017] In manchen Ausführungsformen können ein oder mehrere Wandanschlussabschnitte einen
oder mehrere Stufenversatze (Stoßversatze) zur Aufnahme einer oder mehrerer Wandbeplankungen
umfassen.
[0018] Stoßversatze (Stufenversatze) können dabei einen Versatz, insbesondere einen stufenförmigen
Versatz, Absatz, Falze bzw. eine Fase bilden. Insbesondere bei einer Mehrfachbeplankung
kann ein Stoßversatz mehrere Stufen/Abstufungen umfassen, sodass ein Versatz der Stöße
zwischen Wandanschlussabschnitt und den verschiedenen Wandbeplankungslagen vorliegt.
Kanten eines Stoßversatzes können dabei abgeschrägt, leicht ansteigend, rund, halbrund,
etc., insbesondere gemäß der DIN 18180 sein. In manchen Ausführungsformen kann eine
Kante eine abgeflachte Kante, eine halbrunde Kante, eine Winkelkante, eine halbrunde
Kante, eine halbrunde abgeflachte Kante oder eine runde Kante bzw. eine Kante gemäß
DIN EN 520 sein.
[0019] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen dazu eingerichtet sein, zwei Türblätter
aufzunehmen. Dadurch kann eine zweiflüglige Tür geschaffen werden.
[0020] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen dazu eingerichtet sein, ein Türblatt
aufzunehmen. Dadurch kann eine einflüglige Tür geschaffen werden. In manchen Ausführungsformen
kann der Wandrahmen dazu eingerichtet sein, ein Türblatt in ungefälzter, gefälzter
oder mehrfach gefälzter Ausführung aufzunehmen.
[0021] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen kann der Wandrahmen eine oder mehrere
Bandaufnahmen zur Aufnahme von einem oder mehreren Türbändern eines oder mehrerer
Türblätter umfassen. Eine Montage des Türblatts in/an den Wandrahmen kann dadurch
auf schnelle Weise erfolgen. In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen eine
Bandaufnahmeunterkonstruktion (Bandunterkonstruktion) zur Aufnahme von Rahmenteilen
von Türbändern umfassen.
[0022] In manchen Ausführungsformen können die eine oder mehreren Bandaufnahmen mit dem
Wandrahmen großflächig, beispielsweise über eine Unterkonstruktion, insbesondere ein
Metallband/Metallblatt, im Wandrahmen oder einer Innenseite des Wandrahmens und/oder
mit konstruktiven Elementen des Wandrahmens verbunden sein. Dies kann den Vorteil
haben, dass ein Türblatt besonders stabil vom Türblattaufnahmeabschnitt aufgenommen
werden kann und die Montage des Wandrahmens mit geringem Aufwand erfolgen kann. Außerdem
kann dadurch ein Verbiegen des Wandrahmens aufgrund eines Gewichts eines Türblatts
vermieden werden. Dadurch können Wandrahmen und Türblatt besonders formschlüssig zueinander
montiert werden.
[0023] In manchen Ausführungsformen können die eine oder mehreren Bandaufnahmen mit einem
Ständer, insbesondere einer Metall- und/oder Holzständerkonstruktion einer Wand, verbunden
sein. Dadurch können Kräfte und Momente, die durch Hebel und Bewegungen eines Türblatts
auf die Bandaufnahmen bzw. Bandaufnahmeunterkonstruktion wirken, besonders effizient
auf eine Wandkonstruktion abgeleitet werden.
[0024] Ein Ständer kann ein horizontales oder vertikales Profil (Unterkonstruktionsprofil)
sein bzw. ein Pfosten oder Riegel einer Holzständerkonstruktion. Ein Ständer kann
sowohl ein vertikales als auch ein horizontales Element einer Konstruktion (Ständerkonstruktion/Trägerkonstruktion/Unterkonstruktion/Ständerwerk)
sein.
[0025] In besonders robusten Ausführungsformen kann der Wandrahmen, insbesondere der Türblattaufnahmeabschnitt,
ein oder mehrere Schließbleche mit einer oder mehreren Ausnehmungen zur Aufnahme einer
Schlossfalle, eines Schlossriegels und/oder eines oder mehrerer Sicherungsbolzen umfassen.
Somit kann der Wandrahmen in Bereichen, die mit einem Türblatt einen lösbaren Kontakt
herstellen, geschützt und somit einer Abnutzung vorgebeugt werden. Außerdem kann dadurch
ein Wegbrechen insbesondere eines Falzes im Türblattaufnahmeabschnitt verhindert werden.
[0026] In manchen Ausführungsformen kann ein Schließblech in einer Ausnehmung zur Aufnahme
einer Schlossfalle, eines Schlossriegels und/oder eines oder mehrerer Sicherungsbolzen
z.B. als Flach-, Winkel- oder Lappenschließblech angeordnet sein.
[0027] In besonders kostengünstigen Ausführungsformen kann der Wandrahmen, insbesondere
der Türblattaufnahmeabschnitt, eine oder mehrere Ausnehmungen zur Aufnahme einer Schlossfalle,
eines Schlossriegels und/oder eines oder mehrerer Sicherungsbolzen umfassen. Dadurch
kann die Funktionalität einer Tür, umfassend Wandrahmen und Türblatt, mit einem ansprechenden
Design verbessert werden.
[0028] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen kann der Wandrahmen eine oder mehrere
Ausnehmungen zur Befestigung und/oder Aufnahme eines Türschließers umfassen. Dadurch
können insbesondere Brandschutz- und/oder Rauchschutzanforderungen umfassend eine
automatisierte Schließung einer Tür vorteilhaft bezüglich des Designs erfüllt werden.
[0029] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen eine Unterkonstruktion zur Aufnahme
eines Türschließers oder dessen Komponenten, insbesondere einer Gleitschiene bzw.
eines Scherengestänges, umfassen.
[0030] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen kann der Wandrahmen einen oder mehrere
Falze (Türfalze) zur Aufnahme des mindestens einen Türblatts bei einer geschlossenen
Türe umfassen.
[0031] Vorteilhafterweise können der eine oder die mehreren Falze als Anschlag für das Türblatt
eingerichtet sein. Der Falz kann dabei der Abdichtung gegen Luft und Schall dienen.
Mehrere nebeneinanderliegende Falze können die Zahl der Umlenkungen (in der Art einer
Labyrinthdichtung) erhöhen und die Dichtfunktion, beispielsweise bezüglich Feuer,
Rauch und/oder Schall, verbessern. Des Weiteren kann mittels eines Anschlags ein Überdehnen
bzw. Verformen der Bandaufnahmen verhindert werden. Vorteilhafterweise umfasst das
eine oder die mehreren Türblätter einen dazu passend entgegengesetzten (negativen)
Falz.
[0032] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen dazu eingerichtet sein, ein stumpf
einschlagendes Türblatt ohne Falz am Türblatt aufzunehmen.
[0033] In besonders geräuscharmen Ausführungsformen kann mindestens ein Falz, in manchen
Ausführungsformen auch mehrere Falze, zur Aufnahme des Türblatts eine Nut und/oder
eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils, insbesondere umfassend die Materialien
Kautschuk und/oder Polyurethan, aufweisen. Eine Ausnehmung erstreckt sich vorteilhafterweise
entlang des Türblattaufnahmebereichs, sodass, nach einer Montage des Dämpfungsprofils,
das Dämpfungsprofil bei geschlossener Tür zwischen Türblatt und Wandrahmen angeordnet
ist. Dadurch kann das Schließgeräusch reduziert werden. Des Weiteren kann dadurch
ein Türblatt bei geschlossener Tür fest positioniert werden. Ein weiterer Vorteil
ist, dass Fertigungsungenauigkeiten des Wandrahmens und des Türblatts bzw. Verformungen
beispielsweise aufgrund einer veränderten Luftfeuchtigkeit und/oder des Schwindens
von Holz, kompensiert werden können.
[0034] In besonders funktionellen Ausführungsformen kann ein Dämpfungsprofil ein Dichtungsprofil,
beispielsweise ein Dichtband, insbesondere gemäß DIN 68706-2 sein. Ein Dichtungsprofil
kann dazu eingerichtet sein, einen Bereich zwischen Wandrahmen und Türblatt bei geschlossener
Türe bezüglich Schall, Rauch und/oder Feuer abzudichten. Eine Tür, umfassend einen
erfindungsgemäßen Wandrahmen, kann somit auf einfache Art und Weise Schall-, Rauch-
und Feuerschutz-Vorgaben erfüllen.
[0035] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform können zumindest ein oder mehrere
Teile einer Außenfläche des Wandrahmens, insbesondere ein Abschnitt eines oder mehrerer
Wandanschlussabschnitte, dazu eingerichtet sein, nach einer Wandbeplankung und nach
Trockenbauarbeiten eine Wandfläche, insbesondere eine bündige Wandfläche, wie eine
im Wesentlichen ebene Wandfläche, mit der Wandbeplankung zu bilden.
[0036] Trockenbauarbeiten können beispielsweise das Beplanken einer Konstruktion, beispielsweise
einer Metall- und/oder Holzständerkonstruktion mittels Wandbeplankungen, das Verspachteln
von Gipsplatten, Gipsfaserplatten, etc. und/oder das Schleifen der Trockenbauwand
umfassend den Wandrahmen beinhalten, insbesondere den Wandanschlussabschnitt, und
Wandbeplankungen. Dadurch kann die Herstellung einer Wand mittels dieser fundamentalen
Trockenbauarbeiten durchgeführt werden. Dies hat den Vorteil, dass keine weiteren
Gewerke, wie beispielsweise ein Türsetzer, benötigt werden und somit Kosten und Zeit
gespart werden können.
[0037] Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Wand durchgehend inklusive Türblattaufnahmeabschnitt
keinen Vorsprung und keine Unterbrechung aufweist.
[0038] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen können zumindest die Außenflächen des
Wandrahmens zumindest dieselben Brandschutz-, Schallschutz-, Rauchschutz- und/oder
Imprägnier-Eigenschaften aufweisen wie die Wandbeplankung. Dies hat den Vorteil, dass
entsprechende Brandschutz-, Schallschutz-, Rauchschutz- und/oder Imprägnier-Anforderungen
auf einfache Art und Weise erfüllt sind, da der Wandrahmen Bestandteil der Wand ist
und dieselben Eigenschaften aufweist. Außerdem ist kein Übergangsmaterial zwischen
Wand und Türblattaufnahme verbaut.
[0039] Dadurch kann die Einhaltung von Brandschutz-, Schallschutz-, Rauchschutz- und/oder
Imprägnier-Anforderungen erleichtert werden. Des Weiteren können dadurch Wartungsfugen
hinsichtlich Brandschutz-, Schallschutz-, Rauchschutz- und/oder Imprägnier-Anforderungen,
insbesondere zwischen einer Türaufnahme/Türzarge und einer Wand, die kosten- und zeitintensiv
sind, vermieden werden.
[0040] In besonders langlebigen Ausführungsformen kann die Außenfläche des Wandrahmens mit
der Außenfläche der Wand übereinstimmen. Dadurch können Risse in der Wand, insbesondere
zwischen Wand und Türblattaufnahme, vorgebeugt werden, da keine außerordentlichen
Fugen bzw. Verspachtelungen zwischen verschiedenen Materialien, die zu Rissen führen
können, notwendig sind.
[0041] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen kann zumindest ein Teil der Außenfläche
des Wandrahmens, insbesondere des Wandanschlussabschnitts, eine Oberfläche, die insbesondere
die Materialien Gips, Gipskarton, Polyurethan und/oder Kunststoff umfasst, zur Aufnahme
einer Spachtelmasse aufweisen. Dies hat den Vorteil, dass auf einfache Art und Weise
eine ebene Wandfläche, umfassend Wandbeplankungen und den Wandrahmen, hergestellt
werden kann, insbesondere da die Materialien beispielsweise einem Trockenbauer bekannt
sind.
[0042] In einer besonders eleganten Ausführungsform kann zumindest ein Teil des Wandanschlussabschnitts
zur Aufnahme einer Spachtelmasse zur Herstellung einer stoffschlüssigen Verbindung
zwischen dem Wandrahmen und einer oder mehrerer Wandbeplankungen und/oder zur Herstellung
einer ebenen Wandfläche, umfassend zumindest einen Teil des Wandanschlussabschnitts
und Wandbeplankungen, eingerichtet sein. Dies hat den Vorteil, dass der Übergang zwischen
Wandrahmen und angrenzenden Wandbeplankung sich nicht von einem Übergang zwischen
zwei sich angrenzenden Wandbeplankungen unterscheidet und somit vom Handwerker gleichermaßen
beispielsweise mittels Spachteln und/oder Schleifen bearbeitet werden kann.
[0043] In einer besonders robusten Ausführungsform kann mindestens eine Kante an einem Falz
und/oder Stoßversatz des Wandrahmens, insbesondere zur Aufnahme des mindestens einen
Türblattes, mit einem Kantenschutz, insbesondere aus Metall oder Kunststoff, versehen
sein. Dadurch kann ein Abstoßen der Kante verhindert werden. Dies hat den Vorteil,
dass der Wandrahmen robuster gegenüber Abnutzungen ist.
[0044] In einer besonders robusten Ausführungsform kann der Wandrahmen einen Ständer, insbesondere
einer Holzständerkonstruktion und/oder einer Metallständerkonstruktion, umfassen.
Dies hat den Vorteil, dass der Wandrahmen besonders gut mit der Ständerkonstruktion
einer Wand verbunden und/oder in diese integriert und somit die Steifigkeit des Wandrahmens
verbessert werden kann. In manchen Ausführungsformen können die Ständer dazu eingerichtet
sein, abgelängt zu werden.
[0045] In einer besonders flexiblen Ausführungsform kann der Wandrahmen dazu eingerichtet
sein, mindestens an einem Ständer, insbesondere einer Holzständerkonstruktion und/oder
einer Metallständerkonstruktion, befestigt zu werden. Dadurch ist der Wandrahmen flexibel,
insbesondere unabhängig einer Wandhöhe, montierbar. Des Weiteren kann dadurch die
Transportgröße des Wandrahmens verkleinert werden.
[0046] In einer besonders optimierten Ausführungsform, kann der Wandrahmen zumindest teilweise
in einer Innenseite und/oder einem Hohlraum mit einem Dämmmaterial gefüllt sein. Die
Innenseite kann nach der Montage des Wandrahmens und dem Beplanken der Wand im Inneren
der Wand liegen. In manchen Ausführungsformen kann die Innenseite bzw. der Hohlraum
von den Wandanschlussabschnitten und dem Türblattaufnahmeabschnitt in der Innenseite
des beispielsweise U-förmigen Querschnitts, der durch Wandanschlussabschnitte und
den Türblattaufnahmeabschnitt definiert ist, definiert werden.
[0047] Eine Dämmung kann eine Wärmedämmung und/oder akustische Dämmung/Schalldämmung sein.
Nicht-limitierende Beispiele für Dämmmaterialien sind geschäumte Kunststoffe (beispielsweise
Polystyrol, Polyurethan), geschäumte Elastomere (insbesondere auf Basis von Neopren-Kautschuk),
mineralische Fasern (wie Mineralwolle, Glaswolle, Hochtemperaturwolle, Steinwolle),
mineralische Schäume (wie Bimsstein, Blähton, geschäumtes Glas), tierische Fasern
(wie Schafwolle), Recyclingmaterial (wie Zellulose), usw. Ein Dämmmaterial in einer
Innenseite und/oder einem Hohlraum kann den Vorteil haben, dass zwei angrenzende Räume,
die über den Wandrahmen miteinander verbunden sind, thermisch und/oder akustisch besser
voneinander entkoppelt sind.
[0048] In einer besonders zeitsparenden Ausführungsform kann der Wandrahmen dazu eingerichtet
sein, mittels Trockenbauarbeiten montiert und/oder mit einer Wandbeplankung verbunden
zu werden. Trockenbauarbeiten umfassen beispielsweise das Erstellen einer Ständerkonstruktion,
das Beplanken der Ständerkonstruktion mit einer Beplankung und/oder das Verspachteln
der Beplankungen. Trockenbauarbeiten können insbesondere den Tätigkeiten der in der
DIN 18340 und den in der DIN 18340 referenzierten Dokumenten genannten Tätigkeiten
entsprechen.
[0049] Dies hat den Vorteil, dass ein Trockenbauer ohne zusätzliche Kenntnisse auf einfache
Art und Weise eine Wand mit einer Türöffnung montieren kann. Des Weiteren kann der
Schritt Montieren einer Zarge, der häufig ein weiteres Gewerk, Zeit und Koordinationsaufwand
erfordert, und so Wartezeiten und zusätzliche Kosten erzeugt, entfallen bzw. weggelassen
werden.
[0050] In einer besonders kostengünstigen Ausführungsform kann der Wandrahmen aus mehreren
vorgefertigten Einzelteilen, insbesondere Gipsplatten, zusammengesetzt sein. Die vorgefertigten
Einzelteile können beispielsweise einzelne Abschnitte des Wandrahmens, wie vertikale
und/oder horizontale Wandrahmenabschnitte, sein. Die vorgefertigten Einzelteile können
beispielsweise Gipsplatten oder OSB-Platten sein. Dies kann den Vorteil haben, dass
der Wandrahmen besonders kostengünstig hergestellt werden kann. Außerdem kann somit
der Transport des Wandrahmens, da er aus zusammensetzbaren Teilen besteht, vereinfacht
werden. In manchen Ausführungsformen kann ein vorgefertigtes Einzelteil ein Formteil
sein.
[0051] In besonders vorteilhaften Ausführungsformen kann zumindest ein Abschnitt eines Einzelteils
der vorgefertigten Einzelteile mit einem Abschnitt eines weiteren Einzelteils der
vorgefertigten Einzelteile nach dem Zusammensetzen an einer Ecke an einem Stoß, insbesondere
einem Stumpfstoß oder einer Gehrung, aneinandergrenzen. Dies hat den Vorteil, dass
die Steifigkeit des Wandrahmens und somit die Stabilität des Wandrahmens verbessert
werden kann.
[0052] In manchen Ausführungsformen kann eine Gehrung auch eine falsche Gehrung sein, d.
h. ein Gehrungswinkel beträgt keine 45°.
[0053] In bevorzugten Ausführungsformen können bei überlagerten Schichten einer Beplankung
sowie bei den vorgefertigten Einzelteilen Stöße versetzt zueinander sein. Dadurch
kann die Stabilität des Wandrahmens erhöht sein.
[0054] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen aus einem Werkstück gefertigt sein
bzw. als ein Werkstück gegossen sein. Dies hat den Vorteil, dass die Stabilität des
Wandrahmens besonders hoch ist, da keine Verbindungen zwischen einzelnen Elementen,
die zu Schwachstellen führen können, vorhanden sind.
[0055] In besonders stabilen Ausführungsformen können zwei Wandanschlussabschnitte und der
Türblattaufnahmeabschnitt einen U-förmigen Querschnitt bilden. Dies hat den Vorteil,
dass ein U-förmiges Profil/Querschnitt besonders stabil ist. Bevorzugterweise sind
die zwei Wandanschlussabschnitte mittels des Türblattaufnahmeabschnitts miteinander
verbunden.
[0056] In Ausführungsformen, die besonders für eine industrielle Herstellung geeignet sind,
kann der Wandrahmen dazu eingerichtet sein, einen Teil einer oder mehrerer Wandabschnitte
mit einer vorgegebenen Wandstärke zu bilden. Dies hat den Vorteil, dass der Wandrahmen
und eine Ständerkonstruktion aufeinander abgestimmt werden können und somit die Herstellung
und Montage des Wandrahmens vereinfacht wird. Insbesondere genormte Wandstärken können
eine Automatisierung der Produktion und den Einbau des Wandrahmens vereinfachen. Dadurch
können Zeit und Kosten gespart werden.
[0057] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen ein Trockenbauformteil sein. Trockenbauformteile
sind vorgefertigte Formteile aus Trockenbaumaterialien. Ein Formteil ist ein Gegenstand
von besonderer Gestalt, dem diese gegeben wurde. Formteile haben den Vorteil, dass
sie vorgefertigt werden und somit besondere Eigenschaften, beispielsweise Ecken und
Kanten, mit besonderer Genauigkeit und Präzision aufweisen. Dadurch können Arbeitsabläufe
deutlich effizienter gestaltet werden. Aufgrund der Vorfertigung können die Montagezeiten
erheblich verkürzt und Nacharbeiten auf ein Minimum reduziert werden.
[0058] Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann die Schritte Montieren von Ständern einer Ständerkonstruktion,
insbesondere einer Holzständerkonstruktion oder einer Metallständerkonstruktion; Montieren
des Wandrahmens mittels der Ständerkonstruktion, wobei der Wandrahmen dazu eingerichtet
ist, ein Türblatt aufzunehmen; und Beplanken der Ständer mit einer oder mehreren Wandbeplankungen
umfassen.
[0059] Eine Metallständerkonstruktion ist beispielsweise eine Unterkonstruktion umfassend
horizontale und/oder vertikale Stahlblechprofile, die dazu eingerichtet sind, mit
Beplankungen beplankt zu werden. Eine Holzständerkonstruktion ist beispielsweise eine
Unterkonstruktion einer Wand mit horizontalen und/oder vertikalen Holzbalken, die
dazu eingerichtet sind, mit Beplankungen beplankt zu werden.
[0060] Ein Wandrahmen ist ein Wandelement umfassend einen Türblattaufnahmeabschnitt und
einen oder mehrere Wandanschlussabschnitte, wobei der Türblattaufnahmeabschnitt dazu
eingerichtet ist, ein Türblatt aufzunehmen, und Wandanschlussabschnitte dazu eingerichtet
sind, mit Wandbeplankungen, insbesondere mittels Schritte/Tätigkeiten, die zur Herstellung
einer Trockenbau- und/oder Montagewand notwendig sind, verbunden zu werden. Mit Türblatt
und/oder Türflügel wird der bewegliche Teil einer Tür bezeichnet.
[0061] Das Beplanken der Ständer kann ein Beplanken zumindest eines Teils des Wandrahmens
umfassen.
[0062] Das Beplanken der Ständer und/oder zumindest Teile des Wandrahmens mit einer oder
mehreren Wandbeplankungen kann das Montieren der Wandbeplankungen an die Ständer und/oder
an zumindest Teile des Wandrahmens umfassen. Wandbeplankungen können beispielsweise
mittels Schrauben, Nägeln, Kleber und/oder Klammern an den Ständern, insbesondere
einer Metall- oder Holzständerkonstruktion, und/oder an Teilen des Wandrahmens befestigt/montiert
werden.
[0063] Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass der Schritt Montieren einer Zarge und Verbinden
der Zarge mit der Wand wegfällt. Somit kann das Erstellen einer Wand mit einer Türöffnung,
die dazu eingerichtet ist, ein Türblatt aufzunehmen, von einem Trockenbauer ausgeführt
werden, ohne dass ein Türsetzer benötigt wird.
[0064] In besonders flexiblen Ausführungsformen kann das Verfahren den Schritt Zusammenfügen
des Wandrahmens, der dazu eingerichtet ist, mindestens ein Türblatt aufzunehmen, umfassen.
Dadurch kann der Transport vereinfacht werden. Ein weiterer Vorteil kann sein, dass
die Größe des Wandrahmens flexibel vor Ort bestimmt werden kann, beispielsweise durch
Ablängen einzelner Wandrahmenteile vor dem Zusammensetzen des Wandrahmens.
[0065] In bevorzugten Ausführungsbeispielen kann der Wandrahmen ein Wandrahmen nach einem
der Ansprüche 1 bis 11 sein.
[0066] Besonders vorteilhafte Ausführungsformen können den Schritt Verspachteln der Wandaußenfläche,
insbesondere in einem Bereich, in dem der Wandrahmen und eine Wandbeplankung unmittelbar
aneinandergrenzen, umfassen. Dadurch kann eine besonders glatte und ebene Wandoberfläche
geschaffen werden.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
[0067]
Figuren 1-5 zeigen jeweils schematisch einen Wandrahmen gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
Figur 6 zeigt schematisch einen Wandrahmen einer zweiflügeligen Türe gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung.
Figuren 7, 8 und 9 zeigen jeweils schematisch einen Wandrahmen mit einem Türblatt
und einem Türschließer.
Figuren 10-14 zeigen jeweils schematisch einen Querschnitt eines Wandrahmens oder
eines Abschnitts eines Wandrahmens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figuren 15a-15d zeigen jeweils einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Abschnitts
eines Wandrahmens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 16 zeigt schematisch einen Querschnitt eines eingebauten Wandrahmens oder eines
Teils eines eingebauten Wandrahmens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 17a zeigt schematisch einen Querschnitt eines eingebauten Wandrahmens oder eines
Teils eines eingebauten Wandrahmens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 17b zeigt schematisch einen Querschnitt eines eingebauten Wandrahmens oder eines
Teils eines eingebauten Wandrahmens gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 18 zeigt schematisch einen Wandrahmen mit einer Seitenverglasung gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung.
Figur 19 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Teils des Wandrahmens der Figur
18 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 20 zeigt beispielhaft ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Montage eines
Wandrahmens mit entsprechenden Illustrationen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Figur 21 zeigt beispielhaft ein Ablaufdiagramm eines herkömmlichen Verfahrens zur
Montage eines Türrahmens mit entsprechenden Illustrationen.
Beschreibung der Zeichnung
[0068] Im Folgenden werden Beispiele bzw. Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
detailliert unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Gleiche bzw.
ähnliche Elemente in den Figuren können hierbei mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet
sein, manchmal allerdings auch mit unterschiedlichen Bezugszeichen.
[0069] Es sei hervorgehoben, dass die vorliegende Erfindung jedoch in keiner Weise auf die
im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele und deren Ausführungsmerkmale begrenzt
bzw. eingeschränkt ist, sondern weiterhin Modifikationen der Ausführungsbeispiele
umfasst, insbesondere diejenigen, die durch Modifikation der Merkmale der beschriebenen
Beispiele bzw. durch Kombination einzelner oder mehrerer Merkmale der beschriebenen
Beispiele im Rahmen des Schutzumfangs der unabhängigen Ansprüche umfasst sind.
[0070] Figur 1 zeigt schematisch einen Wandrahmen 10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Der Wandrahmen 10 umfasst einen Türblattaufnahmeabschnitt 11 und einen Wandanschlussabschnitt
12. Der Türblattaufnahmeabschnitt 11 ist dazu eingerichtet, ein Türblatt aufzunehmen,
wenn eine Tür umfassend den Wandrahmen geschlossen ist. Dazu kann der Wandrahmen Bandaufnahmen
als Gegenstücke zu Türbändern des Türblatts umfassen. In dieser Ausführungsform umfasst
der Wandrahmen noch keine Bandaufnahmen. Diese sind am Wandrahmen erst noch zu montieren.
[0071] Der in Figur 1 gezeigte Wandrahmen umfasst Wandrahmenabschnitte 18a, 18b und 18c,
die an den Gehrungen 19a miteinander verbunden sind. Der Wandanschlussabschnitt 12
ist dazu eingerichtet, eine Wandbeplankung aufzunehmen. Eine Wandbeplankung kann beispielsweise
eine OSB-Platte (oriented structural board), eine Gips-, eine Spanplatte, etc. sein.
[0072] In bevorzugten Ausführungsformen kann der Wandrahmen einen weiteren Wandanschlussabschnitt,
der auf einer in Figur 1 nicht sichtbaren Rückseite des Wandrahmens angeordnet ist,
umfassen. Der in Figur 1 gezeigte Wandrahmen kann dazu eingerichtet sein, an einer
Innenseite, die sich zwischen dem gezeigten und nicht gezeigten Wandanschlussabschnitt
befindet, mit einem Ständer, insbesondere einer Holzständer- oder Metallständerkonstruktion,
verbunden zu werden.
[0073] Figur 2 zeigt schematisch einen Wandrahmen 10 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Der Wandrahmen 10 in Figur 2 unterscheidet sich vom Wandrahmen 10 in Figur 1 dahingehend,
dass der Wandrahmen verdeckte Bandaufnahmen 73 umfasst. Des Weiteren ist in Figur
2 eine Ausnehmung 31 für eine Schlossfalle bzw. einen Schlossriegel sichtbar. In Figur
2 umfasst der Wandrahmen im Gegensatz zum Wandrahmen in Figur 1 Ständer 13a und 13b,
sodass der Wandrahmen direkt an Boden- und Deckenprofilen, beispielsweise einer Holzständer-
oder Metallständerkonstruktion, montiert werden kann. Dies kann den Vorteil haben,
dass die Verbindung zwischen Wandrahmen und Elementen der Ständerkonstruktion besonders
stabil ist.
[0074] Falze des Wandrahmenabschnitts 18c, die den Türblattaufnahmeabschnitt des Wandrahmens
in Figur 2 bilden, sind entlang des Türblattaufnahmeabschnitts 11 mit jeweils einem
Kantenschutz 113 versehen. Der Wandrahmen umfasst in diesem Ausführungsbeispiel Ständer
13a und 13b. Ein Ständer kann sowohl ein horizontales als auch vertikales Element
einer Konstruktion (Ständerkonstruktion, Trägerkonstruktion, Unterkonstruktion, Ständerwerk)
sein.
[0075] Figur 3 zeigt schematisch einen Wandrahmen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
In Figur 3 sind die Wandrahmenabschnitte 18a und 18b bzw. 18b und 18c über Stumpfstöße
19b miteinander verbunden.
[0076] Figur 4 zeigt schematisch Abschnitte eines Wandrahmens 10 gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. In Figur 4 sind Wandrahmenabschnitte 18a, 18b und 18c gezeigt. Die
Wandrahmenabschnitte 18a und 18b sind sowohl mittels Stumpfstoß 19b als auch über
eine Gehrung 19a überlappend miteinander verbunden. Analog kann eine Verbindung der
Wandrahmenabschnitte 18b und 18c ausgebildet sein. In manchen Ausführungsformen kann
eine Gehrung bzw. ein Stumpfstoß im Wechsel zu einem Stumpfstoß bzw. einer Gehrung
hinsichtlich der Beplankungslage vorliegen.
[0077] Weiter ist in Figur 4 ein Wechsel von Stumpfstößen 19ba, 19bb, die orthogonal zueinander
angeordnet sind gezeigt, sodass die Stumpfstöße 19ba und 19bb lagenüberlappend angeordnet
sind. Vorteilhafterweise kann eine Verbindung zwischen zwei Wandrahmenabschnitten
in Abhängigkeit von Wandanschlussabschnitten, insbesondere in einer Ebene mit einem
Wandanschlussabschnitt des Wandrahmens, angeordnet sein.
[0078] Figur 5 zeigt schematisch einen Wandrahmen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
Der Wandrahmen 10 umfasst in dieser Ausführungsform die Wandrahmenabschnitte 18a und
18c. In dieser Ausführungsform umfasst der Wandrahmen keinen horizontal angeordneten
Wandrahmenabschnitt 18b im Vergleich zu den in Figuren 1 bis 4 gezeigten Wandrahmen.
Dies kann den Vorteil haben, dass bei niedrigen Raumhöhen eine Tür mit einer maximalen
Durchgangshöhe möglich ist, da die Durchgangshöhe nicht durch einen Sturz bzw. eine
Blende am oberen waagrechten Teil einer Türeinfassung verkleinert wird. Dies kann
insbesondere in Verbindung mit raumhohen Türen vorteilhaft sein. Vorteilhafterweise
können die Wandrahmenabschnitte 18a und 18c einen stumpfen Abschluss an einem oberen
Ende (nach einem Einbau des Wandrahmens in Richtung Raumdecke) haben. In dieser Ausführungsform
umfasst der Wandrahmen keinen Ständer. In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen
auch entsprechende Ständer in den Wandrahmenabschnitten 18a und 18c, wie beispielsweise
in Figur 3 gezeigt, umfassen. Analog zu Figur 2 kann der Wandrahmen Bandaufnahmen,
Ausnehmungen für eine Schlossfalle, einen Schlossriegel, ein Schließblech etc. umfassen
[0079] Figur 6 zeigt schematisch einen Wandrahmen einer zweiflügeligen Türe gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung. In diesem Ausführungsbeispiel ist der Wandrahmen 10
dazu eingerichtet, zwei Türblätter 15a und 15b aufzunehmen. Die Bandaufnahmen können
dabei verdeckt/versteckt, wie in diesem Ausführungsbeispiel, oder sichtbar sein. Der
Wandrahmen 10 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel drei Wandrahmenabschnitte 18a,
18b und 18c. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Wandrahmenabschnitte 18a und 18b
auf Gehrung miteinander verbunden und die Wandrahmenabschnitte 18b und 18c durch lagenüberlappende
(von Lage zu Lage versetzte) Stumpfstöße.
[0080] Figur 7, 8 und 9 zeigen jeweils schematisch einen Wandrahmen 10 mit einem Türblatt
15 und einem Türschließer 71. In Figur 7 ist der Türschließer als Kopfmontage montiert
und das Türblatt ist mittels der Türbänder 74 über die Bandaufnahmen 73 an dem Wandrahmen
10 befestigt.
[0081] In manchen Ausführungsformen, insbesondere in Ausführungsformen mit verdeckten bzw.
versteckten Bandaufnahmen und versteckten Türbändern, d. h. die Bandaufnahmen und
die Türbänder sind bei geschlossener Türe nicht sichtbar, kann ein Türschließer, beispielsweise
ein Federband, in eine oder mehrere Bandaufnahmen integriert sein. Ein Türschließer
ist eine Vorrichtung zum selbständigen Schließen der Türe. In Kombination mit dem
Wandrahmen kann dies besonders vorteilhaft sein, da eine entsprechende Mechanik in
einfacher Art und Weise im Inneren der Wand mit geringem Aufwand angeordnet (versteckt)
werden kann, da keine Bohrungen in die Wand, etc. notwendig sind.
[0082] In Figur 8 ist der Türschließer 71 entsprechend einer Normalmontage an der Tür, d.
h. an dem Wandrahmen 10 und dem Türblatt 15 montiert.
[0083] In Figur 9 ist der Türschließer als Kopfmontage mit Sturzfutterwinkel an der Tür,
d. h. an dem Wandrahmen 10 und dem Türblatt 15 montiert. Der Wandrahmen umfasst dazu
eine Unterkonstruktion zur Befestigung des Türschließers oder Komponenten (Sturzfutterwinkel)
des Türschließers an dem Wandrahmen.
[0084] In manchen Ausführungsformen kann ein Wandrahmen und/oder ein Türblatt eine oder
mehrere Ausnehmungen umfassen, die dazu eingerichtet sind, einen Türschließer aufzunehmen.
Der Türschließer kann dann in die Ausnehmungen von Türblatt und/oder Wandrahmen montiert
werden, sodass der Türschließer verdeckt bzw. versteckt angeordnet ist, d. h. sodass
der Türschließer bei geschlossener Türe nicht sichtbar ist. Der Türschließer kann
dabei ein integrierter, verdeckt liegender Türschließer sein. Der Wandrahmen kann
dazu eine Unterkonstruktion zur Befestigung des Türschließers oder Komponenten des
Türschließers an dem Wandrahmen umfassen.
[0085] Figur 10 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Wandrahmenabschnitts
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Der Wandrahmen oder der Wandrahmenabschnitt,
im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, ist in diesem Ausführungsbeispiels aus
einem Guss bzw. einem Stück, beispielsweise aus Gips, gefertigt. Außenflächen können
dabei beispielsweise mit einem Kartonagebezug umhüllt sein, um die Stabilität des
Wandrahmens zu erhöhen.
[0086] Der Wandrahmen umfasst einen Türblattaufnahmeabschnitt 11 und Wandanschlussabschnitte
12a und 12b. In dieser Ausführungsform ist der Wandrahmen dazu eingerichtet, sowohl
auf einer ersten Wandseite 101a als auch auf einer zweiten Wandseite 101b mit zwei
Lagen Wandbeplankung, insbesondere durch das Aufnehmen einer Wandbeplankung, in Verbindung
gebracht zu werden. Erste Wandbeplankungslagen, beispielsweise OSB-Beplankungen oder
Gipsplatten, können an den Wandanschlussabschnitten 12a anschließen. Zweite Lagen,
beispielsweise Gipsplatten oder OSB-Beplankungen, können an den Wandanschlussabschnitten
12b anschließen.
[0087] Die Wandanschlussabschnitte 12b umfassen in dieser Ausführungsform beispielsweise
jeweils einen Bereich 133, der dazu eingerichtet ist, eine Spachtelmasse, insbesondere
eine Gipsspachtelmasse, aufzunehmen, um eine formschlüssige, kraftschlüssige und/oder
stoffschlüssige/materialschlüssige Verbindung, insbesondere eine Wandfläche, zwischen
einer Wandbeplankung und dem Wandrahmen herzustellen.
[0088] In dieser Ausführungsform umfasst der Bereich 133 zur Aufnahme einer Spachtelmasse
eine Abrundung des Wandanschlussabschnitts 12b. Die Stoßflächen zwischen Wandrahmen
und Wandbeplankungen an den Wandanschlussabschnitten 12a, 12b sind dabei versetzt,
sodass die Stabilität der Verbindungen zwischen den Wandbeplankungen und dem Wandrahmen
erhöht werden kann.
[0089] In Figur 10 ist ersichtlich, dass der Wandrahmen im Türblattaufnahmeabschnitt 11
eine Ausnehmung 131 zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils, insbesondere eines Dichtbandes,
umfasst. Des Weiteren ist ersichtlich, dass der Wandrahmen eine Ausnehmung 31 zur
Aufnahme einer Schlossfalle, eines Schlossriegels und/oder eines Sicherungsbolzens,
etc. umfasst. In manchen Ausführungen kann der Wandrahmen dazu mehrere Ausnehmungen
umfassen. Außerdem umfasst der Wandrahmen einen Kantenschutz 113 an einem Falz des
Türblattaufnahmeabschnitts 11. Dadurch kann die Stabilität einer Kante mit dem Kantenschutz
erhöht werden.
[0090] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen Wandanschlussabschnitte für drei-
oder mehrlagige Wandbeplankungen umfassen. In manchen Ausführungsformen kann die Anzahl
der Wandanschlussabschnitte bezüglich einer Anzahl an Lagen von Wandbeplankungen in
Abhängigkeit einer Wandseite 101a, 101b, usw. angepasst sein. In manchen Ausführungsformen
können auch Gipsverzierungen (Relief, Ornament, Stuckmuster, plastische Formen), insbesondere
aus Gips, die über mindestens eine Wandbeplankung, den Wandrahmen und/oder das Türblatt
verlaufen, dreidimensional ausgestaltet sein. Dies hat den Vorteil, dass eine Türöffnung
auf elegante Weise in Altbauten und Denkmalsanierungen integriert werden kann, während
ein epochaler Stil des Raums bestmöglich erhalten bleibt. Dadurch kann ein bestmöglicher
Kompromiss zwischen Denkmalschutzvorgaben und beispielsweise Brandschutzanforderungen
erzielt werden.
[0091] Figur 11 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Abschnitts
eines Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Der Wandrahmen 10 in Figur 11 unterscheidet sich vom Wandrahmen 10
in Figur 10 dahingehend, dass der Wandrahmen Wandanschlussabschnitte für eine einlagige
Wandbeplankung umfasst. Die Wandanschlussabschnitte 12 sind dabei unterschiedlich
ausgestaltet. In einer Ausgestaltung wurden die Kanten des Wandanschlussabschnitts
gefast (mit einer Fase versehen), in einer zweiten Ausgestaltung wurde der Wandanschlussabschnitt
etwas zurückgesetzt und mit Rundungen versehen, sodass ein Bereich 133 zur Aufnahme
einer Spachtelmasse zur Herstellung einer stoffschlüssigen/materialschlüssigen, kraftschlüssigen
und/oder formschlüssigen Verbindung vorliegt.
[0092] Außerdem unterscheidet sich der Wandrahmen in Figur 11 vom Wandrahmen in Figur 10
dahingehend, dass der Wandrahmen keine Ausnehmung zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils
umfasst. In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen in Figur 11 auch eine Ausnehmung
zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils umfassen.
[0093] In Figur 11 ist gezeigt, dass insbesondere Kanten, die nach einem in Verbindung bringen
des Wandrahmens 10 mit Wandbeplankungen freistehend/abstehend sind, mit einem Kantenschutz
113 geschützt sein können.
[0094] Figur 12 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Abschnitts
eines Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Der Wandrahmen 10 in Figur 12 ist aus einem Guss oder einem Stück hergestellt
und umfasst einen Türblattaufnahmeabschnitt 11 in Form eines Falzes (Türfalzes). Eine
Kante des Falzes ist dabei mit einem Kantenschutz 134 versehen. In manchen Ausführungsformen
kann der Wandrahmen mehrere Kantenschutze an verschiedenen Kanten, insbesondere im
Türblattaufnahmeabschnitt, umfassen.
[0095] Des Weiteren umfasst der Wandrahmen 10 eine Ausnehmung 131 zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils
bzw. eines Dichtbandes. In manchen Ausführungsformen kann der Türblattaufnahmeabschnitt
zwei oder mehrere Falze umfassen, sodass ein stufenförmiges Profil vorliegt. In manchen
Ausführungsformen können zwei oder mehrere der Falze im Türblattaufnahmeabschnitt
eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils oder eines Dichtbandes umfassen.
In manchen Ausführungsformen kann ein Falz mehrere Ausnehmungen umfassen, die jeweils
dazu eingerichtet sind, ein Dämpfungsprofil und/oder ein Dichtband aufzunehmen bzw.
am Wandrahmen 10 zu befestigen.
[0096] Der Wandrahmen 10 in Figur 12 ist an einem Ständer 13 einer Metallständerkonstruktion
befestigt. In manchen Ausführungsformen kann der Ständer 13 ein Ständer beispielsweise
einer Holzständerkonstruktion sein. Der Wandrahmen 10 ist in dieser Ausführungsform
in einem Abstand 137 parallel zu einer Wandbeplankung vom Ständer 13 beabstandet.
Dadurch kann gewährleistet werden, dass der Wandrahmen horizontal und waagrecht ausgerichtet
werden kann.
[0097] Der Wandrahmen 10 umfasst Wandanschlussabschnitte 12 in Form von Stufenversatzen.
Manche Kanten der Stufenversatze sind dabei abgerundet oder gefast, sodass ein Bereich
133 zur Aufnahme einer Spachtelmasse zur Herstellung einer stoffschlüssigen Verbindung
mit Wandbeplankungen 132 erzeugt wird. In manchen Ausführungsformen kann eine Kante
eines Stufenversatzes eines Wandanschlussabschnitts 12 weitere Ausgestaltungen haben,
die dazu vorteilhaft sind, mit einer Wandbeplankung 132 in Verbindung gebracht zu
werden, bzw. eine Spachtelmasse aufzunehmen, um mit einer Wandbeplankung 132 stoffschlüssig
und/oder formschlüssig verbunden zu werden
[0098] Figur 13 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Abschnitts
eines Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Der Wandrahmen in Figur 13 kann in manchen Ausführungsformen aus einem
Guss oder einem Stück, insbesondere aus Gips oder Gips mit einem Kartonageüberzug
(Kartonagebezug), hergestellt sein. In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen
10, sowie auch die in den Figuren 1 bis 12 gezeigten Wandrahmen, beispielsweise mittels
Grobspänen ähnlich einer OSB-Platte hergestellt sein.
[0099] Der Wandrahmen 10 umfasst einen Türblattaufnahmeabschnitt 11, der eine Ausnehmung
131 zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils oder eines Dichtbandes umfasst. Des Weiteren
umfasst der Wandrahmen 10 einen Wandanschlussabschnitt 12, der dazu eingerichtet ist,
mit einer Wandbeplankung 132, beispielsweise formschlüssig, kraftschlüssig und/oder
stoffschlüssig verbunden zu werden. Der Wandanschlussabschnitt 12 kann wie in Figur
13 gezeigt eine Feder 139 umfassen, die dazu eingerichtet ist, mit einer Nut 138 einer
Wandbeplankung 132 zu einer Nut-Feder-Verbindung verbunden zu werden. Die Wandbeplankung
kann beispielsweise eine OSB-Platte sein. In manchen Ausführungsformen kann der Wandanschlussabschnitt
eine Nut umfassen, die dazu eingerichtet ist, mit einer Feder einer Wandbeplankung
132 zu einer Nut-Feder-Verbindung verbunden zu werden. In manchen Ausführungsformen
können Stöße zwischen Wandrahmen und Wandbeplankung beispielsweise geplattet sein.
[0100] Des Weiteren ist in Figur 13 gezeigt, dass ein Wandrahmen 10 ohne einem wie in Figur
12 gezeigten Abstand 137 mit einem Ständer 13 verbunden sein kann. Dies kann den Vorteil
haben, dass der Ständer 13 auf einfache Art ausgerichtet werden kann und der Wandrahmen
entsprechend schlüssig/bündig an den ausgerichteten Ständer montiert werden kann und
so der Wandrahmen auf einfache Art und Weise ausgerichtet ist.
[0101] Figur 14 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Abschnitts
eines Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung. Der Wandrahmen 10 in Figur 14 umfasst die Einzelteile 21a - 21d, die
insbesondere aus Gipsplatten und/oder OSB-Platten hergestellt wurden. Der Wandrahmen
10 umfasst einen Türblattaufnahmeabschnitt 11 und Wandanschlussabschnitte 12. Der
Wandrahmen umfasst zusätzlich eine Unterkonstruktion 17, beispielsweise in Form eines
Metallprofils. Dadurch kann die Stabilität des Wandrahmens verbessert werden. Die
Unterkonstruktion kann beispielsweise aus einem Stück sein oder mehrere Unterkonstruktionsabschnitte,
die miteinander verbunden oder voneinander getrennt sein können, umfassen.
[0102] In manchen Ausführungsformen kann die Unterkonstruktion 17 durch Beplankungen bzw.
Einzelteile 21a-21d von einer von außen sichtbaren Seite bedeckt sein.
[0103] In manchen Ausführungsformen können die Einzelteile 21a und 21b aus Gipsplatten gefertigt
sein und die Einzelteile 21c und 21d aus OSB-Platten gefertigt sein. Die Wandanschlussabschnitte
12 können entsprechend bezüglich den Wandbeplankungen (beispielsweise OSB-Platten
und Gipsplatten) angepasst sein. Vorteilhafterweise kann das Material eines Wandanschlussabschnitts
12 mit einem Material einer an den Wandanschlussabschnitt 12 anschließenden Wandbeplankung
übereinstimmen.
[0104] Figuren 15a-15d zeigen jeweils einen Querschnitt eines Wandrahmens oder eines Abschnitts
eines jeweiligen Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung.
[0105] Der Wandrahmen 10 in Figur 15a umfasst die Einzelteile 21a-21g die beispielsweise
aus Abschnitten einer Wandbeplankung hergestellt sein können, insbesondere einer OSB-Platte
und/oder einer Gipsplatte. Die Einzelteile 21a - 21g formen dabei einen Türblattaufnahmeabschnitt
11 und Wandanschlussabschnitte 12a und 12b. Des Weiteren umfasst der Wandrahmen eine
Unterkonstruktion 17, beispielsweise in Form eines Metallprofils, die dazu eingerichtet
sein kann, die Stabilität des Wandrahmens zu erhöhen. In manchen Ausführungsformen
kann beispielsweise eine Bandaufnahme und/oder ein Schließblech mit der Unterkonstruktion
verbunden sein. Dadurch können besonders vorteilhaft und besonders gleichmäßig Kräfte
eines Türblatts in/an die Wand abgeleitet werden.
[0106] Die Einzelteile 21a, 21b, 21e, 21g sowie die Einzelteile 21b, 21c, 21g, 21f, 21d
sind dabei versetzt angeordnet, sodass sie jeweils im Querschnitt ein Fischgrätmuster
erzeugen. Dies hat den Vorteil, dass die Verbindungen besonders stabil sein können.
In manchen Ausführungsformen können zueinander versetzte Einzelteile beispielsweise
mittels Nut-Feder Verbindungen, bzw. mittels positiver und negativer Ausnehmungen
besonders stabil verbunden sein.
[0107] Der Wandrahmen 10 ist dazu eingerichtet, mittels der Wandanschlussabschnitte 12a
und 12b mit Wandbeplankungen, in dieser Ausführungsform mit zwei Lagen sowohl auf
einer Wandseite 101a als auch auf einer Wandseite 101b verbunden zu werden. In manchen
Ausführungsformen kann die Anzahl der Wandbeplankungen auf einer Wandseite 101a als
auch auf einer Wandseite 101b abweichen. Eine Wand mit den Wandseiten 101a, 101b und
101c kann je nach Ausführungsform auf den Wandseiten 101a, 101b einen gleichen Wandaufbau
aufweisen, wenn die Materialien der Einzelteile 21a, 21b und 21c sowie die Materialien
der Einzelteile 21d, 21e, 21f und 21g jeweils übereinstimmen. Dies kann besonders
vorteilhaft bei Schallschutz-, Feuchtigkeits- und Brandschutzauflagen sein.
[0108] In manchen Ausführungsformen, insbesondere gemäß der Figuren 10 bis 12, kann der
Wandrahmen entsprechend der Figur 15a ebenfalls eine Unterkonstruktion 17 umfassen.
[0109] Der Wandrahmen 10 in Figur 15b umfasst Einzelteile 22a-c. Das Einzelteil 22a weist
dabei einen U-förmigen Querschnitt auf, wobei zwei Schenkel des U-förmigen Einzelteils
sich in ihrer Länge und/oder Breite unterscheiden können. Das Einzelteil 22b weist
hingegen einen L-förmigen Querschnitt auf. Des Weiteren ist in Figur 15b gezeigt,
dass Kanten des Wandrahmens, insbesondere im Türblattaufnahme Abschnitt und/oder in
Richtung einer Öffnung des Wandrahmens mittels eines Kantenschutzes 113 geschützt
sein können.
[0110] In manchen Ausführungsformen können die Einzelteile 22a, 22b und/oder 22c Trockenbauformteile
sein. Die Einzelteile 22a, 22b und 22c können beispielsweise aus Gips, insbesondere
ähnlich der Herstellung einer Gipsplatte, und/oder aus Grobspänen, insbesondere ähnlich
der Herstellung einer OSB-Platte, hergestellt sein.
[0111] Der Wandrahmen 10 in Figur 15c umfasst die Einzelteile 22aa, 22ab, 22d. Die Einzelteile
22aa und 22ab haben dabei einen U-förmig Querschnitt, wobei das Einzelteil 22aa in
der U-förmigen Öffnung des Einzelteils 22ab mit einer Ausrichtung, die mit einer Ausrichtung
des Einzelteils 22ab übereinstimmt, angeordnet ist. Das Einzelteil 22d ist als Anschlag
für ein Türblatt in Richtung einer Öffnung des Wandrahmens 10 angeordnet. Die Einzelteile
22aa, 22ab und 22d können Trockenbauformteile sein. Die Einzelteile 22aa, 22ab und
22d können beispielsweise aus Gips, insbesondere ähnlich der Herstellung einer Gipsplatte,
und/oder aus Grobspänen, insbesondere ähnlich der Herstellung einer OSB-Platte, hergestellt
sein.
[0112] In Figur 15c ist gezeigt, dass der Wandrahmen eine Ausnehmung/Nut 131 im Türblattaufnahmeabschnitt
zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils oder eines Dichtbandes umfasst.
[0113] Der Wandrahmen 10 in Figur 15d umfasst die Einzelteile 22aa, 22ab und 22d, wobei
die Einzelteile 22aa, 22ab und 22d jeweils Formteile sein können. Der Wandrahmen 10
umfasst die Wandanschlussabschnitte 12a, 12b, 12c und 12d. Der Wandanschlussabschnitt
12a umfasst dabei eine Ausnehmung/Nut einer Nut-Feder-Verbindung, die dazu eingerichtet
ist, mit einer Feder einer Wandbeplankung verbunden zu werden. Der Wandanschlussabschnitt
12b umfasst eine Feder einer Nut-Feder-Verbindung, die dazu eingerichtet ist, mit
einer Nut einer Wandbeplankung verbunden zu werden.
[0114] Der Wandanschlussabschnitt 12c ist verjüngt relativ zu einer Wandstärke und umfasst
dadurch einen Bereich 133 zur Aufnahme einer Spachtelmasse zur Herstellung einer stoffschlüssigen,
kraftschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen dem Wandrahmen 10 und
einer Wandbeplankung an dem Wandanschlussabschnitt 12c. Der Wandanschlussabschnitt
12d umfasst eine abgerundete Fase. Dadurch entsteht ein Bereich 133 zur Aufnahme einer
Spachtelmasse zur Herstellung einer stoffschlüssigen und/oder formschlüssigen Verbindung
zwischen dem Wandrahmen und einer Wandbeplankung an dem Wandanschlussabschnitt 12d.
[0115] Das Einzelteil 22d bildet mit Falzen, die stufenförmig ausgebildet sind, den Türblattaufnahmeabschnitt
11. Die Falze können dabei einen Stufenversatz bilden. In dieser Ausführungsform sind
zwei Falze gezeigt. In manchen Ausführungsformen umfasst der Türblattaufnahmeabschnitt
einen, zwei, drei oder mehrere Falze. Ein Türblatt ist mit einem entsprechenden Gegenstück
ausgestattet, sodass mittels eines Dämpfungsprofils und/oder Dichtbändern, das beispielsweise
mittels Ausnehmungen im Türblattaufnahmeabschnitt angeordnet ist, eine schalldämmende
und/oder luftabdichtende Verbindung zwischen Wandrahmen und Türblatt bei geschlossener
Türe hergestellt ist. Ein Wandrahmen kann dazu im Türblattaufnahmeabschnitt eine oder
mehrere Ausnehmungen zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils und/oder eines Dichtbandes
umfassen. Vorzugsweise umfasst der Wandrahmen in jedem Falz im Türblattaufnahmeabschnitt
eine Ausnehmung zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils und/oder eines Dichtbandes. Mittels
mehrerer Falze kann die schalldämmende und/oder luftabdichtende Wirkung verbessert
und optimiert werden.
[0116] Figur 16 zeigt schematisch einen Querschnitt eines eingebauten Wandrahmens oder eines
Teils eines eingebauten Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet, gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung. Der Wandrahmen entspricht im Wesentlichen dem
Wandrahmen in Figur 15b. Der Wandrahmen ist mit dem Ständer 13 einer Metallständerkonstruktion
und den Wandbeplankungen 132 verbunden. Der Ständer ist von der Unterkonstruktion
17 des Wandrahmens 10 mit einem Abstand 137 beabstandet, sodass eine horizontale und/oder
vertikale Ausrichtung des Wandrahmens unabhängig einer Ausrichtung des Ständers 13
möglich ist. In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen 10 an den Ständer 13
so befestigt sein, dass kein Abstand 137 vorliegt.
[0117] Insbesondere kann der Wandrahmen 10 so an dem Ständer 13 befestigt sein, dass der
Wandrahmen an drei verschiedenen Ebenen mit dem Ständer 13 in Kontakt ist. Dies kann
den Vorteil haben, dass der Wandrahmen mittels eines ausgerichteten Ständers auf eine
Einfache Art und Weise ausgerichtet werden kann.
[0118] Entgegen dem in Figur 15b gezeigten Wandrahmen 10 umfasst der in Figur 16 gezeigte
Wandrahmen zusätzlich ein Schließblech 33, das in dieser Ausführungsform beispielsweise
mit der Unterkonstruktion 17 verbunden ist. Auf eine entsprechende Verbindung zwischen
Schließblech 33 und Unterkonstruktion 17 kann in manchen Ausführungsformen verzichtet
werden, insbesondere wenn der Wandrahmen 10 keine Unterkonstruktion 17 umfasst.
[0119] Zusätzlich umfasst der Wandrahmen 10 eine Ausnehmung 31 zur Aufnahme einer Schlossfalle
32 des Türblatts 15. Das Schließblech ist im Bereich der Schlossfalle entsprechend
ausgenommen.
[0120] Figur 17a zeigt schematisch einen Querschnitt eines eingebauten Wandrahmens oder
eines Teils eines eingebauten Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet,
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Der Wandrahmen 10 in Figur 17a entspricht
im Wesentlichen dem Wandrahmen in Figur 15b. Der in Figur 17a gezeigte Wandrahmen
kann mit dem in Figur 16 gezeigten Wandrahmen 10 vertikal angeordnete Rahmenelemente
einer Tür umfassend einen Wandrahmen, wie beispielsweise die in den Figuren 1-5 und
7 gezeigten Wandrahmenabschnitte 18a und 18c, insbesondere bei geschlossener Türe,
bilden. Der Wandrahmen 10 umfasst Bandaufnahmen 16, die dazu eingerichtet sind, Türbänder
16a aufzunehmen, sodass das Türblatt 15 relativ zum Wandrahmen, entlang einer vorgegebenen
Bewegungskurve bewegt werden kann. In Figur 17a ist gezeigt, dass eine Bandaufnahme
16 mit einer Unterkonstruktion 17 des Wandrahmens besonders stabil verbunden sein
kann.
[0121] Die Unterkonstruktion 17 kann in manchen Ausführungsformen Materialien, wie Kunststoff,
Metall, etc. umfassen.
[0122] Figur 17b zeigt schematisch einen Querschnitt eines eingebauten Wandrahmens oder
eines Teils eines eingebauten Wandrahmens, im Folgenden als Wandrahmen 10 bezeichnet,
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Der in Figur 17b gezeigte Wandrahmen ist
dem in Figur 17a gezeigten Wandrahmen ähnlich. Der Wandrahmen in Figur 17b unterscheidet
sich vom Wandrahmen in Figur 17a unter Anderem dahingehend, dass eine Bandaufnahme
16, die dazu eingerichtet ist, mit einem Türband 16a verbunden zu werden, und dass
das Türband 16a so in Ausnehmungen des Wandrahmens 10 und des Türblatts 15 angeordnet
sind, dass bei einer geschlossenen Türe weder die Bandaufnahme 16 noch das Türband
16a sichtbar sind. Das heißt die Bandaufnahme 16 und das Türband 16a sind verdeckt,
bzw. versteckt.
[0123] Figur 18 zeigt schematisch einen Wandrahmen 10 mit einer Seitenverglasung gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung. Der Wandrahmen 10 umfasst einen Wandanschlussabschnitt
12, der dazu eingerichtet ist, mit einer Wandbeplankung, beispielsweise durch die
Aufnahme einer Wandbeplankung, verbunden zu werden. Des Weiteren umfasst der Wandrahmen
10 einen Türblattaufnahmeabschnitt 11, der dazu eingerichtet ist, ein Türblatt aufzunehmen,
und Bandaufnahmen 16 im Türblattaufnahmeabschnitt 11, die dazu eingerichtet sind,
mit Türbändern eines Türblatts verbunden zu werden.
[0124] Der Wandrahmen umfasst zusätzlich ein Glasaufnahmeprofil 35a, das dazu eingerichtet
ist, eine Seitenverglasung 35 aufzunehmen und an dem Wandrahmen zu befestigen. In
einem Bereich zwischen Seitenverglasung 35 und einem Bereich 36, in dem ein Türblatt
bei geschlossener Türe angeordnet ist, befindet sich ein Steher 181, der einen Türblattaufnahmeabschnitt
11 und ein Glasaufnahmeprofil 35b umfasst.
[0125] Figur 19 zeigt schematisch einen Querschnitt eines Teils des Wandrahmens 10 der Figur
18 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Eine Seitenverglasung 35 wird mittels
eines Glasaufnahmeprofils 35a mit dem Wandrahmen verbunden. Das Profil des Türblattaufnahmeabschnitts
11 ist in dieser Ausführungsform über den Türblattaufnahmeabschnitt hinaus fortgeführt.
In diesem fortgeführten Türblattaufnahmeabschnitt 11a ist das Glasaufnahmeprofil 35a
angeordnet. Dies kann den Vorteil haben, dass die Herstellung der Wandöffnung besonders
einfach erfolgen kann und die Breite der Seitenverglasung flexibel bezüglich eines
gefertigten Wandrahmens durch ein entsprechendes Platzieren des Stehers 181, siehe
auch Figur 18, einstellbar ist.
[0126] In manchen Ausführungsformen kann der Wandrahmen mittels einer Ständerkonstruktion
auf einem Rohfußboden/einer Rohdecke montiert sein, bzw. dazu eingerichtet sein, auf
einem Rohfußboden/einer Rohdecke montiert zu werden. In manchen Ausführungsformen
kann der Wandrahmen mittels einer Ständerkonstruktion auf einem Estrich/fertigen Boden
montiert sein, bzw. dazu eingerichtet sein, auf einem Estrich/fertigen Boden montiert
zu werden. In manchen Ausführungsformen kann ein Wandrahmen eine Türschwelle, insbesondere
eine stufenförmige Türschwelle umfassen.
[0127] Figur 20 zeigt beispielhaft ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Montage eines
Wandrahmens mit entsprechenden Illustrationen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
In manchen Ausführungsformen können Schritte hinzugefügt, Schritte in mehrere Schritte
aufgeteilt und/oder mehrere Schritte zu einem Schritt zusammengefasst werden ohne
den Kern, bzw. die Funktionalität des Verfahrens zu ändern. In manchen Ausführungsformen
können Verfahrensschritte auch parallel ausgeführt oder in ihrer Reihenfolge vertauscht
werden.
[0128] In einem ersten Schritt S11, beschreibend das Montieren von Boden-, Decken- und Wandprofilen,
wird eine Konstruktion, beispielsweise eine Metall- oder Holzständerkonstruktion einer
Wand, insbesondere einer Trockenbauwand oder einer Metall- oder Holzständerwand montiert,
siehe F11.
[0129] In einem weiteren Schritt S12 wird der Wandrahmen an Wandprofilen/Ständern, bei einem
Wandrahmen ohne Ständer bzw. an Boden- und Deckenprofilen bei einem Wandrahmen mit
Ständer montiert. Der Wandrahmen umfasst dabei einen Wandanschlussabschnitt, der dazu
eingerichtet ist, mit einer Wandbeplankung verbunden zu werden, und einen Türblattaufnahmeabschnitt,
der dazu eingerichtet ist, ein Türblatt aufzunehmen, wenn eine Türe umfassend den
Wandrahmen und das Türblatt geschlossen ist, siehe insbesondere F12.
[0130] In einem weiteren Schritt S13 werden die Konstruktion, insbesondere die Metallständer-
oder Holzständerkonstruktion, und/oder Teile des Wandrahmens beplankt, beispielsweise
mittels Gipsplatten, Spanplatten, OSB-Platten etc., siehe F13. Dadurch kann eine Wandfläche
umfassend die Wandbeplankung und Teile des Wandrahmens hergestellt werden.
[0131] In einem optionalen Schritt S13a werden Fugen zwischen Wandbeplankungen und Fugen
zwischen Wandrahmen und Wandbeplankungen verspachtelt.
[0132] In einem letzten Schritt S14 wird ein Türblatt in den Wandrahmen montiert, siehe
F14. Dazu kann beispielsweise ein Türblatt mittels der Türbänder mit Bandaufnahmen
des Wandrahmens verbunden werden, insbesondere durch ein Verschrauben des Türbands
mit der Bandaufnahme, durch ein Verschrauben der Bandaufnahme mit dem Türband oder
durch Einhängen des Türblatts in den Wandrahmen mittels mindestens einer Bandaufnahme
und mindestens einem Türband.
[0133] Figur 21 zeigt beispielhaft ein Ablaufdiagramm eines herkömmlichen Verfahrens zur
Montage eines Türrahmens mit entsprechenden Illustrationen. In einem ersten Schritt
S11 werden Boden-, Decken- und Wandprofile einer Metall- oder Holzständerkonstruktion
montiert, siehe F21.
[0134] In einem nächsten Schritt S22 werden Türständer- und Türsturzprofile, beispielsweise
als Teil einer Holzständer- oder Metallständerkonstruktion, montiert. Dies ist beispielsweise
in F22 gezeigt.
[0135] In einem weiteren Schritt S23 werden die Holzständerkonstruktion oder die Metallständerkonstruktion
sowie die Türständerprofile und das Türsturzprofil, in manchen Ausführungsformen in
der Laibung, beplankt. Dies ist insbesondere in F23 gezeigt.
[0136] In einem weiteren Schritt S24 wird ein Aufmaß einer Öffnung, die durch die beplankten
Türständerprofile und das beplankte Türsturzprofile definiert ist, erstellt.
[0137] Im Schritt S25 wird eine Türzarge gemäß dem Aufmaß aus Schritt S24 gefertigt und
in einem Schritt S26 in die Öffnung, die durch die Türständerprofile und das Türsturzprofil
definiert ist, montiert. In F26 ist beispielhaft eine in eine Wandöffnung montierte
Türzarge gezeigt.
[0138] Je nach Ausführung der Türzarge, ist ein optionaler Schritt S26a Herstellen einer
Wandfläche zwischen montierter Türzarge und Wandbeplankung erforderlich. Dieser Schritt
ist insbesondere bei Wandbündigen Zargen bzw. Stock- und Blockzargen erforderlich.
[0139] In einem letzten Schritt S27 wird das Türblatt in die Türzarge montiert, wie in F27
gezeigt.
[0140] Bei einem Vergleich der in Figur 19 und 20 gezeigten Verfahren wird deutlich, dass
aufgrund der Eigenschaft des Wandrahmens, insbesondere durch den Türblattaufnahmeabschnitt
und den Wandanschlussabschnitt, die Montage einer Tür erheblich vereinfacht und Zeit
und Kosten gespart werden können, da ein gesondertes Aufmessen der Türöffnung sowie
eine Maßanfertigung einer Türzarge entfällt und dadurch der Arbeitsfluss bei der Wandherstellung
nicht unterbrochen wird.
Bezugszeichen
[0141]
- 10
- Wandrahmen
- 11
- Türblattaufnahmeabschnitt
- 11a
- Fortführung des Profils eines Türblattaufnahmeabschnitt über den Türblattaufnahmeabschnitt
hinaus
- 12, 12a, 12b
- Wandanschlussabschnitt
- 13, 13a, 13b
- Ständer
- 15, 15a, 15b
- Türblatt
- 16
- Bandaufnahme
- 16a
- Türband
- 17
- Unterkonstruktion
- 18a, 18b, 18c
- Wandrahmenabschnitte
- 19a
- Gehrung
- 19b, 19ba, 19bb
- Stumpfstoß
- 21a-21g
- Einzelteile eines Wandrahmens
- 22a, 22aa, 22ab, 22b, 22c, 22d
- Einzelteile eines Wandrahmens
- 31
- Ausnehmung zur Aufnahme einer Schlossfalle, eines Schlossriegels und/oder eines Sicherungsbolzens
- 33
- Schließblech
- 35a
- Glasaufnahmeprofil
- 35
- Seitenverglasung
- 36
- Bereich, in dem ein Türblatt bei geschlossener Türe angeordnet ist
- 71
- Türschließer
- 73
- Bandaufnahmen
- 74
- Türband
- 101a, 101b, 101c
- Wandseite
- 113
- Kantenschutz (Türblattaufnahmeabschnitt)
- 131
- Ausnehmung zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils oder Dichtbandes
- 132
- Wandbeplankung
- 133
- Bereich, der dazu eingerichtet ist, eine Spachtelmasse zur Herstellung einer form-
und/oder stoffschlüssigen Verbindung aufzunehmen
- 134
- Kantenschutz (Türblattaufnahmeabschnitt
- 137
- Abstand parallel zu einer Wandbeplankung zwischen Wandrahmen und Ständer
- 181 Steher
- umfassend einen Türblattaufnahmeabschnitt und ein Glasaufnahmeprofil
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Wandrahmen, mit einem oder mehreren Wandanschlussabschnitten (12, 12a, 12b) zur Aufnahme
einer oder mehrerer Wandbeplankungen (132), insbesondere einer oder mehrerer Gipsplatten,
und einem Türblattaufnahmeabschnitt (11) zur zargenlosen Aufnahme von mindestens einem
Türblatt (15, 15a, 15b),
dadurch gekennzeichnet, dass
der Wandrahmen (10) einschließlich Wandanschlussabschnitt (12, 12a, 12b) und Türblattaufnahmeabschnitt
(11) im Wesentlichen aus einem Gipsmaterial besteht und dazu eingerichtet ist, mittels
Trockenbauarbeiten montiert und mit der Wandbeplankung (132) verbunden zu werden.
2. Wandrahmen (10) nach Anspruch 1, wobei
ein oder mehrere Wandanschlussabschnitte (12, 12a, 12b) einen oder mehrere Stufenversatze
zur Aufnahme einer oder mehrerer Wandbeplankungen (132) umfasst und/oder
der Wandrahmen (10) eine oder mehrere Bandaufnahmen (73) zur Aufnahme von einem oder
mehreren Türbändern (74) eines oder mehrerer Türblätter (15, 15a, 15b) umfasst.
3. Wandrahmen (10) nach Anspruch 1 oder 2 umfassend:
ein oder mehrere Schließbleche (33) mit einer oder mehreren Ausnehmungen zur Aufnahme
einer Schlossfalle, eines Schlossriegels und/oder eines oder mehrerer Sicherungsbolzen
(31) und/oder
eine oder mehrere Ausnehmungen zur Aufnahme einer Schlossfalle, eines Schlossriegels
und/oder eines oder mehrerer Sicherungsbolzen (31) und/oder
eine oder mehrere Unterkonstruktionen (17) und/oder Ausnehmungen zur Befestigung und/oder
Aufnahme eines Türschließers (71).
4. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei
der Wandrahmen (10) einen oder mehrere Falze zur Aufnahme des mindestens einen Türblatts
(15, 15a, 15b)bei einer geschlossenen Tür umfasst und/oder wobei
mindestens ein Falz zur Aufnahme des Türblatts (15, 15a, 15b) eine Nut und/oder eine
Ausnehmung aufweist zur Aufnahme eines Dämpfungsprofils (131), insbesondere umfassend
die Materialien Kautschuk und/oder Polyurethan.
5. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
zumindest ein oder mehrere Teile einer Außenfläche des Wandrahmens (10), insbesondere
ein Abschnitt eines oder mehrerer Wandanschlussabschnitte (12, 12a, 12b), dazu eingerichtet
ist, nach einer Wandbeplankung (132) und nach Trockenbauarbeiten eine Wandfläche mit
der Wandbeplankung (132) zu bilden.
6. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
zumindest ein Teil der Außenfläche des Wandrahmens (10) eine Oberfläche, die insbesondere
die Materialien Gips, Gipskarton, Polyurethan und/oder Kunststoff umfasst, zur Aufnahme
einer Spachtelmasse aufweist und/oder wobei
zumindest ein Teil des Wandanschlussabschnitts zur Aufnahme einer Spachtelmasse zur
Herstellung einer stoffschlüssigen Verbindung (133) zwischen dem Wandrahmen (10) und
einer oder mehrerer Wandbeplankungen (132) und/oder zur Herstellung einer ebenen Wandfläche
umfassend zumindest einen Teil eines Wandanschlussabschnitts (12, 12a, 12b)und Wandbeplankungen
(132) eingerichtet ist.
7. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei
mindestens eine Kante eines Falzes und/oder eines Stufenversatzes des Wandrahmens
(10), insbesondere zur Aufnahme des mindestens einen Türblattes (15, 15a, 15b), mit
einem Kantenschutz (113), insbesondere aus Metall oder Kunststoff, versehen ist.
8. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei
der Wandrahmen (10) einen Ständer (13, 13a, 13b), insbesondere einer Holzständerkonstruktion
und/oder einer Metallständerkonstruktion, umfasst und/oder dazu eingerichtet ist,
mindestens an einem Ständer (13, 13a, 13b), insbesondere einer Holzständerkonstruktion
und/oder einer Metallständerkonstruktion, befestigt zu werden.
9. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei
der Wandrahmen (10) zumindest teilweise in einer Innenseite und/oder einem Hohlraum
mit einem Dämmmaterial gefüllt ist und/oder wobei
der Wandrahmen (10) dazu eingerichtet ist, mittels Trockenbauarbeiten montiert und/oder
mit einer Wandbeplankung (132) verbunden zu werden.
10. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei
der Wandrahmen (10) aus mehreren vorgefertigten Einzelteilen (21a-21g), insbesondere
Gipsplatten, zusammengesetzt ist und/oder wobei
zumindest ein Abschnitt eines Einzelteils der vorgefertigten Einzelteile (21a-21g)
mit einem Abschnitt eines weiteren Einzelteils der vorgefertigten Einzelteile (21a-21g)
nach dem Zusammensetzen an einer Ecke an einem Stoß, insbesondere einem Stumpfstoß
oder einer Gehrung, aneinandergrenzen.
11. Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
wobei zwei Wandanschlussabschnitte (12, 12a, 12b) und der Türblattaufnahmeabschnitt
(11) einen U-förmigen Querschnitt bilden und/oder wobei
der Wandrahmen (10) dazu eingerichtet ist, einen Teil einer oder mehrerer Wandabschnitte
mit einer vorgegebenen Wandstärke zu bildet, und/oder ein Trockenbauformteil ist.
12. Verfahren zur Montage eines Wandrahmens (10) umfassend die Schritte:
- Montieren von Ständern einer Ständerkonstruktion, insbesondere einer Holzständerkonstruktion
oder einer Metallständerkonstruktion
- Montieren eines Wandrahmens (10), der einschließlich eines Wandanschlussabschnitts
(12, 12a, 12b) und eines Türblattaufnahmeabschnitts (11) im Wesentlichen aus einem
Gipsmaterial besteht und dazu eingerichtet ist, ein Türblatt (15, 15a, 15b) aufzunehmen,
mittels der Ständerkonstruktion durch Trockenbau
- Beplanken der Ständer (13, 13a, 13b) mit einer oder mehreren Wandbeplankungen (132).
13. Verfahren nach Anspruch 12 umfassend den Schritt:
- Zusammenfügen des Wandrahmens (10), der dazu eingerichtet ist, mindestens ein Türblatt
(15, 15a, 15b) aufzunehmen, aus vorgefertigten Einzelteilen (21a-21g).
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
wobei der Wandrahmen (10) ein Wandrahmen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ist
und/oder
wobei das Beplanken der Ständer (13, 13a, 13b) ein Beplanken zumindest eines Teils
des Wandrahmens (10) umfasst.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, umfassend den Schritt:
- Verspachteln der Wandaußenfläche, insbesondere in einem Bereich in dem der Wandrahmen
(10) und eine Wandbeplankung (132) unmittelbar aneinandergrenzen.