[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prägen von Folien, mit einer Basisprägeplatte
und einer Gegenprägeplatte, deren einander zugewandte Flächen jeweils wenigstens abschnittsweise
plan sind und die zum Prägen einer zwischen ihnen liegenden Folie in paralleler Ausrichtung
ihrer wenigstens abschnittsweise planen Flächen zueinander einerseits aufeinander
zu und andererseits voneinander weg bewegbar angeordnet sind, wobei die Basisprägeplatte
auf ihrer der Gegenprägeplatte zugewandten Seite mit einer Mehrzahl von Prägeeinsätzen
zum Prägen einer Mehrzahl von aus der Folie auszustanzenden Platinen versehen ist
und wobei die Prägeeinsätze so ausgestaltet und angeordnet sind, dass sie beim Prägen
der Folie jeweils mit einem auf der der Basisprägeplatte zugewandten Seite der Gegenprägeplatte
angeordneten, korrespondierenden Prägebereich zusammenwirken.
[0002] Wenn vorliegend vom Prägen einer Folie die Rede ist, dann ist damit ganz allgemein
auch ein Verformen von Folien gemeint. Dabei können glatte Folien geprägt bzw. verformt
werden, aber auch bereits vorgeprägte oder vorverformte Folien.
[0003] Folien im Verpackungsbereich, auch Platinen genannt, haben typischerweise eine Dicke
zwischen 10 und 150 µm können mit verschiedensten Prägungen versehen werden. Diese
Prägungen können vollflächig, partiell oder als Randprägung ausgeführt werden. Der
Grund für diese Prägungen ist es typischerweise, die Vereinzelung der Folien zu gewährleisten,
wenn sie für ihre Anbringung an z.B. einem Behälter in Form eines Folienstapels bereitgestellt
werden, wie im Folgenden erläutert.
[0004] Solche Folien, auch Versiegelungsfolien genannt, werden in der Verpackungsindustrie
für eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte verwendet, beispielsweise als Verschluss
für entsprechende Verpackungsbehälter, wie Becher oder Boxen. Dabei werden die Versiegelungsfolien
oftmals durch Ausstanzen entsprechender Formen aus einem bandförmigen Material erhalten.
Bei dem dabei verwendeten Material kann es sich beispielsweise um Aluminiumfolie,
Kunststofffolie oder Verbundmaterialien aus Kunststoff und Aluminium handeln. Oftmals
ist das Material dabei zumindest einseitig oder beidseitig bedruckt. Zum Verschließen
von Verpackungsbehältern werden die Versiegelungsfolien auf die Behälter typischerweise
aufgeklebt oder aufgeschweißt. Hierzu können die Folien auf der dem Verpackungsbehälter
zugewandten Seite beispielsweise mit einer Heißsiegellackschicht versehen werden.
[0005] Nach dem Ausstanzen einer der zu verschließenden Öffnung des Verpackungsbehälter
entsprechenden Form aus einem Bandmaterial werden die erhaltenen Formstücke in der
Regel gestapelt. Zum Verschließen der Verpackungsbehälter werden die z.B. als Deckel
vorgesehenen Formstücke dem Stapel mit geeigneten Greifsystemen, wie beispielsweise
Vakuumgreifern, entnommen und auf der zu verschließenden Öffnung des Verpackungsbehälters
angeordnet. In Abhängigkeit des benutzten Anbringungssystems, wie z.B. mittels Heißsiegellack,
werden die als Deckel vorgesehenen Formstücke dann unter Einwirkung von Druck und/oder
Wärme mit dem Verpackungsbehälter verbunden. Zur Vermeidung, dass beim Abheben der
Formstücke vom Stapel mehrere Formstücke aneinanderhaften, ist es aus dem Stand der
Technik bekannt, die Formstücke im Randbereich mit einer Prägung zu versehen, durch
die ein Aneinanderhaften der einzelnen Formstücke vermieden wird. Im Übrigen ist es
auch bekannt, dass Prägungen partiell ausgespart werden, um eine bessere Lesbarkeit
durch Barcode-Scanner zu erreichen. Um diese verschiedenen Prägungen auszuführen sind
Verfahren mittels gravierter Walzen oder durch Prägeplatten bekannt. Diese Prägungen
können auch gesteuert über Tastmarken zum Druckbild ausgeführt werden.
[0006] Ein häufig auftretendes Problem besteht darin, dass die verwendeten zu prägenden
Folien über die Prägebreite Unterschiede in der Materialdicke von bis zu 5 µm aufweisen
können. Über die Prägebreite sind in der Regel 2 bis 18 auszustanzende Platinen angeordnet.
Daher kommt es in vielen Fällen zu unterschiedlichen Prägetiefe für die verschiedenen
ausgestanzten Platinen. Dies hat negative Auswirkungen auf die Entstapelbarkeit sowie
die Stabilität eines so gefertigten Platinenstapels. Ist z.B. bei einer reinen Randprägung
die Prägetiefe der einzelnen Platinen stark schwankend, kann kein stabiler Platinenstapel
gebildet werden, was zu erheblichen Problemen an der Abfüllanlage führen kann - eine
gezielte Entnahme ist so oft nicht möglich.
[0007] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zum Prägen von
dünnwandigen Folien bereitzustellen, die dem Ziel näherkommt, eine von der Materialstärke
der Folie unabhängige Prägetiefe zu gewährleisten.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen finden sich in den Unteransprüchen.
[0009] Erfindungsgemäß ist somit eine Vorrichtung zum Prägen von Folien vorgesehen, mit
einer Basisprägeplatte und einer Gegenprägeplatte, deren einander zugewandte Flächen
jeweils wenigstens abschnittsweise plan sind und die zum Prägen einer zwischen ihnen
liegenden Folie in paralleler Ausrichtung ihrer wenigstens abschnittsweise planen
Flächen zueinander einerseits aufeinander zu und andererseits voneinander weg bewegbar
angeordnet sind, wobei die Basisprägeplatte auf ihrer der Gegenprägeplatte zugewandten
Seite mit einer Mehrzahl von Prägeeinsätzen zum Prägen einer Mehrzahl von aus der
Folie auszustanzenden Platinen versehen ist und wobei die Prägeeinsätze so ausgestaltet
und angeordnet sind, dass sie beim Prägen der Folie jeweils mit einem auf der der
Basisprägeplatte zugewandten Seite der Gegenprägeplatte angeordneten, korrespondierenden
Prägebereich zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Prägeeinsatz mittels
eines eigenen Prägeeinsatzrückhalters in Normalenrichtung zur der wenigstens abschnittsweise
planen Fläche der Basisprägeplatte um einen vorbestimmten Betrag relativ zu der Basisträgerplatte
bewegbar an der Basisprägeplatte gehalten ist, dabei mittels einer eigenen Prägeeinsatzfederung
gegenüber der Basisprägeplatte abgefedert ist und mittels einer eigenen Prägeeinsatzführung
bei der damit ermöglichten abgefederten Bewegung relativ zu der Basisprägeplatte geführt
ist.
[0010] Es ist somit ein wesentlicher Aspekt der Erfindung, dass eine im Übrigen in herkömmlicher
Weise aufgebaute Vorrichtung zum Prägen von Folien auf ihrer Basisprägeplatte mit
derartigen Prägeeinsätzen versehen ist, die jeweils einen eigenen Prägeeinsatzrückhalter,
eine eigene Prägeeinsatzfederung und eine eigene Prägeeinsatzführung aufweisen. Dass
jeder Prägeeinsatz dabei mit einem eigenen Prägeeinsatzrückhalter, mit einer eigenen
Prägeeinsatzfederung und mit einer eigenen Prägeeinsatzführung versehen ist, bedeutet,
dass für jeden Prägeeinsatz separat solche Einrichtungen vorgesehen sind, die nur
mit diesem Prägeeinsatz zusammenwirken und mit keinem anderen. Auf diese Weise ermöglicht
es die Erfindung, dass die Bewegung eines jeden Prägeeinsatzes beim Prägen der Folie
unabhängig von den Bewegungen der anderen Prägeeinsätze ist. Insbesondere ermöglicht
dies ein Verhalten der Prägeeinsätze derart, dass sie unabhängig voneinander auf unterschiedliche
Foliendicken "reagieren", so dass es trotz der unterschiedlichen Dicken zu im Wesentlichen
der selben Prägetiefe kommt. Weist also die zu prägende Folie über ihre Fläche hinweg
Unterschiede in ihrer Materialdicke auf, so kann dies durch die separate Lagerung,
Federung und Führung der einzelnen Prägeeinsätze kompensiert werden. Schwankungen
in der Foliendicke, die ansonsten zu unterschiedlichen Prägetiefen geführt hätten,
können somit ausgeglichen werden. Im besten Fall kann auf diese Weise mit jedem Prägeeinsatz
praktisch dieselbe Prägetiefe erzielt werden.
[0011] Der Prägeeinsatzrückhalter stellt dabei die grundsätzliche Befestigung des Prägeeinsatzes
an der Basisprägeplatte sicher. Diese Befestigung ist derart, dass der Prägeeinsatz
grundsätzlich relativ zu der Basisprägeplatte bewegbar ist, und zwar ist eine Bewegung
in Normalenrichtung zu der wenigstens abschnittsweise planen Fläche der Basisprägeplatte
möglich. Dies entspricht einer Bewegung eines Prägeeinsatzes relativ zur Basisprägeplatte
in einer Richtung parallel oder antiparallel zu der Richtung, in der die Basisprägeplatte
und die Gegenprägeplatte zum Prägen der Folie aufeinander zu bewegt werden. Das bedeutet,
dass ein jeder Prägeeinsatz beim Prägen, nämlich dann, wenn die Folie zwischen einem
jeweiligen Prägeeinsatz und einem dazu korrespondierenden Prägebereich auf der Gegenprägeplatte
eingepresst wird, ein gewisses "Zurückweichen" des jeweiligen Prägeeinsatzes hin zur
Basisträgerplatte ermöglicht wird. Dieses Ausweichen bzw. Zurückweichen des jeweiligen
Prägeeinsatzes erfolgt dabei aufgrund der dem jeweiligen Prägeeinsatz zugeordneten
Prägeeinsatzfederung in Kombination mit der jeweiligen Prägeeinsatzführung in kontrollierter
Art und Weise, so dass selbst bei unterschiedlichen Materialdicken über die Fläche
der zu prägenden Folie hinweg Unterschiede in den Prägetiefen bei den verschiedenen
Prägeeinsätzen reduziert oder gänzlich vermieden werden können.
[0012] Dazu können die Prägeeinsatzrückhalter in unterschiedlicher Weise ausgestaltet sein.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung gilt jedoch, dass die Prägeeinsatzrückhalter
jeweils eine Dämpfungseinrichtung zum Abdämpfen der möglichen Bewegung des jeweiligen
Prägeeinsatzes relativ zu der Basisprägeplatte aufweisen. Eine solche Dämpfungseinrichtung
bietet der Bewegung des jeweiligen Prägeeinsatzes also einen gewissen Widerstand entgegen,
was die Bewegung des Prägeeinsatzes relativ zur Basisprägeplatte kontrollierbarer
macht.
[0013] Dazu können unterschiedliche Dämpfungseinrichtungen vorgesehen sein. Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst die Dämpfungseinrichtung jedoch jeweils
einen Federbolzen und/oder eine Dämpfungsscheibe. Ganz besonders bevorzugt gilt dabei,
dass die Prägeeinsätze jeweils mittels einer Befestigungsvorrichtung an der Basisprägeplatte
gehalten sind, wobei die Befestigungsvorrichtung durch die Dämpfungseinrichtung hindurchgeführt
ist. Ist also z.B. im Zusammenhang mit dieser bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
ein Federbolzen in Kombination mit einer Dämpfungsscheibe als Dämpfungseinrichtung
vorgesehen, so sind durch diese Bauteile hindurch vorzugsweise eine Schraube geführt,
mit der der jeweilige Prägeeinsatz an der Basisprägeplatte befestigt ist.
[0014] Auch für die Prägeeinsatzführungen sind unterschiedliche Ausgestaltungen möglich.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weisen die Prägeeinsatzführungen
jeweils eine in einer Büchse geführte Säule auf. Dabei gilt vorzugsweise weiterhin,
dass die Säule einer jeweiligen Prägeeinsatzführung in dem jeweiligen Prägeeinsatz
und die Büchse in der Basisprägeplatte befestigt ist.
[0015] Hinsichtlich der Prägeeinsatzfederungen ist wesentlich, dass diese eine gewisse Abfederung
der Prägeeinsätze gegenüber der Basisprägeplatte gewährleistet. Dazu ist eine jeweilige
Prägeeinsatzfederung vorzugsweise so ausgestaltet, dass sie ein an den jeweiligen
Prägeeinsatz befestigtes elastisches Element aufweist. Im Übrigen ist gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass jeder Prägeeinsatz mit einer
Mehrzahl von Prägeeinsatzführungen und/oder mit einer Mehrzahl von Prägeeinsatzfederungen
versehen ist. Außerdem ist die Form der Prägeeinsätze gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
der Erfindung im Wesentlichen rund, wobei der Prägeeinsatzrückhalter in jedem Prägeeinsatz
mittig angeordnet ist. Auf diese Weise wird eine besonders stabile Halterung und Führung
der Prägeeinsätze an der Basisprägeplatte gewährleistet.
[0016] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Prägen von Folien kann auch hinsichtlich des
Transports der zu prägenden Folie und der Anordnung der Prägeeinsätze unterschiedlich
ausgestaltet sein. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung gilt jedoch,
dass sie eine Transporteinrichtung aufweist, mit der die zu prägende Folie in einer
Transportrichtung relativ zu der Basisprägeplatte bewegbar ist, wobei wenigstens ein
Teil der Mehrzahl von Prägeeinsätzen in einer Richtung senkrecht zur Transportrichtung
nebeneinander angeordnet sind. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass gemäß dieser
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung zumindest ein Teil der Prägeeinsätze senkrecht
zu der durch die Transportrichtung der Folie gegebenen Arbeitsrichtung in der Breite
angeordnet sind. Dabei gilt gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ferner,
dass die Prägeeinsätze, die in einer Richtung senkrecht zur Transportrichtung nebeneinander
angeordnet sind, zumindest wenigstens teilweise in Transportrichtung zueinander versetzt
angeordnet sind. Eine solche versetzte Anordnung ermöglicht es, auf der durch die
Basisprägeplatte gegebenen Fläche eine möglichst große Anzahl an Prägeeinsätzen anzuordnen,
bei im Wesentlichen runden Prägeeinsätzen z.B. in Form einer praktisch hexagonalen
Anordnung der Prägeeinsätze zueinander, was zu einer praktisch optimalen Ausnutzung
der vorhandenen Fläche führt.
[0017] Was die zu den in der Basisprägeplatte vorgesehenen Prägeeinsätzen korrespondierenden
Prägebereiche in der Gegenplatte angeht, so können diese grundsätzlich in herkömmlicher
Weise ausgestaltet sein. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung gilt
in diesem Zusammenhang, dass die zu den in der Basisprägeplatte vorgesehenen Prägeeinsätzen
korrespondierenden Prägebereiche als in der Gegenplatte lösbar befestigte Einsätze
ausgestaltet sind. Insbesondere können die als solche Einsätze ausgestalteten Prägebereich
in der Gegenplatte verschraubt sein. Dabei gilt gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
der Erfindung ferner, dass die Einsätze in der Gegenplatte ungefedert gelagert sind,
vorzugsweise ungefedert in der Gegenplatte verschraubt sind.
[0018] Nachfolgend wir die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter im Detail erläutert.
[0019] In den Zeichnungen zeigen
- Fig. 1
- schematisch ein System zum Prägen von Folien und Ausstanzen von Platinen mit einer
Vorrichtung zum Prägen von Folien gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung,
- Fig. 2 a-d
- die Vorrichtung zum Prägen von Folien aus Fig. 1 in unterschiedlichen Ansichten,
- Fig. 3
- einen Prägeeinsatzrückhalter der Vorrichtung zum Prägen von Folien gemäß dem vorliegend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Schnittdarstellung,
- Fig. 4
- eine Prägeeinsatzführung der Vorrichtung zum Prägen von Folien gemäß dem vorliegend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Schnittdarstellung
und
- Fig. 5
- eine Prägeeinsatzfederung der Vorrichtung zum Prägen von Folien gemäß dem vorliegend
beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Schnittdarstellung,
[0020] Aus Fig. 1 ist schematisch ein Präge- und Stanzsystem 100 ersichtlich, mit welchem
aus einer bahnförmigen Folie 17, wie beispielsweise einer Aluminiumfolie oder einer
Aluminium/Kunststoff-Kompositfolie, geprägte Versiegelungsdeckel und ausgestanzt werden
können. Das System 100 weist dazu eine Transporteinrichtung 16 auf, welche die bahnförmige
Folie 17 zunächst einer Prägevorrichtung 1 zuführt. Die Prägevorrichtung 1 wird im
Detail nachfolgend erläutert. Die mittels der Prägeevorrichtung 1 geprägte Folie 17
wird dann einer Stanzeinrichtung 19 zugeführt, mittels welcher geprägte Folienelemente,
auch als Platinen bezeichnet, ausgestanzt werden. Die geprägten und ausgestanzten
Folienelemente werden schließlich in einem Stapel 20 abgestapelt und stehen damit
für die Weiterverarbeitung zur Verfügung.
[0021] Zur detaillierten Beschreibung der Prägevorrichtung 1 gemäß dem vorliegenden bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend Bezug genommen auf Fig. 2a, die
die Prägevorrichtung 1 in einem Schnitt zeigt, Fig. 2b, die die Prägevorrichtung 1
in einer Draufsicht, teilweise im Schnitt, zeigt, auf Fig. 2c, die die Prägevorrichtung
1 in einer Seitenansicht längs ihrer langen Seite zeigt und auf Fig. 2d, die die Prägevorrichtung
1 in einer Seiteneinrichtung längs ihrer kurzen Seite zeigt. Wie z.B. aus Figur 2a
ersichtlich, weist die Prägevorrichtung eines Basisprägeplatte 2 und eine Gegenprägeplatte
3 auf. Der größte Teil der Flächen der Basisprägeplatte 2 und der Gegenprägeplatte
3 werden von planen Abschnitten gebildet, die zueinander parallel liegen, in der in
Fig. 2a gezeigten Schnittdarstellung, nämlich horizontal verlaufen. Die Basisprägeplatte
2 ist mit der Gegenprägeplatte 3 mit Hilfe von Prägeführungen 21 derart verbunden,
dass die Basisprägeplatte 2 und die Gegenprägeplatte 3 in paralleler Ausrichtung zueinander
einerseits aufeinander zu und andererseits voneinander wegbewegt werden können. Durch
ein voneinander Wegebewegen der Basisprägeplatte 2 von der Gegenprägeplatte 3 wird
die Prägevorrichtung 1 praktisch geöffnet, so dass die zu prägende Folie 17 zwischen
die Basisprägeplatte 2 und die Gegenprägeplatte 3 geführt werden kann. Zum eigentlichen
Prägen werden die Basisprägeplatte 2 und die Gegenprägeplatte 3 aufeinander zu bewegt,
so dass es schließlich zum eigentlichen Prägevorgang der Folie 17 zwischen der Basisprägeplatte
2 und der Gegenprägeplatte 3 kommt.
[0022] Für diesen Prägevorgang ist die Basisprägeplatte 2 mit einer Mehrzahl, vorliegend
mit acht, Prägeeinsätzen 4 versehen, die zu acht Prägebereichen 5 in der Gegenprägeplatte
korrespondieren. Diese Prägebereiche 5 in der Gegenprägeplatte 3 sind vorliegend in
Form von Einsätzen ausgestaltet, die in die Gegenprägeplatte 3 ungefedert eingeschraubt
sind, und zwar mit Hilfe von Schrauben 18. Die einander zugewandten Oberflächen der
Prägebereiche 5 und der Prägeeinsätze 4 sind dabei, wie von herkömmlichen Prägevorrichtungen
bekannt, derart ausgestaltet, dass es beim eigentlichen Prägevorgang an der zwischen
den Prägeeinsätzen 4 und den Prägebereichen 5 liegenden Folie zur gewünschten Prägung
kommt.
[0023] Wie insbesondere Fig. 2b entnehmbar, sind die Prägeeinsätze 4 und damit auch die
Prägebereiche 5 senkrecht zu der in Fig. 2b mit einem Pfeil gekennzeichneten Transportrichtung
T nebeneinander angeordnet. Darüber hinaus sind die Prägeeinsätze 4 und damit auch
die Prägebereiche mit in der Transportrichtung auch zueinander versetzt angeordnet.
Dies führt zu einer praktisch optimalen Ausnutzung der vorhandenen Fläche.
[0024] Wesentlich ist nun, dass die Prägevorrichtung 1 gemäß dem hier beschriebenen bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung derartige Prägeeinsätze 4 aufweist, die jeweils
mittels eines eigenen Prägeeinsatzrückhalters 6 in Normalenrichtung, in Fig. 2b also
senkrecht zur Zeichnungsebene, relativ zu den planen Flächen der Basisprägeplatte
2 um einen vorbestimmten Betrag bewegbar an der Basisprägeplatte 2 gehalten sind,
dabei mittels einer eigenen Prägeeinsatzfederung 7 gegenüber der Basisprägeplatte
2 abgefedert sind und mittels einer eigenen Prägeeinsatzführung 8 bei der damit ermöglichten
abgefederten Bewegung relativ zu der Basisprägeplatte 2 geführt sind.
[0025] Der Prägeeinsatzrückhalter 6 stellt dabei die grundsätzliche Befestigung des Prägeeinsatzes
4 an der Basisprägeplatte 2 sicher, und zwar so, dass eine gewisse Bewegung des Prägeeinsatzes
4 möglich bleibt. Dies entspricht einer Bewegung des Prägeeinsatzes 4 relativ zur
Basisprägeplatte 2 in einer Richtung parallel oder antiparallel zu der Richtung, in
der die Basisprägeplatte 2 und die Gegenprägeplatte 3 zum Prägen der Folie 17 aufeinander
zu bewegt werden. Das bedeutet, dass ein jeder Prägeeinsatz 4 beim Prägen, nämlich
dann, wenn die Folie 17 zwischen einem jeweiligen Prägeeinsatz 4 und einem dazu korrespondierenden
Prägebereich 5 auf der Gegenprägeplatte 3 eingepresst wird, ein gewisses "Zurückweichen"
des jeweiligen Prägeeinsatzes 4 hin zur Basisträgerplatte 2 ermöglicht wird.
[0026] Auf diese Weise können selbst bei unterschiedlichen Materialdicken über die Fläche
der zu prägenden Folie 17 hinweg Unterschiede in den Prägetiefen bei den verschiedenen
Prägeeinsätzen 4 reduziert oder gänzlich vermieden werden. Konkret weist dazu jeder
der acht Prägeeinsätze 4 einen zentral angeordneten Prägeeinsatzrückhalter, drei Prägeeinsatzführungen
8 und sechs Prägeeinsatzfederungen 7 auf. Diese sind vorliegend derart ausgestaltet,
wie nachfolgend beschrieben.
[0027] Fig. 3 zeigt einen solchen Prägeeinsatzrückhalter 6 im Schnitt. Dabei wird ersichtlich,
dass der Prägeeinsatzrückhalter 6 eine Dämpfungseinrichtung 9 zum Abdämpfen der möglichen
Bewegung des Prägeeinsatzes 4, an dem er vorgesehen ist, relativ zu der Basisprägeplatte
2 aufweist. Dabei umfasst die Dämpfungseinrichtung 9 einen Federbolzen 10 sowie eine
Dämpfungsscheibe 11. Durch den Federbolzen 10 und Dämpfungsscheibe 11 ist eine Befestigungsvorrichtung
12 in Form einer Schraube hindurchgeführt, mit der der jeweilige Prägeeinsatz an der
Basisprägeplatte 2 gehalten wird. Dass diese Halterung eine gewisse Bewegung des Prägeeinsatzes
4 relativ zur Basisprägeplatte 2 erlaubt, ist auf den Federbolzen 10 und die Dämpfungsscheibe
11 zurückzuführen.
[0028] Fig. 4 zeigt nun eine Prägeeinsatzführung 8, und zwar ebenfalls im Schnitt. Dabei
wird ersichtlich, dass die Prägeeinsatzführung 8 eine in einer Büchse 13 geführte
Säule 14 aufweist. Dabei ist die Säule 14 in dem jeweiligen Prägeeinsatz 4 befestigt,
während die Büchse13 in der Basisprägeplatte 2 gehalten ist.
[0029] Aus Fig. 5 ist schließlich eine Schnittdarstellung der hier verwendeten Prägeeinsatzfederung
7 ersichtlich. Erkennbar ist, dass die Prägeeinsatzfederung 7 ein an dem jeweiligen
Prägeeinsatz 4 befestigtes elastisches Element 15 aufweist. Dieses elastische Element
ist vorzugsweise aus einem Gummimaterial hergestellt.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Prägevorrichtung
- 2
- Basisprägeplatte
- 3
- Gegenprägeplatte,
- 4
- Prägeeinsätzen
- 5
- Prägebereiche
- 6
- Prägeeinsatzrückhalter
- 7
- Prägeeinsatzfederung
- 8
- Prägeeinsatzführung
- 9
- Dämpfungseinrichtung
- 10
- Federbolzen
- 11
- Dämpfungsscheibe
- 12
- Befestigungsvorrichtung zum Halten eines Prägeeinsatzes
- 13
- Büchse
- 14
- Säule
- 15
- elastisches Element
- 16
- Transporteinrichtung
- 17
- Folie
- 18
- Schrauben
- 19
- Stanzeinrichtung
- 20
- Stapel
- 21
- Prägeführungen
- 100
- Präge- und Stanzsystem
- T
- Transportrichtung
1. Vorrichtung zum Prägen von Folien, mit einer Basisprägeplatte (2) und einer Gegenprägeplatte
(3), deren einander zugewandte Flächen jeweils wenigstens abschnittsweise plan sind
und die zum Prägen einer zwischen ihnen liegenden Folie in paralleler Ausrichtung
ihrer wenigstens abschnittsweise planen Flächen zueinander einerseits aufeinander
zu und andererseits voneinander weg bewegbar angeordnet sind, wobei die Basisprägeplatte
(2) auf ihrer der Gegenprägeplatte (3) zugewandten Seite mit einer Mehrzahl von Prägeeinsätzen
(4) zum Prägen einer Mehrzahl von aus der Folie (17) auszustanzenden Platinen versehen
ist und wobei die Prägeeinsätze (4) so ausgestaltet und angeordnet sind, dass sie
beim Prägen der Folie (17) jeweils mit einem auf der der Basisprägeplatte (2) zugewandten
Seite der Gegenprägeplatte (3) angeordneten, korrespondierenden Prägebereich (5) zusammenwirken,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Prägeeinsatz (4) mittels eines eigenen Prägeeinsatzrückhalters (6) in Normalenrichtung
zur der wenigstens abschnittsweise planen Fläche der Basisprägeplatte (2) um einen
vorbestimmten Betrag relativ zu der Basisträgerplatte (2) bewegbar an der Basisprägeplatte
(2) gehalten ist, dabei mittels einer eigenen Prägeeinsatzfederung (7) gegenüber der
Basisprägeplatte (2) abgefedert ist und mittels einer eigenen Prägeeinsatzführung
(8) bei der damit ermöglichten abgefederten Bewegung relativ zu der Basisprägeplatte
(2) geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägeeinsatzrückhalter (6) jeweils eine Dämpfungseinrichtung (9) zum Abdämpfen
der möglichen Bewegung des jeweiligen Prägeeinsatzes (4) relativ zu der Basisprägeplatte
(2) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,dass die Dämpfungseinrichtungen (9) jeweils einen Federbolzen (10) und/oder eine Dämpfungsscheibe
(11) umfassen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägeeinsätze (4) jeweils mittels einer Befestigungsvorrichtung (12) an der Basisprägeplatte
(2) gehalten sind, wobei die Befestigungsvorrichtungen (12) jeweils durch die jeweilige
Dämpfungseinrichtung (9) hindurchgeführt sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägeeinsatzführungen (8) jeweils eine in einer Büchse (13) geführte Säule (14)
aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Säule (14) in dem jeweiligen Prägeeinsatz (2) und die Büchse (13) in der Basisprägeplatte
(2) befestigt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägeeinsatzfederungen (7) jeweils ein an dem jeweiligen Prägeeinsatz (4) befestigtes
elastisches Element (15) aufweisen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Prägeeinsatz (4) mit einer Mehrzahl von Prägeeinsatzführungen (8) und/oder
mit einer Mehrzahl von Prägeeinsatzfederungen (7) versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet, durch eine Transporteinrichtung (16), mit der die zu prägende Folie (17) in einer Transportrichtung
relativ zu der Basisprägeplatte (2) bewegbar ist, wobei wenigstens ein Teil der Mehrzahl
von Prägeeinsätzen (4) in einer Richtung senkrecht zur Transportrichtung nebeneinander
angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil der Mehrzahl von Prägeeinsätzen (4), die in einer Richtung senkrecht zur
Transportrichtung nebeneinander angeordnet sind, wenigstens teilweise in Transportrichtung
zueinander versetzt angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zu den in der Basisprägeplatte (2) vorgesehenen Prägeeinsätzen (4) korrespondierenden
Prägebereiche (5) als in der Gegenprägeplatte (3) lösbar befestigte Einsätze ausgestaltet
sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze in der Gegenprägeplatte (3) ungefedert gelagert sind.