[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungssystem für Verkleidungselemente,
mit einem an einer Unterkonstruktion montierbaren Verankerungsprofil und einem am
Verkleidungselement montierbaren, mit dem Verankerungsprofil verrastbaren Clipelement.
[0002] Zum Befestigen von Verkleidungselementen, z.B. Fassadenleisten an Fassaden, Wandpaneelen
an Innenwänden, Bodendielen an Böden usw., sind bereits zahlreiche Clipsysteme bekannt.
Die bekannten Systeme sind entweder aufwendig in der Fertigung, mühsam in der Montage
oder nicht ausreichend justierbar und/oder dauerhaft. Die Erfindung setzt sich zum
Ziel, eine verbessertes Befestigungssystem zu schaffen, welches die Nachteile des
Standes der Technik überwindet.
[0003] Dieses Ziel wird mit einem Befestigungssystem der einleitend genannten Art erreicht,
das sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, dass das Verankerungsprofil an zwei
gegenüberliegenden Seiten jeweils zumindest einen Rastvorsprung und das Clipelement
die Form eines U mit einem zentralen Steg und zwei Schenkeln hat, wobei das Clipelement
in der Verrastungsstellung das Verankerungsprofil klammerartig übergreift und dabei
jeder Schenkel in der Art eines Schnapphakens an einem Rastvorsprung verrastet.
[0004] Das Befestigungssystem der Erfindung erlaubt eine einfache Montage und einen sicheren
Halt eines Verkleidungselements an einer Unterkonstruktion, z.B. einem Lattenrost,
einer Wand, einem Boden usw. Die zwei Teile Verankerungsprofil und Clipelement sind
einfach zu fertigen und das Verankerungsprofil in beliebiger Länge herstellbar. So
kann in einer ersten Variante der Erfindung ein langes, durchgehendes Verankerungsprofil
für mehrere Clipelemente verwendet werden, so dass die Verankerungsprofile gleichsam
selbst einen Lattenrost bilden, auf welchen die Verkleidungselemente mittels der Clipelemente
aufgeclipst werden können. Oder es kann in einer alternativen Variante pro Clipelement
ein eigenes kurzes Verankerungsprofil verwendet werden, so dass zwischen einzelnen,
voneinander beabstandeten Befestigungssystemen aus jeweils einem Clipelement und einem
Verankerungsprofil Regenwasser ungehindert hindurchtreten und abfließen kann.
[0005] In der ersten Variante beträgt bevorzugt die Länge des Verankerungsprofils in Profillängsrichtung
zumindest das Doppelte, besonders bevorzugt zumindest das Dreifache, der Länge eines
Clipelements, wobei das Befestigungssystem zumindest zwei Clipelemente pro Verankerungsprofil
umfasst. In der zweiten Variante haben das Verankerungsprofil und das Clipelement
in Profillängsrichtung bevorzugt im wesentlichen dieselbe Länge.
[0006] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Stirnseiten des Verankerungsprofils
als zueinander komplementäre Steckverbindungen ausgebildet, über welche jeweils zwei
Verankerungsprofile in Profillängsrichtung mit Klemmsitz zusammensteckbar sind. Dadurch
können zwei Befestigungssysteme, z.B. aus je einem Clipelement und einem Verankerungsprofil,
zu einem breiteren, doppelt so starken Befestigungssystem zusammengesteckt werden,
beispielsweise um schwere Verkleidungselemente zu befestigen.
[0007] Gemäß einem weiteren bevorzugten Merkmal der Erfindung trägt der Steg des Clipelements
auf seinem den Schenkeln abgewandten Rücken zumindest eine hochragende Rippe, die
dafür ausgebildet ist, mit Klemmsitz in eine Nut des Verkleidungselements einzugreifen.
Wenn das Verkleidungselement eine Nut hat, die länger als die Rippe ist, beispielsweise
eine über die gesamte Länge seiner Rückseite verlaufende Nut, kann das Verkleidungselement
an beliebiger Stelle entlang der Nut auf das Clipelement aufgesteckt und so entsprechend
justiert werden.
[0008] Bevorzugt ist die Rippe mit Riefen oder Rastnase versehen, besonders bevorzugt auf
ihren beiden Flachseiten, um einen guten Halt des Verkleidungselements zu gewährleisten.
[0009] In einer weiteren Ausführungsform kann der Rücken zwei parallele Rippen tragen, die
an ihren auskragenden Enden mit voneinander wegweisenden Rastnasen versehen und dafür
ausgebildet sind, federnd in eine im Querschnitt T-förmige Nut des Verkleidungselements
einzugreifen. Dadurch kann das Verkleidungselement auf das Clipelement aufgeclipst
werden.
[0010] Die Rastvorsprünge des Verankerungsprofils können beispielsweise an den zwei einander
gegenüberliegenden Stirnseiten des Verankerungsprofils ausgebildet sein. Bevorzugt
verlaufen jedoch die genannten Seiten des Verankerungsprofils, welche die Rastvorsprünge
tragen, parallel zur Profillängsrichtung des Verankerungsprofils. Dadurch können die
Rastvorsprünge als in Profillängsrichtung hindurchgehende Teile des Profilquerschnitts
ausgebildet und das Clipelement an beliebiger Stelle entlang der Profillängsrichtung
des Verankerungselements aufgeclipst werden. Dies ist insbesondere in jener Variante
des Befestigungssystems nützlich, in der ein längeres, mehreren Clipelementen gemeinsames
Verankerungsprofil verwendet wird, das gleichsam einen Lattenrost für die Verkleidungselemente
bildet.
[0011] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung trägt das Verankerungsprofil
den einen Verbindungsteil und das Clipelement den anderen Verbindungsteil einer Nut/Feder-Verbindung,
welche in der Verrastungsstellung des Clipelements auf dem Verankerungsprofil eine
Verschiebung des Clipelements in Profillängsrichtung des Verankerungsprofils blockiert.
In jener Variante des Befestigungssystems, in welcher das Verankerungsprofil die gleiche
Länge wie das Clipelement hat, verhindert dies ein Abrutschen bzw. eine nur teilweise
Überlappung von Clipelement und Verankerungsprofil in Profillängsrichtung. In der
anderen Variante des Befestigungssystems mit einem längeren, über mehrere Clipelemente
hindurchgehenden Verankerungsprofil kann mithilfe solcher Nut/FederVerbindungen eine
regelmäßige Anordnung der Clipelemente und damit der Verkleidungselemente vordefiniert
werden.
[0012] Besonders günstig ist, wenn die Schenkel am jeweiligen Rastvorsprung lösbar verrasten.
Dadurch können die Verkleidungselemente auch wieder von der Unterkonstruktion abgenommen
werden, beispielsweise für Reinigung, Reparatur oder Austausch.
[0013] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Verankerungsprofil mit zumindest einer in
Profillängsrichtung verlaufenden Nut oder Durchbrechung zum Hindurchführen eines Kabels,
Rohres, Seilzugs od.dgl. versehen ist. Die Verankerungsprofile können so gleichzeitig
zur Fixierung von Installationen oder mechanischem Verspannungen hinter den Verkleidungselementen
verwendet werden.
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
die Fig. 1 und 2 eine erste Ausführungsform des Befestigungssystems der Erfindung
in einer gesprengten Perspektivansicht (Fig. 1) bzw. einer beispielhaften Verwendungsstellung
perspektivisch (Fig. 2);
die Fig. 3 und 4 eine zweite Ausführungsform des Befestigungssystems der Erfindung
in einer gesprengten Perspektivansicht (Fig. 3) bzw. einer beispielhaften Verwendungsstellung
perspektivisch (Fig. 4);
die Fig. 5 und 6 eine alternative Ausführungsform des Clipelements der Befestigungssysteme
der Fig. 1 bis 4 in einer Perspektivansicht (Fig. 5) bzw. einer beispielhaften Verwendungsstellung
perspektivisch (Fig. 6);
Fig. 7 noch eine weitere Ausführungsform des Clipelements der Befestigungssysteme
der Fig. 1 bis 4 in einer Perspektivansicht; und
Fig. 8 eine weitere Ausführungsform des Verankerungselements der Befestigungssysteme
der Fig. 1 bis 4 in einer Verwendungsstellung perspektivisch.
[0015] In den Fig. 1 und 2 ist ein Befestigungssystem 1 zum Befestigen von Verkleidungselementen
2 an einer Unterkonstruktion 3 gezeigt. Die Verkleidungselemente 2 können beispielsweise
Fassadenleisten, Fassadenplatten, Wandpaneele, Bodendielen, Fliesen usw. sein. Die
Unterkonstruktion 3 kann beispielsweise ein Lattenrost, eine Innen- oder Außenwand,
ein Estrich usw. sein.
[0016] In dem gezeigten Beispiel sind die Verkleidungselemente 2 Fassadenleisten, die beispielsweise
vertikal an der Außenwand eines Gebäudes angebracht werden sollen, und haben jeweils
auf ihrer Rückseite eine Längsnut 4. Die Fassadenleisten 2 werden beispielsweise in
einem regelmäßigen gegenseitigen Abstand a mit Hilfe von zwei oder mehr über ihre
Längserstreckung verteilten Befestigungssystemen 1 an der Unterkonstruktion 3 befestigt.
[0017] Jedes Befestigungssystem 1 umfasst ein an der Unterkonstruktion 3 montierbares Verankerungsprofil
5 und ein an einem Verkleidungselement 2 montierbares Clipelement 6, das mit dem Verankerungsprofil
5 verrastbar ist.
[0018] Das Verankerungsprofil 5 hat in der Ausführungsform der Fig. 1 und 2 die Form eines
kleinen Blöckchens mit einer Profillängsrichtung R, Profil-Stirnseiten 7, 8, Lateralseiten
9, 10 und Ober- und Unterseiten 11, 12. An den einander gegenüberliegenden Lateralseiten
9, 10 weist das Verankerungsprofil 5 jeweils zumindest einen Rastvorsprung 13, 14
auf. Die Rastvorsprünge 13, 14 könnten jedoch auch an den Stirnseiten 7, 8 angeordnet
sein, beispielsweise durch zentrale Vertiefungen bzw. Hinterschneidungen 15 der Stirnseiten
7, 8 gebildet.
[0019] Im gezeigten Beispiel haben die Rastvorsprünge 13, 14 an den Lateralseiten 9, 10
jeweils einen - in Profillängsrichtung R gesehen - etwa gleichschenkelig-dreieckigen
Querschnitt, d.h. sind sowohl an ihrer Oberseite 16 als auch an ihrer Unterseite 17
bezüglich der Aufclipsrichtung C des Clipelements 6 abgefast.
[0020] Das Verankerungsprofil 5 kann auf die Unterkonstruktion aufgeklebt, aufgenagelt oder
darin eingebettet werden, z.B. eingeputzt oder einbetoniert. Im gezeigten Beispiel
ist das Verankerungsprofil 5 auf die Unterkonstruktion 3 aufgeschraubt und weist zu
diesem Zweck eine oder mehrere von der Ober- zur Unterseite 11, 12 hindurchgehende
Bohrungen 18 für entsprechende Befestigungsschrauben auf.
[0021] Das Clipelement 6 hat im wesentlichen die Form eines U mit einem zentralen Steg 19
und zwei von dessen Enden herabhängenden Schenkeln 20, 21. Die Schenkel 20, 21 haben
an ihren Enden jeweils nach innen weisende, d.h. einander zugewandte, Rastnasen 22,
23 und bilden so - weil die Schenkel 20, 21 und/oder der Steg 19 geringfügig elastisch
sind - Schnapphaken.
[0022] In der Verrastungsstellung (Fig. 2) des Clipelements 6 auf dem Verankerungsprofil
5 übergreift das Clipelement 6 das Verankerungsprofil 5 klammerartig, wobei jeder
Schnapphaken-Schenkel 20, 21 an einem Rastvorsprung 13, 14 verrastet, genauer: die
Rastnasen 22, 23 hinter den Rastvorsprüngen 13, 14 an deren Unterseiten 17 zur Anlage
kommen.
[0023] Aufgrund der weitgehend gleichförmigen Gestaltung der Ober- und Lateralseiten 9 -
11 des Verankerungsprofils 5 in Profillängsrichtung R kann das auf dem Verankerungsprofil
5 verrastete Clipelement 6 in Profillängsrichtung R verschoben werden, beispielsweise
zu Justierzwecken. Falls dies unerwünscht ist, kann zwischen dem Verankerungsprofil
5 und Clipelement 6 zusätzlich zumindest eine Nut/Feder-Verbindung vorgesehen werden,
die ein solches Verschieben blockiert. Jeweils einer der Teile Verankerungsprofil
5 und Clipelement 6 trägt dabei den einen Verbindungsteil und der andere Teil den
anderen Verbindungsteil der Nut/Feder-Verbindung.
[0024] Im gezeigten Beispiel ist dazu auf den Oberseiten 16 der Rastvorsprünge 13, 14 des
Verankerungsprofils 5 eine zwischen zwei Vorsprüngen 24 ausgebildete Nut 25 vorgesehen,
in die jeweils eine an den Innenseiten der Schenkel 20, 21 ausgebildete Feder 26 eingreift,
um das Clipelement 6 in der Verrastungsstellung in Profillängsrichtung R zu fixieren.
Es versteht sich, dass die Nut/Feder-Verbindung 25, 26 auch auf andere Weise durch
entsprechend komplementäre Ausgestaltungen zwischen Verankerungsprofil 5 und Clipelement
6 errichtet werden kann.
[0025] Zur Montage des Clipelement 6 am jeweiligen Verkleidungselement 2 trägt der Steg
19 auf seinem den Schenkeln 20, 22 abgewandten Rücken 27 eine hochragende Rippe 28.
Die Rippe 28 greift mit Klemmsitz in die Nut 4 des Verkleidungselements 2 ein. Die
Rippe 28 ist im gezeigten Beispiel etwa lamellenförmig und hat auf ihren beiden Flachseiten
29, 30 Riefen oder Rastnasen 31, welche den Klemmsitz beim Einpressen der Rippe 28
in die Nut 4 des Verkleidungselements 2 verbessern.
[0026] Zur Verbesserung des Halts der Verkleidungselemente 2 auf den Clipelementen 6 können
die Rippen 28 zusätzlich in die Nuten 4 eingeklebt werden. Auch ist es möglich, das
Clipelement 6 zusätzlich mit dem Verkleidungselement 2 zu verschrauben, beispielsweise
mittels den Steg 19 durchsetzender, in die Rückseite des Verkleidungselements 2 hineinreichender
Schrauben oder mittels Schrauben, welche seitlich in ein Verkleidungselement 2 hineingeschraubt
werden und die Rippe 28 durchsetzen. Die Rippe 28 kann zu diesem Zweck auch Bohrungen
32 für den Durchtritt solcher Schrauben aufweisen.
[0027] Bei der Montage werden im ersten Schritt die Verankerungsprofile 5 an der Unterkonstruktion
3 verankert, beispielsweise mittels Schrauben durch die Bohrungen 18. Anschließend
werden entweder zunächst die Clipelemente 6 an den montierten Verankerungsprofilen
5 verrastet und dann die Verkleidungselemente 2 auf die Rippen 28 aufgesteckt, oder
es werden zunächst die Clipelemente 6 mit den Rippen 28 in die Nuten 4 der Verkleidungselemente
2 eingesteckt und dann die Verkleidungselemente 2 mitsamt den Clipelementen 6 auf
den Verankerungsprofilen 5 verrastet.
[0028] Für schwere Verkleidungselemente 2, beispielsweise schwere Fassadenplatten, können
auch mehrere Befestigungssysteme 1 zu einem größeren Doppel-, Dreifach- oder Mehrfach-Befestigungssystem
verbunden werden. Dazu können beispielsweise die Verankerungsprofile 5 mehrerer Befestigungssysteme
1 bauklotzartig zusammengesteckt werden. Zu diesem Zweck können z.B. die Stirnseiten
7, 8 der Verankerungsprofile 5 mit jeweils zueinander komplementären Steckverbindungen
ausgestattet werden, über welche jeweils zwei Verankerungsprofile 5 in Profillängsrichtung
R mit Klemmsitz zusammengesteckt werden. Beispielsweise kann die eine Stirnseite 8
mit Zapfen 33 versehen werden, welche in Aussparungen 15 der anderen Stirnseite 7
einsteckbar sind.
[0029] Die solcherart zusammengesteckten Verankerungsprofile 5 lassen sich einfacher an
der Unterkonstruktion 3 befestigen als mehrere einzelne Verankerungsprofile 5. Beispielsweise
brauchen von einer Gruppe zusammengesteckter Verankerungsprofile 5 nur die äußersten
Verankerungsprofile 5 mit der Unterkonstruktion 3 verschraubt zu werden, wogegen die
mittleren Verankerungsprofile 5 von den Verankerungsprofilen 5 am Rand der Gruppe
über die Steckverbindungen 15, 33 mitgehalten werden.
[0030] Es versteht sich, dass die Steckverbindungen 15, 33 auch durch andere komplementäre
Ausgestaltungen der Stirnseiten 7, 8 der Verankerungsprofile 5 erreicht werden können,
insbesondere auch durch eine gegengleich-symmetrische Ausbildung der Stirnseiten 7,
8.
[0031] In den Fig. 3 und 4 ist eine weitere Ausführungsform des Befestigungssystems 1 dargestellt,
wobei das Verankerungsprofil geringfügig abgewandelt und mit dem Bezugszeichen 5'
bezeichnet ist. Im übrigen bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile wie in den
Fig. 1 und 2.
[0032] Das Verankerungsprofil 5' des Befestigungssystems 1 der Fig. 3 und 4 ist in Profillängsrichtung
R wesentlich länger als ein Clipelement 6 und kann so gleichsam selbst einen Lattenrost
bilden, der zwischen den Verkleidungselementen 2 und einer Unterkonstruktion 3 (in
Fig. 4 nicht dargestellt) liegt. Auf einem Verankerungsprofil 5' können somit gleich
mehrere Clipelemente 6, beispielsweise in regelmäßigen Abständen a, verrastet werden.
[0033] Das Verankerungsprofil 5' kann in vorkonfektionierten Längen bereitgestellt oder
vor Ort bei der Montage entsprechend abgelängt werden. Zur Vordefinition der Abstände
a der anzuordnenden Verkleidungselemente 2 kann das Verankerungsprofil 5' beispielsweise
in regelmäßigen Abständen a mit den einen Teilen (Nuten 25 oder Federn 26) von Nut/Feder-Verbindungen
25, 26 ausgestattet werden. Auch ist es möglich, dass die langen Verankerungsprofile
5' der Fig. 3 und 4 an ihren Stirnseiten 7, 8 mit komplementären Steckverbindungen
15, 33 ausgestattet werden, so dass sie untereinander zu noch längeren Verankerungsprofilen
zusammengesteckt werden können.
[0034] In den Fig. 5 und 6 ist eine weitere Ausführungsform des Clipelements 6 dargestellt,
hier mit den Bezugszeichen 6' bezeichnet. Das Clipelement 6' trägt auf dem Rücken
27 seines Stegs 19 zwei parallele, mit gegenseitigem Abstand nebeneinanderliegende
Rippen 28. Die Rippen 28 sind an ihren auskragenden, d.h. freien, Enden jeweils mit
voneinander wegweisenden Rastnasen 34 versehen. Aufgrund ihrer geringfügigen Elastizität
und/oder der geringfügigen Elastizität des Stegs 19 bilden die Rippen 28 somit voneinander
abgewandte Federhaken, die in eine im Querschnitt T-förmige Nut 4' des Verkleidungselements
2 federnd einschnappen können (Fig. 6).
[0035] Fig. 7 zeigt eine vereinfachte Ausführungsform des Clipelements, hier mit den Bezugszeichen
6" bezeichnet. Das Clipelement 6" hat keine Rippe/n 28 und wird beispielsweise mit
der Rückseite der Verkleidungselemente 2 verklebt oder verschraubt, z.B. mit Hilfe
von Bohrungen 35 für den Durchtritt von Schrauben. Solche Bohrungen 35 können im Übrigen
auch bei den Clipelementen 6, 6' verwendet werden.
[0036] In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform des Verankerungsprofils gezeigt, hier
mit dem Bezugszeichen 5" bezeichnet. Das Verankerungsprofil 5" ist mit einer oder
mehreren in Profillängsrichtung R verlaufendenen Nuten oder Durchbrechungen 36 zum
Hindurchführen von Kabeln, Rohren, Seilzügen od.dgl. 37 ausgestattet. Dadurch können
z.B. hinter einer mit Verkleidungselementen 2 ausgestatteten Fassade elektrische Installationen,
Wasserleitungsinstallationen, mechanische Betätigungen, Bowdenzüge, Spanndrähte für
Verspannungen usw. geführt werden.
[0037] Die Verankerungsprofile 5, 5', 5" und Clipelemente 6, 6', 6" können aus jedem geeigneten
Material gefertigt werden, beispielsweise Kunststoff oder Metall, wie Stahl oder Aluminium.
[0038] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
umfasst alle Varianten, Modifikationen und deren Kombinationen, die in den Rahmen
der angeschlossenen Ansprüche fallen.
1. Befestigungssystem für Verkleidungselemente, mit einem an einer Unterkonstruktion
(3) montierbaren Verankerungsprofil (5, 5', 5") und einem am Verkleidungselement (2)
montierbaren, mit dem Verankerungsprofil (5, 5', 5") verrastbaren Clipelement (6,
6', 6"), dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsprofil (5, 5', 5") an zwei gegenüberliegenden Seiten (7, 8; 9, 10)
jeweils zumindest einen Rastvorsprung (13, 14) und das Clipelement (6, 6', 6") die
Form eines U mit einem zentralen Steg (19) und zwei Schenkeln (20, 21) hat, wobei
das Clipelement (6, 6', 6") in der Verrastungsstellung das Verankerungsprofil (5,
5', 5") klammerartig übergreift und dabei jeder Schenkel (20, 21) in der Art eines
Schnapphakens an einem Rastvorsprung (13, 14) verrastet.
2. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Verankerungsprofils (5') in Profillängsrichtung (R) zumindest das Doppelte,
bevorzugt zumindest das Dreifache, der Länge eines Clipelements (6, 6', 6") beträgt,
wobei das Befestigungssystem (1) zumindest zwei Clipelemente (6, 6', 6") pro Verankerungsprofil
(5') umfasst.
3. Befestigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsprofil (5, 5") und das Clipelement (6, 6', 6") in Profillängsrichtung
(R) im wesentlichen dieselbe Länge haben.
4. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten (7, 8) des Verankerungsprofils (5, 5', 5") als zueinander komplementäre
Steckverbindungen (15, 33) ausgebildet sind, über welche jeweils zwei Verankerungsprofile
(5, 5', 5") in Profillängsrichtung (R) mit Klemmsitz zusammensteckbar sind.
5. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (19) auf seinem den Schenkeln (20, 21) abgewandten Rücken (27) zumindest
eine hochragende Rippe (28) trägt, die dafür ausgebildet ist, mit Klemmsitz in eine
Nut (4, 4') des Verkleidungselements (2) einzugreifen.
6. Befestigungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücken (27) zwei parallele Rippen (28) trägt, die an ihren auskragenden Enden
mit voneinander wegweisenden Rastnasen (34) versehen und dafür ausgebildet sind, federnd
in eine im Querschnitt T-förmige Nut (4') des Verkleidungselements (2) einzugreifen.
7. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten zwei gegenüberliegenden Seiten (9, 10) des Verankerungsprofils (5,
5', 5") parallel zur Profillängsrichtung (R) des Verankerungsprofils (5, 5', 5") verlaufen.
8. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsprofil (5, 5', 5") den einen Verbindungsteil (25) und das Clipelement
(6, 6', 6") den anderen Verbindungsteil (26) einer Nut/Feder-Verbindung (25, 26) trägt,
welche in der Verrastungsstellung des Clipelements (6, 6', 6") auf dem Verankerungsprofil
(5, 5', 5") eine Verschiebung des Clipelements (6, 6', 6") in Profillängsrichtung
(R) des Verankerungsprofils (5, 5', 5") blockiert.
9. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (20, 21) am jeweiligen Rastvorsprung (13, 14) lösbar verrasten.
10. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungsprofil (5, 5', 5") mit zumindest einer in Profillängsrichtung (R)
verlaufenden Nut (36) oder Durchbrechung zum Hindurchführen eines Kabels, Rohres,
Seilzugs od.dgl. (37) versehen ist.