[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubsauger, vorzugsweise einen Handstaubsauger, gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Zu den Reinigungsgeräten gehören die Staubsauger, welche Luft samt Schmutz von einem
Untergrund in sich einsaugen und die Luft zumindest im Wesentlichen vom Schmutz gereinigt
wieder nach außen hin abgeben können. Derartige Staubsauger können zum Betrieb mit
einem Kabel mit einer Steckdose verbunden werden. Es kann jedoch für den Benutzer
komfortabler sein, das Kabel beim Staubsaugen nicht beachten zu müssen, weshalb auch
Akkustaubsauger bekannt und verbreitet sind, welche einen Akku bzw. einen Akkumulator
als wiederaufladbaren elektrischen Energiespeicher aufweisen. Insbesondere die vergleichsweise
kompakten und leichten Handstaubsauger werden häufig akkubetrieben hergestellt, um
den Einsatz für den Benutzer schneller und einfacher zu ermöglichen.
[0003] Ein Staubsauger weist ein Gebläse auf, welches den Luftstrom erzeugen kann. Auf der
Ansaugseite des Gebläses kann hierdurch ein Unterdruck erzeugt werden, welcher für
ein Nachströmen von Luft sorgen kann; dieser Abschnitt des Staubsaugers kann auch
als Unterdruckbereich des Staubsaugers bezeichnet werden.
[0004] Auf der gegenüberliegenden Seite des Gebläses, zu der der Luftstrom hin gerichtet
ist, befinden sich üblicherweise wenigstens ein Filter bzw. ein Filtersystem, durch
den der Luftstrom hindurchgeführt wird. Dieser Abschnitt des Staubsaugers kann auch
als Überdruckbereich des Staubsaugers bezeichnet werden. Der Filter kann den Schmutz
wie z.B. Staub, insbesondere Hausstaub, sowie sonstige kleinere Partikel aus dem Luftstrom
zurückhalten und hierdurch den Luftstrom filtern, welcher dann den Staubsauger sauberer
als beim Einsaugen verlassen kann. Hierdurch kann der Untergrund vom Schmutz gereinigt
werden. Der Untergrund kann eine beliebige Oberfläche wie z.B. ein Fußboden bzw. dessen
Bodenbelag sein.
[0005] Die Führung des Luftstroms samt Schmutz kann, je nach Ausführungsform des Staubsaugers,
direkt über eine Saugdüse als Ansaugöffnung erfolgen, welche Bestandteil des Staubsaugers
selbst ist. Die Saugdüse, welche auch als Bodendüse bezeichnet werden kann, kann jedoch
auch über einen Saugschlauch und ggfs. über ein zusätzliches Teleskoprohr mit dem
Staubsauger verbunden sein; in diesem Fall können der Staubsauger und die übrigen
Komponenten wie Saugdüse, Saugschlauch und ggfs. Teleskoprohr zusammen auch als Staubsaugersystem
bezeichnet werden. In jedem Fall kann die Saugdüse von einem Benutzer über einen Untergrund
geführt werden, um von dort Schmutz mit der eingesogenen Luft aufzunehmen.
[0006] Zur Verbesserung der Reinigungswirkung kann im Bereich der Saugdüse eine Bürste angeordnet
sein, welche rotierend angetrieben werden kann, um den zu reinigenden Untergrund zu
bürsten und hierdurch Schmutz zum Beispiel aus den Fasern eines Teppichs zu lösen,
damit der gelöste Schmutz wirkungsvoller vom Luftstrom abgeführt werden kann. Dies
kann die Reinigungswirkung des Staubsaugers verbessern. Diese Bürste kann auch als
Bodenbürste oder als Borstwalze bezeichnet werden.
[0007] Das Gebläse derartiger Staubsauger wird üblicherweise von einem elektrischen Motor
betrieben. Hierzu werden häufig bürstenlose elektrische Motoren eingesetzt, welche
keine Schleifringe oder Kommutatoren und Bürsten zwischen Rotor und Stator aufweisen,
welche verschleißen können. Daher weisen bürstenlose elektrische Motoren üblicherweise
eine längere Lebensdauer bzw. eine höhere Standzeit als elektrische Motoren mit Bürsten
auf. Dies kann sich entsprechend positiv auf die Lebensdauer bzw. auf die Standzeit
des Staubsaugers auswirken. Auch weisen bürstenlose elektrische Motoren üblicherweise
eine höhere Leistung als bürstenbehaftete elektrische Motoren auf.
[0008] Die Bodenbürste kann ebenfalls mit einem elektrischen Motor betrieben werden, welcher
jedoch üblicherweise aus Kostengründen mit Bürsten, d.h. als bürstenbehafteter elektrischer
Motor, ausgebildet ist.
[0009] Bekannt ist es dabei, beide elektrische Motoren eines derartigen Staubsaugers mit
jeweils einer separaten Steuerungseinheit bzw. mit einem separaten Controller zu betreiben,
d. h. beide elektrische Motoren weisen jeweils eine Steuerungseinheit bzw. einen Controller
auf, welcher lediglich den jeweiligen elektrischen Motor steuern bzw. regeln kann.
Dabei werden die elektrischen Motoren derartiger Staubsauger üblicherweise von ihrer
jeweiligen Steuerungseinheit auf eine konstante Spannung am jeweiligen elektrischen
Motor in Abhängigkeit der Spannungsquelle geregelt. Bei akkubetriebenen Staubsaugern
wird auf die Ausgangsspannung des Akkus geregelt.
[0010] Nachteilig ist hierbei, dass die Verwendung von zwei derartigen Steuerungseinheiten
zu entsprechenden Kosten führt. Auch benötigen beide Steuerungseinheiten Bauraum und
verbrauchen elektrische Energie, welche bei einem akkubetriebenen Staubsauger begrenzt
ist. Ferner ist eine Kommunikation zwischen den beiden Steuerungseinheiten erforderlich,
was einen zusätzlichen Aufwand hinsichtlich Materialkosten, Montagekosten, Bauraum
und elektrischem Energiebedarf bedeuten kann.
[0011] Daher ist es bekannt, lediglich eine Steuerungseinheit bzw. einen Controller für
beide elektrische Motoren eines derartigen Staubsaugers zu verwenden, so dass die
Kosten, der Bedarf an Bauraum und der elektrische Energieverbrauch reduziert werden
können.
[0012] Die
WO 2014/199137 A1 beschreibt einen Staubsauger mit einer Saugquelle, einem Saugkopf und einem Steuergerät.
Die Saugquelle umfasst ein Flügelrad und einen ersten Motor zum Antrieb des Flügelrads,
und der Reinigungskopf umfasst ein Rührwerk und einen zweiten Motor zum Antrieb des
Rührwerks. Der erste Motor ist ein bürstenloser Motor und der zweite Motor ist ein
bürstenbehafteter Motor. Die Steuerung ist so konfiguriert, dass sie Steuersignale
zur gleichzeitigen Steuerung der Erregung des ersten Motors und des zweiten Motors
erzeugt. Der Staubsauger weist einen Spannungssensor auf, welcher der Steuereinheit
ein Maß für die Größe einer Versorgungsspannung liefert, die zur Erregung des ersten
Motors und des zweiten Motors verwendet wird. Die Steuereinheit erzeugt die Steuersignale
so, dass die Ausgangsleistung des ersten Motors konstant ist und die Eingangsspannung
zum zweiten Motor als Reaktion auf Änderungen der Versorgungsspannung konstant ist.
[0013] Nachteilig ist bei der Regelung des elektrischen Motors der Bodenbürste auf eine
konstante Spannung, dass sich die Drehzahl der Bodenbürste verringern kann, falls
die Bodenbürste eine Belastung erfährt. Eine derartige Belastung kann beispielsweise
auftreten, falls die Bodenbürste über einen Teppich, insbesondere mit dicht angeordneten
Fasern, als Untergrund geführt wird. Dies kann die Reinigungswirkung bzw. die Reinigungsleistung
der Bodenbürste entsprechend reduzierten.
[0014] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Staubsauger zur Verfügung zu stellen,
welcher auch bei einem schwierig zu reinigenden Untergrund wirkungsvoll betrieben
werden kann. Dies soll vorzugsweise möglichst einfach, kostengünstig, bauraumsparend
und bzw. oder energiesparend erfolgen. Dies soll vorzugsweise für akkubetriebene Staubsauger
umgesetzt werden. Zumindest soll eine Alternative zu bekannten derartigen Staubsaugern
geschaffen werden.
[0015] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch einen Staubsauger mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0016] Die Erfindung betrifft somit einen Staubsauger, vorzugsweise einen Handstaubsauger,
mit einem Gebläse mit einem Laufrad zur Erzeugung eines Luftstroms, mit einem ersten
elektrischen Motor zum Antreiben des Laufrads des Gebläses, mit einer Saugdüse mit
einer rotierbaren Bürste und mit einem zweiten elektrischen Motor zum Antreiben der
rotierbaren Bürste.
[0017] Der Staubsauger ist dadurch gekennzeichnet, dass der Staubsauger ausgebildet ist,
den zweiten elektrischen Motor drehzahlgeregelt mit einer vorbestimmten Soll-Drehzahl
zu betreiben, wobei die Steuerungseinheit ferner ausgebildet ist, den ersten elektrischen
Motor zu betreiben. Dies kann beispielsweise wie nachfolgend beschrieben erfolgen.
[0018] Der Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, dass sich die Drehzahl des zweiten
elektrischen Motors der Bodenbürste und damit dessen Reinigungswirkung bzw. Reinigungsleistung
reduzieren kann, falls die Bodenbürste zum Beispiel durch den Kontakt zu einem sehr
dichten Teppich eine vergleichsweise große Belastung erfährt. Die konstant geregelte
Spannung des zweiten elektrischen Motors kann einer derartigen Belastung nicht entgegenwirken
und die Drehzahl konstant bzw. ausreichend hoch halten, um die gewünschte bzw. eine
zumindest akzeptable Reinigungswirkung in dieser Situation zu erreichen.
[0019] Erfindungsgemäß wird daher die Drehzahl des zweiten elektrischen Motors auf eine
vorbestimmte Soll-Drehzahl geregelt, wodurch die rotierbare Bürste mit bzw. nahe der
vorbestimmten Soll-Drehzahl betrieben werden kann. Entsprechend kann die vorbestimmte
Soll-Drehzahl von dem zweiten elektrischen Motor auch dann zumindest im Wesentlichen
erreicht und gehalten werden, wenn vergleichsweise große und bzw. oder schwankende
Belastungen der rotierbaren Bürste auftreten. Entsprechend kann das gewünschte Reinigungsergebnis
erreicht bzw. verbessert werden.
[0020] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist der Staubsauger ausgebildet, eine Ist-Drehzahl
des zweiten elektrischen Motors zu erfassen, und der Staubsauger weist eine Steuerungseinheit
auf, welche ausgebildet ist, die erfasste Ist-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors
und die vorbestimmte Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors zu erhalten und
den zweiten elektrischen Motor in Abhängigkeit der Differenz zwischen Ist-Drehzahl
und Soll-Drehzahl zu betreiben. Dies kann die Umsetzung eines drehzahlgeregelten Betriebs
des zweiten elektrischen Motors ermöglichen.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die vorbestimmte Soll-Drehzahl des
zweiten elektrischen Motors konstant. Dies kann eine konstante Reinigungsleistung,
selbst auf unterschiedlichen bzw. wechselnden Untergründen, ermöglichen.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die vorbestimmte Soll-Drehzahl des
zweiten elektrischen Motors von einem Benutzer vorgegeben und bzw. oder verändert
werden. Dies kann beispielsweise mittels eines entsprechenden Bedienelements des Staubsaugers
erfolgen, welches vorzugsweise vom Benutzer mit der Hand eingestellt bzw. verändert
werden kann. Dies kann beispielsweise mittels eines Drehknopfs oder dergleichen erfolgen.
Die Einstellungen können in Stufen oder stufenlos vorgenommen werden. Hierdurch kann
der Benutzer Einfluss auf die Drehzahl der rotierbaren Bürste und damit auf dessen
Reinigungsleistung sowie auf die hierdurch verbrauchte elektrische Energie und den
hierdurch erzeugten Lärmpegel nehmen.
[0023] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung kann die vorbestimmte Soll-Drehzahl des
zweiten elektrischen Motors von dem Staubsauger selbsttätig in Abhängigkeit eines
erkannten Untergrunds vorgegeben und bzw. oder verändert werden. Dies kann eine selbstständige
Einstellung der Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors in Abhängigkeit des
jeweiligen Untergrunds ermöglichen. Der Untergrund kann beispielsweise durch die Veränderung
der Werte bzw. durch die aktuell anliegenden Werte unterschiedlicher physikalischer
Größen selbstständig von dem Staubsauger bzw. dessen Steuerungseinheit erkannt werden.
[0024] Die Steuerungseinheit ist ferner ausgebildet, den ersten elektrischen Motor zu betreiben.
Mit anderen Worten können sowohl der erste elektrische Motor als auch der zweite elektrische
Motor von derselben Steuereinheit betrieben werden. Hierdurch kann auf eine zweite
Steuerungseinheit für den ersten elektrischen Motor verzichtet werden. Dies kann Kosten
für die Anschaffung und für die Montage einer weiteren Steuerungseinheit sparen. Auch
kann hierdurch der erforderliche Bauraum reduziert werden. Dies kann sich ferner vorteilhaft
auf einen reduzierten Energieverbrauch des Staubsaugers auswirken. Vorteilhaft ist
des Weiteren, dass die Daten von zwei Steuerungseinheiten bzw. von zwei Controllern
schlechter ausgewertet werden können als die Daten einer einzigen Steuerungseinheit
bzw. eines einzigen Controllers, um selbsttätig ablaufende bzw. ausführbare Funktionen
bei dem Staubsauger vorzusehen.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Steuerungseinheit ferner ausgebildet,
den ersten elektrischen Motor leistungsgeregelt mit einer vorbestimmten Soll-Leistung
zu betreiben. Auf diese Art und Weise kann der erste elektrische Motor des Gebläses
bei einer vorbestimmten und insbesondere bei einer konstanten Soll-Leistung betrieben
werden.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Staubsauger ausgebildet, eine Ist-Leistung
des ersten elektrischen Motors zu erfassen, und die Steuerungseinheit ist ausgebildet,
die erfasste Ist-Leistung des ersten elektrischen Motors und die vorbestimmte Soll-Leistung
des ersten elektrischen Motors zu erhalten und den ersten elektrischen Motor in Abhängigkeit
der Differenz zwischen Ist-Leistung und Soll-Leistung zu betreiben. Dies kann die
Umsetzung eines leistungsgeregelten Betriebs des ersten elektrischen Motors ermöglichen.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die Steuerungseinheit ferner ausgebildet,
den ersten elektrischen Motor drehzahlgeregelt mit einer vorbestimmten Soll-Drehzahl
zu betreiben. In diesem Fall kann der erste elektrische Motor des Gebläses bei einer
vorbestimmten Soll-Drehzahl vergleichbar dem zweiten elektrischen Motor der rotierbaren
Bürste betrieben werden.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Staubsauger ausgebildet, eine Ist-Drehzahl
des ersten elektrischen Motors zu erfassen, und die Steuerungseinheit ist ausgebildet,
die erfasste Ist-Drehzahl des ersten elektrischen Motors und die vorbestimmte Soll-Drehzahl
des ersten elektrischen Motors zu erhalten und den ersten elektrischen Motor in Abhängigkeit
der Differenz zwischen Ist-Drehzahl und Soll-Drehzahl zu betreiben. Dies kann die
Umsetzung eines drehzahlgeregelten Betriebs des ersten elektrischen Motors ermöglichen.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Staubsauger, vorzugsweise eine
Steuerungseinheit, ausgebildet, den ersten elektrischen Motor pulsweitenmoduliert
mit variabler Frequenz zu betreiben, wobei die variable PWM-Frequenz ein ganzzahliges
Vielfaches der Drehfeldfrequenz des ersten elektrischen Motors ist. Dies kann eine
Möglichkeit sein, den ersten elektrischen Motor zu betreiben.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der Staubsauger, vorzugsweise die Steuerungseinheit,
ausgebildet, den zweiten elektrischen Motor pulsweitenmoduliert mit variabler Frequenz
zu betreiben, wobei die variable PWM-Frequenz des zweiten elektrischen Motors synchron
zur variablen PWM-Frequenz des ersten elektrischen Motors ist. Dies kann einen pulsweitenmodulierten
Betrieb auch des zweiten elektrischen Motors ermöglichen.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der erste elektrische Motor bürstenlos
ausgebildet. Dies kann die Leistung und bzw. oder die Langlebigkeit des ersten elektrischen
Motors des Gebläses erhöhen.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist der zweite elektrische Motor bürstenlos
oder bürstenbehaftet ausgebildet. Als bürstenloser elektrischer Motor kann der zweite
elektrische Motor der rotierbaren Bürste eine vergleichsweise hohe Leistung und bzw.
oder eine vergleichsweise hohe Langlebigkeit aufweisen. Wird der zweite elektrische
Motor bürstenbehaftet ausgebildet, so kann dies die Anschaffungskosten reduzieren.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Staubsauger einen wiederaufladbaren
elektrischen Energiespeicher auf, welcher ausgebildet ist, den ersten elektrischen
Motor und den zweiten elektrischen Motor, vorzugsweise und eine Steuerungseinheit,
elektrisch zu versorgen. Der wiederaufladbare elektrische Energiespeicher kann insbesondere
ein Akkumulator bzw. ein Akku sein. Dies kann die Verwendung des Staubsaugers für
den Benutzer ohne störendes Kabel für die elektrische Stromversorgung ermöglichen.
[0034] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Staubsaugers in Form eines
erfindungsgemäßen Handstaubsaugers.
[0035] Die o.g. Figur wird in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich eine
Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann.
Senkrecht zur Längsrichtung X erstreckt sich eine Querrichtung (nicht dargestellt),
welche auch als Breite bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl zur Längsrichtung
X als auch zur Querrichtung erstreckt sich eine vertikale Richtung Z, welche auch
als Höhe Z bezeichnet werden kann.
[0036] Die Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Staubsaugers
1 in Form eines Handstaubsaugers 1. Der Handstaubsauger 1 weist ein Gehäuse 10 auf,
welches mittels eines Griffs 11 von einem Benutzer gehalten und geführt werden kann.
In dem Gehäuse 10 ist ein Gebläse 12 samt eines ersten elektrischen Motors 12a zum
Antreiben des Gebläses 12 angeordnet. Der erste elektrische Motor 12a ist bürstenlos
ausgebildet. Ferner sind mindestens ein Filter und eine Ausblasöffnung vorhanden (nicht
dargestellt).
[0037] Dem Griff 11 gegenüberliegend ist ein Saugrohr 13 an dem Gehäuse 10 angeordnet. An
dem dem Gehäuse 10 angewandten Ende des Saugrohrs 13 ist eine Saugdüse 14 vorgesehen,
welche auch als Bodendüse 14 oder als Bürstenkopf 14 bezeichnet werden kann. Die Saugdüse
14 weist einen Innenraum auf, welcher in der vertikalen Richtung Z nach unten hin
mittels einer Öffnung 16 offen ausgebildet ist, welche auch als Ansaugöffnung 16 bezeichnet
werden kann. Innerhalb des Innenraums der Saugdüse 14 ist eine rotierbare Bürste 15
angeordnet, welche mittels eines zweiten elektrischen Motors 15a rotatorisch angetrieben
werden kann. Auch der zweite elektrische Motor 15a ist bürstenlos ausgebildet.
[0038] Der Handstaubsauger 1 weist ferner eine Steuerungseinheit 17 auf, welche sowohl den
ersten elektrischen Motor 12a als auch den zweiten elektrischen Motor 15a betreiben
kann. Dies kann insbesondere über pulsweitenmodellierte Signale erfolgen. Dabei kann
die Ist-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors 15a sensorisch erfasst und diese
Information der Steuerungseinheit 17 zur Verfügung gestellt werden. Ferner kann der
Steuerungseinheit 17 eine Soll-Drehzahl zum Beispiel fest oder aber auch veränderlich,
zum Beispiel seitens des Benutzers mittels eines verstellbaren Bedienelements (nicht
dargestellt), vorgegeben sein.
[0039] Die Steuerungseinheit 17 kann die Ist-Drehzahl und die Soll-Drehzahl miteinander
vergleichen und in Abhängigkeit der Differenz die pulsweitenmodellierten Signale entsprechend
vorgeben, dass die gewünschte Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors 15a erreicht
werden kann. Der erste elektrische Motor 12a kann vergleichsweise drehzahlgeregelt
oder auch leistungsgeregelt von der Steuerungseinheit 17 betrieben werden. Der erste
elektrische Motor 12a, der zweite elektrische Motor 15a und die Steuerungseinheit
17 können von einem wiederaufladbaren elektrischen Energiespeicher 18 elektrisch versorgt
werden.
[0040] Der Handstaubsauger 1 kann von einem Benutzer auf einen Untergrund 2 wie zum Beispiel
auf einen Boden 2 bzw. auf einen Bodenbelag 2 wie zum Beispiel auf einen Teppich mit
der Saugdüse 14 aufgesetzt und in der Längsrichtung X vor und zurück bewegt werden,
um den Boden 2 als zu reinigende Fläche 2 abzusaugen und hierdurch zu reinigen. Hierzu
wird der Handstaubsauger 1 eingeschaltet, so dass das Gebläse 12 mittels des ersten
elektrischen Motors 12a und die rotierbare Bürste 15 mittels des zweiten elektrischen
Motors 15a betrieben werden. Hierdurch wird zum einen ein Luftstrom von dem Gebläse
12 angesogen, welcher über die Ansaugöffnung 16 in die Saugdüse 14 und von dort über
das Saugrohr 13 zum Gebläse 12 sowie durch wenigstens einen Filter hindurch gereinigt
wieder in die Umgebung gelangen kann. Zum anderen werden Schmutzpartikel wie Staub,
Krümel und dergleichen durch die rotierende Bürste 15 vom Boden 2 in den Luftstrom
hineingefördert, so dass durch die rotierende Bürste 15 die reinigende Wirkung auf
den Boden 2 verstärkt werden kann. Durch den drehzahlgeregelten Betrieb des zweiten
elektrischen Motors 15a kann dabei auch bei unterschiedlichen Untergründen 2 sichergestellt
werden, dass die Reinigung des Untergrunds 2 mit der gewünschten Drehzahl stattfindet,
wodurch auch die gewünschte Reini-gungswirkung bzw. Reinigungsleistung erreicht werden
kann.
Bezugszeichenliste (Bestandteil der Beschreibung)
[0041]
- X
- Längsrichtung; Tiefe; Länge
- Z
- vertikale Richtung; Höhe
- 1
- Staubsauger; Handstaubsauger
- 10
- Gehäuse
- 11
- Griff des Gehäuses 10
- 12
- Gebläse
- 12a
- erster (bürstenloser) elektrischer Motor des Gebläses 12
- 13
- Saugrohr
- 14
- Saugdüse; Bodendüse; Bürstenkopf
- 15
- rotierbare (Boden)Bürste; rotierbare Borstwalze
- 15a
- zweiter (bürstenloser) elektrischer Motor der rotierbaren (Boden)Bürste 15
- 16
- (Ansaug)Öffnung
- 17
- Steuerungseinheit
- 18
- wiederaufladbarer elektrischer Energiespeicher; Akkumulator; Akku
- 2
- Untergrund; Boden; Bodenbelag; zu reinigende Fläche
1. Staubsauger (1), vorzugsweise Handstaubsauger (1),
mit einem Gebläse (12) mit einem Laufrad zur Erzeugung eines Luftstroms,
mit einem ersten elektrischen Motor (12a) zum Antreiben des Laufrads des Gebläses
(12),
mit einer Saugdüse (14) mit einer rotierbaren Bürste (15) und
mit einem zweiten elektrischen Motor (15a) zum Antreiben der rotierbaren Bürste (15),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerungseinheit (17) ferner ausgebildet ist, den ersten elektrischen Motor (12a)
zu betreiben,
der Staubsauger (1) ausgebildet ist, den zweiten elektrischen Motor (15a) drehzahlgere-gelt
mit einer vorbestimmten Soll-Drehzahl zu betreiben.
2. Staubsauger (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Staubsauger (1) ausgebildet ist, eine Ist-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors
(15a) zu erfassen, und dass
der Staubsauger (1) eine Steuerungseinheit (17) aufweist, welche ausgebildet ist,
die erfasste Ist-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors (15a) und die vorbestimmte
Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors (15a) zu erhalten und den zweiten elektrischen
Motor (15a) in Abhängigkeit der Differenz zwischen Ist-Drehzahl und Soll-Drehzahl
zu betreiben.
3. Staubsauger (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vorbestimmte Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors (15a) konstant ist.
4. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die vorbestimmte Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors (15a) von einem Benutzer
vorgegeben und/oder verändert werden kann.
5. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die vorbestimmte Soll-Drehzahl des zweiten elektrischen Motors (15a) von dem Staubsauger
(1) selbsttätig in Abhängigkeit eines erkannten Untergrunds (2) vorgegeben und/oder
verändert werden kann.
6. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerungseinheit (17) ferner ausgebildet ist, den ersten elektrischen Motor (12a)
leistungsgeregelt mit einer vorbestimmten Soll-Leistung zu betreiben.
7. Staubsauger (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Staubsauger (1) ausgebildet ist, eine Ist-Leistung des ersten elektrischen Motors
(12a) zu erfassen, und dass
die Steuerungseinheit (17) ausgebildet ist, die erfasste Ist-Leistung des ersten elektrischen
Motors (12a) und die vorbestimmte Soll-Leistung des ersten elektrischen Motors (12a)
zu erhalten und den ersten elektrischen Motor (12a) in Abhängigkeit der Differenz
zwischen Ist-Leistung und Soll-Leistung zu betreiben.
8. Staubsauger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuerungseinheit (17) ferner ausgebildet ist, den ersten elektrischen Motor (12a)
drehzahlgeregelt mit einer vorbestimmten Soll-Drehzahl zu betreiben.
9. Staubsauger (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Staubsauger (1) ausgebildet ist, eine Ist-Drehzahl des ersten elektrischen Motors
(12a) zu erfassen, und dass
die Steuerungseinheit (17) ausgebildet ist, die erfasste Ist-Drehzahl des ersten elektrischen
Motors (12a) und die vorbestimmte Soll-Drehzahl des ersten elektrischen Motors (12a)
zu erhalten und den ersten elektrischen Motor (12a) in Abhängigkeit der Differenz
zwischen Ist-Drehzahl und Soll-Drehzahl zu betreiben.
10. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Staubsauger (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (17), ausgebildet ist, den
ersten elektrischen Motor (12a) pulsweitenmoduliert mit variabler Frequenz zu betreiben,
wobei die variable PWM-Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches der Drehfeldfrequenz des
ersten elektrischen Motors (12a) ist.
11. Staubsauger (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Staubsauger (1), vorzugsweise die Steuerungseinheit (17), ausgebildet ist, den
zweiten elektrischen Motor (15a) pulsweitenmoduliert mit variabler Frequenz zu betreiben,
wobei die variable PWM-Frequenz des zweiten elektrischen Motors (15a) synchron zur
variablen PWM-Frequenz des ersten elektrischen Motors (12a) ist.
12. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der erste elektrische Motor (12a) bürstenlos ausgebildet ist.
13. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der zweite elektrische Motor (15a) bürstenlos oder bürstenbehaftet ausgebildet ist.
14. Staubsauger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
einen wiederaufladbaren elektrischen Energiespeicher (18), welcher ausgebildet ist,
den ersten elektrischen Motor (12a) und den zweiten elektrischen Motor (15a), vorzugsweise
und eine Steuerungseinheit (17), elektrisch zu versorgen.