[0001] Die Erfindung betrifft ein Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul für eine Arbeitsumgebung,
insbesondere für eine Produktions- und/oder Präsentations- und oder eine Außenumgebung,
wie beispielswesie eine Fabrik oder eine Messe, mit einem Innenelement, welches zumindest
einen Sitzplatz für einen menschlichen Nutzer aufweist, mit einer Rollvorrichtung
zum aktiven oder passiven Rollen des Innenelements in unterschiedliche Positionen
in der Arbeitsumgebung.
[0002] Gerade im Zuge der Digitalisierung ändern sich Produktionsumgebungen heute schnell:
Komplexe Abläufe, stetige Veränderung von Prozessen und Produkten erfordern mehr Kreativität
und flexible Kooperation zwischen den Mitarbeitenden, auch in einer Produktionsumgebung.
Innerhalb von Produktionsumgebungen stehen jedoch im Allgemeinen keine passenden Raumlösungen
zur Verfügung. Entsprechend werden Flächenproduktivität und Mehrfachnutzungsfähigkeit
von Flächen innerhalb von Arbeitsumgebungen wie Fabriken heute stetig wichtiger. Unbeantwortet
ist jedoch die Frage, wie Derartiges konkret in bestehenden Infrastrukturen umgesetzt
werden kann. Gerade flexible Lösungen, welche dennoch einschlägige Sicherheitsvorschriften
wie beispielsweise Brandschutz und Ansteckungsschutz Genüge tun, sind hier erstrebenswert.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen in einer Arbeitsumgebung flexibel
einsetzbaren Arbeits- und/oder Erholungsplatz bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen, der Beschreibung
und den Figuren.
[0005] Ein Aspekt der Erfindung betrifft ein Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul für eine
Arbeitsumgebung, insbesondere für eine Produktionsumgebung wie eine Fabrikumgebung
oder sonstige Industrieumgebung, eine Einzelhandelsumgebung, eine Versorgungsumgebung,
oder eine Verwaltungsumgebung, und/oder für eine Präsentationsumgebung wie eine Messeumgebung,
eine Konferenzumgebung, oder die Umgebung eines sonstigen öffentlichen Ereignisses.
Auch in anderen öffentlichen Bereichen, wie beispielsweise einem Schulbereich, einem
Kindergartenbereich, einem Krankenhausbereich und einem Flughafenbereich kann das
Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul genutzt werden. Auch für eine Außenumgebung, beispielsweise
freistehend auf einer Wiese oder einem sonstigem Grund, kann das Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul
ausgebildet sein. Das beschriebene Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul kann auch als
Modul für einen flexiblen Arbeits- und/oder Erholungsplatz für einen oder mehrere
Nutzer bezeichnet werden.
[0006] Das Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul weist ein Innenelement auf, welches zumindest
einen Sitzplatz für einen oder mehrere Nutzer aufweist, bevorzugt zwei oder vier Sitzplätze
mit jeweils einem oder jeweils zwei Sitzplätzen, welche auf gegenüberliegenden Seiten
eines zugeordneten Tisches angeordnet sind. Das Innenelement weist auch eine Rollvorrichtung
zum Rollen des Innenelements in unterschiedliche Positionen in der Arbeitsumgebung
auf. Das Rollen kann dabei ein aktives und/oder ein passives Rollen sein, d. h. das
Innenelement kann dank der Rollvorrichtung in die unterschiedlichen Positionen geschoben,
also passiv gerollt werden, und/oder aber über eine mit einem Antrieb ausgestattete
Rollvorrichtung in die unterschiedlichen Positionen gefahren, d. h. aktiv gerollt
werden. Die Rollvorrichtung kann dazu mehr als zwei Rollen, insbesondere genau vier
Rollen aufweisen. Bevorzugt weist das Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul genau ein
Innenelement auf. Das Innenelement hat dabei bevorzugt in einer Hochrichtung eine
Höhe von höchstens 270cm, besonders bevorzugt höchstens 250cm, und/oder in einer Tiefenrichtung
eine Tiefe von höchstens 200cm, besonders bevorzugt höchstens 150cm. Höhe und Tiefe
können dabei an entsprechenden Seitenwänden des Innenelements in deren Haupterstreckungsebenen
gemessen werden, welche entsprechend höchstens die genannte Höhe und/oder Tiefe aufweisen.
[0007] Das Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul weist auch ein Außenelement auf, welches zwei
Seitenwände und eine die Seitenwände verbindende Dachwand aufweist. Das Außenelement
hat also insbesondere die Gestalt eines umgedrehten Us, wobei die Dachwand den Boden
bzw. das Dach des umgedrehten Us bildet und die beiden Seitenwände die Seitenschenkel
des Us. Die Seitenwände und die Dachwand begrenzen einen Innenbereich des Außenelements,
in welchen das Innenelement zumindest teilweise, also teilweise oder ganz, aufnehmbar
ist. Entsprechend sind die Außenmaße des Innenelements derart an die lichten Maße
des Innenbereichs des Außenelements angepasst, dass das Innenelement in den Innenbereich
des Außenelements schiebbar oder rollbar ist. Vorteilhafterweise entspricht dabei
eine Breite und/oder Höhe des Innenbereichs des Außenelements einer Breite und/oder
Höhe des Innenelements bis auf ein vorgegebenes Spiel, welches erforderlich ist, damit
das Innenelement unter den Bedingungen des täglichen Gebrauchs, d.h. bei bestimmungsgemäßem
Gebrauch unter maximaler Raumausnutzung des Innenbereichs durch das Innenelement problemlos
in den Innenbereich geschoben werden kann. Das Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul weist
dabei auch eine mechanische Koppelvorrichtung auf, mit der das Innenelement und das
Außenelement miteinander mechanisch koppelbar sind, so dass mit dem Innenelement durch
die Rollvorrichtung des Innenelements auch das Außenelement in der Arbeitsumgebung
in unterschiedliche Positionen rollbar ist. Alternativ oder ergänzend kann das Außenelement
ebenfalls eine Rollvorrichtung zum (aktiven und/oder passiven) Rollen des Außenelements
in unterschiedliche Positionen in der Arbeitsumgebung aufweisen. Die Rollvorrichtung
kann dazu mehr als zwei Rollen, insbesondere genau vier Rollen aufweisen. Im Falle
eines für eine Außenumgebung konfigurierten oder bestimmten Arbeits- und Erholungs-Raum-Moduls
kann dieses, bevorzugt auf der Dachwand des Außenelements, eine Stromversorgungseinrichtung,
insbesondere eine Solar-Stromversorgungseinrichtung, zur teil- oder vollautarken Stromversorgung
des Arbeits- und Erholungs-Raum-Moduls aufweisen. Bevorzugt weist das Arbeits- und
Erholungs-Raum-Modul genau ein Außenelement auf.
[0008] Das Außenelement hat dabei bevorzugt in einer Hochrichtung eine Höhe von höchstens
270cm, besonders bevorzugt höchstens 250cm, und/oder in einer Tiefenrichtung eine
Tiefe von höchstens 200cm, besonders bevorzugt höchstens 150cm, und/oder in einer
Breitenrichtung eine Breite von höchstens 300cm, besonders bevorzugt höchstens 260cm.
Höhe und Tiefe können dabei an den Seitenwänden des Außenelements in deren Haupterstreckungsebenen
gemessen werden, welche entsprechend höchstens die genannte Höhe und/oder Tiefe aufweisen.
Tiefe und Breite können an der Dachwand des Außenelements in deren Haupterstreckungsebene
gemessen werden, welche entsprechend höchstens die genannte Tiefe und/oder Breite
aufweist.
[0009] Daraus ergibt sich eine Reihe von Vorteilen, welche eine besonders flexible Gestaltung
der Arbeitsumgebung mit dem Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul ermöglicht. Dadurch,
dass das Innenelement in das Außenelement fahrbar ist und dieses gewissermaßen als
Rucksack in der Arbeitsumgebung umhergefahren werden kann, wird zugleich der für das
Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul mindestens erforderliche Platz in der Arbeitsumgebung
minimiert (Ineinandergeschobene Konfiguration) und der von diesem bei Einsatz einnehmbare
und damit gestaltbare Platz in der Arbeitsumgebung maximiert (Auseinandergefahrene
Konfiguration), wobei durch die Kopplung von Innen- und Außenelement bei dem Bewegen
von einer Position in die andere die Handhabbarkeit des Arbeits- und Erholungs-Raum-Moduls
maximiert ist, da das Modul eine kompakte zu bewegende Einheit bildet. Damit wird
eine örtlich veränderbare und zugleich größenveränderbare Lösung für die Mehrfachnutzung
von Flächen innerhalb einer Arbeitsumgebung und damit für eine Erhöhung der Flächenproduktivität
bereitgestellt. Durch das Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul lassen sich sowohl für
kürzere Pausen kurzfristige Erholungsorte nah an entsprechenden Arbeitsstationen errichten,
als auch ortsflexibel Kreativ-, Präsentations- oder Rückzugsräume errichten oder konfigurieren.
Auch kann flexibel und kurzfristig eine situative Abschottung als Ansteckungsschutz
realisiert werden.
[0010] Dabei ist die Rollvorrichtung und die mechanische Koppelvorrichtung vorteilhafterweise
derart ausgeführt, dass sie werkzeugfrei betreibbar sind, und somit das Arbeits- und
Erholungs-Raum-Modul innerhalb von kurzer Zeit durch den oder die Nutzer ineinandergeschoben,
gekoppelt, verfahren, entkoppelt, und wieder auseinandergeschoben werden kann. Somit
können mit geringem technischem Aufwand für eine flexible Anzahl von Nutzern in der
jeweiligen Arbeitsumgebung Zonen zur unterschiedlichen Nutzung durch die jeweiligen
Nutzer aufgeteilt werden, beispielsweise eine Pausennutzung und eine Präsentationsnutzung.
Ein Wechsel der jeweiligen Arbeits- bzw. Pausensituationen ist mit dem beschriebenen
Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul ohne größeren Aufwand möglich, da keine Nutzungskonfiguration
starr vorgegeben ist, bzw. unterschiedliche Teile des Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul
zeitgleich oder hintereinander für unterschiedliche Anwendungen konfiguriert und genutzt
werden können. Durch das beschriebene Arbeits-und Erholungs-Raum-Modul wird auch eine
einfache Lösung zur situativen, bedarfsgerechten temporären Abschottung von Teilen
der Arbeitsumgebung gegenüber dem Rest der Arbeitsumgebung ermöglicht, wie dies beispielsweise
für Infektionsschutz, Immisionsschutz, oder Datenschutz vorteilhaft ist.
[0011] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Innenelement eine
hydraulische und/oder elektrische Hubvorrichtung zum Anheben des Innenelements, und
damit, im Falle, dass das Innenelement in den Innenbereich des Außenelements geschoben
bzw. aufgenommen ist, auch des Außenelements, aufweist. Insbesondere kann die Hubvorrichtung
Teil der Koppelvorrichtung sein oder mit dieser zusammenwirken. Dies ist gerade in
dem bevorzugten Fall, dass das Außenelement keine eigene Rollvorrichtung zum Rollen
in unterschiedliche Positionen in der Arbeitsumgebung aufweist, vorteilhaft, da so
durch die Hubvorrichtung mit geringem Aufwand und schnell Innenelement und Außenelement
durch ein Anheben des sich im Innenbereich des Außenelements befindlichen Innenelements
als gemeinsame, durch ein (insbesondere manuelles) Verschieben durch eine oder mehrere
Bedienpersonen bewegliche Einheit konfiguriert werden können. Dabei kann die mechanische
Kopplung umgesetzt werden durch die Koppelvorrichtung mit einer einfachen Nase in
einem Element, welche bei Anheben in eine Ausnehmung des anderen Elements greift,
ein Verrutschen des Außenelements relativ zum Innenelement verhindert.
[0012] In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Innenelement
zwei Seitenwände sowie eine die Seitenwände verbindende Dachwand und/oder einen die
Seitenwände verbindenden Boden aufweist. Dabei begrenzen die Wände und/oder der Boden
einen Innenbereich des Innenelements. Der zumindest eine Sitzplatz kann im Innenbereich
angeordnet sein. Wenn das Innenelement mittels der mechanischen Koppelvorrichtung
mit dem Außenelement gekoppelt ist, verlaufen die Seitenwände des Innenelements dabei
bevorzugt entlang der Seitenwände des Außenelements, also parallel oder zumindest
im Wesentlichen parallel zu den Seitenwänden des Außenelements. Entsprechend verläuft
dann die Dachwand des Innenelements entlang, also zumindest im Wesentlichen parallel
zu der Dachwand des Außenelements. Unter "im Wesentlichen", kann hier und im Folgenden
"bis auf eine vorgegebene Abweichung" verstanden werden, wobei die vorgegebene Abweichung
beispielsweise weniger als 1°, weniger als 2° oder weniger als 5° betragen kann. Die
Haupterstreckungsebene der Seitenwände wird dabei durch eine Tiefenrichtung und eine
Hochrichtung des entsprechenden Elementes vorgegeben, die Haupterstreckungsebene der
Dachwand durch die Tiefenrichtung und eine Breitenrichtung des jeweiligen Elements.
[0013] Das hat den Vorteil, dass sich besonders wirksam flexibel ein entsprechender Raumbereich
von der restlichen Arbeitsumgebung abtrennen lässt, beispielsweise indem Außen- und
Innenelement Stirnseite an Stirnseite aneinander gestellt werden und so bereits ohne
die weiter unten noch erläuterten weiteren Vorrichtungen bzw. Elemente ein mehrere
Quadratmeter großer Raumbereich von der Arbeitsumgebung abgetrennt werden kann, welcher
nur an gegenüberliegenden Stirnseiten offen ist. Die Stirnseiten sind dabei die den
Kanten der Seiten- und Dachwände zugeordneten Seiten. Ist nun beispielsweise das Innenelement
oder das Außenelement mit einer Stirnseite an einer Wand angeordnet, so ist nur noch
eine Stirnseite, über die der erschaffene abgetrennte Raum betreten werden kann, gegenüber
der restlichen Arbeitsumgebung offen. Damit kann ein gegenüber der restlichen Arbeitsumgebung
besonders gut abgeschirmter verhältnismäßig großer Raumbereich mit sehr geringem Aufwand
erzeugt werden.
[0014] Entsprechend ist in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, dass
der Innenraum von Innenelement oder Außenelement jeweils an zumindest einer von zwei,
insbesondere beiden quer zu Seitenwänden und Dachwand verlaufenden Stirnseiten des
jeweiligen Innenelements bzw. Außenelements offen zu einer Umgebung des jeweiligen
Elements ist. Das jeweilige Innen- bzw. Außenelement ist somit in der Tiefenrichtung
durchschreitbar. Bei einer oder mehreren jeweils ggf. vorhandenen zusätzlichen (Blickschutz-
und/oder Schallschutz-) Vorrichtungen der jeweiligen Elemente und/oder bei einem oder
mehreren ggf. vorhandenen zusätzlichen (Innen- und/oder Außen- und/oder Klapp-Wand-)
Elementen, wie sie weiter unten beschrieben sind, gilt dies zumindest in einer Konfiguration
der entsprechenden Vorrichtungen bzw. Elemente. Wie sich gezeigt hat, ist diese Konfiguration
besonders vorteilhaft, um flexibel eine Vielzahl von Arbeits- und Pausensituationen
mit dem Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul zu unterstützen.
[0015] In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass an einer oder
beiden Seitenwänden des Innenelements und/oder der Dachwand des Innenelements und/oder
zumindest ein jeweiliges Klapp-Wandelement, wie es weiter unten eingeführt wird, eine
Blickschutzvorrichtung und/oder Schallschutzvorrichtung zum optischen und/oder akustischen
Abtrennen des Innenraumelements von einer Umgebung des Innenelements angeordnet ist.
Beispielsweise kann die Blickschutz- und/oder Schallschutzvorrichtung eine Vorhang-Vorrichtung
sein, welche eine vorgegebene akustische Dämpfung um beispielsweise 3 dBA realisiert.
Das hat den Vorteil, dass die entsprechende Aufteilung bzw. Abtrennung der jeweiligen
Räume besonders flexibel ist, wobei mit der Blickschutz- und/oder Schallschutzvorrichtung
an dem Innenelement auch der Innenraum des Innenelements von dem Innenraum des Außenelements
oder einem Innenraum eines weiteren Innenelements akustisch und/oder optisch abgetrennt
werden kann, was die Einsatzmöglichkeiten des Arbeits- und Erholungs-Raum-Moduls nochmals
flexibilisiert und erhöht, gerade wenn mehrere Arbeits- und Erholungs-Raum-Module
gemeinsam eingesetzt werden oder ein Arbeits- und Erholungs-Raum-Modul mit mehr als
einem der beschriebenen Innen- oder Außenelemente eingesetzt wird.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest eine
jeweilige Innenseite und/oder Außenseite der Seitenwände des Außenelements und/oder
zumindest eine jeweilige Außenseite des Innenelements und/oder zumindest ein jeweiliges
Klapp-Wandelement, wie es weiter unten eingeführt wird, mit einer oder mehreren Produktivvorrichtungen
versehbar sind oder versehen sind, bevorzugt zu diesem Zweck mit einer einheitlichen
Produktivvorrichtungs-Befestigungs-Schnittstelle versehen sind. Dabei kann die Produktivvorrichtung
insbesondere eine Whiteboard-Produktivvorrichtung und/oder eine Pinnwand-Produktivvorrichtung
und/oder eine Flipchart-Produktivvorrichtung und/oder eine Monitor-Produktivvorrichtung
und/oder eine Klapptisch-Produktivvorrichtung und/oder eine Akustikwand-Produktivvorrichtung,
welche beispielsweise durch perforierte Flächen akustisch wirksam ist, sein oder umfassen.
Die genannten Produktivvorrichtungen können somit modulare Produktivvorrichtungen
sein, mittels welchen das oder die jeweiligen Elemente über die einheitliche Produktivvorrichtungs-Befestigungs-Schnittstelle
rekonfiguriert werden können, bevorzugt werkzeugfrei. Das hat den Vorteil, dass durch
das Arbeits-und Erholungs-Raum-Modul jeweils nicht nur, wie im Stand der Technik üblich,
ein für eine spezifische Tätigkeit nutzbarer Innenraum innerhalb einer Arbeitsumgebung
bereitgestellt wird, sondern gleichzeitig auch an den jeweiligen Außenseiten, d. h.
in dem restlichen oder verbleibenden Arbeitsbereich, welcher nicht der Innenraum der
jeweiligen Elemente ist bzw. zu diesem gehört oder aber in dem jeweiligen anderen
Innenraum, eine zusätzliche Funktionalität geschaffen wird. Somit kann beispielsweise
zeitgleich an einer Außenseite des Außenelements eine Präsentation durchgeführt werden
und gleichzeitig oder zu einem anderen Zeitpunkt im Innenraum des Außenelements eine
vertrauliche Besprechung.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass an einer, insbesondere
nur an einer, von zwei quer zu den Seitenwänden und Dachwand verlaufenden Stirnseiten
des Außenelements zumindest an einer Seitenwand des Außenelements, bevorzugt an beiden
Seitenwänden des Außenelements, ein jeweiliges Klapp-Wandelement schwenkbar um eine
parallel zu den Seitenwänden und den Stirnseiten verlaufende Hochachse des Außenelements
angeordnet ist. Insbesondere ist das oder die Klappelemente in unterschiedlichen,
bevorzugt beliebigen, Schwenkwinkeln arretierbar angeordnet. Für die Schwenkwinkel
kann dabei ein Schwenkwinkelbereich von beispielsweise bis zu 180°, bis zu 210°, oder
bis zur 270° vorgegeben sein. An einem von dem Außenelement entfernten (äußeren) Endbereich
des jeweiligen Klapp-Wandelement kann eine Rollvorrichtung vorhanden sein, sodass
die das oder die Klapp-Wandelemente mit verringertem Kraftaufwand gegenüber dem Außenelement
verschwenkbar sind. Das hat den Vorteil, dass in der Arbeitsumgebung nochmals flexibler
ein Raum abgetrennt werden kann, welcher aber zugleich bei Nichtnutzung praktisch
keinen erhöhten Raumbedarf hat.
[0018] Dabei können die Klapp-Wandelemente eine Haltevorrichtung für eine Whiteboard-Vorrichtung
und/oder eine Leinwandvorrichtung und/oder dergleichen umfassen, so dass durch das
Klapp-Wandelement nicht nur eine Trennfunktion, sondern eine weitere Funktionalität
bereitgestellt wird. Die Haltevorrichtung kann auch die einheitliche Produktivvorrichtungs-Befestigungs-Schnittstelle
umfassen oder sein. Die Haltevorrichtung kann auch einen Rahmen umfassen, an welchem
eine Whiteboard-Vorrichtung und/oder eine Leinwandvorrichtung und/oder ähnliches,
beispielsweise die weiteren genannten Produktivvorrichtungen befestigt, zum Beispiel
eingehängt, werden können.
[0019] Das zumindest eine Klapp-Wandelement weist dabei bevorzugt eine einstellbare Blickschutz-
und/oder Schallschutzvorrichtung auf, beispielsweise einen Vorhang, welcher insbesondere
zwischen zwei transparenten Scheiben elektrisch oder manuell zu- oder aufgezogen werden
kann. Die Anordnung des Vorhangs zwischen zwei transparenten Scheiben verringert dabei
die in einer Produktivumgebung oft gegebene Beschädigungsgefahr und beugt überdies
einem Verschmutzen des Vorhangs vor. Außerdem kann hiermit auch wiederum der von der
restlichen Arbeitsumgebung abzutrennende Bereich in funktional vielfältiger Art und
Weise von der Arbeitsumgebung abgetrennt werden. Auch kann hiermit wiederum der von
der restlichen Arbeitsumgebung abzutrennende Bereich in funktional vielfältiger Art
und Weise von der Arbeitsumgebung abgetrennt werden. Sind keine Scheiben vorhanden,
kann somit bevorzugt bei offenem Vorhang durch das Klapp-Wandelement durchgestiegen
werden, somit eine (durch die Blickschutz-und/oder Schallschutzvorrichtung zumindest
teilweise, also teilweise oder vollständig schließbare) Durchgangsöffnung vorgesehen
sein.
[0020] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zumindest eine Klappwandelement
in seinen Abmessungen an die Größe der Stirnseite des Außenmoduls angepasst ist, sodass
sich der Innenbereich des Außenelements an der zugeordneten Stirnseite durch das zumindest
eine Klappwandelement von einer Umgebung des Außenmoduls abgrenzen lässt. Vorteilhafterweise
entspricht dabei eine Breite des Klappwandelements in an das Außenmodul angeklapptem
Zustand einer Breite des Außenmoduls. In einer alternativen Ausführungsform mit zwei
Klapp-Wandelementen entspricht die Breite eines Klappwandelements einem Anteil von
x der Breite des Außenmoduls, und eine Breite des anderen Klapp-Wandelements einer
Breite von (1-x) der Breite des Außenmoduls. Damit lässt sich neben dem Abtrennen
von Räumen aus der Arbeitsumgebung auch für den Innenraum des Außenelements eine Türfunktionalität
realisieren.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Innenelement
und das Außenelement eine Elektro-Koppelvorrichtung, insbesondere eine Stromversorgungs-Koppelvorrichtung
und/oder eine Datenversorgungs-Koppelvorrichtung, aufweisen, über welche zumindest
wenn das Innenelement mittels der mechanischen Koppelvorrichtung mit dem Außenelement
gekoppelt ist, das Innenelement und das Außenelement elektrisch miteinander gekoppelt
oder koppelbar sind. Die Elektro-Koppelvorrichtung kann dabei kontaktgebunden (drahtgebunden)
oder kontaktfrei (drahtlos) ausgeführt sein. Über die Elektro-Koppelvorrichtung können
Innen- und Außenelement also bei miteinander gekoppeltem Innen-und Außenelement und
beispielsweise auch bei in oder an das Außenelement geschobenen Innenelement elektrisch
miteinander gekoppelt werden. Dabei weist bevorzugt nur das Innenelement oder nur
das Außenelement eine Stromversorgungsschnittstelle für das Versorgen von Innenelement
und/oder Außenelement mit Strom auf, es kann also insbesondere nur eine einzige gemeinsame
Stromversorgungsschnittstelle für das Versorgen von den elektrisch miteinander gekoppelten
Außen- und Innenelementen mit Strom aus einer externen Stromversorgungsquelle vorgesehen
sein. Das hat den Vorteil, dass für jeweilige Funktionalitäten und Vorrichtungen des
Außen- bzw. Innenelements keine fliegende Verkabelung bzw. nur ein Mindestmaß an fliegender
Verkabelung erforderlich ist.
[0022] Entsprechend kann in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein,
dass das Innenelement und/oder das Außenelement und/oder das zumindest eine Klapp-Wandelement
einen Stromentnahmepunkt, vulgo Steckdose, und/oder eine Beleuchtungsvorrichtung und/oder
einen Datenentnahmepunkt aufweist. Insbesondere kann das Innenelement und/oder das
Außenelement einen Speicher für elektrische Energie enthalten. Das hat den Vorteil,
dass das Arbeits- und Erholungsraummodul besonders flexibel genutzt werden kann, da
die Anforderungen an die Arbeitsumgebung gesenkt sind.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass das Innenelement
und/oder das Außenelement und/oder das oder die Klapp-Wandelemente zumindest eine
jeweilige Koppelvorrichtung zum mechanischen und/oder elektrischen Koppeln eines anderen
Elements des gleichen oder aber eines anderen Elementtyps aufweist. Entsprechend kann
über die jeweilige Koppelvorrichtung beispielsweise das Innenelement eines Arbeits-
und Erholungsraummoduls mit einem Innenelement eines anderen Arbeits- und Erholungsraummoduls,
oder aber auch beispielsweise einem Klapp-Wandelement oder einem Außenelement des
anderen Arbeits- und Erholungsraummoduls gekoppelt werden. Bevorzugt sind die jeweiligen
Koppelvorrichtungen dabei vereinheitlicht (universell) und damit unabhängig vom Typen
des oder der jeweiligen anderen Elemente. Damit werden die Nutzungsmöglichkeiten in
der durch das Arbeits- und Erholungsraummodul ermöglichten flexiblen Auf- und Abteilung
der Arbeitsumgebung nochmals erhöht.
[0024] Entsprechend betrifft ein weiterer Aspekt der Erfindung ein Arbeits- und Erholungsraummodulsystem
mit zumindest einem Arbeits- und Erholungsraummodul nach einem der geschilderten Ausführungsformen,
insbesondere mit zumindest einem weiteren Innenelement und/oder einem weiteren Außenelement,
wie es im Rahmen des beschriebenen Arbeits- und Erholungsraummoduls ausgeführt ist.
[0025] Die vorstehend in der Beschreibung, auch im einleitenden Teil, genannten Merkmale
und Merkmalskombinationen, sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten
und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen
und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines
ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen. Es sind darüber hinaus
Ausführungen und Merkmalskombinationen, insbesondere durch die oben dargelegten Ausführungen,
als offenbart anzusehen, die über die in den Rückbezügen der Ansprüche dargelegten
Merkmalskombinationen hinausgehen oder von diesen abweichen.
[0026] Anhand der in den nachfolgenden Figuren gezeigten schematischen Zeichnungen soll
der erfindungsgemäße Gegenstand näher erläutert werden, ohne diesen auf die hier gezeigten
spezifischen Ausführungsformen einschränken zu wollen. Dabei zeigen:
- Fig. 1 in den Bildern A bis C
- eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte Ausführungsform eines Arbeits-
und Erholungsraummoduls in zwei unterschiedlichen Konfigurationen;
- Fig. 2 in den Bildern A bis D
- eine schematische Darstellung unterschiedlicher Konfigurationen der beispielhaften
Ausführungsform von Fig. 1 in einer Draufsicht; und
- Fig. 3 in den Bildern A bis D
- eine schematische Darstellung beispielhafter Nutzungsvarianten des beispielhaften
Arbeits- und Erholungsraummoduls von Fig. 1.
[0027] Gleiche und funktionsgleiche Komponenten werden dabei mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0028] In Fig. 1A ist eine beispielhafte Ausführungsform eines Arbeits- und Erholungsraummoduls
1 in einer perspektivischen Ansicht von einer ersten, vorderen Stirnseite gezeigt.
Das Arbeits- und Erholungsraummodul 1 weist dabei ein Innenelement 2 mit zumindest
einem Sitzplatz 3, hier vier Sitzplätzen 3 auf, welche im vorliegenden Beispiel auf
gegenüberliegenden Seiten eines Tisches 4 angeordnet sind. Das Innenelement 2 weist
eine Rollvorrichtung 5 zum Rollen des Innenelements 2 in unterschiedliche Positionen
in einer Arbeitsumgebung auf. Des Weiteren hat im gezeigten Ausführungsbeispiel das
Innenelement 2 zwei Seitenwände 6A und 6B, sowie eine die Seitenwände 6A, 6B verbindende
Dachwand 7 und einen die Seitenwände 6A, 6B verbindenden Boden 8. Dabei grenzen die
Wände 6A, 6B, 7 und der Boden 8 einen Innenraum 9 des Innenelements 2 ab.
[0029] Das Arbeits- und Erholungsraummodul 1 weist auch ein Außenelement 10 auf, welches
zwei Seitenwände 11A und 11B aufweist, und eine die Seitenwände 11A und 11B verbindende
Dachwand 12. Die Wände 11A, 11B, 12 begrenzen einen Innenraum 13 des Außenelements
10. In den Innenraum 13 des Außenelements ist das Innenelement 2 vorliegend vollständig
aufnehmbar.
[0030] Zwischen dem Innenelement 2 und dem Außenelement 10, beispielsweise zwischen den
jeweiligen Dachwänden 7 und 12, ist dabei eine mechanische Koppelvorrichtung 14 angeordnet,
mit der das Innenelement 2 und das Außenelement 10 miteinander koppelbar sind. Damit
ist mit dem Innenelement 2 auch das Außenelement 10 durch die Rollvorrichtung 5 in
der Arbeitsumgebung in unterschiedliche Positionen rollbar.
[0031] In Fig. 1B ist das Arbeits- und Erholungsraummodul 1 aus Fig. 1A von einer zweiten,
rückseitigen Stirnseite her gezeigt. Die gezeigte Stirnseite ist dabei durch zwei
Klapp-Wandelemente 15A, 15B von einer Umgebung des Außenelements 10 abgetrennt. Die
Seitenwand 11B ist dabei im gezeigten Beispiel, wie es auch für die Seitenwand 11A
oder die Seitenwände 6A bzw. 6B des Innenelements möglich ist, mit einer Produktivvorrichtung
16 bestückt, welche wie in Fig. 1C gezeigt, vorliegend eine ausklappbare Monitor-Produktivvorrichtung
umfasst.
[0032] In Fig. 1C ist das Arbeits- und Erholungsraummodul 1 mit einem aus dem Innenraum
13 des Außenelements 10 herausgezogenen Innenelement 2 dargestellt. Das Innenelement
2 ist dabei mit seiner Stirnseite an einer entsprechenden Stirnseite des Außenelements
10 angeordnet. Des Weiteren sind die Klapp-Wandelemente 15A, 15B ausgeklappt, das
heißt, im gezeigten Beispiel in einem Winkel von 90° zu zugeordneten Stirnseite ausgestellt,
sodass sie parallel zu der Seitenwand 11A bzw. 11B des Außenelements 10 verlaufen.
Dadurch wird ein besonders großer Teil der Arbeitsumgebung von der restlichen Arbeitsumgebung
abgetrennt. Im gezeigten Beispiel wird dies durch eine weitere Wand 17 unterstützt,
welche beispielsweise die Wand einer Infrastruktur der Produktions- oder Präsentationsumgebung
sein kann oder aber auch eine flexible, beispielsweise einhängbare weitere Wand 17.
Alternativ oder ergänzend kann hier und in anderen Ausführungsformen ein Rollo-Element
vorgesehen sein, welches an dem Außenelement 10, bevorzugt an der Dachwand 12, angebracht
ist. Das Rollo-Element ist ausgebildet, entlang der im 90°-Winkel ausgestellten Klapp-Wandelemente
15A, 15B ausgezogen werden um eine Decke für den Raum zwischen den beiden Klapp-Wandelementen
15A, 15B zu bilden. Insbesondere ist das Rollo-Element auch ausgebildet, am von dem
Außenelemente 10 entfernten Ende der beiden Klapp-Wandelementen 15A, 15B statt der
einhängbaren weiteren Wand 17 vertikal nach unten gezogen zu werden, um so an die
Stelle der einhängbaren weiteren Wand 17 zu treten.
[0033] Im vorliegenden Beispiel entsprechen die Abmessungen der Klapp-Wandelemente 15A,
15B den Abmessungen des Außenelements 10, sodass jeweils ein Klapp-Wandelement 15A,
15B bereits die gesamte Stirnseite des Außenelements 10 abdecken kann, um den Innenraum
13 des Außenelements 10 von der jeweiligen Umgebung abzutrennen. Die Klapp-Wandelemente
15A, 15B weisen vorliegend auch entsprechende Blickschutz- und/oder Schallschutzvorrichtungen
18A, 18B auf, welche im gezeigten Beispiel halb zugezogen sind. An den Außenseiten,
also den der Umgebung 100 des Arbeits- und Erholungsraummoduls 1 zugewandten Seiten
der Klapp-Wandelemente 15A, 15B befinden sich beispielsweise Befestigungsvorrichtungen
für weitere Produktivvorrichtungen, beispielsweise für entsprechende Whiteboardvorrichtungen
oder Leinwandvorrichtungen. Entsprechend ist, wie vorliegend exemplarisch für die
eine Außenseite der Seitenwand 11B des Außenelements 10 gezeigt, an dieser Seitenwand
11B eine Produktivvorrichtung 16, vorliegend ein Computerarbeitsplatz als eine Monitor-Produktivvorrichtung
16, angeordnet. Diese ist mit einer nicht gezeigten einheitlichen Produktivvorrichtungs-Befestigungs-Schnittstelle
an der Seitenwand 11B befestigt, sodass die dargestellte Produktivvorrichtung 16 mit
wenig Aufwand in modularer Art durch andere Produktivvorrichtungen ersetzt werden
kann.
[0034] In den Figuren 2A - 2D sind jeweilige schematische Darstellungen von Konfigurationen
des Arbeits- und Erholungsraummoduls 1 in einer Draufsicht schematisch dargestellt.
[0035] In Fig. 2A ist dabei die Konfiguration mit dem geringsten Platzbedarf dargestellt,
welche der schematischen Ansicht der Figuren 1A und 1B entspricht. Die Draufsicht
von Fig. 2B entspricht hier der schematischen Darstellung von Fig. 1C. Fig. 2C und
2D illustrieren weitere beispielhafte Aufbauvarianten, welche die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten
belegen. In Fig. 2B ist dabei wie in Fig. 1C das Innenmodul 2 mit seiner Stirnseite
an einer Stirnseite des Außenmoduls 10 angeordnet und die beiden Klapp-Wandelemente
15A, 15B um 90° ausgeklappt. Die Wand-Klappelemente 15A, 15B sind dabei hier und in
den anderen Beispielen an der Stirnseite des Außenelements 10 angeordnet, an welcher
das Innenelement 2 nicht angeordnet ist. In Fig. 2C sind die Klapp-Wandelemente um
180° aufgeklappt, in Fig. 2D um 135°. Dabei sind die Klapp-Wandelemente 15A, 15B in
der jeweils gezeigten Position arretierbar.
[0036] In den Figuren 3A bis 3D sind jeweils beispielhafte Nutzungsvarianten schematisch
in einer Draufsicht dargestellt.
[0037] So ist in Fig. 3A das Außenelement 10 an beiden Seitenwänden 11A, 11B mit jeweiligen
Produktivvorrichtungen 16, 16' ausgestattet. Bei der Produktivvorrichtung 16 kann
es sich beispielsweise um den auch in Fig. 1C gezeigten Arbeitsplatz handeln, an welchem
eine einzelne Person 20 arbeitet. Bei der weiteren Produktivvorrichtung 16' kann es
sich beispielsweise um eine Klapptisch-Produktivvorrichtung handeln, an welcher mehrere
Personen 20 etwas besprechen oder auch einfach nur gemeinsam einen Kaffee trinken.
In dem Innenraum 13 des Außenelements 10 wird augenblicklich eine Präsentation durchgeführt,
während im Innenraum 9 des Innenelements 2 vier Personen 20 wiederum sich besprechen.
Des Weiteren wird eine Außenseite einer Seitenwand 6A, die ebenfalls mit einer Produktivvorrichtung
16" wie beispielsweise einer Whiteboard-Produktivvorrichtung versehen ist, von weiteren
Personen 20 für eine kleine Brainstorming-Session genutzt. Dabei sind die beiden Klapp-Wandelemente
15, 15A vorliegend in unterschiedlichen Winkeln arretiert, nämlich einmal mit 90°
und einmal mit 180°. Im Zusammenspiel mit zugezogenen akustisch dämpfenden Vorhängen
auf der der Produktivvorrichtung 16 zugewandten Stirnseite des Innenelements 2 und
dem um 180° aufgeklappten Klappwandelement 15B ergibt sich dabei in der vorliegenden
Konfiguration an der Produktivvorrichtung 16eine verhältnismäßig ruhige Arbeitsnische.
[0038] In Fig. 3B ist eine Variation der Nutzungsvariante von Fig. 3A dargestellt, bei welcher
bei unverändertem Außenelement 10 und unveränderten Klapp-Wandelementen 15A, 15B das
Innenelement 2 mit seiner Stirnseite an dem um 90° aufgeklappten Klapp-Wandelement
15A angeordnet ist. Dadurch ergibt sich eine ruhige Beratungsnische in dem Innenraum
9 des Innenelements 2. Zugleich wird in dem gezeigten Beispiel eine Innenseite des
Klapp-Wandelements 15B für eine Präsentation genutzt, beispielsweise mit einer Whiteboard-Produktivvorrichtung
16, welche an der Innenseite des Klapp-Wandelements 15B eingehängt wird.
[0039] In Fig. 3C ist eine weitere Nutzungsvariante dargestellt, bei welcher ein Klapp-Wandelement
15A um 45° aufgeklappt ist, und das andere Klapp-Wandelement 15B um 135°. Am Ende
des um 135° verklappten Klapp-Wandelements 15B ist dabei mit seiner Stirnseite im
rechten Winkel zu dem Klapp-Wandelement 15B das Innenelement 2 angeordnet. Somit wird
ein Bereich von der Arbeitsumgebung 100 abgetrennt, welcher aufgrund der Durchschreitbarkeit
des Außenelements 10 beispielsweise für eine Zugangskontrolle im Rahmen eines Hygienekonzepts
nutzbar ist. Gleichzeitig wird dabei vorliegend an einer Außenseite 6A des Innenelements
2 durch Personen 20 eine weitere Produktivarbeit durchgeführt.
[0040] In Fig. 3D ist nochmals die Nutzungsvariante dargestellt, wie sie der Figur 2A bzw.
1A und 1B entspricht, nämlich dem Arbeits- und Erholungsraummodul 1 in der Konfiguration
mit dem geringstmöglichen Platzbedarf. Dabei kann es immer noch auf qualitativ unterschiedliche
Weise genutzt werden, vorliegend durch Personen 20 im Innenraum 9 des Innenelements
2, und zugleich von einer Person 20, welche eine Produktiveinrichtung 26 an einer
Außenseite 11 einer Seitenwand 11B des Außenelements 10 nutzt.
1. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) für eine Arbeitsumgebung (100), insbesondere
für eine Produktions- und/oder Präsentations-und/oder Außenumgebung, mit
- einem Innenelement (2), welches zumindest einen Sitzplatz (3) für einen Nutzer (20)
aufweist, mit einer Rollvorrichtung (5) zum Rollen des Innenelements (2) in unterschiedliche
Positionen in der Arbeitsumgebung (100);
gekennzeichnet durch
- ein Außenelement (10), welches zwei Seitenwände (11A, 11B) und eine die Seitenwände
(11A, 11B) verbindende Dachwand (12) aufweist, wobei das Innenelement (2) in einem
von Seitenwänden (11A, 11B) und Dachwand (12) begrenzten Innenraum (13) des Außenelements
(10) aufnehmbar ist; und
- eine mechanische Koppelvorrichtung (14), mit der das Innenelement (2) und das Außenelement
(10) miteinander koppelbar sind, sodass mit dem Innenelement (2) auch das Außenelement
(10) in der Arbeitsumgebung (100) in unterschiedliche Positionen rollbar ist.
2. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Innenelement (2) eine hydraulische und/oder elektrische Hubvorrichtung aufweist,
welche insbesondere Teil der Koppelvorrichtung (14) ist.
3. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Innenelement (2) zwei Seitenwände (6A, 6B) sowie eine die Seitenwände (6A, 6B)
verbindende Dachwand (7) und/oder einen die Seitenwände (6A, 6B) verbindenden Boden
aufweist, wobei Wände und Boden einen Innenraum (9 des Innenelements (2) begrenzen
und, wenn das Innenelement (2) mittels der mechanischen Koppelvorrichtung (14) mit
dem Außenelement (10) gekoppelt ist, die Seitenwände (6A, 6B) des Innenelements (2)
entlang der Seitenwände (11A, 11B) des Außenelements (10) verlaufen und insbesondere
die Dachwand (7) des Innenelements (2) entlang der Dachwand (12) des Außenelements
(10).
4. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Innenraum (9, 13) von Innenelement (2) und/oder Außenelement (10) jeweils an zumindest
einer von zwei, insbesondere beiden, quer zu Seitenwänden (6A, 6B, 11A, 11B) und Dachwand
(7, 12) verlaufenden Stirnseiten des jeweiligen Elements (2, 10) offen zu einer Umgebung
(100) des jeweiligen Elements (2, 10) ist.
5. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einer oder beiden Seitenwänden (6A, 6B) des Innenelements (2) und/oder der Dachwand
(7) des Innenelements (2) eine Blickschutz-und/oder Schallschutz-Vorrichtung, zum
optischen und/oder akustischen Abtrennen des Innenraums (9) des Innenelements (2)
von einer Umgebung (100) des Innenelements (2) angeordnet ist.
6. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest eine jeweilige Innenseite und/oder Außenseite der Seitenwände (11A, 11B)
des Außenelements (10) und/oder zumindest eine jeweilige Außenseite der Seitenwänden
(6A, 6B) des Innenelements (2) mit einer oder mehreren Produktivvorrichtungen (16,
16', 16") versehbar sind oder versehen sind, bevorzugt zu diesem Zweck mit einer einheitlichen
Produktivvorrichtungs-Befestigungs-Schnittstelle versehen sind, wobei die Produktivvorrichtung
(16, 16', 16") insbesondere eine Whiteboard-Produktivvorrichtung und/oder eine Pinwand-Produktivvorrichtung
und/oder eine Flipchart-Produktivvorrichtung und/oder eine Monitor-Produktivvorrichtung
und/oder eine Klapptisch-Produktivvorrichtung ist oder umfasst.
7. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einer, insbesondere nur an einer, von zwei quer zu Seitenwänden (11A, 11B) und
Dachwand (12) verlaufenden Stirnseiten des Außenelements (10) zumindest an einer Seitenwand
des Außenelements (10), bevorzugt an beiden Seitenwänden (11A, 11B) des Außenelements
(10), ein jeweiliges Klapp-Wandelement (15A, 15B) schwenkbar um eine parallel zu den
Seitenwänden (11A, 11B)n verlaufende Hochachse des Außenelements (10) angeordnet ist,
insbesondere in unterschiedlichen, bevorzugt beliebigen, Schwenkwinkeln arretierbar
angeordnet ist.
8. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zumindest eine Klapp-Wandelement (15A, 15B) in seinen Abmessungen an die Größe
der Stirnseite des Außenelements (10) angepasst ist, sodass sich der Innenbereich
(13) des Außenelements (10) an der Stirnseite durch das zumindest eine Klapp-Wandelement
(15A, 15B) von einer Umgebung (100) des Außenelements (10) abgrenzen lässt.
9. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Innenelement (2) und das Außenelement (10) eine Elektro-Koppelvorrichtung, insbesondere
eine Stromversorgungs-Koppelvorrichtung und/oder eine Datenversorgungs-Koppelvorrichtung,
aufweisen, über welche zumindest wenn das Innenelement (2) mittels der mechanischen
Koppelvorrichtung (14) mit dem Außenelement (10) gekoppelt ist das Innenelement (2)
und das Außenelement (10) elektrisch miteinander gekoppelt oder koppelbar sind.
10. Arbeits-und-Erholungs-Raum-Modul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Innenelement (2) und/oder das Außenelement (10) und/oder das zumindest eine Klapp-Wandelement
(15A, 15B) einen Stromentnahmepunkt und/oder eine Beleuchtungsvorrichtung aufweist,
und insbesondere das Innenelement (2) und/oder das Außenelement (10) einen Speicher
für elektrische Energie enthält.