[0001] Die Erfindung betrifft eine Gondel für eine Windkraftanlage, sowie ein Verfahren
zum Betreiben einer Windkraftanlage.
[0002] Aus der
EP 2 863 076 A1 ist eine Rotorlagerung für eine Windkraftanlage bekannt, wobei eine Flexibilität
der Gleitlagerpads vorgesehen ist, um deren Verschleiß auszugleichen.
[0003] Die aus der
EP 2 863 076 A1 bekannte Rotorlagerung weist den Nachteil auf, dass die Lebensdauer der Gleitlagerpads
nur gering ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und eine Gondel für eine Windkraftanlage zur Verfügung zu stellen, welche
eine erhöhte Lebensdauer aufweist. Weiters soll ein Verfahren zum Betreiben der Windkraftanlage
angegeben werden, mittels welchem die erhöhte Lebensdauer erreicht werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß den Ansprüchen
gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß ist eine Gondel für eine Windkraftanlage ausgebildet. Die Gondel
umfasst:
- ein Gondelgehäuse;
- eine Rotornabe;
- eine Rotorlagerung zur Lagerung der Rotornabe am Gondelgehäuse, wobei die Rotorlagerung
zumindest ein inneres Ringelement und zumindest ein äußeres Ringelement aufweist,
wobei zwischen den beiden Ringelementen ein erstes Gleitlagerelement und ein zweites
Gleitlagerelement angeordnet sind. Weiters ist ein Lagerspieleinstellmittel ausgebildet,
mittels welchem ein Lagerspiel zwischen dem Gleitlagerelement und dem damit zusammenwirkenden
Ringelement einstellbar ist.
[0008] Die erfindungsgemäße Gondel bringt den überraschenden Vorteil mit sich, dass durch
das erfindungsgemäße Lagerspieleinstellmittel und das damit ermöglichte, gezielte
Einstellen des Lagerspiels, der Verschleiß der Gleitlagerelemente drastisch reduziert
werden kann. Dieser überraschende Effekt wird darauf zurückgeführt, dass sich nur
bei einem optimal eingestellten Lagerspiel eine gute Gleitlagerwirkung zwischen dem
Gleitlagerelement und dem damit zusammenwirkenden Ringelement ausbilden kann.
[0009] Erfindungsgemäß ist das Ringelement axial in ein erstes Ringelementteil und ein zweites
Ringelementteil geteilt ausgebildet, wobei das erste Ringelementteil und das zweite
Ringelementteil mittels des Lagerspieleinstellmittels in Axialrichtung relativ zueinander
verschiebbar sind. Besonders bei einer derartigen Ausführung lässt sich das Lagerspiel
überraschend gut und präzise einstellen.
[0010] Ferner ist vorgesehen, dass das Lagerspieleinstellmittel eine Wellenmutter als Axialsicherungsring
umfasst. Besonders mittels einer Wellenmutter lässt sich der Axialabstand der beiden
Ringelementteile zueinander präzise einstellen.
[0011] Weiters ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass sowohl das innere Ringelement als auch
das äußere Ringelement V-förmig ausgebildet sind und das erste Gleitlagerelement und
das zweite Gleitlagerelement zwischen den beiden Ringelementen axial zueinander beabstandet
angeordnet sind, wobei die beiden Gleitlagerelemente im Querschnitt gesehen in einem
Winkel zueinander angeordnet sind. Besonders bei V-Förmig ausgebildeten Ringelementen
bringt es überraschende Vorteile in der Lebensdauer der Gleitlagerelemente mit sich,
wenn sich das Lagerspiel einstellen lässt.
[0012] Weiters ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das Lagerspieleinstellmittel ein Federelement
umfasst, mittels welchem das erste Ringelementteil und das zweite Ringelementteil
in Axialrichtung relativ zueinander verschiebbar sind. Mittels des Federelements kann
das Lagerspiel ständig in einem vorbestimmten Wertebereich gehalten werden, wodurch
der Verschleiß der Gleitlager sofort ausgeglichen werden kann. Das Federelement kann
beispielsweise mit einem Bauteil gekoppelt sein, welches in Axialrichtung nicht verschiebbar
ist, da die Einstellung des Lagerspiels durch das Federelement übernommen werden kann.
[0013] Erfindungsgemäß umfasst das Lagerspieleinstellmittel das Federelement und den die
Wellenmutter als Axialsicherungsring. Durch diese Kombination kann mittels des Federelements
das Lagerspiel ständig in einem vorbestimmten Wertebereich gehalten werden und in
periodischen Abständen der Axialsicherungsring nachgestellt werden, um den erzielbaren
Wertebereich des Federelementes wieder anpassen zu können.
[0014] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Gleitlagerelement mehrere einzelne
Gleitlagerpads umfasst, welche über den Umfang verteilt angeordnet sind wobei je Gleitlagerpad
ein Lagerspieleinstellmittel ausgebildet ist, mittels welchem das Lagerspiel jedes
einzelnen Gleitlagerpads einstellbar ist. Diese Maßnahmen bringen ebenfalls eine überraschend
lange Lebensdauer der Gleitlagerelemente mit sich. Dies bringt zusätzlich den Vorteil
mit sich, dass das Lagerspiel für jedes einzelne der Lagerpads unabhängig voneinander
eingestellt werden kann, wodurch eine weitere Erhöhung der Lebensdauer der Gleitlagerelemente
erreicht werden kann. Insbesondere können dadurch lokale Belastungszonen, welche sich
aufgrund der auftretenden Kräfte und Kippmomente ergeben, in den Lagerspieleinstellungen
berücksichtigt werden.
[0015] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass das
Lagerspieleinstellmittel mit einem Lagerspieleinstellaktor gekoppelt ist, mittels
welchem das Lagerspiel automatisiert einstellbar ist. Durch diese Maßnahme ist es
nicht notwendig, dass das Lagerspieleinstellmittel manuell eingestellt wird, wodurch
die Genauigkeit der Lagerspieleinstellung verbessert werden kann, was ebenfalls zu
einer Erhöhung der Lebensdauer der Gleitlagerelemente führt. Darüber hinaus kann durch
die automatisierte Einstellung des Lagerspieles etwaig auftretende Verschleiß in den
Gleitlagerelementen auch während dem Betrieb der Windkraftanlage ausgeglichen werden.
[0016] Der Lagerspieleinstellaktor kann durch externe Energiezuführung aktiv angesteuert
werden.
[0017] In einer alternativen Ausführungsvariante kann auch vorgesehen sein, dass der Lagerspieleinstellaktor
beispielsweise über ein Getriebe mit der Rotorwelle oder mit der Rotornabe gekoppelt
ist und dass das Lagerspieleinstellmittel auf Basis der bereits absolvierten Rotorumdrehungen
eingestellt wird.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass ein Lagerspielerfassungsmittel ausgebildet
ist, mittels welchem das Lagerspiel erfassbar ist. Dies bringt den Vorteil mit sich,
dass das tatsächlich anliegende Lagerspiel auch während dem Betrieb der Windkraftanlage
erfasst werden kann und beim Abweichen von Vorgabewerten entsprechend eine Aktion
gesetzt werden kann.
[0019] Das Lagerspielerfassungsmittel kann beispielsweise in Form eines Abstandssensors
ausgebildet sein. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Lagerspielerfassungsmittel
in Form eines Induktivsensors, in Form eines Hallsensors, oder etwa in Form eines
optischen Abstandssensors ausgebildet ist.
[0020] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Lagerspielerfassungsmittel an einer Stelle
in der Rotorlagerung angeordnet ist, welche im Betrieb der Windkraftanlage aufgrund
es anliegenden Kippmomentes nicht belastet ist. Durch diese Maßnahme kann das tatsächlich
anliegende Lagerspiel überraschend gut erfasst werden.
[0021] Weiters ist erfindungsgemäß ein Verfahren zum Betreiben einer Windkraftanlage vorgesehen,
wobei eine Gondel der Windkraftanlage eine Rotorlagerung mit zumindest einem inneren
Ringelement und zumindest einem äußeren Ringelement aufweist, wobei zwischen den beiden
Ringelementen ein erstes Gleitlagerelement und ein zweites Gleitlagerelement angeordnet
sind. Beim Zusammenbau der Rotorlagerung wird ein Lagerspiel zwischen dem Gleitlagerelement
und dem damit zusammenwirkenden Ringelement mittels eines Lagerspieleinstellmittels
eingestellt. Als Zusammenbau der Rotorlagerung werden alle Schritte gesehen, welche
vor einem Normalbetrieb der Windkraftanlage erfolgen. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass das Lagerspiel erst nach einem Testbetrieb der Windkraftanlage oder nach
einer Einlaufphase eingestellt wird, wobei sowohl das innere Ringelement als auch
das äußere Ringelement V-förmig ausgebildet sind und das erste Gleitlagerelement und
das zweite Gleitlagerelement zwischen den beiden Ringelementen axial zueinander beabstandet
angeordnet werden, wobei die beiden Gleitlagerelemente im Querschnitt gesehen in einem
Winkel zueinander angeordnet werden, wobei das Ringelement axial in ein erstes Ringelementteil
und ein zweites Ringelementteil geteilt ausgebildet ist, wobei das erste Ringelementteil
und das zweite Ringelementteil mittels dem Lagerspieleinstellmittel in Axialrichtung
relativ zueinander verschoben werden, wobei das Lagerspieleinstellmittel ein Federelement
und eine Wellenmutter umfasst, mittels welchem das erste Ringelementteil und das zweite
Ringelementteil in Axialrichtung relativ zueinander verschoben werden, wobei das Federelement
zwischen der Wellenmutter und dem ersten Ringelementteil angeordnet ist.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren bringt den Vorteil mit sich, dass eine derart betriebene
Windkraftanlage eine besonders hohe Lebensdauer der Gleitlagerelemente aufweist.
[0023] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Lagerspiel in periodischen Abständen,
insbesondere im Wartungsintervall, mittels des Lagerspieleinstellmittels nachgestellt
wird. Durch diese Maßnahme kann ein Verschleiß der Gleitlagerelemente ausgeglichen
werden.
[0024] Weiters kann vorgesehen sein, dass das Lagerspiel mittels eines Lagerspielerfassungsmittels
erfasst wird, wobei bei Erreichen eines bestimmten Lagerspielwertes ein Lagerspieleinstellmittel
automatisiert das Lagerspiel nachstellt.
[0025] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass das Lagerspiel mittels eines
Lagerspielerfassungsmittels erfasst wird, wobei bei Erreichen eines bestimmten Lagerspielwertes
ein Wartungssignal ausgegeben wird. Ein derartiges Wartungssignal kann beispielsweise
eine Nachricht sein, welche an ein Servicecenter oder einen Servicetechniker übermittelt
wird. Weiters ist es auch denkbar, dass das Wartungssignal nur bei aktiver Abfrage
der Betriebszustandsdaten der entsprechenden Windkraftanlage angezeigt wird.
[0026] Eine Gondel im Sinne dieses Dokumentes umfasst neben einem Gondelgehäuse auch eine
Rotornabe und eine Rotorlagerung zur Lagerung der Rotornabe.
[0027] Das innere Ringelement bzw. das äußere Ringelement können jeweils als eigenständige
Bauteile ausgebildet sein, welche mit der Rotornabe oder Rotorwelle bzw. mit dem Gondelgehäuse
gekoppelt sein können. Alternativ dazu ist es auch denkbar, dass das innere Ringelement
als integraler Bestandteil der Rotornabe bzw. der Rotorwelle ausgebildet ist. Alternativ
dazu ist es auch denkbar, dass das äußere Ringelement als integraler Bestandteil der
Rotornabe bzw. der Rotorwelle ausgebildet ist. Alternativ dazu ist es auch denkbar,
dass das innere Ringelement als integraler Bestandteil des Gondelgehäuses ausgebildet
ist. Alternativ dazu ist es auch denkbar, dass das äußere Ringelement als integraler
Bestandteil des Gondelgehäuses ausgebildet ist.
[0028] Als Lagerspiel im Sinne dieses Dokumentes wird nicht nur das Vorhandensein eines
Abstandes gesehen, sondern wird im weitesten Sinne eine Vorspannung der Gleitlager
als negatives Lagerspiel gesehen. Wenn die Gleitflächen des Gleitlagers am damit korrespondierenden
Ringelement anliegen, ohne dabei eine Kraft auf diese auszuüben ist das Lagerspiel
somit null. Somit ist im Schutzumfang auch ein Lagerspieleinstellmittel umfasst, mittels
welchem eine vordefinierte oder vordefinierbare Verspannung oder Vorspannung der Rotorlagerung,
insbesondere eine Anpresskraft der Gleitfläche der Gleitlager, eingestellt werden
kann.
[0029] Das Lagerspieleinstellmittel umfasst eine Wellenmutter und ein Federelement, mittels
welchem das Lagerspiel kraftabhängig eingestellt werden kann und mittels welchem aufgrund
seiner Flexibilität das Lagerspiel in einem gewissen Bereich eingestellt werden kann.
[0030] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0031] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Windkraftanlage;
- Fig. 2
- ein Querschnitt einer Gondel in einer stark schematischen Darstellung;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie III - III aus Fig. 3;
- Fig. 4
- eine Detailansicht des Details x aus Fig. 2;
- Fig. 5
- eine Querschnittansicht eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels einer Rotorlagerung
[0032] Bei den Ausführungsbeispielen der Figuren 2 bis 4 handelt es nicht um einen Teil
der Erfindung, sondern um einen Stand der Technik, der das Verständnis der Erfindung
erleichtert.
[0033] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0034] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Windkraftanlage 1 zum Erzeugen von
elektrischer Energie aus Windenergie. Die Windkraftanlage 1 umfasst eine Gondel 2,
welche an einem Turm 3 drehbar aufgenommen ist. Die Gondel 2 umfasst ein Gondelgehäuse
4, welches die Hauptstruktur der Gondel 2 bildet. Im Gondelgehäuse 4 der Gondel 2
sind die elektrotechnischen Komponenten wie etwa ein Generator der Windkraftanlage
1 angeordnet.
[0035] Weiters ist ein Rotor 5 ausgebildet, welcher eine Rotornabe 6 mit daran angeordneten
Rotorblättern 7 aufweist. Die Rotornabe 6 wird als Teil der Gondel 2 gesehen. Die
Rotornabe 6 ist mittels einer Rotorlagerung 8 drehbeweglich am Gondelgehäuse 4 aufgenommen.
[0036] Die Rotorlagerung 8, welche zur Lagerung der Rotornabe 6 am Gondelgehäuse 4 der Gondel
2 dient, ist zur Aufnahme einer Radialkraft 9, einer Axialkraft 10 und eines Kippmomentes
11 ausgebildet. Die Axialkraft 10 ist bedingt durch die Kraft des Windes. Die Radialkraft
9 ist bedingt durch die Gewichtskraft des Rotors 5 und greift am Schwerpunkt des Rotors
5 an. Da der Schwerpunkt des Rotors 5 außerhalb der Rotorlagerung 8 liegt, wird in
der Rotorlagerung 8 durch die Radialkraft 9 das Kippmoment 11 hervorgerufen. Das Kippmoment
11 kann ebenfalls durch eine ungleichmäßige Belastung der Rotorblätter 7 hervorgerufen
werden.
[0037] Die erfindungsgemäße Rotorlagerung 8 kann beispielsweise einen Durchmesser zwischen
0,5 m und 5 m aufweisen. Natürlich ist es auch denkbar, dass die Rotorlagerung 8 kleiner
oder größer ist.
[0038] In Fig. 2 ist das Gondelgehäuse 4 und die Rotornabe 6 in einer schematischen Schnittdarstellung
dargestellt, wobei der Aufbau, insbesondere in dessen Dimensionierung stark schematisiert
wurde. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass die Rotorlagerung 8
zumindest ein inneres Ringelement 12 und zumindest ein äußeres Ringelement 13 aufweist.
Zwischen dem inneren Ringelement 12 und dem äußeren Ringelement 13 ist zumindest ein
Gleitlagerelement 14, 15 angeordnet. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass zwischen
dem inneren Ringelement 12 und dem äußeren Ringelement 13 ein erstes Gleitlagerelement
14 und ein zweites Gleitlagerelement 15 angeordnet ist.
[0039] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass das innere Ringelement 12
mit der Rotornabe 6 gekoppelt ist. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass eine Rotorwelle
16 ausgebildet ist, an welcher die Rotornabe 6 angeordnet ist. Das innere Ringelement
12 kann direkt an der Rotorwelle 16 aufgenommen sein.
[0040] In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann natürlich auch vorgesehen
sein, dass das innere Ringelement 12 direkt an der Rotornabe 6 aufgenommen ist.
[0041] In wieder einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel kann natürlich
auch vorgesehen sein, dass das innere Ringelement 12 am Gondelgehäuse 4 befestigt
ist, und dass die Rotornabe 6 mit dem äußeren Ringelement 13 gekoppelt ist.
[0042] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass sowohl das innere Ringelement
12 als auch das äußere Ringelement 13 V-förmig ausgebildet sind und jeweils an der
V-förmigen Flanke zwischen den beiden Ringelementen 12, 13 axial zueinander beabstandet
die zwei Gleitlagerelemente 14, 15 ausgebildet sind.
[0043] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die beiden Gleitlagerelemente 14, 15 in einem
Winkel 17 zueinander angeordnet sind. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann in einem Ausführungsbeispiel
vorgesehen sein, dass die Gleitlagerelemente 14, 15 mittels Befestigungsmittel 18
am inneren Ringelement 12 befestigt sind. Somit kann zwischen den Gleitlagerelementen
14, 15 und dem äußeren Ringelement 13 eine Gleitfläche 19 ausgebildet sein. Bei einer
Anordnung der Gleitlagerelemente 14, 15, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, können
die Gleitflächen 19 ebenfalls V-förmig angeordnet sein.
[0044] Wie aus Fig. 2 ebenfalls ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass das innere Ringelement
12 in Axialrichtung 25 gesehen in ein erstes Ringelementteil 26 und ein zweites Ringelementteil
27 geteilt ausgeführt ist, um den Zusammenbau der Rotorlagerung 8 zu erleichtern.
[0045] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist es natürlich auch denkbar, dass
das innere Ringelement 12 nicht wie im in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
eine V-Förmige Nut bildet, sondern die V-Förmige Anordnung umgekehrt ausgebildet ist,
sodass am inneren Ringelement 12 ein V-Förmiger Vorsprung ausgebildet ist. In diesem
Fall kann zum leichteren Zusammenbau vorgesehen sein, dass das äußere Ringelement
13 in Axialrichtung 25 gesehen in das erste Ringelementteil 26 und das zweite Ringelementteil
27 geteilt ausgeführt ist.
[0046] Sowohl bei einer Ausführung mit in Axialrichtung 25 geteiltem inneren Ringelement
12, als auch bei einer Ausführung mit in Axialrichtung 25 geteiltem äußeren Ringelement
13 kann vorgesehen sein, dass das erste Ringelementteil 26 und das zweite Ringelementteil
27 des Ringelementes 12, 13 in Axialrichtung 25 zueinander verstellbar ausgebildet
sind, um beispielsweise den Verschleiß der Gleitlagerelemente 14, 15 kompensieren
zu können. Hierzu ist ein Lagerspieleinstellmittel 28 vorgesehen, mittels welchem
das erste Ringelementteil 26 und/oder das zweite Ringelementteil 27 in Axialrichtung
25 relativ zueinander verschiebbar sind, wodurch ein Lagerspiel 31 zwischen dem Gleitlagerelement
14, 15 und dem mit diesem zusammenwirkenden Ringelement 12, 13 einstellbar ist.
[0047] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass das Lagerspieleinstellmittel
28 in Form einer Wellenmutter 29 ausgebildet ist, mittels welcher der Abstand der
beiden Ringelementteile 26, 27 zueinander eingestellt werden kann. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass ein Anschlagelement 30 ausgebildet ist, welches als Gegenanschlag
für das Lagerspieleinstellmittel 28 dient. Mit anderen Worten ausgedrückt, kann das
erste Ringelementteil 26 und das zweite Ringelementteil 27 zwischen dem Anschlagelement
30 und dem Lagerspieleinstellmittel 28 aufgenommen sein.
[0048] Das Anschlagelement 30 kann, wie in Fig. 2 dargestellt, durch ein eigenständiges
Bauteil gebildet sein, welches starr an der Rotorwelle 16 befestigt ist. In einem
weiteren, in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel kann auch vorgesehen sein, dass
die Rotorwelle 16 einen Absatz aufweist, welcher als Anschlagelement 30 dient. In
wieder einem anderen Ausführungsbeispiel kann auch vorgesehen sein, dass das zweite
Ringelementteil 27 beispielsweise mittels einer stoffschlüssigen Verbindung fest mit
der Rotorwelle 16 verbunden ist und somit kein eigenes Anschlagelement 30 benötigt
wird.
[0049] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass bei der erstmaligen Montage die Rotorlagerung
8 das Lagerspiel 31 entsprechend den Vorgaben eingestellt wird. Weiters kann vorgesehen
sein, dass das Lagerspiel 31 in einem regelmäßigen Zeitintervall nachgestellt wird,
um den Verschleiß der Gleitlagerelemente 14, 15 zu kompensieren. In einer Weiterbildung
kann auch vorgesehen sein, dass ein Lagerspieleinstellaktor 32 ausgebildet ist, mittels
welchem das Lagerspieleinstellmittel 28 bewegbar ist und somit das Lagerspiel 31 automatisiert
ein- bzw. nachstellbar ist.
[0050] In einer Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass ein Lagerspielerfassungsmittel
33 vorgesehen ist, mittels welchem das aktuell vorliegende Lagerspiel 31 erfassbar
ist.
[0051] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der Lagerspieleinstellaktor 32 und das Lagerspielerfassungsmittel
33 mit einer Recheneinheit gekoppelt sind, wodurch der Lagerspieleinstellaktor 32
auf Basis der durch das Lagerspielerfassungsmittel 33 gewonnenen Information das Lagerspieleinstellmittel
28 verstellt, um ein vorgegebenes bzw. vorgebbares Lagerspiel 31 zu erreichen.
[0052] Wie aus Fig. 2 weiters ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass ein Schmierölsumpf
20 ausgebildet ist, welcher zur Aufnahme von Schmieröl 21 dient. Im Betriebszustand
kann der Schmierölsumpf 20 bis zu einem Schmierölniveau 22 mit Schmieröl 21 befüllt
sein. Das Schmierölniveau 22 ist hierbei so gewählt, dass die Gleitflächen 19 zumindest
abschnittsweise unterhalb des Schmierölniveaus 22 liegen und somit in das im Schmierölsumpf
20 befindliche Schmieröl 21 eintauchen.
[0053] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Gleitlagerelemente 14, 15 um eine Rotorachse
23 herum angeordnet sind.
[0054] Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie III - III aus Fig. 3.
[0055] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass das Gleitlagerelement 14,
15 mehrere Gleitlagerpads 24 aufweist, welche über den Umfang verteilt angeordnet
sind. Die einzelnen Gleitlagerpads 24 können mittels der Befestigungsmittel 18 mit
dem inneren Ringelement 12 gekoppelt bzw. an diesem befestigt sein. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass die einzelnen Gleitlagerpads 24 mittels der Befestigungsmittel
18 unabhängig voneinander vom inneren Ringelement 12 lösbar sind.
[0056] Weiters kann auch vorgesehen sein, dass die Befestigungsmittel 18 gleichzeitig als
Lagerspieleinstellmittel 28 wirken und somit das Lagerspiel 31 für jedes der einzelnen
Gleitlagerpads 24 einzeln und unabhängig voneinander eingestellt werden kann.
[0057] Fig. 4 zeigt eine Detailansicht des Details x aus Fig. 2.
[0058] Wie aus Fig. 4 gut ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass das erste Gleitlagerelement
14 am ersten Ringelementteil 26 befestigt ist und dass das zweite Gleitlagerelement
15 am zweiten Ringelementteil 27 des inneren Ringelementes 12 befestigt ist. Die Gleitflächen
19 der Gleitlagerelemente 14, 15 können somit dem äußeren Ringelement 13 zugewandt
sein. Im Betrieb der Windkraftanlage 1 können somit die Gleitflächen 19 der Gleitlagerelemente
14, 15 am äußeren Ringelement 13 gleiten. Wie aus Fig. 4 weiters ersichtlich, kann
vorgesehen sein, dass im unbelasteten Idealzustand der Rotorlagerung 8 zwischen der
Gleitfläche 19 und dem äußeren Ringelement 13 das Lagerspiel 31 ausgebildet ist. Das
Lagerspiel 31 kann, wie aus Fig. 4 ersichtlich, tatsächlich in Form eines Abstandes
ausgebildet sein. In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann auch vorgesehen sein,
dass im unbelasteten Idealzustand die Gleitfläche 19 am äußeren Ringelement 13 anliegt
und das Lagerspiel 31 ein Maß für die Vorspannung bzw. den Anpressdruck des Gleitlagerelementes
14, 15 am äußeren Ringelement 13 darstellt.
[0059] Das tatsächlich im Einsatz befindende Gleitlagerelement 14, 15 wird natürlich durch
die in der Windkraftanlage 1 wirkenden Kräfte, wie etwa die Radialkraft 9, die Axialkraft
10 oder das Kippmoment 11 belastet. Somit kann das tatsächliche Lagerspiel 31 an den
beiden Gleitlagerelementen 14, 15 oder auch innerhalb eines der Gleitlagerelemente
14, 15 unterschiedlich groß sein.
[0060] Wie aus Fig. 4 ersichtlich, können die Befestigungsmittel 18 gleichzeitig als Lagerspieleinstellmittel
28 wirken, wodurch die Position der Gleitlagerelemente 14, 15 relativ zu dem inneren
Ringelement 12 eingestellt werden kann, wodurch das Lagerspiel 31 einstellbar ist.
[0061] In der Fig. 5 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Rotorlagerung 8 gezeigt,
wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie
in den vorangegangenen Figuren 1 bis 4 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Figuren
1 bis 4 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0062] Wie aus Fig. 5 ersichtlich, umfasst das Lagerspieleinstellmittel 28 ein Federelement
34, welches zwischen der Wellenmutter 29 und den Ringelementteilen 26, 27 angeordnet
ist. Mittels des Federelementes 34 kann der Verschleiß der Gleitlagerelemente 14,
15 unmittelbar ausgeglichen werden. Mittels des Federelementes 34 kann zusätzlich
erreicht werden, dass die Gleitflächen 19 der Gleitlagerelemente 14, 15 mit einer
vorbestimmten Anpresskraft am äußeren Ringelement 13 anliegen.
[0063] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen.
[0064] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0065]
| 1 |
Windkraftanlage |
31 |
Lagerspiel |
| 2 |
Gondel |
32 |
Lagerspieleinstellaktor |
| 3 |
Turm |
33 |
Lagerspielerfassungsmittel |
| 4 |
Gondelgehäuse |
34 |
Federelement |
| 5 |
Rotor |
|
|
| 6 |
Rotornabe |
|
|
| 7 |
Rotorblatt |
|
|
| 8 |
Rotorlagerung |
|
|
| 9 |
Radialkraft |
|
|
| 10 |
Axialkraft |
|
|
| 11 |
Kippmoment |
|
|
| 12 |
inneres Ringelement |
|
|
| 13 |
äußeres Ringelement |
|
|
| 14 |
erstes Gleitlagerelement |
|
|
| 15 |
zweites Gleitlagerelement |
|
|
| 16 |
Rotorwelle |
|
|
| 17 |
Winkel |
|
|
| 18 |
Befestigungsmittel |
|
|
| 19 |
Gleitfläche |
|
|
| 20 |
Schmierölsumpf |
|
|
| 21 |
Schmieröl |
|
|
| 22 |
Schmierölniveau |
|
|
| 23 |
Rotorachse |
|
|
| 24 |
Gleitlagerpad |
|
|
| 25 |
Axialrichtung |
|
|
| 26 |
erstes Ringelementteil |
|
|
| 27 |
zweites Ringelementteil |
|
|
| 28 |
Lagerspieleinstellmittel |
|
|
| 29 |
Wellenmutter |
|
|
| 30 |
Anschlagelement |
|
|
1. Gondel (2) für eine Windkraftanlage (1), die Gondel (2) umfassend:
- ein Gondelgehäuse (4);
- eine Rotornabe (6);
- eine Rotorlagerung (8) zur Lagerung der Rotornabe (6) am Gondelgehäuse (4), wobei
die Rotorlagerung (8) zumindest ein inneres Ringelement (12) und zumindest ein äußeres
Ringelement (13) aufweist, wobei zwischen den beiden Ringelementen (12, 13) ein erstes
Gleitlagerelement (14) und ein zweites Gleitlagerelement (15) angeordnet sind,
wobei ein Lagerspieleinstellmittel (28) ausgebildet ist, mittels welchem ein Lagerspiel
(31) zwischen dem Gleitlagerelement (14, 15) und dem damit zusammenwirkenden Ringelement
(12, 13) einstellbar ist, wobei sowohl das innere Ringelement (12) als auch das äußere
Ringelement (13) V-förmig ausgebildet sind und das erste Gleitlagerelement (14) und
das zweite Gleitlagerelement (15) zwischen den beiden Ringelementen (12, 13) axial
zueinander beabstandet angeordnet sind, wobei die beiden Gleitlagerelemente (14, 15)
im Querschnitt gesehen in einem Winkel (17) zueinander angeordnet sind, wobei das
Ringelement (12, 13) axial in ein erstes Ringelementteil (26) und ein zweites Ringelementteil
(27) geteilt ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ringelementteil (26) und das zweite Ringelementteil (27) mittels dem Lagerspieleinstellmittel
(28) in Axialrichtung (25) relativ zueinander verschiebbar sind, wobei das Lagerspieleinstellmittel
(28) ein Federelement (34) und eine Wellenmutter (29) umfasst, mittels welchem das
erste Ringelementteil (26) und das zweite Ringelementteil (27) in Axialrichtung relativ
zueinander verschiebbar sind, wobei das Federelement (34) zwischen der Wellenmutter
(29) und dem ersten Ringelementteil (26) angeordnet ist.
2. Gondel (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement (14, 15) mehrere einzelne Gleitlagerpads (24) umfasst, welche
über den Umfang verteilt angeordnet sind wobei je Gleitlagerpad (24) ein Lagerspieleinstellmittel
(28) ausgebildet ist, mittels welchem das Lagerspiel (31) jedes einzelnen Gleitlagerpads
(24) einstellbar ist.
3. Gondel (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspieleinstellmittel (28) mit einem Lagerspieleinstellaktor (32) gekoppelt
ist, mittels welchem das Lagerspiel (31) automatisiert einstellbar ist.
4. Gondel (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lagerspielerfassungsmittel (33) ausgebildet ist, mittels welchem das Lagerspiel
(31) erfassbar ist.
5. Verfahren zum Betreiben einer Windkraftanlage (1), wobei eine Gondel (2) der Windkraftanlage
(1) eine Rotorlagerung (8) mit zumindest einem inneren Ringelement (12) und zumindest
einem äußeren Ringelement (13) aufweist, wobei zwischen den beiden Ringelementen (12,
13) ein erstes Gleitlagerelement (14) und ein zweites Gleitlagerelement (15) angeordnet
sind, wobei beim Zusammenbau der Rotorlagerung (8) ein Lagerspiel (31) zwischen dem
Gleitlagerelement (14, 15) und dem damit zusammenwirkenden Ringelement (12, 13) mittels
eines Lagerspieleinstellmittels (28) eingestellt wird, wobei sowohl das innere Ringelement
(12) als auch das äußere Ringelement (13) V-förmig ausgebildet sind und das erste
Gleitlagerelement (14) und das zweite Gleitlagerelement (15) zwischen den beiden Ringelementen
(12, 13) axial zueinander beabstandet angeordnet werden, wobei die beiden Gleitlagerelemente
(14, 15) im Querschnitt gesehen in einem Winkel (17) zueinander angeordnet werden,
wobei das Ringelement (12, 13) axial in ein erstes Ringelementteil (26) und ein zweites
Ringelementteil (27) geteilt ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Ringelementteil (26) und das zweite Ringelementteil (27) mittels dem Lagerspieleinstellmittel
(28) in Axialrichtung (25) relativ zueinander verschoben werden, wobei das Lagerspieleinstellmittel
(28) ein Federelement (34) und eine Wellenmutter (29) umfasst, mittels welchem das
erste Ringelementteil (26) und das zweite Ringelementteil (27) in Axialrichtung relativ
zueinander verschoben werden, wobei das Federelement (34) zwischen der Wellenmutter
(29) und dem ersten Ringelementteil (26) angeordnet ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspiel (31) mittels eines Lagerspielerfassungsmittels (33) erfasst wird,
wobei bei Erreichen eines bestimmten Lagerspielwertes ein Lagerspieleinstellmittel
(28) automatisiert das Lagerspiel (31) nachstellt.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerspiel (31) mittels eines Lagerspielerfassungsmittels (33) erfasst wird,
wobei bei Erreichen eines bestimmten Lagerspielwertes ein Wartungssignal ausgegeben
wird.
1. A nacelle (2) for a wind turbine (1), the nacelle (2) comprising:
- a nacelle housing (4);
- a rotor hub (6);
- a rotor bearing (8) for bearing the rotor hub (6) on the nacelle housing (4), wherein
the rotor bearing (8) has at least one inner ring element (12) and at least one outer
ring element (13), wherein a first sliding bearing element (14) and a second sliding
bearing element (15) are arranged between the two ring elements (12, 13),
wherein a bearing clearance adjusting means (28) is formed, by means of which a bearing
clearance (31) between the sliding bearing element (14, 15) and the cooperating ring
element (12, 13) may be adjusted, wherein both the inner ring element (12) and the
outer ring element (13) are designed to be V-shaped and the first sliding bearing
element (14) and the second sliding bearing element (15) are arranged between the
two ring elements (12, 13) being axially spaced apart from one another, wherein the
two sliding bearing elements (14, 15) are arranged at an angle (17) with respect to
one another as seen in cross-section, wherein the ring element (12, 13) is designed
to be divided into a first ring element part (26) and a second ring element part (27),
characterized in that the first ring element part (26) and the second ring element part (27) are displaceable
relative to one another in the axial direction (25) by means of the bearing clearance
adjusting means (28), wherein the bearing clearance adjusting means (28) comprises
a spring element (34) and a shaft nut (29), by means of which the first ring element
part (26) and the second ring element part (27) are displaceable relative to one another
in the axial direction, wherein the spring element (34) is arranged between the shaft
nut (29) and the first ring element part (26).
2. The nacelle (2) according to claim 1, characterized in that the sliding bearing element (14, 15) comprises multiple individual sliding bearing
pads (24) which are arranged so as to be distributed across the circumference, wherein
one bearing clearance adjusting means (28), by means of which the bearing clearance
(31) of each individual sliding bearing pad (24) can be adjusted, is formed per sliding
bearing pad (24).
3. The nacelle (2) according to one of the preceding claims, characterized in that the bearing clearance adjusting means (28) is coupled with a bearing clearance adjusting
actuator (32), by means of which the bearing clearance (31) may be adjusted automatically.
4. The nacelle (2) according to one of the preceding claims, characterized in that a bearing clearance detection means (33) is formed, by means of which the bearing
clearance (31) may be detected.
5. A method for operating a wind turbine (1), wherein a nacelle (2) of the wind turbine
(1) comprises a rotor bearing (8) having at least one inner ring element (12) and
at least one outer ring element (13), wherein a first sliding bearing element (14)
and a second sliding bearing element (15) are arranged between the two ring elements
(12, 13), wherein when the rotor bearing (8) is assembled, a bearing clearance (31)
between the sliding bearing element (14, 15) and the cooperating ring element (12,
13) is set by means of a bearing clearance adjusting means (28), wherein both the
inner ring element (12) and the outer ring element (13) are designed to be V-shaped
and the first sliding bearing element (14) and the second sliding bearing element
(15) are arranged between the two ring elements (12, 13) being axially spaced apart
from one another, wherein the two sliding bearing elements (14, 15) are arranged at
an angle (17) with respect to one another as seen in cross-section, wherein the ring
element (12, 13) is designed to be divided into a first ring element part (26) and
a second ring element part (27), characterized in that the first ring element part (26) and the second ring element part (27) are displaceable
relative to one another in the axial direction (25) by means of the bearing clearance
adjusting means (28), wherein the bearing clearance adjusting means (28) comprises
a spring element (34) and a shaft nut (29), by means of which the first ring element
part (26) and the second ring element part (27) are displaceable relative to one another
in the axial direction, wherein the spring element (34) is arranged between the shaft
nut (29) and the first ring element part (26).
6. The method according to claim 5, characterized in that the bearing clearance (31) is detected by means of a bearing clearance detection
means (33), wherein when a certain bearing clearance value is reached, a bearing clearance
adjusting means (28) automatically adjusts the bearing clearance (31).
7. The method according to claim 5 or 6, characterized in that the bearing clearance (31) is detected by means of a bearing clearance detection
means (33), wherein when a certain bearing clearance value is reached, a maintenance
signal is output.
1. Nacelle (1) pour une éolienne (1), cette nacelle (2) comprenant :
- un boîtier de nacelle (4) ;
- un moyeu de rotor (6) ;
- un palier de rotor (8) pour le logement du moyeu de rotor (6) au niveau du boîtier
de nacelle (4), dans lequel le palier de rotor (8) comprend au moins un élément annulaire
interne (12) et au moins un élément annulaire externe (13), dans lequel, entre les
deux éléments annulaires (12, 13), sont disposés un premier élément de palier lisse
(14) et un deuxième élément de palier lisse (15),
dans lequel un moyen de réglage du jeu de palier (28) est prévu, au moyen duquel un
jeu de palier (31) entre l'élément de palier lisse (14, 15) et l'élément annulaire
(12, 13) interagissant avec celui-ci peut être réglé, dans lequel aussi bien l'élément
annulaire interne (12) que l'élément annulaire externe (13) présentent une forme de
V et le premier élément de palier lisse (14) et le deuxième élément de palier lisse
(15) sont disposés de manière distante axialement entre les deux éléments annulaires
(12, 13), dans lequel les deux éléments de palier lisse (14, 15) sont disposés, vus
en section transversale, avec un angle (17) entre eux, dans lequel l'élément annulaire
(12, 13) est réalisé de façon à être divisé axialement en une première partie d'élément
annulaire (26) et une deuxième partie d'élément annulaire (27),
caractérisé en ce que la première partie d'élément annulaire (26) et la deuxième partie d'élément annulaire
(27) sont coulissantes l'une par rapport à l'autre dans la direction axiale (25) grâce
au moyen de réglage de jeu de palier (28), dans lequel le moyen de réglage de jeu
de palier (28) comprend un élément de ressort (34) et un écrou d'arbre (29) au moyen
duquel la première partie d'élément annulaire (26) et la deuxième partie d'élément
annulaire (27) sont coulissantes l'une par rapport à l'autre dans la direction axiale,
dans lequel l'élément de ressort (34) est disposé entre l'écrou d'arbre (29) et la
première partie d'élément annulaire (26).
2. Nacelle (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de palier lisse (14, 15) comprend plusieurs patins de palier lisse (24)
individuels, qui sont disposés de manière répartie sur la circonférence, dans lequel
chaque patin de palier lisse (24) comprend un moyen de réglage de jeu de palier (28)
au moyen duquel le jeu de palier (31) de chaque patin de palier lisse (24) individuel
peut être réglé.
3. Nacelle (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de réglage de jeu de palier (28) est couplé avec un actionneur de réglage
de jeu de palier (32), au moyen duquel le jeu de palier (31) peut être réglé automatiquement.
4. Nacelle (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen de mesure de jeu de palier (33) est prévu, au moyen duquel le jeu de palier
(31) peut être mesuré.
5. Procédé de fonctionnement d'une éolienne (1), dans lequel une nacelle (2) de l'éolienne
(1) comprend un palier de rotor (8) avec au moins un élément annulaire interne (12)
et au moins un élément annulaire externe (13), dans lequel, entre les deux éléments
annulaires (12, 13), sont disposés un premier élément de palier lisse (14) et un deuxième
élément de palier lisse (15), dans lequel, lors de l'assemblage du palier de rotor
(8), un jeu de palier (31) entre l'élément de palier lisse (14, 15) et l'élément annulaire
(12, 13) interagissant avec celui-ci est réglé à l'aide d'un moyen de réglage de jeu
de palier (28), dans lequel aussi bien l'élément annulaire interne (12) que l'élément
annulaire externe (13) présentent une forme de V et le premier élément de palier lisse
(14) et le deuxième élément de palier lisse (15) sont disposés de manière distante
axialement entre les deux éléments annulaires (12, 13), dans lequel les deux éléments
de palier lisse (14, 15) sont disposés, vus en section transversale, avec un angle
(17) entre eux, dans lequel l'élément annulaire (12, 13) est réalisé de façon à être
divisé axialement en une première partie d'élément annulaire (26) et une deuxième
partie d'élément annulaire (27), caractérisé en ce que la première partie d'élément annulaire (26) et la deuxième partie d'élément annulaire
(27) sont coulissantes l'une par rapport à l'autre dans la direction axiale (25) grâce
au moyen de réglage de jeu de palier (28), dans lequel le moyen de réglage de jeu
de palier (28) comprend un élément de ressort (34) et un écrou d'arbre (29) au moyen
duquel la première partie d'élément annulaire (26) et la deuxième partie d'élément
annulaire (27) sont coulissantes l'une par rapport à l'autre dans la direction axiale,
dans lequel l'élément de ressort (34) est disposé entre l'écrou d'arbre (29) et la
première partie d'élément annulaire (26).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le jeu de palier (31) est mesuré avec un moyeu de mesure du jeu de palier (33), dans
lequel, lorsque la valeur du jeu de palier déterminé est atteinte, un moyen de réglage
de jeu de palier (28) ajuste de manière automatisée le jeu de palier (31).
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le jeu de palier (31) est mesuré à l'aide d'un moyen de mesure de jeu de palier (33),
dans lequel, lorsqu'une valeur de jeu de palier déterminée est atteinte, un signal
de maintenance est émis.