[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines modular aufgebauten Gewehrschafts
sowie einen modular aufgebauten Gewehrschaft zur Aufnahme von weiteren Schusswaffenkomponenten
zur Bildung einer Schusswaffe bzw. eines Gewehrs.
[0002] Wie an sich bekannt ist ein Schaft eines Gewehres bzw. einer Langwaffe funktionell
primär zum Anbinden der weiteren Hauptbaugruppen des entsprechenden Waffensystems
sowie als Handhabe- respektive Griffmöglichkeit und Stütze vorgesehen. Gewehrschäfte
werden je nach Waffensystem bzw. Waffentyp üblicherweise entweder einteilig ausgeführt,
wie etwa bei einem Repetiergewehr, oder die Langwaffe weist einen Vorderschaft und
einen baulich separaten Hinterschaft auf, wie zum Beispiel im Falle einer Kipplaufwaffe.
Für verschiedene Waffentypen bzw. unterschiedliche Waffensysteme, also beispielsweise
je nach Ausführung als Repetierbüchse, Kipplaufbüchse, Flinte, etc., aber auch zur
Berücksichtigung von Individualwünschen muss ein Schaft bzw. Vorder- und Hinterschaft
jeweils an die restlichen Baugruppen eines jeweiligen Waffensystems angepasst werden.
[0003] Nachteilig ist in diesem Zusammenhang die durch die jeweils erforderliche Anpassung
eines Schafts oder der Schaftteile an ein Waffensystem bedingte schlechte Produktionseffizienz,
welche insbesondere zu hohen Herstellungskosten führt.
[0004] Aus
DE 10 2015 106 291 A1 ist eine Schusswaffe bekannt, welche ein mehrteiliges Schaftsystem, insbesondere
einen Vorderschaft, einen Mittelschaft und einen Hinterschaft umfasst. Die dreiteilige
Schaftform ermöglicht hierbei einen Wechsel zwischen unterschiedlichen Gehäusen insbesondere
Gehäusegrößen und Kaliber unter Wiederverwendung des Vorderschafts und des Hinterschafts,
wobei lediglich das Mittelteil an unterschiedliche Gehäuse angepasst werden muss.
Die drei Schaftteile der
DE 10 2015 106 291 A1 sind jeweils über Steckschraubverbindungen miteinander verbunden, sodass zum Wechseln
des Gehäuses deren Verbindung gelöst, und ein anderer Mittelschaft mit dem Hinter-
und Vorderschaft verbunden werden kann. Eine derartige Ausführung eines Gewehrschafts
hat sich jedoch als nachteilig hinsichtlich Langzeitstabilität bzw. Resistenz gegenüber
Verformungen, insbesondere Verziehen und Beschädigungen erwiesen. Dies insbesondere
bei starker Benutzung eines Gewehrs umfassend ein derartiges Schaftsystem mit lösbaren
Steckschraubverbindungen, auch aufgrund der großen mechanischen Belastung beim Abfeuern
des Gewehrs.
[0005] US 2017/241738 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von gitterförmigen Strukturelementen und
deren Fügung, wobei zusammengefügte Strukturelemente einen ebenfalls gitterförmigen,
steifen Tragerahmen in Form eines Gewehrschafts bilden. Die Strukturelemente können
unter anderem durch Co-Aushärtung oder mittels Klebstoffe zusammengefügt werden. Die
einzelnen Strukturelemente können aus Holz, Kunststoff, Metall, Keramik oder Verbundwerkstoff
bestehen.
US 2017/241738 A1 offenbart weiters eine Hülse, welche den gitterförmigen Tragerahmen aus zusammengefügten
Strukturelementen ummantelt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die noch vorhandenen Nachteile des Standes
der Technik zu überwinden und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mittels welchem
eine verfahrens- und kosteneffiziente Herstellung eines Gewehrschafts insbesondere
mit geringem Gewicht ermöglicht wird, und dennoch eine hohe Langzeit(form)stabilität
und Resistenz gegenüber Verformung und Beschädigung des Gewehrschafts gegeben ist.
Außerdem war es Aufgabe der Erfindung einen Gewehrschaft insbesondere mit geringem
Gewicht bereitzustellen, welcher verfahrens- und kosteneffizient herstellbar ist und
dennoch eine hohe Langzeitstabilität und Resistenz gegenüber Verformung und Beschädigung
aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird zum einen durch ein Verfahren gemäß dem unabhängigen Anspruch
gelöst. Die abhängigen Ansprüche 2 - 8 definieren dabei weiter bevorzugte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Vetrfahrens.
[0008] Das Verfahren zur Herstellung eines modular aufgebauten bzw. zusammengesetzten Gewehrschafts
umfasst:
Herstellung mehrerer Schaftteile umfassend einen Hinterschaft, einen Vorderschaft
und mindestens einen Mittelschaftadapter, Positionieren der Schaftteile jeweils relativ
zueinander in einer Fügeposition bzw. Verbindungsposition, und Verbinden der Schaftteile
in der Fügeposition.
[0009] Bei dem Verfahren werden alle Schaftteile aus einem Kunststoff umfassenden Material
hergestellt. Hierbei können ein oder mehrere Mittelschaftadapter hergestellt werden.
Zumindest einige zu verbindende Schaftteile werden jeweils materialschlüssig bzw.
stoffschlüssig und nicht lösbar bzw. nicht zerstörungsfrei lösbar miteinander verbunden.
[0010] Insbesondere können alle starr miteinander zu verbindenden Schaftteile stoffschlüssig
und nicht lösbar miteinander verbunden werden.
[0011] Es kann vorgesehen sein, dass lediglich ein Mittelschaftadapter hergestellt und sowohl
mit dem Hinterschaft als auch mit dem Vorderschaft verbunden wird. Es kann zum Beispiel
abhängig vom Waffentyp aber auch vorgesehen sein, dass mehrere Mittelschaftadapter
hergestellt werden. Im Falle der Herstellung von beispielsweise zwei Mittelschaftadaptern
kann ein Mittelschaftadapter mit dem Hinterschaft und dem zweiten Mittelschaftadapter
und der zweite Mittelschaftadapter zusätzlich mit dem Vorderschaft verbunden werden.
Grundsätzlich ist es bei zwei Mittelschaftadaptern aber auch möglich, dass einer der
beiden Mittelschaftadapter sowohl mit dem Hinterschaft als auch dem Vorderschaft und
dem zweiten Mittelschaftadapter verbunden wird. Selbstverständlich können auch mehr
als zwei Mittelschaftadapter hergestellt und miteinander respektive zumindest einer
der Mittelschaftadapter mit dem Hinterschaft und ein anderer der Mittelschaftadapter
zumindest mit dem Vorderschaft verbunden werden. Je nach Art des Waffensystems, also
zum Beispiel Ausführung als Repetierbüchse, Kipplaufbüchse, Flinte und so weiter,
kann der Fachmann auf dem Gebiet eine geeignete Anzahl an Mittelschaftadaptern in
geeigneter Ausführung herstellen und miteinander und mit den weiteren Schaftteilen
verbinden.
[0012] Ein Verbinden, insbesondere stoffschlüssiges Verbinden der einzelnen Schaftteile
kann grundsätzlich gleichzeitig oder auch in sequentieller Abfolge erfolgen. Es kann
also vorgesehen sein, dass alle Schaftteile gleichzeitig in Fügeposition verbracht
und verbunden werden, oder dass jeweils einzelne Schaftteile zunächst in einer Fügeposition
miteinander verbunden werden und ein solcher Schaftteil-Verbund hiernach mit einem
weiteren oder mehreren weiteren Schaftteilen verbunden wird.
[0013] Durch die angegebenen Maßnahmen kann ein modular zusammengesetzter Gewehrschaft verfahrensökonomisch
und kosteneffizient hergestellt werden. Insbesondere können der Hinterschaft und der
Vorderschaft in großen Stückzahlen kosteneffizient hergestellt werden, und kann eine
Anpassung an ein jeweiliges (gewünschtes) Waffensystem durch lediglich individuelle
Herstellung des oder der Mittelschaftadapter durchgeführt werden. Wie an sich bekannt
kann oder können an dem oder den Mittel schaftadapter(n) je nach Waffensystem, für
welches ein jeweiliger Gewehrschaft vorgesehen ist, unterschiedliche Bettungsflächen
und gegebenenfalls -taschen zur Bettung bzw. Anbindung des jeweiligen Waffensystems
ausgestaltet werden. Der oder die Mittelschaftadapter können hierbei jeweils zur Anbindung
der universellen Schaftteile, welche also für unterschiedliche Waffensysteme gleich
hergestellt sein können, nämlich Hinterschaft und Vorderschaft, ausgestaltet werden.
Der Hinterschaft und der Vorderschaft können zum Beispiel durch Spritzgießen hergestellt
werden.
[0014] Dennoch kann dem Gewehrschaft bzw. einer mit einem solchen Gewehrschaft ausgestatteten
Langwaffe eine verbesserte Langzeitstabilität bzw. Langzeit-Formstabilität und eine
hohe Resistenz gegenüber Verformung, Verzug und Beschädigungen verliehen werden. Im
Besonderen kann dem zusammengesetzten Gewehrschaft aufgrund der stoffschlüssigen,
unlösbaren Verbindung der Schaftteile eine hohe Erschütterungsresistenz verliehen
werden, was sich vor allem günstig bei häufiger Schussabgabe, also bei häufigem Gebrauch
der mit dem Gewehrschaft ausgestatteten Langwaffe auswirkt, und damit eine hohe Zuverlässigkeit
über einen langen Zeitraum gegeben ist. Durch die angegebenen Maßnahmen kann auch
ein Gewehrschaft mit verhältnismäßig geringem Gewicht bereitgestellt werden.
[0015] Betreffend das Verbinden der Schaftteile ist bei dem Verfahren vorgesehen, dass an
Endbereichen von zwei stoffschlüssig zu verbindenden Schaftteilen jeweils formkomplementäre
Verbindungssegmente ausgebildet werden, über welche formkomplementären Verbindungssegmente
die betreffenden Schaftteile miteinander verklebt werden.
[0016] Eines der jeweils formkomplementären Verbindungsegmente kann hierbei an einem der
Schaftteile ausgestaltet werden, und das andere hierzu formkomplementäre Verbindungssegment
kann an einem mit diesem Schaftteil zu verbindenden, anderen Schaftteil ausgestaltet
werden.
[0017] Ein Verbinden der Schaftteile durch Verkleben entsprechend ausgeformter, formkomplementärer
Verbindungssegmente stellt eine verfahrens- und kosteneffiziente Verbindungsmethode
dar, durch welche dennoch eine (form)stabile und zuverlässig haltbare Verbindung der
Schaftteile bereitgestellt werden kann.
[0018] Es ist in diesem Zusammenhang vorgesehen, dass an den jeweils formkomplementären
Verbindungssegmenten zweier stoffschlüssig zu verbindender Schaftteile korrespondierende
Fügeflächen ausgebildet werden, welche Fügeflächen in der Fügeposition derart einander
zugewandt angeordnet werden, dass zwischen den Fügeflächen ein Aufnahmeraum gebildet
wird, welcher Aufnahmeraum im Zuge des Verbindens mit einem härtbaren Kleber gefüllt
und der Kleber ausgehärtet wird.
[0019] Durch die gezielte Ausformung des Aufnahmeraums in der Fügeposition kann eine ausreichende
Menge an Kleber zum sicheren Verbinden von Schaftteilen von Schaftteilen eingesetzt
werden.
[0020] Hierbei kann auch vorzugsweise vorgesehen sein, dass jeweils formkomplementäre Verbindungssegmente
von zwei stoffschlüssig zu verbindenden Schaftteilen derart ausgebildet werden, dass
ein erstes Verbindungssegment ein gegenüber dem unmittelbar angrenzenden Schaftabschnitt
des entsprechenden Schaftteils verjüngten Abschnitt bzw. Bereich mit einer nach außen
weisenden Fügefläche aufweist, und das hierzu formkomplementäre, zweite Verbindungssegment
eine nach innen weisenden Fügefläche aufweist, wobei in der Fügeposition der verjüngte
Abschnitt des ersten Verbindungssegments in das zweite Verbindungssegment hineinragt
und das zweite Verbindungssegment den verjüngten Abschnitt des ersten Verbindungssegments
ummantelt, wobei zwischen der nach außen weisenden Fügefläche des ersten Verbindungssegments
und der nach innen weisenden Fügefläche des zweiten Verbindungsegments der Aufnahmeraum
ausgebildet wird, welcher Aufnahmeraum im Zuge des Verbindens mit dem härtbaren Kleber
gefüllt und der Kleber ausgehärtet wird.
[0021] Durch diese Ausgestaltung von formkomplementären Verbindungssegmenten kann eine besonders
dauerhafte, formstabile und verformungsresistente Verbindung von Schaftteilen bereitgestellt
werden. Der Aufnahmeraum für den Kleber kann auch als Hohl-, Zwischen- oder Fügeraum
bezeichnet werden. Als Kleber kann grundsätzlich jedweder zum Fügen der Schaftteil-Materialien
geeigneter Kleber verwendet werden. Bevorzugt wird als Kleber ein 2-Komponenten-Klebstoff,
aufweisend ein vernetzbares bzw. härtbares, funktionalisiertes Harz und einen Härter
für das Harz eingesetzt. Im Speziellen kann als härtbares Harz ein mit EpoxidGruppen
funktionalisiertes Harz verwendet werden.
[0022] Die genaue geometrische Ausgestaltung zweier formkomplementärer Verbindungssegmente
bzw. deren Fügeflächen kann im Prinzip auf mannigfaltige Weise erfolgen, wobei eine
geometrische Grundform bzw. Querschnittsform von formkomplementären Verbindungssegmenten
natürlich im Wesentlichen durch die Grundform der betreffenden Schaftteile im Bereich
bzw. angrenzend zu einem Verbindungssegment vorgegeben sein kann. So kann der Vorderschaft
und ein damit zu verbindender Mittelschaftadapter im Bereich der Verbindungssegmente
zum Beispiel zur Einbettung bzw. Stützung eines Gewehrlaufs und zum Greifen bzw. Halten
des Gewehrs durch einen Schützen ausgestaltet sein, und können die jeweiligen, formkomplementären
Verbindungssegmente zumindest weitestgehend eine entsprechende Querschnitts- bzw.
Grundform aufweisen. Die Verbindungssegmente per se können zum Beispiel in Art von
einfachen Längsverbindungen mit einander gegenüberliegenden und voneinander beabstandeten
Fügeflächen ausgestaltet werden. Grundsätzlich sind aber auch andere oder zusätzliche
Ausführungen geometrische Formverbindungen bei zwei formkomplementären Verbindungssegmenten
denkbar, zum Beispiel in Art einer sogenannten Blattstoßverbindung. Zusätzlich können
Elemente zweier formkomplementärer Verbindungssegmente auch zum formschließenden Ineinander-Eingriff
ausgestaltet werden, wie etwa in der Art einer Schwalbenschwanzverbindung.
[0023] Ein Verbinden zweier formkomplementärer Verbindungssegmente kann zum Beispiel durch
Auftrag eines härtbaren Klebers auf eine Fügefläche eines Verbindungssegmentes und
Verbringen in die Fügeposition und Fügen mit dem jeweils formkomplementären Verbindungssegment
erfolgen. Selbstverständlich kann auch auf beide Fügeflächen zweier formkomplementärer
Verbindungssegmente der härtbare Kleber aufgetragen werden und anschließend ein Fügen
der entsprechenden Schaftteile in der Fügeposition unter Härtung des Klebers erfolgen.
[0024] Es werden bei dem Verfahren hinsichtlich des Verklebens der Schaftteile in zumindest
einem von zwei formkomplementären Verbindungssegmenten im Zuge der Herstellung der
Schaftteile ein Klebekanal oder mehrere Klebkanäle ausgebildet, derart dass der Klebekanal
oder die Klebekanäle in der Fügeposition in den Aufnahmeraum mündet oder münden, wobei
in der Fügeposition der Kleber via den Klebekanal oder via die Klebekanäle in den
Aufnahmeraum gefüllt wird.
[0025] Diese Verfahrensführung stellt eine besonders ausführungssichere Ausführungsform
des Verfahrens dar, da der Kleber bei bereits vorpositionierten Schaftteilen via den
Klebekanal oder die Klebekanäle in den Aufnahmeraum gefüllt werden kann. Auf diese
Weise lässt sich eine möglichst vollständige Befüllung des Aufnahmeraums sowie des
Klebekanals bzw. der Klebekanäle bewerkstelligen, sodass bei den verbundenen Schaftteilen
des vollständig zusammengesetzten Gewehrschafts keine Fehlstellen und damit keine
Schwachstellen im Bereich der Verbindungssegmente verbleiben. Außerdem stellt diese
Ausführungsform eine verfahrenseffiziente Variante dar, da ein einfach durchzuführendes
und auch möglichst fehlerfreies Eindüsen bzw. Einspritzen des Klebers in den Klebekanal
oder die Klebekanäle von außen erfolgen kann.
[0026] In diesem Zusammenhang kann weiters auch vorgesehen sein, dass in die Klebekanäle
nach dem Füllen mit dem Kleber und vor der Aushärtung des Klebers Verstärkungsstäbe
eingeführt werden.
[0027] Durch derartige Verstärkungsstäbe kann nach Härtung des Klebers im Besonderen eine
verbesserte Formstabilität und (Dauer-)Belastbarkeit im Bereich der Klebeverbindungen
bzw. im Bereich der verbundenen Verbindungssegmente erzielt werden. Die Verstärkungsstäbe
können im Wesentlichen aus demselben Werkstoff bzw. Kunststoff umfassenden Material
hergestellt werden wie die Schaftteile. Die Verstärkungsstäbe können im Wesentlichen
zylindrisch ausgebildet werden, wobei grundsätzlich unterschiedliche Querschnittsformen
möglich sind, zum Beispiel ovale oder kreisförmige, quaderförmige, quadratische oder
dreieckige Querschnittsformen. Eine Längserstreckung eines Verstärkungsstabes kann
zumindest im Wesentlichen einer Längserstreckung des korrespondierenden Klebekanals,
in welchen der betreffende Verstärkungsstab eingeführt wird, entsprechen.
[0028] Im Prinzip kann es ausreichend sein, an den Schaftteilen jeweils ein zum Verbinden
mit einem anderen, formkomplementären Verbindungssegment vorgesehenes Verbindungssegment
auszubilden, sodass jeweils eine Verbindung zwischen den einzelnen Schaftteilen hergestellt
wird.
[0029] In einigen Fällen bzw. bei bestimmten Waffensystemen kann es aber auch zweckmäßig
sein, wenn an dem Hinterschaft zwei oder mehr Verbindungssegmente zum Verbinden mit
einem oder mehreren anderen Schaftteilen ausgebildet werden.
[0030] Eine solche Variante kann vorteilhaft vor allem bei bestimmten Schaftteil-Geometrien
sein, wie etwa bei Ausbildung des Hinterschafts als sogenannter Lochschaft. Außerdem
kann die folgende Verbindung zu einem oder mehreren Schaftteilen via die zwei oder
mehr Verbindungssegmente zur Erhöhung der Formstabilität beitragen.
[0031] Wie bereits erwähnt kann es je nach Waffentyp ausreichend sein, einen Mittelschaftadapter
herzustellen und jeweils mit dem Hinterschaft und dem Vorderschaft zu Verbinden.
[0032] Je nach Waffentyp oder Form des Hinterschafts und/oder Vorderschafts kann es aber
auch sinnvoll sein, wenn zwei oder mehr Mittelschaftadapter hergestellt werden, wobei
ein Mittelschaftadapter mit dem Hinterschaft, ein anderer Mittelschaftadapter mit
dem Vorderschaft und die Mittelschaftadapter jeweils mit einem anderen Mittelschaftadapter
verbunden werden.
[0033] Diese Verfahrensführung ermöglicht im Wesentlichen eine Verwendung des Verfahrens
zur Herstellung von Gewehrschäften für alle gängigen Waffensysteme.
[0034] Des Weiteren kann bei dem Verfahren der oder die Mittelschaftadapter mittels einem
additiven Fertigungsverfahren, insbesondere mittels 3D-Druck hergestellt werden.
[0035] Der oder die Mittelschaftadapter kann oder können aber auch mittels Harzinjektionsverfahren
hergestellt werden.
[0036] Die angegebenen Herstellungsmethoden ermöglichen in besonders effizienter Weise eine
Individualfertigung von Mittelschaftadaptern, und damit eine leicht anpassbare Herstellung
von Gewehrschäften für unterschiedlichste Waffentypen.
[0037] Schließlich kann bei einer Weiterbildung des Verfahrens vorgesehen sein, dass die
Schaftteile überwiegend durch faserverstärktes Kunststoffmaterial mit einem Gewichtsanteil
an Fasern von 20 Gew.% bis 80 Gew.% gebildet werden.
[0038] Durch diese Maßnahme können leichte aber dennoch harte und robuste Schaftteile zur
Herstellung des Gewehrschafts bereitgestellt werden. Als Fasern können grundsätzlich
alle gängigen, natürlichen oder synthetischen Verstärkungsfasern eingesetzt werden,
wie etwa Polyesterfasern, Polyamidfasern, Glasfasern aber zum Beispiel auch Hanffasern.
Vorzugsweise können Carbonfasern zur Herstellung der Schaftteile und gegebenenfalls
auch von Verstärkungsstäben eingesetzt werden. Weiters können die Schaftteile bevorzugt
durch faserverstärktes Kunststoffmaterial mit einem Gewichtsanteil an Fasern von 40
Gew.% bis 70 Gew.% gebildet werden.
[0039] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch einen modular aufgebauten bzw. zusammengesetzten
Gewehrschaft gemäß dem unabhängigen Anspruch 9 gelöst, weiter bevorzugte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Gewehrschafts werden in den abhängigen Ansprüchen 10 - 14 definiert.
Besagter Gewehrschaft ist zur Anbindung von weiteren Schusswaffenkomponenten zur Bildung
einer Schusswaffe bzw. Langwaffe bzw. Gewehrs vorgesehen.
[0040] Der Gewehrschaft kann insbesondere mittels des obenstehenden Verfahrens, ausschließlich
oder einschließlich der angeführten Verfahrensvarianten hergestellt sein.
[0041] Der Gewehrschaft umfasst mehrerer baulich separat hergestellte und anschließend verbundene
Schaftteile inkludierend einen Hinterschaft, einen Vorderschaft und mindestens einen
Mittelschaftadapter.
[0042] Alle Schaftteile des Gewehrschafts bestehen aus einem Kunststoff umfassenden Material
und sind zumindest einige zu verbindende Schaftteile jeweils stoffschlüssig und nicht
lösbar bzw. nicht zerstörungsfrei lösbar miteinander verbunden.
[0043] Im Besonderen können alle starr miteinander zu verbindenden Schaftteile stoffschlüssig
und nicht lösbar miteinander verbunden sein.
[0044] Vorteilhaft bei diesem modularen Aufbau ist die mögliche, einfache Anpassung und
Verwendung des Gewehrschafts für unterschiedliche Waffentypen bzw. Waffensysteme,
zum Beispiel unterschiedliche Ausführung eines Gewehrs, wie etwa Repetierbüchse, Kipplaufbüchse
oder Flinte und so weiter. Dies da zur Anpassung an ein bestimmtes Waffensystem lediglich
der oder die Mittelschaftadapter variiert werden muss bzw. müssen. Dies ermöglicht
auch eine verfahrens- und kosteneffiziente Herstellung des Gewehrschafts.
[0045] Gleichzeitig weist der so ausgestaltete Gewehrschaft ein gute Langzeitstabilität
bzw. Langzeit-Formstabilität und eine hohe Resistenz gegenüber Verformung, Verzug
und Beschädigungen auf. Im Besonderen zeichnet sich der modular aufgebaute bzw. zusammengesetzte
Gewehrschaft aufgrund der stoffschlüssigen, unlösbaren Verbindung der Schaftteile
durch eine hohe Erschütterungsresistenz aus, was sich vor allem günstig bei häufiger
Schussabgabe, also bei häufigem Gebrauch der mit dem Gewehrschaft ausgestatteten Langwaffe
auswirkt, und damit eine hohe Zuverlässigkeit über einen langen Zeitraum gegeben ist.
Außerdem weist der Gewehrschaft verhältnismäßig geringes Gewicht auf.
[0046] Der Gewehrschaft kann lediglich einen baulich separat hergestellten Mittelschaftadapter
umfassen, welcher sowohl mit dem Hinterschaft als auch dem Vorderschaft verbunden
ist. Ein Gewehrschaft kann aber auch zum Beispiel zwei Mittelschaftadapter aufweisen,
wobei ein Mittelschaftadapter mit dem Hinterschaft und dem zweiten Mittelschaftadapter
und der zweite Mittelschaftadapter zusätzlich mit dem Vorderschaft verbunden sein
kann. Im Falle zweier Mittelschaftadapter kann es aber zum Beispiel in Abhängigkeit
von der geometrischen Ausgestaltung auch zweckmäßig sein, wenn einer der beiden Mittelschaftadapter
sowohl mit dem Hinterschaft als auch dem Vorderschaft und dem zweiten Mittelschaftadapter
verbunden ist. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Mittelschaftadapter hergestellt
und miteinander respektive zumindest einer der Mittel schaftadapter mit dem Hinterschaft
und ein anderer der Mittelschaftadapter zumindest mit dem Vorderschaft verbunden werden.
Grundsätzlich kann der Gewehrschaft auch mehr als zwei Mittelschaftadapter aufweisen,
welche in verschiedenster Form jeweils mit weiteren Schaftteilen verbunden sein können.
Die Anzahl an Mittelschaftadaptern und deren Verbindung untereinander und zu den weiteren
Schaftteilen kann vor allem auf Basis der Erfordernisse der mit dem Gewehrschaft auszustattenden
Schusswaffe bzw. Gewehrs bzw. der entsprechenden körperlichen Ausgestaltung der Schaftteile
vorgenommen werden.
[0047] Es sind stoffschlüssig verbundene Schaftteile via an Endbereichen der Schaftteile
ausgebildete Verbindungssegmente verklebt, wobei die Verbindungssegmente von zwei
miteinander verbundenen Schaftteilen jeweils formkomplementär ausgebildet sind.
[0048] Eines der jeweils formkomplementären Verbindungsegmente kann hierbei an einem der
Schaftteile ausgestaltet sein, und das andere hierzu formkomplementäre Verbindungssegment
kann an einem mit diesem Schaftteil zu verbindenden, anderen Schaftteil ausgestaltet
sein.
[0049] Durch diese Ausführung kann ein Gewehrschaft mit (form)stabiler und zuverlässig haltbarer
Verbindung der einzelnen Schaftteile bereitgestellt werden.
[0050] Bei dem Gewehrschaft sind an den jeweils formkomplementären Verbindungssegmenten
zweier stoffschlüssig miteinander verbundener Schaftteile korrespondierende Fügeflächen
ausgebildet, zwischen welche Fügeflächen ein Aufnahmeraum ausgebildet ist, welcher
Aufnahmeraum mit einem ausgehärteten Kleber gefüllt ist.
[0051] Durch diese Merkmale kann eine dauerhafte, formstabile Verbindung der Schafteile
erzielt werden.
[0052] Des Weiteren kann bei dem Gewehrschaft in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass
jeweils formkomplementäre Verbindungssegmente von zwei stoffschlüssig miteinander
verbundenen Schaftteilen derart ausgebildet sind, dass ein erstes Verbindungssegment
einen gegenüber dem unmittelbar angrenzenden Schaftabschnitt des entsprechenden Schaftteils
verjüngten Abschnitt bzw. Bereich mit einer nach außen weisenden Fügefläche aufweist,
und das hierzu formkomplementäre, zweite Verbindungssegment eine nach innen weisende
Fügefläche aufweist, wobei zwischen diesen beiden Fügeflächen der Aufnahmeraum ausgebildet
ist, welcher Aufnahmeraum mit dem ausgehärteten Kleber gefüllt ist.
[0053] Durch diese Ausführungsform kann die dauerhafte Formstabilität und Verformungsresistenz
des Gewehrschafts nochmals weiter verbessert werden. Der mit dem Kleber gefüllte Aufnahmeraum
kann auch als Hohl- oder Fügeraum bezeichnet werden. Der Kleber kann grundsätzlich
durch jedweden zum Fügen der Schaftteil-Materialien geeignetem Kleber gebildet sein.
Bevorzugt kann der Kleber durch einen 2-Komponenten-Klebstoff gebildet sein. Im Speziellen
kann der Kleber durch ein mittels einem Härter bzw. Vernetzer ausgehärtetes, funktionalisiertes
Harz, vorzugsweise durch einen Epoxid-Duroplast gebildet sein.
[0054] Die Verbindungssegmente können zum Beispiel in Art von einfachen Längsverbindungen
mit einander gegenüberliegenden und voneinander beabstandeten Fügeflächen ausgebildet
sein. Grundsätzlich sind aber auch andere oder zusätzliche Ausführungen geometrische
Formverbindungen bei zwei formkomplementären Verbindungssegmenten möglich, zum Beispiel
in Art einer sogenannten Blattstoßverbindung. Zusätzlich können Elemente zweier formkomplementärer
Verbindungssegmente auch zum formschließenden Ineinander-Eingriff ausgestaltet sein,
wie etwa in der Art einer Schwalbenschwanzverbindung.
[0055] Bei dem Gewehrschaft ist vorgesehen, dass in zumindest einem von zwei formkomplementären
Verbindungssegmenten ein Klebekanal oder mehrere Klebkanäle ausgebildet ist oder sind,
welcher Klebekanal oder welche Klebekanäle in den Aufnahmeraum mündet oder münden,
und welcher Klebekanal oder welche Klebekanäle wenigstens teilweise mit ausgehärtetem
Kleber gefüllt ist oder sind.
[0056] In weiterer Folge kann in diesen Klebekanälen jeweils ein Verstärkungsstab angeordnet
sein.
[0057] Durch diese Merkmale kann im Bereich der Klebeverbindungen bzw. im Bereich der verbundenen
Verbindungssegmente eine verbesserte Formstabilität und (Dauer-)Belastbarkeit bereitgestellt
werden. Die Verstärkungsstäbe können im Wesentlichen aus demselben Werkstoff bzw.
Kunststoff umfassenden Material hergestellt sein wie die Schaftteile. Die Verstärkungsstäbe
können im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein, wobei grundsätzlich unterschiedliche
Querschnittsformen möglich sind, zum Beispiel ovale oder kreisförmige, quaderförmige,
quadratische oder dreieckige Querschnittsformen. Eine Längserstreckung eines Verstärkungsstabes
kann zumindest im Wesentlichen einer Längserstreckung des korrespondierenden Klebekanals,
in welchen der betreffende Verstärkungsstab eingeführt wird, entsprechen.
[0058] Grundsätzlich können die Schaftteile jeweils via nur eine durch zwei formkomplementäre
Verbindungssegmente gebildete Verbindung bzw. Verklebung verbunden sein.
[0059] Es kann aber auch von Vorteil sein, wenn an dem Hinterschaft zwei oder mehr Verbindungssegmente
ausgebildet sind, über welche Verbindungssegmente Hinterschaft mit einem oder mehreren
anderen Schaftteilen verbunden ist.
[0060] Eine solche Ausgestaltungsvariante des Gewehrschafts kann vorteilhaft vor allem bei
bestimmten Schaftteil-Geometrien sein, wie etwa bei Ausbildung des Hinterschafts als
sogenannter Lochschaft. Außerdem kann die folgende Verbindung zu einem oder mehreren
Schaftteilen via die zwei oder mehr Verbindungssegmente zur Erhöhung der Formstabilität
beitragen.
[0061] Des Weiteren kann bei dem Gewehrschaft vorgesehen sein, dass er zwei oder mehr Mittelschaftadapter
umfasst, wobei ein Mittelschaftadapter mit dem Hinterschaft, ein anderer Mittelschaftadapter
mit dem Vorderschaft und die Mittelschaftadapter jeweils mit einem anderen Mittelschaftadapter
verbunden sind.
[0062] Durch diese Merkmale kann im Wesentlichen eine Verwendung des modular aufgebauten
Gewehrschafts für alle gängigen Waffensysteme bereitgestellt werden.
[0063] Schließlich können die Schaftteile des Gewehrschafts überwiegend aus faserverstärktes
Kunststoffmaterial mit einem Gewichtsanteil an Fasern von 20 Gew.% bis 80 Gew.% bestehen.
[0064] Hierdurch kann ein leichter, aber dennoch harter und robuster Gewehrschaft zur Verfügung
gestellt werden. Die Verstärkungsfasern können grundsätzlich durch alle gängigen,
natürlichen oder synthetischen Verstärkungsfasern gebildet sein, wie etwa durch Polyester-
oder Polyamidfasern, Glasfasern aber zum Beispiel auch durch Hanffasern. Vorzugsweise
kann die Faserverstärkung durch Carbonfasern gebildet sein. Des Weiteren können die
Schaftteile bevorzugt durch faserverstärktes Kunststoffmaterial mit einem Gewichtsanteil
an Fasern von 40 Gew.% bis 70 Gew.% gebildet sein.
[0065] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0066] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel für einen modular aufgebauten Gewehrschaft in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 2
- das Ausführungsbeispiel des Gewehrschafts aus Fig. 1 mit baulich separierten Schaftteilen
vor einem Verbinden, in perspektivischer Explosionsansicht;
- Fig. 3
- ausschnittsweise ein Ausführungsbeispiel für einen Mittelschaftadapter und ein Vorderschaft
gemäß Fig. 1 und 2 in Fügeposition mit Positionier- und Haltevorrichtung;
- Fig. 4
- ausschnittsweise ein Ausführungsbeispiel eines Mittelschaftadapters und Vorderschafts
gemäß Fig. 1 und 2 in vergrößerter, perspektivischer Explosionsdarstellung;
- Fig. 5
- eine perspektivische Schnittansicht im Bereich von formkomplementären Verbindungssegmenten
in der Fügeposition gemäß Fig. 4; vor dem Verbinden der Schaftteile;
- Fig. 6
- eine perspektivische Schnittansicht im Bereich der formkomplementären Verbindungssegmente
gemäß Fig. 5 nach dem Verbinden;
- Fig. 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen modular aufgebauten Gewehrschaft, in perspektivischer
Explosionsansicht;
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen modular aufgebauten Gewehrschaft in perspektivischer
Ansicht.
[0067] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0068] In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel für einen modular aufgebauten bzw. aus
mehreren miteinander verbundenen Schaftteilen 2, 3, 4, 5 zusammengesetzten Gewehrschaft
1 dargestellt. Der Gewehrschaft 1 ist wie an sich bekannt zur Anbindung bzw. Einbettung
von weiteren Schusswaffenkomponenten, wie etwa Gehäuse, Gewehrlauf und weiteren, allenfalls
optionalen Komponenten einer Langwaffe vorgesehen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
sind solche weiteren Schusswaffenkomponenten abseits des Gewehrschafts 1 bzw. der
Schaftteile 2, 3, 4, 5 in Fig. 1 und den weiteren, folgenden Figuren nicht dargestellt,
zumal solche Schusswaffenkomponenten dem Durchschnittsfachmann auf dem technischen
Gebiet von Schusswaffen hinlänglich bekannt sind.
[0069] Der in Fig. 1 beispielhaft dargestellte Gewehrschaft 1 umfasst einen Vorderschaft
2 zumindest einen Mittelschaftadapter 3, 4 und einen Hinterschaft 5, wobei bei dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ein erster Mittelschaftadapter 3 und ein zweiter
Mittelschaftadapter 4 umfasst sind. Je nach Art und Ausgestaltung des für den Gewehrschaft
1 vorgesehenen Waffensystems, also zum Beispiel je nach Ausführung als Repetierbüchse,
Flinte, Kipplaufgewehr, etc., bzw. je nach an den Gewehrschaft 1 anzubindenden bzw.
aufzunehmenden ,weiteren Waffenkomponenten, kann ein erfindungsgemäßer Gewehrschaft
1 aber auch lediglich einen Mittelschaftadapter 3 umfassen. Je nach Waffentyp kann
ein Gewehrschaft 1 aber zwei oder mehr Mittelschaftadapter 3, 4 umfassen.
[0070] Alle Schaftteile 2, 3, 4, 5 bestehen aus einem Kunststoff umfassenden Material ,
bzw. werden dementsprechend aus einem Kunststoff umfassenden Material hergestellt.
[0071] Zumindest einige zu verbindende Schaftteile 2, 3, 4, 5 des Gewehrschafts 1 gemäß
Fig. 1 sind jeweils stoffschlüssig und nicht lösbar miteinander verbunden. Im Besonderen
können starr miteinander verbundene Schaftteile 2, 3, 4, 5 stoffschlüssig miteinander
verbunden sein. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Mittelschaftadapter
3, 4 mit dem Hinterschaft 5, der Mittelschaftadapter 3 mit dem Vorderschaft 2 und
die Mittelschaftadapter 3, 4 jeweils miteinander stoffschlüssig verbunden.
[0072] Bei dem Verfahren zur Herstellung eines modular aufgebauten Gewehrschafts kann bzw.
können dementsprechend ein oder mehr Mittelschaftadapter 3, 4 hergestellt werden,
wobei zumindest einige zu verbindende Schaftteile 2, 3, 4, 5 jeweils stoffschlüssig
und nicht lösbar miteinander verbunden werden. Bei dem in Fig. 1 und Fig. 2 dargestellten
Ausführungsbeispiel können die Mittelschaftadapter 3, 4 mit dem Hinterschaft 5, ein
Mittelschaftadapter 3 mit dem Vorderschaft 2 und die Mittelschaftadapter 3, 4 jeweils
miteinander 3, 4 stoffschlüssig verbunden werden.
[0073] Vorzugsweise können die Schaftteile 2, 3, 4, 5 überwiegend durch faserverstärktes
Kunststoffmaterial mit einem Gewichtsanteil an Fasern von 20 Gew.% bis 80 Gew.% gebildet
werden, sodass die Schaftteile 2, 3, 4, 5 des Gewehrschafts 1 überwiegend aus faserverstärktem
Kunststoffmaterial mit einem Gewichtsanteil an Fasern von 20 Gew.% bis 80 Gew.% bestehen.
Hierdurch sind harte, starre und robuste Schaftteile 2, 3, 4, 5 mit geringem Gewicht
realisierbar. Als Fasern können grundsätzlich alle gängigen, natürlichen oder synthetischen
Verstärkungsfasern eingesetzt werden, wie etwa Polyesterfasern, Polyamidfasern, Glasfasern
aber zum Beispiel auch Hanffasern. Vorzugsweise können Carbonfasern zur Herstellung
der Schaftteile und gegebenenfalls auch von Verstärkungsstäben eingesetzt werden.
Die Schaftteile können bevorzugt durch faserverstärktes Kunststoffmaterial mit einem
Gewichtsanteil an Fasern von 40 Gew.% bis 70 Gew.% gebildet werden bzw. sein.
[0074] Der oder die Mittelschaftadapter 3, 4 können hierbei an ein jeweiliges Waffensystem
bzw. an Kundenwünsche angepasst werden, während der Hinterschaft 5 und der Vorderschaft
2 als universell verwendbare Schaftteile 2, 5 in großen Stückzahlen immer gleich gefertigt
werden können, beispielsweise im Spritzgießverfahren.
[0075] Insbesondere können in dem oder den Mittelschaftadapter(n) 3 ,4 Bettungsflächen und
gegebenenfalls auch Bettungstaschen zur Bettung eines Gehäuses bzw. von allfälligen
weiteren Waffenkomponenten ausgebildet sein. Der oder die Mittelschaftadapter 3, 4
kann bzw. können aber andersherum betrachtet auch als Mittel zur Anbindung des Vorderschafts
2 und des Hinterschafts 5, also der universellen Schaftteile 2, 5 an ein jeweiliges
Waffensystem, insbesondere an dessen Gehäuse angesehen werden.
[0076] Vorzugsweise kann oder können der oder die Mittelschaftadapter 3, 4 mittels einem
additiven Fertigungsverfahren, insbesondere mittels 3D-Druck hergestellt werden.
[0077] Alternativ kann oder können der oder die Mittelschaftadapter 3, 4 aber auch mittels
Harzinjektionsverfahren hergestellt werden.
[0078] Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Vorderschaft 2 mit
dem ersten Mittelschaftadapter 3, dieser erste Mittelschaftadapter 3 sowohl mit dem
zweiten Mittelschaftadapter 4 als auch dem Hinterschaft 5 und der zweite Mittelschaftadapter
4 ebenfalls mit dem Hinterschaft 5 verbunden. Selbstverständlich ist neben einer Variation
der Anzahl an Mittelschaftadaptern 3, 4 je nach Ausführungsform des für den Gewehrschaft
1 vorgesehenen Waffensystems auch eine Variation der Ausgestaltung des oder der Mittelschaftadapter(s)
3, 4, sowie eine Variation der Anzahl und Anordnung bzw. Platzierung der Verbindungen
zwischen einzelnen Schaftteilen 2, 3, 4, 5 grundsätzlich möglich. Eine entsprechende
Ausgestaltung der einzelnen Schaftteile 2, 3, 4, 5 kann vom Fachmann primär anhand
der Form und Dimension der anzubindenden Waffenkomponenten, und auch anhand von vorgegebenen
Kundenwünschen vorgenommen werden. Die Anzahl sowie die Platzierung von Verbindungen
kann hierbei im Wesentlichen basierend auf der geometrischen Ausformung der einzelnen
Schaftteile 2, 3, 4, 5 vorgenommen werden.
[0079] Zum Beispiel kann ein Vorderschaft 2 wannenartig ausgebildet sein bzw. bei dem Verfahren
ausgestaltet werden. Der Hinterschaft 5 kann vorzugsweise als Hohlkörper ausgebildet
sein bzw. ausgestaltet werden. Die Ausgestaltung des oder der Mittelschaftadapter(s)
3, 4 kann wie bereits erwähnt vor allem abhängig von einem jeweils damit auszustattenden
Waffensystem erfolgen, bzw. an ein jeweiliges Waffensystem angepasst werden. Alle
Schaftteile 2, 3, 4, 5 können zum Beispiel eine mittlere Wandstärke von etwa 1 mm
bis 3 mm, wie etwa ca. 1,5 mm aufweisen.
[0080] Wie am besten durch Zusammenschau von Fig. 1 und der in Fig.2 dargestellten Explosionsdarstellung
ersichtlich ist, sind bzw. werden die Schaftteile 2, 3, 4, 5, also Hinterschaft 5,
Vorderschaft 2 und mindestens ein Mittelschaftadapter 3, 4 baulich separat hergestellt
und anschließend miteinander verbunden. Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
für einen Gewehrschaft 1 bestehen alle Schaftteile 2, 3, 4, 5 aus einem Kunststoff
umfassenden Material und sind die Schaftteile 2, 3, 4, 5 jeweils stoffschlüssig und
nicht lösbar miteinander verbunden.
[0081] Das Verfahren zur Herstellung des Gewehrschafts 1 umfasst dementsprechend die Herstellung
mehrerer Schaftteile 2, 3, 4, 5 zumindest ein Hinterschaft 5, ein Vorderschaft 2 und
mindestens ein Mittelschaftadapter 3, 4. Bei dem in der Fig. 2 bzw. auch in Fig.1
dargestellten Ausführungsbeispiel werden zwei Mittelschaftadapter 3, 4 hergestellt.
Anschließend werden die Schaftteile 2, 3, 4, 5 jeweils relativ zueinander in einer
Fügeposition positioniert und in der jeweiligen Fügeposition verbunden. Eine Fügeposition
kann auch als Verbindungs- oder Klebeposition bezeichnet werden.
[0082] Bei dem in der Fig. 2 und Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel können alle Schaftteile
2, 3, 4, 5 stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Je nach Waffentyp können aber
auch nur einige Schaftteile 2, 3, 4, 5 eines Gewehrschafts 1 stoffschlüssig verbunden
werden, wie dies nachfolgend noch anhand eines weiteren Ausführungsbeispiels beschrieben
wird. Insbesondere können alle starr miteinander zu verbindenden Schaftteile 2 ,3
,4 ,5 stoffschlüssig miteinander verbunden werden.
[0083] Eine entsprechende Fügeposition zum Verbinden eines Vorderschafts 2 mit einem Mittelschaftadapter
3 gemäß dem Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 und Fig. 2 ist in der Fig. 3 dargestellt.
Wie in der Fig. 3 beispielhaft anhand des Vorderschafts 2 und des Mittelschaftadapters
3 veranschaulicht kann zum Positionieren und Halten von jeweils zu verbindenden Schaftteilen
2, 3 relativ zueinander zum Beispiel eine Positioniervorrichtung 6 bzw. Haltevorrichtung
6 eingesetzt werden. Ganz grundsätzlich kann eine Positionierung hierbei zumindest
teilautomatisiert oder vollautomatisch, aber selbstverständlich auch manuell erfolgen.
Eine Positionierung und Halterung in Fügeposition wie anhand des in der Fig. 3 dargestellten
Ausführungsbeispiels für ein Verbinden des Vorderschafts 2 und Mittelschaftadapters
3 veranschaulicht kann in ähnlicher bzw. analoger Art und Weise auch für das Verbinden
zu den weiteren Schaftteilen 4, 5 bzw. zum Verbinden der weiteren Schaftteile 4, 5
untereinander angewandt werden. Insbesondere kann auch hier eine entsprechend formangepasste
Positioniervorrichtung bzw. Haltevorrichtung zum Einsatz kommen.
[0084] Ein Verbinden der einzelnen Schaftteile 2, 3, 4, 5 kann grundsätzlich gleichzeitig
oder auch in sequentielle Abfolge erfolgen. Es kann also vorgesehen sein, dass alle
Schaftteile 2, 3, 4, 5 gleichzeitig in Fügeposition verbracht und verbunden werden,
oder dass jeweils einzelne Schaftteile 2, 3 zunächst miteinander verbunden werden
und ein solcher Schaftteil-Verbund hiernach mit einem weiteren oder mehreren weiteren
Schaftteilen 4, 5 verbunden wird.
[0085] Zum stoffschlüssigen Verbinden von Schaftteilen 2, 3 ,4 ,5 können vorzugsweise an
Endbereichen von zwei zum Verbinden miteinander vorgesehenen Schaftteilen 2, 3, 4,
5 jeweils formkomplementäre Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 ausgebildet
werden, über welche formkomplementären Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13,
14 die betreffenden Schaftteile 2, 3, 4, 5 miteinander verklebt werden können.
[0086] Wie am besten aus der Explosionsdarstellung in Fig. 2 ersichtlich ist, können an
stoffschlüssig zu verbindenden Schaftteilen 2, 3, 4, 5 des Gewehrschafts 1 an Endbereichen
entsprechende Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 ausgebildet sein bzw.
werden, wobei die Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 von zwei stoffschlüssig
zu verbindenden Schaftteilen 2, 3, 4, 5 jeweils formkomplementär ausgebildet sein
bzw. werden können. Dementsprechend können bei dem in der Fig 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
zu Beispiel ein Verbindungssegment 7 des Vorderschafts 2 und ein hierzu formkomplementäres
Verbindungssegment 8 des Mittelschaftadapters 3 zum Verbinden vorgesehen sein. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel können weiters jeweils die Verbindungssegmente
9 und 10, die Verbindungssegmente 11 und 12, sowie die Verbindungssegmente 13 und
14 formkomplementär ausgebildet und zum Verbinden vorgesehen sein, wie dies gut aus
der Fig. 2 ersichtlich ist.
[0087] Wie ebenfalls am besten anhand der Fig. 2 erkennbar ist, kann auch vorgesehen sein,
dass an dem Hinterschaft 5 zwei oder mehr Verbindungssegmente 9, 11 ausgebildet sind.
Dies kann bei dem als Lochschaft ausgebildeten Hinterschaft 5 vor allem formbedingt
zweckmäßig sein. Wie aus Fig.1 ersichtlich, kann der Hinterschaft 5 sodann über diese
Verbindungssegmente 9, 11 mit einem oder mehreren anderen Schaftteilen 3, 4, bei dem
Ausführungsbeispiel mit dem Mittelschaftadapter 3 und dem weiteren Mittelschaftadapter
4 verbunden sein. Bei dem Verfahren kann dementsprechend vorgesehen sein, im Zuge
der Herstellung der Schaftteile 2, 3, 4, 5 an dem Hinterschaft 5 zwei oder mehr Verbindungssegmente
9, 11 zum Verbinden mit einem oder mehreren anderen Schaftteilen 3, 4 auszubilden.
[0088] Das Verbindungssegment 9 kann bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel formkomplementär
zu dem Verbindungssegment 10 des Mittelschaftadapters 3, und das Verbindungssegment
11 formkomplementär zur dem Verbindungssegment 12 des Mittelschaftadapters 4 ausgebildet
werden bzw. sein. Ein weiteres Verbindungssegment 13 des Mittelschaftadapters 4 kann
zum Verbinden mit dem Mittelschaftadapter 3 vorgesehen sein, wobei der Mittelschaftadapter
3 entsprechend ein zu diesem Verbindungssegment 13 formkomplementäres Verbindungssegment
14 aufweisen kann. Der Mittelschaftadapter 4 kann im Prinzip auch als Verbindungssteg
oder Verbindungsstück zwischen Hinterschaft 5 und Mittelschaftadapter 3 angesehen
werden, und kann wie aus Fig. 2 am besten ersichtlich zumindest im Wesentlichen oder
auch gänzlich aus Verbindungssegmenten 12, 13 bestehen. Ein solcher als Verbindungsstück
ausgebildeter Mittelschaftadapter 4 kann zum Beispiel als Montagehilfsmittel zweckmäßig
sein.
[0089] Weitere bevorzugte Ausgestaltungsformen von stoffschlüssigen Verbindungen zwischen
Schaftteilen, insbesondere bevorzugte Ausgestaltungen jeweils formkomplementärer Verbindungssegmente,
werden nunmehr anhand der Verbindung des Vorderschafts 2 und des Mittelschaftadapters
3 bzw. den für das Verbinden dieser Schaftteile 2, 3 vorgesehenen, formkomplementären
Verbindungssegmenten 7 und 8 näher erläutert. An dieser Stelle wird vermerkt, dass
auch andere, jeweils zueinander formkomplementären Verbindungssegmente, also bei dem
Ausführungsbeispiel die Verbindungssegmente 9 und 10, 11 und 12, sowie 13 und 14 analog
bzw. zumindest ähnlich ausgestaltet sein können, bzw. analoge Merkmale aufweisen können,
wie im Folgenden anhand der formkomplementären Verbindungssegmente 7 und 8 und anhand
der Darstellungen in den Figuren 4 bis 6 beschrieben wird. Eine geometrische Grundform
bzw. Querschnittsform der jeweiligen Verbindungssegmente 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13,
14, kann natürlich der grundlegenden geometrischen Ausgestaltung bzw. Querschnittsform
in diesem Endbereich des entsprechenden Schaftteils 2, 3, 4, 5 jeweils zumindest im
Wesentlichen entsprechen, wie dies vor allem anhand Fig. 2 gut erkennbar ist.
[0090] In der Fig. 4 sind der Vorderschaft 2 und der Mittelschaftadapter 3 aus Fig. 2 und
Fig. 1 im Bereich der Verbindungssegmente ausschnittsweise und vergrößert wiederum
in einer Explosionsdarstellung, also in nicht verbundenem Zustand dargestellt.
[0091] Wie aus Fig.4 ersichtlich können bei der Herstellung der Schaftteile 2, 3, 4, 5 an
den jeweils formkomplementären Verbindungssegmenten 7, 8 zweier stoffschlüssig zu
verbindender Schaftteile, hier Vorderschaft 2 und Hinterschaft 3, korrespondierende
Fügeflächen 15, 16 ausgebildet werden, welche zum Verkleben miteinander vorgesehen
sind. Diese Fügeflächen 15, 16 können in der Fügeposition derart einander zugewandt
angeordnet werden, dass zwischen den Fügeflächen 15, 16 ein Aufnahmeraum 17 gebildet
wird. Ein entsprechender, zwischen den Fügeflächen 15 und 16 ausgebildeter Aufnahmeraum
17 in der Fügeposition ist vor allem aus der perspektivischen Schnittdarstellung in
Fig. 5 ersichtlich, und kann durch Ausbildung der Fügeflächen 15, 16 derart erzielt
werden, dass die Fügeflächen 15, 16 in der Fügeposition zumindest geringfügig voneinander
beabstandet sind. Ein zwischen Fügeflächen 15, 16 in der Fügeposition gebildeter Aufnahmeraum
17 kann auch als Fügeraum oder Zwischenraum bzw. Hohlraum bezeichnet werden.
[0092] Die der Schnittansicht in Fig. 5 und auch Fig.6 zugrunde gelegte Schnittstelle ist
durch die in der Fig. 1 dargestellte Schnittebene 18 gekennzeichnet. In Fig. 5 sind
die Schaftteile 2, 3 vor dem Verbinden in der Fügeposition dargestellt, wohingegen
in Fig. 6 eine perspektivische Schnittansicht von bereits miteinander stoffschlüssig
verbundenen Vorderschaft 2 und Mittelschaftadapter 3 dargestellt ist.
[0093] Bei dem Verfahren kann im Zuge des Verbindens der Schaftteile, wie anhand des in
den Fig. 4 bis Fig.6 veranschaulichten Verbindens von Vorderschaft 2 und Mittelschaftadapter
3 gezeigt, der Aufnahmeraum 17 mit einem härtbaren Kleber 19 gefüllt und der Kleber
19 ausgehärtet werden.
[0094] Wie in der Fig. 6 dargestellt ist, kann somit ein Gewehrschaft 1 an den jeweils formkomplementären
Verbindungssegmenten 7, 8 zweier stoffschlüssig miteinander verbundener Schaftteile,
in diesem Falle Vorderschaft 2 und Mittelschaftadapter 3, korrespondierende Fügeflächen
15, 16 aufweisen, zwischen welchen Fügeflächen 15, 16 ein Aufnahmeraum 17 ausgebildet
ist, welcher Aufnahmeraum 17 mit einem ausgehärteten Kleber 19 gefüllt ist.
[0095] Als Kleber kann im Grunde jedweder zum Fügen der Schaftteil-Materialien geeignetem
Kleber eingesetzt werden. Vorzugsweise kann der Kleber durch einen 2-Komponenten-Klebstoff
gebildet sein. Im Speziellen kann der Kleber durch ein mittels einem Härter bzw. Vernetzer
aushärtbares, funktionalisiertes Harz gebildet sein. Insbesondere kann ein mit Epoxid-Gruppen
funktionalisiertes Harz eingesetzt werden, sodass der ausgehärtete Kleber durch einen
Epoxid-Duroplast gebildet sein kann.
[0096] Wie am besten anhand der Fig. 4 ersichtlich ist können im Speziellen jeweils formkomplementäre
Verbindungssegmente 7, 8 von zwei stoffschlüssig zu verbindenden Schaftteilen 2, 3,
hier beispielhaft Vorderschaft 2 und Mittelschaftadapter 3, derart ausgebildet werden,
dass ein erstes Verbindungssegment 8 ein gegenüber dem unmittelbar angrenzenden Schaftabschnitt
des entsprechenden Schaftteils 3 verjüngten Abschnitt 20 mit einer nach außen weisenden
Fügefläche 16 aufweist, und das hierzu formkomplementäre, zweite Verbindungssegment
7 eine nach innen weisenden Fügefläche 15 aufweist. In der Fügeposition wie in der
Fig. 3 dargestellt, kann bei dem Verfahren hierbei, der verjüngte Abschnitt 20 des
ersten Verbindungssegments 8 in das zweite Verbindungssegment 7 hineinragen und das
zweite Verbindungssegment 7 den verjüngten Abschnitt 20 des ersten Verbindungssegments
8 ummanteln, wie dies auch aus der Fig. 5 ersichtlich ist. Hierdurch kann wie aus
Fig. 5 erkennbar zwischen der nach außen weisenden Fügefläche 16 des ersten Verbindungssegments
8 und der nach innen weisenden Fügefläche 15 des zweiten Verbindungsegments 7 der
Aufnahmeraum 17 ausgebildet werden, welcher Aufnahmeraum 17 im Zuge des Verbindens
mit dem härtbaren Kleber 19 gefüllt und der Kleber 19 ausgehärtet werden kann.
[0097] Wie in der Fig. 6 dargestellt und am besten durch Zusammenschau von Fig. 4 und Fig.6
ersichtlich, kann der Gewehrschaft 1 mit zusammengesetzten Schaftteilen 2, 3 jeweils
formkomplementäre Verbindungssegmente 7, 8 von zwei miteinander stoffschlüssig verbundenen
Schaftteilen 2, 3, hier beispielhaft wiederum Vorderschaft 2 und Mittelschaftadapter
3, aufweisen, welche Verbindungssegmente 7, 8 derart ausgebildet sind, dass ein erstes
Verbindungssegment 8 einen gegenüber dem unmittelbar angrenzenden Schaftabschnitt
des entsprechenden Schaftteils 3 verjüngten Abschnitt 20 mit einer nach außen weisenden
Fügefläche 16 aufweist, und das hierzu formkomplementäre, zweite Verbindungssegment
7 eine nach innen weisende Fügefläche 15 aufweist. Wie in Fig. 6 dargestellt kann
zwischen diesen beiden Fügeflächen 15, 16 der Aufnahmeraum 17 ausgebildet und mit
dem ausgehärteten Kleber gefüllt sein.
[0098] Wie bereits erwähnt können auch andere der formkomplementären Verbindungssegmente,
etwa bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel Verbindungssegmente 9 und 10, 11 und
12, sowie 13 und 14, zum stoffschlüssigen Verbinden ähnlich bzw. analog ausgestaltet
sein, wie dies für die formkomplementären Verbindungssegmente 9 und 10 durch Zusammenschau
von Fig. 2 und Fig.1 leicht erkennbar ist. Insbesondere ist in Fig. 2 wiederum ein
verjüngter Abschnitt 21 des Verbindungssegments 9 des Hinterschafts 5 mit einer nach
außen weisenden Fügefläche 22 ersichtlich. In der Fügeposition kann diese Fügefläche
22 sodann von einer nach innen weisenden Fügefläche des Verbindungssegments 10 des
Mittelschaftadapters 3 ummantelt sein. Eine Querschnittsform der formkomplementären
Verbindungssegmente 9, 10 kann natürlich von jener Querschnittsform der Verbindungssegmente
7, 8 abweichen.
[0099] Grundsätzlich können zwei formkomplementäre Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11,
12; 13, 14 ganz unterschiedliche Verbindungsarten bzw. Verbindungselemente bilden.
Formkomplementäre Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 können zum Beispiel
in Art von einfachen Längsverbindungen mit einander gegenüberliegenden und voneinander
beabstandeten Fügeflächen ausgestaltet sein bzw. werden. Grundsätzlich sind aber auch
andere oder zusätzliche Ausführungen geometrische Formverbindungen bei zwei formkomplementären
Verbindungssegmenten 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 denkbar, zum Beispiel in Art einer
sogenannten Blattstoßverbindung. Zusätzlich können Elemente zweier formkomplementärer
Verbindungssegmente 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 auch zum formschließenden Ineinander-Eingriff
ausgestaltet werden, wie etwa in der Art einer Schwalbenschwanzverbindung.
[0100] Ein stoffschlüssiges Verbinden zweier formkomplementärer Verbindungssegmente 7, 8;
9, 10; 11, 12; 13, 14 kann zum Beispiel durch Auftrag eines härtbaren Klebers 19 auf
eine Fügefläche 16, 22 eines Verbindungssegmentes 8, 9 und Verbringen in die Fügeposition
und Fügen mit dem jeweils formkomplementären Verbindungssegment 7, 10 erfolgen. Selbstverständlich
kann auch auf beide Fügeflächen zweier formkomplementärer Verbindungssegmente der
härtbare Kleber aufgetragen werden und anschließend ein Fügen der entsprechenden Schaftteile
in der Fügeposition unter Härtung des Klebers erfolgen.
[0101] Bei der efindungsgemäßen Ausführungsform des Verfahrens wird oder werden jedoch in
zumindest einem von zwei formkomplementären Verbindungssegmenten 7, 8; 9, 10; 11,
12; 13, 14 ein Klebekanal 23 oder mehrere Klebkanäle 23 ausgebildet. Entsprechende
Klebekanäle 23 sind zum Beispiel in den Fig. 1, 2, 4 und 5 ersichtlich. Wie am besten
in der Fig.5 veranschaulicht ist, mündet ein Klebekanal 23 oder münden die Klebekanäle
23 hierbei in der Fügeposition in den Aufnahmeraum 17, sodass der Kleber 19 in der
Fügeposition via den Klebekanal 23 oder via die Klebekanäle 23 in den Aufnahmeraum
17 gefüllt werden kann. Der Kleber 19 kann bei dem Verfahren zum Beispiel mittels
mit Einspritzdüsen ausgestatteten Zuführungen, wie etwa Schläuchen oder Rohren die
Klebekanäle von außen eingeführt bzw. eingespritzt werden.
[0102] Des Weiteren können bei dem Verfahren in die Klebekanäle 23 nach dem Füllen mit dem
Kleber 19 und vor der Aushärtung des Klebers 19 Verstärkungsstäbe 24 eingeführt werden.
Wie am besten aus der Fig. 6 ersichtlich ist, kann dementsprechend in dem zusammengesetzten
Gewehrschaft 1 mit verbundenen Schaftteilen 2, 3, 4, 5 in zumindest einem von zwei
formkomplementären Verbindungssegmenten 7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14 ein Klebekanal
23 oder mehrere Klebkanäle 23 ausgebildet sein, welche(r) Klebekanal 23 oder welche
Klebekanäle 23 in den Aufnahmeraum 17 mündet oder münden. Bei dem in der Fig. 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel sind in dieser Schnittansicht insbesondere zwei in den Aufnahmeraum
17 bzw. Fügeraum 17 mündende Klebekanäle 23 zu sehen, wobei zum Beispiel in Fig. 4
weitere solche Klebekanäle 23 zu erkennen sind. Bei dem in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiel können im Speziellen alle Klebekanäle 23 in dem Mittelschaftadapter
3 ausgestaltet sein bzw. werden.
[0103] Wie in der Fig. 6 dargestellt können die Klebekanäle 23 wenigstens teilweise, bevorzugt
vollständig mit ausgehärtetem Kleber 19 gefüllt sein.
[0104] Wie weiters aus der Fig. 6 ersichtlich ist, kann in den Klebekanälen 23 jeweils ein
Verstärkungsstab 24 angeordnet sein.
[0105] Wie bereits obenstehend beschrieben, können solche Verstärkungsstäbe 24 in die Klebekanäle
23 nach Befüllen der Klebekanäle 23 bzw. von Aufnahmeräumen 17 mit dem Kleber19 und
vor der Aushärtung des Klebers 19 eingeführt werden, wobei eine Teilmenge des Klebers
19 aus den Klebekanälen und/oder dem Aufnahmeraum 17 verdrängt werden kann. Das Einführen
von Verstärkungsstäben 24 in die Klebekanäle 23 kann aber auch zur Unterstützung des
Befüllens bzw. des Auffüllens von Aufnahmeräumen 17 mit dem Kleber 19 dienen.
[0106] Die Verstärkungsstäbe 24 können im Wesentlichen aus demselben Werkstoff bzw. Kunststoff
umfassenden Material hergestellt werden wie die Schaftteile 2, 3, 4, 5. Die Verstärkungsstäbe
24 können im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet werden, wobei grundsätzlich unterschiedliche
Querschnittsformen möglich sind, zum Beispiel ovale oder kreisförmige, quaderförmige,
quadratische oder dreieckige Querschnittsformen, wie dies auch in der Fig. 6 angedeutet
ist. Eine Längserstreckung eines Verstärkungsstabes 24 kann wie ebenfalls in Fig.6
veranschaulicht zumindest im Wesentlichen einer Längserstreckung des korrespondierenden
Klebekanals 23, in welchen der betreffende Verstärkungsstab 24 eingeführt wird, entsprechen.
[0107] Wie bereits obenstehend erwähnt kann alternativ zum dem in der Fig. 1 und Fig. 2
dargestellten Ausführungsbeispiel ein formähnlicher bzw. formgleicher Gewehrschaft
1 genauso nur drei Schaftteile 2, 3, 5, nämlich einen Vorderschaft 2, einen Mittelschaftadapter
3 und einen Hinterschaft 5 umfassen. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel umfassend
drei Schaftteile 2, 3, 5 ist zum Vergleich in der Fig. 7 dargestellt. Die Ausgestaltung
bzw. Herstellung und das Verbinden der in Fig. 7 dargestellten Schaftteile 2, 3, 5
kann zumindest im Wesentlichen analog wie bei dem obenstehend anhand der Fig. 1 bis
Fig. 6 erläuterten Ausgestaltungsbeispiel für einen vierteiligen Gewehrschaft 1 durchgeführt
werden.
[0108] Abschließend ist in der Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen modular
zusammengesetzten bzw. aufgebauten Gewehrschaft 1 dargestellt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
handelt es sich wie ersichtlich um eine Ausführung des Gewehrschafts 1 für eine Kipplaufbüchse.
Wiederum besteht dieses Ausführungsbeispiel eines Gewehrschaftes 1 aus mehreren Schaftteilen
2, 5, 25, 26 wobei bei der Ausführung für eine Kipplaufbüchse wie anhand der Fig.
8 ersichtlich zumindest zwei Mittelschaftadapter 25, 26 vorgesehen sind. Bei dem in
der Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel eines Gewehrschafts 1 für eine Kipplaufbüchse
können die Schaftteile 2, 5, 25, 26 wiederum analog zu dem obenstehend anhand der
Fig. 1 bis 6 beschriebenen Gewehrschafts 1 ausgestaltet und miteinander verbunden
sein.
[0109] Wie am besten durch Vergleich von Fig. 1 und Fig. 8 ersichtlich ist, können bei dem
in der Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel eines Gewehrschafts 1 für eine Kipplaufbüchse
der Vorderschaft 2 und der Hinterschaft 5 gleich sein wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 oder auch Fig. 7. Hingegen können die Mittelschaftadapter 25, 26 an den
Waffentyp einer Kipplaufbüchse angepasst sein, und dementsprechend eine andere Ausgestaltungsform
aufweisen als die Mittelschaftadapter 3, 4 aus dem in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel.
Insbesondere können bei einem Gewehrschaft 1 für eine Kipplaufbüchse gemäß Fig. 8
die Mittelschaftadapter 25, 26 via ein Kippgelenk 27 verbunden sein.
[0110] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle
bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten
derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund
der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf
diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0111] Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen
sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen.
[0112] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0113] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert
dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0114]
- 1
- Gewehrschaft
- 2
- Vorderschaft
- 3
- Mittelschaftadapter
- 4
- Mittelschaftadapter
- 5
- Hinterschaft
- 6
- Positioniervorrichtung
- 7
- Verbindungssegment
- 8
- Verbindungssegment
- 9
- Verbindungssegment
- 10
- Verbindungssegment
- 11
- Verbindungssegment
- 12
- Verbindungssegment
- 13
- Verbindungssegment
- 14
- Verbindungssegment
- 15
- Fügefläche
- 16
- Fügefläche
- 17
- Aufnahmeraum
- 18
- Schnittebene
- 19
- Kleber
- 20
- Abschnitt
- 21
- Abschnitt
- 22
- Fügefläche
- 23
- Klebekanal
- 24
- Verstärkungsstab
- 25
- Mittelschaftadapter
- 26
- Mittelschaftadapter
- 27
- Kippgelenk
1. Verfahren zur Herstellung eines modular aufgebauten Gewehrschafts, (1) umfassend
- Herstellung mehrerer Schaftteile (2, 3, 4, 5) umfassend einen Hinterschaft (5),
einen Vorderschaft (2) und mindestens einen Mittelschaftadapter (3, 4),
- Positionieren der Schaftteile (2, 3, 4, 5) jeweils relativ zueinander in einer Fügeposition,
- Verbinden der Schaftteile (2, 3, 4, 5) in der Fügeposition,
wobei alle Schaftteile (2, 3, 4, 5) aus einem Kunststoff umfassenden Material hergestellt
werden, wobei ein oder mehrere Mittelschaftadapter (3, 4) hergestellt werden, und
wobei zumindest einige zu verbindende Schaftteile (2, 3, 4, 5) jeweils stoffschlüssig
und nicht lösbar miteinander verbunden werden,
wobei an Endbereichen von zwei stoffschlüssig zu verbindenden Schaftteilen (2, 3,
4, 5) jeweils formkomplementäre Verbindungssegmente (7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14)
ausgebildet werden, über welche formkomplementären Verbindungssegmente (7, 8; 9, 10;
11, 12; 13, 14) die betreffenden Schaftteile (2, 3, 4, 5) miteinander verklebt werden,
und wobei an den jeweils formkomplementären Verbindungssegmenten (7, 8) zweier stoffschlüssig
zu verbindender Schaftteile (2, 3) korrespondierende Fügeflächen (15, 16) ausgebildet
werden, welche Fügeflächen (15, 16) in der Fügeposition derart einander zugewandt
angeordnet werden, dass zwischen den Fügeflächen (15, 16) ein Aufnahmeraum (17) gebildet
wird, welcher Aufnahmeraum (17) im Zuge des Verbindens mit einem härtbaren Kleber
(19) gefüllt und der Kleber (19) ausgehärtet wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
in zumindest einem von zwei formkomplementären Verbindungssegmenten (7, 8; 9, 10;
11, 12; 13, 14) ein Klebekanal (23) oder mehrere Klebkanäle (23) ausgebildet wird
oder werden, derart dass der Klebekanal (23) oder die Klebekanäle (23) in der Fügeposition
in den Aufnahmeraum (17) mündet oder münden, und dass der Kleber (19) in der Fügeposition
via den Klebekanal (23) oder via die Klebekanäle (23) in den Aufnahmeraum (17) gefüllt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils formkomplementäre Verbindungssegmente (7, 8) von stoffschlüssig zu verbindenden
Schaftteilen (2, 3) derart ausgebildet werden, dass ein erstes Verbindungssegment
(8) ein gegenüber dem unmittelbar angrenzenden Schaftabschnitt des entsprechenden
Schaftteils (3) verjüngten Abschnitt (20) mit einer nach außen weisenden Fügefläche
(16) aufweist, und das hierzu formkomplementäre, zweite Verbindungssegment (7) eine
nach innen weisenden Fügefläche (15) aufweist, wobei in der Fügeposition der verjüngte
Abschnitt (20) des ersten Verbindungssegments (8) in das zweite Verbindungssegment
(7) hineinragt und das zweite Verbindungssegment (7) den verjüngten Abschnitt (20)
des ersten Verbindungssegments (8) ummantelt, wobei zwischen der nach außen weisenden
Fügefläche (16) des ersten Verbindungssegments (8) und der nach innen weisenden Fügefläche
(15) des zweiten Verbindungsegments (7) der Aufnahmeraum (17) ausgebildet wird, welcher
Aufnahmeraum (17) im Zuge des Verbindens mit dem härtbaren Kleber (19) gefüllt und
der Kleber (19) ausgehärtet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Klebekanäle (23) nach dem Füllen mit dem Kleber (19) und vor der Aushärtung
des Klebers (19) Verstärkungsstäbe (24) eingeführt werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Hinterschaft (5) zwei oder mehr Verbindungssegmente (9, 11) zum Verbinden
mit einem oder mehreren anderen Schaftteilen (3, 4) ausgebildet werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Mittelschaftadapter (3, 4) hergestellt werden, wobei ein Mittelschaftadapter
(3, 4) mit dem Hinterschaft (5), ein anderer Mittelschaftadapter (3) mit dem Vorderschaft
(2) und die Mittelschaftadapter (3, 4) jeweils mit einem anderen Mittelschaftadapter
(3, 4) verbunden werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Mittelschaftadapter (3, 4) mittels einem additiven Fertigungsverfahren
hergestellt wird oder werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Mittelschaftadapter (3, 4) mittels Harzinjektionsverfahren hergestellt
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftteile (2, 3, 4, 5) überwiegend durch faserverstärktes Kunststoffmaterial
mit einem Gewichtsanteil an Fasern von 20 Gew.% bis 80 Gew.% gebildet werden.
9. Modular aufgebauter Gewehrschaft (1) zur Anbindung von weiteren Schusswaffenkomponenten
zur Bildung einer Schusswaffe, insbesondere hergestellt nach einem Verfahren gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 8, umfassend mehrere baulich separat hergestellte und anschließend
verbundene Schaftteile (2, 3, 4, 5) inkludierend einen Hinterschaft (5), einen Vorderschaft
(2) und mindestens einen Mittelschaftadapter (3, 4),
wobei alle Schaftteile (2, 3, 4, 5) aus einem Kunststoff umfassenden Material bestehen
und wobei zumindest einige zu verbindende Schaftteile (2, 3, 4, 5) jeweils stoffschlüssig
und nicht lösbar miteinander verbunden sind,
wobei stoffschlüssig verbundene Schaftteile (2, 3, 4, 5) via an Endbereichen der Schaftteile
(2, 3, 4, 5) ausgebildete Verbindungssegmente (7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14) verklebt
sind, wobei die Verbindungssegmente (7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14) von zwei miteinander
verbundenen Schaftteilen (2, 3, 4, 5) jeweils formkomplementär ausgebildet sind,
und wobei an den jeweils formkomplementären Verbindungssegmenten (7, 8) zweier miteinander
stoffschlüssig verbundener Schaftteile (2, 3) korrespondierende Fügeflächen (15, 16)
ausgebildet sind, zwischen welchen Fügeflächen (15, 16) ein Aufnahmeraum (17) ausgebildet
ist, welcher Aufnahmeraum (17) mit einem ausgehärteten Kleber (19) gefüllt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
in zumindest einem von zwei formkomplementären Verbindungssegmenten (7, 8; 9, 10;
11, 12; 13, 14) ein Klebekanal (23) oder mehrere Klebkanäle (23) ausgebildet ist oder
sind, welche(r) Klebekanal (23) oder welche Klebekanäle (23) in den Aufnahmeraum (17)
mündet oder münden, und welcher Klebekanal (23) oder welche Klebekanäle (23) wenigstens
teilweise mit ausgehärtetem Kleber (19) gefüllt ist oder sind.
10. Gewehrschaft (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils formkomplementäre Verbindungssegmente (7, 8) von stoffschlüssig verbundenen
Schaftteilen (2, 3) derart ausgebildet sind, dass ein erstes Verbindungssegment (8)
einen gegenüber dem unmittelbar angrenzenden Schaftabschnitt des entsprechenden Schaftteils
(3) verjüngten Abschnitt (20) mit einer nach außen weisenden Fügefläche (16) aufweist,
und das hierzu formkomplementäre, zweite Verbindungssegment (7) eine nach innen weisende
Fügefläche (15) aufweist, wobei zwischen diesen beiden Fügeflächen (15, 16) der Aufnahmeraum
(17) ausgebildet ist, welcher Aufnahmeraum (17) mit dem ausgehärteten Kleber gefüllt
ist.
11. Gewehrschaft (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in den Klebekanälen (23) jeweils ein Verstärkungsstab (24) angeordnet ist.
12. Gewehrschaft (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Hinterschaft (5) zwei oder mehr Verbindungssegmente (9, 11) ausgebildet sind,
über welche Verbindungssegmente (9, 11) der Hinterschaft (5) mit einem oder mehreren
anderen Schaftteilen (3, 4) verbunden ist.
13. Gewehrschaft (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei oder mehr Mittelschaftadapter (3, 4) umfasst, wobei ein Mittelschaftadapter
(3, 4) mit dem Hinterschaft (5), ein anderer Mittelschaftadapter (3) mit dem Vorderschaft
(2) und die Mittelschaftadapter (3, 4) jeweils mit einem anderen Mittelschaftadapter
(3, 4) verbunden sind.
14. Gewehrschaft (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftteile (2, 3, 4, 5) überwiegend aus faserverstärktem Kunststoffmaterial
mit einem Gewichtsanteil an Fasern von 20 Gew.% bis 80 Gew.% bestehen.
1. A method of manufacturing a modular rifle stock (1) comprising
- manufacturing a plurality of stock parts (2, 3, 4, 5) comprising a buttstock (5),
a forestock (2) and at least one center stock adapter (3, 4),
- positioning the stock parts (2, 3, 4, 5) relative to each other in a joining position,
- connecting the stock parts (2, 3, 4, 5) in the joining position,
wherein all stock parts (2, 3, 4, 5) are manufactured from a material comprising plastic,
wherein one or more center stock adapters (3, 4) are manufactured, and wherein at
least some of the stock parts (2, 3, 4, 5) to be joined are each joined to one another
in a materially bonded and non-detachable manner,
wherein form-complementary connecting segments (7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14) are formed
at end regions of two stock parts (2, 3, 4, 5) to be joined in a materially bonded
manner, via which form-complementary connecting segments (7, 8; 9, 10; 11, 12; 13,
14) the relevant stock parts (2, 3, 4, 5) are bonded to one another,
and wherein corresponding joining surfaces (15, 16) are formed on the respective form-complementary
connecting segments (7, 8) of two stock parts (2, 3) to be joined in a materially
bonded manner, which joining surfaces (15, 16) are arranged facing one another in
the joining position in such a way that a receiving space (17) is formed between the
joining surfaces (15, 16), which receiving space (17) is filled with a curable adhesive
(19) in the course of joining and the adhesive (19) is cured,
characterized in that
in at least one of two form-complementary connecting segments (7, 8; 9, 10; 11, 12;
13, 14), an adhesive channel (23) or a plurality of adhesive channels (23) is or are
formed in such a way that the adhesive channel (23) or the adhesive channels (23)
opens or open into the receiving space (17) in the joining position, and that the
adhesive (19) is filled into the receiving space (17) in the joining position via
the adhesive channel (23) or via the adhesive channels (23).
2. The method according to claim 1, characterized in that form-complementary connecting segments (7, 8) of stock parts (2, 3) to be joined
in a materially bonded manner are each formed in such a way that a first connecting
segment (8) has a portion (20) which is tapered with respect to the immediately adjacent
stock portion of the corresponding stock part (3) and has an outward-facing joining
surface (16), and the second connecting segment (7), which is form-complementary thereto,
has an inward-facing joining surface (15), wherein, in the joining position, the tapered
portion (20) of the first connecting segment (8) projects into the second connecting
segment (7) and the second connecting segment (7) encases the tapered portion (20)
of the first connecting segment (8), wherein the receiving space (17) is formed between
the outward-facing joining surface (16) of the first connecting segment (8) and the
inward-facing joining surface (15) of the second connecting segment (7), which receiving
space (17) is filled with the curable adhesive (19) in the course of joining and the
adhesive (19) is cured.
3. The method according to claim 1, characterized in that reinforcing rods (24) are inserted into the adhesive channels (23) after filling
with the adhesive (19) and before curing of the adhesive (19).
4. The method according to one of the preceding claims, characterized in that two or more connecting segments (9, 11) for connecting to one or more other stock
parts (3, 4) are formed on the buttstock (5).
5. The method according to one of the preceding claims, characterized in that two or more center stock adapters (3, 4) are produced, wherein one center stock adapter
(3, 4) is connected to the buttstock (5), another center stock adapter (3) is connected
to the forestock (2) and the center stock adapters (3, 4) each are connected to another
center stock adapter (3, 4).
6. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the center stock adapter(s) (3, 4) is or are manufactured by means of an additive
manufacturing process.
7. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the center stock adapter(s) (3, 4) is or are manufactured by means of a resin injection
process.
8. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the stock parts (2, 3, 4, 5) are formed predominantly by fiber-reinforced plastic
material with a weight proportion of fibers of 20 wt.% to 80 wt.%.
9. A modular rifle stock (1) for connecting further firearm components to form a firearm,
in particular manufactured according to a method according to one of claims 1 to 8,
comprising a plurality of structurally separately manufactured and subsequently connected
stock parts (2, 3, 4, 5) including a buttstock (5), a forestock (2) and at least one
center stock adapter (3, 4),
wherein all stock parts (2, 3, 4, 5) are made of a material comprising plastic and
wherein at least some of the stock parts (2, 3, 4, 5) to be joined are each joined
to one another in a materially bonded and non-detachable manner,
wherein stock parts (2, 3, 4, 5) which are connected to one another in a materially
bonded manner are bonded via connecting segments (7, 8; 9, 10; 11, 12; 13, 14) formed
at end regions of the stock parts (2, 3, 4, 5), wherein the connecting segments (7,
8; 9, 10; 11, 12; 13, 14) of two stock parts (2, 3, 4, 5) which are connected to one
another are each formed in a form-complementary manner,
and wherein corresponding joining surfaces (15, 16) are formed on the respective form-complementary
joining segments (7, 8) of two stock parts (2, 3) joined to one another in a materially
bonded manner, between which joining surfaces (15, 16) a receiving space (17) is formed,
which receiving space (17) is filled with a cured adhesive (19),
characterized in that
an adhesive channel (23) or a plurality of adhesive channels (23) is or are formed
in at least one of two form-complementary connecting segments (7, 8; 9, 10; 11, 12;
13, 14), which adhesive channel (23) or which adhesive channels (23) opens or open
into the receiving space (17), and which adhesive channel (23) or which adhesive channels
(23) is or are at least partially filled with cured adhesive (19).
10. The rifle stock (1) according to claim 9, characterized in that in each case form-complementary connecting segments (7, 8) of stock parts (2, 3)
connected in a materially bonded manner are configured in such a way that a first
connecting segment (8) has a portion (20) which is tapered with respect to the immediately
adjacent stock portion of the corresponding stock part (3) and has an outward-facing
joining surface (16), and the second connecting segment (7), which is form-complementary
thereto, has an inward-facing joining surface (15), wherein the receiving space (17)
is formed between these two joining surfaces (15, 16), which receiving space (17)
is filled with the cured adhesive.
11. The rifle stock (1) according to claim 9, characterized in that a reinforcing rod (24) is arranged in each of the adhesive channels (23).
12. The rifle stock (1) according to one of claims 9 to 11, characterized in that two or more connecting segments (9, 11) are formed on the buttstock (5), via which
connecting segments (9, 11) the buttstock (5) is connected to one or more other stock
parts (3, 4).
13. The rifle stock (1) according to one of claims 9 to 12, characterized in that it comprises two or more center stock adapters (3, 4), wherein one center stock adapter
(3, 4) is connected to the buttstock (5), another center stock adapter (3) is connected
to the forestock (2) and the center stock adapters (3, 4) each are connected to another
center stock adapter (3, 4).
14. The rifle stock (1) according to one of claims 9 to 13, characterized in that the stock parts (2, 3, 4, 5) consist predominantly of fiber-reinforced plastic material
with a weight proportion of fibers of 20 wt.% to 80 wt.%.
1. Procédé de fabrication d'un fût de fusil modulaire (1) comprenant
- la fabrication de plusieurs parties de fût (2, 3, 4, 5) comprenant un fût arrière
(5), un fût avant (2) et au moins un adaptateur de fût central (3, 4),
- le positionnement des parties de fût (2, 3, 4, 5) les unes par rapport aux autres
dans une position d'assemblage,
- la liaison des parties du fût (2, 3, 4, 5) dans la position d'assemblage,
toutes les parties de fût (2, 3, 4, 5) étant fabriquées dans un matériau comprenant
du plastique, un ou plusieurs adaptateurs de fût central (3, 4) étant fabriqués, et
au moins certaines parties de fût (2, 3, 4, 5) à relier étant reliées par liaison
de matière et de manière non détachable,
des segments de liaison (7, 8 ; 9, 10 ; 11, 12 ; 13, 14) de forme complémentaire étant
formés aux extrémités de deux parties de fût (2, 3, 4, 5) à relier par liaison de
matière, au moyen desquels les parties de fût concernées (2, 3, 4, 5) sont collées
ensemble par des segments de liaison (7, 8 ; 9, 10 ; 11, 12 ; 13, 14) de forme complémentaire
et des surfaces d'assemblage (15, 16) correspondantes étant formées sur les segments
de liaison (7, 8) de forme complémentaire de deux parties de fût (2, 3) à assembler
par liaison de matière, lesquelles surfaces d'assemblage (15, 16) sont agencées l'une
en face de l'autre dans la position d'assemblage de telle sorte qu'un espace de réception
(17) est formé entre les surfaces d'assemblage (15, 16), lequel espace de réception
(17) est rempli au cours de la connexion avec une colle durcissable (19) et la colle
(19) étant durcie,
caractérisé en ce que
un canal de collage (23) ou plusieurs canaux de collage (23) est ou sont formés dans
au moins un des deux segments de liaison de forme complémentaire (7, 8 ; 9, 10 ; 11,
12 ; 13, 14), de telle sorte que le canal de collage (23) ou les canaux de collage
(23) débouche(nt) dans la position d'assemblage dans l'espace de réception (17), et
que la colle (19) est remplie dans la position d'assemblage via le canal de collage
(23) ou via les canaux de collage (23) dans l'espace de réception (17).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des segments de liaison (7, 8) de forme complémentaire sont respectivement formés
à partir de parties de fût (2, 3) à relier par liaison de matière de telle sorte qu'un
premier segment de liaison (8) présente une partie rétrécie (20) par rapport à la
section de fût immédiatement adjacente de la partie de fût correspondante (3) avec
une surface d'assemblage (16) orientée vers l'extérieur, et le deuxième segment de
liaison (7), de forme complémentaire, présente une surface d'assemblage (15) orientée
vers l'intérieur, la partie rétrécie (20) du premier segment de liaison (8) pénétrant
dans le deuxième segment de liaison (7) en position d'assemblage et le deuxième segment
de liaison (7) enveloppant la partie rétrécie (20) du premier segment de liaison (8),
l'espace de réception (17) étant formé entre la surface d'assemblage (16) orientée
vers l'extérieur du premier segment de liaison (8) et la surface d'assemblage (15)
orientée vers l'intérieur du deuxième segment de liaison (7), lequel espace de réception
(17) est rempli au cours de l'assemblage avec la colle durcissable (19) et la colle
(19) est durcie.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des tiges de renforcement (24) sont introduites dans les canaux de collage (23) après
le remplissage avec la colle (19) et avant le durcissement de la colle (19).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux ou plusieurs segments de liaison (9, 11) sont formés sur le fût arrière (5)
pour le relier à une ou plusieurs autres parties du fût (3, 4).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que deux ou plusieurs adaptateurs de fût central (3, 4) sont fabriqués, un adaptateur
de fût central (3, 4) étant relié au fût arrière (5), un autre adaptateur de fût central
(3) étant relié au fût avant (2) et les adaptateurs de fût central (3, 4) étant chacun
reliés à un autre adaptateur de fût central (3, 4).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les adaptateurs de fût central (3, 4) sont fabriqués au moyen d'un procédé
de fabrication additive.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les adaptateurs de fût central (3, 4) sont fabriqués au moyen d'un procédé
d'injection de résine.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les parties du fût (2, 3, 4, 5) sont principalement constituées d'un matériau plastique
renforcé de fibres, avec une proportion de fibres comprise entre 20 % et 80 % en poids.
9. Fût de fusil (1) de conception modulaire pour la fixation d'autres composants d'armes
à feu afin de former une arme à feu, fabriqué en particulier selon un procédé conforme
à l'une des revendications 1 à 8, comprenant plusieurs parties de fût (2, 3, 4, 5)
fabriquées séparément puis assemblées, incluant un fût arrière (5), un fût avant (2)
et au moins un adaptateur de fût central (3, 4),
tous les éléments de fût (2, 3, 4, 5) étant constitués d'un matériau comprenant du
plastique et au moins certaines parties de fût (2, 3, 4, 5) à relier étant reliées
entre elles par liaison de matière non détachable,
les parties de fût (2, 3, 4, 5) assemblées par liaison de matière étant collées via
des segments de liaison (7, 8 ; 9, 10 ; 11, 12 ; 13, 14) formées aux extrémités des
parties de fût (2, 3, 4, 5), les segments de liaison (7, 8 ; 9, 10 ; 11, 12 ; 13,
14) de deux parties de fût (2, 3, 4, 5) reliées entre elles étant respectivement de
forme complémentaire,
et des surfaces d'assemblage (15, 16) correspondantes étant formées sur les segments
de liaison (7, 8) de deux parties de fût (2, 3) reliées entre elles par liaison de
matière, entre lesquelles surfaces d'assemblage (15, 16) est formé un espace de réception
(17), lequel espace de réception (17) est rempli de colle durcie (19),
caractérisé en ce que
dans au moins un des deux segments de liaison de forme complémentaire (7, 8 ; 9, 10
; 11, 12 ; 13, 14), un canal de collage (23) ou plusieurs canaux de collage (23) est
ou sont formés, le canal de collage (23) ou les canaux de collage (23) débouchant
dans l'espace de réception (17), et lequel canal de collage (23) ou lesquels canaux
de collage (23) est ou sont au moins partiellement remplis de colle durcie (19).
10. Fût de fusil (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que les segments de liaison (7, 8) de forme complémentaire des parties de fût (2, 3)
reliées par liaison de matière sont conçues de telle sorte qu'un premier segment de
liaison (8) présente une partie rétrécie (20) par rapport à la section de fût immédiatement
adjacente de la partie de fût correspondante (3) avec une surface d'assemblage (16)
orientée vers l'extérieur, et le deuxième segment de liaison (7) de forme complémentaire
présentant une surface d'assemblage (15) orientée vers l'intérieur, l'espace de réception
(17) étant formé entre ces deux surfaces d'assemblage (15, 16), lequel espace de réception
(17) étant rempli de la colle durcie.
11. Fût de fusil (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'une tige de renforcement (24) est agencée dans chacun des canaux de collage (23).
12. Fût de fusil (1) selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que deux ou plusieurs segments de liaison (9, 11) sont formés sur le fût arrière (5),
le fût arrière (5) étant relié à une ou plusieurs autres parties de fût (3, 4) par
l'intermédiaire de ces segments de liaison (9, 11).
13. Fût de fusil (1) selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'il comprend deux ou plusieurs adaptateurs de fût central (3, 4), un adaptateur de
fût central (3, 4) étant relié au fût arrière (5), un autre adaptateur de fût central
(3) étant relié au fût avant (2) et les adaptateurs de fût central (3, 4) étant chacun
reliés à un autre adaptateur de fût central (3, 4).
14. Fût de fusil (1) selon l'une des revendications 9 à 13, caractérisé en ce que les parties de fût (2, 3, 4, 5) sont principalement constituées de matière plastique
renforcée de fibres, avec une proportion de fibres comprise entre 20 % et 80 % en
poids.