(19)
(11) EP 3 978 195 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.04.2022  Patentblatt  2022/14

(21) Anmeldenummer: 20199142.9

(22) Anmeldetag:  30.09.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25D 17/02(2006.01)
B25D 17/08(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B25D 17/02; B25D 17/088; B25D 2217/0007; B25D 2217/0034
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Hilti Aktiengesellschaft
9494 Schaan (LI)

(72) Erfinder:
  • Geiger, Steffen
    80686 München (DE)

(74) Vertreter: Hilti Aktiengesellschaft Corporate Intellectual Property 
Feldkircherstrasse 100 Postfach 333
9494 Schaan
9494 Schaan (LI)

   


(54) MEISSEL UND WERKZEUGAUFNAHME


(57) Meißel, insbesondere für einen Abbruchhammer, wobei der Meißel ein freies Einsteckende aufweist über das der Meißel entlang einer Arbeitsachse in eine Einsteckhülse einer Werkzeugaufnahme eingesteckt werden kann, wobei das freie Einsteckende zumindest abschnittsweise einen sechskantförmigen Querschnitt aufweist, und wobei an einer Oberfläche des freien Einsteckendes wenigstens ein Führungssegment ausgebildet ist, das den sechskantförmigen Querschnitt modifiziert und sich entlang der Arbeitsachse erstreckt.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Meißel, insbesondere für einen Meißel- und/oder Abbruchhammer. Der Meißel weist ein freies Einsteckende auf über das der Meißel entlang einer Arbeitsachse in eine Einsteckhülse einer Werkzeugaufnahme eingesteckt werden kann. Das freie Einsteckende weist zumindest abschnittsweise einen sechskantförmigen Querschnitt auf. Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls eine Werkzeugaufnahme zum Aufnehmen eines schlagenden und/oder drehenden Werkzeugs, insbesondere eines Meißels, koaxial zur einer Arbeitsachse der Werkzeugaufnahme. Die Werkzeugaufnahme weist einen Grundkörper mit einer Einsteckhülse auf in die das Werkzeug mit einem freien Einsteckende eingesteckt werden kann. Die Einsteckhülse ist zumindest abschnittsweise mit einen sechskantförmigen Querschnitt ausgestattet.

[0002] Solche Meißel sind grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt und kommen zum Beispiel in Form von Spitzmeißeln, Flachmeißeln oder Spatmeißeln zum Einsatz. Einsteckenden mit sechskantförmigem Querschnitt werden typischerweise als HEX-Einsteckende bezeichnet. Korrespondierende Werkzeugaufnahmen sind ebenfalls aus dem Stand der Technik bekannt.

[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Meißel und eine Werkzeugaufnahme zu schaffen, die eine vergleichsweise sichere und einfache Handhabbarkeit begünstigen.

[0004] Die Aufgabe wird bezüglich des Meißels dadurch gelöst, dass an einer Oberfläche des freien Einsteckendes wenigstens ein Führungssegment ausgebildet ist, das den sechskantförmigen Querschnitt modifiziert und sich entlang der Arbeitsachse erstreckt.

[0005] Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, dass sich ein Meißel beim Einstecken in eine Werkzeugaufnahme - genauer gesagt wird das freie Einsteckende des Meißels in eine korrespondierende Einsteckhülse der Werkzeugaufnahme eingesteckt - häufig verkantet. Dadurch, dass an einer Oberfläche des freien Einsteckendes wenigstens ein Führungssegment ausgebildet ist, das den sechskantförmigen Querschnitt modifiziert, wird das Risiko eines Verkantens des freien Einsteckendes vermindert. Dies gilt sowohl beim Einstecken als auch beim Herausziehen des Meißels. Gleichzeitig wurde beobachtet, dass - wenn die Einsteckhülse der Werkzeugaufnahme mit einem korrespondierenden Stützabschnitt bereitgestellt wird - der Eintrag von metallischen Abrasionen vom inneren eines Abbruchhammers in die Kanten des sechskantförmigen Querschnitts der Einsteckhülse vermindert werden kann. Durch die Paarung von Führungssegment und Stützabschnitt werden solche metallischen Abrasionen beim Einstecken des Meißels quasi abgestreift. Dadurch wird auf die Gefahr eines Verstopfens einer Verriegelungsvorrichtung des Meißels deutlich verringert. Dies führt in der Praxis dazu, dass sich der erfindungsgemäße Meißel deutlich leichter entriegeln lässt, als vorbekannte Meißel.

[0006] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist das Einsteckende wenigstens eine Verriegelungsnut zum Verriegeln des Einsteckenden in der Einsteckhülse auf. Die Verriegelungsnut erstreckt sich vorzugsweise parallel zur Arbeitsachse. Die Verriegelungsnut ist vorzugsweise einer Verriegelungseinrichtung einer Werkzeugaufnahme zugeordnet. Die Verriegelungseinrichtung der Werkzeugaufnahme kann beispielsweise eine Kugel aufweisen, die durch eine Verriegelungsausnehmung, die vorzugsweise in einem Grundkörper der Werkzeugaufnahme ausgebildet ist, in die Verriegelungsnut des Meißels hineinragt. Derart kann eine axiale Bewegung des Meißels entlang der Arbeitsachse begrenzt werden.

[0007] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Meißel eine Arbeitsseite aufweist und das Führungssegment, bezogen auf die Arbeitsachse und in Blickrichtung vom Arbeitsseite zum Einsteckende, frühestens in Höhe der Verriegelungsnut beginnt. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Führungssegment lediglich auf einer der Arbeitsseite abgewandten Seite der Verriegelungsnut befindlich.

[0008] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist das Führungssegment eine ebene Oberfläche auf. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn sich die ebene Oberfläche, bezogen auf die Arbeitsachse, tangential erstreckt und in Umfangrichtung mittig über einer Kante des sechskantförmigen Querschnittes platziert ist.

[0009] Alternativ oder zusätzlich kann das Führungssegment, bezogen auf die Arbeitsachse, eine konkav gekrümmte Oberfläche aufweisen. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese Oberfläche in Umfangsrichtung mittig zwischen zwei benachbarten Kanten des sechskantförmigen Querschnitts auf einer Flanke sechskantförmigen Querschnitts angeordnet ist.

[0010] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind sechs Führungssegmente vorgesehen, die gleichmäßig entlang eines Umfangs angeordnet sind. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind genau sechs Führungssegmente vorgesehen.

[0011] Die Aufgabe wird bezüglich der Werkzeugaufnahme dadurch gelöst, dass an einer inneren Oberfläche der Einsteckhülse wenigstens ein Stützabschnitt ausgebildet ist, der sich parallel zur Arbeitsachse der Werkzeugaufnahme erstreckt und der vorzugsweise einem Abstützen des Einsteckendens dient.

[0012] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Einsteckhülse wenigstens eine Verriegelungsausnehmung zum Verriegeln vom Einsteckende in der Einsteckhülse aufweist, wobei sich die Verriegelungsausnehmung parallel zur Arbeitsachse erstreckt. Die Verriegelungsausnehmung ist vorzugsweise Teil der bereits eingangs beschriebenen Verriegelungseinrichtung.

[0013] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Einsteckhülse eine Eintrittsöffnung für das Einsteckende aufweist und sich der Stützabschnitt, bezogen auf die Arbeitsachse, lediglich auf derjenigen Seite der Verriegelungsausnehmung erstreckt, die von der Eintrittsöffnung abgewandt ist.

[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der Stützabschnitt eine ebene Oberfläche auf, die sich, bezogen auf die Arbeitsachse, tangential erstreckt und in Umfangrichtung mittig über einer Kante des sechskantförmigen Querschnittes platziert ist.

[0015] Alternativ oder zusätzlich kann der Stützabschnitt, bezogen auf die Arbeitsachse, eine konkav gekrümmte Oberfläche aufweisen. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn diese Oberfläche in Umfangsrichtung mittig zwischen zwei benachbarten Kanten des sechskantförmigen Querschnitts platziert ist.

[0016] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die Werkzeugaufnahme sechs Stützabschnitte auf, die gleichmäßig entlang eines Umfangs der inneren Oberfläche angeordnet sind. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn der Stützabschnitt einstückig mit der Einsteckhülse ausgebildet ist.

[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung korrespondiert der in der Einsteckhülse ausgebildete Stützabschnitt mit dem am Meißel ausgebildeten Führungssegment. Mit anderen Worten sind bei eingestecktem Meißel der Stützabschnitt und das Führungssegment vorzugsweise in Kontakt.

[0018] Die Erfindung wird ebenfalls gelöst durch eine elektrische Handwerkzeugmaschine, insbesondere in Form eines Abbruchhammers oder Bohrhammers, mit einem vorbeschriebenen Meißel und/oder einer vorbeschriebene Werkzeugaufnahme.

[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren sind verschiedene Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

[0020] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen beziffert. Es zeigen:
Figur 1
ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Meißels;
Figur 2
ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Werkzeugaufnahme;
Figur 3
eine perspektivische Schnittdarstellung der Werkzeugaufnahme;
Figur 4
einen Querschnitt der Werkzeugaufnahme (entlang der Schnittline A-A in Figur 3);
Figur 5
ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Meißels;
Figur 6
ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Werkzeugaufnahme in einer perspektivische Schnittdarstellung; und
Figur 7
einen Querschnitt der Werkzeugaufnahme (entlang der Schnittline A-A in Figur 6).

Ausführungsbeispiele:



[0021] Ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Meißels 100 ist in Figur 1 dargestellt. Der Meißel 100 ist zur Verwendung in einer elektrischen Handwerkzeugmaschine in Form eines Abbruchhammers 300 (vgl. Figur 2) bestimmt.

[0022] Der Meißel 100 weist ein freies Einsteckende 110 auf über das der Meißel 100 entlang einer Arbeitsachse A in eine Einsteckhülse 210 (vgl. Figur 2) einer Werkzeugaufnahme 200 des Abbruchhammers 300 eingesteckt werden kann. Wie der Figur 1A entnommen werden kann, weist das freie Einsteckende 110 einen sechskantförmigen Querschnitt 115 auf. An einer Oberfläche OF des freien Einsteckendes 110 sind insgesamt sechs Führungssegmente 120 ausgebildet, die den sechskantförmigen Querschnitt 115 modifizieren und sich jeweils entlang der Arbeitsachse A erstrecken. Die sechs Führungssegmente 120 sind gleichmäßig entlang der Umfangsrichtung UR am Einsteckende 110 angeordnet. Auf Grund der perspektivischen Darstellung sind in Figur 1A lediglich drei der Führungssegmente zu erkennen.

[0023] Die sechs Führungssegmente 120 weisen jeweils eine ebene Oberfläche EOF auf, die sich, bezogen auf die Arbeitsachse A, jeweils in tangentialer Richtung TR erstrecken. In Umfangrichtung UR ist jedes der sechs Führungssegmente 120 jeweils mittig über einer Kante des sechskantförmigen Querschnittes 115 platziert. Somit ist der sechskantförmige Querschnitt 115 in einen zwölfkantförmigen Querschnitt modifiziert.

[0024] Wie der Figur 1 entnommen werden kann weist das freie Einsteckende 110 wenigstens eine Verriegelungsnut 140 auf. Die Verriegelungsnut 140 dient zum Verriegeln des Einsteckendens 110 in der Einsteckhülse 210. Dabei wirkt die Verriegelungsnut 140 in Verbindung mit einer Verriegelungsausnehmung 240 (vgl. Figur 2) um eine Bewegung des Meißels 100 in axialer Richtung entlang der Arbeitsachse A zu begrenzen. Die die Verriegelungsnut 140 erstreckt sich parallel zur Arbeitsachse A.

[0025] Der Meißel 100 der Figur 1A weist eine Arbeitsseite 190 auf. Die Führungssegmente 120 sind lediglich auf einer der Arbeitsseite 190 abgewandten Seite der Verriegelungsnut 140 angerordnet.

[0026] Ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme 200 ist in Figur 2 dargestellt. Dabei zeigt Figur 2A eine perspektivische Schnittdarstellung der Werkzeugaufnahme 200. Ein Querschnitt der Werkzeugaufnahme 200 (entlang der Schnittline A-A in Figur 3) ist in Figur 2B dargestellt.

[0027] Die Werkzeugaufnahme 200 dient zum Aufnehmen des Meißels 100 der Figur 1 koaxial zur einer Arbeitsachse A der Werkzeugaufnahme 200. Die Werkzeugaufnahme 200 weist einen Grundkörper 290 mit einer Einsteckhülse 210 auf. In diese Einsteckhülse 210 kann der Meißel 100 mit einem freien Einsteckende 110 eingesteckt werden. Wie der Figur 3 entnommen werden kann, weist die Einsteckhülse 210 zumindest abschnittsweise einen sechskantförmigen Querschnitt 215 auf.

[0028] An einer inneren Oberfläche IOF der Einsteckhülse 210 sind sechs Stützabschnitte 220 ausgebildet, die sich parallel zur Arbeitsachse A der Werkzeugaufnahme 100 erstrecken und die einem Abstützen des freien Einsteckendens 210 dienen.

[0029] Die Stützabschnitte 220 weisen jeweils eine ebene Oberfläche EOF' auf, die sich, bezogen auf die Arbeitsachse A, in tangentialer Richtung TR erstrecken und in Umfangrichtung UR jeweils mittig über einer Kante 217 des sechskantförmigen Querschnittes 215 platziert sind. Dabei sind die sechs Stützabschnitte 220 gleichmäßig entlang der Umfangsrichtung UR der inneren Oberfläche IOF angeordnet. Somit ist der sechskantförmige Querschnitt 115 in einen zwölfkantförmigen Querschnitt (vgl. Figur 4) modifiziert.

[0030] Die Einsteckhülse 210 weist wenigstens eine Verriegelungsausnehmung 240 zum Verriegeln des Einsteckendes 110 in der Einsteckhülse 210 auf, wobei sich die Verriegelungsausnehmung 240 parallel zur Arbeitsachse A erstreckt. Die Einsteckhülse 210 ist ausgestattet mit einer Eintrittsöffnung 211 für das Einsteckende 210 des Meißels 100 (vgl. Figur 1). Die sechs Stützabschnitt 220 erstrecken sich jeweils, bezogen auf die Arbeitsachse A, lediglich auf derjenigen Seite der Verriegelungsausnehmung 240 erstreckt, die von der Eintrittsöffnung 211 abgewandt ist. Wenn der Meißel 100 der Figur 1 in der Werkzeugaufnahme 200 aufgenommen ist, stehen die sechs Führungssegmente 120 in Kontakt mit den sechs Stützabschnitten 220.

[0031] Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Meißels 100 ist in Figur 5 dargestellt. Der Meißel 100 weist ein freies Einsteckende 110 auf über das der Meißel 100 entlang einer Arbeitsachse A in eine Einsteckhülse 210 (vgl. Figur 6) einer Werkzeugaufnahme 200 des Abbruchhammers 300 eingesteckt werden kann. Wie der Figur 5 entnommen werden kann, weist das freie Einsteckende 110 einen sechskantförmigen Querschnitt 115 auf. An einer Oberfläche OF des freien Einsteckendes 110 sind insgesamt sechs Führungssegmente 120' ausgebildet, die den sechskantförmigen Querschnitt 115 modifizieren und sich jeweils entlang der Arbeitsachse A erstrecken. Die sechs Führungssegmente 120' sind gleichmäßig entlang der Umfangsrichtung UR am Einsteckende 110 angeordnet. Auf Grund der perspektivischen Darstellung sind in Figur 5 lediglich drei der Führungssegmente zu erkennen.

[0032] Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Figur 1 weisen die Führungssegmente 120' beim Ausführungsbeispiel der Figur 5 jeweils eine konkav gekrümmte Oberfläche KOF auf. Die Krümmungen sind dabei jeweils auf die Arbeitsachse A bezogen. Die konkav gekrümmten Oberflächen KOF sind in Umfangsrichtung UR jeweils mittig zwischen zwei benachbarten Kanten 117 des sechskantförmigen Querschnitts 115 angeordnet. Mit anderen Worten sind die Führungssegmente 120' beim Ausführungsbeispiel der Figur 5 jeweils als längliche Nuten ausgebildet.

[0033] Wie beim Ausführungsbeispiel der Figur 1 weist der Meißel 100 der Figur 5 ebenfalls eine Arbeitsseite 190 auf. Im Unterschied zum Ausführungsbeispiel der Figur 1 beginnen die Führungssegmente 120' beim Ausführungsbeispiel der Figur 5, bezogen auf die Arbeitsachse A und in Blickrichtung von der Arbeitsseite 190 hin zum Einsteckende 110 bereits am Beginn der Verriegelungsnut 140.

[0034] Ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugaufnahme 200 ist in Figur 4 dargestellt. Dabei zeigt Figur 6 eine perspektivische Schnittdarstellung der Werkzeugaufnahme 200. Ein Querschnitt der Werkzeugaufnahme 200 (entlang der Schnittline A-A in Figur 6) ist in Figur 7 gezeigt.

[0035] Die Werkzeugaufnahme 200 dient zum Aufnehmen des Meißels 100 der Figur 3 koaxial zur einer Arbeitsachse A der Werkzeugaufnahme 200. Die Werkzeugaufnahme 200 weist einen Grundkörper 290 mit einer Einsteckhülse 210 auf. In diese Einsteckhülse 210 kann der Meißel 100 mit einem freien Einsteckende 110 eingesteckt werden. Wie der Figur 4 entnommen werden kann, weist die Einsteckhülse 210 zumindest abschnittsweise einen sechskantförmigen Querschnitt 215 auf.

[0036] An einer inneren Oberfläche IOF der Einsteckhülse 210 sind sechs Stützabschnitte 220' ausgebildet, die sich parallel zur Arbeitsachse A der Werkzeugaufnahme 100 erstrecken und die einem Abstützen des freien Einsteckendens 210 dienen. Die Stützabschnitt 220' weisen, bezogen auf die Arbeitsachse A, jeweils eine konkav gekrümmte Oberfläche KOF' auf, wobei diese Oberfläche KOF' in Umfangsrichtung UR mittig zwischen zwei benachbarten Kanten 217 des sechskantförmigen Querschnitts 215 platziert ist. Mit anderen Worten sind die Stützabschnitte 220' beim Ausführungsbeispiel der Figur 4 jeweils als längliche Stützwulste ausgebildet. Wenn der Meißel 100 der Figur 3 in der Werkzeugaufnahme 200 der Figur 4 aufgenommen ist, stehen die sechs Führungssegmente 120 (in Form der länglichen Nuten) in Kontakt mit den sechs Stützabschnitten 220 (in Form der sechs länglichen Stützwulste.)

Bezugszeichenliste



[0037] 
100
Meißel
110
freies Einsteckende
115
sechskantförmiger Querschnitt
117
Kante
120, 120'
Führungssegment
140
Verriegelungsnut
190
Arbeitsseite
200
Werkzeugaufnahme
210
Einsteckhülse
211
Eintrittsöffnung
215
sechskantförmiger Querschnitt
217
Kante
220, 220'
Stützabschnitt
240
Verriegelungsausnehmung
290
Grundkörper
300
Abbruchhammer
A
Arbeitsachse
EOF, EOF'
ebene Oberfläche
IOF
innere Oberfläche
KOF, KOF'
gekrümmte Oberfläche
OF
Oberfläche
UR
Umfangsrichtung
TR
tangentiale Richtung



Ansprüche

1. Meißel (100), insbesondere für einen Abbruchhammer (300), wobei der Meißel (100) ein freies Einsteckende (110) aufweist über das der Meißel (100) entlang einer Arbeitsachse (A) in eine Einsteckhülse (210) einer Werkzeugaufnahme (200) eingesteckt werden kann, wobei das freie Einsteckende (110) zumindest abschnittsweise einen sechskantförmigen Querschnitt (115) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass an einer Oberfläche (OF) des freien Einsteckendes (110) wenigstens ein Führungssegment (120) ausgebildet ist, das den sechskantförmigen Querschnitt (115) modifiziert und sich entlang der Arbeitsachse (A) erstreckt.
 
2. Meißel (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einsteckende (110) wenigstens eine Verriegelungsnut (140) zum Verriegeln des Einsteckendens (110) in der Einsteckhülse (210) aufweist, wobei sich die Verriegelungsnut (140) parallel zur Arbeitsachse (A) erstreckt.
 
3. Meißel (100) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Meißel (100) eine Arbeitsseite (190) aufweist und das Führungssegment (120), bezogen auf die Arbeitsachse (A) und in Blickrichtung von der Arbeitsseite (190) hin zum Einsteckende (110), frühestens in Höhe der Verriegelungsnut (140) beginnt.
 
4. Meißel (100) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungssegment (120) lediglich auf einer der Arbeitsseite (190) abgewandten Seite der Verriegelungsnut (140) befindlich ist.
 
5. Meißel (100) nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungssegment (120) eine ebene Oberfläche (EOF) aufweist, die sich, bezogen auf die Arbeitsachse (A), tangential (TR) erstreckt und in Umfangrichtung (UR) mittig über einer Kante des sechskantförmigen Querschnittes (115) platziert ist.
 
6. Meißel (100) nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Führungssegment (120), bezogen auf die Arbeitsachse (A), eine konkav gekrümmte Oberfläche (KOF) aufweist, wobei diese Oberfläche (KOF) in Umfangsrichtung (UR) mittig zwischen zwei benachbarten Kanten (117) des sechskantförmigen Querschnitts (115) ist.
 
7. Meißel (100) nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sechs Führungssegmente (120) vorgesehen sind, die gleichmäßig entlang der Umfangsrichtung (UR) am Einsteckende (110) angeordnet sind.
 
8. Werkzeugaufnahme (200) zum Aufnehmen eines schlagenden und/oder drehenden Werkzeugs, insbesondere eines Meißels (100), koaxial zur einer Arbeitsachse (A) der Werkzeugaufnahme (200), wobei die Werkzeugaufnahme (200) einen Grundkörper (290) mit einer Einsteckhülse (210) aufweist, in die das Werkzeug mit einem freien Einsteckende (110) eingesteckt werden kann, wobei die Einsteckhülse (210) zumindest abschnittsweise einen sechskantförmigen Querschnitt (215) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass an einer inneren Oberfläche (IOF) der Einsteckhülse (210) wenigstens ein Stützabschnitt (220) ausgebildet ist, der sich parallel zur Arbeitsachse (A) der Werkzeugaufnahme (200) erstreckt und der vorzugsweise einem Abstützen des Einsteckendens (210) dient.
 
9. Werkzeugaufnahme (200) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckhülse (210) wenigstens eine Verriegelungsausnehmung (240) zum Verriegeln des Einsteckendes (110) in der Einsteckhülse (210) aufweist, wobei sich die Verriegelungsausnehmung (240) parallel zur Arbeitsachse (A) erstreckt.
 
10. Werkzeugaufnahme (200) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einsteckhülse (210) eine Eintrittsöffnung (211) für das Einsteckende (210) aufweist und sich der Stützabschnitt (220), bezogen auf die Arbeitsachse (A), lediglich auf derjenigen Seite der Verriegelungsausnehmung (240) erstreckt, die von der Eintrittsöffnung (211) abgewandt ist.
 
11. Werkzeugaufnahme (200) nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (220) eine ebene Oberfläche (EOF') aufweist, die sich, bezogen auf die Arbeitsachse (A), tangential (TR) erstreckt und in Umfangrichtung (UR) mittig über einer Kante (217) des sechskantförmigen Querschnittes (215) platziert ist.
 
12. Werkzeugaufnahme (200) nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (220), bezogen auf die Arbeitsachse (A), eine konkav gekrümmte Oberfläche (KOF') aufweist, wobei diese Oberfläche (KOF') in Umfangsrichtung (UR) mittig zwischen zwei benachbarten Kanten (217) des sechskantförmigen Querschnitts (215) platziert ist.
 
13. Werkzeugaufnahme (200) nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass sechs Stützabschnitte (220) vorgesehen sind, die gleichmäßig entlang der Umfangsrichtung (UR) der inneren Oberfläche (IOF) angeordnet sind.
 
14. Werkzeugaufnahme (200) nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stützabschnitt (220) einstückig mit der Einsteckhülse (210) ausgebildet ist.
 
15. Elektrische Handwerkzeugmaschine, insbesondere Abbruchhammer (300), mit einem Meißel (100) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7 und/oder einer Werkzeugaufnahme (200) nach wenigstens einem der der Ansprüche 8 bis 14.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht









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