Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine als Infusionsbeutel ausgebildete medizinische Verpackung,
welche mit einer medizinischen Flüssigkeit zur Infusion, zur parenteralen Ernährung
oder zur enteralen Ernährung befüllbar ist und welche einen Konnektor zum Anschluss
eines Vials umfasst. Weiter betrifft die Erfindung einen Konnektor zum Anschluss eines
Vials an einen Infusionsbeutel sowie ein Verfahren zum Bereitstellen einer Fluidverbindung
zwischen einem Vial und einem Infusionsbeutel.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Um eine medizinische Substanz, insbesondere ein Arzneimittel, in einen Infusionsbeutel
zu überführen, ist es bekannt, einen Port des Infusionsbeutels als sogenannten Konnektor
für ein Vial (auch als "Viole" bezeichnet) auszugestalten.
[0003] Vials sind als Fläschchen mit einer aufgeprellten oder aufgebördelten Kappe ausgebildet,
welche ein Septum umfasst, das von einer Hohlnadel, insbesondere einem sogenannten
Spike, durchstoßen werden kann. Über die Hohlnadel bzw. den Spike kann Flüssigkeit
zugeführt oder entnommen werden. Bei den in dem Vial vorhandenen Substanzen kann es
sich zum Beispiel um toxische Arzneimittel, wie zum Beispiel Zytostatika, handeln.
[0004] Ein Konnektor zum Anschluss eines Vials kann zum Beispiel direkt an dem Infusionsbeutel
befestigt sein und den Spike umfassen, so dass über den Konnektor die Flüssigkeit
direkt aus dem Vial in den Infusionsbeutel und/oder aus dem Infusionsbeutel in das
Vial zum Auflösen des Pulvers fließen kann. Dies vereinfacht nicht nur das Überführen
der medizinischen Substanz, sondern erhöht auch die Sicherheit, da ein geschlossenes
System vorliegt.
[0005] Ein derartiger Konnektor für einen Infusionsbeutel ist z.B. in der Offenlegungsschrift
WO 2012/101178 A1 (Fresenius Kabi Deutschland GmbH) gezeigt. Der Konnektor umfasst einen Spike, wobei durch eine Axialbewegung des Spikes
sowohl ein Öffnen als auch ein Schließen einer Fluidverbindung zwischen dem Vial und
dem Infusionsbeutel möglich ist. Der Spike ist nach dem Aufsetzen des Vials im Septum
festgeklemmt und kann so sowohl zum Öffnen als auch zum Schließen der Fluidverbindung
über eine axiale Verschiebung des Vials bewegt werden.
[0006] In dem Dokument
US 4,735,608 ist eine Vorrichtung beschrieben zur Aufbewahrung und Rekonstitution von Antibiotika
mit einer intravenösen Flüssigkeit. Eine erste Öffnung eines Behälters ist durch eine
Membranversiegelung verschlossen, welche zur Infusion mit einem Dorn eines herkömmlichen
Infusionssets durchstochen werden kann. Eine zweite Öffnung des Behälters ist von
einem Halsabschnitt umgeben, welcher eine Verbindung bildet, an der ein Zwischenglied
zur Aufnahme eines Vials mit pulverförmigen Antibiotika schwenkbar angebracht ist.
Dieses Zwischenglied enthält einen innenliegenden hohlen Dorn, sodass die Versiegelung
des Vials durchstochen wird, wenn das Vial an dem Zwischenglied befestigt wird. Durch
eine Schwenkbewegung des Zwischenglieds wird der Kanal des Dorns im Zwischenglied
mit der zweiten Öffnung des Behälters ausgerichtet und eine Flüssigkeitsverbindung
hergestellt.
[0007] In der Publikation
WO 86/01712 A1 ist eine Vorrichtung zur Rekonstitution eines Arzneimittels beschrieben. In einer
Ausführungsform umfasst die Vorrichtung einen Vial-Adapter und einen Beutel-Adapter,
die eine dauerhafte Verbindung zwischen dem Vial und dem Flüssigkeitsbehälter ermöglichen.
Der Beutel-Adapter ist relativ zum Vial-Adapter drehbar ausgestaltet, um ein Ventil
zur Herstellung einer Flüssigkeitsverbindung zu bedienen.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Konnektor bereit zu stellen, über
den eine Fluidverbindung zwischen einem Vial und einer als Infusionsbeutel ausgebildeten
medizinischen Verpackung auf einfache Weise ermöglicht wird.
Zusammenfassung der Erfindung
[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird bereits durch eine als Infusionsbeutel ausgebildete
medizinische Verpackung, durch einen Konnektor sowie durch ein Verfahren zum Bereitstellen
einer Fluidverbindung nach einem der unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0010] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind dem Gegenstand der abhängigen Ansprüche,
der Beschreibung sowie den Zeichnungen zu entnehmen.
[0011] Die Erfindung betrifft allgemein eine als Infusionsbeutel ausgebildete medizinische
Verpackung, welche einen Konnektor zum Anschluss eines Vials umfasst. Der Konnektor
umfasst einen Spike zum Durchstoßen des Septums des Vials zum Bereitstellen einer
zunächst geschlossenen Fluidverbindung zum Innenvolumen des Infusionsbeutels. Durch
eine Drehbewegung des Spikes wird die Fluidverbindung geöffnet und kann gegebenenfalls
wieder geschlossen werden.
[0012] Der Spike ist vorzugsweise ausgebildet, dass dieser verdrehgesichert in dem durchstoßenen
Septum des Vials angeordnet ist oder sein kann. Dazu kann der Spike zum Beispiel eine
Verdrehsicherung aufweisen. Der Spike ist vorzugsweise auf der Mittelachse des Konnektors,
insbesondere des Gehäuses, angeordnet.
[0013] Das Septum des Vials kann als Antrieb für ein Ventil verwendet werden, welches bei
Drehung des Vials eine Fluidverbindung öffnet.
[0014] Hierzu kann der Spike Formschlusselemente aufweisen, die als Verdrehsicherung in
dem durchstoßenen Septum wirken. Die Formschlusselemente können insbesondere als sich
radial von einer Außenwand des Spikes ausgehende Stege ausgebildet sein.
[0015] Weiter kann der Spike in einer Ausgestaltung ein Gewinde umfassen, welches vorzugsweise
nur einen Abschnitt des Spikes einnimmt. Vorzugsweise hat das Gewinde weniger als
zwei Gewindezüge.
[0016] Der Spike wird bei dieser Ausführungsform zunächst in das Septum gestochen. Bei einer
Drehung des Spikes relativ zum Septum dreht sich das Gewinde in das Septum. Hierdurch
können die axial auf das Septum wirkenden Kräfte reduziert werden. Insbesondere wird
das Septum durch das Gewinde in Richtung des Spikes gezogen.
[0017] So kann das Einstechen des Septums erleichtert werden, da der Benutzer das Septum
nur so weit einstechen muss, bis das Gewinde mit dem Septum in Eingriff kommt.
[0018] Ein weiteres Aufweiten des Septums wird über ein Einschrauben des Spikes erreicht.
[0019] Durch die geringen Kräfte in axialer Richtung braucht das Septum gegenüber einem
Spike ohne Gewinde weniger fest mit dem Vial verbunden sein, ohne dass die Gefahr
besteht, dass das Septum durch das Einstechen mit dem Spike nach innen herausgedrückt
wird.
[0020] Von Vorteil kann bei dieser Ausführungsform zudem sein, dass das Gewinde ein versehentliches
Abziehen des Vials verhindert.
[0021] Das proximale Ende des Gewindes kann insbesondere eine sich in axialer Richtung erstreckende
Spitze aufweisen. Diese erleichtert das Gleiten des Gewindes in das Septum.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Spitze des Spikes an einer
Verstärkung angeordnet ist.
[0023] Die Verstärkung kann durch einen sich in radialer Richtung erstreckenden verdickten
Wandabschnitt ausgebildet sein.
[0024] So kann der Spike beim Einstechen hohe Kräfte aufnehmen.
[0025] Die Verstärkung läuft vorzugsweise in proximaler Richtung aus.
[0026] Insbesondere geht die Außenkontur des Spikes in einen kreisförmigen Abschnitt über,
welcher zwischen der Verstärkung und einem Abschnitt mit einer Verdrehsicherung angeordnet
ist.
[0027] So wird nach einem Einstechen einen gute Dichtwirkung erzielt. Gleichzeitig gleitet
der Spike leicht in das Septum.
[0028] Der Abschnitt mit Verdrehsicherung hat vorzugsweise, ohne die Formschlusselemente,
den insgesamt größten Außendurchmesser. So wird trotz des oder der Formschlusselemente
eine hinreichende Abdichtung sichergestellt.
[0029] Der Spike lässt sich durch eine Drehung des auf den Spike aufgeschobenen Vials auf
einfache Weise mitdrehen, um den Konnektor zu öffnen oder zu schließen.
[0030] So lässt sich durch die Erfindung das Einsetzen des Vials in den Konnektor und das
Öffnen der Fluidverbindung auf einfache und sichere Weise mit einem Handgriff erledigen.
[0031] Insbesondere ist der in das Septum gestochene Spike in dem Septum verdrehgesichert.
Der Spike selbst bildet also eine Verdrehsicherung in dem Septum.
[0032] Diese Verdrehsicherung kann durch einen Querschnitt des Spikes bereitgestellt werden,
welcher nicht kreisförmig ist. Insbesondere kann der Spike zumindest abschnittsweise
einen polygonen Querschnitt aufweisen.
[0033] Weiter kann der Spike ein sich in radialer Richtung erstreckendes Formschlusselement,
wie z.B. zumindest eine Rippe, aufweisen.
[0034] Bei einer Ausführungsform ist das zumindest eine Formschlusselement zwischen dem
Gewinde und einem Spiketräger angeordnet. Das Septum gleitet bei dieser Ausführungsform
der Erfindung zunächst auf das Gewinde.
[0035] Durch Drehen des Spikes wird das Septum weiter aufgeweitet, indem sich das Gewinde
in das Septum schraubt. Sodann gleitet das Septum vom Gewinde in einen Bereich mit
dem Formschlusselement. In diesem Bereich hat der Spike vorzugsweise einen größeren
Querschnitt als proximal vor dem Gewinde. So wird eine Verdrehsicherung bereitgestellt,
die die Drehmomente beim weiteren Drehen zum Öffnen der Fluidverbindung übertragen
kann.
[0036] Der Spike ist insbesondere konisch ausgebildet.
[0037] Das Vial ist nach dem Einsetzen gemäß einer Ausführungsform der Erfindung in einer
Vialaufnahme des Konnektors verrastet und kann vorzugsweise zerstörungsfrei nicht
wieder entfernt werden.
[0038] Der Infusionsbeutel ist mit einer medizinischen Flüssigkeit befüllbar oder befüllt.
Die medizinische Flüssigkeit ist eine Flüssigkeit, welche für medizinische Zwecke
zum Einsatz kommt und hier vorzugsweise intravenös verabreicht wird. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist die medizinische Flüssigkeit daher eine Infusionslösung. Mögliche
Beispiele für derartige Infusionslösungen umfassen
- steriles Wasser;
- Salzlösungen, insbesondere Lösungen mit NaCl-, KCl-, CaCl- und/oder Mg;
- Lösungen mit Kohlenwasserstoffen, insbesondere Glukose-Lösungen;
- Lösungen, Emulsionen und/oder Suspensionen mit Nährstoffen für die parenterale Ernährung,
insbesondere mit Lipiden, Aminosäuren und/oder Glukose;
- Kolloid-Lösungen, insbesondere für die Blutersatztherapie (z.B. Voluven®); und/oder
- sogenannte vorgemischte Systeme, bei denen der medizinischen Flüssigkeit bereits ein
Wirkstoff zugegeben ist.
[0039] Bei der Erfindung ist der Spike an einem Spiketräger angeordnet und es wird stirnseitig
eine Flüssigkeitsverbindung hergestellt.
[0040] Im Detail wird die Erfindung im unabhängigen Patentanspruch 1 wie folgt beschrieben:
Eine als Infusionsbeutel ausgebildete medizinische Verpackung, welche einen Konnektor
zum Anschluss eines Vials umfasst,
wobei der Konnektor einen Spike zum Durchstoßen eines Septums des Vials zum Bereitstellen
einer Fluidverbindung zu einem Innenvolumen des Infusionsbeutels umfasst,
wobei der Spike drehbar in dem Konnektor ausgebildet ist, um die Fluidverbindung von
dem Vial zu dem Innenvolumen des Infusionsbeutels zu öffnen,
wobei der Spike auf einem eine Scheibe umfassenden Spiketräger angeordnet ist, wobei
die Scheibe drehbar vor einer Dichtung angeordnet ist, wobei die Dichtung einen, vorzugsweise
axialen, Kanal umfasst, wobei der Kanal der Dichtung durch eine Drehbewegung der Scheibe
mit einer Öffnung in der Scheibe in Überschneidung bringbar ist,
wobei die Öffnung über einen quer zu einem Kanal des Spikes verlaufenden Kanal in
den Spike übergeht,
wobei die Fluidverbindung herstellbar ist, indem die Öffnung des mit dem Spike verbundenen
Kanals durch die Drehbewegung mit dem Kanal in der Dichtung des Konnektors in Überschneidung
gebracht wird, und
wobei die Öffnung des mit dem Spike verbundenen, quer verlaufenden Kanals radial versetzt
zu einer Drehachse des Spikes angeordnet ist.
[0041] Gemäß der Erfindung ist die Fluidverbindung herstellbar, indem die Öffnung des mit
dem Spike verbundenen Kanals durch eine Drehbewegung mit dem Kanal der Dichtung in
Überschneidung gebracht wird.
[0042] Die Erfindung sieht vor, dass eine Dichtung mit einem, vorzugsweise im Wesentlichen
axialen, Kanal verwendet wird, welcher im verschlossenen Zustand des Konnektors stirnseitig
abgedichtet ist. Durch eine Drehbewegung des Spikes, welche dadurch bewirkt wird,
dass das mit dem Spike verbundene Vial gedreht wird, wird stirnseitig zur Dichtung
ein Kanal, der zu dem Spike führt, mit dem, vorzugsweise im Wesentlichen axialen,
Kanal der Dichtung in Überschneidung gebracht, so dass eine Fluidverbindung hergestellt
wird.
[0043] Diese Ausführungsform der Erfindung beruht somit auf einer stirnseitigen Abdichtung.
Diese kann durch eine drehbare Platte, welche eine Öffnung umfasst, die in Überschneidung
mit einer Öffnung der Dichtung gebracht werden kann, realisiert werden. Die drehbare
Platte kann Teil eines Spiketrägers sein.
[0044] Es ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Öffnung eines mit dem Spike verbundenen
Kanals radial versetzt zu einer Drehachse des Spikes angeordnet ist.
[0045] Der Spike wird gegenüber dem Gehäuse des Konnektors um seine Mittelachse gedreht.
Über einen vorzugsweise schräg radial nach außen laufenden Kanal kann der Spike mit
dem Kanal der Dichtung in Fluidverbindung gebracht werden. Vorzugsweise ist der Kanal
der Dichtung ebenfalls radial versetzt zur Mittelachse des Spikes angeordnet ist.
[0046] Erfindungsgemäß ist der Spike auf einem eine Scheibe umfassenden Spiketräger angeordnet.
Die Scheibe ist drehbar vor der Dichtung angeordnet, wobei die Dichtung einen, vorzugsweise
axialen, Kanal umfasst, der sich durch die Dichtung erstreckt.
[0047] Der, vorzugsweise axiale, Kanal der Dichtung kann durch eine Drehbewegung der Scheibe
mit einer Öffnung auf oder in der Scheibe in Überschneidung gebracht werden.
[0048] Die Öffnung auf bzw. in der Scheibe befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite
des Spikes und ist mittels eines, insbesondere schräg verlaufenden, Kanals mit dem
Spike verbunden.
[0049] Die Scheibe kann drehbar zwischen einem Oberteil und einem Mittelteil des Konnektors
angeordnet sein. Das Oberteil und das Mittelteil können insbesondere miteinander verrastet
sein. So lässt sich eine einfache Herstellung gewährleisten.
[0050] Das Oberteil ist bei einer Weiterbildung der Erfindung gleichzeitig als Vial-Aufnahme
ausgebildet und hält den Kragen des Vials im eingesetzten Zustand fest.
[0051] Die Dichtung ist vorzugsweise zwischen einem Unterteil und dem Mittelteil des Konnektors
angeordnet. Das Unterteil und das Mittelteil sind insbesondere miteinander verrastet.
[0052] Das Unterteil umfasst den Verbindungsabschnitt des Konnektors, insbesondere den bzw.
einen Schweißabschnitt.
[0053] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung hat der Konnektor drei wesentliche Gehäusebestandteile,
nämlich das Unterteil, das Mittelteil und das Oberteil.
[0054] Die Gehäusebestandteile sind vorzugsweise miteinander verrastet, so dass auf eine
Kleb- oder Schweißverbindung verzichtet werden kann.
[0055] Vorzugsweise ist die Dichtung zwischen dem Unterteil und dem Mittelteil formschlüssig
fixiert, wohingegen der Spike mit einem drehbaren Spiketräger zwischen dem Mittelteil
und dem Oberteil angeordnet ist.
[0056] Der Spike und die Scheibe sind insbesondere als einstückiges Kunststoffbauteil ausgebildet.
Insbesondere ist der Spike zusammen mit der Scheibe als Spritzgussbauteil ausgebildet.
[0057] So lässt sich auf einfache Weise ein Bauteil bereitstellen, welches in dem Gehäuse
des Konnektors angeordnet werden kann und zusammen mit der Dichtung ein Ventil ergibt,
indem die Scheibe mit einer Öffnung, die über einen Kanal mit dem Spike verbunden
ist, mit einem Kanal der Dichtung in Überschneidung gebracht wird.
[0058] Der Spike wird zum Öffnen des Konnektors vorzugsweise nur um seine Mittelachse gedreht.
Die Öffnung auf dem Spiketräger befindet sich radial versetzt zur Mittelachse und
damit zur Drehachse.
[0059] Beim Drehen des Spikes wandert dadurch die Öffnung auf dem Spiketräger um die Drehachse
und kann so mit dem ebenfalls radial zur Drehachse versetzten Kanal der Dichtung in
Überschneidung gebracht werden.
[0060] Der Spike wird beim Öffnen des Konnektors somit nur gedreht und verschiebt sich axial
im Wesentlichen nicht. Dies erleichtert die Ausbildung eines Formschlusses zwischen
dem Septum des Vials und dem Spike.
[0061] Bei einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Konnektor einen Originalitätsverschluss,
welcher eine den Spike überdeckende, abnehmbare Kappe umfasst.
[0062] Vorzugsweise ist der Originalitätsverschluss derart ausgebildet, dass die Kappe einen
abbrechbaren Einsatz umfasst.
[0063] So kann die Kappe als Abbrechteil ausgebildet sein und vom Einsatz abgetrennt werden.
[0064] Vorzugsweise ist der Einsatz in dem Oberteil des Konnektors gesichert.
[0065] Es ist insbesondere denkbar, den Einsatz vor dem Verbinden von Oberteil und Mittelteil
in dem Oberteil des Konnektors zu verrasten.
[0066] Der Spike ist derart ausgebildet, dass dieser verdrehgesichert in dem durchstoßenden
Septum des Vials angeordnet ist.
[0067] Insbesondere hat der Spike zumindest abschnittsweise einen nicht runden, besonders
bevorzugt einen Kanten umfassenden Querschnitt, und/oder umfasst seitliche Formschlusselemente,
z.B. Rippen, die sich in das Septum einpressen oder einschneiden können.
[0068] Der Spike kann insbesondere abschnittsweise in seinem Querschnitt polygonförmig,
beispielsweise trapezförmig, ausgebildet sein.
[0069] Weiter kann der Spike zumindest abschnittsweise eine sich radial entlang des Spikes
erstreckende Rippe aufweisen. Diese kann insbesondere derart ausgebildet sein, dass
sie in das Septum einschneidet und so eine Verdrehsicherung bildet.
[0070] Die zumindest eine Rippe kann insbesondere als eine Finne ausbildet sein, die sich
von einer Seitenwand des Spikes ausgehend nach hinten vergrößert. Die Rippe insbesondere
die Finne kann sich in das Septum des Vials einpressen oder einschneiden und so einen
Formschluss bilden.
[0071] Vorzugsweise ist der Konnektor derart ausgebildet, dass der Spike durch mehr als
eine Achtel-Umdrehung und/oder weniger als eine ganze Umdrehung, insbesondere durch
etwa eine Viertel-Umdrehung, von einer geschlossenen in eine geöffnete Position bewegbar
ist.
[0072] So lässt sich der Konnektor leicht öffnen und je nach Ausführungsform gegebenenfalls
auch wieder leicht schließen. Die Fluidverbindung kann gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung vorzugsweise durch eine Drehbewegung in die der Öffnungsrichtung entgegengesetzte
Richtung auch wieder geschlossen werden.
[0073] Über die Fluidverbindung kann Flüssigkeit sowohl von dem Vial in den Infusionsbeutel
als auch von dem Infusionsbeutel in das Vial fließen, beispielsweise um einen als
Pulver vorhandenen Wirkstoff aufzulösen und/oder um einen flüssigen Wirkstoff zunächst
zu verdünnen.
[0074] Nach einem, vorzugsweise vollständigen, Flüssigkeitstransfer in den Infusionsbeutel
hinein kann die Fluidverbindung geschlossen werden, um zu verhindern, dass während
der Infusion ein Rest der Infusionsflüssigkeit in dem Vial zurückfließt, bzw. dort
verbleibt.
[0075] Der Infusionsbeutel ist vorzugsweise aus miteinander verschweißten Folien, insbesondere
Polypropylen-Folien, ausgebildet.
[0076] Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Konnektor eine Vialaufnahme, in welcher das
Vial bzw. der Kopf des Vials verrastbar ist. Das Vial ist so im verbundenen Zustand
nicht nur vom Spike gehalten, sondern mechanisch mit seinem Kopf, der einen Kragen
bildet, mit dem Konnektor verrastet. Vorzugsweise ist die Vialaufnahme derart ausgebildet,
dass die Verbindung zwischen dem Vial und dem Konnektor bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
nicht wieder gelöst werden kann.
[0077] Das Unterteil des Konnektors kann unmittelbar mit der Folie des Infusionsbeutels
verbunden sein, z.B. indem es ein Einschweißschiffchen umfasst, welches in einer Schweißnaht
des Infusionsbeutels eingeschweißt ist.
[0078] Gemäß einer anderen Ausführungsform ist der Konnektor als Adapter ausgebildet, bei
welchem ein Gehäuseteil des Konnektors mit dem Port eines Infusionsbeutels gekoppelt
oder verbunden werden kann, beispielsweise über eine Luer- oder eine Luer-Lock-Verbindung.
In dieser Ausgestaltung besitzt der Konnektor, vorzugsweise das Unterteil des Konnektors,
statt des Verbindungsabschnitts zum Einschweißen, ein Anschlussstück zum Anschließen
an einen Port.
[0079] Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Konnektor ein Unterteil sowie ein Mittelteil,
wobei das Dichtelement zumindest in dem Mittelteil angeordnet ist, wobei das Unterteil
und das Mittelteil miteinander verrastet sind. Das Mittelteil und das Unterteil werden
also bei der Montage des Konnektors einfach miteinander verrastet, wobei dazwischen
das Dichtelement eingesetzt ist und klemmend gehalten wird. Das Dichtelement wird
vorzugsweise beim Verrasten zusammengedrückt. Vorzugsweise sind das Unterteil und
das Mittelteil gegeneinander verdrehgesichert, insbesondere mittels ineinandergreifender
Formschlusselemente.
[0080] Um einen sicheren Sitz des Dichtelementes zu gewährleisten, kann das Dichtelement
mit einem umlaufenden ringförmigen Abschnitt bereitgestellt werden, der in einer durch
das Gehäuse des Konnektors bereitgestellten Nut formschlüssig gesichert ist. Die Nut
des Gehäuses kann insbesondere einen unteren Abschnitt im Unterteil und einen oberen
Abschnitt im Mittelteil umfassen.
[0081] Das Dichtelement besteht zumindest aus einem elastischen Material, insbesondere aus
Polyisopren, Brombutyl oder Chlorbutyl.
[0082] Der Spike besteht vorzugsweise aus Kunststoff. Insbesondere besteht der Spike aus
einem härten Material als die Gehäusebestandteile des Konnektors, insbesondere als
das Unterteil des Konnektors. So lässt sich der Spike leicht in das Septum einstechen.
[0083] Insbesondere umfasst das Material des Spikes ein Polycarbonat. Dieses Material ist
hart und gleichzeitig autoklavierbar. Die Gehäusekomponenten des Konnektors, insbesondere
das Unterteil, das Mittelteil und/oder das Oberteil mit seiner Vialaufnahme, umfassen
vorzugsweise Polypropylen.
[0084] Bei einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Konnektor einen Indikator, welcher
anzeigt, ob der Konnektor geöffnet oder geschlossen ist.
[0085] Der Konnektor kann insbesondere zumindest ein seitliches Fenster umfassen, durch
welches der Indikator in geöffneter oder geschlossener Stellung des Konnektors zu
sehen ist.
[0086] Bei einer Ausführungsform, bei welcher sich der Konnektor sowohl öffnen als auch
schließen lässt, umfasst das Gehäuse des Konnektors vorzugsweise zwei Fenster, wobei
der Nutzer je nachdem, durch welches Fenster der Indikator zu sehen ist, leicht erkennen
kann, ob der Konnektor geöffnet oder geschlossen ist.
[0087] Bei einer anderen Ausführungsform, bei welcher der Spike bzw. ein mit dem Spike verbundenes
Bauelement im geöffneten Zustand derart verrastet ist, dass der Spike nicht mehr zurückgedreht
werden kann, kann der Konnektor auch nur ein Fenster umfassen, welches anzeigt, dass
sich der Konnektor in seiner geöffneten Stellung befindet.
[0088] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Indikator an einer
Feder angeordnet, welche den Indikator in geöffnetem und/oder geschlossenem Zustand
des Konnektors in eines der Fenster einschnappen lässt.
[0089] Hierdurch kann zum einen die optische Ablesbarkeit des Indikators verbessert werden,
da dieser in das Fenster, welches durch eine Öffnung in der Gehäusewand gebildet wird,
hineinschaut oder aus der Öffnung herausschaut.
[0090] Auch kann durch das Einschnappen des Indikators in das Fenster ein akustisches Signal,
etwa in Form eines Klackens, generiert werden, so dass dem Benutzer akustisch signalisiert
wird, dass sich der Konnektor zum Beispiel in einer geöffneten Stellung befindet.
[0091] Weiter kann durch den an einer Feder angeordneten Indikator auch ein spürbarer Widerstand
bereitgestellt werden, der beim Drehen des Vials überwunden werden muss, um den Spike
aus einer geöffneten und/oder einer geschlossenen Position herauszubewegen.
[0092] Bei einer Ausführungsform, bei welcher der Konnektor derart ausgebildet ist, dass
dieser in einmal geöffneter Position verrastet ist, lässt sich durch den Indikator
auch eine Verrastung bereitstellen, beispielsweise indem dieser als Haken ausgebildet
ist, der mit dem Fenster verrastet und so ein Zurückdrehen des Spikes bzw. eines mit
dem Spike verbundenen Bauelements verhindert.
[0093] Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Konnektor für eine medizinische Verpackung,
insbesondere für die vorstehend beschriebene medizinische Verpackung. Der Konnektor
kann sämtliche vorstehende sich auf den Konnektor beziehende Merkmale aufweisen.
[0094] Gemäß Patentanspruch 14 wird der erfindungsgemäße Konnektor wie folgt beschrieben:
Konnektor zum Anschluss eines Vials zum Bereitstellen einer Fluidverbindung zwischen
einer medizinischen Verpackung und dem Vial,
wobei der Konnektor einen Spike zum Durchstoßen eines Septums des Vials umfasst,
wobei der Spike drehbar in dem Konnektor ausgebildet ist, um die Fluidverbindung von
dem Vial zu einem Innenvolumen der medizinischen Verpackung zu öffnen,
wobei der Spike auf einem eine Scheibe umfassenden Spiketräger angeordnet ist, wobei
die Scheibe drehbar vor einer Dichtung angeordnet ist, wobei die Dichtung einen, vorzugsweise
axialen, Kanal umfasst, wobei der, vorzugsweise axiale, Kanal der Dichtung durch eine
Drehbewegung der Scheibe mit einer Öffnung auf der Scheibe in Überschneidung bringbar
ist, wobei die Öffnung über einen quer zu einem Kanal des Spikes verlaufenden Kanal
in den Spike übergeht, und die Fluidverbindung zwischen dem Vial und der medizinischen
Verpackung geöffnet wird, indem die Öffnung des mit dem Spike verbundenen Kanals durch
die Drehbewegung mit dem Kanal in der Dichtung des Konnektors in Überschneidung gebracht
wird,
wobei die Öffnung des mit dem Spike verbundenen, quer verlaufenden Kanals radial versetzt
zu einer Drehachse des Spikes angeordnet ist.
[0095] Die Erfindung kann gemäß einer Ausgestaltung auch dadurch beschrieben werden, dass
der Spike ein Gewinde umfasst, welches vorzugsweise nur einen Abschnitt des Spikes
einnimmt. Vorzugsweise hat das Gewinde weniger als zwei Gewindezüge.
[0096] Die Erfindung kann gemäß einer Ausgestaltung auch dadurch beschrieben werden, , dass
der Konnektor einen Spike zum Durchstoßen eines Septums des Vials umfasst, wobei eine
Spitze des Spikes an einer Verstärkung angeordnet ist.
[0097] Gemäß einer ersten Ausführungsform ist der Konnektor eine Komponente des Ports der
medizinischen Verpackung. Der Konnektor ist dauerhaft mit der medizinischen Verpackung
verbunden. Die medizinische Verpackung kann zum Beispiel als Infusionsbeutel oder
als Infusionsflasche ausgebildet sein.
[0098] Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist der Konnektor als ein zunächst separater,
an den Port einer medizinischen Verpackung anschließbarer Adapter ausgebildet. Der
Konnektor umfasst dazu ein Anschlussstück, das z.B. an den Port einer medizinischen
Verpackung angeschlossen werden kann. Der Port kann z.B. an einem Infusionsbeutel
oder an der Kappe einer Infusionsflasche vorhanden sein. Das Anschlussstück des Konnektors
kann z.B. als ein männlicher Luer-Lock-Konnektor ausgebildet sein, der an einen weiblichen
Luer-Lock-Konnektor einer medizinischen Verpackung angeschlossen werden kann.
[0099] Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Bereitstellen einer Fluidverbindung
zwischen einer, vorzugsweise als Vial ausgebildeten, ersten medizinischen Verpackung
und einem einen Spike umfassenden Konnektor einer, vorzugsweise als Infusionsbeutel
ausgebildeten, zweiten medizinischen Verpackung. Vorzugsweise entspricht die zweite
medizinische Verpackung der vorab beschriebenen medizinischen Verpackung. Der Konnektor,
die erste medizinische Verpackung und/oder die zweite medizinische Verpackung kann
bzw. können sämtliche vorstehende auf sich beziehende Merkmale aufweisen.
[0100] Allgemein wird die Erfindung beschrieben durch ein Verfahren zum Bereitstellen einer
Fluidverbindung zwischen einer, vorzugsweise als Vial ausgebildeten, ersten medizinischen
Verpackung und einem einen Spike umfassenden Konnektor einer, vorzugsweise als Infusionsbeutel
ausgebildeten, zweiten medizinischen Verpackung,
wobei die erste medizinische Verpackung auf den Konnektor der zweiten medizinischen
Verpackung geschoben wird, so dass der Spike ein Septum der ersten medizinischen Verpackung
zum Bereitstellen einer, vorzugsweise zunächst geschlossenen, Fluidverbindung zu dem
Innenvolumen der zweiten medizinischen Verpackung durchsticht, wobei der Spike durch
eine Drehbewegung der ersten medizinischen Verpackung und/oder des Konnektors gedreht
wird und dabei die Fluidverbindung von der ersten medizinischen Verpackung zu der
zweiten medizinischen Verpackung geöffnet wird.
[0101] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Patentanspruch 17 wie folgt beschrieben:
Verfahren zum Bereitstellen einer Fluidverbindung zwischen einer als Vial ausgebildeten
ersten medizinischen Verpackung und einem einen Spike umfassenden Konnektor, wie er
vorstehend beschrieben ist, einer, vorzugsweise als Infusionsbeutel ausgebildeten,
zweiten medizinischen Verpackung,
wobei das Vial auf den Konnektor der zweiten medizinischen Verpackung geschoben wird,
so dass der Spike ein Septum des Vials zum Bereitstellen einer Fluidverbindung zum
Innenvolumen der zweiten medizinischen Verpackung durchsticht,
dadurch gekennzeichnet, dass der Spike auf einem eine Scheibe umfassenden Spiketräger
angeordnet ist und die Scheibe drehbar vor einer Dichtung angeordnet ist, wobei die
Dichtung einen Kanal umfasst, der sich durch die Dichtung erstreckt, wobei der Spike
durch eine Drehbewegung des Vials und/oder des Konnektors um seine Mittelachse gedreht
wird und dabei die Fluidverbindung von dem Vial zu der zweiten medizinischen Verpackung
geöffnet wird, indem der Kanal der Dichtung durch die Drehbewegung der Scheibe mit
einer Öffnung in der Scheibe in Überschneidung gebracht wird.
[0102] In einer Ausführungsform der Erfindung kann der Spike wieder durch eine Drehbewegung
der ersten medizinischen Verpackung und/oder des Konnektors zurückgedreht werden,
so dass die Fluidverbindung wieder geschlossen wird.
[0103] Gemäß der Erfindung wird der Spike durch eine Drehbewegung des Vials gedreht und
dabei eine Fluidverbindung zum Infusionsbeutel geöffnet. Durch die rotatorische Betätigung
des Spikes über das Septum des Vials wird ein komfortables Öffnen der Fluidverbindung
ermöglicht. Gleichzeitig kann eine Verdrehsicherung zwischen dem Spike und dem Septum
auf einfache Weise bereitgestellt werden, ohne das Einstechen des Septums zu erschweren.
[0104] Erfindungsgemäß ist der Spike, wie vorstehend ausgeführt, auf einem eine Scheibe
umfassenden Spiketräger angeordnet. Die Schreibe ist drehbar vor einer Dichtung angeordnet.
Die Dichtung umfasst einen axialen Kanal. Auf der dem Spike gegenüberlegenden Seite
umfasst die Scheibe eine Öffnung, über die ein Kanal zum Spike führt. Durch eine Drehbewegung
der Scheibe, wobei der Spike die Scheibe über das Septum des Vial antreibt, kann der
axiale Kanal mit der Öffnung auf der Scheibe in Überschneidung gebracht werden, um
so die Fluidverbindung zwischen dem Vial und der medizinischen Verpackung zu öffnen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0105] Die Erfindung soll im Folgenden Bezug nehmend auf bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 bis Fig. 24 zeigen eine erste Ausführungsform der Erfindung, bei welcher das
Vial an einer drehbaren Scheibe angeordnet ist.
Fig. 1 ist eine Ansicht einer als Infusionsbeutel ausgebildeten medizinischen Verpackung.
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht des Konnektors.
Fig. 3 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung des Konnektors.
Fig. 4 bis Fig. 6 sind Detaildarstellungen des Spiketrägers mit dem Spike. Dabei ist
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht, Fig. 5 eine Draufsicht auf die Rückseite und
Fig. 6 eine Schnittansicht.
Fig. 7 ist eine perspektivische Darstellung des Mittelteils des Konnektors und Fig.
8 eine Schnittansicht.
Fig. 9 ist eine Schnittansicht der Dichtung.
Fig. 10 ist eine perspektivische Darstellung des Unterteils.
Fig. 11 bis Fig. 13 zeigen das Oberteil in einer Detaildarstellung. Fig. 11 ist eine
perspektivische Ansicht, Fig. 12 eine Draufsicht und Fig. 13 eine Schnittansicht.
Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht des als Kappe ausgebildeten Originalitätsverschlusses.
Fig. 15 bis Fig. 17 zeigen eine alternative Ausführungsform der Erfindung, bei welcher
das Mittelteil des Gehäuses des Konnektors und der Spiketräger derart zusammenwirken,
dass der Spike verdrehgesichert ist und in einer geöffneten Endposition verrastet.
Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht des hierfür verwendeten Mittelteils.
Fig. 16 ist eine Draufsicht auf das Mittelteil von unten.
Fig. 17 ist eine perspektivische Ansicht des Spiketrägers mit Spike.
Fig. 18 ist eine Schnittansicht des in Fig. 1 bis Fig. 14 dargestellten Konnektors
in geschlossenem Zustand.
Fig. 19 ist eine Schnittansicht des Konnektors in geöffnetem Zustand.
Fig. 20 zeigt eine, insbesondere gegenüber Fig. 1 bis Fig. 14 geänderte, Ausführungsform
der Erfindung, bei welcher ein Indikator des Spikes nicht in den Endpositionen verrastet
und bei welcher der Spike eine andere Ausgestaltung hat.
Fig. 21 ist eine perspektivische Detailansicht des Mittelteils dieser Ausführungsform.
Fig. 22 und Fig. 23 sind Detailansichten des Spikes nebst Spiketräger.
Fig. 24 ist eine perspektivische Detailansicht der Kappe des Konnektors.
Fig. 25 zeigt einen Konnektor mit ergänzten Markierungen, um einen geöffneten und
einen geschlossenen Zustand anzuzeigen sowie dass der Konnektor durch eine Drehbewegung
von dem einen in den anderen Zustand überführt werden kann.
Fig. 26 zeigt eine perspektivische Ansicht des Konnektors aus Fig. 25.
Fig. 27 und Fig. Fig. 28 sind Längsschnitte des Konnektors in geschlossenem Zustand.
Bezugnehmend auf Fig. 29 bis Fig. 36 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung
erläutert, bei welchem der Spike kein Gewinde aufweist, sondern stattdessen mit einer
verstärkten Spitze versehen ist.
Fig. 29 und Fig. 30 sind Seitenansichten.
Fig. 31 ist ein Längsschnitt entlang der Linie A-A der Fig. 29 und Fig. 32 ein Längsschnitt
entlang der Linie B-B der Fig. 30.
Fig. 33 zeigt den Spiketräger mit Spike in einer perspektivischen Ansicht.
Fig. 34 ist eine Seitenansicht des Spiketrägers mit Spike.
Fig. 35 ist ein Längsschnitt entlang der Linie C-C der Fig. 34.
Fig. 36 ist eine Draufsicht auf den Spiketräger mit Spike aus einer distalen Position.
Fig. 37 ist ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
[0106] Fig. 1 bis Fig. 24 zeigen eine erste Ausführungsform der Erfindung, bei welcher das
Vial 90 an einer drehbaren Scheibe 404 angeordnet ist.
[0107] Fig. 1 ist eine Darstellung einer als Infusionsbeutel 70 ausgebildeten medizinischen
Verpackung, an welcher ein Vial 90 angeschlossen werden soll.
[0108] Der Infusionsbeutel 70 besteht aus über die Querschweißnähte 71 und Längsschweißnähte
72 miteinander verschweißten Folien. Der Infusionsbeutel 70 weist einen Hänger 73
zum Anbringen des Infusionsbeutels 70 an einem Ständer auf.
[0109] Weiter umfasst der Infusionsbeutel 70 zumindest einen Entnahmeport 80.
[0110] Der Entnahmeport 80 besteht aus einem in die Querschweißnaht 71 des Infusionsbeutels
70 eingeschweißten Unterteil 81 sowie einem Oberteil 82, welches ein Abbrechteil 83
aufweist. Zusätzlich umfasst der Entnahmeport 80 noch ein zwischen dem Unterteil 81
und dem Oberteil 82, vorzugsweise klemmend, fixiertes Septum (nicht in den Figuren
dargestellt).
[0111] Nach dem Abbrechen des Abbrechteils 83 kann das Septum des Entnahmeports 80 zum Beispiel
mit einem Spike eines Überleitsets durchstoßen werden, um so die Infusionsflüssigkeit
zu entnehmen und einem Patienten zuzuführen.
[0112] Zudem umfasst der Infusionsbeutel 70 einen weiteren Port, welcher als Konnektor 60
ausgebildet ist, mit welchem eine Fluidverbindung zu einem Vial 90 hergestellt werden
kann. Der Konnektor 60 umfasst ein Unterteil 100, welches in dieser Ausführungsform
im Bereich 74 der Schweißnaht 71 eingeschweißt ist. Weitere Details zu dem Konnektor
60 werden anhand der nachfolgenden Figuren erläutert.
[0113] Durch den Konnektor 60 wird ein weiterer Zugang oder Port bereitgestellt, über welchen
Flüssigkeit von dem Vial 90 in den Infusionsbeutel 70 überführt werden kann. Es ist
ferner auch möglich, zunächst Flüssigkeit von dem Infusionsbeutel 70 in das Vial 90
zu überführen, etwa um einen dort vorhandenen festen, beispielsweise pulverförmigen,
Wirkstoff aufzulösen und die hergestellte Lösung dann wieder in den Infusionsbeutel
70 zu überführen.
[0114] Das Vial 90 umfasst eine Kappe 91, welche insbesondere als aufgebördelte Metallkappe
oder als Prellverschluss ausgebildet ist, und welche ein Septum umfasst, welches von
dem Spike des Konnektors 60 durchstoßen werden kann.
[0115] Um das Vial 90 mit dem Infusionsbeutel 70 zu verbinden, wird in diesem Ausführungsbeispiel
zunächst die Kappe 500 von dem Konnektor 60 abgezogen.
[0116] Sodann wird das Vial 90 mit der Kappe 91 voran in den Konnektor 60 eingeschoben,
wobei die trichter- oder insbesondere becherförmige Ausgestaltung des Konnektors 60
das zentrierte Einführen vereinfacht.
[0117] Das Septum des Vials 90 wird dabei von dem Spike 401 des Konnektors 60 durchstoßen
und die Kappe 91 des Vials 90 bzw. der Kopf des Vials 90, welcher kragenförmig ausgebildet
ist, verrastet in dem Konnektor 60.
[0118] Sodann kann durch eine Drehung des Vials 90, durch welche der Spike 401 mitgedreht
wird, eine Fluidverbindung zwischen dem Vial 90 und dem Infusionsbeutel 70 geöffnet
werden. Dazu umfasst der Konnektor 60 ein Ventil, welches vorzugsweise über eine Drehbewegung
sowohl geöffnet als auch geschlossen werden kann.
[0119] Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung des Konnektors 60 ohne Infusionsbeutel
70.
[0120] Das Unterteil 100 des Konnektors 60 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel einen Verbindungsabschnitt
für den Infusionsbeutel 70, welcher insbesondere als Einschweißabschnitt 101 ausgebildet
ist. Der Einschweißabschnitt 101 ist in diesem Ausführungsbeispiel schiffchenförmig
ausgebildet. Durch das Unterteil 100 des Konnektors 60 führt ein Kanal 102 in den
Infusionsbeutel 70.
[0121] Das Unterteil 100 ist mit dem Mittelteil 200 verbunden, wobei das Mittelteil 200
seinerseits mit der Vialaufnahme 301 des Oberteils 300 verbunden ist.
[0122] Weiter kann das Unterteil 100 des Konnektors 60 statt eines Verbindungsabschnitts
zum Einschweißen in den Infusionsbeutel 70 gemäß einem anderen Ausführungsbeispiel
auch ein Anschlussstück zum Anschließen an einem Port umfassen. In diesem, hier nicht
dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Konnektor 60 als ein separater Adapter für
einen Port ausgebildet. Das Anschlussstück des Konnektors 60 kann beispielweise als
ein, vorzugsweise männlicher, Luer-Konnektor oder Luer-Lock-Konnektor ausgebildet
sein.
[0123] Fig. 3 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung des in Fig. 2 dargestellten
Konnektors 60.
[0124] Das Gehäuse des Konnektors 60 umfasst ein Unterteil 100, ein Mittelteil 200 sowie
ein Oberteil 300.
[0125] Vorzugsweise sind das Unterteil 100 und das Mittelteil 200 sowie das Mittelteil 200
und das Oberteil 300 jeweils miteinander verrastet. Der Konnektor 60 kann so ohne
Schweiß- oder Klebverbindung montiert werden.
[0126] Zwischen dem Unterteil 100 und dem Mittelteil 200 ist die Dichtung 600 eingesetzt.
[0127] Zwischen dem Mittelteil 200 und dem Oberteil 300 ist im montierten Zustand der Spiketräger
400 mit dem Spike 401 eingesetzt.
[0128] Im montierten Zustand ist die Kappe 500 von unten in das Oberteil 300 eingesetzt,
welche als Abbrechteil ausgebildet ist und somit als Originalitätsverschluss dient.
[0129] Das Oberteil 300 umfasst die trichterförmige Vial-Aufnahme 301, welche das Einsetzen
des Vials 90 erleichtert. Das einmal eingesetzte Vial 90 ist in der Vial-Aufnahme
301 verrastet und kann nicht wieder entfernt werden.
[0130] Das Mittelteil umfasst Fenster 201, 202, anhand welcher der Benutzer erkennt, ob
der Konnektor 60 geöffnet oder geschlossen ist.
[0131] Zum Öffnen und Schließen des Konnektors 60 wird der Spiketräger 400 mittels des mit
dem Vial 90 verbundenen Spikes 401 gedreht, in diesem Ausführungsbeispiel z.B. um
etwa eine Viertel-Umdrehung.
[0132] In dieser perspektivischen Ansicht ist an einer Innenwand des Mittelteils 200 ein
Anschlag 207 für den Spiketräger 400 zu erkennen, über welchen die Drehbewegung des
Spiketrägers 400 begrenzt ist.
[0133] Fig. 4 ist eine perspektivische Ansicht des Spiketrägers 400 mit dem Spike 401.
[0134] Der Spiketräger 400 umfasst eine Scheibe 404 und bildet im Zusammenwirken mit der
Dichtung 600 ein Ventil, um den Konnektor 60 zumindest zu öffnen.
[0135] Der hier dargestellte Spiketräger 400 ist für eine Ausführungsform eines Konnektors
60 vorgesehen, bei welcher der Konnektor 60 geöffnet und wieder verschlossen werden
kann.
[0136] Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, dass ein Zurücklaufen von medizinischer
Flüssigkeit in das Vial 90 während der Verabreichung der medizinischen Flüssigkeit
verhindert werden kann.
[0137] Die Scheibe 404 und der Spike 401 sind vorzugsweise als einstückiges Kunststoffbauteil,
insbesondere Kunststoffspritzgussbauteil, ausgebildet.
[0138] Der Spike 401 läuft konisch bis zur Spitze 402. Die Spitze 402 ist vorzugsweise angespitzt,
um ein leichtes Durchstoßen des Septums in dem Vial 90 zu ermöglichen.
[0139] Gegenüber der Spitze 402 umfasst der Spike 401 einen Einschnitt 403, der vorzugsweise
in einem mittleren Bereich des Spikes 401 ausläuft. Der seitliche Einschnitt 403 erleichtert
das Passieren von Flüssigkeit und ermöglicht des Weiteren eine nahezu vollständige
Entleerung des Vials 90.
[0140] Am Fuß des Spikes 401 befinden sich Versteifungsstege 405, welche den Spike 401 an
der Grenze zwischen der Oberseite der Scheibe 404 und dem Spike 401 verstärken. Die
Versteifungsstege 405 können auch als Anschlag für die Kappe 91 des Vials 90 im eingesetzten
Zustand dienen. Die Versteifungsstege verlaufen ausgehend von einer Basis des Spikes
401 als Stege, die sich sternförmig entlang der Oberseite der Scheibe 404 erstrecken.
[0141] Weiter umfasst der Spike 401 sich radial erstreckende Rippen 414. Die sich radial
erstreckenden Rippen 414 sind insbesondere als von einem vorderen oder mittleren Bereich
des Spikes 401 ausgehende Finnen ausgebildet, welche nach vorne hin spitz zulaufen
und sich radial in Richtung der Scheibe 404 vergrößern.
[0142] So können sich die Rippen 414 in das Septum des Vials 90 einschneiden und bilden
so eine Verdrehsicherung.
[0143] Der so gebildeten Verdrehsicherung kommt zugute, dass sich bei dem Drehen des Spikes
401 mit dem Spiketräger 400 dieser axial nicht verschiebt. Die Rippen 414 bleiben
daher beim Öffnen des Konnektors 60 auf einer Höhe. Das Septum des Vials 90 kann bereits
beim Einsetzen in den Konnektor 60 soweit wie möglich auf den Spike 401 aufgeschoben
werden. Beim Drehen des Spikes 401 ändert sich diese maximal aufgeschobene Position
im Allgemeinen nicht.
[0144] Die Scheibe 404 umfasst des Weiteren zumindest einen Anschlag 406, insbesondere zwei
Anschläge 406, welcher bzw. welche im Zusammenwirken mit einem Anschlag 207 des Mittelteils
200 die Drehbewegung des Spiketrägers 400 mit dem Spike 401 begrenzen. Der zumindest
eine Anschlag 406 der Scheibe 404 ist als radiale Stufe in dem äußeren Umfang der
Scheibe 404 ausgebildet.
[0145] Weiter umfasst die Scheibe 404 einen sich radial nach außen erstreckenden Indikator
407, welcher im geschlossenen Zustand durch ein Fenster 201 und im geöffneten Zustand
durch ein anderes Fenster 202 des Mittelteils 200 des Konnektors 60 zu sehen ist.
[0146] Vorzugsweise hat der Indikator 407, um dessen Erkennbarkeit zu verbessern, eine andere
Farbe als das an das oder die Fenster 201, 202 angrenzende Mittelteil.
[0147] Der Indikator 407 ist derart ausgebildet, dass dieser in die als Öffnungen der Gehäusewand
ausgebildeten Fenster 201, 202 hineinragt und beim Drehen des Spiketrägers 400 mit
dem Spike 401 zurückfedert.
[0148] So kann durch den Indikator 407 ein spürbarer Widerstand bereitgestellt werden, der
überwunden werden muss, um den Spiketräger 400 aus einer der Endstellungen (offen
oder geschlossen) zu bewegen.
[0149] Der Indikator 407 kann auch derart ausgestaltet sein, dass es beim Einschnappen in
eines der Fenster 201, 202 zu einem hörbaren Geräusch, insbesondere in Form eines
Klicks, kommt. Dem Benutzer wird so sowohl optisch als auch akustisch signalisiert,
dass sich der Konnektor 60 beispielsweise in einer geöffneten Endposition befindet.
Weiter ist im äußeren Umfang der Scheibe 404 eine Einbuchtung 407a angeordnet. Die
Einbuchtung 407a ist für die Indikatorstelle 202 (offen). Im geschlossenen Zustand
ist die Einbuchtung 407a an der Stelle 202 nach hinten versetzt, um den Unterschied
der Position besser zu unterscheiden.
[0150] Fig. 5 ist eine Draufsicht auf die Unterseite des Spiketrägers 400, also auf die
dem Spike 401 gegenüberliegende Seite.
[0151] Die beiden Anschläge 406 beschränken die Drehbarkeit des Spiketrägers 400 mit dem
Spike 401 in beide Drehrichtungen, z.B. auf etwa eine Viertel-Umdrehung.
[0152] Eine Öffnung 408, durch die im geöffneten Zustand Flüssigkeit in Richtung des Spikes
401 fließen kann, befindet sich radial zur Drehachse 415 des Spikes 401 versetzt.
So wandert beim Drehen des Spikes 401 die Öffnung 408 um die Drehachse 415 und kommt
in einem geöffneten Zustand des Konnektors 60 mit einem Kanal 601 der Dichtung in
Überschneidung.
[0153] Der Indikator 407 ist in der Draufsicht über bogenförmige Abschnitte 410 beidseitig
mit Federn 409 verbunden, wobei die Federn 409 mit der Scheibe 404 verbunden sind.
Der so radial nach innen federnde Indikator 407 ist derart ausgebildet, dass es hinter
den Federn 409, dem Indikator 407 und dem bogenförmigen Abschnitt 410 einen ausgesparten
Bereich 416 gibt, in welchem die Platte, welche durch die Scheibe 404 gebildet wird,
ausgespart ist.
[0154] Der Indikator 407 und die Federn 409 werden also von einer verbleibenden Seitenwand
der Scheibe 404 gebildet. Die Federn 409 sind insbesondere als Blattfedern ausbildet,
die aufgrund des ausgesparten Bereichs 416 von einer verbleibenden Seitenwand der
Scheibe 404 gebildet werden.
[0155] Der Indikator 407 schaut seitlich aus dem aus der Scheibe 404 gebildeten Ring hervor
und kann in den Endstellungen in die Fenster 201, 202 des Mittelteils 200 einfedern.
[0156] Der Indikator 407 ist hier einstückig mit dem restlichen Spiketräger 400 ausgebildet.
[0157] Durch die bogenförmigen Abschnitte 410 werden die Spannungen im Material beim Einfedern
reduziert, da sich die Verformungen auf einen längeren Materialabschnitt aufteilen
können.
[0158] Wie in der Längsschnittansicht gemäß Fig. 6 dargestellt, geht die Öffnung 408 über
den quer zum Kanal 412 des Spikes 401 verlaufenden Kanal 411 in den Spike 401 über.
Der Kanal 411 kann insbesondere in einem Winkel von 30° bis 60° in den Kanal 412 des
Spikes 401 münden.
[0159] Durch den quer verlaufenden Kanal 411 ist die Öffnung 408 auf der Scheibe 404 radial
versetzt zur Drehachse 415 angeordnet.
[0160] Der Kanal 412 des Spikes 401 verläuft vorzugsweise koaxial zur Drehachse des Spiketrägers
400. Das mit dem Spike 201 verbundene Vial 90 unterliegt beim Öffnen des Konnektors
90 daher im Wesentlichen nur einer Drehbewegung um die eigene Mittelachse.
[0161] Weiter umfasst in diesem Ausführungsbeispiel die Scheibe 404 eine Drehscheibe 413.
Die Drehscheibe 413, innerhalb der sich die Öffnung 408 befindet, steht als kreisförmige
Platte hervor und sitzt im montierten Zustand in der Aufnahme 211 des Mittelteils
200 (siehe hierzu Fig. 8). In einem verschlossenen Zustand des Konnektors 60 liegt
die Oberfläche der Drehscheibe 413 dichtend an der Dichtung 600 an und verschließt
so den Kanal 601 in der Dichtung 600. Durch eine Drehbewegung des Spikes 401 wird
die Öffnung 408 mit dem Kanal 601 der Dichtung in Überschneidung gebracht. Dadurch
kann Flüssigkeit über den Kanal 412 des Spikes 401 durch die Öffnung 408 in den Infusionsbeutel
70 (oder umgekehrt) fließen.
[0162] Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht des Mittelteils 200. Das Mittelteil 200 besteht
in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Kopplungsabschnitt 203 für das Oberteil 300
sowie einem Kopplungsabschnitt 204 für das Unterteil 100.
[0163] Der Kopplungsabschnitt 204 für das Unterteil 100 hat einen kleineren Durchmesser
als der Kopplungsabschnitt 203 für das Oberteil 300.
[0164] Der Kopplungsabschnitt 204 umfasst eine Dichtungsaufnahme 205 für die Dichtung 600.
Die Dichtungsaufnahme 205 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einer strukturierten
Wand, insbesondere mit einer Riffelung oder Verzahnung, versehen, was einen Formschluss
mit dem Unterteil 100 und/oder der Dichtung 600 bewirkt und somit eine Verdrehsicherung
bereitstellt.
[0165] Die Dichtungsaufnahme 205 ist radial versetzt zur Drehachse 415 des Spikes 401 bzw.
des Spiketrägers 400 angeordnet.
[0166] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich angrenzend zur Dichtungsaufnahme
205 im Kopplungsabschnitt 204 eine Ausnehmung 206, welche insbesondere eine sichelartige
Form haben kann. Die Ausnehmung 206 dient in erster Linie der Materialeinsparung.
Es versteht sich, dass auf die Ausnehmung 206 daher auch verzichtet werden kann.
[0167] Wie in der axialen Schnittansicht des Mittelteils 200 gemäß Fig. 8 dargestellt, befindet
sich angrenzend zur Dichtungsaufnahme 205 die als Ringnut ausgebildete Nut 209, in
welcher das Unterteil 100 mit einem korrespondierenden Steg 105 (siehe Fig. 10) verrastet
wird.
[0168] Stirnseitig umfasst die Dichtungsaufnahme 205 eine sich axial erstreckende Ringnut
210, welche als Formschlusselement für die Dichtung 600 dient.
[0169] Der Kopplungsabschnitt 203 für das Oberteil 300 mit der Vial-Aufnahme 301 umfasst
in diesem Ausführungsbeispiel ebenfalls zumindest eine Nut 208, insbesondere zwei
voneinander beabstandete Nuten 208, um mit dem Kopplungsstück 303 des Oberteils 300
über den zumindest einen Kragen 304 verrasten zu können.
[0170] Zwischen dem Oberteil 300 und dem Mittelteil 200 befindet sich im montierten Zustand
die Scheibe 404 des Spiketrägers 400. Die Drehscheibe 413 sitzt im montierten Zustand
in der Aufnahme 211 des Mittelteils 200.
[0171] Der Anschlag 207 begrenzt im Zusammenwirken mit den Anschlägen 406 des Spiketrägers
404 die Drehung des Spikes 401 in beide Drehrichtungen. Mit dem Anliegen eines der
Anschläge 406 des Spiketrägers 400 an dem Anschlag 207 des Mittelteils sind die geöffnete
und die geschlossene Position des Konnektors 60 definiert.
[0172] Fig. 9 ist eine axiale Schnittansicht der Dichtung 600.
[0173] Die Dichtung 600 umfasst einen axialen Kanal 601 zum Durchtritt von Flüssigkeit.
[0174] Stirnseitig umfasst die Dichtung 600 eine Anlagefläche 602 für die Scheibe 404 bzw.
genauer gesagt für die Drehscheibe 413, welche im geschlossenen Zustand dichtend auf
der Dichtung 600 sitzt. Dagegen überschneidet sich im geöffneten Zustand die Öffnung
408 der Drehscheiben 413 mit dem Kanal 601 der Dichtung 600.
[0175] Angrenzend zur Anlagefläche 602 umfasst die Dichtung 600 eine sich axial erstreckende
Ringnut 603, so dass angrenzend zu dieser Ringnut ein ringförmiger randseitiger und
sich axial nach vorne erstreckender Steg 604 gebildet ist.
[0176] Der randseitige Steg 604 dient als Formschlusselement und sitzt im montierten Zustand
in einer Ringnut 210 des Mittelteils 200.
[0177] Der Steg 604 ist gegenüber der Anlagefläche 602 für den Spiketräger 400 bzw. die
Drehscheibe 413 des Spiketrägers 400 zurückversetzt.
[0178] Auch auf der der Anlagefläche 602 gegenüberliegenden Seite befindet sich ein ringförmiger
randseitiger Steg 605, welcher an einen Aufnahmebereich 606 für das Unterteil 100
angrenzt.
[0179] Der untere ringförmige randseitige Steg 604 und der obere ringförmige randseitige
Steg 604 bilden zusammen einen im Wesentlichen T-förmigen Flansch zur sicheren Befestigung
der Dichtung in dem Konnektor 60.
[0180] Zwischen dem Aufnahmebereich 606 für das Unterteil 100 und dem Kanal 601 befindet
sich ein Übergangsbereich 607, in welchem ein horizontal verlaufender Boden des Aufnahmebereichs
606 gestuft in die sich axial erstreckende Seitenwand des Kanals 601 übergeht.
[0181] Fig. 10 ist eine perspektivische Ansicht des Unterteils 100.
[0182] Im montierten Zustand wird das Unterteil 100 mit dem ringförmigen Steg 105 in der
Ringnut 209 des Mittelteils 200 verrastet.
[0183] Um die Dichtung 600 festzuklemmen, umfasst das Unterteil 100 angrenzend zum Steg
105 einen Steg 104 und einen Ring 106 zum Eingriff in den Aufnahmebereich 606 der
Dichtung 600. Die Stirnseite des Stegs 104 kommt zur Anlage an der Oberseite des ringförmigen
randseitigen Stegs 605 der Dichtung 600. Zudem ist der Steg 104 ist in diesem Ausführungsbeispiel
mit einer Strukturierung, insbesondere einer Riffelung oder Verzahnung, versehen,
um zusammen mit der Riffelung oder Verzahnung in der Dichtungsaufnahme 205 eine Verdrehsicherung
für das Unterteil 100 und das Mittelteil 200 und/oder die Dichtung 600 zu bewirken.
[0184] Ein sich axial nach vorne erstreckender Ring 106 ist in dem montierten Zustand angrenzend
zum Steg 104 im Aufnahmebereich 606 der Dichtung 600 angeordnet und verpresst so die
Dichtung 600 in der Dichtungsaufnahme 205.
[0185] Eine zwischen dem Einschweißabschnitt 101 und dem Steg 106 vorhandene Platte 103
verschließt das Gehäusemittelteil 200 im montierten Zustand.
[0186] Der Einschweißabschnitt 101 hat vorzugsweise eine Mittelachse, die mit der Drehachse
415 des Spikes 401 übereinstimmt.
[0187] Die Dichtung 600 und damit der durch den Steg 105 zum Verrasten gebildete Kopplungsabschnitt
ist dagegen radial versetzt zur Drehachse 415 angeordnet.
[0188] Ein Ende eines sich durch das Unterteil 100 erstreckenden Kanals 107 befindet sich
hier radial versetzt zur Drehachse 415 des Spikes 401 bzw. Spiketrägers 400.
[0189] Fig. 11 ist eine perspektivische Ansicht des Oberteils 300 mit der Vialaufnahme 301.
Die Vialaufnahme 301 umfasst einen becher- bzw. trichterförmigen Abschnitt 302, an
welchen das Kopplungsstück 303 mit dem zumindest einen, insbesondere den zwei, Kragen
304 zum Einrasten im Mittelteil 200 angrenzt. Der zumindest eine Kragen 304 verrastet
in der in Fig. 8 dargestellten Nut 208 des Kopplungsabschnitts 203 des Mittelteils
200.
[0190] Weiter umfasst die Vialaufnahme 301 eine Vielzahl von in Einsetzrichtung des Vials
90 geneigten Klemmfingern 305.
[0191] Das Oberteil 300 ist vorzugsweise gegenüber dem Mittelteil 200 verdrehgesichert.
Hierzu kann das Oberteil 300 z.B. zumindest einen sich axial entlang des Kopplungsstücks
303 verlaufenden Steg 306 umfassen, welche in eine korrespondierende axiale Nut 208
des Mittelteils 200 greift.
[0192] Wie in der Draufsicht gemäß Fig. 12 dargestellt, verjüngen sich die Klemmfinger 305
in ihrer Breite von dem außenliegenden Sockel nach innen. Innen enden sie in der dargestellten
Ausführungsform in einer Spitze 307. Die außenliegenden Sockel der Klemmfinger 305
gehen jeweils über einen im Wesentlichen runden Abschnitt ineinander über. Zwischen
den Spitzen 307 sind die Klemmfinger 305 rundlich, insbesondere im Wesentlichen kreisförmig,
gestaltet.
[0193] Wie in der Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Fig. 12 gemäß Fig. 13 dargestellt,
sind die Klemmfinger 305 in Einsetzrichtung um den Winkel α geneigt. Die im allgemeinen
Teil der Beschreibung genannten Gradangaben beziehen sich dabei auf die Unterseite
der Klemmfinger 305. Der Winkel α, um welchen die Klemmfinger 305 in Einsetzrichtung
des Vials 90 geneigt sind, beträgt insbesondere zwischen 40° und 60°.
[0194] Weiter verjüngt sich, wie insbesondere in der perspektivischen Ansicht gemäß Fig.
13 zu erkennen ist, auch die Dicke der Klemmfinger 305, indem diese sowohl an ihrer
Oberseite als auch an ihrer Unterseite zur Spitze 307 hin abgeflacht sind.
[0195] Die Klemmfinger 305 verkrallen sich so an der Unterseite der Kappe 91 oder des Kopfs
des Vials 90. Ein Herausziehen des einmal mit dem Konnektor 60 verbundenen Vials 90
aus dem Konnektor 60 ist zerstörungsfrei nicht mehr möglich.
[0196] Fig. 14 ist eine perspektivische Ansicht der Kappe 500, welche als Originalitätssiegel
für den Konnektor 60 dient.
[0197] Die Kappe 500 umfasst eine sich axial erstreckende Spike-Hülle 501.
[0198] Die Spike-Hülle 501 ist über Stege 502 mit einem ringförmigen Einsatz 503 verbunden.
[0199] Der ringförmige Einsatz 503 ist im montierten Zustand hinter einer Stufe 308 (siehe
Fig. 18) des Oberteils 300 verrastet.
[0200] So kann die Spike-Hülle 501 vom Einsatz 503 abgenommen werden, indem diese an den
Stegen 502 abbricht.
[0201] Bezugnehmend auf Fig. 15 bis Fig. 17 wird eine alternative Ausführungsvariante der
ersten Ausführungsform der Erfindung erläutert, bei welcher der Spike 401 so verdrehgesichert
ist, dass der Konnektor 60 vom Benutzer zwar geöffnet, nicht aber wieder verschlossen
werden kann.
[0202] Bis auf die nachfolgend beschriebenen Unterschiede entspricht diese Ausführungsvariante
im Wesentlichen der unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis Fig. 14 dargestellten Ausführungsform.
[0203] Fig. 15 ist eine perspektivische Ansicht des Mittelteils 200.
[0204] Im Unterschied zum zuvor dargestellten Mittelteil 200 weist dieses Mittelteil 200
nur ein einziges Fenster 202 auf, über das der Benutzer erkennt, dass der Konnektor
60 geöffnet ist.
[0205] Fig. 16 ist eine Draufsicht auf die Unterseite des Mittelteils 200.
[0206] Im Unterschied zur zuvor dargestellten Ausführungsvariante sind an der Seitenwand
des Mittelteils 200 eine Mehrzahl von Rasthaken 212 angeordnet.
[0207] Weiter umfasst das Mittelteil 200 den Anschlag 213, an welchem in vollständig geschlossenem
Zustand der Anschlag 406a des in Fig. 17 dargestellten Spiketrägers 400 mit dem Spike
401 anliegt.
[0208] Als Anschlag des Mittelteils 200 für den zweiten Anschlag 406b wirkt der erste Rasthaken
212a.
[0209] Der Spiketräger 400 umfasst des Weiteren den federnden Haken 417, der beim Drehen
des Spikes 401 über eine Gleitfläche 418 an den Rastzähnen 212 vorbeigleitet, jeweils
hinter einem Rastzahn 212 einfedert und so im Zusammenwirken mit den Rastzähen 212
eine Verdrehsicherung bildet, die ein Zurückdrehen des Spiketrägers 400 mit dem Spike
401 verhindert. Mit jedem Einrasten des federnden Hakens 417 in einen der Rastzähne
212 ist der Spiketräger 400 derart weitergedreht, dass er nicht wieder zurückgedreht
werden kann.
[0210] Schließlich rastet der federnde Haken 417 im vollständig geöffneten Zustand im Fenster
202 ein.
[0211] Dabei kann die geöffnete Endstellung wiederum durch den in das Fenster 202 ragenden
Haken 417 und/oder durch ein hörbares Klicken beim Einrasten des Hakens 417 im Fenster
202 signalisiert werden.
[0212] Der federnde Haken 417 bildet im geöffneten Zustand im Fenster 202 eine Verdrehsicherung.
Durch den am ersten Rasthaken 212a anliegenden Anschlag 406a des Spiketrägers 400
und durch die Verdrehsicherung durch den in das Fenster 202 eingerasteten Haken 417
ist der Spiketräger 400 in der geöffneten Postion des Konnektors 60 in keine Richtung
mehr verdrehbar.
[0213] Der Konnektor 60 ist nunmehr geöffnet und kann nicht mehr geschlossen werden.
[0214] Fig. 18 ist eine axiale Schnittansicht des in Fig. 1 bis Fig. 14 dargestellten Konnektors
60 in seinem geschlossenen Zustand.
[0215] Das Gehäuse des Konnektors 60 besteht aus dem Unterteil 100, dem Mittelteil 200 und
dem Oberteil 300.
[0216] Zwischen dem Unterteil 100 und dem Mittelteil 200 ist, wie vorstehend ausgeführt,
die Dichtung 600 eingeklemmt, wobei das Unterteil 100 und das Mittelteil 200 miteinander
verrastet sind.
[0217] Zwischen dem die Vial-Aufnahme 301 umfassenden Oberteil 300 und dem Mittelteil 200
befindet sich der Spiketräger 400 mit der Scheibe 404. In dem hier dargestellten Zustand
ist der Kanal 601 der Dichtung 600, welcher zum Kanal 102 des Unterteils 100 führt,
durch die Scheibe 404, genauer gesagt durch die in Fig. 6 dargestellte Drehscheibe
413 der Scheibe 404, verschlossen.
[0218] Somit kann keine Flüssigkeit durch den Kanal 412 des Spikes 401 in Richtung des Infusionsbeutels
70 oder umgekehrt fließen.
[0219] Der Benutzer kann nunmehr die Kappe 500, genauer gesagt die Spike-Hülle 501 der Kappe
500, abbrechen.
[0220] Die Kappe 500 ist mit dem Einsatz 503 hinter einer Stufe 308 des Oberteils 300 verrastet.
[0221] Fig. 19 zeigt den Konnektor 60 in einer axialen Schnittansicht nach dem Abbrechen
der Kappe 500 und dem Drehen des Spikes 401. Die Drehung des Spikes 401 wurde insbesondere
durch ein Drehen des angeschlossenen Vials 90 (hier nicht dargestellt) bewirkt. Der
Spike 401 wurde mitgedreht, da der Spike 401 in dem Septum des Vials 90 verdrehsicher
eingestochen ist.
[0222] Die Scheibe 404 des Spiketrägers 400 wurde durch ein Drehen des Spikes 401 derart
verdreht, dass der Kanal 411 mit der Öffnung 408 (siehe Fig. 6) sich mit dem Kanal
601 der Dichtung 600 überschneidet.
[0223] Es kann nunmehr durch den Kanal 412 des Spikes 401 Flüssigkeit durch den Kanal der
Dichtung 601 und den Kanal 102 des Unterteils 100 in den Infusionsbeutel 70 oder umgekehrt
fließen. Die sich durch den Konnektor 60 nunmehr erstreckende Fluidverbindung ist
durch einen gestrichelten Pfeil symbolisiert.
[0224] Auch in dieser Ansicht ist zu erkennen, dass der Kanal 601 der Dichtung 600 radial
versetzt zu der Drehachse 415 des Spikes 401 angeordnet ist.
[0225] Der Einschweißabschnitt 101 liegt vorzugsweise mittig auf der Drehachse 415 des Spikes.
Es versteht sich, dass aber der Kanal 102, der durch den Einschweißabschnitt 101 verläuft,
seitlich versetzt zur Drehachse 415 verlaufen kann.
[0226] Durch die Ausrichtung der Drehachse 415 entsprechend einer Mittelachse, vorzugsweise
sowohl des Unterteils 100, des Mittelteils 200 als auch des Oberteils 300, wird ein
von außen gesehen insgesamt symmetrischer Aufbau bereitgestellt, bei welchem die auftretenden
Drehmomente beim Drehen des Spikes 401 gleichmäßig von beiden Hälften des Einschweißabschnitts
101 abgefangen werden.
[0227] Aufgrund der sich drehenden Scheibe 403 erfolgt aber die Flüssigkeitsführung durch
die Dichtung 600 seitlich versetzt zur Drehachse 415.
[0228] Bezugnehmend auf Fig. 20 bis Fig. 29 wird eine gegenüber Fig. 1 bis Fig. 14 weitere
Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Grundsätzlich werden im Folgenden die Unterschiede
gegenüber der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis Fig. 14 erläutert.
[0229] Bis auf die beschriebenen Unterschiede kann diese Ausführungsform mithin genauso
ausgebildet sein, wie die unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis Fig. 14 dargestellte Ausführungsform.
[0230] Fig. 20 ist also eine Ansicht des Konnektors 60, welcher vom Grundaufbau der Ausführungsform
gemäß Fig. 1 bis Fig. 14 entspricht und insbesondere das Mittelteil 200 sowie die
Kappe 500 aufweist.
[0231] Wie in der perspektivischen Detailansicht des Mittelteils 200 gemäß Fig. 21 dargestellt,
umfasst das Mittelteil 200 nur ein einziges Fenster 201. Das Fenster 201 kann insbesondere
als, hier abschnittsweise, umlaufender Schlitz ausgebildet sein.
[0232] Der Indikator 407 verrastet daher vorzugsweise nicht in seinen Endpositionen. Vorzugsweise
kommt der Indikator 407 in seinen Endpositionen an den beiden Enden des Fensters 201
jeweils zur Anlage.
[0233] Gegenüber der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis Fig. 14 hat diese Ausgestaltung den
Vorteil, dass kein Widerstand überwunden werden muss, um den Indikator 407 zurückfedern
zu lassen.
[0234] Auf der anderen Seite kann das Erreichen der Endposition bei der hier dargestellten
Ausführungsform nun visuell kontrolliert werden.
[0235] Fig. 22 zeigt in einer perspektivischen Ansicht den Spiketräger 400 mit Spike 401.
[0236] Wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis Fig. 14 umfasst der Spiketräger 400
eine Scheibe 404 mit einem Indikator 407.
[0237] Die Scheibe 404 umfasst auch auf der Seite des Spikes 401 einen Ring 420, welcher
als Drehscheibe im Gehäuse wirksam ist.
[0238] Der Spiketräger 400 umfasst also eine Scheibe 404, welche im eingebauten Zustand
beidseitig gelagert ist.
[0239] Die Versteifungsstege 405 erstrecken sich innerhalb des Rings 420.
[0240] Dies erleichtert eine kompakte Ausgestaltung, da so der Spike 401 weniger weit aus
der Scheibe 404 herausragen muss.
[0241] Ein Unterschied dieser Ausführungsform ist, dass der Spike 401 einen Teilabschnitt
mit einem Gewinde 419 aufweist. Das Gewinde 419 ist einzügig ausgebildet und umfasst
vorzugsweise weniger als zwei Gewindezüge.
[0242] Das vordere Ende des Gewindes 419 umfasst eine Spitze 421. Die Spitze 421 ist dadurch
bereitgestellt, dass die Zahnspitze des Gewindezahns des Gewindes 419 die Richtung
ändert, indem dieser einen Bogen ausführt bzw. indem der Zahn des Gewindes 419 zur
Spitze 421 hin einen Endabschnitt hat, in welchem sich die Steigung des Gewindes 419
erhöht. Die Spitze 421 ist insbesondere in einem Winkel α von 0° bis 70°, vorzugsweise
von 30° bis 60°, zur Mittelachse m des Spike 401 ausgerichtet.
[0243] Beim Einstechen des Spikes 401 in das Septum wird hierdurch bewirkt, dass die Spitze
421 des Gewindes 419 in das Septum einsticht und so das Septum auf das Gewinde 419
gezogen wird. Wird sodann das Vial zum Öffnen des Konnektors gedreht, schraubt sich
das Gewinde 419 zunächst in das Septum.
[0244] Distal angrenzend an das Gewinde 419 befinden sich als Verdrehsicherung die Stege
414. In diesem Bereich vergrößert sich zudem der Durchmesser des Spikes 401 aufgrund
dessen konischer Form weiter.
[0245] Mit Erreichen der Stege 414 sitzt der Spike 401 sodann verdrehgesichert im Septum,
so dass sich beim Weiterdrehen die Scheibe 404 mitdreht und sich der Konnektor 60,
wie unter Bezugnahme auf Fig. 1 bis Fig. 14 dargestellt, öffnet.
[0246] Als Verdrehsicherung umfasst der Spike 401 in diesem Ausführungsbeispiel eine Mehrzahl,
insbesondere drei, Rippen 414, welche zwischen dem Gewinde 419 und dem distalen Ende
des Spikes 401 angeordnet sind. Im geöffneten Zustand des Konnektors sitzt das Septum
des Vials 90 in diesem Bereich, ist also vom Gewinde 414 in den Bereich mit der Verdrehsicherung
geglitten.
[0247] Die Rippen 414 können sich in radialer Richtung verjüngen. Die so gebildete Keilform
erleichtert das Gleiten des Septums auf den Abschnitt mit der Verdrehsicherung.
[0248] Wie in der Seitenansicht gemäß Fig. 23 dargestellt, ist die Scheibe 404 beidseitig
drehgelagert und umfasst auf einer Seite die Drehscheibe 413 und auf der anderen Seite
die als Ring 420 ausgebildete weitere Drehscheibe.
[0249] Der Einschnitt 403 des Spikes 401 endet vorzugsweise vor oder, wie hier dargestellt,
etwa auf Höhe der Spitze 421 des Gewindes 419. So ist sichergestellt, dass sich der
Spike 401 nur dann drehen kann, wenn das Septum bereits dichtend im Eingriff mit dem
Spike 401 ist. Durch das Gewinde 414 kann nämlich auch ein Drehmoment übertragen werden,
das unter Umständen den Spike 401 bereits in Drehung versetzen kann.
[0250] Ein weiterer Unterschied gegenüber dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis Fig.
14 ist die Ausgestaltung der Kappe 500.
[0251] Wie in der perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 24 dargestellt, umfasst die Spikehülle
501 eine Griffprofilierung 504, damit diese besser gefasst und abgezogen werden kann.
[0252] Die Griffprofilierung 504 wird in diesem Ausführungsbeispiel durch eine Vielzahl
von Noppen bereitgestellt.
[0253] Die Noppen verlaufen in axial ausgerichteten Reihen entlang der Spikehülle 501.
[0254] Die Reihen sind in diesem Ausführungsbeispiel jeweils versetzt zueinander angeordnet.
So ist sichergestellt, dass der Benutzer, egal wo er die Spikehülle 501 greift, immer
mit der rutschhemmenden Profilierung 504 in Eingriff kommt.
[0255] Fig. 25 und 26 zeigen den Konnektor 60 aus Fig. 20 noch einmal mit ergänzten Markierungen.
Diese Markierungen zeigen an, ob der Konnektor 60 sich in seinem geöffneten Zustand
("open") oder in seinem geschlossenen Zustand ("close") befindet. Diese beiden Markierungen
sind jeweils seitlich an dem Fenster 201 positioniert. Zudem ist noch eine weitere
Markierung ("turn vial") ergänzt, die dem Anwender anzeigt, dass der Konnektor 60
durch eine Drehbewegung des Vials 5 von dem einem Zustand in den anderen Zustand überführt
werden kann.
[0256] Fig. 27 und Fig. 28 sind Längsschnitte des in Fig. 20 dargestellten Konnektors 60
in seinem geschlossenen Zustand.
[0257] Bis auf die vorstehend erläuterten Unterschiede entspricht die Ausgestaltung der
Darstellung in Fig. 18.
[0258] Auch das Gehäuse des Konnektors 60 gemäß dieser Ausführungsform wird aus dem Unterteil
100, dem Mittelteil 200 und dem Oberteil 300 gebildet, wobei zwischen dem Unterteil
100 und dem Mittelteil 200 die Dichtung 600 eingeklemmt ist. Das Unterteil 100 und
das Mittelteil 200 können miteinander verrastet sein.
[0259] Zwischen dem die Vial-Aufnahme 301 umfassenden Oberteil 300 und dem Mittelteil 200
befindet sich der Spiketräger 400 mit der Scheibe 404.
[0260] Der Kanal 601 der Dichtung 600, welcher zum Kanal 102 des Unterteils 100 führt, ist
durch die Scheibe 404 verschlossen.
[0261] Wie in Fig. 28 dargestellt, ist der sich quer zum Kanal 412 erstreckende Kanal 411
nicht mit dem Kanal 601 der Dichtung 600 in Überschneidung.
[0262] Das Verbringen des Konnektors 60 in den geöffneten Zustand erfolgt, mit Ausnahme
des Eindrehens des Gewindes 419, entsprechend der Darstellung gemäß Fig. 19.
[0263] Fig. 29 ist eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines Konnektor 60.
[0264] Auch dieser Konnektor 60 entspricht grundsätzlich, bis auf die nachstehend erläuterten
Unterschiede, den vorangehenden Ausführungsformen, kann also insbesondere mit Ausnahme
der Unterschiede sämtliche vorstehend beschriebenen Merkmale aufweisen.
[0265] Insbesondere umfasst auch diese Ausführungsform ein Oberteil 300, ein Mittelteil
200 und ein Unterteil 100. Das Fenster 201 entspricht der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform.
[0266] Bei dieser Ausführungsform kann, wie bereits vorstehend erörtert, der Indikator 407
bis zu den beiden Endpositionen des Fensters 201 gedreht werden und verrastet vorzugsweise
nicht in einem einzelnen Fenster in seiner Endposition. Diese Ausführungsvariante
erleichtert ein einfaches Öffnen und Schließen des Konnektors 60.
[0267] Dargestellt ist in den Zeichnungen die geöffnete Position. Der Indikator 407 befindet
sich also an der Position mit der Markierung "open".
[0268] Fig. 30 ist eine Seitenansicht des Konnektors 60 aus einer anderen Richtung.
[0269] Fig. 31 ist eine Schnittansicht entlang der Linie A-A der Fig. 29.
[0270] Wie bei den vorangegangenen Ausführungsformen auch, ist die Dichtung 600 zwischen
Mittelteil 200 und Oberteil 300 eingeklemmt.
[0271] Die Ausgestaltung von Mittelteil 200, Oberteil 300 und Dichtung 600 kann gleich sein
mit den vorangegangenen Ausführungsformen.
[0272] Fig. 32 ist eine Schnittansicht entlang der Linie B-B der Fig. 30.
[0273] Auch bei dieser Ausführungsform entspricht das Öffnen des Konnektors und der dabei
gebildete Fluidkanal der Darstellung in Fig. 19. Es kann also auf Fig. 19 verwiesen
werden.
[0274] Insbesondere wird die Öffnung 408 des Kanals 411, welcher schräg in den Kanal 412
des Spike 401 übergeht, mit dem Kanal 601 der Dichtung 600 in Überschneidung gebracht,
so dass eine Fluidverbindung bereitgestellt wird.
[0275] Dies erfolgt entsprechend der vorangehenden Ausführungsformen durch eine Drehung
des Spiketrägers 400 mit Spike 401. Die Fluidverbindung ist durch eine gestrichelte
Linie symbolisiert.
[0276] Fig. 33 ist eine perspektivische Ansicht des Spiketrägers 400 mit Spike 401. Entsprechend
der in Fig. 1 bis Fig. 14 dargestellten Ausführungsform umfasst der Spike 401 kein
Gewinde, welches in das Septum des Vials 90 eingedreht wird.
[0277] Im Unterschied zu den voran dargestellten Ausführungsformen ist die Spitze 402 des
Spike 401 mit einer Verstärkung 422 versehen.
[0278] Im Bereich der Spitze 402 verbreitert sich die Wand des Spikes 401 radial nach außen,
so dass die Spitze 402 auf einer seitlich versetzt angeordneten verdickten Wand angeordnet
ist.
[0279] Unterhalb der Öffnung des Kanals 412 des Spike 401 reduziert sich die Stärke dieser
radial seitlich nach außen zeigenden Verstärkung 422.
[0280] In dem Abschnitt 423, welcher zwischen den als Verdrehsicherung wirkenden Rippen
414 und der Verstärkung 422 angeordnet ist, geht der Spike 401 vorzugsweise in eine
runde Außenkontur über, Hierdurch wird eine optimale Dichtwirkung bereits sichergestellt,
bevor der Spiketräger 400 nebst Spike 401 mittels des Vial 90 gedreht werden kann,
um die Fluidverbindung zu öffnen.
[0281] Bei dieser Ausführungsform kann auf einfache Weise ein hinreichend stabiler Spike
401 bereitgestellt werden, welcher sich leicht einstechen lässt, eine gute Dichtwirkung
hat und gleichzeitig im Zusammenwirken mit der Dichtung 600 eine Verdrehsicherung
bereitstellt, um das Vial 90 als Antrieb für den Spike 401 nebst Spiketräger 400 zu
verwenden.
[0282] Die Ausgestaltung des Indikators 407 entspricht der Darstellung gemäß Fig. 22, auf
deren Beschreibung vollumfänglich Bezug genommen wird. Der Indikator 407 ist insbesondere
in radialer Richtung federnd angeordnet.
[0283] Fig. 34 ist eine Seitenansicht des Spiketrägers 400 mit Spike 401.
[0284] Fig. 35 ist eine Schnittansicht entlang der Linie C-C der Fig. 34, also ein mittiger
Längsschnitt.
[0285] Im Bereich der Verstärkung 422 vergrößert sich die Wandstärke des Spike 401.
[0286] Insbesondere ist die Wandstärke d
max im Bereich der Verstärkung 423 an ihrer dicksten Stelle mindestens 1,5, vorzugsweise
mindestens 1,8 mal so groß wie die Wandstärke der Wand des Spike 401 an ihrer dünnsten
Stelle d
min.
[0287] In proximaler Richtung läuft die Verstärkung 423 aus.
[0288] Der Spike 401 hat in etwa mittig eine kreisförmige Außenkontur, bevor sich die Rippen
414 in einem konischen Abschnitt des Spike 401 anschließen.
[0289] Auch bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist die Scheibe 404 auf beiden Seiten
gelagert, und zwar auf distaler Seite über den Ring 420 und auf proximaler Seite über
die Drehscheibe 413.
[0290] Wie in der Draufsicht auf die Spitze 402 des Spike 401 nebst Spiketräger 400 gemäß
Fig. 36 dargestellt, ist der Ring 420 über die Versteifungsstege 405 mit dem Spike
401 verbunden.
[0291] Die Verstärkung 422 kann sich über einen Winkel β von unter 90°, vorzugsweise unter
60° und/oder von über 20°, vorzugsweise über 30° um den Umfang des Spike 401 erstrecken.
[0292] Fig. 37 ist ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Verfahrens, das mit allen Ausführungsformen einer medizinischen Verpackung, insbesondere
auch mit dem in den Figuren 1 bis 36 dargestellten Infusionsbeutel 70 durchführbar
ist.
[0293] Zunächst wird das Vial in die Vialaufnahme des Konnektors eingesetzt. Aufgrund der
Klemmfinger der Vialaufnahme ist das Vial nunmehr untrennbar mit dem Konnektor verbunden.
Der Spike hat mit dem Einsetzen das Septum des Vials durchstoßen. Die untrennbare
Verbindung verhindert ein unbeabsichtiges Lösen des Vial. Insbesondere wird so verhindert,
dass durch Lösen des Vial Inhaltsstoffe aus dem Vial und/oder dem Infusionsbeutel
nach außen gelangen.
[0294] Sodann dreht der Benutzer das Vial bis zu einer Endstellung. Das Septum des Vials
dreht den Spike mit und öffnet so eine Fluidverbindung zwischen den medizinischen
Verpackungen, also insbesondere dem Vial und dem Infusionsbeutel. Vorzugsweise wird
die geöffnete Endstellung dem Benutzer durch ein hör- und/oder spürbares Einrasten
signalisiert.
[0295] Die Flüssigkeit aus dem Vial kann nunmehr in die medizinische Verpackung, z.B. den
Infusionsbeutel, fließen, bzw. falls das Vial einen Feststoff enthält, kann zunächst
Flüssigkeit aus der medizinischen Verpackung in das Vial fließen, so dass der Feststoff
sich in der Flüssigkeit auflösen kann.
[0296] Je nach Ausführungsform der Erfindung kann der Benutzer sodann das Vial in Gegenrichtung
zurückdrehen, so dass sich der Konnektor wieder verschließt. So wird verhindert, dass
Flüssigkeit zurück in das entleerte Vial fließen kann.
[0297] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Konnektor in der geöffneten
Endstellung derart verrastet, dass er nicht mehr geschlossen werden kann.
[0298] Schließlich entfernt der Benutzer die Kappe des Entnahmeports und schließt die medizinische
Verpackung, beispielsweise den Infusionsbeutel, an ein Überleitsystem, um die medizinische
Flüssigkeit zu verabreichen.
[0299] Die Verwendung des erfindungsgemäßen Konnektors ermöglich eine einfache und sichere
Zudosierung der in dem Vial enthaltenen Stoffe.
Bezugszeichenliste
[0300]
- 60
- Konnektor
- 70
- Infusionsbeutel
- 71
- Querschweißnaht
- 72
- Längsschweißnaht
- 73
- Hänger
- 74
- Bereich der Querschweißnaht
- 80
- Entnahmeport
- 81
- Unterteil
- 82
- Oberteil
- 83
- Abbrechteil
- 90
- Vial
- 91
- Kappe des Vial 90
- 100
- Unterteil
- 101
- Einschweißabschnitt
- 102
- Kanal
- 103
- Platte
- 104
- Steg zum Eingriff in Dichtung 600
- 105
- Steg zum Verrasten in Ringnut des Unterteils
- 106
- Ring zum Eingriff in den Übergangsbereich 607 der Dichtung
- 107
- Kanal
- 200
- Mittelteil
- 201
- Fenster
- 202
- Fenster
- 203
- Kopplungsabschnitt für Oberteil 300
- 204
- Kopplungsabschnitt für Unterteil 100
- 205
- Dichtungsaufnahme
- 206
- Ausnehmung
- 207
- Anschlag
- 208
- Nut zur Verrastung des Oberteils 200
- 209
- Nut zur Verrastung des Unterteils 100
- 210
- Ringnut (für Dichtung 600)
- 211
- Aufnahme für die Drehscheibe 413
- 212
- Rastzahn
- 212a
- Erster Rasthaken
- 213
- Anschlag
- 300
- Oberteil
- 301
- Vialaufnahme
- 302
- becher- bzw. trichterförmige Aufnahme
- 303
- Kopplungsstück
- 304
- Kragen
- 305
- Klemmfinger
- 306
- Steg
- 307
- Spitze
- 308
- Stufe
- 400
- Spiketräger mit Spike
- 401
- Spike
- 402
- Spitze
- 403
- Einschnitt
- 404
- Scheibe
- 405
- Versteifungssteg
- 406
- Anschlag
- 406a
- Anschlag
- 406b
- Anschlag
- 407
- Indikator
- 407a
- Einbuchtung
- 408
- Öffnung
- 409
- Feder
- 410
- bogenförmiger Abschnitt
- 411
- Kanal
- 412
- Kanal des Spikes 401
- 413
- Drehscheibe
- 414
- Rippe (Verdrehsicherung)
- 415
- Drehachse
- 416
- ausgesparter Bereich
- 417
- federnder Haken
- 418
- Gleitfläche
- 419
- Gewinde
- 420
- Ring
- 421
- Spitze des Gewindes 419
- 422
- Verstärkung der Spitze 402
- 423
- Anschnitt zwischen Verstärkung und Verdrehsicherung
- 500
- Kappe
- 501
- Spike-Hülle
- 502
- Steg
- 503
- Einsatz
- 504
- Griffprofilierung
- 600
- Dichtung
- 601
- Kanal
- 602
- Anlagefläche für Scheibe 404
- 603
- Ringnut
- 604
- Steg oder Flansch
- 605
- Steg oder Flansch
- 606
- Aufnahmebereich für Unterteil 100
- 607
- Übergangsbereich