Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung mit einer Handhabe, einem Reinigungskopf
sowie mindestens einer rotierbaren Reinigungswalze sowie einer Absaugrinne, die mittels
einer Saugpumpe mit Unterdruck beaufschlagbar ist und durch welche Flüssigkeit absaugbar
ist.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Reinigungsvorrichtungen, die als Schrubb-/Saugautomaten wirken, sind in der Technik
bekannt. Derartige Reinigungsvorrichtungen besitzen eine Sauglippe, welche die Reinigungsflüssigkeit
nach der Benetzung und mechanischen Bearbeitung von der zu reinigenden Oberfläche
abstreift, so dass die Reinigungsflüssigkeit abgesaugt werden kann. Der Reinigungsprozess
bedingt, dass die Reihenfolge der einzelnen Reinigungsschritte eingehalten wird. In
Fahrtrichtung der Reinigungsvorrichtung muss zunächst Reinigungsflüssigkeit zugeführt
werden, anschließend die zu reinigende Oberfläche mechanisch gereinigt werden, beispielsweise
mit Hilfe von Bürsten, und anschließend die Reinigungsflüssigkeit mit dem darin befindlichen
Schmutz abgesaugt werden. Diese prozessbedingte Reihenfolge der Reinigungsschritte
hat zur Folge, dass herkömmliche Reinigungsvorrichtungen, die als Schrubb-/Saugautomaten
ausgeführt sind, nur in einer einzigen Bewegungsrichtung betrieben werden können.
[0003] Speziell in einer räumlich eingeschränkten Umgebung ist der Betrieb einer derartigen
Reinigungsvorrichtung nur in einer einzigen Bewegungsrichtung oftmals schwierig und
erfordert einen hohen Handhabungsaufwand. In speziellen räumlichen Situationen erhöht
sich Handhabungsaufwand soweit, dass die Nutzung eines derartigen Schrubb-/Saugautomaten
nicht mehr sinnvoll möglich ist. Das Dokument
US 5 319 828 A zeigt eine Reinigungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs
1.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungsvorrichtung vorzuschlagen,
die nicht länger einen unidirektionalen Betrieb erfordert.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Reinigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen folgen aus den übrigen Ansprüchen.
[0006] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung umfasst eine Handhabe und einen Reinigungskopf,
der auf einer zu reinigenden Oberfläche verfahrbar ist. Der Reinigungskopf weist mindestens
eine rotierbare Reinigungswalze und ein erstes Lippenelement auf, das benachbart zu
einer ersten Absaugrinne angeordnet ist, die mittels einer Saugpumpe mit Unterdruck
beaufschlagbar ist. Weiterhin weist der Reinigungskopf ein zweites Lippenelement auf,
das benachbart zu einer zweiten Absaugrinne angeordnet ist, die mittels der Saugpumpe
mit Unterdruck beaufschlagbar ist. Das erste Lippenelement und das zweite Lippenelement
sind jeweils zwischen einer angehobenen Position und einer abgesenkten Position bewegbar.
Die Handhabe der Reinigungsvorrichtung ist so verschwenkbar, dass in einer ersten
Position der Handhabe relativ zum Reinigungskopf das erste Lippenelement in der abgesenkten
Position ist und das zweite Lippenelement in der angehobenen Position ist, und in
der zweiten Position der Handhabe relativ zum Reinigungskopf das erste Lippenelement
in der angehobenen Position ist und das zweite Lippenelement in der abgesenkten Position
ist.
[0007] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung kann somit so bedient werden, dass durch
das Verschwenken der Handhabe gezielt ein Lippenelement abgesenkt ist, während das
andere Lippenelement in einer angehobenen Position ist. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße
Reinigungsvorrichtung so konfiguriert werden, dass jeweils das in Bewegungsrichtung
hinten angeordnete Lippenelement in der abgesenkten Position ist, wodurch nach dem
mechanischen Reinigungsvorgang unter Zuhilfenahme von Reinigungsflüssigkeit die Reinigungsflüssigkeit
von der zu reinigenden Oberfläche abgestreift werden kann. Auf diese Weise kann am
Ende des Reinigungsvorgangs die Reinigungsflüssigkeit jeweils in der Fahrtrichtung
hinten der Reinigungsvorrichtung abgesaugt werden.
[0008] Nach einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Reinigungsvorrichtung ein erstes
Hebelelement, das relativ zum Reinigungskopf schwenkbar gelagert ist und geeignet
ist, um das erste Lippenelement von der abgesenkten Position in die angehobenen Position
zu bewegen, sowie ein zweites Hebelelement, das relativ zum Reinigungskopf schwenkbar
gelagert ist und geeignet ist, um das zweite Lippenelement von der abgesenkten Position
in die angehobene Position zu bewegen.
[0009] Die Verwendung von Hebeln, welche die Lippenelemente jeweils anheben stellt eine
einfache technische Lösung dar. Die Lippenelemente können in die abgesenkte Position
federbelastet sein, wozu nur eine geringe Federkraft erforderlich ist, da diese lediglich
die Schwerkraft unterstützen muss.
[0010] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist die Handhabe am Reinigungskopf mit Hilfe
eines Gelenkhebels befestigt, und der Gelenkhebel ist in der ersten Position der Handhabe
mit dem zweiten Hebelelement in Eingriff, und in der zweiten Position der Handhabe
ist der Gelenkhebel mit dem ersten Hebelelement in Eingriff.
[0011] Mit anderen Worten verbleibt in der ersten Position der Handhabe relativ zum Reinigungskopf
das erste Lippenelement in der abgesenkten Position, weil in der ersten Position der
Gelenkhebel der Handhabe nur mit dem zweiten Hebelelement in Eingriff ist, der das
zweite Lippenelement anhebt. In der zweiten Position der Handhabe relativ zum Reinigungskopf
kehrt sich die Situation um. Der Gelenkhebel ist mit dem ersten Hebelelement in Eingriff,
was zur Folge hat, dass das erste Lippenelement in der angehobenen Position ist, während
das zweite Lippenelement in der abgesenkten Position ist, da der Gelenkhebel nicht
das zweite Hebelelement betätigt. Auf diese Weise kann lediglich durch das Ändern
der Position der Handhabe relativ zum Reinigungskopf zwischen den beiden Betriebszuständen
hin und her geschaltet werden. Dabei sind die erste Position und die zweite Position
der Handhabe so zu definieren, dass ohne weiteres Zutun eines Benutzers lediglich
durch die normale Betätigung der Handhabe beim Hin- und Herbewegen der Reinigungsvorrichtung
automatisch das jeweils in Fahrtrichtung hinten angeordnete Lippenelement abgesenkt
und das in Fahrtrichtung vorne angeordnete Lippenelement angehoben ist.
[0012] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die erste Absaugrinne mit
einem ersten Absaugkanal verbunden, und die zweite Absaugrinne ist mit einem zweiten
Absaugkanal verbunden. Der erste Absaugkanal und der zweite Absaugkanal münden in
eine Umstellvorrichtung, die mit der Saugpumpe verbunden ist. Die Umstellvorrichtung
umfasst ein Betätigungselement, das gestaltet ist, um die Strömungsverbindung zu dem
ersten Absaugkanal oder dem zweiten Absaugkanal zu schließen.
[0013] Das Vorsehen einer derartigen Umstellvorrichtung besitzt den Vorteil, dass gezielt
der Unterdruck zu dem ersten Absaugkanal oder dem zweiten Absaugkanal geleitet werden
kann. Beim Betrieb der Reinigungsvorrichtung muss jeweils die Flüssigkeit abgesaugt
werden, die durch das Lippenelement gesammelt wird, das sich in der abgesenkten Position
befindet. Das Anlegen von Unterdruck zu dem jeweils anderen Absaugkanal benachbart
demjenigen Lippenelement, das in der angehobenen Position ist, ist nicht sinnvoll,
da unnötig Energie eingesetzt wird. Das Vorsehen einer Umstellvorrichtung mit einem
Betätigungselement, das gestaltet ist, um gezielt die Strömungsverbindung entweder
zu dem ersten Absaugkanal oder dem zweiten Absaugkanal zu schließen, stellt somit
eine sinnvolle Ergänzung zu der erfindungsgemäß realisierten Verwendungsmöglichkeit
der Reinigungsvorrichtung in beiden Fahrtrichtungen dar.
[0014] Vorzugsweise schließt in der ersten Position der Handhabe das Betätigungselement
die Strömungsverbindung zur dem zweiten Absaugkanal, und schließt in der zweiten Position
der Handhabe das Betätigungselement die Strömungsverbindung zu dem ersten Absaugkanal.
Auf diese Weise wird jeweils nur dort abgesaugt, wo sich das Lippenelement in der
abgesenkten Position befindet.
[0015] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet das erste Lippenelement
gemeinsam mit der ersten Absaugrinne eine Baueinheit, und das zweite Lippenelement
bildet gemeinsam mit der zweiten Absaugrinne eine zweite Baueinheit. Auf diese Weise
werden die Lippenelemente jeweils mit der zugehörigen Absaugrinne gemeinsam zwischen
der abgesenkten Position und der angehobenen Position bewegt. Auf diese Weise können
die Absaugrinnen so gestaltet werden, dass sie sich bis knapp auf die zu reinigende
Oberfläche erstrecken, wodurch bereits bei einem geringeren Unterdruck die Reinigungsflüssigkeit
abgesaugt werden kann. Weiterhin besitzt die Ausgestaltung als Baueinheit den Vorteil,
dass das Lippenelement auf der einen Seite die Absaugrinne begrenzen kann.
[0016] Vorzugsweise steht die Handhabe in Wirkverbindung mit dem Betätigungselement der
Umstellvorrichtung und ist durch das Verschwenken der Handhabe zwischen der ersten
Position und der zweiten Position bewegbar. Auf diese Weise erfolgt auch die Umstellung
der Beaufschlagung mit Unterdruck zwischen den beiden Absaugrinnen automatisch und
ohne Zutun des Benutzers. Der Benutzer bedient somit lediglich über die relativ zum
Reinigungskopf schwenkbare Handhabe die Reinigungsvorrichtung in beiden Bewegungsrichtungen,
wobei sich die Bedienung im Hinblick auf die Position der Handhabe relativ zum Reinigungskopf
unterscheidet. Automatisch mit der Wahl der Position der Handhabe wird das in Bewegungsrichtung
hinten angeordnete Lippenelement in die abgesenkte Position gebracht, das in der Bewegungsrichtung
vorne angeordnete Lippenelement in die angehobene Position gebracht, und nur die in
Bewegungsrichtung hinten angeordnete Absaugrinne mit Unterdruck beaufschlagt.
[0017] Vorzugsweise umfasst die Wirkverbindung zwischen der Handhabe und dem Betätigungselement
der Umstellvorrichtung einen Gelenkhebel, welcher ein Verschwenken der Handhabe in
eine Drehbewegung des Betätigungselements überträgt. Diese Wirkverbindung stellt eine
einfache und wartungsfreie Möglichkeit dar, um ein Verschwenken des Betätigungselements
an ein Verschwenken der Handhabe relativ zu Reinigungskopf zu koppeln.
[0018] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst die Reinigungsvorrichtung
zwei Reinigungswalzen parallel zueinander zwischen dem ersten Absaugkanal und dem
zweiten Absaugkanal. Dabei können im Betrieb beide Reinigungswalzen angetrieben werden,
oder aber nur eine der beiden Reinigungswalzen. Es ist sinnvoll, wenn der Benutzer
auswählen kann, ob er nur eine oder beide Reinigungswalzen betreiben möchte. Bei starker
Verschmutzung ist es sinnvoll, beide Reinigungswalzen einzusetzen, was jedoch einen
erhöhten Energieaufwand bedeutet. Es ist auch möglich, nur eine der Reinigungswalzen,
beispielsweise die in Fahrtrichtung hinten angeordnete Reinigungswalze, automatisch
zu betätigen. Dabei können das erste Hebelelement und das zweite Hebelelement einen
elektrischen Kontakt betätigen, der die Antriebsenergie entsprechend der Position
des ersten Hebelelements sowie des zweiten Hebelelements nur an die Antriebseinrichtung
für die entsprechende Reinigungswalze überträgt.
[0019] Die Reinigungswalzen umfassen vorzugsweise Reinigungsbürsten, die sich für eine intensive
mechanische Ablösung von Schmutz auf der zu reinigenden Oberfläche bewährt haben.
[0020] Vorzugsweise weist die Vorrichtung einen Vorratsbehälter für Reinigungsflüssigkeit
sowie Düsen zur Abgabe der Reinigungsflüssigkeit in Richtung auf die zu reinigende
Oberfläche und/oder in Richtung auf die mindestens eine Reinigungswalze auf. Auch
diese Maßnahme dient dazu, den Reinigungsvorgang soweit wie möglich zu automatisieren.
Beim Betrieb der Vorrichtung wird automatisch Reinigungsflüssigkeit mit Hilfe von
Düsen abgegeben, wobei eine Benetzung der Reinigungswalzen sich als eine sehr effiziente
Methode erwiesen hat, um die zu reinigende Oberfläche wirkungsvoll zu reinigen.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung weiterhin einen Energiespeicher
zum kabellosen Betrieb der Reinigungsvorrichtung auf, wobei die Saugpumpe über einen
Elektromotor zum Antrieb der mindestens einen Reinigungswalze mittels Energie im Energiespeicher
antreibbar ist. Der kabellose Betrieb der Reinigungsvorrichtung besitzt Vorteile bei
der effizienten Reinigung größerer Flächen, z.B. in Form einer Vielzahl einzelner
Räume, ohne dass jeweils die Reinigungsvorrichtung zwischen den Räumen ausgesteckt
und in einer unterschiedlichen Steckdose wieder neu eingesteckt werden muss. Die Verwendung
eines Energiespeichers zum kabellosen Betrieb der Reinigungsvorrichtung eignet sich
besonders im Zusammenhang mit der Umstellvorrichtung, mittels derer nur die in Fahrtrichtung
hinten angeordnete Absaugrinne mit Unterdruck beaufschlagt wird. Auf diese Weise kann
eine Saugpumpe mit geringerer Leistungsaufnahme eingesetzt werden und die Betriebsdauer
des Energiespeichers verlängert werden, wodurch das Gewicht des Energiespeichers und
der Saugpumpe verringert werden kann.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand einer spezifischen Ausführungsform
beschreiben. Dabei zeigen
- Fig. 1
- schematisch eine Außenansicht der Reinigungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine dreidimensionale Schnittansicht der Reinigungsvorrichtung, wobei sich die Handhabe
im Vorgang der Bewegung zwischen der ersten Position und der zweiten Position befindet;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht der Vorrichtung nach Fig. 1, bei der die Reinigungsvorrichtung
in Fahrtrichtung A bewegt wird;
- Fig. 4
- eine Schnittansicht der Vorrichtung nach Fig. 1, bei der die Reinigungsvorrichtung
in Fahrtrichtung B bewegt wird;
- Fig. 5
- eine weitere Schnittdarstellung durch den Reinigungskopf der erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung
entsprechend der Betätigungsposition nach Fig. 2 zeigt; und
- Fig. 6 bis Fig. 8
- die Betätigung einer Umstellerklappe in den Betriebspositionen entsprechend den Fig.
5, 3 und 4 zeigt.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0023] Die Reinigungsvorrichtung wird im Folgenden so beschrieben, als befände sie sich
in Betriebsposition bei der Reinigung einer zu reinigenden, ebenen und horizontalen
Fläche.
[0024] Bezugnehmend auf die Figuren 1 bis 5 umfasst die Reinigungsvorrichtung 10 einen Reinigungskopf
12 sowie eine gelenkig mit dem Reinigungskopf 12 verbundene Handhabe 14 mit einem
Betätigungsgriff 15. Der Reinigungskopf 12 wird vom Benutzer durch Betätigung der
Handhabe 14 auf einer zu reinigenden Fläche verfahren, wobei die erfindungsgemäße
Reinigungsvorrichtung 10 sowohl bei einer Vorwärtsbewegung als auch bei einer Rückwärtsbewegung
verwendet werden kann.
[0025] Im Reinigungskopf 10 sind eine erste Reinigungswalze 16 sowie eine zweite Reinigungswalze
18 drehbar relativ zum Gehäuse 19 des Reinigungskopfs 12 angeordnet. Die erste Reinigungswalze
16 und die zweite Reinigungswalze 18 sind um ihre jeweiligen Längsachsen rotierbar
und weisen am Umfang Reinigungsbürsten 20 auf.
[0026] Die Reinigungsflüssigkeit wird in einem Vorratsbehälter 80 für Reinigungsflüssigkeit
bevorratet, wobei die Reinigungsflüssigkeit vorzugsweise Wasser mit Reinigungsflotte
umfasst. Allerdings kann auch eine beliebige andere Reinigungsflüssigkeit eingesetzt
werden. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden im Betrieb die erste Reinigungswalze
16 sowie die zweite Reinigungswalze 18 direkt mit Reinigungsflüssigkeit benetzt, wobei
die Reinigungsflüssigkeit aus Austrittsdüsen 21 direkt in Richtung auf die Reinigungsbürsten
20 der Reinigungswalzen 16, 18 ausgegeben wird.
[0027] Vorzugsweise werden die Reinigungswalzen 16, 18 mittels eines Elektromotors angetrieben,
der Energie aus einem, an der Handhabe 14 angeordneten Energiespeicher 70 bezieht
und über ein geeignetes Betätigungselement am oder nahe dem Betätigungsgriff 15 von
einem Benutzer aktivierbar und deaktivierbar ist. Beim Betrieb der Reinigungsvorrichtung
10 werden die erste Reinigungswalze 16 sowie die zweite Reinigungswalze 18 in Rotation
versetzt und über die Austrittsdüsen mit Reinigungsflüssigkeit benetzt, so dass die
zu reinigende Fläche mittels der Reinigungsbürsten 20 der Reinigungswalzen 16, 18
geschrubbt wird. Es ist auch möglich, in Abhängigkeit von der Verfahrrichtung nur
die Bewegungsrichtung hintere Reinigungswalze anzutreiben. Wie später erläutert wird,
ist die Verfahrrichtung durch die relative Stellung der Handhabe 14 zum Reinigungskopf
12 bestimmbar. Ebenso ist es möglich, die Reinigungsflüssigkeit nicht direkt auf die
Reinigungswalzen 16, 18 aufzubringen, sondern im Bereich zwischen der ersten Reinigungswalze
16 und der zweiten Reinigungswalze 18 in Richtung auf die zu reinigende Fläche abzugeben.
[0028] Die Reinigungswalzen 16, 18 sind so angeordnet, dass ihre Rotationsachsen senkrecht
zur Bewegungsrichtung der Reinigungsvorrichtung 10 auf der zu reinigenden Fläche angeordnet
sind.
[0029] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung 10 umfasst weiterhin Sauglippen, wobei
sich eine erste Sauglippe 22 parallel zur Längsachse der ersten Reinigungswalze 16
und dem benachbart und im Wesentlichen parallel zur ersten Reinigungswalze 16 verlaufenden
ersten Ende 26 des Reinigungskopfs 10 angeordnet ist. Die zweite Sauglippe 24 ist
parallel zur Längsachse der zweiten Reinigungswalze 18 zwischen der zweiten Reinigungswalze
18 und dem benachbart und im Wesentlichen parallel zur zweiten Reinigungswalze 18
verlaufenden zweiten Ende 28 des Reinigungskopfs 12 angeordnet.
[0030] Sowohl die erste Sauglippe 22 wie auch die zweite Sauglippe 24 sind jeweils mit Hilfe
eines geeigneten elastischen Elements nach unten, in Richtung auf die zu reinigenden
Fläche federbelastet.
[0031] An beiden Sauglippen schließt sich jeweils eine Absaugrinne an. An die erste Sauglippe
22 schließt sich die erste Absaugrinne 30 an, die in eine Absaugleitung 34 mündet,
welche in Strömungsverbindung mit einer ersten Kammer 38 in einer Umstellvorrichtung
42 steht. An die zweite Sauglippe 24 schließt sich die zweite Absaugrinne 32 an, die
in eine zweite Absaugleitung 36 mündet, die in Strömungsverbindung steht mit der zweiten
Kammer 40 in der Umstellvorrichtung 42.
[0032] Die Umstellvorrichtung 42 dient dazu, den von einer elektrisch betriebenen Saugpumpe
44 erzeugten Unterdruck nur in die in Bewegungsrichtung hinten gelegene Absaugrinne
30, 32 zu leiten. Diese Maßnahme dient dazu, die Saugpumpe 44 und deren Energieaufnahme
geringhalten zu können, indem nur jeweils eine der beiden Absaugrinnen 30 oder 32
mit ausreichend Unterdruck zum Absaugen der an der zugehörigen Sauglippe 22 oder 24
gesammelten, verschmutzten Reinigungsflüssigkeit versorgt wird.
[0033] In der Umstellvorrichtung 42 ist eine Umstellerklappe 46 drehbar gelagert, die je
nach Position im inneren Volumen der Umstellvorrichtung 42 entweder die mit der ersten
Absaugrinne 30 in Verbindung stehende erste Kammer 38 oder die mit der zweiten Absaugrinne
32 in Verbindung stehende zweite Kammer 40 mit Unterdruck versorgt. Somit wird der
in der Saugpumpe 44 erzeugte Unterdruck über das Saugrohr 48 und die Umstellvorrichtung
42 nur in einer der beiden Absaugrinnen 30 oder 32 aufgebaut.
[0034] Die Betätigung der Sauglippen 22, 24 und der Umstellerklappe 46 in der Umstellvorrichtung
42 erfolgt über die Position der Handhabe 14 relativ zum Reinigungskopf 12. Dazu wird
beim Bewegungsablauf beim Schieben und Zurückziehen der Reinigungsvorrichtung die
relativ zum Reinigungskopf schwenkbar angebrachte Handhabe 14 durch den Benutzer in
herkömmlicher Weise betätigt.
[0035] Fig. 3 zeigt die Position der Handhabe 14 relativ zum Reinigungskopf 12 beim Schieben
der Reinigungsvorrichtung 10, die dabei in Pfeilrichtung A bewegt wird.
[0036] Wie in Fig. 3 ersichtlich ist, ist dabei die in Bewegungsrichtung A vorne gelegene,
erste Sauglippe 22 angehoben und besitzt damit keinen Bodenkontakt zu der zu reinigenden
Fläche, während die in Bewegungsrichtung hinten angeordnete, zweite Sauglippe 24 nach
unten abgesenkt ist und auf der zu reinigenden Fläche aufliegt, bei einer Bewegung
in Pfeilrichtung A über die zu reinigenden Fläche streift und Reinigungsflüssigkeit
aufsammelt, die gleichzeitig durch die in Bewegungsrichtung vor der zweiten Sauglippe
24 angeordneten, zweiten Absaugrinne 32 abgesaugt werden kann.
[0037] In der Fig. 4 ist die Rückwärtsbewegung der Reinigungsvorrichtung dargestellt, die
in Pfeilrichtung B bewegt wird. Die Handhabe 14 befindet sich dabei, wie aus dem Vergleich
der Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, in einer unterschiedlichen Position relativ zum
Reinigungskopf 12.
[0038] In der Vorwärtsrichtung A nach Fig. 3 befindet sich das untere Ende 52 der Handhabe
in Fahrrichtung vorne. Das untere Ende 52 der Handhabe 14 ist über ein Drehgelenk
54 drehbeweglich mit einem Umstellhebel 50 verbunden, dessen eines Ende über das Drehgelenk
54 mit dem unteren Ende 52 der Handhabe 14 verbunden ist, und dessen entgegengesetztes
Ende über ein zweites Drehgelenk 56 drehfest mit dem Gehäuse 19 des Reinigungskopfes
12 verbunden ist.
[0039] Nahe dem zweiten Drehgelenk 56 ist ein Betätigungselement 58 fest mit dem Umstellhebel
verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet, das je nach Lage des Umstellhebels
50 einen ersten Sauglippenhebel 64 oder einen zweiten Sauglippenhebel 66 betätigt.
In der in Fig. 3 dargestellten Vorwärtsbewegung drückt das Betätigungselement 58 so
auf den ersten Sauglippenhebel 64, dass dieser mit Hilfe einer ersten Betätigungsnase
68 die erste Sauglippe 22 gemeinsam mit der ersten Absaugrinne 30 anhebt, so dass
die erste Sauglippe keinen Kontakt mit der zu reinigenden Oberfläche besitzt und in
einer nicht operativen Position ist. Die in Fahrtrichtung hinten angeordnete, zweite
Sauglippe 24 wird hingegen über das Betätigungselement 58 nicht betätigt und verbleibt
federbelastet in Kontakt mit der zu reinigenden Oberfläche.
[0040] Bei der in Fig. 4 dargestellten Rückwärtsbewegung in Pfeilrichtung B steht die Handhabe
14 relativ zum Reinigungskopf nahezu senkrecht. Entsprechend befindet sich der Umstellhebel
50 auch im Gegensatz zur Position nach Fig. 3 in einer im Wesentlichen vertikalen
Position in Bezug auf die relative Lage des ersten Drehgelenks 54 sowie zweiten Drehgelenks
56 zueinander. In dieser Position drückt das Betätigungselement 58 nicht mehr auf
den ersten Sauglippenhebel 64, so dass die erste Betätigungsnase 68 die erste Sauglippe
22 nicht länger anhebt. Die Sauglippe 22 wird daher federbelastet in Richtung auf
die zu reinigende Oberfläche und in Kontakt zu dieser abgesenkt. Im Gegenzug drückt
nun das Betätigungselement 58 auf den zweiten Sauglippenhebel 66 in der gleichen Weise,
wie dies bei der Vorwärtsfahrt in Bezug auf den ersten Sauglippenhebel 64 beschrieben
wurde. Durch die Betätigung des zweiten Sauglippenhebels 66 wird die zweite Betätigungsnase
72 nach oben angehoben und hebt dadurch die zweite Sauglippe 24 nach oben in eine
angehobene, nicht operative Position.
[0041] Aus dem Vergleich der Fig. 3 bei Vorwärtsfahrt sowie Fig. 4 bei Rückwärtsfahrt wird
darüber hinaus deutlich, dass die Umstellerklappe 46 im inneren Hohlraum der Umstellvorrichtung
42 sich in jeweils entgegengesetzten Positionen befindet. Bei der Vorwärtsfahrt nach
Fig. 3 besteht lediglich eine Strömungsverbindung zwischen der ersten Kammer 40 und
dem Saugrohr 48, während die erste Kammer 38 durch die Umstellerklappe geschlossen
ist und daher der von der Saugpumpe 44 erzeugte Saugdruck durch das Saugrohr 48 nur
auf die zweite Kammer 40 und die damit in Strömungsverbindung stehende zweite Absaugrinne
32 wirkt. Die zweite Absaugrinne 32 befindet sich bei der Vorwärtsfahrt nach Fig.
3 in der abgesenkten Betriebsposition in Fahrtrichtung hinten am Reinigungskopf 12
und saugt die Flüssigkeit ab, die durch die zweite Sauglippe 24 vom Boden abgestreift
wird. Diese abgesaugte Flüssigkeit stellt das zu entsorgende Schmutzwasser dar, das
von der Saugpumpe 44 angesaugt und im Vorratsbehälter für Abwasser 60 gesammelt wird.
[0042] Bei der Vorwärtsfahrt nach Fig. 3 ist die erste Absaugrinne 30 in der angehobenen,
nicht operativen Position und wird auch nicht mit Unterdruck beaufschlagt, da die
Umstellerklappe 46 die erste Kammer 38 in der Umstellvorrichtung 42 verschließt. Es
wird somit bei der Vorwärtsfahrt nach Fig. 3 nur am hinteren Ende des Reinigungskopfs
12 das Schmutzwasser abgesaugt.
[0043] Bei der Rückwärtsfahrt nach Fig. 4 verschließt die Umstellerklappe 46 die zweite
Kammer 40, so dass die mit der zweiten Kammer 40 in Strömungsverbindung stehende zweite
Absaugrinne 32 nicht mit Unterdruck beaufschlagt wird. Wie in Fig. 4 dargestellt ist,
befindet sich die zweite Sauglippe 24 und die daran anschließende zweite Absaugrinne
32 bei der Rückwärtsfahrt in der angehobenen, nicht operativen Position. Im Gegensatz
zu der Vorwärtsfahrt besteht bei der Rückwärtsfahrt eine Strömungsverbindung zwischen
dem Saugrohr 48 und der ersten Kammer 38, die wiederum in Strömungsverbindung steht
mit der ersten Absaugrinne 30 hinter der ersten Sauglippe 22. Die erste Sauglippe
22 sowie die erste Absaugrinne 30 sind bei Rückwärtsfahrt in Richtung auf die zu reinigende
Oberfläche abgesenkt. Die erste Sauglippe 22 streift über die reinigende Oberfläche
und streift die Flüssigkeit ab, die durch die erste Absaugrinne 30, die Strömungsverbindung
in die erste Kammer 38 der Umstellvorrichtung 42 und anschließend durch das Saugrohr
48 zur Saugpumpe 44 befördert und im Vorratsbehälter 60 für Abwasser gesammelt wird.
[0044] Sowohl der erste Sauglippenhebel 64 wie auf der zweite Sauglippenhebel 66 sind drehbar
relativ zum Gehäuse des Reinigungskopfes gelagert, was im konkreten Ausführungsbeispiel
durch eine drehbare Befestigung relativ zum Gehäuse mit Hilfe von Befestigungsaugen
78 realisierbar ist.
[0045] Die Betätigung der Umstellerklappe 46 wird vorzugsweise ebenfalls automatisch an
die gewählte Fahrtrichtung der Reinigungsvorrichtung gekoppelt. Dazu ist die drehbar
in der Umstellvorrichtung 42 gelagerte Welle 74 der Umstellerklappe 46 drehstarr mit
einem Gelenkhebel 76 verbunden, der mit der Handhabe 14 gelenkig verbunden ist und
bei einem Verschwenken der Handhabe die Umstellklappe betätigt. Wird somit durch die
Lage der Handhabe die Fahrtrichtung der Reinigungsvorrichtung geändert, so ändert
sich entsprechend auch die Lage des Gelenkhebels 76 wie in der Abfolge der Figuren
6 bis 8 dargestellt ist. Die Darstellung nach Fig. 6 entspricht dabei der Position
der Handhabe nach Fig. 5, die Darstellung nach Fig. 7 entspricht der Position der
Handhabe nach Fig. 3, und die Fig. 8 entspricht der Position der Handhabe nach Fig.
4.
[0046] In den Fig. 6 bis 8 ist die Funktion des Gelenkhebels 76 dargestellt, der aus einem
ersten Abschnitt 76a sowie einem zweiten Abschnitt 76b besteht, die über ein Drehgelenk
76c miteinander gelenkig miteinander verbunden sind. Der zweite Abschnitt 76b des
Gelenkhebels 76 ist drehstarr mit der Welle 74 der Umstellerklappe 46 verbunden, die
bei der in Fig. 6 gezeigten Zwischenposition so angeordnet ist, dass keine der Kammern
38, 40 geschlossen ist. Wird nun die Handhabe in die in Fig. 7 dargestellte Position
gebracht, in der die Reinigungsvorrichtung in Pfeilrichtung A bewegt wird, so wird,
wie oben beschrieben wurde, einerseits über das Betätigungselement 58 der erste Sauglippenhebel
64 betätigt, wodurch die erste Sauglippe 22 angehoben wird, gleichzeitig aber über
die Betätigung des Gelenkhebels 76 die Umstellerklappe 46 in diejenige Position gebracht,
bei der die erste Kammer 38 nicht mit Unterdruck beaufschlagt wird, sondern nur die
zweite Kammer 40, so dass nur die zweite Absaugrinne 32 mit Unterdruck beaufschlagt
wird.
[0047] Bei der Betriebsposition nach Fig. 8 befindet sich die Handhabe in einer Position,
bei der die Reinigungsvorrichtung in Fahrtrichtung B bewegt wird. Entsprechend befindet
sich der Umstellhebel 50 in einer unterschiedlichen, bereits in Fig. 4 dargestellten
Position. Das starr mit dem Umstellhebel 50 verbundene Betätigungselement 58 ist nicht
länger im Eingriff mit dem ersten Sauglippenhebel 64, sondern mit dem zweiten Saulippenhebel
66, wodurch die zweite Sauglippe 24 angehoben ist. Die erste Sauglippe 22 befindet
sich nun auf der zu reinigenden Oberfläche. Durch das Verschwenken des Umstellhebels
50 wird auch der Gelenkhebel 76 verschwenkt, so dass die Umstellerklappe 46 sich nun
in einer Position befindet, in der diese die zweite Kammer 40 abschließt, so dass
der erzeugte Unterdruck nur in die erste Kammer 38 geleitet wird und über die Strömungsverbindung
in der ersten Absaugrinne wirkt, während in der zweiten Absaugrinne 32 kein Unterdruck
anliegt.
[0048] Alternativ zu der beschriebenen Lösung ist es aber auch möglich, die Umstellerklappe
46 so zu gestalten, dass diese vom Benutzer betätigbar ist, so dass dieser wählen
kann, ob nur die in Fahrtrichtung hinten gelegene Absaugrinne mit Unterdruck beaufschlagt
wird, oder aber beide Absaugrinnen, was dann der Fall wäre, wenn sich die in der Umstellvorrichtung
befindliche Umstellerklappe 46 in einer Mittenposition befindet, wie sie in der Fig.
2 dargestellt ist, und in der sowohl die erste Kammer 38 wie auch die zweite Kammer
40 mit Unterdruck beaufschlagt werden. Hierzu könnte ein geeignetes Betätigungselement
nahe dem Handgriff 15 vorgesehen sein, beispielsweise in Form eines Kipphebels, mit
Hilfe dessen der Benutzer zwischen den Positionen vorwärts, rückwärts und der Absaugung
durch beide Absaugrinnen wählen kann. Die Betätigung der Umstellerklappe 46 könnte
in diesem Fall motorgesteuert erfolgen.
[0049] Die erfindungsgemäße Reinigungsvorrichtung saugt somit fahrtrichtungsabhängig jeweils
nur an dem in Fahrtrichtung hinteren Ende des Reinigungskopfs 12 die Flüssigkeit auf.
Die Reinigungsflüssigkeit wird vorzugsweise direkt auf die in Fahrtrichtung hinten
angeordnete Reinigungswalze aufgebracht. Die Reinigungswalze löst den auf der zu reinigenden
Fläche befindlichen Schmutz, der in der Reinigungsflüssigkeit gelöst wird und anschließend
durch die in Fahrtrichtung hinten befindliche Absaugrinne abgesaugt wird, nachdem
dieser durch die an der entsprechenden Absaugrinne angeordnete Sauglippe von der zu
reinigenden Oberfläche abgestreift wurde. Die Änderung der Betriebsrichtung erfolgt
über die Betätigung der Handhabe 14 und den mit dieser verbundenen Umstellhebel. Die
damit einhergehende Umstellung der Beaufschlagung mit Unterdruck der in Fahrtrichtung
hinten angeordneten Absaugrinne erfolgt über die Umstellvorrichtung und die darin
bewegbare Umstellerklappe. Indem nur eine der beiden Absaugrinnen mit Unterdruck beaufschlagt
wird, kann die Leistung der Saugpumpe verringert werden und/oder die Laufzeit mit
einer Akkuladung verlängert werden, da zur wirkungsvollen Reinigung eine geringe Saugleistung
vorzusehen ist.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 10
- Reinigungsvorrichtung
- 12
- Reinigungskopf
- 14
- Handhabe
- 15
- Handgriff
- 16
- erste Reinigungswalze
- 18
- zweite Reinigungswalze
- 19
- Gehäuse
- 20
- Reinigungsbrüste
- 21
- Benetzungsdüse
- 22
- erste Sauglippe
- 24
- zweite Sauglippe
- 26
- erstes Ende des Reinigungskopfs
- 28
- zweites Ende des Reinigungskopfs
- 30
- erste Absaugrinne
- 32
- zweite Absaugrinne
- 34
- erste Absaugleitung
- 36
- zweite Absaugleitung
- 38
- erste Kammer
- 40
- zweite Kammer
- 42
- Umstellvorrichtung
- 44
- Saugpumpe
- 46
- Umstellerklappe
- 48
- Saugrohr
- 50
- Umstellhebel
- 52
- unteres Ende der Handhabe
- 54
- erstes Drehgelenk
- 56
- zweites Drehgelenk
- 58
- Betätigungselement
- 60
- Vorratsbehälter für Abwasser
- 62
- Abdeckklappe
- 64
- erster Sauglippenhebel
- 66
- zweiter Sauglippenhebel
- 68
- erste Betätigungsnase
- 70
- Energiespeicher
- 72
- zweite Betätigungsnase
- 74
- Welle
- 76
- Gelenkhebel
- 78
- Auge
- 80
- Vorratsbehälter für Reinigungsflüssigkeit
1. Reinigungsvorrichtung, umfassend:
- eine Handhabe (14); und
- einen Reinigungskopf (12), der auf einer zu reinigenden Oberfläche verfahrbar ist,
wobei
- der Reinigungskopf (12) mindestens eine rotierbare Reinigungswalze (16, 18) und
ein erstes Lippenelement (22) aufweist, das benachbart zu einer ersten Absaugrinne
(32) angeordnet ist, die mittels einer Saugpumpe (44) mit Unterdruck beaufschlagbar
ist; und
- der Reinigungskopf (12) ein zweites Lippenelement (24) aufweist, das benachbart
zu einer zweiten Absaugrinne (32) angeordnet ist, die mittels der Saugpumpe (44) mit
Unterdruck beaufschlagbar ist;
- das erste Lippenelement (22) und das zweite Lippenelement (24) jeweils zwischen
einer angehobenen Position und einer abgesenkten Position bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass
die Handhabe (14) so verschwenkbar ist, dass in einer ersten Position der Handhabe
(14) relativ zum Reinigungskopf (12) das erste Lippenelement (22) in der abgesenkten
Position ist und das zweite Lippenelement (24) in der angehobenen Position ist, und
in der zweiten Position der Handhabe (14) relativ zum Reinigungskopf (12) das erste
Lippenelement (22) in der angehobenen Position ist und das zweite Lippenelement (24)
in der abgesenkten Position ist.
2. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, weiter umfassend ein erstes Hebelelement (64),
das relativ zum Reinigungskopf (12) schwenkbar gelagert ist und geeignet ist, um das
erste Lippenelement (22) von der abgesenkten Position in die angehobene Position zu
bewegen; sowie ein zweites Hebelelement (66), das relativ zum Reinigungskopf (12)
schwenkbar gelagert ist und geeignet ist, um das zweite Lippenelement (24) von der
abgesenkten Position in die angehobene Position zu bewegen.
3. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Handhabe (14) am Reinigungskopf (12) mit Hilfe eines Gelenkhebels (50) befestigt
ist; und der Gelenkhebel (50) in der ersten Position der Handhabe (14) mit dem zweiten
Hebelelement (66) in Eingriff ist, und in der zweiten Position der Handhabe (14) der
Gelenkhebel (50) mit dem ersten Hebelelement (64) in Eingriff ist.
4. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Absaugrinne (22) mit einem ersten Absaugkanal (34) verbunden ist, und die
zweite Absaugrinne (24) mit einem zweiten Absaugkanal (36) verbunden ist, wobei der
erste Absaugkanal (34) und der zweite Absaugkanal (36) in eine Umstellvorrichtung
(42) münden, die mit der Saugpumpe (44) verbunden ist und ein Betätigungselement (46)
umfasst, das gestaltet ist, um die Strömungsverbindung zu dem ersten Absaugkanal (34)
oder den zweiten Absaugkanal (36) zu schließen.
5. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der ersten Position der Handhabe (14) das Betätigungselement (46) die Strömungsverbindung
zu dem zweiten Absaugkanal (36) schließt und in der zweiten Position der Handhabe
(14) das Betätigungselement die Strömungsverbindung zu dem ersten Absaugkanal (34)
schließt.
6. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Lippenelement (22) gemeinsam mit der ersten Absaugrinne (30) eine Baueinheit
bildet, und das zweite Lippenelement (24) gemeinsam mit der zweiten Absaugrinne (34)
eine zweite Baueinheit bildet.
7. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Handhabe (14) in Wirkverbindung mit dem Betätigungselement (46) steht, und durch
das Verschwenken der Handhabe (14) zwischen der ersten Position und der zweiten Position
das Betätigungselement (46) bewegbar ist.
8. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wirkverbindung einen Gelenkhebel (76) umfasst, welcher ein Verschwenken der Handhabe
(14) in eine Drehbewegung des Betätigungselements (46) überträgt.
9. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwei Reinigungswalzen (16, 18) parallel zueinander zwischen dem ersten Absaugkanal
(32) und dem zweiten Absaugkanal (34) angeordnet sind.
10. Reinigungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Reinigungswalze (16, 18) Reinigungsbürsten (20 umfasst.
11. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend einen
Vorratsbehälter (80) für Reinigungsflüssigkeit; sowie Düsen (21) zur Abgabe der Reinigungsflüssigkeit
in Richtung auf die zu reinigende Oberfläche und/oder in Richtung auf die mindestens
eine Reinigungswalze (16, 18).
12. Reinigungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter umfassend einen
Energiespeicher (70) zum Betrieb der Reinigungsvorrichtung (10), wobei die Saugpumpe
(44) und mindestens ein Elektromotor zum Antrieb der mindestens einen Reinigungswalze
(16,18) mittels Energie aus dem Energiespeicher (70) antreibbar ist.
1. Cleaning device comprising:
- a handle (14); and
- a cleaning head (12) which can be moved on a surface to be cleaned, wherein
- the cleaning head (12) has at least one rotatable cleaning roller (16, 18) and a
first lip element (22) arranged adjacent to a first suction channel (32) to which
negative pressure can be applied by means of a suction pump (44); and
- the cleaning head (12) has a second lip element (24) arranged adjacent to a second
suction channel (32) to which negative pressure can be applied by means of the suction
pump (44);
- the first lip element (22) and the second lip element (24) are in each case moveable
between a raised position and a lowered position, characterised in that
the handle (14) can be swivelled in such a way that in a first position of the handle
(14) relative to the cleaning head (12) the first lip element (22) is in the lowered
position and the second lip element (24) is in the raised position, and in the second
position of the handle (14) relative to the cleaning head (12) the first lip element
(22) is in the raised position and the second lip element (24) is in the lowered position.
2. Cleaning device according to claim 1, further comprising a first lever element (64)
which is mounted so as to pivot relative to the cleaning head (12) and is suitable
for moving the first lip element (22) from the lowered position to the raised position;
as well as a second lever element (66) which is mounted so as to pivot relative to
the cleaning head (12) and is suitable for moving the second lip element (24) from
the lowered position to the raised position.
3. Cleaning device according to claim 2,
characterised in that
the handle (14) is attached to the cleaning head (12) by means of an articulated lever
(50); and in the first position of the handle (14) the articulated lever (50) engages
with the second lever element (66), and in the second position of the handle (14)
the articulated lever (50) engages with the first lever element (64).
4. Cleaning device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first suction channel (22) is connected with a first suction duct (34), and the
second suction channel (24) is connected with a second suction duct (36), wherein
the first suction duct (34) and the second suction duct (36) open into a diverter
device (42) which is connected to the suction pump (44) and which comprises an operating
element (46) which is designed to close the flow connection to the first suction duct
(34) or to the second suction duct (36).
5. Cleaning device according to claim 4,
characterised in that
in the first position of the handle (14) the operating element (46) closes the flow
connection to the second suction duct (36) and in the second position of the handle
(14) the operating element closes the flow connection to the first suction duct (34).
6. Cleaning device according to one of the preceding claims,
characterised in that
the first lip element (22) together with the first suction channel (30) forms an assembly
unit, and the second lip element (24) together with the second suction channel (34)
forms a second assembly unit.
7. Cleaning device according to claim 4,
characterised in that
the handle (14) is in operative connection with the operating element (46), and the
operating element (46) can be moved by swivelling the handle (14) between the first
position and the second position.
8. Cleaning device according to claim 7,
characterised in that
the operative connection comprises an articulated lever (76) which translates a swivelling
of the handle (14) into a rotary movement of the operating element (46).
9. Cleaning device according to one of the preceding claims,
characterised in that
two cleaning rollers (16, 18) are arranged parallel to each other between the first
suction duct (32) and the second suction duct (34).
10. Cleaning device according to claim 9,
characterised in that each cleaning roller (16, 18) is provided with cleaning brushes (20).
11. Cleaning device according to one of the preceding claims, further comprising a reservoir
(80) for cleaning fluid; as well as nozzles (21) for dispensing the cleaning fluid
in the direction of the surface to be cleaned and/or in the direction of at least
one cleaning roller (16, 18).
12. Cleaning device according to one of the preceding claims, further comprising an energy
storage device (70) for operating the cleaning device (10), wherein the suction pump
(44) and at least one electric motor for driving the at least one cleaning roller
(16, 18) can be driven by means of energy from the energy storage device (70).
1. Dispositif de nettoyage, comprenant :
- une poignée (14) ; et
- une tête de nettoyage (12), qui peut être déplacée sur une surface à nettoyer, dans
lequel
- la tête de nettoyage (12) présente au moins un rouleau de nettoyage rotatif (16,
18) et un premier élément formant lèvre (22), qui est disposé à proximité d'un premier
conduit d'aspiration (32), qui peut être sollicité au moyen d'une pompe d'aspiration
(44) sous une pression négative ; et
- la tête de nettoyage (12) présente un second élément formant lèvre (24), qui est
disposé à proximité d'un second conduit d'aspiration (32), qui peut être sollicité
au moyen de la pompe d'aspiration (44) sous une pression négative ;
- le premier élément formant lèvre (22) et le second élément formant lèvre (24) sont
mobiles respectivement entre une première position relevée et une position abaissée,
caractérisé en ce que
la poignée (14) peut pivoter de telle manière que, dans une première position de la
poignée (14) par rapport à la tête de nettoyage (12), le premier élément formant lèvre
(22) se trouve dans la position abaissée et le second élément formant lèvre (24) se
trouve dans la position relevée, et dans la seconde position de la poignée (14) par
rapport à la tête de nettoyage (12), le premier élément formant lèvre (22) se trouve
dans la position relevée et le second élément formant lèvre (24) se trouve dans la
position abaissée.
2. Dispositif de nettoyage selon la revendication 1, comprenant en outre un premier élément
formant levier (64), qui est monté de manière pivotante par rapport à la tête de nettoyage
(12) et qui est adapté pour déplacer le premier élément formant lèvre (22) de la position
abaissée à la position relevée ; ainsi qu'un second élément formant levier (66), qui
est monté de manière pivotante par rapport à la tête de nettoyage (12) et qui est
adapté pour déplacer le second élément formant lèvre (24) de la position abaissée
à la position relevée.
3. Dispositif de nettoyage selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la poignée (14) est fixée au niveau de la tête de nettoyage (12) à l'aide d'un levier
articulé (50) ; et le levier articulé (50) est mis en prise dans la première position
de la poignée (14) avec le second élément formant levier (66), et dans la seconde
position de la poignée (14), le levier articulé (50) est mis en prise avec le premier
élément formant levier (64).
4. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier conduit d'aspiration (22) est relié à un premier canal d'aspiration (34),
et le second conduit d'aspiration (24) est relié à un second canal d'aspiration (36),
dans lequel le premier canal d'aspiration (34) et le second canal d'aspiration (36)
débouchent dans un dispositif de commutation (42), qui est relié à la pompe d'aspiration
(44) et comprend un élément d'actionnement (46), qui est conçu pour fermer la liaison
d'écoulement vers le premier canal d'aspiration (34) ou le second canal d'aspiration
(36).
5. Dispositif de nettoyage selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
dans la première position de la poignée (14), l'élément d'actionnement (46) ferme
la liaison d'écoulement vers le second canal d'aspiration (36) et dans la seconde
position de la poignée (14), l'élément d'actionnement ferme la liaison d'écoulement
vers le premier canal d'aspiration (34).
6. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier élément formant lèvre (22) forme conjointement avec le premier conduit
d'aspiration (30) une unité de construction, et le second élément formant lèvre (24)
forme conjointement avec le second conduit d'aspiration (34) une seconde unité de
construction.
7. Dispositif de nettoyage selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la poignée (14) est en liaison fonctionnelle avec l'élément d'actionnement (46), et
par le pivotement de la poignée (14) est mobile entre la première position et la seconde
position de l'élément d'actionnement (46).
8. Dispositif de nettoyage selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la liaison fonctionnelle comprend un levier articulé (76), lequel transfère un pivotement
de la poignée (14) dans un mouvement de rotation de l'élément d'actionnement (46).
9. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
deux rouleaux de nettoyage (16, 18) sont disposés parallèlement l'un par rapport à
l'autre entre le premier canal d'aspiration (32) et le second canal d'aspiration (34).
10. Dispositif de nettoyage selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
chaque rouleau de nettoyage (16, 18) comprend des brosses de nettoyage (20).
11. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant
en outre un réservoir (80) pour le liquide de nettoyage ; ainsi que des buses (21)
pour délivrer le liquide de nettoyage en direction de la surface à nettoyer et/ou
en direction de l'au moins un rouleau de nettoyage (16, 18).
12. Dispositif de nettoyage selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant
en outre un accumulateur d'énergie (70) pour faire fonctionner le dispositif de nettoyage
(10), dans lequel la pompe d'aspiration (44) et au moins un moteur électrique pour
le fonctionnement de l'au moins un rouleau de nettoyage (16, 18) peuvent être entraînés
au moyen d'énergie provenant de l'accumulateur d'énergie (70).