[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mobile Dekontaminationsvorrichtung
zur Dekontamination von Personen mit einer Dekontaminationseinrichtung, insbesondere
eine Duscheinrichtung, zur Ausgabe eines Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittels.
[0002] Bevorzugt betrifft die vorliegende Erfindung eine 1-Personen-Dekontaminationsvorrichtung,
welche (insbesondere lediglich) von einer Person genutzt und insbesondere auch typischerweise
auch lediglich Raum für eine Person bietet und bevorzugt von dieser Person betreten
werden kann. Vorstellbar ist aber auch eine Anwendung für zwei oder mehrere Personen.
[0003] Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine mobile Dekontaminationsvorrichtung
für ABC-Einsatzfahrzeuge, etwa für eine Feuerwehr. Beispielsweise kann ein Gefahrgutzug
eine derartige Dekontaminationsvorrichtung zum Einsatzort transportieren.
[0004] Die Dekontaminationsvorrichtung ist dabei besonders für Einsatzkräfte aus dem Zivilschutz
und/oder dem Katastrophenschutz vorgesehen. Einsatzkräfte können, etwa bei Brandeinsätzen
oder Einsätzen mit radioaktiven Stoffen (A), mit biologischen Arbeitsstoffen (B) und
mit chemischen Stoffen (C) mit toxischen oder anderweitig gefährlichen Stoffen konfrontiert
werden. Zur Vermeidung einer Kontaminationsverschleppung müssen geeignete Dekontaminationsmaßnahmen
vorgesehen werden, so dass ein gefahrloses Ablegen der getragenen Schutz- bzw. Einsatzkleidung
möglich ist. Dabei ist die Einsatzstellenhygiene einzuhalten.
[0005] Eine Dekontamination der Schutzkleidung muss daher unmittelbar nach dem Einsatz erfolgen
und gesundheitsschädliche oder giftige Substanzen von der Schutzkleidung entfernt
werden.
[0006] Im Einsatzfall werden hierzu beispielsweise Duschkabinen bereitgestellt. Dekontaminationsvorrichtungen
sind aus dem Stand der Technik bereits seit längerem bekannt. Üblicherweise sind derzeit
Feuerwehren mit als "Dekon-Zelt" bezeichneten Dekontaminationsduschen ausgerüstet.
Dabei handelt es sich typischerweise um mit Druckluft selbstaufrichtende Schlauchgerüste
mit mehreren Sichtfenstern, welche sich in nur wenigen Sekunden aufstellen lassen.
Bekannt sind Aufrichtzeiten von maximal 40 Sekunden. Ein solches Dekon-Zelt weist
in dessen Inneren eine Auffangwanne auf und kann von der zu dekontaminierenden Person
betreten werden.
[0007] Dabei kann die Dekontaminationsvorrichtung einen Basisträger aufweisen, an welchem
wenigstens ein Stützelement wenigstens mittelbar angeordnet ist. Dabei ist die Dekontaminationseinrichtung,
wie eine Duscheinrichtung, wenigstens teilweise mittelbar an dem Stützelement angeordnet
und/oder abgestützt. Bevorzugt kann die zu dekontaminierende Person die Dekontaminationsvorrichtung
in aufrecht stehender Haltung nutzen, so dass bevorzugt eine Ausgabeeinrichtung der
Desinfektionseinrichtung, wie beispielsweise ein Duschkopf, an einer oberen Stelle
der Dekontaminationsvorrichtung, bevorzugt über Kopfhöhe insbesondere an dem Stützelement,
angeordnet ist.
[0008] Aus den Vorrichtungen, die derzeit aus dem Stand der Technik bekannt sind, ergibt
sich der Nachteil, dass die aufblasbaren Dekon-Zelte nach dem Einsatz schwer und nur
äußerst aufwändig zu reinigen und in wieder einsatzbereiten Zustand überführt werden
können. Das Beanspruchen der Dienstleistungen von hierauf hochspezialisierter Unternehmen
ist hingegen nicht nur kostenintensiv sondern führt auch dazu, dass die Dekontaminationsvorrichtung
während des Verbleibs bei dem (externen) Dienstleister nicht verfügbar ist. Weiterhin
ist etwa bei unwegsamen Gelände ein Transport der mobilen Dekontaminationsvorrichtung
vom Einsatzfahrzeug (händisch) durch die Einsatzkräfte zum gewünschten Aufstellort
der Dekontaminationsvorrichtung vergleichsweise eher mühsam.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die aus dem Stand der Technik
bekannten Nachteile zu überwinden und eine mobile Dekontaminationsvorrichtung bereitzustellen,
welche in einem Einsatzfahrzeug leicht und schnell zugänglich verstaubar ist, durch
die Einsatzkräfte von dort auch unter unwegsamen Geländebedingungen möglichst schnell
zu dem gewünschten Nutzungsort und dort möglichst schnell und betriebssicher in einen
Betriebszustand gebracht werden kann, und gleichwohl nach ihrem Gebrauch möglichst
schnell und bedienerfreundlich gereinigt und schließlich die Einsatzbereitschaft möglichst
schnell wiederhergestellt werden kann.
[0010] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
[0011] Eine erfindungsgemäße mobile Dekontaminationsvorrichtung zur Dekontamination von
Personen, insbesondere Einsatzkräften, welche insbesondere von wenigstens (und bevorzugt
genau) einer Person betretbar und/oder (insbesondere zeitgleich und/oder bevorzugt
in aufrecht (stehender) Haltung der Person) verwendbar ist, weist eine Dekontaminationseinrichtung,
insbesondere eine Duscheinrichtung, zur Ausgabe (bzw. Abgabe) eines Reinigungs- und/oder
Dekontaminationsmittels auf. Insbesondere handelt es sich bei der Dekontaminationsvorrichtung
um eine Dekontaminationsdusche.
[0012] Dabei weist die erfindungsgemäße Dekontaminationsvorrichtung einen Basisträger auf,
an welchem wenigstens ein Stützelement wenigstens mittelbar und bevorzugt unmittelbar
angeordnet ist, wobei die Dekontaminationseinrichtung wenigstens mittelbar und wenigstens
teilweise, und bevorzugt in ihrer Gesamtheit, an dem Stützelement angeordnet und/oder
abgestützt ist.
[0013] Bevorzugt sind an dem Basisträger wenigstens zwei Rollenelemente angeordnet, um die
Dekontaminationsvorrichtung gegenüber einer Bodenfläche zu bewegen.
[0014] Erfindungsgemäß weist die Dekontaminationsvorrichtung, und insbesondere das Stützelement,
eine Höhenverstelleinrichtung auf, mittels welcher eine Höhe der Dekontaminationsvorrichtung
(insbesondere in seiner Gesamtheit) und bevorzugt wenigstens eine Höhe des Stützelementes,
insbesondere werkzeuglos, änderbar und/oder einstellbar ist. Insbesondere ist die
Höhenverstelleinrichtung manuell von den Nutzern bedienbar, wobei sie insbesondere
eine Höhenverstellung werkzeuglos vornehmen kann.
[0015] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung, und insbesondere das Stützelement,
von einer ersten Höhenposition in wenigstens eine zweite, von der ersten Höhenposition
verschiedenen Höhenposition überführbar, wobei die Höhenverstelleinrichtung bevorzugt
werkzeuglos bedienbar ist. Die Höhenverstelleinrichtung beruht insbesondere auf einer
(rein) mechanischen Funktionsweise.
[0016] Mit anderen Worten wird ein Schnellrüstsystem vorgeschlagen, mit dem die Dekontaminationsvorrichtung
insbesondere (in Höhenrichtung) ausgefahren werden kann. Bei der Höhenrichtung handelt
es sich dabei insbesondere um eine insbesondere zur Bodenfläche (auf welcher die Dekontaminationsrichtung
angeordnet ist) bzw. zu einer Bodenebene (auf welcher diese angeordnet ist) vertikale
Richtung. Dies bietet den Vorteil, dass kein Entpacken der Dekontaminationsvorrichtung
erforderlich ist sondern lediglich - ohne Werkzeug hierfür zu benötigen - eine Höhenverstellung
durch den Bediener vorzunehmen ist, um die Dekontaminationsvorrichtung in einen Betriebszustand
zu bringen, in dem diese einsatzbereit ist.
[0017] Unter der Höhe der Dekontaminationsvorrichtung ist insbesondere eine Ausdehnung der
Dekontaminationsvorrichtung in Höhenrichtung zu verstehen.
[0018] Bevorzugt ist die Höhe der Dekontaminationsvorrichtung mittels der Höhenverstelleinrichtung
einstellbar. Bevorzugt sind eine erste Höhenposition der Dekontaminationsvorrichtung
und wenigstens eine zweite Höhenposition der Dekontaminationsvorrichtung vorgesehen,
welche sich wenigstens dadurch voneinander unterscheiden, dass die Dekontaminationsvorrichtung
jeweils eine (in Höhenrichtung gesehen) verschiedene Höhe (in seiner Gesamtheit) aufweist.
Bevorzugt befindet sich die Dekontaminationsvorrichtung in einem Transportzustand
in der ersten Höhenposition und in einem Betriebszustand in der zweiten Höhenposition
oder in einer wenigstens einen weiteren Höhenposition. Bevorzugt ist die Höhe der
Dekontaminationsvorrichtung in ihrer ersten Höhenposition, welche insbesondere einem
Transportzustand betrifft, geringer als die Höhe der Dekontaminationsvorrichtung in
ihrer zweiten Höhenposition und/oder einer weiteren Höhenposition, welche jeweils
einem Betriebszustand der Dekontaminationsvorrichtung entspricht.
[0019] Es ist möglich, dass genau zwei voneinander verschiedene Höhenpositionen vorgesehen
sind, wobei bevorzugt eine dem Transportzustand und die andere dem Betriebszustand
der Dekontaminationsvorrichtung entspricht. Bevorzugt sind aber eine Vielzahl (paarweise)
voneinander verschiedene Höhenpositionen mittels der Höhenverstelleinrichtung einstellbar.
[0020] Die Höhenverstellbarkeit bietet den Vorteil, dass die Dekontaminationsvorrichtung
zum einen in einer Höhenposition von vergleichsweise geringerer Höhe, in dem sich
die Dekontaminationsvorrichtung bevorzugt in ihrem Transportzustand befindet, also
insbesondere während seines Transports im Einsatzfahrzeugs, lediglich einen vergleichsweise
kleinen Stauraum in Anspruch nimmt und die Dekontaminationsvorrichtung außerhalb des
Einsatzfahrzeugs mit besserer Sicht durch die geringere Höhe und mit Transportvorteilen
bei Gegenwind vergleichsweise leichter zum erwünschten Einsatzort gebracht bzw. gerollt
werden kann.
[0021] Die Höhenverstelleinrichtung ist bevorzugt zur stufenlosen Höhenverstellung geeignet
und bestimmt. Bevorzugt ist eine (insbesondere fest vorgegebene) Anzahl an voneinander
verschiedenen Höhenpositionen vorgesehen. Bevorzugt sind mehr als drei, bevorzugt
mehr als 5, bevorzugt mehr als 10, bevorzugt mehr als 15 und besonders bevorzugt mehr
als 20 verschiedene Höhenpositionen vorgesehen (welche durch die Höhenverstelleinrichtung
einstellbar ist). Bevorzugt sind weniger als 50 verschiedene, bevorzugt weniger als
30 verschiedene, bevorzugt weniger als 20 verschiedene, bevorzugt weniger als 10 verschiedene
und bevorzugt weniger als 5 verschiedene Höhenpositionen (mittels der Höhenverstelleinrichtung)
einstellbar. Bevorzugt sind (lediglich) genau zwei Höhenpositionen vorgesehen und/oder
einstellbar. In der ersten Höhenposition ist die Dekontaminationsvorrichtung in einem
eingefahrenen Zustand und in der zweiten Höhenposition in einem ausgefahrenen Zustand.
Die Vorgabe von festen Höhenpositionen beschleunigt das Herstellen eines Betriebszustands
der Dekontaminationsvorrichtung nochmals.
[0022] Bevorzugt sind die Höhenpositionen in gleichmäßigen Abständen (in Höhenrichtung gesehen)
zueinander angeordnet.
[0023] Bevorzugt ist die Höhe der Dekontaminationsvorrichtung im Transportzustand zwischen
50 cm und 2m, bevorzugt zwischen 80 cm und 1,80 m, bevorzugt zwischen 1,0 m und 1,40
m und besonders bevorzugt zwischen 1,10 m und 1,30 m. Als besonders geeignet hat sich
im Transportzustand eine Höhe der Dekontaminationsvorrichtung von im Wesentlichen
1,20 m erwiesen.
[0024] Bevorzugt ist die Höhe der Dekontaminationsvorrichtung (in ihrer Gesamtheit) im Betriebszustand
(insbesondere in dem Zustand der höchsten eingestellten Höhenposition) zwischen 1
m und 3 m, bevorzugt zwischen 1,50 m und 2,80 m, bevorzugt zwischen 1,70 m und 2,50m
und besonders bevorzugt zwischen 1,80 m und 2,50 m.
[0025] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung im Betriebszustand bzw. in ausgeschobenem
Zustand (insbesondere in dem Zustand der höchsten eingestellten Höhenposition) einen
von der zu dekontaminierenden Innenraum auf, der besonders bevorzugt zumindest abschnittsweise
von wenigstens einer Seitenwandung begrenzt wird, und welcher bevorzugt eine Höhe
von mindestens 1,70 m, bevorzugt mindestens 1,80 m, bevorzugt mindestens 1,90 m, bevorzugt
mindestens 2,0 m und besonders bevorzugt von 2,03 m aufweist. Bei dieser (Innen-)Höhe
der Dekontaminationsvorrichtung können die meisten Personen aufrecht stehend in dieser
eine Dekontamination vornehmen.
[0026] Bevorzugt weist eine Grundfläche des Basisträgers und/oder der Dekontaminationsvorrichtung,
und besonders bevorzugt weist eine (insbesondere jede) Querschnittsfläche der Dekontaminationsvorrichtung
(welche in einer Ebene senkrecht zur Höhenrichtung liegt), eine Breite zwischen 50
cm und 1,20 m, bevorzugt zwischen 60 cm und 1,0 m, bevorzugt zwischen 70 cm und 90
cm und besonders bevorzugt von im Wesentlichen 80 cm auf.
[0027] Bevorzugt weist eine Grundfläche des Basisträgers und/oder der Dekontaminationsvorrichtung,
und besonders bevorzugt weist eine (insbesondere jede) Querschnittsfläche der Dekontaminationsvorrichtung
(welche in einer Ebene senkrecht zur Höhenrichtung liegt), eine Tiefe zwischen 80
cm und 2,0 m, bevorzugt zwischen 1,0 m und 1,5 m, bevorzugt zwischen 1,1 m und 1,3
m und besonders bevorzugt von im Wesentlichen 120 cm auf. Dabei haben sich die Maße
von 80 cm und 120 cm für die Breite und Tiefe als besonders vorteilhaft erwiesen,
da bereits weitere Ausrüstungsgegenstände etwa der Feuerwehr vergleichbare Maße aufweisen.
[0028] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung als (insbesondere genormter) Rollcontainer
ausgebildet und/oder weist eine Rollplattform oder einen Rollcontainer (oder einen
Rollwagen) auf. Bevorzugt ist der Basisträger ein Teil des Rollcontainers bzw. der
Rollplattform. Dies bietet den Vorteil, dass sich die Dekontaminationsvorrichtung
innerhalb eines Einsatzfahrzeugs, in dem bereits weitere Ausrüstungsgegenstände in
oder auf Rollcontainern transportiert und verstaut werden, besonders gut in die bereits
vorhandene Ausstattung der weiteren Ausrüstungsgegenstände einfügt, und in besonders
effizienter Weise (etwa aufgrund vergleichbarer Maße) verstauen lässt. Bevorzugt ist
dabei die Desinfektionseinrichtung fest und nicht werkzeuglos lösbar und besonders
bevorzugt nicht zerstörungsfrei lösbar mittelbar oder unmittelbar an dem Rollcontainer
oder der Rollplattform angeordnet. Dies bietet den Vorteil, dass bei Inbetriebnahme
bzw. zur Verwendung der Vorrichtung nicht erst ein Zusammenbauen und Anbringen der
Desinfektionseinrichtung an dem Basisträger erfolgen muss.
[0029] Bei dem Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittel kann es sich bevorzugt um ein
fluides Medium, insbesondere jeweils um ein flüssiges und/oder gasförmiges Medium
handeln. Bevorzugt handelt es sich bei dem Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittel
um eine Flüssigkeit. Im einfachsten Fall kann es sich bei dem Reinigungsmittel um
Wasser, etwa Trinkwasser oder Löschwasser, handeln. Bevorzugt handelt es sich bei
dem Reinigungsmittel und/oder Desinfektionsmittel um ein Hygiene- und/oder Waschmittel
und/oder Desinfektionsmittel bzw. weist ein solches auf. Bevorzugt weist das Reinigungsmittel
und/oder das Dekontaminationsmittel eine sterilisierende Eigenschaft auf.
[0030] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung und insbesondere die Dekontaminationseinrichtung
zur Nass- und/oder Trockendekontamination und/oder zur Nass- und/oder Trockenreinigung
geeignet und bestimmt. Die Dekontaminationseinrichtung kann auch zur Ausgabe einer
festen Substanz zur Reinigung und/oder zur Sterilisierung und/oder zur Dekontamination
geeignet und bestimmt sein.
[0031] Bevorzugt ist die Dekontaminationseinrichtung, dazu geeignet und bestimmt, einen
Benutzer der Dekontaminationseinrichtung (die zu dekontaminierende Person, welche
sich bevorzugt in der Dekontaminationsvorrichtung befindet) mit dem ausgegebenen Reinigungs-
und/oder Dekontaminationsmittel zu beaufschlagen und/oder abzuspritzen und/oder zu
reinigen und/oder zu dekontaminieren. Bevorzugt lässt sich (innerhalb der Dekontaminationsvorrichtung)
in insbesondere aufrecht stehender Haltung der zu dekontaminierenden Person bzw. des
Benutzers dessen gesamte Einsatzbekleidung bzw. die gesamte Körperfläche (gegebenenfalls
unter Drehung der Person) mit dem Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittel beaufschlagen.
[0032] Denkbar ist auch, dass neben der Höhenverstellbarkeit der Dekontaminationsvorrichtung
auch eine Breiten- und/oder Tiefenausdehnung (einer Grundfläche) der Dekontaminationsvorrichtung
veränderbar und insbesondere einstellbar ist. Hierdurch ließe sich ein noch kleinerer
Stauraum verwirklichen.
[0033] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung dazu geeignet und bestimmt, dass auch
bei einer Änderung der Höhe der Dekontaminationsvorrichtung mittels der Höhenverstelleinrichtung
eine Breite und/oder Tiefe einer Grundfläche und/oder einer (jeder) Querschnittsfläche
(welche senkrecht auf die Höhenrichtung steht) der Dekontaminationsvorrichtung im
Wesentlichen unverändert bleibt.
[0034] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung wenigstens teilweise zur Umgebung hin
abtrennbar und/oder abgetrennt. Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung zumindest
in einem unteren Teil (in Höhenrichtung gesehen) der Dekontaminationsvorrichtung insbesondere
vollumfänglich (in Umfangsrichtung in einer Ebene senkrecht zur Höhenrichtung) wenigstens
eine Seitenwandung auf. Die wenigstens eine Seitenwandung und bevorzugt jede Seitenwandung
kann zumindest abschnittsweise und bevorzugt vollständig blickdicht oder transparent
sein, denkbar ist aber auch, dass Sichtfenster vorhanden sind. Bevorzugt kann wenigstens
eine Seitenwandung und/oder mehrere Seitenwandungen eine Öffnung und/oder eine Tür
und besonders bevorzugt eine Schiebetür aufweisen oder selbst als solche ausgebildet
sein.
[0035] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung nach oben (in Höhenrichtung gesehen)
offen und/oder weist keine vollflächige Deckelplatte oder Deckelelement auf. Alternativ
kann aber die Dekontaminationsvorrichtung wenigstens abschnittsweise und bevorzugt
vollflächig nach oben hin bedeckt, etwa mit einem Deckelelement, sein.
[0036] Mit anderen Worten wird bevorzugt durch wenigstens eine Seitenwandung oder mehrere
Seitenwandung eine, bevorzugt (jeweils in Seitenrichtung und/oder in Höhenrichtung)
nach außen hin abgeschlossene oder abtrennbare oder abgetrennte, Dekontaminationskabine
ausgebildet. Bevorzugt umgrenzt wenigstens eine oder mehrere Seitenwandungen einen
Innenraum der Dekontaminationsvorrichtung, welcher bevorzugt von der zu dekontaminierenden
Person betretbar ist und in welchen die zu dekontaminierende Person die Dekontaminationseinrichtung
nutzen und gereinigt und/oder dekontaminiert werden kann. Dies bietet den Vorteil,
dass hierdurch ein Spritzschutz des Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittel bereitgestellt
werden kann. Darüber hinaus kann vorteilhaft eine winddichte Seitenwandung und/oder
Seitenwandungen bereitgestellt werden.
[0037] Die (bevorzugt jede) Seitenwandung und/oder das Deckelelement (bzw. die Deckelplatte)
kann dabei (wenigstens abschnittsweise oder vollflächig) flexibel oder fest bzw. starr
ausgebildet sein. Bevorzugt kann ein unterer Teil (in Höhenrichtung gesehen) der Seitenwandung
(insbesondere vollumfänglich) starr bzw. fest ausgebildet sein und ein oberer Teil
(in Höhenrichtung gesehen) der Seitenwandung (vollumfänglich) der Dekontaminationsvorrichtung
flexibel ausgebildet sein.
[0038] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung ein Auszugteil auf, welches fest
bzw. starr ausgebildet oder flexibel (und biegsam) ausgebildet sein kann.
[0039] Bevorzugt ist die (bevorzugt jede) Seitenwandung und/oder das Deckelelement (bzw.
die Deckelplatte) chemikalienfest ausgebildet. Bevorzugt ist das Material wenigstens
einer (bevorzugt jeder) Seitenwandung und/oder des Deckelelements /bzw. der Deckelplatte)
ausgewählt aus einer Gruppe, die Aluminium, Polycarbonat, PVC, Plexiglas, eine (PVC-)Plane
und Kombinationen hiervon enthält. Bei dem Deckelelement handelt es sich bevorzugt
um eine Plexiglasscheibe und/oder um eine Polycarbonat-Platte.
[0040] Bevorzugt dient wenigstens ein Vorhang bzw. ein Trennvorhang (insbesondere jeweils)
als Seitenwandung. Bevorzugt können mehrere Vorhangelemente oder ein Streifenvorhang
(insbesondere Längsstreifen) eine Seitenwandung bilden. Bevorzugt kann eine Seitenwandung
und/oder ein Vorhang mittels wenigstens eines Magnetverschlusses geöffnet und/oder
geschlossen werden. Dies erlaubt ein schnelles Öffnen und Schließen.
[0041] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung eine im Wesentlichen rechteckige
oder im Wesentlichen quadratische Grundfläche und insbesondere Basisträger auf. Bevorzugt
ist eine (jede) Querschnittsfläche der Dekontaminationsvorrichtung (die in einer Ebene
senkrecht zur Höhenrichtung gebildet ist) im Wesentlichen rechteckig oder im Wesentlichen
quadratisch.
[0042] Bevorzugt handelt es sich bei dem Basisträger um ein Bodenelement der Dekontaminationsvorrichtung.
Bevorzugt ist der Basisträger vollflächig ausgebildet.
[0043] Bevorzugt ist die (äußere Form der) Dekontaminationsvorrichtung im Wesentlichen quaderförmig.
Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung einen (bevorzugt zumindest teilweise
einer quaderförmigen Kantenführung folgenden) Rahmen (oder Rahmengestell) auf. Bevorzugt
ist das wenigstens eine Stützelement ein Teil des Rahmens, insbesondere ein sich in
Höhenrichtung erstreckendes Stützelement. Bevorzugt stützt der Rahmen wenigstens teilweise
und bevorzugt vollständig wenigstens eine und bevorzugt alle Seitenwände. Bevorzugt
weist der Rahmen Vertikalstützelemente (welche sich wenigstens teilweise und bevorzugt
ausschließlich entlang der Höhenrichtung erstrecken) und wenigstens eine und bevorzugt
eine Vielzahl von Horizontalstützelement (welche sich wenigstens teilweise und bevorzugt
ausschließlich in einer Ebene senkrecht zur Höhenrichtung erstrecken) als Rahmenteile
auf. Bevorzugt sind die Rahmenteile drehfest und verschiebefest aneinander angeordnet.
Denkbar ist aber auch dass wenigstens ein oder mehrere Rahmenteile des Rahmens anlenkbar
ausgestaltet sind. Bevorzugt bildet der Rahmen eine Trage- und/oder Stützstruktur
für die Dekontaminationseinrichtung und/oder eine oder mehrere Seitenwände. Bevorzugt
ist der Rahmen fest (und insbesondere nicht zerstörungsfrei entfernbar) an dem Basisträger
angeordnet und/oder verbunden.
[0044] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung vier Seitenwände auf. Es ist aber
auch möglich, dass, insbesondere einander gegenüberliegende, wenigstens eine oder
wenigstens zwei Seitenflächen der Dekontaminationsvorrichtung (jedenfalls nicht vollflächig
mit einer Seitenwandung ausgestattet sind sondern) einen (bevorzugt nicht verschließbaren)
Durchgang für die zu dekontaminierenden Personen ausbilden.
[0045] Bevorzugt weist der Rahmen vier Vertikalstützelemente auf, welche sich bevorzugt
jeweils ausschließlich in Horizontalrichtung erstrecken und welche besonders bevorzugt
gleich lang sind und parallel gegenüber einander angeordnet sind. Bevorzugt bilden
diese vier Vertikalstützelemente Kanten eines (gedachten) Quaders aus. Bevorzugt sind
die oberen Enden zweier (nächst) benachbarter Vertikalstützelemente durch wenigstens
ein und bevorzugt durch genau ein Horizontalstützelement miteinander verbunden, so
dass bevorzugt vier Horizontalstützelemente eine im Wesentlichen Rechteckform bilden.
Bei dem Rahmen kann es sich um ein Aluminium- und/oder ein Edelstahlprofil handeln.
Zusätzlich kann das Material des Rahmens eine Beschichtung, beispielsweise eine Pulverbeschichtung,
aufweisen und/oder eloxiert sein.
[0046] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Dekontaminationsvorrichtung und/oder
das wenigstens eine Stützelement teleskopartig höhenverstellbar. Bevorzugt ist wenigstens
ein Vertikalstützelement und insbesondere sind alle (insbesondere vier) Vertikalstützelemente
teleskopartig höhenverstellbar. Bevorzugt kann durch die teleskopartige Höhenverstellbarkeit
des wenigstens einen Stützelementes und besonders bevorzugt kann durch die teleskopartige
Höhenverstellbarkeit wenigstens eines Vertikalstützelementes und bevorzugt durch die
teleskopartige Höhenverstellbarkeit aller Vertikalstützelemente (in unmittelbarer
Folge) eine Höhenverstellung bzw. eine Änderung der Höhe der Dekontaminationsvorrichtung
(in seiner Gesamtheit) erreicht bzw. erzielt bzw. bewirkt werden. Bevorzugt ist der
Rahmen der Dekontaminationsvorrichtung, insbesondere teleskopartig, höhenverstellbar.
[0047] Bevorzugt weist das wenigstens eine Stützelement, insbesondere das Vertikalstützelement,
und bevorzugt weisen alle teleskopartig höhenverstellbare Stützelemente der Dekontaminationsvorrichtung
wenigstens ein oder wenigstens zwei oder (insbesondere drei) mehrere Stützelementteile
auf, welche zueinander (entlang einer Längsrichtung, insbesondere entlang der Höhenrichtung)
verschiebbar angeordnet sind und welche bevorzugt (zumindest teilweise) teleskopartig
(ineinander) einschiebbar sind. Bevorzugt sind durch eine relative Verschiebung wenigstens
zweier und bevorzugt wenigstens (insbesondere genau) dreier Stützelementteile wenigstens
zwei, bevorzugt wenigstens drei und besonders bevorzugt eine Vielzahl verschiedener
Höhenpositionen (des Stützelementes und bevorzugt der Dekontaminationsvorrichtung)
erzielbar.
[0048] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Höhenverstelleinrichtung
wenigstens ein Arretiermittel, insbesondere einen Arretierbolzen und/oder eine Klemmschraube
und/oder eine Stellschraube, zur Arretierung wenigstens einer Höhenposition der Dekontaminationsvorrichtung
auf. Bevorzugt kann durch das Arretierelement eine Höhenposition der Dekontaminationsvorrichtung
und/oder eines oder mehrerer (höhenverstellbarer) Stützelemente (durch Verriegelung)
gesichert werden. Das Arretiermittel kann dabei in eine Ausnehmung und/oder Öffnung
und/oder Loch eingreifen und bevorzugt kann es (jeweils) federkraftbeaufschlagt sein.
[0049] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationsvorrichtung
wenigstens vier und (besonders bevorzugt genau vier) Rollenelemente und bevorzugt
wenigstens sechs Rollenelemente auf, insbesondere um die Dekontaminationsvorrichtung
gegenüber einer Bodenfläche zu bewegen. Damit kann die Dekontaminationsvorrichtung
in waagrechter und kräfteschonender Weise zum gewünschten Verwendungsort gebracht
werden.
[0050] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung wenigstens zwei (bevorzugt genau
zwei) und besonders bevorzugt wenigstens (insbesondere genau) vier Lenkrollen auf,
um die Dekontaminationsvorrichtung gegenüber der Bodenfläche zu bewegen. Damit ist
die Dekontaminationsvorrichtung leichter lenkbar.
[0051] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationsvorrichtung
eine Bremseinrichtung auf, mittels welcher ihre Position gegenüber der Bodenfläche
feststellbar und/oder verriegelbar und/oder entriegelbar ist.
[0052] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform ist die Bremseinrichtung an wenigstens
einem Rollenelement, bevorzugt an wenigstens zwei Rollenelementen und besonders bevorzugt
an wenigstens vier Rollenelementen (zumindest teilweise) angeordnet und kann bevorzugt
auf diese einwirken. Dabei ist die Bremseinrichtung bevorzugt dazu geeignet und bestimmt,
wenigstens ein Rollenelement, bevorzugt wenigstens zwei der Rollenelemente und besonders
bevorzugt wenigstens vier der Rollenelemente, mit denen die Dekontaminationsvorrichtung
gegenüber der Bodenfläche bewegt werden kann, festzustellen.
[0053] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung dazu geeignet und bestimmt, dass in
ihrem Betriebsmodus, die Rollenelemente (zumindest teilweise und bevorzugt alle) von
der Bremseinrichtung festgestellt sind. Bevorzugt sind daher zwei, drei oder vier
Räder der Dekontaminationsvorrichtung gebremst. Dadurch kann eine stabile Anordnung
der Dekontaminationsvorrichtung während eine Dekontamination und/oder Reinigung vorgenommen
wird, gewährleistet werden.
[0054] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Bremseinrichtung wenigstens
ein Betätigungselement, insbesondere ein Handbetätigungselement, auf und die Bremseinrichtung
ist lediglich bei, insbesondere manueller, Betätigung des Betätigungselements aus
einem Verriegelungszustand in einen Entriegelungszustand überführbar. Bevorzugt ist
die Bremseinrichtung dazu geeignet und bestimmt, dass ein Lösen der Betätigung des
Betätigungselements unmittelbar zu einem Überführen der Bremseinrichtung in einen
Verriegelungszustand führt. Bevorzugt kann die Dekontaminationsvorrichtung erst bei
Betätigen des Betätigungselements und nur solange das Betätigungselement in betätigtem
Zustand vorliegt, gegenüber einer Bodenfläche bewegt bzw. verfahren werden. Bevorzugt
weisen insbesondere genau zwei Rollenelemente (jeweils) eine Trommelbremse auf. Bevorzugt
sind die beiden Trommelbremsen insbesondere über ein Gestänge mit einem Handbetätigungselement
an der Dekontaminationsvorrichtung verbunden, über welches die beiden Trommelbremsen
(gemeinsam) feststellbar sind.
[0055] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung (wenigstens) eine Totmannbremse,
bei der es sich bevorzugt um eine Trommelbremse handelt, auf, durch welche bevorzugt
mindestens zwei Rollenelemente feststellbar und/oder verriegelbar und/oder entriegelbar
sind. Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung und/oder die Bremseinrichtung
einen Schiebegriff auf, mittels welchem beispielsweise bei (Herunter-)Drücken des
Schiebegriffs, die Bremseinrichtung lösbar ist und die Dekontaminationsvorrichtung
verfahrbar und/oder gegenüber der Bodenfläche bewegbar ist. Beim Lösen des Schiebebügels
(etwa nach oben) schließt die Bremseinrichtung die Rollenelemente automatisch, wodurch
bevorzugt die Dekontaminationsvorrichtung gebremst ist.
[0056] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung eine Bremseinrichtung auf, welche
an wenigstens einem Rollenelement und bevorzugt an wenigstens zwei der Rollenelemente
einen über ein Fußbetätigungselement betätigbaren Feststeller aufweist, mittels dem
das jeweilige Rollenelement feststellbar ist.
[0057] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung zwei (Lenk-)Rollenelemente mit insbesondere
einer Totmann-Trommelbremse auf. Darüber hinaus oder alternativ kann die Dekontaminationsvorrichtung
zwei (weitere) (Lenk-)Rollenelemente mit insbesondere (jeweils) einer (Pilzkopf-)Bremseinrichtung
aufweisen, welche bevorzugt über eine Fußbetätigung bedienbar und/oder verriegelbar
und/oder entriegelbar und/oder feststellbar ist.
[0058] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationseinrichtung
wenigstens eine Spritzdüse und bevorzugt eine Vielzahl von Spritzdüsen auf, über welche
das Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel ausgebbar und bevorzugt die zu dekontaminierende
Person mit Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel beaufschlagbar ist, wobei bevorzugt
die Spritzdüsen auswechselbar sind.
[0059] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationseinrichtung
wenigstens eine Duscheinrichtung und/oder (Wasser-)Sprinklereinrichtung und/oder wenigstens
eine Sprüheinrichtung, bevorzugt eine Sprühpistole und/oder wenigstens einen, bevorzugt
drehbaren, (und an einem oberen Abschnitt der Dekontaminationsvorrichtung und insbesondere
des Stützelementes angeordneten) Sprühkranz, zur Ausgabe von Reinigungs- und oder
Dekontaminationsmittel auf.
[0060] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationseinrichtung
wenigstens eine Zufuhrleitung zum Zuführen eines Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels
an wenigstens eine Ausgabeeinrichtung und bevorzugt eine Vielzahl von Ausgabeeinrichtungen
auf. Dabei ist die Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe des Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels
geeignet und bestimmt und beaufschlagt damit bevorzugt die zu dekontaminierende Person.
[0061] Bevorzugt handelt es sich bei einer bzw. bei den Ausgabeeinrichtung(en) um die obig
erwähnte Spritzdüse(n). Bei der Ausgabeeinrichtung kann es sich ebenso um eine (einschiebbare)
Brause handeln.
[0062] Bevorzugt ist wenigstens eine Ausgabeeinrichtung in einem oberen Teil der Desinfektionsvorrichtung
angeordnet, besonders bevorzugt im Wesentlichen in Kopfhöhe und/oder an oder bei einem
oberen Randbereich der Dekontaminationsvorrichtung. Sind mehrere Ausgabeeinrichtungen
vorhanden, sind diese bevorzugt an verschiedenen Höhen angeordnet. Bevorzugt ist eine
oder mehrere Ausgabeeinrichtungen in einem mittleren Höhenbereich der Desinfektionsvorrichtung
angeordnet. Bevorzugt ist wenigstens eine Ausgabeeinrichtung an einem Seitenbereich
der Desinfektionseinrichtung angeordnet. Bevorzugt ist die Hauptausgaberichtung wenigstens
einer Ausgaberichtung eine Horizontalrichtung. Bevorzugt sind Abstände zwischen verschiedenen
Ausgabeeinrichtungen im Wesentlichen gleichmäßig bzw. gleichverteilt. Bevorzugt sind
an zwei (insbesondere einander gegenüberliegenden Seitenwandungen und/oder einander
gegenüberliegenden Stützelementen) wenigstens eine und bevorzugt mehrere Ausgabeeinrichtungen
angeordnet.
[0063] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationseinrichtung
einen Wasseranschluss auf. Der Wasseranschluss kann dabei in einem unteren Bereich,
etwa in einem unteren Drittel der Höhe (in Betriebszustand) angeordnet sein.
[0064] Bevorzugt weist die wenigstens (insbesondere genau) eine Zufuhrleitung einen Anschluss
für fluides Medium, insbesondere einen Wasseranschluss für die Zuführung von Frischwasser
und/oder Löschwasser auf. Bevorzugt weist die wenigstens eine Zufuhrleitung eine Schlauchkupplung
auf.
[0065] Bevorzugt ist die Zufuhrleitung und eine Abflussleitung zum Abführen nicht ausgegebenen
fluiden Mediums gegenüber und/oder diagonal und/oder diametral zueinander angeordnet.
[0066] Die wenigstens eine Zufuhrleitung und bevorzugt jede Zufuhrleitung kann dabei wenigstens
abschnittsweise und bevorzugt vollständig flexibel, etwa als Schlauch (oder mehrere
Schläuche) ausgebildet sein. Möglich ist aber auch, dass die wenigstens eine Zufuhrleitung
wenigstens abschnittsweise und bevorzugt vollständig starr (etwa als Rohr) ausgebildet
ist. So kann beispielsweise die Dekontaminationseinrichtung ein integriertes Rohrsystem
mit (insbesondere auswechselbaren) Spritzdüsen aufweisen.
[0067] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Zufuhrleitung an wenigstens
einer Stelle stromaufwärts der Ausgabeeinrichtung eine Beimischeinrichtung, insbesondere
einen Injektoreinrichtung, zum Beimischen wenigstens eines Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels
auf. Bevorzugt handelt es sich bei der Beimischeinrichtung um eine Einrichtung zum
Einspeisen von Stoffen und/oder fluiden Medien in die Zufuhrleitung. Durch das Einspeisen
und insbesondere das Injizieren vermischt sich bevorzugt das zugegebenen Medium oder
der zugegebene Stoff mit dem in der Zufuhrleitung vorbeifließenden Medium, insbesondere
eine Flüssigkeit (etwa Desinfektionsmittel).
[0068] Bevorzugt ist die Zufuhrleitung und/oder die Zufuhrleitungen und/oder die Abflussleitung(en),
insbesondere teleskopartig, höhenverstellbar. Denkbar ist aber auch, dass diese nicht
höhenverstellbar sind.
[0069] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationseinrichtung
ein Auffangbehältnis, insbesondere eine Auffangwanne, zum Auffangen des ausgegebenen
Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels und/oder Schaum auf, welche bevorzugt einen
insbesondere absperrbaren Ablauf und/oder einen Anschluss für eine (Abwasser-)Pumpe
und/oder eine (Abwasser-)Pumpe aufweist. Die Auffangwanne kann einen internen, abschließbaren
Wasserablauf aufweisen.
[0070] Die Pumpe kann vorteilhaft zum Abführen bzw. Abpumpen (und Entsorgung) von Schmutzwasser
dienen. Bei der Pumpe handelt es sich beispielsweise um eine Teichpumpe. Alternativ
oder zusätzlich kann aber auch ein oder mehrere Anschlüsse für eine Pumpe vorgesehen
sein.
[0071] Bevorzugt ist das Auffangbehältnis entnehmbar, insbesondere in seitlicher Richtung
(also in einer Richtung senkrecht zur Höhenrichtung) aus der Dekontaminationsvorrichtung
(bevorzugt zum Entleeren) entnehmbar.
[0072] Die Auffangwanne kann aus Kunststoff und/oder Edelstahl bestehen oder diese Materialien
aufweisen. Weiterhin kann eine (Edelstahl-)Auffangwanne eine (vollumfängliche) Beschichtung
aufweisen.
[0073] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform ist wenigstens ein betretbares, und
bevorzugt entnehmbares, Abdeckelement, bevorzugt ein Einlegerost, zur Abdeckung des
Auffangbehältnisses vorgesehen. Bevorzugt sind zwei Abdeckelemente bzw. Einlegeroste
vorhanden. Das Abdeckelement bzw. der Einlegerost ist bevorzugt von der zu dekontaminierenden
Person begehbar (und weist eine entsprechende Formstabilität auf). Bevorzugt ist das
wenigstens eine Abdeckelement seitlich bzw. zur Seite hin (in einer Ebene senkrecht
zur Höhenrichtung) in wenigstens zwei einander entgegengesetzte Richtungen herausziehbar
bzw. entnehmbar. Bevorzugt handelt es sich bei dem Abdeckelement bzw. bei den Abdeckelementen
um (jeweils) einen Gitterrost (GFK).
[0074] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationsvorrichtung
einen Anschluss für eine Saugeinrichtung, bevorzugt einen Staubsauger, insbesondere
zum Absaugen von Staub bzw. Stäuben auf. Bevorzugt handelt es sich um einen Staubsauger
mit Gefahrstoffzulassung.
[0075] Bevorzugt weist die Dekontaminationseinrichtung, insbesondere (ein unteres Ende)
einer Abführleitung, einen Anschluss für eine Handbrause und/oder handgeführte Bürste
auf.
[0076] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung eine Abblaseinrichtung, insbesondere
mit einer Blaspistole, auf (über ein Rohrsystem).
[0077] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform weist die Dekontaminationsvorrichtung
einen Anschluss für unter Druck befindliches fluides Medium (bevorzugt gasförmiges
Medium), insbesondere Druckluft, auf.
[0078] Bevorzugt ist die Dekontaminationsvorrichtung, wenigstens teilweise und bevorzugt
vollständig, aus einem Material, welches ausgewählt ist aus einer Gruppe, die Aluminium,
Edelstahl, ein beschichtetes Material wie beispielsweise mit einer Pulverbeschichtung,
ein eloxiertes Material und/oder Kombinationen hiervon enthält.
[0079] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung wenigstens ein Behältnis und/oder
Fächer für Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel auf. Weiter kann optional auch
die Griffstange nach unten (insbesondere beidseitig) ausziehbar sein.
[0080] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung einen, bevorzugt ausziehbaren, Kippschutz
auf. Bevorzugt ist an dem Basisträger wenigstens mittelbar wenigstens ein Stützelement
angeordnet (welches insbesondere zum Abstützen der Dekontaminationsvorrichtung und/oder
des Basisträgers dient), wobei dieses Stützelement in einer ersten Position der Dekontaminationsvorrichtung
gegenüber der Bodenfläche diese Bodenfläche nicht kontaktiert und das Stützelement
in einer zweiten Position (der Dekontaminationsvorrichtung), welche gegenüber der
ersten Position geschwenkt ist, die Bodenfläche kontaktiert (insbesondere um die Dekontaminationsvorrichtung
abzustützen). Unter einer geschwenkten Position der Dekontaminationsvorrichtung gegenüber
der ersten Position wird insbesondere eine (gegebenenfalls leicht) verkippte Position
verstanden, das heißt eine Position, in der die Dekontaminationsvorrichtung gegenüber
einer aufrechtstehenden (bei der es sich insbesondere um eine Soll-Position handelt)
verkippt ist.
[0081] Bevorzugt können die Stützelemente ab einer bestimmten Kippstellung den Boden kontaktieren
und so ein weiteres Kippen wirksam verhindern. Damit verhindert das besagte Stützelement
ein Verkippen, insbesondere ein Verkippen über einen bestimmten Kippwinkel hinaus.
Wenn also ohne Vorhandensein der Stützelemente ein weiteres Kippen der Dekontaminationsvorrichtung
auftreten könnte, wird eben dies durch die Stützelemente verhindert. Bevorzugt ist
wenigstens ein Stützelement starr ausgebildet. Bevorzugt sind mehrere Stützelemente
und besonders bevorzugt alle Stützelemente starr ausgebildet.
[0082] Bevorzugt weist die Dekontaminationsvorrichtung eine, insbesondere ausziehbare, Aufstiegshilfe
auf.
[0083] Die vorliegende Erfindung ist weiterhin gerichtet auf ein Verfahren zur Montage und
Demontage einer mobilen Dekontaminationsvorrichtung zur Dekontamination von Personen,
insbesondere Einsatzkräften. Dabei kann es sich bevorzugt bei der Dekontaminationsvorrichtung
um eine obig beschriebene Ausführungsform einer Dekontaminationsvorrichtung handeln.
Dabei kann die Dekontaminationsvorrichtung mittels wenigstens zwei und bevorzugt vier
Rollenelementen gegenüber einer Bodenfläche bewegt werden.
[0084] Erfindungsgemäß umfasst die Montage und/oder Demontage der Dekontaminationsvorrichtung
ein, insbesondere werkzeugloses, Ändern und/oder Einstellen einer Höhe der Dekontaminationsvorrichtung,
insbesondere eines Stützelementes, auf welcher eine Dekontaminationseinrichtung der
Dekontaminationsvorrichtung angeordnet ist. Bevorzugt wird die Höhe bei der Montage
d.h. insbesondere beim Überführen von einem Transportzustand in einen Betriebszustand)
vergrößert. Bevorzugt wird die Höhe der Dekontaminationsvorrichtung bei der Demontage
(d.h. insbesondere beim Überführen von einem Betriebszustand in einen Transportzustand)
verkleinert. Bevorzugt kann die Höhenverstellung der Dekontaminationsvorrichtung teleskopartig
vornehmbar.
[0085] Bevorzugt ist die Höhenverstellung mittels wenigstens einem Arretiermittel wie einem
Arretierbolzen verriegelbar. Die Montage und/oder Demontage umfasst bevorzugt ein
Lösen der Verriegelung bzw. Entfernen eines Arretiermittels und, insbesondere nach
der Höhenverstellung, ein Wiederherstellen eines Verriegelungszustands mittels eines
Arretiermittels.
[0086] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen:
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine dreidimensionale Darstellung einer erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung
in einem Betriebszustand von schräg oben;
- Fig. 2
- eine dreidimensionale Darstellung einer erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung
in einem Transportzustand von schräg oben;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung in einem Betriebszustand;
- Fig. 4
- eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung in einem Betriebszustand;
- Fig. 5
- eine Rückansicht der erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung in einem Betriebszustand;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung in einem Betriebszustand;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung;
- Fig. 8
- eine Explosionsdarstellung von Teilen einer Dekontaminationsvorrichtung entsprechend
einer weiteren Ausführungsform; und
- Fig. 9
- eine vergrößerte Darstellung einer Seitenwandung einer Dekontaminationsvorrichtung
entsprechend der weiteren Ausführungsform.
[0087] Fig. 1 zeigt eine dreidimensionale Darstellung einer erfindungsgemäßen Dekontaminationsvorrichtung
1 in einem Betriebszustand in einer Ansicht von schräg oben. Dieser Figur 1 wird Fig.
2 gegenübergestellt, welche dieselbe Dekontaminationsvorrichtung 1 in einem Transportzustand
zeigt. Das Bezugszeichen 20 kennzeichnet dabei jeweils eine Dekontaminationseinrichtung,
welche in der in den beiden Figuren 1 und 2 gezeigten Ausführungsform eine Vielzahl
von Spritzdüsen 22 aufweist, wobei hier zwei Spritzdüsen oben (an einem horizontalen
Abschnitt 24 einer Zuführleitung 24) und jeweils drei Spritzdüsen an jeweils einem
vertikalen Abschnitt der Zuführleitung, gekennzeichnet durch die beiden Bezugszeichen
26 und 28, angeordnet sind. Über die Zuführleitung 24, 26, 28 werden die Spritzdüsen
22 mit dem (von den Spritzdüsen 22) auszugebenden Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittel
versorgt.
[0088] Die in Fig. 1 und 2 gezeigte Ausführungsform einer Dekontaminationsvorrichtung weist
vier Rollenelemente auf, welche mit dem Bezugszeichen 32 gekennzeichnet sind, und
mit welchen die Dekontaminationsvorrichtung rollbar ist. Die Rollenelemente 32 sind
an dem Basisträger 31 der Dekontaminationsvorrichtung angeordnet. Das Bezugszeichen
34 kennzeichnet ein Feststellelement, welches Teil einer Bremseinrichtung für ein
Rollenelement sein kann, indem es das jeweilige Rollenelement blockieren bzw. feststellen
und/oder verriegeln und/oder entriegeln kann. Weiterhin oder zusätzlich kann die Dekontaminationsvorrichtung
1 eine, insbesondere Totmann-, Bremseinrichtung 30 zeigen. Diese weist ein Handbetätigungselement
40 auf, der in eine erste Position und in eine zweite Position verschoben oder gebracht
werden kann. Wird dieses Handbetätigungselement 40 nicht betätigt und insbesondere
von dem Bediener losgelassen, werden zwei Rollenelemente 32 festgestellt bzw. blockiert
und die Dekontaminationsvorrichtung wird gebremst.
[0089] Bei der hier gezeigten Ausführungsform sind zwei Rollenelemente 32 als Lenkrolle
mit einer Totmann-Trommelbremse über ein Gestänge mit Feststeller an dem Rollenelement
ausgeführt. Die beiden weiteren Rollenelemente 32 sind als Lenkrolle mit einer Pilzkopfbremse
über Fußbetätigung mit Feststeller an dem Rollenelement ausgeführt.
[0090] Das Bezugszeichen 10 kennzeichnet einen Rahmen, der als Stützgerüst bzw. Tragegerüst
für die Anordnung der Dekontaminationseinrichtung 20 dient. Dieses ist in dem hier
gezeigten Ausführungsbeispiel quaderförmig und weist verschiedene Stützelemente auf.
Die Bezugszeichen 12 kennzeichnen dabei etwa vertikale Stützelemente, welche sich
entlang der Höhenrichtung H erstrecken. Die Höhenrichtung R zeigt dabei in der Figurenebene
von unten nach oben. Die, hier, vier vertikalen Stützelemente 12 sind dabei jeweils
teleskopartig höhenverstellbar. Dies ist etwa aus dem Vergleich der beiden Figuren
1 und 2 ersichtlich. Während sich in Fig. 1 die vertikalen Stützelemente 12 (jeweils)
in vollständig ausgezogenen bzw. ausgefahrenen Zustand befinden, sind die Stützelemente
12 in Fig. 2 in einem teleskopartig ineinander eingeschobenen Zustand, so dass die
Höhe H der Dekontaminationsvorrichtung in dem eingefahrenen Zustand der Figur 2, welcher
dem Transportzustand entspricht, geringer ist, als die Höhe H der Dekontaminationsvorrichtung
in dem Betriebszustand, welcher in Fig. 1 gezeigt ist.
[0091] Schließlich kennzeichnet das Bezugszeichen 50 eine (hier mehrteilige) Seitenwand
bzw. jeweils vier Seitenwände, welche einen (betretbaren) Innenraum der Dekontaminationsvorrichtung
1 zur Umgebung hin (jedenfalls in seitlicher Richtung) begrenzen. Dabei kann es sich
um Schiebetüren oder etwa einen (mehrteiligen) Vorhang handeln, durch welchen die
zu dekontaminierende Person schnell hindurchtreten kann. In der gezeigten Ausführungsform
wird ein (Streifen-)Vorhang verwendet, bei welchem die einzelnen Elemente einander
überlappen. Die einzelnen Streifen des Vorhangs können dabei eine Breite von im Wesentlichen
50 cm aufweisen.
[0092] Die Figuren 3 bis 6 zeigen die vier verschiedenen Seitenansichten bzw. Schnittansichten
der in der Figur 1 gezeigten Dekontaminationsvorrichtung im Betriebszustand. Figur
7 zeigt die zugehörige Draufsicht auf diese Ausführungsform der Dekontaminationsvorrichtung
1. Zu sehen ist darin etwa das (seitlich entnehmbare) Auffangbehältnis 60 (etwa Edelstahlwanne)
mit absperrbaren Ablauf(-hahn) 62. An der Oberseite des Auffangbehältnisses 60, in
welchem gebrauchte Desinfektions- bzw. Reinigungsmittel gesammelt und aufgefangen
wird, sind (unmittelbar) hier zwei Einlegeroste 36 (Gitterroste) als Abdeckelemente
angeordnet, welcher ebenfalls bevorzugt entnehmbar ist. Durch diese kann verhindert
werden, dass die zu dekontaminierende Person unmittelbar in dem Schmutzwasser positioniert
ist. Das Auffangbehältnis kann dabei eine Höhe (Ausdehnung in Höhenrichtung) zwischen
50 mm und 200 mm und bevorzugt zwischen 80 und 155 mm, besonders bevorzugt zwischen
80 und 152 mm aufweisen. Schließlich kennzeichnet das Bezugszeichen 23 einen Wasseranschluss,
mittels dem den Spritzdüsen 22 Wasser bzw. Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittel
zuführbar ist. Weiter kennzeichnet das Bezugszeichen 21 einen Anschluss für eine Handbrause.
[0093] Weiterhin kennzeichnet das Bezugszeichen 29 eine Verriegelung über Arretierbolzen.
[0094] Figur 8 zeigt eine Explosionsdarstellung von Teilen einer Dekontaminationsvorrichtung
1 entsprechend einer weiteren Ausführungsform und Fig. 9 zeigt eine vergrößerte Darstellung
einer Seitenwandung 50 der Dekontaminationsvorrichtung 1 entsprechend der weiteren
Ausführungsform. Dabei sind die Auffangwanne 60, der Rahmen 10 sowie die Seitenwandung
50 zu sehen. Diese Ausführungsform einer Dekontaminationsvorrichtung ist nicht nur
zu den Seiten hin geschlossen, sondern weist ebenfalls durch das Deckelelement 70
ein Dach auf, welches den (betretbaren) Innenraum nach oben (in Höhenrichtung R) abschließt
bzw. von der Umgebung abgrenzt. Das Bezugszeichen U kennzeichnet eine mögliche Überlappung,
die in dem Bereich zwischen 40 cm und 60 cm und bevorzugt im Wesentlichen bei 50 cm
liegt.
[0095] Der Anmelder behält sich vor, sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale
als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber
dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass in den
einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen vorteilhaft
sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in einer Figur
beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser Figur vorteilhaft
sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile durch eine Kombination
mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter Merkmale ergeben
können.
Bezugszeichenliste
[0096]
- 1
- Dekontaminationsvorrichtung
- 10
- Rahmen
- 12
- Stützelement
- 20
- Dekontaminationseinrichtung
- 21
- Anschluss für Handbrause
- 23
- Anschluss für Wasser
- 22
- Spritzdüse
- 24
- horizontaler Abschnitt einer Zuführleitung
- 26, 28
- vertikaler Abschnitt einer Zuführleitung
- 29
- Verriegelung über Arretierbolzen
- 30
- Bremseinrichtung
- 31
- Basisträger
- 32
- Rollenelement
- 34
- Feststellelement
- 36
- Einlegerost, Abdeckelement
- 40
- Handbetätigungselement
- 50
- Seitenwandung
- 60
- Auffangbehältnis
- 62
- Ablauf
- 70
- Deckelelement
- H
- Höhe
- R
- Höhenrichtung
- U
- Überlappung
1. Mobile Dekontaminationsvorrichtung (1) zur Dekontamination von Personen, insbesondere
Einsatzkräften, welche insbesondere von wenigstens einer Person betretbar und/oder
verwendbar ist, mit einer Dekontaminationseinrichtung (20), insbesondere eine Duscheinrichtung,
zur Ausgabe eines Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittels, und mit einem Basisträger
(30), an welchem wenigstens ein Stützelement (12) wenigstens mittelbar angeordnet
ist, wobei die Dekontaminationseinrichtung (20) wenigstens teilweise und wenigstens
mittelbar an dem Stützelement (12) angeordnet und/oder abgestützt ist, wobei an dem
Basisträger (31) wenigstens zwei Rollenelemente (32) angeordnet sind, um die Dekontaminationsvorrichtung
(1) gegenüber einer Bodenfläche zu bewegen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationsvorrichtung (1), und insbesondere das Stützelement (12), eine
Höhenverstelleinrichtung aufweist, mittels welcher eine Höhe (H) der Dekontaminationsvorrichtung,
insbesondere werkzeuglos, änderbar und/oder einstellbar ist.
2. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationsvorrichtung (1) und/oder das wenigstens eine Stützelement (12)
teleskopartig höhenverstellbar ist.
3. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Höhenverstelleinrichtung wenigstens ein Arretiermittel, insbesondere einen Arretierbolzen
(29) und/oder eine Klemmschraube zur Arretierung wenigstens einer Höhenposition der
Dekontaminationsvorrichtung (1) aufweist.
4. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationsvorrichtung (1) wenigstens vier Rollenelemente (32) und bevorzugt
wenigstens sechs Rollenelemente (32) aufweist.
5. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationsvorrichtung (1) eine Bremseinrichtung (30) aufweist, mittels welcher
ihre Position gegenüber der Bodenfläche verriegelbar und/oder entriegelbar ist.
6. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach dem vorangegangenen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bremseinrichtung an wenigstens einem Rollenelement (32), bevorzugt an wenigstens
zwei Rollenelementen (32) und besonders bevorzugt an wenigstens vier Rollenelementen
(32) angeordnet ist.
7. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bremseinrichtung wenigstens ein Betätigungselement, insbesondere ein Handbetätigungselement
(40), aufweist und die Bremseinrichtung lediglich bei, insbesondere manueller, Betätigung
des Betätigungselements aus einem Verriegelungszustand in einen Entriegelungszustand
überführbar ist, wobei bevorzugt die Bremseinrichtung dazu geeignet und bestimmt ist,
dass ein Lösen der Betätigung des Betätigungselements unmittelbar zu einem Überführen
der Bremseinrichtung (30) in einen Verriegelungszustand führt.
8. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationseinrichtung (20) wenigstens eine Spritzdüse und bevorzugt eine
Vielzahl von Spritzdüsen aufweist, über welche das Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel
ausgebbar und bevorzugt die zu dekontaminierende Person mit Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel
beaufschlagbar ist, wobei bevorzugt die Spritzdüsen auswechselbar sind.
9. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationseinrichtung (20) wenigstens eine Sprinklereinrichtung und/oder
wenigstens eine Sprüheinrichtung, bevorzugt eine Sprühpistole und/oder wenigstens
einen, bevorzugt drehbaren, Sprühkranz, aufweist.
10. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationseinrichtung (20) wenigstens eine Zufuhrleitung (24, 26, 28) zum
Zuführen eines Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels an wenigstens eine Ausgabeeinrichtung
aufweist, wobei die Zufuhrleitung an wenigstens einer Stelle stromaufwärts der Ausgabeeinrichtung
eine Beimischeinrichtung, insbesondere eine Injektoreinrichtung, zum Beimischen wenigstens
eines Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels aufweist.
11. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationseinrichtung ein Auffangbehältnis (60), insbesondere eine Auffangwanne,
zum Auffangen des ausgegebenen Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittels aufweist,
welche bevorzugt einen insbesondere absperrbaren Ablauf (62) und/oder einen Anschluss
für eine Pumpe und/oder eine Pumpe aufweist.
12. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach dem vorangegangenen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein betretbares, und bevorzugt entnehmbares, Abdeckelement (36), bevorzugt
ein Einlegerost, zur Abdeckung des Auffangbehältnisses (60) vorgesehen ist.
13. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationseinrichtung () einen Wasseranschluss (23) aufweist.
14. Dekontaminationsvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dekontaminationsvorrichtung einen Anschluss für eine Saugeinrichtung, bevorzugt
einen Staubsauger, insbesondere zum Absaugen von Staub, und/oder die Dekontaminationsvorrichtung
(1) einen Anschluss für unter Druck befindliches fluides Medium, insbesondere Druckluft,
aufweist.
15. Verfahren zur Montage und Demontage einer mobilen Dekontaminationsvorrichtung (1)
zur Dekontamination von Personen, insbesondere Einsatzkräften, wobei die Dekontaminationsvorrichtung
eine Dekontaminationseinrichtung (20), insbesondere eine Duscheinrichtung, zur Ausgabe
eines Reinigungs- und/oder Dekontaminationsmittels aufweist, wobei die Dekontaminationsvorrichtung
(1) mittels wenigstens zwei und bevorzugt vier Rollenelementen (32) gegenüber einer
Bodenfläche bewegt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Montage und/oder Demontage der Dekontaminationsvorrichtung ein, insbesondere werkzeugloses,
Ändern und/oder Einstellen einer Höhe (H) der Dekontaminationsvorrichtung umfasst.