[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gehäuse für ein Bauteil einer Abgasanlage,
insbesondere für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine. Das Gehäuse umfasst eine
erste Halbschale mit einem ersten Verbindungsabschnitt, eine zweite Halbschale mit
einem zweiten Verbindungsabschnitt, und mindestens eine Öffnung, die durch eine Formgebung
eines ersten Abschnitts der ersten Halbschale und eines zweiten Abschnitts der zweiten
Halbschale definiert ist, insbesondere wobei die Öffnung zur Verbindung des Gehäuses
mit einem Rohr vorgesehen ist. Mittels des ersten und das zweiten Verbindungsabschnitts
sind die erste und die zweite Halbschale zumindest abschnittsweise miteinander verbunden.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind derartige Gehäuse für Bauteile einer Abgasanlage grundsätzlich
bekannt, und kommen beispielsweise in Abgasanlagen für Kraftfahrzeuge zum Einsatz,
beispielsweise als Gehäuse von Schalldämpfern, insbesondere Endschalldämpfern, und
als Gehäuse von Abgasreinigungseinrichtungen. Üblicherweise sind der erste und der
zweite Verbindungsabschnitt als seitlich auskragende Flanschabschnitte ausgebildet,
welche flächig aufeinander aufliegen und stirnseitig mittels einer Stirnnaht, d.h.
entlang einer durch die Flanschabschnitte gebildeten längsseitigen Außenkontur des
Gehäuses, miteinander verschweißt werden. Im Bereich der Öffnung zur Befestigung eines
Rohrs, beispielsweise eines Abgasrohrs, an dem Gehäuse, kann eine derartige Verbindung
eine Versteifung der Gehäusestruktur zur Folge haben, so dass bei ständiger Biegebeanspruchung
bei Betrieb der Abgasanlage Ermüdungserscheinungen auftreten können.. Gerade im Bereich
des Rohranschlusses des Gehäuses kann im Bereich der Schweißnähte es zu einer Spannungskonzentration
kommen, durch welche Stabilität und Unversehrtheit des Gehäuses gefährdet sind. Zudem
ist der Schweißprozess im Bereich der Öffnung schwierig durchzuführen und daher von
schwankender Qualität.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gehäuse für ein Bauteil einer
Abgasanlage bereitzustellen, bei dem das Material beanspruchende Spannungen im Bereich
einer Anschlussöffnung (z.B. für ein Rohr) reduziert sind und welches sich durch eine
einfachere und wirtschaftlichere Fertigung auszeichnet.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gehäuse mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
insbesondere dadurch, dass der erste Verbindungsabschnitt und der zweite Verbindungsabschnitt
des erfindungsgemäßen Gehäuses für ein Bauteil einer Abgasanlage ― in deren Längserstreckung
gesehen ― jeweils im Bereich der Öffnung einen Steckabschnitt und einen sich daran
― mittelbar oder unmittelbar ― anschließenden seitlich auskragenden Flanschabschnitt
umfassen, wobei die Steckabschnitte der Verbindungsabschnitte ineinander eingesteckt
sind und die Flanschabschnitte aufeinander aufliegen. Bevorzugt liegen die Flanschabschnitte
entlang ihrer Längserstreckung zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig
flächig aufeinander auf. Aber auch ein abschnittsweises oder vollständiges punktuelles
oder linienförmiges Aufliegen ist denkbar.
[0005] Der Erfindung liegt die allgemeine Idee zugrunde, dass ein seitlich auskragender
Flanschabschnitt zur Verbindung der zwei Halbschalen lediglich in einem Bereich der
Verbindungsabschnitte eingesetzt wird, der von der Öffnung des Gehäuses beabstandet
ist. Im Bereich der Öffnung sind die Verbindungsabschnitte gemäß der vorliegenden
Erfindung hingegen als Steckabschnitte ausgebildet, welche ― im Gegensatz zu den Flanschabschnitten
― keine wesentliche seitliche Auskragung aufweisen müssen. Vielmehr fügen sich die
Steckabschnitte annähernd in den Verlauf einer Gehäusekontur ein, wodurch ein nennenswertes
Umbördeln oder Umbiegen des Gehäuses im Bereich der Verbindungsabschnitte, wie es
für einen Flanschabschnitt erforderlich ist, unterbleiben kann. Der Eintrag von Spannungen
in das Material der ersten Halbschale und/oder der zweiten Halbschale kann somit wirksam
reduziert werden.
[0006] Die Verbindungsabschnitte der Halbschalen, die in deren Randbereichen angeordnet
sind, werden miteinander verbunden, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben. Der
erste Verbindungsabschnitt und der zweite Verbindungsabschnitt erstrecken sich jeweils
längs eines Randabschnitts der jeweiligen Halbschale und umgeben die Halbschale in
Umfangsrichtung zumindest abschnittsweise. Im Bereich der Öffnung, d.h. direkt an
die Öffnung angrenzend und dem Verbindungsabschnitt ausgehend von der Öffnung in seiner
Längsrichtung folgend, umfassen der erste und der zweite Verbindungsabschnitt zuerst
jeweils einen Steckabschnitt. Entfernt man sich ― in Längserstreckungsrichtung des
Verbindungsabschnitts ― weiter von der Öffnung des Gehäuses, so schließt sich ein
seitlich auskragenden der Flanschabschnitt an, wobei zwischen dem Steckabschnitt und
dem Flanschabschnitt weitere Abschnitte angeordnet sein können.
[0007] Es ist nicht zwingend erforderlich, dass jede der Halbschalen tatsächlich eine Hälfte
des Gehäuses ausbildet. Vielmehr können die Halbschalen jeweils verschieden große
Anteile einer Gehäusewandlung formen. Die in dem Gehäuse vorgesehene mindestens eine
Öffnung ist jedoch derart ausgebildet, dass beide Halbschalen zumindest abschnittsweise
zur Begrenzung der Öffnung beitragen.
[0008] Zur Verbindung einer weiteren Komponente (z.B. ein Rohr und/oder ein Bauteil in Schalenbauweise
o.ä.) mit dem Gehäuse wird die Komponente üblicherweise in die Öffnung eingeführt
und anschließend mit dem Gehäuse verbunden, insbesondere stoffschlüssig, beispielsweise
mittels einer die Komponente und die Öffnung in Umfangsrichtung umgebenden Schweißnaht.
Der erfindungsgemäß im Bereich der Öffnung vorgesehene Steckabschnitt ― anstelle eines
Flanschabschnitts ― hat den Vorteil, dass die Komponente mit einer einfachen umlaufenden
Schweißnaht auch im Bereich des Verbindungsabschnitts sofort sicher befestigt werden
kann, ohne dass ein Nachschweißen eines seitlich auskragenden Verbindungsabschnitts
erforderlich ist.
[0009] Vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, der Beschreibung
und der Zeichnung zu entnehmen.
[0010] Gemäß einer Ausführungsform weist der Steckabschnitt des zweiten Verbindungsabschnitts
eine Aufweitung zu einer Gehäuseaußenseite hin auf, in welche der Steckabschnitt des
ersten Verbindungsabschnitts auf einer der Innenseite des Gehäuses zugewandten Seite
einsteckbar ist. Insbesondere ist der erste Verbindungsabschnitt in die Aufweitung
einklemmbar. Ebenso ist die umgekehrte Anordnung möglich.
[0011] Die Aufweitung des zweiten Steckabschnitts kann vorteilhafterweise das Einstecken
des ersten Steckabschnitts in den zweiten Steckabschnitt bei der Montage der ersten
und der zweiten Halbschale erleichtern. Der Grad der Aufweitung kann variiert werden.
Beispielsweise kann die Aufweitung so gering gewählt werden, dass der Steckabschnitt
des ersten Verbindungsabschnitts nach dem Einstecken in die Aufweitung spielfrei eingeklemmt
ist, sodass die anschließende Verbindung, beispielsweise mittels Schweißens, vereinfacht
wird. Alternativ kann die Aufweitung so gewählt werden, dass der Steckabschnitt des
ersten Verbindungsabschnitts ohne wesentliche Kraftaufwendung in den Steckabschnitt
des zweiten Verbindungsabschnitts einsteckbar ist. Grundsätzlich ist die Aufweitung
des zweiten Verbindungsabschnitts jedoch verhältnismäßig gering und liegt beispielsweise
im Bereich einer oder weniger Materialstärken des Verbindungsabschnitts.
[0012] Der Steckabschnitt des ersten Verbindungsabschnitts, d.h. der Verbindungsabschnitt,
welcher in den zweiten Verbindungsabschnitt gehäuseinnenseitig eingesteckt wird, kann
alternativ oder zusätzlich zu der Aufweitung des zweiten Verbindungsabschnitts (leicht)
zur Gehäuseinnenseite verjüngt sein. Dies kann wiederum den Einsteckvorgang erleichtern.
[0013] Unter einer Aufweitung ist hier nicht zwingend zu verstehen, dass der zweite Verbindungsabschnitt
zu der Gehäuseaußenseite hin umgebördelt ist. Vielmehr kann die Aufweitung auch so
beschrieben werden, dass der Verlauf des aufgeweiteten zweiten Verbindungsabschnitts
weiterhin zumindest annähernd der Grundkontur des Gehäuses folgt, wobei der aufgeweitete
Steckabschnitt des zweiten Verbindungsabschnitts um die Aufweitung zu der Gehäuseaußenseite
hin (parallel) verschoben oder versetzt ist.
[0014] Eine Einsteckrichtung, entlang der ein Zusammenstecken der Steckabschnitte des ersten
und des zweiten Verbindungsabschnitts erfolgt, kann zumindest annähernd senkrecht
zu einer ersten Ebene orientiert sein, in der der Flanschabschnitt des ersten Verbindungsabschnitts
angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Einsteckrichtung zumindest annähernd
senkrecht zu einer zweiten Ebene orientiert sein, in der der Flanschabschnitt des
zweiten Verbindungsabschnitts angeordnet ist. In besonders einfacher Weise können
bei einer Zusammensteckbewegung die Steckabschnitte des ersten und des zweiten Verbindungsabschnitts
ineinander gesteckt werden, während zugleich die Flanschabschnitte des ersten und
des zweiten Verbindungsabschnitts miteinander in Anlage gebracht werden. Durch die
Steckabschnitte erfolgt zudem eine Stabilisierung des zusammengesteckten Gehäuses
während der Montage.
[0015] Der erste und/oder der zweite Steckabschnitt können einen zu einer Gehäuseaußenseite
ragenden Ansatz aufweisen, insbesondere wobei dessen Erstreckung in Richtung der Gehäuseaußenseite
nicht größer ist als eine Materialstärke des Verbindungsabschnitts in dieser Richtung.
Weist der gehäuseinnenseitig einzusteckende Steckabschnitt einen derartigen nach außen
ragenden Ansatz auf, so kann vorteilhafterweise eine stabilisierende Klemmwirkung
nach dem Einstecken in den gehäuseaußenseitig angeordneten zweiten Steckabschnitt
erfolgen. Weist der gehäuseaußenseitig angeordnete Steckabschnitt einen derartigen
nach außen ragenden Ansatz auf, so kann dieser Ansatz vorteilhafterweise als Einführhilfe
für den gehäuseinnenseitig aufzunehmenden Steckabschnitt dienen und somit die Montage
erleichtern.
[0016] Die Erzeugung eines derartigen Ansatzes kann besonders einfach in den üblicherweise
zur Herstellung der ersten und zweiten Halbschale verwendeten Umformverfahren, beispielsweise
beim Tiefziehen, erreicht werden. Insbesondere kann der Ansatz nach dem um Umformprozess
beim Heraustrennen bzw. Zuschneiden der ersten und/oder zweiten Halbschale stehen
gelassen werden.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Gehäuse einen Grundkörper und eine,
insbesondere stutzenartige Auskragung auf, wobei die Öffnung an einem dem Grundkörper
abgewandten Ende der Austragung angeordnet ist. Durch eine solche stutzenartige Auskragung
des Gehäuses kann ein an dem Gehäuse zu befestigendes Rohr besser geführt und sicherer
an dem Gehäuse angebracht werden. Spannungen im Befestigungsbereich zwischen Rohr
und Öffnung können auf diese Weise reduziert bzw. besser verteilt werden. Die stutzenartige
Auskragung ist insbesondere als im Bereich der Öffnung angeordnet anzusehen.
[0018] Der Übergang von dem Grundkörper zu der Auskragung kann eine Biegung der Gehäusekontur
umfassen, insbesondere eine Biegung der ersten und/oder der zweiten Halbschale. Die
Biegung der Gehäusekontur kann derart ausgebildet sein, dass sie ebenfalls als im
Bereich der Öffnung angeordnet anzusehen ist.
[0019] Zwischen dem Steckabschnitt und dem Flanschabschnitt des ersten und des zweiten Verbindungsabschnitts
kann jeweils ein seitlich auskragender Übergangsabschnitt angeordnet sein, wobei sich
die Übergangsabschnitte des ersten und des zweiten Verbindungsabschnitts nicht vollständig
überlappen. Insbesondere nimmt eine Breite zumindest eines der beiden Übergangsabschnitte
von dem Steckabschnitt bis zu dem Flanschabschnitt hin zu. Die Breite des Übergangsabschnitts
kann entsprechend mit der Entfernung von der Öffnung zunehmen, insbesondere bis zu
einer maximalen Breite des Flanschabschnitts. Unter einer Breite des Übergangsabschnitts
sowie des Flanschabschnitts ist jeweils die Ausdehnung des entsprechenden Abschnitts
senkrecht zur Längserstreckung des Verbindungsabschnitts innerhalb der Ebene des Flansch-
bzw. Übergangsabschnitt zu verstehen.
[0020] Da der Übergangsabschnitt, wie vorstehend beschrieben, im Vergleich zu dem Flanschabschnitt
keine wesentliche seitliche Auskragung aufweist, ist der Übergangsbereich dazu vorgesehen,
den Flanschabschnitt und den Steckabschnitt jeder Halbschale unter Vermeidung von
Sprüngen in der Breite des Verbindungsabschnitts ineinander überzuführen. Zu diesem
Zweck kann zumindest einer der Übergangsabschnitte des ersten und des zweiten Verbindungsabschnitts,
bevorzugt beide Übergangsabschnitte, einen stetigen, bevorzugt angeschrägten und/oder
monotonen Verlauf aufweisen. Die Fertigung einer stoffschlüssigen Verbindung der Halbschalen
nach dem Zusammenstecken wird dadurch deutlich vereinfacht.
[0021] Gemäß einer Ausführungsform geht der Steckabschnitt im Bereich der Biegung, insbesondere
im Bereich eines öffnungsfernen Endes der Biegung, in den Übergangsabschnitt über.
Die seitlich auskragenden Bereiche des Übergangsabschnitts und des Flanschabschnitts
schließen sich, von der Öffnung aus in Längsrichtung des Verbindungsabschnitts gesehen,
also erst im Bereich der Biegung oder danach an den Steckanschnitt an. Das Einbringen
von Spannungen in das Material der ersten und zweiten Halbschale durch Herstellen
der Biegung einerseits und eines auskragenden Übergangsbereichs andererseits kann
wirksam vermieden werden.
[0022] Vorteilhafterweise ist in dem Übergangsabschnitt bei jeder Entfernung von der Öffnung
die Breite des zweiten Verbindungabschnitts größer als die Breite des ersten Verbindungsabschnitts,
insbesondere derart, dass eine seitlich auskragend angeordnete Fläche des zweiten
Verbindungsabschnitts zumindest teilweise freigelegt und nicht von einer seitlich
ausfallenden Fläche des ersten Verbindungabschnitts bedeckt ist, oder umgekehrt. Der
erste und der zweite Verbindungsabschnitt verlaufen also in dem Übergangsabschnitt
derart, dass einer der Übergangsabschnitte eine über den anderen Übergangsabschnitt
herausragende Fläche aufweist, sodass ein Überlappstoß entsteht. Der Überlappenstoß
kann dazu dienen, eine Verbindungsnaht zu platzieren.
[0023] Die Flanschabschnitte und/oder die Übergangsabschnitte des ersten und des zweiten
Verbindungsabschnitts sind bevorzugt im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet.
Insbesondere sind die seitlich auskragenden Flächen der ersten und der zweiten Flansch-
und/oder Übergangsabschnitte im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet, sodass
sie stabil aufeinander aufliegen. Eine der beiden Flächen oder beide Flächen können
auch (abschnittsweise) schräg zu einer Trennebene der Halbschalen angeordnet sein,
so dass eine (abschnittsweise) linienförmige Auflage der beiden Flanschabschnitte
entsteht.
[0024] Weiterhin schließen die Flanschabschnitte des ersten und des zweiten Verbindungsabschnitts
auf einer Außenseite des Gehäuses bevorzugt bündig miteinander ab, insbesondere wobei
die Flanschabschnitte zumindest im Wesentlichen die gleiche Breite aufweisen und/oder
sich vollständig überlappen. Die Flanschabschnitte können in diesem Fall einfach entlang
ihrer Außenseite miteinander verbunden werden (z.B. mittels einer Schweißnaht in Form
einer Stirnnaht), während die vollständig überlappenden seitlich auskragenden Flächen
die Verbindung stabilisieren. Bei einem nicht-bündigen Abschluss bzw. bei einem nicht
vollständigen Überlappen der Flanschabschnitte kann auch eine Verbindung mittels einer
Schweißnaht in Form einer Kehlnaht vorgesehen sein.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind der erste Verbindungsabschnitt und der
zweite Verbindungsabschnitt in dem Steckabschnitt, in dem Übergangsabschnitt und/oder
in dem Flanschabschnitt mittels einer stoffschlüssigen Verbindung miteinander verbunden,
insbesondere wobei die Verbindung durchgehend ist. Beispielsweise können die Verbindungsabschnitte
mittels Schweißen, Löten oder weitere stoffschlüssigen Verbindungsarten miteinander
verbunden sein, wahlweise auch miteinander verklebt sein. Eine durchgängige Verbindung
ist üblicherweise mit geringem Aufwand herstellbar und gewährleistet zudem eine hohe
Zuverlässigkeit, Dichtigkeit und Stabilität.
[0026] Insbesondere ist die Verbindung eine Schweißnaht, die im Bereich des Steckabschnitts
und/oder in dem Übergangsabschnitt als Kehlnaht und/oder im Bereich des Flanschabschnitts
als Stirnnaht ausgebildet ist. Die Stirnnaht im Bereich des Flanschabschnitts wird
typischerweise an der äußeren Flanke der beiden Flanschabschnitte ausgeführt. Die
Kehlnaht in dem Übergangsabschnitt kann in dem Bereich des Überlappstoßes der seitlich
auskragenden Flächen des ersten und des zweiten Übergangsabschnitt ausgeführt werden.
In dem Steckabschnitt kann die Kehlnaht in einem Stoßbereich des ersten und des zweiten
Steckabschnitts ausgeführt werden.
[0027] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Gehäuses nach
zumindest einem der vor-stehenden Ansprüche, umfassend die Schritte (i) Bereitstellen
einer ersten Halbschale mit einem ersten Verbindungsabschnitt und einer zweiten Halbschale
mit einem zweiten Verbindungsabschnitt, (ii) Zusammensetzen der ersten und der zweiten
Halbschale, wobei die Flanschabschnitte des ersten und der zweiten Verbindungsabschnitts
in Anlage gebracht und die Steckabschnitte des ersten und des zweiten Verbindungsabschnitts
entlang einer Einsteckrichtung ineinander eingesteckt werden, (iii) stoffschlüssiges
Verbinden der ersten und der zweiten Halbschale, insbesondere mittels einer Schweißnaht,
insbesondere welche im Bereich der Flanschabschnitte stirnseitig unter einem ersten
Winkel ausgeführt wird, und welche im Bereich der Steckabschnitte unter einem zweiten
Winkel ausgeführt wird, der von dem ersten Winkel um 90 Grad oder weniger abweicht,
und welche gegebenenfalls im Bereich der Übergangsabschnitte unter einem dritten Winkel
ausgeführt wird, der zwischen dem ersten und dem zweiten Winkel liegt. Insgesamt ergibt
sich von dem Flanschabschnitt über den Übergangsabschnitt zu dem Steckabschnitt (oder
umgekehrt) eine sukzessive Veränderung des zum Verschweißen der ersten und der zweiten
Halbschale benötigten Winkels, unter dem die Schweißnaht des entsprechenden Abschnitts
auszuführen ist, wodurch die Fertigung erleichtert wird.
[0028] Insbesondere kann bei dem Verfahren die Schweißnaht über den Flanschabschnitt, den
Übergangsabschnitt und den Steckabschnitt hinweg durchgängig ausgeführt werden, indem
der Winkel in dem Schweißprozess sukzessive angepasst wird. Dadurch kann die automatisierte
Fertigung des Gehäuses erleichtert und eine verbesserte Verbindung der Halbschalen
erreichet werden. Die Verbindung kann aber auch abgesetzt erfolgen, z.B. wenn die
Verbindung im Bereich des Steckabschnitts, des Flanschabschnitts und/oder ― so vorhanden
― des Übergangsabschnitts von verschiedenen Maschinen (z.B. Robotern) hergestellt
werden soll.
[0029] Die im Zusammenhang mit dem Gehäuse vorstehend beschriebenen weiteren Vorteile können
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren entsprechend erreicht werden.
[0030] Nachfolgend wird die Erfindung rein beispielhaft anhand einer möglichen Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Gehäuse für ein Bauteil einer Abgasanlage nach dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Gehäuse von Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Gehäuse für ein Bauteil einer Abgasanlage gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Gehäuse von Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Detailansicht des Übergangsabschnitts von Fig. 3;
- Fig. 6
- eine Querschnittsansicht durch den ersten Verbindungsabschnitt und den zweiten Verbindungsabschnitt
im Bereich eines Steckabschnitts von Fig. 3;
- Fig. 7A
- eine erste Querschnittsansicht durch den Verbindungsabschnitt und den zweiten Verbindungsabschnitt
im Bereich des Übergangsabschnitts von Fig. 3;
- Fig. 7B
- eine zweite Querschnittsansicht durch den ersten Verbindungsabschnitt und den zweiten
Verbindungsabschnitt im Bereich eines Übergangsabschnitts von Fig. 3;
- Fig. 8
- eine Querschnittsansicht durch den ersten Verbindungsabschnitt und den zweiten Verbindungsabschnitt
im Bereich des Flanschabschnitts von Fig. 3 und
- Fig. 9A, 9B
- alternative Ausführungsformen des Flanschabschnitts oder Übergangsabschnitts.
[0031] Fig. 1 und 2 zeigen beispielhaft einen Ausschnitt eines Gehäuses für ein Bauteil
einer Abgasanlage, beispielsweise ein Gehäuse eines Schalldämpfers für ein Kraftfahrzeug,
wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist. Das Gehäuse umfasst eine erste Halbschale
12 und eine darunter angeordnete zweite Halbschale 14. Die Formgebung der ersten Halbschale
12 und der zweiten Halbschale 14 definieren eine Öffnung 16 in dem Gehäuse 10, welche
zur Verbindung des Gehäuses 10 mit einem Rohr, beispielsweise einem Abgasrohr (nicht
gezeigt), vorgesehen ist.
[0032] Die erste Halbschale 12 und die zweite Halbschale 14 weisen einen ersten Verbindungabschnitt
18 bzw. einen zweiten Verbindungabschnitt 20 auf, die sich längs entlang der Randbereiche
der jeweiligen Halbschale 12 bzw. 14 erstrecken. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist es aus
dem Stand der Technik bekannt, dass der erste Verbindungabschnitt 18 und der zweite
Verbindungsabschnitt 20 jeweils entlang ihrer gesamten Längserstreckung als seitlich
auskragende Flanschabschnitte 18c und 20c ausgebildet sind, welche aneinander anliegen
und beispielsweise durch Verschweißen miteinander verbunden sind.
[0033] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass für diese Gehäuse eine Versteifung der Struktur
im Bereich der Öffnung auftritt, wodurch bei einer im Betrieb der Abgasanlage entstehenden
Biegebeanspruchung Ermüdungserscheinungen auftreten können und somit die Haltbarkeit
des Gehäuses verringert werden kann.
[0034] Dieses Problem wird überwunden durch ein erfindungsgemäßes Gehäuse 10, wie es in
Fig. 3 und Fig. 4 gezeigt ist. Die erste Halbschale 12 und die zweite Halbschale 14
des erfindungsgemäßen Gehäuses bilden einen Grundkörper 10a sowie eine stutzenartige
Auskragung 10b, welche durch die Formgebung der ersten Halbschale 12 und der zweiten
Halbschale 14 definiert ist. Die Öffnung 16 ist an einem dem Grundkörper 10a abgewandten
Ende der Auskragung 10b angeordnet.
[0035] Der Grundkörper 10a geht in die Auskragung 10b durch eine Biegung über, die durch
die Konturen der ersten Halbschale 12 und der zweiten Halbschale 14 realisiert ist.
[0036] Die erste Halbschale 12 und die zweite Halbschale 14 verfügen über einen ersten Verbindungabschnitt
18 bzw. einen zweiten Verbindungabschnitt 20. Die Verbindungsabschnitte 18, 20 weisen
jeweils einen seitlich auskragenden Flanschabschnitt 18c bzw. 20c auf, welche von
der Öffnung 16 ― entlang der Längserstreckungsrichtung der Verbindungsabschnitte 18,
20 gesehen ― beabstandet sind. Im Bereich der Öffnung 16 sind der erste Verbindungabschnitt
18 und der zweite Verbindungsabschnitt 20 jeweils als Steckabschnitt 18a und 20a ausgebildet.
[0037] Bei dem montierten Gehäuse 10 sind die Steckabschnitte 18a und 20a ineinander eingesteckt
und überlappen einander, während sie dabei gewissermaßen einer Formgebung des Gehäuses
10 folgen. Die Flanschabschnitte 18c, 20c ragen hingegen seitlich aus der grundsätzlichen
Formgebung des Gehäuses 10 heraus und liegen flächig aufeinander auf. Die seitlich
auskragenden Flächen der Flanschabschnitte 18c und 20c sind dabei parallel zueinander
angeordnet und zudem schließen die Flanschabschnitte 18c und 20c an ihrer Außenseite
bündig miteinander ab.
[0038] Die Steckabschnitte 18a und 20a erstrecken sich ― in Längsrichtung der Verbindungsabschnitte
10, 20 gesehen ― von der Öffnung 16 bis in den Bereich der Biegung, welche den Grundkörper
10a in die Auskragung 10b des Gehäuses 10 überführt. Wie in Fig. 4 gezeigt ist, können
die Steckabschnitte 18a und 20a sich bis in den Bereich der Biegung hinein und ggf.
bis zu einem öffnungsfernen Ende der Biegung (Fig. 4, rechte Seite) oder alternativ
durch die gesamte Biegung hindurch und über das öffnungsferne Ende der Biegung hinaus
erstrecken (Fig. 4, linke Seite).
[0039] Um die Steckabschnitte 18a und 20a in die jeweiligen Flanschabschnitte 18c und 20c
zu überführen, sind zwischen den Steckabschnitten 18a und 20a und den Flanschabschnitten
18c und 20c jeweils seitlich auskragende Übergangsabschnitte 18b und 20b angeordnet.
Die Breite B
1,2 der seitlich auskragenden Flächen der Übergangsabschnitte 18b, 20b nimmt jeweils
stetig von den Steckabschnitten 18a, 20a bis zu den zugehörigen Flanschabschnitten
18c, 20c hin zu, bis jeder Übergangsabschnitt 18b, 20b die Breite B
F des jeweiligen Flanschabschnitts 18c, 20c erreicht hat (siehe auch Fig. 7A, B). Die
Übergangsabschnitte 18b, 20b weisen jeweils eine schräg verlaufende Außenkontur auf.
[0040] Die seitlich auskragenden Flächen der Übergangsabschnitte 18b und 20b sind bei dem
montierten Gehäuse 10 parallel zueinander angeordnet, sodass sie flächig aufeinander
aufliegen, während ihre Flächen nicht vollständig überlappen. Vielmehr ist in dem
gezeigten Ausführungsbeispiel der zweite Übergangsabschnitt 20b an jeder Stelle etwas
breiter ausgebildet als der erste Übergangsabschnitt 18b, sodass die seitlich auskragende
Fläche des zweiten Übergangsabschnitts 20b teilweise freigelegt und nicht von der
seitlich auskragenden Fläche des ersten Übergangsabschnitts 18b bedeckt ist (siehe
Fig. 5).
[0041] Detaillierte Querschnittsansichten durch den ersten und den zweiten Verbindungabschnitt
18, 20 sind in den Fig. 6 bis 8 gezeigt. Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch den
ersten und den zweiten Verbindungabschnitt 18, 20 im Bereich der Steckabschnitte 18a
und 20a. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Steckabschnitt 18a des ersten Verbindungabschnitts
18 gehäuseinnenseitig in den Steckabschnitt 20a des zweiten Verbindungabschnitts 20
eingesteckt. Um die Aufnahme des ersten Steckabschnitts 18a zu erleichtern, weist
der zweite Steckabschnitt 20a zu der Gehäuseaußenseite hin eine leichte Aufweitung
22 auf. Über einen schräg zu einer Gehäuseaußenseite hin verlaufenden Bereich 22a
wird im Bereich der Aufweitung 22 die Kontur des Steckabschnitts 20a zu der Gehäuseaußenseite
hin verlagert, jedoch lediglich um etwa eine Materialstärke des Verbindungsabschnitts
18, sodass dieser gut gehäuseinnenseitig aufnehmbar ist. In seiner Formgebung folgt
der aufgeweitete Bereich 22 des Steckabschnitts 20a im Wesentlichen der allgemeinen
Gehäusekontur, d.h. ein Umbördeln oder Umbiegen des Steckabschnitts 20a erfolgt nicht.
[0042] Der in den zweiten Steckabschnitt 20a eingesteckte erste Steckabschnitt 18a ist in
Fig. 6 in die Aufweitung 22 eingeklemmt. Zu diesem Zweck weist der erste Steckabschnitt
18a einen minimal in Richtung der Gehäuseaußenseite ragenden ersten Ansatz 24 auf,
mit dem sich der erste Steckabschnitt 18a an dem zweiten Steckabschnitt 20a nach dem
Zusammenstecken verklemmt.
[0043] Auch der zweite Steckabschnitt 20a weist einen zu der Gehäuseaußenseite hin ragenden
zweiten Ansatz 26 auf, der sich um weniger als eine Materialstärke des Steckabschnitts
20a in Richtung der Gehäuseaußenseite erstreckt. Der zweite Ansatz 26 dient beim Einstecken
des ersten Steckabschnitts 18a als Einführhilfe.
[0044] Fig. 7A und 7B zeigen Querschnittsansichten der Übergangsabschnitte 18b und 20b entlang
der in Fig. 5 gekennzeichneten Querschnittsflächen. Deutlich erkennbar ist, dass mit
der von 7A zu 7B zunehmenden Entfernung von der Öffnung 16 die Breite B
1,2 der Übergangsabschnitte 18b und 20b jeweils zunimmt. Ebenso wird deutlich, dass die
Breite B
2 des zweiten Übergangsabschnitts 20b bei jeder Entfernung von der Öffnung 16 größer
ist als die entsprechende Breite B
1 des ersten Übergangsabschnitts 18b, sodass ein Überlappstoß der Übergangsabschnitte
18b und 20b resultiert.
[0045] Fig. 8 zeigt einen Querschnitt durch den ersten Flanschabschnitt 18c und den zweiten
Flanschabschnitt 20c. Die Flanschabschnitte 18c und 20c weisen die gleiche Breite
B
F auf und überlappen vollständig miteinander, sodass ein sogenannter Bördelstoß resultiert.
[0046] Zur Montage des vorstehend beschriebenen Gehäuses 10 werden zunächst die erste Halbschale
12 und die zweite Halbschale 14 zusammengesetzt, sodass die Flanschabschnitte 18c,
20c und die Übergangsabschnitte 18b, 20b in Anlage miteinander gebracht werden und
die Steckabschnitte 18a, 20a ineinander eingesteckt werden. Die Einsteckrichtung E,
entlang der das Zusammenstecken der Steckabschnitte 18a, 20a erfolgt, ist senkrecht
zu den Ebenen orientiert, in denen die seitlich auskragenden Flanschabschnitte 18c
und 20c des ersten und des zweiten Verbindungabschnitts 18 und 20 angeordnet sind.
Auf diese Weise erfolgen das Zusammenstecken der Steckabschnitte 18a, 20a und das
in Anlage Bringen der Flanschabschnitte 18c, 20c und der Übergangsabschnitte 18b,
20b gleichzeitig. Im nächsten Schritt werden die erste Halbschale 12 und die zweite
Halbschale 14 des Gehäuses 10 im gezeigten Ausführungsbeispiel mittels einer stoffschlüssigen
Verbindung, hier durch Schweißen, miteinander verbunden.
[0047] Konkret wird eine Schweißnaht, welche in den Fig. 6, 7A, 7B und 8 jeweils durch ovale
Markierungen 34 angedeutet ist, über die Steckabschnitte 18a, 20a, die Übergangsabschnitte
18b, 20b und die Flanschabschnitte 18c, 20c ausgebildet. Im Bereich der Flanschabschnitte
18c und 20c wird die Schweißnaht als Stirnnaht ausgebildet, die entlang der Außenkontur
der Flanschabschnitte 18c und 20c platziert wird. Wie in Fig. 8 durch den Pfeil 28
angedeutet ist, wird die Schweißnaht parallel zu der Ebene ausgeführt, in der die
seitlich auskragenden Flächen der Flanschabschnitte 18c und 20c angeordnet sind. In
dem Bereich der Steckabschnitte 18a und 20a wird eine Kehlnaht in dem Stoßbereich
zwischen dem ersten Steckabschnitt 18a und dem zweiten Steckabschnitt 20a gesetzt,
und zwar unter einem Winkel 30, der von dem ersten Winkel 28 um höchstens 90° abweicht.
[0048] In dem Bereich der Übergangsabschnitte 18b und 22b wird eine Kehlnaht unter einem
dritten Winkel 32 ausgeführt, der zwischen dem ersten Winkel 28 und dem zweiten Winkel
30 liegt.
[0049] Ausgehend von den Flanschabschnitten 18c und 20c über die Übergangsabschnitte 18b
und 20b zu den Steckabschnitten 18a und 20a (oder umgekehrt) ist somit lediglich eine
sukzessive Veränderung des Schweißwinkels nötig. Dadurch wird es insbesondere möglich,
den Schweißprozess maschinell durchzuführen und eine Schweißnaht vorzusehen, welche
durchgängig über die Flanschabschnitte 18c und 20c, die Übergangsabschnitte 18b und
20b und die Steckabschnitte 18a und 20a ausgeführt wird und diese in einem Fertigungsschritt
unter entsprechender Änderung des Winkels 28, 32, 30 zuverlässig verbindet. Eine abgesetzte
Verschweißung der Halbschalen in den verschiedenen Abschnitten ist ebenfalls denkbar.
[0050] Zwar wurde die vorliegende Erfindung exemplarisch anhand einer Ausführungsform beschrieben,
bei der Übergangsabschnitte 18b, 20b vorgesehen sind. Der Vollständigkeit halber wird
jedoch darauf hingewiesen, dass die Abschnitte 18b, 20b optional sind. Es ist auch
möglich, dass die Steckabschnitte 18a, 20a ohne ausgeprägte Übergangsabschnitte in
die Flanschabschnitte 18c, 20c übergehen. Die Flanschabschnitte 18c, 20c müssen auch
nicht vollständig überlappend oder ihrer Außenseite bündig abschließend angeordnet
sein. In diesem Fall sind sie bevorzugt mittels einer Kehlnaht miteinander verschweißt.
[0051] Fig. 9A und 9B zeigen, dass die Flanschabschnitte 18c, 20c nicht zwingend parallel
zueinander angeordnet sein müssen. Wie beispielhaft gezeigt ist, können sich beide
entlang ihrer Längserstreckung (ggf. bereichsweise) zumindest abschnittsweise schräg
zu einer Trennebene T der Halbschalen 12, 14 erstrecken, so dass sich eine linienförmige
Auflage der Abschnitte 18c, 20c ergibt. Denkbar ist auch, dass einer der Abschnitt
18c, 20c (abschnittsweise) schräg zu der Ebene T angeordnet ist und dass sich der
andere Abschnitt 20c bzw. 18c im Wesentlichen parallel zu der Ebene T erstreckt. Auch
dann ergibt sich eine linienförmige Auflage. Analoges gilt ― so vorhanden ― für die
Übergangsabschnitte 18b, 20b.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 10
- Gehäuse
- 10a
- Grundkörper
- 10b
- Auskragung
- 12
- erste Halbschale
- 14
- zweite Halbschale
- 16
- Öffnung
- 18
- erster Verbindungsabschnitt
- 18a
- erster Steckabschnitt
- 18b
- erster Übergangsabschnitt
- 18c
- erster Flanschabschnitt
- 20
- zweiter Verbindungsabschnitt
- 20a
- zweiter Steckabschnitt
- 20b
- zweiter Übergangsabschnitt
- 20c
- zweiter Flanschabschnitt
- 22
- Aufweitung
- 22a
- schräg verlaufender Bereich
- 24
- erster Ansatz
- 26
- zweiter Ansatz
- 28
- erster Schweißwinkel
- 30
- zweiter Schweißwinkel
- 32
- dritter Schweißwinkel
- 34
- Schweißnaht
- B1
- Breite des ersten Übergangsabschnitts 18b
- B2
- Breite des zweiten Übergangsabschnitts 20b
- BF
- Breite der Flanschabschnitte 18c, 20c
- E
- Einsteckrichtung
- T
- Trennebene
1. Gehäuse (10) für ein Bauteil einer Abgasanlage, insbesondere für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine, umfassend
eine erste Halbschale (12) mit einem ersten Verbindungsabschnitt (18),
eine zweite Halbschale (14) mit einem zweiten Verbindungsabschnitt (20), und
mindestens eine Öffnung (16), die durch eine Formgebung eines ersten Abschnitts der
ersten Halbschale (12) und eines zweiten Abschnitts der zweiten Halbschale (14) definiert
ist, insbesondere wobei die Öffnung (16) zur Verbindung des Gehäuses (16) mit einem
Rohr oder einem Bauteil in Schalenbauweise vorgesehen ist,
wobei die erste (12) und die zweite Halbschale (14) mittels des ersten (18) und des
zweiten Verbindungsabschnitts (20) zumindest abschnittsweise miteinander verbunden
sind,
wobei der erste Verbindungsabschnitt (18) und der zweite Verbindungsabschnitt (20)
― in deren Längserstreckung gesehen ― jeweils im Bereich der Öffnung (16) einen Steckabschnitt
(18a, 20a) und einen sich daran - mittelbar oder unmittelbar ― anschließenden seitlich
auskragenden Flanschabschnitt (18c, 20c) umfassen, wobei die Steckabschnitte (18a,
20a) der Verbindungsabschnitte (18, 20) ineinander eingesteckt sind und die Flanschabschnitte
(18c, 20c) aufeinander aufliegen, insbesondere flächig aufeinander aufliegen.
2. Gehäuse (10) nach Anspruch 1,
wobei der Steckabschnitt (20a) des zweiten Verbindungsabschnitts (20) eine Aufweitung
(22) zu einer Gehäuseaußenseite hin aufweist, in welche der Steckabschnitt (18a) des
ersten Verbindungsabschnitts (18) auf einer der Innenseite des Gehäuses (10) zugewandten
Seite einsteckbar ist, insbesondere wobei der erste Verbindungsabschnitt (18) in die
Aufweitung (22) einklemmbar ist, oder umgekehrt.
3. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei eine Einsteckrichtung (E), entlang der ein Zusammenstecken der Steckabschnitte
(18a, 20a) des ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts (20) erfolgt, zumindest
annähernd senkrecht zu einer ersten Ebene orientiert ist, in der der Flanschabschnitt
(18c) des ersten Verbindungsabschnitts (18) angeordnet ist und/oder zumindest annähernd
senkrecht zu einer zweiten Ebene orientiert ist, in der der Flanschabschnitt (20c)
des zweiten Verbindungsabschnitts (20) angeordnet ist.
4. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der erste (18a) und/oder der zweite Steckabschnitt (20a) einen zu einer Gehäuseaußenseite
ragenden Ansatz (24, 26) aufweisen, insbesondere dessen Erstreckung in Richtung der
Gehäuseaußenseite nicht größer ist als eine Materialstärke des Verbindungsabschnitts
(18, 20) in dieser Richtung.
5. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei das Gehäuse (10) einen Grundkörper (10a) und eine, insbesondere stutzenartige,
Auskragung (10b) aufweist, wobei die Öffnung (16) an einem dem Grundkörper (10a) abgewandten
Ende der Auskragung (10b) angeordnet ist.
6. Gehäuse (10) nach Anspruch 5,
wobei der Übergang von dem Grundkörper (10a) zu der Auskragung (10b) eine Biegung
der Gehäusekontur umfasst, insbesondere eine Biegung der ersten (12) und/oder der
zweiten Halbschale (14).
7. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei zwischen dem Steckabschnitt (18a, 20a) und dem Flanschabschnitt (18c, 20c) des
ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts (20) jeweils ein seitlich auskragender
Übergangsabschnitt (18b, 20b) angeordnet ist, wobei sich die Übergangsabschnitte (18b,
20b) des ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts (20) nicht vollständig
überlappen, insbesondere wobei eine Breite (B1,2) zumindest eines der beiden Übergangsabschnitte (18b, 20b) je von dem Steckabschnitt
(18a, 20a) bis zu dem Flanschabschnitt (18c, 20c) hin zunimmt.
8. Gehäuse (10) nach Anspruch 6 und 7,
wobei der Steckabschnitt (18a, 20a) im Bereich der Biegung, insbesondere im Bereich
eines öffnungsfernen Endes der Biegung, in den Übergangsabschnitt (18b, 20b) übergeht.
9. Gehäuse (10) nach Anspruch 7 oder 8,
wobei in dem Übergangsabschnitt (18b, 20b) bei jeder Entfernung von der Öffnung die
Breite (B2) des zweiten Verbindungsabschnitts (18) größer ist als die Breite (B1) des ersten Verbindungsabschnitts (20), insbesondere derart, dass eine seitlich auskragend
angeordnete Fläche des zweiten Verbindungsabschnitts (20) zumindest teilweise frei
liegt und nicht von einer seitlich auskragenden Fläche des ersten Verbindungsabschnitts
(18) bedeckt ist, oder umgekehrt.
10. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Flanschabschnitte (18c, 20c) und/oder die Übergangsabschnitte (18b, 20b)
des ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts (20) im Wesentlichen parallel
zueinander angeordnet sind.
11. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Flanschabschnitte (18a, 20a) des ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts
(20) auf einer Außenseite des Gehäuses (10) bündig miteinander abschließen, insbesondere
wobei die Flanschabschnitte (18a, 20a) zumindest im Wesentlichen die gleiche Breite
(BF) aufweisen und/oder sich vollständig überlappen.
12. Gehäuse (10) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei der erste Verbindungsabschnitt (18) und der zweite Verbindungsabschnitt (20)
in dem Steckabschnitt (18a, 20a), in dem Übergangsabschnitt (18b, 20b) und/oder in
dem Flanschabschnitt (18c, 20c) mittels einer stoffschlüssigen Verbindung miteinander
verbunden sind, insbesondere wobei die Verbindung durchgehend ist.
13. Gehäuse (10) nach Anspruch 12,
wobei die Verbindung eine Schweißnaht ist, die im Bereich des Steckabschnitts (18a,
20a) und/oder in dem Übergangsabschnitt (18b, 20b) als Kehlnaht und/oder im Bereich
des Flanschabschnitts (18c, 20c) als Stirnnaht ausgebildet ist.
14. Verfahren zur Herstellung eines Gehäuses (10) nach zumindest einem der vorstehenden
Ansprüche, umfassend die Schritte
- Bereitstellen einer ersten Halbschale (12) mit einem ersten Verbindungsabschnitt
(18) und einer zweiten Halbschale (14) mit einem zweiten Verbindungsabschnitt (20),
- Zusammensetzen der ersten (12) und der zweiten Halbschale (14), wobei die Flanschabschnitte
(18c, 20c) des ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts (20) in Anlage gebracht
und die Steckabschnitte (18a, 20a) des ersten (18) und des zweiten Verbindungsabschnitts
(20) entlang einer Einsteckrichtung (E) ineinander eingesteckt werden,
- stoffschlüssiges Verbinden der ersten (12) und der zweiten Halbschale (14), insbesondere
mittels einer Schweißnaht, insbesondere welche im Bereich der Flanschabschnitte (18c,
20c) stirnseitig unter einem ersten Winkel (28) ausgeführt wird, und welche im Bereich
der Steckabschnitte (18a, 20a) unter einem zweiten Winkel (30) ausgeführt wird, der
von dem ersten Winkel (28) um 90 Grad oder weniger abweicht, und welche gegebenenfalls
im Bereich der Übergangsabschnitte (18b, 20b) unter einem dritten Winkel (32) ausgeführt
wird, der zwischen dem ersten (28) und dem zweiten Winkel (32) liegt.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
wobei die Schweißnaht über den Flanschabschnitt (18c, 20c), den Übergangsabschnitt
(18b, 20b) und den Steckabschnitt (18a, 20a) durchgängig ausgeführt wird.