[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungselement für eine Oberfläche, umfassend einen
Grundkörper mit zumindest einer Reinigungsfläche.
STAND DER TECHNIK
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Reinigungstüchern bzw. Reinigungsschwämmen
zur Behandlung bzw. Reinigung von Oberflächen bekannt. Je nach Anwendungsgebiet kommen
unterschiedliche Materialien sowie zusätzliche Reinigungsmittel zum Einsatz. Bekannt
sind beispielsweise Mikrofasertücher, die für im Wesentlichen glatte Oberflächen eingesetzt
werden.
[0003] So zeigt die
DE 103 27 583 A1 eine Vorrichtung zum Reinigen bzw. Behandeln von Oberflächen mit drei unterschiedlichen
an der Oberfläche angeordneten Materialien. Die unterschiedlichen Materialien können
für unterschiedliche Vor- oder Nachbehandlungen während der Reinigung eingesetzt werden.
[0004] Durch die zunehmende Entwicklung hin zu digitalen Geräten mit unterschiedlichen Displays,
insbesondere Touch-Displays, wie beispielsweise Smartphones, Tablets oder auch Anzeigen
bei Armaturen in einem Fahrzeug, entstehen vermehrt Anzeigen- und Interaktionsflächen,
die durch ständiges Berühren eine Verschmutzung erfahren. Diese kann zum einen die
Bedienbarkeit sowie Lesbarkeit des Displays beeinflussen, zum anderen durch Bakterien
oder Viren zu einer unhygienischen sowie unangenehmen Bedienung führen.
[0005] Werden Smartphones meist nur von einer Person benutzt, kann es bei Tablets, Laptops,
beispielsweise mit Touch-Displays, oder bei Bedienfeldern in einem Fahrzeug zu einer
Nutzung durch unterschiedliche Personen kommen. Eine Reinigung der Displays von Fingerabdrücken,
Fett, Bakterien und/oder Viren hat daher besondere Bedeutung.
[0006] Insbesondere ist es bei derartigen Oberflächen sinnvoll, ein Reinigungsmittel einzusetzen,
um Verunreinigungen zu entfernen. Die
DE 100 10 508 A1 zeigt beispielsweise eine Reinigungsvorrichtung mit einem Schwammkörper sowie einer
integrierten Vorratskammer für ein Reinigungsmedium. Durch eine offenzellige Struktur
des Schwarmkörpers oder durch zusätzliche Applikationskanäle im Schwarmkörper kann
das Reinigungsmedium auf die zu reinigende Oberfläche gelangen.
[0007] Weiterhin ist in der
US 2016/0296096 A1 eine Reinigungsvorrichtung dargestellt, wobei die Reinigungsvorrichtung aus einem
Spender mit einem Spendergehäuse und einer Spenderpumpe besteht. Eine Abdeckung ist
an einer äußeren Umfangsfläche des Spendergehäuses befestigt. Die Flüssigkeit im Spender
spritzt direkt auf eine zu reinigende Oberfläche auf. Die Abdeckung dient lediglich
zum Aufnehmen bzw. Entfernen von Schmutzwasser. Durch die Reinigungsvorrichtung wird
die zu reinigende Oberfläche direkt mit der Flüssigkeit benetzt und daher die Flüssigkeit
lediglich punktförmig auf die zu reinigende Oberfläche ausgegeben.
[0008] Nachteilig ist bei den bekannten Schwämmen bzw. Reinigungstüchern, dass entweder
das Reinigungsmittel unabhängig vom Reinigungselement, beispielsweise in Form einer
gewöhnlichen Sprühflasche, aufgebracht werden muss, oder das integrierte Reinigungsmittel
nicht dosiert werden kann. Besonders bei empfindlichen Oberflächen, wie Displays bzw.
Touch-Displays, verspiegelten und/oder lackierten Oberflächen, kann eine Überdosierung
von Reinigungsmittel zu einer Beschädigung führen. Des Weiteren ist ein Reinigen unterwegs
schwer möglich, da entweder das Reinigungsmittel extra mitgeführt werden muss, oder
ein durchnässtes bzw. sehr feuchtes Reinigungsmittel zurückbleibt, das gesondert gelagert
und nicht einfach in der Tasche mitgeführt werden kann.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Reinigungselement vorzuschlagen, das eine
optimale Reinigung von Oberflächen, wie beispielsweise Oberflächen von Displays, ermöglicht,
einfach einsetzbar sowie flexibel transportierbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Reinigungselement nach den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
Vorteilhafte Weiterentwicklungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0011] Gegenstand der Erfindung ist ein Reinigungselement für eine Oberfläche, umfassend
einen Grundkörper mit zumindest einer Reinigungsfläche.
[0012] Es wird vorgeschlagen, dass in dem Grundkörper eine Dosiereinheit umfasst ist, mit
welcher eine vorbestimmte Menge an Reinigungsmittel direkt und gezielt auf die Reinigungsfläche
aufbringbar ist, so dass vor dem Ausgeben des Reinigungsmittels auf die zu reinigende
Oberfläche das Reinigungsmittel im Grundkörper und / oder in der Reinigungsfläche
speicherbar und durch die Reinigungsfläche flächig verteilbar ist und in der Reinigungsfläche
speicherbar ist. Durch die Dosiereinheit kann eine gewünschte Menge an Reinigungsmittel
auf die Reinigungsfläche aufgebracht werden, sodass eine Überdosierung vermieden werden
kann. Die Dosiereinheit dient daher bevorzugt nicht lediglich zur Lagerung bzw. Aufbewahrung
des Reinigungsmittels, sondern ebenso zur Abgabe und/oder Dosierung des Reinigungsmittels.
[0013] Durch die Reinigungsfläche wird das Reinigungsmittel flächig verteilt, und daher
nicht lediglich punktförmig auf eine zu reinigende Oberfläche ausgegeben. Vorteilhafterweise
wird das abgegebene Reinigungsmittel im Grundkörper, und/oder insbesondere in der
Reinigungsfläche, gespeichert, sodass es nicht heraustropft. Der Grundkörper ist bevorzugt
ein dreidimensionales Element, das ein Volumen aufweist. Die Reinigungsfläche bildet
bevorzugt eine Oberfläche des Grundkörpers aus, wobei das Reinigungsmittel in dem
Volumen des Grundkörpers gespeichert werden kann, das an die Reinigungsfläche angrenzt.
Insbesondere wird die Reinigungsfläche von innen mit Reinigungsmittel befeuchtet,
wobei das Reinigungsmittel nach außen, d.h. nach außerhalb des Reinigungselement,
durch die Reinigungsfläche dringt.
[0014] Das Reinigungsmittel kann eine Flüssigkeit, ein Puder, ein Pulver oder auch ein Schaum
sein. Das Reinigungsmittel kann weiter eine desinfizierende Wirkung haben. Dieses
wird durch die Dosiereinheit der Reinigungsfläche bevorzugt direkt zugeführt. Die
Reinigungsfläche kann das Reinigungsmittel aufnehmen und speichern. Insbesondere kann
die Reinigungsfläche das Reinigungsmittel flächig auf die zu reinigende Oberfläche
abgeben.
[0015] Mit anderen Worten kann ein flächiges Reinigungselement ausgebildet werden, das zumindest
eine Fläche bereitstellt, die zur Reinigung einer, bevorzugt zumindest teilweise glatten
und/oder ebenen, Oberfläche, beispielsweise einer Oberfläche eines Tablet, Smartphones,
Laptops oder einer Fahrzeugarmatur, dient. Ein besonderer Vorteil liegt darin, dass
durch die integrierte Dosiereinheit eine einstellbare Menge an Reinigungsmittel der
Reinigungsfläche zugeführt werden kann. Das Reinigungsmittel kann direkt sowie gezielt
auf diese einen Reinigungsfläche bzw. eine gewünschte Reinigungsfläche aufgebracht
werden. Dies kann beispielsweise durch Aufsprühen erfolgen. Bevorzugt wird das Reinigungsmittel
von innen, d.h. aus dem Innern des Reinigungselements, auf die Reinigungsfläche aufgebacht.
[0016] Besonders vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Reinigungselement einfach einsetzbar
sowie flexibel transportierbar. Es kann auf einem kompakten, dreidimensionalen Gegenstand
bestehen, der keine abnehmbaren Einzelteile wie Schutzkappen o. ä. aufweist, dadurch
mit lediglich einem Handgriff betätigt werden und stets griffbereit sein. Dabei kann
das Reinigungselement beispielsweise Grundformen wie ein Rechteck, einen Kegel oder
einen Zylinder aufweisen.
[0017] Es ist ebenso denkbar, dass das Reinigungselement mehr als eine Reinigungsfläche
aufweist. Die einzelnen Reinigungsflächen können benachbart zueinander angeordnet
sein. Die Reinigungsflächen können unterschiedliche Materialeigenschaften für verschiedene
Reinigungszwecke aufweisen, z.B. soft und weich für eine Reinigungsfläche und hart,
kratzend für eine andere Reinigungsfläche, die eine abrasive Wirkung aufweist. Dabei
ist denkbar, dass eine Ausrichtung der Dosiereinheit zur Benetzung einer Reinigungsfläche
mit Reinigungsmittel veränderbar, z.B. durch eine Drehbewegung auf eine andere Reinigungsfläche
gerichtet werden kann.
[0018] Vorteilhafterweise bildet die Reinigungsfläche eine weiche Putzoberfläche aus, sodass
auch Kanten und Unebenheiten, d.h. gekrümmte und/oder nicht stetige Oberflächen, gereinigt
werden können. Vorteilhafterweise können mit dem Reinigungselement auch Nuten gereinigt
werden, wie beispielsweise Tastenlücken und/oder Falze auf einer Oberfläche eines
Smartphones, Tablets oder einer Oberfläche eines anderen Gegenstands. Dies kann beispielsweise
durch die weiche Putzoberfläche ermöglicht werden. Weiterhin kann die Putzoberfläche
durch geometrische Ausgestaltungen, wie beispielsweise Kanten oder Ähnlichem, die
Reinigung von beispielsweise Nuten ermöglichen.
[0019] Durch die Dosiereinheit wird die Abgabemenge des Reinigungsmittels bestimmt. Dabei
wird der Ort, auf welche das Reinigungsmittel aufgetragen wird, bevorzugt auf die
Reinigungsfläche begrenzt. Dadurch kann insbesondere die Gefahr vermieden werden,
dass Reinigungsmittel auf andere Flächen, beispielsweise während eines Sprühvorgangs
mit einem Reinigungsmittel, gelangt. Die Reinigungsfläche dient bevorzugt zur mechanischen
Reinigung der zu reinigenden Oberfläche und weist dabei gleichzeitig das Reinigungsmittel
auf.
[0020] Durch die Dosiereinheit kann insbesondere ein Durchnässen bzw. Heraustropfen des
Reinigungsmittels aus der Reinigungsfläche bzw. aus dem Reinigungselement vermieden
werden, da lediglich eine geringe Menge abgegeben werden kann. Der nicht abgegebene
Anteil des Reinigungsmittels kann weiterhin in der Dosiereinheit gespeichert werden,
und nicht an die Reinigungsfläche gelangen. Dadurch kann insbesondere ein transportables
Reinigungselement bereitgestellt werden, das zwischen einzelnen Reinigungsvorgängen
transportiert bzw. gelagert werden kann, ohne dass einzelne Elemente, wie beispielsweise
der Grundkörper oder die Reinigungsfläche, bzw. das ganze Reinigungselement während
der Lagerung bzw. während dem Transport weiter durchnässt wird. Das Reinigungselement
kann auch in einer Tasche leicht mitgeführt werden
[0021] Vorteilhafterweise ist die Dosiereinheit vollständig in dem Grundkörper integriert
und von einer Position außerhalb des Reinigungselements nicht sichtbar. Dadurch wird
beispielsweise sichergestellt, dass die komplett abgegebene Menge an Reinigungsmittel
von der Oberfläche des Grundkörpers, insbesondere von der Reinigungsfläche, aufgenommen
wird.
[0022] Die Dosiereinheit kann beispielsweise eine Füllmenge von Reinigungsmittel beinhalten,
die für eine Anwendungsdauer von ein bis drei Monaten ausgelegt ist. Bevorzugt ist
die Dosiereinheit wieder auffüllen und/oder der Grundkörper mit der Reinigungsfläche
auswechselbar und/oder waschbar. Das komplette Reinigungselement stellt daher bevorzugt
ein wiederverwendbares Element dar.
[0023] Vorteilhafterweise kann die Dosiereinheit aus Kunststoff ausgebildet sein. Andere
Materialien, wie Aluminium oder Ähnliches, sind ebenso denkbar.
[0024] Das erfindungsgemäße Reinigungselement ist beispielsweise für grafische Benutzeroberflächen
geeignet. Dies können gewöhnliche Bildschirme, Touchscreens, Smartphones, Tablets,
Spielekonsolen, Navigationsgeräte, PCs oder Laptops sein. Ebenso können gewöhnliche
Oberflächen mit dem erfindungsgemäßen Reinigungselement gereinigt werden, wie beispielsweise
die Oberfläche einer Tastatur, Türklinke, Lackoberflächen im Auto oder auch Gehäuse
von Smartphones oder Tablets.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper zumindest teilweise aus
einem saugfähigen Material bestehen und/oder es kann auf der Reinigungsfläche ein
saugfähiges Material angeordnet sein. Der Grundkörper kann beispielsweise aus Schaumstoff
ausgebildet sein. Die Reinigungsfläche kann aus einem Vliesstoff, einem Mikrofaser
oder einem ähnlichen Material ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Grundkörper
mit einer Mikrofaserhülle versehen sein. So kann beispielsweise ein ummantelter Schaumstoffkörper
ausgebildet werden, der zumindest auf der Oberfläche teilweise saugfähige ausgebildet
ist.. Der Vliesstoff bzw. die Reinigungsfläche kann mit einem elastischen Halte-band,
beispielsweise mit einem Gummiband über den Grundkörper, beispiels-weise über den
Schaumstoffkörper auswechselbar gezogen, das erlaubt, die Reinigungsfläche leicht
auszuwechseln oder zu waschen. Auch kann eine als abnehmbarer Bezug ausgebildete Reinigungsfläche
bedruckbar ausgestaltet sein, um das Reinigungselement zu individualisieren und z.B.
als Werbemittel einzusetzen.
[0026] Die Reinigungsfläche kann unterschiedliche Formen sowie unterschiedliche Abmessungen
aufweisen. Zumindest eine Diagonale oder ein Kantenmaß der Reinigungsfläche kann dabei
zwischen 30 und 80 mm, insbesondere zwischen 40 und 60 mm, liegen. Beispielsweise
kann die Reinigungsfläche zumindest eine Kantenlänge bzw. eine Diagonale aufweisen,
die einer maximalen Abmessung des Reinigungselements entspricht. Andere Abmessungen
sind ebenso denkbar, wobei die Abmessungen an den zu reinigenden Gegenstand angepasst
sein können.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper ein Betätigungselement
aufweisen, durch welches die Dosiereinheit aktiviert werden kann. Durch das Betätigungselement
kann die abzugebende Menge an Reinigungsmittel aus der Dosiereinheit auf die Reinigungsfläche
zu einem von einer Bedienperson gewollten Zeitpunkt aufgebracht werden. Eine Verschlusskappe
ist nicht erforderlich.
[0028] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Betätigungselement an einer von der
Reinigungsfläche verschiedenen Oberfläche des Grundkörpers angeordnet sein. Es kann
beispielsweise aus einer Art Druckknopf bzw. Druckfläche oder aus einem Schalter bestehen.
Vorteilhafterweise wird so eine einhändige Bedienung sichergestellt.
[0029] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Betätigungselement als eine Seitenfläche
des Reinigungselements ausgebildet sein. Das Betätigungselement kann beispielsweise
eine ähnliche Grundform wie die Reinigungsfläche bzw. eine andere Seitenfläche des
Grundelements aufweisen. Vorteilhafterweise steht das Betätigungselement nicht bzw.
nicht wesentlich über die Oberfläche des Grundkörpers über, sodass das Reinigungselement
eine kompakte Bauart aufweist.
[0030] In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Betätigungselement an einer Seitenfläche
des Reinigungselements angeordnet sein, die im Wesentlichen rechtwinklig zur Reinigungsfläche
verläuft. Auch in dieser Ausführungsform steht das Betätigungselement bevorzugt nicht
bzw. nicht wesentlich über die Oberfläche des Grundkörpers über. Ist das Betätigungselement
im Wesentlichen rechtwinklig zur Reinigungsfläche angeordnet, kann besonders vorteilhaft
eine einhändige Bedienung des Reinigungselements erfolgen. In einer bevorzugten Ausführungsform
können beispielsweise zwei Betätigungselemente an zwei gegenüberliegenden Seitenflächen
des Reinigungselements vorliegen. Diese können miteinander gekoppelt sein, z. B. durch
Koppelelemente, und durch ein Aufeinanderzubewegen, beispielsweise durch Drücken beider
Betätigungselemente, die Dosiereinheit auslösen.
[0031] In einer bevorzugten Ausführungsform kann auf dem Betätigungselement eine Dosierrichtung
der Dosiereinheit bezüglich einer Richtung des Grundkörpers aufgebracht sein. Ist
das Reinigungselement beispielsweise mit einer gleichförmigen Ausgestaltung aller
Oberflächen ausgebildet, kann so die Reinigungsfläche erkannt werden. Auch kann vorteilhaft
das Betätigungselement farbig gekennzeichnet sein, um eine Sprühseite und die Orientierung
des Reinigungselements eindeutig zu identifzieren.
[0032] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper mit der Reinigungsfläche
drehbar bezüglich der Dosiereinheit sein. Dadurch kann es ermöglicht werden, unterschiedliche
Oberflächen des Reinigungselements als Reinigungsfläche auszuwählen. Vorteilhafterweise
ist in dieser Ausführungsform auf dem Betätigungselement eine Dosierrichtung angegeben.
Durch Drehen der Dosiereinheit bezüglich des Grundkörpers können beispielsweise alle
umfangsmäßig angeordneten Seitenflächen bzw. Seitenbereiche des Grundkörpers als Reinigungsfläche
bestimmt bzw. ausgewählt werden. Dadurch kann bei einer Verschmutzung einer bereits
verwendeten Reinigungsfläche eine benachbarte Reinigungsfläche ausgewählt werden.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper mit einem, bevorzugt abnehmbaren,
Reinigungsvlies bespannt sein. Das Reinigungsvlies kann die Reinigungsfläche ausbilden
und den Grundkörper vollständig umwandeln. Beispielsweise kann das Reinigungsvlies
abnehmbar angeordnet sein, sodass es gereinigt werden kann. Das Reinigungselement
kann durch Austauschen des Reinigungsvlieses über einen langen Zeitraum verwendet
werden. Das Reinigungselement kann beispielsweise eine Vielzahl von derartigen Umwandlungen
als Austauschelemente vorhalten, sodass das Reinigungselement weiterverwendet werden
kann, wenn ein Reinigungsvlies gerade gereinigt wird.
[0034] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper zumindest zwei Seitenflächen
aufweisen, von welchen zumindest eine die Reinigungsfläche ist, wobei die Seitenflächen
unterschiedliche Materialeigenschaften aufweisen. Dabei kann beispielsweise auf einer
ersten Seitenfläche die Dosiereinheit derart ausgerichtet sein, dass diese das Reinigungsmittel
auf die erste Seitenfläche aufbringt. Diese erste Seitenfläche kann als Reinigungsfläche
dienen. Eine zweite Seitenfläche kann zur Nachbehandlung der zu reinigenden Fläche
ausgebildet sein, und dabei insbesondere eine zur ersten Seitenfläche unterschiedliche
Materialeigenschaft aufweisen. Dadurch kann die zu reinigende Fläche trocken nachgerieben
werden. Die zweite Seitenfläche kann beispielsweise zum Polieren ausgebildet sein.
Ebenso kann diese das aufgebrachte Reinigungsmittel aufnehmen, beispielsweise aufsaugen.
Es ist ebenso denkbar, dass mehr als zwei Seitenflächen mit unterschiedlichen Materialeigenschaften
ausgebildet sind, sodass ein mehrstufiger Reinigungsprozess, beispielsweise drei-
oder vierstufig, ausgeübt werden kann. Dabei kann vorteilhaft eine Ausrichtung der
Dosiereinheit veränderbar sein, so dass wahlweise verschiedene Reinigungsflächen mit
Reinigungsmittel benetzbar sind.
[0035] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper würfelförmig, pyramidenförmig,
kegelstumpfförmig, kugelförmig oder quaderförmigen ausgebildet sein. Jede der Seitenflächen
dieser Grundformen kann eine Reinigungsfläche ausbilden. Ebenso kann an zwei unterschiedlichen
Seitenflächen einer Grundform jeweils eine Reinigungsfläche angeordnet sein. Ist das
Reinigungselement beispielsweise würfelförmig ausgebildet, können die Kantenlänge
30-80 mm, insbesondere 60 mm aufweisen. Das Reinigungselement kann beispielsweise
Maße von 60 x 60 x 60 mm besitzen. Im Wesentlichen kann der Grundkörper ebenso diese
Maße besitzen. Die Grundform des Reinigungselements kann durch die Grundform des Grundkörpers
bestimmt werden.
[0036] In einer bevorzugten Ausführungsform kann der Grundkörper zweiteilig ausgebildet
sein. Der Grundkörper kann beispielsweise aus zwei symmetrisch ausgebildeten Teilelementen
bestehen, sodass das Innere des Grundkörpers geöffnet werden kann. Im Inneren des
Grundkörpers ist bevorzugt die Dosiereinheit integriert. Durch Auseinandernehmen der
beiden Teilelemente kann in dieser Ausführungsform die Dosiereinheit erreicht, und
beispielsweise ausgetauscht bzw. nachgefüllt werden. Es ist ebenso denkbar, dass der
Grundkörper einteilig mit einer innen liegenden Ausnehmung, insbesondere einem Durchgangsloch,
ausgebildet ist. Die Dosiereinheit kann in dieser Ausnehmung angeordnet sein. Auch
bei einer derartigen Ausführungsform kann durch herausnehmen der Dosiereinheit aus
der Ausnehmung diese ausgetauscht bzw. nachgefüllt werden. Um den Grundkörper kann
ein weiteres Element angeordnet sein, das entweder ein Teilelement des Grundkörpers
ausbildet oder als bespannte Oberfläche ausgebildet ist. Die Reinigungsfläche ist
dann auf diesem zweiten Teilelement bzw. der bespannten Oberfläche angeordnet. In
einer weiteren Ausführungsform kann der Grundkörper aus einem elastischen Material
entstehen, sodass dieser um die Dosiereinheit herum gewickelt werden kann. Zur Fixierung
und/oder zum Verbinden der beiden Endseiten des elastischen Materials kann am Grundkörper
beispielsweise ein Klettverschluss o. ä. angeordnet sein, so dass dieses bei Verschleiß
leicht austauschbar ist. Bevorzugt weist der Grundkörper in jeder Ausführungsform
eine zumindest teilweise ebene und/oder stetige Fläche aus, die die zumindest eine
Reinigungsfläche darstellt und von der Dosiereinheit erreicht werden kann.
[0037] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Reinigungsfläche eben oder formkomplementär
gekrümmt oder abgewinkelt zur Oberflächengestaltung eines reinigenden Gegenstands
ausgebildet sein und vollflächig mit einer zu reinigenden Oberfläche kontaktierbar
sein. Hierzu kann die Reinigungsfläche eben, konkav oder konvex gebogen oder formkomplementär
komplex zu einem zu reinigenden Gegenstand ausgebildet sein. Dadurch kann ein flächige
Auflage der Reinigungsfläche und ein flächiger, gleichmäßiger Auftrag des Reinigungsmittels
vorteilhafterweise erzielt werden. Vorteilhafterweise wird die Reinigungsfläche von
innen mit Reinigungsmittel befeuchtet, und lässt das Reinigungsmittel nach außen,
d.h. nach außerhalb des Reinigungselement, die Reinigungsfläche durchdringen. Dadurch
kann sich das Reinigungsmittel beispielsweise auch flächig auf der Reinigungsfläche
verteilen.
[0038] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Dosiereinheit einen Sprühkopf und einen
Vorratsbehälter aufweisen, wobei der Sprühkopf auf die Reinigungsfläche gerichtet
ist und/oder auf die Reinigungsfläche ausgerichtbar ist. Der Sprühkopf kann insbesondere
durch Betätigung des Betätigungselements aktiviert werden. Die Dosiereinheit kann
dafür eine Pumpe o. Ä. als Sprühkopf aufweisen. Insoweit kann die Dosiereinheit einen
Vorratsbehälter und einen Pumpeneinheit als Sprühkopf umfasse, durch die eine dosierbare
Abgabe eines im Vorratsbehälter umfassten Reinigungsmittels ermöglicht wird. Der Sprühkopf
der Pumpeneinheit kann in einem gewissen Abstand zur Reinigungsfläche angeordnet sein,
sodass das Reinigungsmittel nicht lediglich punktförmig auf die Reinigungsfläche aufgesprüht
wird. Beispielsweise kann im Grundkörper eine Ausnehmung, beispielsweise ein Durchgangsloch,
angeordnet sein, dass die Reinigungsfläche mit der Ausnehmung verbindet, in welche
ein Element der Dosiereinheit angeordnet ist, z. B. eine Düse. Der Sprühkopf der Dosiereinheit
kann an einem Ende der Ausnehmung angeordnet sein, die Reinigungsfläche am anderen
Ende der Ausnehmung. Die Düse kann sich durch die Ausnehmung erstrecken und auch kürzer
als die Ausnehmung ausgebildet sein. Die Ausnehmung kann sich Beispielsweise konisch
in Richtung der Reinigungsfläche aufweiten. Die Ausnehmung kann ebenso eine beliebige
Geometrie aufweisen. Durch die Form der Ausnehmung kann beispielsweise die zu besprühende
Fläche auf der Reinigungsfläche koordiniert bzw. bestimmt werden. Es ist auch denkbar,
dass der Sprühkopf die Reinigungsfläche berührt. Vorteilhaft kann zur Befüllung des
Vorratsbehälters der Sprühkopf abnehmbar mit dem Vorratsbehälter verbunden sein, beispielsweise
mittels eines Rastverschlusses, eines Drehgewindes, eines Bajonettverschlusses oder
ähnliches. Auch kann der Sprühkopf gegenüber dem Vorratsbehälter verdrehbar sein.
Somit kann die Austrittsstelle der Flüssigkeit omnidirektional bezüglich des Grundkörpers
ausgerichtet werden, beispielsweise auch in Eckbereiche des Grundkörpers ausgerichtet
werden.
[0039] In einer weiteren Ausführungsform kann die Ausnehmung nicht als Durchgangsloch ausgebildet
sein. Zwischen der Düse und der Reinigungsfläche verbleibt daher ein Volumen des Grundkörpers
als eine Art Speichervolumen. Dieses kann das Reinigungsmittel speichern und an die
Reinigungsfläche abgeben. Dadurch kann auch ein Heraustropfen des Reinigungsmittels
weiter verhindert werden.
[0040] In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Dosiereinheit in einem ersten Teilkörper
des Grundelements, bevorzugt austauschbar, integriert sein, und ein zweiter Teilkörper
drehbar um den ersten Teilkörper angeordnet sein, wobei die Reinigungsfläche auf dem
zweiten Teilkörper angeordnet ist. Dabei können durch Drehen des zweiten Teilkörpers
unterschiedliche Seitenflächen des zweiten Teilkörpers mit der Dosiereinheit erreicht
bzw. besprüht werden. So kann beispielsweise die komplette Oberfläche des zweiten
Teilkörpers nacheinander und abschnittsweise als Reinigungsfläche ausgebildet werden.
Der Grundkörper kann beispielsweise auch zylinderförmig ausgebildet sein. Der erste
Teilkörper kann aus Schaumstoff bestehen, der zweite Teilkörper aus Mikrofaser. Andere
Materialien sind ebenso denkbar.
[0041] In einer bevorzugten Ausführungsform können eine Oberseite und eine Unterseite des
Grundkörpers jeweils als Greifelement ausgebildet sein, durch welche die Dosiereinheit
aktivierbar ist, und die Reinigungsfläche kann rechtwinklig zu diesen beiden Greifelementen
angeordnet sein. Das Greifelement kann das Betätigungselement für die Dosiereinheit,
beispielsweise als Druckplatte eines Sprühkopfes, ausgebildet sein. Durch Druck auf
zumindest ein Greifelement kann die Dosiereinheit aktiviert werden und beispielsweise
einen Sprühstoß freisetzen, der die Reinigungsfläche von innen erreicht und befeuchtet.
Das Greifelement kann von der Dosiereinheit abnehmbar ausgestaltet sein, um eine Entnahme
der Dosiereinheit aus dem Grundkörper zu erleichtern. Das Reinigungselement kann zwischen
Daumen und Zeige-/Mittelfinger gehalten werden, wobei die beiden Finger die beiden
Greifelemente berühren. Die Greifelemente können beispielsweise ein- oder zweimal
gedrückt werden. Dadurch befeuchtet sich das Reinigungselement an der Reinigungsfläche.
Nun kann mit der Reinigungsfläche mehrmals über eine zu reinigende Oberfläche gewischt
werden. Zum Polieren, Trocknen bzw. Nachwischen kann das Reinigungselement um die
Achse zwischen den zwei Greifelementen gedreht werden, sodass eine andere Seitenfläche
auf die zu reinigende Oberfläche ausgerichtet werden kann. Mit dieser Seitenfläche
kann die zu reinigende Oberfläche nachbehandelt werden. Ein mehrstufiger Reinigungsprozess
ist mit nur einem einteiligen Reinigungselement möglich. Das eben beschriebene Vorgehen
ist auch mit einem Reinigungselement möglich, dass lediglich ein Betätigungselement
aufweist.
[0042] In einer bevorzugten Ausführungsform kann an dem Grundkörper eine Lasche angeordnet
sein, Die Lasche kann zum vereinfachten Transport bzw. zum Vereinfachten Greifen dienen.
Dazu kann die Lasche beispielsweise als Schlaufe ausgebildet sein, in welche ein Benutzer
mit der Hand und/oder zumindest einem Finger hindurchgreifen kann. Ebenso kann auf
der Lasche ein Herstellerhinweis angebracht sein, In einem derartigen Fall kann die
Lasche kleiner als im Falle einer Schlaufe ausgebildet sein, wobei ein Hindurchgreifen
nicht möglich sein kann bzw. nicht notwendigerweise erforderlich ist. Die Lasche kann
lediglich als Hinweisschild dienen. Ebenso kann die Lasche zur Markierung der Reinigungsfläche
dienen.
[0043] Im Inneren des Reinigungselement, insbesondere im oder am Grundkörper, oder im oder
an der Dosiereinheit kann ein Magnetelement umfasst sein. Somit kann das Reinigungselement
an einem ferromagnetischen Gegenelement temporär befestigt werden, beispielsweise
an einem ferromagnetischen Element an einem Gürtel oder an einer Smartphonehülle angelegt
werden, und somit einfach, verliersicher befestigt werden.
[0044] Insgesamt können vorteilhafte Wirkungen des erfindungsgemäßen Reinigungselement beispielsweise
durch eines Kombination aus einem innenliegenden Tank, einer Dosiereinheit, beispielsweise
einer Pumpe, einer Transportfunktion, beispielsweise einer Düse, einer Reinigungsfläche,
wie beispielsweise ein Putztuch sowie einem Grundkörper, beispielsweise aus einem
Trägermaterial wie Schaumstoff, erreicht werden.
[0045] Mit dem vorgeschlagenen Reinigungselement wird bevorzugt eine ausgewählte bzw. vorbestimmte
Fläche durchfeuchtet, wobei die restlichen Außenflächen als sogenannter Halteelemente
bzw. Greifelemente dienen können. Dies bedeutet, dass das erfindungsgemäße Reinigungselement
an den Seitenflächen, die nicht die Reinigungsfläche ausbildet, gegriffen werden kann,
ohne dass diese Flächen durchfeuchtet sind. Es kann folglich eine handliches und flexibel
einsetzbare Reinigungselement bereitgestellt werden, wobei verhindert werden kann,
dass ein Benutzer mit dem Reinigungsmittel, insbesondere einer Reinigungsflüssigkeit
in Kontakt gerät.
[0046] Die Reinigungsflüssigkeit in einem Vorratsbehälter des Dosierelements kann nachfüllbar
sein. Ein Nachfüllen kann durch eine Entnahme bzw. Austausch des Vorratsbehälters
aus dem Dosierelement oder durch einen Nachfüllzugang, vorteilhaft durch den Sprühkopf
erfolgen. Als Reinigungsmittel kann ein klassisches Reinigungsmittel auf Alkoholbasis,
ein antibakterielles, und ggf. viruzid wirkendes Desinfektionsmittel oder ein anderes
Reinigungsmittel eingesetzt werden. Auch kann eine Verwendung des Reinigungselements
zur Aufbringung von Farbe oder Klebemittel eingesetzt werden, um Flächen mit Farbe
oder mit Klebstoff zu überziehen, vorgesehen sein.
ZEICHNUNGEN
[0047] Weitere Vorteile ergeben sich aus den vorliegenden Zeichnungen und Zeichnungsbeschreibungen.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung,
die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der
Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0048] Es zeigt:
- Fig. 1
- zwei Ansichten einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements sowie unterschiedliche
Grundformen eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 3
- zwei weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 4
- verschiedene Ausführungsformen einer Oberseite des Grundelements oder des Betätigungselements;
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements in einer Teilschnittansicht;
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements in einer Teilschnittansicht;
- Fig. 7
- eine Schnittansicht der Ausführungsform nach Fig. 5;
- Fig. 8
- eine weitere Ansicht der Ausführungsform nach Fig. 5;
- Fig. 9
- eine Ausführungsform einer Dosiereinheit;
- Fig. 10
- eine weitere Ansicht der Dosiereinheit aus Fig. 9;
- Fig. 11
- Teile einer weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 12
- eine weitere Ansicht der Ausführungsform aus Fig. 11;
- Fig. 13
- eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 14
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 15
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 16
- eine weitere Ansicht der Ausführungsform aus Fig. 15;
- Fig. 17
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements;
- Fig. 18
- eine weitere Ansicht der Ausführungsform aus Fig. 17;
- Fig. 19
- eine weitere Ansicht der Ausführungsform aus Fig. 17;
- Fig. 20
- weitere Ansichten der Ausführungsform aus Fig. 17.
[0049] In den Figuren sind gleiche oder gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0050] Fig. 1 zeigt zwei Ansichten einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Reinigungselements 10. Die Seitenansicht sowie die isometrische Darstellung zeigen
ein Reinigungselement 10 in Form eines Würfels mit sechs Seitenflächen 26. Das Reinigungselement
10 weist einen Grundkörper 12 auf, wobei eine Oberfläche 24 des Grundkörpers 12 als
Reinigungsfläche 14 ausgebildet ist. An einer zu der Reinigungsfläche 14 benachbarten
Seitenfläche 26 ist ein Betätigungselement 22 an einer Oberseite 38 des Grundkörpers
12 angeordnet. Ein weiteres Betätigungselement 22 ist an einer gegenüberliegenden
Seite bezüglich des ersten Betätigungselements 22 an einer Unterseite 40 des Grundkörpers
12 angeordnet. Die Reinigungsfläche 14 liegt quasi zwischen diesen beiden Betätigungselementen
22. Die Betätigungselemente 22 überragen knapp die Oberfläche 24 des Grundkörpers
12. Es ist auch denkbar, dass die Betätigungselemente 22 die Oberfläche 24 nicht überragen
und in die Oberfläche 24 integriert sind. Das Reinigungselement 10 kann beispielsweise
zwischen Daumen und Zeigefinger oder Mittelfinger gehalten und gedrückt werden. Dabei
berührt der Daumen bzw. der Zeige-/Mittelfinger jeweils ein Betätigungselement 22.
Beim Bewegen der beiden Betätigungselement 22 gegeneinander, d.h. aufeinander zu,
wird die Reinigungsfläche 14 durch eine Dosiereinheit (hier nicht sichtbar) befeuchtet.
Die Dosiereinheit 16 ist in dieser Ausführungsform komplett innerhalb des Grundkörpers
12 integriert. Mit der befeuchteten Reinigungsfläche 14 kann eine zu reinigende Oberfläche
100 (hier nicht dargestellt) gereinigt werden. Zum Trocknen bzw. Nachwischen kann
das Reinigungselement 10 um die Achse, welche durch die beiden Betätigungselemente
22 verläuft, gedreht werden, sodass mit einer anderen Oberfläche 24 des Grundkörpers
12 die zu reinigende Oberfläche 100 nachbehandelt werden kann. Der Grundkörper 12
kann zumindest teilweise aus einem saugfähigen Material 20 bestehen. Es ist ebenso
denkbar, dass das saugfähige Material 20 lediglich auf der Reinigungsfläche 14 angeordnet
bzw. aufgebracht ist. Es ist ebenso denkbar, dass zumindest zwei Seitenflächen 30
des Grundkörpers 12 unterschiedliche Materialeigenschaften aufweisen, und verschiedene
Reinigungsflächen 14 mit unterschiedlichen Reinigungseigenschaften, z.B. soft und
kratzend ausbilden. In einer weiteren Ausführungsform kann der Grundkörper 12 mit
einem weiteren Material ummantelt bzw. bespannt werden. Dies kann beispielsweise ein
Reinigungsvlies 28 (hier nicht dargestellt) sein. In einer derartigen Ausführungsform
können die Oberflächen des Reinigungsvlieses 28 die Reinigungsfläche 14 sowie die
weiteren Seitenflächen 26 das Reinigungselement 10 ausbilden. In einer weiteren Ausführungsform
kann das untere Betätigungselement 22 unbeweglich im Grundkörper 12 befestigt sein.
Die Dosiereinheit 16 kann nur durch das obere Betätigungselement 22 aktiviert werden.
[0051] Fig. 2 (a) zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements
10. Das Reinigungselement 10 kann unterschiedliche Grundformen aufweisen. Dabei kann
beispielsweise der Grundkörper 12 eine dreieckige Grundform besitzen. Auch in einer
derartigen Ausführungsform kann der Grundkörper 12 aus einem saugfähigen Material
bestehen und/oder mit einem auswechselbaren Material umspannt sein. Das auswechselbare
Material kann die Reinigungsfläche 14 ausbilden, und beispielsweise als Reinigungsvlies
oder Mikrofasertuch ausgebildet sein. In der dargestellten Ausführungsform ist die
Reinigungsfläche 14 beispielhaft an einer Seitenfläche 26 angeordnet. Es ist jedoch
auch möglich, beispielsweise die Reinigungsfläche 14 an einer Unterseite 40 des Grundkörpers
12 und damit an der Unterseite des Reinigungselements 10 anzuordnen.
[0052] Fig. 2 (b) zeigt unterschiedliche Grundformen eines erfindungsgemäßen Reinigungselements
10. Das Reinigungselement 10 kann quaderförmig, würfelförmige, pyramidenförmig, kegelstumpfförmig,
kugelförmig, rechteckförmig oder quaderförmigen ausgebildet sein. Die dargestellten
Grundformen entsprechen jeweils der Form der Oberseite 38 und/oder der Unterseite
40 des Grundkörpers 12. Damit können die dargestellten Formen der Grundfläche des
Reinigungselements 10 entsprechen.
[0053] In Fig. 3 sind zwei weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Reinigungselements
10 dargestellt. Das Reinigungselement 10 nach Fig. 3 (a) hat beispielhaft die Form
eines Pyramidenstumpfes. In der dargestellten Ausführungsform ist im Unterschied zu
der Ausführungsform nach Fig. 1 die Reinigungsfläche 14 an der Unterseite 40 des Grundkörpers
12 und damit an der Unterseite des Reinigungselements 10 angeordnet. Das Reinigungselement
10 weist ein Betätigungselement 22 an der Oberfläche 24, und damit an der Oberseite
38, des Grundkörpers 12 auf. Das Betätigungselement 22 kann unterschiedlich ausgebildet
sein, wie bereits bezüglich Fig. 1 beschrieben. Ebenso kann das Betätigungselement
22 unterschiedliche Formen aufweisen und beispielsweise auch kreisförmig ausgebildet
sein. In Fig. 3 (b) ist ein kugelförmiges Reinigungselement 10 dargestellt. Dieses
zeigt eine zusammenhängende, und damit stetige Oberfläche 24, wobei eine stetige Seitenfläche
26 ausgebildet wird. Jede beliebige Stelle der Oberfläche 24 kann als Reinigungsfläche
24 ausgebildet sein. Diese kann beispielsweise gekennzeichnet werden. Durch die Dosiereinheit
(in dieser Darstellung nicht sichtbar) kann der gekennzeichnete Bereich der Reinigungsfläche
14 mit Reinigungsmittel, insbesondere mit einer Reinigungsflüssigkeit befeuchtet,
besprüht oder andersartig benetzt werden. Mit jeder anderen Position an der Oberfläche
24 des Reinigungselements 10 bzw. des Grundkörpers 12 kann die zu reinigende Oberfläche
nachbehandelt werden.
[0054] Fig. 4 zeigt verschiedene Ausführungsformen eine Oberseite 38 des Grundelements 12
oder des Betätigungselements 22. Dabei kann auf der Oberseite 38 oder auf dem Betätigungselement
22 zumindest eine Markierung 44 aufgebracht sein, welche eine Dosierrichtung D1 aufzeigt.
Die Markierung 44 kann durch einen Pfeil o. Ä. erfolgen. In Fig. 4 (a) ist die Dosiereinheit
16 beispielsweise auf eine Oberfläche 24 bzw. Reinigungsfläche 14 ausgerichtet, die
oberhalb bezüglich der Oberseite 28 in der dargestellten Draufsicht liegt. Die Markierung
44 zeigt folglich die Dosierrichtung D1 in Richtung dieser Reinigungsfläche 14 an.
In der Ausführungsform gemäß Fig. 4 (b) sind zwei Markierungen 44 auf dem Betätigungselement
22 angeordnet. Folglich können zwei Oberflächen 24 des Reinigungselements 10 als Reinigungsfläche
14 ausgebildet sein, welche oberhalb sowie links bezüglich des Betätigungselements
22 in der dargestellten Draufsicht liegen. Es ist ebenso denkbar, dass drei oder mehr
Markierungen auf der Oberseite 38 bzw. dem Betätigungselement 22 angebracht sind,
wie beispielsweise in Fig. 4 (c) dargestellt. Dadurch können die unterschiedlichen
Reinigungsflächen 14 beispielsweise auch unterschiedliche Reinigungseigenschaften
aufweisen. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass unterschiedliche
Reinigungsflächen 14 unterschiedliche Materialeigenschaften besitzen. Eine Reinigungsfläche
14 kann beispielsweise befeuchtet sein, während eine andere Reinigungsfläche 14 zum
Nachbehandelt, beispielsweise Polieren, geeignet ist. Gemäß Fig. 4 (d) ist eine weitere
Dosierrichtung D1 mit der Markierung 44 gekennzeichnet. Die Dosiereinheit 16 kann
optional verstellbar auf die verschiedenen Reinigungsflächen 14 ausgerichtet werden.
[0055] Eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements 10 in einer
Teilschnittansicht zeigt Fig. 5. In dieser Ansicht ist die Dosiereinheit 16 erkennbar,
diese ist in dem Grundkörper 12 integriert. Die Dosiereinheit 16 besitzt einen Vorratsbehälter
46, in welchem Reinigungsmittel 18 gelagert werden kann. Der Vorratsbehälter 46 ist
mit einem Sprühkopf 32 verbunden, an welchem eine Düse 28 angeordnet ist. Der Vorratsbehälter
46 kann zum Zwecke eines Nachfüllens austauschbar mit dem Sprühkopf 32 verbunden sein,
oder mittels eines separaten Nachfüllzugangs oder durch den Sprühkopf 32 nachfüllbar
sein. In dieser Ausführungsform ragt die Düse 28 in den Grundkörper 12. Dabei ist
die Düse 28 in einer Ausnehmung 52 im Grundkörper 12 angeordnet. In dieser Ausführungsform
ist die Ausnehmung 52 nicht als Durchgangsloch ausgebildet, sodass Material des Grundkörpers
12 in Sprührichtung vor der Düse 48 verbleibt. Dieses Material stellt ein Speichervolumen
54 dar, in welchem das durch die Düse 48 beförderte Reinigungsmittel 18 aufgenommen
werden kann. Dies kann beispielsweise durch ein saugfähiges Material 20 des Grundkörpers
12 ermöglicht werden. Die Düse 48 ist in Richtung der Reinigungsfläche 14 ausgerichtet,
wobei auf der Reinigungsfläche 14 ein weiteres Material, wie beispielsweise Mikrofaser
oder eine Art Vlies, aufgebracht werden kann. Es ist ebenso denkbar, dass der komplette
Grundkörper 12 mit diesem weiteren Material umhüllt ist.
[0056] Die Dosiereinheit 16, wie beispielsweise in Fig. 5 dargestellt, kann in einer Ausnehmung
56 im Grundkörper 12 angeordnet sein. Es ist ebenso denkbar, dass der Grundkörper
12 in der Ausnehmung 56 an die Form der Dosiereinheit 16 angepasst ist. Die Dosiereinheit
16 wird über zumindest ein Betätigungselement 22 aktiviert, das in der dargestellten
Ausführungsform an der Oberseite 38 des Grundkörpers 12 angeordnet ist. Dieses Betätigungselement
22 ist über Koppelelemente 50 mit dem Sprühkopf 32 der Dosiereinheit 16 verbunden.
Wird das Betätigungselement 22 in Richtung der Kraftaufbringungsvorrichtung F verschoben,
wird die Dosiereinheit 16 aktiviert. Als Folge wird Reinigungsmittel 18 durch die
Düse 48 auf die Reinigungsfläche 14 von innen aufgebracht. Dies geschieht in der dargestellten
Ausführungsform dadurch, dass das Reinigungsmittel 18 durch die Düse 48 in das Speichervolumen
54 des Grundkörpers 12 gelangt, und von dort die Reinigungsfläche 14 erreicht. Es
ist ebenso denkbar, dass das Reinigungsmittel direkt von innen auf die Reinigungsfläche
14 gesprüht bzw. aufgebracht wird, indem die Ausnehmung 52 als Durchgangsloch ausgebildet
ist, und folglich kein Speichervolumen 54 zwischen Düse 48 und Reinigungsfläche 14
verbleibt. Dies ist beispielsweise in Fig. 6 gezeigt, wobei sich das Durchgangsloch
in Richtung Reinigungsfläche 14 in der dargestellten Ausführungsform konisch aufweitet.
Dadurch kann das durch die Düse 48 beförderte Reinigungsmittel 18 eine größere Oberfläche
an der Reinigungsfläche 14 erreichen. Andere Ausgestaltungen der Ausnehmung 52 sind
ebenso denkbar.
[0057] Fig. 6 zeigt weiterhin, dass das Betätigungselement 22 quadratisch ausgebildet ist.
Das Koppelelement 50 ist rohrförmig, und umschließt im unteren Bereich zumindest teilweise
den Sprühkopf 52. Andere Ausführungsformen des Koppelelements 50 sind ebenso denkbar.
Beispielsweise kann das Koppelelement 50 die komplette Ausnehmung 56 ausfüllen. An
der Unterseite 40 des Grundkörpers 12 ist eine Grundplatte 58 angeordnet, welche mit
der Dosiereinheit 16, insbesondere mit dem Vorratsbehälter 46, verbunden ist. Die
Grundplatte 58 kann als Gegenstück für das Betätigungselement 22 dienen, wobei das
Betätigungselement 22 sowie die Grundplatte 58 als Greifelemente 42 ausgebildet sein
können. Dabei führt die Grundplatte 58 keine Relativbewegung bezüglich des Grundkörpers
12 aus. Das Gegenstück kann ebenso als weiteres Betätigungselement 22 ausgebildet
sein und eine Bewegung in Gegenrichtung zur dargestellten Richtung F ermöglichen.
[0058] Eine Schnittansicht der Ausführungsform nach Fig. 5 zeigt Fig. 7. In dieser Ansicht
ist die Verbindung zwischen dem Betätigungselement 22 und der Dosiereinheit 16 durch
das Koppelelement 50 gut erkennbar. Das Koppelelement 50 verbindet daher Dosiereinheit
16 mit dem Betätigungselement 22 derart, dass eine Verschiebung des Betätigungselements
22 die Dosiereinheit 16 aktiviert. Die Düse 48 ist mittig zwischen der Oberseite 38
und der Unterseite 40 des Grundkörpers angeordnet sowie auf die Reinigungsfläche 14
ausgerichtet. Die zu reinigende Oberfläche 100 kann so mit der Reinigungsfläche 14
gereinigt, poliert und/oder desinfiziert werden.
[0059] Fig. 8 zeigt eine weitere Ansicht der Ausführungsform nach Fig. 5. In dieser Ansicht
ist die Unterseite 40 zumindest teilweise von außen erkennbar. Die Grundplatte 58
an der Unterseite 40 kann daher die gleiche Geometrie wie das Betätigungselement 22
auf der Oberseite 38 aufweisen. Das gesamte Reinigungselement 10 kann ein einheitliches,
optisches Erscheinungsbild aufweisen. Der Bereich des Grundkörpers 12, der vor der
Düse 48 angeordnet ist, ist hier hervorgehoben, wobei insbesondere in den dargestellten
eingekreisten Bereich das Reinigungsmittel 18 in den Grundkörper 12 eingeleitet werden
kann. Der Grundkörper 12 besteht beispielsweise aus einem saugfähigen Material, wobei
das saugfähige Material auch nur in dem Bereich im Grundkörper angeordnet sein kann,
an welchen die Reinigungsfläche 14 angeordnet ist.
[0060] Eine Ausführungsform einer Dosiereinheit 16 ist in Fig. 9 gezeigt. Die Darstellung
zeigt den Vorratsbehälter 46 in einer beispielhaften Ausführungsform mit einer Grundplatte
58. Andere Ausführungsformen mit anderen Querschnitten sind ebenso denkbar. Beispielsweise
kann die Grundplatte eine runde Querschnittsform aufweisen. Der Vorratsbehälter 46
sowie die Grundplatte 58 können ebenso die in Fig. 2 (a) bis (g) dargestellten Grundformen
aufweisen. In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann der Vorratsbehälter 46
ebenso ohne Grundplatte 58 ausgeführt sein, wobei dieser komplett im Grundkörper 12
integriert werden kann. In einem derartigen Fall ist der Vorratsbehälter 46, bzw.
Anbauteile wie die Grundplatte 58 o. Ä., von außerhalb des Reinigungselements 10 nicht
sichtbar. In all den beschriebenen Ausführungsformen kann der Vorratsbehälter 46 in
den Grundkörper 12 integriert sein.
[0061] Fig. 10 zeigt eine weitere Ansicht der Dosiereinheit 16 aus Fig. 9. Auf der Oberseite
des Vorratsbehälters 46 ist der Sprühkopf 32 mit der Düse 48 angeordnet. Es ist ebenso
denkbar, dass beispielsweise zwei oder mehr Düsen 48 an dem Sprühkopf 32 angeordnet
sind. Diese können alle auf eine Reinigungsfläche 14, d.h. beispielsweise alle in
eine Richtung, ausgerichtet sein. Wenn die Reinigungsfläche 14 eine gekrümmte bzw.
nicht stetige Fläche darstellt, können mehrere Düsen 48 in unterschiedliche Richtungen
angeordnet sein, und dabei alle die Reinigungsfläche 14 erreichen. Es ist ebenso denkbar,
dass mehrere Düsen 48 auf unterschiedliche Reinigungsflächen 14 ausgerichtet sind.
[0062] Teile einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements 10
sind in Fig. 11 gezeigt. Die Darstellung zeigt unterschiedliche Koppelelemente 50,
die eine Verbindung zwischen dem Betätigungselement 22 und der Grundplatte 58 ausbilden.
Die dargestellten Koppelelemente 50 sind bevorzugt komplett in einer Ausnehmung 56
in den Grundkörper 12 (nicht dargestellt) integriert. Im Inneren der Koppelelemente
50 ist die Dosiereinheit 16 (nicht dargestellt) angeordnet. Durch die Ausnehmung 52
kann die Düse 48 der Dosiereinheit 16 herausragen. Die Ausnehmung 52 verläuft dabei
auf einer Ebene mit der Ausnehmung in dem Grundkörper 12, beispielsweise dargestellt
in den Figs. 5-8.
[0063] Fig. 12 zeigt eine weitere Ansicht der Ausführungsform aus Fig. 11. Die Darstellung
ist ohne Betätigungselement 22 gezeigt, sodass die Ausnehmung 56 für die Dosiereinheit
16 sichtbar wird.
[0064] In Fig. 13 ist eine Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Reinigungselements 10 dargestellt. In dieser Ausführungsform sind weitere Koppelelemente
50 dargestellt, die das Betätigungselement 22 mit der Dosiereinheit 16 verbinden.
Speziell in den Ausführungsformen gemäß Fig. 5 bis 8 sowie 13 kann das Reinigungselement
10 wie folgt zusammengebaut werden. Der Vorratsbehälter 46 mit der Grundplatte 58
(inklusive der kompletten Dosiereinheit16) kann von unten bis zum Anschlag (z. B.
bestimmt durch die Grundplatte 58) in die Ausnehmung 56 des Grundelements 12 eingeschoben
werden. Anschließend kann das Betätigungselement 22 mit dem Koppelelement 50 von oben
in die Ausnehmung 56 eingesteckt werden, wobei eine Verbindung zwischen Koppelelement
50 und Dosiereinheit 16 erfolgt. Durch das Fassen des Reinigungselements 10 in der
Hand, Berühren an dem Betätigungselement 22 sowie der Grundplatte 58 kann durch Druck
auf die Elemente ein Sprühstoß ausgelöst werden. Dadurch wird die Reinigungsfläche
14, beispielsweise ein Mikrofaser, von innen befeuchtet.
[0065] Fig. 14 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements
10. Dieses weist ein zweiteiliges Grundelement 12 auf. Ein zweiter Teilkörper 46 ist
um einen ersten Teilkörper 34 angeordnet. Die Reinigungsfläche 14 ist auf den zweiten
Teilkörper 36 angeordnet. Es wäre ebenso denkbar, mehrere Reinigungselemente 14 an
unterschiedlichen Oberflächen 24 des zweiten Teilkörper 36 auszubilden. Der zweite
Teilkörper 36 kann in einer derartigen Ausführungsform einfach demontiert und gereinigt
werden. Ebenso können die beiden Teilelemente 34, 36 unterschiedliche Materialeigenschaften
aufweisen. Der erste Teilkörper 34 kann beispielsweise aus einem saugfähigen Material
bestehen, der zweite Teilkörper 36 aus einem Mikrofaser oder Reinigungsvlies oder
auch mit einer kratzenden bzw. abrasiven Materialeigenschaft. Auch können am zweiten
Teilkörper mehrere Reinigungsflächen mit unterschiedlichen Reinigungseigenschaften
angeordnet sein. Andere Materialkombinationen sind ebenso denkbar.
[0066] In Fig. 15 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements
10 dargestellt. Unterschiedliche Koppelelemente 50 bilden eine Verbindung zwischen
dem Betätigungselement 22 und der Grundplatte 58. Die dargestellten Koppelelemente
50 sind bevorzugt komplett in einer Ausnehmung 56 in den Grundkörper 12 (nicht dargestellt)
integriert. Durch die Ausnehmung 52 kann eine Düse 48 einer Dosiereinheit 16 herausragen.
[0067] Fig. 16 zeigt eine weitere Ansicht der Ausführungsform aus Fig. 15. In der linken
Darstellung ist die Ausnehmung 56 für die Dosiereinheit 16 aus einer Seitenansicht
sichtbar. Im Innern der Koppelelemente 50 ist eine Pumpe 60 der Dosiereinheit 16 erkennbar.
Die rechte Darstellung zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie A-A durch die linke
Darstellung. Dabei sind die Pumpe 60 sowie der Vorratsbehälter 46 in Innern der Koppelelemente
50 erkennbar.
[0068] Fig. 17 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Reinigungselements
10. Das Koppelelement 50 ist als geschlossene Hülle ausgebildet, wobei in einer Ausnehmung
eine Düse 48 herausragt. Die Düse 48 kann beispielsweise als Schlauch ausgebildet
sein.
[0069] In den Figs. 18 bis 20 sind weitere Ansichten der Ausführungsform aus Fig. 17 dargestellt.
Diese Ausführungsform umfasst weitere Merkmale und Bezugszeichen, die bereits bezüglich
Fig. 1 erläutert wurden. Daher wird an dieser Stelle auf eine weitere Erläuterung
verzichtet. In Fig. 18 ist eine Frontansicht sowie eine Schnittdarstellung der Ausführungsform
gemäß Fig. 17 dargestellt. Die Schnittdarstellung entlang der Linie B-B lässt den
Vorratsbehälter 46 sowie die Pumpe 60 in Innern der Koppelelemente 50 erkennen. In
Fig. 19 ist die Ausführungsform gemäß Fig. 17 mit Grundkörper 12 dargestellt. Fig.
20 zeigt isometrische Darstellungen der Ausführungsform gemäß Fig. 17 mit Grundkörper
12. Des Weiteren ist in einer Drahtgitterdarstellung die Position der Dosiereinheit
16 innerhalb des Grundkörpers 12 erkennbar. Auf dem Betätigungselement 22 können grafische
Darstellungen, aus Designgründen oder aus Hinweisgründen, angeordnet sein.
[0070] Der zweite Teilkörper 36 kann in einer nicht dargestellten Ausführungsform ebenso
die Oberseite 38 sowie die Unterseite 40 des Grundkörpers 12 umschließen. Der zweite
Teilkörper 36 kann so als Ummantelung ausgebildet sein, und beispielsweise in den
Bereichen der Ausnehmung 56 befestigt werden. Die Ummantelung kann genäht werden.
[0071] Es ist ebenso denkbar, dass der zweite Teilkörper 36 drehbar um den ersten Teilkörper
34 ist, wobei eine durch den Sprühkopf 32 bzw. sind die Düse 48 der Dosiereinheit
16 bestimmte Position der Reinigungsfläche 14 durch Drehen des zweiten Teilkörpers
36 von unterschiedlichen Abschnitten des zweiten Teilkörpers 36 erreicht werden kann.
Dadurch kann jede der Seitenflächen 26 des zweiten Teilkörpers 36 als Reinigungsfläche
14 verwendet werden, wobei das Reinigungselement 10 noch langlebiger eingesetzt werden
kann. Der zweite Teilkörper 36 kann aus einem nicht formstabilen Material bestehen,
sodass dieser um beliebige Geometrien des ersten Teilkörpers 34 verschoben bzw. gedreht
werden kann. Sind beide Teilkörper 34, 36 aus formstabilen Materialien ausgebildet
sowie drehbar angeordnet, weist das Reinigungselement 10 bevorzugt eine zylinderförmige
Grundform auf.
[0072] In einer beispielhaften Ausführungsform kann das Reinigungselement 10 Außenmaße von
beispielsweise 60 x 60 x 60 mm aufweisen. Der Grundkörper 12 kann aus Schaumstoff
mit Mikrofaser bestehen, die Dosiereinheit 16 aus Kunststoff. Der Grundkörper 12 kann
als Schaumstoffwürfel ausgebildet sein und ein quadratisches Loch mit einem Kantenmaß
von 40 mm aufweisen, das die Ausnehmung 56 für die Dosiereinheit 16 ausbildet. Der
Schaumstoffwürfel kann eine Ummantelung aus Mikrofasertuch besitzen, die beispielsweise
genäht ist. Diese bildet die Reinigungsfläche 14 aus, und kann beispielsweise als
zweiter Teilkörpers 36 ausgebildet sein.
[0073] In einer beispielhaften Ausführungsform kann das Betätigungselement 22 ebenso aus
Kunststoff, Aluminium, Metall oder ähnlichem ausgebildet sein. Dies gilt ebenso für
die Koppelelemente 50.
[0074] All die dargestellten Ausführungsformen zeigen ein kompaktes sowie in der Bedienung
einteiliges Reinigungselement, das einfach und schnell sowie einhändig verwendet werden
kann. Es ist wiederverwendbar sowie auffüllbar. Insbesondere können einzelne Elemente
abnehmbar, austauschbar und waschbar sein. Dies kann beispielsweise einzelne Elemente
des Grundkörpers 12 betreffen.
Bezugszeichenliste
[0075]
- 10
- Reinigungselement
- 12
- Grundkörper
- 14
- Reinigungsfläche
- 16
- Dosiereinheit
- 18
- Reinigungsmittel
- 20
- saugfähiges Material
- 22
- Betätigungselement
- 24
- Oberfläche des Grundkörpers
- 26
- Seitenfläche des Reinigungselements
- 28
- Reinigungsvlies
- 30
- Seitenfläche des Grundkörpers
- 32
- Sprühkopf
- 34
- Teilkörper des Grundkörpers
- 36
- Teilkörper des Grundkörpers
- 38
- Oberseite des Grundkörpers
- 40
- Unterseite des Grundkörpers
- 42
- Greifelement
- 44
- Markierung
- 46
- Vorratsbehälter
- 48
- Düse
- 50
- Koppelelement
- 52
- Ausnehmung für Düse
- 54
- Speichervolumen
- 56
- Ausnehmung für Dosiereinheit
- 58
- Grundplatte
- 60
- Pumpe
- 100
- zu reinigende Oberfläche
- D1
- Dosierrichtung
- F
- Kraftaufbringungsrichtung
1. Reinigungselement (10) für eine Oberfläche (100), umfassend einen Grundkörper (12)
mit zumindest einer Reinigungsfläche (14), dadurch gekennzeichnet, dass in dem Grundkörper (12) eine Dosiereinheit (16) umfasst ist, mit welcher eine vorbestimmte
Menge an Reinigungsmittel (18) direkt und gezielt auf die Reinigungsfläche (14) aufbringbar
ist, so dass vor dem Ausgeben des Reinigungsmittels (18) auf die zu reinigende Oberfläche
(100) das Reinigungsmittel (18) im Grundkörper (12) und / oder in der Reinigungsfläche
(14) speicherbar und durch die Reinigungsfläche (14) flächig verteilbar ist.
2. Reinigungselement (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) zumindest teilweise aus einem saugfähigen Material (20) besteht
und/oder auf der Reinigungsfläche (14) ein saugfähiges Material (20) angeordnet ist.
3. Reinigungselement (10) nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) ein Betätigungselement (22) aufweist, durch welches die Dosiereinheit
(16) aktiviert werden kann.
4. Reinigungselement (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (16) an einer von der Reinigungsfläche (14) verschiedenen
Oberfläche (24) des Grundkörpers (12) angeordnet ist.
5. Reinigungselement (10) nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (22) als eine Seitenfläche (26) des Reinigungselements (10)
ausgebildet ist.
6. Reinigungselement (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (22) an einer Seitenfläche (26) des Reinigungselements (10)
angeordnet ist, die im Wesentlichen rechtwinklig zur Reinigungsfläche (14) verläuft.
7. Reinigungselement (10) nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Betätigungselement (22) eine Dosierrichtung (D1) der Dosiereinheit (16) bezüglich
einer Richtung des Grundkörpers (12) aufgebracht ist.
8. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) mit der Reinigungsfläche (14) drehbar bezüglich der Dosiereinheit
(16) ist.
9. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) mit einem, bevorzugt abnehmbaren, Reinigungsvlies (28) bespannt
ist.
10. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) zumindest zwei Seitenflächen (30) aufweist, von welchen zumindest
eine die Reinigungsfläche (14) ist, wobei die Seitenflächen (30) unterschiedliche
Materialeigenschaften aufweisen.
11. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) quaderförmig, würfelförmig, pyramidenförmig, kegelstumpfförmig,
kugelfömig oder quaderförmig ausgebildet ist.
12. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (12) zweiteilig ausgebildet ist.
13. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsfläche (14) eben oder formkomplementär zu einem zu reinigenden Gegenstand
ausgebildet ist und vollflächig mit einer zu reinigenden Oberfläche (100) kontaktierbar
ist.
14. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinheit (16) einen Sprühkopf (32) und einen Vorratsbehälter (46) aufweist,
wobei der Sprühkopf (32) auf die Reinigungsfläche (14) gerichtet ist und/oder auf
die Reinigungsfläche (14) ausrichtbar ist, wobei bevorzugt zur Befüllung des Vorratsbehälters
(46) der Sprühkopf (32) abnehmbar mit dem Vorratsbehälter (46) verbunden ist.
15. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosiereinheit (16) in einem ersten Teilkörper (34) des Grundelements (12), bevorzugt
austauschbar, integriert ist, und ein zweiter Teilkörper (36) drehbar um den ersten
Teilkörper (34) angeordnet ist, wobei die Reinigungsfläche (14) auf dem zweiten Teilkörper
(36) angeordnet ist.
16. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberseite (38) und eine Unterseite (40) des Grundkörpers (12) jeweils als Greifelement
(42) ausgebildet sind, durch welche die Dosiereinheit (16) aktivierbar ist, und die
Reinigungsfläche (14) rechtwinklig zu diesen beiden Greifelementen (42) angeordnet
ist.
17. Reinigungselement (10) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Grundkörper (12) eine Lasche angeordnet ist.