ANWENDUNGSGEBIET UND STAND DER TECHNIK
[0001] Die Erfindung betrifft einen Spender zum Austrag pharmazeutischer Flüssigkeiten nach
dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Gattungsgemäßer und erfindungsgemäße Spender umfassen ein entlang einer Mittelachse
ausgerichtetes längliches Gehäuse. Am distalen Ende des Gehäuses ist eine axial in
Richtung der Mittelachse ausgerichtete Austragöffnung vorgesehen, durch die Flüssigkeit
in die Umgebung abgegeben werden kann, beispielsweise als Tropfen und Sprühstrahl.
Ein solcher Spender umfasst weiterhin einen Flüssigkeitsspeicher sowie eine Steuereinrichtung
mit einer Pumpe oder einem Schaltventil, die durch eine erste Leitung mit dem Flüssigkeitsspeicher
und durch eine zweite Leitung mit der Austragöffnung verbunden ist und mittels derer
Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsspeicher zur Austragöffnung geleitet werden kann.
Der Spender umfasst zum Zwecke der Betätigung einen Betätigungsdrücker, der seitlich
in einer Aussparung einer Mantelfläche des Gehäuses vorgesehen ist und der mit der
Steuereinrichtung derart verbunden ist, dass ein radiales Eindrücken des Betätigungsdrückers
in Richtung der Mittelachse die Steuereinrichtung betätigt, so dass Flüssigkeit zur
Austragöffnung geleitet wird.
[0003] Solche gattungsgemäßen Spender, die den Ausgangspunkt der Erfindung darstellen, werden
auch als Side-Actuation-Spender bezeichnet.
[0004] Das besondere Charakteristikum dieser gattungsgenmäßen sowie erfindungsgemäßen Spender
liegt darin, dass die Betätigung seitlich erfolgt. Das zumindest im Bereich der Mantelfläche
im Wesentlichen rotationssymmetrische oder zylindrische Gehäuse weist hierfür den
genannten Betätigungsdrücker auf, der in radialer Richtung oder mit einer überwiegenden
radialen Komponente in Richtung der Mittelachse gedrückt werden kann, um hierdurch
Flüssigkeit in Richtung der Austragöffnung zu leiten. Dies kann darüber passieren,
dass der Betätigungsdrücker den Kolben einer Kolbenpumpe verlagert oder den Balg einer
Balgpumpe zusammendrückt oder aber ein Ventil öffnet, so dass bereits zuvor unter
Druck stehende Flüssigkeit in Richtung der Austragöffnung strömen kann.
[0005] Aus dem Bereich von anderen pharmazeutischen Spendern, deren Betätigungsrichtung
mit der Austragrichtung übereinstimmt, sind bereits Gestaltungen bekannt, die zu einer
Sicherung des Spenders gegen die Benutzung durch Kinder darstellen. Hierdurch wird
verhindert, dass Kinder, insbesondere Kleinkinder, die pharmazeutische Flüssigkeit
austragen und aufnehmen.
[0006] Aus dem Dokument
WO 2008/061041 A2 ist ein Spender zur seitlichen Betätigung bekannt. Der Spender ist mit einer Kappe
ausgestattet, die im aufgesetzten Zustand eine Betätigung des Spenders verhindert,
die jedoch keine Kindersicherung darstellt.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, einen gattungsgemäßen Side-Actuation-Spender mit einer
wirksamen und baulich einfachen Kindersicherung zu versehen.
[0009] Erfindungsgemäß wird folgendes vorgeschlagen: Der Spender umfasst eine beidseitig
offene Drehhülse oder Schiebehülse, die außenseitig am Gehäuse um die Mittelachse
drehbar oder verschiebbar angebracht ist. In einer Sperr-Drehstellung bzw. Sperr-Schiebestellung
verhindert diese Hülse die Betätigung des Betätigungsdrückers und in einer Freigabe-Drehstellung
bzw. Freigabe-Schiebestellung gestattet die Hülse das radiale Eindrücken des Betätigungsdrückers.
[0010] Gemäß dieser Gestaltung ist somit eine das Gehäuse des Spenders zumindest im Bereich
des Betätigungsdrückers vollständig oder fast vollständig (> 270°) umgebende Hülse
vorgesehen, die im Falle einer Drehhülse bestimmungsgemäß zwar gegenüber der Mantelfläche
des Gehäuses um die Mittelachse verdrehbar ist, jedoch nicht abnehmbar ist bzw. zumindest
zum Zwecke der Betätigung nicht abgenommen werden muss. Diese Drehhülse ist vorzugsweise
in Axialrichtung am Gehäuse gesichert, so dass sie aus-schließlich rotativ beweglich
ist. Die alternativ vorgeschlagene Schiebehülse ist in Axialrichtung begrenzt gegenüber
dem Gehäuse beweglich. Sie kann unverdrehbar ausgestaltet sein oder verschieblich
und verdrehbar gegenüber dem Gehäuse gestaltet sein.
[0011] Die Drehhülse bzw. die Schiebehülse ist in Art eines Rohres beidseitig stirnseitig
offen, so dass sie insbesondere von der Seite der Austragöffnung her auf das Gehäuse
aufgeschoben werden kann. Sie wird dabei soweit aufgeschoben, dass das distale Ende
des Gehäuses und die dort vorgesehene Austragöffnung im aufgeschobenen Zustand die
Drehhülse bzw. Schiebehülse in axialer Richtung überragt, also über das distale Stirnende
der Drehhülse bzw. Schiebehülse hinausragt
[0012] In Abhängigkeit der Drehstellung der Drehhülse bzw. der Schiebestellung der Schiebehülse
kann der Betätigungsdrücker gedrückt werden oder ein Drücken wird unterbunden und/oder
blockiert. In der Sperr-Drehstellung bzw. der Sperr-Schiebestellung ist die Betätigung
nicht möglich, entweder weil der Betätigungsdrücker nicht zugänglich ist oder weil
seine Verlagerung mechanisch blockiert wird. In der Freigabe-Drehstellung bzw. Freigabe-Schiebestellung
ist der Betätigungsdrücker zugänglich und zum Zwecke des Flüssigkeitsaustrags radial
verlagerbar, so dass das hiermit gekoppelte Ventil geöffnet oder die hiermit verbundene
Pumpe betätigt wird.
[0013] Die Hülse selbst ist beidseitig offen und stellt daher keine die Austragöffnung überdeckende
Kappe dar. Allerdings kann ein solcher Spender zusätzlich eine Kappe aufweisen, die
am Gehäuse oder der Drehhülse befestigt werden kann und/oder das Gehäuse und die Hülse
im aufgesetzten Zustand überdecken kann.
[0014] Die Hülse kann über eine Betätigungs-Aussparung verfügen, die in der Freigabe-Stellung
außenseitig des Betätigungsdrückers angeordnet ist und den Zugriff auf den Betätigungsdrücker
gewährt.
[0015] Bei einer solchen Gestaltung der Hülse mit Betätigungs-Aussparung ist die Hülse zwischen
einer Stellung (Sperr-Drehstellung bzw. Sperr-Schiebestellung) verlagerbar, in der
die Betätigungs-Aussparung nicht über den Betätigungsdrücker angeordnet ist und stattdessen
dieser verdeckt ist, und einer Stellung (Freigabe-Drehstellung bzw. Freigabe-Schiebestellung),
in der die Aussparung den Zugang zum Betätigungsdrücker gewährt. Die Hülse ist vorzugsweise
ein das Gehäuse umlaufendes Bauteil, welches entweder im Bereich der Betätigungs-Aussparung
bezogen auf die Axialrichtung schlanker gestaltet ist oder eine von der Hülse umschlossene
Aussparung aufweist, durch die hindurch der Betätigungsdrücker in der Freigabe-Stellung
der Hülse zugänglich ist. Auch eine Unterbrechung der Drehhülse im Bereich der Betätigungsaussparung
ist möglich.
[0016] Grundsätzlich kann es ausreichen, einzig dadurch die Kindersicherung herzustellen,
dass die Hülse nach Gebrauch in ihre Sperr-Stellung verbracht wird. Von Vorteil ist
es jedoch, wenn eine zusätzliche Sicherung in dieser Sperr-Stellung verhindert, dass
die Hülse unmittelbar verdreht oder verschoben wird. Diese zusätzliche Sicherung kann
insbesondere darin bestehen, dass ein gehäuseseitiger Abschnitt oder die Hülse selbst
elastisch ausgelenkt oder verformt werden muss, um die Drehbarkeit oder Verschiebbarkeit
herzustellen.
[0017] Am Gehäuse kann zu diesem Zweck eine radial zur Mittelachse hin auslenkbare Sperrklinke
vorgesehen sein, mittels derer die Hülse in mindestens einer Sperr-Stellung arretierbar
ist, so dass es einer Auslenkung der Sperrklinke bedarf, um die Hülse in die Freigabe-Stellungzu
drehen oder zu schieben.
[0018] Durch eine solche Sperrklinke ist ein zusätzliches Hindernis für Kinder geschaffen.
Um die Hülse in ihre Freigabe-Stellung zu bringen, muss zunächst die vorzugsweise
federbelastete Sperrklinke ausgelenkt werden, so dass diese dann das Drehen bzw. Schieben
der Hülse gestattet. Die Sperrklinke kann insbesondere durch einen Abschnitt der Mantelfläche
des Gehäuses gebildet sein, der zum Zwecke der Bewegung der Hülse radial nach innen
gedrückt werden muss. Dies ist fertigungstechnisch ein sehr einfacher Weg. Bereits
bei der Herstellung des Kunststoffbauteils, welches im montierten Zustand die Mantelfläche
bildet, wird die Sperrklinke in ihrer blockierenden Lage vorgesehen, so dass die genannte
Federbelastung im Betrieb sich daraus ergibt, dass die Sperrklinke zum Zwecke der
Bewegung der Hülse radial nach innen gedrückt und das Kunststoffbauteil hierdurch
elastisch verformt wird.
[0019] Die Sperrklinke wirkt im gesperrten Zustand mit der Hülse kraftschlüssig oder insbesondere
formschlüssig zusammen, um ein Bewegen der Hülse zu erschweren oder zu verhindern.
Bei einer formschlüssigen Gestaltung greift die Sperrklinke im gesicherten Zustand
in eine Vertiefung, Durchbrechung oder dergleichen an der Hülse ein.
[0020] Die Sperrklinke kann derart am Gehäuse angeordnet sein, dass sie in der Sperr-Stellung
in die Betätigungs-Aussparung hineinragt.
[0021] Die Betätigungs-Aussparung erfüllt somit bei einer solchen Gestaltung zwei Zwecke:
Zum einen ermöglicht sie das Niederdrücken des Betätigungsdrückers in der Freigabestellung
der Hülse. Zum anderen blockiert sie ein Bewegen der Hülse in der Sperrstellung gemeinsam
mit der Sperrklinke.
[0022] Die Sperrklinke kann fest mit dem Betätigungsdrücker verbunden sein und in der Sperr-Stellung
in eine von der Betätigungs-Aussparung getrennte Sperr-Aussparung in der Hülse hineinragen,
welche gegenüber der Betätigungs-Aussparung umfänglich oder in Axialrichtung versetzt
angeordnet ist.
[0023] Bei dieser alternativen Gestaltung bildet ein Abschnitt am Betätigungsdrücker selbst
die Sperrklinke und greift in der Sperr-Stellung der Hülse in eine zweite, von der
Betätigungs-Aussparung getrennte Sperrausparung ein. Zur Freigabe muss somit der Betätigungsdrücker
bzw. die an ihm vorgesehene Sperrklinke etwas radial eingedrückt werden. Erst dann
kann die Hülse gedreht oder verschoben werden, damit anschließend eine Betätigung
möglich ist. Neben einer Gestaltung, bei der die Sperrklinke fest mit dem Betätigungsdrücker
verbunden sein kann, ist es auch denkbar, die Sperrklinke zwar am Betätigungsdrücker
vorzusehen, zwischen der Sperrklinke und den umgebenden Teilen des Betätigungsdrückers
jedoch ein elastisches Ausgleichselement vorzusehen, so dass die Verlagerung der Sperrklinke
den überwiegenden Teil des Betätigungsdrückers noch nicht mitverlagert, so dass beim
Entsperren der Hülse noch kein Austrag stattfindet.
[0024] Die Hülse kann über eine Aussparung verfügen, in die die Sperrklinke im gesicherten
Zustand hineinragt. Die kann bei einer solchen Ausgestaltung über einen Fortsatz verfügen,
der derart geformt ist, dass er nach Abnehmen der Kappe vom Gehäuse oder von der Hülse
in die Aussparung derart einführbar ist, dass hierdurch die Sperrklinke ausgelenkt
werden kann und anschließend die Hülse in die Freigabe-Stellung bewegt werden kann.
[0025] Bei einer solchen Gestaltung ist eine Art Schlüssel-Schloss-System vorgesehen. Die
abnehmbare Kappe verfügt über einen Fortsatz, beispielsweise in Art eines schlanken
Pins, der in eine korrespondierende Aussparung der Hülse einschiebbar ist, um die
Sperrklinke auszulenken. Diese Ausnehmung hat eine Größe und/oder eine Formgebung,
die es zumindest werkzeuglos, das heißt alleine mit den Fingern eines Kindes, nicht
gestattet, die Sperrklinke auszulenken.
[0026] Bei den genannten Gestaltungen ist vorgesehen, dass insbesondere eine gehäuseseitige
Sperrklinke verlagerbar ist. Alternativ hierzu kann Folgendes vorgesehen sein:
Die Hülse und das Gehäuse können mit formschlüssig zusammenwirkenden Rotations-bzw.
Translations-Sperrflächen versehen sein, die in der Sperr-Stellung ein Bewegen der
Hülse gegenüber dem Gehäuse verhindern. Die Hülse kann bei einer solchen Ausgestaltung
aus einem elastisch verformbaren Kunststoff gefertigt sein, der eine Verformung, insbesondere
eine Oval-Verformung, der Hülse durch äußere Kraftbeaufschlagung gestattet, durch
die die Sperrflächen außer Eingriff bringbar sind, so dass anschließend eine Bewegung
der Hülse in die Freigabestellung möglich ist.
[0027] Bei einer solchen Gestaltung sind die Hülse und das Gehäuse derart aufeinander abgestimmt,
dass zumindest in der Sperr-Stellung eine formschlüssige Unterbindung einer Drehung
oder einer SchiebeBewegung gegeben ist. Die in diesem Fall vorzugsweise das Gehäuse
vollständig umschließende Hülse muss zunächst verformt werden, insbesondere durch
eine beidseitige Kraftbeaufschlagung leicht ovalförmig verformt werden, damit der
Eingriff zwischen den Sperrflächen am Gehäuse und der Hülse beendet wird. Anschließend
kann die Hülse bewegt werden. Bei einer besonderen Gestaltung ist auch in der Freigabe-Stellung
vorgesehen, dass diese durch die Sperrflächen gesichert ist. Insbesondere vorteilhaft
sind Gestaltungen, bei denen die Sperrflächen an radialen Vertiefungen bzw. Erhebungen
auf Gehäuseseite und Hülsenseite gebildet werden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0028] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung,
die nachfolgend anhand der Figuren erläutert sind.
Fig. 1 zeigt einen gattungsgemäßen Spender mit seitlichem Betätigungsdrücker, der
in ähnlicher Gestaltung bei allen Ausführungsbeispielen Verwendung findet.
Fig. 2 bis 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders mit einer
Drehhülse, die über eine auslenkbare Sperrklinke gesichert ist.
Fig. 6 bis 7 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders mit einer
Drehhülse, die über Rotations-Sperrflächen gesichert ist.
Fig. 8 und 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Spenders mit einer
Schiebehülse, die über eine auslenkbare Sperrklinke gesichert ist.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0029] Fig. 1 zeigt einen sogenannten Side-Actuation-Spender 10. Dieser verfügt über ein
Gehäuse 20 mit einer Austragbaugruppe 22 und einem Reservoir 30, welches im Bereich
eines Kopplungsringes 28 der Austragbaugruppe 22 angekoppelt ist und einen Flüssigkeitsspeicher
32 umfasst.
[0030] Die Austragbaugruppe 22 verfügt am distalen Ende über eine Austragöffnung 24 am Ende
einer als Nasenolive gestalteten Applikatorspitze 25 sowie über eine in etwa zylindrische
und weitgehend rotationssymmetrische Mantelfläche 23 zwischen der Nasenolive und dem
Kopplungsring 28. Im Bereich dieser Mantelfläche 23, die zum Zwecke der Handhabung
des Spenders 10 vom Benutzer umgriffen wird, ist eine Aussparung 26 vorgesehen, in
der ein Betätigungsdrücker 50 angeordnet ist. Dieser Betätigungsdrücker 50 ist in
Richtung des Pfeils 4 eindrückbar, wobei diese Richtung in etwa einen rechten Winkel
mit der Mittelachse 2 des Spenders einschließt, die mit der Austragrichtung an der
Austragöffnung 24 übereinstimmt.
[0031] Gegenstand der Erfindung ist es, eine Kindersicherung für einen Spender des Typs
der Fig. 1 zur Verfügung zu stellen.
[0032] Die inneren Komponenten im Bereich der Austragbaugruppe 22 seien exemplarisch anhand
der Fig. 2 erläutert, sind jedoch für alle Ausführungsbeispiele identisch. Der Flüssigkeitsspeicher
32 ist über eine Leitung 51 mit einer Pumpe 54 verbunden. Diese Pumpe 54 verfügt über
einen beweglichen Zylinder 55, der gemeinsam mit dem Betätigungsdrücker 50 eindrückbar
ist. Weiterhin verfügt die Pumpe 54 über eine nicht näher beschriebene Ventilanordnung
57, die bei Unterdruck im Pumpzylinder 55 Flüssigkeit durch die Leitung 51 einzieht
und die bei Überdruck im Pumpzylinder 55 Flüssigkeit in Richtung einer zweiten Leitung
52 drückt, welche ihrerseits unter Zwischenschaltung eines Auslassventils 25a zur
Austragöffnung 24 führt.
[0033] Die erste Ausgestaltung der Fig. 2 bis 5 zur Herstellung einer Kindersicherung verfügt
über eine Drehhülse 60, welche außenseitig auf der Mantelfläche 23 des Gehäuses 20
angebracht ist. Durch eine Verrastung 61 ist gewährleistet, dass diese Drehhülse 60
nur drehbeweglich ist, nicht jedoch ohne weiteres vom Gehäuse 20 abgezogen werden
kann. Die Drehhülse 60 verfügt über eine Betätigungs-Aussparung 62, die in etwa die
Größe der Außenseite des Betätigungsdrückers 50 aufweist. In der gesperrten Stellung
der Fig. 2 und der Fig. 3 ist diese Betätigungs-Aussparung 62 um 180° gegenüber dem
Betätigungsdrücker 50 versetzt, so dass der Betätigungsdrücker 50 von der Drehhülse
60 überdeckt wird und nicht zugänglich ist. Ein Drehen der Drehhülse 60 ist nicht
unmittelbar möglich, da die Mantelfläche 23 des Gehäuses 20 in der insbesondere aus
Fig. 2 ersichtlichen Weise mit einer als Sperrklinke 23a agierenden Ausbuchtung versehen
ist, welche in die Betätigungs-Aussparung 62 hineinragt. Wenn von diesem Zustand aus
der Spender 10 betätigt werden soll, so muss zunächst in der durch Pfeil 3 in Fig.
4 verdeutlichten Weise die Sperrklinke 23a radial nach innen eingedrückt werden. Erst
dann kann die Drehhülse 60 um 180° gedreht werden, so dass sich der Zustand der Fig.
5 einstellt, in welchem die Betätigungs-Aussparung 62 der Drehhülse 60 Zugang zum
Betätigungsdrücker 50 gewährt. Ausgehend von diesem Zustand kann nun der Spender bestimmungsgemäß
genutzt werden. Anschließend wird die Betätigungshülse 60 wieder um 180° gedreht,
so dass die während der Betätigung unter Spannung gehaltene Sperrklinke 23a wieder
in die Betätigungs-Aussparung 62 hineinspringt.
[0034] Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 6 und 7 ist ebenfalls eine drehbare Drehhülse
60 vorgesehen, die gegenüber einer Mantelfläche 23 und einem Betätigungsdrücker 50
um die Mittelachse 2 drehbar ist. Auch diese kann in eine Drehstellung gebracht werden,
in der die Betätigungs-Aussparung 62 nicht oberhalb des Betätigungsdrückers 50 angeordnet
ist und daher somit eine Betätigung verhindert.
[0035] Abweichend von der Gestaltung der Fig. 2 bis 5 ist jedoch die Drehsicherung hier
anders realisiert. An der Innenseite der Drehhülse 60 sind gegeneinander um 180° versetzt
Blockierstege 62 vorgesehen. Korrespondierend hierzu sind in der Mantelfläche 23 des
Gehäuses 20 Vertiefungen 33 vorgesehen. In Umfangsrichtung seitlich begrenzt werden
sowohl die Blockierstege 63 als auch die Vertiefungen 33 jeweils durch Rotationssperrflächen
34, 64. Im gesicherten Zustand der Fig. 7 ist somit ein Drehen der Drehhülse 60 nicht
möglich. Allerdings ist die Drehhülse 60 hier aus einem ausreichend verformbaren Kunststoff
gefertigt, so dass eine Kraftbeaufschlagung in Richtung der Pfeile 5 geeignet ist,
um die demgegenüber um 90° versetzten Blockierstege 62 aus den jeweiligen Vertiefungen
33 herauszuheben. Anschließend kann die gewünschte Drehung der Drehhülse 60 gegenüber
der Mantelfläche 23 erfolgen und somit die Betätigungs-Aussparung 62 in eine Drehstellung
gebracht werden, in der sie die Betätigung des Betätigungsdrückers 50 gestattet.
[0036] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt eine Drehsicherung über die Blockierstege
63 und die Vertiefungen 33 sowohl in der Stellung der Drehhülse, in der diese den
Betätigungsdrücker 50 verdeckt, als auch in jener Drehstellung, in der die Betätigung
durch die Betätigungs-Aussparung 62 möglich ist.
[0037] Bei einer vereinfachten alternativen Gestaltung sind jedoch nur eine Vertiefung 33
und nur ein Blockiersteg 63 vorgesehen, so dass nur jene Drehstellung durch diese
Elemente blockiert ist, in der der Betätigungsdrücker 50 nicht zugänglich ist.
[0038] Die Figuren 8 und 9 zeigen eine Variante des Spenders der Figuren 2 bis 5. Auch dieser
Spender weist eine auf das Gehäuse 22 aufgeschobene Hülse 60 auf, die gegenüber dem
Gehäuse 60 begrenzt beweglich, jedoch nicht abnehmbar ist. Allerdings ist die Hülse
60 dieser Ausgestaltung nicht drehbeweglich, sondern zwischen den beiden Endlagen
der Fig. 8 und 9 translativ verlagerbar.
[0039] In der Stellung der Fig. 8 ist der Betätigungsdrücker 50 des Spenders nicht zugänglich,
da er von der Schiebehülse 60 verdeckt wird. Die Schiebehülse 60 ist nicht unmittelbar
bewegbar, da sie von der Sperrklinke 23a arretiert wird, die in die Aussparung 62
der Schiebehülse 60 hineinragt.
[0040] Um den Spender verwenden zu können, muss zunächst die Sperrklinke 23a eingedrückt
werden. Erst anschließend ist es möglich, die Hülse 60 zu verschieben, so dass diese
die Stellung der Fig. 9 einnimmt. In dieser Stellung kann durch die Aussparung 62
hindurch nun der Betätigungsdrücker 50 radial eingedrückt werden und ein Austrag somit
bewirkt werden.
1. Spender (10) zum Austrag pharmazeutischer Flüssigkeiten mit den folgenden Merkmalen:
a. der Spender umfasst ein entlang einer Mittelachse (2) ausgerichtetes längliches
Gehäuse (20) und
b. am distalen Ende des Gehäuses (20) ist eine axial in Richtung der Mittelachse (2)
ausgerichtete Austragöffnung (24) vorgesehen und
c. der Spender umfasst eine Flüssigkeitsspeicher (32) und
d. der Spender umfasst eine Steuereinrichtung mit einer Pumpe (54) oder einem Schaltventil,
die durch eine erste Leitung (51) mit dem Flüssigkeitsspeicher (32) und durch eine
zweite Leitung (52) mit der Austragöffnung (24) verbunden ist und mittels derer Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsspeicher zur Austragöffnung (24) geleitet werden kann, und
e. der Spender umfasst einen Betätigungsdrücker (50), der seitlich in einer Aussparung
(26) einer Mantelfläche (23) des Gehäuses (20) vorgesehen ist und der mit der Steuereinrichtung
derart verbunden ist, dass ein radiales Eindrücken des Betätigungsdrückers in Richtung
der Mittelachse die Steuereinrichtung betätigt, so dass Flüssigkeit zur Austragöffnung
(24) geleitet wird,
gekennzeichnet durch die zusätzlichen Merkmale:
f. der Spender (10) umfasst eine beidseitig offene Drehhülse (60), die außenseitig
am Gehäuse um die Mittelachse (2) drehbar angebracht ist, oder eine beidseitig offene
Schiebehülse (60), die außenseitig am Gehäuse in Richtung der Mittelachse verschieblich
angebracht ist, und
g. in einer Sperr-Drehstellung bzw. einer Sperr-Schiebestellung verhindert die Drehhülse
(60) bzw. die Schiebehülse (60) die Betätigung des Betätigungsdrückers (50) und
h. in einer Freigabe-Drehstellung bzw. einer Freigabe-Schiebestellung gestattet die
Drehhülse (60) bzw. die Schiebehülse (60) das radiale Eindrücken des Betätigungsdrückers
(50).
2. Spender (10) nach Anspruch 1 mit dem zusätzlichen Merkmal:
a. die Drehhülse (60) bzw. die Schiebehülse (60) verfügt über eine Betätigungs-Aussparung
(62), die in der Freigabe-Drehstellung bzw. Freigabe-Schiebestellung außenseitig des
Betätigungsdrückers (50) angeordnet ist und den Zugriff auf den Betätigungsdrücker
(50) gewährt.
3. Spender (10) nach Anspruch 1 oder 2 mit dem zusätzlichen Merkmal:
a. am Gehäuse (20) ist eine radial zur Mittelachse (2) hin auslenkbare Sperrklinke
(23a) vorgesehen, mittels derer die Drehhülse (60) bzw. die Schiebehülse (60) in mindestens
einer Sperr-Drehstellung bzw. Sperr-Schiebestellung arretierbar ist, so dass es einer
Auslenkung der Sperrklinke (23a) bedarf, um die Drehhülse (60) in die Freigabe-Drehstellung
zu drehen bzw. um die Schiebehülse (60) in die Freigabe-Schiebestellung zu schieben.
4. Spender (10) nach Anspruch 3 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die Sperrklinke (23a) ist derart am Gehäuse (20) angeordnet, dass sie in der Sperr-Drehstellung
bzw. in der Sperr-Schiebestellungstellung in die Betätigungs-Aussparung (62) hineinragt,
wobei vorzugsweise die Sperrklinke einstückig mit der Mantelfläche (23) des Gehäuses
(20) ausgebildet ist.
5. Spender (10) nach Anspruch 3 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die Sperrklinke ist fest mit dem Betätigungsdrücker verbunden und ragt in der Sperr-Drehstellung
bzw. der Sperr-Schiebestellung in eine von der Betätigungs-Aussparung getrennte Sperr-Aussparung
in der Drehhülse bzw. der Schiebehülse ein, welche gegenüber der Betätigungs-Aussparung
umfänglich und/oder in Axialrichtung versetzt angeordnet ist.
6. Spender nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 5 mit dem folgenden zusätzlichen Merkmal:
a. die Drehhülse bzw. die Schiebehülse verfügt über eine Aussparung, in die die Sperrklinke
im gesicherten Zustand hineinragt, und
b. eine Kappe welche über einen Fortsatz verfügt, der derart geformt ist, dass er
nach Abnehmen der Kappe vom Gehäuse oder von der Hülse in die Aussparung derart einführbar
ist, dass hierdurch die Sperrklinke ausgelenkt werden kann und anschließend die Drehhülse
in die Freigabe-Drehstellung gedreht werden kann bzw. die Schiebehülse in die Freigabe-Schiebestellung
geschoben werden.
7. Spender (10) nach Anspruch 1 oder 2 mit den folgenden zusätzlichen Merkmalen:
a. die Drehhülse (60) und das Gehäuse (20) sind mit formschlüssig zusammenwirkenden
Rotations-Sperrflächen (64, 34) versehen, die in der Sperr-Drehstellung ein Drehen
der Drehhülse (60) gegenüber dem Gehäuse (20) verhindern, bzw. die Schiebehülse und
das Gehäuse sind mit formschlüssig zusammenwirkenden Translations-Sperrflächen versehen,
die in der Sperr-Schiebestellung ein Verschieben der Schiebehülse gegenüber dem Gehäuse
verhindern, und
b. die Drehhülse (60) bzw. die Schiebehülse ist aus einem elastisch verformbaren Kunststoff
gefertigt, der eine Verformung, insbesondere eine Oval-Verformung, der Drehhülse (60)
bzw. der Schiebehülse durch äußere Kraftbeaufschlagung gestattet, durch die die Rotations-Sperrflächen
(64, 34) bzw. der Translations-Sperrflächen außer Eingriff bringbar sind, so dass
anschließend eine Drehung der Drehhülse (60) oder ein Verschieben der Schiebehülse
in die Freigabestellung möglich ist.
8. Spender nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden weiteren Merkmal:
a. der Spender umfasst ein druckabhängig öffnendes Auslassventil (25a), welches der
Austragöffnung vorgeschaltet.
9. Spender nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden weiteren Merkmal:
a. eine Applikatorspitze (25) des Gehäuses ist als schlanker Nasenapplikator gestaltet.
10. Spender nach einem der vorstehenden Ansprüche mit dem folgenden weiteren Merkmal:
a. im Flüssigkeitsspeicher (32) befindet sich ein Medikament in flüssiger Form.
1. Dispenser (10) for discharging pharmaceutical liquids, having the following features:
a. the dispenser comprises an elongate housing (20) which is oriented along a centre
axis (2), and
b. a discharge opening (24) which is oriented axially in the direction of the centre
axis (2) is provided at the distal end of the housing (20), and
c. the dispenser comprises a liquid reservoir (32), and
d. the dispenser comprises a control device which has a pump (54) or a switching valve,
which control device is connected by way of a first line (51) to the liquid reservoir
(32) and by way of a second line (52) to the discharge opening (24), and by means
of which control device liquid can be conducted from the liquid reservoir to the discharge
opening (24), and
e. the dispenser comprises an actuating pushbutton (50) which is provided on the side
in a cutout (26) in a lateral surface (23) of the housing (20) and which is connected
to the control device in such a way that radial pressing in of the actuating pushbutton
in the direction of the centre axis actuates the control device, with the result that
liquid is conducted to the discharge opening (24),
characterized by the following additional features:
f. the dispenser (10) comprises a rotary sleeve (60) which is open on both sides and
is attached on the outer side of the housing such that it can be rotated about the
centre axis (2), or a sliding sleeve (60) which is open on both sides and is attached
on the outer side of the housing such that it can be displaced in the direction of
the centre axis, and,
g. in a locking rotational position or a locking sliding position, the rotary sleeve
(60) or the sliding sleeve (60) prevents the actuation of the actuating pushbutton
(50), and,
h. in a release rotational position or a release sliding position, the rotary sleeve
(60) or the sliding sleeve (60) allows the actuating pushbutton (50) to be pressed
in radially.
2. Dispenser (10) according to Claim 1, having the following additional feature:
a. the rotary sleeve (60) or the sliding sleeve (60) has an actuating cutout (62),
which, in the release rotational position or release sliding position, is disposed
on the outer side of the actuating pushbutton (50) and permits access to the actuating
pushbutton (50).
3. Dispenser (10) according to Claim 1 or 2, having the following additional feature:
a. a locking pawl (23a) which can be deflected radially towards the centre axis (2)
and by means of which the rotary sleeve (60) or the sliding sleeve (60) can be locked
in at least one locking rotational position or locking sliding position, is provided
on the housing (20), with the result that it requires a deflection of the locking
pawl (23a) in order to rotate the rotary sleeve (60) into the release rotational position
or in order to slide the sliding sleeve (60) into the release sliding position.
4. Dispenser (10) according to Claim 3, having the following additional feature:
a. the locking pawl (23a) is disposed on the housing (20) in such a way that it protrudes
into the actuating cutout (62) in the locking rotational position or in the locking
sliding position, wherein the locking pawl is preferably formed in one piece with
the lateral surface (23) of the housing (20).
5. Dispenser (10) according to Claim 3, having the following additional feature:
a. the locking pawl is fixedly connected to the actuating pushbutton and protrudes
into a locking cutout, separate from the actuating cutout, in the rotary sleeve or
the sliding sleeve in the locking rotational position or the locking sliding position,
which locking cutout is offset circumferentially and/or in the axial direction in
relation to the actuating cutout.
6. Dispenser according to one of Claims 3, 4 and 5, having the following additional feature:
a. the rotary sleeve or the sliding sleeve has a cutout, into which the locking pawl
protrudes in the secured state, and
b. a cap, which has a projection that is shaped in such a way that, after removing
the cap from the housing or from the sleeve, it can be inserted into the cutout such
that as a result the locking pawl can be deflected and then the rotary sleeve can
be rotated into the release rotational position or the sliding sleeve can be slid
into the release sliding position.
7. Dispenser (10) according to Claim 1 or 2, having the following additional features:
a. the rotary sleeve (60) and the housing (20) are provided with rotation-locking
surfaces (64, 34) which interact in a positively locking manner and prevent rotation
of the rotary sleeve (60) with respect to the housing (20) in the locking rotational
position, or the sliding sleeve and the housing are provided with translational-movement-locking
surfaces which interact in a positively locking manner and prevent displacement of
the sliding sleeve with respect to the housing in the locking sliding position, and
b. the rotary sleeve (60) or the sliding sleeve is manufactured from an elastically
deformable plastic which allows deformation, in particular oval deformation, of the
rotary sleeve (60) or the sliding sleeve by external application of force, by way
of which the rotation-locking surfaces (64, 34) or the translational-movement-locking
surfaces can be brought out of engagement, with the result that rotation of the rotary
sleeve (60) or displacement of the sliding sleeve is subsequently possible in the
release position.
8. Dispenser according to one of the preceding claims, having the following additional
feature:
a. the dispenser comprises an outlet valve (25a) which opens in a pressuredependent
manner and is connected upstream of the discharge opening.
9. Dispenser according to one of the preceding claims, having the following additional
feature:
a. an applicator tip (25) of the housing is in the form of a slim nasal applicator.
10. Dispenser according to one of the preceding claims, having the following additional
feature:
a. a medicament in liquid form is located in the liquid reservoir (32).
1. Distributeur (10) pour le déchargement de liquides pharmaceutiques, présentant les
caractéristiques suivantes :
a. le distributeur comprend un boîtier allongé (20) orienté le long d'un axe médian
(2) et
b. une ouverture de déchargement (24) orientée axialement dans la direction de l'axe
médian (2) est prévue à l'extrémité distale du boîtier (20) et
c. le distributeur comprend un réservoir de liquide (32) et
d. le distributeur comprend un appareil de commande muni d'une pompe (54) ou d'une
soupape de commutation, qui est relié par une première conduite (51) avec le réservoir
de liquide (32) et par une deuxième conduite (52) avec l'ouverture de déchargement
(24), et au moyen duquel du liquide peut être conduit du réservoir de liquide jusqu'à
l'ouverture de déchargement (24), et
e. le distributeur comprend un poussoir d'actionnement (50), qui est prévu latéralement
dans un évidement (26) d'une surface d'enveloppe (23) du boîtier (20) et qui est relié
avec l'appareil de commande, de telle sorte qu'une pression radiale du poussoir d'actionnement
dans la direction de l'axe médian actionne l'appareil de commande, de telle sorte
que du liquide est conduit jusqu'à l'ouverture de déchargement (24),
caractérisé par les caractéristiques supplémentaires :
f. le distributeur (10) comprend une douille rotative (60) ouverte aux deux extrémités,
qui est montée à l'extérieur sur le boîtier de manière rotative autour de l'axe médian
(2), ou une douille coulissante (60) ouverte aux deux extrémités, qui est montée à
l'extérieur sur le boîtier de manière coulissante dans la direction de l'axe médian,
et
g. dans une position de rotation de blocage ou une position de coulissement de blocage,
la douille rotative (60) ou la douille coulissante (60) empêche l'actionnement du
poussoir d'actionnement (50) et
h. dans une position de rotation de libération ou une position de coulissement de
libération, la douille rotative (60) ou la douille coulissante (60) permet la pression
radiale du poussoir d'actionnement (50).
2. Distributeur (10) selon la revendication 1, présentant la caractéristique supplémentaire
:
a. la douille rotative (60) ou la douille coulissante (60) dispose d'un évidement
d'actionnement (62) qui, dans la position de rotation de libération ou dans la position
de coulissement de libération, est agencé à l'extérieur du poussoir d'actionnement
(50) et permet d'accéder au poussoir d'actionnement (50).
3. Distributeur (10) selon la revendication 1 ou 2, présentant la caractéristique supplémentaire
:
a. sur le boîtier (20) est prévu un cliquet d'arrêt (23a) pouvant être dévié radialement
vers l'axe médian (2), au moyen duquel la douille rotative (60) ou la douille coulissante
(60) peut être immobilisée dans au moins une position de rotation de blocage ou une
position de coulissement de blocage, de telle sorte qu'une déviation du cliquet d'arrêt
(23a) est nécessaire pour faire tourner la douille rotative (60) dans la position
de rotation de libération ou pour faire coulisser la douille coulissante (60) dans
la position de coulissement de libération.
4. Distributeur (10) selon la revendication 3, présentant la caractéristique supplémentaire
suivante :
a. le cliquet d'arrêt (23a) est agencé sur le boîtier (20) de telle sorte qu'il fait
saillie dans l'évidement d'actionnement (62) dans la position de rotation de blocage
ou dans la position de coulissement de blocage, de préférence le cliquet d'arrêt étant
formé d'une seule pièce avec la surface d'enveloppe (23) du boîtier (20).
5. Distributeur (10) selon la revendication 3, présentant la caractéristique supplémentaire
suivante :
a. le cliquet d'arrêt est relié de manière fixe au poussoir d'actionnement et, dans
la position de rotation de blocage ou dans la position de coulissement de blocage,
fait saillie dans un évidement de blocage, séparé de l'évidement d'actionnement, dans
la douille rotative ou la douille coulissante, qui est agencé en décalage en circonférence
et/ou dans la direction axiale par rapport à l'évidement d'actionnement.
6. Distributeur selon l'une quelconque des revendications 3, 4 ou 5, présentant la caractéristique
supplémentaire suivante :
a. la douille rotative ou la douille coulissante dispose d'un évidement dans lequel
le cliquet d'arrêt fait saillie à l'état assujetti, et
b. un capuchon qui dispose d'un prolongement, qui est formé de telle sorte qu'après
que le capuchon est retiré du boîtier ou de la douille, il peut être inséré dans l'évidement
de telle sorte que le cliquet d'arrêt peut être dévié et la douille rotative peut
ensuite être tournée dans la position de rotation de libération ou la douille coulissante
peut être coulissée dans la position de coulissement de libération.
7. Distributeur (10) selon la revendication 1 ou 2, présentant les caractéristiques supplémentaires
suivantes :
a. la douille rotative (60) et le boîtier (20) sont pourvus de surfaces de blocage
de rotation (64, 34) coopérant par complémentarité de forme, qui, dans la position
de rotation de blocage, empêchent une rotation de la douille rotative (60) par rapport
au boîtier (20), ou la douille coulissante et le boîtier sont pourvus de surfaces
de blocage de translation coopérant par complémentarité de forme, qui, dans la position
de coulissement de blocage, empêchent un coulissement de la douille coulissante par
rapport au boîtier, et
b. la douille rotative (60) ou la douille coulissante est fabriquée en une matière
plastique élastiquement déformable, qui permet une déformation, notamment une déformation
ovale, de la douille rotative (60) ou de la douille coulissante par l'application
d'une force extérieure, par laquelle les surfaces de blocage de rotation (64, 34)
ou les surfaces de blocage de translation sont mises hors d'engagement, de telle sorte
qu'une rotation de la douille rotative (60) ou un coulissement de la douille coulissante
dans la position de libération est ensuite possible.
8. Distributeur selon l'une quelconque des revendications précédentes, présentant la
caractéristique supplémentaire suivante :
a. le distributeur comprend une soupape de sortie (25a) qui s'ouvre en fonction de
la pression, qui est raccordée en amont de l'ouverture de déchargement.
9. Distributeur selon l'une quelconque des revendications présentes, présentant la caractéristique
supplémentaire suivante :
a. un embout d'applicateur (25) du boîtier est conçu sous la forme d'un applicateur
à bec mince.
10. Distributeur selon l'une quelconque des revendications précédentes, présentant la
caractéristique supplémentaire suivante :
a. un médicament sous forme liquide se trouve dans le réservoir de liquide (32).