[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine
Öffnung in einer Wandung eines Tresormoduls einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
mit einer Baueinheit, die zumindest ein Sicherungsblech umfasst.
[0002] Vorrichtungen zur Handhabung von Wertscheinen, insbesondere Wertscheinen die in Tresormodulen
gelagert sind, stellen ein Angriffsziel von kriminellen Dritten dar. Eine bekannte
Methode, um unerlaubt an die Wertscheine in einem Tresor der Vorrichtung zu gelangen,
ist das Sprengen des Tresors. Bei dieser sogenannten Automatensprengung wird meist
ein zündfähiges Gemisch, beispielsweise Luft mit Propangas oder Acetylen, in den Innenraum
des Tresors geleitet und zur Explosion gebracht. Alternativ können feste Sprengstoffe
oder anderweitige Explosivmittel Anwendung finden. Das Ziel der Explosion ist, den
Tresor soweit zu beschädigen, dass der Inhalt, insbesondere die im Inneren lagernden
Wertscheine, entnehmbar sind. Die Explosivmittel werden insbesondere über konstruktiv
notwendige Öffnungen in den Innenraum des Tresors verbracht.
[0003] Es ist möglich, einen Angriff auf eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
zu erschweren, indem der Zugang zu der Vorrichtung überwacht und eingeschränkt wird,
beispielsweise durch Aufstellung in einem Innenraum einer Bankfiliale.
[0004] Nachteilig ist dabei, dass die Wahl des Aufstellungsorts eingeschränkt ist.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung für eine Zugriffssicherung auf eine
Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen anzugeben, so dass ein Zugriff insbesondere
auf Öffnungen in einem Tresormodul der Vorrichtung verhindert oder zumindest stark
erschwert wird.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 2 und
3 jeweils gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Eine Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine Öffnung in einer Wandung
eines Tresormoduls einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen umfasst eine
Baueinheit, die mit Hilfe von zwei Teleskopschienen so angeordnet und mit dem Tresormodul
verbunden ist, dass in einem eingefahrenen Zustand der Teleskopschienen Wertscheine
durch die Öffnung zwischen dem Tresormodul und der Baueinheit transportierbar sind.
Die Baueinheit hat zumindest ein zwischen den Teleskopschienen angeordnetes Sicherungsblech,
wobei das Sicherungsblech einen einstellbaren Abstand zu einer Außenseite der Wandung
des Tresormoduls hat.
[0008] Eine weitere Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine Öffnung in
einer Wandung eines Tresormoduls einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
umfasst eine Baueinheit, die mit Hilfe von zwei Teleskopschienen so angeordnet und
mit dem Tresormodul verbunden ist, dass in einem eingefahrenen Zustand der Teleskopschienen
Wertscheine durch die Öffnung zwischen dem Tresormodul und der Baueinheit transportierbar
sind. Die Baueinheit hat mindestens ein erstes Blech, wobei das Tresormodul ein zweites
Blech umfasst das fest mit dem Tresormodul verbunden ist, und wobei das erste Blech
im eingefahrenen Zustand der Baueinheit zwischen der Außenseite des Tresormoduls und
einem in einem Abstand zur Außenseite verlaufenden Teil des zweiten Blechs angeordnet
ist. In einem ausgefahrenen Zustand der Baueinheit ist das erste Blech vorzugsweise
nicht zwischen der Außenseite des Tresormoduls und dem in einem Abstand zur Außenseite
verlaufenden Teil des zweiten Blechs angeordnet. Weiterhin hat der Abstand zwischen
dem ersten Blech und dem zweiten Blech einen Wert im Bereich von 0,1 mm bis 1 cm.
[0009] Eine weitere Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine Öffnung in
einer Wandung eines Tresormoduls einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
umfasst eine Baueinheit, die mit Hilfe von zwei Teleskopschienen so angeordnet und
mit dem Tresormodul verbunden ist, dass in einem eingefahrenen Zustand der Teleskopschienen
Wertscheine durch die Öffnung zwischen dem Tresormodul und der Baueinheit transportierbar
sind. Die Baueinheit umfasst eine um die Öffnung angeordnete Sicherungshaube, wobei
die Sicherungshaube mindestens vier Seitenwände hat.
[0010] Vorteilhaft ist es, wenn die Baueinheit zwischen zwei Teleskopschienen angeordnet
ist und mit Hilfe der Teleskopschienen in eine Auszugsrichtung der Teleskopschienen
ausfahrbar ist und zwischen dem eingefahrenen Zustand und einem ausgefahrenen Zustand
bewegbar ist. Dadurch wird erreicht, dass Elemente der Vorrichtung einfach zugänglich
sind und eine einfache Wartung der Vorrichtung möglich ist.
[0011] Es ist vorteilhaft, wenn die Auszugsrichtung der Teleskopschienen parallel zur Außenseite
der Wandung des Tresormoduls verläuft. Dadurch wird erreicht, dass Wertscheine zwischen
dem Tresormodul und der Baueinheit besonders einfach und sicher transportiert werden
können.
[0012] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Baueinheit zusätzlich mindestens zwei Sicherungselemente
umfasst, die jeweils im eingefahrenen Zustand der Baueinheit in Eingriff mit einer
der Teleskopschienen sind. Die Sicherungselemente können insbesondere stiftförmig
oder blockförmig oder eine Kombination aus beidem sein. Dadurch wird sichergestellt,
dass die Baueinheit in ihrem eingefahrenen Zustand besonders gegen Aufhebeln gesichert
ist.
[0013] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Sicherungselemente aus einer Richtung parallel
zur Auszugsrichtung der Teleskopschienen in die Teleskopschienen eingreifen, insbesondere
aus dieser Richtung durch eine Bewegung der Baueinheit von dem ausgefahrenen Zustand
in den eingefahrenen Zustand in einen Bereich der Teleskopschienen eingeführt werden.
Dadurch wird erreicht, dass die Sicherungselemente einen besonders geringen Abstand
zu den Teleskopschienen haben.
[0014] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Sicherungselemente entgegen der Auszugsrichtung
der Teleskopschienen in die Teleskopschienen eingreifen. Dadurch wird sichergestellt,
dass die Sicherungselemente nur in einem eingefahrenen Zustand in die Teleskopschiene
eingreifen.
[0015] Außerdem ist es vorteilhaft, wenn die Sicherungselemente so in die Teleskopschienen
eingreifen, dass eine Bewegung des Sicherungselements in zumindest eine Richtung senkrecht
zur Außenseite der Wandung nicht möglich ist und somit eine Bewegung der Baueinheit
in die gleiche Richtung nicht möglich ist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Baueinheit
in ihrem eingefahrenen Zustand besonders gut gegen Aufhebeln gesichert ist.
[0016] Es ist vorteilhaft, wenn das Sicherungsblech parallel zur Außenseite der Wandung
ist. Dadurch wird sichergestellt, dass das Sicherungsblech einen einheitlichen Abstand
zu der Außenseite der Wandung hat.
[0017] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Sicherungsblech einen höhenverstellbaren Teil
umfasst mit Hilfe dessen der Abstand des Sicherungsblechs zu der Außenseite der Wandung
des Tresormoduls einstellbar ist, insbesondere auf einen Wert in einem Bereich von
0,1 mm bis 3 mm, vorzugsweise in einem Bereich von 0,3 mm bis 1mm, insbesondere auf
einen Abstand von 0,5 mm. Dadurch wir erreicht, dass die Baueinheit in ihrem eingefahrenen
Zustand besonders gegen Aufhebeln gesichert ist.
[0018] Außerdem ist es vorteilhaft, wenn das Sicherungsblech in einem eingefahrenen Zustand
der Baueinheit an dem in Auszugsrichtung vorderen Ende der Teleskopschienen angeordnet
und mit diesen verbunden ist. Dadurch wird erreicht, dass diese Seite der Baueinheit
besonders gut gesichert ist.
[0019] Es ist vorteilhaft, wenn das Sicherungsblech an einem in Auszugsrichtung vorderen
Ende der Baueinheit angeordnet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass das zugängliche
Ende der Baueinheit besonders gut gesichert ist.
[0020] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das erste Blech an einem in Auszugsrichtung hinterem
Ende der Baueinheit angeordnet ist und das zweite Blech an einer entsprechenden hinteren
Seite des Tresormoduls angeordnet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass auch das
Ende der Baueinheit gesichert ist, dass entgegen der Auszugsrichtung liegt.
[0021] Weiterhin ist es besonders vorteilhaft, wenn die Sicherungshaube mindestens ein Verriegelungselement
umfasst, das nur in einem ausgefahrenen Zustand der Baueinheit mit Hilfe eines Entriegelungselements
entriegelbar ist, so dass die Sicherungshaube von einer geschlossenen in eine geöffnete
Stellung bewegbar ist. Das Entriegelungselement kann dabei in ausgefahrener Position
manuell oder automatisch entriegelbar sein. Dadurch wird erreicht, dass durch die
Sicherungshaube ein besonders sicherer Schutz erreicht wird.
[0022] Es ist vorteilhaft, wenn die Sicherungshaube aus Metall, insbesondere Stahl, gefertigt
ist und/oder eine Wandstärke im Bereich von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich
von 2 mm bis 5 mm, insbesondere von 3 mm hat. Dadurch wird erreicht, dass die Sicherungshaube
besonders robust ist.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche
in Verbindung mit den beigefügten Figuren Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische teilgeschnittene Seitenansicht einer Vorrichtung zur Handhabung
von Wertscheinen,
- Fig. 2
- eine Vorderansicht einer Anordnung für eine Zugriffssicherung nach einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- eine erste seitliche perspektivische Darstellung der Anordnung nach Fig. 2 mit einer
seitlichen Perspektivansicht eines Sicherungsblechs,
- Fig. 4
- eine zweite seitliche perspektivische Darstellung der Anordnung nach Fig. 2 mit einer
seitlichen Perspektivansicht des Sicherungsblechs,
- Fig. 5
- eine erste Detailansicht eines Sicherungselements der Anordnung nach den Figuren 2
bis 4,
- Fig. 6
- eine zweite Detailansicht des Sicherungselements nach Figur 5,
- Fig. 7
- eine erste Ansicht einer Sicherungshaube sowie eines Verriegelungselements und eines
Entriegelungselements der Anordnung nach den Figuren 2 bis 6,
- Fig. 8
- eine zweite Ansicht der Sicherungshaube mit dem Verriegelungselement und dem Entriegelungselement
nach Figur 7,
- Fig. 9
- eine dritte Ansicht der Sicherungshaube mit dem Entriegelungselement nach den Figuren
7 oder 8,
- Fig. 10
- eine perspektivische Darstellung einer Vorderseite einer Vorrichtung zur Handhabung
von Wertscheinen mit einer Anordnung nach einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 11
- eine erste Detailansicht der Vorrichtung nach Figur 10 mit einem ersten Blech und
einem zweiten Blech zur Zugriffssicherung,
- Fig. 12
- eine zweite Detailansicht der Vorrichtung nach Figur 11 mit dem ersten Blech und dem
zweiten Blech,
- Fig. 13
- eine Rückansicht der Vorrichtung nach Figur 10 mit einem Sicherungsblech sowie zwei
Sicherungselementen,
- Fig. 14
- eine detaillierte Seitenansicht eines Sicherungselements nach Figur 13,
- Fig. 15
- eine Detailansicht einer Sicherungshaube mit einem Verriegelungselement und einem
Entriegelungselement, und
- Fig. 16
- eine weitere Detailansicht der Sicherungshaube mit dem Entriegelungselement.
[0025] In Figur 1 ist eine schematische teilgeschnittene Seitenansicht einer Vorrichtung
100 zur Handhabung von Wertscheinen gezeigt. Die Vorrichtung 100 dient sowohl der
Einzahlung von Wertscheinen durch eine Bedienperson als auch der Auszahlung von Wertscheinen
an eine Bedienperson und wird auch als Recyclinggeldautomat bezeichnet. Alternativ
kann die Vorrichtung 100 auch ausschließlich der Auszahlung von Wertscheinen oder
der Einzahlung von Wertscheinen dienen.
[0026] Des Weiteren kann die Vorrichtung 100 eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
sein, insbesondere ein automatisches Kassensystem oder eine sogenannte automatische
Tresorkasse.
[0027] Die Vorrichtung 100 umfasst ein Tresormodul 21 mit einem Tresor 10, in dem vier Geldkassetten
12a bis 12d angeordnet sind und der die Geldkassetten 12a bis 12d vor einem unautorisierten
Zugriff, insbesondere vor Diebstahl und vor Manipulationsversuchen, schützt. Der Tresor
10 hat eine Tresortür 34, die über eine Schließeinheit 36 geöffnet und verschlossen
werden kann. Die Geldkassetten 12a bis 12d sind im Tresor 10 jeweils in einem Aufnahmefach
42a bis 42d angeordnet. Weiterhin umfasst das Tresormodul 21 ein Gehäuse mit einer
vorderen Gehäusetür 18. Innerhalb des Gehäuses ist der Tresor 10 angeordnet. Alternativ
besteht das Tresormodul 21 nur aus dem Tresor 10.
[0028] Weiterhin umfasst die Vorrichtung 100 ein Kopfmodul 11 mit einer vorderen Gehäuseklappe
15. Die Gehäuseklappe 15 ist über ein Scharnier 17 am übrigen Gehäuse der Vorrichtung
100 angelenkt und kann über dieses Scharnier 17 nach oben verschwenkt werden, um einen
Zugriff, insbesondere für einen Wartungstechniker, auf eine Baueinheit 40 in dem oberhalb
des Tresormoduls 21 angeordneten Kopfmodul 11 der Vorrichtung 100 zu ermöglichen.
In Figur 1 sind die Tresortür 34, die Gehäusetür 18 und die Gehäuseklappe 15 in einem
geschlossenen Zustand dargestellt.
[0029] Die in Figur 1 gezeigte Konfiguration der Vorrichtung 100 wird auch als Frontload
bezeichnet. In dieser Konfiguration ist die Tresortür 34 und die Baueinheit 40, insbesondere
eine Bedienseite der Baueinheit 40, von derselben Seite der Vorrichtung 100 zugänglich.
Alternativ kann die Tresortür 34 und die Bedienseite der Baueinheit 40 von entgegengesetzten
Seiten der Vorrichtung 100 zugänglich sein. In diesem Fall wird von einer Rearload
Konfiguration gesprochen.
[0030] Die Geldkassetten 12a bis 12d dienen zur Aufbewahrung und zum Transport von Wertscheinen,
wie Banknoten und/oder Schecks. Die Wertscheine sind in den Geldkassetten 12a bis
12d in Form eines Stapels abgelegt. Einer dieser Stapel ist in der ersten Geldkassette
12a beispielsweise angedeutet. Einer der Wertscheine dieses Wertscheinstapels ist
beispielsweise mit dem Bezugszeichen 13 bezeichnet. In der in Figur 1 gezeigten Betriebsposition
der Geldkassetten 12a bis 12d sind die Wertscheine 13 in den Geldkassetten 12a bis
12d auf einer ihrer Kanten, vorzugsweise auf einer ihrer Längskanten, stehend angeordnet.
[0031] Jede Geldkassette 12a bis 12d hat jeweils eine Öffnung zum Zuführen von Wertscheinen
13 und zur Entnahme von Wertscheinen 13. Vor der Öffnung einer Geldkassette 12a bis
12d ist jeweils eine Vereinzelungs- und Stapeleinheit 14a bis 14d angeordnet, mit
deren Hilfe zum einen Wertscheine 13 den Geldkassetten 12a bis 12d zugeführt werden
können und zum anderen in den Geldkassetten 12a bis 12d aufbewahrte Wertscheine 13
von den in die Geldkassetten 12a bis 12d jeweils aufgenommenen Wertscheinstapel jeweils
vereinzelt und der Geldkassette 12a bis 12d entnommen werden können. Vor jeder Vereinzelungs-
und Stapeleinheit 14a bis 14d ist jeweils eine Weiche 16a bis 16d angeordnet, mit
deren Hilfe einer den Geldkassetten 12a bis 12d zuzuführender Wertschein 13 aus einem
Transportpfad 19 abgezweigt und derjenigen Vereinzelungs- und Stapeleinheit 14a bis
14d zugeführt wird, die vor derjenigen Geldkassette 12a bis 12d angeordnet ist, in
die der Wertschein 13 transportiert werden soll.
[0032] Ebenso dienen die Weichen 16a bis 16d dem Transport von den Geldkassetten 12a bis
12d entnommenen Wertscheinen 13 zum Transportpfad 19. Der Tresor 10 hat ferner eine
Öffnung 20 in einer Wandung, durch die entlang des Transportpfads 19 transportierte
Wertscheine 13 in den Tresor 10 hinein bzw. aus dem Tresor 10 heraus transportierbar
sind.
[0033] Ferner umfasst die Vorrichtung 100 ein Ein- und Ausgabefach 22 über das einzuzahlende
Wertscheine 13 von einer Bedienperson in die Vorrichtung 100 eingegeben und auszuzahlende
Wertscheine 13 an eine Bedienperson herausgegeben werden können. Bei einem reinen
Auszahlungsgeldautomaten erfolgt über das Ein- und Ausgabefach 22 lediglich die Auszahlung
von Wertscheinen 13, bei einem reinen Einzahlungsgeldautomaten erfolgt über das Ein-
und Ausgabefach 22 lediglich die Einzahlung von Wertscheinen 13. Die Wertscheine 13
sind mit Hilfe einer vorzugweise mehrere Transportelemente umfassenden ersten Transporteinheit
24 zwischen dem Ein- und Ausgabefach 22 und einer Leseeinheit 26 transportierbar.
[0034] Der Transport von Wertscheinen 13 entlang des Transportpfads 19 von der Leseeinheit
26 zu den Geldkassetten 12a bis 12d bzw. von den Geldkassetten 12a bis 12d zu der
Leseeinheit 26 erfolgt mit Hilfe einer vorzugsweise mehrere Transportelemente umfassenden
zweiten Transporteinheit. Die über das Ein- und Ausgabefach 22 eingezahlten Wertscheine
13 werden vereinzelt und mit Hilfe der ersten Transporteinheit 24 einzeln der Leseeinheit
26 zugeführt, mit deren Hilfe die Echtheit der eingezahlten Wertscheine 13 und/oder
der Nominalwert und/oder die Seriennummer jedes eingezahlten Wertscheins 13 ermittelt
werden.
[0035] Der Zwischenspeicher 30 kann eingezahlte und/oder auszuzahlende Wertscheine 13 zwischenspeichern,
insbesondere kann der Zwischenspeicher 30 für die Auszahlung nicht geeignete Wertscheine
13 und/oder eingezahlte von der Leseeinheit 26 als nicht echt identifizierte Wertscheine
13 oder von einer Bedienperson nicht entnommene Wertscheine 13 zwischenspeichern.
Bei dem Zwischenspeicher 30 handelt es sich insbesondere um einen Rollenspeicher oder
eine endlose Transportstrecke. Eine Steuereinheit 28 steuert die Funktionen der Vorrichtung
100.
[0036] Die Baueinheit 40 umfasst insbesondere das Ein- und Ausgabefach 22, den Transportpfad
24, die Leseeinheit 26, die Steuereinheit 28 und den Zwischenspeicher 30. Die Baueinheit
40 ist oberhalb des Tresors 10 im Kopfmodul 11 so angeordnet, dass Wertscheine 13
aus dem Tresor 10 durch die Öffnung 20 in die Baueinheit 40 transportiert werden können.
Insbesondere ist die Baueinheit 40 auf einer Oberseite des Tresors 10 angeordnet.
[0037] Durch die geschlossene und verriegelte Gehäusetür 18 und Gehäuseklappe 15 hat eine
Bedienperson keinen Zugriff auf innenliegenden Baueinheiten der Vorrichtung 100, insbesondere
nicht auf den Tresor 10 und nicht auf die Baueinheit 40 des Kopfmoduls 11 der Vorrichtung
100. Weiterhin hat eine Bedienperson keinen Zugriff auf die Öffnung 20 des Tresors
10 beziehungsweise des Tresormoduls 21.
[0038] Figur 2 zeigt eine Vorderansicht einer Anordnung 200 für eine Zugriffssicherung nach
einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Vorrichtung 100 zur Handhabung von Wertscheinen
umfasst die Anordnung 200 und eine Baueinheit 202. Einzelne Elemente der Baueinheit
202 sind für eine bessere Sichtbarkeit der Zugriffssicherung ausgeblendet.
[0039] Die Baueinheit 202 ist zwischen zwei Teleskopschienen 204, 206 angeordnet. Die Teleskopschienen
204, 206 umfassen jeweils zumindest zwei Führungsschienen, die ineinander gelagert
sind. Eine feststehende Führungsschiene der Teleskopschienen 204, 206 ist mit dem
Tresor 10, insbesondere mit einer Oberseite des Tresors 10, der Vorrichtung 100 verbunden.
Eine verfahrbare Führungsschiene der Teleskopschienen 204, 206 ist mit der Baueinheit
202 verbunden. Somit ist die Baueinheit 202 mit Hilfe der Teleskopschienen 204, 206
relativ zu dem Tresor 10 verfahrbar, insbesondere ist die Baueinheit 202 zwischen
einem eingefahrenen Zustand und einem ausgefahrenen Zustand verfahrbar. In Figur 2
ist die Baueinheit 202 in einem eingefahrenen Zustand gezeigt. Die Auszugsrichtung
der Baueinheit 202 ist durch den Pfeil P1 angegeben.
[0040] Alternativ verfügen die Teleskopschienen 204, 206 jeweils über mehr als zwei Führungsschienen.
[0041] Unterhalb der Baueinheit 202 ist die Öffnung 20 des Tresors 10. Die Öffnung 20 ist
in Figur 2 durch eine Sicherungshaube 208 der Baueinheit 202 abgedeckt und daher nicht
sichtbar. Die Sicherungshaube 208 sichert im eingefahrenen Zustand der Baueinheit
202 die Öffnung 20 des Tresors 10 vor unberechtigtem Zugriff.
[0042] Weiterhin umfasst die Baueinheit 202 zwei Sicherungselemente 210, 212 die jeweils
mit einer Teleskopschiene 204, 206 in Eingriff sind. Ferner umfasst die Baueinheit
202 ein Sicherungsblech 214. Das Sicherungsblech 214 ist an einer Vorderseite der
Baueinheit 202 angeordnet und über die Sicherungselemente 210, 212 mit der Baueinheit
202 verbunden.
[0043] Die Anordnung 200 umfasst zur Zugriffssicherung insbesondere folgende in Figur 2
gezeigten Elemente:
- die Sicherungshaube 208,
- die Sicherungselemente 210, 212, und
- das Sicherungsblech 214.
[0044] Die Elemente 208, 210, 212, 214 sind so angeordnet und mit der Baueinheit 202 verbunden,
dass sie beim Verfahren der Baueinheit 202 ebenfalls verfahren werden.
[0045] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Baueinheit 40 in dem in Figur 2 gezeigten eingefahrenen
Zustand verriegelbar ist. Um an die Öffnung 20 in dem Tresor 10 zu gelangen, beispielsweise
für Wartungszwecke, muss der Wartungstechniker die Baueinheit entriegeln um sie anschließend
zu verfahren, das heißt herausziehen zu können.
[0046] Ferner umfasst die Sicherungshaube 208 zwei Verriegelungselemente 215a, 215b die
jeweils auf einer linken und auf einer rechten Seite der Sicherungshaube 208 angeordnet
sind. Diese Verriegelungselemente 215a, 215b erlauben ein Öffnen der Sicherungshaube
208, wenn die Verriegelungselemente entriegelt sind. Insbesondere ist vorgesehen,
dass die Verriegelungselemente 215a, 215b nur in einem ausgefahrenen Zustand der Baueinheit
202 möglich ist. Die Sicherungshaube 208 ist in Figur 2 in einem verriegelten Zustand
dargestellt.
[0047] Bei einem unerlaubten Zugriffsversuch, insbesondere bei einem gewaltsamen Zugriffsversuch,
durch eine unberechtigte Person, muss die Gehäuseklappe 15 sowie die Baueinheit 202
demontiert, insbesondere gewaltsam entfernt, werden um auf die Öffnung 20 zugreifen
zu können. Die Elemente 208, 210, 212, 214 sichern und schützen die Baueinheit 202
gegen einen solchen unerlaubten Zugriffsversuch, indem sie verhindern oder zumindest
stark erschweren, dass die Baueinheit 202 aufgehebelt werden kann. Somit wird verhindert,
dass kriminelle Dritte Explosivmittel durch die Öffnung 20 in den Tresor 10 einbringen
können. Anhand der folgenden Figuren 3 bis 9 werden weitere Details der Anordnung
200 erläutert.
[0048] Figuren 3 und 4 zeigen jeweils eine seitliche perspektivische Darstellung der Anordnung
200 mit einer seitlichen Perspektivansicht des Sicherungsblechs 214. Das Sicherungsblech
214 umfasst zwei Teile, einen fest mit der Baueinheit 202 verbundenen ersten Teil
216 und einen relativ zum ersten Teil 216 höhenverstellbaren zweiten Teil 218. Der
erste Teil 216 des Sicherungsblechs 214 ist mit Hilfe von zwei Befestigungselementen
220, 222 mit den Sicherungselementen 210, 212 verbunden. Die Befestigungselemente
220, 222 sind derart angeordnet und ausgebildet, dass sie zumindest in einem eingefahrenen
Zustand der Baueinheit 202 nicht gelöst werden können. Insbesondere haben die Befestigungselemente
220, 222 keine Schraubenkopfantriebe.
[0049] Der zweite Teil 218 des Sicherungsblechs 214 ist mit Hilfe von weiteren Befestigungselementen
mit dem ersten Teil 216 reversibel verbunden. Während der Montage des Sicherungsblechs
214 kann der zweite Teil 218 so an dem ersten Teil 216 befestigt werden, dass in einem
eingefahrenen Zustand der Baueinheit 202 der Abstand 240 zwischen dem zweiten Teil
218 und einer Außenseite 224 des Tresors 10 minimal ist. Insbesondere kann der Abstand
auf einen Wert in einem Bereich von 0,1 mm bis 3 mm eingestellt werden, vorzugsweise
auf einen Wert in einem Bereich von 0,3 mm bis 1 mm, insbesondere auf einen Abstand
von 0,5 mm.
[0050] Die Einstellung des Abstands erfolgt im eingefahrenen Zustand der Baueinheit 202
mit Hilfe einer Lehre. Dabei wird der Abstand 240 des zweiten Teils 218 von der Außenseite
224 von zwei Befestigungselementen 226, 228 fixiert. Die Befestigungselemente 226,
228 sind vorzugsweise Schrauben, deren Schraubenkopfantrieb im eingefahrenen Zustand
der Baueinheit 202 zugänglich sind und die jeweils durch ein Langloch in dem zweiten
Teil 218 in das erste Teil 216 schraubbar sind. Mit den weiteren Befestigungselementen
230, 232, 234, 236 kann der zweite Teil 218 dann im ausgefahrenen Zustand der Baueinheit
202 so an dem ersten Teil 216 befestigt werden, dass der zweite Teil 218 in einem
eingefahrenen Zustand der Baueinheit 202 nicht vom ersten Teil 216 gelöst werden kann.
Die Befestigungselemente 230, 232, 234, 236 sind dafür vorzugsweise Schrauben die
jeweils durch ein Loch des zweiten Teils 218 und durch ein Langloch des ersten Teils
216 geführt werden und auf der Rückseite des ersten Teils 216 mit einer Mutter verschraubt
werden, insbesondere einer selbstsichernde Mutter. Die Befestigungselemente 230, 232,
234, 236 haben auf einer im eingefahrenen Zustand der Baueinheit 202 zugänglichen
Vorderseite des zweiten Teils 218 keinen Schraubenkopfantrieb. Somit können die Befestigungselemente
230, 232, 234, 236 im eingefahrenen Zustand der Baueinheit 202 nicht gelöst werden.
[0051] Alternativ können die Befestigungselemente 230, 232, 234, 236 auf einer Rückseite
des zweiten Teils 218 angepunktete Gewindestifte sein, die durch das Langloch in dem
ersten Teil 216 hindurch auf der Rückseite des ersten Teils 216 mit Hilfe einer Mutter
festgeschraubt werden.
[0052] Weiterhin ist in Figur 3 ein Ein- und Ausgabefach 238 dargestellt.
[0053] In Figur 4 ist der Abstand 240 zwischen der Außenseite 224 des Tresors 10 und des
zweiten Teils 216 des Sicherungsblechs 214 dargestellt. Der geringe Abstand von insbesondere
0,5 mm verhindert das Einführen und Ansetzen von massiven Werkzeugen, wie Brechstangen,
und kann somit das Aufhebeln und/oder Entfernen der Baueinheit 202 stark erschweren.
[0054] Weiterhin ist in Figur 4 unterhalb der Außenseite 224 des Tresors 10 die Frontseite
239 des Tresors 10 bei geöffneter Tresortür 34 dargestellt.
[0055] Figuren 5 und 6 zeigen jeweils Detailansichten des Sicherungselements 212 der Anordnung
200. Einzelne Elemente der Baueinheit 202 sind für eine bessere Sichtbarkeit ausgeblendet.
Das Sicherungselement 212 greift im eingefahrenen Zustand der Baueinheit 202 zumindest
teilweise unter eine Führungsschiene einer Teleskopschiene 206. Insbesondere umfasst
das Sicherungselement 212 einen stiftförmigen Teil 242, der unter die Teleskopschiene
206 greift.
[0056] Alternativ kann ein separates Blech vorgesehen sein, unter das das Sicherungselement
212 greift.
[0057] Bei einem Verfahren der Baueinheit 202 von einem ausgefahrenen Zustand in einen eingefahrenen
Zustand wird das Sicherungselement 212 von einer Stirnseite der Teleskopschiene 206
unter die Teleskopschiene 206 gefahren.
[0058] Die vorstehenden Erläuterungen gelten ebenso für das Sicherungselement 210 und die
Teleskopschiene 204, die spiegelbildlich auf einer linken Seite der Vorrichtung 100
angeordnet sind und die gleiche Funktion erfüllen wie das Sicherungselement 212 und
die Teleskopschiene 206.
[0059] Die Sicherungselemente 210, 212 stützen die Baueinheit 202 gegen die Telekopschiene
204, 206 nach oben ab. Insbesondere ein Versuch die Baueinheit 202 nach oben aufzuhebeln
wird somit stark erschwert.
[0060] Weiterhin ist in Figur 6 die Rückseite des ersten Teils 216 des Sicherungsblechs
214 dargestellt. Dort sind die Befestigungselemente 226 und 230 sichtbar, mit denen
der zweite Teil 218 des Sicherungsblechs 214 an dem ersten Teil 216 festgeschraubt
ist.
[0061] Figuren 7 bis 9 zeigen jeweils eine Ansicht der Sicherungshaube 208 sowie des Verriegelungselements
215b und eines Entriegelungselements 248. Die Sicherungshaube 208 ist in dem verriegelten
Zustand dargestellt. Dabei sind die Verriegelungselemente 215a, 215b an einem feststehenden
Bolzen 246 verriegelt und die Sicherungshaube 208 kann nicht geöffnet werden, insbesondere
nach oben geschwenkt werden. Das Entriegelungselement 248 hält mit Hilfe von Federn
249 die Verriegelungselemente 215a, 215b in einer verriegelten Position. Das Entriegelungselement
248 ist umlaufend auf drei der Innenseiten der Sicherungshaube 208 angeordnet.
[0062] Die Sicherungshaube 208 hat eine Wandstärke insbesondere von 3 mm. Gefertigt ist
die Sicherungshaube 208 aus Metall, vorzugsweise Stahl.
[0063] Mit Hilfe des Entriegelungselements 248 können die Verriegelungselemente 215a, 215b
entriegelt werden, so dass die Verriegelungselemente 215a, 215b die entsprechenden
Bolzen 246 freigeben. Das Entriegelungselement 248 wird dabei in Richtung des Pfeils
P2 bewegt. Diese Bewegung des Entriegelungselements 248 ist nur in einem ausgefahrenen
Zustand der Baueinheit 202 möglich. Insbesondere die Stifte 250, 252 verhindern eine
Bewegung des Entriegelungselements 248, wenn die Baueinheit 202 in einem eingefahrenen
Zustand ist. Die Stifte 250, 252 sind dazu ortsfest, insbesondere starr, mit dem Tresor
10 verbunden und bewegen sich nicht mit der Baueinheit 202 mit. Die Bewegung des Entriegelungselements
248 erfolgt in dem ausgefahrenen Zustand der Baueinheit 202 manuell, insbesondere
durch einen Wartungstechniker. Alternativ kann eine automatische Entriegelung vorgesehen
sein, wenn die Baueinheit 202 von dem eingefahrenen in den ausgefahrenen Zustand bewegt
wird. In Figur 9 ist ferner die zu sichernde Öffnung 20 des Tresors 10 dargestellt.
[0064] Die vorstehenden Erläuterungen gelten ebenso für das Verriegelungselement 215a, das
spiegelbildlich auf einer gegenüberliegenden Seite der Sicherungshaube 208 angeordnet
ist und zusammen mit dem Entriegelungselement 248 die gleiche Funktion erfüllt wie
das Verriegelungselement 215a.
[0065] In den Figuren 10 bis 16 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Anordnung für
eine Zugriffssicherung dargestellt. Die Anordnung 300 umfasst eine Baueinheit 302
einer Vorrichtung 102 zur Handhabung von Wertscheinen. Die Vorrichtung 102 ist dabei
in einer sogenannten Rearload Konfiguration, bei der der Zugang zu einer Tresortür
eines Tresors 304 von einer entgegengesetzten Seite der Vorrichtung 102 erfolgt als
der Zugang zu einer Bedienseite der Vorrichtung 102 zur Handhabung von Wertscheinen.
Die Baueinheit 302 ist mit zwei Teleskopschienen 305a, 305b verbunden und in eine
Auszugsrichtung aus der Vorrichtung 102 fahrbar. Die Auszugsrichtung ist durch den
Pfeil P3 angegeben. Da im Gegensatz zu einer Frontload Konfiguration bei einer Rearload
Konfiguration der Zugang zur Vorrichtung 102 von der Bedienseite sowie von einer der
Bedienseite entgegengesetzten Rückseite möglich ist, sind auch beide Seiten bei der
Zugriffssicherung zu berücksichtigen.
[0066] Die Figuren 10 bis 12 sind Ansichten der Vorderseite der Vorrichtung 102 mit einem
ersten Blech 306 und einem zweiten Blech 308 und zeigen die Baueinheit 302 in einer
eingefahrenen Position. Weiterhin ist ein Ein- und Ausgabefach 310 dargestellt. Das
erste Blech 306 ist mit der Baueinheit 302 fest verbunden und bewegt sich beim Auszug
der Baueinheit 302 mit der Baueinheit 302 mit. Im Gegensatz dazu ist das zweite Blech
308 mit dem Tresor 304 fest verbunden. In dem eingefahrenen Zustand der Baueinheit
302 ist das erste Blech 306 zwischen dem zweiten Blech 308 und einer Oberseite des
Tresors 304 angeordnet. Insbesondere ist das erste Blech 306 zwischen einem Teil des
zweiten Blechs 308 parallel zur Oberseite des Tresors 304 und der Oberseite des Tresors
304 angeordnet. Das erste Blech 306 ist dabei so angeordnet, dass es zum zweiten Blech
308 und/oder zur Oberseite des Tresors 304 vorzugsweise einen Abstand in einem Bereich
von 0,1 mm bis 5 cm hat, insbesondere in einem Bereich von 0,5 cm bis 3 cm hat. Weiterhin
ist das zweite Blech 308 so ausgebildet und geformt, dass es ein Ansetzen von Werkzeugen,
wie Brechstangen, unter das erste Blech 306 verhindert. Somit wird das Aufhebeln der
Baueinheit 302 von der Bedienseite stark erschwert.
[0067] Figur 13 ist eine Rückansicht der Vorrichtung 102 mit einem Sicherungsblech 312 sowie
zwei Sicherungselementen 314, 316. Die Baueinheit 302 ist zwischen den Teleskopschienen
305a, 305b angeordnet und mit diesen verbunden. Das Sicherungsblech 312 und die Sicherungselemente
314, 316 haben dieselbe Funktion wie weiter oben für die entsprechenden Elemente 214,
210, 212 beschrieben. Das Sicherungsblech 312 der Baueinheit 302 ist jedoch nicht
höhenverstellbar. Dennoch ist ein Abstand 313 zwischen dem Sicherungsblech 312 und
einer Außenseite des Tresors 304 in einem Bereich von 0,1 cm bis 1 cm, vorzugsweise
bei 0,5 cm.
[0068] In einer alternativen Ausführungsform kann das Sicherungsblech 312 höhenverstellbar
sein und so der Abstand des Sicherungsblechs 312 zu der Außenseite des Tresors 304
einstellbar sein, wie für das Sicherungsblech 214 weiter oben beschrieben.
[0069] Weiterhin ist in Figur 13 unterhalb des Sicherungsblechs 312 der Tresor 304 bei geöffneter
Tresortür 34 dargestellt.
[0070] Die Sicherungselemente 314, 316 greifen in einem eingefahrenen Zustand der Baueinheit
302 zumindest teilweise unter die Teleskopschienen 305a, 305b.
[0071] Figur 14 zeigt eine detaillierte Seitenansicht des Sicherungselements 316. Das Sicherungselement
316 ist hinter dem Sicherungsblech 312 angeordnet und mit diesem verbunden.
[0072] Zum einen verhindert der geringe Abstand zwischen dem Sicherungsblech 312 und der
Außenseite des Tresors 304 das Einführen und Ansetzen von massiven Werkzeugen, zum
anderen stützen die Sicherungselemente 314, 316 die Baueinheit 302 gegen die Teleskopschienen
305a, 305b nach oben ab. Insbesondere ein Versuch die Baueinheit 302 nach oben aufzuhebeln
wird somit stark erschwert.
[0073] Figuren 15 und 16 zeigen jeweils eine Detailansicht einer Sicherungshaube 318, sowie
ein Verriegelungselement 320 und ein Entriegelungselement 322 der Baueinheit 302.
Die Sicherungshaube ist wie für Figuren 7 bis 9 beschrieben verriegelbar. Die Sicherungshaube
318 ist in einem verriegelten Zustand dargestellt. Dabei verriegeln Verriegelungselemente
320 an einem Bolzen 324 und die Sicherungshaube 208 kann nicht geöffnet werden, insbesondere
nach oben geschwenkt werden. Ferner kann ein weiteres in Figur 15 nicht sichtbares
Verriegelungselement vorgesehen sein.
[0074] Das Entriegelungselement 322 hält mit Hilfe von Federn 326 die Verriegelungselemente
320 in einer verriegelten Position. Mit Hilfe des Entriegelungselements 322 können
die Verriegelungselemente 320 entriegelt werden. Das Entriegelungselement 322 wird
dabei in Richtung des Pfeils P4 bewegt. Diese Bewegung des Entriegelungselements 322
ist nur in einem ausgefahrenen Zustand der Baueinheit 202 möglich. Dazu ist ein Mechanismus
328 vorgesehen, der es erlaubt von außerhalb der Sicherungshaube 318 das Entriegelungselement
in Richtung des Pfeils P4 zu bewegen.
Bezugszeichenliste
[0075]
10, 304 Tresor
11 Kopfmodul
12a bis 12d Geldkassetten
13 Wertscheine
14a bis 14d Vereinzelungs- und Stapeleinheit
15 Gehäuseklappe
16a bis 16d Weiche
17 Scharnier
18 Gehäusetür
19 Transportpfad
20 Öffnung
21 Tresormodul
22, 238, 310 Ein- und Ausgabefach
24 Transporteinheit
26 Leseeinheit
28 Steuereinheit
30 Zwischenspeicher
34 Tresortür
36 Schließeinheit
40, 202, 302 Baueinheit
42a bis 42d Aufnahmefach
100, 102 Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
200, 300 Anordnung für eine Zugriffssicherung
204, 206, 305a, 305b Teleskopschiene
208, 318 Sicherungshaube
210, 212, 314, 316 Sicherungselement
214, 312 Sicherungsblech
215a, 215b, 320 Verriegelungselement
216 Erster Teil des Sicherungsblechs
218 Zweiter Teil des Sicherungsblechs
220, 222, 226, 228, 230, 232, 234, 236 Befestigungselemente
224 Außenseite des Tresors
239 Frontseite des Tresors
240, 313 Abstand
242 Stiftförmiger Teil des Sicherungselements
246, 324 Bolzen
248, 322 Entriegelungselement
249, 326 Feder
250, 252 Stift
306 Erstes Blech
308 Zweites Blech
328 Entriegelungsmechanismus
1. Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine Öffnung (20) in einer Wandung
eines Tresormoduls (21) einer Vorrichtung (100, 102) zur Handhabung von Wertscheinen,
mit einer Baueinheit (40, 202, 302), die mit Hilfe von zwei Teleskopschienen (204,
206, 305a, 305b) so angeordnet und mit dem Tresormodul (21) verbunden ist, dass in
einem eingefahrenen Zustand der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) Wertscheine
(13) durch die Öffnung (20) zwischen dem Tresormodul (21) und der Baueinheit (40,
202, 302) transportierbar sind,
wobei die Baueinheit (40, 202, 302) zumindest ein zwischen den Teleskopschienen (204,
206, 305a, 305b) angeordnetes Sicherungsblech (214, 312) hat, wobei das Sicherungsblech
(214, 312) einen einstellbaren Abstand (240, 313) zu einer Außenseite (224) der Wandung
des Tresormoduls (21) hat.
2. Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine Öffnung (20) in einer Wandung
eines Tresormoduls (21) einer Vorrichtung (100, 102) zur Handhabung von Wertscheinen,
insbesondere nach Anspruch 1,
mit einer Baueinheit (40, 202, 302), die mit Hilfe von zwei Teleskopschienen (204,
206, 305a, 305b) so angeordnet und mit dem Tresormodul (21) verbunden ist, dass in
einem eingefahrenen Zustand der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) Wertscheine
(13) durch die Öffnung (20) zwischen dem Tresormodul (21) und der Baueinheit (40,
202, 302) transportierbar sind,
wobei die Baueinheit (40, 202, 302) mindestens ein erstes Blech (306) umfasst,
wobei das Tresormodul (21) ein zweites Blech (308) umfasst das fest mit dem Tresormodul
(21) verbunden ist, und wobei das erste Blech (306) im eingefahrenen Zustand der Baueinheit
(40, 202, 302) zwischen der Außenseite (224) des Tresormoduls (21) und einem in einem
Abstand zur Außenseite (224) verlaufenden Teil des zweiten Blechs (308) angeordnet
ist.
3. Anordnung für eine Zugriffssicherung auf mindestens eine Öffnung (20) in einer Wandung
eines Tresormoduls (21) einer Vorrichtung (100, 102) zur Handhabung von Wertscheinen,
insbesondere nach Anspruch 1 oder 2,
mit einer Baueinheit (40, 202, 302), die mit Hilfe von zwei Teleskopschienen (204,
206, 305a, 305b) so angeordnet und mit dem Tresormodul (21) verbunden ist, dass in
einem eingefahrenen Zustand der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) Wertscheine
(13) durch die Öffnung (20) zwischen dem Tresormodul (21) und der Baueinheit (40,
202, 302) transportierbar sind,
wobei die Baueinheit (40, 202, 302) eine um die Öffnung (20) angeordnete Sicherungshaube
(208, 318) umfasst, wobei die Sicherungshaube (208, 318) mindestens vier Seitenwände
hat.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Baueinheit (40, 202,
302) zwischen zwei Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) angeordnet ist und mit
Hilfe der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) in eine Auszugsrichtung der Teleskopschienen
(204, 206, 305a, 305b) ausfahrbar ist und zwischen dem eingefahrenen Zustand und einem
ausgefahrenen Zustand bewegbar ist.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Auszugsrichtung der Teleskopschienen
(204, 206, 305a, 305b) parallel zur Außenseite (224) der Wandung des Tresormoduls
(21) verläuft.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Baueinheit (40, 202,
302) zusätzlich mindestens zwei Sicherungselemente (210, 212, 214, 316) umfasst, die
jeweils im eingefahrenen Zustand der Baueinheit (40, 202, 302) in Eingriff mit einer
der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) sind.
7. Anordnung nach Anspruch 6, wobei die Sicherungselemente (210, 212, 214, 316) aus einer
Richtung parallel zur Auszugsrichtung der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b)
in die Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) eingreifen, insbesondere aus dieser
Richtung durch eine Bewegung der Baueinheit (40, 202, 302) von dem ausgefahrenen Zustand
in den eingefahrenen Zustand in einen Bereich der Teleskopschienen (204, 206, 305a,
305b) eingeführt werden.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 oder 7, wobei die Sicherungselemente
(210, 212, 214, 316) entgegen der Auszugsrichtung der Teleskopschienen (204, 206,
305a, 305b) in die Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) eingreifen.
9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 6 bis 8, wobei die Sicherungselemente
(210, 212, 214, 316) so in die Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) eingreifen,
dass eine Bewegung des Sicherungselements (210, 212, 214, 316) in zumindest eine Richtung
senkrecht zur Außenseite (224) der Wandung nicht möglich ist und somit eine Bewegung
der Baueinheit (40, 202, 302) in die gleiche Richtung nicht möglich ist.
10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sicherungsblech (214,
312) parallel zur Außenseite (224) der Wandung ist.
11. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sicherungsblech (214,
312) einen höhenverstellbaren Teil (218) umfasst mit Hilfe dessen der Abstand (240)
des Sicherungsblechs (214, 312) zu der Außenseite (224) der Wandung des Tresormoduls
(21) einstellbar ist, insbesondere in einem Bereich von 0,1 mm bis 3 mm, vorzugsweise
in einem Bereich von 0,3 mm bis 1mm, insbesondere auf einen Abstand von 0,5 mm.
12. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sicherungsblech (214,
312) in einem eingefahrenen Zustand der Baueinheit (40, 202, 302) an dem in Auszugsrichtung
vorderen Ende der Teleskopschienen (204, 206, 305a, 305b) angeordnet und mit diesen
verbunden ist.
13. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Sicherungsblech (214,
312) an einem in Auszugsrichtung vorderen Ende der Baueinheit (40, 202, 302) angeordnet
ist.
14. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 13, wobei das erste Blech
(306) an einem in Auszugsrichtung hinterem Ende der Baueinheit (40, 202, 302) angeordnet
ist und das zweite Blech (308) an einer entsprechenden hinteren Seite des Tresormoduls
(21) angeordnet ist.
15. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 14, wobei die Sicherungshaube
(208, 318) mindestens ein Verriegelungselement (215a, 215b, 320) umfasst, das nur
in einem ausgefahrenen Zustand der Baueinheit (40, 202, 302) mit Hilfe eines Entriegelungselements
(248, 322) entriegelbar ist, so dass die Sicherungshaube (208, 318) in eine geöffnete
Stellung bewegbar ist.
16. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 15, wobei die Sicherungshaube
(208, 318) aus Metall, insbesondere Stahl, gefertigt ist und/oder eine Wandstärke
im Bereich von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise im Bereich von 2 mm bis 5 mm, insbesondere
von 3 mm hat.