[0001] Die Erfindung betrifft eine kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung, zur zuverlässigen
hygienischen Trennung zwischen Trinkwasser und Nichttrinkwasser in einer die Trinkwasserleitung
und die Nichttrinkwasserleitung verbindenden Zuleitungseinrichtung sowie zur Vermeidung
des Eindringens von Wasser, wie verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung und zur nachhaltigen Hygienisierung
zumindest eines Teils derselben und ein Verfahren zur Steuerung der Trinkwasserzufuhr,
zur hygienischen Trennung zwischen Trinkwasser und Nichttrinkwasser in einer die Trinkwasserleitung
und die Nichttrinkwasserleitung verbindenden Zuleitungseinrichtung und zur Hygienisierung
eines Teils derselben und zur Rückflussvermeidung von Nichttrinkwasser in dieselbe.
[0002] In der täglichen Praxis stehen zahlreiche Unternehmen vor dem Problem, bei einem
Stromausfall oder bei einem mechanisch begründeten Pumpenausfall sofort wirkende Notkühlmaßnahmen
anwenden zu müssen. Die bisher herkömmlichen Lösungen zeigen, dass die meisten Unternehmen
der Einfachheit halber die vorhandenen Trinkwasserleitungen unmittelbar an die Kühlwasserleitungen
anschließen und damit gegen die geltenden Vorschriften verstoßen. Zuweilen setzen
einige Unternehmen lediglich Rückschlagklappen und Systemtrenner ein, wobei beide
Lösungen die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen; denn nach DIN EN 1717 "Schutz
des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen und allgemeine
Anforderungen an Sicherheitseinrichtungen zur Verhütung von Trinkwasser Verunreinigungen
durch Rückfließen", Deutsche Fassung EN 1717: 2000; Technische Regel des DVGW und
DIN 1988-100 "Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Teil 100: Schutz
des Trinkwassers, Erhaltung der Trinkwassergüte; technische Regel des DVGW" betreffend
Schutz des Trinkwassers Norm und Kommentar Trinkwasser-Installation legen fest, dass
Verbindungen zwischen den Trinkwasseranlagen und Kühlwasserläufen mit einer Sicherheitseinrichtung
von Typ AA, AB oder AD abzusichern sind.
[0003] Die Verwendung von normgerechten Trennstationen, wie Sicherheitseinrichtungen Typ
AA, ist jedoch sehr teuer und wegen der notwendigen Notstromdieselmotoren auch mit
ständigen Folgekosten verbunden. Die besagten DIN Vorschriften schreiben zudem vor,
dass die Trinkwasser-Installation nach der AVB WasserV hinter dem Ende des Hausanschlusses
an der Hautptabsperreinrichtung beginnt. Ausgenommen ist die Messeinrichtung des Wasserversorgungsunternehmens.
Durchströmt das Trinkwasser Apparate, in denen die Trinkwasserbeschaffenheit entsprechend
den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung bestimmungsgemäß verloren geht, oder die
Gefahr besteht, dass sie verloren geht, endet die Trinkwasser-Installation am Sicherungspunkt
mit den zugeordneten Sicherungseinrichtungen.
[0004] Die besagten Vorschriften weisen hin, dass Apparate den Vorschriften, insbesondere
der DIN EN 1717, unterliegen, wenn Apparate, in denen das Trinkwasser zwar verändert
wird, aber seine Lebensmitteleigenschaften als Trinkwasser behält, und in denen die
Lebensmitteleigenschaften des Trinkwassers bestimmungsgemäß verloren gehen, sowie
an Trinkwasseranlagen angeschlossen werden, deren Betriebswasserkreisläufe gewerblich
genutzten Unternehmen zuzuordnen sind.
[0005] So zeigt sich, dass im Gegensatz zu dem häuslichen Gebrauch der an Trinkwasseranlagen
angeschlossenen Apparate besondere große Gefahren drohen bei dem nicht-häuslichen
Gebrauch derselben. Aus Erfahrung ist bekannt, dass im nicht-häuslichen Gebrauch eine
höhere Gefährdung hinsichtlich der mikrobiellen und/oder chemischen Kontamination
von Trinkwasser-Installation gegenüber häuslichem Gebrauch möglich ist.
[0006] Die an eine Nichttrinkwasserleitung angeschlossene Trinkwasserleitung bietet nicht
nur den Vorteil der steten Verfügbarkeit über das Lebensmittel Trinkwasser, z.B. zur
Kühlung von industriell genutzten Anlagen, Geräten, Apparaten, Verarbeitungsprozessen
in denselben, usw., sondern auch den Vorteil des Überdrucks in der Trinkwasserleitung.
[0007] Dieser energetische Zustand dient inzwischen als Grundlage für Standard - Notfalllösungen
zahlreicher Verbraucher, um z.B. bei einem Stromausfall oder bei mechanischem Ausfall
von Betriebswasser - und/oder Kühlwasserpumpe, Trinkwasser als Nichttrinkwasser in
Form von z.B. Betriebs- und/oder Kühlwasser zu nutzen.
[0008] Durch den ständig anstehenden Druck in der Trinkwasserversorgung bedarf es keiner
weiteren Energien und zudem ist es technisch sehr einfach möglich, Trinkwasser für
andere Zwecke zu verwenden als der eigentlich angedachte Verwendungszweck als Lebensmittel.
[0009] Dadurch werden bisher nahezu flächendeckend sowohl bei den industriellen, gewerblichen
als auch bei den häuslichen Verbrauchern der Einfachheit halber Trinkwasser und die
Trinkwassereinspeisung verwendet. Die o.g. Trinkwasserverordnung legt für alle Stoffe,
die geeignet sind, eine Befürchtung für die Schädigung der menschlichen Gesundheit
verursachenden Grenzwerte fest. Daher ist es auch Aufgabe der Erfindung eine Sicherheitsvorrichtung
und ein Verfahren bereitzustellen, die
das Rückdrücken,
das Rücksaugen,
das Rückfließen
und
das Keimrückwachsen, sicher, wirkungsvoll und dauerhaft verhindert
sowie
somit die unzulässige und nachteilige Einwirkung des Nichttrinkwassers auf das Trinkwasser
ausschließt.
[0010] Aus Kostengründen ist die bisher üblicherweise eingesetzte Absicherung durch Rückflussverhinderer
oder Systemtrenner zur Absicherung von Trinkwasserleitungen gegenüber der Gefahrenklasse
5 nicht geeignet, hier insbesondere das Rückwachsen von Keimen aus der Nichttrinkwasserleitung
in Richtung zu der Trinkwasserleitung hin, sicher zu verhindern.
[0011] Daher ist es auch Aufgabe der bereitzustellenden Sicherheitsvorrichtung, eine solche
zusammenzustellen, die dauerhaft und zuverlässig nicht nur die Verwendung von Trinkwasser
als Nichttrinkwasser in Notfällen, sondern auch gleichzeitig die Absicherung der Trinkwasserleitung
gegen das Rückdrücken, das Rücksaugen, das Rückfließen und das Keimrückwachsen möglich
macht.
[0012] Es zeigt sich, dass Keime auch bei geschlossenen Ventilen trotz deren nicht freigegebenen
Durchstromöffnungen gleichwohl von einer Seite zu der anderen Seite der Durchstromöffnungen
gelangen können. Dieses Hindurchgelangen der Keimen erfolgt zumindest teilweise durch
deren Wachstum auf Oberflächen. Die Gefahr dieser Art des Durchtritts der Keime wird
im Stand der Technik und die Verkeimung der Trinkwasserleitung vollkommen übersehen,
so dass bei geschlossenen Ventilen der die Trinkwasserleitung und die Nichttrinkwasserleitung
verbindenden Zuleitungseinrichtung die Keime der Nichttrinkwasserleitung die Schranke
der geschlossenen Durchstromöffnungen ungehindert überwinden und in die herkömmliche
Zuleitungseinrichtung unbeeinflusst übersiedeln. Infolge der Übersiedelung der Keime
vermehren sich die Keime in der Zuleitungseinrichtung und bilden zudem Ablagerungen
in Form von Keimschichten oder Bioschichten oder- filmen.
[0013] Da für die Keime in der Zuleitungseinrichtung ebenso der Durchtritt durch die die
Trinkwasserleitung von der Zuleitungseinrichtung absperrenden Ventile ein Leichtes
ist, besteht die ständige Gefahr des Übergangs der Keime aus der Nichttrinkwasserleitung
in die herkömmliche Zuleitungseinrichtung und von dort in die Trinkwasserleitung,
so dass der Übergang der Keime aus der herkömmlichen Zuleitungseinrichtung in die
Trinkwasserleitung lediglich eine Frage der Zeit und mittels herkömmlicher Verfahren
und herkömmlicher Zuleitungseinrichtungen nach Stand der Technik nicht aufhaltbar
ist.
[0014] Sonach ist es ebenso Aufgabe des Verfahrens und der bereit zu stellenden Sicherheitsvorrichtung
sowie Verwendung derselben
einerseits das Vermehren von Keimen in der Zuleitungseinrichtung nach dem Durchtritt
durch die zwischen der Nichttrinkwasserleitung und der Zuleitungseinrichtung angeordneten
Ventile zu verhindern
und
andererseits das Absetzen der Keime unter Bildung von Keimablagerungen auf den Innenseiten
der Rohre und Ventile der Zuleitungseinrichtung zu vermeiden.
[0015] Aufgabe des Verfahrens und der bereit zu stellenden Sicherheitsvorrichtung sowie
Verwendung derselben soll es auch sein,
eine bereits bestehende herkömmliche Zuleitungseinrichtung, über welche eine Trinkwasserleitung
an eine Nichttrinkwasserleitung angeschlossen ist, diese an die Maßgaben der bereitzustellenden
Sicherheitsvorrichtung anzupassen und in hinreichender Weise von Keimen, Keimablagerungen
und sonstigen Beschichtungen befreien und dauerhaft vor Keimen zu schützen, sodass
zwar im Notfallbetrieb in die Nichttrinkwasserleitung über die Zuleitungseinrichtung
aus der Trinkwasserleitung Trinkwasser eingespeist wird, aber
im Normalbetrieb mittels Spülungen
die Keime und Ablagerungen aus denselben aus der Zuleitungseinrichtung entfernt werden
und
die aus der Nichttrinkwasserleitung in die Zuleitungseinrichtung über Ventile gleichwohl
eindringenden oder hinübergewachsenen Keime aus der Zuleitungseinrichtung beseitigt
werden.
[0016] Daher ist es zudem Aufgabe der Erfindung, ein solches Verfahren bereitzustellen,
welches nicht nur
die die Trinkwasserleitung und die Nichttrinkwasserleitung verbindende Zuleitungseinrichtung
spült,
die auf den Innenseiten der Rohre und Ventile der Zuleitungseinrichtung festgesetzten
Keimablagerungen beseitigt,
sondern auch bereits lange bestehende hartnäckige Ablagerungen von den Innenseiten
ablöst
sowie
die Innenräume der Rohre und der Ventile der Zuleitungseinrichtung und deren Innenseiten
desinfiziert.
[0017] Des Weiteren sollen das bereitzustellende Verfahren und die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung
und Verwendung derselben
die Einspeisung von Trinkwasser aus der Trinkwasserleitung in die Nichttrinkwasserleitung
steuern
und
die die Trinkwasserleitung mit der Nichttrinkwasserleitung verbindende Zuleitungseinrichtung
dauerhaft hygienisieren.
[0018] Hinzukommend soll die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung die Grundlage für
das Entstehen und/oder das Ansammeln von Keimen in den Innenräumen der zwischen der
Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung geschalteten Rohrleitungen, Rohre,
Ventile und/oder dergleichen und den Innenräumen der Armaturen der Sicherheitsvorrichtung
verhindern.
[0019] Die Verhinderung soll sich aber nicht nur auf das Eindringen von Keimen in die Trinkwasserleitung
beziehen, sondern bereits im Vorfeld das Anwachsen von Keimen in der Sicherheitsvorrichtung
verhindern.
[0020] Aufgrund der sehr strengen Vorgaben der vorgenannten gesetzlichen Regelungen und
Verordnungen soll die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung die Möglichkeit eröffnen,
eine hohe Betriebssicherheit bereitzuhalten, sodass ein dauerhafter Betrieb derselben
gewährleistet ist, ohne kostenträchtige Kontrolle des unkontrollierten Rückdrückens,
Rücksaugens, Rückfließens oder Keimrückwachsens von Nichttrinkwasser zurück in das
Trinkwasser.
[0021] Des Weiteren soll die Sicherheitsvorrichtung derart kompakt aufgebaut sein, dass
sie sich für den erleichterten Einbau vor Ort unabhängig von den örtlichen Beschaffenheiten
eignet.
[0022] Hinzukommend soll sich die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung kostengünstig
in ihrer Herstellung und ihrem Anschluss an die Trinkwasserleitung und die Nichttrinkwasserleitung
eignen.
[0023] Die geltenden Gesetze und Regelungen und Verordnungen schreiben folgende Sicherheitsvorrichtungen
auch vor, die zur Sicherstellung der Güte des Trinkwassers als Lebensmittel dienen.
[0024] Trinkwassersysteme müssen zwingend vor folgenden Vorgängen geschützt werden,
Rückdrückung,
Rücksaugung,
Rückfließen,
Keimrückwachsen.
[0025] Das Rückdrücken kann entstehen, wenn z.B. an Trinkwasserleitungen herkömmliche Anlagen,
Apparate, Systeme angeschlossen sind, die einen höheren Druck, zumindest zeitweilig,
als die Trinkwasserleitungen aufweisen.
[0026] Das Rücksaugen kann entstehen, wenn z.B. durch Rohrbruch ein plötzlicher Unterdruck
in einer Trinkwasserleitung entsteht. Ein Rückfließen kann entstehen, wenn z.B. Absperrarmaturen
nicht dicht schließen oder geschlossen werden.
[0027] Das Rückfließen kann entstehen aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung
die herkömmliche die Trinkwasserleitung und Nichttrinkwasserleitung angeordnete Zuleitungseinrichtung.
[0028] Das Rückwachsen kann entstehen, wenn Keime genügend Zeit, beispielsweise infolge
einer Stagnation (siehe unten), haben über z.B. Rohre, Armaturen oder Dichtungen entgegen
der Fließrichtung in Trinkwasserleitungen zu gelangen.
[0029] Aufgabe der Erfindung ist des Weiteren, durch die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung
das Rückdrücken,
das Rücksaugen,
das Rückfließen,
das Keimrückwachsen
wirkungsvoll und dauerhaft zu verhindern, sodass das Rückdrücken, Rücksaugen, Rückfließen
oder Rückwachsen ausgeschlossen ist und die Gefahr der unzulässigen Verunreinigung
des Trinkwassers in der Trinkwasserleitung unterbunden bleibt.
[0030] Diese Gefahren müssen ausgeschlossen werden, denn das Trinkwasser muss von nicht
bestimmungsgemäßen Bestandteilen insbesondere von Krankheitserregern freigehalten
werden.
[0031] Das Trinkwasser muss als Lebensmittel genusstauglich und neu sein. Die Trinkwasserleitung
soll an herkömmliche Systeme, die Nichttrinkwasser führen, angeschlossen werden. In
einigen Fällen finden sich ggf. Rückflussverhinderer oder Systemtrenner zwischen den
Trinkwasserleitungen und den Nichttrinkwasserleitungen.
[0032] In Fällen, in denen es sich bei den Nichttrinkwasserleitungen um Systeme handelt,
die nach Trinkwasserverordnung DIN EN 1717 und den dazugehörigen einschlägigen Gesetzen
und Verordnungen in die Gefahrenklasse 5 eingeordnet werden, z.B. Kühlwasser, Löschwasser,
Stagnationswasser, keimbelastetes Wasser, ist diese Art der Verbindung zwischen Trinkwasser
und Nichttrinkwasser unzulässig.
[0033] Die vorliegenden und geltenden Gesetze, Verordnungen, Normen und technischen Regeln
liegen fest, da eine Verbindung zwischen Trinkwasser und Nichttrinkwasser mit Gefährdungsklasse
5 ausschließlich mit Sicherheitsvorrichtung Typ AA, AB oder AD abzusichern ist.
[0034] Diese normgerechten Sicherheitseinrichtungen werden als Trennstation bezeichnet,
wobei das wesentliche Bauteil die hygienische Trennung ist.
[0035] Dieses wird dadurch erreicht, dass herkömmlicherweise das Trinkwasser und das Nichttrinkwasser
körperlich und räumlich voneinander getrennt sind, indem das Trinkwasser durch den
Versorgungsdruck in einen Vorratsbehälter strömt. Hierbei ist es technisch durch einen
Überlauf sichergestellt, dass der Trinkwasserauslauf niemals vom Wasserstand des Vorlagebehälters
erreicht werden kann.
[0036] Um das Wasser aus dem Vorlagebehälter zu nutzen, ist es dann notwendig entweder die
Pumpen einzusetzen oder einen großen hochstehenden Notbehälter zu verwenden. Pumpen
müssen dann mit Notstrom-Anlagen ausgestattet sein. Diese technischen Lösungen sind
sehr teuer, wartungs- und prüfintensiv und verursachen ständig hohe Kosten.
[0037] Im Sinne der Erfindung wird unter Nichttrinkwasser jedwede Flüssigkeit, wie Kühlwasser,
Grundwasser, Flusswasser, sonstige Fluide, verstanden, die häuslich, nichthäuslich,
wie gewerblich, genutzt werden kann.
[0038] Daher ist zwischen beispielsweise einer Nichttrinkwasserleitung und einer Trinkwasserleitung
eine Sicherungsvorrichtung ablaufseitig von derselben zu installieren. Unter ablaufseitig
kann im Sinne der Erfindung verstanden werden - in Fließrichtung gesehen-, der Austritt
des Trinkwassers hinter einer Sicherungseinrichtung. Bestimmungsgemäß ist die Fließrichtung
beispielsweise, wenn das Trinkwasser zur Entnahmestelle hin fließt. Eine Strömung
entgegen der bestimmungsgemäßen Fließrichtung ist ein unzulässiges Rückfließen und
darf zu keinem Zeitpunkt erfolgen. Bestimmungsgemäß darf folglich das Trinkwasser
nur in einer Fließrichtung, wie zulaufseitig, in Richtung zu der Sicherungsvorrichtung
und Abnehmer hin in dieser durchströmen. Ein Rückfließen entgegen der Fließrichtung
ist auszuschließen, denn dann würde die Sicherungsvorrichtung ihren vorgesehenen Zweck
nicht erfüllen.
[0039] Eine Kontamination ist eine Vermischung des Trinkwassers mit schädlichen Flüssigkeiten,
festen oder gasförmigen Stoffen, und/oder mit Mikroorganismen, die in diesen enthalten
sein können. Durch die Kontamination kann das Trinkwasser in seiner Beschaffenheit
so verändert werden, dass für den Menschen eine Gefährdung oder Beeinträchtigung seiner
Gesundheit nicht ausgeschlossen werden kann. Deshalb ist die Kontamination aufgrund
der Anwesenheit von Mikroorganismen und /oder schädlichen Stoffen zu vermeiden. Die
Kontamination der an eine Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen Trinkwasserleitung
kann hervorgerufen werden durch ein Rückfließen, ein Rücksaugen, ein Rückdrücken von
Trinkwasser und/oder ein Keimrückwachsen, z.B. über die die Nichttrinkwasserleitung
absperrenden Ventile und/oder in den Rohren und Ventilen in der Zuleitungseinrichtung
entgegen der geforderten Fließrichtung, letztendlich in jedwede Richtungen.
[0040] Das Rückfließen von verunreinigtem Trinkwasser aus den an Trinkwasseranlagen angeschlossenen
vorgenannten Anlagen, Apparaten und dergleichen, z.B. Nichttrinkwasserleitung, ist
zwingend zu vermeiden. So weist die Trinkwasserverordnung hin, dass Trinkwasser dadurch
bereits verunreinigt werden kann, wenn Wasser oder Flüssigkeit außerhalb der Trinkwasseranlage
Schadstoffe und/oder Krankheitserreger aufnimmt und in das Trinkwassersystem, wie
in die Trinkwasserleitung und Trinkwasseranlage, z.B. Gerät und Apparate mit fehlender
oder unzureichender Sicherungseinrichtung, zurückgelangt.
[0041] Das Rückfließen von in Nichttrinkwasserleitungen befindlichem Nichttrinkwasser zurück
in die Trinkwasser-Installation als Umkehr der erwünschten bzw. erforderlichen Fließrichtung
kann auftreten, wenn in einem Apparat ein höherer Druck entsteht als der Betriebsdruck
in der Trinkwasser-Installation.
NORM UND KOMMENTAR TRINKWASSER-INSTALLATION, ZENTRALVERBAND SANITÄR HEIZUNG KLIMA,
1. Auflage 2011, (siehe auch Seite 17ff), das Rücksaugen, welches einem Rückfließen bez. der Umkehr der Fließrichtung gleichkommen
kann, kann aufgrund eines entstehenden Unterdrucks das Rückdrücken, welches einem
Rückfließen bez. der Umkehr der Fließrichtung gleichkommt, kann z.B. durch Pumpen,
hervorgerufen werden. Bereits minimale Höhen- und Druckunterschiede können ein unzulässiges
Rückfließen verursachen (siehe auch Seite 17ff),.
[0042] Im Sinne der Erfindung wird zur Vereinheitlichung unter Eindringen auch verstanden,
das Rückfließen, das Rücksaugen, das Rückdrücken und/oder das Keimwachstum in jedweder
Richtung und -rückwachsen verstanden.
[0043] Die bisher eingesetzten zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung
angeordneten herkömmlichen Sicherungs- oder Hygienearmaturen sichern nur unzureichend
das Eindringen von mit Keinem und/oder mit chemischen Stoffen belasteter Flüssigkeit,
wie Trinkwasser oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung
ab. Daher ist eine Sicherheitsvorrichtung zur Installation in einer Zuleitung zwischen
der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung als Zuleitungseinrichtung bereitzustellen,
die das Trinkwasser von dem Nichttrinkwasser hygienisch in der Zuleitung trennt, so
dass dauerhaft, zuverlässig, ohne Aufwand an Kontrolle, Wartung das o.g. Eindringen
vermieden wird.
[0044] Die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung soll daher sowohl das Eindringen, wie
das Rückdrücken, das Rücksaugen, Rückfließen und, oder das Rückwachstum, wirkungsvoll
und dauerhaft verhindern.
[0045] Sonach soll es die Aufgabe der Sicherheitsvorrichtung sein, die zwischen einer Trinkwasserleitung
und einer Nichttrinkwasserleitung angeordnet bzw. an diese angeschlossen ist und beide
verbindet, unzulässige negative Auswirkungen durch Rücksaugen, Rückdrücken, Rückfließen
oder Rückwachsen vom Nichttrinkwasser auf das Trinkwasser auszuschließen.
[0046] Unter Rückwachsen wird im Sinne der Erfindung auch verstanden das Eindringen der
Keime in oder entgegen der Fließrichtung in die Rohre und/oder in Ventile und/oder
das Eindringen der Keime durch Ventile in Schließstellung, die folglich verschlossene
Durchtrittsöffnungen aufweisen.
[0047] Durch das Eindringen von Keimen besteht die Gefahr der Verunreinigung des Trinkwassers
in der Trinkwasserleitung, denn das Trinkwasser muss von Krankheitserregern freigehalten,
genusstauglich und rein sein. In dem Trinkwasser dürfen die in der Trinkwasserverordnung
freigesetzten Grenzwerte für mikrobiologische Parameter nicht überschritten werden;
ebenso dürfen chemische Stoffe nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung
der menschlichen Gesundheit befürchten lassen. Darüber hinaus müssen Indikator-Parameter
eingehalten werden. Daher ist es auch Aufgabe der Erfindung, eine Sicherheitsvorrichtung
bereitzuhalten, die das Eindringen solcher Stoffe verhindert, z.B. im Falle von Unterdruck
in der Trinkwasserleitung oder -Installation.
[0048] Daher soll die Sicherheitsvorrichtung den Trinkwasserstrom, der von der Trinkwasserleitung
in Richtung zu der Nichttrinkwasserleitung hin geführt oder geleitet wird, in Rohren
oder Rohrleitungen, mechanisch trennen können.
[0049] Zudem ist es Aufgabe der Sicherheitsvorrichtung, eine solche bereitzustellen, die
dauerhaft und zuverlässig nicht nur die Nichttrinkwassereinleitung mit Trinkwasser
in Notfällen versorgt, sondern auch die Zuleitung von Nichttrinkwasser aus der Nichttrinkwasserleitung
in die Trinkwasserleitung unterbricht dergestalt, dass kein Rückfluss desselben in
die Trinkwasserleitung möglich gemacht wird.
[0050] Da die herkömmlichen Sicherheitsvorrichtungen, die nicht als freie Ausläufe bereitgestellt
werden, nur eine unzureichende Vermeidung, beispielsweise das Auftreten und die Vermehrung
von Krankheitskeimen und/oder die Ansammlung sonstiger Verunreinigungen, z.B. chemischer
Stoffe, aus der Nichttrinkwasserleitung in Richtung zu der Trinkwasserleitung hin
zeigen, soll die Sicherheitsvorrichtung die Vermehrung von Krankheitskeimen in der
Zuleitungseinrichtung derselben verhindern, den Übertritt sonstiger Verunreinigungen,
z.B. chemischer Stoffe, aus der Nichttrinkwasserleitung in Richtung zu der Trinkwasserleitung
unterbinden.
[0051] Hinzukommend soll die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung die Ansammlung von
Krankheitskeimen in den Innenräume der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung
geschalteten Rohrleitungen und den Innenräumen der Ventile der Sicherheitsvorrichtung
verhindern.
[0052] Die Verhinderung soll sich aber nicht nur auf das Eindringen von Krankheitskeimen
in die Trinkwasserleitung beziehen, sondern bereits -im Vorfeld- das Anwachsen von
Krankheitskeimen in der Rohrleitung von einer Sicherheitsvorrichtung vermeiden.
[0053] Aufgrund der sehr strengen Vorgaben der vorgenannten Vorschriften soll die bereitzustellende
Sicherheitsvorrichtung die Möglichkeit eröffnen, eine hohe Betriebssicherheit bereitzuhalten,
sodass ein dauerhafter Betrieb derselben gewährleistet ist, ohne kostenträchtige Kontrolle
des unkontrollierten Zuführens von verunreinigtem Trinkwasser, Nichttrinkwasser, Industriewasser,
usw. zurück in die Trinkwasserleitung.
[0054] Des Weiteren soll die Sicherheitsvorrichtung derart kompakt aufgebaut sein, dass
sie sich zum erleichterten Einbau vor Ort unabhängig von den örtlichen Beschaffenheiten
eignet.
[0055] Hinzukommend soll sich die bereitzustellende Sicherheitsvorrichtung kostengünstig
in ihrer Herstellung und in ihrem Anschließen an die Nichttrinkwasserleitung eignen.
[0056] Hinzutretend soll die Sicherheitsvorrichtung wirtschaftlich günstig betrieben werden,
um das Maß an deren Verwendungsmöglichkeiten zu erhöhen.
[0057] Ebenso soll die Sicherheitsvorrichtung einfach konstruktiv und infolgedessen zuverlässig
arbeiten, sodass ein hohes Maß an Zuverlässigkeit bereitgestellt wird.
[0058] Überdies soll die Sicherheitsvorrichtung nicht nur für den gewerblichen Bereich sich
eignen, sondern auch für den häuslichen Gebrauch einsetzbar sein.
[0059] Denn auch im häuslichen Gebrauch zeigt sich, dass es in der Hauswasserversorgung
häufig erforderlich ist, dafür Sorge zu tragen, dass bei einem Druckabfall im Versorgungsnetz
das Rückströmen von Trinkwasser aus an das Trinkwasser-Versorgungsnetz angeschlossenen
Installationseinrichtungen in dieses ausgeschlossen ist.
[0060] Dieses ist z.B. wichtig bei Schwimmbadanlagen, bei an die Trinkwasserleitung als
Versorgungsnetz angeschlossenen Verbrauchseinrichtungen, bei denen sichergestellt
werden muss, dass verkeimtes Wasser aus Schläuchen, Enthärtungsanlagen, Verbrauchsleitungen
usw. nicht in die Trinkwasserleitung zurück gelangen darf.
[0061] Sonach ist es auch Aufgabe der Erfindung, eine solche Sicherheitsvorrichtung mit
einer dauerhaften Rückflusssicherung für strömende Medien zu schaffen, die automatisch
arbeitet, kostengünstig aufstellbar und installierbar und so kleinbauend aufgebaut
ist, dass sie ohne Schwierigkeiten an das Versorgungsnetz auch bei häuslichem Gebrauch
angeschlossen werden kann.
[0062] Hinzukommend ist zu beobachten, dass in den herkömmlichen Sicherheitsvorrichtungen,
welche zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung zwischengeschaltet
sind, die Wasserbeschaffenheit von ansteigenden Konzentrationen an gelösten und/oder
suspendierten Stoffen derart beeinträchtigt wird, so dass bei Rückdrücken oder Rückfliessen
in die Trinkwasserleitungen die Gefahr der Verunreinigung des Trinkwassers infolge
deren Eindringens über die Sicherheitsvorrichtungen in die Trinkwasserleitung besteht.
[0063] Die Trinkwasserbeschaffenheit kann insbesondere beeinträchtigt werden bei der Stagnation
des Wassers, wie Trinkwassers, in der Sicherheitsvorrichtung nach
NORM UND KOMMENTAR TRINKWASSER-INSTALLATION, ZENTRALVERBAND SANITÄR HEIZUNG KLIMA,
1. Auflage 2011, (siehe auch Seite 45ff). Die Intensität der Beeinträchtigungen hängt erfahrungsgemäß ebenso von den verwendeten
Materialien, der Wasserbeschaffenheit, der Temperatur, z.B. Leitungen in Heizungsräumen,
der Dauer der Stagnation, usw. ab. Aus Gründen der Hygiene ist es daher erforderlich,
nach Stagnationszeiten Spülungen des Leitungssystems vorzunehmen. Daher ist es auch
Aufgabe der bereitzustellenden Sicherheitsvorrichtung, die nach DIN Vorschriften zu
vermeidende Stagnation zu verhindern, um bereits die Gefahr der Verunreinigung des
Trinkwassers in der Trinkwasserleitung infolge Rückdrücken oder Rücksaugen zu verhindern.
[0064] Unter Stagnation wird auch im Sinne der Erfindung und / oder der vorgenannten DIN
Vorschriften verstanden, kurze oder auch lange Verweilzeiten, lange Stillstandszeiten
von Trinkwasser in den Rohren, Rohrleitungen von Sicherheitsvorrichtungen, Apparaten,
Geräten, usw., bei denen sich die Trinkwasserbeschaffenheit verändert, die zwischen
der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung angeordnet sind bzw. diese
miteinander verbinden.
[0066] Die Beeinträchtigungen oder Gefährdungen können auftreten, wenn das stagnierende
Wasser mit Bestandteilen aus den Installationswerkstoffen chemisch verunreinigt ist
und / oder die Stagnation die Vermehrung von Mikroorganismen fördert. So können auch
metallene Bestandteile oder Werkstoffe, die aus den Rohrleitungen der Sicherheitsvorrichtungen
in das Wasser eindringen oder übertreten, bereits zu der Verunreinigung desselben
führen.
[0067] Daher ist es auch Aufgabe der Sicherheitsvorrichtung, nicht nur die Stagnation von
Wasser, wie Trinkwasser, in der zwischen der Trinkwasserleitung und Nichttrinkwasserleitung
angeordneten Sicherheitsvorrichtung nach bestimmten Maßgaben kurz zu halten, sondern
auch den Gehalt von Bestandteilen aus Rohrleitungen der Sicherheitsvorrichtungen in
dem Wasser, welches in der Sicherheitsvorrichtung sich befindet, möglichst gering
zu halten, um eine Gefährdung des das Trinkwasser nutzenden Benutzers durch Wiedereintreten
des Wassers in die Trinkwasserleitungen zu vermeiden.
[0068] Nach früherer Kenntnis war die Verunreinigung von Trinkwasser bedingt durch das Rücksaugen
von Nichttrinkwasser oder von stagnierendem Wasser in Sicherheitsvorrichtungen in
der Trinkwasserleitung. Nach früheren Kenntnissen führten solche Verunreinigungen
nicht zu erkennbaren gesundheitlichen Schäden der Verbraucher.
[0069] Es zeigt sich jedoch, dass nach heutiger Kenntnis auch die Verunreinigung von Trinkwasser
durch das Eindringen, wie das Rücksaugen, von Nichttrinkwasser zu Schäden gesundheitlicher
Art bei den Verbrauchern führen kann, auch wenn die Verunreinigungen durch die Sinnesorgane
der Benutzer nicht wahrgenommen werden. Die heutigen Erkenntnisse zeigen gleichwohl,
dass eine Veränderung des Trinkwassers durch humanpathogene Keime vom Verbraucher
nicht erkannt wird, aber zu schwerwiegenden krankheitsbedingten Ausfallerscheinungen
bei Benutzer oder Verbraucher des Trinkwassers führt. Daher ist eine Sicherheitsvorrichtung
bereitzustellen, die auch das Eindringen wirkungsvoll verhindert von nicht nur in
der herkömmlichen Sicherheitsvorrichtung stagnierendem Wasser, sondern auch von Nichttrinkwasser
aus der Nichttrinkwasserleitung über die Rohrleitung der Sicherheitsvorrichtung in
die Trinkwasserleitung.
[0070] Auch zeigen die heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass bei durch Rücksaugen
oder Rückdrücken eintretendem verunreinigtem Wasser in die Trinkwasserleitung zwar
eine starke Verdünnung von pathogenen Stoffen, wie Keimen, Werkstoffen, eintritt,
gleichwohl können auf Dauer durch dauernde Aufnahmen von stark verdünnten pathogenen
Stoffe über das Trinkwasser diese zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Verbrauchern
führen, was zu vermeiden gilt.
[0071] Das in der
DE 39 02 366 offenbarte Verfahren ermöglicht zwar das Betreiben von Verbraucherrohrsystemen oder
Kreislaufsystemen mit einem Trinkwasser beinhaltendem Rohrnetz, wobei das im Rohrnetz
befindliche Wasser auch zur Reinigung des Rohrnetzes und/oder zur Beseitigung von
Absetzungen im Rohrnetz verwendet werden kann, indem zeitweise in dem Rohrnetz mit
die üblichen Strömungsgeschwindigkeiten übersteigenden Geschwindigkeiten vor- oder
rückwärts gespült wird, es zeigt sich jedoch, dass durch die Vor- und Rückwärtsspülungen
zwar teilweise Verkrustungen im Rohrnetz beseitigt werden, aber Rückwärtsspülungen
nicht zu einer hinreichenden Beseitigung von Keimen in dem Rohrnetz beitragen, sodass
stets eine Restverkeimung verbleibt.
[0072] Hinzukommend ermöglicht das in der
DE 10 2019 201 263 offenbarte Verfahren die Reinigung des Rohrnetzes mittels einer Trinkwasserzuleitung,
wobei ein Filter zwischengeschaltet ist, der als Keimfilter ausgestaltet ist und Keime
zu binden vermag. Es zeigt sich jedoch auch, dass die Bindung der Keime an das Filtermaterial
des Keimfilters zwar die Entkeimung fördert., gleichwohl aber die vollkommene Entkeimung
des in dem Rohrnetz befindlichen Wassers nicht beseitigt, sodass stets die zu vermeidende
Restverkeimung auftritt.
[0073] Die Aufgaben werden gelöst durch die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung gem.
Hauptanspruch und das erfindungsgemäße Verfahren gem. Nebenanspruch; die Unteransprüche
betreffen bevorzugte Ausgestaltungen und Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen
Sicherheitsabschaltungsvorrichtung.
[0074] Die Erfindung betrifft eine kostengünstige Sicherheitsvorrichtung und/oder die Verwendung
derselben zur einfachen Installierung zwischen einer, vorzugsweise druckbeaufschlagten
oder -beaufschlagbaren, Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung, die
sich
zur zuverlässigen hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung,
zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser
und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung
und der Stagnation
und/oder
zur nachhaltigen Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung
angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung,
und/oder
die Sicherheitsvorrichtung eine Zuleitungseinrichtung und eine Sicherheitsspüleinrichtung
umfasst,
welche dadurch gekennzeichnet ist, dass
die Trinkwasserleitung ein Zulaufrohr aufweist,
an das Zulaufrohr die Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung angeschlossen
ist,
die Zuleitungseinrichtung vorteilhafterweise einen Systemtrenner aufweist,
die Zuleitungseinrichtung einen, bevorzugterweise an den Systemtrenner angeschlossenen,
ersten Absperrschieber, eine an den ersten Absperrschieber angeschlossene erste Absperrklappe,
eine an die erste Absperrklappe angeschlossene zweite Absperrklappe umfasst,
der Eingang der Spülleitung die Sicherheitsspüleinrichtung im Bereich des Eingangs
des ersten Absperrschiebers an der Zuleitungseinrichtung angeschlossen und der Ausgang
der Spülleitung zwischen der ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe angeschlossen
sind,
vorzugsweise die Sicherheitsspüleinrichtung mit dem Eingang ihrer Spülleitung zwischen
dem Systemtrenner und dem ersten Absperrschieber angeschlossen ist,
in der Spülleitung der Sicherheitsspüleinrichtung ein erstes Spülventil und ein zweites
Spülventil in Reihe angeordnet sind
und/oder
die Sicherheitsspüleinrichtung ein zwischen dem ersten Absperrschieber und der ersten
Absperrklappe angeschlossenes drittes Spülventil und ein zwischen der ersten Absperrklappe
und der zweiten Absperrklappe angeschlossenes viertes Spülventil umfasst, an deren
Ausgänge Ablaufrohre zur Abführung von Spülflüssigkeiten angeschlossen sind.
[0075] Die Erfindung ist auch gerichtet auf eine kostengünstige Sicherheitsvorrichtung und
/oder die Verwendung derselben, die sich zur einfachen Installierung zwischen einer,
druckbeaufschlagten oder -beaufschlagbaren, Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung,
die sich zur zuverlässigen hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der
Trinkwasserleitung und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser,
verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung
in die Trinkwasserleitung und Stagnation und/oder zur nachhaltigen Hygienisierung
der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen
Sicherheitsspüleinrichtung eignet,
die Sicherheitsvorrichtung eine Zuleitungseinrichtung und eine Sicherheitsspüleinrichtung
umfasst, wobei
die Trinkwasserleitung ein Zulaufrohr aufweist,
ablaufseitig an einem Ausgang des Zulaufrohrs die Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung
angeschlossen ist,
die Zuleitungseinrichtung einen Systemtrenner, einen an den Systemtrenner angeschlossenen
ersten Absperrschieber, eine an den ersten Absperrschieber angeschlossene erste Absperrklappe,
eine an die erste Absperrklappe angeschlossene zweite Absperrklappe umfasst,
an dem Systemtrenner über ein erstes Rohr der erste Absperrschieber angeschlossen
ist, an welchem über ein zweites Rohr die erste Absperrklappe angeschlossen ist,
an dem Ausgang der ersten Absperrklappe über ein drittes Rohr die zweite Absperrklappe
angeschlossen ist, welche an die Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung angeschlossen
ist,
an dem ersten Rohr und an dem dritten Rohr die Sicherheitsspüleinrichtung angeschlossen
ist, welche umfasst die Spülleitung, in welcher das erste Spülventil und das zweite
Spülventil in Reihe angeordnet sind,
das zweite Rohr an das dritte Spülventil und das dritte Rohr an das vierte Spülventil
zum Ablauf von Spülflüssigkeit angeschlossen sind,
der erste Absperrschieber, die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe, das
erste Spülventil, das zweite Spülventil, das dritte Spülventil und das vierte Spülventil,
vorzugsweise motorisch, in Schaltstellungen, wie in die Offen- oder in die Schließstellung,
betätigbar sind
und/oder
an das Zulaufrohr der zweite Absperrschieber sowie ein Filter über ein fünftes Rohr
an dem zweiten Absperrschieber und der zweite Absperrschieber an dem Systemtrenner
über ein viertes Rohr angeordnet sind.
[0076] Zudem betrifft die Erfindung eine Sicherheitsvorrichtung und / oder die Verwendung
derselben zwischen einer, vorzugsweise druckbeaufschlagten oder -beaufschlagbaren,
Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung mit einer Ventile aufweisenden
Zuleitungseinrichtung und einer Ventile aufweisenden Sicherheitsspüleinrichtung zur
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der druckbeaufschlagten Trinkwasserleitung
zur von Schaltzuständen der u.g. Ventile abhängigen Bereitstellung von Normal-, Notfall-
und/oder Spülbetrieben der Sicherheitsvorrichtung und/oder zur nachhaltigen Hygienisierung
der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen
Sicherheitsspüleinrichtung
die Trinkwasserleitung ein Zulaufrohr aufweist, wobei
die Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung zulaufseitig an das Zulaufrohr
der Trinkwasserleitung und ablaufseitig an die Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung
angeschlossen ist,
die Zuleitungseinrichtung und die Sicherheitsspüleinrichtung mehrere Ventile aufweisen,
welche je nach deren Schaltungszuständen
die Zuleitungseinrichtung gegenüber der Nichttrinkwasserleitung im Normalbetrieb verschließen,
die Zuleitungseinrichtung mit Hilfe der Sicherheitsspüleinrichtung im Normalbetrieb
mittels Spülbetrieben hygienisieren
und/oder
die Zuleitungseinrichtung zur Nichttrinkwasserleitung im Notfallbetrieb öffnen und
über die druckbeaufschlagte Trinkwasserleitung Trinkwasser über die Zuleitungseinrichtung
in die -verglichen mit dem Druck der Trinkwasserleitung- nicht- oder geringer druckbeaufschlagte
Nichttrinkwasserleitung einspeisen können.
[0077] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Sicherheitsvorrichtung und Verwendung derselben
zwischen einer, vorzugsweise druckbeaufschlagten oder -beaufschlagbaren, Trinkwasserleitung
und einer Nichttrinkwasserleitung mit einer Zuleitungseinrichtung und einer Sicherheitsspüleinrichtung
gerichtet zur hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der druckbeaufschlagten
Trinkwasserleitung zur von Schaltzuständen der u.g. Ventile abhängigen Bereitstellung
von Normal-, Notfall- und/oder Spülbetrieben der Sicherheitsvorrichtung und/oder zur
nachhaltigen Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung
angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung
die Trinkwasserleitung ein Zulaufrohr aufweist, wobei
an das Zulaufrohr die Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung angeschlossen
ist, die Zuleitungseinrichtung einen Systemtrenner, einen an den Systemtrenner angeschlossenen
ersten Absperrschieber, eine an den ersten Absperrschieber angeschlossene erste Absperrklappe,
eine an die erste Absperrklappe angeschlossene zweite Absperrklappe umfasst,
die Sicherheitsspüleinrichtung mit dem Eingang ihrer Spülleitung zwischen dem Systemtrenner
und dem ersten Absperrschieber sowie mit dem Ausgang ihrer Spülleitung zwischen der
ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe angeschlossen ist und/oder
in der Spülleitung der Sicherheitsspüleinrichtung ein erstes Spülventil und ein zweites
Spülventil in Reihe angeordnet sind, die Sicherheitsspüleinrichtung ein zwischen dem
ersten Absperrschieber und der ersten Absperrklappe angeschlossenes drittes Spülventil
und ein zwischen der ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe angeschlossenes
viertes Spülventil umfasst, an deren Ausgänge Ablaufrohre zur Abführung von Spülflüssigkeiten
angeschlossen sind.
[0078] Die bisher bekannte Absicherung der sogenannten "hygienischen Trennung" wird nur
durch eine in senkrechter Richtung ausgeführte räumliche und körperliche Trennung
der beiden Flüssigkeitsarten Trinkwasser und Nichttrinkwasser erreicht. Dieser Vorgang
ist bekanntlich teuer in der Anschaffung, teuer im Unterhalt, teuer in der Wartung
und bedarf einer Notstromanlage.
[0079] Die Erfindung beruht zudem auf der Lösung, dass nunmehr die senkrechte räumliche
und körperliche Trennung durch eine waagerechte räumliche Trennung ersetzt wird. Die
dabei verwendeten Armaturen sind allesamt am Markt bekannt und eingeführt. Neu ist
allerdings vorteilhafterweise die waagerechte Sicherheitszone, die durch das Zusammenwirken
von zielorientierten Spülungen und Öffnen bzw. Schließen der Spül- bzw. Entleerungsventile
alle geforderten Sicherheitsfunktionen zum Schutz des Trinkwassers beinhaltet.
[0080] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren für den Betrieb einer
kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung, beispielweise für den Betrieb der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung, zur Installierung zwischen einer, vorzugsweise druckbeaufschlagten
oder -beaufschlagbaren, Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung,
die sich zur zuverlässigen hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der
Trinkwasserleitung, zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung
und Stagnation und/oder zur nachhaltigen Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung
und der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung eignet
und/oder
die Trinkwasserleitung mit ihrem Zulaufrohr an den Eingang der Zuleitungseinrichtung
der Sicherheitsvorrichtung, die Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung mit
ihrem Ausgang an die Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung angeschlossen werden,
welches dadurch gekennzeichnet ist, dass
an einem Ausgang des Zulaufrohrs der Trinkwasserleitung der zweite Absperrschieber,
vorzugsweise ein Filter über ein fünftes Rohr an dem zweiten Absperrschieber und über
ein viertes Rohr an den Systemtrenner angeschlossen werden,
bevorzugterweise an den Systemtrenner über ein erstes Rohr der erste Absperrschieber
angeschlossen wird und/oder
an welchen über ein zweites Rohr die erste Absperrklappe angeschlossen wird,
an den Ausgang der ersten Absperrklappe über ein drittes Rohr die zweite Absperrklappe
angeschlossen wird,
welche an die Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung angeschlossen wird,
die Spülleitung der Sicherheitsspüleinrichtung zulaufseitig an das erste Rohr und
ablaufseitig an das dritte Rohr angeschlossen wird,
in der Spülleitung das erste Spülventil und das zweite Spülventil in Reihe angeordnet
werden,
an das zweite Rohr das dritte Spülventil und an das dritte Rohr das vierte Spülventil
zum Ablauf von Spülflüssigkeit angeschlossen werden,
ablaufseitig an das dritte Spülventil und an das vierte Spülventil Ablaufrohre zum
Ablaufen von Spülflüssigkeit angeschlossen werden
und/oder
der erste Absperrschieber, die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe, das
erste Spülventil, das zweite Spülventil, das dritte Spülventil und das vierte Spülventil
zum
Übergehen aus der Schließ- in die Offenstellung und aus der Offen- in die Schließstellung,
vorzugsweise mittels einer mit diesen steuerungsmäßig verbundenen Schalteinrichtung,
vorgesehen sind.
[0081] Die Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren unter Verwendung der Sicherheitsvorrichtung,
z.B. der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung, zwischen einer Trinkwasserleitung
und einer Nichttrinkwasserleitung mit einer Zuleitungseinrichtung mit, vorzugsweise
einem Systemtrenner, schaltbaren Ventilen und einer Sicherheitsspüleinrichtung mit
schaltbaren Ventilen zur Steuerung der kontrollierten Einspeisung von Trinkwasser
aus einer druckbeaufschlagten Trinkwasserleitung in eine Nichttrinkwasserleitung,
in welcher im Fall der Einspeisung der Druck, mit welchem das Nichttrinkwasser in
der Nichttrinkwasserleitung beaufschlagt ist, zumindest geringer ist als der Druck,
mit welchem das Trinkwasser in der Trinkwasserleitung beaufschlagt ist, über eine
zwischen beiden angeordnete bzw. an beide angeschlossene Zuleitungseinrichtung zur
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung, zur
von Schaltungszuständen, auch Schaltstellungen genannt, der Ventile abhängigen Bereitstellung
von Normal-, Notfall- und/oder Spülbetrieben der Sicherheitsvorrichtung und/oder zur
nachhaltigen Hygienisierung der Sicherheitsspüleinrichtung.
[0082] Ein zusätzlicher Gegenstand der Erfindung ist gerichtet auf die Verwendung der zwischen
einer Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung installierten Sicherheitsvorrichtung,
z.B. der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung, die sich zur zuverlässigen hygienischen
Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung, zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung und zur Verhinderung der
Stagnation sowie zur nachhaltigen Hygienisierung der Sicherheitsspüleinrichtung eignet,
in welcher sowohl die Einspeisung von Trinkwasser aus der druckbeaufschlagten Trinkwasserleitung
in eine Nichttrinkwasserleitung, welche im Notfallbetrieb -verglichen mit der Trinkwasserleitung-
nicht oder weniger druckbeaufschlagt ist, als auch die Spülungen der Zuleitungseinrichtung
und bei Normalbetrieb über eine zwischen beiden angeordnete bzw. an beide angeschlossene
Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung angesteuert werden, wobei die in
der Zuleitungseinrichtung und in der Sicherheitsspüleinrichtung angeordneten Ventile
in die Schaltungszustände zur Bereitstellungen von von den Schaltungszuständen derselben
abhängigen Notfall-, Spülbetrieben und/oder Normalbetrieb der Sicherheitsvorrichtung
geschaltet werden. Unter Schaltungszustand kann auch im Sinne der Erfindung Schaltungsstellung,
Schaltstellung, Schaltzustand verstanden werden.
[0083] Unter Schaltungszustand kann im Sinne der Erfindung auch verstanden werden die Stellung
z.B. eines Ventils oder einer Absperrklappe in Offenstellung oder Schließstellung,
die abhängig sein kann von einem Normal-, Notfall- und/oder Spülbetrieb. Unter Druckwasserbeaufschlagung
kann im Sinne der Erfindung auch das unter Druck stehende Trinkwasser in einer Trinkwasserleitung
verstanden werden.
[0084] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung eignet sich nicht nur zur Installierung
zwischen einer, z.B. druckwasserbeaufschlagten oder -beaufschlagbaren, Trinkwasserleitung
und einer, vorzugsweie nicht druckbeaufschlagten oder -beaufschlagbaren, Nichttrinkwasserleitung,
die dauerhaft und zuverlässig gewährleistet die hygienische Trennung der Nichttrinkwasserleitung
von der Trinkwasserleitung und/oder das Eindringen von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung, wie Industriewasserleitung,
Hauswasserleitung und dergleichen in die Trinkwasserleitung vermeidet, sondern auch
zur Installierung zwischen Leitungen jedweder Art, die ebenso einander identische
Fluide führen können.
[0085] Die nachfolgend aufgeführten Ausgestaltungen und Ausführungsbeispiele sowie die technischen
Erfolge und Vorteile beziehen sich auf die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
und das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb derselben sowie auf die erfindungsgemäße
Verwendung derselben. Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung eignet sich zur
Installation zwischen einer Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung jedweder
Art. Ebenso eignet sich die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung zur Installation
zwischen zwei Leitungen, die unterschiedliche Fluide enthalten können.
[0086] Unter Fluiden werden im Sinne der Erfindung auch verstanden, Substanzen, die einer
beliebig kleinen Scherspannung keinen Widerstand entgegensetzen, sodass Fluide auch
Gase und Flüssigkeiten sein können, z.B. nach
NORM UND KOMMENTAR TRINKWASSER-INSTALLATION, ZENTRALVERBAND SANITÄR HEIZUNG KLIMA,
1. Auflage 2011, (siehe auch Seite 21ff). Daher eignet sich die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung ebenso zur Installation
zwischen zwei Leitungen, wobei zwar das Fluid der anderen Leitung der einen Leitung
zuzuführen ist, aber das Eindringen des Fluids aus der einen Leitung in die andere
Leitung verhindert wird. Auch eignet sich die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
nicht nur zur Installation zwischen Trinkwasserleitungen einerseits und Nichttrinkwasserleitungen
andererseits, sondern auch zwischen Trinkwasserleitungen und Leitungen, die dem häuslichen
und dem nicht-häuslichen Gebrauch dienen.
[0087] Im Sinne der Erfindung wird unter Nichttrinkwasser auch verstanden, Trinkwasser,
verunreinigtes Trinkwasser, Spülflüssigkeiten, sonstige zur Spülung vorgesehene Flüssigkeiten
und Fluide, wie Industriewasser, usw..
[0088] Der Erfindung liegt unter anderem auch das Prinzip zugrunde, dass die Zuleitungseinrichtung
und die Sicherheitsspüleinrichtung in Reihe angeordnete Ventile und/oder Absperrklappen
umfassen, die auf eine derart geschickte Weise miteinander zusammenwirken, dass sie
zu unterschiedlichen Zeitpunkten und/oder in Normal-, Notfall- und Spülbetrieben in
Offenstellungen oder in Schließstellungen geschaltet sind bzw. geschaltet werden,
um das bisher im Stand der Technik nicht beherrschbare Eindringen, wie das Rückfließen,
das Rücksaugen, das Rückdrücken und/oder das Keimrückwachsen, vollständig bei Normal-,
Notfall- und/oder Spülbetrieben zu unterbinden, den Normalbetrieb und Notfallbetrieb
aufrechtzuerhalten und verschiedene Spülbetriebe, z.B. bei Normalbetrieb, zu vorbestimmten
Zeitpunkten und für eine vorbestimmte Zeitdauer lang durchzuführen.
[0089] Zudem zeigt sich das Prinzip der Erfindung als überaus erfolgreich, die trotz Verschlusses
des zwischen der Nichttrinkwasserleitung und Zuleitungseinrichtung angeschlossenen
Ventils, hier der zweiten Absperrklappe, in die Zuleitungseinrichtung eingedrungenen
Keime wirkungsvoll durch Spülungen der Zuleitungseinrichtung oder Teile derselben
zu beseitigen, so dass sich eine dauerhafte Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung
und der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung einstellt.
[0090] Die Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung
angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung erweist sich des Weiteren als nachhaltig
bei Dauerbetrieb der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung, wenn in einer Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung in dieser oder zumindest in Teilen derselben,
wie der Zuleitungseinrichtung, zusätzlich Spülungen mit Spülmedium zur Desinfektion
durchgeführt werden.
[0091] Eine weitere Lehre der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung kann auch vorsehen,
dass
die Sicherheitsvorrichtung eine Zuleitungseinrichtung und eine Sicherheitsspüleinrichtung
umfasst,
die Trinkwasserleitung ausgangsseitig oder nachgelagert ein Zulaufrohr und die Nichttrinkwasserleitung
eingangsseitig oder vorgelagert eine Zulaufleitung aufweisen,
die Zuleitungseinrichtung eingangsseitig an das Zulaufrohr der Trinkwasserleitung
und ausgangsseitig an die Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung angeschlossen
ist,
die Zuleitungseinrichtung einen Systemtrenner, einen an den Systemtrenner angeschlossenen
ersten Absperrschieber, eine an den ersten Absperrschieber angeschlossene erste Absperrklappe,
eine an die erste Absperrklappe angeschlossene zweite Absperrklappe, vorzugsweise
in Reihe hintereinander angeordnet, umfasst,
die Sicherheitsspüleinrichtung mit dem Eingang ihrer Spülleitung zwischen dem Systemtrenner
und dem ersten Absperrschieber sowie mit dem Ausgang ihrer Spülleitung zwischen der
ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe angeschlossen ist,
z.B. in der Spülleitung der Sicherheitsspüleinrichtung ein erstes Spülventil und ein
zweites Spülventil in Reihe angeordnet sind und/oder die Sicherheitsspüleinrichtung
ein zwischen dem ersten Absperrschieber und der ersten Absperrklappe angeschlossenes
drittes Spülventil und ein zwischen der ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe
angeschlossenes viertes Spielventil umfasst,
an deren Ausgänge Ablaufrohre zur Abführung von Spülflüssigkeiten angeschlossen sind.
[0092] Wegen der geschickt zusammenwirkenden und mittels der Schalteinrichtung angesteuerten
Ventile, wie auch unten weiter ausgeführt ist, ist das Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung
nicht nur beschränkt auf die Einspeisung von Trinkwasser aus der herkömmlichen Trinkwasserleitung,
in der das Trinkwasser mit einem Druck beaufschlagt ist, der höher ist als der das
Nichttrinkwasser in der Nichttrinkwasserleitung beaufschlagende Druck in derselben,
sondern auch auf die Einspeisung von dem einen Fluid aus der einen Leitung in die
andere Leitung, wobei in der einen Leitung das Fluid mit einem Druck beaufschlagt
ist, der höher ist als der das andere Fluid in der anderen Leitung beaufschlagende
Druck in derselben.
[0093] So kann der Systemtrenner, Rückflussverhinderer auch genannt, in Abhängigkeit der
Druckunterschiede zwischen seinem Zulauf und seinem Ablauf offen oder geschlossen
sein, bei Normal-, Notfall-, Spülbetrieben aber befindet er sich regelmäßig in Offenstellung;
vorteilhafterweise sind die Ventile, wie die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe,
der erste Absperrschieber und/oder der zweite Absperrschieber ohne Strom- und/oder
Kraftbeaufschlagung aus der Schließstellung in die Offenstellung schaltbar oder geschaltet,
so dass beispielsweise in einem Notfallbetrieb, z.B. im Fall der Unterbrechung, des
Druckabfalls, usw. in der Nichttrinkwasserleitung, die Zuleitungseinrichtung der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung für die Zuleitung von Trinkwasser über die Zuleitungseinrichtung
in die Nichttrinkwasserleitung infolge der Offenstellung der vorgenannten Ventile
flüssigkeitsdurchgängig ist und die Sicherheitsspüleinrichtung der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung infolge der Schließstellung deren Ventile, wie Spülventile,
oder Teil derselben in Schließstellung sich befindet. Bevorzugterweise sind im Normalbetrieb
aufgrund des Anfalls von elektrischem Strom zumindest die zweite Absperrklappe, ggf.
auch die erste Absperrklappe, z.B. mittels Strom- und/oder Kraftbeaufschlagung, aus
der Schließstellung in die Offenstellung schaltbar oder geschaltet und der zweite
Absperrschieber und/oder der erste Absperrschieber und/oder das erste Spülventil aus
der Offenstellung in die Schließstellung schaltbar oder geschaltet, so dass kein Eindringen
von Nichttrinkwasser aus der Nichttrinkwasserleitung über die Sicherheitsvorrichtung
gewährleistet wird. Unter Systemtrenner kann im Sinne der Erfindung auch ein solcher
verstanden werden, der, wie sie in
DE 10 2012 018 437,
DE 41 01 114,
DE 89 05 206,
DE 28 01 019 und
DE 32 47 343 als Stand der Technik offenbart sind, ein Rückfließen von Nichttrinkwasser oder Fluid,
das im Hinblick auf das Trinkwassernetz als kontaminiert anzusehen ist, vermeidet.
[0094] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung weist an dem ablaufseitigen Ende des
Zulaufrohres, welches Zulaufrohr mit seinem Zulauf an die Trinkwasserleitung angeschlossen
ist, den Systemtrenner als herkömmliche Sicherungsarmatur auf, die beispielsweise
als Rohrtrenner mit kontrollierbarer reduzierter Mitteldruckzone vorteilhafterweise
ausgestaltet sein kann, wie z.B. in
NORM UND KOMMENTAR TRINKWASSER-INSTALLATION, ZENTRALVERBAND SANITÄR HEIZUNG KLIMA,
1. Auflage 2011, (siehe auch Seite 45ff).beschrieben wird. Die herkömmliche Sicherheitsarmatur ermöglicht eine Kontrolle
jeder Druckzone derselben am Zulauf und Ablauf und/oder der Dichtheit derselben. Der
Systemtrenner ist in Offenstellung bei Normal-, Notfall- und Spülbetrieben.
[0095] Beispielweise gibt der Systemtrenner frei und geht in die Offenstellung über, falls
der Druck auf dessen Zulaufseite größer ist als der auf dessen Ablaufseite sowie geht
der Systemtrenner von der Offen- in die Schließstellung über, falls der Druck auf
dessen Zulaufseite kleiner ist als der auf dessen Ablaufseite.
[0096] Der Systemtrenner ist mit seinem Ausgang über ein erstes Rohr an den Eingang eines
ersten Absperrschiebers angeschlossen, welcher wiederum mit seinem Ausgang über ein
zweites Rohr an den Eingang einer ersten Absperrklappe angeschlossen ist. Der Ausgang
der ersten Absperrklappe ist über ein drittes Rohr mit dem Eingang einer zweiten Absperrklappe
angeschlossen, deren Ausgang wiederum an den Eingang einer Zulaufleitung einer Nichttrinkwasserleitung
angeschlossen ist, die zur Zuführung von Trinkwasser über die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
mit deren Zuleitungseinrichtung in die Nichttrinkwasserleitung im Notfall vorgesehen
ist.
[0097] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung
ist in Strömungsrichtung gesehen vor dem Systemtrenner ein Filter angeordnet, dessen
Ausgang an den Eingang des Systemtrenners über ein viertes Rohr angeschlossen ist.
In einer zusätzlichen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
ist ein zweiter Absperrschieber in Strömungsrichtung gesehen vor dem Filter angeordnet,
dessen Ausgang wiederum über ein fünftes Rohr an den Eingang des Filters angeschlossen
ist. Der Eingang des zweiten Absperrschiebers ist an den Ausgang des Zulaufrohres
der Trinkwasserleitung angeschlossen.
[0098] Bei geschlossener zweiter Absperrklappe werden in Abhängigkeit von der Durchführung
der Ausgestaltung der Spülbetriebe die Ventile der Sicherheitsspüleinrichtung und
die der Zuleitungseinrichtung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung in Schließstellung
oder in Offenstellung dergestalt geschaltet, dass
sowohl das Eindringen von Nichttrinkwasser aus der Nichttrinkwasserleitung über die
erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung in die Trinkwasserleitung wirkungsvoll verhindert
wird,
als auch die Spülungen der Sicherheitsspüleinrichtung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
und der Zuleitungseinrichtung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung gewährleistet
sind
und
das Eindringen von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser, Spülflüssigkeiten,
usw. aus der Sicherheitsspüleinrichtung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
und der Zuleitungseinrichtung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
Rückdrückung,
Rücksaugung,
Rückfließen,
Keimrückwachsen
in die Trinkwasserleitung ebenfalls wirkungsvoll unterbunden wird.
[0099] Unter Eindringen von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser, Spülflüssigkeiten,
usw. werden im Sinne der Erfindung auch verstanden das Rückdrücken, das Rücksaugen,
das Rückfließen und/oder das Keimrückwachsen.
[0101] Unter hygienischer Trennung wird im Sinne der Erfindung auch verstanden die Trennung,
das Abteilen, das Fernhalten oder die Beabstandung des einen Fluids, des Trinkwassers,
Wassers, die Mikroorganismen und /oder gelöste und/oder suspendierte Stoffe enthalten,
von dem anderen Fluid, wie Trinkwasser, Wasser, die keine Mikroorganismen und /oder
keine gelösten und/oder suspendierten Stoffe enthalten.
[0102] Unter Nichttrinkwasserleitungen werden im Sinne der Erfindung auch verstanden alle
Arten von Leitungen, die Wasser, wie Nichttrinkwasser, aufnehmen, dieses weiterleiteten
usw.
[0103] Unter Anschließen wird im Sinne der Erfindung auch verstanden das Koppeln mit Beibehaltung
der z.B. Flüssigkeitsdurchgängigkeit, z.B. innerhalb der Innenräume der Kopplungsstellen
oder der Flanschbereiche, zwischen z.B. Ventil und Rohr oder -leitung, sowie Beibehaltung
der Flüssigkeitsundurchlässigkeit im Bereich von Kopplungsstellen oder Flanschen.
Die Schaltbarkeit des Ventils, beispielsweise dessen Schaltung aus seiner Schließstellung
in seine Offenstellung und aus seiner Offenstellung in seine Schließstellung, wird
durch die mit dem Ventil, z.B. und dessen Regler, verbundene Schalteinrichtung angesteuert.
Unter Anordnen wird im Sinne der Erfindung auch verstanden das Anschließen, Koppeln,
Anbringen.
[0104] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung umfasst die Trinkwasserleitung und ein
von der Trinkwasserleitung abführendes Zulaufrohr, an dessen Ablauf oder Ausgang die
Sicherheitsvorrichtung mit ihrer Zuleitungseinrichtung, in welcher vorteilhafterweise
die Ventile in Reihe hintereinander angeordnet sind, angeschlossen werden kann.
[0105] Unter der Betätigbarkeit eines Ventils in eine Schaltstellung wird im Sinne der Erfindung
auch verstanden, dass das Ventil zum Übergehen in eine vorbestimmte Schaltstellung
oder einen vorbestimmten Schaltungszustand, wie aus der Schließstellung in die Offenstellung
oder aus der Offenstellung in die Schließstellung, vorgesehen oder geeignet ist; unter
der Betätigung des Ventils in eine Schaltstellung oder einen vorbestimmten Schaltungszustand
wird im Sinne der Erfindung auch verstanden, dass das Ventil, wie der erste Absperrschieber,
die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe, das erste Spülventil, das zweite
Spülventil, das dritte Spülventil und das vierte Spülventil, das Desinfektionsspülventil,
das erste Probeentnahmeventil, der dritte Absperrschieber, der vierte Absperrschieber,
das erste Probeentnahmeventil, das zweite Probeentnahmeventil, das dritte Probeentnahmeventil,
aus seiner Schließstellung in seine Offenstellung oder aus seiner Offenstellung in
seine Schließstellung, übergeht oder geschaltet ist oder wird.
[0106] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung umfasst mehrere Ventile, die manuell
betätigbar, aber vorteilhafterweise statt manuell ebenso motorisch betätigbar oder
betätigt werden können. Die motorische Betätigung der Ventile kann mittels Verbindung
der Ventile mit den an deren Verschlusselementen herkömmlicherweise angreifenden Regler-
oder Stellantrieben an eine Schalteinrichtung selbsttätig nach einstellbaren Maßgaben
von Stellgrößen, wie Soll- und Istwerten, gesteuert werden. Die Steuerung der Ventile
kann durch die, z.B. elektrischen und/oder elektronischen, Schalteinrichtung, die
auch Schaltungseinrichtung genannt werden kann, z.B. mittels Stromleitungen, veranlasst
werden, dass herkömmliche Regler- oder Stellantriebe die Verschlusselemente in den
Ventilen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung bewegt werden, so dass die Ventile
aus einem Schaltungszustand in einen anderen übergehen; die Erfolge der Schaltungszustände
richten sich nach Ort des Anschlusses der Ventile und deren hierdurch bedingten Funktionen,
wie aus der Schließ- in die Offenstellung zur Freigabe der Durchtrittsöffnung der
Ventile oder aus der Offen- in die Schließstellung zum Absperren derselben oder vice
versa aus der Schließ- in die Offenstellung zum Absperren oder aus der Offen- in die
Schließstellung zur Freigabe. Unter Schaltung wird im Sinne der Erfindung auch die
Einstellung der Ventile zur Unterbrechung oder zur Freigabe verstanden. Als Stellantriebe
für die Ventile können sich herkömmliche Steuerantriebe und Regelantriebe, wie nach
DIN 19226-1, z.B. manuelle, elektrische, hydraulische, elektromechanische, pneumatische,
kombinierte, eignen. Unter Kraftbeaufschlagung wird im Sinne der Erfindung auch verstanden,
dass auf den für das Öffnen und Schließen der Durchtrittsöffnung eines Ventils regelnden
Stellantrieb desselben z.B. mechanisch pneumatisch, hydraulisch und/oder pneumatisch
eine Kraft einwirkt, welche von Hand, mittels Magnetschalter, ggf. elektromotorisch,
erzeugt wird.
[0107] Unter Ventilen werden auch im Sinne der Erfindung verstanden herkömmliche Absperr-
oder Regelorgane, wie Armaturen, Rohrschalter, z.B. Absperrschieber, Absperrklappe,
Spülventil, Probeentnahmeventil und/oder Systemtrenner. Die Absperr- und Regelorgane,
wie Ventile, können als Schieber, Klappen, Hähne, Drehklappen, einklappbare Scheiben,
Ventile mit Membranabschluss, tropfenförmiger Körper in Rohren und /oder dergleichen
ausgebildet sein. Das Absperren der Fluidströmung, wie Trinkwasser, Nichttrinkwasser,
wie Industriewasser, in den Absperr- und Regelorganen, z.B. Armaturen, erfolgt durch
das Betätigen des Absperrorgans, welches eigen- oder fremdbetätigt, das heißt durch
das dichte Unterbrechen oder Absperren des Strömungsweges oder durch das Öffnen oder
die Freigabe desselben. Das Verändern, wie Steuern des Fluids in dem Absperr- und
Regelorgan durch das dichte Absperren in dem Ventil oder das Öffnen des Ventils erfolgt
in Abhängigkeit von Stellgrößen, wie Zeitpunkt, Druck in der Nichttrinkwasserleitung,
Vorhandensein oder Fehlen von elektrischem Strom, usw., die das Übergehen der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung in den Normalbetrieb, den Notfallbetrieb oder in die Spülbetriebe
und vice versa veranlassen können. Unter Ventile kann man auch im Sinne der Erfindung
verstehen Systemtrenner, Absperrschieber, Absperrklappen, Probeentnahmeventilen, usw.,
beispielweise erster Absperrschieber, erste Absperrklappe, zweite Absperrklappe, erstes
Spülventil, zweites Spülventil, drittes Spülventil, viertes Spülventil, erstes Probeentnahmeventil,
dritter Absperrschieber, Desinfektionsspülventil, vierter Absperrschieber, erstes
Probeentnahmeventil, zweites Probeentnahmeventil, drittes Probeentnahmeventil.
[0108] Unter Schaltbarkeit wird im Sinne der Erfindung auch verstanden die Möglichkeit des
Übergehens der Ventile in Schaltungszustände, wie Offen- und Schließstellung; die
auf die Verschlusselemente der Ventile einwirkenden mit der Schalteinrichtung verbundenen
Regler bzw. Stellantriebe der Ventile können bevorzugterweise als Elektromotoren,
die infolge Beaufschlagung mittels elektrischem Strom antreibbar sind, oder als pneumatisch
und/oder hydraulisch arbeitende Regler sein, auf die infolge Beaufschlagung mittels
Druck pneumatisch und/oder hydraulisch Verschlusselemente bewegt werden. Die Regler
oder Stellantriebe können auch manuell bewegt werden.
[0109] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung werden die der
Zulaufleitung der Trinkwasserleitung zugewandten Ventile der Zuleitungseinrichtung,
wie der erste Absperrschieber und der zweite Absperrschieber, handbetätigt in ihre
aus Schließ- in Offen- oder aus Offen- in Schließstellungen geschaltet, hingegen können
statt dieser manuellen Betätigung die der Nichttrinkwasserleitung zugewandten Ventile
der Zuleitungseinrichtung und/oder die Ventile der Sicherheitsspüleinrichtung ebenso
gut motorisch betätigt und mittels mit der Schalteinrichtung steuerungsmäßig verbundenen
Regler- oder Stellantriebe, beispielsweise durch Druck betätigt gegen eine Rückholfeder
oder durch Elektromagneten mit oder gegen eine Rückholfeder oder elektrohydraulisch,
aus der Schließ- in die Offenstellung oder aus der Offen- in die Schließstellung übergehen.
[0110] Das Ventil kann, beispielsweise als Magnetventil ausgebildet sein und umfasst einen
Magnetanker, eine Spule, ein Ventilglied und ein Ventilsitzelement. Im Ventilsitzelement
sind zwei Durchlassöffnungen beispielsweise gebildet, welche symmetrisch aufgebaut
sein können. Der Magnetanker kann mittels einer ersten Führungshülse und ggf. einer
zweiten Führungshülse im Ventil geführt sein. Zudem ist an dem dem Ventilglied entgegengesetzten
Ende des Magnetankers eine Vorspannfeder vorgesehen. Der Magnetanker kann aufgrund
der Kraft der Vorspannfeder lose in das Ventilglied eingesteckt sein. Eine Vorspannung
der Vorspannfeder kann dabei in Abhängigkeit vom Druck derart festgelegt werden, dass
eine resultierende Kraft auf das Dichtelement auftritt. Im geschlossenen Zustand des
Ventils ist das Dichtelement mittels der Federkraft der Vorspannfeder fest auf die
beiden Ventilsitze gedrückt, sodass kein Trinkwasser durch das Ventil durchströmen
kann. Zwecks Öffnung des Ventils wird die Spule mit von der Schalteinrichtung zugeführter
elektrischer Energie bestromt, sodass seine Magnetkraft den Magnetanker entgegen der
Federkraft der Vorspannfeder bewegen kann. Dadurch kann das Ventilsitzelement abgehoben
werden, sodass das Trinkwasser an dem Ventilglied vorbeiströmen kann. Zwecks Schließung
des Ventils wird die Bestromung beendet, sodass die Vorspannfeder das Ventilglied
wieder in die Ausgangsposition zurückzustellen vermag.
[0111] Im Sinne der Erfindung werden unter Rohren oder Rohrleitungen auch verstanden, solche
mit herkömmlichen Kunststoffen, metallenen Werkstoffen, und/oder dergleichen herstellbare,
die dem Fachmann wohl vertraut sind, ohne sie im Einzelnen aufzuführen, zur Führung,
Einspeisung, Leitung oder Weiterleitung von den in den Rohren befindlichen Fluiden,
Trinkwasser oder dergleichen. Unter Anschließen oder Anordnen wird im Sinne der Erfindung
auch verstanden das dichte oder druckdichte Koppeln von Bauteilen, wie Ventile an
Rohre, miteinander.
[0112] Im Folgenden werden die Ventile, die in der erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
an Rohren oder Rohrleitungen angeschlossen bzw. angeordnet sind, als Absperrklappen,
Absperrschieber, Spülventile und dergleichen bezeichnet, um mit Hilfe dieser unterschiedlichen
Bezeichnungen auch deren Funktionen, Verwendungen, Wirkungsweisen und Anordnungen,
in der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung sowie deren geschicktes Zusammenwirken
unter- und miteinander zu erläutern. Die Ventile, wie Absperrschieber, Absperrklappen,
Spülventile, Desinfektionsspülventile, Wartungsschieber, sind bevorzugter Weise manuell
und/oder motorisch betätigbar oder betätigt mittels einer herkömmlichen Schalteinrichtung,
die mit den vorgenannten Ventilen und deren Reglern verbunden ist und ansteuert. Die
vorgenarinten Ventile weisen bevorzugterweise zwei Zustände oder Stellungen, wie Schaltungszustände
auch genannt, auf, die Freigabe oder Durchlässigkeit für z.B. Trinkwasser, Flüssigkeit,
usw. als Offenstellung und das Versperren oder Undurchlässigkeit für z.B. Trinkwasser,
Flüssigkeit, usw. als Schließstellung bezeichnet.
[0113] Im Normalbetrieb, im Notfallbetrieb, in Spülbetrieben wirken die Ventile, wie der
Systemtrenner, die ersten und zweiten Absperrschieber, die ersten und zweiten Absperrklappen,
die ersten bis vierten Spülventile, durch deren gelungenen aufeinander abgestimmten
Schaltungen in Offenstellungen und Schließstellungen dergestalt zusammen, dass die
erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren sich jedweden
Gefährdungen infolge der Statusänderungen des nichthäuslichen Betriebs, wie in der
Nichttrinkwasserleitung eines Gewerbes, und des häuslichen Betriebs anpassen und entsprechend
den Vorgaben der vorgenannten DIN-Vorschriften diese beseitigen können.
[0114] So ist in Normalbetrieb die Nichttrinkwasserleitung von der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
durch die zweite Absperrklappe in Schließstellung, zum Beispiel mittels Bestromung
mit elektrischem Strom oder Kraftbeaufschlagung getrennt, sodass weder Nichttrinkwasser
aus der Nichttrinkwasserleitung in Richtung zu der Trinkwasserleitung hin zugeführt
und/oder Trinkwasser aus der Trinkwasserleitung über die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
in Richtung zu der Nichttrinkwasserleitung hin geleitet werden können. Durch die Schließstellung
der zweiten Absperrklappe wird folglich verhindert
das Eindringen von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung,
mittels Rückdrücken infolge Überdruckbeaufschlagung in der Nichttrinkwasserleitung,
mittels Rücksaugen infolge Unterdrucks in der Trinkwasserleitung,
mittels Rückfließen in die Trinkwasserleitung
und
das Eindringen von Keimen
mittels Rückwachsen,
mittels Rückdrücken infolge Überdruckbeaufschlagung in der Nichttrinkwasserleitung,
mittels Rücksaugen infolge Unterdrucks in der Trinkwasserleitung,
mittels Rückfließen in die Trinkwasserleitung.
[0115] Die Schaltung der zweiten Absperrklappe im Normalbetrieb wird unterstützt zudem durch
den Systemtrenner. In Normalbetrieb ist auch bevorzugterweise die erste Absperrklappe
in Schließstellung geschlossen geschaltet, sodass kein Trinkwasser der Nichttrinkwasserleitung
zugeführt wird.
[0116] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung
wird diese in den Normalbetrieb geschaltet sein, wobei der Systemtrenner offen ist,
die zweite Absperrklappe, ggf. auch die erste Absperrklappe, vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen infolge Übergang von der Offen- in die
Schließstellung geschaltet sind, wobei die Schaltungszustände von Spülventilen und
Desinfektionsspülventilen abhängig sind von den von den durchzuführenden bzw. durchführbaren
unterschiedlichen Schaltungszustände der Ventile erforderlich machenden Spülbetrieben
derselben;
so können das zweite Spülventil und/oder das vierte Spülventil, vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung oder manuell, offen infolge Übergang von der Schließ-
in die Offenstellung geschaltet sein, da es sich als vorteilhaft erweist, dass der
Bereich des vierrohrigen Verteilers, an den die erste Absperrklappe und die zweite
Absperrklappe und das zweite Spülventil und vierte Spülventil angeschlossen sind,
vorteilhafterweise bei Normalbetrieb offen zu halten ist. Zudem können bei Normalbetrieb
der zweite Absperrschieber und der erste Absperrschieber, vorzugsweise ohne Strom-
und Kraftbeaufschlagung oder manuell, infolge Übergang von der Schließ- in die Offenstellung
offen geschaltet sein, so dass bei Notfallbetrieb ohne zeitliche Verzögerung durch
Schaltungen, z.B. der ersten Absperrklappe und zweiten Absperrklappe aus Schließ-
in Offenstellung geschaltet, vorzugsweise das erste Spülventil und/oder das zweite
Spülventil, beispielweise auch das dritte Spülventil und/oder das vierte Spülventil,
aus Offen- in Schließstellung geschaltet, Trinkwasser infolge der Freigabe der letztgenannten
Ventile von der Trinkwasserleitung in Richtung zu der Nichttrinkwasserleitung hin
zugeführt wird. Bei Normalbetrieb können das erste Spülventil und/oder das dritte
Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, infolge Übergang
von der Offen- in die Schließstellung geschlossen geschaltet sein.
[0117] In einem Notfallbetrieb, hervorgerufen beispielweise durch den Strom- und / oder
Pumpenausfall, z.B. bei den an die Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen zur Kühlung
vorgesehenen Vorrichtungen, wie Anlagen, z.B. Kühltürmen oder dergleichen, ist es
erforderlich, der Nichttrinkwasserleitung mit dem Auftreten des Strom- und / oder
des Pumpenausfalls Trinkwasser aus einer Trinkwasserleitung zuzuführen, zumal eine
herkömmliche Trinkwasserleitung stets druckbeaufschlagt ist, sodass der Druck in der
Trinkwasserleitung zumindest höher ist als der Druck, soweit er überhaupt vorhanden
ist, in der Nichttrinkwasserleitung, in diese Vorrichtungen ohne Betriebsunterbrechung
fortlaufend Trinkwasser eingespeist wird. Der Notfallbetrieb tritt nicht nur ein,
wenn die Versorgung der an der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen Ein- oder Vorrichtungen,
wie Kühlvorrichtungen mit Kühltürmen oder dergleichen, nicht mit elektrischem Strom
versorgt werden, sondern auch beispielsweise wenn diese infolge von Unfällen die interne
Kühlung zu erniedrigen haben.
[0118] In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung
wird diese in den Notfallbetrieb geschaltet, wobei der Systemtrenner offen geschaltet
ist und der erste Absperrschieber und der zweite Absperrschieber, wenn diese nicht
bereits in Offenstellung -wie oben ausgeführt- sich befinden, zusammen mit den der
ersten Absperrklappe, der zweiten Absperrklappe, vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
infolge Übergang von der Schließ- in die Offenstellung offen geschaltet sind zur Zuführung
von Trinkwasser aus der Trinkwasserleitung in die Nichttrinkwasserleitung; zudem können
das erste Spülventil, das zweite Spülventil, das dritte Spülventil und / oder das
vierte Spülventil, vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung, infolge Übergang
von der Offen- in die Schließstellung geschlossen geschaltet sein. In einer weiteren
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung können
der zweite Absperrschieber und /oder der erste Absperrschieber als manuell betätigbare
Ventile ausgebildet sein, so dass diese manuell offen geschaltet werden können.
[0119] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
kann ein Druckschalter zwischen der Nichttrinkwasserleitung und der zweiten Absperrklappe
angeschlossen sein, der den Druck in der Nichttrinkwasserleitung misst. Ein solcher
herkömmlicher, z.B. mechanischer oder elektronischer, Druckschalter ist dem Fachmann
bekannt und kann beispielsweise ein Schaltelement mit einem Drucksensor sein, mit
dem der Druck des Nichttrinkwassers gemessen und ein dem Druck entsprechendes Drucksignal
erzeugt wird, welches an die Schalteinrichtung weitergeleitet wird. Fällt der Druck
unter einen vorgegebenen Minimaldruck, so kann die Schalteinrichtung durch die Schaltung
der mit ihr verbundenen Ventile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung in den
Notfallbetrieb über die Zuleitungseinrichtung, z.B. durch das frühzeitige Öffnen der
zweiten Absperrklappe, Trinkwasser aus der druckbeaufschlagten Trinkwasserleitung
zuführen, sodass der Druck in der Nichttrinkwasserleitung ansteigt. Nach dem Erreichen
des vorgegebenen Solldrucks schaltet die Schalteinrichtung infolge des Erhalts des
dem Druck entsprechenden Drucksignals des Druckschalters die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
mit deren Zuleitungseinrichtung und deren Ventile wieder in den Normalbetrieb.
[0120] In einer ganz anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
kann der Druckschalter derart ausgebildet sein, dass der Druckschalter nur ein gewisses
Volumen Trinkwasser über die Zuleitungseinrichtung der Nichttrinkwasserleitung zuführt,
sodass die Ventile der Zuleitungseinrichtung oder ein Teil derselben auch als Proportionalsteuerventile
ausgeführt sein können. Die Proportionalsteuerventile ermöglichen einen stetigen Übergang
der Ventilöffnungen und damit einen veränderlichen Volumenstrom in Richtung zu der
Nichttrinkwasserleitung hin. Solche Proportionalsteuerventile ermöglichen eine notfall-
oder bedarfsgerechte Einspeisung von Trinkwasser eines bestimmten Volumens in die
Nichttrinkwasserleitung. Vorteilhaft kann es auch sein, wenn die Schalteinrichtung
das Öffnen der Ventile nicht nur vom Druck, sondern auch von Zeit und/oder Durchflussmenge
ansteuert.
[0121] Für die aufgrund der o.g. Vorschriften, aber auch zwecks allgemeiner Gefahrenabwehr
kann die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung verschiedenen Spülbetrieben unterworfen
werden, um das ggf. mit Krankheitskeimen, Krankheitskeimwachstum, Bestandteilen der
Rohrwerkstoffe usw. belastete in der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung befindliche
und im Anschlussbereich zwischen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung und
der zweiten Absperrklappe befindliche Trinkwasser, auch als der Bereich des vierrohringen
Verteilers genannt, wirkungsvoll zu entfernen.
[0122] Daher umfasst die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung zusätzlich zu der Zuleitungseinrichtung
eine Sicherheitsspüleinrichtung. Die Sicherheitsspüleinrichtung umfasst eine rohrförmige
Spülleitung und Ventile, an welcher in Reihe hintereinander angeordnet mindestens
ein, vorzugsweise zwei Spülventile, wie ein erstes Spülventil und ein zweites Spülventil,
angeschlossen sind. Die Spülleitung ist mit ihrem Eingang an das erste Rohr zwischen
dem Systemtrenner und dem ersten Absperrschieber sowie mit ihrem Ausgang an das dritte
Rohr zwischen der ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe angeschlossen.
Es zeigt sich, dass gerade der Bereich des dritten Rohrs mit den Anschlüssen an die
erste Absperrklappe und an die zweite Absperrklappe zur Verkeimung neigt und im Stand
der Technik nur unzureichend gespült wurde mit der Folge des Auftretens des zu vermeidenden
Keimrückwachstums aus der Nichttrinkwasserleitung in die Zuleitungseinrichtung, so
dass dieser Bereich erfindungsgemäß mit den weiteren Anschlüssen an die Spülleitung
und das vierte Spülventil als vierrohriger Verteiler ausgestaltet ist und nunmehr
mit Hilfe der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung und der erfindungsgemäßen Verwendung
derselben mit Hilfe des Spülbetriebs dauerhaft von Keimen infolge Spülung befreit
werden kann. Über das vierte Spülventil wird Wasser, wie Trinkwasser mit oder ohne
Verunreinigungen, nach Spülung des Bereichs des vierrohringen Verteilers zur Entsorgung
desselben dem an den Ausgang des vierten Spülventils angeschlossenen Ablaufrohr zur
Entsorgung desselben zugeführt.
[0123] An das zweite Rohr zwischen dem ersten Absperrschieber und der ersten Absperrklappe
ist das dritte Spülventil mit seinem Eingang unter Bildung eines dreirohrigen Verteilers
angeschlossen, über welches Wasser nach Spülung zur Entsorgung desselben dem an den
Ausgang des dritten Spülventils angeschlossenen Ablaufrohr zugeführt wird.
[0124] Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung kann vorteilhafterweise aufgrund von
verschiedenen Spülbetriebsarten sowohl die Sicherheitsspüleinrichtung als auch Zuleitungseinrichtung
mit erstem Rohr, zweitem Rohr, drittem Rohr, viertem Rohr und fünftem Rohr sowie die
an diese angeschlossenen Ventile und Verteiler nach unterschiedlichen Zeitvorgaben,
wie Zeitpunkten, Zeit- bzw. Spüldauer, mit Hilfe von Trinkwasser und/oder Spülmedium
und Schaltungszuständen der Ventile spülen. Die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
ist aufgrund der vielfachen Schaltungsmöglichkeiten der Ventile nicht auf die bereits
vorgehend und nachfolgend offenbarten beschränkt; vielmehr können die mit Hilfe der
Schaltungseinrichtung und/oder aber auch manuell steuerbaren Ventile weitere beispielsweise
Spülbetriebe verwirklichen, deren Bereitstellung sich vor Ort und Anforderung durch
den Benutzer geschaltet werden können.
[0125] Die Spülbetriebe ermöglichen ebenso wenig das Eindringen, wie mittels Keimrückwachstum,
von der Nichttrinkwasserleitung in Richtung zu der Trinkwasserleitung hin und in dieselbe
durch die Beseitigung von Keimen, die sich, z.B. infolge Stagnation von Trinkwasser,
dort aufhalten und sich vermehren, sodass durch die Spülungen mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung zu unterschiedlichen oder identischen Zeitpunkten und für verschieden
lange Zeitdauern nach vorbestimmten Maßgaben, soweit erforderlich, die wasser- oder
fluidführenden oder -führbaren Rohre, Ventile und Verteiler gespült werden zwecks
wirkungsvoller und dauerhafter Vermeidung der Anwesenheit und/oder des Anwachsens
von krankmachenden Keimen in denselben.
[0126] Abgesehen davon wird durch die Vermeidung der Stagnation den Keimen keine Ansiedeln
auf den den Innenräumen von Ventilen, Rohren sowie Leitungen, wie Trinkwasserleitung,
Spülleitung, Zuleitungseinrichtung, Ablaufrohren, Verteilern, Desinfektionsspülleitung,
Probeentnahmeleitung, zugewandten Innenseiten derselben geboten, so dass Ablagerungen,
wie Keimschichten, auf den Innenseiten der Rohre, der Ventile und Leitungen der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung vorteilhafterweise unterbunden bleiben.
[0127] Durch die Spülbetriebe kann eine vielfache Menge des im Wesentlichen von den Rohren
der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung begrenzten Raumvolumens zur Spülung genutzt
werden. Die mögliche Verkeimung in zumindest Teilen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung,
wie in den Rohren, in Ventilen, in an Ventile angrenzenden Rohrbereichen, usw. ist
ausgeschlossen. Es findet kein Kontakt zwischen dem Trinkwasser zulaufseitig und dem
Nichttrinkwasser wie Kühlwasser ablaufseitig statt. Die Gefährdung durch das Rückdrücken
von Wasser, wie Nichttrinkwasser, z.B. Kühlwasser, das Rücksaugen von Nichttrinkwasser,
wie Wasser, z.B. Kühlwasser und das Rückwachsen von Keimen aus der Nichttrinkwasserleitung,
wie Kühlwasserleitung, entgegen der üblichen von der Trinkwasserleitung zu der Nichttrinkwasserleitung
hin verlaufenden Strömungsrichtung nunmehr von der Nichttrinkwasserleitung in Richtung
zu der Trinkwasserleitung hin ist wirkungsvollerweise ausgeschlossen. Die Spülungen
können auch in Abhängigkeit von geeigneten in der Schalteinrichtung programmierten
Parametern automatisiert erfolgen, z.B. Spülbetriebsart, Spüldauer, Spülhäufigkeit,
Spülmenge.
[0128] In der Ausgestaltung der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung
in einem Spülbetrieb, auch Spülbetrieb 1 genannt, ist der Systemtrenner in Offenstellung
offen geschaltet oder verbleibt offen, sind durch Übergang aus Schließ- in Offenstellung
der zweite Absperrschieber, vorzugsweise manuell, offen, das erste Spülventil, das
zweite Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, offen sowie
infolge Übergangs aus Offen- in Schließstellung die zweite Absperrklappe, vorzugsweise
mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen, durch Übergang aus Schließ-
in Offenstellung das vierte Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit über dessen Ablaufrohr offen, durch Übergang aus
Offen- in Schließstellung die erste Absperrklappe, vorzugsweise mittels Strom- oder
Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet und/oder der erste Absperrschieber, vorzugsweise
manuell, geschlossen und/oder das dritte Spülventil, vorzugsweise ohne Strom- oder
Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet.
[0129] Infolge des Spülbetriebs 1 als eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen kostengünstigen
Sicherheitsvorrichtung kann der Bereich der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung,
beginnend von dem Zulaufrohr der Trinkwasserleitung über den zweiten Absperrschieber,
das Filter, den Systemtrenner, das erste Spülventil, das zweite Spülventil, die Spülleitung
sowie über das vierte Spülventil und die an diese angeschlossenen Rohre hinreichend
mit z.B. Trinkwasser gespült werden. Der Spülbetrieb kann beispielweise nach 24 oder
72 Stunden, nach gesetzlichen Vorgaben oder nach Maßgaben vor Ort mit Trinkwasser
zur Spülung durchgeführt werden. Während des Spülbetriebs 1 wird gerade auch
der Anschlussbereich zwischen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung an der
Nichttrinkwasserleitung, wie
zwischen mit der ersten Absperrklappe und der zweiten Absperrklappe sowie
zwischen dem zweiten Spülventil und dem vierten Spülventil und mit Trinkwasser als
Bereich als vierrohriger Verteiler wirkungsvoll gespült und von Verunreinigungen jedweder
Art befreit. Insbesondere die sich in dem vierrohrigen Verteiler sich möglicherweise
einstellenden Toträume werden zuverlässig gespült.
[0130] So können in einem Spülbetrieb 1
der Systemtrenner offen geschaltet,
der zweite Absperrschieber, vorzugsweise manuell, offen geschaltet,
das erste Spülventil und das zweite Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
offen geschaltet,
die zweite Absperrklappe, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen
geschaltet,
das vierte Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, zwecks
Ablauf der Spülflüssigkeit offen geschaltet,
die erste Absperrklappe, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen
und
der erste Absperrschieber, vorzugsweise manuell, geschlossen geschaltet,
sein,
vorzugsweise kann das dritte Spülventil, vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet sein.
[0131] In einem weiteren Spülbetrieb, auch Spülbetrieb 2 genannt, als weitere Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung wird ein Teil der Zuleitungseinrichtung
mit dem zweiten Absperrschieber, dem Filter, dem Systemtrenner, dem ersten Absperrschieber,
den zwischen diesen angeordneten Rohren, dem Bereich des dreirohrigen Verteilers,
dem dritten Spülventil und dessen Ablaufrohr mit Trinkwasser gespült, wobei der Systemtrenner
offen geschaltet ist oder offen verbleibt,
infolge Übergangs von Schließ- in Offenstellung der zweite Absperrschieber, vorzugsweise
manuell, offen und
der erste Absperrschieber, vorzugsweise manuell, offen geschaltet sind,
infolge Übergangs von Offen- in Schließstellung die zweite Absperrklappe, vorzugsweise
mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, und
die erste Absperrklappe, vorzugsweise mit Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen
sowie
das erste Spülventil und /oder das zweite Spülventil und/oder vierte Spülventil, vorzugsweise
ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet und
infolge Übergangs von Schließ- in Offenstellung das dritte Spülventil, vorzugsweise
mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, offen zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit geschaltet
sind. Mit dem Spülbetrieb 2 wird vorteilhafterweise der Bereich der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung zwischen dem Systemtrenner und der ersten Absperrklappe, der
der zwischen dem ersten Absperrschieber und dem dritten Spülventil mit Trinkwasser
als dreirohriger Verteiler wirkungsvoll gespült und von Verunreinigungen jedweder
Art befreit.
[0132] In Abhängigkeit der Schaltungszustände der Ventile können in anderen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung beliebige Spülbetriebe
durchgeführt werden; so können die Spülbetriebe 1 und 2 miteinander dergestalt als
Spülbetrieb 3 kombiniert werden, dass sowohl die Zuleitungseinrichtung als auch die
Sicherheitsspüleinrichtung mittels des aus der Trinkwasserleitung über dessen Zulaufrohr
zugeführtem Trinkwasser gespült werden zur Bereitstellung der umfassenden Spülung
der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung mit deren Zuleitungseinrichtung
und deren Sicherheitsspüleinrichtung. In diesem Spülbetrieb 3 können
der Systemtrenner offen geschaltet,
infolge Übergangs von Schließ- in Offenstellung der zweite Absperrschieber und der
erste Absperrschieber, vorzugsweise manuell, offen geschaltet,
das erste Spülventil, das zweite Spülventil, das dritte Spülventil, das vierte Spülventil,
vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, offen geschaltet zwecks Ablauf
der Spülflüssigkeit über die an das dritte Spülventil und das vierte Spülventil angeschlossenen
Ablaufrohre,
und
infolge Übergangs von Offen- in Schließstellung die erste Absperrklappe, vorzugsweise
mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen
geschaltet sein.
[0133] In einem weiteren Spülbetrieb, hier Spülbetrieb 4, als zusätzliche Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung wird ein Teil der Zuleitungseinrichtung
mit dem zweiten Absperrschieber, dem Filter, dem Systemtrenner, dem ersten Absperrschieber,
der ersten Absperrklappe, den zwischen diesen angeordneten Rohren, den Bereichen des
dreirohrigen Verteilers und des vierrohrigen Verteilers, dem dritten Spülventil und
dessen Ablaufrohr mit Trinkwasser, dem vierten Spülventil und dessen Ablaufrohr mit
Trinkwasser gespült, wobei
der Systemtrenner offen geschaltet,
infolge Übergangs von Schließ- in Offenstellung der zweite Absperrschieber und der
erste Absperrschieber, vorzugsweise manuell, offen geschaltet,
infolge Übergangs von Offen- in Schließstellung die zweite Absperrklappe, vorzugsweise
mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschöatet,
infolge Übergangs von Schließ- in Offenstellung die erste Absperrklappe, das dritte
Spülventil, das vierte Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
offen geschaltet zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit über die an das dritte Spülventil
und vierte Spülventil angeschlossenen Ablaufrohre,
infolge Übergangs von Offen- in Schließstellung das erste Spülventil, das zweite Spülventil,
vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet sein können.
[0134] In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung können
in der Zuleitungseinrichtung Sensoren angeordnet sein, die die Verkeimung, wenn denn
eine solche gleichwohl auftreten sollte, bestimmen, um zusätzliche Spülungen mit Spülmedium,
Desinfektionsflüssigkeit und/oder Spülgas, in Abhängigkeit von Zeitdauer der Perioden,
Temperatur zu veranlassen.
[0135] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung kann ein zusätzliches
Ventil der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung als Wartungsschieber in Strömungsrichtung
zwischen der zweiten Absperrklappe und der Nichttrinkwasserleitung angeordnet sein,
um ggf. Wartungen, Reparaturen und / oder Instandhaltungen, Betriebsprüfung in der
Sicherheitsspüleinrichtung und/oder in der Zuleitungseinrichtungen durchzuführen,
so dass vorteilhafterweise der Betrieb der Nichttrinkwasserleitung nicht unterbrochen
wird.
[0136] So kann in einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung an die
Sicherheitsspüleinrichtung und / oder an die Zuleitungseinrichtung ein Desinfektionsspülventil
angeschlossen sein, welches an eine Zuleitung angeschlossen ist, über welche Spülmedium
in die Sicherheitsspüleinrichtung und /oder Zuleitungseinrichtung eingespeist wird
zur Weiterleitung des Spülmediums über die Sicherheitsspüleinrichtung in die Zuleitungseinrichtung
und Ablaufrohre und/oder über die Zuleitungseinrichtung in die Ablaufrohre.
[0137] Unter Spülmedium werden im Sinne der Erfindung auch verstanden herkömmliche dem Fachmann
wohl vertraute flüssige chemische oder organische Desinfektionsmittel oder - flüssigkeiten,
Reinigungsflüssigkeiten, organische oder wässrige Flüssigkeiten und Lösungsmittel,
Ethylalkohol, Isopropylalkohol, in diesen aufgelöste Phenolderivate, Formaldehyd,
Halogene, wie Chlor, Jod und deren Derivate, Oxidationsmittel, z.B. Wasserstoffperoxid,
Säuren, z.B. Benzoesäure, Detergentien, z.B. Invertseifen, wobei diese aufgelöst -einzeln
oder vermischt- in wässrigen oder in organisch-wässrigen oder in organischen Lösungsmitteln
oder Lösungen sich befinden.
[0138] Als Desinfektionsflüssigkeit können sich chemische oder biologische oder natürliche
abbaubare Wirkstoffe enthaltende Flüssigkeiten eignen. So können in der Desinfektionsflüssigkeit
Mischungen in unterschiedlichen Konzentrationen von Alkoholen, Aldehyden und Detergentien
aufweisenden Gruppe enthalten sein, wobei als Alkohole sich herkömmlicherweise Vertreter
von Ethanol, iso- Prophanol, n-Propanol, Benzylalkohol eignen können. Als Aldehydverbindungen
eignen sich beispielsweise Formaldehyd, Glutardialdehyd und/oder Glyoxal als mögliche
Bestandteile von Kombinationsmischungen auf Aldehyd Basis. Ebenso eignen sich als
Detergentien, z.B. Invertseife, Ampholyte. Unter Detergentien werden zudem solche
verstanden, die einen asymmetrischen, polaren Molekülaufbau mit räumlich getrennten
hydrophilen und hydrophoben (lipophilen) Eigenschaften aufweisen können, welcher deren
Grenzflächenaktivität bedingt. Durch die gerichtete Adsorption dieser Stoffe in Phasengrenzschichten
werden die physikalischen Eigenschaften der Desinfektionsflüssigkeit bevorzugterweise
durch die Erniedrigung der Oberflächenspannung hervorgerufen, um ein verstärktes und
rasches Eindringen oder Durchdringen der Zellmembran der Mikroorganismen zu bewirken.
Die Zerstörung oder der Verlust von Enzymen als Proteine und Metabolite der Mikroorganismen
in den Innenräumen führt zu einer letalen Insuffizienz des Stoffwechsels dieser Mikroorganismen
infolge des Eindringens der Detergentien in die Mikroorganismen.
[0139] Infolge des geschickten Zusammenspiels sowohl der UV-C-Strahlung mit der Desinfektionsflüssigkeit
als auch der Bestrahlung mit UV-C-Strahlung ermöglichen das allseitige Besprühen leerer
Innenräume und der diese begrenzenden Wände oder das Kontaktieren der Flüssigkeit
und Desinfektionslösung enthaltender befüllter Innenräume und deren diese begrenzenden
Wände, so dass die gesicherte Desinfektion zuverlässig möglich gemacht wird.
[0140] Unter Spülmedium wird im Sinne der Erfindung auch verstanden Spülgas, wie Ozongas,
Luft, Stickstoff, usw.; das Spülmedium kann bei Raumtemperatur, erwärmt oder erhitzt
eingespeist werden.
[0141] Das Desinfektionsspülventil kann nicht nur in der Sicherheitsspüleinrichtung, sondern
auch zusätzlich oder statt in der Sicherheitsspüleinrichtung in der Zuleitungseinrichtung
angeordnet sein, sodass das Spülmedium über das in die Zuleitungseinrichtung angeordnete
Desinfektionsspülventil eingespeist und über das dritte Spülventil und/oder das vierte
Spülventil nach der Spülung abgeführt werden kann.
[0142] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung können
beispielsweise die vierrohrigen und/oder dreirohrigen Verteiler der Zuleitungseinrichtung
mit dem Spülmedium gespült werden, so dass deren Innenräume und deren die Innenräume
begrenzenden Innenseiten wirkungsvoll desinfiziert werden.
[0143] In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung kann
an der Spülleitung zwischen dem zweiten Spülventil und dem vierrohrigen Verteiler
des dritten Rohrs oder an dem dem vierrohrigen Verteiler des dritten Rohrs der Ausgang
der Desinfektionsspülleitung einer Desinfektionseinrichtung angeschlossen sein.
[0144] In weiteren Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung kann mindestens
eine Desinfektionseinrichtung an Rohren und Leitungen, wie an Rohr- und/oder Leitungsstrecken,
die zwischen Ventilen angeordnet sind, angeschlossen sein. So kann mindestens eine
Desinfektionseinrichtung ebenso an Ventilen, Absperrklappen der Zuleitungseinrichtung
und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung, Zulaufrohr, Filter, Systemtrenner, Absperrschiebern,
Absperrklappen, Ablaufrohren, Verteilern, Probeentnahmeventilen, usw. mit ihrer Desinfektionsspülleitung
und Injektoren zur Feinverteilung des Spülmediums in deren Innenräumen auf deren den
Innenräumen zugewandten Seiten angeschlossen sein.
[0145] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
kann an Rohren, Ventilen, Absperrklappen der Zuleitungseinrichtung und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung,
Zulaufrohr, Filter, Systemtrenner, Absperrschiebern, Absperrklappen, Ablaufrohren,
Verteilern, Probeentnahmeventilen, usw. die Desinfektionseinrichtung mit ihrer Desinfektionsspülleitung
und Injektoren zur Feinverteilung des Spülmediums in deren Innenräumen auf deren den
Innenräumen zugewandten Seiten angeschlossen sein.
[0146] So kann die Desinfektionseinrichtung einen Behälter zur Aufnahme von Desinfektionsmittel
aufweisen, dessen Ausgang an den Eingang eines dritten Absperrschiebers angeschlossen
sein kann. Der dritte Absperrschieber als manuell betätigbares oder motorisch betätigbares
Ventil, wie fremdbetägtigtes, ausgebildet sein. Der Ausgang des dritten Absperrschiebers
kann an eine Desinfektionsspülleitung angeschlossen sein, deren Ausgang zur Einleitung
von Desinfektionsmittel aus dem Behälter bei Offenstellung des dritten Absperrschiebers
in die Sicherheitsspüleinrichtung an deren Spülleitung angeschlossen ist. Zur Feinverteilung
des Desinfektionsmittel in der Spülleitung können ein oder mehrere an der Desinfektionsspülleitung
angeschlossene Injektoren verwendet werden, die in Reihe und/oder kreisförmig in der
Spülleitung angeordnet sind. In einer andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung ist das Desinfektionsmittel in dem Behälter druckbeaufschlagt,
so dass ohne Pumpeneinsatz das Desinfektionsmittel aus dem Behälter in die Sicherheitsspüleinrichtung
eingespeist werden kann.
[0147] Mikroorganismen wie Bakterien, Schimmel- und Hefepilze und Urtierchen (Protozoen)
können durch physikalische, biologische und chemische Methoden zerstört oder entfernt
werden. Die Art der Strahlung, die eine Inaktivierung von Bakterien verursacht, ist
heute als Ultraviolettstrahlung bekannt; Forschungen über das Verhalten von Mikroorganismen
gegenüber dieser Strahlung führten zu der Entwicklung neuer Desinfektionsmöglichkeiten,
sowohl von Flüssigkeiten und Luft als auch von Oberflächen fester Materialien. Desinfektion,
ohne den Gebrauch von chemischen Desinfektionsmitteln oder den Einsatz von hohen Temperaturen
ist möglich, wo sie vorher nicht oder nur schwer durchführbar war. Ultraviolett ist
ein Teil der elektromagnetischen Strahlung, begrenzt nach oben durch das sichtbare
Spektrum und nach unten durch die Röntgenstrahlung. Das Spektrum der ultravioletten
Strahlung bewegt sich per Definition zwischen 100 nm und 400 nm. Strahlungen im kurzwelligen
UV-C-Band verfügen über eine starke keimtötende Wirkung. Die von einer Quelle ausgestrahlte
UV-Strahlung wird in Watt (W) angegeben, die Bestrahlungsstärke in W/m
2. Für die keimtötende Wirkung ist die Dosis wichtig, welche die Bestrahlungsstärke
mit der Zeit (t) in Sekunden multipliziert; sie kann in J/m
2 ausgedrückt werden, wie I Joule = I Wattsekunde.
[0148] So eignet aus als UV-C-Sonde PURION mit einer Betriebsdauer der UV-Lampen bis max.
10.000h bzw. 8.000h mit einer Amalgantechnologie für hohe Umgebungstemperaturen bis
90°C. Nach 10.000 bzw. 8.000 Betriebsstunden kann die UV-C Intensität 60% des Ausgangswertes
unterschreiten und kann ausgewechselt werden. Das für die Desinfektionswirkung maßgebliche
UV-C Licht oder Strahlung liegt bei vorteilhafterweise einer Wellenlänge von ca. 260
nm. Zur Überwachung der UV-C-Sonde eignet sich deren Überwachung mit einer herkömmlichen
in einer Schalteinrichtung zur Ansteuerung und Schaltung von UV-C-Sonden, -Strahlern
mit dieser elektrisch verbundenen Auswerteeinheit, die die Lebensdauer, die Betriebsstundenzahl,
usw. überwacht und bei dem Überschreiten vorbestimmter Maßgaben an Lebensdauer, die
Betriebsstundenzahl, usw. das Auswechseln derselben mittels optischer Warnlampen unterschiedlicher
Farbaussendung anzuzeigen vermag. Als besonders vorteilhaft sind UV-C-Sonden, die
für Brauchwasser eine Dosis von 400J/m
2, eine Leistung von 10 W bis 106 W, eine Strahlungsnutzungsdauer von 8.000 / 10.000
h und/oder einen Betriebsdruck von z.B. max 10 bar aufweisen können. Die Schalteinrichtung
mit der mit ihr elektrisch verbundenen Auswerteeinheit kann einen Betriebsstundenzähler
zur automatischen Erfassung der genauen Betriebsdauer der UV-C-Sonden, die automatische
Warnung und Vorwarnung für Auswechseln der UV-C-Sonden, sichere Reset-Prozedur, Ausrüstung
der LED-Signale mit potentialfreien Kontakten, wartungsfreier Betrieb, kostengünstige
Überwachung usw. aufweisen. Zudem sind die UV-C-Sonden mit Edelstahl 1.4571 ummantelt
bzw. hergestellt, so dass die Anforderungen der Deutschen Trinkwasserverordnung erfüllt
sind. Zudem eignen sich die UV-C-Sonden für verschiedene Durchflussraten und weisen
eine hohe Beständigkeit gegenüber Korrosion sowie geringe Anhaftung an deren Oberflächen
auf. Besonders eignen sich UV-C-Sonden PURION 2501 als UV-C-Strahler mit elektropoliertem
Edelstahl für Wechselstrom, Weitspannung, Sensor- oder Sondenüberwachung, potentialfreie
Kontakte, die eine Strahlungsdauer von 10.000h, Dosis 400J/m
2, für Betriebsdruck max. 10 bar, Leistung 90W und /oder eine Absicherung von 10A aufweisen
können. Die UV-C-Sonden können je nach Bedarf vor Ort fortlaufend oder zeitweise in
Betrieb sein.
[0149] In weiteren Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung kann mindestens
eine UV-C-Sonde oder ein UV-C- Strahler an Rohren und Leitungen, wie an Rohr- und/oder
Leitungsstrecken, die zwischen Ventilen angeordnet oder von diesen begrenzt sind,
angeschlossen sein. So kann mindestens die UV-C-Sonde oder der UV-C-Strahler ebenso
an Ventilen, Absperrklappen der Zuleitungseinrichtung und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung,
Zulaufrohr, Filter, Systemtrenner, Absperrschiebern, Absperrklappen, Ablaufrohren,
Verteilern, Probeentnahmeventilen, usw. kann die Desinfektionseinrichtung mit ihrer
Desinfektionsspülleitung und Injektoren zur Feinverteilung des Spülmediums in deren
Innenräumen auf deren den Innenräumen zugewandten Seiten angeschlossen sein.
[0150] In bevorzugten Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung
ist mindestens eine UV-C-Sonde an der dem Innenraum des Zulaufrohrs, des Absperrschiebers,
des Filters, des Systemtrenners, der Absperrklappe, der Sicherheitsspüleinrichtung,
der Spülleitung, der Zuleitungseinrichtung, des Rohrs, des Spülventils, des Ablaufrohrs,
der Zulaufleitung, des Verteilers, des Behälters, der Desinfektionsspülleitung und/oder
des Probeentnahmeventils usw. zugewandten Seite angeordnet, die UV-C Strahlung im
Bereich von 280 bis 200 erzeugen und den Innenraum und die den Innenraum zugewandte
Seite mit UV-C-Strahlung wirkungsvoll beaufschlagen können.
[0151] Hinzukommend können in zusätzlichen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
die Innenräume und die die Innenräume begrenzenden Innenseiten oder Seiten von Rohren,
Ventilen der Zuleitungseinrichtung und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung, Zulaufrohr,
Filter, Systemtrenner, Absperrschiebern, Absperrklappen, Ablaufrohren, Verteilern,
Probeentnahmeventilen, usw. UV-C Strahlen und/oder ionisierender Strahlung einer herkömmlichen,
z.B. in diesen angeordneten, Bestrahlungseinrichtung ausgesetzt werden. Auf z.B. Bakterien
wirkt UV Strahlung, insbesondere UV-C Strahlung, z.B. im Bereich von 280 bis 200 nm,
stark toxisch.
[0152] Unter Seite wird im Sinne der Erfindung auch die dem Innenraum von Rohren, Ventilen
der Zuleitungseinrichtung und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung, Zulaufrohr, Filter,
Systemtrenner, Absperrschiebern, Absperrklappen, Ablaufrohren, Verteilern, Probeentnahmeventilen,
usw. zugewandte verstanden, die auch als Innenseite bezeichnet werden kann. So kann
mindestens eine UV-C-Sonde an der dem Innenraum eines Rohrs, Ventils der Zuleitungseinrichtung
und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung, Zulaufrohrs, Filters, Systemtrenners, Absperrschiebers,
einer Absperrklappe, eines Ablaufrohrs, Verteilers, Probeentnahmeventils, usw. zugewandte
Seite angeordnet oder angebracht sein, um den Innenraum mit UV-C-Strahlen zu bestrahlen
oder den Innenraum und die dem Innenraum zugewandte Seite zu beaufschlagen.
[0153] Die Bestrahlungseinrichtung umfasst eine oder mehrere UV-C-Sonden, auch UV-C-Strahler
genannt, zur Erzeugung von UV-C-Strahlen. Als Bestrahlungseinrichtung können verwendet
werden Leuchtdioden und dergleichen. Unter Leuchtdioden werden auch UV-C-Strahlen
imitierende Dioden, LED-Strahler, UV-C-Röhren, UV-C-Lampen usw. im Sinne der Erfindung
verstanden.
[0154] Durch die UV-C-Strahlung zeigt sich, dass durch diese in den Erbinformationen von
Bakterien und Viren kovalente Quervernetzungen zusätzlich auftreten und eine Replikation
der Bakterienerbinformationssubstanz durch Bakterien wie auch eine Replikation der
Virenerbinformationssubstanz durch Körperzellen in der Wunde weitgehend verhindert
werden können. Darüber hinaus werden in den Erbinformationssubstanzen oder -strängen
von Viren und Bakterien aufgrund der UV-C-Strahlung zusätzliche kovalente Bindungen
zwischen den einzelnen Bestandteilen und den Molekülen in den Erbinformationen bzw.
auf deren ssträngen gebildet, so dass solche Erbinformationsstränge viralen oder bakteriellen
Ursprungs nicht mehr repliziert werden und das weitere Auftreten von Bakterien und
Viren in der Wunde wirkungsvoll verhindert wird.
[0155] Unter UV-C-Strahlen kann im Sinne der Erfindung Ultraviolettstrahlung auch verstanden
werden, welche Keime, wie Bakterien, Sporen, Pilze, und/oder dergleichen, abtötet;
so kann unter UV-C-Strahlen im Sinne der Erfindung Ultraviolettstrahlung im Bereich
von 300 nm bis 180 nm oder 300 nm bis 200 nm, vorzugsweise 280 nm bis 200 nm oder
270 nm bis 220 nm,, auch verstanden werden. Die UV-C-Strahlung kann mit herkömmlichen
Strahlern, wie UV-C-Röhren oder UV-C-Lampen oder LED-Strahlern, die auch UV-C-Sonden
genannt werden können, erzeugt werden.
[0156] Die UV-C-Sonde kann in einer Ausgestaltung mit einem Stromspeicher elektrisch schaltbar
verbunden sein. Unter einem Stromspeicher wird im Sinne der Verbindung auch verstanden,
ein elektrische Energie speichernder Akkumulator, die wiederholt aufladbar und endladbar
sind; so eignen sich ein Lithium-Ionen-Akkumulator, Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren,
usw.
[0157] Die UV-C-Sonde kann in einer weiteren Ausgestaltung mit einer, ggf. mit dem elektrische
Energie speichernden Akkumulator verbundenen, Schalteinrichtung, die die UV-C-Sonde
z.B. durch die Zuleitung elektrischer Energie bzw. elektrischen Stroms über Stromleitungen
ansteuert, wie einschaltet. Unter Stromleitung wird im Sinne der Erfindung eine elektrischen
Strom oder elektrische Energie weiterleitende Zuleitung auch verstanden; diese weist
herkömmlicherweise Leiterwerkstoffe auf, die dem verlustarmen Transport von elektrischer
Energie zwischen Energieerzeuger und -verbraucher, zur Stromleitung zwischen Bauelementen
von elektrischen Schaltungen von Ventilen, z.B. Systemtrenner, und von Schaltungseinrichtung
usw., und zur Informationsübertragung, z.B. zwischen diesen, dienen. Diese zeichnen
sich vorteilhafterweise z.B. durch hohe elektrische Leitfähigkeit, kleinen Temperaturkoeffizienten,
hohe Zugfestigkeit, gute Biegefestigkeit, Formbeständigkeit unter Druck, hohe Temperaturbeständigkeit,
Korrosionsfestigkeit und/oder geringe chemische Reaktionsfähigkeit mit Umgebungsstoffen
aus.
[0158] Da die keimtötende Wirkung der UV-C-Strahlen bei einer gegebenen Strahlungsintensität
eine Funktion der Verweilzeit sein kann, der die Keime der Strahlung ausgesetzt sind,
ist es vorteilhaft, beispielsweise für die Bestrahlung, auch die Größe bzw. Volumen
des zu bestrahlenden Innenraums und / oder die Bestrahlungsdauer und die lichte Weite
von den Innenraum zugwandte Seite der den Innenraum begrenzenden Wand für das UV-C-Bestrahlungsfeld
zu bestimmen.
[0159] In einer besonderen Ausgestaltung der Bestrahlungseinrichtung kann die lichte Weite
der Strahlungsausgangsöffnung der UV-C-Sonde veränderbar einstellbar sein, um die
von UV-C -Strahlen begrenzte und bestrahlte Fläche einzustellen.
[0160] In einer anderen Ausgestaltung können UV-C-Sonden, die UV-C Strahlung, z.B. im Bereich
von 280 bis 200 nm, erzeugt und aussendet, in der Zuleitungseinrichtung, der Sicherheitsspüleinrichtung,
dem Zulaufrohr, dem vierten Rohr, dem fünften Rohr, dritten Rohr, Ablaufrohren, der
Zulaufleitung, der Nichttrinkwasserleitung, usw. angeordnet sein. Bevorzugterweise
kann mindestens eine UV-C-Sonde an der den Innenraum des zweiten Rohres begrenzenden
Wand desselben oder an deren Seite der Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsspüleinrichtung
angeordnet und/oder an der den Innenraum der Spülleitung begrenzenden Wand oder an
deren Seite, z.B. der Sicherheitsspüleinrichtung, angeordnet sein. Die UV-C-Sonden
können über Stromleitungen für elektrische Energieversorgung der UV-C- Sonden, -Strahlern
als Bestrahlungseinrichtung mit einer Schalteinrichtung elektrisch verbunden sein,
die die UV-C-Sonden anzusteuern und zur Aussendung der UV-C-Strahlen in die Innenräume
einzuschalten vermag.
[0161] Im Fall der Verwendung von Ozongas zur Desinfektion der Innenräume, der Innenseiten
von Rohren und Ventilen ist es vorteilhaft, wenn die Innenseiten der Rohre, Ventile
usw. mit einem herkömmlichen Alterungsschutzmittel beschichtet sind, soweit die Rohre
und/oder Ventile kunststoffartige Materialien aufweisen oder mit diesen hergestellt
sind; die Alterungsschutzmittel schützen die kunststoffartigen Materialien vor Schädigungen
infolge der längerfristigen Einwirkung von Ozongas, Temperatur, Feuchtigkeit und/oder
Schwermetallen. Die Alterungsschutzmittel wirken dabei meist als Radikalfänger und
können herkömmlicherweise Antioxidantien, Antiozonantien, Lichtschutzmittel enthalten
oder solche usw. sein.
[0162] In einer ganz anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
können die Spülmedien, z.B. eine Desinfektionsflüssigkeit mit Spülgas im Wechsel für
eine gewisse Zeitdauer lang während der Spülbetriebe in die Zuleitungseinrichtung
und/oder in die Sicherheitsspüleinrichtung eingespeist werden. Das eingespeiste Spülgas,
welches mit der Desinfektionsflüssigkeit alternierend eingespeist wird, kann zu einer
Verwirbelung der Desinfektionsflüssigkeit in den Innenräumen von Rohren, Ventilen
der Zuleitungseinrichtung und der Sicherheitsspüleinrichtung führen, sodass besonders
hartnäckige Keimbeschichtungen als Ablagerungen auf den Innenseiten von Rohren und
Ventilen sich abzulösen vermögen.
[0163] Durch das anschließende Spülen derselben nur mit Spülmedium oder mit Wasser werden
die Keimbeschichtung und Teile derselben über das dritte Spülventil und / oder das
vierte Spülventil nach außen abgeführt.
[0164] Aufgrund der alternierend durchgeführten Spülungen mit Desinfektionsflüssigkeit und
mit Spülgas oder durch das gleichzeitige Einspeisen von Desinfektionsflüssigkeit und
Spülgas mit Druckbeaufschlagung im Wechsel bietet die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
die Möglichkeit, herkömmliche bereits installierte und schon dauerhaft betriebene
Zuleitungseinrichtungen an die Maßgaben und den Bauplan der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung,
z.B. durch den Einbau von Ventilen in und Anschließen der Sicherheitsspüleinrichtungen
an die herkömmlichen Zuleitungseinrichtungen, anzupassen, so dass durch die Einspeisung
von Spülmedium, wie Desinfektionsflüssigkeit und /oder Spülgas, die erwünschte nachhaltige
Hygienisierung auch von herkömmlichen installierten und betriebenen Zuleitungseinrichtungen
oder Teilen derselben bereitgestellt wird.
[0165] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens, der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
und der erfindungsgemäßen Verwendung derselben können die Spülungen mit Spülmedium,
wie Spülgas, Desinfektionsflüssigkeit, und/oder mit Wasser mit Hilfe der herkömmlichen
Schalteinrichtung, mit welcher die Ventile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
steuerungsmäßig verbunden sind, intervallgesteuert, wie in Perioden, temperaturgesteuert
und/oder programmgesteuert durchgeführt werden. Im Falle der sogenannten druckgesteuerten
Hygienisierung können mit Hilfe der Schalteinrichtung -im Wechsel Spülgas und Desinfektionsflüssigkeit-
der Zuleitungseinrichtung und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung zugeführt werden,
so dass eine schwallmäßige oder eine infolge dynamischer durch kurz andauerndes Öffnen
und Schließen von Ventilen auftretender Kräfte erzeugte schlagmäßige Spülung der Zuleitungseinrichtung
sich einstellt, die besonders hartnäckige Keimablagerungen auf den Innenseiten von
Rohren und /oder Ventilen beseitigen kann.
[0166] In zusätzlichen Ausbildungsformen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung können
zusammen mit den Spülbetrieben 1 bis 4 oder unabhängig von diesen Desinfektionsspülbetriebe
durchgeführt werden, in welchen in die Zuleitung der Sicherheitsspüleinrichtung und/oder
in die Zuleitungseinrichtung über in diesen angeordneten Desinfektionsspülventile
ein Spülmedium eingespeist wird. So können die vierrohrigen und/oder dreirohrigen
Verteiler der Zuleitungseinrichtung mit dem Spülmedium gespült werden, so dass deren
Innenräume und deren die Innenräume begrenzenden Innenseiten wirkungsvoll desinfiziert
werden. Auch ist es von Vorteil, wenn statt der Desinfektionsventile oder zusätzlich
zu diesen in den Verteilern angeordnete an deren Innenseiten angrenzende Einrichtung
oder -en zur Ausstrahlung von UV-C Strahlung verbaut sind, um Keime nachhaltig zu
beseitigen.
[0167] Der Einsatz von Desinfektionsspülventilen, der Auswahl an Spülmedium, als Bestrahlungseinrichtungen
verwendete Einrichtungen zur Ausstrahlung von UV-C Strahlung und/oder ionisierender
Strahlung hygienisiert auf einfache und wirkungsvolle Weise die Innenräume der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung oder zumindest Teile derselben, wie Sicherheitsspüleinrichtung,
Zuleitungseinrichtung, usw..
[0168] Die Zuleitungseinrichtung und / oder die Sicherheitsspüleinrichtung können einen
oder mehrere Filter, z.B. als Adsorptionsfilter ausgestaltete Filter, wie Keimfilter,
mechanisch wirkende Filter zum Zurückhalten von Schwebstoffen, und/oder Kombinationsfilter
aus Keimfilter und mechanisch wirkende Filter, die parallel oder in Reihe hintereinander
angeordnet sein können, aufweisen; das Filtermaterial, z.B. der als Adsorptionsfilter
ausgestalteten Filter, kann durch eine Bestrahlungseinrichtung mit UV-C-Strahlung
und/oder ionisierender Strahlung desinfiziert werden können. Das Filtermaterial des
Keimfilters kann als elektropositiver Textil-Verbundstoff ausgebildet sein, der insbesondere
ein Gemisch von Mikro- oder Nanoteilchen oder Fasern eines Metalloxids, wie z.B. Aluminiumoxid
oder Aluminiumhydroxid, sowie ein faseriges Trägermaterial, beispielsweise aus Polymer-,
Carbon- oder Glasfasern, enthält oder vollständig aus einem solchen Gemisch besteht.
Besonders zweckmäßig ist dabei ein Gemisch aus Aluminiumoxid- bzw. Aluminiumhydroxid-Fasern
mit einem Faserdurchmesser im Bereich von wenigen Nanometern bis zu 10 µm und einem
faserigen Trägermaterial, wie ein Faservlies aus Carbon- oder Glasfasern. Als besonders
geeignet haben sich dabei aluminiumhaltige Fasern mit einem Durchmesser im Nanometerbereich
und insbesondere im Bereich von 2 bis 100 nm und einem Verhältnis von Länge zu Durchmesser
von mehr als 5 erwiesen. Um (auch) positiv geladene Teilchen aus dem Wasser am Keimfilter
zu adsorbieren kann das Filtermaterial des Keimfilters alternativ oder zusätzlich
ein Silikat, insbesondere Aluminium- oder CalciumSilikat, enthalten. Solche Silikate
weisen in wässriger Umgebung ein negatives elektrokinetisches Potential auf und sind
deshalb in der Lage, positiv geladene Teilchen aus der Flüssigkeit durch Elektroadsorption
an dem Filtermaterial zu binden. Bei dem Filtermaterial des Keimfilters kann es sich
auch um ein keramisches Trägermaterial handeln, welches mit einer Beschichtung versehen
ist, die ein Material mit einem (positiven oder negativen) Zeta-Potential enthält,
wie z.B. die oben genannten Metalloxide bzw. Metallhydroxide. Zweckmäßig enthält das
Filtermaterial neben einem Material mit einem (positiven oder negativen) Zeta-Potential
zusätzlich noch Silber, wodurch eine keimtötende Wirkung des Filtermaterials erzeugt
wird.
[0169] Das erfindungsgemäße Verfahren für den Betrieb der kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung,
die zwischen einer Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung installiert
ist, eignet sich besonders zur Verwendung von nicht-häuslich genutzten Vorrichtungen,
wie gewerblichen Vorrichtungen, beispielsweise in, vorzugsweise industriell im hohen
Umfang genutzten, Anlagen, Kühltürmen, Kühlwasservorrichtungen und dergleichen, der
Industrie, in welchen Nichttrinkwasser, beispielsweise zum Kühlen industrieller Prozesse,
genutzt und Trinkwasser bei infolge Leckagen, Mangel an elektrischem Strom oder dergleichen
bedingtem Ausfall des Transports von Nichttrinkwasser oder bei infolge Leckagen sich
einstellende Volumenverringerung von Nichttrinkwasser in die Nichttrinkwasserleitung
der nicht-häuslich genutzten Vorrichtungen auf einfache Weise wegen des in der Trinkwasserleitung
mit Druck beaufschlagten Trinkwassers eingespeist werden kann.
[0170] Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet die kostengünstige Sicherheitsvorrichtung
zum einfachen Installieren zwischen einer Trinkwasserleitung und einer Nichttrinkwasserleitung
zur zuverlässigen hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung
und
zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser
und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung,
wobei
die Sicherheitsvorrichtung eine Zuleitungseinrichtung und eine Sicherheitsspüleinrichtung
umfasst,
die Trinkwasserleitung mit einem Ausgang ihres Zulaufrohrs an einen Eingang der Zuleitungseinrichtung
der Sicherheitsvorrichtung,
die Zuleitungseinrichtung der Sicherheitsvorrichtung mit ihrem Ausgang an den Eingang
der Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung angeschlossen werden; zusätzlich werden
an einen Ausgang des Zulaufrohrs der Trinkwasserleitung der Eingang des zweiten Absperrschiebers,
ein Filter mit seinem Eingang über ein fünftes Rohr an den Ausgang des zweiten Absperrschiebers
und mit seinem Ausgang über ein viertes Rohr an den Eingang des Systemtrenners,
an den Ausgang des Systemtrenners über ein erstes Rohr der Eingang des ersten Absperrschiebers,
an dessen Ausgang über ein zweites Rohr der Eingang der ersten Absperrklappe,
an den Ausgang der ersten Absperrklappe über ein drittes Rohr der Eingang der zweiten
Absperrklappe,
an deren Ausgang der Eingang der Zulaufleitung der Nichttrinkwasserleitung und/oder
an das erste Rohr zulaufseitig und an das dritte Rohr ablaufseitig die Spülleitung
der Sicherheitsspüleinrichtung angeschlossen werden.
[0171] In der Spülleitung werden das erste Spülventil und das zweite Spülventil in Reihe
derart angeschlossen, dass zur Spülung der Sicherheitsspüleinrichtung das zur Spülung
vorgesehene Trinkwasser zuerst das erste Spülventil und anschließend das zweite Spülventil
passiert. Zusätzlich werden an das zweite Rohr das dritte Spülventil und an das dritte
Rohr das vierte Spülventil zum Ablauf von Spülflüssigkeit sowie ablaufseitig an die
Ausgänge des dritten Spülventils und des vierten Spülventils Ablaufrohre zum Ablauf
von Spülflüssigkeit angeschlossen. Der erste Absperrschieber, der zweite Absperrschieber,
die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe, das erste Spülventil, das zweite
Spülventil, das dritte Spülventil und das vierte Spülventil sind dergestalt ausgebildet,
dass sie aus der Schließ- in die Offenstellung und aus der Offen- in die Schließstellung
manuell oder motorisch, vorzugsweise mit Hilfe der mit den o.g. Ventilen verbundenen
Schaltungseinrichtung, übergehen können.
[0172] In einer Ausgestaltung des Verfahrens werden der erste Absperrschieber und der zweite
Absperrschieber manuell betätigt. In einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden
die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe, das erste Spülventil, das zweite
Spülventil, das dritte Spülventil und/oder das vierte Spülventil mittels Beaufschlagung
mittels elektrischem Strom oder einer Kraft zwecks Übergänge aus der Schließ- in die
Offenstellung und aus der Offen- in die Schließstellung motorisch geschaltet.
[0173] Im Normalbetrieb muss die zweite Absperrklappe, z.B. mittels Bestromung mit elektrischem
Strom, geschlossen, auch elektrisch geschlossen oder bestromt geschlossen genannt,
geschaltet sein, wobei zusätzlich das zweite Spülventil und das vierte Spülventil,
z.B. mittels Bestromung mit elektrischem Strom elektrisch, offen geschaltet, auch
elektrisch offen oder bestromt offen genannt, verbleiben können. In Normalbetrieb
kann die erste Absperrklappe, z.B. mittels Bestromung mit elektrischem Strom, elektrisch
geschlossen geschaltet sein; der Status der ersten Absperrklappe in Schließstellung
oder Offenstellung obliegt auch den Bedingungen vor Ort. Zum Beispiel könnte die erste
Absperrklappe in Offenstellung geschaltet werden, wenn denn deren Spülung erforderlich
wäre.
[0174] Bei Notfallbetrieb strömt folglich von der Trinkwasserleitung infolge der Offenstellungen
des zweiten Absperrschiebers, des ersten Absperrschiebers, der ersten Absperrklappe,
der zweiten Absperrklappe das Trinkwasser über die Zuleitungseinrichtung der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung in Richtung zu der Nichttrinkwasserleitung der industriell
genutzten Anlagen hin, zum Beispiel zur Auffüllung oder zum Ersatz des in der Nichttrinkwasserleitung
beförderten Nichttrinkwassers.
[0175] Bei dem Übergang von dem Notfallbetrieb in den Normalbetrieb, z.B. nach einem Wiedereinschalten
der Zufuhr elektrischen Stroms bzw. Kühlwasserpumpen, geht durch eine entsprechende
Steuerung der Schalteinrichtung die zweite Absperrklappe aus der Offenstellung in
die Schließstellung über; ggf. auch geht die erste Absperrklappe bei dem Übergang
von dem Notfallbetrieb in den Normalbetrieb, z.B. nach einem Wiedereinschalten der
Zufuhr elektrischen Stroms bzw. Kühlwasserpumpen, durch eine entsprechende Steuerung
der Schalteinrichtung die zweite Absperrklappe aus der Offenstellung in die Schließstellung
über. Das zweite Spülventil und das vierte Spülventil können von der Schließstellung
in die Offenstellung übergehen. Gleichzeitig können durch eine entsprechende Steuerung
der Schalteinrichtung das erste Spülventil und das dritte Spülventil von der Schließstellung
in die Offenstellung übergehen. Solange der betriebliche Normalfall, also Normalbetrieb,
stattfindet wird die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung regelmäßig gespült, sodass
sowohl die Zuleitungseinrichtung und die Sicherheitsspüleinrichtung, welche die Spülleitung
mit den an der Spülleitung angeschlossenen ersten bis vierten Spülventilen, die Rohre,
wie ersten bis fünften Rohre, die an diesen Rohren angeschlossenen Ventilen, regelmäßig
gereinigt werden. Daher ist das Verkeimen in der Zuleitungseinrichtung und der Sicherheitsspüleinrichtung
ausgeschlossen.
[0176] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens kann im Normalbetrieb in der Nichttrinkwasserleitung
Nichttrinkwasser befördert werden und zusätzlich im Normalbetrieb während unterschiedlichster
Spülbetriebe, die nicht nur auf die Spülbetriebe 1 bis 4 sowie die vorgenannten Desinfektionsspülbetriebe
beschränkt sind, die Zuleitungseinrichtung beispielsweise über die Sicherheitsspüleinrichtung
und/oder die Zuleitungseinrichtung über die an ihr angeschlossenen Desinfektionsspülventile
hygienisiert werden.
[0177] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht folglich das komplikationslose Umschalten
von dem Normalbetrieb in den Notfallbetrieb zur Einspeisung von Trinkwasser über die
Trinkwasserleitung in die Nichttrinkwasserleitung und die während des Normalbetriebs
sich anbietenden Spülbetriebe zur Reinigung, Aufrechterhaltung von Keimfreiheit in
der Zuleitungseinrichtung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung.
[0178] Durch die nachhaltige Hygienisierung der Zuleitungseinrichtung mit Hilfe der an dieser
angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung und/oder der an die Zuleitungseinrichtung
und/oder an die Sicherheitsspüleinrichtung angeschlossenen Desinfektionsspülventile
wird eine zuverlässige und dauerhafte Keimfreiheit der Innenräume derselben bereitgehalten
und gleichzeitig die Möglichkeit geboten, im Notfallbetrieb Trinkwasser über die Trinkwasserleitung
in die Nichttrinkwasserleitung komplikationslos einzuspeisen.
[0179] Die Nachteile der im Stand der Technik nicht erkannten, geschweige denn im Stand
der Technik fehlenden Beseitigung, der Verschmutzung der herkömmlichen Zuleitungseinrichtung
durch die über die in Schließstellung geschalteten Ventile eingedrungenen Keime werden
erstmalig durch die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung vermieden infolge
des geschickten Zusammenspielens der Ventile in Normal-, Notfall- und Spülbetrieben
sowie
der gelungenen Steuerungen derselben mit Hilfe der mit Ventilen verbundenen Schalteinrichtung
beseitigt
und
das Eindringen von Keimen in die Trinkwasserleitung trotz geschlossener Ventile ausgeschlossen
ist.
[0180] Zu einem Prinzip der Erfindung gehören auch die zeitgleich einander gegenstehenden,
wie gegensätzlichen Schaltungszustände, wie Stellungen oder Positionen, der Ventile,
beispielsweise Systemtrenner in Offenstellung, beispielweise
im Normalbetrieb: z.B.
Schließstellung von erster Absperrklappe, zweiter Absperrklappe,
Offenstellung von zweitem Spülventil, viertem Spülventil, erstem Absperrschieber,
zweitem Absperrschieber,
im Notfallbetrieb: z.B.
Offenstellungen von erstem Absperrschieber, zweitem Absperrschieber, erster Absperrklappe
und zweiter Absperrklappe sowie
Schließstellungen von Spülventilen, wie vom ersten Spülventil bis vierten Spülventil,
im Spülbetrieb 1: z.B.
Offenstellungen von erstem Spülventil, zweitem Spülventil und viertem Spülventil,
Schließstellung von erstem Absperrschieber, erster Absperrklappe, zweiter Absperrklappe,
im Spülbetrieb 2: z.B.
Offenstellung von erstem Absperrschieber, zweitem Absperrschieber, drittem Spülventil,
Schließstellung von zweiter Absperrklappe, erstem Spülventil und/oder zweitem Spülventil,
erster Absperrklappe.
[0181] Zu einem Prinzip der Erfindung gehören ebenso die zeitgleich einander gegenstehenden,
wie gegensätzlichen Schaltungszustände, wie Stellungen oder Positionen der Ventile,
die mittels Bestromung infolge Zuführung elektrischer Energie oder ohne Bestromung
oder Kraftbeaufschlagung geschaltet werden können, beispielsweise
mittels Bestromung mit elektrischem Strom oder Kraftbeaufschlagung sind
in Offenstellung geschaltet, z.B. erste bis vierte Spülventile,
in Schließstellung geschaltet, z.B. erster Absperrschieber, zweiter Absperrschieber,
erste Absperrklappe, zweite Absperrklappe,
ohne Bestromung mit elektrischem Strom oder ohne Kraftbeaufschlagung sind
in Offenstellung geschaltet, z.B. erster Absperrschieber, zweiter Absperrschieber,
erste Absperrklappe, zweite Absperrklappe,
in Schließstellung, z.B. erste bis vierte Spülventile.
[0182] In Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung können der erste
Absperrschieber, der zweite Absperrschieber, der dritte Absperrschieber, der vierte
Absperrschieber, die erste Absperrklappe, die zweite Absperrklappe, das erste Probeentnahmeventil,
das zweite Probeentnahmeventil, das dritte Probeentnahmeventil und/oder die ersten
bis vierten Spülventile herkömmliche Ventile sein, deren Aufbau und Funktionen, die
davon abhängen, ob diese in die Offenstellung oder in die Schließstellung mit oder
ohne Bestromung und/oder Kraftbeaufschlagung geschaltet oder übergehen, sind dem Fachmann
geläufig. Lediglich beispielhaft wird beschrieben: Ein solches Ventil kann als Ventilelement
oder Verschlusselement mit einem Anker ausgebildet sein, dem eine Spule zugeordnet
ist; wenn die Spule erregt wird, also mit elektrischem Strom versorgt wird, verstellt
diese den Anker dergestalt, dass das Ventilelement, z.B. als Ventilteller ausgebildet,
in die geöffnete Stellung bewegt und gegen das Ventilsitzelement angesetzt wird. Weiterhin
ist eine Feder vorgesehen, die auf den Anker oder das Ventilelement so einzuwirken
vermag, dass sich das Ventilelement in der Schließstellung befindet, wenn die Spule
stromlos ist.
[0183] Im Stand der Technik sind dem Anker beispielsweise zwei Wicklungen zugeordnet, nämlich
einer Anzugswicklung und einer Haltewicklung. Die Anzugswicklung dient dazu, eine
große Kraft auf den Anker auszuüben und diesen entgegen der Wirkung der Feder so verstellen
zu können, dass das Ventilelement aus der Schließstellung in die Offenstellung gelangen
kann, sobald diese mit elektrischem Strom bestromt wird, sodass der Anker in die geöffnete
Stellung gezogen wird. Anschließend wird die Haltewicklung mit einem konstanten Strom
erregt, um den Anker dauerhaft in der Offenstellung zu halten. Das Ventil kann in
zwei diskrete Stellungen, nämlich aus der Offen- in seine Schließstellung (auch als
Übergang bezeichnet), und aus der Schließ- in seine Offenstellung (auch als Übergang
bezeichnet), sich umschalten lassen oder umgeschaltet werden. Das Umschalten in die
Stellungen kann mittels Zuführung von elektrischem Strom zu dem Magnetventil und/oder
mittels Unterbrechung der Zuführung gesteuert werden.
[0184] In der Offenstellung aufgrund der Bestromung mit elektrischem Strom kann das Ventil
elektrisch offen schaltbar oder offen geschaltet sein zur Leitung von Flüssigkeit,
wie Trinkwasser, durch dasselbe oder zur Zuführung an den Ausgang des Ventils. Im
Falle der fehlenden Bestromung des Magnetventils, z.B. mittels Unterbrechung, befindet
sich das Ventil in seiner Schließstellung und ist stromlos geschlossen schaltbar oder
geschaltet, sodass die Zuführung von Flüssigkeit von dem Eingang des Ventils zu dem
Ausgang des Ventils unterbrochen ist. So kann das Ventil als ein stromlos offenes
Ventil zur Flüssigkeitszuführung ausgebildet sein, so dass bei unbestromtem Elektromagnet
das Ventil offen und eine oder mehrere Durchstromöffnungen freigegeben werden und
z.B. der bewegliche Ventilteller desselben, z.B. mittels Federkraft, nicht zur dichtenden
Anlage an einem feststehenden Ventilsitzelement gelangen können. Bei einer Bestromung
des Elektromagneten des Ventils, kann ein beweglicher Ventilteller, z.B. gegen eine
Federkraft, angehoben werden, sodass eine oder mehrere Durchströmöffnungen, auch -trittsöffnungen
genannt, geschlossen werden können, z.B. die Federn den Ventilteller zurückstellen
und der Ventilteller zur dichtenden Anlage an einem feststehenden Ventilsitzelement
gelangen kann. Zum Öffnen wird die Bestromung des Elektromagneten beendet.
[0185] In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung wird
das Ventil mit elektrischem Strom bestromt, sodass das Ventil elektrisch geschlossen
ist oder geschlossen schaltbar oder geschlossen geschaltet ist zur Aufrechterhaltung
seiner Schließposition und zur Unterbrechung der Zuführung von Flüssigkeit in das
an demselben angeschlossene Rohr, so dass eine oder mehrere Durchstromöffnungen nicht
freigegeben sind. Unter Ventilen, wie Magnetventilen, wie die vorgenannten und nachfolgend
aufgeführten, werden herkömmliche verstanden in Kombination mit einem Betätigungsmagneten
und einem pneumatischen oder hydraulischen Ventil oder Schieber, wobei maßgebliche
Funktionsteile des Magneten, z.B. der Anker, ebenfalls maßgebliche Funktionsteile
des Ventiles oder des Schiebers darstellen können, z.B. Sitzventil für Pneumatik und
Hydraulik oder Vereinigung eines Ventilmagneten mit einem Hydraulikschieber in einer
starren und unlösbaren Einheit, die dergestalt ausgebildet sein können, dass die Bestromung
derselben mit elektrischem Strom zum dichten Unterbrechen der Flüssigkeitsführung
in dem Ventil oder zum Öffnen des Ventils zum Zweck der Flüssigkeitsführung, also
zum unterschiedlichen Durchströmverhalten von Flüssigkeiten infolge Offen- oder Schließstellung
innerhalb derselben führen.
[0186] Erst das geschickte Zusammenspiel der Schaltungen oder der Ansteuerungen der o.g.
Ventile, wie Systemtrenner, erster und zweiter Absperrschieber, erste und zweite Absperrklappe
und/oder erste bis vierte Spülventile mit deren Stellungen ermöglichen die technischen
Erfolge mit deren Vorteile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung. Das geschickte
und wenig oder sogar, wie es sich zeigt, keine Kontrolle erforderliche Zusammenspiel
der Schaltungen oder der Ansteuerungen von Systemtrenner, erstem Absperrschieber und
zweitem Absperrschieber, erster und zweiter Absperrklappe und/oder erstem bis viertem
Spülventile wird ganz besonders vorteilhaft durch deren Verbindung an einen gemeinsamen
Stromkreis, über welchen die Schalteinrichtung die Ventile ansteuert, bereitgestellt.
[0187] Zusätzlich können die Innenseiten der Rohre und/oder Ventile eine hydrophobe Beschichtung
aufweisen und/oder mit einem herkömmlichen antimikrobiell wirkenden Additiv beschichtet
sein, sodass ein Anheften oder ein Anlagern von Keimen unterbunden ist. Hydrophobe
Beschichtungen können z.B. mindestens einen Vertreter der Zinn-organischen Verbindungen,
Silicone, Alkylchlor-, Alkylalkoxysilane umfassenden Gruppe sein.
[0188] Unter steuerungsmäßiger Verbindung der Schalteinrichtung mit den Ventilen, wie mit
erstem und zweitem Absperrschieber, erster und zweiter Absperrklappe und/oder ersten
bis vierten Spülventilen kann im Sinne der Erfindung zudem verstanden werden, beispielsweise
die drahtlose Verbindung der Schalteinrichtung mit denselben, wobei die Schalteinrichtung
Steuersignale an eine Empfängereinrichtung des Ventils sendet, die das Ventil mit
elektrischem Strom bestromen oder nicht bestromen kann in Abhängigkeit von den Steuersignalen,
der Dauer der Steuersignale und/oder Kodierung derselben und Sendesignale an eine
Empfängereinrichtung des Ventils sendet, die dieses mit elektrischem Strom bestromen
oder nicht bestromen kann in Abhängigkeit von den Sendesignalen, der Dauer der Steuersignale
und/oder Kodierung derselben. Unter Verbindung der Schalteinrichtung mit den Ventilen
kann im Sinne der Erfindung zudem verstanden werden, beispielsweise die Zuführung
von Strom oder eines Signals, wie Steuersignals, an die Spule oder Aktuator derselben
oder an einen Ein/Aus-Schalter, welcher seinerseits Strom an die Spule oder Aktuator
derselben sendet.
[0189] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung kann
in die Zuleitungseinrichtung zusätzlich ein Rückflusssicherungsventil angeordnet sein,
um ein Rückströmen von in der Zuleitungseinrichtung befindlichen Medien in die Trinkwasserleitung
auszuschließen. Eine herkömmliche Rückflusssicherung kann beispielsweise einen im
Zentrum der Flüssigkeit, wie Trinkwasser, durchströmten Leitung angeordneten, eine
Durchflussöffnung zwischen seiner Außenseite und der Innenseite der Rohrleitung schaffenden
Verschlusskörper, einen innerhalb der Flüssigkeit durchströmten Leitung angeordneten
Rohrkolben mit wenigstens einer stromaufwärtigen, stirnseitigen Kolbenfläche, die
dem Druck des in der Leitung fließenden Strömungsmediums ausgesetzt ist, und eine
entgegen dem Druck der in der Leitung unter Druck geführten Flüssigkeit auf den Kolben
wirkenden Druckfeder umfassen, deren Rückstellkraft geringer als der auf den Rohrkolben
wirkende normale Druck der in der Leitung geführten Flüssigkeit eingestellt ist.
[0190] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung und des erfindungsgemäßen
Verfahrens sind
das dauerhafte Unterbinden von Auftreten von Keimen trotz geschlossener Ventile in
der Zuleitungseinrichtung,
das Beseitigen von Keimen, auch wenn diese das zwischen der Nichttrinkwasserleitung
und der Zuleitungseinrichtung angeordnete, geschlossene Ventil durchdringen,
die nachträgliche Ergänzung herkömmlicher Zuleitungseinrichtungen nach Maßgabe und
Bauplan der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung mit Zuleitungseinrichtung und
Sicherheitsspüleinrichtung, so dass auch deren Ventilanordnungen der in der Zuleitungseinrichtung
der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung entsprechen,
die nachträgliche Beseitigung von bereits auf den Innenseiten von Rohren und Ventilen
herkömmlicher Zuleitungseinrichtungen befindlichen Ablagerungen, wie Keimschichten
und dergleichen, soweit die herkömmlichen Zuleitungseinrichtungen der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung bauplanmäßig entsprechen.
[0191] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
wird eine dauerhafte Hygienisierung derselben bereitgestellt und die Einspeisung von
Trinkwasser in die Nichttrinkwasserleitung möglich gemacht soweit die Einspeisung
erforderlich ist.
[0192] Die Schalteinrichtung ist vorgesehen, mit der das gesteuerte Öffnen oder Schließen
der Ventile erfolgt. Die Schalteinrichtung steuert das Öffnen des Ventils in Abhängigkeit
von Bestromung und/oder Kraftbeaufschlagung desselben. Ein Drucksensor oder Druckschalter
der in der Nichttrinkwasserleitung angeordnet ist, kann im Falle des Abfalls des Drucks,
mit welchem das Nichttrinkwasser in der Nichttrinkwasserleitung beaufschlagt ist,
diesen quantitativ und/ oder qualitativ bestimmen und ein Signal an die Schalteinrichtung
senden, sodass die Schalteinrichtung über die mit ihr steuerungsmäßig verbundenen
Ventile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung die Ventile in Notfallbetrieb
schaltet und von der Trinkwasserleitung Trinkwasser über die erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung
in die Nichttrinkwasserleitung eingespeist wird. Ebenso kann im Falle des Ausfalls
von Pumpen, die in der Nichttrinkwasserleitung angeordnet sind, beispielsweise bedingt
durch Stromausfall oder mangelhafte Versorgung mit elektrischer Energie, ein Signal
von einem Überwachungssensor, der mit den Pumpen verbunden ist, an die Schalteinrichtung
gesendet werden, sodass das Schalten der Ventile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
mit Hilfe der Schalteinrichtung z.B. aus dem Normalbetrieb oder den Spülbetrieben
in den Notfallbetrieb erfolgt.
[0193] Die Schalteinrichtung ist herkömmlicherweise eine elektronisch ausgestaltete. Unter
Verbindung der Schalteinrichtung mit dem Ventil bzw. dessen Regler wird im Sinne der
Erfindung auch verstanden beispielsweise die, zuleitungsgebundene, wie drahtgebundene,
Verbindung der Schalteinrichtung mit denselben, wobei das Ventil und Schalteinrichtung
über einen gemeinsamen Stromkreis mit elektrischem Strom versorgt werden und die Schalteinrichtung
den Stromkreis aufrecht, wie geschlossen, zu erhalten oder zu unterbrechen vermag,
je nach Erfordernis vor Ort, so dass das Ventil die erwünschten voneinander verschiedenen
Durchströmungen oder -verhalten von Flüssigkeiten auf einfache Weise, wenn auch besonders
zuverlässig, bereitstellen kann. So kann in einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung das Ventil mit der Schalteinrichtung dergestalt verbunden sein,
dass die Schalteinrichtung in ihrer Arbeitsstellung die Ventile, wie erste bis vierte
Spülventile, mit elektrischem Strom bestromt zur Aufrechterhaltung der Offenstellung
desselben oder zum Übergang von der Schließ- in die Offenstellung -als sogenannt elektrisch
offen- zur Flüssigkeitszuführung einerseits und zudem Ventile, wie erster Absperrschieber,
zweiter Absperrschieber, erste Absperrklappe, zweite Absperrklappe, mit elektrischem
Strom bestromt zur Aufrechterhaltung der Schließstellung oder zum Übergang von der
Offen- in die Schließstellung -als sogenannt elektrisch geschlossen- zur Unterbrechung
der Flüssigkeitszuführung andererseits. Ebenso kann die Schalteinrichtung ein oder
mehrere Sendesignale an die Empfängereinrichtung des Ventils senden, welche nach Maßgabe
der Sendesignale einen elektrischen Strom leitenden mit dem Ventil verbundenen Leiter
oder Leitung unterbricht für den Übergang des Ventils aus der Schließ- in die Offenstellung
oder Bestromung.
[0194] Unter Verbindung und dergleichen kann im Sinne der Erfindung auch verstanden werden,
z.B. die Übertragung von elektrischer Energie oder elektrischen Strom, jede Art der
Übermittlung von Signalen, wie Steuersignalen, Sendesignalen, usw. drahtgebunden,
z.B. mittels elektrischen Strom leitbaren Leitern, usw. und / oder auch drahtlos,
beispielsweise durch gerichtete Abstrahlung und / oder Empfang von elektromagnetischen
Wellen mittels herkömmlicher Sendereinrichtung der Schalteinrichtung und Empfängereinrichtungen
oder dergleichen, welche zur Bestromung elektrischen Strom führende Leitungen freigeben
oder zur fehlenden Bestromung die stromführendem Leitungen unterbrechen können. Die
drahtlose Übertragung kann drahtlos beispielsweise über Ultraschall, Infrarot, Datenkommunikation
mittels Bluetooth, usw. erfolgen. Unter Bluetooth wird im Sinne der Erfindung auch
verstanden, die drahtlose Datenkommunikation (2.45 GHz-Band) zwischen Einrichtungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung untereinander und /oder mit Peripheriegeräten sowie
Geräten der Mobilkommunikation; diese kann eine Reichweite von ca. 10 m: voll >Duplex,
>asynchron, >Modulation >FHSS, Übertragungsrate 1-3 Mbps im 2.4 GHz Band, in Version
2.0 ab 2003: 12 mbps; aufweisen.
[0195] Auch kann das Ventil mit Aktuator ausgestaltet sein, der als antriebstechnische Einrichtung
oder Stellantrieb das elektrische Signal der Schalteinrichtung in mechanische Bewegungen
umzusetzen vermag. So sind in einer besonderen bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung die Ventile über elektrische Leiter drahtgebunden mit einer
elektrischen Strom liefernden Stromquelle verbunden, wobei die Schalteinrichtung einen
elektromagnetischen Ein/Aus-Schalter mit Schließer und Öffner anzusteuern vermag.
In der Arbeitsstellung der Schalteinrichtung kann der Schließer des elektromagnetischen
Schalters zum Schließen des Stromkreises, mit welchem das Ventil verbunden ist, von
der Schalteinrichtung geschaltet werden zur Bereitstellung der Offenstellung desselben
und zum Schließen desselben Stromkreises, mit welchem das Ventil verbunden ist, zur
Bereitstellung einer Schließ- oder Offenstellung.
[0196] Mit Hilfe der Schalteinrichtung können die Spülungen in Form von Spülbetrieben und
Desinfektionsspülbetriebe als Intervalle, wie gleich lange oder einander sich unterscheidende
Perioden, temperaturgesteuert und/oder programmgesteuert durchgeführt werden. Im Falle
einer sogenannten aktionsgesteuerten Hygienisierung können mit Hilfe der Schalteinrichtung
die Ventile dergestalt gesteuert werden, dass z.B. im Wechsel Trinkwasser und Spülmedium,
wie Spülgas und Spülflüssigkeit, den Zuleitungseinrichtungen oder Teilen derselben
zugeführt werden. Besonders eignen sich druck- oder kraftbeaufschlagte Spülungen der
Zuleitungseinrichtung.
[0197] Zur zuverlässigen hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung,
Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser
und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung
und Stagnation und nachhaltigen Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung
und der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung dient die
erfindungsgemäße Verwendung der Sicherheitsvorrichtung, welche die komplikationslosen,
einfach durchführbaren Betriebszustände derselben bereithält.
[0198] In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verwendung im Normalbetrieb können
der Systemtrenner offen geschaltet oder offen verbleiben, zumindest die zweite Absperrklappe,
z.B. mittels Strombeaufschlagung, aus Offen- in Schließstellung, die erste Absperrklappe,
z.B. mittels Strombeaufschlagung, aus Offen- in Schließstellung, das zweite Spülventil
und/oder das vierte Spülventil, z.B. mittels Strombeaufschlagung, aus Schließ- in
Offenstellung, der zweite Absperrschieber, der erste Absperrschieber, vorzugsweise
manuell, aus Schließ- in Offenstellungen, insbesondere das erste Spülventil und/oder
das dritte Spülventil, z.B. mittels Strombeaufschlagung, aus Schließ- in Offenstellungen
geschaltet werden.
[0199] Die erfindungsgemäße Verwendung der Sicherheitsvorrichtung ermöglicht auch, dass
im Notfallbetrieb zur Versorgung der Nichttrinkwasserleitung mit Trinkwasser der Systemtrenner
in Offenstellung verbleibt oder geschaltet wird, die erste Absperrklappe, die zweite
Absperrklappe ohne Strombeaufschlagung aus Schließ- in Offenstellungen, der zweite
Absperrschieber und der erste Absperrschieber in Offenstellung verbleiben, z.B. das
erste Spülventil, das zweite Spülventil, das dritte Spülventil und / oder das vierte
Spülventil, z.B. ohne Strombeaufschlagung, aus Offen- in Schließstellung geschaltet
werden.
[0200] Die erfindungsgemäße Verwendung der Sicherheitsvorrichtung macht es möglich, dass
im Spülbetrieb 1 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner offen
verbleibt oder geschaltet wird, der zweite Absperrschieber, vorzugsweise manuell,
aus Schließstellung in Offenstellung, das erste Spülventil, das zweite Spülventil,
vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließ- in Offenstellung,
die zweite Absperrklappe, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus
Offen- in Schließstellung, das vierte Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder
Kraftbeaufschlagung, zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit aus Schließ- in Offenstellung,
die erste Absperrklappe, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus
Offen- in Schließstellung und/oder der erste Absperrschieber, vorzugsweise manuell,
aus Offen- in Schließstellung und/oder das dritte Spülventil, vorzugsweise mangels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Offen- in Schließstellung geschaltet werden.
[0201] Die erfindungsgemäße Verwendung der Sicherheitsvorrichtung ist auch vorteilhaft,
wenn im Spülbetrieb 2 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner
offen verbleibt oder geschaltet wird, der zweite Absperrschieber, vorzugsweise manuell,
aus Schließ- in Offenstellung, der erste Absperrschieber, vorzugsweise ohne Strom-
oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließ- in Offenstellung, die zweite Absperrklappe,
vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Offen- in Schließstellung,
die erste Absperrklappe, vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus
Offen- in Schließstellung, das dritte Spülventil, vorzugsweise mittels Strom- oder
Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung zwecks Ablaufs der Spülflüssigkeit,
das erste Spülventil und /oder das zweite Spülventil und/oder das vierte Spülventil,
vorzugsweise mangels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Offen- in Schließstellung
geschaltet werden.
[0202] In einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
ist an die Spülleitung der Sicherheitsspüleinrichtung derselben ein mit der Schalteinrichtung
verbundenes Desinfektionsspülventil angeschlossen, über welches aus einem Behälter
eine Desinfektionslösung als Spülmedium in die Sicherheitsspüleinrichtung zur Weiterleitung
an die Zuleitungseinrichtung eingespeist wird. In Spülbetrieben können die Ventile
der Sicherheitseinrichtung und Sicherheitsspüleinrichtung und das Desinfektionsspülventil
dergestalt ansteuert sein, dass das Trinkwasser und das Spülmedium im Wechsel oder
in unterschiedlichen Intervallen jeweils eine Zeitdauer lang zugeführt werden. Mit
Hilfe des Spülmediums kann zum Beispiel in dem Spülbetrieb 1 der vierrohrige Verteiler
der Sicherheitseinrichtung nicht nur gespült, sondern auch desinfiziert werden zur
Bereitstellung der erwünschten nachhaltigen Hygienisierung von Teilen der Sicherheitseinrichtung.
[0203] In einer anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
ist an die Sicherheitseinrichtung zwischen dem Systemtrenner und dem ersten Absperrventil
ein mit der Schalteinrichtung verbundenes Desinfektionsspülventil angeschlossen, über
welches aus einem Behälter eine Desinfektionslösung als Spülmedium in die Sicherheitseinrichtung
eingespeist wird. Auch in dieser Ausgestaltung werden die Ventile der Sicherheitseinrichtung
und das Desinfektionsspülventil dergestalt ansteuert sein, dass das Trinkwasser und
das Spülmedium im Wechsel jeweils eine Zeitdauer oder in unterschiedlichen Wechsel
lang zugeführt werden. Mit Hilfe des Spülmediums kann zum Beispiel in dem Spülbetrieb
2 der dreirohrige Verteiler der Sicherheitseinrichtung zwischen dem Systemtrenner
und dem ersten Absperrventil nicht nur gespült, sondern auch desinfiziert werden zur
Bereitstellung der erwünschten nachhaltigen Hygienisierung von Teilen der Sicherheitseinrichtung
und dauerhaften Keimfreihaltung.
[0204] In einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
sind sowohl an die Spülleitung der Sicherheitsspüleinrichtung derselben als auch an
die Sicherheitseinrichtung zwischen dem Systemtrenner und dem ersten Absperrventil
mit der Schalteinrichtung verbundene Desinfektionsspülventile angeschlossen, über
welche aus einem Behälter eine Desinfektionslösung als Spülmedium in die Sicherheitseinrichtung
eingespeist wird. In dieser Ausgestaltung können die Ventile der Sicherheitseinrichtung
und das Desinfektionsspülventil dergestalt angesteuert werden, dass das Trinkwasser
und das Spülmedium im Wechsel jeweils eine Zeitdauer oder in unterschiedlichen Wechsel
lang der Sicherheitsvorrichtung oder zumindest Teilen derselben zugeführt werden.
Mit Hilfe des Spülmediums können in dem Spülbetrieb 2 der dreirohrige Verteiler der
Sicherheitseinrichtung zwischen dem Systemtrenner und dem ersten Absperrventil und
der vierrohrige Verteiler der Sicherheitseinrichtung gleichzeitig oder abwechselnd
nicht nur gespült, sondern auch desinfiziert werden zur Bereitstellung der erwünschten
nachhaltigen Hygienisierung von Teilen der Sicherheitseinrichtung und zur dauerhaften
Keimfreihaltung.
[0205] Ebenso halten bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
die Begasung von Teilen der Sicherheitsvorrichtung, z.B. des dreirohrigen Verteilers
und des vierrohrigen Verteilers der Sicherheitseinrichtung die Desinfektion mit Hilfe
der Desinfektionsspülventilen vor.
Ausführungsbeispiele
[0206] Die Zeichnungen zeigen aufgrund einer zeichnerischen Vereinfachung in schematischer,
stark vergrößerter Weise teilweise lediglich wenige Merkmale ohne Anspruch auf eine
maßstabsgetreue und vollständige Wiedergabe der Erfindung in
Fig. 1 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung,
Fig. 2 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung im Normalbetrieb,
Fig. 3 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung im Notfallbetrieb,
Fig. 4 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung im Spülbetrieb
1,
Fig. 5 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung im Spülbetrieb
2,
Fig. 6 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung im Spülbetrieb
3,
Fig. 7 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung mit einem weiteren
Systemtrenner und einer Desinfektionseinrichtung, die an die Sicherheitsspüleinrichtung
angeschlossen sind, sowie zwei Probeentnahmeventilen
und
Fig. 8 die Schaltskizze der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung mit einer Schalteinrichtung
zur Ansteuerung und Schaltungen von motorisch betätigbaren Absperrklappen, Absperrschiebern,
Spülventilen und einer Schalteinrichtung zur Ansteuerung und Schaltung von UV-C-Sonden
als -Strahlern.
[0207] Die erfindungsgemäße kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung
ist zwischen einer Trinkwasserleitung 1 und einer Nichttrinkwasserleitung 20 zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung 20 von der Trinkwasserleitung 1
angeordnet. In einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
weist diese eine Zuleitungseinrichtung 8b und eine Sicherheitsspüleinrichtung 8 auf,
deren Ventile infolge ihrer Schaltungszustände das Übergehen der erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung in verschiedene Zustände, wie Not- und Spülbetriebe, bestimmen,
wobei die Ventile zwecks einfacher Unterscheidung voneinander in Bezug auf die durch
Schaltungszustände bedingten technischen Erfolge, z.B. als Absperrklappen 6, 7, Absperrschieber
2, 5, Spülventile 15, 16, 17, 18 und dergleichen bezeichnet werden; so sind an den
Systemtrenner 4 der Filter 3 und der erste Absperrschieber 5 (Ventil 1), an dem Filter
3 der zweite Absperrschieber 2 (Ventil 4), an dem ersten Absperrschieber 5 die erste
Absperrklappe 6 (Ventil 2), an der ersten Absperrklappe 6 die zweite Absperrklappe
7 (Ventil 3), in der Sicherheitsspüleinrichtung 8 die beiden ersten und zweiten Spülventile
15, 16 (Ventile 5, 6) und an der Zuleitungseinrichtung 8b die beiden dritten und vierten
Spülventile 17, 18 (Ventile 7, 8) angeschlossen.
[0208] Die Trinkwasserleitung 1 weist ein Zulaufrohr 1a auf, wobei ablaufseitig 31, auch
ausgangsseitig genannt, an einem Ablauf, auch Ausgang genannt, des Zulaufrohrs 1a
der Eingang des zweiten Absperrschiebers 2 angeschlossen ist, der über ein fünftes
Rohr 26 an einen Zulauf, auch Eingang genannt, eines Filters 3 zur mechanischen und/
oder mikrobiologischen Reinigung des aus der Trinkwasserleitung 1 zugeführten Trinkwassers
(siehe Pfeil 21) angeschlossen ist. Der Filter 3 ist zum Beispiel mit seinem Ausgang
über ein viertes Rohr 10 an den Eingang des Systemtrenners 4 angeschlossen. Die Zuleitungseinrichtung
8b umfasst den Systemtrenner 4, einen an den Systemtrenner 4 angeschlossenen ersten
Absperrschieber 5, eine an den ersten Absperrschieber 5 angeschlossene erste Absperrklappe
6, eine an die erste Absperrklappe 6 angeschlossene zweite Absperrklappe 7. In einem
anderen Ausführungsbeispiel umfasst die Zuleitungseinrichtung 8b zusätzlich oder alternativ
neben dem Systemtrenner 4, dem an den Systemtrenner 4 angeschlossenen ersten Absperrschieber
5, die an den ersten Absperrschieber 5 angeschlossenen ersten Absperrklappe 6, die
an die erste Absperrklappe 6 angeschlossenen zweiten Absperrklappe 7 auch einen zwischen
dem zweiten Absperrschieber 5 und dem Systemtrenner 4 angeordneten Filter 3.
[0209] Der Systemtrenner 4 ist eine Sicherungsarmatur, die als herkömmlicher Rohrtrenner
nach DIN EN 1717, z.B. mit kontrollierbarer reduzierter Mitteldruckzone, ausgebildet
ist und in Offenstellung zur Weiterleitung des Trinkwassers aus dem Zulaufrohr 1a
der Trinkwasserleitung 1 in die erfindungsgemäße kostengünstige Sicherheitsvorrichtung
sich befindet.
[0210] In einem Ausführungsbeispiel sind an ein erstes Rohr 11 der Ausgang des Systemtrenners
4 und der Eingang des ersten Absperrschiebers 5 angeschlossen; an ein zweites Rohr
12 sind der Ausgang des ersten Absperrschiebers 5 und der Eingang der ersten Absperrklappe
6 angeschlossen.
[0211] Zusätzlich kann zusätzlich oder alternativ dem Ausgang des ersten Absperrschiebers
5 zugewandt oder benachbart an dem zweiten Rohr 12 zwischen dem ersten Absperrschieber
5 und der ersten Absperrklappe 6 oder an dem dreirohrigen Verteiler 23 des zweiten
Rohrs 12 ein zweites Probeentnahmeventil 40 mit seinem Eingang angeschlossen sein,
welches die Entnahme von Proben oder -flüssigkeit aus dem zweiten Rohr 12 und beispielweise
den an diesem angeschlossenen Rohren usw. über eine an dem Ausgang des zweiten Probeentnahmeventils
40 angeschlossene Probeentnahmeleitung 41 jederzeit ermöglicht.
[0212] In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind an ein drittes Rohr 13 der Ausgang der
ersten Absperrklappe 6 und der Eingang der zweiten Absperrklappe 7 angeschlossen,
welche zweite Absperrklappe 7 mit ihrem Ausgang an den Eingang der Zulaufleitung 20a
der Nichttrinkwasserleitung 20 angeschlossen ist.
[0213] Zusätzlich kann zusätzlich oder alternativ dem Ausgang der ersten Absperrklappe 6
zugewandt oder benachbart an dem dritten Rohr 13 zwischen der ersten Absperrklappe
6 und der zweiten Absperrklappe 7 ein erstes Probeentnahmeventil 39 oder an dem vierrohrigen
Verteiler 24 des dritten Rohrs 13 mit seinem Eingang angeschlossen sein, welches die
Entnahme von Proben oder -flüssigkeit aus dem dritten Rohr 13 und beispielweise den
an diesem angeschlossenen Rohren usw. über eine an dem Ausgang des ersten Probeentnahmeventils
39 angeschlossene Probeentnahmeleitung 41 jederzeit ermöglicht.
[0214] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann dem Ausgang des Systemtrenners 4 zugewandt
oder benachbart zusätzlich oder alternativ an dem ersten Rohr 11 zwischen dem Systemtrenner
4 und ersten Absperrschieber 5 oder an dem vierrohrigen Verteiler 24 des ersten Rohrs
11 ein drittes Probeentnahmeventil 42 mit seinem Eingang angeschlossen sein, welches
die Entnahme von Proben oder -flüssigkeit aus dem ersten Rohr 11 und beispielweise
aus den an diesem angeschlossenen Rohren usw. über eine an dem Ausgang des dritten
Probeentnahmeventils 42 angeschlossene Probeentnahmeleitung 41 jederzeit ermöglicht.
[0215] Darüber hinaus kann an der Zulaufleitung 20a dem Ausgang der zweiten Absperrklappe
7 benachbart ein vierter Absperrschieber 38 angeschlossen sein, der wie die zweite
Absperrklappe 7 im Normalbetrieb, bei welchem der Nichttrinkwasserleitung 20 kein
Trinkwasser unter Druckbeaufschlagung zugeführt wird, geschlossen sein kann.
[0216] In einem Ausführungsbeispiel sind der erste Absperrschieber 5 und der zweite Absperrschieber
2 als manuell betätigbare Ventile und die erste Absperrklappe 6 und die zweite Absperrklappe
7 motorisch betätigbare Ventile, wie fremdbetägte, wobei der erste Absperrschieber
5 und der zweite Absperrschieber 2, ggf. auch der dritte Absperrschier 38, soweit
angeschlossen, manuell aus der Schließ- in die Offenstellung betätigt oder in Offenstellung
verbleiben können und die erste Absperrklappe 6 und die zweite Absperrklappe 7 über
die mit den letzteren verbundene Schalteinrichtung ohne Strombeaufschlagung aus der
Schließstellung in eine Offenstellung übergehen oder geschaltet werden zur Weiterleitung
des Trinkwassers aus dem Zulaufrohr 1a der Trinkwasserleitung 1 über das fünfte Rohr
26, viertes Rohr 10, erstes Rohr 11, zweites Rohr 12 und drittes Rohr 13 in die Zulaufleitung
20a der Nichttrinkwasserleitung 20 im Notfallbetrieb.
[0217] Eine Schalteinrichtung 44 zur Ansteuerung und Schaltung von motorisch betätigbaren
Ventilen, Absperrklappen, Absperrschiebern, Systemtrenner, Spülventilen usw. ist mit
diesen elektrisch verbunden und kann diese, z.B. fremdgesteuert, je nach Bedarf oder
Erfordernis vor Ort durch die Zuleitung von elektrischem Strom bzw. Energie bzw. Signalen
usw. ansteuern und in die erforderlichen Schaltungszustände, wie aus der Schließ-
in die Offenstellung oder aus der Offenstellung in die Schließstellung, übergeben
lassen.
[0218] Die erfindungsgemäße kostengünstige Sicherheitsvorrichtung verfügt zudem über eine
Sicherheitsspüleinrichtung 8 mit einer Spülleitung 8a, die mit ihrem Eingang zwischen
dem Systemtrenner 4 und dem ersten Absperrschieber 5 an dem dreirohrigen Verteiler
23 des ersten Rohrs 11 und mit ihrem Ausgang an dem vierrohrigen Verteiler 24 des
dritten Rohrs 13 zwischen der ersten Absperrklappe 6 und der zweiten Absperrklappe
7 angeschlossen ist. In der Spülleitung 8a der Sicherheitsspüleinrichtung 8 sind ein
erstes Spülventil 15 und ein dem ersten Spülventil 15 in Fließrichtung 22 des zur
Spülung verwendeten Trinkwassers nachgeordnetes zweites Spülventil 16 in Reihe, also
hintereinander, angeordnet.
[0219] In einem anderen Ausführungsbeispiel kann an der Spülleitung 8a zwischen dem zweiten
Spülventil 16 und dem vierrohrigen Verteiler 24 des dritten Rohrs 13 oder dem dem
vierrohrigen Verteiler 24 des dritten Rohrs 13 angeschlossenen Ausgang der Spülleitung
8a der Ausgang einer Desinfektionsspülleitung 34 einer Desinfektionseinrichtung 32
angeschlossen sein. Die Desinfektionseinrichtung 32 weist einen Behälter 33 zur Aufnahme
von Desinfektionsmittel auf, dessen Ausgang an den Eingang eines dritten Absperrschiebers
37 angeschlossen ist. Der dritte Absperrschieber 37 als manuell betätigbares oder
motorisch betätigbares Ventil, wie fremdbetätigtes, ausgebildet sein. Der Ausgang
des dritten Absperrschiebers 37 ist an den Eingang der Desinfektionsspülleitung 34
angeschlossen, deren Ausgang zur Einleitung von Desinfektionsmittel aus dem Behälter
33 bei Offenstellung des dritten Absperrschiebers 37 z.B. in die Sicherheitsspüleinrichtung
8 an deren Spülleitung 8a angeschlossen ist. Zur Feinverteilung des Desinfektionsmittel
in der Spülleitung 8a und deren Innenraum sowie auf deren dem Innenraum zugewandten
Seite dienen ein oder mehrere an der Desinfektionsspülleitung 34 angeschlossene Injektoren,
die in Reihe und/oder kreisförmig in der Spülleitung 8a angeordnet sind. In einem
Ausführungsbeispiel ist das Desinfektionsmittel in dem Behälter 33 druckbeaufschlagt,
so dass ohne Pumpeneinsatz das Desinfektionsmittel aus dem Behälter 33 in die Sicherheitsspüleinrichtung
8 eingespeist wird.
[0220] In einem anderen Ausführungsbeispiel ist mindestens eine UV-C-Sonde, die UV-C Strahlung,
z.B. im Bereich von 280 bis 200 nm, erzeugt und aussendet, innenseitig in dem zweiten
Rohr 12, also an der den Innenraum des zweiten Rohres 12 zugewandten Seite der den
Innenraum des zweiten Rohres 12 begrenzenden Wand desselben, der Zuleitungseinrichtung
8b angeordnet; ebenso kann mindestens eine UV-C-Sonde innenseitig in der Spülleitung
8a, also an der den Innenraum der Spülleitung 8a zugewandten Seite der den Innenraum
der Spülleitung 8a begrenzenden Wand der Sicherheitsspüleinrichtung 8 angeordnet sein.
Die UV-C-Sonden sind über Stromleitungen 43 für eine elektrische Energieversorgung
der UV-C- Sonden, -Strahlern als Bestrahlungseinrichtung mit einer Schalteinrichtung
45 elektrisch verbunden, die die UV-C-Sonden anzusteuern und zur Aussendung der UV-C-Strahlen
in die Innenräume einzuschalten vermag.
[0221] Hinzukommend können in einer zusätzlichen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
die Innenräume und die die Innenräume begrenzenden Innenseiten von Rohren, Ventilen
der Zuleitungseinrichtung und/oder der Sicherheitsspüleinrichtung, Zulaufrohr, Filter,
Systemtrenner, Absperrschiebern, Absperrklappen, Ablaufrohren, Verteilern, Probeentnahmeventilen,
usw. UV-C Strahlen und/oder ionisierender Strahlung einer herkömmlichen, z.B. in diesen
angeordneten, Bestrahlungseinrichtung ausgesetzt werden. Auf z.B. Bakterien wirkt
UV Strahlung, insbesondere UV-C Strahlung, z.B. im Bereich von 280 bis 200 nm, stark
toxisch.
[0222] Die Bestrahlungseinrichtung umfasst eine oder mehrere UV-C-Sonden, auch UV-C-Strahler
genannt, zur Erzeugung von UV-C-Strahlen. Als Bestrahlungseinrichtung können verwendet
werden Leuchtdioden und dergleichen. Unter Leuchtdioden werden auch UV-C-Strahlen
imitierende Dioden, LED-Strahler, UV-C-Röhren, UV-C-Lampen usw. im Sinne der Erfindung
verstanden.
[0223] Die Bestrahlungseinrichtung umfasst eine oder mehrere UV-C-Sonden, auch UV-C-Strahler
genannt, zur Erzeugung von UV-C-Strahlen. Als Bestrahlungseinrichtung können verwendet
werden Leuchtdioden und dergleichen. Unter Leuchtdioden werden auch UV-C-Strahlen
imitierende Dioden, LED-Strahler, UV-C-Röhren, UV-C-Lampen usw. im Sinne der Erfindung
verstanden.
[0224] Die UV-C-Sonden können mit Edelstahl 1.4571 ummantelt bzw. hergestellt sein, um die
Anforderungen der Deutschen Trinkwasserverordnung zu erfüllen. Die UV-C-Sonden sind
für verschiedene Durchflussraten vorgesehen und weisen eine hohe Beständigkeit gegenüber
Korrosion sowie eine geringe Anhaftung von Keimen, Schwebstoffen, usw. an deren Oberflächen
auf. Besonders eignen sich UV-C-Sonden PURION 2501 als UV-C-Strahler mit elektropoliertem
Edelstahl für Wechselstrom, Weitspannung, Sensor- oder Sondenüberwachung, potentialfreien
Kontakten, die zudem eine Strahlungsdauer von 10.000h, Dosis 400J/m
2, für Betriebsdruck max. 10 bar, Leistung 90W und /oder eine Absicherung von 10A aufweisen
können.
[0225] Das dritte Spülventil 17 der Sicherheitsspüleinrichtung 8 ist über ein sechstes Rohr
25 mit seinem Eingang an dem dreirohrigen Verteiler 23 des zweiten Rohrs 12 und mit
seinem Ausgang an ein Ablaufrohr 19 zur Abführung des zur Spülung genutzten Trinkwassers
von Spülflüssigkeiten und Entsorgung desselben angeschlossen. Der Bereich des dritten
Rohrs 13, an welchem die erste Absperrklappe 6, die zweite Absperrklappe 7, das zweite
Spülventil 16 und vierte Spülventil 18 angeschlossen sind, wird als vierrohriger Verteiler
24 bezeichnet. Das vierte Spülventil 18 der Sicherheitsspüleinrichtung 8 ist über
das sechste Rohr 25 mit seinem Eingang an dem vierrohrrigen Verteiler 24 und mit seinem
Ausgang an einem Ablaufrohr 19 zur Abführung des zur Spülung genutzten Trinkwassers
von Spülflüssigkeiten und Entsorgung desselben angeschlossen.
[0226] In Normalbetrieb als Ausführungsbeispiel wird der Nichttrinkwasserleitung 20 kein
Trinkwasser unter Druckbeaufschlagung zugeführt, so dass zumindest die zweite Absperrklappe
7 mittels Strom- und/oder Kraftbeaufschlagung, ggf. auch der dritte Absperrschieber
38 soweit angeschlossen, geschlossen geschaltet ist; der Schaltungszustand und die
Schaltbarkeit der zweiten Absperrklappe 7 in die Offen- oder Schließstellung ist wesentlich,
so dass diese zum Beispiel bei zu fehlender Weiterleitung von Nichttrinkwasser in
der Nichttrinkwasserleitung 20 führendem Stromausfall im Notfall infolge der fehlender
Strom- und/oder Kraftbeaufschlagung aus ihrer Schließstellung in ihre Offenstellung
gelangt. Ebenso sind die Schaltungszustände und die Schaltbarkeit des ersten Absperrschiebers
5, des zweiten Absperrschiebers 2, der zweiten Absperrklappe 7 und der ersten Absperrklappe
6 wesentlich, so dass diese mit Strom- und/oder Kraftbeaufschlagung in ihrer Schließstellung
verharren bzw. aus der Offen- in die Schließstellung übergehen und andererseits im
Fall fehlender Strom- und/oder Kraftbeaufschlagung, welcher Status beispielsweise
einem Pumpenausfall gleichkommen kann, aus ihren Schließstellungen in ihre Offenstellungen
geschaltet werden, um im Notfallbetrieb, also bei Strom- und/oder Druckausfall, das
sofortige Öffnen derselben und die Einspeisung des in der Trinkwasserleitung 1 druckbeaufschlagten
Trinkwassers aus der Trinkwasserleitung 1 über die Zuleitungseinrichtung 8b in Offenstellung
in die Nichttrinkwasserleitung 20 zu ermöglichen.
[0227] In dem den Notfallbetrieb zur Versorgung der Nichttrinkwasserleitung 20 mit Trinkwasser
betreffenden Ausführungsbeispiel wird die Druckbeaufschlagung des Trinkwassers in
der Trinkwaserleitung 1 genutzt, um ohne Pumpeneinsatz Trinkwasser in die Nichttrinkwasserleitung
20 einzuspeisen; so ist der Systemtrenner 4 offen geschaltet oder verbleibt offen,
sind die erste Absperrklappe 6, die zweite Absperrklappe 7 infolge der fehlenden Strom-
und/oder Kraftbeaufschlagung offen geschaltet und der erste Absperrschieber 5 und
der zweite Absperrschieber 2 verbleiben offen oder sind mittels fehlender Strom- oder
Kraftbeaufschlagung offen geschaltet zur Zuführung des Trinkwassers druckbeaufschlagten
Trinkwassers, deren Druckbeaufschlagung höher ist als die Nichttrinkwasserleitung
20, in die Nichttrinkwasserleitung 20; das erste Spülventil 15, das zweite Spülventil
16, das dritte Spülventil 17 und / oder das vierte Spülventil 18 können infolge der
fehlenden Strom- oder Kraftbeaufschlagung geschlossen geschaltet sein.
[0228] Die Spülventile, wie das erste Spülventil 15, das zweite Spülventil 16, das dritte
Spülventil 17 und das vierte Spülventil 18 können motorisch betätigbare Ventile sein,
die über die Schalteinrichtung fremdbetätigt aus der Schließstellung in eine Offenstellung
zur Weiterleitung des in der Trinkwasserleitung 1 druckbeaufschlagten Trinkwassers
zwecks Spülung in verschiedenen Spülbetrieben 1 bis 3 als Ausführungsbeispiele und
aus der Offenstellung in die Schließstellung zur Unterbrechung der Weiterleitung des
Trinkwassers bzw. der Spülung geschaltet werden können.
[0229] In einem Ausführungsbeispiel in dem Spülbetrieb 1 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks
Spülung sind bei offen geschaltem Systemtrenner 4 infolge Übergangs aus der Schließstellung
in Offenstellung das erste Spülventil 15, das zweite Spülventil 16 mittels Bestromung
mit elektrischem Strom (= Strombeaufschlagung) offen, auch elektrisch offen genannt,
und infolge Übergangs aus der Offenstellung in Schließstellung der erste Absperrschieber
5, die erste Absperrklappe 6, die zweite Absperrklappe 7 mittels Bestromung mit elektrischem
Strom (= Strombeaufschlagung) geschlossen geschaltet zur Unterbrechung der Zuführung
von Trinkwasser sowie das vierte Spülventil 18 infolge Übergangs aus der Schließstellung
in Offenstellung mittels Bestromung mit elektrischem Strom offen, auch elektrisch
offen genannt, zwecks Ablauf geschaltet.
[0230] In einem weiteren Ausführungsbeispiel in dem Spülbetrieb 2 zur Zuführung von Trinkwasser
zwecks Spülung sind bei offen geschaltetem Systemtrenner 4 infolge Übergangs aus der
Schließstellurig in Offenstellung der zweite Absperrschieber 2 und der erste Absperrschieber
5 manuell offen und das dritte Spülventil 17 mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
offen zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit sowie infolge Übergangs aus der Offenstellung
in Schließstellung, die zweite Absperrklappe 7, die erste Absperrklappe 6 mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung geschlossen; in einem anderen Ausführungsbeispiel
sind zusätzlich das erste Spülventil 15 und /oder das zweite Spülventil 16 und/oder
das vierte Spülventil 18 aufgrund fehlender Strom- oder Kraftbeaufschlagung geschlossen
geschaltet.
[0231] In weiteren Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung
ist mindestens eine UV-C-Sonde an der dem Innenraum des Zulaufrohrs 1a, des Absperrschiebers
2, 5, 37, 38, des Filters 3, des Systemtrenners 4, 4a, der Absperrklappe 6, 7, der
Sicherheitsspüleinrichtung 8, der Spülleitung 8a, der Zuleitungseinrichtung 8b, des
Rohrs 10, 11, 13, 12, 25, 26, des Spülventils 15, 16, 17, 18, des Ablaufrohrs 19,
der Zulaufleitung 20a, des Verteilers 23, 24, des Behälters 33, der Desinfektionsspülleitung
34 und/oder des Probeentnahmeventils 36, 39, 41, 42 usw. zugewandten Seite angeordnet,
die zur Erzeugung und Aussendung von UV-C Strahlung im Bereich von 280 bis 200 in
den Innenraum und zur UV-C-Bestrahlungsbeaufschlagung auf die Seite derselben vorgesehen
ist.
[0232] In einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens für den Betrieb
einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
1 und einer Nichttrinkwasserleitung 20 zur zuverlässigen hygienischen Trennung der
Nichttrinkwasserleitung 20 von der Trinkwasserleitung 1 und zur Vermeidung des Eindringens
von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung 20 in die Trinkwasserleitung 1 ist in Normalbetrieb
der Systemtrenner 4 offen und werden mittels Beaufschlagung mit elektrischem Strom
zumindest die zweite Absperrklappe 7 aus Offenstellung in Schließstellung zur Unterbrechung
der Zuführung von Trinkwasser, die erste Absperrklappe 6 aus Offenstellung in Schließstellung,
das zweite Spülventil 16 und/oder das vierte Spülventil 18 aus Schließstellung in
Offenstellung geschaltet, der zweite Absperrschieber 2, der erste Absperrschieber
5 ohne Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Schließstellung in Offenstellung
offen geschaltet. Ggf. werden das erste Spülventil 15 und/oder das dritte Spülventil
17 mittels Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Schließstellung in Offenstellung
geschaltet (Fig. 2).
[0233] In einem zusätzlichen Ausführungsbeispiel ist an die Spülleitung 8a der Sicherheitsspüleinrichtung
8 zwischen dem ersten Spülventil 15 und dem zweiten Spülventil 16 ein weiterer Systemtrenner
4a angeschlossen, der zum Beispiel im Notfallbetrieb geschlossen und im Spülbetrieb
1 und/oder im Spülbetrieb 3. offen geschaltet sein kann.
[0234] In einem anderen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens (Fig. 3) ist
in Notfallbetrieb der Systemtrenner 4 offen und werden der erste Absperrschieber 5,
die erste Absperrklappe 6 und die zweite Absperrklappe 7 ohne Beaufschlagung mit elektrischem
Strom aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet zur Zuführung von Trinkwasser
in die Nichttrinkwasserleitung 20, der zweite Absperrschieber 2 und der erste Absperrschieber
5 manuell aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet, ggf. das erste Spülventil
15, das zweite Spülventil 16, das dritte Spülventil 17 und / oder das vierte Spülventil
18 mangels Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Offenstellung in Schließstellung
geschaltet,
[0235] In einem ganz anderen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens (Fig.
4) ist in Spülbetrieb 1 der Systemtrenner 4 offen und werden der zweite Absperrschieber
2 manuell aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet, das erste Spülventil 15,
das zweite Spülventil 16 mittels Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Schließstellung
in Offenstellung, die zweite Absperrklappe 7 mittels Beaufschlagung mit elektrischem
Strom aus Offenstellung in Schließstellung, das vierte Spülventil 18 mittels Beaufschlagung
mit elektrischem Strom zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit aus Schließstellung in Offenstellung,
die erste Absperrklappe 6 mittels Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Offenstellung
in Schließstellung und/oder der erste Absperrschieber 5 manuell aus Offenstellung
in Schließstellung und/oder das dritte Spülventil 17 mangels Beaufschlagung mit elektrischem
Strom aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet.
[0236] In einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens (Fig. 5) ist
in Spülbetrieb 2 der Systemtrenner 4 offen und werden der zweite Absperrschieber 2
manuell aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet, der erste Absperrschieber
5 manuell oder mangels Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Schließstellung in
Offenstellung, die zweite Absperrklappe 7 mittels Beaufschlagung mit elektrischem
Strom aus Offenstellung in Schließstellung, die erste Absperrklappe 6 mittels Beaufschlagung
mit elektrischem Strom aus Offenstellung in Schließstellung, das dritte Spülventil
17 mittels Beaufschlagung mit elektrischem Strom aus Schließstellung in Offenstellung
zwecks Ablaufs der Spülflüssigkeit, das erste Spülventil 15 und /oder das zweite Spülventil
16 und/oder das vierte Spülventil 18 mangels Beaufschlagung mit elektrischem Strom
aus Offenstellung in Schließstellung geschlossen geschaltet.
[0237] In einem folgenden Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens (Fig. 6)
ist in Spülbetrieb 2 der Systemtrenner 4 offen infolge Übergangs von Schließ- in Offenstellung
der zweite Absperrschieber 2 und der erste Absperrschieber 5 manuell oder mangels
Beaufschlagung mit elektrischem Strom offen, das erste Spülventil 15, das zweite Spülventil
16, das dritte Spülventil 17, das vierte Spülventil 19 mittels Beaufschlagung mit
elektrischem Strom offen zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit über die an das dritte
Spülventil 17 und das vierte Spülventil 18 angeschlossenen Ablaufrohre 19 und infolge
Übergangs von Offen- in Schließstellung die erste Absperrklappe 6 mittels Beaufschlagung
mit elektrischem Strom geschlossen geschaltet.
[0238] In einem Ausführungsbeispiel ermöglicht die erfindungsgemäße Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
komplikationslose, einfach durchführbare Betriebszustände derselben unter Beachtung
der zuverlässigen hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung,
der Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser
und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung
und Stagnation und der nachhaltigen Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung
und der Nichttrinkwasserleitung angeschlossenen Sicherheitsspüleinrichtung, so dass
im Normalbetrieb der Systemtrenner 4 offen verbleibt, zumindest die zweite Absperrklappe
7 mittels Strombeaufschlagung aus Offen- in Schließstellung, die erste Absperrklappe
6 mittels Strombeaufschlagung aus ihrer Offen- in Schließstellung, das zweite Spülventil
16 und das vierte Spülventil 18 mittels Strombeaufschlagung aus Schließ- in Offenstellung
und der zweite Absperrschieber 2, der erste Absperrschieber 5 manuell aus Schließ-
in Offenstellungen, insbesondere das erste Spülventil 15 und das dritte Spülventil
17 mittels Strombeaufschlagung aus Schließ- in Offenstellungen geschaltet werden.
[0239] In einem anderen Ausführungsbeispiel macht die erfindungsgemäße Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
möglich, dass im Notfallbetrieb zur Versorgung der Nichttrinkwasserleitung 20 mit
Trinkwasser der Systemtrenner 4 in Offenstellung verbleibt, die erste Absperrklappe
6, die zweite Absperrklappe 7 ohne Strombeaufschlagung aus Schließ- in Offenstellungen,
der zweite Absperrschieber 2 und der erste Absperrschieber 5 in Offenstellung verbleiben
oder manuell in Offenstellung verbracht werden, das erste Spülventil 15, das zweite
Spülventil 16, das dritte Spülventil 17 und /oder das vierte Spülventil 18 ohne Strombeaufschlagung
aus Offen- in Schließstellung geschaltet werden.
[0240] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
ist es möglich, dass im Spülbetrieb 1 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung
der Systemtrenner 4 offen verbleibt, der zweite Absperrschieber 2 manuell aus Schließstellung
in Offenstellung, das erste Spülventil 15, das zweite Spülventil 16 mittels Strombeaufschlagung,
aus Schließ- in Offenstellung, die zweite Absperrklappe 7 mittels Strombeaufschlagung
aus Offen- in Schließstellung, das vierte Spülventil 18 mittels Strombeaufschlagung
zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit aus Schließ- in Offenstellung, die erste Absperrklappe
6 mittels Strombeaufschlagung aus Offen- in Schließstellung und der erste Absperrschieber
5 manuell aus Offen- in Schließstellung und das dritte Spülventil 17 mittels Strombeaufschlagung
aus Offen- in Schließstellung geschaltet werden.
[0241] In einem anderen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
verbleibt im Spülbetrieb 2 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner
4 offen und werden der zweite Absperrschieber 2 manuell oder mangels Beaufschlagung
mit elektrischem Strom aus Schließ- in Offenstellung, der erste Absperrschieber 5
ohne oder mangels Strombeaufschlagung aus Schließ- in Offenstellung, die zweite Absperrklappe
7 mittels Strombeaufschlagung aus Offen- in Schließstellung, die erste Absperrklappe
6 mittels Strombeaufschlagung aus Offen- in Schließstellung, das dritte Spülventil
17 mittels Strombeaufschlagung aus Schließ- in Offenstellung, das erste Spülventil
15 und /oder das zweite Spülventil 16 und/oder das vierte Spülventil 18 mangels Strombeaufschlagung
aus Offen- in Schließstellung geschaltet.
[0242] In einem besonderen Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung
ist an die Spülleitung 8a der Sicherheitsspüleinrichtung 8 ein mit der Schalteinrichtung
verbundenes Desinfektionsspülventil (nicht gezeigt) angeschlossen, über welches aus
einem Behälter eine Desinfektionslösung als Spülmedium in die Sicherheitsspüleinrichtung
8 zur Weiterleitung an die Zuleitungseinrichtung 8b eingespeist wird. In Spülbetrieben
1 bis 4 können die Ventile 5, 2, 6, 7 der Sicherheitseinrichtung und die Ventile 15,
16, 17, 18 der Sicherheitsspüleinrichtung 8 und das Desinfektionsspülventil dergestalt
ansteuert sein, dass das Trinkwasser und das Spülmedium im Wechsel oder in unterschiedlichen
Intervallen jeweils eine Zeitdauer lang zugeführt werden, so dass in dem Spülbetrieb
1 der vierrohrige Verteiler 24 und in Spülbetrieb 2 der dreirohrige Verteiler 23 der
Sicherheitsspüleinrichtung 8 nicht nur gespült, sondern auch desinfiziert werden zur
Bereitstellung der erwünschten nachhaltigen Hygienisierung von Teilen 23, 24, der
Sicherheitseinrichtung 8.
[0243] Vorteile der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung, des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der erfindungsgemäßen Verwendung der Sicherheitsvorrichtung sind unter Anderem:
kein Auftreten des Eindringens von Nichttrinkwasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung,
daher kein Rückdrücken, kein Rücksaugen in die Trinkwasserleitung oder -Installation,
kein Rückwachstum,
kein Rückfließen in die Trinkwasserleitung oder -Installation,
keine Gefahr der Verunreinigung des Trinkwassers in der Trinkwasserleitung,
kein Überschreiten von in der Trinkwasserverordnung freigesetzten Grenzwerten für
mikrobiologische Parameter,
zuverlässige hygienische Trennung der Nichttrinkwasserleitung von der Trinkwasserleitung
kein Vermehren in der Zuleitungseinrichtung von Keimen nach deren Durchtritt durch
die zwischen der Nichttrinkwasserleitung und der Zuleitungseinrichtung angeordneten
Ventile,
kein Absetzen der Keime unter Bildung von Ablagerungen auf den Innenseiten der Rohre
und Ventile der Zuleitungseinrichtung,
Anpassen herkömmlicher Zuleitungseinrichtungen an die erfindungsgemäße,
Befreien von Ablagerungen auf Innenseiten von Rohren und Ventilen,
Beseitigen auch von hartnäckigen, wie innig mit Innenseiten von Rohren und Ventilen
verbundenen Ablagerungen,
Abtöten von Keimen, die aus der Nichttrinkwasserleitung in die Zuleitungseinrichtung
über Ventile gleichwohl eingedrungen sind,
Desinfektion der Innenräume der Rohre und der Ventile der Zuleitungseinrichtung und
deren Innenseiten,
nachhaltige Hygienisierung der zwischen der Trinkwasserleitung und der Nichttrinkwasserleitung
angeordneten Sicherheitseinrichtung als Zuleitung,
jederzeitige Einspeisung von Trinkwasser aus der Trinkwasserleitung in die Nichttrinkwasserleitung,
Steuerung der jederzeitigen Einspeisung von Trinkwasser aus der Trinkwasserleitung
in die Nichttrinkwasserleitung,
mechanische Trennung von Trinkwasserleitung und Nichttrinkwasserleitung bei Normalbetrieb,
kein Eindringen von Krankheitskeimen und/oder sonstigen Verunreinigungen, z.B. chemischer
Stoffe, aus der Nichttrinkwasserleitung in die Trinkwasserleitung,
dauerhafte und zuverlässige Versorgung der Nichttrinkwassereinleitung mit Trinkwasser
in Notfällen,
keine kostenträchtige Kontrolle des unkontrollierten Zuführens von verunreinigtem
Trinkwasser oder Nichttrinkwasser,
kompakter Aufbau,
erleichterter Einbau vor Ort unabhängig von den örtlichen Beschaffenheiten,
kostengünstige Herstellung und komplikationsloses Anschließen an Nichttrinkwasserleitung,
wirtschaftlich günstiger Betrieb,
hohes Maß an Eignung zur Installation an häusliche und nicht-häusliche Anschlüsse,
einfach konstruktiver Aubau,
Anschließbarkeit auch an Rohrleitungen von Schwimmbadanlagen und sonstigen an Trinkwasserleitung
als Versorgungsnetz angeschlossenen Verbrauchseinrichtungen,
automatische Kontrolle,
kostengünstige Aufstellung und Installierbarkeit,
kleinbauender Aufbau
und
keine Stagnation von Trinkwasser und Wasser in der Sicherheitsvorrichtung.
Bezugszeichenliste
[0244]
- 1
- Trinkwasserleitung
- 1a
- Zulaufrohr
- 2
- zweite Absperrschieber
- 3
- Filter
- 4
- Systemtrenner
- 4a
- weiterer Systemtrenner
- 5
- erster Absperrschieber
- 6
- erste Absperrklappe
- 7
- zweite Absperrklappe
- 8
- Sicherheitsspüleinrichtung
- 8a
- Spülleitung
- 8b
- Zuleitungseinrichtung
- 10
- viertes Rohr
- 11
- erstes Rohr
- 12
- zweites Rohr
- 13
- drittes Rohr
- 15
- erstes Spülventil
- 16
- zweites Spülventil
- 17
- drittes Spülventil
- 18
- viertes Spülventil
- 19
- Ablaufrohr von Spülventil
- 20
- Nichttrinkwasserleitung
- 20a
- Zulaufleitung von Nichttrinkwasserleitung
- 21
- Richtung des aus Trinkwasserleitung zugeführten Trinkwassers
- 22
- Zulaufrichtung der Spülungen und/oder zur Trinkwasserversorgung der Nichttrinkwasserleitung
- 23
- dreirohriger Verteiler
- 24
- vierrohriger Verteiler
- 25
- sechstes Rohr zwischen drittem bzw. viertem Spülventil und zweitem bzw. drittem Rohr
- 26
- fünftes Rohr
- 30
- zulaufseitig, eingangsseitig
- 31
- ablaufseitig, ausgangsseitig
- 32
- Desinfektionseinrichtung
- 33
- Behälter zur Aufnahme von Desinfektionsmittel
- 34
- Desinfektionsspülleitung
- 35
- Injektor für Desinfektionsmittel
- 36
- erstes Probeentnahmeventil
- 37
- dritter Absperrschieber, z.B. als Desinfektionsspülventil
- 38
- vierter Absperrschieber
- 39
- erstes Probeentnahmeventil
- 40
- zweites Probeentnahmeventil
- 41
- Probeentnahmeleitung
- 42
- drittes Probeentnahmeventil
- 43
- Stromleitung für elektrische Energieversorgung der UV-C- Sonden, -Strahlern als Bestrahlungseinrichtung
- 44
- Schalteinrichtung zur Ansteuerung und Schaltung von motorisch betätigbaren Absperrklappen,
Absperrschiebern, Spülventilen
- 45
- Schalteinrichtung zur Ansteuerung und Schaltung von UV-C-Sonden, -Strahlern
1. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen.
Hygienisierung eines Teils derselben, wobei
a. die Sicherheitsvorrichtung eine Zuleitungseinrichtung (8b) und eine Sicherheitsspüleinrichtung
(8) umfasst,
b. die Trinkwasserleitung (1) ein Zulaufrohr (1a) aufweist,
c. an das Zulaufrohr (1a) die Zuleitungseinrichtung (8b) der Sicherheitsvorrichtung
angeschlossen ist,
d. die Zuleitungseinrichtung (8b) einen Systemtrenner (4) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
e. die Zuleitungseinrichtung (8b) einen an den Systemtrenner (4) angeschlossenen ersten
Absperrschieber (5), eine an den ersten Absperrschieber (5) angeschlossene erste Absperrklappe
(6), eine an die erste Absperrklappe (6) angeschlossene zweite Absperrklappe (7) umfasst,
f. die Sicherheitsspüleinrichtung (8) mit dem Eingang ihrer Spülleitung (8a) zwischen
dem Systemtrenner (4) und dem ersten Absperrschieber (5) sowie mit dem Ausgang ihrer
Spülleitung (8a) zwischen der ersten Absperrklappe (6) und der zweiten Absperrklappe
(7) angeordnet ist,
g. in der Spülleitung (8a) der Sicherheitsspüleinrichtung (8) ein erstes Spülventil
(15) und ein zweites Spülventil (16) in Reihe angeordnet sind,
h. die Sicherheitsspüleinrichtung (8) ein zwischen dem ersten Absperrschieber (5)
und der ersten Absperrklappe (6) angeordnetes drittes Spülventil (17) und ein zwischen
der ersten Absperrklappe (6) und der zweiten Absperrklappe (7) angeordnetes viertes
Spülventil (18) umfasst,
i. an deren Ausgängen Ablaufrohre (24) zur Abführung von Spülflüssigkeiten angeschlossen
sind.
2. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einem Ausgang des Zulaufrohrs (1a) der Trinkwasserleitung (1) ein zweiter Absperrschieber
(2) angeschlossen ist,
ein Filter (3) über ein fünftes Rohr (26) an dem zweiten Absperrschieber (2) und über
ein viertes Rohr (10) an die Zuleitungseinrichtung (8b) angeschlossen ist, wobei
der Systemtrenner (4) an das vierte Rohr (10) angeschlossen ist,
an dem Systemtrenner (4) über ein erstes Rohr (11) der erste Absperrschieber (5) angeschlossen
ist, an welchem über ein zweites Rohr (12) die erste Absperrklappe (6) angeschlossen
ist,
an dem Ausgang der ersten Absperrklappe (6) über ein drittes Rohr (13) die zweite
Absperrklappe (7) angeschlossen ist,
welche (7) an die Zulaufleitung (20a) der Nichttrinkwasserleitung (20) angeschlossen
ist,
an dem ersten Rohr (11) und an dem dritten Rohr (13) die Sicherheitsspüleinrichtung
(8) angeschlossen ist, welche (8) umfasst die Spülleitung (8a), in welcher das erste
Spülventil (15) und das zweite Spülventil (16) in Reihe angeordnet sind,
an das zweite Rohr (12) das dritte Spülventil (17) und an das dritte Rohr (13) das
vierte Spülventil (18) zum Ablauf von Spülflüssigkeit angeschlossen sind,
der erste Absperrschieber (5), die erste Absperrklappe (6), die zweite Absperrklappe
(7), das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), das dritte Spülventil
(17) und das vierte Spülventil (18) zum Übergehen in Schaltungszustände, vorzugsweise
motorisch, betätigbar sind.
3. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleiturig
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Absperrschieber (5), der zweite Absperrschieber (2), die erste Absperrklappe
(6), die zweite Absperrklappe (7), das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil
(16), das dritte Spülventil (17) und / oder das vierte Spülventil (18) mit einer Schalteinrichtung
steuerungsmäßig verbunden sind zwecks Ansteuerung derselben durch die Schalteinrichtung
zur Schaltung oder zum Übergehen in die Offen- oder in die Schließstellungen.
4. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Normalbetrieb der Nichttrinkwasserleitung (20) ohne Trinkwasserzuführung aus der
Trinkwasserleitung (1) der Systemtrenner (4) offen geschaltet ist,
die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet ist,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet ist,
das zweite Spülventil (16) und/oder das vierte Spülventil (18), vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, offen geschaltet sind,
der zweite Absperrschieber (2) und der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell,
offen geschaltet sind,
insbesondere das erste Spülventil (15) und/oder das dritte Spülventil (17), vorzugsweise
mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet sind.
5. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils desselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Notfallbetrieb zur Versorgung der Nichttrinkwasserleitung (20) mit Trinkwasser
aus der Trinkwasserleitung (1) der Systemtrenner (4) offen geschaltet ist,
die erste Absperrklappe (6), die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise ohne Strom-
oder Kraftbeaufschlagung, offen geschaltet sind zur Einspeisung von Trinkwasser in
die Nichttrinkwasserleitung (20),
vorzugsweise das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), das dritte Spülventil
(17) und / oder das vierte Spülventil (18), vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet sind,
der zweite Absperrschieber (2) und der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell,
offen geschaltet sind.
6. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem Spülbetrieb 1 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner
(4) offen geschaltet ist,
der zweite Absperrschieber (2), vorzugsweise manuell, offen geschaltet ist,
das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), vorzugsweise mittels Strom-
oder Kraftbeaufschlagung, offen geschaltet sind,
die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet ist,
das vierte Spülventil (18), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit offen geschaltet ist,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen und der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell, geschlossen geschaltet
sind,
vorzugsweise das dritte Spülventil (17), vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet ist.
7. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem Spülbetrieb 2 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner
(4) offen geschaltet ist,
der zweite Absperrschieber (2), vorzugsweise manuell, offen geschaltet ist,
der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell, offen geschaltet ist,
die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
geschlossen geschaltet ist,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mit Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen
geschaltet ist,
das dritte Spülventil (17), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
offen zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit geschaltet ist,
das erste Spülventil (15) und /oder das zweite Spülventil (16) und/oder viertes Spülventil
(18), vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet sind.
8. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem Spülbetrieb 3 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner
(4) offen geschaltet ist,
der zweite Absperrschieber (2) und der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell,
offen,
das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), das dritte Spülventil (17),
das vierte Spülventil (18), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
offen zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit über die an das dritte Spülventil (17) und
das vierte Spülventil (18) angeschlossenen Ablaufrohre (19),
die erste Absperrklappe (6) und die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, geschlossen geschaltet sind.
9. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ausgang des ersten Absperrschiebers (5) zugewandt oder benachbart an dem zweiten
Rohr (12) zwischen dem ersten Absperrschieber (5) und der ersten Absperrklappe (6)
oder an dem, vorzugsweise dreirohrigen, Verteiler (23) des zweiten Rohrs (12) ein
zweites Probeentnahmeventil (40) mit seinem Eingang zur Entnahme von Proben oder -
flüssigkeit aus dem zweiten Rohr (12) angeschlossen ist.
10. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Ausgang der ersten Absperrklappe (6) zugewandt oder benachbart an dem dritten
Rohr (13) zwischen der ersten Absperrklappe (6) und der zweiten Absperrklappe (7)
ein erstes Probeentnahmeventil (39) oder an dem, vorzugsweise vierrohrigen, Verteiler
(24) des dritten Rohrs (13) mit seinem Eingang zur Entnahme von Proben oder -flüssigkeit
aus dem dritten Rohr (13) angeschlossen ist.
11. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Ausgang des Systemtrenners (4) zugewandt oder benachbart an dem ersten Rohr (11)
zwischen dem Systemtrenner (4) und ersten Absperrschieber (5) oder an dem, vorzugsweise
vierrohrigen, Verteiler (24) des ersten Rohrs (11) ein drittes Probeentnahmeventil
(42) mit seinem Eingang zur Entnahme von Proben oder -flüssigkeit aus dem ersten Rohr
(11) angeschlossen ist.
12. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Zulaufleitung (20a) dem Ausgang der zweiten Absperrklappe (7) benachbart ein
vierter Absperrschieber (38) angeschlossen ist.
13. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass an der Spülleitung (8a) der Sicherheitsspüleinrichtung (8) zwischen dem zweiten Spülventil
(16) und dem vierrohrigen Verteiler (24) des dritten Rohrs (13) oder an dem dem vierrohrigen
Verteiler (24) des dritten Rohrs (13) angeschlossenen Ausgang der Spülleitung (8a)
und/oder der Zuleitungseinrichtung (8b) der Ausgang einer Desinfektionsspülleitung
(34) einer Desinfektionseinrichtung (32) angeschlossen ist, die Desinfektionseinrichtung
(32) einen Behälter (33) zur Aufnahme von Desinfektionsmittel aufweist, dessen Ausgang
an den Eingang eines dritten Absperrschiebers (37) angeschlossen ist, wobei der Ausgang
des dritten Absperrschiebers (37) an den Eingang der Desinfektionsspülleitung (34)
angeschlossen ist, deren Ausgang zur Einleitung von Spülmedium, wie Desinfektionsmittel,
aus dem Behälter (33) bei Offenstellung des dritten Absperrschiebers (37) in die Spülleitung
(8a) und/oder der Zuleitungseinrichtung (8b) angeschlossen ist.
14. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine UV-C-Sonde an der dem Innenraum des Zulaufrohrs (1a), des Absperrschiebers
(2, 5, 37, 38), des Filters (3), des Systemtrenners (4, 4a), der Absperrklappe (6,
7), der Sicherheitsspüleinrichtung (8), der Spülleitung (8a), der Zuleitungseinrichtung
(8b), des Rohrs (10, 11, 13, 12, 25, 26), des Spülventils (15, 16, 17, 18), des Ablaufrohrs
(19), der Zulaufleitung (20a), des Verteilers (23, 24), des Behälters (33), der Desinfektionsspülleitung
(34) und/oder des Probeentnahmeventils (36, 39, 41, 42) zugewandten Seite angeordnet
ist zur Erzeugung und Aussendung von UV-C Strahlung im Bereich von 280 bis 200 nm
sowie zur Beaufschlagung der Seite mit derselben.
15. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine UV-C-Sonde, die zur Erzeugung und Aussendung von UV-C Strahlung im
Bereich von 280 bis 200 nm vorgesehen ist, an der den Innenraum des zweiten Rohres
(12) zugewandten Seite der den Innenraum des zweiten Rohres (12) begrenzenden Wand
desselben der Zuleitungseinrichtung (8b) angeordnet ist zur Aussendung der UV-C-Strahlen
in den Innenraum.
16. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine UV-C-Sonde, die zur Erzeugung und Aussendung von UV-C Strahlung im
Bereich von 280 bis 200 nm vorgesehen ist, an der den Innenraum der Spülleitung (8a)
zugewandten Seite der den Innenraum der Spülleitung (8a) begrenzenden Wand der Sicherheitsspüleinrichtung
(8) angeordnet ist zur Aussendung der UV-C-Strahlen in den Innenraum.
17. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die UV-C-Sonden über Stromleitungen (43) für eine elektrische Energieversorgung der
UV-C-Sonden, -Strahlern als Bestrahlungseinrichtung mit einer Schalteinrichtung (45)
elektrisch verbunden ist zur Ansteuerung der UV-C-Sonden.
18. Kostengünstige Sicherheitsvorrichtung zur einfachen Installierung zwischen einer Trinkwasserleitung
(1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen hygienischen Trennung
der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung (1), zur Vermeidung des
Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser,
aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die Trinkwasserleitung (1) und zur nachhaltigen
Hygienisierung eines Teils derselben nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass an die Spülleitung (8a) der Sicherheitsspüleinrichtung (8) zwischen dem ersten Spülventil
(15) und dem zweiten Spülventil (16) ein weiterer Systemtrenner (4a) angeschlossen
ist, der für seinen Übergang von Offen- in die Schließstellung im Notfallbetrieb und
zum Übergang von der Schließ- in die Offenstellung im Spülbetrieb 1 und/oder im Spülbetrieb
3 vorgesehen ist.
19. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1), die Sicherheitsvorrichtung eine Zuleitungseinrichtung (8b)
und eine Sicherheitsspüleinrichtung (8) umfasst,
die Trinkwasserleitung (1) mit ihrem Zulaufrohr (1a) an den Eingang der Zuleitungseinrichtung
(8b) der Sicherheitsvorrichtung,
die Zuleitungseinrichtung (8b) der Sicherheitsvorrichtung mit ihrem Ausgang an die
Zulaufleitung (20a) der Nichttrinkwasserleitung (20) angeschlossen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einen Ausgang des Zulaufrohrs (1a) der Trinkwasserleitung (1) der zweite Absperrschieber
(2),
ein Filter (3) über ein fünftes Rohr (26) an den zweiten Absperrschieber (2) und über
ein viertes Rohr (19) an den Systemtrenner (4) angeschlossen werden,
an den Systemtrenner (4) über ein erstes Rohr (11) der erste Absperrschieber (5) angeschlossen
wird,
an welchen über ein zweites Rohr (12) die erste Absperrklappe (6) angeschlossen wird,
an den Ausgang der ersten Absperrklappe (6) über ein drittes Rohr (13) die zweite
Absperrklappe (7) angeschlossen ist,
welche an die Zulaufleitung (20a) der Nichttrinkwasserleitung (20) angeschlossen wird,
an das erste Rohr (11) zulaufseitig (30) und an das dritte Rohr (13) ablaufseitig
(31) eine Spülleitung (8a) der Sicherheitsspüleinrichtung (8) angeschlossen wird,
in welcher (8a) das erste Spülventil (15) und das zweite Spülventil (16) in Reihe
angeordnet werden,
an das zweite Rohr (12) das dritte Spülventil (17) und an das dritte Rohr (13) das
vierte Spülventil (18) zum Ablauf von Spülflüssigkeit angeschlossen werden,
ablaufseitig an das dritte Spülventil (17) und an das vierte Spülventil (18) Ablaufrohre
(19) zum Ablauf von Spülflüssigkeit angeschlossen werden,
der erste Absperrschieber (5), die erste Absperrklappe (6), die zweite Absperrklappe
(7), das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), das dritte Spülventil
(17) und das vierte Spülventil (18), zum Übergehen aus der Schließ- in die Offenstellung
und aus der Offen- in die Schließstellung vorgesehen sind.
20. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die erste Absperrklappe (6), die zweite Absperrklappe (7), das erste Spülventil
(15), das zweite Spülventil (16), das dritte Spülventil (17) und / oder das vierte
Spülventil (18) mit einer Schalteinrichtung verbunden werden zwecks Ansteuerung derselben
durch die Schalteinrichtung zur Schaltung oder zum Übergehen derselben aus der Schließ-
in die Offenstellung und aus der Offenstellung in die Schließstellung.
21. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1) nach Anspruch 19 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Normalbetrieb der Systemtrenner (4) offen geschaltet wird,
zumindest die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung zur Unterbrechung der Zuführung von Trinkwasser
geschaltet wird,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet wird,
das das zweite Spülventil (16) und/oder das vierte Spülventil (18), vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet werden.
22. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1) nach mindestens einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Normalbetrieb der Systemtrenner (4) offen geschaltet wird,
zumindest die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung zur Unterbrechung der Zuführung von Trinkwasser
geschaltet wird,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet wird,
das das zweite Spülventil (16) und/oder das vierte Spülventil (18), vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet werden,
der zweite Absperrschieber (2), der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell,
aus Schließstellung in Offenstellung offen geschaltet werden,
das erste Spülventil (15) und/oder das dritte Spülventil (17), vorzugsweise mittels
Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet werden.
23. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1), nach mindestens einem der Ansprüche 19 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Notfallbetrieb zur Versorgung der Nichttrinkwasserleitung (20) mit Trinkwasser
der Systemtrenner (4) in Offenstellung verbleibt,
die erste Absperrklappe (6), die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise ohne Strom-
oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet werden zur
Zuführung von Trinkwasser in die Nichttrinkwasserleitung (20),
der zweite Absperrschieber (2) und der erste Absperrschieber (5) in Offenstellung
verbleiben.
24. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1), nach mindestens einem der Ansprüche 19 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Notfallbetrieb zur Versorgung der Nichttrinkwasserleitung (20) mit Trinkwasser
der Systemtrenner (4) in Offenstellung verbleibt,
die erste Absperrklappe (6), die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise ohne Strom-
oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet werden zur
Zuführung von Trinkwasser in die Nichttrinkwasserleitung (20),
der zweite Absperrschieber (2) und der erste Absperrschieber (5) in Offenstellung
verbleiben,
das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), das dritte Spülventil (17)
und / oder das vierte Spülventil (18), vorzugsweise ohne Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet werden,
25. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1) nach mindestens einem der Ansprüche 19 bis 24,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Spülbetrieb 1 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner (4)
offen geschaltet wird,
der zweite Absperrschieber (2), vorzugsweise manuell, aus Schließstellung in Offenstellung
geschaltet wird,
das erste Spülventil (15), das zweite Spülventil (16), vorzugsweise mittels Strom-
oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet werden,
die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet wird,
das vierte Spülventil (18), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
zwecks Ablauf der Spülflüssigkeit aus Schließstellung in Offenstellung geschaltet
ist,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung und/oder
der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell, aus Offenstellung in Schließstellung
und/oder das dritte Spülventil (17), vorzugsweise mangels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet werden.
26. Verfahren zur Herstellung einer kostengünstigen Sicherheitsvorrichtung zur Installierung
zwischen einer Trinkwasserleitung (1) und einer Nichttrinkwasserleitung (20) zur zuverlässigen
hygienischen Trennung der Nichttrinkwasserleitung (20) von der Trinkwasserleitung
(1) und zur Vermeidung des Eindringens von Wasser, wie Trinkwasser, verunreinigtem
Trinkwasser und/oder Nichttrinkwasser, aus der Nichttrinkwasserleitung (20) in die
Trinkwasserleitung (1) nach mindestens einem der Ansprüche 19 bis 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
in Spülbetrieb 2 zur Zuführung von Trinkwasser zwecks Spülung der Systemtrenner (4)
offen geschaltet wird,
der zweite Absperrschieber (2), vorzugsweise manuell, aus Schließstellung in Offenstellung
geschaltet wird,
der erste Absperrschieber (5), vorzugsweise manuell, aus Schließstellung in Offenstellung
geschaltet wird,
die zweite Absperrklappe (7), vorzugsweise mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung,
aus Offenstellung in Schließstellung geschaltet wird,
die erste Absperrklappe (6), vorzugsweise mit Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus
Offenstellung in Schließstellung geschaltet wird,
das dritte Spülventil (17) mittels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Schließstellung
in Offenstellung zwecks Ablaufs der Spülflüssigkeit geschaltet wird,
das erste Spülventil (15) und /oder das zweite Spülventil (16) und/oder das vierte
Spülventil (18), vorzugsweise mangels Strom- oder Kraftbeaufschlagung, aus Offenstellung
in Schließstellung geschlossen geschaltet werden.