[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schloss mit Merkmalen des Oberbegriffs von
Anspruch 1.
[0002] Ein Schloss der eingangs genannten Art wird von der Anmelderin unter der Modellbezeichnung
B-2320 vertrieben. Dieses Schloss weist eine Umschaltfunktion ("B-Funktion") auf,
mit der ein Zugang durch Drückerbetätigung von einer Außenseite geregelt werden kann.
Ist die Umschaltfunktion deaktiviert, kann der mit diesem Schloss ausgestattete Verriegelungspunkt
durch Betätigen eines Drückers von der Innenseite zur Außenseite begangen werden.
Da sich ein Drücker an der Außenseite im ausgekuppelten Zustand ("Leerlauf") befindet,
ist durch Betätigen des Drückers kein Zugang von der Außenseite möglich und es ist
bspw. eine Schlüsselbetätigung des Schlosses erforderlich. Ist die Umschaltfunktion
aktiviert, ist ein Zugang auch von der Außenseite durch Drückerbetätigung möglich,
da sich der Drücker im eingekuppelten Zustand befindet. Ein Aktivieren bzw. Deaktivieren
der B-Funktion erfolgt beim Schloss B-2320 durch eine Schlüsselumdrehung am Schließzylinder.
Eine Verriegelung des Schlosses ist auf eine vorgeschlossene Stellung begrenzt. Es
besteht somit Optimierungsbedarf.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen konstruktiven Mitteln ein
einfach zu betätigendes und flexibel einsetzbares Schloss mit einer hohen Sicherheit
bereitzustellen.
[0004] Das Schloss weist einen Schlosskasten, einen Schließzylinder, eine Falle und eine
im Schlosskasten drehbar gelagerte Schlossnuss auf. Die Schlossnuss weist zwei Nussteile
auf, von denen das eine Nussteil von der einen Seite des Schlosses (bspw. einer Innenseite)
und das andere Nussteil von der anderen Seite des Schlosses (bspw. einer Außenseite)
betätigbar ist. Die Nussteile sind relativ zueinander drehbar und können mittels eines
Kupplungselements drehfest miteinander gekoppelt werden. Zwischen der Schlossnuss
und dem Schließzylinder ist ein Kupplungsschieber angeordnet, der im Schlosskasten
entlang einer Verlagerungsrichtung verschieblich gelagert und zwischen einer relativ
zum Schließzylinder abgesenkten Stellung und einer angehobenen Stellung verlagerbar
ist.
[0005] Die Verlagerungsrichtung ist bezogen auf den Schlosskasten insbesondere vertikal,
d.h. parallel zu einem Schlossstulp orientiert. Der Kupplungsschieber ist derart ausgebildet,
dass dieser durch Betätigen des Schließzylinders, insbesondere durch Betätigen im
Sinne eines Zurückschließens des Schließzylinders, in die angehobene Stellung verlagerbar
ist, wodurch das Kupplungselement in eine eingekuppelte Stellung verbracht wird, in
der die beiden Nussteile drehfest miteinander gekoppelt sind.
[0006] Somit kann ein Aktivieren der Umschaltfunktion ("B-Funktion") durch gezieltes Betätigen
des Kupplungsschiebers mittels des Schließzylinders erfolgen. Eine Betätigung eines
Riegels ist somit nicht erforderlich, so dass ein Aktivieren der Umschaltfunktion
den Riegel nicht beeinflusst. Dies begünstigt eine flexible Anwendung und eine hohe
Sicherheit des Schlosses, da die Funktionen des Riegels unabhängig von einer Umschaltfunktion
ausgelegt werden können.
[0007] Die Schlossnuss ("Drückernuss") dient zur Betätigung der Falle. Jedes Nussteil kann
einen Innenvierkant zur Aufnahme eines (Außen-)Vierkants eines Drückers aufweisen.
Bei den Nussteilen kann es sich um eine Innennuss und eine Außennuss handeln. Die
Innennuss kann einen Nussarm aufweisen, der mit der Falle gekoppelt ist. Bspw. kann
der Nussarm die Falle an einem Fallenschwanz hintergreifen, um die Falle in den Schlosskasten
einziehen zu können. Die Außennuss kann mittels des Kupplungselements drehfest mit
der Innennuss gekoppelt werden.
[0008] Bei dem Schloss kann es sich insbesondere um ein Einsteckschloss für einen Türflügel
handeln. Bei dem Schließzylinder kann es sich insbesondere um einen Profilzylinder
handeln. Das Kupplungselement kann zwischen einer eingekuppelten Stellung und einer
ausgekuppelten Stellung verlagert werden.
[0009] In vorteilhafter Weise kann ein im Schlosskasten verschieblich gelagerter Riegel
vorgesehen sein, welcher durch den Schließzylinder betätigbar ist, wobei der Riegel
in eine zurückgeschlossene (in den Schlosskasten eingezogene) Stellung und in eine
vorgeschlossene (aus dem Schlosskasten ausgefahrene) Stellung oder in zwei vorgeschlossene
Stellungen verlagerbar ist. Somit kann ein Verriegelungspunkt, bspw. eine Tür, nicht
nur mittels der Falle geschlossen, sondern auch mittels des Riegels verriegelt werden.
Zwei vorgeschlossene Stellungen bzw. ein zweitouriges Vorschließen tragen durch vergleichsweise
großen Überstand des Riegels in der zweiten vorgeschlossenen Stellung relativ zum
Schlossstulp zu einer hohen Sicherheit bei. Da Riegel und Kupplungsschieber mittels
des Schließzylinder betätigt werden, ist eine einfache Bedienung des Schlosses begünstigt.
[0010] In zweckmäßiger Weise kann der Kupplungsschieber entlang der Verlagerungsrichtung
verschieblich am Riegel gelagert sein. Mit anderen Worten ist der Kupplungsschieber
nicht am Schlosskasten, bspw. einem Schlossboden, verschieblich gelagert, sondern
am Riegel. Dies trägt zu einer kompakten Anordnung von Riegel und Kupplungsschieber
bei. Durch Anordnung auf dem Riegel wird der Kupplungsschieber mit dem Riegel mitbewegt.
Der Riegel ist entlang einer orthogonal zum Schlossstulp orientierten Bewegungsrichtung
verlagerbar. Der Kupplungsschieber ist insbesondere parallel zum Schlossstulp verlagerbar.
[0011] Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann der Kupplungsschieber derart ausgebildet
und/oder am Riegel angeordnet sein, dass ein Betätigungsvorsprung des Kupplungsschiebers
dann durch einen Schließbart des Schließzylinders betätigbar ist, wenn sich der Riegel
in der zurückgeschlossenen Stellung befindet. Dadurch erfolgt eine Betätigung des
Kupplungsschiebers zum Aktivieren der Umschaltfunktion dann, wenn sich der Riegel
in der zurückgeschlossenen Stellung befindet, das Schloss somit entriegelt ist. Dadurch
kann ohne Riegelbetätigung ganz gezielt eine Betätigung des Kupplungsschiebers erfolgen.
[0012] In vorteilhafter Weise kann ein am Schlosskasten, insbesondere am Schlossboden, befestigter
(ortsfester) Führungsdorn vorgesehen sein, der, wenn der Riegel in der zurückgeschlossenen
Stellung ist und sich der Kupplungsschieber in der angehobenen Stellung befindet,
mit einer am Kupplungsschieber ausgebildeten Führungskurve (bspw. einer Führungsschräge)
in Kontakt sein, die derart ausgebildet ist, dass diese den Kupplungsschieber dann,
wenn der Riegel von der zurückgeschlossenen Stellung in eine vorgeschlossene Stellung
verlagert wird (Riegel wird vorgeschlossen), in die abgesenkte Stellung verlagert.
Dadurch wird das Kupplungselement beim Vorschließen des Riegels ausgekuppelt, gelangt
also in die ausgekuppelte Stellung. Die beiden Nussteile sind dann nicht mehr drehfest
miteinander gekoppelt und daher relativ zueinander drehbar. Im Riegel kann ein Langloch
ausgebildet sein, durch welches der Führungsdorn hindurchragt. Somit kann der Führungsdorn
auch zur Führung des Riegels dienen.
[0013] In zweckmäßiger Weise kann ein im Schlosskasten schwenkbar gelagerter Rückzugshebel
angeordnet sein, der einends mit dem Riegel gekoppelt ist, insbesondere einen am Riegel
angeordneten Vorsprung hintergreift, und andernends einen Betätigungsarm aufweist,
der einem an der Schlossnuss ausgebildeten Nussvorsprung zugeordnet ist, so dass der
Riegel durch Betätigung der Schlossnuss, insbesondere eines Nussteils, bspw. der Innennuss,
aus der oder den vorgeschlossenen Stellungen in die rückgeschlossene Stellung gebracht
werden kann. Damit ist eine Panikfunktion bereitgestellt, da der Riegel von einer
Seite des Schlosses, insbesondere von der Innenseite, durch Drückerbetätigung aus
jeder vorgeschlossenen Stellung in die zurückgeschlossene Stellung gebracht werden
kann.
[0014] Im Konkreten kann der Kupplungsschieber mittels eines separaten Kupplungsteils mit
dem Kupplungselement gekoppelt sein, wobei das Kupplungsteil im Schlosskasten entlang
der Verlagerungsrichtung verschieblich gelagert ist, wobei das Kupplungsteil einends
einen Betätigungsabschnitt zur Betätigung durch den Kupplungsschieber, insbesondere
durch einen Kontaktabschnitt des Kupplungsschiebers, und andernends einen vorzugsweise
relativ zur Verlagerungsrichtung angewinkelten und/oder gekrümmten Führungsabschnitt
zur Betätigung des Kupplungselements aufweist. Somit kann eine Kraftübertragung vom
Kupplungsschieber auf das Kupplungselement vorbei an anderen Komponenten erfolgen.
Eine Betätigung erfolgt nur in definierten Betriebszuständen, bspw. wenn der Riegel
vollständig zurückgeschlossen ist. Durch den Betätigungsabschnitt und den Führungsabschnitt
kann eine Kraftumlenkung erfolgen. Die Verlagerungsrichtung ist bezogen auf den Schlosskasten
insbesondere vertikal, d.h. parallel zu einem Schlossstulp orientiert.
[0015] Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann im Schlosskasten ein Druckstück angeordnet
sein, welches den Kupplungsschieber, wenn dieser in die angehobene Stellung verlagert
wird, von unterhalb, d.h. bezogen auf die parallel zum Schlossstulp orientierte Verlagerungsrichtung
von unterhalb, hintergreift. Dadurch kann der Kupplungsschieber in der angehobenen
Stellung gehalten werden. Am Kupplungsschieber kann eine erste Nase ausgebildet sein
und am Druckstück kann eine zweite Nase ausgebildet sein. Die beiden Nasen können
einander zugewandt sein und der Kupplungsschieber und das Druckstück können mittels
der Nasen miteinander in Kontakt gelangen, wenn sich der Kupplungsschieber in der
angehobenen Stellung befindet. Optional kann benachbart zur Nase des Druckstücks am
Druckstück ein Auflageabschnitt vorgesehen sein, an dem die Nase des Kupplungsschiebers
aufliegen kann, wenn sich der Kupplungsschieber in der abgesenkten Stellung befindet
und der Riegel zurückgeschlossen ist.
[0016] In vorteilhafter Weise kann das Druckstück um eine Schwenkachse schwenkbar im Schlosskasten
gelagert und relativ zum Kupplungsschieber mittels einer Feder vorgespannt sein, so
dass das Druckstück, wenn der Kupplungsschieber in die angehobene Stellung verlagert
wird, durch Kontakt mit einem Abschnitt (bspw. einer ersten Nase) des Kupplungsschiebers
ausgehend von einer Ausgangsstellung (Ruhestellung) vom Kupplungsschieber weg verschwenkt
wird (Verschwenken in einem ersten Drehsinn), wobei das Druckstück, nachdem der Abschnitt
des Kupplungsschiebers das Druckstück bzw. einen Abschnitt des Druckstücks (bspw.
eine zweite Nase) passiert hat, durch die Feder in die Ausgangsstellung zurück verschwenkt
wird (Verschwenken entgegengesetzt zum ersten Drehsinn). Dies ist eine konstruktiv
günstige Ausgestaltung zum Halten des Kupplungsschiebers in der angehobenen Stellung.
[0017] Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann das Kupplungselement als Kulissenstein
ausgebildet sein, der in einer Führungskulisse geführt ist, die an einem der Nussteile,
insbesondere an der Innennuss, ausgebildet ist, wobei der Kulissenstein in der eingekuppelten
Stellung einen am anderen Nussteil, insbesondere der Außennuss, ausgebildeten Fortsatz
hintergreift. Dadurch können die beiden Nussteile auf konstruktiv einfache Weise miteinander
gekoppelt werden. Die Führungskulisse kann in einem vom Nussteil nach außen abragenden
Nussarm ausgebildet sein. Der Kulissenstein kann mittels einer Feder, bspw. einer
Druckfeder, in Richtung der ausgekuppelten Stellung vorgespannt sein.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche
oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf.
jedoch lediglich einmal. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Ausführung eines Schlosses mit abgenommenem Schlossdeckel von einer Seite, wobei
die Nussteile (noch) nicht drehfest miteinander gekoppelt sind und der Riegel zurückgeschlossen
ist;
- Fig.2
- das Schloss aus Figur 1 von der anderen Seite in der gleichen Situation, d.h. mit
nicht drehfest gekoppelten Nussteilen und zurückgeschlossenem Riegel;
- Fig.3
- das Schloss aus Figur 1 von der einen Seite, wobei der Riegel zurückgeschlossen ist
und der Kupplungsschieber mittels des Schließzylinders in die angehobene Stellung
verlagert wurde, so dass die Nussteile mittels des Kupplungselements drehfest miteinander
gekoppelt sind;
- Fig.4
- das Schloss aus Figur 1 mit nicht drehfest gekoppelten Nussteilen und dem Riegel in
der ersten vorgeschlossenen Stellung; und
- Fig.5
- das Schloss aus Figur 1 mit nicht drehfest gekoppelten Nussteilen und dem Riegel in
der zweiten vorgeschlossenen Stellung.
[0019] Figur 1 zeigt ein Schloss, welches im Beispiel als Einsteckschloss ausgebildet und
insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet ist. Das Schloss 10 kann stirnseitig
in einen Türflügel oder Fensterflügel montiert werden.
[0020] Das Schloss 10 weist einen Schlosskasten 12 mit einem Schlossboden 14 und einer Schlossdecke
auf (Schlossdecke abgenommen und daher nicht gezeigt). Am Schlosskasten 12 ist zudem
ein Schlossstulp 16 befestigt. Am Schlossstulp 16 sind Durchgangsöffnungen für eine
Falle und einen Riegel ausgebildet (nicht gezeigt). Zudem können am Schlossstulp 16
Befestigungsöffnungen vorgesehen sein, mittels denen das Schloss 10 mittels Schrauben
stirnseitig an einem Türflügel oder Fensterflügel befestigt werden kann.
[0021] Das Schloss 10 weist einen Schließzylinder 20 auf, der im Beispiel als Profilzylinder
ausgebildet ist. Das Schloss 10 weist im Beispiel weiter eine Falle 22 und einen Riegel
24 auf, die im Schlosskasten 12 jeweils verschieblich gelagert sind und jeweils entlang
einer Bewegungsrichtung 26 verschoben werden können. Die Bewegungsrichtung 26 ist
orthogonal zum Schlossstulp 16 orientiert.
[0022] Das Schloss 10 weist eine im Schlosskasten 12 drehbar gelagerte Schlossnuss 28 auf.
Die Schlossnuss 28 weist zwei Nussteile 30, 32 auf, von denen das eine Nussteil 30
von der einen Seite des Schlosses 10 (Innenseite; vgl. Figur 1) und das andere Nussteil
32 von der anderen Seite des Schlosses 10 (Außenseite; vgl. Figur 2) betätigbar ist.
Das Nussteil 30 kann als Innennuss und das Nussteil 32 als Außennuss bezeichnet werden.
[0023] Beide Nussteile 30, 32 weisen einen Innenvierkant 34, 36 zur Aufnahme eines (Außen-)Vierkants
eines Drückers auf (nicht gezeigt). Das Nussteil 30 weist im Beispiel einen Nussarm
38 auf (vgl. Fig.1), der mit der Falle 22 gekoppelt ist. Im Beispiel hintergreift
der Nussarm 38 die Falle 22 an einem Fallenschwanz 40, um die Falle 22 in den Schlosskasten
12 einziehen zu können (vgl. Fig.1). Die Nussteile 30, 32 sind relativ zueinander
drehbar und können mittels eines Kupplungselements 42 drehfest miteinander gekoppelt
werden (vgl. Fig.1 und 2).
[0024] Zwischen der Schlossnuss 28 und dem Schließzylinder 20 ist ein Kupplungsschieber
44 angeordnet (vgl. Fig.1), der im Schlosskasten 12 entlang einer Verlagerungsrichtung
46 verschieblich gelagert und zwischen einer relativ zum Schließzylinder 20 abgesenkten
Stellung (vgl. Fig.1) und einer angehobenen Stellung (vgl. Fig.3) verlagerbar ist.
Die Verlagerungsrichtung 46 ist im Beispiel bezogen auf den Schlosskasten 12 vertikal,
d.h. parallel zum Schlossstulp 16 orientiert.
[0025] Der Kupplungsschieber 44 ist derart ausgebildet, dass dieser durch Betätigen des
Schließzylinders 20, im Beispiel durch Betätigen im Sinne eines Zurückschließens des
Schließzylinders 20 (Drehung in Fig.1 und Fig.3 im Uhrzeigersinn), in die angehobene
Stellung verlagerbar ist (vgl. Fig.3), wodurch das Kupplungselement 42 in eine eingekuppelte
Stellung verbracht wird (vgl. Fig.3), in der die beiden Nussteile 30, 32 drehfest
miteinander gekoppelt sind. Das Kupplungselement 42 kann zwischen einer eingekuppelten
Stellung (vgl. Fig.3) und einer ausgekuppelten Stellung (vgl. Fig.1 und 2) verlagert
werden.
[0026] Wie bereits angedeutet, ist ein im Schlosskasten 12 verschieblich gelagerter Riegel
24 vorgesehen, welcher durch den Schließzylinder 20 betätigbar ist, wobei der Riegel
24 in eine zurückgeschlossene Stellung (vgl. Fig.1 bis 3) und zwei vorgeschlossene
Stellungen verlagerbar ist, nämlich in eine erste vorgeschlossene Stellung (vgl. Fig.4)
und in eine zweite vorgeschlossene Stellung (vgl. Fig.5).
[0027] Der Kupplungsschieber 44 ist im Beispiel entlang der Verlagerungsrichtung 46 verschieblich
am Riegel 24 gelagert. Mit anderen Worten ist der Kupplungsschieber 44 nicht unmittelbar
am Schlosskasten 12 verschieblich gelagert, sondern am Riegel 24. Durch Anordnung
auf dem Riegel 24 wird der Kupplungsschieber 44 mit dem Riegel 24 mitbewegt, wenn
dieser bspw. entlang der Bewegungsrichtung 26 bewegt wird.
[0028] Im Beispiel ist der Kupplungsschieber 44 derart ausgebildet und am Riegel 24 angeordnet,
dass ein Betätigungsvorsprung 48 des Kupplungsschiebers 44 dann durch den Schließbart
21 des Schließzylinders 20 betätigbar ist, wenn sich der Riegel 24 in der zurückgeschlossenen
Stellung befindet (vgl. Fig.3).
[0029] Am Schlosskasten 12, bspw. am Schlossboden 14 ist ein Führungsdorn 50 befestigt,
der, wenn der Riegel 24 in der zurückgeschlossenen Stellung ist und sich der Kupplungsschieber
44 in der angehobenen Stellung befindet, mit einer am Kupplungsschieber 44 ausgebildeten
Führungskurve 52 in Kontakt ist (vgl. Fig.3). Die Führungskurve 52 ist derart ausgebildet,
dass diese den Kupplungsschieber 44 dann, wenn der Riegel 24 von der zurückgeschlossenen
Stellung in eine vorgeschlossene Stellung verlagert wird (Riegel 24 wird vorgeschlossen),
in die abgesenkte Stellung verlagert (vgl. Fig.4). Dadurch wird das Kupplungselement
42 ausgekuppelt. Die beiden Nussteile 30, 32 sind dann nicht mehr drehfest miteinander
gekoppelt. Im Beispiel ist im Riegel 24 ein Langloch 54 ausgebildet, durch welches
der Führungsdorn 50 hindurchragt (vgl. Fig.1).
[0030] Im Beispiel ist ein im Schlosskasten 12 schwenkbar gelagerter Rückzugshebel 56 angeordnet,
der einends mit dem Riegel 24 gekoppelt ist, indem dieser einen am Riegel 24 angeordneten
Vorsprung 58 hintergreift. Andernends weist der Rückzugshebel 56 einen Betätigungsarm
60 auf, der einem an der Schlossnuss 28, und zwar dem Nussteil 30 ausgebildeten Nussvorsprung
29 zugeordnet ist, so dass der Riegel 24 durch Betätigung der Schlossnuss 28, und
zwar des Nussteils 30 aus den vorgeschlossenen Stellungen in die rückgeschlossene
Stellung gebracht werden kann. Damit ist eine Panikfunktion bereitgestellt.
[0031] Im Beispiel ist der Kupplungsschieber 44 mittels eines separaten Kupplungsteils 62
mit dem Kupplungselement 42 gekoppelt, wobei das Kupplungsteil 42 im Schlosskasten
12 entlang der Verlagerungsrichtung 46 verschieblich gelagert ist (vgl. Fi.1). Das
Kupplungsteil 62 weist einends einen Betätigungsabschnitt 64 zur Betätigung durch
den Kupplungsschieber 44, und zwar durch einen Kontaktabschnitt 45 des Kupplungsschiebers
44 auf. Andernends weist das Kupplungsteil 62 einen relativ zur Verlagerungsrichtung
46 angewinkelten und gekrümmten Führungsabschnitt 66 zur Betätigung des Kupplungselements
42 auf.
[0032] Im Schlosskasten 12 ist ein Druckstück 70 angeordnet, welches den Kupplungsschieber
44 dann, wenn dieser in die angehobene Stellung verlagert wird (vgl. Fig.3), von unterhalb,
d.h. bezogen auf die Verlagerungsrichtung 46 von unterhalb, hintergreift. Dadurch
kann der Kupplungsschieber 44 in der angehobenen Stellung gehalten werden.
[0033] Am Kupplungsschieber 44 ist im Beispiel eine erste Nase 47 ausgebildet und am Druckstück
70 ist eine zweite Nase 72 ausgebildet. Die beiden Nasen 47, 72 sind einander zugewandt
und der Kupplungsschieber 44 und das Druckstück 70 können mittels der Nasen 47, 72
miteinander in Kontakt gelangen, wenn sich der Kupplungsschieber 44 in der angehobenen
Stellung befindet (vgl. Fig.3).
[0034] Im Beispiel ist am Druckstück 70 benachbart zur Nase 72 ein Auflageabschnitt 74 vorgesehen,
an dem die Nase 47 des Kupplungsschiebers 44 aufliegen kann, wenn sich der Kupplungsschieber
44 in der abgesenkten Stellung befindet und der 24 Riegel zurückgeschlossen ist (vgl.
Fig.1).
[0035] Das Druckstück 70 ist im Beispiel um eine Schwenkachse 76 schwenkbar im Schlosskasten
12 gelagert und relativ zum Kupplungsschieber 44 mittels einer Feder 78 vorgespannt
(vgl. Fig. 1 und 2), so dass das Druckstück 70, wenn der Kupplungsschieber 44 in die
angehobene Stellung verlagert wird, durch Kontakt mit einem Abschnitt des Kupplungsschiebers
44, und zwar mit der ersten Nase 47 ausgehend von einer Ausgangsstellung (vgl. Fig.1)
vom Kupplungsschieber 44 weg verschwenkt wird (Schwenkbewegung in Fig.1 um den Uhrzeigersinn).
Das Druckstück 70 wird dann, nachdem die Nase 47 des Kupplungsschiebers 44 das Druckstück
70 bzw. die zweite Nase 72 passiert hat, durch die Feder 78 in die Ausgangsstellung
zurück verschwenkt wird (vgl. Fig.3). Die Nasen 47, 72 liegen dann aneinander an.
[0036] Im Beispiel ist das Kupplungselement 42 als Kulissenstein ausgebildet, der in einer
Führungskulisse 49 geführt ist, die am Nussteil 30 ausgebildet ist, wobei der Kulissenstein
in der eingekuppelten Stellung einen am anderen Nussteil 32 ausgebildeten Fortsatz
33 hintergreift. Die Führungskulisse 49 ist in einem vom Nussteil 30 nach außen abragenden
Nussarm 41 ausgebildet. Der Kulissenstein ist mittels einer Feder 43, bspw. einer
Druckfeder 43, in Richtung der ausgekuppelten Stellung vorgespannt.
[0037] Das Schloss 10 arbeitet folgendermaßen:
Im Beispiel kann das Schloss 10 in vier unterschiedliche Betriebszustände gebracht
werden, die nachfolgend kurz erläutert werden.
[0038] In dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Betriebszustand ist die Falle 22 ausgefahren
und der Riegel 24 ist zurückgeschlossen. Der Kupplungsschieber 44 befindet sich in
der abgesenkten Stellung, so dass sich das Kupplungselement bzw. der Kulissenstein
42 in der ausgekuppelten Stellung befindet. Die Nussteile 30, 32 sind nicht drehfest
gekoppelt. Die Umschaltfunktion ist somit nicht aktiviert.
[0039] Daher kann der mit dem Schloss 10 gesicherte Zugangspunkt, bspw. eine mit dem Schloss
10 ausgestattete Tür, von innen nach außen begangen werden, da durch Betätigung des
Nussteils 30, bspw. über einen mit dem Nussteil 30 gekoppelten Türdrücker (nicht gezeigt),
über den Nussarm 38 und den Fallenschwanz 40 die Falle 22 eingezogen werden kann.
Ein Zugang von außen nach innen ist hingegen nicht möglich, da sich das Kupplungselement
bzw. der Kulissenstein 42 in der ausgekuppelten Stellung befindet und der Fortsatz
33 am Nussteil 32 leerläuft, d.h. bei Betätigung des Nussteils 32, bspw. durch einen
damit gekoppelten Türdrücker (nicht gezeigt), wird der Nussteil 30 nicht mitbewegt.
Die Falle 22 wird somit nicht betätigt. Ein Zugang von außen wäre dann nur durch Betätigung
des Schließzylinders 20 mittels Schlüssel möglich.
[0040] Dieser Betriebszustand kann bspw. einer "Feierabendstellung" entsprechen, bei der
Personen den Zugangspunkt von innen nach außen verlassen, jedoch von außen nach innen
nicht mehr betreten können.
[0041] In dem in Figur 3 gezeigten Betriebszustand ist die Falle 22 ausgefahren und der
Riegel 24 ist zurückgeschlossen. Allerdings befindet sich der Kupplungsschieber 44,
da dieser mittels des Schließbarts 21 des Schließzylinders 20 angehoben wurde, in
der angehobenen Stellung, so dass sich das Kupplungselement bzw. der Kulissenstein
42 in der eingekuppelten Stellung befindet. Die Nussteile 30, 32 sind somit drehfest
miteinander gekoppelt. Die Umschaltfunktion ist aktiviert.
[0042] Somit kann der mit dem Schloss 10 gesicherte Zugangspunkt, bspw. eine mit dem Schloss
10 ausgestattete Tür, in beide Richtungen, d.h. von innen nach außen und auch von
außen nach innen begangen werden. Da die Nussteile 30, 32 drehfest miteinander gekoppelt
sind, führt eine Betätigung an beiden Seiten des Schlosses 10 zum Zurückziehen der
Falle 22 und damit zum Öffnen des Zugangspunkts.
[0043] Dieser Betriebszustand kann bspw. einer "Tagstellung" entsprechen, bei der Personen
den Zugangspunkt in beide Richtungen passieren können sollen.
[0044] In dem in Figur 4 dargestellten Betriebszustand ist die Falle 22 ausgefahren und
der Riegel 24 befindet sich in der ersten vorgeschlossenen Stellung (eintourig vorgeschlossen).
[0045] Durch Zusammenwirken des Führungsdorns 50 mit der Führungskurve 52 wurde der Kupplungsschieber
44 in die abgesenkte Stellung gebracht. Somit ist das Kupplungselement bzw. der Kulissenstein
42 in der ausgekuppelten Stellung. Die Nussteile 30, 32 sind nicht drehfest gekoppelt.
Die Umschaltfunktion ist somit nicht aktiviert.
[0046] Da sich der Riegel 24 in der ersten vorgeschlossenen Stellung befindet und der Zugangspunkt
damit verriegelt ist, ist ein Zugang von außen nur durch Betätigung des Schließzylinders
20 mittels Schlüssel möglich. Von innen ist ein Passieren des Zugangspunkts möglich,
da durch Betätigung des Nussteils 30 über den Rückzugshebel 56 der Riegel 24 eingezogen
werden kann (Panikfunktion).
[0047] In dem in Figur 5 dargestellten Betriebszustand ist die Falle 22 ausgefahren und
der Riegel 24 befindet sich in der zweiten vorgeschlossenen Stellung (zweitourig vorgeschlossen).
[0048] Der Kupplungsschieber 44 ist in der abgesenkten Stellung. Somit ist das Kupplungselement
bzw. der Kulissenstein 42 in der ausgekuppelten Stellung. Die Nussteile 30, 32 sind
nicht drehfest gekoppelt. Die Umschaltfunktion ist somit nicht aktiviert.
[0049] Da sich der Riegel 24 in der zweiten vorgeschlossenen Stellung befindet und der Zugangspunkt
damit verriegelt ist, ist ein Zugang von außen nur durch Betätigung des Schließzylinders
20 mittels Schlüssel möglich. Von innen ist ein Passieren des Zugangspunkts möglich,
da durch Betätigung des Nussteils 30 über den Rückzugshebel 56 der Riegel 24 eingezogen
werden kann (Panikfunktion).
1. Schloss (10), mit einem Schlosskasten (12), einem Schließzylinder (20), einer Falle
(22) und einer im Schlosskasten (12) drehbar gelagerten Schlossnuss (28), wobei die
Schlossnuss (28) zwei Nussteile (30, 32) aufweist, von denen das eine Nussteil (30)
von der einen Seite des Schlosses (10) und das andere Nussteil (32) von der anderen
Seite des Schlosses (10) betätigbar ist, wobei die Nussteile (30, 32) relativ zueinander
drehbar sind und mittels eines Kupplungselements (42) drehfest miteinander gekoppelt
werden können, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schlossnuss (28) und dem Schließzylinder (20) ein Kupplungsschieber
(44) angeordnet ist, der im Schlosskasten (12) entlang einer Verlagerungsrichtung
(46) verschieblich gelagert und zwischen einer relativ zum Schließzylinder (10) abgesenkten
Stellung und einer angehobenen Stellung verlagerbar ist, wobei der Kupplungsschieber
(44) durch Betätigen des Schließzylinders (20) in die angehobene Stellung verlagerbar
ist, wodurch das Kupplungselement (42) in eine eingekuppelte Stellung verbracht wird,
in der die beiden Nussteile (30, 32) drehfest miteinander gekoppelt sind.
2. Schloss (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Schlosskasten (12) verschieblich gelagerter Riegel (24) vorgesehen ist, welcher
durch den Schließzylinder (20) betätigbar ist, wobei der Riegel (24) in eine zurückgeschlossene
Stellung und in eine vorgeschlossene Stellung oder in zwei vorgeschlossene Stellungen
verlagerbar ist.
3. Schloss (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsschieber (44) entlang der Verlagerungsrichtung (46) verschieblich am
Riegel (24) gelagert ist.
4. Schloss (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsschieber (44) derart ausgebildet und/oder am Riegel (24) angeordnet
ist, dass ein Betätigungsvorsprung (48) des Kupplungsschiebers (44) dann durch einen
Schließbart (21) des Schließzylinders (20) betätigbar ist, wenn sich der Riegel (24)
in der zurückgeschlossenen Stellung befindet.
5. Schloss (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Schlosskasten (12) befestigter Führungsdorn (50) vorgesehen ist, der, wenn
der Riegel (24) in der zurückgeschlossenen Stellung ist und sich der Kupplungsschieber
(44) in der angehobenen Stellung befindet, mit einer am Kupplungsschieber (44) ausgebildeten
Führungskurve (52) in Kontakt ist, die derart ausgebildet ist, dass diese den Kupplungsschieber
(44) dann, wenn der Riegel (24) von der zurückgeschlossenen Stellung in eine vorgeschlossene
Stellung verlagert wird, in die abgesenkte Stellung verlagert.
6. Schloss (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Schlosskasten (12) schwenkbar gelagerter Rückzugshebel (56) angeordnet ist,
der einends mit dem Riegel (24) gekoppelt ist und andernends einen Betätigungsarm
(60) aufweist, der einem an der Schlossnuss (28) ausgebildeten Nussvorsprung (29)
zugeordnet ist, so dass der Riegel (24) durch Betätigung der Schlossnuss (28) aus
der oder den vorgeschlossenen Stellungen in die rückgeschlossene Stellung gebracht
werden kann.
7. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsschieber (44) mittels eines separaten Kupplungsteils (62) mit dem Kupplungselement
(42) gekoppelt ist, wobei das Kupplungsteil (62) im Schlosskasten (12) entlang der
Verlagerungsrichtung (46) verschieblich gelagert ist, wobei das Kupplungsteil (62)
einends einen Betätigungsabschnitt (64) zur Betätigung durch den Kupplungsschieber
(44) und andernends einen vorzugsweise relativ zur Verlagerungsrichtung (46) angewinkelten
und/oder gekrümmten Führungsabschnitt (66) zur Betätigung des Kupplungselements (42)
aufweist.
8. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schlosskasten (12) ein Druckstück (70) angeordnet ist, welches den Kupplungsschieber
(44), wenn dieser in die angehobene Stellung verlagert wird, von unterhalb hintergreift.
9. Schloss (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (70) schwenkbar gelagert und relativ zum Kupplungsschieber (44) mittels
einer Feder (78) vorgespannt ist, so dass das Druckstück (70), wenn der Kupplungsschieber
(44) in die angehobene Stellung verlagert wird, durch Kontakt mit einem Abschnitt
(47) des Kupplungsschiebers (44) ausgehend von einer Ausgangsstellung vom Kupplungsschieber
(44) weg verschwenkt wird, wobei das Druckstück (70), nachdem der Abschnitt (47) des
Kupplungsschiebers (44) das Druckstück (70) passiert hat, durch die Feder (78) in
die Ausgangsstellung zurück verschwenkt wird.
10. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (42) als Kulissenstein ausgebildet ist, der in einer Führungskulisse
(49) geführt ist, die an einem der Nussteile (30, 32) ausgebildet ist, wobei der Kulissenstein
in der eingekuppelten Stellung einen am anderen Nussteil (32, 30) ausgebildeten Fortsatz
(33) hintergreift.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Schloss (10), mit einem Schlosskasten (12), einem Schließzylinder (20), einer Falle
(22) und einer im Schlosskasten (12) drehbar gelagerten Schlossnuss (28), wobei die
Schlossnuss (28) zwei Nussteile (30, 32) aufweist, von denen das eine Nussteil (30)
von der einen Seite des Schlosses (10) und das andere Nussteil (32) von der anderen
Seite des Schlosses (10) betätigbar ist, wobei die Nussteile (30, 32) relativ zueinander
drehbar sind und mittels eines Kupplungselements (42) drehfest miteinander gekoppelt
werden können, wobeizwischen der Schlossnuss (28) und dem Schließzylinder (20) ein
Kupplungsschieber (44) angeordnet ist, der im Schlosskasten (12) entlang einer Verlagerungsrichtung
(46) verschieblich gelagert und zwischen einer relativ zum Schließzylinder (10) abgesenkten
Stellung und einer angehobenen Stellung verlagerbar ist, wobei der Kupplungsschieber
(44) durch Betätigen des Schließzylinders (20) in die angehobene Stellung verlagerbar
ist, wodurch das Kupplungselement (42) in eine eingekuppelte Stellung verbracht wird,
in der die beiden Nussteile (30, 32) drehfest miteinander gekoppelt sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Schlosskasten (12) verschieblich gelagerter Riegel (24) vorgesehen ist, welcher
durch den Schließzylinder (20) betätigbar ist, wobei der Riegel (24) in eine zurückgeschlossene
Stellung und in eine vorgeschlossene Stellung oder in zwei vorgeschlossene Stellungen
verlagerbar ist, wobei der Kupplungsschieber (44) derart ausgebildet und/oder am Riegel
(24) angeordnet ist, dass ein Betätigungsvorsprung (48) des Kupplungsschiebers (44)
dann durch einen Schließbart (21) des Schließzylinders (20) betätigbar ist, wenn sich
der Riegel (24) in der zurückgeschlossenen Stellung befindet.
2. Schloss (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsschieber (44) entlang der Verlagerungsrichtung (46) verschieblich am
Riegel (24) gelagert ist.
3. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein am Schlosskasten (12) befestigter Führungsdorn (50) vorgesehen ist, der, wenn
der Riegel (24) in der zurückgeschlossenen Stellung ist und sich der Kupplungsschieber
(44) in der angehobenen Stellung befindet, mit einer am Kupplungsschieber (44) ausgebildeten
Führungskurve (52) in Kontakt ist, die derart ausgebildet ist, dass diese den Kupplungsschieber
(44) dann, wenn der Riegel (24) von der zurückgeschlossenen Stellung in eine vorgeschlossene
Stellung verlagert wird, in die abgesenkte Stellung verlagert.
4. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein im Schlosskasten (12) schwenkbar gelagerter Rückzugshebel (56) angeordnet ist,
der einends mit dem Riegel (24) gekoppelt ist und andernends einen Betätigungsarm
(60) aufweist, der einem an der Schlossnuss (28) ausgebildeten Nussvorsprung (29)
zugeordnet ist, so dass der Riegel (24) durch Betätigung der Schlossnuss (28) aus
der oder den vorgeschlossenen Stellungen in die rückgeschlossene Stellung gebracht
werden kann.
5. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kupplungsschieber (44) mittels eines separaten Kupplungsteils (62) mit dem Kupplungselement
(42) gekoppelt ist, wobei das Kupplungsteil (62) im Schlosskasten (12) entlang der
Verlagerungsrichtung (46) verschieblich gelagert ist, wobei das Kupplungsteil (62)
einends einen Betätigungsabschnitt (64) zur Betätigung durch den Kupplungsschieber
(44) und andernends einen vorzugsweise relativ zur Verlagerungsrichtung (46) angewinkelten
und/oder gekrümmten Führungsabschnitt (66) zur Betätigung des Kupplungselements (42)
aufweist.
6. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Schlosskasten (12) ein Druckstück (70) angeordnet ist, welches den Kupplungsschieber
(44), wenn dieser in die angehobene Stellung verlagert wird, von unterhalb hintergreift.
7. Schloss (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckstück (70) schwenkbar gelagert und relativ zum Kupplungsschieber (44) mittels
einer Feder (78) vorgespannt ist, so dass das Druckstück (70), wenn der Kupplungsschieber
(44) in die angehobene Stellung verlagert wird, durch Kontakt mit einem Abschnitt
(47) des Kupplungsschiebers (44) ausgehend von einer Ausgangsstellung vom Kupplungsschieber
(44) weg verschwenkt wird, wobei das Druckstück (70), nachdem der Abschnitt (47) des
Kupplungsschiebers (44) das Druckstück (70) passiert hat, durch die Feder (78) in
die Ausgangsstellung zurück verschwenkt wird.
8. Schloss (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungselement (42) als Kulissenstein ausgebildet ist, der in einer Führungskulisse
(49) geführt ist, die an einem der Nussteile (30, 32) ausgebildet ist, wobei der Kulissenstein
in der eingekuppelten Stellung einen am anderen Nussteil (32, 30) ausgebildeten Fortsatz
(33) hintergreift.