[0001] Die Erfindung betrifft eine Walzenmühle mit Randelementen zur Zerkleinerung von körnigem
Material, sowie ein Verfahren zum Betreiben einer Walzenmühle.
[0002] Walzenmühlen werden üblicherweise zur Zerkleinerung von Mahlgut, wie beispielsweise
Kalkstein, Klinker oder ähnliche Gesteine eingesetzt. Bei der Zerkleinerung von Mahlgut
in einer Walzenmühle kommt es vor, dass Mahlgut seitlich aus dem Mahlspalt austritt,
ohne den Mahlspalt vollständig oder überhaupt passiert zu haben. Dieses führt zur
Senkung der Durchsatzleistung der Maschine und zur Erhöhung der Mahlkreisumläufe,
was mit einem enormen Energieaufwand verbunden ist.
[0003] Zur kontrollierten Beeinflussung des seitlichen Abfließens von Mahlgut aus einem
zwischen den Mahlwalzen einer Walzenmühle ausgebildeten Mahlspalt ist es bekannt,
Randelemente an einer der Mahlwalze anzuordnen. Eine solche Walzenmühle mit Randelementen
ist beispielsweise aus der
DE 20 2014 006 837 U1 bekannt. Auf die Randelemente wirkt ein erhöhter spezifischer Mahldruck, der zu einer
starken Belastung der Randelemente und somit häufig zum Verschleiß oder Bruch der
Randelemente führt. Walzenmühlen mit Abstreiferelementen sind in
WO 2018/206200 A1 und
US 5054701 A offenbart.
[0004] Davon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Walzenmühle mit Randelementen
bereitzustellen, wobei die Randelemente geringeren Belastungen und Verschleiß ausgesetzt
sind.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen
Vorrichtungsanspruchs 1, sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen
Verfahrensanspruchs 12 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0006] Eine Walzenmühle zum Zerkleinern von körnigem Material umfasst nach einem ersten
Aspekt eine erste Mahlwalze und eine zweite Mahlwalze, die gegenüberliegend angeordnet
und gegenläufig antreibbar sind, wobei zwischen den Mahlwalzen ein Mahlspalt ausgebildet
ist. Zumindest eine der Mahlwalzen weist an einem Endbereich eines Mahlwalzenendes
ein Randelement auf, das derart ausgebildet ist, dass es sich über den Mahlspalt erstreckt
und die gegenüberliegende Mahlwalze stirnseitig zumindest teilweise überdeckt.
[0007] An dem mit einem Randelement versehenen Endbereich des Mahlwalzenendes ist ein Abstreiferelement
zum Entfernen von Material angeordnet. Das Abstreiferelement dient insbesondere zum
zumindest teilweisen Entfernen von an dem Endbereich der Mahlwalze angelagertem Material.
Das Material wird im Betrieb der Walzenmühle, wobei die Mahlwalzen gegenläufig rotieren,
von dem Abstreiferelement abgestriffen. Das Abstreiferelement ist vorzugsweise derart
an dem Endbereich der Mahlwalze angeordnet, dass es die Mahlwalze nicht berührt. Der
Endbereich der Mahlwalze umfasst beispielsweise die Stirnseite der Mahlwalze, die
daran angrenzende Mahlwalzenoberfläche, sowie einen die Mahlwalzenoberfläche umgebenden
Bereich, in dem sich Material ablagert. Beispielsweise weist ein solcher Bereich eine
Höhe von mehr als oder gleich 2mm bis 10mm, insbesondere mehr als oder gleich 4mm
bis 8mm, vorzugsweise 5mm auf.
[0008] Das Randelement umfasst insbesondere einen umlaufenden Kreisring, vorzugsweise eine
Kreisscheibe. Insbesondere ist das Randelement an der Stirnseite der jeweiligen Mahlwalze
angebracht, beispielsweise verschraubt oder verschweißt.
[0009] Zwischen den Randelementen und der Stirnseite der jeweils gegenüberliegenden Mahlwalze
ist vorzugsweise jeweils ein stirnseitiger Spalt ausgebildet. Ein stirnseitiger Spalt
verhindert eine Kollision des Randelements mit dem Endbereich der jeweils gegenüberliegenden
Mahlwalze in dem Fall eines Schieflaufs der Mahlwalzen, wobei die gegenüberliegenden
Mahlwalzen nicht parallel zueinander angeordnet sind.
[0010] Die Mahlwalzen umfassen insbesondere einen Walzengrundkörper, wobei das Randelement
lösbar mit dem Walzengrundkörper der jeweiligen Mahlwalze verbunden ist. Die Mahlwalze
umfasst vorzugsweise eine Antriebswelle zum Antrieb der Mahlwalze, auf welcher der
Walzengrundkörper angeordnet ist. Eine lösbare Anordnung der Randelemente auf dem
Walzengrundkörper bietet den Vorteil eines schnellen und einfachen Austauschs der
Randelemente im Verschleißfall. Die Randelemente werden beispielsweise auf den Walzengrundkörper
geklebt, gelötet, geschweißt oder geschraubt und weisen vorzugsweise einen Verschleißschutz
auf. Insbesondere ist der Verschleißschutz auf der in Richtung des Mahlspalts weisenden
Innenfläche des Randelements angeordnet. Ein solcher Verschleißschutz umfasst beispielsweise
eine verschleißfeste Beschichtung, wie Auftragsschweißung, Verschleißschutzelemente
oder Verschleißschutzbeschichtungen. Vorzugsweise sind die Randelemente aus Stahl
ausgebildet.
[0011] Im Betrieb der Walzenmühle bildet sich üblicherweise eine Materialschicht auf der
Oberfläche der Mahlwalzen, die einen autogegen Verschleißschutz der Walzenoberfläche
bewirkt. Gemäß einer Erkenntnis der Erfinder ist diese Verschleißschutzschicht an
den Endbereichen der Walzenenden, die mit Randelementen versehen sind, dicker als
an den übrigen Bereichen der Mahlwalzen. Dies führt zu einem erhöhten Mahldruck, durch
welchen die Randelemente stärker belastet werden und häufiger verschleißen oder versagen.
Mittels der Abstreiferelemente wird der Materialaufbau an den Mahlwalzenenden an den
Randelementen zuverlässig verhindert. Dadurch wird die Gefahr eines erhöhten Verschleißes
und eines Versagens der Randelemente minimiert.
[0012] Die erfindungsgemäße Walzenmühle weist eine Messeinrichtung zum Ermitteln der Schichtdicke
an Mahlgut auf zumindest einer der Mahlwalzen und/oder zum Ermitteln der Belastung
des Randelements auf. Des Weiteren weist die Walzenmühle eine Steuerungseinrichtung
auf, die mit der Messeinrichtung verbunden und dazu ausgebildet ist, den Abstand des
Abstreiferelements zu der Mahlwalze in Abhängigkeit der ermittelten Schichtdicke und/oder
Belastung zu verringern oder zu erhöhen. Die Steuerungseinrichtung umfasst beispielsweise
einen Computer und ist vorzugsweise derart mit der Messeinrichtung verbunden, dass
die mittels der Messeinrichtung ermittelten Daten, wie die Belastung und/ oder die
Schichthöhe des Mahlguts auf der Mahlwalze, an die Steuerungseinrichtung übermittelt
werden. Die Belastung umfasst beispielsweise die auf das Randelement wirkenden Kräfte
oder die relative Dehnung des Randelements.
[0013] Das Abstreiferelement ist vorzugsweise zu dem Randelement und/ oder dem Endbereich
der Mahlwalze beabstandet angeordnet. Vorzugsweise weist der Abstand zwischen dem
Abstreiferelement und dem Randelement und/ oder dem Endbereich der Mahlwalze mehr
als oder gleich 2mm -10mm, insbesondere 4mm bis 8mm, vorzugsweise 5mm auf. Ein Abstand
zwischen dem Abstreiferelement und dem Randelement und/ oder dem Endbereich der Mahlwalze
verhindert einen Kontakt des Abstreiferelements mit der Mahlwalze und vermindert somit
der Verschleiß des Abstreiferelements.
[0014] Das Abstreiferelement ist derart angeordnet, dass der Abstand zwischen dem Abstreiferelement
und dem Randelement und/ oder zwischen dem Abstreiferelement und dem Endbereich der
Mahlwalze einstellbar ist. Insbesondere soll die Dicke der Materialschicht an den
Endbereichen der Mahlwalzen einen bestimmten Wert von beispielsweise 2 bis 10mm, insbesondere
4 bis 8mm, vorzugsweise 5mm nicht überschreiten. Ein einstellbarer Abstand stellt
sicher, dass bei einem Verschleiß des Abstreiferelements der Abstand zwischen dem
Abstreiferelement und dem Randelement und/ oder dem Endbereich der Mahlwalze konstant
gehalten wird. Zusätzlich wird die Lebensdauer des Abstreiferelements verlängert und
ein Austausch ist im Verschleißfall nicht notwendig.
[0015] Jede der Mahlwalzen weist vorzugsweise an einem Endbereich eines Walzenendes jeweils
ein Randelement auf, das derart ausgebildet ist, dass es sich über den Mahlspalt erstreckt
und die gegenüberliegende Mahlwalze stirnseitig zumindest teilweise überdeckt. Insbesondere
sind die Randelemente mit Bezug auf die Endbereiche der Mahlwalzen diagonal gegenüberliegend
angeordnet. Das Abstreiferelement erstreckt sich insbesondere entlang eines Randelements.
Insbesondere erstreckt sich das Abstreiferelement in radialer Richtung der Mahlwalze,
beispielsweise parallel oder schräg zu dem Randelement. Der Abstand zwischen dem Randelement
und dem Abtreifelement ist vorzugweise über die Länge des Abstreiferelements konstant.
[0016] Gemäß einer ersten Ausführungsform ist das Abstreiferelement an einer Halterung angebracht,
wobei die Halterung in Richtung der Mahlwalze bewegbar ausgebildet ist. Beispielsweise
erstreckt sich die Halterung im Wesentlichen in radialer Richtung der Mahlwalze. Vorzugsweise
umfasst die Halterung eine Spindel oder Teleskopstange, wobei diese jeweils beispielsweise
mittels eines Elektromotors oder manuell mittels eines Handrades antreibbar sind,
sodass die Halterung in Richtung der Mahlwalze oder von der Mahlwalze wegbewegt wird.
Die Halterung ist vorzugsweise linear bewegbar. Das Abstreiferelement ist vorzugsweise
lösbar, beispielsweise mittels Schrauben, an der Halterung angebracht.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Walzenmühle eine erste Messeinrichtung
zum Ermitteln der Schichthöhe an Mahlgut auf der Mahlwalze und eine zweite Messeinrichtung
zum Ermitteln der Belastung des Randelements auf. Vorzugsweise ist die erste Messeinrichtung
an einem relativ zu den rotierenden Mahlwalzen stationären Maschinenrahmen angebracht.
Insbesondere ist die erste Messeinrichtung derart angeordnet, dass sie die Schichthöhe
des Mahlguts auf der Mahlwalze während der Rotation der Mahlwalze an dessen oberen
Wendepunkt ermittelt. Die Abstreiferelemente sind vorzugsweise an einer Position in
Rotationsrichtung der Mahlwalze vor dem oberen Wendepunkt angeordnet. Die zweite Messeinrichtung
ist beispielsweise an dem Randelement angebracht. Vorzugsweise weist die Walzenmühle
jeweils zwei der ersten und der zweiten Messeinrichtung auf, wobei an jedem Randelement
eine zweite Messeinrichtung und an jedem mit einem Randelement versehenen Endbereich
einer Mahlwalze eine erste Messeinrichtung angebracht ist. Die erste und die zweite
Messeinrichtung sind vorzugsweise jeweils mit der Steuerungseinrichtung zur Übermittlung
der ermittelten Messdaten verbunden. Die Mehrzahl der Messeinrichtungen dient der
zuverlässigen Überwachung jedes Randelements der Walzenmühle.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die erste Messeinrichtung eine optische
Messeinrichtung, insbesondere eine Lasermesseinrichtung, Infrarotmesseinrichtung oder
eine elektromagnetische Messeinrichtung, wie eine Radarmesseinrichtung (Mikrowellen
im Bereich von 1-300 GHz). Im Folgenden ist unter dem Messverfahren sowohl das optische
Messverfahren, das Lasermessverfahren als auch das Radarmessverfahren zu verstehen.
Bei der Radarmessung wird die Messeinrichtung beispielsweise in einem vorbekannten
Abstand zu der Oberfläche der Mahlwalze vorzugsweise oberhalb der Mahlwalze angebracht.
Vorzugsweise wird die Schichthöhe in einem seitlichen Randbereich der Mahlwalze mittels
einer optischen Messmethode oder der Radarmessung ermittelt. Es ist ebenfalls denkbar,
dass insbesondere mittels Radarmessung ein Oberflächenbereich erfasst wird, der sich
beispielsweise über die gesamte Breite und Länge Mahlwalze oder nur über einen Teil
der Mahlwalze, beispielsweise den Endbereich, erstreckt. Bei einer solchen Radarmessung
wird die Oberfläche des Mahlguts auf der Mahlwalze flächig erfasst und beispielsweise
der höchste Wert der Schichthöhe in dieser Fläche ermittelt. Beispielsweise sind eine
Mehrzahl von Messeinrichtungen vorgesehen, die oberhalb der Oberfläche der Mahlwalze,
beispielsweise gleichmäßig zueinander beabstandet, über den Umfang abgebracht sind,
um vorzugsweise einen Oberflächenbereich der Mahlwalze zu erfassen und die Schichthöhe
in diesem Bereich vorzugsweise flächig zu ermitteln. Beispielsweise wird die Höhe
des Mahlguts an einer Vielzahl von einzelnen, zueinander beabstandeten, Messpunkten
ermittelt, woraus beispielsweise mittels Interpolation ein 2D Bild der Mahlgutoberfläche
ermittelt wird. Die Messverfahren zur Ermittlung der Schichthöhe sind eine einfache
und zuverlässige Möglichkeit, die Schichthöhe im Betrieb der Walzenmühle zu ermitteln.
[0019] Die zweite Messeinrichtung umfasst gemäß einer weiteren Ausführungsform einen Dehnungsmessstreifen.
Insbesondere umfasst die zweite Messeinrichtung eine Mehrzahl von Dehnungsmesstreifen,
vorzugsweise 2, 4,6, 8 oder 10 Dehnungsmesstreifen. Die Dehnungsmessstreifen sind
beispielsweise an dem Randelement umfangsmäßig gleichmäßig zueinander beabstandet
angebracht. Insbesondere ist ein Dehnungsmesstreifen an einer Schraube angebracht,
mittels welcher das Randelement oder ein Segment des Randelements mit dem Walzengrundkörper
verbunden ist. Der Dehnungsmesstreifen ermittelt die relative Dehnung oder Stauchung
des Bereichs auf dem dieser angebracht ist, woraus die daran auftretenden Spannungen,
insbesondere die auf die Randelemente und/ oder die Schrauben wirkenden Kräfte ermittelt
wird.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet
ist, dass sie den Abstand zwischen dem Abstreiferelement und der Mahlwalze verringert,
wenn die Schichthöhe einen vorabbestimmten Grenzwert übersteigt. Bei dem Grenzwert
handelt es sich beispielsweise um 2mm bis 10mm, insbesondere 4mm bis 8mm, vorzugsweise
5mm. Vorzugsweise wird der Abstand erhöht, wenn die Schichthöhe den vorab bestimmten
Grenzwert unterschreitet. Übersteigt die Schichthöhe den vorab bestimmten Grenzwert,
kann auf einen Verschleiß des Abstreiferelements geschlossen werden. Der Grenzwert
ist vorzugsweise in der Steuerungseinrichtung hinterlegt. Mit einer Verringerung des
Abstandes wird der verschlissenen Bereich des Abstreiferelements kompensiert. Ebenso
wird bei einer Erhöhung des Abstandes einem zu großen Verschleiß des Abstreiferelements
entgegengewirkt. Unter dem Abstand ist insbesondere der Abstand zwischen dem Abstreiferelement
und der Oberfläche des Walzengrundkörpers, insbesondere der Mahlfläche der Mahlwalze
zu verstehen.
[0021] Die Steuerungseinrichtung ist gemäß einer weiteren Ausführungsform derart ausgebildet
ist, dass sie den Abstand zwischen dem Abstreiferelement und der Mahlwalze verringert,
wenn die Belastung, insbesondere die Dehnung des Randelements, einen vorabbestimmten
Grenzwert übersteigt. Der Abstand wird mittels der Steuerungseinrichtung vorzugsweise
erhöht, wenn die Belastung, insbesondere die relative Dehnung des Randelements, den
vorabbestimmten Grenzwert unterschreitet.
[0022] Die Messeinrichtung ist gemäß einer weiteren Ausführungsform in Rotationsrichtung
der Mahlwalze zwischen dem Abstreifer und dem Mahlspalt angeordnet ist. Dadurch wird
die Funktion des Abstreifers überwacht, wobei die Schichtdicke an einem Ort ermittelt
wird, an dem kein weiteres Material an die Walze angepresst wird.
[0023] Das Abstreiferelement ist vorzugsweise derart angeordnet, dass es an dem Randelement
und/ oder an dem Endbereich der Mahlwalze angelagertes Material im Betrieb der Walzenmühle
entfernt. Insbesondere ist das Abstreiferelement relativ zu den rotierbaren Mahlwalzen
stationär oder beweglich angeordnet, sodass die Mahlwalzen relativ zu dem Abstreiferelement
rotieren.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Walzenmühle einen stationären Maschinenrahmen
auf und das Abstreiferelement ist an dem Maschinenrahmen angebracht. Der Maschinenrahmen
umfasst beispielsweise mehrere Rahmenelemente, die mit Lagersteinen der Mahlwalzen
verbunden sind, sodass die auf die Mahlwalzen wirkende Mahlkraft auf den Maschinenrahmen
übertragen wird. Insbesondere umfasst ein Maschinenrahmen einer Walzenmühle ein sich
im Wesentlichen in axialer Richtung der Mahlwalzen erstreckendes Rahmenelement, an
dem vorzugsweise das Abstreiferelement angebracht ist. Das Abstreiferelement erstreckt
sich von dem Maschinenrahmen in Richtung der Mahlwalze, insbesondere in dem Endbereich
der Mahlwalze.
[0025] Die Walzenmühle weist gemäß einer weiteren Ausführungsform zumindest zwei Abstreiferelemente
auf, die an Endbereichen unterschiedlicher Walzenenden der Mahlwalze angeordnet sind.
Die Abstreiferelemente sind vorzugweise an gegenüberliegenden Endbereichen einer Mahlwalze
angeordnet. Vorzugsweise ist jedes Abstreiferelement an jeweils einer Halterung angebracht,
die in Richtung der Mahlwalze bewegbar angebracht ist.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Abstreiferelement eine Abstreifplatte
auf, die aus einem verschleißfesten Material, wie beispielsweise Wolframcarbid ausgebildet
ist. Die Abstreifplatte ist an dem der Mahlwalze zugewandten Ende des Abstreiferelements
angeordnet und ist im Betrieb der Walzenmühle mit dem abzustreifenden Material in
Kontakt. Die Abtreifplatte ist daher einem hohen Verschleiß ausgesetzt, wobei ein
verschleißfestes Material die Lebensdauer der Abstreifplatte verlängert.
[0027] Das Abstreiferelement weist gemäß einer weiteren Ausführungsform einen Arm auf, an
dem die Abstreifplatte lösbar befestigt ist. Beispielsweise ist die Abstreifplatte
an dem Arm verklemmt, oder verschraubt. Die Abstreifplatte steht vorzugsweise in Richtung
der Mahlwalze über den Arm hervor. Eine lösbare Befestigung der Abstreifplatte des
Abstreiferelements ermöglicht ein einfaches Austauschen der Abstreifplatte, die den
verschleißintensivsten Bereich des Abstreiferelements darstellt. Ein Austausch des
gesamten Abstreiferelements im Verschleißfall ist somit nicht notwendig.
[0028] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zum Betreiben einer Walzenmühle zum Zerkleinern
von körnigem Material mit einer ersten Mahlwalze und einer zweiten Mahlwalze, die
gegenüberliegend angeordnet und gegenläufig antreibbar sind, wobei zwischen den Mahlwalzen
ein Mahlspalt ausgebildet ist und wobei zumindest eine der Mahlwalzen an einem Endbereich
einer Mahlwalze ein Randelement aufweist, das derart ausgebildet ist, dass es sich
über den Mahlspalt erstreckt und die gegenüberliegende Mahlwalze stirnseitig zumindest
teilweise überdeckt, wobei an dem mit einem Randelement versehenen Endbereich der
Mahlwalze ein Abstreiferelement zum zumindest teilweisen Entfernen von Material angeordnet
ist, wobei das Verfahren zumindest den Schritt aufweist:
Ermitteln einer Schichthöhe an Mahlgut auf zumindest einer der Mahlwalzen und/ oder
Ermitteln einer Belastung des Randelements und
Einstellen des Abstands zwischen dem Abstreiferelement und der Mahlwalze in Abhängigkeit
der ermittelten Schichthöhe und/ oder Belastung.
[0029] Die mit Bezug auf die Mahlwalze beschriebenen Vorteile treffen in verfahrensmäßiger
Entsprechung auf das Verfahren m Betreiben einer Walzenmühle zum Zerkleinern von körnigem
Material zu.
[0030] Das Material wird vorzugsweise an zwei mit jeweils einem Randelement versehenen Endbereichen
der Mahlwalze entfernt. Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird der Abstand verringert,
wenn die ermittelte Schichthöhe einen vorab bestimmten Grenzwert übersteigt. Der Abstand
wird gemäß einer weiteren Ausführungsform verringert wird, wenn die Belastung einen
vorab bestimmten Grenzwert übersteigt.
Beschreibung der Zeichnungen
[0031] Die Erfindung ist nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beiliegenden Figuren näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer Walzenmühle in einer Draufsicht
gemäß einem Ausführungsbeispiel.
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer Walzenmühle in einer Draufsicht
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel.
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer Mahlwalze mit Abstreiferelementen
in einer perspektivischen Absicht gemäß einem Ausführungsbeispiel.
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Darstellung eines Abstreiferelements in einer perspektivischen
Ansicht gemäß eines Ausführungsbeispiels.
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Darstellung des Abstreiferelements der Fig. 4 in einer perspektivischen
Rückansicht.
[0032] Fig. 1 zeigt eine Walzenmühle 10 mit einer ersten Mahlwalze 12 und einer zweiten
Mahlwalze 14, die jeweils einen im Wesentlichen zylinderförmigen Walzengrundkörper
aufweisen. Die Mahlwalzen 12, 14 sind gegenüberliegend angeordnet und gegenläufig
antreibbar. Zwischen den Mahlwalzen 12, 14 ist ein Mahlspalt 16 ausgebildet, der sich
in axialer Richtung erstreckt. Die Mahlwalzen 12, 14 sind nahezu parallel zueinander
angeordnet, sodass der sich zwischen den Mahlwalzen 12, 14 erstreckende Mahlspalt
16 eine nahezu konstante Breite aufweist. Jeder der Mahlwalzen 12, 14 weist ferner
eine Antriebswelle 30, 32 auf, die sich entlang der Mittelachse durch die jeweilige
Mahlwalze 12, 14 erstreckt und die Mahlwalzen um ihre Mittelachse rotierend antreibt.
Die erste und die zweite Mahlwalze 12, 14 weisen den gleichen Durchmesser auf, wobei
die erste Mahlwalze 12 länger ist als die zweit Mahlwalze 14 sein kann.
[0033] Die Mahlwalzen 12, 14 weisen jeweils einen ersten Endbereich 24, 28 und einen zweiten
Endbereich 22, 26 auf, die an gegenüberliegenden Enden der Mahlwalze angeordnet sind.
Der erste Endbereich 24 der ersten Mahlwalze 12 ist gegenüberliegend des ersten Endbereichs
28 der zweiten Mahlwalze 14 angeordnet, wobei der zweite Endbereich 22 der ersten
Mahlwalze 12 gegenüberliegend des zweiten Endbereichs 26 der zweiten Mahlwalze 14
angeordnet ist.
[0034] Die erste Mahlwalze 12 weist beispielhaft zwei Randelemente 18, 20 auf, die jeweils
an einem Endbereich der Mahlwalze 12 angebracht sind. Das erste Randelement 18 ist
an dem ersten Randbereich 22 der ersten Mahlwalze 12 angebracht und erstreckt sich
in radialer Richtung über den Mahlspalt 16 hinweg, sodass es die Stirnseite der zweiten
Mahlwalze 14 an dem ersten Endbereich 26 teilweise überdeckt. Das zweite Randelement
20 ist an dem zweiten Endbereich 24 der ersten Mahlwalze 12 angebracht und erstreckt
sich in radialer Richtung über den Mahlspalt 16 hinweg, sodass es die Stirnseite der
zweiten Mahlwalze 14 dem zweiten Endbereich 28 teilweise überdeckt. Zwischen den Randelementen
18 und der jeweiligen Stirnseite der zweiten Mahlwalze 14 ist jeweils ein stirnseitiger
Spalt 34, 36 ausgebildet.
[0035] Die Randelemente 18, 20 umfassen vorzugsweise jeweils einen umlaufenden Kreisring,
der beispielweise auch aus Segmenten bestehen kann und auf nicht dargestellte Weise
an der jeweiligen Mahlwalze 12, 14 angebracht ist. Beispielsweise sind die Randelemente
18, 20 an der Stirnseite oder auf dem äußeren Umfang der Mahlwalze, insbesondere dem
jeweiligen Walzengrundkörper, angebracht. Auf dem äußeren Umfang der jeweiligen Mahlwalze
12, 14 ist beispielsweise eine umlaufende Nut angeordnet, in der jeweils ein Randelement
18, 20 angeordnet ist. Die Randelemente 18, 20 sind aus einem verschleißfesten Material,
wie beispielsweise Stahl, ausgebildet und weisen insbesondere auf der zu dem Mahlspalt
16 weisenden Innenseite eine verschleißfeste Beschichtung oder eine Mehrzahl von beispielsweise
plattenförmigen Verschleißschutzelementen auf. Die Randelemente 18, 20 weisen beispielsweise
eine Dicke von 10 mm bis 100 mm und überdecken die gegenüberliegenden Mahlwalzen 12,
14 um etwa 2-20%, insbesondere 4-10%, vorzugsweise 3-6% des Walzendurchmessers.
[0036] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer Mahlwalze mit Randelementen 18, 20,
wobei die Mahlwalze im Wesentlichen der in Fig. 1 dargestellten Mahlwalze entspricht
mit dem Unterschied, dass in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 2 jede der Mahlwalzen
12, 14 jeweils ein Randelement 18, 20 aufweist. Die erste und die zweite Mahlwalze
12, 14 weisen den gleichen Durchmesser und die gleiche Länge auf und sind im Wesentlichen
baugleich ausgebildet.
[0037] Die Randelemente 18, 20 sind bezogen auf die Endbereiche 22 -28 der Mahlwalzen 12,
14 diagonal gegenüberliegend angeordnet. Die erste Mahlwalze 12 weist an ihrem ersten
Endbereich 24 ein Randelement 18 auf, das sich in radialer Richtung über den Mahlspalt
16 erstreckt und die Stirnseite der zweiten Mahlwalze 14 an dem ersten Endbereich
28 teilweise überdeckt. Die zweite Mahlwalze 14 weist an ihrem zweiten Endbereich
26 ein Randelement 20 auf, das sich in radialer Richtung über den Mahlspalt 16 erstreckt
und die Stirnseite der ersten Mahlwalze 12 an ihrem zweiten Randbereich 22 teilweise
überdeckt. Das zweite Randelement 20 ist mit Bezug auf das erste Randelement 18 an
dem diagonal gegenüberliegenden Endbereich 26 der zweiten Mahlwalze 14 angeordnet.
Die Mahlwalzen 12, 14 sind in axialer Richtung versetzt angeordnet, sodass zwischen
dem ersten Randelement 18 und der Stirnseite der zweiten Mahlwalze 14 ist ein erster
stirnseitiger Spalt 34 ausgebildet ist und zwischen dem zweiten Randelement 20 und
der Stirnseite der ersten Mahlwalze 12 ein zweiter Stirnseitiger Spalt 36 ausgebildet
ist. Der erste und der zweite stirnseitige Spalt 34, 36 erstrecken sich jeweils in
radialer Richtung.
[0038] Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer ersten Mahlwalze 12 der Walzenmühle 10 gemäß
Fig.1. Die Randelemente 18, 20 umfassen beispielhaft eine Mehrzahl von teilkreisförmigen
Segmenten, die jeweils an die Stirnfläche eines jeweiligen Endbereichs der Mahlwalze
12 angeschraubt sind. Jedes Segment ist mit einer Mehrzahl von Schrauben oder Bolzen
an der Stirnseite der Mahlwalze 12 befestigt.
[0039] Fig. 3 zeigt außerdem zwei Abstreiferelemente 42, 44, die jeweils an einer Halterung
38, 40 angebracht sind und sich jeweils in Richtung eines jeweiligen Endbereichs der
Mahlwalze 12 erstrecken. Die Halterungen 38, 40 sind vorzugsweise jeweils an einem
nicht dargestellten Maschinenrahmen befestigt, wobei an dem Maschinenrahmen insbesondere
die Mahlwalzen 12, 14 gelagert sind. Die Abstreiferelemente 42, 44 sind zu der Mahlwalze
12 und dem Randelement 18, 20 der Mahlwalze 12 beabstandet angeordnet, sodass die
Abstreifer die Mahlwalze 12 und die Randelemente 18, 20 nicht berühren. Das erste
Abstreiferelement 42 ist derart angebracht, dass es dem ersten Endbereich 22 der Mahlwalze
12 gegenüberliegt, wobei sich das erste Abstreiferelement 42 in radialer Richtung
der Mahlwalze 12 entlang des ersten Randelements 18 erstreckt und im Wesentlichen
parallel zu diesem ausgerichtet ist. Es sind jedoch auch andere Ausrichtungen möglich.
Das zweite Abstreiferelement 44 ist in entsprechender Weise an dem zweiten Endbereich
24 und dem zweiten Randelement 20 der Mahlwalze 12 angeordnet. Die Abstreiferelemente
42, 44 erstrecken sich jeweils entlang an der in axialer Richtung der Mahlwalze 12
nach Innen weisenden Fläche der Randelemente 18, 20. Die Abstreiferelemente 42, 44
sind beispielsweise identisch ausgebildet.
[0040] Die Halterungen 38, 40 sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie in und/ oder
entgegen der Richtung der Mahlwalze 12 bewegbar sind, sodass bei einer Bewegung der
Halterungen 38, 40 in oder entgegen der Richtung der Mahlwalze der Abstand zwischen
der Mahlwalze, insbesondere der Oberfläche der Mahlwalze 12, 14 und dem Abstreiferelement
42, 44 verringert oder erhöht wird. Die Halterungen 38, 40 sind vorzugsweise linear
in Richtung der Mahlwalze 12, 14 oder von der Mahlwalze 12, 14 weg bewegbar. Bei den
Halterungen 38, 40 handelt es sich beispielsweise um jeweils eine Teleskopstange oder
eine Spindel, die vorzugsweise mittels eines nicht dargestellten Elektromotors oder
manuell mittels eines Handrades antreibbar sind.
[0041] Fig. 3 zeigt des Weiteren eine erste Messeinrichtung 62 zum Ermitteln der Schichtdicke
des auf der Oberfläche der Mahlwalze anhaftenden Mahlguts. Die erste Messeinrichtung
62 ist beispielsweise eine optische Messeinrichtung, wobei die Schichtdicke beispielsweise
mittels eines Lasers ermittelt wird. Die erste Messeinrichtung 62 ist vorzugsweise
derart angeordnet, dass die Schichtdicke des Mahlguts an einem Endbereich der Mahlwalze
12, 14, insbesondere in der Nähe oder an einem der Randelemente 18, 20 ermittelt wird.
Vorzugsweise ist die erste Messeinrichtung 62 in Rotationsrichtung der Mahlwalze 12
hinter dem Abstreiferelement 42, 44 angebracht, sodass die Schichtdicke im Betrieb
der Walzenmühle 10 umfangsmäßig zwischen dem Abstreiferelement 42, 44 und dem Mahlspalt
16 ermittelt wird. Die Roationsrichtung der Mahlwalze 12 ist in Fig. 3 mit einem Pfeil
dargestellt. Die erste Messeinrichtung 62 ist beispielsweise an dem voran beschriebenen
Maschinenrahmen angebracht und stationär relativ zu den rotierbaren Mahlwalzen 12,
14 angeordnet.
[0042] Die Walzenmühle 10 weist des Weiteren eine zweite Messeinrichtung 64 auf, die an
einem Randelement 18, 20 angebracht ist und derart ausgebildet ist, dass sie die auf
das jeweilige Randelement 18, 20 wirkende Belastung ermittelt. Unter Belastung ist
beispielsweise die auf das Randelement 18, 20 wirkende Kraft und/ oder die in dem
jeweiligen Randelement 18, 20 auftretenden Spannungen zu verstehen. Bei der zweiten
Messeinrichtung 64 handelt es sich beispielsweise um einen oder eine Mehrzahl von
Dehnungsmessstreifen. Beispielsweise ist der Dehnungsmesstreifen auf dem Randelement
18, 20 angebracht, um die in dem Randelement auftretenden Spannungen, insbesondere
die auf das Randelement wirkenden Kräfte, zu ermitteln. Es ist ebenfalls denkbar,
eine Mehrzahl von Dehnungsmesstreifen an unterschiedlichen Positionen auf dem Randelement
18, 20 anzubringen. Beispielsweise sind eine oder eine Mehrzahl von Schrauben zum
Befestigen des Randelements 18, 20 an dem Walzengrundkörper der Mahlwalze 12, 14 mit
jeweils einem Dehnungsmessstreifen versehen. Die zweite Messeinrichtung 64 ist vorzugsweise
in Rotationsrichtung der Mahlwalze 12, 14 hinter dem Abstreiferelement 42, 44 und
vor dem Mahlspalt 16 angeordnet.
[0043] Die Walzenmühle 10 umfasst des Weiteren eine Steuerungseinrichtung 66 zum Einstellen
des Abstands zwischen dem Abstreiferelement 42, 44 und der Oberfläche der Mahlwalze
12, 14. Die Steuerungseinrichtung 66 steht mit der ersten und/ oder der zweiten Messeinrichtung
62, 64 derart in Verbindung, dass die mittels der jeweiligen Messeinrichtung 62, 64
ermittelten Daten an die Steuerungseinrichtung 66 übermittelt werden. Die Steuerungseinrichtung
66 steht des Weiteren mit der Halterung 38, 40, vorzugsweise mit beiden Halterungen
38, 40 der Abstreiferelemente 42, 44 in Verbindung. Insbesondere ist die Steuerungseinrichtung
66 mit einem Elektromotor verbunden, der die Halterungen 38, 40 der Abstreiferelemente
42, 44 bewegt, vorzugsweise in Richtung der Mahlwalze 12, 14 oder von der Mahlwalze
12, 14 weg. Die Steuerungseinrichtung 66 ist derart mit den Halterungen 38, 40 und/
oder dem Elektromotor verbunden, dass sie die Halterungen mittels eines Steuerungssignals
zur Bewegung in Richtung der Mahlwalze 12, 14 oder von der Mahlwalze 12, 14 wegbewegen
kann.
[0044] Fig. 3 zeigt lediglich die Anordnung der Abtreifelemente 42, 44 an einer Walzenmühle
gemäß Fig.1. Eine in Fig. 2 dargestellte Walzenmühle 10 weist beispielsweise ebenfalls
zwei Abstreiferelemente 42, 44 auf. Jede Mahlwalze 12, 14 der in Fig. 2 dargestellten
Walzenmühle 10 weist jeweils ein Abstreiferelement 42, 44 auf, das beispielsweise
an einem Walzenrahmen angebracht ist und sich entsprechend dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 3 in Richtung eines jeweiligen ein Randelement 18, 20 aufweisenden Endbereichs
der Mahlwalze 12, 14 erstrecket. Ebenso ist es denkbar, dass an jedem Endbereich der
Mahlwalze jeweils eine erste Messeinrichtung 62 und an jedem Randelement 18, 20 jeweils
eine zweite Messeinrichtung 64 angebracht ist. Beispielsweise sind alle Messeinrichtungen
62, 64 mit einer Steuerungseinrichtung 66 verbunden.
[0045] Zur Einstellung des Abstands zwischen dem Abstreiferelement 42, 44 und der Oberfläche
der Mahlwalze 12, 14 vergleicht die Steuerungseinrichtung 66 beispielsweise die von
der ersten und/ oder der zweiten Messeinrichtung 62, 64 übermittelten Messwerte mit
einem entsprechenden vorab bestimmten Grenzwert. Beispielsweise vergleicht die Steuerungseinrichtung
66 den mittels der ersten Messeinrichtung 62 übermittelten Wert der Schichthöhe des
Mahlguts auf der Mahlwalze 12, 14 mit einem vorab bestimmten Grenzwert der Schichthöhe,
der in der Steuerungseinrichtung 66 hinterlegt ist. Die Steuerungseinrichtung 66 ist
vorzugsweise derart ausgebildet und eingerichtet, dass sie bei einem Überschreiten
der ermittelten Schichthöhe von dem vorab bestimmten Grenzwert, den Abstand zwischen
dem jeweiligen Abstreiferelement 42, 44 und der Oberfläche der jeweiligen Mahlwalze
12, 14 verringert. Dazu übermittelt die Steuerungseinrichtung 66 beispielsweise ein
Steuersignal an den Elektromotor oder an die Halterungen 38, 40, sodass die Halterungen
38, 40 und die daran fest angebrachten Abstreiferelemente 42, 44 in Richtung der Mahlwalze
12, 14, insbesondere in Richtung der Mahlwalzenoberfläche, bewegt werden und sich
der Abstand zwischen den Abstreiferelementen 42, 44 und der Oberfläche der Mahlwalze
12, 14 verringert. Bei dem vorabbestimmten Grenzwert der Schichthöhe handelt es sich
beispielsweise um 2mm bis 10mm, insbesondere 4mm bis 8mm, vorzugsweise 5mm. Die Steuerungseinrichtung
66 ist vorzugsweise derart ausgebildet und eingerichtet, dass sie bei einem Unterschreiten
der ermittelten Schichthöhe von dem vorab bestimmten Grenzwert, den Abstand zwischen
dem jeweiligen Abstreiferelement 42, 44 und der Oberfläche der jeweiligen Mahlwalze
12, 14 erhöht. Eine erhöhte Schichtdicke an Mahlgut auf der Mahlwalze 12, 14 lässt
auf einen Verschleiß des Abstreiferelements 42, 44 schließen, wobei eine Verringerung
des Abstandes des Abstreiferelements 42, 44 zu der Oberfläche der Mahlwalze einer
Verschleißnachstellung des Abstreiferelements 42, 44 entspricht, sodass der Verschleiß
des Abstreiferelements 42, 44 ausgeglichen wird.
[0046] Beispielsweise vergleicht die Steuerungseinrichtung 66 den mittels der zweiten Messeinrichtung
64 übermittelten Wert der Belastung, vorzugsweise der Dehnung der Randelemente 18,
20 und / oder die auf die Randelemente 18,20 und/ oder die Schrauben wirkenden Kräfte,
mit einem vorab bestimmten Grenzwert der jeweiligen Belastung, vorzugsweise der Dehnung,
der in der Steuerungseinrichtung 66 hinterlegt ist. Die Steuerungseinrichtung 66 ist
vorzugsweise derart ausgebildet und eingerichtet, dass sie bei einem Überschreiten
der ermittelten Belastung, insbesondere der Dehnung, des vorab bestimmten Grenzwerts,
den Abstand zwischen dem jeweiligen Abstreiferelement 42, 44 und der Oberfläche der
jeweiligen Mahlwalze 12, 14 verringert. Dies erfolgt vorzugsweise wie voran beschrieben.
Die Steuerungseinrichtung 66 ist vorzugsweise derart ausgebildet und eingerichtet,
dass sie bei einem Unterschreiten der ermittelten Belastung, insbesondere der Dehnung,
des vorab bestimmten Grenzwerts, den Abstand zwischen dem jeweiligen Abstreiferelement
42, 44 und der Oberfläche der jeweiligen Mahlwalze 12, 14 verringert.
[0047] Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines beispielhaften Abstreiferelements 42,
44. Das Abstreiferelement 42, 44 weist eine Befestigungsplatte 46 auf, die in der
montierten Position des Abstreiferelements 42, 44 an der Halterung 38, 40 angebracht
ist. Die Befestigungsplatte weist eine Mehrzahl von Befestigungslöchern 48 auf, die
der Befestigung des Abstreiferelements 42, 44 an der Halterung 38, 40 beispielsweise
mittels Schrauben dienen.
[0048] An der Befestigungsplatte 46 ist ein Arm 50 angebracht, der sich beispielsweise in
einem Winkel von etwa 30-60°, insbesondere etwa 45° zu der Befestigungsplatte 46 in
Richtung der nicht dargestellten Mahlwalze 12, 14 erstreckt. An dem Arm 50 ist eine
Abstreifplatte 52 angebracht, die mittels zwei Schrauben 54 und einer Klemmplatte
56 an dem Arm 50 befestigt ist. Die Abstreifplatte erstreckt sich parallel zu dem
Arm 50 über das der Befestigungsplatte 46 abgewandte Ende des Arms hinaus, sodass
die Abstreifplatte 52 an dem Arm 50 in radialer Richtung der Mahlwalze 12, 14 hervorsteht.
Die Abstreifplatte 52 ist zwischen der Klemmplatte 56 und dem Arm 50 verklemmt, sodass
diese in einem Verschleißfall einfach austauschbar ist. Beispielhaft ist die Abstreifplatte
58 in einer Klemmaufnahme 58 angeordnet, die zwischen der Klemmplatte 56 und dem Arm
50 angeordnet und mittels der Klemmplatte 56 und den Schrauben 54 verklammt ist.
[0049] Die Vorderkante der Abstreifplatte 52 erstreckt sich in dem Ausführungsbeispiel der
Fig. 4 in einem Winkel zu Oberfläche der jeweiligen Mahlwalze 12, 14, sodass der Abstand
zwischen der Abstreifplatte 52 und der Oberfläche der Mahlwalze 12, 14 in Richtung
des Mahlwalzenendes geringer ist. Der Winkel zwischen der Abstreifplatte 52 und der
Oberfläche der Mahlwalze 12, 14 beträgt beispielsweise 45° - 135° Es ist ebenfalls
denkbar, dass sich die Vorderkante der Abstreifplatte 52 im Wesentlichen parallel
zu der Oberfläche der jeweiligen Mahlwalze 12, 14 erstreckt, insbesondere in axialer
Richtung der Mahlwalze. Die Seitenfläche der Abstreifplatte 52, sowie die Seitenfläche
des Arms 50 erstrecken sich entlang des jeweiligen Randelements 18, 20. Insbesondere
ist zwischen dem Abstreiferelement 42, 44 und der Oberfläche der Mahlwalze 12, 14
ein Spalt von 2mm bis 10mm, vorzugsweise 4mm bis 8mm, insbesondere 5mm ausgebildet.
[0050] Die Befestigungsplatte 46, der Arm, die Klemmaufnahme 58 und die Klemmplatte 56 sind
beispielsweise aus Stahl ausgebildet. Die Abstreifplatte ist beispielsweise aus einem
hochverschleißfesten Material, wie Wolframcarbid ausgebildet.
[0051] Fig. 5 zeigt eine Rückansicht des Abstreiferelements 42, 44 der Fig. 4. Der Arm 50
weist beispielhaft ein im Wesentlichen U-förmiges Profil auf, wobei die Klemmplatte
56 und die Klemmaufnahme 58 mittels Schrauben 54 und Muttern an dem Arm 50 angebracht
sind.
[0052] Im Betrieb der Walzenmühle 10 verhindern die Randelemente 18, 20 ein seitliches Austreten
von Material aus dem Mahlspalt 16. Auf der Oberfläche der Mahlwalzen 12, 14 wird durch
die Ablagerung von Material ein autogener Verschleißschutz aufgebaut. Die Abstreiferelemente
42, 44 streifen während der Rotation der Mahlwalze 12, 14 an den Endbereichen der
Mahlwalze 12, 14 abgelagertes Material ab und sorgen somit dafür, dass die autogene
Verschleißschutzschicht auch in den Endbereichen der Mahlwalzen 12, 14, an denen die
Randelemente angebracht sind, nicht über eine bestimmte Dicke ansteigt, sodass die
Randelemente zuverlässig vor hohem Druck durch abgelagertes Material geschützt werden.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 10
- Walzenmühle
- 12
- erste Mahlwalze
- 14
- zweite Mahlwalze
- 16
- Mahlspalt
- 18
- erstes Randelement
- 20
- zweites Randelement
- 22
- erster Endbereich der ersten Mahlwalze
- 24
- zweiter Endbereich der ersten Mahlwalze
- 26
- zweiter Endbereich der zweiten Mahlwalze
- 28
- erster Endbereich der zweiten Mahlwalze
- 30
- Antriebswelle der ersten Mahlwalze
- 32
- Antriebswelle der zweiten Mahlwalze
- 34
- erster stirnseitiger Spalt
- 36
- zweiter stirnseitiger Spalt
- 38
- Halterung
- 40
- Halterung
- 42
- erstes Abstreiferelement
- 44
- zweites Abstreiferelement
- 46
- Befestigungsplatte
- 48
- Befestigungslöcher
- 50
- Arm
- 52
- Abstreifplatte
- 54
- Schrauben
- 56
- Klemmplatte
- 58
- Klemmaufnahme
- 60
- Mutter
- 62
- erste Messeinrichtung
- 64
- zweite Messeinrichtung
- 66
- Steuerungseinrichtung
1. Walzenmühle (10) zum Zerkleinern von körnigem Material aufweisend
eine erste Mahlwalze (12) und eine zweite Mahlwalze (14), die gegenüberliegend angeordnet
und gegenläufig antreibbar sind,
wobei zwischen den Mahlwalzen (12, 14) ein Mahlspalt (16) ausgebildet ist und
wobei zumindest eine der Mahlwalzen (12, 14) an einem Endbereich (22, 24, 26, 28)
der Mahlwalze (12, 14) ein Randelement (18, 20) aufweist, das derart ausgebildet ist,
dass es sich über den Mahlspalt (16) erstreckt und die gegenüberliegende Mahlwalze
(12, 14) stirnseitig zumindest teilweise überdeckt,
wobei an dem mit einem Randelement (18,20) versehenen Endbereich (22, 24, 26, 28)
der Mahlwalze (12, 14) ein Abstreiferelement (42, 44) zum zumindest teilweisen Entfernen
von Material angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Walzenmühle eine Messeinrichtung (62, 64) zum Ermitteln der Schichtdicke an Mahlgut
auf zumindest einer der Mahlwalzen (12, 14) und/oder zum Ermitteln der Belastung des
Randelements (18, 20) und
eine Steuerungseinrichtung (66) aufweist, die mit der Messeinrichtung (62, 64) verbunden
und dazu ausgebildet ist, den Abstand des Abstreiferelements (42, 44) zu der Mahlwalze
(12, 14) in Abhängigkeit der ermittelten Schichtdicke und/oder Belastung zu verringern
oder zu erhöhen.
2. Walzenmühle (10) nach Anspruch 1, wobei das Abstreiferelement (42, 44) an einer Halterung
(38, 40) angebracht ist und wobei die Halterung (38, 40) in Richtung der Mahlwalze
(12, 14) bewegbar ausgebildet ist.
3. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Walzenmühle eine
erste Messeinrichtung (62) zum Ermitteln der Schichthöhe an Mahlgut auf der Mahlwalze
(12, 14) und eine zweite Messeinrichtung (64) zum Ermitteln der Belastung des Randelements
(18, 20) aufweist.
4. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die erste Messeinrichtung
(62) eine optische Messeinrichtung, insbesondere eine Lasermesseinrichtung oder Infrarotmesseinrichtung,
oder eine elektromagnetische Messeinrichtung ist.
5. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zweite Messeinrichtung
(64) einen Dehnungsmessstreifen umfasst.
6. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuerungseinrichtung
(66) derart ausgebildet ist, dass sie den Abstand zwischen dem Abstreiferelement (42,
44) und der Mahlwalze (12, 14) verringert, wenn die Schichthöhe einen vorabbestimmten
Grenzwert übersteigt.
7. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Steuerungseinrichtung
(66) derart ausgebildet ist, dass sie den Abstand zwischen dem Abstreiferelement (42,
44) und der Mahlwalze (12, 14) verringert, wenn die Belastung einen vorabbestimmten
Grenzwert übersteigt.
8. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Messeinrichtung
(62, 64) in Rotationsrichtung der Mahlwalze (12, 14) zwischen dem Abstreiferelement
(42, 44) und dem Mahlspalt (16) angeordnet ist.
9. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Walzenmühle (12,
14) einen stationären Maschinenrahmen aufweist und das Abstreiferelement (42, 44)
an dem Maschinenrahmen (38) angebracht ist.
10. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Walzenmühle (10)
zumindest zwei Abstreiferelemente (42, 44) aufweist, die an Endbereichen unterschiedlicher
Walzenenden der Mahlwalze (12, 14) angeordnet sind.
11. Walzenmühle (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Abstreiferelement
(42, 44) eine Abstreifplatte (52) aufweist, die aus einem verschleißfesten Material,
wie beispielsweise Wolframcarbid ausgebildet ist.
12. Verfahren zum Betreiben einer Walzenmühle (10) zum Zerkleinern von körnigem Material
mit einer ersten Mahlwalze (12) und einer zweiten Mahlwalze (14), die gegenüberliegend
angeordnet und gegenläufig antreibbar sind, wobei zwischen den Mahlwalzen (12, 14)
ein Mahlspalt (16) ausgebildet ist und
wobei zumindest eine der Mahlwalzen (12, 14) an einem Endbereich (22, 24, 26, 28)
einer Mahlwalze (12, 24) ein Randelement (18, 20) aufweist, das derart ausgebildet
ist, dass es sich über den Mahlspalt (16) erstreckt und die gegenüberliegende Mahlwalze
(12, 14) stirnseitig zumindest teilweise überdeckt,
wobei an dem mit einem Randelement (18,20) versehenen Endbereich (22, 24, 26, 28)
der Mahlwalze (12, 14) ein Abstreiferelement (42, 44) zum zumindest teilweisen Entfernen
von Material angeordnet ist,
wobei das Verfahren zumindest den Schritt aufweist:
Ermitteln einer Schichthöhe an Mahlgut auf zumindest einer der Mahlwalzen und/ oder
Ermitteln einer Belastung des Randelements und
Einstellen des Abstands zwischen dem Abstreiferelement (42, 44) und der Mahlwalze
(12, 14) in Abhängigkeit der ermittelten Schichthöhe und/ oder Belastung.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Abstand verringert wird, wenn die ermittelte
Schichthöhe einen vorab bestimmten Grenzwert übersteigt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 und 13, wobei der Abstand verringert wird, wenn
die Belastung einen vorab bestimmten Grenzwert übersteigt.
1. Roller mill (10) for comminution of a granular material having
a first grinding roller (12) and a second grinding roller (14), which are arranged
opposite each other and can be driven in opposite directions,
wherein a milling gap (16) is formed between the grinding rollers (12, 14) and wherein
at least one of the grinding rollers (12, 14) has an edge element (18, 20) in an end
region (22, 24, 26, 28) of the grinding roller (12, 14), which is designed such that
it extends over the milling gap (16) and at least partly covers the end face of the
opposite grinding roller (12, 14),
wherein a scraper element (42, 44) for at least partially removing material is arranged
in the end region (22, 24, 26, 28) of the grinding roller (12, 14) provided with an
edge element (18, 20), characterised in that
the roller mill has a measuring device (62, 64) for measuring the layer thickness
of the material to be ground on at least one of the grinding rollers (12, 14) and/or
for measuring the load on the edge element (18, 20) and
a control device (66), which is connected to the measuring device (62, 64) and is
designed to reduce or increase the distance between the scraper element (42, 44) and
the grinding roller (12, 14) depending on the measured layer thickness and/or load.
2. Roller mill (10) according to claim 1, wherein the scraper element (42, 44) is attached
to a mount (38, 40) and wherein the mount (38, 40) is designed to be movable in the
direction of the grinding roller (12, 14).
3. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the roller
mill has a first measuring device (62) for measuring the layer height of the material
to be ground on the grinding roller (12, 14) and a second measuring device (64) for
measuring the load on the edge element (18, 20).
4. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the first measuring
device (62) is an optical measuring device, in particular a laser measuring device
or infrared measuring device, or an electromagnetic measuring device.
5. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the second
measuring device (64) is a strain gauge.
6. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the control
device (66) is designed such that it reduces the distance between the scraper element
(42, 44) and the grinding roller (12, 14) when the layer height exceeds a predetermined
limit.
7. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the control
device (66) is designed such that it reduces the distance between the scraper element
(42, 44) and the grinding roller (12, 14) when the load exceeds a predetermined limit.
8. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the measuring
device (62, 64) is arranged in the direction of rotation of the grinding roller (12,
14) between the scraper element (42, 44) and the milling gap (16).
9. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the roller
mill (12, 14) has a stationary machine frame and the scraper element (42, 44) is attached
to the machine frame (38).
10. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the roller
mill (10) has at least two scraper elements (42, 44), which are arranged in end regions
of different roller ends of the grinding roller (12, 14).
11. Roller mill (10) according to any one of the preceding claims, wherein the scraper
element (42, 44) has a stripper plate (52), which is made from a wear-resistant material
such as, for example, tungsten carbide.
12. Method for operating a roller mill (10) for comminution of a granular material with
a first grinding roller (12) and a second grinding roller (14), which are arranged
opposite each other and can be driven in opposite directions, wherein a milling gap
(16) is formed between the grinding rollers (12, 14) and
wherein at least one of the grinding rollers (12, 14) has an edge element (18, 20)
in an end region (22, 24, 26, 28) of a grinding roller (12, 24), which is designed
such that it extends over the milling gap (16) and at least partly covers the end
face of the opposite mill roller (12, 14),
wherein a scraper element (42, 44) for at least partially removing material is arranged
in the end region (22, 24, 26, 28) of the grinding roller (12, 14) provided with an
edge element (18, 20),
wherein the method at least comprises the step of:
measuring a layer height of the material to be ground on at least one of the grinding
rollers and/or measuring the load on the edge element and
adjusting the distance between the scraper element (42, 44) and the grinding roller
(12, 14) depending on the measured layer height and/or load.
13. Method according to claim 12, wherein the distance is reduced when the measured layer
height exceeds a predetermined limit.
14. Method according to any of claims 12 and 13, wherein the distance is reduced when
the load exceeds a predetermined limit.
1. Broyeur à cylindres (10) pour le broyage de matériau granulaire présentant
un premier cylindre broyeur (12) et un second cylindre broyeur (14) qui sont agencés
à l'opposé et sont entraînables dans des sens opposés,
dans lequel une fente de broyage (16) est réalisée entre les cylindres broyeurs (12,
14) et
dans lequel au moins un des cylindres broyeurs (12, 14) présente au niveau d'une zone
d'extrémité (22, 24, 26, 28) du cylindre broyeur (12, 14) un élément de bord (18,
20) qui est réalisé de telle manière qu'il s'étende sur la fente de broyage (16) et
recouvre le cylindre broyeur (12, 14) opposé côté avant au moins partiellement,
dans lequel un élément racleur (42, 44) est agencé au niveau de la zone d'extrémité
(22, 24, 26, 28) du cylindre broyeur (12, 14) pourvue d'un élément de bord (18, 20)
pour le retrait au moins partiel de matériau, caractérisé en ce que
le broyeur à cylindres présente un dispositif de mesure (62, 64) pour la détermination
de l'épaisseur de couche de produit à broyer sur au moins un des cylindres broyeurs
(12, 14) et/ou pour la détermination de la charge de l'élément de bord (18, 20) et
un dispositif de commande (66) qui est relié au dispositif de mesure (62, 64) et est
réalisé afin de diminuer ou d'augmenter la distance de l'élément racleur (42, 44)
par rapport au cylindre broyeur (12, 14) en fonction de l'épaisseur de couche et/ou
de la charge déterminée.
2. Broyeur à cylindres (10) selon la revendication 1, dans lequel l'élément racleur (42,
44) est monté au niveau d'un support (38, 40) et dans lequel le support (38, 40) est
réalisé de manière mobile en direction du cylindre broyeur (12, 14).
3. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le broyeur à cylindres présente un premier dispositif de mesure (62) pour la
détermination de la hauteur de couche de produit à broyer sur le cylindre broyeur
(12, 14) et un second dispositif de mesure (64) pour la détermination de la charge
de l'élément de bord (18, 20).
4. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le premier dispositif de mesure (62) est un dispositif de mesure optique, en
particulier un dispositif de mesure laser ou dispositif de mesure infrarouge, ou un
dispositif de mesure électromagnétique.
5. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le second dispositif de mesure (64) comporte une jauge de contrainte.
6. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de commande (66) est réalisé de telle manière qu'il diminue la
distance entre l'élément racleur (42, 44) et le cylindre broyeur (12, 14) lorsque
la hauteur de couche dépasse une valeur limite déterminée au préalable.
7. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de commande (66) est réalisé de telle manière qu'il diminue la
distance entre l'élément racleur (42, 44) et le cylindre broyeur (12, 14) lorsque
la charge dépasse une valeur limite déterminée au préalable.
8. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le dispositif de mesure (62, 64) est agencé dans le sens de rotation du cylindre
broyeur (12, 14) entre l'élément racleur (42, 44) et la fente de broyage (16).
9. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le broyeur à cylindres (12, 14) présente un bâti de machine stationnaire et
l'élément racleur (42, 44) est monté au niveau du bâti de machine (38).
10. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel le broyeur à cylindres (10) présente au moins deux éléments racleurs (42, 44)
qui sont agencés au niveau des zones d'extrémité de différentes extrémités de cylindre
du cylindre broyeur (12, 14).
11. Broyeur à cylindres (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel l'élément racleur (42, 44) présente une plaque de raclage (52) qui est réalisée
en un matériau résistant à l'usure, comme du carbure de tungstène.
12. Procédé de fonctionnement d'un broyeur à cylindres (10) pour le broyage de matériau
granulaire avec un premier cylindre broyeur (12) et un second cylindre broyeur (14)
qui sont agencés à l'opposé et sont entraînables dans des sens opposés, dans lequel
une fente de broyage (16) est réalisée entre les cylindres broyeurs (12, 14) et
dans lequel au moins un des cylindres broyeurs (12, 14) présente au niveau d'une zone
d'extrémité (22, 24, 26, 28) d'un cylindre broyeur (12, 24) un élément de bord (18,
20) qui est réalisé de telle manière qu'il s'étende sur la fente de broyage (16) et
recouvre le cylindre broyeur (12, 14) opposé côté avant au moins partiellement,
dans lequel un élément racleur (42, 44) est agencé pour le retrait au moins partiel
de matériau au niveau de la zone d'extrémité (22, 24, 26, 28) du cylindre broyeur
(12, 14) pourvue d'un élément de bord (18, 20),
dans lequel le procédé présente au moins l'étape consistant à :
déterminer une hauteur de couche de produit à broyer sur au moins un des cylindres
broyeurs et/ou déterminer une charge de l'élément de bord et
régler la distance entre l'élément racleur (42, 44) et le cylindre broyeur (12, 14)
en fonction de la hauteur de couche et/ou charge déterminée.
13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel la distance est diminuée lorsque la
hauteur de couche déterminée dépasse une valeur limite déterminée au préalable.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 et 13, dans lequel la distance
est diminuée lorsque la charge dépasse une valeur limite déterminée au préalable.