[0001] Die Erfindung betrifft einen Gürtel, insbesondere zum Zusammenhalten von Kleidung
oder zum Unterstützen einer Passform von Kleidung, mit einem Gürtelband und einem
ersten Halteband, wobei das Gürtelband einen Anschlussbereich und einen freien Bereich
aufweist und der Anschlussbereich zur Aufnahme eines Verschlusses eingerichtet ist
und der freie Bereich mit dem aufgenommenen Verschluss verbindbar ist, sodass der
Gürtel in einer offenen, gestreckten Form in eine Ringform verschließbar ist und das
erste Halteband um eine Längsachse des Gürtelbandes herum eine Schlaufe zum Hindurchführen
des freien Bereichs des Gürtelbandes bildet. Weiterhin betrifft die Erfindung ein
Verfahren zur Herstellung eines Gürtels, insbesondere eines Gürtels der oben genannten
Art.
[0002] Gürtel werden insbesondere zum Zusammenhalten von Kleidung oder zum Unterstützen
einer Passform von Kleidung oder auch als modisches Accessoire verwendet. Dazu sind
insbesondere Gürtel bekannt, bei welchen ein Gürtelband um einen Teilbereich eines
Verschlusses oder einen Steg eines Verschlusses herum gelegt und dann vernäht und/oder
verklebt und/oder vernietet werden. Damit wird der Verschluss fest am Gürtel befestigt.
[0003] Solche Gürtel werden mit unterschiedlichen Verschlüssen hergestellt. Beispielsweise
ist ein solcher Verschluss ein Koppelschloss, eine Dornschließe, ein Doppel-D-Verschluss
oder eine andere Art von Haken oder Spange. Insbesondere können bei solchen Gürteln
jedoch keine Verschlüsse gegeneinander ausgetauscht oder gewechselt werden.
[0004] Sofern Gürtel mit austauschbaren Schließen bekannt sind, umfassen diese Gürtel an
der Verbindungsstelle zur Schließe einen Knopf oder Druckknopf, wobei diese Systeme
dick auftragen und zudem keine farblich passende Zusammenstellung zwischen Knopf oder
Druckknopf und Schließe möglich ist.
[0005] Aus der
GB 2 354 929 A ist ein Gürtel aus einstellbarem Band und einstellbaren Beschlägen bekannt.
[0006] Die
US 5,582,334 offenbart ein Gürtelsystem mit einer Schnalle nach Art einer modernen Tragkoppel
aus Gurtband.
[0007] In der
CN 204351131 U wird ein klassischer Gürtel mit Zierrat und einem Halteband im Anschlussbereich des
Gürtels offenbart.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, den Stand der Technik zu verbessern.
[0009] Gelöst wird die Aufgabe durch einen Gürtel, insbesondere zum Zusammenhalten von Kleidung
oder zum Unterstützen einer Passform von Kleidung, mit einem Gürtelband und einem
ersten Halteband, wobei das Gürtelband einen Anschlussbereich und einen freien Bereich
aufweist und der Anschlussbereich zur Aufnahme eines Verschlusses eingerichtet ist
und der freie Bereich mit dem aufgenommenen Verschluss verbindbar ist, sodass der
Gürtel von einer offenen, gestreckten Form in eine Ringform verschließbar ist und
das erste Halteband um eine Längsachse des Gürtelbandes herum eine Schlaufe zum Hindurchführen
des freien Bereichs des Gürtelbandes bildet, wobei das erste Halteband dem Anschlussbereich,
insbesondere fest, zugeordnet ist, sodass mittels eines Hindurchführens des freien
Bereichs durch das erste Halteband eine Halteschlaufe zur Aufnahme des Verschlusses
frei von weiteren Aufnahme- oder Verbindungsmitteln gebildet ist.
[0010] Bei einem solchen Gürtel kann durch das freie und vor allem reversible Bilden einer
Halteschlaufe zur Aufnahme des Verschlusses eben dieser Verschluss schnell gegen einen
anderen Verschluss oder unterschiedliche andere Verschlüsse jeweils ausgetauscht werden.
Damit wird ein Gürtel mit großer modischer und technischer Flexibilität ermöglicht.
[0011] Folgende Begriffe seien an dieser Stelle erläutert:
[0012] Ein "Gürtelband" kann jedes bandförmige oder strangförmige Element sein, welches
die Funktion eines Gürtels als strukturelles, zugfestes Element gemeinsam mit anderen
Elementen erfüllt. Beispielsweise ist ein solches Gürtelband ein Streifen Leder, ein
Gurtband, ein Streifen aus Stoff oder auch Kunstleder. Weiterhin kann das Gürtelband
auch aus einem synthetischen Werkstoff oder einem Silikonkautschuk gebildet sein.
Insbesondere weist ein solches Gürtelband auch Löcher zur Aufnahme eines Verschlusselementes
eines Verschlusses, beispielsweise eines Hakens, auf.
[0013] Ein "Halteband" ist beispielsweise ein um das Gürtelband herum geschlungenes und
fest verschlossenes ringförmiges oder schlaufenförmiges Element, welches dazu geeignet
ist, einen Teil des Gürtelbandes aufzunehmen oder zu führen. Insbesondere kann ein
solches Halteband aus dem gleichen Material wie auch das Gürtelband gefertigt sein,
jedoch aus modischen oder technischen Gesichtspunkten auch aus einem anderen Material
bestehen. Beispielsweise kann ein solches Halteband jedoch auch eine Klammer oder
ein Teilstück eines Ringes sein, welcher so um das Gürtelband geschlungen oder gehalten
ist, dass diese Klammer oder dieses Teilstück eines Rings einen Teil des Gürtelbandes,
insbesondere nach oder bei Verschließen des Gürtels, aufnehmen oder wieder aufnehmen
kann.
[0014] Ein "Anschlussbereich" ist der Bereich, insbesondere Endbereich, des Gürtelbandes,
an welchem ein Verschluss für den Gürtel befestigt ist. Weiterhin kann in diesem Anschlussbereich
auch eine Befestigung für das erste Halteband oder weitere Haltebänder vorgesehen
sein. Insbesondere ist dies bei einem Gürtel üblicher Trageweise (Schnalle oder Verschluss
vor dem unteren Bauch, Gürtel um den Körper geschlungen) der Bereich, der später im
vorderen Bereich des Körpers, beispielsweise an einer Hose, getragen wird.
[0015] Ein "freier Bereich" ist ein dem Anschlussbereich abgewandter Bereich des Gürtelbandes,
welcher beispielsweise mit einer spitzen Ausformung auch als "offenes Ende" oder "loses
Ende" des Gürtels bezeichnet werden kann. Insbesondere in diesem freien Bereich befinden
sich bei üblichen bekannten Gürteln auch die Löcher für eine Verbindung mit dem Verschluss
des Gürtels.
[0016] Ein "Verschluss" eines solchen Gürtels kann jede Form von Schließe, Schnalle, Koppel,
Dornschließe oder auch Doppel-D-Schließe sein, welche geeignet ist, den Gürtel von
einer offenen, gestreckten Form in eine Ringform zu verschließen. Insbesondere weist
ein solcher Verschluss auch Mittel zum Hindurchführen oder zum Einführen in Löcher
im freien Bereich des Gürtelbandes auf. Beispielsweise kann ein solcher Verschluss
auch ein einfacher Haken sein.
[0017] Eine "Längsachse" des Gürtelbandes ist insbesondere die Achse, welche entlang des
Gürtelbandes, also entlang seiner längsförmigen Ausbreitung, verläuft. Diese Längsachse
muss dabei nicht mathematisch exakt entlang des Gürtelbandes, beispielsweise auch
nicht exakt entlang einer geometrischen Mittel- oder Schwerpunktlinie des Gürtelbandes,
verlaufen, sondern umfasst selbstverständlich auch eine Abweichung von beispielsweise
bis zu +20° bis - 20°.
[0018] Eine "Halteschlaufe" ist im Sinne dieser Erfindung insbesondere ein durch das Gürtelband
geformter schlaufenförmiger Aufnahmebereich, welcher im Zusammenwirken mit dem ersten
Halteband durch das Hindurchführen oder Zurückführen des freien Bereichs durch das
erste Halteband entsteht und damit einen Verschluss oder einen Teilbereich des Verschlusses,
beispielsweise einen Steg des Verschlusses, aufnehmen kann.
[0019] Um die Halteschlaufe zur Aufnahme des Verschlusses nah am Anschlussbereich des Gürtelbandes
bilden zu können und vor allem ein Verrutschen oder Verschieben des Verschlusses gegenüber
dem Gürtelband im montierten Zustand zu verhindern, ist das erste Halteband fest mit
dem Anschlussbereich verbunden, sodass ein Verschieben des ersten Haltebandes, insbesondere
nach der Aufnahme des Verschlusses, verhindert ist.
[0020] In einer Ausführungsform ist dem Gürtelband ein zweites Halteband zum Hindurchführen
des freien Bereichs zugeordnet, wobei das zweite Halteband insbesondere mit einem
Anschlussband am Gürtelband oder am ersten Halteband befestigt ist.
[0021] Das Gürtelband kann insbesondere nach Hindurchführen durch das erste Halteband auch
durch das zweite Halteband geführt sein, sodass nach dem ausgeführten Bilden eines
ringförmigen Gürtels und dem entsprechenden Verschließen des Gürtels mit dem Verschluss
das dann noch freiliegende freie Ende oder der dann noch freiliegende freie Bereich
des Gürtelbandes durch das zweite Halteband geführt werden kann. Damit wird der freie
Bereich des Gürtelbandes sicher gehalten.
[0022] Ein solches "zweites Halteband" ist gleichartig wie auch das erste Halteband ausgeführt,
kann jedoch auch auf dem Gürtelband frei bewegt werden, sodass es nicht zum Verklemmen
des freien Bereichs des Gürtelbandes mit einem anderen Teil des Gürtels kommt und
der Gürtel so angenehm zu tragen ist.
[0023] Ein "Anschlussband" ist insbesondere ein Streifen Material, welcher zwischen erstem
Halteband und zweitem Halteband verläuft oder auch zwischen dem Anschlussbereich und
dem zweiten Halteband. Dabei ist ein solches Anschlussband beispielsweise auch weich
oder biegeschlaff ausgelegt, sodass das Anschlussband sich flexibel am Gürtelband
anlegen kann. Insbesondere verläuft ein solches Anschlussband entlang der Längsachse
oder in Verlängerung der Längsachse des Gürtelbandes.
[0024] Um den Gürtel einfach und zweckmäßig fertigen zu können und gleichzeitig größtmöglichen
Komfort bei dessen Verwendung sicherzustellen, ist das Anschlussband in Verlängerung
des Anschlussbereiches des Gürtelbandes angeordnet, sodass nach dem Bilden der Halteschlaufe
ein Hindurchführen des freien Bereichs durch das zweite Halteband ermöglicht und das
zweite Halteband mittels dem Anschlussband in einem Abstand zum ersten Halteband am
Gürtelband angeordnet ist.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform ist das Anschlussband an einer dem Gürtelband abgewandten
oder zugewandten Seite des ersten Haltebandes mit dem ersten Halteband verbunden.
Somit kann eine solche Seite des ersten Haltebandes für die Verbindung des Anschlussbandes
mit dem ersten Halteband gewählt werden, welche beim späteren Tragen des Gürtels nicht
sichtbar ist.
[0026] Mit dieser Ausgestaltung ist beispielsweise sichergestellt, dass das Anschlussband
nach Formen der Halteschlaufe und Einbinden des Verschlusses in den Gürtel in Sichtrichtung
hinter dem Gürtelband verläuft und somit die optische Wirkung des Gürtels nicht beeinträchtigt.
[0027] Um auch eine Dornschließe oder einen Haken als Gürtelverschluss sicher und ohne Einschränkung
im Komfort aufnehmen zu können, weist das Gürtelband eine Öffnung, insbesondere für
einen Dorn einer Dornschließe oder einen Haken, auf, wobei die Öffnung insbesondere
im Bereich der gebildeten oder zu bildenden Halteschlaufe angeordnet ist. Insbesondere
ist diese Öffnung im Bereich einer Mittelachse parallel zur Längsachse des Gürtels
angeordnet. Sofern die Dornschließe als Doppel-Dornschließe, also mit zwei Dornen,
ausgeführt ist, kann auch eine breitere Öffnung zur Aufnahme beider Dorne nebeneinander
oder zwei parallele Öffnungen zur Aufnahme jeweils eines Dornes im Gürtelband eingebracht
sein.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform ist dem Anschlussbereich eine Dornschließe, eine
Doppel-Dornschließe, eine Koppel, ein Doppel-D-Ringpaar oder ein Haken zugeordnet,
wobei die Dornschließe, die Koppel, das Doppel-D-Ringpaar oder der Haken mittels der
Halteschlaufe am Gürtelband fixiert ist.
[0029] Auf diese Weise können mit dem erfindungsgemäßen Gürtel und einem entsprechend ausgestalteten
Gürtelband verschiedenartige Gürtel mit unterschiedlichen Verschlüssen gebildet werden,
sodass eine Auswahl gemäß Komfort oder auch modischen Gesichtspunkten durch den Anwender
erfolgen kann.
[0030] In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung
eines Gürtels, insbesondere eines Gürtel gemäß der oben beschriebenen Ausführungsformen,
wobei der freie Bereich des Gürtelbandes um einen Steg des jeweiligen Verschlusses
herumgeführt und nach dem Herumführen um den Steg das erste Halteband hindurch zurückgeführt
wird, sodass eine Halteschlaufe zum Verbinden des Verschlusses mit dem Gürtelband
gebildet und der Verschluss mittels der Halteschlaufe fest mit dem Anschlussbereich
des Gürtelbandes verbunden wird.
[0031] Mittels dieses Verfahrens ist es möglich, jederzeit einen gewünschten Verschluss
an ein entsprechendes Gürtelband auch selbst, das heißt als Endkunde, zu montieren
oder diesen Verschluss auch auszutauschen. Alternativ kann dann auch zu einem bestimmten
Verschluss ein Austausch des jeweiligen Gürtelbandes erfolgen.
[0032] In einer Ausführungsform wird der freie Bereich durch ein zweites Halteband geführt,
sodass das zweite Halteband zum erneuten Hindurchführen des freien Bereiches nach
Bilden der Ringform und Verbinden mit dem Verschluss fest am Gürtelband gehalten wird.
[0033] Mit dieser Ausgestaltung des Verfahrens kann ein Gürtel auch so hergestellt werden,
dass der freie Bereich des Gürtelbandes nach Bilden der Ringform nicht frei im Raum
hängt, sondern vom zweiten Halteband, insbesondere in einem definierten Abstand zum
ersten Halteband, sicher gehalten wird. Damit genügt ein mit diesem Verfahren hergestellter
Gürtel auch ästhetischen und praktischen Gesichtspunkten.
[0034] In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch einen Gürtel, welcher mittels
einem der oben beschriebenen Verfahren gefertigt ist.
[0035] Ein solcher Gürtel kann einfach, schnell und vor allem zweckdienlich hergestellt
oder auch mit anderen Verschlüssen ausgestattet werden. Damit wird ein Gürtel bereitgestellt,
welcher vom Endkunden selbst verändert, zusammengestellt und/oder mit anderen Verschlüssen
ausgestattet werden kann.
[0036] Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines Gürtelbandes für einen Gürtel,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Gürtels mit Koppelverschluss, welcher mit dem
Gürtelband hergestellt ist,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung eines alternativen Gürtels mit einer Dornschließe, welcher
mit dem Gürtelband hergestellt ist, sowie
- Figur 4
- eine schematische Seitenansicht des Gürtels der Figur 2.
[0037] Ein Gürtelband 101 weist ein Verschlussende 103 sowie ein freies Ende 105 auf. Am
freien Ende 105 ist eine Spitze 106 ausgeformt. Weiterhin weist das freie Ende 105
eine Reihe von gleichmäßig angeordneten Löchern 115 zur Aufnahme eines Verschlusses
auf.
[0038] In einer alternativen Ausgestaltung kann die Spitze 106 auch als spitzrund, spitz,
rund oder eckig gestalteter Abschluss des Gürtelbandes 101 ausgeführt sein. Ebenso
können die Löcher 115 in einer alternativen Ausgestaltung als Schlitzlöcher oder Löcher
mit angesetztem Schlitz ausgeführt sein.
[0039] Am Verschlussende 103 ist ein Haltering 107 mit einer Naht 108 angenäht. Weiterhin
ist in einem dem freien Ende 105 zugewandten Bereich des Verschlussendes 103 gegenüber
dem Haltering 107 ein Langloch 109 eingebracht.
[0040] In einer Alternativen können auch zwei nebeneinander angeordnete Länglöcher 109 eingebracht
sein, wenn eine Doppel-Dornschließe mit dem Gürtelband 101 zusammengeführt werden
soll.
[0041] In Verlängerung des Gürtelbandes 101 über den Haltering 107 hinaus ist ein Halteband
111 mittels einer Umschlingung 114 mit einem Haltering 113 verbunden. Der Haltering
107 sowie der Haltering 113 sind als geschlossene Ringe in ovaler Form ausgeführt.
Das Halteband 111 ist im Bereich des Halteringes 107 auch mit dem Gürtelband 101 fest
verbunden.
[0042] Das Gürtelband in Figur 1 ist zur besseren Darstellung der Zusammenhänge von einer
Rückseite 104 gezeigt, so dass eine Sichtseite 110 in dieser Darstellung nicht erkennbar
ist.
[0043] Das Gürtelband 101 sowie der Haltering 107, der Haltering 113 und das Halteband 111
sind im beschriebenen Beispiel aus Leder hergestellt.
[0044] Ein Gürtel 201 mit dem Gürtelband 101 weist eine Koppelschließe 203 auf. Das freie
Ende 105 des Gürtelbandes 101 wurde zur Herstellung und Montage des Gürtels 201 durch
eine Öffnung 206 geführt, wobei die Öffnung 206 zwischen einem Koppelblatt 207 und
einem Haltesteg 205 der Koppelschließe 203 gebildet ist.
[0045] Nach Hindurchführen des freien Endes 105 durch diese Öffnung 206 wurde das freie
Ende 105 dann durch den Haltering 107 zurückgeführt und die damit gebildete Halteschlaufe
151 strammgezogen. Die Halteschlaufe 151 legt sich dabei fest an den Haltesteg 205
an.
[0046] Das freie Ende 105 mit der Spitze 106 wurde sodann auch durch den Haltering 113 geführt,
wobei das Halteband 111 damit in Blickrichtung hinter dem Gürtel 201 verdeckt ist.
Der Gürtel 201 ist mit der Sichtseite 110 dargestellt (Figur 2). Alle Nähte oder technisch
bedingten Merkmale des Gürtels 201, die nicht sichtbar sein sollen, sind so in Trageposition
an der Rückseite 104 verdeckt angeordnet.
[0047] Ein so montierter Gürtel 201 kann durch Herumführen des freien Endes 105 um beispielsweise
einen menschlichen Körper so verschlossen werden, dass ein Haken 209 am Koppelblatt
207 in eines der Löcher 115 eingehängt werden kann. Das überstehende freie Ende 105
kann mit der Spitze 106 dann durch die Öffnung 206, den Haltering 107 und den Haltering
113 geführt werden. Diese beispielhafte Ausgestaltung eines Gürtels mit Koppelschließe
zeigen Figuren 2 und 4.
[0048] Ein alternativer Gürtel 301 mit einem Gürtelband 101 ist wie folgt ausgeführt:
[0049] Das Gürtelband 101 wird mit dem freien Ende 105 durch eine Öffnung 306 einer Dornschließe
303 geführt. Die Öffnung 306 wird dabei durch einen Rahmen 304 der Dornschließe sowie
einen Haltesteg 305 gebildet. Der Haltesteg verläuft dabei etwa in der Mitte der Dornschließe
303 quer zur Längsausdehnung des Gürtelbandes 101. Weiterhin trägt dieser Haltesteg
305 auch den Dorn 309 der Dornschließe 303. Der Dorn 309 kann frei um den Haltesteg
305 gedreht werden.
[0050] Nach Hindurchführen des freien Endes 105 des Gürtelbandes 101 durch die Öffnung 306
und Hindurchführen des Dornes 309 durch das Langloch 109 wurde das freie Ende 105
wieder zurück durch den Haltering 107 und den Haltering 113 geführt. Das Halteband
111 ist auch bei diesem Gürtel 301 in Blickrichtung hinter dem Gürtelband 101 verdeckt.
Der Gürtel 301 ist ebenso mit der Sichtseite 110 dargestellt (Figur 3). Alle Nähte
oder technisch bedingten Merkmale des Gürtels 301, die nicht sichtbar sein sollen,
sind in Trageposition ebenso an der Rückseite 104 verdeckt angeordnet.
[0051] Zum Anlegen des Gürtels 301 kann nun das freie Ende 105 mit der Spitze 106 durch
die Öffnung 306 geführt und mit dem Dorn 309 in einem der Löcher 115 gesichert werden.
Sodann kann das freie Ende 105 durch den Haltering 107 und den Haltering 113 geführt
werden, sodass der Gürtel ordentlich verschlossen und Korrekt angelegt ist.
[0052] Ein beispielhaftes Verfahren zur Herstellung eines solchen Gürtels 201 soll im Folgenden
noch einmal beschrieben werden:
[0053] Das freie Ende 105 mit der Spitze 106 wird durch die Öffnung 206 der Koppelschließe
203 geführt und dann in eine Richtung zurück, nämlich zur Ausbildung einer Halteschlaufe
151 umgeschlagen. Sodann wird das freie Ende 105 durch den Haltering 107 geführt und
die Anordnung um den Haltesteg 205 der Koppelschließe 203 strammgezogen. Sodann wird
das freie Ende 205 durch den Haltering 113 gezogen und ein entsprechender Gürtel 201
ist damit hergestellt.
[0054] Ein Austausch der Koppelschließe 203, beispielsweise gegen eine Dornschließe 303
erfolgt dann so, dass die Halteschlaufe 151 durch den Haltering 107 zurück etwas geöffnet
wird, indem das freie Ende 105 zurück durch den Haltering 107 gezogen wird. Sodann
lässt sich das freie Ende 105 vollständig aus dem Haltering 107 herausziehen und das
Gürtelband 101 kann vollständig aus der Öffnung 206 der Koppelschließe 203 entfernt
werden. Die Koppelschließe 203 ist dann frei vom Gürtelband 101 und kann separat abgelegt
werden.
[0055] Die Montage einer Dornschließe 303 im Austausch zur Koppelschließe 203 erfolgt dann
derart, dass der Dorn 309 durch das Langloch 109 geführt wird. Sodann wird das freie
Ende 105 durch die Öffnung 306 zwischen dem Rahmen 304 und dem Haltesteg 305 der Dornschließe
303 geführt und zurück durch den Haltering 107 gesteckt. Nun kann das freie Ende gegenüber
der Dornschließe 303 um den Haltesteg 305 herum strammgezogen werden, sodass die Halteschlaufe
151 um den Haltesteg 305 der Dornschließe stramm ausgebildet wird.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 101
- Gürtelband
- 103
- Verschlussende
- 104
- Rückseite
- 105
- freies Ende
- 106
- Spitze
- 107
- Haltering
- 108
- Naht
- 109
- Langloch
- 110
- Sichtseite
- 111
- Halteband
- 113
- Haltering
- 114
- Umschlingung
- 115
- Loch
- 151
- Halteschlaufe
- 201
- Gürtel
- 203
- Koppelschließe
- 205
- Haltesteg
- 206
- Öffnung
- 207
- Koppelblatt
- 209
- Haken
- 301
- Gürtel
- 303
- Dornschließe
- 304
- Rahmen
- 305
- Haltesteg
- 306
- Öffnung
- 309
- Dorn
1. Gürtel (201, 301), insbesondere zum Zusammenhalten von Kleidung oder zum Unterstützen
einer Passform von Kleidung, mit einem Gürtelband (101) und einem ersten Halteband
(107), wobei das Gürtelband (101) einen Anschlussbereich (103) und einen freien Bereich
(105) aufweist und der Anschlussbereich (103) zur Aufnahme eines Verschlusses (203,
303) eingerichtet ist und der freie Bereich (105) mit dem aufgenommenen Verschluss
(203, 303) verbindbar ist, sodass der Gürtel (201, 301) von einer offenen, gestreckten
Form in eine Ringform verschließbar ist und das erste Halteband (107) um eine Längsachse
des Gürtelbandes (101) herum eine Schlaufe zum Hindurchführen des freien Bereichs
(105) des Gürtelbandes (101) bildet, wobei das erste Halteband (107) dem Anschlussbereich
zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Halteband (107) fest mit dem Anschlussbereich (103) verbunden ist, sodass
ein Verschieben des ersten Haltebandes (107) nach der Aufnahme des Verschlusses (203,
303) verhindert und mittels eines Hindurchführens des freien Bereiches (105) durch
das erste Halteband (107) eine Halteschlaufe (151) zur Aufnahme des Verschlusses (203,
303) frei von weiteren Aufnahme- oder Verbindungsmitteln gebildet ist.
2. Gürtel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Gürtelband (101) ein zweites Halteband (113) zum Hindurchführen des freien Bereichs
(105) zugeordnet ist, wobei das zweite Halteband (113) insbesondere mit einem Anschlussband
(111) am Gürtelband (101) oder am ersten Halteband (107) befestigt ist.
3. Gürtel gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussband (111) in Verlängerung des Anschlussbereichs (103) des Gürtelbandes
(101) angeordnet ist, sodass nach dem Bilden der Halteschlaufe (151) ein Hindurchführen
des freien Bereichs (105) durch das zweite Halteband (113) ermöglicht und das zweite
Halteband (113) mittels dem Anschlussband (111) in einem Abstand zum ersten Halteband
(107) am Gürtelband (101) angeordnet ist.
4. Gürtel gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussband (111) an einer dem Gürtelband (101) abgewandten oder zugewandten
Seite des ersten Haltebandes (107) mit dem ersten Halteband (107) verbunden ist.
5. Gürtel gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gürtelband (101) eine Öffnung (109) oder zwei Öffnungen, insbesondere für einen
Dorn (309) einer Dornschließe (303) oder zwei Dorne einer Doppel-Dornschließe oder
einen Haken, aufweist, welcher insbesondere im Bereich der gebildeten oder zu bildenden
Halteschlaufe (151) angeordnet ist.
6. Gürtel gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Anschlussbereich (103) eine Dornschließe (303), eine Koppel (203), ein Doppel-D-Ringpaar
oder ein Haken zugeordnet ist, wobei die Dornschließe (303), die Koppel (203), das
Doppel-D-Ringpaar oder der Haken mittels der Halteschlaufe am Gürtelband fixiert ist.
7. Verfahren zur Herstellung eines Gürtels, insbesondere eines Gürtels gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Bereich (105) des Gürtelbandes (101) um einen Steg (205, 305) des jeweiligen
Verschlusses (203, 303) herumgeführt und nach dem Herumführen um den Steg (205, 305)
durch das erste Halteband (107) hindurch zurückgeführt wird, sodass eine Halteschlaufe
(151) zum Verbinden des Verschlusses (203, 303) mit dem Gürtelband (101) gebildet
und der Verschluss (203, 303) mittels der Halteschlaufe (151) fest mit dem Anschlussbereich
(103) des Gürtelbandes (101) verbunden wird.
8. Verfahren gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der freie Bereich (105) durch ein zweites Halteband (113) geführt wird, sodass das
zweite Halteband (113) zum erneuten Hindurchführen des freien Bereiches (105) nach
Bilden der Ringform und Verbinden mit dem Verschluss (203, 303) fest am Gürtelband
gehalten wird.
9. Gürtel, welcher mittels eines Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 7 oder 8. gefertigt
ist.