[0001] Die Erfindung betrifft ein Hochdruckreinigungsgerät mit einer Hochdruckpumpe, umfassend
einen Saugraum, mindestens einen diesem nachgelagerten Pumpraum, in dem Flüssigkeit
unter Druck gesetzt wird, und einen dem Pumpraum nachgelagerten Druckraum, wobei das
Hochdruckreinigungsgerät eine Bedieneinheit aufweist, an der bzw. an die eine Austragseinheit
in Gestalt einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse angeordnet oder angeschlossen ist
und die über eine Hochdruckleitung mit dem Druckraum in Strömungsverbindung bringbar
ist, sowie eine Beimischeinrichtung, über die der Flüssigkeit im Druckraum eine Reinigungschemikalie
beimischbar ist.
[0002] Bei einem derartigen Hochdruckreinigungsgerät wird die im Pumpraum unter Druck gesetzte
Flüssigkeit im Druckraum mit der Reinigungschemikalie versetzt und ein Gemisch aus
Flüssigkeit und Reinigungschemikalie bereitgestellt. Dadurch kann die Reinigungswirkung
des Hochdruckreinigungsgerätes gesteigert werden. Das Gemisch wird über die Hochdruckleitung
an die Bedieneinheit gefördert und über die Austragseinheit in Gestalt der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
abgegeben. Eine derartige Austragseinheit kann mit dem Hochdruckreinigungsgerät anstelle
einer alternativ verwendbaren Austragseinheit in Gestalt einer Hochdruckdüse zum Einsatz
kommen. Die Hochdruckdüse weist einen vergleichsweise kleinen Öffnungsquerschnitt
auf, und Flüssigkeit tritt unter hohem Druck mit vergleichsweise geringem Volumenstrom
aus. Demgegenüber weist die Niederdruck-Reinigungsmitteldüse einen vergleichsweise
großen Öffnungsquerschnitt auf, und das Gemisch aus Flüssigkeit und der Reinigungschemikalie
tritt mit vergleichsweise hohem Volumenstrom und geringem Druck aus.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Hochdruckreinigungsgerät
weiterzubilden, das benutzerfreundlicher ist.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem Hochdruckreinigungsgerät der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Hochdruckreinigungsgerät eine Erfassungseinheit
aufweist, mit der erfassbar ist, dass ein Flüssigkeitsdruck druckseitig des Pumpraumes
einen Schwellenwertdruck unterschreitet, eine mit der Erfassungseinheit gekoppelte
Steuereinheit, eine mit der Steuereinheit gekoppelte Hinweiseinheit, an der ein Hinweis
für eine Bedienperson bereitstellbar ist, dass das Hochdruckreinigungsgerät einen
Reinigungsmittelmodus einnimmt, sowie eine Eingabeeinheit, über die von der Bedienperson
ein Mischverhältnis der Reinigungschemikalie mit der Flüssigkeit vorgebbar ist.
[0005] In die vorliegende Erfindung fließt der Gedanke mit ein, dass bei betätigter Bedieneinheit
im Betrieb des Hochdruckreinigungsgerätes unter Einsatz der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
druckseitig des Pumpraumes ein im Vergleich zum Einsatz einer Hochdruckdüse eher geringer
Flüssigkeitsdruck vorliegt. Das Unterschreiten eines Schwellenwertdruckes kann mit
der Erfassungseinheit erfasst und der Steuereinheit ein diesbezügliches Signal bereitgestellt
werden. Die Steuereinheit wertet das Signal aus und kann daraus schließen, dass als
Austragseinheit die Niederdruck-Reinigungsmitteldüse zum Einsatz kommt. Die Steuereinheit
geht von der Einnahme eines Reinigungsmittelmodus aus. Dies wird der Bedienperson
über die Hinweiseinheit signalisiert. Die Bedienperson wird auf diese Weise benutzerfreundlich
darauf hingewiesen, dass das Hochdruckreinigungsgerät den Reinigungsmittelmodus einnimmt.
Über die mit der Steuereinheit gekoppelte Eingabeeinheit kann die Bedienperson benutzerfreundlich
das Mischverhältnis der Reinigungschemikalie mit der Flüssigkeit vorgeben und dadurch
die Reinigungswirkung beeinflussen.
[0006] Unter "druckseitig des Pumpraumes" wird vorliegend insbesondere verstanden, dass
der Flüssigkeitsdruck am oder in einem Raum oder einer Flüssigkeitsleitung erfassbar
ist, der bzw. die einem den Pumpraum vom Druckraum trennenden Druckventil nachgeordnet
sind. Hierunter kann insbesondere auch eine an den Druckraum angeschlossene oder in
diesen mündende Flüssigkeitsleitung verstanden werden.
[0007] Günstig ist es, wenn mit der Erfassungseinheit der Flüssigkeitsdruck in der Hochdruckpumpe
erfassbar ist.
[0008] Vorzugsweise ist mit der Erfassungseinheit das Unterschreiten eines Schwellenwertdruckes
am oder im Druckraum erfassbar. Beispielsweise ist die Erfassungseinheit zu diesem
Zweck am Druckraum angeordnet oder an einer in diesen mündenden Flüssigkeitsleitung.
[0009] Günstig ist es, wenn das Mischverhältnis stufenweise vorgebbar ist. Beispielsweise
ist eine Mehrzahl von Mischverhältnissen vorgesehen, die die Bedienperson durch Eingabeelemente
stufenweise inkrementieren oder dekrementieren kann.
[0010] Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Mischverhältnis kontinuierlich
vorgebbar ist.
[0011] Die Hinweiseinheit kann auf vielfältige Weise ausgestaltet sein. Beispielsweise handelt
es sich um eine optische oder akustische Hinweiseinheit.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist es günstig, wenn die Hinweiseinheit eine
Anzeigeeinheit ist oder umfasst. Die Anzeigeeinheit kann eine optische Bildanzeige
aufweisen, an der der Bedienperson die Einnahme des Reinigungsmittelmodus symbolisiert
wird. Beispielsweise wird ein Symbol der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse angezeigt.
Auch die Vorgabe des Mischverhältnisses kann an der Anzeigeeinheit dargestellt werden.
[0013] Vorzugsweise bilden die Eingabeeinheit und die Anzeigeeinheit eine integrierte Eingabe-/Anzeigeeinheit
oder sind als solche ausgestaltet, beispielsweise als Touchscreen.
[0014] An der Hinweiseinheit ist bevorzugt eine Information betreffend das Mischverhältnis
bereitstellbar. Insbesondere ist dieses, wie bereits erwähnt, bevorzugt an einer Anzeigeeinheit
darstellbar. Ist das Mischverhältnis stufenweise einstellbar, kann die Anzeigeeinheit
zum Beispiel anzeigen, welche Stufe des Mischverhältnisses von der Bedienperson ausgewählt
ist.
[0015] Günstig ist es, wenn die Eingabeeinheit und/oder die Hinweiseinheit an der Bedieneinheit
angeordnet oder von dieser umfasst sind. Die Bedienperson kann dadurch benutzerfreundlich
an der Bedieneinheit über die Einnahme des Reinigungsmittelmodus informiert werden
und/oder benutzerfreundlich das Mischverhältnis an der Bedieneinheit vorgeben.
[0016] Als vorteilhaft erweist es sich, wenn Informationen von der Eingabeeinheit an die
Steuereinheit und/oder von der Steuereinheit an die Hinweiseinheit kabellos übertragbar
sind.
[0017] Bei einer vorteilhaften Umsetzung des erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgerätes
ist es günstig, wenn über die Eingabeeinheit ein Volumenstrom der mit der Hochdruckpumpe
geförderten Flüssigkeit steuerbar ist. Durch Steuerung des Volumenstroms der Flüssigkeit
kann das Mischverhältnis beeinflusst und ebenfalls gesteuert werden. So kann zum Beispiel
vorgesehen sein, dass im Reinigungsmittelmodus der Flüssigkeit im Druckraum eine auch
bei unterschiedlichen Volumenströmen konstante oder im Wesentlichen konstante Menge
an Reinigungschemikalie beigemischt wird. Aufgrund des unterschiedlichen Volumenstroms
der unter Druck gesetzten Flüssigkeit wird dadurch das Mischverhältnis der Flüssigkeit
mit der Reinigungschemikalie beeinflusst.
[0018] Günstig ist es, wenn die Hochdruckpumpe eine Rückführleitung umfasst, über die der
Druckraum mit dem Saugraum in Strömungsverbindung steht, und eine Ventileinheit, mit
der eine freie Querschnittsfläche der Rückführleitung veränderbar ist, eine der Ventileinheit
zugeordnete und mit der Steuereinheit gekoppelte Antriebseinheit, wobei der Volumenstrom
steuerbar ist, indem abhängig vom vorgegebenen Mischverhältnis die freie Querschnittsfläche
der Rückführleitung veränderbar ist. In der Praxis erweist sich dies als zuverlässige
und konstruktiv einfache Möglichkeit, den Volumenstrom der mit der Hochdruckpumpe
geförderten Flüssigkeit abhängig von der Vorgabe der Bedienperson zu steuern. Abhängig
vom Signal der Eingabeeinheit kann die Steuereinheit die Antriebseinheit ansteuern,
damit die Ventileinheit die freie Querschnittsfläche der Rückführleitung erhöht oder
verringert. Dadurch wird der Volumenstrom der Flüssigkeit vom Druckraum in den Saugraum
erhöht bzw. verringert. Die Menge der von der Hochdruckpumpe abgegebenen Flüssigkeit
wird dadurch verringert bzw. gesteigert. Entsprechend den vorstehenden Ausführungen
kann dadurch bei Beimischung einer Reinigungschemikalie das Mischverhältnis erhöht
bzw. verringert werden.
[0019] Bei einer stufenweise Vorgabe des Mischverhältnisses ist insbesondere vorgesehen,
dass die Ventileinheit über die Antriebseinheit stufenweise verstellt werden kann.
Darunter insbesondere kann verstanden werden, dass ein Ventilkörper der Ventileinheit
relativ zu einem Ventilsitz der Ventileinheit unterschiedliche, diskrete Relativstellungen
einnehmen kann, wobei die freie Querschnittsfläche abhängig von der Relativstellung
unterschiedlich groß ist.
[0020] Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen, dass der Volumenstrom der geförderten
Flüssigkeit steuerbar ist unter Steuerung eines Antriebsmotors der Hochdruckpumpe.
Hierbei kommt zum Beispiel eine Phasenanschnittsteuerung zum Einsatz, um durch Steigerung
bzw. Absenkung der Motorleistung den Volumenstrom zu erhöhen bzw. zu verringern.
[0021] Bei einer Hochdruckpumpe in Form einer Axialkolbenpumpe kann zur Steuerung des Volumenstroms
alternativ oder ergänzend vorgesehen sein, dass der Antriebsmotor eine verstellbare
Taumelscheibe aufweist, durch deren Verstellung der Hub der Axialkolben verändert
werden kann. Durch eine Steigerung der Neigung der Taumelscheibe kann der Hub vergrößert
und der Volumenstrom gesteigert werden, durch eine Verringerung des Neigungswinkels
der Taumelscheibe kann der Hub verringert und der Volumenstrom verkleinert werden.
[0022] Von Vorteil ist es, wenn die Beimischeinrichtung eine Aufnahme für einen Behälter
mit der Reinigungschemikalie aufweist, einen im Druckraum angeordneten Injektor und
eine Zuführleitung von der Aufnahme zum Injektor. Der Injektor ist derart ausgestaltet,
dass der Druck im Druckraum bei Einnahme des Reinigungsmittelmodus einen solchen Betrag
aufweist, dass der Injektor die Reinigungschemikalie über die Zuführleitung aus dem
Behälter ansaugt. Die angesaugte Chemikalie wird im Injektor mit der unter Druck gesetzten
Flüssigkeit vermischt. Das Gemisch kann über die Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
ausgetragen werden.
[0023] Die Rückführleitung und/oder die Zuführleitung kann/können auch als Rückführkanal
bzw. als Zuführkanal bezeichnet werden.
[0024] Der Injektor ist insbesondere ein Venturi-Injektor.
[0025] Wie vorstehend erläutert wird vorzugsweise der Volumenstrom der von der Hochdruckpumpe
geförderten Flüssigkeit abhängig von der Vorgabe der Bedienperson an der Eingabeeinheit
gesteuert. Die Menge der über den Injektor beimischbaren Reinigungschemikalie kann
im Reinigungsmittelmodus sogar konstant oder im Wesentlichen konstant gehalten werden,
und eine Änderung des Volumenstroms ändert das Mischverhältnis.
[0026] Vorzugsweise weist das Hochdruckreinigungsgerät, insbesondere die Hochdruckpumpe,
alternativ oder ergänzend zur Rückführleitung und der Ventileinheit, ein Dosierventil
auf, mit dem die Dosierung der Reinigungschemikalie und damit das Mischverhältnis
mit der Flüssigkeit beeinflusst werden kann. Das Dosierventil ist beispielsweise mit
der Steuereinheit gekoppelt und/oder abhängig von der Vorgabe der Bedienperson an
der Eingabeeinheit betätigbar. Bevorzugt ist das Dosierventil in die vorstehend erwähnte
Zuführleitung geschaltet.
[0027] Bei einer vorteilhaften Umsetzung des Hochdruckreinigungsgerätes erweist es sich
als günstig, wenn mit der Erfassungseinheit erfassbar ist, ob der Flüssigkeitsdruck
in der Zuführleitung den Schwellenwertdruck unterschreitet. Bei Einsatz der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
weist der Flüssigkeitsdruck am Druckraum bei betätigter Bedieneinheit einen verhältnismäßig
geringen Wert auf (insbesondere ist der Druck geringer als der Umgebungsdruck der
Atmosphäre (ungefähr kleiner als 1 bar)). Der Injektor, insbesondere der Venturi-Injektor,
kann über die Zuführleitung die Reinigungschemikalie ansaugen. Die Erfassung des Druckes
in der Zuführleitung am Druckraum erweist sich in der Praxis als zuverlässig, um sicherzustellen,
dass als Austragseinheit die Niederdruck-Reinigungsmitteldüse vorgesehen ist.
[0028] Günstig ist es, wenn die Erfassungseinheit einen Drucksensor umfasst. Mit dem Drucksensor
kann der Druck am oder im Druckraum bevorzugt über einen so großen Druckbereich gemessen
werden, dass der Druck bei Anschluss einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse einerseits
und Anschluss einer Hochdruckdüse andererseits zuverlässig erfasst werden kann, worauf
nachfolgend noch eingegangen wird.
[0029] Bei einer andersartigen vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass
die Erfassungseinheit einen Druckschalter umfasst, beispielsweise einen Membranschalter.
Sofern lediglich zu erfassen ist, ob der Flüssigkeitsdruck am oder im Druckraum den
Schwellenwertdruck unterschreitet bzw. überschreitet, kann bei einer konstruktiv einfachen
Ausgestaltung ein Druckschalter zum Einsatz kommen.
[0030] Es kann vorgesehen sein, dass das Hochdruckreinigungsgerät im Reinigungsmittelmodus
einen Nichtregelungsmodus einnimmt, in dem keine Regelung des Flüssigkeitsdruckes
erfolgt.
[0031] Günstig ist es, wenn das Hochdruckreinigungsgerät eine weitere Austragseinheit in
Gestalt einer Hochdruckdüse aufweist, die anstelle der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
an die Bedieneinheit anschließbar oder an dieser anordenbar ist, und wenn mit der
Erfassungseinheit erfassbar ist, dass der Flüssigkeitsdruck druckseitig des Pumpraumes
einen Schwellenwertdruck überschreitet, wobei an der Hinweiseinheit ein Hinweis bereitstellbar
ist, dass das Hochdruckreinigungsgerät einen Hochdruckmodus einnimmt. Setzt die Bedienperson
anstelle der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse die Hochdruckdüse ein, kann bei betätigter
Bedieneinheit über die Erfassungseinheit festgestellt werden, dass der Flüssigkeitsdruck
druckseitig des Pumpraumes, insbesondere am oder im Druckraum einen Schwellenwertdruck
überschreitet, vorzugsweise den eingangs genannten Schwellenwertdruck. Die Steuereinheit
fasst dies als Einnahme eines Hochdruckmodus auf. Die Bedienperson wird an der Hinweiseinheit
benutzerfreundlich auf die Einnahme des Hochdruckmodus hingewiesen. Beispielsweise
wird an einer als Anzeigeeinheit ausgestalteten Hinweiseinheit ein Symbol einer Hochdruckdüse
angezeigt.
[0032] Der Steuereinheit ist von der Bedienperson vorzugsweise über die Eingabeeinheit ein
Flüssigkeitsdruck vorgebbar, wobei der Flüssigkeitsdruck von der Steuereinheit steuerbar
ist. Die Bedienperson kann den Flüssigkeitsdruck benutzerfreundlich über die Eingabeeinheit
beeinflussen. Vorgaben können von der Steuereinheit ausgewertet und zur Steuerung
des Flüssigkeitsdruckes umgesetzt werden.
[0033] Der Flüssigkeitsdruck ist insbesondere stufenweise vorgebbar. Beispielsweise ist
eine Mehrzahl von Druckstufen der Hochdruckpumpe vorgesehen, die die Bedienperson
über die Eingabeeinheit vorgeben kann. Die Druckstufen können beispielsweise über
Tasten inkrementiert oder dekrementiert werden.
[0034] Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass der Flüssigkeitsdruck kontinuierlich
vorgebbar ist.
[0035] Als vorteilhaft erweist es sich, wenn der Flüssigkeitsdruck abhängig vom vorgegebenen
Flüssigkeitsdruck unter Veränderung der freien Querschnittsfläche der vorstehend erwähnten
Rückführleitung steuerbar ist. Die Steuereinheit kann abhängig vom vorgegebenen Flüssigkeitsdruck
die Antriebseinheit so ansteuern, dass die Ventileinheit die Rückführleitung unterschiedlich
weit freigibt. Dadurch wird der Volumenstrom vom Druckraum zum Saugraum gesteigert
oder erniedrigt. Der Pumpendruck am Ausgang der Hochdruckpumpe kann dadurch im Hochdruckmodus
verringert bzw. erhöht werden.
[0036] Alternativ oder ergänzend ist eine Steuerung des Flüssigkeitsdruckes unter Ansteuerung
der Motoreinheit (beispielsweise eine Phasenanschnittsteuerung) und/oder über eine
Veränderung der Neigung der Taumelscheibe bei einer Axialkolbenpumpe möglich.
[0037] Als besonders vorteilhaft erweist es sich, wenn das Hochdruckreinigungsgerät im Hochdruckmodus
einen Regelungsmodus einnimmt, in dem eine Regelung des Flüssigkeitsdruckes erfolgt.
Hierzu ist es insbesondere von Vorteil, wenn die Erfassungseinheit einen Drucksensor
umfasst, mit dem der Flüssigkeitsdruck druckseitig des Pumpraumes auch bei Einnahme
des Hochdruckmodus bestimmbar ist. Eine Regelung erfolgt insbesondere unter Veränderung
der freien Querschnittsfläche der vorstehend erwähnten Rückführleitung, indem die
Steuereinheit die Antriebseinheit der Ventileinheit abhängig vom Signal des Drucksensors
ansteuert und den Flüssigkeitsdruck auf den von der Bedienperson über die Eingabeeinheit
vorgegebenen Flüssigkeitsdruck regelt.
[0038] Bei dem mit der Erfassungseinheit, speziell dem Drucksensor erfassbaren Flüssigkeitsdruck
kann es sich beispielsweise um den Pumpendruck der Flüssigkeit handeln, wie er an
einem Pumpenausgang der Hochdruckpumpe vorliegt. Der Flüssigkeitsdruck kann auch ein
mit dem Pumpendruck gekoppelter Druck sein, so dass über eine bekannte Beziehung des
Flüssigkeitsdruckes mit dem Pumpendruck letzterer durch eine Messung des Flüssigkeitsdruckes
ermittelt werden kann.
[0039] Der Pumpenausgang ist beispielsweise am Druckraum angeordnet oder steht mit diesem
in Strömungsverbindung.
[0040] Die Hinweiseinheit ist bevorzugt eine Anzeigeeinheit, an der der Bedienperson eine
dem vorgegebenen Flüssigkeitsdruck zugeordnete Information anzeigbar ist. Beispielsweise
wird bei stufenweiser Vorgabe des Flüssigkeitsdruckes die von der Bedienperson jeweils
vorgegebene Druckstufe an der Anzeigeeinheit dargestellt. Alternativ oder ergänzend
kann vorgesehen sein, dass an der Anzeigeeinheit ein Absolutwert des Flüssigkeitsdruckes
oder eines Pumpendruckes am Ausgang der Hochdruckpumpe angezeigt wird.
[0041] Bei der Anzeigeeinheit handelt es sich vorzugsweise um dieselbe Anzeigeeinheit, an
der bei Einnahme des Reinigungsmittelmodus eine Information betreffend das Mischverhältnis
der Reinigungschemikalie mit der unter Druck gesetzten Flüssigkeit angezeigt wird.
Die Anzeigeeinheit kann abhängig vom Vorliegen des Reinigungsmittelmodus oder des
Hochdruckmodus unterschiedlichen Bildinhalt darstellen.
[0042] Günstig ist es, wenn die Eingabeeinheit Eingabeelemente umfasst, mit denen bei Vorliegen
des Reinigungsmittelmodus das Mischverhältnis vorgebbar und bei Vorliegen des Hochdruckmodus
der Flüssigkeitsdruck vorgebbar ist. Dadurch können dieselben Eingabeelemente zum
Vorgeben des Flüssigkeitsdruckes im Hochdruckmodus einerseits und zum Vorgeben des
Mischverhältnisses von Flüssigkeit und Reinigungschemikalie andererseits eingesetzt
werden. Gesonderte Eingabeelemente sind nicht erforderlich. Das Hochdruckreinigungsgerät
erweist sich dadurch als benutzerfreundlicher.
[0043] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgerätes,
umfassend eine Hochdruckpumpe;
- Figur 2:
- eine Anzeigeeinheit und eine Eingabeeinheit einer Bedieneinheit des Hochdruckreinigungsgerätes
aus Figur 1;
- Figur 3:
- die Anzeigeeinheit und die Eingabeeinheit, wenn das Hochdruckreinigungsgerät einen
Hochdruckmodus einnimmt, sechs unterschiedliche Druckstufen symbolisierend;
- Figur 4:
- die Anzeigeeinheit und die Eingabeeinheit, wenn das Hochdruckreinigungsgerät einen
Reinigungsmittelmodus einnimmt, drei unterschiedliche Dosierungen einer Reinigungschemikalie
symbolisierend;
- Figur 5:
- eine Draufsicht auf die Hochdruckpumpe des Hochdruckreinigungsgerätes aus Figur 1;
- Figur 6:
- eine Seitenansicht der Hochdruckpumpe;
- Figur 7:
- eine Schnittansicht (teilweise) längs der Linie 7-7 in Figur 5;
- Figur 8:
- eine Schnittansicht (teilweise) längs der Linie 8-8 in Figur 6;
- Figur 9:
- eine Schnittansicht (teilweise) längs der Linie 9-9 in Figur 5, wobei eine Ventileinheit
der Hochdruckpumpe eine Schließstellung einnimmt;
- Figur 10:
- eine Darstellung entsprechend Figur 9, wobei die Ventileinheit eine Offenstellung
einnimmt und ferner eine Antriebseinrichtung dargestellt ist, die der Ventileinheit
zugeordnet ist;
- Figur 11:
- eine vergrößerte Darstellung von Detail A in Figur 9 und
- Figur 12:
- eine vergrößerte Darstellung von Detail B in Figur 10.
[0044] Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine mit dem Bezugszeichen 10 belegte
vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgerätes. Das
Hochdruckreinigungsgerät 10 umfasst eine nur schematisch dargestellte Motorpumpeneinheit
12, die einen Antriebsmotor 14 und eine Hochdruckpumpe 16 umfasst. Beispielsweise
ist die Hochdruckpumpe 16 an den Antriebsmotor 14 angeflanscht.
[0045] Die Hochdruckpumpe 16 weist einen Pumpeneingang 18 auf, an den eine Zuführleitung
für unter Druck zu setzende Flüssigkeit, insbesondere Wasser, anschließbar ist. Ferner
weist die Hochdruckpumpe 16 einen Pumpenausgang 20 auf, an den eine Hochdruckleitung
22, vorliegend ein Hochdruckschlauch, für unter Druck gesetzte Flüssigkeit anschließbar
ist.
[0046] An die Hochdruckleitung 22 ist eine Bedieneinheit 24 des Hochdruckreinigungsgerätes
10 angeschlossen, ausgestaltet als Hochdruck-Pistole 26.
[0047] An der Hochdruck-Pistole 26 ist eine Eingabeeinheit 28 angeordnet, die Eingabeelemente
zur Betätigung durch eine Bedienperson umfasst. Die Eingabeelemente weisen insbesondere
eine Taste "+" 30 und eine Taste "-" 32 auf. Die Hochdruck-Pistole 26 weist ferner
eine Anzeigeeinheit 34 auf. Die Anzeigeeinheit 34 ist beispielsweise der Eingabeeinheit
28 benachbart. Die Eingabeeinheit 28 und die Anzeigeeinheit 34 könnten auch ineinander
integriert sein und beispielsweise als Touchscreen ausgestaltet sein. Die Anzeigeeinheit
34 umfasst eine optische Bildanzeige und bildet eine Hinweiseinheit des Hochdruckreinigungsgerätes
10. Hinweise können an der Anzeigeeinheit 34 optisch dargestellt werden.
[0048] Das Hochdruckreinigungsgerät 10 weist eine Austragseinheit 36 in Gestalt einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
37 auf. Ferner umfasst das Hochdruckreinigungsgerät 10 eine Austragseinheit 38 in
Gestalt einer Hochdruckdüse 39. Alternativ oder ergänzend kann das Hochdruckreinigungsgerät
10 ferner eine Austragsvorrichtung 40 aufweisen, die eine Mehrzahl von Austragseinheiten
umfasst. Insbesondere ist eine Austragseinheit 41 vorgesehen, ausgestaltet als Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
42, und eine Austragseinheit 43, ausgestaltet als Hochdruckdüse 44.
[0049] Wahlweise kann die Bedienperson die Austragseinheit 36, die Austragseinheit 38 oder
die Austragsvorrichtung 40 an die Hochdruck-Pistole 26 anschließen und mit dieser
in Fluidverbindung bringen. Bei der Austragsvorrichtung 40 kann die Bedienperson wahlweise
die Niederdruck-Reinigungsmitteldüse 42 oder die Hochdruckdüse 44 auswählen und dadurch
in Fluidverbindung mit der Hochdruckleitung 22 bringen.
[0050] Je nachdem, welche Austragseinheit angeschlossen ist oder ausgewählt wird, ist ausgangsseitig
ein unterschiedlicher Querschnitt vorgesehen, durch den die unter Druck gesetzte Flüssigkeit
austritt. Bei den Hochdruckdüsen 39 und 44 tritt Reinigungsflüssigkeit unter hohem
Druck bei kleiner Querschnittsfläche und eher geringem Volumenstrom aus. Die Niederdruck-Reinigungsmitteldüsen
37 und 42 umfassen demgegenüber einen wesentlich größeren Öffnungsquerschnitt, und
Flüssigkeit tritt mit hohem Volumenstrom und unter eher geringem Druck aus.
[0051] Durch Auswahl einer Hochdruckdüse 39 oder 44 einerseits bzw. einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
37 oder 42 andererseits beeinflusst die Bedienperson im Betrieb des Hochdruckreinigungsgerätes
10 bei betätigter Bedieneinheit 24 den Druck am Ausgang der jeweiligen Düse. Dies
beeinflusst auch den Druck in der Hochdruckleitung 22 und ausgangsseitig an der Hochdruckpumpe
16.
[0052] Wie insbesondere aus den Figuren 5 bis 7 hervorgeht, ist die Hochdruckpumpe 16 als
Kolbenpumpe und insbesondere als Axialkolbenpumpe ausgestaltet. Die Hochdruckpumpe
16 umfasst einen Grundkörper 46, in dem eine Mehrzahl von Axialkolben (ein Axialkolben
48 gezeigt) linear verschieblich gelagert sind. Der Antriebsmotor 14 umfasst eine
in der Zeichnung nicht dargestellte Taumelscheibe, durch deren Rotation die Axialkolben
48 bewegt werden.
[0053] Die Hochdruckpumpe 16 weist einen Saugraum 50 auf, der mit dem Pumpeneingang 18 strömungsverbunden
ist oder diesen ausbildet. Der Saugraum 50 mündet in einen Pumpraum 52, wobei zwischen
diese ein Saugventil 54 geschaltet ist. Angesaugte Flüssigkeit kann in den Pumpraum
52 eintreten und wird in diesem von den Axialkolben 48 unter Druck gesetzt.
[0054] Der Pumpraum 52 mündet in einen Druckraum 56, wobei zwischen diese ein Druckventil
58 geschaltet ist.
[0055] Der Druckraum 56 ist unterteilt in einen ersten Raumbereich 60 und einen zweiten
Raumbereich 62. Aus dem Pumpraum 52 strömende Flüssigkeit tritt in den ersten Raumbereich
60 ein. Zwischen den Raumbereichen 60, 62 ist ein Rückschlagventil 64 eingesetzt.
Im Betrieb der Hochdruckpumpe 16 kann das Rückschlagventil 64 eine Offenstellung einnehmen,
und Flüssigkeit strömt durch die Raumbereiche 60 und 62 zum Pumpenausgang 20. Der
Pumpenausgang 20 wird durch den Druckraum 56 ausgangsseitig gebildet oder ist mit
diesem in Strömungsverbindung.
[0056] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Hochdruckpumpe, so wie die Hochdruckpumpe 16,
umfasst einen sogenannten Überströmer mit darin angeordnetem Überströmerventil. Diesbezüglich
wird auf Figur 7 verwiesen.
[0057] In den Druckraum 56 mündet am zweiten Raumbereich 62 eine Steuerleitung 66. Die Steuerleitung
66 kann auch als Steuerkanal bezeichnet werden.
[0058] Flüssigkeit im Druckraum 56 kann dadurch das Überströmerventil 68 eines Überströmers
70 mit Druck beaufschlagen. Wird die Hochdruck-Pistole 26 im Betrieb des Hochdruckreinigungsgerätes
10 nicht mehr betätigt, führt dies zu einem Druckstoß über die Hochdruckleitung 22
bis in den Druckraum 56. In an sich bekannter Weise führt der Druckstoß über die Steuerleitung
66 zu einer Beaufschlagung des Überströmerventils 68. Dies führt dazu, dass das Überströmerventil
68 öffnet und ein Ventilstößel 72 des Überströmers 70 verschoben wird.
[0059] Der Ventilstößel 72 kann ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Schaltelement,
beispielsweise einen Mikroschalter, betätigen. Das Schaltelement steht über eine Signalleitung
74 mit einer Steuereinheit 76 der Hochdruckpumpe 16 in Verbindung. Alternativ kann
das Schaltelement direkt mit dem Antriebsmotor 14 in Wirkverbindung stehen. Bei Vorliegen
eines Schaltsignals kann die Steuereinheit 76 über eine Steuerleitung 78 (oder das
Schaltelement) den Antriebsmotor 14 abschalten, so dass der Antrieb der Hochdruckpumpe
16 bei entfallender Betätigung der Hochdruck-Pistole 26 außer Kraft gesetzt wird.
Wird die Hochdruck-Pistole 26 wieder betätigt, wird der Antriebsmotor 14 wieder aktiviert.
[0060] Das Hochdruckreinigungsgerät 10 umfasst eine Beimischeinrichtung 80, um der unter
Druck gesetzten Flüssigkeit eine Reinigungschemikalie beizumischen. Die Beimischung
der Reinigungschemikalie ist für den Betrieb mit den Niederdruck-Reinigungsmitteldüsen
37 und 42 vorgesehen. Die Beimischeinrichtung 80 umfasst am Hochdruckreinigungsgerät
10 eine Aufnahme 82 für einen Behälter 84, in dem die Reinigungschemikalie bevorratet
ist. Die Aufnahme 82 steht über eine Zuführleitung 86, die abschnittsweise vom Grundkörper
46 umfasst ist, mit dem Druckraum 56 in Strömungsverbindung. Die Steuerleitung 66
bildet vorzugsweise einen Abschnitt der Zuführleitung 86. In die Zuführleitung 86
ist, beispielsweise nahe dem Überströmer 70, ein Rückschlagventil 88 geschaltet.
[0061] Die Zuführleitung 86 kann auch als Zuführkanal bezeichnet werden.
[0062] Die Beimischeinrichtung 80 umfasst ferner einen Injektor 90, der vorliegend ausgestaltet
ist als Venturi-Injektor. Der Injektor 90 ist im Druckraum 56 angeordnet, insbesondere
im zweiten Raumbereich 62. Die Zuführleitung 86 mündet im zweiten Raumbereich 62 in
die Saugseite des Injektors 90.
[0063] Bei geringem Druck ausgangsseitig aufgrund des großen Querschnitts der Niederdruck-Reinigungsmitteldüsen
37 und 42 fällt der Flüssigkeitsdruck in der Zuführleitung 86 aufgrund der Saugwirkung
des Injektors 90 so weit ab, dass das Rückschlagventil 88 öffnet. Insbesondere herrscht
in der Zuführleitung 86 ein Druck unterhalb des Umgebungsdruckes der Atmosphäre (ungefähr
kleiner als 1 bar). Die Reinigungschemikalie kann durch die Saugwirkung des Injektors
90 über die Zuführleitung 86 in den Injektor 90 strömen und wird der Flüssigkeit beigemischt.
Das Gemisch aus Flüssigkeit und Reinigungschemikalie strömt zur Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
37, 42 und kann über diese ausgetragen werden.
[0064] Ist andererseits die Hochdruckdüse 39 oder 44 an die Hochdruck-Pistole 26 angeschlossen,
ist der Druck in der Hochdruckleitung 22 und damit im Druckraum 56 so hoch, dass die
Saugwirkung des Injektors 90 entfällt. Der Druck in der Zuführleitung 86 ist ebenfalls
hoch, das Rückschlagventil 88 bleibt geschlossen, und es wird keine Reinigungschemikalie
angesaugt.
[0065] Durch Anschließen oder Auswählen einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse 37, 42 kann
dadurch das Hochdruckreinigungsgerät 10, und insbesondere die Hochdruckpumpe 16, in
einen Reinigungsmittelmodus überführt werden. Ist umgekehrt die Hochdruckdüse 39 oder
44 angeschlossen bzw. ausgewählt, nimmt das Hochdruckreinigungsgerät 10 und insbesondere
die Hochdruckpumpe 16 einen Hochdruckmodus ein.
[0066] Wie insbesondere aus den Figuren 7 bis 12 hervorgeht, umfasst die Hochdruckpumpe
16 eine Rückführleitung 92. Über die Rückführleitung 92 ist der Druckraum 56 mit dem
Saugraum 50 strömungsverbunden. Die Rückführleitung 92 weist einen im Grundkörper
46 gebildeten ersten Abschnitt auf, der in den Druckraum 56 und insbesondere dessen
ersten Raumbereich 60 mündet (Figur 8). An den ersten Abschnitt 94 schließt sich ein
zweiter Abschnitt 96 an, der einen Ventilraum 98 bildet. An den Ventilraum 98 schließt
sich ein dritter Abschnitt 100 an, der in den Saugraum 50 mündet (Figur 7). Auch der
zweite und der dritte Abschnitt 96, 100 sind im Grundkörper 46 gebildet.
[0067] Die Rückführleitung 92 kann auch als Rückführkanal bezeichnet werden.
[0068] Die Hochdruckpumpe 16 umfasst eine Ventileinheit 102, über die die freie Querschnittsfläche
der Rückführleitung 92 veränderbar ist. Die Ventileinheit 102 umfasst eine Ventilkörperaufnahmeteil
104, das in den Ventilraum 98 eingesetzt ist, sowie einen Ventilkörper 106. Der Ventilkörper
106 ist ausgestaltet als Ventilstift 108.
[0069] Das Ventilkörperaufnahmeteil 104 bildet einen Ventilsitz 110 für den Ventilstift
108. Der Ventilstift 108 kann in einer Schließstellung (Figuren 9 und 11) am Ventilsitz
110 mit einem Ventilkörperdichtabschnitt 112 dichtend oder im Wesentlichen dichtend
anliegen. Die Rückführleitung 92 ist geschlossen.
[0070] Ein elastisches Element in Gestalt einer Schraubenfeder 104 beaufschlagt den Ventilstift
108 mit einer auf dessen Schließstellung gerichteten Kraft.
[0071] Die Hochdruckpumpe 16 umfasst eine Antriebseinheit 116, die der Ventileinheit 102
zugeordnet ist. Die Antriebseinheit 116 ist vorliegend insbesondere als elektrische
Antriebseinheit ausgestaltet und steht über eine Steuerleitung 118 mit der Steuereinheit
76 in elektrischer Verbindung. Die Steuereinheit 76 kann die Antriebseinheit 116 ansteuern,
um den Ventilstift 108 von der Schließstellung in mindestens eine Offenstellung und
umgekehrt zu bewegen. Insbesondere kann der Ventilstift 108 in der Rückführleitung
92 und relativ zum Ventilkörperaufnahmeteil 104 verschoben werden. Das Überführen
des Ventilstiftes 108 von der Schließstellung in die mindestens eine Offenstellung
erfolgt entgegen der Schließkraft der Schraubenfeder 114.
[0072] Die Antriebseinheit 116 ist in der Zeichnung (in den Figuren 5 und 10) nur schematisch
dargestellt. Beispielsweise umfasst die Antriebseinheit 116 einen Spindelantrieb.
Der Spindelantrieb kann einen Stößel 120 linear bewegen, der mit dem Ventilstift 108
gekoppelt und beispielsweise mit diesem fest verbunden ist. Der Stößel 120 ist auf
der der Schraubenfeder 114 abgewandten Seite des Ventilstiftes 108 angeordnet.
[0073] Die Antriebseinheit 116 kann einen Haltevorsprung 146 aufweisen, der in den Grundkörper
46 eingreift. Über den Haltevorsprung 146 kann die Ventileinheit 102 im Ventilraum
98 gehalten werden. Beispielsweise ist der Haltevorsprung 146 kraft- und/oder formschlüssig
in den Ventilkörper 46 eingesetzt. Die Ventileinheit 102 kann sich am Haltevorsprung
146 gegen den auf sie wirkenden Druck in der Rückführleitung 92 abstützen.
[0074] Über den Haltevorsprung 146 kann vorzugsweise ein Dichtelement 148 abgestützt werden.
Das Dichtelement 148 dichtet zwischen dem Ventilraum 98 und dem Haltevorsprung 146.
Beispielsweise ist das Dichtelement 148 als den Ventilstift 108 umgebender O-Ring
ausgestaltet.
[0075] Der Ventilkörperdichtabschnitt 112 ist zum Beispiel an einem Ringkragen 122 gebildet,
an dem sich die Schraubenfeder 114 auf der gegenüberliegenden Seite abstützt.
[0076] Ausgehend vom Ventilkörperdichtabschnitt 112 umfasst der Ventilstift 108 zunächst
einen ersten, zylindrischen Abschnitt 124 und anschließend einen zweiten, konischen
Abschnitt 126. Der zylindrische Abschnitt 124 ist so bemessen, dass der Ventilstift
108 mit etwas Spiel im Ventilkörperaufnahmeteil 104 angeordnet ist. Hebt der Ventilstift
108 vom Ventilsitz 110 ab, kann Flüssigkeit durch die Rückführleitung 92 strömen.
[0077] Der konische Abschnitt 126 ist sich konisch verjüngend ausgestaltet, insbesondere
ist der Ventilstift 108 doppelt konisch verjüngt. In zunehmendem Abstand vom Ventilkörperdichtabschnitt
112 nimmt die Verjüngung zu. Darunter kann vorliegend insbesondere verstanden werden,
dass die Änderung des Durchmessers und damit des Querschnittes des Ventilstiftes 108
pro Verstellweg oder Längenabschnitt des Ventilstiftes 108 zunimmt. In Gegenrichtung
der Richtung zur Überführung des Ventilstiftes 108 von der Schließstellung in die
mindestens eine Offenstellung weist der Ventilstift 108 daher eine Verjüngung auf,
welche mit zunehmendem Abstand vom Ventilkörperdichtabschnitt 112 zunimmt.
[0078] Dies gibt insbesondere die Möglichkeit, in der mindestens einen Offenstellung die
Änderung der freien Querschnittsfläche der Rückführleitung 92 am Ventilsitz 110 pro
Verstellweg des Ventilstiftes 108 relativ zum Ventilsitz 110 abhängig von der Position
des Ventilstiftes 108 relativ zum Ventilsitz 110 zu machen. Insbesondere nimmt die
Änderung der freien Querschnittsfläche durch die zunehmende Verjüngung des Ventilstiftes
108 mit zunehmendem Abstand des Ventilkörperdichtabschnittes 112 vom Ventilsitz 110
zu.
[0079] An den konischen Abschnitt 126 schließt sich mit größerem Abstand vom Ventilkörperdichtabschnitt
112 als dieser ein weiter zylindrischer Abschnitt 128 des Ventilstiftes 108 an, dessen
Durchmesser geringer ist als derjenige des zylindrischen Abschnittes 124. Das Dichtelement
148 umgibt den zylindrischen Abschnitt 124.
[0080] Am Ventilstift 108 strömt die Flüssigkeit durch die Rückführleitung 92 axial am Ventilsitz
110 vorbei (in Längsrichtung des Ventilstiftes 108) und anschließend dem Ventilsitz
110 nachgelagert radial vom Ventilstift 108 weg. Die Rückführleitung 92 ist strömungsabwärts
des Ventilsitzes 110 daher radial bezüglich der Längsrichtung des Ventilstiftes 108
ausgerichtet. Zu diesem Zweck ist im Ventilkörperaufnahmeteil 104 ein Durchgang 130
in den dritten Abschnitt 100 gebildet.
[0081] Strömungsabwärts der Ventileinheit 102 ist in der Rückführleitung 92 ein Druckventil
132 vorgesehen. Das Druckventil 132 ist ausgestaltet als Ventilring 134, insbesondere
als O-Ring. Der Ventilring 134 umgibt das Ventilkörperaufnahmeteil 104 und kann den
Durchgang 130 und damit die Rückführleitung 92 dichtend oder im Wesentlichen dichtend
verschließen. Übersteigt der Druck in der Rückführleitung 92 einen Schwellenwertdruck,
öffnet das Druckventil 132. Liegt der Druck unterhalb eines Schwellenwertdruckes,
ist die Rückführleitung 92 verschlossen.
[0082] Das Druckventil 132 hat den Zweck, dass bei Inbetriebnahme der Hochdruckpumpe 16
ein Saugbetrieb (Flüssigkeit wird am Pumpeneingang 18 angesaugt, der nicht an eine
Druckleitung angeschlossen ist) ausgeführt werden kann, auch wenn der Ventilstift
108 eine Offenstellung einnimmt. Das Druckventil 132 verhindert in diesem Fall, dass
Luft über die Rückführleitung 92 angesaugt wird.
[0083] Die Hochdruckpumpe 16 umfasst ferner eine Erfassungseinheit 136. Mit der Erfassungseinheit
136 ist erfassbar, wenn ein Flüssigkeitsdruck druckseitig des Pumpraumes 52 einen
Schwellenwertdruck unterschreitet. Außerdem ist über die Erfassungseinheit 136 erfassbar,
wenn ein Schwellenwertdruck überschritten wird.
[0084] Vorzugsweise ist das Unterschreiten bzw. Überschreiten eines Schwellenwertdruckes
in der Hochdruckpumpe 16 und bevorzugt am oder im Druckraum 56 erfassbar, insbesondere
in einer an diesen angeschlossenen oder in diesen mündenden Flüssigkeitsleitung. Bei
einer vorteilhaften Ausführungsform der Hochdruckpumpe umfasst die Erfassungseinheit
136 einen Drucksensor 138 oder ist als solcher ausgebildet, mit dem der Flüssigkeitsdruck
gemessen werden kann.
[0085] Der Drucksensor 138 ist so an der Hochdruckpumpe 116 angeordnet, dass ein Flüssigkeitsdruck
in der Zuführleitung 86 erfassbar ist, die in den Druckraum 56 mündet. Der Druck in
der Zuführleitung 86 steht mit dem Pumpendruck der Hochdruckpumpe 16, der am Pumpenausgang
20 ansteht, in Beziehung. Über die Erfassung des Flüssigkeitsdruckes in der Zuführleitung
86 am Druckraum 56 kann dadurch auch auf den Pumpendruck geschlossen werden.
[0086] Der Drucksensor 138 ist beispielsweise an eine Messleitung 140 angeschlossen, die
eine Verlängerung der Steuerleitung 66 ist. Über eine Signalleitung 142 steht der
Drucksensor 138 mit der Steuereinheit in Verbindung, um dieser ein dem Flüssigkeitsdruck
entsprechendes Signal bereitzustellen. Die Messleitung 140 kann auch als Messkanal
bezeichnet werden.
[0087] Die Funktionsweise des Hochdruckreinigungsgerätes 10 und der Hochdruckpumpe 16 wird
nachfolgend erläutert.
[0088] Wie erwähnt, ist zum einen ein Hochdruckmodus vorgesehen und zum anderen ein Reinigungsmittelmodus.
Im Hochdruckmodus wird der mit dem Drucksensor 108 erfassbare Flüssigkeitsdruck am
Druckraum 56 geregelt. Im Reinigungsmittelmodus wird die Ventileinheit 102 angesteuert,
um den Volumenstrom der abzugebenden Flüssigkeit zu steuern und damit die Dosierung
der Reinigungschemikalie zu steuern.
[0089] Ist eine Hochdruckdüse 39 oder 44 angeschlossen bzw. ausgewählt, herrscht bei betätigter
Bedieneinheit 24 im Druckraum 56 und damit auch in der Zuführleitung 86 ein hoher
Druck. Die Bedienperson gibt über die Tasten "+" 30 und "-" 32 eine Druckstufe vor.
Jede Druckstufe entspricht einem Pumpendruck am Pumpenausgang 20 und damit einem mit
diesem in Beziehung stehenden Flüssigkeitsdruck in der Zuführleitung 86.
[0090] Figur 3 zeigt beispielhaft die Anzeigeeinheit 34 im Hochdruckmodus in verschiedenen,
von oben nach unten abnehmenden Druckstufen. Es sind insgesamt sechs verschiedene
Druckstufen vorgesehen, die die Bedienperson mit den Tasten 30 und 32 auswählen kann.
Durch Betätigung der Taste "+" 30 wird der Druck gesteigert und durch Betätigung der
Taste "-" 32 wird der Druck erniedrigt.
[0091] Die Vorgabe der Bedienperson wird kabellos von der Eingabeeinheit 28 an die mit ihr
gekoppelte Steuereinheit 76 übertragen. Die Steuereinheit 76 betätigt die Antriebseinheit
116. Je nach Vorgabe durch die Bedienperson wird unter Betätigung der Antriebseinheit
116 der Flüssigkeitsdruck, der mit dem Drucksensor 138 erfasst wird, geregelt. Das
Hochdruckreinigungsgerät 10 und insbesondere die Hochdruckpumpe 16 nimmt einen Regelungsmodus
ein.
[0092] Die Einnahme des Hochdruckmodus kann von der Steuereinheit 76 dadurch festgestellt
werden, dass der Drucksensor 138 einen über einem Schwellenwertdruck liegenden Flüssigkeitsdruck
in der Zuführleitung 86 erfasst. Bei Einnahme des Hochdruckmodus wird an der Anzeigeeinheit
34 beispielsweise ein Symbol 143 einer Hochdruckdüse dargestellt. Ebenfalls dargestellt
wird eine Information, die der Vorgabe durch die Bedienperson zugeordnet ist. Hierbei
handelt es sich um durch schwarze Striche oder Balken symbolisierte Darstellungen
der Druckstufen.
[0093] Informationen zur Änderung der Anzeigeeinheit 34 können kabellos von der Steuereinheit
76 an die mit ihr gekoppelte Anzeigeeinheit 34 übertragen werden.
[0094] Bei der höchsten Druckstufe (oben in Figur 3) ist beispielsweise die Rückführleitung
92 geschlossen, und der Ventilkörperdichtabschnitt 112 liegt dichtend am Ventilsitz
110 an (Figuren 9 und 11). Durch Erniedrigung der Druckstufe wird die Stellung der
Ventileinheit 112 dadurch geändert, dass der Ventilstift 118 in eine Offenstellung
überführt wird. Dadurch vergrößert sich die freie Querschnittsfläche der Rückführleitung
92, Flüssigkeit strömt vom Druckraum 56 zum Saugraum 50, und der Pumpendruck am Pumpenausgang
20 wird verringert. Dies wird über den Druck in der Zuführleitung 86 erfasst. Der
Druck in der Zuführleitung 86 wird durch Ansteuerung der Antriebseinheit 116 geregelt.
[0095] Entsprechendes gilt bei weiterer Erniedrigung der Druckstufen, wobei abhängig von
der Druckstufe der Ventilstift 108 in eine Offenstellung überführt wird, in der die
freie Querschnittsfläche der Rückführleitung 92 weiter zunimmt, der Volumenstrom durch
die Rückführleitung 92 gesteigert wird und der Pumpendruck am Pumpenausgang 20 verringert
wird. In der jeweiligen Druckstufe erfolgt eine Regelung des Flüssigkeitsdruckes.
[0096] Wird der Ventilstift 108 in eine Offenstellung überführt, öffnet das Druckventil
132, so dass eine Strömung durch die Rückführleitung 92 freigegeben ist.
[0097] Im Regelungsmodus wird der Ventilstift 108 von der Antriebseinheit 116 zur Umsetzung
der niedrigsten Druckstufe nicht um den gesamtmöglichen Verstellweg verschoben. Die
Verschiebung des Ventilstiftes 108 erfolgt beispielsweise lediglich im Ausmaß des
konischen Abschnittes 126 im Anschluss an den zylindrischen Abschnitt 124 soweit,
wie sich die Konizität des Abschnittes 126 nicht ändert. Dies entspricht dem Bereich
der konstanten Verjüngung des konischen Abschnittes 126 und einer Änderung der freien
Querschnittsfläche der Rückführleitung 92 pro Verstellweg, die konstant ist.
[0098] Wird eine Niederdruck-Reinigungsmitteldüse 37 oder 42 angeschlossen bzw. ausgewählt,
führt der große Öffnungsquerschnitt bei betätigter Bedieneinheit 24 zu dem Druckabfall
in der Zuführleitung 86. Mit dem Drucksensor 138 kann dadurch erfasst werden, dass
der Flüssigkeitsdruck am Druckraum 56 einen Schwellenwertdruck unterschreitet. Die
Steuereinheit 76 analysiert das Signal des Drucksensors 138 und kann feststellen,
dass die Reinigungsmitteldüse 37 oder 42 eingesetzt wird. Die Steuereinheit 76 schaltet
um in einen Reinigungsmittelmodus. An die Anzeigeeinheit 34 wird ein diesbezüglicher
Hinweis kabellos übertragen. Insbesondere wird ein Symbol 144 für eine Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
dargestellt.
[0099] Die Anzeigeeinheit 34 ändert die Bildanzeige von dem in Figur 3 dargestellten Hochdruckmodus
in den in Figur 4 dargestellten Reinigungsmittelmodus.
[0100] Im Reinigungsmittelmodus nimmt das Hochdruckreinigungsgerät 10 und insbesondere die
Hochdruckpumpe 16 einen Nichtregelmodus ein. Der Flüssigkeitsdruck, der vom Drucksensor
138 erfasst wird, wird nicht mehr geregelt.
[0101] Stattdessen steuert die Bedienperson über die Tasten "+" 30 und "-" 32 die Stellung
der Ventileinheit 102. Dies hat insbesondere zur Folge, dass die freie Querschnittsfläche
der Rückführleitung 92 und der Volumenstrom durch diese hindurch von der Bedienperson
gesteuert wird.
[0102] Im Nichtregelungsmodus öffnet die Ventileinheit 102, und durch den zunehmenden Volumenstrom
durch die Rückführleitung 92 ändert sich der Volumenstrom am Pumpenausgang 20. Da
zugleich die Reinigungschemikalie über die Zuführleitung 86 in den Injektor 90 gesaugt
wird, ändert sich das Mischverhältnis zwischen der Flüssigkeit und der Reinigungschemikalie.
[0103] Die Bedienperson kann über die Tasten 30 und 32 das Mischverhältnis stufenweise verändern.
Insgesamt sind drei unterschiedliche Mischverhältnisse stufenweise einstellbar, Figur
4 zeigt diesbezüglich die jeweilige Bildanzeige der Anzeigeeinheit 34. Unterschiedliche
Mischverhältnisse werden beispielsweise durch eine unterschiedliche Anzahl von Linien
oder Balken symbolisiert. Oben in Figur 4 ist die Situation maximaler Dosierung der
Reinigungschemikalie dargestellt, d.h. ein hohes Mischverhältnis der Reinigungschemikalie
mit der Flüssigkeit (hoher Anteil der Reinigungschemikalie). Nach unten nimmt das
Mischverhältnis der Reinigungschemikalie ab.
[0104] In den Figuren 3 und 4 ist ferner erkennbar, dass die Bildanzeige der Anzeigeeinheit
34 im Hochdruckmodus und im Reinigungsmittelmodus zumindest teilweise "invertiert"
ist. Während im Hochdruckmodus die Druckstufen über Balken mit dazwischenliegenden
Zwischenräumen symbolisiert werden, symbolisieren im Reinigungsmittelmodus in diesen
Zwischenräumen angezeigte Balken das Mischverhältnis der Reinigungschemikalie mit
der Flüssigkeit.
[0105] Die Vorgabe des Benutzers an den Tasten 30 und 32 wird von der Steuereinheit 76 zur
Ansteuerung der Antriebseinheit 116 umgesetzt. Die Antriebseinheit 116 verschiebt
den Ventilstift 108 soweit, dass abhängig von der gewählten Reinigungschemikaliendosierung
(Mischverhältnis) die freie Querschnittsfläche der Rückführleitung 92 verändert wird.
[0106] In den Figuren 3 und 4 ist ferner erkennbar, dass die Darstellung an der Anzeigeeinheit
34 für die Druckstufe einerseits (Fig. 3) und das Mischverhältnis andererseits (Fig.
4) entgegengesetzte Stellungen der Ventileinheit 102 und damit verbundene freie Querschnittsflächen
der Rückführleitung 92 widerspiegelt. Im Hochdruckmodus ist die Ventileinheit 102
bei hoher Druckstufe (oben in Fig. 3) geschlossen, bei niedriger Druckstufe (unten
in Fig. 3) geöffnet. Im Reinigungsmittelmodus demgegenüber ist die Ventileinheit 102
bei hohem Anteil der Reinigungsmittelchemikalie (oben in Fig. 4) weiter geöffnet,
als dies bei niedrigem Anteil der Reinigungsmittelchemikalie (unten in Fig. 4) der
Fall ist.
[0107] Insbesondere wird der Ventilstift 108 im Reinigungsmittelmodus soweit verschoben,
dass die Änderung der freien Querschnittsfläche über die zunehmende Verjüngung des
konischen Abschnittes 126 erfolgt. Pro Verstellweg des Ventilkörpers 106 ändert sich
daher die freie Querschnittsfläche in einem größeren Ausmaß, als dies pro Verstellweg
im Hochdruckmodus der Fall ist.
[0108] Wird erneut eine Hochdruckdüse 39 oder 44 angeschlossen bzw. ausgewählt, wird bei
betätigter Bedieneinheit 24 mit dem Drucksensor 138 abermals erfasst, dass der Druck
in der Zuführleitung 86 wieder den erstgenannten Schwellenwertdruck überschreitet.
Das Hochdruckreinigungsgerät 10 schaltet in den bereits erläuterten Hochdruckmodus.
[0109] Die Schwellenwertdrücke, oberhalb dessen der Hochdruckmodus bzw. unterhalb dessen
der Reinigungsmittelmodus erkannt wird, können vorzugsweise identisch sein.
[0110] Die Geometrie des Ventilstiftes 108, der insbesondere einen doppelt konischen Abschnitt
126 aufweist, gibt die Möglichkeit, im Hochdruckmodus die unterschiedliche Einstellung
der Druckstufen und die Regelung des Flüssigkeitsdruckes zuverlässig sicherzustellen.
Im Reinigungsmittelmodus kann durch die Geometrie der Volumenstrom der Flüssigkeit
durch die Rückführleitung 92 und damit das Mischverhältnis der Reinigungschemikalie
mit der Flüssigkeit zuverlässig eingestellt werden. Daher erlaubt die Unterteilung
des "Regelbereiches" für den Hochdruckmodus und des "Steuerbereiches" des Ventilstiftes
108 einen zuverlässigen Betrieb der Hochdruckpumpe 16 sowohl im Regelungsmodus als
auch im Nichtregelungsmodus.
[0111] Das Hochdruckreinigungsgerät 10 und die Hochdruckpumpe 16 erlauben es, abhängig von
der jeweils ausgewählten bzw. angeschlossenen Austragseinheit in eine Regelung des
Flüssigkeitsdruckes oder eine Steuerung der Dosierung (des Mischverhältnisses) der
Reinigungschemikalie umzuschalten. Die Eingabeeinheit 28 zur Auswahl der Druckstufe
bzw. zur Auswahl des Mischverhältnisses ist identisch. Je nach Betriebsmodus stellt
die Anzeigeeinheit 34 die Druckstufen oder die Stufen für das Mischverhältnis dar.
Das Hochdruckreinigungsgerät 10 zeichnet sich daher auch durch eine besonders benutzerfreundliche
und intuitive Bedienung aus.
[0112] Alternativ oder ergänzend zur Rückführleitung 86 und zur Ventileinheit 102 sowie
der Antriebseinheit 116 kann vorgesehen sein, dass die Hochdruckpumpe ein Ventil 150
aufweist, über das die Dosierung der Reinigungschemikalie und damit das Mischverhältnis
mit der Flüssigkeit beeinflusst werden kann. Ein derartiges Dosierventil 150 ist beispielsweise
in die Zuführleitung 86 geschaltet. Figur 7 zeigt beispielhaft die Anordnung des Dosierventils
150, vorzugsweise in Strömungsrichtung der Reinigungschemikalie dem Rückschlagventil
88 vorgelagert.
[0113] Das Dosierventil 150 kann von Hand betätigbar oder einstellbar sein. Denkbar ist
auch eine Ansteuerung des Dosierventils 150 von der Steuereinheit 76 in Abhängigkeit
von der Vorgabe der Bedienperson an der Eingabeeinheit 28.
[0114] Beim Hochdruckreinigungsgerät 10 erfolgt im Hochdruckmodus eine Regelung des Flüssigkeitsdruckes
bevorzugt nur dann, wenn der Antriebsmotor 14 in Betrieb ist. Dies kann beispielsweise
von der Steuereinheit 76 festgestellt werden. Dadurch kann vermieden werden, dass
bei abgeschaltetem Antriebsmotor 14 und infolgedessen eintretender Änderung des Flüssigkeitsdruckes,
der mit dem Drucksensor 138 erfasst wird, eine überflüssige Druckregelung erfolgt.
[0115] In entsprechender Weise wird der Betriebsmodus zwischen dem Hochdruckmodus und dem
Reinigungsmittelmodus und umgekehrt vorzugsweise nur dann umgeschaltet, wenn der Antriebsmotor
14 in Betrieb ist, ebenso wie der betriebsmodusabhängige Inhalt der Anzeigeeinheit
34.
[0116] Die vorstehende Beschreibung umfasst insbesondere die Offenbarung der anhand nachfolgender
Sätze definierten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Hochdruckreinigungsgeräts:
- 1. Hochdruckreinigungsgerät mit einer Hochdruckpumpe (16), umfassend einen Saugraum
(50), mindestens einen diesem nachgelagerten Pumpraum (52), in dem Flüssigkeit unter
Druck gesetzt wird, und einen dem Pumpraum (52) nachgelagerten Druckraum (56), wobei
das Hochdruckreinigungsgerät (10) eine Bedieneinheit (24) aufweist, an der bzw. an
die eine Austragseinheit (36, 41) in Gestalt einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
(37, 42) angeordnet oder angeschlossen ist und die über eine Hochdruckleitung (22)
mit dem Druckraum (56) in Strömungsverbindung bringbar ist, sowie eine Beimischeinrichtung
(80), über die der Flüssigkeit im Druckraum (56) eine Reinigungschemikalie beimischbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) eine Erfassungseinheit
(136) aufweist, mit der erfassbar ist, dass ein Flüssigkeitsdruck druckseitig des
Pumpraumes (52) einen Schwellenwertdruck unterschreitet, eine mit der Erfassungseinheit
(136) gekoppelte Steuereinheit (76), eine mit der Steuereinheit (76) gekoppelte Hinweiseinheit
(34), an der ein Hinweis für eine Bedienperson bereitstellbar ist, dass das Hochdruckreinigungsgerät
(10) einen Reinigungsmittelmodus einnimmt, sowie eine Eingabeeinheit (28), über die
von der Bedienperson ein Mischverhältnis der Reinigungschemikalie mit der Flüssigkeit
vorgebbar ist.
- 2. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Erfassungseinheit
(136) das Unterschreiten eines Schwellenwertdruckes am oder im Druckraum (56) erfassbar
ist.
- 3. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischverhältnis
stufenweise und/oder kontinuierlich vorgebbar ist.
- 4. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hinweiseinheit eine Anzeigeeinheit (34) ist oder umfasst.
- 5. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingabeeinheit (28) und die Anzeigeeinheit (34) eine integrierte Eingabe-/Anzeigeeinheit
bilden oder als solche ausgestaltet sind.
- 6. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass an der Hinweiseinheit eine Information betreffend das Mischverhältnis bereitstellbar
ist, insbesondere dass dies an einer Anzeigeeinheit (34) darstellbar ist.
- 7. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingabeeinheit (28) und/oder die Hinweiseinheit an der Bedieneinheit (24)
angeordnet oder von dieser umfasst sind.
- 8. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass Informationen von der Eingabeeinheit (28) an die Steuereinheit (76) und/oder
von der Steuereinheit (76) an die Hinweiseinheit (34) kabellos übertragbar sind.
- 9. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass über die Eingabeeinheit (28) ein Volumenstrom der mit der Hochdruckpumpe (16)
geförderten Flüssigkeit steuerbar ist.
- 10. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochdruckpumpe
(16) eine Rückführleitung (92) umfasst, über die der Druckraum (56) mit dem Saugraum
(50) in Strömungsverbindung steht, und eine Ventileinheit (102), mit der eine freie
Querschnittsfläche der Rückführleitung (92) veränderbar ist, eine der Ventileinheit
(102) zugeordnete und mit der Steuereinheit (76) gekoppelte Antriebseinheit (116),
wobei der Volumenstrom steuerbar ist, indem abhängig vom vorgegebenen Mischverhältnis
die freie Querschnittsfläche der Rückführleitung (92) veränderbar ist.
- 11. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass die Beimischeinrichtung (80) eine Aufnahme (82) für einen Behälter (84) mit der
Reinigungschemikalie aufweist, einen im Druckraum (56) angeordneten Injektor (90)
und eine Zuführleitung (86) von der Aufnahme zum Injektor (90).
- 12. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 11, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Erfassungseinheit
(136) erfassbar ist, ob der Flüssigkeitsdruck in der Zuführleitung (86) den Schwellenwertdruck
unterschreitet.
- 13. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassungseinheit (13) einen Drucksensor (138) oder einen Druckschalter umfasst.
- 14. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) im Reinigungsmittelmodus einen Nichtregelungsmodus
einnimmt, in dem keine Regelung des Flüssigkeitsdruckes erfolgt.
- 15. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet,
dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) eine weitere Austragseinheit (38, 43) in Gestalt
einer Hochdruckdüse (39, 44) aufweist, die anstelle der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
(37, 42) an die Bedieneinheit (24) anschließbar oder an dieser anordenbar ist, und
dass mit der Erfassungseinheit (136) erfassbar ist, dass der Flüssigkeitsdruck druckseitig
des Pumpraumes (52) einen Schwellenwertdruck überschreitet, wobei an der Hinweiseinheit
ein Hinweis bereitstellbar ist, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) einen Hochdruckmodus
einnimmt.
- 16. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuereinheit
(76) von der Bedienperson über die Eingabeeinheit (28) ein Flüssigkeitsdruck vorgebbar
ist, wobei der Flüssigkeitsdruck von der Steuereinheit (76) steuerbar ist.
- 17. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdruck
stufenweise und/oder kontinuierlich vorgebbar ist.
- 18. Hochdruckreinigungsgerät nach Satz 16 oder 17 in Verbindung mit Satz 10, dadurch
gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdruck abhängig vom vorgegebenen Flüssigkeitsdruck
unter Veränderung der freien Querschnittsfläche der Rückführleitung (92) steuerbar
ist.
- 19. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Sätze 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) im Hochdruckmodus einen Regelungsmodus einnimmt,
in dem eine Regelung des Flüssigkeitsdruckes erfolgt.
- 20. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Sätze 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
dass die Hinweiseinheit eine Anzeigeeinheit (34) ist, an der der Bedienperson eine
dem vorgegebenen Flüssigkeitsdruck zugeordnete Information anzeigbar ist.
- 21. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Sätze 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die Eingabeeinheit (28) Eingabeelemente (30, 32) umfasst, mit denen bei Vorliegen
des Reinigungsmittelmodus das Mischverhältnis vorgebbar und bei Vorliegen des Hochdruckmodus
der Flüssigkeitsdruck vorgebbar ist.
1. Hochdruckreinigungsgerät mit einer Hochdruckpumpe (16), umfassend einen Saugraum (50),
mindestens einen diesem nachgelagerten Pumpraum (52), in dem Flüssigkeit unter Druck
gesetzt wird, und einen dem Pumpraum (52) nachgelagerten Druckraum (56), wobei das
Hochdruckreinigungsgerät (10) eine Bedieneinheit (24) aufweist, an der bzw. an die
eine Austragseinheit (36, 41) in Gestalt einer Niederdruck-Reinigungsmitteldüse (37,
42) angeordnet oder angeschlossen ist und die über eine Hochdruckleitung (22) mit
dem Druckraum (56) in Strömungsverbindung bringbar ist, sowie eine Beimischeinrichtung
(80), über die der Flüssigkeit im Druckraum (56) eine Reinigungschemikalie beimischbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) eine Erfassungseinheit (136) aufweist, die insbesondere
einen Drucksensor (138) oder einen Druckschalter umfasst und mit der erfassbar ist,
dass ein Flüssigkeitsdruck druckseitig des Pumpraumes (52) einen Schwellenwertdruck
unterschreitet, eine mit der Erfassungseinheit (136) gekoppelte Steuereinheit (76),
eine mit der Steuereinheit (76) gekoppelte Hinweiseinheit (34), an der ein Hinweis
für eine Bedienperson bereitstellbar ist, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) einen
Reinigungsmittelmodus einnimmt, sowie eine Eingabeeinheit (28), über die von der Bedienperson
ein Mischverhältnis der Reinigungschemikalie mit der Flüssigkeit vorgebbar ist.
2. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Erfassungseinheit (136) das Unterschreiten eines Schwellenwertdruckes am
oder im Druckraum (56) erfassbar ist.
3. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischverhältnis stufenweise und/oder kontinuierlich vorgebbar ist.
4. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinweiseinheit eine Anzeigeeinheit (34) ist oder umfasst und/oder dass die Eingabeeinheit
(28) und die Anzeigeeinheit (34) eine integrierte Eingabe-/Anzeigeeinheit bilden oder
als solche ausgestaltet sind.
5. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Hinweiseinheit eine Information betreffend das Mischverhältnis bereitstellbar
ist, insbesondere dass dies an einer Anzeigeeinheit (34) darstellbar ist.
6. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Folgenden gilt:
- die Eingabeeinheit (28) und/oder die Hinweiseinheit sind an der Bedieneinheit (24)
angeordnet oder von dieser umfasst;
- Informationen sind von der Eingabeeinheit (28) an die Steuereinheit (76) und/oder
von der Steuereinheit (76) an die Hinweiseinheit (34) kabellos übertragbar.
7. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die Eingabeeinheit (28) ein Volumenstrom der mit der Hochdruckpumpe (16) geförderten
Flüssigkeit steuerbar ist, vorzugsweise dass die Hochdruckpumpe (16) eine Rückführleitung
(92) umfasst, über die der Druckraum (56) mit dem Saugraum (50) in Strömungsverbindung
steht, und eine Ventileinheit (102), mit der eine freie Querschnittsfläche der Rückführleitung
(92) veränderbar ist, eine der Ventileinheit (102) zugeordnete und mit der Steuereinheit
(76) gekoppelte Antriebseinheit (116), wobei der Volumenstrom steuerbar ist, indem
abhängig vom vorgegebenen Mischverhältnis die freie Querschnittsfläche der Rückführleitung
(92) veränderbar ist.
8. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beimischeinrichtung (80) eine Aufnahme (82) für einen Behälter (84) mit der Reinigungschemikalie
aufweist, einen im Druckraum (56) angeordneten Injektor (90) und eine Zuführleitung
(86) von der Aufnahme zum Injektor (90), vorzugsweise dass mit der Erfassungseinheit
(136) erfassbar ist, ob der Flüssigkeitsdruck in der Zuführleitung (86) den Schwellenwertdruck
unterschreitet.
9. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) im Reinigungsmittelmodus einen Nichtregelungsmodus
einnimmt, in dem keine Regelung des Flüssigkeitsdruckes erfolgt.
10. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) eine weitere Austragseinheit (38, 43) in Gestalt
einer Hochdruckdüse (39, 44) aufweist, die anstelle der Niederdruck-Reinigungsmitteldüse
(37, 42) an die Bedieneinheit (24) anschließbar oder an dieser anordenbar ist, und
dass mit der Erfassungseinheit (136) erfassbar ist, dass der Flüssigkeitsdruck druckseitig
des Pumpraumes (52) einen Schwellenwertdruck überschreitet, wobei an der Hinweiseinheit
ein Hinweis bereitstellbar ist, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) einen Hochdruckmodus
einnimmt, vorzugsweise dass der Steuereinheit (76) von der Bedienperson über die Eingabeeinheit
(28) ein Flüssigkeitsdruck vorgebbar ist, wobei der Flüssigkeitsdruck von der Steuereinheit
(76) steuerbar ist.
11. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdruck stufenweise und/oder kontinuierlich vorgebbar ist.
12. Hochdruckreinigungsgerät nach Anspruch 10 oder 11 in Verbindung mit Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsdruck abhängig vom vorgegebenen Flüssigkeitsdruck unter Veränderung
der freien Querschnittsfläche der Rückführleitung (92) steuerbar ist.
13. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Hochdruckreinigungsgerät (10) im Hochdruckmodus einen Regelungsmodus einnimmt,
in dem eine Regelung des Flüssigkeitsdruckes erfolgt.
14. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinweiseinheit eine Anzeigeeinheit (34) ist, an der der Bedienperson eine dem
vorgegebenen Flüssigkeitsdruck zugeordnete Information anzeigbar ist.
15. Hochdruckreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinheit (28) Eingabeelemente (30, 32) umfasst, mit denen bei Vorliegen
des Reinigungsmittelmodus das Mischverhältnis vorgebbar und bei Vorliegen des Hochdruckmodus
der Flüssigkeitsdruck vorgebbar ist.