[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bohrsystem mit einem Kernbohrgerät und einem
Bohrständer, wobei der Bohrständer unter Verwendung eines Unterdrucks auf einem zu
bearbeitenden Untergrund befestigt wird. Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, dass
das Bohrsystem einen elektronischen Sensor zur Überwachung des Unterdrucks aufweist,
wobei der elektronische Sensor darüber hinaus dazu eingerichtet ist, von ihm ermittelte
Unterdruckdaten über eine Kommunikationsverbindung an das Kernbohrgerät zu übermitteln.
Dazu kann das Bohrsystem eine Kommunikationsverbindung aufweisen, um die Unterdruckdaten,
die mit dem Sensor ermittelt werden, an das Kernbohrgerät zu übertragen. In einem
zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines Bohrsystems,
bei dem Unterdruckdaten mit einem elektronischen Sensor des Bohrsystems erfasst und
mit geeigneten Kommunikationsmitteln, beispielsweise mittels einer Kommunikationsverbindung,
an das Kernbohrgerät übermittelt werden können.
Hintergrund der Erfindung:
[0002] Im Stand der Technik sind Kernbohrgeräte bekannt, mit denen im Wesentlichen zylinderförmige
Bohrkerne aus zu bearbeitenden Untergründen, wie Mauerwerk oder Beton, herausgeschnitten
werden können. In den im Wesentlichen zylinderförmigen Bohrlöchern können beispielsweise
Leitungen oder Rohre verlegt oder eingesetzt werden. Da die entsprechenden Kernbohrgeräte
je nach Größe des gewünschten Bohrlochdurchmessers sehr groß und sehr schwer sein
können, ist es üblich, Kernbohrungen nicht handgeführt durchzuführen, sondern mit
der Unterstützung eines Bohrständers. Solche an sich bekannten Bohrständer werden
an dem zu bearbeitenden Untergrund befestigt, wobei sowohl mechanische Befestigungen
unter Verwendung von Dübeln oder Stützen, als auch Befestigungen bekannt sind, die
auf der Ausnutzung eines Unterdrucks beruhen. Dabei wird zwischen dem Bohrständer
und dem zu bearbeitenden Untergrund ein Unterdruck erzeugt. Hilfreich hat sich hierbei
die Verwendung von Vakuumplatten gezeigt, mit denen die Bohrständer sicher und stabil
am Untergrund befestigt werden können.
[0003] Während des Betriebs des Kernbohrgeräts muss der Unterdruck, mit dem der Bohrständer
an dem Untergrund befestig wird, vom Nutzer des Bohrsystems überwacht werden. Insbesondere
ist für die ausreichende, sichere Befestigung des Bohrständers am Untergrund ein Grenzwert
für den Unterdruck nicht zu unterschreiten. Bei konventionellen Bohrsystemen, wie
sie aus dem Stand der Technik bekannt sind, werden Manometer an der Vakuumgrundplatte
und/oder an der Vakuumpumpe verwendet, um den Unterdruck anzuzeigen. Insbesondere
muss der Unterdruck vor Inbetriebnahme des Bohrsystems auf einen ausreichend hohen
Unterdruck eingestellt werden. Darüber hinaus muss der Unterdruck während der Durchführung
der Kembohrung vom Anwender so regelmäßig und gründlich überwacht werden, dass bei
Unterschreitung eines zuvor festgelegten Grenzwerts Maßnahmen ergriffen werden können,
um den Unterdruck wieder in einen gewünschten und zulässigen Arbeitsbereich zu bringen.
Diese Maßnahmen können beispielsweise darin bestehen, dass der Bohrvorgang vom Anwender
manuell unterbrochen wird, um die ausreichende Befestigung des Bohrständers wiederherzustellen.
[0004] Die Erfahrung im Umgang mit konventionellen Kernbohrsystemen zeigt, dass eine Überwachung
des Unterdrucks bei gleichzeitiger Durchführung der Kernbohrung für den Nutzer sehr
beschwerlich und aufwändig ist. Dies insbesondere deswegen, weil es in der Praxis
nur schwer zu erreichen ist, dass der Nutzer des Bohrsystems seine Aufmerksamkeit
sowohl dem Bohrfortschritt, als auch der engmaschigen Überwachung des Unterdrucks
widmet. Dies kann dazu führen, dass ein unerwünschter Abfall des Unterdrucks erst
spät erkannt wird. Mithin wird nicht der Abfall des Unterdrucks erkannt, sondern erst
ein daraus resultierendes Lösen der Vakuumgrundplatte vom Untergrund. Dies kann zu
Unfällen, Sicherheitsrisiken und einer Gefährdung des Nutzers des Bohrsystems führen.
[0005] Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht somit darin,
die vorstehend beschriebenen Mängel und Nachteile des Standes der Technik zu überwinden
und ein Bohrsystem bereitzustellen, dessen Bohrständer einerseits mit Unterdruck sicher
und stabil an einem zu bearbeitenden Untergrund befestigt werden kann, bei dem aber
andererseits der Unterdruck besser während des Betriebs des Bohrsystems überwacht
werden kann.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den
abhängigen Ansprüchen.
Beschreibung der Erfindung:
[0007] Erfindungsgemäß ist ein Bohrsystem umfassend ein Kernbohrgerät und einen Bohrständer
vorgesehen, wobei der Bohrständer unter Verwendung eines Unterdrucks auf einem zu
bearbeitenden Untergrund befestigbar ist. Das Bohrsystem ist dadurch gekennzeichnet,
dass es einen elektronischen Sensor zur Überwachung des Unterdrucks aufweist, wobei
der elektronische Sensor darüber hinaus dazu eingerichtet ist, von ihm ermittelte
Unterdruckdaten über eine Kommunikationsverbindung an das Kernbohrgerät zu übermitteln.
Vorzugsweise umfasst das Kernbohrgerät entsprechende Mittel zum Empfang der übermittelten
Unterdruckdaten des elektronischen Sensors. Diese können beispielsweise Bestandteil
der Steuer- oder Auswerteeinheit des Kernbohrgeräts sein.
[0008] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Bohrsystem eine Kommunikationsverbindung
aufweist, um die Unterdruckdaten, die mit dem Sensor ermittelt werden, an das Kernbohrgerät
zu übertragen. Tests haben gezeigt, dass mit der Verwendung des vorgeschlagenen Bohrsystems
die Überwachung des Unterdrucks, der zur Befestigung des Bohrständers verwendet wird,
deutlich erleichtert werden kann, insbesondere bei gleichzeitigem Betrieb des Kernbohrgeräts.
Mit der Erfindung kann vorteilhafterweise sichergestellt werden, dass der Unterdruck
ein gewisses Mindestmaß nicht unterschreitet, welches notwendig ist, um eine sichere
Befestigung des Bohrständers am Untergrund zu gewährleisten. Durch die bevorzugt kontinuierliche
Überwachung des Unterdrucks können bei sinkendem Druckniveau frühzeitig Maßnahmen
gegen einen unerwünschten Abfall des Unterdrucks ergriffen werden, so dass ein sicherheitsrelevantes
Lösen der Vakuumplatte vom Untergrund von vornherein vermieden wird. Somit leistet
die Erfindung einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit des Bohrvorgangs und trägt
zur Reduzierung von Risiken und Gesundheitsgefahren für den Nutzer bei. Die Verwendung
eines elektronischen Unterdrucksensors mit Auswertung des Druckniveaus dient insbesondere
zur früheren Erkennung eines Unterdruckabfalls, und ein Lösen der Grundplatte vom
Untergrund kann wirksam verhindert werden.
[0009] Wesentliche Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass der Nutzer des Bohrsystems
bei der Befestigung des Bohrständers am Untergrund bzw. während der Durchführung einer
Kernbohrung erheblich entlastet wird. Insbesondere kann eine Reduktion des Unterdrucks
mit dem vorgeschlagenen Bohrsystem so frühzeitig erkannt werden, dass rechtzeitig
Maßnahmen ergriffen werden können, um Maßnahmen gegen den Unterdruckabfall einzuleiten.
Insbesondere können durch das vorgeschlagene Bohrsystem bzw. seine Verwendung längere
Arbeitsunterbrechungen bzw. Unterbrechungen bei der Durchführung von Kernbohrungen
vermieden werden bei gleichzeitiger Verbesserung der Kontrolle des Systems und der
Sicherheit während des Bohrvorgangs.
[0010] Der elektronische Sensor zur Erfassung des Unterdrucks ist Bestandteil des Bohrsystems.
Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Sensor an dem Kernbohrgerät des
Systems vorliegt. In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann der
Sensor am Bohrständer oder an der Vakuumgrundplatte vorliegen, wobei die Vakuumgrundplatte
optionaler Bestandteil des vorgeschlagenen Bohrsystems ist. Mit anderen Worten ist
es im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Bohrsystem eine Grundplatte zur Befestigung
des Bohrständers an dem Untergrund aufweist.
[0011] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Sensor im Bereich des Vakuumanschlusses
an der Vakuumplatte angeordnet vorliegt. Der Sensor kann insbesondere in einem Zwischenstück
an einer Vakuumkupplung integriert vorliegen oder Bestandteil der Vakuumplatte sein.
Der Sensor kann beispielsweise als elektrisches Unterdruckmessgerät ausgebildet sein
oder als Messgerät, das auf einer Erfassung der Änderung von elektrischen Eigenschaften
von Widerständen, Kondensatoren und/oder Spulen bei geänderten Druckverhältnissen
beruht.
[0012] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die zu messenden Unterdruckwerte in
einem Bereich von 0 bis 1,0 bar Unterdruck liegen. Besonders bevorzugt sind Arbeits-Unterdruckwerte
des Kernbohrsystems in einem Bereich von 0,7 bis 0,8 bar Unterdruck. Vorzugsweise
liegt ein Mindest-Unterdruckwert für die Arbeit des vorgeschlagenen Bohrsystems bei
0,65 bar Unterdruck. Das bedeutet im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das System
dazu eingerichtet ist, dem Nutzer einen Hinweis über einen unerwünschten Unterdruckabfall
zu geben, wenn ein mit dem Sensor ermittelter Unterdruckwert bei kleiner als 0,65
bar Unterdruck liegt, also beispielsweise bei 0,6 bar Unterdruck oder bei 0,5 bar
Unterdruck. Die genannten Unterdruckwerte beziehen sich auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
des vorgeschlagenen Bohrsystems, wobei die genannten Unterdruckwerte vorzugsweise
Referenzwerte bilden, um das vorgeschlagene Bohrsystem zu charakterisieren
[0013] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der verwendete Unterdruck ausreichend
ist, um den Bohrständer sicher an dem zu bearbeitenden Untergrund zu befestigen. Vorzugsweise
bewegt sich der Unterdruck während des Betriebs des vorgeschlagenen Bohrsystems in
einem gewünschten Arbeits- und Druckbereich, in dem diese stabile Befestigung gewährleistet
werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass der Unterdruck insbesondere
über einem festgelegten unteren Grenzwert liegt, damit die Sicherheit und Stabilität
der Montage sichergestellt werden kann. Der Begriff "unterer Grenzwert" ist im Sinne
der Erfindung als Betrag eines gewünschten Druckwerts zu verstehen. Ein "unterer Grenzwert"
kann beispielsweise bei -100 mbar liegen, während der gewünschte Arbeitsbereich mit
"höheren" Druckwerten beispielsweise bei zwischen -100 und -200 mbar liegt. Mithin
bestimmt sich die Zuordnung der Adjektive "niedrig" und "hoch" durch den Abstand der
entsprechenden Werte zu einem Nullwert des Drucks, der dann vorliegt, wenn der gemessene
Druck dem Atmosphären- oder Umgebungsdruck entspricht.
[0014] Der Druck p kann beispielsweise als Funktion p(t) in Abhängigkeit von der Zeit t
aufgetragen werden. Vorzugsweise wird der Druck p auf der y-Achse aufgetragen, während
die Zeit t auf der x-Achse aufgetragen wird. Die sich ergebende Kurve stellt dann
den Verlauf des Drucks p im Laufe eines Zeitintervalls dar. Vorzugsweise werden im
Bereich unterhalb der x-Achse Unterdruckwerte dargestellt, die im Sinne der Erfindung
auch als "Vakuum" bezeichnet werden können, während die Druckwerte oberhalb der x-Achse
Druckwerten oberhalb des Atmosphärenoder Umgebungsdruck entsprechen. Bei den Unterdruckwerten
unterhalb der x-Achse liegt insbesondere ein Druck vor, der kleiner ist als der Atmosphären-
oder Umgebungsdruck. Im Sinne dieser Erläuterungen ist der Begriff "Unterdruckabfall"
als ein "Kleinerwerden" des Unterdrucks zu verstehen. Ein solcher Unterdruckabfall
liegt beispielsweise vor, wenn ein sonst konstanter Unterdruck von beispielsweise
-150 mbar auf einen Wert von -100 mbar "absinkt". Der Fachmann weiß, dass mit dieser
Formulierung in absoluten Zahlen ein Druckanstieg gemeint ist, der im Sinne der Erfindung
als "Unterdruckabfall" bezeichnet wird. Analog dazu bezeichnet der Begriff "Anstieg
des Unterdrucks", dass sich die Druckwerte in dem oben angesprochenen Druck-Zeit-Diagramm
von der x-Achse entfernen. Beispielsweise kann ein "Anstieg des Unterdrucks" dann
vorliegen, wenn ein im Wesentlichen konstanter Unterdruck von beispielsweise -150
mbar auf einen Wert von -200 mbar "ansteigt", obwohl damit eigentlich eine Druckabsenkung
verbunden ist.
[0015] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass es sich bei dem Sensor um einen Unterdruck-
bzw. Drucksensor handelt, der insbesondere elektronisch arbeitet. Mit dem Begriff
"elektronischer Sensor" ist insbesondere gemeint, dass die mit dem Sensor erfasste
Druckänderung in ein elektrisches Signal umgewandelt werden kann, wobei das elektrische
Signal weiterverarbeitet und übertragen werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass der Sensor batteriebetrieben ausgebildet ist.
[0016] Durch die Verwendung von mindestens einem elektronischen Sensor kann insbesondere
auf den Einsatz eines Manometers verzichtet werden. Insbesondere kann durch die Verwendung
eines elektronischen Sensors die Messgenauigkeit erhöht werden. Darüber hinaus liegen
die Messdaten für den Druck bzw. den Unterdruck, die im Sinne der Erfindung als "Unterdruckdaten"
bezeichnet werden, durch die Erfassung mit einem elektronischen Sensor bereits in
einer digitalen Form vor, in der sie besonders einfach und unaufwändig unter Verwendung
der Kommunikationsverbindung an das Kernbohrgerät übermittelt werden können.
[0017] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die Kommunikationsverbindung drahtlos
ausgebildet ist. Mit anderen Worten kann der elektronische Sensor Mittel zur drahtlosen
Kommunikation aufweisen. Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass
die Kommunikationsverbindung zwischen dem elektronischen Sensor und dem Kernbohrgerät
besteht. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht die Kommunikationsverbindung
zwischen dem elektronischen Sensor und der Steuer- oder Auswerteeinheit des Kernbohrgeräts.
Mithin können Kommunikationsprotokolle, wie Near Field (NF), Zigbee oder dergleichen
verwendet werden, um die mit dem Sensor ermittelten Unterdruckdaten an das Bohrgerät
zu übertragen. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung einer bluetooth-Verbindung
zur Übertragung der Daten von dem elektronischen Sensor an das Kernbohrgerät. Eine
drahtlose Kommunikationsverbindung reduziert den Verkabelungsaufwand innerhalb des
Bohrsystems erheblich und trägt insbesondere zur mechanischen Robustheit des Systems
bei.
[0018] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Kernbohrgerät eine Steuereinheit
aufweist, die dazu eingerichtet ist, die Unterdruckdaten zu empfangen und zur Steuerung
des Kernbohrgeräts zu verwenden. Die Steuereinheit kann beispielsweise Bestandteil
der Geräte-Elektronik sein. Sie kann einen Prozessor umfassen, um die vom elektronischen
Sensor empfangenen Unterdruckdaten zur Steuerung des Kernbohrgeräts zu verwenden.
Die Verwendung der Unterdruckdaten zur Steuerung des Kernbohrgeräts kann beispielsweise
dazu führen, dass die Steuereinheit in die Steuerung bzw. den Betrieb des Kernbohrgeräts
eingreift und diesen ggf. beendet, wenn ein Abfall des Unterdrucks erkannt wird. Dadurch
wird die früher manuell vom Nutzer durchgeführte Unterbrechung des Betriebs des Kernbohrgeräts
automatisiert und noch sicherer. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass die
von dem Sensor erfassten Druckwerte von der Steuereinheit des Kernbohrgerätes ausgewertet
werden. Vorzugsweise ist die Steuereinheit des Kernbohrgeräts dazu eingerichtet, bei
Unterschreitung des Grenzwertes den Drehantrieb des Kernbohrgeräts zu stoppen und
einen Weiterbetrieb des Bohrsystems zu unterbinden. Die Steuereinheit kann vorzugsweise
ein elektronisches Relais zur Steuerung der Leistung des Gerätes umfassen. Dieses
Relais kann beispielsweise als Triac und/oder MOSFET ausgebildet sein. Es ist im Sinne
der Erfindung bevorzugt, dass das Relais dazu verwendet wird, den Drehantrieb des
Kernbohrgerätes stoppen, selbst wenn das Kernbohrgerät eingeschaltet ist.
[0019] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Bohrsystem eine Auswerteeinheit
umfasst, die dazu eingerichtet ist, die Unterdruckdaten auszuwerten. Die Auswerteeinheit
kann vorzugsweise Bestandteil des Kernbohrgeräts sein. In einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung kann die Auswerteeinheit zur Auswertung der Unterdruckdaten
Bestandteil der Steuereinheit oder der Elektronik des Kernbohrgeräts sein. Die Auswertung
der Unterdruckdaten kann insbesondere eine informationstechnologische Verarbeitung
der Daten umfassen, d.h. Daten können in andere Formate umgewandelt werden oder sie
können mit anderen Daten verrechnet werden oder es können mathematische Operationen
auf die Daten angewendet werden. Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt,
dass die Daten graphisch aufgetragen und ausgewertet werden können.
[0020] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden die mit dem Sensor
ermittelten Unterdruckdaten mit einem zuvor festlegten Grenzwert verglichen. Dieser
Vergleich der Daten kann beispielsweise in der Steuereinheit oder in der Auswerteeinheit
des Kernbohrgeräts vorgenommen werden. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass
der zuvor festlegte Grenzwert in dem Kernbohrgerät hinterlegt ist, so dass auf ihn
zugegriffen werden kann. Es ist im Sinne der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass
die Unterdruckdaten mit einem unteren Grenzwert verglichen werden, wobei ein gewünschter
Arbeitsbereich, in dem eine sichere Befestigung des Bohrständers gewährleistet werden
kann, vorzugsweise oberhalb dieses unteren Grenzwert liegt. Ein unterer Grenzwert
kann beispielsweise bei einem Wert von -100 mbar liegen, während ein gewünschter Arbeitsbereich
mit sicherer Befestigung des Bohrständers beispielsweise in einem Bereich von -100
mbar bis -200 mbar liegen kann.
[0021] Anstatt eines bevorzugt unteren Grenzwerts kann auch der gewünschte Arbeitsbereich
in dem Kernbohrgerät bzw. der Steuereinheit oder der Auswerteeinheit hinterlegt sein.
Es ist in dieser Ausgestaltung der Erfindung insbesondere bevorzugt, dass ein unterer
Grenzwert (zum Beispiel -100 mbar) und ein oberer Grenzwert (zum Beispiel -200 mbar)
in dem Bohrsystem hinterlegt werden, die den zulässigen und gewünschten Arbeitsbereich
für den Unterdruck im vorgeschlagenen Bohrsystem festlegen. Es ist im Sinne der Erfindung
bevorzugt, dass die mit dem Sensor erfassten Unterdruckdaten vorzugsweise kontinuierlich
mit diesen Grenzwerten, die den gewünschten Arbeitsbereich des Bohrsystems begrenzen,
verglichen werden.
[0022] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Bohrsystem eine Anzeigevorrichtung
aufweist, die dazu eingerichtet ist, die Unterdruckdaten anzuzeigen. In einer besonders
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Anzeigevorrichtung Bestandteil des
Kernbohrgeräts. Sie kann beispielsweise als Display, Monitor, Bildschirm oder Touch-Bildschirm
ausgebildet sein. Vorzugsweise kann die Anzeigevorrichtung auch ein Human Machine
Interface-Display (HMI-Display) sein, der für eine Interaktion zwischen dem Nutzer
und der Anzeigevorrichtung bzw. dem Kernbohrgerät ausgebildet ist. Die Anzeigevorrichtung
kann insbesondere dazu verwendet werden, die Unterdruckdaten, Rohdaten oder ausgewertete
Daten für den Nutzer anzuzeigen, so dass dieser sie schnell erfassen und erforderlichenfalls
reagieren kann.
[0023] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass das Bohrsystem Warnmittel aufweist,
die dazu eingerichtet ist, auf einen abfallenden Unterdruck hinzuweisen. In einer
besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Warnmittel Bestandteil
des Kernbohrgeräts. Der Hinweis für den Nutzer, dass der Unterdruck zwischen dem Untergrund
und dem Bohrständer bzw. der Vakuumplatte abfällt, stellt einen wertvollen Vorteil
der Erfindung dar, weil der Nutzer auf diese Weise nicht selbst ständig den Unterdruck,
der zur Befestigung des Bohrständers verwendet wird, überwachen oder überprüfen muss.
Stattdessen wird der Nutzer durch die Warnmittel über einen unerwünschten Abfall des
Unterdrucks selbsttätig vom System aus informiert und dadurch wesentlich bei der Arbeit
mit dem vorgeschlagenen Bohrsystem entlastet. Mit anderen Worten kann eine Information
an den Nutzer insbesondere dann erfolgen, wenn der mit dem elektronischen Sensor ermittelte
Unterdruck unter einen zuvor festgelegten Grenzwert fällt. Ein solcher Hinweis kann
beispielsweise auch dann erfolgen, wenn der mit dem Sensor ermittelte Unterdruckwert
einen gewünschten Arbeitsbereich verlässt bzw. wenn die Unterdruckdaten außerhalb
der Grenzwerte liegen, die diesen Arbeitsbereich festlegen oder begrenzen. Ob die
Warnmittel einen Warnhinweis an den Nutzer abgeben, kann auch davon abhängig gemacht
werden, dass der Unterdruck für einen festgelegten Zeitraum außerhalb des gewünschten
Arbeitsbereich bzw. unterhalb eines unteren zuvor festgelegten Grenzwerts liegt. Es
kann beispielsweise festgelegt werden, dass der Nutzer erst dann einen Warnhinweis
bekommt, wenn die Unterdruckwerte für mindestens 3 Sekunden außerhalb des zulässigen
Arbeitsbereichs liegen.
[0024] Bei den Warnmitteln kann es sich vorzugsweise um optische und/oder akustische Anzeigemittel
handeln. Die optischen Anzeigemittel können beispielsweise von einer Warnleuchte oder
von Warn-LEDs gebildet werden, die beispielsweise rot aufleuchten oder blinken können,
wenn der Unterdruck in einem Maße abfällt, dass eine sichere Befestigung des Bohrständers
auf dem Untergrund nicht mehr gewährleistet werden kann. Wenn die Anzeigemittel akustische
Anzeigemittel sind, kann beispielsweise ein Warnsignal abgegeben werden, das den Nutzer
über ein mögliches Sicherheitsrisiko informiert. Der Nutzer des Bohrsystems kann dann
schnell handeln und entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit der Unterdruck wieder
ansteigt und insbesondere ausreichend hoch ist, um eine sichere Befestigung des Kernbohrgeräts
auf dem Untergrund zu gewährleisten.
[0025] Im Sinne der Erfindung kann auch ein stufenweises Vorgehen bevorzugt sein. Das heißt,
dass im Sinne der Erfindung mehrere untere Grenzwerte festgelegt werden können, wobei
eine Gefahr für den Nutzer beispielsweise erst bei Unterschreiten des untersten Grenzwertes
eintritt. Das Überschreiten eines ersten unteren Grenzwerts kann beispielsweise dazu
führen, dass eine Warnleuchte von grün auf gelb umspringt oder ein akustisches Anzeigemittel
ein lauteres Warnsignal abgibt oder mit einer dringlicheren Frequenz oder in kürzeren
Abständen Geräusche abgibt. Das Überschreiten eines zweiten unteren Grenzwerts, der
vorzugsweise niedriger als der erste Grenzwert ist, kann beispielsweise dazu führen,
dass eine Warnleuchte von gelb auf rot umspringt oder ein akustisches Anzeigemittel
ein noch lauteres Warnsignal abgibt oder mit einer noch dringlicheren Frequenz oder
in noch kürzeren Abständen Signale abgibt. Vorzugsweise können solche Warn- oder Zustandshinweise
temporär oder dauerhaft angezeigt werden.
[0026] In einem zweiten Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Steuerung eines
Bohrsystems. Die für das Bohrsystem eingeführten Begriffe, Definitionen und technischen
Vorteile gelten vorzugsweise für das Steuerungsverfahren für das Bohrsystem analog.
Das Steuerverfahren ist durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet:
- a) Bereitstellung eines Bohrsystems mit Kernbohrgerät und Bohrständer,
- b) Befestigung des Bohrständers auf einem zu bearbeitenden Untergrund unter Verwendung
eines Unterdrucks,
- c) Betrieb des Bohrsystems,
- d) Erfassung von Unterdruckdaten mit einem elektronischen Sensor des Bohrsystems,
- e) Übermittlung der Unterdruckdaten an das Kernbohrgerät mit einer Kommunikationsverbindung.
[0027] Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass es sich bei dem bereitgestellten Bohrsystem
um ein Bohrsystem handelt, das im Kontext dieser Erfindung vorgeschlagen wird. Das
Bohrsystem umfasst einen Bohrständer und ein Kernbohrgerät, wobei das Kernbohrgerät
bei der Durchführung von Kernbohrungen mittels des Bohrständers auf dem Untergrund
befestigt wird. Dabei wird im Kontext der Erfindung ein Unterdruck verwendet, wobei
zwischen Untergrund und Bohrständer eine Vakuumplatte angeordnet vorliegen kann, die
den von einer Unterdruckquelle erzeugten Unterdruck in einen Befestigungsbereich zwischen
Untergrund und Bohrständer überträgt. Der Betrieb des Bohrsystems umfasst insbesondere
die Durchführung von Kernbohrungen bzw. das Herausschneiden eines im Wesentlichen
zylindrischen Bohrkerns aus dem zu bearbeitenden Untergrund. Während dieses Betriebs
des Bohrsystems wird der Unterdruck zwischen Untergrund und Bohrständer mittels dem
elektronischen Sensor regelmäßig, bevorzugt kontinuierlich, überwacht, indem Messdaten,
die den Druck zwischen Untergrund und Bohrständer betreffen, erfasst werden. Der elektronische
Sensor umfasst Kommunikationsmittel, mit deren Hilfe die erfassten Unterdruckdaten
an das Kernbohrgerät des Bohrsystems übermittelt werden können. Dazu wird insbesondere
eine Kommunikationsverbindung verwendet, die in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung als bluetooth-Kommunikationsverbindung ausgebildet sein kann.
[0028] Es ist im Sinne der Erfindung ganz besonders bevorzugt, dass das Steuerungsverfahren
den zusätzlichen Verfahrensschritt einer Steuerung des Kembohrgeräts durch eine Steuereinheit
des Kernbohrgeräts in Abhängigkeit zuvor erfassten und übermittelten Unterdruckdaten
umfasst. In dieser besonders bevorzugten Ausgestaltung des Systems betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Steuerung eines Bohrsystems in Abhängigkeit von Unterdruckdaten,
die mit einem elektronischen Unterdrucksensor des Bohrsystems ermittelt werden. Hierdurch
kann die Steuereinheit in den Betrieb des Kernbohrgeräts eingreifen und diesen beispielsweise
sofort stoppen, wenn ein sicherheitsrelevanter Abfall des Unterdrucks zwischen dem
Bohrständer und dem Untergrund detektiert wird. Dadurch wird die Verwendung des vorgeschlagenen
Bohrsystems noch sicherer.
[0029] In weiteren bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung kann das Steuerungsverfahren
einen oder mehrere der folgenden Verfahrensschritte umfassen:
- i) Auswertung der in Verfahrensschritt e) übermittelten Unterdruckdaten durch eine
Auswerteeinheit,
- ii) Anzeige der übermittelten und/oder ausgewerteten Unterdruckdaten mit einer Anzeigevorrichtung
und/oder
- iii) Abgabe einer Zustands- und/oder Warnmeldung durch Warnmittel des Bohrsystems,
um auf einen abfallenden Unterdruck hinzuweisen.
[0030] Beispielsweise können die in einem früheren Verfahrensschritt erfassten und an das
Kernbohrgerät übermittelten Unterdruckdaten durch eine Auswerteeinheit ausgewertet
werden. Die Auswerteeinheit kann beispielsweise Bestandteil des Kernbohrgeräts sein.
Sie kann aber beispielsweise auch Bestandteile einer externen Steuerungseinheit sein,
mit der das Bohrsystem von außen gesteuert wird. Dabei kann es sich beispielsweise
um eine externe Fernbedienung oder eine mobile Kommunikationsvorrichtung, wie ein
Mobiltelefon, ein Tablet oder ein handheld-Gerät, handeln, ohne darauf beschränkt
zu sein.
[0031] Darüber hinaus können die übermittelten und/oder ausgewerteten Unterdruckdaten mit
einer Anzeigevorrichtung angezeigt werden. Eine solche Anzeigevorrichtung kann vorzugsweise
am Kernbohrgerät vorliegen, und zwar an einer Stelle, die für den Nutzer des Bohrsystems
während dessen Betriebs besonders gut einsehbar ist. Dadurch kann die bevorzugt kontinuierliche
Überwachung des Unterdrucks, der zwischen Bohrständer und Untergrund vorliegt, wesentlich
vereinfacht werden. Es ist im Sinne der Erfindung bevorzugt, dass Zustands- und/oder
Warnmeldungen temporär oder dauerhaft angezeigt werden können.
[0032] Ferner kann das Bohrsystem Warnmittel umfassen, mit denen Zustands- und/oder Warnmeldungen
abgegeben werden können, um auf einen abfallenden Unterdruck hinzuweisen. Bei den
Zustands- und/oder Warnmeldungen kann es sich beispielsweise um akustische und/oder
optische Warnhinweise handeln, die je nach Abweichung des Unterdrucks von vorgegebenen
Grenzwerten oder Arbeitsbereichen mehr oder weniger dringlich sein können. Beispielsweise
können Leuchtsignale in unterschiedlichen Farben oder unterschiedlicher Zeitabfolge
von den Warnmitteln abgegeben werden. Alternativ können auch Warntöne emittiert werden.
[0033] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figur, die
Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann
wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0034] In der Figur sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Ansicht einer bevorzugten Ausgestaltung des Bohrsystems
Ausführungsbeispiele und Figurenbeschreibung:
[0035] Figur 1 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung des vorgeschlagenen Bohrsystems 1. Das
Bohrsystem 1 umfasst einen Bohrständer 2 und ein Kernbohrgerät 3, wobei das Kernbohrgerät
3 mit dem Bohrständer 2 auf dem zu bearbeitenden Untergrund U befestigt wird. Im Kontext
der Erfindung wird zur sicheren und stabilen Befestigung des Bohrständers 2 und des
Kernbohrgeräts 3 am Untergrund U insbesondere ein Unterdruck verwendet. Dieser kann
mit einer Grundplatte 6 appliziert werden. Die Grundplatte 6 kann den unteren Bereich
des Bohrständers 2 bilden und den Bohrständer 2 in Richtung des Untergrunds U abgrenzen.
Das Bohrsystem 1 umfasst einen elektronischen Sensor 4, mit dem Messwerte in Bezug
auf den Befestigungsunterdruck erfasst werden können. Der elektronische Sensor 4 kann
beispielsweise an der Grundplatte 6 des Bohrsystems 1 befestigt vorliegen. Der elektronische
Sensor 4 wird vorzugsweise so angeordnet, dass eine zuverlässige Erfassung bzw. des
Unterdrucks zwischen Bohrständer 2 und Untergrund U bzw. Grundplatte 6 und Untergrund
U ermöglicht wird.
[0036] Der elektronische Sensor 4 ist dazu eingerichtet, eine Kommunikationsverbindung 8
zwischen dem Sensor 4 und dem Kernbohrgerät 3 herzustellen. Über die Kommunikationsverbindung
8 können die mit dem Sensor 4 erfassten Unterdruckdaten an das Kernbohrgerät 3 übertragen
werden, wobei sie am Kernbohrgerät 3 ausgewertet, angezeigt und/oder zur Steuerung
des Kernbohrgeräts 3 verwendet werden können. Um die Unterdruckdaten zur Steuerung
des Kernbohrgeräts 3 zu verwenden, kann an dem Kernbohrgerät 3 eine Steuereinheit
5 angeordnet vorliegen. Um die Unterdruckdaten übersichtlich und leicht einsehbar
für den Nutzer anzuzeigen, kann das Kernbohrgerät 3 eine Anzeigevorrichtung 7 umfassen.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Bohrsystem
- 2
- Bohrständer
- 3
- Kernbohrgerät
- 4
- elektronischer Sensor
- 5
- Steuereinrichtung
- 6
- Grundplatte
- 7
- Anzeigevorrichtung
- 8
- Kommunikationsverbindung
- U
- zu bearbeitender Untergrund
1. Bohrsystem (1) umfassend ein Kernbohrgerät (3) und einen Bohrständer (2), wobei der
Bohrständer (2) unter Verwendung eines Unterdrucks auf einem zu bearbeitenden Untergrund
(U) befestigbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bohrsystem (1) einen elektronischen Sensor (4) zur Überwachung des Unterdrucks
aufweist, wobei der elektronische Sensor (4) darüber hinaus dazu eingerichtet ist,
von ihm ermittelte Unterdruckdaten über eine Kommunikationsverbindung (8) an das Kernbohrgerät
(3) zu übermitteln.
2. Bohrsystem (1) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kernbohrgerät (3) eine Steuereinheit (5) aufweist, die dazu eingerichtet ist,
die Unterdruckdaten zu empfangen und zur Steuerung des Kernbohrgeräts (3) zu verwenden.
3. Bohrsystem (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kommunikationsverbindung (8) drahtlos ausgebildet ist.
4. Bohrsystem (1) nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kommunikationsverbindung (8) eine bluetooth-Verbindung ist.
5. Bohrsystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bohrsystem (1) eine Auswerteeinheit umfasst, die dazu eingerichtet ist, die Unterdruckdaten
auszuwerten.
6. Bohrsystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bohrsystem (1) eine Anzeigevorrichtung (7) aufweist, die dazu eingerichtet ist,
die Unterdruckdaten anzuzeigen.
7. Bohrsystem (1) nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeigevorrichtung (7) ein HMI-Display ist.
8. Bohrsystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bohrsystem (1) Warnmittel aufweist, die dazu eingerichtet ist, auf einen abfallenden
Unterdruck hinzuweisen.
9. Bohrsystem (1) nach einem der vorherigen Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bohrsystem (1) eine Grundplatte (6) zur Befestigung des Bohrständers (2) an dem
Untergrund (U) aufweist.
10. Verfahren zur Steuerung eines Bohrsystems (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensschritte:
a) Bereitstellung eines Bohrsystems (1) mit Kernbohrgerät (3) und Bohrständer (2),
b) Befestigung des Kernbohrgeräts (3) mit Hilfe des Bohrständers (2) auf einem zu
bearbeitenden Untergrund (U) unter Verwendung eines Unterdrucks,
c) Betrieb des Bohrsystems (1),
d) Erfassung von Unterdruckdaten mit einem elektronischen Sensor (4) des Bohrsystems
(1),
e) Übermittlung der Unterdruckdaten an das Kernbohrgerät (3) mit einer Kommunikationsverbindung
(8).
11. Verfahren nach Anspruch 10
gekennzeichnet durch den zusätzlichen Verfahrensschritt
f) Steuerung des Kernbohrgeräts (3) durch eine Steuereinheit (5) des Kernbohrgeräts
(3) in Abhängigkeit von den in Verfahrensschritt e) übermittelten Unterdruckdaten.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11
wobei das Verfahren folgende Verfahrensschritte umfasst:
i) Auswertung der in Verfahrensschritt e) übermittelten Unterdruckdaten durch eine
Auswerteeinheit,
ii) Anzeige der übermittelten und/oder ausgewerteten Unterdruckdaten mit einer Anzeigevorrichtung
(7) und/oder
iii) Abgabe einer Zustand- und/oder Warnmeldung durch Warnmittel des Bohrsystems (1),
um auf einen abfallenden Unterdruck hinzuweisen.