[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Schlauchheber zum Ansaugen und Transportieren
von Lasten mittels Saugkraft mit einer Saugfußanordnung, welche über eine mit einem
geodätisch unteren Ende eines Hubschlauchs (A) wirkverbundene Bedieneinheit mit einem
in einem Vakuumraum gebildeten Vakuum beaufschlagbar ist, wobei die Bedieneinheit
zum Variieren des Vakuums eine in einem Gehäusekörper aufgenommene, manuell betätigbare
Ventileinheit mit einer in einem Ventilkörper ausgebildeten, mit dem Vakuumraum in
Strömungsverbindung stehenden Kanalanordnung zur Zuführung von Fremdluft umfasst und
wobei der Fremdluftvolumenstrom über ein manuell mittels eines Betätigungsmechanismus
entgegen der Kraftwirkung eines Kraftspeichers betätigbares, zum Ändern des Strömungsquerschnitts
der Kanalanordnung zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung bewegbares
Schließelement regulierbar ist.
[0002] Ein Schlauchheber zum Ansaugen und Transportieren von Lasten mit einer manuellen
Bedieneinheit dieser Art ist beispielsweise in der
DE 20 2018 100 403 U1 angegeben. Dabei befindet sich in der Bedieneinheit ein Steuerventil, das zwischen
einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung verstellbar ist, wobei in der Öffnungsstellung
ein Steuerkanal zum Zuführen von Fremdluft aus der Umgebung freigegeben ist und in
der Schließstellung der Steuerkanal im Wesentlichen verschlossen ist. Ferner ist ein
Belüftungsventil vorhanden, das zwischen einer Haltestellung und einer Belüftungsstellung
verstellbar ist. Der Schlauchheber weist einen Hubschlauch auf, an dessen unterem
Ende eine Sauggreifvorrichtung angeschlossen ist und über die Bedieneinheit kann der
Unterdruck im Innern des Hubschlauchs reguliert werden, um diesen je nach Stellung
des Steuerventils der Hubschlauch mehr oder weniger zu verkürzen und damit die Höhe
der Sauggreifvorrichtung zu verändern. Einen weiteren Schlauchheber zeigt beispielsweise
auch die
DE 10 2008 028 205 C5 und auch die
DE 100 38 013 A1.
[0003] Bei einem in der
EP 0 509 115 B1 gezeigten Schlauchheber ist eine Fremdluftzufuhr aus der Umgebung im unbetätigten
Zustand eines Steuerglieds durch Einstellen einer Normalstellung des Steuerglieds
gegeben, um einen ausreichend geringen Druck in einem Gehäuse aus einer Unterdruckquelle
vorzugeben und damit eine maximale Höhe des Arbeitsobjekts unter Last einzustellen.
Dabei ist zum Einwirken auf zwei Federn eine Schraubenanordnung vorhanden. Ein solcher
Justiermechanismus kann zu einer unpräzisen Einstellung führen.
[0004] Einen weiteren Schlauchheber mit einer Fremdluftzufuhr im unbetätigten Zustand zeigt
die
DE 100 49 149 A1. Eine Bedienvorrichtung für einen Schlauchheber zeigt auch die
EP 3 536 650 A1.
[0005] Bei einem Schlauchheber dieser Art, wie er beispielhaft in Fig. 1 gezeigt ist, ist
ein Vakuumerzeuger E, je nach Anwendungsfall eine Pumpe oder ein Gebläse, vorgesehen,
um einen Volumenstrom zu erzeugen und das erforderliche Vakuum bereitzustellen. Der
gezeigte Aufbau weist eine Säule D mit einem Schwenkausleger B auf, an dem der Hubschlauch
A aufgehängt und über eine Zuleitung C an den Vakuum-erzeuger E angeschlossen ist.
Das Vakuum erreicht durch eine Filtereinheit F, über die Zuleitung C, ein Drehgelenk,
den Hubschlauch A und eine Bedieneinheit 3 in Form eines Bedienkopfs eine Saugfußanordnung
2 bzw. einen Saugfuß, um an diesem das Transportgut anzusaugen und zu transportieren.
Umgebungsluft bzw. Fremdluft, welche zuvor durch den Saugfuß eingeströmt ist, verringert
sich weitgehend oder vollständig, wodurch das Vakuum in dem Gesamtsystem ansteigt.
Mit dem stark ansteigenden Vakuum zieht sich der zuvor schlaffe Hubschlauch A zusammen.
In dem Hubschlauch ist eine Feder eingelassen, die u. a. dafür sorgt, dass der Hubschlauch
nicht implodiert. Sobald die Hubkraft größer ist als das Gewicht des Transportguts,
wird dieses angehoben. Durch die Regulierung der Fremdluft über die Bedieneinheit
3 wird das Vakuum in dem Gesamtsystem angehoben oder herabgesetzt. Mit der Zugabe
von Fremdluft und die dadurch bewirkte Reduktion des Vakuums dehnt sich folglich der
Hubschlauch A in seiner Länge aus und der Bedienkopf mit Saugfuß und Transportgut
senkt sich ab. Mit der Reduktion der Fremdluftzufuhr erhöht sich umgekehrt das Vakuum,
wodurch der Hubschlauch bei entsprechend verringertem Fremdlufteinstrom in seiner
Länge zusammengezogen und der Bedienkopf mit Saugfuß und Transportgut angehoben wird.
Mit dem Einhalten einer gewissen Fremdluftzugabe kann das Transportgut in der Schwebe
gehalten werden. Für eine gut steuerbare Funktion kommt es wesentlich auf eine einfache
Handhabbarkeit der Bedieneinheit an.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schlauchheber der eingangs
genannter Art bereitzustellen, mit dem bei möglichst einfacher Bedienung eine möglichst
präzise Transportfunktion erreicht wird.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Schlauchheber mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs vorgesehen, dass
das Schließelement mittels der Kraftwirkung des Kraftspeichers im manuell unbetätigten
Ruhezustand in der Offenstellung zur Fremdluftzufuhr gehalten ist, wodurch die Saugfußanordnung
im Ruhezustand ihre untere Lage einnimmt.
[0008] Im Ruhezustand der Bedieneinheit, der gegeben ist, wenn die Bedieneinheit manuell
nicht betätigt (und eine eventuelle Verriegelung aufgehoben) ist, wird das Schließelement
durch die Kraftwirkung des Kraftspeichers in seiner die Offenstellung darstellenden
einen Endlage gehalten und der größtmögliche Zustrom von Fremdluft (in der Regel Umgebungsluft)
bewirkt. Infolge des somit herabgesetzten bzw. aufgehobenen Vakuums in dem Gesamtsystem
des Schlauchhebers dehnt sich folglich der Hubschlauch über seine Länge maximal aus
und die Saugfußanordnung befindet sich in ihrer (geodätisch) unteren Lage, wodurch
bei manuell losgelassenem Betätigungsmechanismus ein Anheben der Saugfußanordnung
gegebenenfalls mit der Last und eine dadurch u. U. bedingte Gefahrensituation vermieden
ist.
[0009] Eine für den Aufbau und die Funktion vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, dass
der Ventilkörper mit einer Führungsstruktur versehen ist, an der das Schließelement
translatorisch zwischen der Offenstellung und der Schließstellung in axialer Richtung
verschieblich geführt ist.
[0010] Die Bedienungsfunktion mit leichtgängiger Handhabung bei vorteilhaftem Aufbau wird
dadurch begünstigt, dass sich der Vakuumraum über einen Strömungskanalabschnitt in
Längsrichtung durch den Gehäusekörper der Bedieneinheit von einer oberen, dem Hubschlauch
(A) zugekehrten Anschlussseite bis zu einer unteren, der Saugfußanordnung zugekehrten
Anschlussseite hindurch erstreckt und dass der Ventilkörper an einer den Strömungskanalabschnitt
umgebenden Umwandung, die mit mindestens einer Öffnung zu der Kanalanordnung versehen
ist, quer zur Längsrichtung des Gehäusekörpers mit Wandstrukturen abstehend, als separates
Teil angebracht oder einstückig angeformt ist, wobei mindestens eine Durchgangsöffnung
der Kanalanordnung für die Fremdluft in den Wandstrukturen ausgebildet sind, und dass
das Schließelement hülsenförmig ausgestaltet ist und die Wandstrukturen mit den Durchgangsöffnungen
der Kanalanordnung in der Schließstellung dichtend umgibt und in der Offenstellung
oder bei teilweiser Offenstellung den Bereich der Kanalanordnung zur Fremdluftzufuhr
ganz bzw. teilweise freigibt. Die mindestens eine, in den seitlichen Wandstrukturen
des Ventilkörpers angeordnete Durchgangsöffnung ergibt im Zusammenwirken mit dem in
axialer Richtung verschieblichen Schließelement eine Leichtgängigkeit der manuellen
Betätigungseinrichtung ohne abrupte Änderungen der manuellen Betätigungskraft und
trägt somit wesentlich zur einfachen Bedienung und präzise steuerbaren Transportfunktion
bei.
[0011] Eine für die Bedienung und die Transportfunktion vorteilhafte weitere Ausgestaltung
besteht darin, dass das Schließelement auf seiner dem Kanalabschnitt zugekehrten vorderen
Stirnseite einen umlaufenden Dichtrand aufweist, welcher in der Schließstellung auf
einer zugekehrten umlaufenden Dichtfläche des Ventilkörpers, insbesondere über ein
zwischengefügtes Dichtelement, dichtend anliegt und in der vollständigen und der teilweisen
Offenstellung von dieser beabstandet ist.
[0012] Weiterhin ist für die Funktionsweise und den Aufbau vorteilhaft vorgesehen, dass
die Wandstrukturen des Ventilkörpers in der axialen Richtung einen nahe der Dichtfläche
liegenden ersten Wandabschnitt aufweisen, in dem die mindestens eine Durchgangsöffnung
angeordnet ist, und einen an diesen anschließenden, in der axialen Richtung weiter
entfernt von der Dichtfläche liegenden umlaufenden zweiten Wandabschnitt aufweist,
dessen Außenquerschnitt an den Innenquerschnitt des Schließelements so angepasst ist,
dass das Schließelement entlang dem zweiten Wandabschnitt unter Abdichtung gleitend
verschieblich geführt ist.
[0013] Eine exakte Ventilfunktion zum Regulieren des Fremdluftvolumenstroms und die Bedienung
werden auch dadurch vorteilhaft unterstützt, dass der Außenquerschnitt des ersten
Wandabschnitts des Ventilkörpers über seine axiale Erstreckung kleiner ist als der
Innenquerschnitt des Schließelements, so dass der erste Wandabschnitt mit der mindestens
einen darin angeordneten Durchgangsöffnung von der Innenfläche des Schließelements
radial beabstandet ist.
[0014] Eine für den Aufbau und die Funktion weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Schlauchhebers
mit der Bedieneinheit besteht darin, dass der Ventilkörper und das Schließelement
zumindest teilweise über ihre axiale Erstreckung runden, insbesondere kreisförmigen,
Querschnitt aufweisen.
[0015] Zu einer exakten Führung des Schließelements entlang des Ventilkörpers tragen ferner
die Maßnahmen bei, dass die Führungsstruktur des Ventilkörpers in deren von dem Strömungskanalabschnitt
abgelegenem Bereich zinnenartig vorstehende Führungselemente aufweist, welche angepasste
Führungsdurchbrüche in einem von dem Strömungskanalabschnitt abgekehrten hinteren
Deckwandbereich des Schließelements durchsetzen.
[0016] Die Funktion und der Aufbau des Schlauchhebers bei kompakter Ausführung werden auch
dadurch begünstigt, dass der Kraftspeicher, der auf einem mechanischen, elektromotorischen,
magnetischen, pneumatischen oder hydraulischen Funktionsprinzip basiert, im Innern
der Ventileinheit zwischen dem Ventilkörper und dem Schließelement angeordnet ist.
[0017] Ein vorteilhafter Aufbau wird dabei dadurch erhalten, dass der Kraftspeicher, insbesondere
ausgebildet als Druckfeder, zwischen einem an dem Ventilkörper ortsfest angeordneten
Widerlager und einer an dem Schließelement ortsfest angeordneten Stützstruktur gelagert
ist, wobei seine Kraftwirkung so in der axialen Richtung (Verschieberichtung) ausgerichtet
ist, dass das Schließelement im Ruhezustand in der Offenstellung gehalten ist.
[0018] Zu einem vorteilhaften Aufbau und einer bedienerfreundlichen Handhabung tragen zudem
die Maßnahmen bei, dass der Betätigungsmechanismus einen in einem Handgriff in einem
Schwenklager gelagerten Taster aufweist, der über einen handseitigen ersten Hebelarm
manuell verschwenkbar ist und über einen zweiten Hebelarm unmittelbar - oder mittelbar
über mindestens ein Umlenkelement - mit dem Schließelement in Wirkverbindung gebracht
ist, um dieses nach Überwindung der Kraftwirkung des Kraftspeichers in die Schließstellung
zu bewegen.
[0019] Dabei besteht ein vorteilhafter Aufbau, der eine einfache Handhabung begünstigt,
darin, dass das Umlenkelement in dem Handgriff in einem Drehlager gelagert ist und
einerseits über einen Koppelarm schwenkbar mittels eines Koppellagers mit dem zweiten
Hebelarm des Tasters verbunden ist und andererseits über einen Betätigungsarm auf
ein starr, gegebenenfalls verstellbar, an dem Schließelement angebrachtes Betätigungsglied
zum Bewegen des Schließelements einwirkt.
[0020] Zur Funktionssicherheit der Bedieneinheit trägt ferner wesentlich bei, dass der handseitige
Hebelarm oder das Umlenkelement, insbesondere an dessen Koppelarm, mit einer Eingriffstruktur,
insbesondere ausgebildet als Zahnung, versehen ist und dass in dem Handgriff ein Verriegelungsmechanismus
integriert ist, der beim Loslassen des Handgriffs mit einer Verriegelungsstruktur
in die Eingriffstruktur einrückt, um das Schließelement in der aktuellen Stellung
festzuhalten, und dass der Verrieglungsmechanismus durch Handbetätigung aus dem Verriegelungszustand
bringbar ist. Somit können durch Eingriff des Verriegelungsmechanismus auch aktuelle
Zwischenstellungen des Schließelements zwischen der Schließstellung und der Offenstellung
sicher arretiert werden, so dass gefährliche Situationen durch unbeabsichtigt schnelles
Absenken der Last vermieden werden.
[0021] Für die Bedienungsfunktion ergeben sich weitere Vorteile dadurch, dass der Verriegelungsmechanismus
einen in dem Handgriff gelagerten Entriegelungstaster aufweist, der in einem Verriegelungslager
relativ zu dem Gehäusekörper verstellbar, insbesondere schwenkbar, gelagert ist und
mit der an die Eingriffstruktur angepassten Verriegelungsstruktur versehen ist, die
bei Loslassen des Handgriffs in die Eingriffstruktur verriegelnd eingreift, um das
Schließelement in der aktuellen Stellung zu arretieren.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Schlauchhebers,
- Fig. 2
- einen Abschnitt eines Schlauchhebers im Bereich um eine Saugfußanordnung bei Aufsetzen
auf ein Transportgut (Last) mit einer Bedieneinheit und einem unteren Endbereich eines
Hubschlauchs in perspektivischer Ansicht,
- Fig. 3
- eine zwischen einem Hubschlauch und einer Saugfußanordnung angeschlossene Bedieneinheit
in geöffneter, seitlicher Ansicht,
- Fig. 4
- eine Bedieneinheit gemäß Fig. 3 in geschnittener seitlicher Ansicht mit Veranschaulichung
einer Fremdluftzuführung,
- Fig. 5
- einen vergrößerten Ausschnitt der Bedieneinheit in einem Längsschnitt bei Offenstellung
der Ventileinheit und
- Fig. 6
- den vergrößerten Ausschnitt der Bedieneinheit nach Fig. 5 bei Schließstellung der
Ventileinheit.
[0023] Wie Fig. 1 zeigt, ist zwischen dem (geodätisch bzw.in Schwerkraftrichtung) unteren
Endbereich eines Hubschlauchs A und einer Saugfußanordnung 2 ein Bedienkopf bzw. eine
Bedieneinheit 3 zum manuellen Betätigen der Schlauchhebeanordnung 1 beim Transport
(Heben, Senken, Ortsverlagerung) einer Last L in Form eines Transportguts angeschlossen,
wie in Fig. 2 näher dargestellt.
[0024] Die Bedieneinheit 3 ist vakuumführend mit dem Hubschlauch A und der Saugfußanordnung
2 verbunden und weist einen Gehäusekörper und einen daran angebrachten, bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel mit einer Hand greifbaren und bedienbaren, Handgriff 30 auf, wodurch
das an der Saugfußanordnung 2, welche vorliegend zwei Saugfüße umfasst, durch Saugkraft
gehaltene Transportgut zusammen mit dem unteren Ende des Hubschlauchs A in der Höhe
verfahren und seitlich (mittels des Schwenkarms) an einen gewünschten Ort bewegt werden
kann.
[0025] Wie deutlicher aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, ist der Handgriff 30 in die Bedieneinheit
3 integriert und weist zur Außenseite hin eine gewölbte, an die Hand der Bedienperson
ergonomisch angepasste Außenfläche auf, an der bei der Handhabung die Handfläche anliegt,
und ist auf ihrem von der Außenseite abgekehrten inneren Oberflächenbereich einem
freien Durchgriff der Bedieneinheit 3 zugekehrt, um den Handgriff 30 mit den Fingern
zu umgreifen. Auf dem inneren Oberflächenbereich ist (ähnlich einer Zapfpistole) ein
Taster 33 angeordnet, der in einem Schwenklager 330 schwenkbar und gegen eine Federkraft
nach innen in den Handgriff 30 hinein bewegbar ist. Im Innern des Handgriffs 30 ist
außerdem ein Entriegelungstaster 31 eines Verriegelungsmechanismus schwenkbar gelagert,
welcher über ein auf der Außenseite des Handgriffs 30 angeordnetes, der Handfläche
bei der Handhabung zugekehrtes Betätigungsteil ebenfalls gegen eine Federkraft schwenkbar
in einem Verriegelungslager 310 gelagert ist.
[0026] Wie die Fig. 3 und 4 und insbesondere die vergrößerten Darstellungen in den Fig.
5 und 6 weiter zeigen, ist mit dem Taster 33 ein Umlenkelement 32 bewegbar gekoppelt,
welches im Innern des Handgriffs 30 angeordnet und in einem Drehlager 320 drehbar
bzw. schwenkbar gelagert und mit dem Taster 33 gelenkig in einem Koppellager 322 an
einem Koppelschenkel verbunden ist (vgl. Fig. 5). Ein von dem Koppelschenkel abgekehrter
Betätigungsschenkel des Umlenkelements 32 ist zum Einwirken auf ein Schließelement
41 einer in der Bedieneinheit 3 angeordneten Ventileinheit 4 ausgebildet. Der Koppelschenkel
des Umlenkelements 32 ist mit einer Eingriffstruktur 321 versehen, die an eine Entriegelungsstruktur
des Entriegelungstasters 31 angepasst ist und mit dieser zusammenwirkt, wobei die
Eingriffstruktur 321 und die Verriegelungsstruktur formschlüssig, insbesondere über
eine Zahnung, miteinander zum Verriegeln in Eingriff bringbar sind. Das Schwenklager
330 des Tasters 33, das Drehlager 320 des Umlenkelements 32 und das Verriegelungslager
310 des Entriegelungstasters 31 weisen jeweils ein ortsfest in dem Gehäusekörper der
Bedieneinheit 3 angebrachtes, beispielsweise angeformtes, Lagerelement (wie Lagerzapfen
oder Lagerauge) auf.
[0027] Wie insbesondere in den Fig. 5 und 6 näher ersichtlich, weist die Ventileinheit 4
einen in dem Gehäusekörper der Bedieneinheit 3 fest angeordneten Ventilkörper 40 auf,
welcher von einer Umwandung 50 eines von dem Innern des Hubschlauchs A zur Saugfußanordnung
2 führenden Strömungskanalabschnitts 5 im Gehäusekörper der Bedieneinheit 3 weggerichtet
absteht. Der Ventilkörper 40 weist eine Führungsstruktur 400 auf, an der das Schließelement
41 verschieblich zum Öffnen und Schließen der Ventileinheit 4 geführt ist, um eine
Fremdluftzufuhr über eine Kanalanordnung zu dem Strömungskanalabschnitt 5 herzustellen
und zu regulieren, wobei die Regulierung bzw. Einstellung der Fremdluftzufuhr manuell
über den Taster 33 entgegen einer Kraftwirkung eines Kraftspeichers 42, vorliegend
ausgebildet als Druckfeder, erfolgt. Dabei wird die Ventileinheit 4 mittels des Kraftspeichers
42 im unbetätigten Zustand in der Offenstellung zur Zufuhr von Fremdluft gehalten
und kann durch Betätigung des Tasters 33 entgegen der Kraftwirkung des Kraftspeichers
42 durch Bewegen des Schließelements 41 zum Variieren des Fremdluftvolumenstroms bis
hin zu dessen vollständiger Unterbindung in die Schließstellung bewegt werden. Umgekehrt
kann bei unbetätigtem Taster 33 das Schließelement 41 mittels des Kraftspeichers 42
in die (vollständige) Offenstellung gebracht werden, sofern der Verriegelungsmechanismus
mittels des Entriegelungstasters 31 außer Eingriff in das Umlenkelement 32 gebracht
ist. Wird während der Bedienung der Handgriff 30 bzw. Taster 33 von der Bedienperson
unbeabsichtigt losgelassen, greift jedoch der Entriegelungstaster 31 mit seiner Verriegelungsstruktur
in die Eingriffstruktur 321 des Umlenkelements 32 ein, um die aktuelle Stellung des
Schließelements 41 zu verriegeln und ein Öffnen der Ventileinheit 4 und ein dadurch
bedingtes schnelles Absenken der Saugfußanordnung 2 mit der Last L zu unterbinden.
[0028] Die Verstellung des Schließelements 41 entlang der Führungsstruktur 400 des Ventilkörpers
40 erfolgt bei der vorliegenden Ausbildung der Ventileinheit 4 translatorisch bzw.
linear. Der Ventilkörper 40 wird dabei von dem als Hülse, insbesondere im Querschnitt
kreisförmige Hülse, ausgebildeten Schließelement 41 übergriffen, wobei das Schließelement
41 in der Schließstellung mit einem der Umwandung 50 des Strömungskanalabschnitts
5 zugekehrten vorderen, stirnseitigen umlaufenden Dichtrand dichtend (gegebenenfalls
unter Zwischenfügung eines Dichtelements) auf einer umlaufenden Dichtfläche des Ventilkörpers
40 anliegt. Der Ventilkörper 40 weist einen axial näher zu der Umwandung 50 bzw. Dichtfläche
403 gelegenen ersten Wandabschnitt 401 auf, in dem mindestens eine Durchgangsöffnung
der Kanalanordnung zur Zuführung der Fremdluft eingebracht ist, sowie einen von der
Dichtfläche 403 axial weiter abliegenden umlaufenden zweiten Wandabschnitt 402 auf,
der in seinem Außenquerschnitt an den Innenquerschnitt des Schließelements 41 so angepasst
ist, dass dieses entlang dem zweiten Wandabschnitt 402 möglichst spielfrei, gut gleitend
verschieblich und dabei dichtend geführt ist. Der erste Wandabschnitt 401 mit der
mindestens einen Durchgangsöffnung ist bezüglich einer (in Verschieberichtung gerichteten)
Mittellängsachse des Ventilkörpers 40 radial nach innen von der Innenseite des Schließelements
41 beabstandet, wodurch die Regulierung des Fremdluftzustands bei einfacher Bedienung
begünstigt wird.
[0029] Des Weiteren umfasst die Führungsstruktur des Ventilkörpers 40 auf dessen von der
Dichtfläche 403 abgekehrten Seite zinnenartig abstehende Führungselemente, die einen
von der Dichtfläche 403 abgekehrten Deckbereich des Schließelements 41 in angepassten
Durchbrüchen durchragen, so dass sich eine zusätzliche Führung des Schließelements
41 beim linearen Verschieben ergibt.
[0030] Fig. 5 zeigt die Ventileinheit 4 in Offenstellung, wobei der stirnseitige vordere
Dichtrand des Schließelements 41 von der Dichtfläche 403 beabstandet ist und die mindestens
eine Durchgangsöffnung in dem ersten Wandabschnitt 401 vollständig freigegeben ist
(vgl. auch Fig. 4 die dicken Einströmpfeile für Fremdluft), während Fig. 6 die Ventileinheit
4 in ihrer Schließstellung zeigt, wobei der vordere, stirnseitige Dichtrand des Schließelements
41 dichtend auf der Dichtfläche 403 anliegt.
[0031] Der Kraftspeicher 42, der das Schließelement 41 infolge seiner Kraftwirkung in Offenstellung
verschiebt, ist einerseits (auf seiner der Dichtfläche 403 zugewandten Seite) gegen
ein im Innern des Ventilkörpers ortsfest angebrachtes, beispielsweise angeformtes,
Widerlager abgestützt und andererseits gegen eine ortsfest in dem Schließelement 41
angebrachte Stützstruktur, wie die Fig. 4, 5 und 6 erkennen lassen. Das Schließelement
41 ist auf seiner von seinem Dichtrand abgekehrten Seite, insbesondere im Deckbereich
mit einem in Öffnungsrichtung (von dem Strömungskanalabschnitt 5 weg) gerichteten
Betätigungsvorsprung versehen, mit welchem der Koppelschenkel des Umlenkelements 32
in Wirkverbindung gebracht ist, um das Schließelement 41 bei Betätigung (Eindrücken)
des Tasters 33 in Richtung der Schließstellung zu verschieben. An dem Betätigungszapfen
des Schließelements 41 kann ein Verstellglied, vorliegend eine Hutmutter, angebracht
sein, mittels dessen die Betätigungskraft bzw. der Betätigungsweg geeignet justierbar
und eine gute Gleitfläche gegeben ist. Der Betätigungszapfen setzt sich vorteilhaft
im Innern des Schließelements 41 fort, um den Kraftspeicher 41 in Form der Druckfeder
aufzunehmen, die in ihrem zur Dichtfläche 403 hin gerichteten Abschnitt in eine angepasste
Aufnahme des Ventilkörpers 40 eingesetzt ist, womit die Führung des Schließelements
41 begünstigt wird.
[0032] Zur einfachen Bedienung ist die Entriegelungskraft auf den Entriegelungstaster 31
mittels der Handfläche auf die Außenseite des Handgriffs 30 vorzugsweise geringer
als die Betätigungskraft auf den Taster 33 zum Verschieben des Schließelements 41
entgegen der Kraftwirkung des Kraftspeichers 42 in Richtung Schließstellung.
[0033] Dadurch wird die Entriegelung auf einfache Weise beim Betätigen des Tasters 33 aufgehoben,
fällt aber beim Loslassen des Handgriffs 30 sicher mit seiner Verriegelungsstruktur
in die Eingriffstruktur 321 des Umlenkelements 32 ein, um das Schließelement 41 in
einer aktuellen Stellung zu arretieren und den eingestellten Fremdluftvolumenstrom
aufrecht zu erhalten.
[0034] Die Bedieneinheit ergibt mit relativ wenigen Teilen eine bedienungsfreundliche Handhabung
bei sicherer Funktion.
1. Schlauchheber zum Ansaugen und Transportieren von Lasten mittels Saugkraft mit einer
Saugfußanordnung (2), welche über eine mit einem geodätisch unteren Ende eines Hubschlauchs
(A) wirkverbundene Bedieneinheit (3) mit einem in einem Vakuumraum gebildeten Vakuum
beaufschlagbar ist, wobei die Bedieneinheit (3) zum Variieren des Vakuums eine in
einem Gehäusekörper aufgenommene, manuell betätigbare Ventileinheit (4) mit einer
in einem Ventilkörper (40) ausgebildeten, mit dem Vakuumraum in Strömungsverbindung
stehenden Kanalanordnung zur Zuführung von Fremdluft umfasst und wobei der Fremdluftvolumenstrom
über ein manuell mittels eines Betätigungsmechanismus entgegen der Kraftwirkung eines
Kraftspeichers (42) betätigbares, zum Ändern des Strömungsquerschnitts der Kanalanordnung
zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung bewegbares Schließelement (41)
regulierbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schließelement (41) mittels der Kraftwirkung des Kraftspeichers (42) im manuell
unbetätigten Ruhezustand in der Offenstellung zur Fremdluftzufuhr gehalten ist, wodurch
die Saugfußanordnung (2) im Ruhezustand ihre untere Lage einnimmt.
2. Schlauchheber nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ventilkörper (40) mit einer Führungsstruktur (400) versehen ist, an der das Schließelement
(41) translatorisch zwischen der Offenstellung und der Schließstellung in axialer
Richtung verschieblich geführt ist.
3. Schlauchheber nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Vakuumraum über einen Strömungskanalabschnitt (5) in Längsrichtung durch
den Gehäusekörper der Bedieneinheit (3) von einer oberen, dem Hubschlauch (A) zugekehrten
Anschlussseite bis zu einer unteren, der Saugfußanordnung (2) zugekehrten Anschlussseite
hindurch erstreckt und dass der Ventilkörper (40) an einer den Strömungskanalabschnitt
(5) umgebenden Umwandung (50), die mit mindestens einer Öffnung zu der Kanalanordnung
versehen ist, quer zur Längsrichtung des Gehäusekörpers mit Wandstrukturen abstehend,
als separates Teil angebracht oder einstückig angeformt ist, wobei mindestens eine
Durchgangsöffnung der Kanalanordnung für die Fremdluft in den Wandstrukturen ausgebildet
sind, und
dass das Schließelement (41) hülsenförmig ausgestaltet ist und die Wandstrukturen mit
den Durchgangsöffnungen der Kanalanordnung in der Schließstellung dichtend umgibt
und in der Offenstellung oder bei teilweiser Offenstellung den Bereich der Kanalanordnung
zur Fremdluftzufuhr ganz bzw. teilweise freigibt.
4. Schlauchheber nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schließelement (41) auf seiner dem Kanalabschnitt (5) zugekehrten vorderen Stirnseite
einen umlaufenden Dichtrand aufweist, welcher in der Schließstellung auf einer zugekehrten
umlaufenden Dichtfläche (403) des Ventilkörpers (40), insbesondere über ein zwischengefügtes
Dichtelement, dichtend anliegt und in der vollständigen und der teilweisen Offenstellung
von dieser beabstandet ist.
5. Schlauchheber nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandstrukturen des Ventilkörpers (40) in der axialen Richtung einen nahe der
Dichtfläche (403) liegenden ersten Wandabschnitt (401) aufweisen, in dem die mindestens
eine Durchgangsöffnung angeordnet ist, und einen an diesen anschließenden, in der
axialen Richtung weiter entfernt von der Dichtfläche liegenden umlaufenden zweiten
Wandabschnitt (402) aufweist, dessen Außenquerschnitt an den Innenquerschnitt des
Schließelements (41) so angepasst ist, dass das Schließelement (41) entlang dem zweiten
Wandabschnitt (402) unter Abdichtung gleitend verschieblich geführt ist.
6. Schlauchheber nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außenquerschnitt des ersten Wandabschnitts (401) des Ventilkörpers (40) über
seine axiale Erstreckung kleiner ist als der Innenquerschnitt des Schließelements
(41), so dass der erste Wandabschnitt (401) mit der mindestens einen darin angeordneten
Durchgangsöffnung von der Innenfläche des Schließelements (41) radial beabstandet
ist.
7. Schlauchheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Ventilkörper (40) und das Schließelement (41) zumindest teilweise über ihre axiale
Erstreckung runden, insbesondere kreisförmigen, Querschnitt aufweisen.
8. Schlauchheber nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Führungsstruktur (400) des Ventilkörpers (40) in deren von dem Strömungskanalabschnitt
(5) abgelegenem Bereich zinnenartig vorstehende Führungselemente aufweist, welche
angepasste Führungsdurchbrüche in einem von dem Strömungskanalabschnitt (5) abgekehrten
hinteren Deckwandbereich des Schließelements (41) durchsetzen.
9. Schlauchheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kraftspeicher (42), der auf einem mechanischen, elektromotorischen, magnetischen,
pneumatischen oder hydraulischen Funktionsprinzip basiert, im Innern der Ventileinheit
(4) zwischen dem Ventilkörper (40) und dem Schließelement (41) angeordnet ist.
10. Schlauchheber nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kraftspeicher (42), insbesondere ausgebildet als Druckfeder, zwischen einem an
dem Ventilkörper (40) ortsfest angeordneten Widerlager und einer an dem Schließelement
(41) ortsfest angeordneten Stützstruktur gelagert ist, wobei seine Kraftwirkung so
in der axialen Richtung ausgerichtet ist, dass das Schließelement (41) im Ruhezustand
in der Offenstellung gehalten ist.
11. Schlauchheber nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Betätigungsmechanismus einen in einem Handgriff (30) in einem Schwenklager (330)
gelagerten Taster (33) aufweist, der über einen handseitigen ersten Hebelarm manuell
verschwenkbar ist und über einen zweiten Hebelarm unmittelbar - oder mittelbar über
mindestens ein Umlenkelement (32) - mit dem Schließelement (41) in Wirkverbindung
gebracht ist, um dieses nach Überwindung der Kraftwirkung des Kraftspeichers (42)
in die Schließstellung zu bewegen.
12. Schlauchheber nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Umlenkelement (32) in dem Handgriff (30) in einem Drehlager (320) gelagert ist
und einerseits über einen Koppelarm schwenkbar mittels eines Koppellagers (322) mit
dem zweiten Hebelarm des Tasters (33) verbunden ist und andererseits über einen Betätigungsarm
auf ein starr, gegebenenfalls verstellbar, an dem Schließelement (41) angebrachtes
Betätigungsglied zum Bewegen des Schließelements (41) einwirkt.
13. Schlauchheber nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass der handseitige Hebelarm oder das Umlenkelement (32), insbesondere an dessen Koppelarm,
mit einer Eingriffstruktur, insbesondere ausgebildet als Zahnung, versehen ist und
dass in dem Handgriff (30) ein Verriegelungsmechanismus integriert ist, der beim Loslassen
des Handgriffs mit einer Verriegelungsstruktur in die Eingriffstruktur einrückt, um
das Schließelement (41) in der aktuellen Stellung festzuhalten, und
dass der Verrieglungsmechanismus durch Handbetätigung aus dem Verriegelungszustand bringbar
ist.
14. Schlauchheber nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verriegelungsmechanismus einen in dem Handgriff gelagerten Entriegelungstaster
(31) aufweist, der in einem Verriegelungslager (310) relativ zu dem Gehäusekörper
verstellbar, insbesondere schwenkbar, gelagert ist und mit der an die Eingriffstruktur
angepassten Verriegelungsstruktur versehen ist, die bei Loslassen des Handgriffs (30)
in die Eingriffstruktur verriegelnd eingreift, um das Schließelement (31) in der aktuellen
Stellung zu arretieren.