(19)
(11) EP 3 992 397 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.05.2022  Patentblatt  2022/18

(21) Anmeldenummer: 21205103.1

(22) Anmeldetag:  27.10.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04H 3/16(2006.01)
E04H 4/08(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E04H 3/165; E04H 4/086
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 28.10.2020 DE 102020128347

(71) Anmelder: Riegler, Roland
84518 Garching (DE)

(72) Erfinder:
  • Riegler, Roland
    84518 Garching (DE)

(74) Vertreter: Canzler & Bergmeier Patentanwälte Partnerschaft mbB 
Despag-Straße 6
85055 Ingolstadt
85055 Ingolstadt (DE)

   


(54) FÜHRUNGSSCHIENE FÜR EIN ABDECKELEMENT EINER SCHWIMMBECKENABDECKUNG UND SCHWIMMBECKENABDECKUNG


(57) Die Erfindung betrifft eine Führungsschiene (3) für ein Abdeckelement (11) einer Schwimmbeckenabdeckung (1), mit einem Führungsabschnitt (10) zum Abstützen und Führen des Abdeckelements (11) entlang einer Führungsrichtung (FR) und mit einem dem Führungsabschnitt (10) gegenüberliegenden Verbindungsabschnitt (8) zum Verbinden der Führungsschiene (3) an einem entlang eines Schwimmbeckens (4) verlaufenden Beckenrand (2). Der Verbindungsabschnitt (8) weist wenigstens einen Befestigungssteg (7) zum Einführen der Führungsschiene (3) in eine nach oben offene Befestigungsnut (5) im Beckenrand (2) auf, wobei der Führungsabschnitt (10) im in die Befestigungsnut (5) eingeführten Zustand nach oben über den Beckenrand (2) hinausragt. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Schwimmbeckenabdeckung (1), eine Verwendung einer Führungsschiene (3) und ein Verfahren zum Befestigen einer Führungsschiene (3).




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsschiene für ein Abdeckelement einer Schwimmbeckenabdeckung, mit einem Führungsabschnitt zum Abstützen und Führen des Abdeckelements entlang einer Führungsrichtung und mit einem dem Führungsabschnitt gegenüberliegenden Verbindungsabschnitt zum Verbinden der Führungsschiene an einem entlang eines Schwimmbeckens verlaufenden Beckenrand. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Schwimmbeckenabdeckung, eine Verwendung einer solchen Führungsschiene und ein Verfahren zum Befestigen einer solchen Führungsschiene.

[0002] Führungsschienen für ein Abdeckelement einer Schwimmbeckenabdeckung sind im Stand der Technik in vielfachen Ausführungen bekannt. Diese dienen dazu, das Abdeckelement, welches meist mittels Laufrollen auf den Führungsschienen bewegt wird, entlang einer Führungsrichtung zu führen und abzustützen. So kann das Abdeckelement in einer ersten Position ein Schwimmbecken zur Benutzung, insbesondere zum Schwimmen, freigeben oder in einer zweiten Position das Schwimmbecken zum Schutz bei Nichtbenutzung bedecken. Abdeckelemente der Schwimmbeckenabdeckung sind hierfür in verschiedensten Formen bekannt. In den letzten Jahren lässt sich ein Trend zu begehbaren Abdeckelementen erkennen. Derartige Abdeckelemente lassen zu ihrer eigentlichen Funktion, der Abdeckung des Schwimmbeckens, die Nutzung als begehbare Terrasse zu. Für derartige Abdeckelemente sind jedoch die bekannten Führungsschienen wenig praktikabel.

[0003] In der FR 2 752 002 A1 sind Führungsschienen offenbart, welche aus zwei an den Beckenrändern verankerten Metallrohren bestehen. Auf den Führungsschienen kann ein Abdeckelement für ein Schwimmbecken mittels daran angebrachten Laufrollen bewegt werden. Zur genauen Befestigung der Metallrohre an den Beckenrändern wird jedoch keine nähere Angabe gemacht. Aufgrund der kreisrunden Auflagefläche ist die Befestigung der Metallrohre an den Beckenrändern aufwändig und insbesondere für einwirkende Kräfte quer zur Führungsschiene wenig aufnahmefähig.

[0004] Die AT 380 057 B offenbart Führungsschienen, auf weichen ein Abdeckelement für ein Schwimmbecken horizontal zwischen zwei Endstellungen beweglich gelagert ist. Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind die Führungsschienen ortsfest und über einen Schienensteg an einem Stützteil angeordnet. Aufgrund der Ausbildung der Führungsschienen als Kranschienen mit Schienensteg ragen diese deutlich über das Stützteil hinaus. So besteht die Gefahr, aufgrund der Führungsschiene beim Einsteigen in das Schwimmbecken zu stolpern. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel laufen Räder einer Schwimmbadabdeckung in rillenförmigen Vertiefungen eines Stützteils aus Beton oder Stein. Ein laufruhiges Führen der Abdeckung ist hierdurch nicht realisierbar.

[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile zu beseitigen. Aufgabe ist es insbesondere, eine Führungsschiene zu schaffen, welche die Befestigung an den Beckenrändern verbessert und/oder eine größere Laufruhe gewährleistet.

[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Führungsschiene für ein Abdeckelement einer Schwimmbeckenabdeckung, eine Schwimmbeckenabdeckung, eine Verwendung einer Führungsschiene und ein Verfahren zum Befestigen einer Führungsschiene mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.

[0007] Vorgeschlagen wird eine Führungsschiene für ein Abdeckelement einer Schwimmbeckenabdeckung mit einem Führungsabschnitt zum Abstützen und Führen des Abdeckelements entlang einer Führungsrichtung und mit einem dem Führungsabschnitt gegenüberliegenden Verbindungsabschnitt zum Verbinden der Führungsschiene an einem entlang eines Schwimmbeckens verlaufenden Beckenrand.

[0008] Als Abdeckelement ist hierbei ein Element zu verstehen, welches das Schwimmbecken je nach Bedarf abdecken oder freigeben kann. Hierfür ist das Abdeckelement derart ausgebildet, dass es das Schwimmbecken in einer ersten Position freigibt und in einer zweiten Position bedeckt. Die erste Position ist dabei in Führungsrichtung von der zweiten Position beabstandet. Als Beckenrand ist die Umrandung des Schwimmbeckens zu verstehen. Der Beckenrand kann beispielsweise aus Keramik, Naturstein, Beton, Holz, WPC oder Pflastersteinen bestehen.

[0009] Der Abstand des Abdeckelements in eine Hochrichtung zum Beckenrand bleibt meist konstant. So kann bei einem mit Wasser gefüllten Schwimmbecken mit Hilfe des in zweiter Position befindlichen Abdeckelements verhindert werden, dass Verunreinigungen, beispielsweise Laub oder Insekten, ins Wasser gelangen. Ebenso kann das in zweiter Position befindliche Abdeckelement als Einsturzsicherung insbesondere für Kinder und in einer begehbaren Ausführung als Terrasse dienen. Befindet sich das Abdeckelement in der ersten Position, so ist das Schwimmbecken zur Benutzung freigegeben.

[0010] Um von der ersten Position in die zweite Position oder umgekehrt zu gelangen, wird das Abdeckelement durch den Führungsabschnitt der Führungsschiene abgestützt und geführt. Hierbei kann das Abdeckelement beispielsweise Laufrollen aufweisen, welche entlang des Führungsabschnitts in Führungsrichtung rollen können. Um die Führungsschiene ortsfest zu befestigen, ist diese mittels des Verbindungsabschnitt am Beckenrand angeordnet.

[0011] Erfindungsgemäß weist der Verbindungsabschnitt wenigstens einen Befestigungssteg zum Einführen der Führungsschiene in eine nach oben offene Befestigungsnut im Beckenrand auf, wobei der Führungsabschnitt im in die Befestigungsnut eingeführten Zustand nach oben über den Beckenrand hinausragt. Mit dem Begriff nach oben ist dabei die Hochrichtung zu verstehen, welche vom Beckenrand zum Abdeckelement führt. Somit ragt der Führungsabschnitt im in die Befestigungsnut eingeführten Zustand in Hochrichtung über den Beckenrand hinaus. Der Befestigungssteg hat zusätzlich die Aufgabe, die Führungsschienen, insbesondere beim Einbau, in der nach oben offenen Befestigungsnut zu positionieren und/oder zu zentrieren. Der Verbindungsabschnitt ist hierbei zum Beckenrand gerichtet und schafft dadurch die ortsfeste Anordnung der Führungsschiene. Zum Führen und Abstützen des Abdeckelements ist der Führungsabschnitt somit zum Abdeckelement gerichtet.

[0012] Ist der Befestigungssteg in die Befestigungsnut eingeführt, ragt lediglich der Führungsabschnitt nach oben über den Beckenrand hinaus. Der Befestigungssteg erstreckt sich im eingeführten Zustand vorzugsweise vollständig in der Befestigungsnut. So erstreckt sich der Führungsabschnitt oberhalb des Beckenrands. Dies vereinfacht das Abrollen der Laufrollen des Abdeckelements entlang des Führungsabschnitts in Führungsrichtung. Zusätzlich führt dies zu einer möglichst geringen Störkontur durch die Führungsschiene auf dem Beckenrand, wodurch das Verletzungsrisiko, beispielsweise durch Stolpern, verringert wird. Es ist daher besonders bevorzugt, dass der Führungsabschnitt das einzige Element der Führungsschiene ist, das eine Höhenerstreckung über den Beckenrand hinaus aufweist.

[0013] Durch das Abdeckelement wird vor allem die Gewichtskraft, insbesondere das Eigengewicht des Abdeckelements und der ggf. darauf befindlichen Gegenstände, auf die Führungsschiene übertragen. Neben der Gewichtskraft kann zusätzlich eine durch äußere Einflüsse erzeugte Querkraft auf die Führungsschiene wirken. Die Gewichtskraft und die Querkraft können zum Großteil vom Verbindungsabschnitt auf den Beckenrand übertragen und so abgeleitet werden. Dadurch kann eine möglichst die verschiedenen Kräfte aufnahmefähige Befestigung der Führungsschiene am Beckenrand ermöglicht werden.

[0014] Vorzugsweise ist die maximale Breite des Führungsabschnitts im Querschnitt gesehen größer als die maximale Breite des Befestigungsstegs. Bevorzugt ragt hierbei der Führungsabschnitt zu beiden Seiten über den Befestigungssteg hinaus. Der Befestigungssteg kann somit relativ schmal ausgeführt sein, so dass auch dementsprechend die Befestigungsnut mit nur wenig Materialabtrag im Beckenrand hergestellt werden muss. Der Führungsabschnitt hingegen ist demgegenüber breiter ausgeführt und kann somit die Kräfte der Schwimmbadabdeckung großflächiger ableiten.

[0015] Vorteilhaft ist es, wenn der Verbindungsabschnitt wenigstens eine, vorzugsweise eben ausgeführte, Auflagefläche zur Auflage der Führungsschiene auf dem Beckenrand aufweist, wobei der Befestigungssteg von der wenigstens einen Auflagefläche absteht. So kann die Gewichtskraft in großen Teilen von der wenigstens einen Auflagefläche über den Beckenrand abgeleitet werden. Die Querkraft kann zum Großteil vom Befestigungssteg auf die Befestigungsnut des Beckenrands übertragen und so abgeleitet werden. Durch die vorgeschlagene Bauart des Verbindungsabschnitts sind die durch die Gewichtskraft und/oder die Querkraft eingebrachten Momente in die Führungsschiene gering. Dadurch kann die Führungsschiene mit hoher Gewichtseinsparung ausgeführt werden.

[0016] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn die wenigstens eine Auflagefläche eben ausgeführt ist. Dadurch ist eine ebene Auflage der Führungsschiene auf dem Beckenrand und somit eine homogene Krafteinleitung realisierbar. Zusätzlich dazu kann durch die ebene Auflagefläche vermieden werden, dass die Auflagefläche vom Beckenrand in Hochrichtung absteht. So kann das Verletzungsrisiko weiter verringert werden.

[0017] Als eben ausgeführte Auflagefläche ist eine Auflagefläche zu verstehen, die plan bzw. ungekrümmt ausgebildet ist. Hierbei kann die wenigstens eine Auflagefläche einen Auflagewinkel zur Hochrichtung bzw. zu einer Symmetrieebene der Führungsschiene aufspannen, der vorzugsweise kleiner oder gleich 90° ist. Bei der vorteilhaften Ausführung einer ebenen bzw. planen Auflagefläche mit einem 90°-Auflagewinkel zur Hochrichtung liegt diese plan bzw. flächig auf dem Beckenrand auf, wenn dieser auch eben ausgeführt ist und in einer horizontalen Ebene verläuft. So kann die Krafteinleitung in den Beckenrand gleichmäßig über die flächig am Beckenrand aufliegende Auflagefläche erfolgen.

[0018] Ist der Auflagewinkel kleiner als 90°, so ist zwischen der Auflagefläche und dem Beckenrand ein Hohlraum gebildet. Die Auflagefläche muss in diesem Fall nicht eben ausgeführt sein. Der Hohlraum ist beispielsweise mittels eines Klebstoffs befüllbar, sodass die Auflagefläche mittelbar über den Klebstoff am Beckenrand aufliegt. Wird ein Klebstoff in die Befestigungsnut eingebracht und anschließend der Befestigungssteg eingeführt, so kann beispielsweise überschüssiger Klebstoff in den Hohlraum gelangen und so zur Befestigung der Führungsschiene am Beckenrand beitragen. Es sind weiterhin Ausführungsformen möglich, bei denen der Auflagewinkel größer als 90° beträgt und der somit ebenfalls entstehende Hohlraum zwischen Auflagefläche und Beckenrand mit Klebstoff oder einer anderen Fugenmasse gefüllt ist.

[0019] Auch ist es vorteilhaft, wenn die Auflagefläche unmittelbar an den Führungsabschnitt und/oder an den Befestigungssteg angrenzt. So kann eine kompakte Bauweise der Führungsschiene gewährleistet werden.

[0020] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn der Führungsabschnitt gekrümmt ausgebildet ist und mit der Auflagefläche einen Winkel aufspannt, welcher kleiner oder gleich 90° ist. So kann das Verletzungsrisiko weiter minimiert werden, da der Führungsabschnitt dann eine flachere Ausgestaltung aufweist und somit weniger steil vom Beckenrand absteht.

[0021] Vorteile bringt es mit sich, wenn der Verbindungsabschnitt zwei Auflageflächen aufweist und der Befestigungssteg zwischen den beiden Auflageflächen verläuft. Dadurch kann das durch Querkräfte eingebrachte Moment auf beiden Seiten des Befestigungsstegs durch die Auflageflächen abgestützt werden. Zusätzlich dazu ist eine optisch ansprechendere Positionierung der Führungsschiene realisierbar, da die Befestigungsnut im Beckenrand durch die Auflageflächen verdeckt werden kann. Ferner wird die Gewichtskraft auf beiden Seiten des Befestigungsstegs über die zwei Auflageflächen abgeleitet.

[0022] Auch ist es vorteilhaft, wenn der Querschnitt der Führungsschiene zu einer Symmetrieebene symmetrisch ausgebildet ist. Die Symmetrieebene erstreckt sich hierbei zweckmäßigerweise in Hochrichtung. Dadurch kann eine symmetrische Aufnahme der Kräfte, insbesondere der Gewichtskräfte und/oder der Querkräfte, gewährleistet werden. Zusätzlich dazu muss, insbesondere während der Montage der Führungsschiene, nicht darauf geachtet werden, welche der beiden Auflageflächen näher am Schwimmbecken angeordnet ist. So kann eine fehlerhafte Montage der Führungsschiene vermieden werden.

[0023] Vorteilhaft ist es zudem, wenn der Querschnitt der Führungsschiene entlang der Führungsrichtung konstant bleibt. Dadurch kann eine einfachere und/oder günstigere Herstellung der Führungsschiene gewährleistet werden. Zudem können hierbei beispielsweise Halbzeuge oder Normteile zur Herstellung der Führungsschienen zum Einsatz kommen.

[0024] Ebenso ist es vorteilhaft, wenn die Führungsschiene als Vollprofil ausgebildet ist. Da die Führungsschiene durch die Gewichtskraft des Abdeckelements vornehmlich auf Druck belastet wird, kann durch die Ausbildung als Vollprofil der notwendige Bauraum möglichst geringgehalten und effizient genutzt werden. Zudem erleichtert die Ausbildung als Vollprofil die Herstellung der Führungsschiene.

[0025] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der Führungsabschnitt gekrümmt ist, vorzugsweise konvex verrundet und insbesondere eine teilkreisförmige Kontur aufweist. Ist der Führungsabschnitt gekrümmt, so ist eine möglichst laufruhige Führung des Abdeckelements entlang der Führungsrichtung gewährleistet. Eine konvexe Verrundung des Führungsabschnitts gewährleistet zusätzlich, dass sich keine Verunreinigungen und/oder Wasser auf der Führungsschiene sammeln. So ist die gleichmäßige Führung stets gewährleistet. Durch die teilkreisförmige Kontur kann darüber hinaus das Verletzungsrisiko minimiert werden, da der Führungsabschnitt dann keine scharfen Ecken und Kanten aufweist, die vom Beckenrand abstehen würden.

[0026] Auch ist es vorteilhaft, wenn die Führungsschiene aus einem korrosionsfreien Material, insbesondere Aluminium und/oder Kunststoff, besteht. Das Wasser im Schwimmbecken kann einen hohen Chlorgehalt aufweisen, was eine hohe Korrosionsgefahr für metallische Werkstoffe bedingt. So besteht, insbesondere durch den hohen Chlorgehalt, auch eine Korrosionsgefahr von einigen niedriglegierten Stählen. Durch den Einsatz von korrosionsfreiem Material, insbesondere Aluminium oder Kunststoff, kann Korrosion vermieden werden. Ebenso ist es vorstellbar, dass die Führungsschiene aus zwei unterschiedlichen korrosionsfreien Materialien, insbesondere Aluminium und Kunststoff besteht. So kann, insbesondere für eine laufruhige Führung des Abdeckelements, der Führungsabschnitt aus Kunststoff und, insbesondere für eine steifere Befestigung, der Verbindungsabschnitt aus Aluminium bestehen.

[0027] Die Erfindung betrifft ferner eine Schwimmbeckenabdeckung mit wenigstens zwei Führungsschienen, die an sich gegenüberliegenden Beckenrändern eines Schwimmbeckens angeordnet sind, und einem auf den Führungsschienen entlang einer Führungsrichtung geführten Abdeckelement. Die Führungsschienen sind gemäß der vorangegangenen Beschreibung ausgebildet, wobei die genannten Merkmale einzeln oder in beliebiger Kombination vorhanden sein können.

[0028] Vorteilhaft ist es, wenn das Abdeckelement für jede der Führungsschienen wenigstens zwei, insbesondere vier, Laufrollen zum Abstützen und Bewegen des Abdeckelements entlang der Führungsrichtung aufweist. Dadurch kann das Abdeckelement mit einem möglichst geringen Widerstand entlang der Führungsrichtung bewegt, insbesondere gerollt, werden.

[0029] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn jede der Laufrollen wenigstens einen Anlageabschnitt zur Anlage an den jeweiligen Führungsabschnitt der Führungsschienen aufweist, wobei der Anlageabschnitt gekrümmt, vorzugsweise konkav verrundet ist. So kann das Abdeckelement durch den Anlageabschnitt auf den Führungsschienen abgestützt, geführt und bewegt werden. Der Querschnitt des Anlageabschnitts ist vorteilhafterweise korrespondierend, insbesondere mit entsprechend negativer Kontur, zum Führungsabschnitt der Führungsschienen ausgebildet. So kann eine möglichst gleichmäßige Bewegung des Abdeckelements gewährleistet werden.

[0030] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die sich gegenüberliegenden Beckenränder jeweils eine nach oben offene Befestigungsnut zum Einführen des Befestigungsstegs und zum Befestigen der jeweiligen Führungsschiene aufweisen. Dies schafft eine einfache Positionierung beim Einbau der Führungsschienen sowie eine aufnahmefähige Befestigung der Führungsschienen in den Beckenrändern.

[0031] Auch ist es vorteilhaft, wenn in jeder der Befestigungsnuten ein Klebstoff zum Befestigen jeder der Führungsschienen, insbesondere mittels deren Auflageflächen und/oder Befestigungsstege, am jeweiligen Beckenrand eingebracht ist. Durch die Befestigung mittels Klebstoff kann eine aufnahmefähige Befestigung der Führungsschienen an den Beckenrändern gewährleistet werden, welche zudem wenig kostenintensiv und unter geringem Arbeitsaufwand realisierbar ist.

[0032] Des Weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung einer wie vorbeschriebenen Führungsschiene zum Führen eines Abdeckelements einer Schwimmbeckenabdeckung. Hierbei ist die Führungsschiene in eine nach oben offene Befestigungsnut in einem Beckenrand des abzudeckenden Schwimmbeckens eingebracht, wobei der Führungsabschnitt der Führungsschiene, und vorzugsweise lediglich dieser, im in die Befestigungsnut eingeführten Zustand nach oben über den Beckenrand hinausragt.

[0033] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Befestigen einer Führungsschiene nach der vorangegangenen Beschreibung an einem Beckenrand eines Schwimmbeckens. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine nach oben offene Befestigungsnut in einem Beckenrand erstellt, vorzugsweise mittels Fräsen. Optional wird Klebstoff in diese Befestigungsnut eingebracht. Die Führungsschiene wird dann mittels ihres Befestigungsstegs in der Befestigungsnut eingesetzt und - falls Kleber verwendet wird - dort verklebt. Hierbei ragt, vorzugsweise ausschließlich, der Führungsabschnitt der Führungsschiene nach oben über den Beckenrand des Schwimmbeckens hinaus.

[0034] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1
eine schematische Schnittdarstellung eines Teilbereichs ei-ner Schwimmbeckenabdeckung,
Figur 2
eine schematische Stirnansicht einer Führungsschiene,
Figur 3a
eine schematische Draufsicht einer Schwimmbeckenabde-ckung mit einem Abdeckelement in einer ersten Position ge-mäß einem Ausführungsbeispiel und
Figur 3b
eine schematische Draufsicht einer Schwimmbeckenabde-ckung mit einem Abdeckelement in einer zweiten Position gemäß einem Ausführungsbeispiel ähnlich der Figur 3a.


[0035] Figur 1 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung eines Teilbereichs einer Schwimmbeckenabdeckung 1. Dieser Teilbereich stellt einen Beckenrand 2 mit einer Führungsschiene 3 und einen Teil eines Schwimmbeckens 4 dar. Bei einer kompletten Darstellung einer erfindungsgemäßen Schwimmbeckenabdeckung 1 sind wenigstens zwei erfindungsgemäße Führungsschienen 3 an sich gegenüberliegenden Beckenrändern 2 des Schwimmbeckens 4 angeordnet. Das Schwimmbecken 4 kann mit Wasser, welches insbesondere einen hohen Chlorgehalt aufweist, gefüllt sein. Dadurch kann die Führungsschiene 3 einer sehr hohen Korrosionsgefahr ausgesetzt sein. Um hierbei die Korrosion der Führungsschiene 3 zu vermeiden, ist diese aus einem korrosionsfreien Material, insbesondere Aluminium und/oder Kunststoff, gebildet.

[0036] Der Beckenrand 2 weist eine nach oben offene Befestigungsnut 5 zur Befestigung der Führungsschiene 3 auf, die beispielsweise in den Beckenrand 2 gefräst ist. Hierfür weist die Führungsschiene 3 im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Auflageflächen 6 zur Auflage auf dem Beckenrand 2 und einen Befestigungssteg 7 zum Einführen, Positionieren und/oder Befestigen in der Befestigungsnut 5 des Beckenrands 2 auf. Die Auflageflächen 6 und der Befestigungssteg 7 bilden einen Verbindungsabschnitt 8 der Führungsschiene 3 mit dem Beckenrand 2. Der Verbindungsabschnitt 8 ist dem Beckenrand 2 zugewandt. Die Führungsschiene 3 ist mittels des Befestigungsstegs 7 in die Befestigungsnut 5 eingeführt bzw. eingedrückt.

[0037] In der Befestigungsnut 5 ist ein Klebstoff 9 zur Verbindung der Führungsschiene 3 mit dem Beckenrand 2 eingebracht. Der Klebstoff 9 verbindet im gezeigten Ausführungsbeispiel den Befestigungssteg 7 mit der Befestigungsnut 5. Der Klebstoff 9 kann, wie hier dargestellt, lediglich einen Teilbereich der Befestigungsnut 5 füllen oder alternativ den gesamten Raum zwischen der Befestigungsnut 5 und dem Befestigungssteg 7 ausfüllen. Ebenso ist es möglich, dass zusätzlich die Auflageflächen 6 mit Hilfe des Klebstoffs 9 auf den Beckenrand 2 geklebt sind. Die Auflageflächen 6 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel eben bzw. plan ausgeführt. Da auch der Beckenrand 2 eben ausgeführt ist, liegen die Auflageflächen 6 plan bzw. flächig auf dem Beckenrand 2 auf.

[0038] Gegenüberliegend zum Verbindungsabschnitt 8 weist die Führungsschiene 3 einen Führungsabschnitt 10 auf. Der Führungsabschnitt 10 ist somit dem Beckenrand 2 abgewandt und ragt nach oben über den Beckenrand 2 hinaus. Nach oben ist dabei eine Hochrichtung HR zu verstehen, welche vom Beckenrand 2 zu einem Abdeckelement 11 führt. Aufgrund der flächigen Anlage der Auflageflächen 6 am Beckenrand 2 schließt der Führungsabschnitt 10 im in die Befestigungsnut 5 eingeführten Zustand im Wesentlichen direkt an den Beckenrand 2 an. Auf dem Führungsabschnitt 10 der Führungsschiene 3 ist das Abdeckelement 11 abgestützt und in eine Führungsrichtung FR geführt. Die Führungsrichtung FR zeigt im dargestellten Ausführungsbeispiel in die Blattebene hinein. Der Führungsabschnitt 10 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel konvex verrundet und weist eine teilkreisförmige Kontur auf.

[0039] Das Abdeckelement 11 kann eine erste Position und eine zweite Position (sowie Zwischenpositionen zwischen der ersten und der zweiten Position) einnehmen. Im in der Figur 1 dargestellten Fall bedeckt das Abdeckelement 11 das Schwimmbecken 4, ist also in der zweiten Position angeordnet. Die beiden Positionen sind in den Figuren 3a und 3b genauer dargestellt und beschrieben.

[0040] Um das Abdeckelement 11 mit einem möglichst geringen Widerstand entlang der Führungsrichtung FR auf dem Führungsabschnitt 10 der Führungsschiene 3 abzustützen und zu führen, weist das Abdeckelement 11 auf jeder seiner sich gegenüberliegenden, entlang der Führungsschienen laufenden Seiten wenigstens zwei Laufrollen 12 auf. Wie bereits beschrieben, zeigt das dargestellte Ausführungsbeispiel lediglich einen Teilbereich, so dass lediglich eine Laufrolle 12 dargestellt ist. Die erfindungsgemäße Schwimmbeckenabdeckung 1 weist wenigstens zwei, insbesondere vier, Laufrollen 12 auf. Die dargestellte Laufrolle 12 weist einen Anlageabschnitt 13 zur Anlage an den Führungsabschnitt 10 der Führungsschiene 3 auf. Der Anlageabschnitt 13 ist passend zum Führungsabschnitt 10 ausgebildet, dementsprechend vorliegend konkav verrundet. Durch den Anlageabschnitt 13 kann das Abdeckelement 11 somit mit großer Laufruhe auf der Führungsschiene 3 abrollen und geführt werden.

[0041] Die Führungsschienen 3 und die Laufrollen 12 sind hierbei symmetrisch zu einer Symmetrieebene 14 ausgebildet. Die Symmetrieebene 14 erstreckt sich in Hochrichtung HR. Zur einfachen Herstellung ist der Querschnitt der Führungsschienen 3 zusätzlich entlang der Führungsrichtung FR konstant. Darüber hinaus sind die Führungsschienen 3 bevorzugt als Vollprofile ausgebildet.

[0042] Für eine übersichtlichere Darstellung sind im gezeigten Ausführungsbeispiel die Laufrolle 12 und somit das Abdeckelement 11 vom Beckenrand 2 und der Führungsschiene 3 mit Abstand gezeichnet. Bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der Schwimmbeckenabdeckung 1 liegt der Anlageabschnitt 13 auf dem Führungsabschnitt 10 auf.

[0043] Figur 2 zeigt eine schematische Stirnansicht des Querschnitts einer Führungsschiene 3. Die Führungsschiene 3 ist hierbei gemäß der Figur 1 ausgebildet, ist aber in der Figur 2 zum Zwecke einer besseren Übersichtlichkeit isoliert dargestellt. Wie der Figur 2 zu entnehmen ist, weist die Führungsschiene 3 die zwei Auflageflächen 6 und den dazwischen abstehenden Befestigungssteg 7 auf, welche zusammen den Verbindungsabschnitt 8 bilden. Demgegenüber ist der Führungsabschnitt 10 angeordnet. Zusätzlich dazu ist die Führungsschiene 3 im Querschnitt symmetrisch zur Symmetrieebene 14 ausgebildet. Zur einfachen Herstellung ist der Querschnitt der Führungsschiene 3 zusätzlich entlang der Führungsrichtung FR konstant.

[0044] Die Auflageflächen 6 grenzen unmittelbar an den Führungsabschnitt 10 und den Befestigungssteg 7 an und verbinden diese miteinander. Darüber hinaus spannt der Führungsabschnitt 10 - genauer: dessen Tangente an der Übergangskante zwischen Führungsabschnitt 10 und Auflagefläche 6 - mit jeder der beiden Auflageflächen 6 einen Winkel 15 auf, der kleiner oder gleich 90° ist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Winkel 15 kleiner als 90°. Dadurch ist der Führungsabschnitt 10 relativ flach ausgestaltet, wodurch das Verletzungsrisiko, insbesondere durch Stolpern, deutlich verringert ist.

[0045] Die Auflageflächen 6 sind, ähnlich zum Ausführungsbeispiel der Figur 1 eben ausgeführt. Hierbei spannt jede der Auflageflächen 6 einen Auflagewinkel 16 zur Symmetrieebene 14 bzw. mit der Hochrichtung HR, die in Figur 1 gezeigt ist, auf. Die beiden Auflagewinkel 16 betragen im gezeigten Ausführungsbeispiel 90°, wodurch die Auflagefläche 6 eben bzw. plan ausgebildet ist, und auf einem ebenfalls ebenen Beckenrand 2, welcher in Figur 1 dargestellt ist, plan aufliegen kann. Ebenso ist es möglich, dass der Auflagewinkel 16 kleiner als 90° ist, so dass ein Hohlraum unterhalb der Auflagefläche 6 resultiert, der beispielsweise mit einem Kleber gefüllt werden kann. In diesem Fall kann die Auflagefläche 6 auch gekrümmt verlaufen, da eine plane Anlage der Auflagefläche 6 auf dem Beckenrand 2 nicht realisiert wird.

[0046] Die Figuren 3a und 3b zeigen jeweils eine schematische Draufsicht einer Schwimmbeckenabdeckung 1 mit einem Abdeckelement 11 in erster und zweiter Position. Die erste Position ist dabei in Führungsrichtung FR von der zweiten Position beabstandet. In den gezeigten Ausführungsbeispielen der Figuren 3a und 3b weist die Schwimmbeckenabdeckung 1 zwei Führungsschienen 3 auf, die an sich gegenüberliegenden Beckenrändern 2 des Schwimmbeckens 4 angeordnet sind. In den gezeigten Ausführungsbeispielen der Figuren 3a und 3b sind die Führungsschienen 3 lediglich schematisch dargestellt. Die Führungsschienen 3 können hierbei wie in Figur 1 dargestellt ausgebildet sein.

[0047] Das in Figur 3b in zweiter Position dargestellte Abdeckelement 11 kann in Führungsrichtung FR in die erste Position, welche in Figur 3a dargestellt ist, gebracht werden. Hierfür können, wie in der Figur 1 dargestellt, Laufrollen 12 über deren Anlageabschnitt 13 auf dem Führungsabschnitt 10 der jeweiligen Führungsschiene 3 geführt und abgestützt werden.

[0048] Die erste Position des Abdeckelements 11 gibt das Schwimmbecken 4 zur Benutzung frei. So kann das Schwimmbecken 4 zum Schwimmen oder für Wasserspiele benutzt werden. Die zweite Position des Abdeckelements 11 bedeckt das Schwimmbecken 4 und verhindert somit, dass Verunreinigungen, beispielsweise Laub und Insekten, ins Wasser gelangen. Ebenso kann das Abdeckelement 11 in zweiter Position betreten werden und zudem das Hineinfallen von Personen, insbesondere von Kindern, vermeiden. Um das Schwimmbecken 4 komplett vom Abdeckelement 11 freizugeben, erstrecken sich die Führungsschienen 3 in Führungsrichtung FR wenigstens über die doppelte Länge des Abdeckelements 11.

[0049] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine Kombination der Merkmale, auch wenn diese in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dargestellt und beschrieben sind.

Bezugszeichenliste



[0050] 
1
Schwimmbeckenabdeckung
2
Beckenrand
3
Führungsschiene
4
Schwimmbecken
5
Befestigungsnut
6
Auflagefläche
7
Befestigungssteg
8
Verbindungsabschnitt
9
Klebstoff
10
Führungsabschnitt
11
Abdeckelement
12
Laufrollen
13
Anlageabschnitt
14
Symmetrieebene
15
Winkel
16
Auflagewinkel
FR
Führungsrichtung
HR
Hochrichtung



Ansprüche

1. Führungsschiene (3) für ein Abdeckelement (11) einer Schwimmbeckenabdeckung (1),

mit einem Führungsabschnitt (10) zum Abstützen und Führen des Abdeckelements (11) entlang einer Führungsrichtung (FR) und

mit einem dem Führungsabschnitt (10) gegenüberliegenden Verbindungsabschnitt (8) zum Verbinden der Führungsschiene (3) an einem entlang eines Schwimmbeckens (4) verlaufenden Beckenrand (2),

dadurch gekennzeichnet,

dass der Verbindungsabschnitt (8) wenigstens einen Befestigungssteg (7) zum Einführen der Führungsschiene (3) in eine nach oben offene Befestigungsnut (5) im Beckenrand (2) aufweist, wobei der Führungsabschnitt (10) im in die Befestigungsnut (5) eingeführten Zustand nach oben über den Beckenrand (2) hinausragt.


 
2. Führungsschiene (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Breite des Führungsabschnitts (10) im Querschnitt gesehen größer ist als die maximale Breite des Befestigungsstegs (7).
 
3. Führungsschiene (3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (8) wenigstens eine, vorzugsweise eben ausgeführte, Auflagefläche (6) zur Auflage der Führungsschiene (3) auf dem Beckenrand (2) aufweist, wobei der Befestigungssteg (7) von der wenigstens einen Auflagefläche (6) absteht.
 
4. Führungsschiene (3) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Auflagefläche (6) unmittelbar an den Führungsabschnitt (10) und/oder an den Befestigungssteg (7) angrenzt.
 
5. Führungsschiene (3) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (10) gekrümmt ausgebildet ist und mit der Auflagefläche (6) einen Winkel (15) aufspannt, welcher kleiner oder gleich 90° ist.
 
6. Führungsschiene (3) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (8) zwei Auflageflächen (6) aufweist und der Befestigungssteg (7) zwischen den beiden Auflageflächen (6) verläuft.
 
7. Führungsschiene (3) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsabschnitt (10) gekrümmt ist, vorzugsweise konvex verrundet und insbesondere eine teilkreisförmige Kontur aufweist.
 
8. Führungsschiene (3) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (3) aus einem korrosionsfreien Material, insbesondere Aluminium und/oder Kunststoff, besteht.
 
9. Schwimmbeckenabdeckung (1)

mit wenigstens zwei Führungsschienen (3), die an sich gegenüberliegenden Beckenrändern (2) eines Schwimmbeckens (4) angeordnet sind, und

einem auf den Führungsschienen (3) entlang einer Führungsrichtung (FR) geführten Abdeckelement (11),

dadurch gekennzeichnet,

dass die Führungsschienen (3) nach einem der vorangegangenen Ansprüche ausgebildet sind.


 
10. Schwimmbeckenabdeckung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (11) für jede der Führungsschienen (3) wenigstens zwei Laufrollen (12) zum Bewegen des Abdeckelements (11) entlang der Führungsrichtung (FR) aufweist.
 
11. Schwimmbeckenabdeckung (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Laufrollen (12) wenigstens einen Anlageabschnitt (13) zur Anlage an die jeweiligen Führungsabschnitte (10) der Führungsschienen (3) aufweist, wobei der Anlageabschnitt (13) gekrümmt, vorzugsweise konkav verrundet ist.
 
12. Schwimmbeckenabdeckung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die sich gegenüberliegenden Beckenränder (2) jeweils eine nach oben offene Befestigungsnut (5) zum Einführen des Befestigungsstegs (7) und zum Befestigen der jeweiligen Führungsschiene (3) aufweisen.
 
13. Schwimmbeckenabdeckung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder der Befestigungsnuten (5) ein Klebstoff (9) zum Befestigen jeder der Führungsschienen (3), insbesondere mittels deren Auflageflächen (6) und/oder Befestigungsstege (7), am jeweiligen Beckenrand (2) eingebracht ist.
 
14. Verwendung einer Führungsschiene (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die in eine nach oben offene Befestigungsnut (5) in einem Beckenrand (2) eines Schwimmbeckens eingebracht ist, zum Führen eines Abdeckelements (11) einer Schwimmbeckenabdeckung (1), wobei der Führungsabschnitt (10) der Führungsschiene (3), vorzugsweise ausschließlich, im in die Befestigungsnut (5) eingeführten Zustand nach oben über den Beckenrand (2) hinausragt.
 
15. Verfahren zum Befestigen einer Führungsschiene (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 an einem Beckenrand (2) eines Schwimmbeckens (4), wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:

- Erstellen, vorzugsweise Fräsen, einer nach oben offenen Befestigungsnut (5) im Beckenrand (2);

- optionales Einbringen eines Klebstoffs (9) in die Befestigungsnut (5); und

- Einführen des Befestigungsstegs (7) der besagten Führungsschiene (3) in die Befestigungsnut (5), wobei der Führungsabschnitt (10) der Führungsschiene (3), und vorzugsweise nur dieser, im in die Befestigungsnut (5) eingeführten Zustand nach oben über den Beckenrand (2) hinausragt.


 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente