[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen und ein Verfahren
zum Stapeln von Wertscheinen in einem Aufnahmebereich der Vorrichtung zur Handhabung
von Wertscheinen.
[0002] Um Wertscheine in einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen zu speichern
werden diese in Aufnahmebereichen der Vorrichtung gestapelt. Um ein schnelles Füllen
und/oder Leeren der Vorrichtung mit Wertscheinen zu ermöglichen, sind die Aufnahmebereiche
üblicherweise in auswechselbaren Geldkassetten angeordnet. Diese Geldkassetten und/oder
Aufnahmebereiche sind jeweils für die Größe einer bestimmten Denomination eines Wertscheins
einer Währung optimiert. Damit können nur Wertscheine einer Denomination und damit
einer Größe in der jeweiligen Geldkassette und/oder Aufnahmebereich sicher aufgenommen
werden.
[0003] Um Wertscheine verschiedener Größen in einer Vorrichtung speichern zu können umfassen
Vorrichtungen üblicherweise mehrere Aufnahmebereiche, jeweils für Wertscheine einer
Größe. Allerdings verringert das die Flexibilität große Mengen von verschieden großen
Wertscheinen in einer Vorrichtung zu speichern, insbesondere wenn der Bauraum bei
kleineren Vorrichtungen begrenzt ist.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung eine Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen und
ein Verfahren zum Stapeln von Wertscheinen in einem Aufnahmebereich der Vorrichtung
anzugeben, so dass Wertscheine verschiedener Größen in demselben Aufnahmebereich sicher
gestapelt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Die Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen nach Anspruch 1 umfasst mindestens
einen Aufnahmebereich, in dem mehrere Wertscheine aufnehmbar sind, wobei aus einem
Transportpfad einzeln zugeführte Wertscheine mit Hilfe einer Stapeleinheit in dem
Aufnahmebereich zu einem Wertscheinstapel stapelbar sind und in dem Aufnahmebereich
Wertscheine parallel zu einer Breite des Aufnahmebereichs und entlang einer Stapelrichtung
stapelbar sind. Dabei ist die Breite eines kleinsten zu stapelnden Wertscheins kleiner
als die Breite eines größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins. Weiterhin
umfasst die Vorrichtung eine Wertscheinausrichteinheit, die zumindest die Wertscheine
zumindest quer zu einer Transportrichtung der Wertscheine ausrichtet, die in den Aufnahmebereich
zu transportieren sind und deren Breite kleiner ist als die Breite des größten im
Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins, wobei die Wertscheinausrichteinheit die
Wertscheine deren Breite kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheins quer zu der Transportrichtung so ausrichtet, dass sie in
einem gestapelten Zustand außermittig links oder außermittig rechts jeweils entlang
der Stapelrichtung angeordnet sind, und dass bei einer Vielzahl an gestapelten Wertscheinen
der Wertscheinstapel entlang der Stapelrichtung eine im Wesentlichen gleichmäßige
Verteilung von Wertscheinen hat, die außermittig links und außermittig rechts angeordnet
sind. Außermittig angeordnete Wertscheine sind so angeordnet, dass der Abstand zwischen
dem Wertschein und einer Begrenzungswand des Aufnahmebereichs in Richtung der Breite
des Aufnahmebereichs auf einer Seite größer ist als auf der anderen Seite. Dadurch
wird erreicht, dass Wertscheine unterschiedlicher Größe besonders stabil in einem
Aufnahmebereich einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen gespeichert werden
können und bei Bedarf wieder sicher aus dem Aufnahmebereich entnommen werden können.
Weiterhin ist der Wertscheinstapel dadurch seitlich besonders stabil gelagert und
ein Verschieben des Wertscheinstapels wird zumindest reduziert, insbesondere während
eines Transports.
[0007] Es ist vorteilhaft, wenn die Stapelrichtung entlang einer Länge des Aufnahmebereichs
oder einer Höhe des Aufnahmebereichs verläuft. Dadurch wird erreicht, dass die Wertscheine
besonders einfach in der Vorrichtung gestapelt werden können und der Aufnahmebereich
in einer geeigneten Position in der Vorrichtung angeordnet sein kann.
[0008] Es ist vorteilhaft, wenn der Aufnahmebereich der Aufnahmebereich einer Geldkassette
ist. Dadurch wird erreicht, dass die Wertscheine der Vorrichtung besonders schnell
und einfach zugeführt und wieder entnommen werden können.
[0009] Es ist vorteilhaft, dass die Wertscheinausrichteinheit im Transportpfad angeordnet
ist. Dadurch wird erreicht, dass die Wertscheine kontinuierlich und besonders effizient
ausgerichtet werden können.
[0010] Es ist vorteilhaft, wenn in dem Aufnahmebereich Wertscheine unterschiedlicher Größe
aufnehmbar sind. Dadurch wird eine besonders flexible Speicherung von Wertscheinen
erreicht.
[0011] Es ist vorteilhaft, wenn in dem Aufnahmebereich Wertscheine mit mindestens zwei unterschiedlichen
Breiten stapelbar sind. Dadurch wird erreicht, dass Wertscheine unterschiedlicher
Denominationen besonders effizient gestapelt werden können.
[0012] Es ist vorteilhaft, wenn einzelne Wertscheine einer Breite, die kleiner ist als die
Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins, im Aufnahmebereich
abwechselnd entweder außermittig rechts oder außermittig links angeordnet sind. Dadurch
wird erreicht, dass der Wertscheinstapel besonders stabil im Aufnahmebereich gestapelt
ist.
[0013] Es ist vorteilhaft, wenn eine voreingestellte Anzahl aufeinanderfolgender Wertscheine
einer Breite, die kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren
Wertscheins, im Aufnahmebereich entweder außermittig rechts oder außermittig links
angeordnet sind, und dass eine voreingestellte Anzahl weiterer aufeinanderfolgender
Wertscheine einer Breite, die kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheins, im Aufnahmebereich entweder außermittig links oder außermittig
rechts angeordnet sind. Dadurch wird erreicht, dass die Wertscheine besonders sicher
und effizient gestapelt werden.
[0014] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die voreingestellte Anzahl einen Wert im Bereich
von 2 bis 10 hat, insbesondere einen Wert im Bereich von 2 bis 4 hat. Dadurch wird
erreicht, dass der Wertscheinstapel besonders stabil ist.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn jeder Wertschein in dem Wertscheinstapel breiter ist als
die Hälfte der Breite des Aufnahmebereichs. Dadurch wird erreicht, dass die Wertscheine
besonders gut stapelbar sind.
[0016] Es ist vorteilhaft, wenn die Breite des Aufnahmebereichs breiter ist als die Breite
des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins, insbesondere um 1% bis 10%
breiter ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins,
vorzugsweise um 2% bis 5% breiter. Dadurch wird erreicht, dass die zu stapelnden Wertscheine
besonders sicher und reproduzierbar gestapelt werden können.
[0017] Es ist vorteilhaft, wenn die Wertscheinausrichteinheit nur die Wertscheine außermittig
ausrichtet, die kleiner sind als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren
Wertscheins, insbesondere um 3% bis 70% kleiner sind, als die Breite des größten im
Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins, vorzugsweise um 5% bis 30% kleiner sind.
Bei anderen Ausführungsformen werden nur die Wertscheine ausgerichtet, die um 2% bis
25% kleiner sind, oder die um 3% bis 6% kleiner sind. Dadurch wird erreicht, dass
die Wertscheine im Aufnahmebereich besonders effizient gestapelt werden.
[0018] Es ist vorteilhaft, wenn die Wertscheinausrichteinheit die größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheine mittig ausrichtet. Dadurch wird erreicht, dass die Wertscheine
besonders effizient gestapelt werden.
[0019] Es ist vorteilhaft, wenn die Wertscheine in dem Wertscheinstapel unmittelbar hintereinander
angeordnet sind. Dadurch wird erreicht, dass der Wertscheinstapel in dem Aufnahmebereich
stabil gelagert ist.
[0020] Bei dem Verfahren zum Stapeln von Wertscheinen in einem Aufnahmebereich einer Vorrichtung
zur Handhabung von Wertscheinen, sind in dem Aufnahmebereich mehrere Wertscheine aufnehmbar.
Aus einem Transportpfad werden einzeln zugeführte Wertscheine mit Hilfe einer Stapeleinheit
in dem Aufnahmebereich zu einem Wertscheinstapel gestapelt. In dem Aufnahmebereich
werden Wertscheine parallel zu einer Breite des Aufnahmebereichs und entlang einer
Stapelrichtung gestapelt, wobei die Breite eines kleinsten zu stapelnden Wertscheins
kleiner ist als die Breite eines größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins.
Mit Hilfe einer Wertscheinausrichteinheit werden zumindest die Wertscheine zumindest
quer zu einer Transportrichtung der Wertscheine ausgerichtet, die in den Aufnahmebereich
transportiert werden und deren Breite kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheins. Mit Hilfe der Wertscheinausrichteinheit werden die Wertscheine,
deren Breite kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren
Wertscheins, quer zu der Transportrichtung so ausgerichtet, dass sie beim Stapeln
außermittig links oder außermittig rechts jeweils entlang der Stapelrichtung angeordnet,
und dass bei einer Vielzahl an gestapelten Wertscheinen der Wertscheinstapel entlang
der Stapelrichtung eine im Wesentlichen gleichmäßige Verteilung von Wertscheinen hat,
die außermittig links oder außermittig rechts angeordnet sind. Dadurch wird erreicht,
dass Wertscheine unterschiedlicher Größe besonders stabil in einem Aufnahmebereich
und besonders flexibel in einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen gespeichert
werden können. Durch das Verfahren werden die gleichen Vorteile erreicht, wie durch
die Vorrichtung nach Anspruch 1. Ferner kann das Verfahren in gleicher Weise weitergebildet
werden wie zuvor für die Vorrichtung beschrieben, insbesondere durch die in den abhängigen
Ansprüchen angegebenen Merkmale.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung, welche
in Verbindung mit den beigefügten Figuren Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen;
- Fig. 2a
- eine schematische Draufsicht eines Aufnahmebereichs einer Geldkassette mit einem ersten
Wertscheinstapel;
- Fig. 2b
- eine schematische Draufsicht des Aufnahmebereichs der Geldkassette mit einem zweiten
Wertscheinstapel; und
- Fig. 2c
- eine schematische Draufsicht des Aufnahmebereichs der Geldkassette mit einem dritten
Wertscheinstapel.
[0023] In Figur 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung 100 zur Handhabung
von Wertscheinen dargestellt. Die Vorrichtung 100 dient sowohl der Einzahlung von
Wertscheinen durch eine Bedienperson als auch der Auszahlung von Wertscheinen an eine
Bedienperson und wird auch als Recyclinggeldautomat bezeichnet. Alternativ kann die
Vorrichtung 100 auch ausschließlich der Auszahlung von Wertscheinen oder der Einzahlung
von Wertscheinen dienen. Des Weiteren kann die Vorrichtung 100 ein automatisches Kassensystem,
wie eine Self-Checkout Kasse oder eine sogenannte automatische Tresorkasse, sein.
[0024] Die Vorrichtung 100 umfasst einen Tresor 10, in dem vier Geldkassetten 12a bis 12d
angeordnet sind und der die Geldkassetten 12a bis 12d vor einem unautorisierten Zugriff,
insbesondere vor Diebstahl und vor Manipulationsversuchen, schützt. Der Tresor 10
hat eine Tresortür 34, die über eine Schließeinheit 36 geöffnet und verschlossen werden
kann. Die Geldkassetten 12a bis 12d sind im Tresor 10 jeweils in einem Aufnahmefach
32a bis 32d angeordnet. Die Geldkassetten 12a bis 12d sind im Ausführungsbeispiel
nach Figur 1 horizontal in der Vorrichtung 100 angeordnet. In anderen Vorrichtungen
zur Handhabung von Wertscheinen können alternativ die Geldkassetten 12a bis 12d vertikal
angeordnet sein.
[0025] Die Geldkassetten 12a bis 12d können aus der Vorrichtung 100 entnommen werden und
dienen zur Aufbewahrung und zum Transport von Wertscheinen, insbesondere von Banknoten
und/oder Schecks. Die Geldkassetten 12a bis 12d umfassen einen Aufnahmebereich, in
dem Wertscheine in Form eines Stapels abgelegt werden können. Einer dieser Stapel
ist in der Geldkassette 12a beispielhaft angedeutet. Einer der Wertscheine dieses
Wertscheinstapels ist beispielsweise mit dem Bezugszeichen 13 bezeichnet. In der in
Figur 1 gezeigten Betriebsposition der Geldkassetten 12a bis 12d sind die Wertscheine
13 in den Geldkassetten 12a bis 12d auf einer ihrer Kanten, vorzugsweise auf einer
ihrer Längskanten, stehend angeordnet. Wertscheinstapel mit unterschiedlich angeordneten
Wertscheinen 13 werden weiter unten für Figur 2a bis 2c näher erläutert.
[0026] Jede Geldkassette 12a bis 12d hat jeweils eine Öffnung zum Zuführen von Wertscheinen
13 und zur Entnahme von Wertscheinen 13. Vor der Öffnung einer Geldkassette 12a bis
12d ist jeweils eine Vereinzelungs- und Stapeleinheit 14a bis 14d angeordnet, mit
deren Hilfe zum einen Wertscheine 13 den Geldkassetten 12a bis 12d zugeführt werden
können und zum anderen in den Geldkassetten 12a bis 12d aufbewahrte Wertscheine 13
von den in die Geldkassetten 12a bis 12d jeweils aufgenommenen Wertscheinstapel vereinzelt
und der Geldkassette 12a bis 12d entnommen werden können. Vor jeder Vereinzelungs-
und Stapeleinheit 14a bis 14d ist jeweils eine Weiche 16a bis 16d angeordnet, mit
deren Hilfe ein den Geldkassetten 12a bis 12d zuzuführender Wertschein 13 aus dem
Transportpfad 18 abgezweigt und derjenigen Vereinzelungs- und Stapeleinheit 14a bis
14d zugeführt wird, die vor derjenigen Geldkassette 12a bis 12d angeordnet ist, in
die der Wertschein 13 transportiert werden soll.
[0027] Ebenso dienen die Weichen 16a bis 16d dem Transport von den Geldkassetten 12a bis
12d entnommenen Wertscheinen 13 zum Transportpfad 18. Der Tresor 10 hat ferner eine
Öffnung 20, durch die entlang des Transportpfads 18 transportierte Wertscheine 13
in den Tresor 10 hinein bzw. aus dem Tresor 10 heraus transportierbar sind.
[0028] Ferner umfasst die Vorrichtung 100 ein Ein- und Ausgabefach 22 über das einzuzahlende
Wertscheine 13 von einer Bedienperson in die Vorrichtung 100 eingegeben und auszuzahlende
Wertscheine 13 an eine Bedienperson ausgegeben werden können. Bei einem reinen Auszahlungsgeldautomaten
erfolgt über das Ein- und Ausgabefach 22 lediglich die Auszahlung von Wertscheinen
13, bei einem reinen Einzahlungsgeldautomaten erfolgt über das Ein- und Ausgabefach
22 lediglich die Einzahlung von Wertscheinen 13.
[0029] Die über das Ein- und Ausgabefach 22 eingezahlten Wertscheine 13 werden vereinzelt
und entlang des Transportpfads 24 einzeln einer Lese- und Wertscheinausrichteinheit
26 zugeführt. Mit Hilfe der Einheit 26 kann die Echtheit, der Nominalwert und/oder
die Seriennummer jedes eingezahlten Wertscheins 13 ermittelt werden. Außerdem kann
mit Hilfe der Einheit 26 jeder Wertschein 13 quer zu einer Transportrichtung der Wertscheine
ausgerichtet werden. Die Transportrichtung wird dabei von dem Transportpfad 18, 24
vorgegeben, wobei im Ausführungsbeispiel die Wertscheine 13 im Transportpfad 18, 24
so transportiert werden, dass ihre Längskanten quer zur Transportrichtung ausgerichtet
sind. Insbesondere werden die Wertscheine 13 ausgerichtet, die in eine der Geldkassetten
12a bis 12d transportiert werden.
[0030] Alternativ oder zusätzlich können die Wertscheine 13 von einer oder mehreren separaten
Wertscheinausrichteinheiten an einer oder mehreren Stellen entlang des Transportpfads
18, 24 ausgerichtet werden.
[0031] Weiterhin können eingezahlte und/oder auszuzahlende Wertscheine 13 in einem Zwischenspeicher
30 zwischengespeichert werden. Insbesondere kann der Zwischenspeicher 30 für die Auszahlung
nicht geeignete Wertscheine 13 und/oder eingezahlte von der Leseeinheit 26 als nicht
echt identifizierte Wertscheine 13 oder von einer Bedienperson nicht entnommene Wertscheine
13 zwischenspeichern.
[0032] Figuren 2a bis 2c zeigen schematische Draufsichten eines Aufnahmebereichs einer ersten
Geldkassette 12e mit verschiedenen Wertscheinstapeln. Die Geldkassette 12e in Figur
2a bis 2c entspricht im Aufbau den Geldkassetten 12a bis 12d in Figur 1. Die Geldkassette
12e ist jeweils mit einem mehrere Wertscheine 13 umfassenden Wertscheinstapel 42,
44, 48 zumindest teilweise gefüllt. Die Wertscheine 13 der Wertscheinstapel 42, 44,
48 sind in dem Aufnahmebereich in unterschiedlichen Formationen gestapelt. Die Wertscheine
13 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel Euro-Banknoten. Euro-Banknoten mit unterschiedlichen
Nennwerten haben verschiedene Größen. Insbesondere die Breite der Banknoten unterscheidet
sich, wobei sich die Breite der Banknoten bei Banknoten mit höherem Nennwert jeweils
schrittweise vergrößert. Beispielsweise hat eine aktuelle 5 Euro Banknote eine Breite
von 120 mm bei einer Länge von 62 mm. Eine aktuelle 1000 Schweizer Franken Banknote
hat eine Breite von 158 mm bei einer Länge von 70 mm. Bei anderen Ausführungsformen
können auch Banknoten anderer Währungen, z.B. US-Dollar in den Geldkassetten 12a bis
12e gespeichert werden.
[0033] Figuren 2a und 2b zeigen die Geldkassette 12e mit ersten Banknoten 38 mit einem ersten
Nennwert. Die Breite der Banknoten 38 ist dabei kleiner als die Breite des Aufnahmebereichs
der Geldkassette 12e. Beispielsweise ist bei einer maximalen Breite einer Banknoten
38 von 200 mm eine Breite des Aufnahmebereichs von 210 mm vorzusehen. In beiden Figuren
2a, 2b sind die Banknoten 38 entweder außermittig rechts oder außermittig links zu
einer Mittelachse 40 der Geldkassette 12e angeordnet.
[0034] In Figur 2a ist ein erster Wertscheinstapel 42 dargestellt, in dem abwechselnd jeweils
eine erste Banknote 38 außermittig links oder außermittig rechts angeordnet ist.
[0035] Figur 2b zeigt einen zweiten Wertscheinstapel 44, bei dem zwei aufeinanderfolgende
erste Banknoten 38 abwechselnd entweder außermittig links oder außermittig rechts
angeordnet sind.
[0036] Eine außermittig angeordnete Banknote ist so angeordnet, dass sie nicht mittig, d.h.
nicht zentriert, zur Mittellinie 40 angeordnet ist, sondern die Mitte der Breite der
Banknoten 38 entweder links oder rechts der Mittelinie 40 angeordnet ist.
[0037] Im Ausführungsbeispiel werden Wertscheine 13 während des Transports entlang der Transportpfade
18, 24 durch die Lese- und Wertscheinausrichteinheit 26 ausgerichtet, so dass sie
von der Stapeleinheit 14a bis 14d entweder außermittig links, außermittig rechts oder
mittig zu einem Wertscheinstapel gestapelt werden.
[0038] Außerdem sind die Banknoten 38 unmittelbar hintereinander in Stapelrichtung angeordnet
und bilden so jeweils einen Wertscheinstapel 42, 44. Die Stapelrichtung verläuft entlang
der Länge des Aufnahmebereichs und die Banknoten 38 sind quer zur Länge des Aufnahmebereichs
angeordnet. Damit verläuft die Stapelrichtung auch entlang der Mittellinie 40.
[0039] Weiterhin ist es möglich, den ersten Wertscheinstapel 42 mit dem zweiten Wertscheinstapel
44 zu kombinieren. Somit werden beispielsweise zwei erste Wertscheine 38 außermittig
links gestapelt, gefolgt von einem einzelnen ersten Wertschein 38 der außermittig
rechts gestapelt wird, wiederum gefolgt von zwei weiteren außermittig links gestapelten
Wertscheinen 38.
[0040] Figur 2c zeigt die Geldkassette 12e mit ersten Banknoten 38 mit dem ersten Nennwert
und zweiten Banknoten 46 mit einem zweiten Nennwert. Die zweiten Banknoten 46 sind
im Ausführungsbeispiel die größten aufnehmbaren Wertscheine 13 des Aufnahmebereichs
der Geldkassette 12e. Zusammen mit mehreren der ersten Banknoten 38 bilden die zweiten
Banknoten 46 einen dritten Wertscheinstapel 48.
[0041] Die ersten Banknoten 38 sind in dem dritten Wertscheinstapel 48 entweder außermittig
links oder außermittig rechts angeordnet. Zusätzlich sind zweite Banknoten 46 mit
den ersten Banknoten 38 mittig in der Geldkassette angeordnet. Die ersten Banknoten
38 sind dabei nicht regelmäßig außermittig links oder außermittig rechts angeordnet,
sondern nur im Wesentlichen gleichmäßig außermittig rechts oder außermittig links
angeordnet. Das heißt, dass die ersten Banknoten 38 über den gesamten Wertscheinstapel
48, oder einen Teil des Wertscheinstapels 48, gleichmäßig außermittig rechts oder
außermittig links angeordnet sind, so dass höchstens zehn aufeinanderfolgende Banknoten
38 außermittig links oder außermittig rechts angeordnet sind, vorzugsweise höchstens
vier, insbesondere zwei, Banknoten 38.
[0042] Weiterhin ist es möglich, dass in einer Geldkassette 12a bis 12e Banknoten mit mehr
als zwei Nennwerten gestapelt werden. Insbesondere ist es möglich, dass Banknoten
aller Nennwerte einer Währung in einer Geldkassette 12a bis 12e gestapelt werden.
Auch in diesem Fall werden die Banknoten gleichmäßig außermittig links oder außermittig
rechts angeordnet, deren Breite kleiner ist, als die Breite einer größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Banknote.
[0043] Die oben genannten Wertscheinstapel 42, 44, 48 sind sowohl in horizontalen Geldkassetten
12a bis 12d als auch in vertikalen Geldkassetten 12a bis 12d stapelbar und sortierbar.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 100
- Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen
- 10
- Tresor
- 12a-12e
- Geldkassette
- 13
- Wertschein
- 14a-14d
- Stapel-/ Vereinzelungseinheit
- 16a-16d
- Weiche
- 18
- Transportpfad
- 20
- Öffnung im Tresor
- 22
- Ein-/ Ausgabefach
- 24
- Transportpfad
- 26
- Lese- und Wertscheinausrichteinheit
- 28
- Steuereinheit
- 30
- Zwischenspeicher
- 32a-32d
- Aufnahmefach
- 34
- Tresortür
- 36
- Schließeinheit
- 38
- Erste Banknote
- 40
- Mittelachse der Geldkassette
- 42
- Erster Wertscheinstapel
- 44
- Zweiter Wertscheinstapel
- 46
- Zweite Banknote
- 48
- Dritter Wertscheinstapel
1. Vorrichtung zur Handhabung von Wertscheinen,
mit mindestens einem Aufnahmebereich, in dem mehrere Wertscheine (13) aufnehmbar sind,
wobei aus einem Transportpfad (18, 24) einzeln zugeführte Wertscheine (13) mit Hilfe
einer Stapeleinheit (14a-14d) in dem Aufnahmebereich zu einem Wertscheinstapel (42,
44, 48) stapelbar sind,
wobei in dem Aufnahmebereich Wertscheine (13) parallel zu einer Breite des Aufnahmebereichs
und entlang einer Stapelrichtung stapelbar sind,
wobei die Breite eines kleinsten zu stapelnden Wertscheins (13) kleiner ist als die
Breite eines größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins (13),
mit einer Wertscheinausrichteinheit (26), die zumindest die Wertscheine (13) zumindest
quer zu einer Transportrichtung der Wertscheine (13) ausrichtet, die in den Aufnahmebereich
zu transportieren sind und deren Breite kleiner ist als die Breite des größten im
Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins (13), und
wobei die Wertscheinausrichteinheit (26) die Wertscheine (13) deren Breite kleiner
ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins (13) quer
zu der Transportrichtung so ausrichtet, dass sie in einem gestapelten Zustand außermittig
links oder außermittig rechts jeweils entlang der Stapelrichtung angeordnet sind,
und dass bei einer Vielzahl an gestapelten Wertscheinen (13) der Wertscheinstapel
(42, 44, 48) entlang der Stapelrichtung eine im Wesentlichen gleichmäßige Verteilung
von Wertscheinen (13) hat, die außermittig links oder außermittig rechts angeordnet
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelrichtung entlang einer Länge des Aufnahmebereichs oder einer Höhe des Aufnahmebereichs
verläuft.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich der Aufnahmebereich einer Geldkassette (12a-12e) ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wertscheinausrichteinheit (26) im Transportpfad (18, 24) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aufnahmebereich Wertscheine (13) unterschiedlicher Größe aufnehmbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Aufnahmebereich Wertscheine (13) mit mindestens zwei unterschiedlichen Breiten
stapelbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Wertscheine (13) einer Breite, die kleiner ist als die Breite des größten
im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins (13), im Aufnahmebereich abwechselnd entweder
außermittig rechts oder außermittig links angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine voreingestellte Anzahl aufeinanderfolgender Wertscheine (13) einer Breite, die
kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins
(13), im Aufnahmebereich entweder außermittig rechts oder außermittig links angeordnet
sind, und dass eine voreingestellte Anzahl weiterer aufeinanderfolgender Wertscheine
(13) einer Breite, die kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren
Wertscheins (13), im Aufnahmebereich entweder außermittig links oder außermittig rechts
angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die voreingestellte Anzahl einen Wert im Bereich von 2 bis 10 hat, insbesondere einen
Wert im Bereich von 2 bis 4 hat.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Wertschein (13) in dem Wertscheinstapel (42, 44, 48) breiter ist als die Hälfte
der Breite des Aufnahmebereichs.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Aufnahmebereichs breiter ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheins (13), insbesondere um 1% bis 10% breiter ist als die Breite
des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins (13), vorzugsweise um 2% bis
5% breiter.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wertscheinausrichteinheit (26) nur die Wertscheine (13) außermittig ausrichtet,
die kleiner sind als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins
(13), insbesondere um 3% bis 70% kleiner sind als die Breite des größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheins (13), vorzugsweise um 5% bis 30% kleiner.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wertscheinausrichteinheit (26) die größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheine
(13) mittig ausrichtet.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wertscheine (13) in dem Wertscheinstapel (42, 44, 48) unmittelbar hintereinander
angeordnet sind.
15. Verfahren zum Stapeln von Wertscheinen (13) in einem Aufnahmebereich einer Vorrichtung
(100) zur Handhabung von Wertscheinen,
bei dem in dem Aufnahmebereich mehrere Wertscheine (13) aufnehmbar sind,
bei dem aus einem Transportpfad (18, 24) einzeln zugeführte Wertscheine (13) mit Hilfe
einer Stapeleinheit (14a-14d) in dem Aufnahmebereich zu einem Wertscheinstapel (42,
44, 48) gestapelt werden,
bei dem in dem Aufnahmebereich Wertscheine (13) parallel zu einer Breite des Aufnahmebereichs
und entlang einer Stapelrichtung gestapelt werden, wobei die Breite eines kleinsten
zu stapelnden Wertscheins (13) kleiner ist als die Breite eines größten im Aufnahmebereich
aufnehmbaren Wertscheins (13),
bei dem mit Hilfe einer Wertscheinausrichteinheit (26) zumindest die Wertscheine (13)
zumindest quer zu einer Transportrichtung der Wertscheine (13) ausgerichtet werden,
die in den Aufnahmebereich transportiert werden und deren Breite kleiner ist als die
Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins (13), und
bei dem mit Hilfe der Wertscheinausrichteinheit (26) die Wertscheine (13), deren Breite
kleiner ist als die Breite des größten im Aufnahmebereich aufnehmbaren Wertscheins
(13), quer zu der Transportrichtung so ausgerichtet werden, dass sie beim Stapeln
außermittig links oder außermittig rechts jeweils entlang der Stapelrichtung angeordnet
werden, und dass bei einer Vielzahl an gestapelten Wertscheinen (13) der Wertscheinstapel
(42, 44, 48) entlang der Stapelrichtung eine im Wesentlichen gleichmäßige Verteilung
von Wertscheinen (13) hat, die außermittig links oder außermittig rechts angeordnet
sind.