[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Sprinkler für eine Feuerlöschanlage. Der
Sprinkler umfasst einen Sprinklerkörper, in dem ein Löschmittelkanal ausgebildet ist.
In einem Bereitschaftszustand des Sprinklers ist der Auslass des Löschmittelkanals
mit einem Stopfen verschlossen. Der Sprinkler umfasst ein Auswurfelement, um die Auswurfbewegung
des Stopfens zu lenken.
[0002] Bei solchen Sprinklern wird im Falle eines Brandes der Löschmittelkanals durch Entfernen
des Stopfens freigegeben, so dass Löschmittel austreten und gegen den Brand wirken
kann. Vor der Auslassöffnung des Löschmittelkanals ist typischerweise ein Sprühteller
angeordnet, mit dem das austretende Löschmittel in geeigneter Weise umgelenkt und
verteilt wird. Für einen zuverlässigen Löschvorgang muss der Stopfen so von der Auslassöffnung
des Löschmittelkanals entfernt werden, dass die Ausbreitung des Löschmittels nicht
durch den Stopfen behindert wird.
[0003] Im Bereitschaftszustand kann der Stopfen durch ein Auslöseelement entgegen einem
in dem Löschmittelkanal anliegenden Überdruck in Position gehalten werden, so dass
der Stopfen den Löschmittelkanal abdichtet. Beim Auslösen des Sprinklers gibt das
Auslöseelement den Stopfen frei, so dass der Stopfen unter dem Einfluss des in dem
Löschmittelkanal anliegenden Überdrucks aus dem Löschmittelkanal herausgedrückt wird.
[0004] Der Stopfen soll nach dem Auslösen des Sprinklers vollständig aus dem Bereich des
Sprinklers entfernt werden, weil anderenfalls der Löschvorgang beeinträchtigt werden
könnte. Würde beispielsweise der Stopfen sich zwischen dem Löschmittelkanal und dem
Sprühteller festsetzen, so würde das austretende Löschmittel auf den Stopfen anstatt
auf den Sprühteller treffen und das Löschmittel würde unkontrolliert umgelenkt.
[0005] Um die Richtung der Auswurfbewegung des Stopfens nach dem Auslösen des Sprinklers
zu kontrollieren, kann zwischen dem Stopfen und dem Sprinklerkörper ein Auswurfelement
angeordnet sein, mit dem die Bewegung des Stopfens gelenkt wird. Bekannt sind Sprinkler,
bei denen das Auswurfelement den Stopfen entlang einer bogenförmigen Bahn lenkt. Die
bogenförmige Bahn ergibt sich daraus, dass das Gegenlager des Sprinklerkörpers eine
Schwenkachse definiert, um die das Auswurfelement während der bogenförmigen Bewegung
des Stopfens geschwenkt wird. Die Schwenkachse ist parallel zu der Ebene des Stopfens
ausgerichtet, so dass die bogenförmige Bewegung des Stopfens im Wesentlichen in einer
Ebene stattfindet, in der auch der Löschmittelkanal sich erstreckt.
[0006] Die mit einem solchen Auswurfelement definierte bogenförmige Bewegung setzt voraus,
dass vor dem Auslass des Löschmittelkanals ausreichend Platz ist. Der Sprühteller
muss also einen bestimmten Mindestabstand zu dem Auslass des Löschmittelkanals haben,
damit der Stopfen nicht an dem Sprühteller anstößt. Einer weiteren Verkleinerung des
Sprinklers, die für manche Anwendungsfälle wünschenswert ist, werden dadurch Grenzen
gesetzt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sprinkler vorzustellen, bei dem der
Stopfen auch dann zuverlässig entfernt werden kann, wenn der Sprinkler eine geringe
Bauhöhe hat. Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Bei dem erfindungsgemäßen Sprinkler steht das Auswurfelement in Eingriff mit dem
Stopfen und mit einem an dem Sprinklerkörper ausgebildeten Gegenlager, um mit einem
Schwenkvorgang die Auswurfbewegung des Stopfens zu lenken. Das Gegenlager definiert
eine Schwenkachse, die mit der Ebene des Stopfens einen Winkel einschließt. Der Stopfen
wird auf diese Weise nach dem Auslösen des Sprinklers entlang einer Bahn bewegt, die
nicht durch eine zu der Ebene des Stopfens parallele Schwenkachse definiert ist. Diese
Bahn benötigt weniger Raum vor der Auslassöffnung des Löschmittelkanals, so dass eine
geringere Bauhöhe des Sprinklers möglich wird.
[0009] Der Stopfen verschließt im Bereitschaftszustand des Sprinklers die Auslassöffnung
des Löschmittelkanals. Als Ebene des Stopfens wird eine Ebene bezeichnet, die mit
dem Löschmittelkanal einen rechten Winkel einschließt. Der Stopfen kann zylinderförmig
ausgebildet sein. Zwischen dem Stopfen und dem Sprinklerkörper kann ein ringförmiges
Dichtungselement angeordnet sein, um die Auslassöffnung des Löschmittelkanals abzudichten.
[0010] Das Auswurfelement kann so gestaltet sein, dass es den Stopfen während der Auswurfbewegung
in einem definierten Abstand zu dem Gegenlager des Sprinklerkörpers hält. Der Abstand
kann fest sein, wenn das Auswurfelement eine feste Länge hat, die sich während der
Auswurfbewegung nicht ändert. Möglich ist auch, dass das Auswurfelement eine Elastizität
aufweist und dass der Abstand sich während der Auswurfbewegung im Rahmen der durch
das Auswurfelement vorgegebenen Elastizität ändert.
[0011] Für die Erfindung ist es nicht erforderlich, dass die durch den Überdruck im Löschmittelkanal
angetriebene Auswurfbewegung des Stopfens präzise kontrolliert wird. Es reicht aus,
dass das Auswurfelement den Stopfen in seitlicher Richtung lenkt und dadurch eine
Kollision mit Elementen des Sprinklers vermeidet. Während der Auswurfbewegung kann
es zu Verformungen des Auswurfelements und sonstigen unkontrollierbaren Einflüssen
kommen, so dass die tatsächliche Bewegungsbahn des Stopfens von der durch die Schwenkachse
definierten Bewegungsrichtung abweicht.
[0012] Das Gegenlager definiert eine Schwenkachse, die mit der Ebene des Stopfens einen
von 0° verschiedenen Winkel einschließt. Insbesondere kann der Winkel zwischen der
Schwenkachse und der Ebene des Stopfens bei mindestens 15°, vorzugsweise bei mindestens
45°, weiter vorzugsweise bei mindestens 60°, weiter vorzugsweise bei etwa 90° liegt.
Das Gegenlager kann so gestaltet sein, dass der Eingriff zwischen dem Auswurfelement
und dem Gegenlager des Sprinklerkörpers während der Auswurfbewegung des Stopfens gelöst
wird.
[0013] Der Sprinkler kann einen Sprühteller umfassen. Der Sprühteller kann vor der Auslassöffnung
des Löschmittelkanals angeordnet sein, so dass aus dem Löschmittelkanal austretendes
Löschmittel auf den Sprühteller trifft und zur Seite umgelenkt wird. Der Sprinkler
kann ein oder mehrere Stege umfassen, die sich zwischen dem Sprinklerkörper und dem
Sprühteller erstrecken und die den Sprühteller in einer definierten Position relativ
zu dem Sprinklerkörper halten. Insbesondere kann der Sprühteller mit zwei Stegen gehalten
werden. Die beiden Stege können in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein, die vorzugsweise
mit der Richtung des Löschmittelkanals zusammenfällt. Der Abstand zwischen dem Stopfen
und dem nächstgelegenen Element des Sprinklers, dass der Auslassöffnung des Löschmittelkanals
gegenüberliegt, kann beispielsweise zwischen 10 mm und 30 mm, vorzugsweise zwischen
15 mm und 25 mm liegen. Dieser Abstand begrenzt den Raum, der für die Auswurfbewegung
des Stopfens zur Verfügung steht.
[0014] Im Bereitschaftszustand des Sprinklers kann zwischen dem Sprühteller und dem Stopfen
ein Auslöseelement angeordnet sein. Der Stopfen kann durch das Auslöseelement in Position
gehalten werden, so dass der Stopfen den Löschmittelkanal dicht verschließt. Das Auslöseelement
kann dazu ausgelegt sein, auf Wärmeeinwirkungen zu reagieren. Beispielsweise kann
das Auslöseelement ein Auslöseelement in Form eines Glasfasses sein, das beispielsweise
eine Flüssigkeit auf Glycerin-Basis mit einer Luftblase enthält. Bei Wärmeeinwirkung
zerspringt das Glasfass durch Ausdehnung der Flüssigkeit und Kompression der Luftblase.
Nach dem Zerspringen des Glasfasses wird der Stopfen durch den im Löschmittelkanal
anliegenden Überdruck aus der Auslassöffnung des Löschmittelkanals herausgedrückt.
Möglich sind auch andere Arten von Auslöseelementen. Beispielsweise kann das Auslöseelement
als Schmelzlot gestaltet sein, das bei Umgebungstemperatur fest ist und unter Wärmeeinwirkung
schmilzt.
[0015] Wenn der Stopfen durch ein Auslöseelement in Position gehalten wird, das sich zwischen
dem Sprühteller und dem Auslöseelement abstützt, entspricht die Länge des Auslöseelements
im Wesentlichen dem Raum, der für die Auswurfbewegung des Stopfens zur Verfügung steht.
Die Länge des Auslöseelements kann beispielsweise zwischen 10 mm und 30 mm, vorzugsweise
zwischen 15 mm und 25 mm liegen. Der Abstand zwischen dem Stopfen und dem nächstgelegenen
Element des Sprinklers, das der Auslassöffnung des Löschmittelkanals gegenüberliegt,
kann dieselben Werte haben.
[0016] Für die Erfindung ist es weiter von Vorteil, wenn das Gegenlager so positioniert
ist, dass es die Auswurfbewegung nicht behindert. Bezogen auf die Achse des Löschmittelkanals
kann das Gegenlager, an dem das Auswurfelement abgestützt ist, eine Winkelposition
haben, die um weniger als 60°, vorzugsweise weniger als 45°, weiter vorzugsweise weniger
als 30° von der Winkelposition eines den Sprühteller haltenden Stegs abweicht. Auf
diese Weise kann zwischen den Stegen ein Auswurfbereich freigehalten werden, in dem
die Auswurfbewegung des Stopfens nicht durch das Gegenlager beeinträchtigt ist. Ein
in dieser Winkelposition angeordnetes Gegenlager hat eigenständigen erfinderischen
Gehalt unabhängig davon, welchen Winkel die mit dem Gegenlager definierte Schwenkachse
hat.
[0017] Der Sprinklerkörper kann aus Metall bestehen. Der Sprinkler Körper kann ein einstückiges
Teil, insbesondere ein Gussteil sein. Das Gegenlager für das Auswurfelement kann als
Vorsprung des Sprinklerkörpers gestaltet sein. Der Sprinklerkörper kann einen einheitlichen
Vorsprung aufweisen, an dem sowohl das Gegenlager ausgebildet ist als auch ein den
Sprühteller haltender Steg befestigt ist.
[0018] Der Stopfen kann mit einer umlaufenden Nut versehen sein. Das Auswurfelement kann
über die Nut mit dem Stopfen in Eingriff stehen. Ein gegenüberliegendes Ende des Auswurfelements
kann an dem Gegenlager anliegen. Die Schwenkachse des Auswurfelements kann durch eine
Fläche des Gegenlagers definiert sein, die im Wesentlichen parallel zu der Richtung
des Löschmittelkanals ausgerichtet ist. Das Gegenlager kann frei von Hinterschneidungen
sein, wenn das Gegenlager aus der Richtung des Sprühtellers betrachtet wird.
[0019] Das Auswurfelement kann als Federelement gestaltet sein. Das Auswurfelement kann
aus einem gebogenen Draht bestehen. Ein erstes Ende des Auswurfelements kann eine
kreisförmig gebogene Form aufweisen, so dass das erste Ende in eine Nut des Stopfens
eingelegt werden kann. Das Auswurfelement kann einen gebogenen Abschnitt aufweisen,
der über das Gegenlager hinweg geführt ist. Ein zweites Ende des Auswurfelements kann
an dem Gegenlager anliegen. In einem Bereitschaftszustand des Sprinklers kann das
Federelement unter Spannung stehen.
[0020] Der Sprinklerkörper kann einen an eine Umfangsfläche eines Rohrs angepassten Anschlussflansch
aufweisen. Wenn der Sprinkler an einem Rohr einer Feuerlöschanlage montiert ist, kann
der Anschlussflansch gegen die Umfangsfläche des Rohrs gespannt sein. Indem der Sprinkler
direkt auf der äußeren Oberfläche des Rohrs aufliegt, kann die Feuerlöschanlage so
gestaltet sein, dass der Sprinkler weniger weit gegenüber dem Rohr vorspringt. Der
Abstand zwischen der Umfangsfläche des Rohrs und der Auslassöffnung des Sprinklers
ist vorzugsweise kleiner als 10 mm, weiter vorzugsweise kleiner als 5 mm, weiter vorzugsweise
kleiner als 3 mm.
[0021] Der Anschlussflansch des Sprinklers kann eine Kontur aufspannen, die einem Umfangsabschnitt
eines Zylinders entspricht. Der Durchmesser des Zylinders kann dem Außendurchmesser
des Rohrs entsprechen, so dass der Anschlussflansch mit einer Auflagefläche flächig
auf der Außenfläche des Rohrs aufliegt. Der Löschmittelkanal des Sprinklers kann rechtwinklig
zu der Achse des Zylinders ausgerichtet sein. Zwischen dem Anschlussflansch und der
Außenwand des Rohrs kann ein Dichtelement angeordnet sein. Das Dichtelement kann die
Form eines Dichtrings haben, der sich um die Öffnung in der Rohrwand herum erstreckt.
[0022] Der Abstand zwischen dem distalen Ende des Sprinklers und der Umfangsfläche des Rohrs
kann bei der erfindungsgemäßen Feuerlöschanlage beispielsweise zwischen 5 mm und 50
mm, vorzugsweise zwischen 10 mm und 40 mm liegen. Der Sprinkler liegt mit einem eine
Einlassöffnung des Sprinklers bildenden Bereich einer Auflagefläche auf der Umfangsfläche
des Rohrs auf. Der Abstand zwischen diesem Bereich der Auflagefläche und dem distalen
Ende des Sprinklers ist folglich entsprechend. Das Rohr kann einen Außendurchmesser
haben, der zwischen 40 mm und 80 mm liegt.
[0023] Es kann ein Befestigungselement vorgesehen sein, um den Anschlussflansch gegen die
Umfangsfläche des Rohrs zu spannen. Das Befestigungselement kann sich um das Rohr
herum erstrecken, so dass das Rohr zwischen dem Spannbügel und dem Sprinkler eingeschlossen
ist.
[0024] Der Sprinklerkörper kann eine Ausnehmung aufweisen, in die ein Ende des Befestigungselements
eingesetzt wird, um das Befestigungselement gegen das Rohr zu spannen. Das Ende des
Befestigungselements kann mit einem Gewinde versehen sein, so dass das Befestigungselement
mit einer Mutter gespannt werden kann. Die Ausnehmung des Sprinklerkörpers kann eine
Bohrung sein, durch die das Ende des Befestigungselements in axialer Richtung eingeführt
wird. Möglich ist auch, dass die Ausnehmung zu einer Seite hin offen ist, so dass
das Befestigungselement mit einer Bewegung in seitliche Richtung in die Ausnehmung
eingesetzt werden kann.
[0025] Insbesondere im Falle einer seitlich offenen Ausnehmung kann es von Vorteil sein,
wenn der Sprinklerkörper mit einem zu der Ausnehmung benachbarten Haltevorsprung ausgestattet
ist, der so angeordnet ist, dass eine auf das Ende des Spannbügels aufgeschraubte
Mutter an dem Haltevorsprung anstößt, wenn der Spannbügel in seitliche Richtung in
Richtung Ausgang der Ausnehmung bewegt wird. Ist der Spannbügel richtig in die Ausnehmung
eingeführt, liegt die Mutter neben dem Haltevorsprung. Die Mutter kann über den Haltevorsprung
hinweg bewegt werden, wenn sie ausreichend weit gelöst ist. Ein Sprinkler mit einem
solchen Haltevorsprung hat eigenständigen erfinderischen Gehalt, unabhängig davon
ob der Sprinkler ein Auswurfelement zwischen dem Stopfen und dem Sprinklerkörper aufweist.
[0026] Die Erfindung betrifft außerdem eine mit einem solchen Sprinkler ausgestattete Feuerlöschanlage.
Ein Anschlussflansch des Sprinklers liegt auf der Außenfläche eines Rohrs der Feuerlöschanlage
auf.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand
vorteilhafter Ausführungsformen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Sprinklers (ohne Federelement);
- Fig. 2:
- eine schematische Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Sprinklers (mit Federelement);
- Fig. 3:
- eine schematische Draufansicht des erfindungsmäßen Sprinklers aus Fig. 1 und 2;
- Fig. 4:
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Sprinklers aus Fig. 1 und 2;
- Fig. 5:
- eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Sprinklers aus Fig. 1 und 2 in
einem montierten Zustand;
[0028] Fig. 1 und 2 zeigen einen erfindungsgemäßen Sprinkler für eine Feuerlöschanlage.
Ein Sprinklerkörper 13 des Sprinklers umfasst einen Löschmittelkanal 14 in Form einer
zylindrischen Bohrung, die sich durch den Sprinklerkörper 13 hindurch erstreckt. In
einem Bereitschaftszustand des Sprinklers ist ein Ende des Löschmittelkanals 14 durch
einen Stopfen 15 verschlossen. In dem Löschmittelkanal 14, der im montierten Zustand
des Sprinklers mit einem Rohr einer Feuerlöschanlage in Verbindung steht, liegt ein
Überdruck an, der gegen den Stopfen 15 wirkt. Der Stopfen 15 wird durch ein Auslöseelement
16 in Form eines Glasfasses so gehalten, dass der Stopfen 15 die Auslassöffnung des
Löschmittelkanals 14 dicht verschließt. Ein zweites Ende des Auslöseelements 16 stützt
sich an einem Sprühteller 17 ab. Der Sprühteller 17 ist über einen ersten Steg 18
und einen zweiten Steg 19 mit dem Sprinklerkörper 13 verbunden.
[0029] Der Stopfen 15 umfasst eine Nut 20, die sich über den Außenumfang des Stopfens 15
erstreckt. Zwischen dem Sprinklerkörper und dem Stopfen ist ein Auswurfelement 21
in Form einer Auswurffeder aus Federdraht angeordnet. Ein erstes Ende 22 des Auswurfelements
21 steht über die Nut 20 in Eingriff mit dem Stopfen 15. Ein zweites Ende 23 des Auswurfelements
21 liegt an einem Gegenlager 24 an, das an dem Sprinklerkörper 13 ausgebildet ist.
Im Bereitschaftszustand des Sprinklers steht das Auswurfelement 21 unter einer Biegespannung.
[0030] Das Gegenlager 24 ist auf dem Sprinklerkörper 13 benachbart zu dem zweiten Steg 19
des Sprühtellers 17 angeordnet. Zwischen dem Gegenlager 24 und dem gegenüberliegenden
ersten Steg 18 ist ein Bereich freigehalten, der für die Auswurfbewegung des Stopfens
zur Verfügung steht. Bezogen auf die Achse 40 des Löschmittelkanals 14 unterscheidet
die Winkelposition des zweiten Stegs 19 sich um weniger als 60° von der Winkelposition
des Gegenlagers 24.
[0031] Durch die bei einem Brand entstehende Wärme zerspringt das Glasfass 16. Der Stopfen
15 wird durch den Überdruck im Löschmittelkanal 14 aus der Auslassöffnung des Löschmittelkanals
14 herausgedrückt und mit einem Impuls in Richtung des Sprühtellers 17 gestoßen. Die
Bewegung des Stopfens 15 wird durch das Auswurfelement 21 zur Seite hin umgelenkt,
wobei die Bewegungsrichtung sich aus der mit dem Gegenlager 24 definierten Schwenkachse
ergibt. Da das Gegenlager 24 ungefähr rechtwinklig zur Ebene 25 des Stopfens 15 ausgerichtet
ist, schließt auch die Schwenkachse einen deutlich von 0° verschiedenen Winkel mit
der Ebene 25 des Stopfens 15 ein.
[0032] Durch die Schwenkbewegung der Auswurffeder 21 vollführt der Stopfen eines Auswurfbewegung,
die sich zwischen dem Gegenlager 24 und dem ersten Steg 18 erstreckt. Eine Kollision
des Stopfens 15 mit dem Sprühteller 17 wird verhindert, obwohl der Abstand zwischen
der Auslassöffnung des Löschmittelkanals 14 und dem Sprühteller kleiner ist als bei
konventionellen Sprinklern.
[0033] Hat die Schwenkbewegung der Auswurffeder 21 einen bestimmten Winkel überschritten,
hat das Gegenlager 24 keine Wirkung mehr und die Auswurffeder 21 entfernt sich zusammen
mit dem Stopfen 15 von dem Sprinkler.
[0034] Das Löschmittel kann aus dem Löschmittelkanal 14 austreten und ungehindert auf den
Sprühteller 17 treffen. Der Sprühteller 17 ist so ausgebildet, dass er die Verteilung
des Löschmittels begünstigt und den Wirkungsbereich des Sprinklers erhöht.
[0035] Fig. 3 zeigt eine schematische Draufansicht des erfindungsgemäßen Sprinklers aus
Fig. 1 und 2. Der Sprinklerkörper 13 ist beidseitig mit jeweils einer zu einer Seite
hin offene Aufnahme 32 für einen Spannbügel 38 versehen. Mit einer Mutter 35 kann
der Spannbügel 38 gespannt werden. An dem Sprinklerkörper 13 ist ein Haltevorsprung
33 ausgebildet, der die Mutter 35 im montierten Zustand in ihrer Position hält und
ein seitliches Herausrutschen des Spannbügels 38 aus der Aufnahme 32 verhindert.
[0036] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Sprinklers. Das
Sprinklerkörper 13, das Gegenlager 24, die Anschlussflansch 31 und die Mutterführung
33 sind als ein metallenes Gussstück ausgebildet. Ebenso ist der Sprühteller 17 zusammen
mit den Stegen 18, 19 als einheitliches Gussstück ausgebildet.
[0037] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Sprinklers in einem
an einem Rohr 37 montierten Zustand. Der Innenraum des Rohrs 37 ist mit Löschmittel
gefüllt und mit der Bohrung 14 des Sprinklerkörpers 13 des Sprinklers verbunden.
[0038] Der Sprinkler ist mittels des Spannbügels 38 an dem Rohr 37 befestigt, wobei die
auf dem Rohr 37 aufliegende Seite des Sprinklerkörpers 13 dem Verlauf der Oberfläche
des Rohrs 37 angepasst ist. Das Ende des Spannbügels 38 wird bei der Montage des Sprinklers
in der Aufnahme 32 des Anschlussflanschs 31 platziert und mit einer Mutter 35 fixiert.
Durch die zu einer Seite hin offene Aufnahme 32 wird es möglich, den Spannbügel 38
mit bereits aufgesetzten Muttern 35 in die Aufnahmen 32 einzusetzen. Durch die Haltevorsprünge
33 wird erreicht, dass der Spannbügel 38 beim Anziehen der Muttern 35 die richtige
Position einnimmt und dass der Spannbügel 38 nicht in seitlicher Richtung aus der
Aufnahme 32 herausrutschen kann.
1. Sprinkler für eine Feuerlöschanlage, mit einem Sprinklerkörper (13), in dem ein Löschmittelkanal
(14) ausgebildet ist, mit einem Stopfen (15), der in einem Bereitschaftszustand des
Sprinklers einen Auslass des Löschmittelkanals (14) verschließt, und mit einem Auswurfelement
(21), wobei das Auswurfelement (21) mit dem Stopfen (15) und mit einem an dem Sprinklerkörper
(13) ausgebildeten Gegenlager (24) in Eingriff steht, um mit einem Schwenkvorgang
die Auswurfbewegung des Stopfens (15) zu lenken, und wobei das Gegenlager (24) eine
Schwenkachse (26) definiert, die mit der Ebene (25) des Stopfens (15) einen Winkel
(39) einschließt.
2. Sprinkler nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (39) zwischen der Schwenkachse (26) und der Ebene (25) des Stopfens (15)
größer ist als 60°.
3. Sprinkler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriff zwischen dem Auswurfelement (21) und dem Gegenlager (24) während der
Auswurfbewegung des Stopfens (15) gelöst wird.
4. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass vor einer Auslassöffnung des Löschmittelkanals (14) ein Sprühteller (17) angeordnet
ist und dass der Abstand zwischen dem Sprühteller (17) und dem Stopfen (15) zwischen
10 mm und 30 mm, vorzugsweise zwischen 15 mm und 25 mm liegt.
5. Sprinkler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Sprühteller (17) und dem Stopfen (15) ein Auslöseelement (16) angeordnet
ist, wobei das Auslöseelement (16) den Stopfen (15) in Position hält, so dass der
Stopfen (15) den Löschmittelkanal (14) dicht verschließt.
6. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenlager (24) bezogen auf die Achse (40) des Löschmittelkanals (14) eine Winkelposition
hat, die mit der Winkelposition eines den Sprühteller (17) haltenden Stegs (19) einen
Winkel (41) einschließt, der kleiner ist als 60°, vorzugsweise kleiner ist als 45°,
weiter vorzugsweise kleiner ist als 30°.
7. Sprinkler nach einem der Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprinklerkörper (13) einen an eine Umfangsfläche eines Rohrs angepassten Anschlussflansch
(42) aufweist.
8. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprinklerkörper (13) als Gussteil ausgebildet ist.
9. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprinklerkörper (13) einen einheitlichen Vorsprung (43) aufweist, an dem das
Gegenlager (24) ausgebildet und an dem ein den Sprühteller (17) haltender Steg (19)
befestigt ist.
10. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenlager aus Richtung des Sprühtellers (17) betrachtet frei von Hinterschneidungen
ist.
11. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswurfelement (21) aus Federdraht geformt ist.
12. Sprinkler nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprinklerkörper (13) mit einer Aufnahme (32) für ein Befestigungselement (38)
ausgestattet ist, wobei die Aufnahme (32) zu einer Seite hin offen ist.
13. Sprinkler nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprinklerkörper (13) mit einem zu der Ausnehmung (32) benachbarten Haltevorsprung
(33) ausgestattet ist, um ein unbeabsichtigtes Lösen des Befestigungselements (38)
aus der Ausnehmung zu verhindern.