Anwendungsgebiet und Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Waschmaschine und ein Verfahren zum Betrieb einer solchen
Waschmaschine.
[0002] Aus der
EP 2559803 A1 ist eine Waschmaschine bekannt, die ein sogenanntes Umflutsystem aufweist. Dabei
wird Wasser auf Wäsche in einer Trommel von oben aufgebracht, um die Wäsche einzuweichen
und in dem Wasser gelöstes Waschmittel aufzubringen, damit es wirken kann. Anders
als bei konventionellen Waschmaschinen wird nicht einfach ein Wasserstand unten in
der Trommel bzw. in einem die Trommel umgebenden Trommelaufnahmebehälter, also dem
sogenannten Sumpf, geregelt. Hierfür benötigt man nämlich sehr viel Wasser, und diese
Menge soll durch ein solches Umflutsystem reduziert werden.
[0003] Aus der
DE 102019205919 A1 ist eine Waschmaschine mit einer speziellen Wasserführung bekannt, in der ein Wasserreservoir
enthalten ist. In diesem Wasserreservoir kann Wasser aus dem Waschverfahren, das nicht
zwingend völlig sauber sein muss, sozusagen zwischengespeichert werden für spätere
Verwendung im Waschverfahren.
[0004] Aus der
DE 102018122474 A1 ist eine Waschmaschine bekannt mit einer drehbaren Trommel in einem Trommelaufnahmebehälter.
Von dem Trommelaufnahmebehälter geht ein Auslass ab, der mittels eines Ventils zu
einer Laugenpumpe führt. Damit kann Wasser aus der Waschmaschine abgepumpt werden.
Des Weiteren ist eine zweite Pumpe Umflutpumpe vorgesehen, mit der Wasser erneut in
die Trommel eingebracht werden kann.
Aufgabe und Lösung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Waschmaschine sowie
ein Verfahren zu deren Betrieb zu schaffen, mit denen Probleme des Standes der Technik
gelöst werden können und es insbesondere möglich ist, dass die Integration einer Pumpe
in eine Waschmaschine verbessert wird.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Waschmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie durch ein Verfahren zu deren Betrieb mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Vorteilhafte
sowie bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren Ansprüche
und werden im Folgenden näher erläutert. Dabei werden manche der Merkmale nur für
die Waschmaschine oder nur für das Verfahren zu deren Betrieb beschrieben. Sie sollen
jedoch unabhängig davon sowohl für eine solche Waschmaschine als auch für ein Verfahren
selbständig und unabhängig voneinander gelten können. Der Wortlaut der Ansprüche wird
durch ausdrückliche Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0007] Die Waschmaschine weist eine drehbare Trommel zur Aufnahme von Wäsche auf. Vorteilhaft
weist die drehbare Trommel eine horizontale Drehachse auf und kann an der Mantelseite
mehrere oder eine Vielzahl von Löchern aufweisen, klein oder groß, wie es insbesondere
aus dem vorgenannten Stand der Technik bekannt ist. Um die Trommel herum ist ein Trommelaufnahmebehälter
vorgesehen, der einen Auslass aufweist. An diesem Auslass oder zusammen mit diesem
Auslass kann ein Sumpf gebildet sein, der aber mit erheblich geringerem Wasserstand
betrieben werden kann beim Waschen als es üblich ist. Vorteilhaft befindet sich bei
einem erfindungsgemäßen Waschverfahren gar kein Wasserstand unten in der Trommel und/oder
im Trommelaufnahmebehälter, das hier angesammelte Wasser läuft zu dem Auslass aus
dem Trommelaufnahmebehälter heraus. Die Waschmaschine weist eine Pumpe auf, um Flüssigkeit
zu pumpen, insbesondere zum Waschen verwendetes Wasser. Die Pumpe weist eine darin
integrierte Heizeinrichtung auf und kann vorteilhaft gemäß der
DE 102011003467 A1 ausgebildet sein.
[0008] An dem Trommelaufnahmebehälter ist eine Einspritzdüse vorgesehen, die Wasser in die
Trommel auf darin befindliche Wäsche einbringt oder spritzt. Die Einspritzdüse liegt
in vertikaler Richtung höher als die Pumpe, vorteilhaft liegt sie relativ weit oben
am Trommelaufnahmebehälter, während die Pumpe tiefer bzw. unterhalb des Trommelaufnahmebehälters
angeordnet sein kann. Das Einspritzen von Wasser in den Trommelaufnahmebehälter und
in die Trommel muss nicht mit besonders hohem Druck erfolgen. Die Reinigungswirkung
wird nicht durch das Auftreffen des Wassers auf die Wäsche mit hoher Geschwindigkeit
erzeugt oder verbessert, das Wasser muss nur in die Trommel auf die Wäsche gelangen.
Hierfür kann vorteilhaft auf bekannte Art und Weise die mindestens eine Einspritzdüse
in der Trommelwandung vorgesehen sein und in Überdeckung mit einem der Löcher in der
Trommel sein zum Einspritzen von Wasser, wie sie vorstehend genannt worden sind. Dies
ist mittels einfacher Sensorik leicht möglich. Zusätzlich oder alternativ kann mindestens
eine Einspritzdüse in der Türöffnung an der Türdichtung für die Trommel oder in deren
Nähe oder an deren Umfang vorgesehen sein, um von vorne durch die übliche vordere
Trommelöffnung Wasser einzuspritzen, vorteilhaft aber immer noch von oben auf die
Wäsche darin.
[0009] Die Waschmaschine weist eine Wasserführung auf mit mehreren Wasserleitungen. Mindestens
eine Wasserleitung verläuft von dem Auslass aus dem Trommelaufnahmebehälter zu der
Pumpe. Mindestens eine weitere Wasserleitung verläuft von der Pumpe zu der Einspritzdüse.
So ist es möglich, das Wasser sozusagen zu zirkulieren, um es also immer wieder mittels
der Pumpe von oben auf die Wäsche aufzubringen, um diese zu befeuchten bzw. um Waschmittel
darauf zu bringen. Dafür kann eben auf den Sumpf unten in der Trommel mit stehendem
Wasser verzichtet werden, wofür eine größere Menge an Wasser einfach zwingend notwendig
ist.
[0010] Ein aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekanntes Wasserreservoir ist vorgesehen
oder angeschlossen zwischen dem Auslass und der Pumpe, das mit der Wasserleitung von
dem Auslass aus dem Trommelaufnahmebehälter hin zu der Pumpe verbunden ist bzw. in
dieser Wasserleitung angeordnet ist. Das Wasserreservoir kann also eine Art Durchgang
für Wasser aus dem Auslass sein, alternativ kann es mit einer abzweigenden Wasserleitung
angebunden sein, die mittels eines Ventils verschlossen werden kann, um das Wasserreservoir
zu füllen oder zu leeren, je nach Bedarf.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass ein Auslass-Ventil in der Wasserleitung von
dem Auslass aus dem Trommelaufnahmebehälter zu der Pumpe vorgesehen ist. Dieses Auslass-Ventil
kann vorteilhaft in einem Wasserweg zwischen dem Auslass und dem Wasserreservoir vorgesehen
sein, unabhängig von der Ausbildung oder der Anbindung des Wasserreservoirs an die
Wasserführung. Vorteilhaft kann damit Wasser je nach Bedarf zum Auslass aus der Trommel
bzw. dem Trommelaufnahmebehälter ausgelassen werden und/oder in das Wasserreservoir
eingebracht werden. Alternativ kann Wasser auch von der Pumpe in das Wasserreservoir
eingebracht werden, entweder auf direktem Weg mittels einer vorgenannten Wasserleitung
oder aber über weitere Wasserleitungen samt Ventilen.
[0012] Des Weiteren ist erfindungsgemäß ein Pumpen-Ventil vorgesehen, das mit einer Wasserleitung
mit einem Pumpenauslass aus der Pumpe verbunden ist, insbesondere mit dem einzigen
Pumpenauslass der Pumpe. Dieses Pumpen-Ventil weist einen Abgang auf, der zu einem
Wasserauslass aus der Waschmaschine führt, insbesondere hin zu einem Abwasseranschluss
für die Waschmaschine. So kann die Pumpe verbrauchtes Wasser ganz aus der Waschmaschine
entfernen. Damit ist es beispielsweise möglich, dass die gesamte Waschmaschine nur
diese eine einzige Pumpe aufweist und keine weitere, insbesondere auch keine Laugenpumpe,
die ansonsten zum Abpumpen von Wasser aus der Waschmaschine hin zu einem Wasserablauf
erforderlich ist.
[0013] Insbesondere ist es somit mit einer erfindungsgemäßen Waschmaschine möglich, Wasser
nicht nur vom Auslass wieder mittels der Einspritzdüse auf die Wäsche zu bringen,
das vorher aus der Wäsche nach unten herausgelaufen ist. Es kann auch Wasser aus dem
Wasserreservoir auf die Wäsche aufgebracht werden, ebenso kann Wasser zuvor in das
Wasserreservoir eingebracht worden sein. Weitere vorteilhafte Möglichkeiten für das
erfindungsgemäße Verfahren werden später im Detail erläutert, zuerst soll der mögliche
konstruktive Aufbau der Waschmaschine beschrieben werden.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Wasserreservoir
näher an der Pumpe als an dem Auslass aus dem Trommelaufnahmebehälter angeordnet ist.
So kann ein kurzer Weg zwischen Wasserreservoir und Pumpe erreicht werden, der beispielsweise
5 cm bis 30 cm beträgt, vorteilhaft 8 cm bis 20 cm. Dies ist insbesondere für ein
schnelles und direktes Abpumpen von Wasser aus dem Wasserreservoir mittels der Pumpe
vorteilhaft.
[0015] In weiterer Ausbildung der Erfindung kann das Wasserreservoir Druckausgleichsmittel
aufweisen, insbesondere ein Überdruckventil in einem oberen Bereich. Alternativ zu
einem Überdruckventil kann hier eine einfache Öffnung vorgesehen sein oder ein mit
dem Wasserreservoir fluidleitend verbundener Druckausgleichsbehälter, der eine flexible
Wandung aufweist. Damit soll das Hineinpumpen und Herauspumpen von Wasser vereinfacht
werden, da das Wasserreservoir ja auch sozusagen nur eine einzige Wasserleitung als
Anschluss aufweisen kann. Wegen Luft im Wasserreservoir sollte weder ein starker Unterdruck
noch ein starker Überdruck entstehen, so dass vor allem die Luft durch ein Überdruckventil
oder eine Öffnung entweichen kann oder einströmen kann, je nach Bedarf.
[0016] Vorteilhaft kann das Pumpen-Ventil in der Wasserleitung von der Pumpe zu der Einspritzdüse
angeordnet sein, wobei es einen Abgang zu der Einspritzdüse aufweist. Es kann höher
als die halbe Höhe in vertikaler Richtung zwischen Pumpe und Einspritzdüse angeordnet
sein, bevorzugt also näher an der Einspritzdüse als an der Pumpe in vertikaler Richtung
gesehen. Besonders vorteilhaft kann ein Abstand des Pumpen-Ventils zu der Einspritzdüse
5 cm bis 30 cm aufweisen, vorzugsweise 10 cm bis 20 cm. Somit weist die Wasserleitung
zwischen Pumpe und Pumpen-Ventil eine größere Länge auf, vorteilhaft 20 cm bis 100
cm, besonders vorteilhaft 30 cm bis 70 cm. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert
für eine sehr vorteilhafte Funktion des Waschverfahrens.
[0017] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Pumpen-Ventil ein Drei-Wege-Ventil
und weist einen Zugang und zwei Abgänge auf. Ein Abgang des Pumpen-Ventils verläuft
zu dem Wasserauslass aus der Waschmaschine, wie eingangs erläutert. Der Zugang verläuft
zu der Pumpe bzw. eine Wasserleitung von der Pumpe führt zu dem Zugang. Ein weiterer
Abgang des Pumpen-Ventils führt, wie zuvor dargelegt, zu der Einspritzdüse.
[0018] Für die Einspritzdüse ist vorteilhaft vorgesehen, dass sie relativ weit oben am Trommelaufnahmebehälter
bzw. an der Trommel angeordnet ist. Sie sollte auf Höhe mindestens des oberen Drittels
der Trommel angeordnet sein, besonders vorteilhaft mindestens des oberen Zehntels
der Trommel. Eine bevorzugte Anordnung der Einspritzdüse ist auf einer Höhe oberhalb
der Trommel, insbesondere am höchsten Punkt des Trommelaufnahmebehälters. Von diesem
Punkt aus hat die Einspritzdüse auch den besten Spritzwinkel für Wasser auf Wäsche,
die sich an unterschiedlicher Stelle bzw. mit unterschiedlicher Verteilung in der
Trommel befindet. Es kann eine einzige Einspritzdüse für die gesamte Waschmaschine
vorgesehen sein, also mit nur einer einzigen Öffnung. Alternativ können mehrere Einspritzdüsen
vorgesehen sein, beispielsweise verteilt in horizontaler Richtung von einem hinteren
Bereich der Trommel über einen mittleren Bereich zu einem vorderen Bereich der Trommel.
Dann muss eine Einspritzdüse nicht in beliebige Richtung bewegbar sein, sondern kann
nur entlang einer Achse bewegbar sein oder Wasser verteilt auf Wäsche in der Trommel
spritzen.
[0019] Es ist möglich, mittels mehrerer Ventile, insbesondere hinter dem Pumpen-Ventil,
das Wasser gezielt zu einer oder mehreren der Mehrzahl von Einspritzdüsen zu führen.
Dies kann dann von Vorteil sein, wenn eine genaue Lokalisation von Wäsche in der Trommel
möglich ist und erfolgt ist.
[0020] In Ausgestaltung der Erfindung kann das Wasserreservoir ein Volumen aufweisen, das
größer ist als das Volumen der Wasserleitungen samt der Pumpe zwischen Wasserreservoir
und einem in der Wasserleitung zwischen Pumpe und Einspritzdüse angeordneten Ventil,
insbesondere also des Pumpen-Ventils. Somit kann mindestens das gesamte Wasser, das
zwischen Wasserreservoir und dem Pumpen-Ventil enthalten ist, in das Wasserreservoir
eingebracht werden bzw. darin angeordnet sein. Vorteilhaft kann das Volumen 50 % bis
200 % größer sein. Das Wasserreservoir kann unter Umständen ein Volumen von 0,5 l
bis 3 l aufweisen, insbesondere 0,8 l bis 1,5 l. So ist es möglich, dass die Pumpe
eine gewisse Menge an Wasser, insbesondere das gesamte Wasser in der Wasserleitung
zwischen Pumpe und Pumpen-Ventil oder Einspritzdüse, nach oben durch die Einspritzdüse
auf die Wäsche bringt. Hierfür muss die Pumpe ja Wasser nachziehen können, das dann
auch aus dem Wasserreservoir kommen kann. Dies ist vor allem vorteilhaft bei Aufbringen
von mittels der Heizeinrichtung erhitztem Wasser auf die Wäsche. Es kann nicht unbedingt
davon ausgegangen werden, dass zum Auslass aus dem Trommelaufnahmebehälter gleichzeitig
so viel Wasser nachläuft hin zur Pumpe, dass diese das Wasser sozusagen in einem kontinuierlichen
Kreislauf pumpen kann.
[0021] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann ein Wasserauslass aus der Waschmaschine
direkt von dem Wasserreservoir ausgehen und ohne Zwischenschaltung der Pumpe oder
allgemein einer Pumpe sein. Ein solcher Wasserauslass kann auch zu einem Abfluss geführt
sein, also aus der Waschmaschine heraus. Hierfür kann eine Wasserleitung mit einer
Ventileinrichtung am Wasserreservoir vorgesehen sein. Damit ist beispielsweise eine
restlose Entleerung des Wasserreservoirs möglich, beispielsweise auch wenn dieses
an einem tieferen Punkt in der Waschmaschine angeordnet ist als die Pumpe selbst.
So kann beispielsweise eine Pumpe entleert werden in das Wasserreservoir, vorteilhaft
einfach durch Herauslaufen des Wassers. Dieses Restwasser kann dann mittels des Wasserauslasses
aus dem Wasserreservoir und aus der gesamten Waschmaschine ausgelassen werden. Auch
dies ermöglicht den Verzicht auf eine zusätzliche Laugenpumpe.
[0022] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betrieb einer vorbeschriebenen Waschmaschine
wird als erster Schritt eine bestimmte Wassermenge in der Wasserführung von der Pumpe
aus dem Wasserreservoir in die Wasserleitung zwischen Pumpe und Einspritzdüse gepumpt,
und zwar bis zu einer vordefinierten Grenzwassermenge. Dabei wird das Wasser mittels
der Heizeinrichtung der Pumpe beheizt. Auch wenn eine solche Heizeinrichtung leistungsstark
sein kann, so ist dies in der Praxis nicht ausreichend, frisch eingelassenes Wasser
mit einer Temperatur von üblicherweise 12°C bis 18°C auf eine gewünschte Waschtemperatur
von beispielsweise 40°C bis 60°C aufzuheizen. Dann wird die zuvor gepumpte Wassermenge
zurück durch die Pumpe in das Wasserreservoir gelassen oder gepumpt, je nach Ausgestaltung
der Pumpe. Dieses Rückführen des Wassers aus der Wasserleitung zurück in das Wasserreservoir
kann durch einen Pump-Betrieb zwar unterstützt werden, dieser ist aber nicht notwendig.
Hierfür wäre eine Pumpe mit umkehrbarer Laufrichtung oder mit umkehrbarer Pumprichtung
notwendig. Dies muss aber nicht so vorgesehen sein, denn die an den Pumpenauslass
anschließende Wasserleitung ist ja höher angeordnet. Wenn also die Pumpe ihren Betrieb
einstellt, so kann davon ausgegangen werden, dass das Wasser aus der Wasserleitung
einfach nach unten in umgekehrter Richtung durch die Pumpe hindurch zurückfließt,
so dass es wieder in das Wasserreservoir eingelassen werden kann. Es ist möglich,
dass das Wasser auch bei diesem Zurückfließen, wenn also die Pumpe ihren Pump-Betrieb
gestoppt hat, durch Betrieb der Heizeinrichtung nochmals weiter erwärmt wird. Vorteilhaft
wird hier die Heizeinrichtung etwas schwächer betrieben als beim Pump-Betrieb, dies
kann aber durch eine Temperaturregelung optimiert werden. Diese Schritte des Pumpens
samt Beheizen und Zurücklassen werden für eine bestimmte Zeitdauer oder für eine bestimmte
Anzahl wiederholt, insbesondere so lange, bis eine gewünschte Vorgabe-Temperatur für
das Wasser erreicht ist. Das Wasser wird also sozusagen vom Wasserreservoir durch
die Pumpe in die Wasserleitung hin- und wieder zurückgeschaukelt, bevorzugt mit möglichst
viel Einbringen von Heizleistung, um es möglichst schnell auf die gewünschte Vorgabe-Temperatur
aufzuheizen. Dies kann in der Praxis fünf Wiederholungen bis zwanzig oder sogar dreißig
Wiederholungen beinhalten, was hauptsächlich von der Höhe der gewünschten Vorgabe-Temperatur
abhängt. Anschließend kann das ausreichend erhitzte Wasser mittels der Wasserleitung
zu der Einspritzdüse gepumpt werden und so in die Trommel eingebracht werden, insbesondere
auf die darin befindliche Wäsche. Wird das Wasser zum ersten Mal erhitzt mit dem mehrfachen
Schaukeln, und wird es dann auf die Wäsche aufgebracht mit der gewünschten Vorgabe-Temperatur,
so läuft es nach kurzer Zeit unten aus der Wäsche wieder heraus und am Auslass aus
dem Trommelaufnahmebehälter heraus. Dabei hat sich das Wasser in der Regel abgekühlt,
wenngleich nicht ganz so stark wie auf die ursprüngliche Temperatur. Dieses Wasser
kann dann wieder im Wasserreservoir gesammelt werden für eine Weile, alternativ kann
zusätzliches Frischwasser eingelassen werden. Dieses Wasser wird dann mit den eingangs
genannten Schritten erneut durch mehrfaches Hin- und Herpumpen bzw. Schaukeln auf
die gewünschte Vorgabe-Temperatur aufgeheizt. Es kann dann entweder wieder auf die
Wäsche in genau derselben Position wie zuvor aufgebracht werden, alternativ kann die
Trommel etwas gedreht werden mit Teil-Umdrehungen oder vollen Umdrehungen, um die
Wäsche darin zu verteilen, so dass nun weitere Wäsche befeuchtet werden kann.
[0023] Es ist absehbar, dass mit diesem Verfahren unter Verwendung eines Umflutsystems für
die Waschmaschine der Bedarf an Frischwasser erheblich geringer ist, weil eben nicht
mit einer größeren Menge an stehendem Wasser im Sumpf der Waschmaschine gearbeitet
wird. Der Zeitbedarf kann etwas erhöht sein, was aber zumindest teilweise durch eine
entsprechende Heizleistung der Heizeinrichtung der Pumpe und deren Pumpleistung ausgeglichen
werden kann.
[0024] Während des mehrfachen Durchführens des Schritts des Pumpens, insbesondere auch während
erhitztes Wasser in die Trommel und auf die Wäsche gebracht wird, kann vorteilhaft
eine Wasserzufuhr gestoppt sein, insbesondere wenn sich genügend Wasser in der Waschmaschine
befindet. Es sollte also eine sozusagen abgeschlossene Menge von Wasser hin und her
gepumpt werden bzw. zwischen Wasserleitung und Wasserreservoir hin- und hergeschaukelt
oder bewegt werden und dabei aufgeheizt werden. Durch ein permanentes Messen der Temperatur
dieses Wassers, beispielsweise durch einen Temperatursensor an der Pumpe, der durch
ausreichenden Abstand von der Heizeinrichtung der Pumpe die wahre Wassertemperatur
messen kann, kann dies genau überwacht werden. Alternativ kann eine Temperaturerfassung
an der Wasserführung hinter der Pumpe und vor der Einspritzdüse erfolgen. Dies weist
den Vorteil auf, dass dann die wahre Temperatur des Wassers möglichst nahe an der
Einspritzdüse und somit möglichst nahe zu der Wäsche erfasst werden kann. Eine Temperaturerfassung
ist hier vorteilhaft vor dem Pumpen-Ventil vorgesehen, da dies bevorzugt den maximalen
Wasserstand beim Hin- und Herschaukeln des Wassers bildet. Ähnlich wie für das Wasserreservoir
zuvor beschrieben sollte auch an diesem Pumpen-Ventil eine Überdrucköffnung odgl.
vorgesehen sein, so dass bevorzugt Luft entweichen kann und nachgezogen werden kann,
möglichst aber kein Wasser.
[0025] In einer Steuerung für die Pumpe, vorteilhaft in der entsprechenden Waschmaschinensteuerung,
kann hinterlegt sein, wie lange bzw. mit welcher Leistung dann die Pumpe Wasser pumpen
muss, damit es aus dem Wasserreservoir so weit in die Wasserleitung gepumpt wird,
dass es noch nicht ganz das Pumpen-Ventil erreicht hat. Dann werden keine Sensoren
odgl. benötigt, die erfassen, wann das Wasser hier am Pumpen-Ventil ankommt.
[0026] In nochmals weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann während des Wiederholens der
Schritte des Pumpens samt Beheizen und Zurücklassen des Wassers in das Wasserreservoir
die Trommel unbewegt bleiben, insbesondere auch bis nach dem Einspritzen des erhitzten
Wassers durch die Einspritzdüse hinein in die Trommel und auf die Wäsche darin. Bevorzugt
ist es eben möglich, dass die Trommel dann nach dem Einspritzen des erhitzten Wassers
bewegt bzw. gedreht wird auf vorbeschriebene Art und Weise.
[0027] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird das erhitzte Wasser aus dem Wasserreservoir
möglichst vollständig durch die Pumpe hindurchgepumpt, insbesondere beim Einspritzen
des ausreichend erhitzten Wassers in die Trommel. So kann möglichst viel von dem erhitzten
Wasser eingebracht werden, wobei dessen Menge natürlich auf das Waschverfahren abgestimmt
sein sollte, also auf die überhaupt für die enthaltene Menge an Wäsche benötigte Wassermenge.
Dabei kann auch vorgesehen sein, dass weiteres Wasser bzw. Frischwasser in das Wasserreservoir
eingelassen wird, alternativ bereits zum Auslauf auslaufendes Wasser, und so lange
gepumpt wird, bis die vorgenannte Temperaturerfassung das Unterschreiten einer Grenztemperatur
erfasst. So kann vermieden werden, dass Wasser trotz des Ausnutzens von möglichst
viel vorhandenem erhitztem Wasser in die Trommel eingebracht wird, dessen Temperatur
unterhalb der genannten Grenztemperatur liegt. Diese Grenztemperatur kann beispielsweise
1°C bis 5°C unter der vorgenannten Vorgabe-Temperatur liegen. Insbesondere bei einem
Waschverfahren, bei dem auch das Wasser zum Vermischen mit dem Waschmittel eine genaue
Temperatur aufweisen soll, damit das Waschmittel möglichst gut wirkt, sollte auf das
Einhalten von Temperaturvorgaben geachtet werden.
[0028] In nochmals weiterer Ausgestaltung des zuvor beschriebenen Verfahrens kann vorgesehen
sein, dass der Pumpenbetrieb gestoppt wird und das in der Wasserführung stromabwärts
hinter der Pumpe verbliebene Wasser zurück in das Wasserreservoir gelassen wird. Dabei
kann es wieder beheizt werden sowie mehrfach durch die Pumpe in die Wasserführung
gepumpt und wieder zurückgelassen werden und dabei auch wiederum beheizt werden, bis
es wieder die Vorgabe-Temperatur aufweist und dann wiederum mittels der Einspritzdüse
in die Trommel eingebracht werden kann. Je nach bereits eingebrachter Menge an Wasser
kann die Trommel dabei zwischendurch bewegt worden sein oder nicht.
[0029] In möglicher Ausgestaltung der Erfindung kann das Wasserreservoir einen Filter aufweisen,
insbesondere einen groben Filter für Grobteile im benutzten Wasser von mehreren Millimetern
Durchmesser. Durch das Zurücklassen oder Zurückpumpen des Wassers in das Wasserreservoir
kann es auch zum Rückspülen des Filters benutzt werden. Dann ist es zusammen mit der
vorbeschriebenen Ausgestaltung der Erfindung möglich, dieses rückgespülte Wasser samt
Filtrat, also ungewünschten Grobteilen, zu einem Abfluss aus der Waschmaschine herauszulassen
bzw. herauszupumpen.
[0030] Das eingangs genannte Auslass-Ventil kann vorteilhaft so ausgebildet sein, dass es
so weit geöffnet werden kann, um Luft mit Überdruck hindurchzulassen oder auszulassen,
insbesondere um Luft beim Hin- und Herpumpen des Wassers herauszulassen. Dabei sollte
aber kein Wasser durchgelassen werden, da dies ansonsten den Vorteil der definierten
bzw. sozusagen geschlossenen Menge an Wasser, das allmählich erhitzt wird, wieder
teilweise zunichtemachen könnte.
[0031] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist es möglich, dass Waschmittel und/oder
sonstige Zusatzstoffe für das Waschen von Wäsche in das Wasserreservoir eingebracht
werden, alternativ in die Wasserleitung vor oder hinter der Pumpe. Hierfür kann eine
an sich bekannte Dosiereinrichtung vorgesehen sein. Dabei ist es möglich, dass das
Waschmittel bzw. die Zusatzstoffe nicht nur manuell von einer Bedienperson für einen
einzigen Waschvorgang eingebracht werden, wie dies bekannt ist, sondern hierfür ein
jeweiliger Vorratsbehälter in der Waschmaschine vorgesehen ist. Die Dosiereinrichtung
kann dann sozusagen selbstständig von der Waschmaschinensteuerung gesteuert eine entsprechende
Zudosierung bewirken, so dass dies nicht die Bedienperson machen muss.
[0032] Dann ist es des Weiteren vorteilhaft möglich, dass das Wasser mit darin aufgelöstem
bzw. enthaltenem Waschmittel oder den Zusatzstoffen mehrfach durch die Pumpe in die
Wasserleitung hin zu dem Pumpen-Ventil gepumpt wird und wieder ins Wasserreservoir
zurückgelassen wird oder zurückgepumpt wird. Dies dient einem nochmals verbesserten
Auflösen bzw. Vermischen von Waschmittel und/oder dem Zusatzstoff mit dem Wasser.
Damit können Probleme selbst mit flüssigem Waschmittel vermieden werden, dass sich
das Waschmittel nicht ausreichend gut im Wasser auflöst, beispielsweise weil beim
Einmischen direkt in Wasser in einem Sumpf in der Waschmaschine bei konventionellen
Verfahren die Auflösung nicht immer ausreichend gut ist.
[0033] Dies bedeutet, dass entweder Waschmittel überdosiert werden muss oder aber die Waschwirkung
zu gering ist. Ein zweimaliges bis fünfmaliges Hin- und Herpumpen von Wasser mit eingebrachtem
Waschmittel bzw. Zusatzstoff wird als ausreichend angesehen für die optimale Vermischung,
es kann aber auch öfter erfolgen. Auch dabei kann ein weiteres Beheizen des Wassers
erfolgen, so dass auch sichergestellt ist, dass das Waschmittel bzw. der Zusatzstoff
auf die bekannte und für ihn optimale Temperatur gebracht werden. Dies ist beispielsweise
dann von Vorteil, wenn relativ temperaturempfindliche Enzyme für das Waschverfahren
verwendet werden. Deren vorgegebene Temperatur sollte möglichst genau eingehalten
werden für optimale Wirkung.
[0034] In weiterer möglicher Ausgestaltung der Erfindung kann ein Durchflusssensor an der
Wasserleitung vorgesehen sein, beispielsweise an der Wasserleitung kurz hinter der
Pumpe. Damit kann die tatsächlich hindurchfließende bzw. hindurchgepumpte Menge an
Wasser exakt gemessen werden, so dass dies nicht aus der Pumpleistung bzw. Pumpdauer
berechnet werden muss.
[0035] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0036] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt
und werden im Folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Waschmaschine mit
Wasserführung aus einem Trommelaufnahmebehälter über ein Ventil, ein Wasserreservoir,
eine Pumpe und ein weiteres Ventil bis hin zu einer Einspritzdüse oben am Trommelaufnahmebehälter,
- Fig. 2
- die Darstellung aus Fig. 1 mit Veranschaulichung von verschiedenen Volumina in der
Wasserführung sowie einem Weg des Schaukelns einer bestimmten Wassermenge,
- Fig. 3
- eine Abwandlung der Darstellung aus Fig. 1 mit einem Ventil und einer Wasserleitung
nach außen,
- Fig. 4
- eine nochmalige Abwandlung der Waschmaschine aus Fig. 3 mit einem weiteren Reservoir
für Wasser vor dem eigentlichen Wasserreservoir und
- Fig. 5
- eine Darstellung für den gesamten Aufbau einer erfindungsgemäßen Waschmaschine sowie
zur Veranschaulichung von Schritten des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Betrieb einer
solchen Waschmaschine.
Detaillierte Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0037] In der Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Waschmaschine 11 dargestellt mit einer drehbaren
Trommel 13, in der Wäsche W vorhanden ist, hier dargestellt als einzelne Wäschestücke
W. Innen an der Trommel können Mitnehmer 14 angeordnet sein. Die Trommel 13 ist in
einem Trommelaufnahmebehälter 15 drehbar gelagert, hier mit einer horizontalen Drehachse.
Unten von dem Trommelaufnahmebehälter 15 geht von einem Auslass 16 eine Sumpfleitung
17 als Wasserleitung über ein Ventil V1 zu einem Wasserreservoir 20. Aus diesem Wasserreservoir
20 führt eine weitere Pumpenleitung 22a zu einer Pumpe 24. Diese Pumpe 24 ist ausgebildet
wie im eingangs genannten Stand der Technik erläutert, beispielsweise entsprechend
der vorgenannten
DE 102011003467 A1, vorteilhaft als Impellerpumpe. Sie weist eine integrierte Heizeinrichtung 25 auf,
die hier sehr schematisch dargestellt ist. Die Heizeinrichtung 25 dient dazu, durch
die Pumpe gefördertes Wasser zu beheizen, insbesondere in der Pumpenkammer, wozu sie
vorteilhaft selber in der Pumpenkammer oder an eine Wandung der Pumpenkammer angrenzend
angeordnet ist.
[0038] Von der Pumpe 24 führt eine weitere Pumpenleitung 22b zu einem Drei-Wege-Ventil als
Pumpen-Ventil V2. In der einen Ventilstellung kann Wasser von der Pumpe 24 bzw. der
Pumpenleitung 22b zu einem Wasserauslass 27 gehen, der aus der Waschmaschine 11 herausführt
und beispielsweise in einen Abflussanschluss in einer Waschküche verläuft, vorteilhaft
mittels eines üblichen flexiblen Schlauchs. Über den Wasserauslass 27 kann somit Wasser
aus der Waschmaschine 11 entfernt bzw. abgeführt werden.
[0039] In einer anderen Stellung geht Wasser aus der Pumpenleitung 22b über eine Zuführleitung
29 zu einer Einspritzdüse 31. Die Einspritzdüse 31 ist am höchsten Punkt des Trommelaufnahmebehälters
15 angeordnet und derart ausgebildet, dass sie zwar nicht direkt in die drehbare Trommel
13 hineinreicht, aber auf bekannte Art und Weise durch daran angebrachte Öffnungen
Wasser F auf die darin angeordnete Wäsche W aufbringen oder aufspritzen bzw. aufsprühen
kann. Hierzu wird auf den Stand der Technik verwiesen, der dies ausreichend gut zeigt.
[0040] Links oben am Trommelaufnahmebehälter 15 ist ein Waschmittelbehälter 33 angeordnet,
aus dem Waschmittel oder sonstige Zusatzstoffe für ein Waschverfahren mittels einer
Wasserleitung 34 und eines Dosier-Ventils V3 in den Trommelaufnahmebehälter 15 oder
auf die Wäsche W in der Trommel 13 eingebracht werden können, alternativ auch mittels
einer nicht dargestellten Düse. In einer nochmals weiteren Alternative, die nachfolgend
noch zu Fig. 4 erläutert wird, kann Waschmittel entweder in den untersten Bereich
des Trommelaufnahmebehälters 15 kurz vor dem Auslass 16 oder in die Sumpfleitung 17
eingebracht werden, damit sich dieses zuerst einmal mit dem Wasser vermischt bzw.
darin auflöst, bevor es auf die Wäsche W gebracht wird.
[0041] In der Fig. 2 ist dieselbe Waschmaschine 11 noch einmal dargestellt, allerdings der
Übersichtlichkeit halber mit deutlich weniger Bezugszeichen. Hierzu wird auf die Fig.
1 verwiesen. Dargestellt ist für die Wasserführung, dass diese in einen Abschnitt
sozusagen vor der Pumpe 24 und in einen Abschnitt hinter der Pumpe 24 aufgeteilt ist.
Vor der Pumpe 24 ist ein Wasservolumen WV
1 gebildet, welches das Wasserreservoir 20 und ein daran vorgesehenes Überdruckventil
21 als Druckausgleichsmittel sowie die Pumpenleitung 22a umfasst. Rechts hinter der
Pumpe 24 bzw. zwischen Pumpe 24 und dem höher gelegenen Pumpen-Ventil V2 befindet
sich das zweite Wasservolumen WV
2. Die Wasservolumina WV
1 und WV
2 werden also im Wesentlichen gebildet von Wasserreservoir 20 und Pumpenleitung 22a
einerseits sowie Pumpenleitung 22b andererseits. Dazu können jeweils noch geringe
Volumenbereiche in der Pumpe 24 zählen, wie beispielsweise ein Saugstutzen und/oder
ein Druckstutzen. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung zählt zum Wasservolumen
WV
1 der Bereich bis hin zur Pumpenkammer, und zum Wasservolumen WV
2 der Bereich hinter bzw. nach der Pumpenkammer bis zum Pumpen-Ventil V2. Das Wasservolumen
WV
1 kann beispielsweise 2 l aufweisen, und das Wasservolumen WV
2 0,75 l.
[0042] Im vorbeschriebenen erfindungsgemäßen Waschverfahren kann die Pumpe 24 nach Schließen
des Auslass-Ventils V1 und des Pumpen-Ventils V2 aus dem weitgehend oder vollständig
gefüllten Wasservolumen WV
1, insbesondere bei gefülltem Wasserreservoir 20, Wasser in das zu diesem Zeitpunkt
leere Wasservolumen WV
2 pumpen. Während dieses Pumpvorgangs wird das Wasser mittels der Heizeinrichtung 25
beheizt. Sind aus dem Wasserreservoir 0,75 l von der Pumpe 24 gepumpt worden, so ist
das Wasservolumen WV
2 sozusagen gefüllt. Die Wassersäule in der Pumpenleitung 22b reicht also bis zum Pumpen-Ventil
V2 oder bis kurz davor. Hier nicht dargestellte Druckausgleichsmittel odgl. am Pumpen-Ventil
V2 lassen Luft entweichen, aber kein Wasser. Wenn also die Pumpe 24 sozusagen kein
Wasser mehr gegen das hierfür geschlossene Pumpen-Ventil V2 pumpen kann, was durch
verschiedene Sensoren erfasst werden kann oder, alternativ, aufgrund des Betriebszustands
eines Antriebsmotors der Pumpe 24, wird der Betrieb der Pumpe 24 gestoppt. Dann hat
die Pumpe 24 etwa 0,75 I gepumpt und beheizt, was als eingangs genannte Grenzwassermenge
betrachtet wird. Die Pumpe 24 kann dann entweder in einen Reversier-Betrieb gehen
und das Wasser aus dem Wasservolumen WV
2 zurück zum Wasserreservoir 20 bzw. in das Wasservolumen WV
1 pumpen. Alternativ kann das Wasser einfach durch die Pumpe 24 aufgrund der Schwerkraft,
vor allem in der höher gelegenen Pumpenleitung 22b, zurückfließen. Dabei kann ein
erneuter Betrieb der Heizeinrichtung 25 erfolgen, der vorteilhaft temperaturgesteuert
ist, um weder eine zu hohe Wassertemperatur noch eine zu hohe Temperatur an der Heizeinrichtung
25 selbst zu erreichen. Das Wasser bzw. vor allem die Grenzwassermenge entsprechend
dem Wasservolumen WV
2 befindet sich nun also wieder vor der Pumpe 24 und im größeren Wasservolumen WV
1. Vorteilhaft erfolgt dabei eine gewisse Durchmischung und somit Erwärmung des gesamten
Wasservolumens WV
1, wenngleich natürlich mit insgesamt geringerer Temperatur als das einmal oder zweimal
beheizte Wasservolumen WV
2. Dann pumpt die Pumpe 24 erneut eine Grenzwassermenge aus dem Wasservolumen WV
1 in das Wasservolumen WV
2, wobei wiederum ein Erhitzen erfolgt durch Betrieb der Heizeinrichtung 25. Ist das
Wasservolumen WV2 voll bzw. aufgefüllt so wird das gesamte Wasser wieder zurückgelassen.
Diese Bewegung hin und her verursacht durch Betrieb der Pumpe 24 und Zurücklassen
des Wassers definiert die eingangs genannte Schaukelbewegung bzw. das Schaukeln S
einer bestimmten Wassermenge, nämlich der Grenzwassermenge. Dies erfolgt ganz allgemein
vorteilhaft ohne Pause nach einer Teilbewegung, so dass keine Zeit verschenkt wird
bzw. das Aufheizen möglichst schnell erfolgt.
[0043] Durch Temperatursensoren an der Pumpe 24, insbesondere an der Heizeinrichtung 25,
alternativ durch einen Temperatursensor 26 an der Pumpenleitung 22b kurz hinter der
Pumpe 24, kann die Temperatur des hindurchgeführten Wassers ermittelt werden, insbesondere
um zu überprüfen, ob das Wasser nun die gewünschte Temperatur aufweist, um auf die
Wäsche W aufgebracht zu werden. Ist dies der Fall, so wird das Pumpen-Ventil V2 geöffnet
und die Pumpe 24 arbeitet wieder im Pumpbetrieb, vorteilhaft wieder zusammen mit der
Heizeinrichtung 25. Diesmal wird Wasser bis zu der Einspritzdüse 31 und durch diese
hindurch auf die Wäsche W gepumpt, und zwar vorteilhaft eine Wassermenge, wie sie
von einer hier nicht dargestellten Waschmaschinensteuerung für das Waschverfahren
bestimmt ist. Vorteilhaft ist dies nicht das gesamte Wasservolumen WV
1, da dieses vermutlich zu groß wäre bzw. zu viel Wasser aufgebracht werden würde,
da die Wäsche W ruht und somit das Wasser sozusagen stets auf dieselben Stellen auftreffen
würde. Es kann eine vorgegebene Wassermenge von beispielsweise 0,5 l bis 1 l aufgebracht
werden, insbesondere etwa 0,75 l entsprechend dem Wasservolumen WV
2. Dieses Wasser weist ja sämtlich die gewünschte Temperatur auf, da es aus dem Wasserreservoir
20 stammt bzw. aus dem aufgeheizten Wasservolumen WV
1.
[0044] Des Weiteren sollte das Wasservolumen WV
1, das auf die gewünschte Temperatur gebracht worden ist, so groß sein, dass es quasi
dem Volumen von WV
2 plus dem Volumen der Zuführleitung 29 plus der gewünschten aufzubringenden Wassermenge
entspricht. Dann saugt die Pumpe 24 bis zum Ende des Aufbringens der gewünschten Wassermenge
keine Luft aus dem Wasservolumen WV
1 an. Es wäre nämlich auch kein Pumpen mehr möglich, vor allem müsste dann wieder angesaugte
Luft aufwändig entfernt werden.
[0045] Das Wasservolumen WV
2 muss zwar nicht dem Volumen der Pumpenleitung 22b zwischen Pumpe 24 und Pumpen-Ventil
V2 entsprechen, vorteilhaft entspricht es diesem aber einigermaßen oder nahezu. So
kann eben möglichst viel Wasser hin und her bewegt bzw. geschaukelt werden, um seine
Temperatur zu erhöhen. Des Weiteren sollte das Wasservolumen WV
1 eben deutlich größer sein als das Wasservolumen WV
2 plus das Volumen der Zuführleitung 29, um eine entsprechend gewünschte Menge an erhitztem
Wasser F auf die Wäsche W aufbringen zu können.
[0046] Nach dem Stoppen des Pumpbetriebs bleibt vorteilhaft das Pumpen-Ventil V2 geöffnet,
das Auslass-Ventil V1 kann auch geöffnet sein. Somit läuft Wasser einerseits vom Auslass
16 über die Sumpfleitung 17 in das Wasserreservoir 20 bzw. in das Wasservolumen WV
1, um erneut erwärmt zu werden wie zuvor erläutert. Des Weiteren läuft Wasser aus der
Zuführleitung 29 und der Pumpenleitung 22b durch die Pumpe 24 zurück in das Wasservolumen
WV
1. In einer weiteren Möglichkeit kann, insbesondere über eine Frischwasserzuleitung
in den Waschmittelbehälter 33 und das Dosierventil V3, weiteres Frischwasser hinzugegeben
werden, so dass das Wasservolumen WV
1 trotz des von der Wäsche W aufgenommenen bzw. aufgesaugten Wassers wieder relativ
voll ist. Dann beginnt der Betrieb des Pumpens und Heizens von Wasser als Schaukeln
S entsprechend der Fig. 2 erneut, bis das Wasser wieder ausreichend stark aufgewärmt
bzw. aufgeheizt worden ist. Dann wird es wiederum mittels der Einspritzdüse 31 auf
die Wäsche W aufgebracht, die durch geringes oder mehrfaches Bewegen oder Drehen der
Trommel 13 etwas bewegt worden ist, damit auch andere Bereiche der Wäsche W vom Wasser
erreicht werden.
[0047] Abhängig von einer Heizleistung der Heizeinrichtung 25 kann ein fünfmaliges bis zehnmaliges
Durchführen des Schaukelns S ausreichen, um das Wasser auf 30°C bis 40°C aufzuheizen.
Für noch höhere Temperaturen muss entsprechend deutlich häufiger hin und her gepumpt
bzw. das Wasser geschaukelt werden, um noch mehr Heizenergie einbringen zu können.
[0048] Soll nun Waschmittel aus dem Waschmittelbehälter 33 auf die Wäsche W aufgebracht
werden für den Waschvorgang nach dem ersten Spülvorgang, so kann auf vorgenannte Art
und Weise dieses Waschmittel aus dem Waschmittelbehälter 33 und durch das Dosier-Ventil
V3 in den Trommelaufnahmebehälter 15 eingebracht werden, damit es dort von alleine
nach unten hin zum Auslass 16 und in die Sumpfleitung 17 gelangt. Alternativ und vorteilhaft
führt das DosierVentil V3 aber direkt zum Auslass 16 bzw. in die Sumpfleitung 17,
wozu natürlich Waschmittelbehälter 33 und Dosier-Ventil V3 möglichst nahe dort angeordnet
sind. Der Waschmittelbehälter 33 kann für eine manuelle Zudosierung in einzelnen Dosen
pro Waschvorgang ausgebildet sein, alternativ kann es ein Vorratsbehälter mit einer
größeren Menge an Waschmittel und Zusatzstoffen sein, aus dem eine Waschmaschinensteuerung
automatisch und entsprechend der benötigten bzw. berechneten Menge hinzudosiert. Ebenfalls
könnte ein Einbringen direkt in das Wasserreservoir 20 oder die Pumpenleitung 22a
erfolgen.
[0049] Da üblicherweise das Waschmittel mit aufgewärmtem Wasser auf die Wäsche W aufgebracht
werden soll, wobei die Temperatur vom Waschmittel abhängt, wird nun das mit dem Waschmittel
versetzte Wasser bzw. Wasser, in dem das Waschmittel oder die Zusatzstoffe aufgelöst
sind oder zumindest enthalten sind, von der Pumpe 24 wieder hin und her bewegt. Dies
dient zum Aufheizen des Wassers mit Waschmittel bzw. Zusatzstoff, also der Waschflotte.
Des Weiteren dient dies auch zum möglichst guten Vermischen oder Auflösen von Waschmittel
bzw. Zusatzstoff im Wasser, was bei einem mehrfachen Pumpvorgang vollständig gelingen
sollte.
[0050] Ähnlich wie zuvor beschrieben kann dann nach Erreichen der gewünschten Temperatur
für die Waschflotte diese ebenfalls wieder von der Pumpe 24 über die Zuführleitung
29 und die Einspritzdüse 31 auf die Wäsche W aufgebracht werden. Dies erfolgt vorteilhaft
wieder mehrfach, insbesondere bei jeweils etwas bewegter Wäsche W durch teilweises
Drehen der Trommel 13. Neue Waschflotte kann entweder mit neuem Wasser sowie zugegebenem
Waschmittel bzw. Zusatzstoff generiert werden, vorteilhaft kommt ein Teil davon wiederum
vom Auslass 16 aus dem Trommelaufnahmebehälter 15 unten, und wird dann mit Waschmittel
bzw. Zusatzstoff und Wasser aufgefüllt, so dass das Wasservolumen WV
1 wieder voll ist.
[0051] In der Fig. 3 ist eine Waschmaschine 11 dargestellt mit einer alternativen Ausgestaltung
des Waschmittelbehälters. Hier ist eine Waschmittelleitung 33' vorgesehen, die über
ein DosierVentil V3' direkt in das Wasserreservoir 20 führt. Dies entspricht dem zuvor
Beschriebenen. Die Waschmittelleitung 33' könnte auch durch einen genannten Waschmittelbehälter
oder einen Waschmittelvorrat für automatisches Dosieren ersetzt sein.
[0052] Alternativ könnte bei der Fig. 3 die Leitung 33' ein weiterer oder hauptsächlicher
Wasserauslass aus der Waschmaschine 11 sein. Das Ventil V3' wäre dann ein Auslassventil,
so könnte Wasser an einem relativ niedrigen Bereich aus der Waschmaschine 11 direkt,
eventuell ohne Zuhilfenahme der Pumpe 24, zum Abwasser laufen.
[0053] In der Fig. 4 ist eine Waschmaschine 111 dargestellt mit Trommel 113 in einem Trommelaufnahmebehälter
115, an dem unten ein Auslass 116 samt Sumpfleitung 117 und Auslass-Ventil V1 vorgesehen
sind. Vom Ventil V1 führt eine kurze Wasserleitung zu einem Wasserreservoir 120 samt
Überdruckventil 121. Nach rechts vom Wasserreservoir 120 führt eine Pumpenleitung
122a zu einer Pumpe 124, die ausgebildet ist wie zu den Fig. 1 bis 3 beschrieben.
Hinter der Pumpe 124 führt eine weitere Pumpenleitung 122b zu einem Drei-Wege-Ventil
V2 als Pumpen-Ventil. Von diesem gehen nach rechts ein Wasserauslass 127 und nach
oben eine Zuführleitung 129 zu der Einspritzdüse 131. In dieser Hinsicht entspricht
die Waschmaschine 111 der Fig. 4 derjenigen aus der Fig. 1. Zusätzlich ist hier ein
weiterer Behälter als Zusatzreservoir 135 für Wasser vorgesehen, das von einer von
links kommenden Zusatzleitung 136 gespeist wird. An deren linken oberen Ende ist ein
Zusatz-Ventil V4 vorgesehen. In einer Verbindungsleitung 138 hin zum Wasserreservoir
120 ist ein Verbindungs-Ventil V5 vorgesehen, um einen Wasserfluss zwischen Zusatzreservoir
135 und Wasserreservoir 120 steuern zu können.
[0054] Der Behälter bzw. das Zusatzreservoir 135 ist eine Option, die weitere Funktionen
für die Waschmaschine bzw. für ein Waschverfahren übernehmen kann. Dies kann beispielsweise
eine vorgenannte Zudosierung von Waschmittel bzw. Zusatzstoffen sein, alternativ können
darin Filter vorgesehen sein für Wasser, das über das Zusatz-Ventil V4 und die Zusatzleitung
136 als Frischwasser in den Kreislauf gegeben wird. Ebenso könnte links vom Zusatz-Ventil
V4 auch ein Wasserauslass zu einem Abwasseranschluss der Waschmaschine 111 vorgesehen
sein. Im Zusatzreservoir 135 könnte ein Filter vorgesehen sein, der Wasser noch einmal
filtert, bevor es aus der Waschmaschine 111 herausgepumpt wird und in eine Abwasserleitung
führt. Hier können beispielsweise auch Filter für Mikrofaseranteile vorgesehen sein,
dazu wird auf die
WO 2019/081013 A1 verwiesen.
[0055] Bei einer weiteren möglichen vorteilhaften Nutzung des Schaukelns des Wassers mittels
der Pumpe 24 kann vorgesehen sein, dass dieses Wasser mittels der Heizeinrichtung
24 auf eine höhere Temperatur aufgeheizt wird als für ein Waschverfahren nötig ist,
beispielsweise auf über 80°C oder sogar 90°C. Dabei kann die Pumpe 24 sozusagen mit
heißem Wasser gereinigt werden oder sich selber reinigen, insbesondere auch beim Zurücklassen
des Wassers mit umgekehrter Flussrichtung als beim Pumpbetrieb, wobei manche Bereiche
in der Pumpe 24 bzw. in einer Pumpenkammer, Druckstutzen und/oder Saugstutzen besser
erreicht werden können. Dieses Wasser muss dann auch nicht für einen Waschvorgang
genutzt werden und kann anschließend, da es wahrscheinlich Verunreinigungen aus dem
Reinigungsvorgang enthält, aus der Waschmaschine 11 abgepumpt werden.
[0056] In der Fig. 5 ist noch einmal ausführlich der funktionale Ablauf eines Waschverfahrens
sowie der Möglichkeiten dargestellt, die sich durch die Erfindung ergeben. Dargestellt
ist eine Waschmaschinensteuerung 39, die über strichpunktierte Signalleitungen mit
den schon beschriebenen Funktionseinheiten verbunden ist. Die Waschmaschinensteuerung
39 ist also mit der Pumpe 24 bzw. deren Heizeinrichtung 25 verbunden sowie einer ggf.
vorgesehenen Laugenpumpe 44, einerseits mit dem Wasserreservoir 120 verbunden ist
und die andererseits einem Wasserauslass 27' vorgeschaltet ist zum Abpumpen von Wasser.
Des Weiteren ist sie mit einem Ventil V3 und einem Durchflusssensor 42 verbunden,
der vorteilhaft in der Wasserleitung 22a, 22b und/oder 34 vorgesehen ist. Ebenso ist
sie mit einem Aktuator 46 verbunden, der auf eine Wasserweiche 47 einwirkt, die vorteilhaft
Frischwasser unterschiedlich zu einem Waschmittelbehälter 33 zuführen kann. Diese
unterschiedlichen Zufuhrmöglichkeiten sind durch die drei horizontalen gestrichelten
Pfeile zwischen Wasserweiche 47 und Waschmittelbehälter 33 dargestellt. Die Waschmaschinensteuerung
39 ist auch mit einer Türverriegelung 40 und einem Trommelantriebsmotor 13' signalübertragend
verbunden. Somit erhält die Waschmaschinensteuerung 39 Informationen über ein gefördertes
Wasservolumen ① vom Durchflusssensor 42 sowie Informationen über eine Stellung ② der
Wasserweiche 47. Von der Türverriegelung 40 kommen Informationen ③ über einen Verriegelungszustand
bzw. Schließzustand einer Tür zur Trommel 13. Von der Pumpe 24 bzw. deren Pumpenmotor
kommen Informationen ⑧ zum Betriebszustand der Pumpe bezüglich eines Pumpbetriebs
der Pumpe 24, vorteilhaft hinsichtlich einer Pumpleistung odgl., in ähnlicher Form
evtl. auch von der ggf. vorgesehenen Laugenpumpe 44. Von der Heizeinrichtung 25 kommen
Informationen ⑤ zu dem Betriebszustand der Heizeinrichtung 25 bzw. zum Heizbetrieb,
ggf. auch zur Temperatur des Wassers darin, unabhängig vom Pumpbetrieb. Diese kann
auch vom Temperatursensor 26 der Fig. 1 kommen. Vom Trommelaufnahmebehälter 15 können
Informationen kommen, insbesondere bezüglich der Zufuhrleitung 29, und von dem Trommelantriebsmotor
13' kommen Informationen ⑦ bezüglich Bewegung und/oder einer Drehposition der Trommel
13, ggf. auch bzgl. Beladung oder Art der Wäsche, siehe hierzu die
EP 3608466 A1. Diese Information ⑦ kann alternativ auch von einem entsprechenden Sensor kommen.
[0057] Diese Informationen ① bis ⑦ verarbeitet die Waschmaschinensteuerung 39 entsprechend
dem vorbeschriebenen Waschverfahren. Mittels der Signale beispielsweise der Türverriegelung
40 wird sichergestellt, dass die Tür auf bekannte Art und Weise nicht während des
Waschverfahrens geöffnet werden kann. Die anderen Informationen werden direkt zur
Durchführung des Waschverfahrens verwendet, insbesondere bezüglich Zugabe von Waschmittel
bzw. Zusatzstoffen und Temperatur.
1. Waschmaschine (11, 111) mit:
- einer drehbaren Trommel (13, 113) zur Aufnahme von Wäsche (W),
- einem Trommelaufnahmebehälter (15, 115) um die Trommel (13, 113) herum, der einen
Auslass (16, 116) aus dem Trommelaufnahmebehälter (15, 115) aufweist,
- einer Pumpe (24, 124) zum Pumpen von Flüssigkeit, wobei die Pumpe (24, 124) eine
darin integrierte Heizeinrichtung (25, 125) aufweist,
- einer Einspritzdüse (21, 121), an dem Trommelaufnahmebehälter (15, 115), die Wasser
(F) in die Trommel (13, 113) auf darin angeordnete Wäsche (W) einbringt, wobei die
Einspritzdüse (21, 121) in vertikaler Richtung höher liegt als die Pumpe (24, 124),
- einer Wasserführung mit mehreren Wasserleitungen, wobei mindestens eine Wasserleitung
(17, 22a, 117, 122a) von dem Auslass (16, 116) aus dem Trommelaufnahmebehälter (15,
115) zu der Pumpe (24, 124) verläuft und mindestens eine Wasserleitung (22b, 29, 122b,
129) von der Pumpe (24, 124) zu der Einspritzdüse (21, 121) verläuft,
- einem Wasserreservoir (20, 120) zwischen dem Auslass (16, 116) und der Pumpe (24,
124), wobei das Wasserreservoir (20, 120) mit der Wasserleitung (17, 22a, 117, 122a)
von dem Auslass (16, 116) aus dem Trommelaufnahmebehälter (15, 115) zu der Pumpe (24,
124) verbunden ist bzw. in dieser Wasserleitung (17, 22a, 117, 122a) angeordnet ist,
- ein Auslass-Ventil (V1) in der Wasserleitung (17, 22a, 117, 122a) von dem Auslass
(16, 116) aus dem Trommelaufnahmebehälter (15, 115) zu der Pumpe (24, 124) vorgesehen
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Pumpen-Ventil (V2) vorgesehen ist, das mit einer Wasserleitung (22b, 122b) mit
einem Pumpenauslass verbunden ist, wobei das Pumpen-Ventil (V2) einen Abgang zu einem
Wasserauslass (27, 127) aus der Waschmaschine (11, 111) aufweist.
2. Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserreservoir (20, 120) näher an der Pumpe (24, 124) als an dem Auslass (16,
116) aus dem Trommelaufnahmebehälter (15, 115) angeordnet ist.
3. Waschmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpen-Ventil (V2) in der Wasserleitung (22b, 29, 122b, 129) von der Pumpe (24,
124) zu der Einspritzdüse (21, 121) angeordnet ist und einen Abgang zu der Einspritzdüse
(21, 121) aufweist, wobei vorzugsweise das Pumpen-Ventil (V2) auf einem Höhenniveau
in vertikaler Richtung angeordnet ist, das höher ist als die halbe Höhe in vertikaler
Richtung zwischen Pumpe (24, 124) und Einspritzdüse (21, 121).
4. Waschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpen-Ventil (V2) ein Drei-Wege-Ventil mit einem Zugang und zwei Abgängen ist,
wobei ein Abgang des Drei-Wege-Ventils zu dem Wasserauslass (27, 127) aus der Waschmaschine
(11, 111) verläuft und der Zugang zu der Pumpe (24, 124) verläuft.
5. Waschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüse (21, 121) auf der Höhe mindestens des oberen Drittels der Trommel
(13, 113) angeordnet ist, vorzugsweise mindestens des oberen Zehntels, insbesondere
oberhalb der Trommel (13, 113).
6. Waschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserreservoir (20, 120) ein Volumen aufweist, das größer ist als das Volumen
der Wasserleitungen samt der Pumpe (24, 124) zwischen Wasserreservoir (20, 120) und
einem in der Wasserleitung (22b, 29, 122b, 129) zwischen Pumpe (24, 124) und Einspritzdüse
(21, 121) angeordneten Ventils (V2), wobei vorzugsweise dieses Ventil das Pumpen-Ventil
(V2) ist.
7. Waschmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Wasserauslass (27, 127) aus der Waschmaschine (11, 111) direkt von dem Wasserreservoir
(20, 120) ausgeht ohne Zwischenschaltung der Pumpe (24, 124) oder einer Pumpe, vorzugsweise
mit einer Wasserleitung (22a, 22b, 122a, 122b) und mit einer Ventileinrichtung am
Wasserreservoir (20, 120).
8. Verfahren zum Betrieb einer Waschmaschine (11, 111) nach einem der vorgehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Schritte:
- eine Wassermenge wird in der Wasserführung von der Pumpe (24, 124) aus dem Wasserreservoir
(20, 120) in die Wasserleitung (22b, 29, 122b, 129) zwischen Pumpe (24, 124) und Einspritzdüse
(21, 121) bis zu einer vordefinierten Grenzwassermenge gepumpt und wird dabei beheizt,
- dann wird die zuvor gepumpte Wassermenge zurück durch die Pumpe (24, 124) in das
Wasserreservoir (20, 120) gelassen, insbesondere ohne Pump-Betrieb der Pumpe (24,
124), vorzugsweise mit Betrieb der Heizeinrichtung (25, 125) der Pumpe (24, 124) mit
reduzierter Heizleistung,
- Wiederholen der Schritte des Pumpens samt Beheizens und Zurücklassens für eine bestimmte
Zeitdauer, für eine bestimmte Anzahl von Wiederholungen oder bis eine gewünschte Vorgabe-Temperatur
für das Wasser (F) erreicht ist,
- anschließendes Pumpen des erhitzten Wassers (F) mittels der Wasserleitung (22b,
29, 122b, 129) zu der Einspritzdüse (21, 121) und Einspritzen des erhitzten Wassers
(F) durch die Einspritzdüse (21, 121) hinein in die Trommel (13, 113), insbesondere
auf darin befindliche Wäsche (W).
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass während des mehrfachen Durchführens des Schritts des Pumpens, insbesondere auch während
des Einbringens des erhitzten Wassers (F) in die Trommel (13, 113), kein Wasser (F)
von außen, insbesondere aus der Trommel (13, 113) oder aus dem Trommelaufnahmebehälter
(15, 115) oder von einer Wasserzuleitung zu der Waschmaschine (11, 111) in das Wasserreservoir
(20, 120) eingelassen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturerfassung des Wassers (F) an der Pumpe (24, 124) und/oder an der Wasserführung
erfolgt, insbesondere an der Pumpe (24, 124) und an der Wasserführung, wobei vorzugsweise
eine Temperaturerfassung an der Wasserführung hinter der Pumpe (24, 124) erfolgt und
vor der Einspritzdüse (21, 121), vorzugsweise hinter der Pumpe (24, 124) und vor dem
Pumpen-Ventil (V2) in der Wasserleitung (22b, 29, 122b, 129) zwischen Pumpe (24, 124)
und Einspritzdüse (21, 121).
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass während des Wiederholens der Schritte des Pumpens samt Beheizens und Zurücklassens
des Wassers (F) bis nach dem Einspritzen des erhitzten Wassers (F) durch die Einspritzdüse
(21, 121) hinein in die Trommel (13, 113), insbesondere auf darin befindliche Wäsche
(W), die Trommel (13, 113) nicht bewegt wird, wobei vorzugsweise die Trommel (13,
113) nach dem Einspritzen des erhitzten Wassers (F) durch die Einspritzdüse (21, 121)
gedreht wird, insbesondere um maximal eine halbe Umdrehung oder um mindestens zwei
Umdrehungen.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erhitzte Wasser (F) aus dem Wasserreservoir (20, 120) möglichst vollständig durch
die Pumpe (24, 124) hindurch gepumpt wird, vorzugsweise mit Einlassen von weiterem
Wasser (F) in das Wasserreservoir (20, 120), wobei insbesondere so lange gepumpt wird,
bis die Temperaturerfassung das Unterschreiten einer Grenztemperatur erfasst, um zu
vermeiden, dass Wasser (F) unterhalb der Grenztemperatur in die Trommel (13, 113)
eingespritzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Wasserführung stromabwärts hinter der Pumpe (24, 124) verbliebene Wasser
(F) durch Stopp des Pumpenbetriebs zurück in das Wasserreservoir (20, 120) gelassen
wird und dann mehrfach durch die Pumpe (24, 124) in die Wasserführung gepumpt und
dabei beheizt wird, wobei vorzugsweise das Wasserreservoir (20, 120) einen Filter
aufweist und das zurück in das Wasserreservoir (20, 120) gelassene erhitzte Wasser
(F) durch den Filter gelassen wird, insbesondere zum Rückspülen des Filters.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslass-Ventil (V1) derart ausgebildet ist, dass es geöffnet werden kann um Luft
mit Überdruck hindurchzulassen oder auszulassen, aber kein Wasser (F).
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Waschmittel und/oder sonstige Zusatzstoffe für das Waschen von Wäsche (W) in das
Wasserreservoir (20, 120) eingebracht werden, vorzugsweise mittels einer Dosiereinrichtung
(V2), insbesondere aus einem jeweiligen Vorratsbehälter (33) innerhalb der Waschmaschine
(11, 111), wobei vorzugsweise Wasser (F) mit darin aufgelöstem Waschmittel und/oder
sonstigen Zusatzstoffen mehrfach durch die Pumpe (24, 124) in die Wasserleitung (22b,
122b) zu dem Pumpen-Ventil (V2) gepumpt wird und wieder ins Wasserreservoir (20, 120)
zurück gelassen wird zum Vermischen bzw. zum Auflösen von Waschmittel und/oder sonstigem
Zusatzstoff mit Wasser (F).