[0001] Die Erfindung betrifft ein Montagemodul zur Montage eines Spülkastens sowie ein Verfahren
zur Realisierung einer Vorwand vor einem solchen Montagemodul sowie ein Verfahren
zur Realisierung einer WC-Installation mit einem an einer Vorderseite einer Vorwand
installierten WC-Körper.
[0002] Gattungsgemäße Montagemodule sind im Stand der Technik weithin bekannt und werden
zumeist zur Montage eines Spülkastens hinter einer Vorwand eingesetzt. Das Montagemodul
erstreckt sich dabei entlang einer Vertikalen mit einer Höhe und entlang einer Transversalen
mit einer Breite und bildet eine Vorderseite aus, wobei die Vorwand üblicherweise
an der sich entlang der Vertikalen und der Transversalen erstreckenden Vorderseite
des Montagemoduls angeordnet wird. Dabei kann die Vorwand Öffnungen aufweisen, durch
die sich Elemente des Montagemoduls hindurch erstrecken, so dass die Vorwand lediglich
vor Abschnitten der Vorderseite des Montagemoduls angeordnet wird und sich weitere
Abschnitte des Montagemoduls bis vor die Vorwand erstrecken, so dass sie Vorwandseitenabschnitte
des Montagemoduls ausbilden, die vor der Vorwand angeordnet sind. Mit dem Begriff
Vorderseite ist dabei stets die Seite des Montagemoduls gemeint, an der bestimmungsgemäß
ein WC-Körper an dem Montagemodul zu befestigen ist und auf die man mit einer Blickrichtung,
die senkrecht zur Vertikalen und zur Transversalen verläuft, blickt. Zur Befestigung
des WC-Körpers weist das Montagemodul üblicherweise Befestigungsstäbe auf, die an
einem Modulrahmen des Montagemoduls fest montiert werden und auf die anschließend
der WC-Körper aufgeschoben werden kann, während die Befestigungsstäbe in zu ihnen
korrespondierende Durchführungen des WC-Körpers gesteckt sind, wonach eine abschließende
Befestigung des WC-Körpers an den Befestigungsstäben mittels zu den Befestigungsstäben
korrespondierender Fixiervorrichtungen, beispielsweise umfassend eine Mutter und/oder
eine Verklemmeinheit, erfolgt. Ein Spülkasten umfasst üblicherweise eine Betätigungseinrichtung
zum Auslösen einer WC-Spülung, die zumeist in eine Abdeckplatte integriert ist, die
eine im Spülkasten vorgesehene Reversionsöffnung verschließt. Gattungsgemäße Montagemodule
umfassen üblicherweise einen Modulrahmen, ein Abflussrohr und einen Spülkasten mit
einem Spülrohr, wobei in einer Betriebsposition des Montagemoduls der Spülkasten an
dem Modulrahmen befestigt ist und das Spülrohr einen an der Vorderseite des Montagemoduls
offenen Spülrohranschluss ausbildet und das Abflussrohr an dem Modulrahmen befestigt
ist und einen an der Vorderseite des Montagemoduls offenen Abflussrohranschluss ausbildet.
Die Betriebsposition bezeichnet dabei eine bestimmte Anordnung der Bestandteile des
Montagemoduls zueinander. In der Betriebsposition sind von der Vorderseite aus der
Spülrohranschluss und der Abflussrohranschluss des Montagemoduls zugänglich, so dass
in der Betriebsposition des Montagemoduls ein WC-Körper mit seinem Spülwassereingangsanschluss
und seinem Abwasserausgangsanschluss an den Spülrohranschluss und den Abflussrohranschluss
von der Vorderseite des Montagemoduls aus angeschlossen werden kann.
[0003] Gattungsgemäße Montagemodule eignen sich zur besonders einfachen Installation eines
WCs. Durch das Vorsehen des Modulrahmens, der üblicherweise zumindest zwei vertikal
verlaufende Standstreben aufweist und zumindest zwei transversal verlaufende, die
Standstreben verbindende Transversalstreben aufweist, wird eine einfache Montage des
Spülkastens und eines WC-Körpers in einem Raum ermöglicht. Denn der Modulrahmen kann
mit seiner vertikalen Unterseite auf einen Raumboden aufgestellt werden und an dem
Raumboden und insbesondere einer den Raum begrenzenden Wand, beispielsweise dem Traggerüst
für eine Trockenbauwand oder einer Gebäudewand, fixiert werden, so dass ein an dem
Modulrahmen fixierter Spülkasten und ein an dem Modulrahmen fixierter WC-Körper auf
einfache und zuverlässige Weise in einem Raum fixiert angeordnet werden können. Gleichzeitig
kann der Modulrahmen durch Befestigung des Spülrohrs und des Abflussrohrs an dem Modulrahmen
die Positionen dieser Rohre in der Betriebsposition zuverlässig festlegen. Üblicherweise
mündet das Abflussrohr, das an dem Modulrahmen befestigt ist, an seinem vertikal unteren
Ende in eine gebäudeseitige Abwasserleitung. Nachdem das Abflussrohr des Montagemoduls
an der gebäudeseitigen Abwasserleitung angeschlossen wurde und der Spülkasten an zumindest
einer gebäudeseitigen Wasserzuleitung und insbesondere ferner an einer gebäudeseitigen
elektrischen Zuleitung angeschlossen wurde, kann anschließend eine Vorwand vor dem
Modulrahmen und somit zumindest abschnittsweise vor dem Montagemodul realisiert werden.
Eine solche Vorwand wird üblicherweise als Trockenbauwand realisiert. Dabei umfasst
die Vorwand eine Bauplatte, beispielsweise eine Gipskartonplatte, und üblicherweise
werden UW- und CW-Profile als Traggerüst für die Vorwand verwendet, an dessen Vorderseite
die Bauplatten der Vorwand montiert werden. Gattungsgemäße Montagemodule weisen üblicherweise
einen Modulrahmen auf, der in solchen UW- bzw. CW-Profilen angeordnet werden kann.
Gattungsgemäße Montagemodule ermöglichen somit eine zuverlässige Fixierung und einen
zuverlässigen Anschluss eines Spülkastens, bevor die Vorwand aufgebaut wird, so dass
nach Fertigstellung der Vorwand, die üblicherweise neben Bauplatten auch an der Vorderseite
der Bauplatten aufgebrachte Fliesen umfasst, ein WC-Körper an der Vorderseite der
Vorwand montiert werden kann und mit dem Spülrohranschluss des Spülkastens und dem
Abflussrohranschluss unproblematisch verbunden werden kann.
[0004] Gattungsgemäße Montagemodule müssen somit während der Bauzeit in einem Raum über
eine längere Zeit verbleiben, nachdem Abflussrohr und Spülkasten an die entsprechenden
gebäudeseitigen Leitungen bzw. Anschlüsse der Leitungen angeschlossen worden sind.
Denn zu diesem Zeitpunkt sind üblicherweise verschiedene Gewerke tätig, beispielsweise
Bodenverleger, Trockenbauer, Fliesenleger, Elektriker, etc. An gattungsgemäße Montagemodule
ist somit die Anforderung gestellt, während dieser Bauzeit beschädigungsfrei eine
spätere Anschließbarkeit eines WC-Körpers zu ermöglichen und darüber hinaus den Zugang
zu gebäudeseitigen Anschlüssen zu schützen, beispielsweise um während der Bauzeit
Austritt von unangenehmen Gerüchen aus der Abwasserleitung des Gebäudes oder den Eintritt
von Verunreinigungen in eine solche Abwasserleitung zu vermeiden. Darüber hinaus sollen
solche Montagemodule eine möglichst einfache und sichere Anschließbarkeit des WC-Körpers
nach Aufbau der Vorwand und insbesondere des Bodens in einem Raum ermöglichen. Gattungsgemäße
Montagemodule kommen diesen Anforderungen nur teilweise hinreichend nach. So ist beispielsweise
bekannt, Montagemodule mit Abdeckhauben auszuliefern, die auf den Spülrohranschluss
und den Abflussrohranschluss aufgesteckt werden können. Hierdurch kann zwar grundsätzlich
einer Beschädigung von Abflussrohranschluss und Spülrohranschluss sowie das Eintreten
von Verunreinigungen in diese Anschlüsse und das Austreten von unangenehmen Gerüchen
weitestgehend vermieden werden. Doch gewährleisten solche Abdeckhauben nur unzureichend
eine einfache Fertigstellung der Vorwand auf eine solche Weise, dass anschließend
eine möglichst universelle Anschließbarkeit von beliebigen WC-Körpern gewährleistet
ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass heutzutage WC-Körper mit unterschiedlichsten
Funktionen auf dem Markt erhältlich sind, beispielsweise mit ergänzenden Funktionen
wie etwa einer Hygienespülung, einer Geruchsabsaugung oder einem Trockengebläse. Für
die unterschiedlichen WC-Körper sind jeweils unterschiedliche Wandanschlüsse vonnöten,
für die jedoch durch das Vorsehen von Abdeckhauben an Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss
keine hinreichende Räumlichkeit freigehalten wird, die später einen direkten Anschluss
eines nahezu beliebigen WC-Körpers an der Vorwand erlaubt, ohne dass hierzu aufwendige
und schwierige Ergänzungsarbeiten, wie etwa das gezielte Aufstemmen der Vorwand, erfolgen
müssen. Ferner sind je nach Ausgestaltung von Spülkasten und WC-Körper unterschiedliche
Arten von Wandanschlüssen vonnöten, beispielsweise ein Elektroanschluss zur Stromversorgung
des WC-Körpers, beispielsweise zum Erwärmen von Wasser einer Duscheinrichtung, für
eine Geruchsabsaugung oder einen Fön, ein Elektroanschluss zur Stromversorgung einer
elektrischen Betätigungsplatte und/oder ein zusätzlich zum Spülrohr vorgesehener Wasseranschluss,
beispielsweise für eine Duscheinrichtung. Darüber hinaus bieten herkömmliche Montagemodule
keinerlei Sicherheitsvorkehrungsmaßnahmen, über die bei einem späteren Anschluss eines
WC-Körpers, auch bei dem Vorsehen von Vorwänden mit einer erheblichen Tiefe, sichergestellt
werden kann, dass der jeweilige Abwasserabflussanschluss des WC-Körpers und Spülwasserzuleitungsanschluss
des WC-Körpers fluiddicht an dem Spülrohranschluss bzw. dem Abflussrohranschluss angeschlossen
ist. Hinzu kommt, dass während er üblicherweise langen Bauzeit, während der das Montagemodul
installiert in einem Raum steht, bevor der Aufbau der Vorwand abgeschlossen ist, leicht
Modifikationen an dem Montagemodul durch unbefugtes Personal vorgenommen werden können
oder ein Informationsverlust über Installationsanforderungen des Montagemoduls erfolgen
kann, bis letztendlich der installierende Sanitärfachmann die Installation eines WC-Körpers
an der Vorderseite der Vorwand durchführt, womit weitere Fehler bei der Installation
des WC-Körpers einhergehen können.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Montagemodul bzw.
ein Verfahren zur Realisierung einer Vorwand vor einem solchen Montagemodul bzw. ein
Verfahren zur Realisierung einer WC-Installation bzw. ein System mit einem solchen
Montagemodul bereitzustellen, das zumindest einige Probleme und Nachteile bekannter
Montagemodule bzw. Verfahren bzw. Systeme zumindest teilweise behebt.
[0006] Als eine Lösung der genannten, der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe schlägt die
Erfindung ein Montagemodul mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 vor.
[0007] Das Montagemodul ist zur Montage eines Spülkastens, insbesondere hinter einer Vorwand,
die an einer sich entlang einer Vertikalen und entlang einer Transversalen erstreckenden
Vorderseite des Montagemoduls angeordnet ist, geeignet. Das Montagemodul umfasst einen
Modulrahmen, der sich mit seiner Modulrahmenhöhe entlang der Vertikalen und mit seiner
Modulrahmenbreite entlang der Transversalen erstreckt. Das Montagemodul umfasst ferner
ein Abflussrohr und einen Spülkasten mit einem Spülrohr, wobei in einer Bauzeitposition
des Montagemoduls, die eine festgelegte Anordnung der Komponenten des Montagemoduls
zueinander definiert, der Spülkasten an dem Modulrahmen befestigt ist und das Spülrohr
einen an der Vorderseite des Montagemoduls offenen Spülrohranschluss ausbildet und
das Abflussrohr an dem Modulrahmen befestigt ist und einen an der Vorderseite des
Montagemoduls offenen Abflussrohranschluss ausbildet. Das erfindungsgemäße Montagemodul
kann weitere Merkmale aufweisen, die oben im Zusammenhang mit gattungsgemäßen Montagemodulen
bzw. Verfahren erläutert sind.
[0008] Erfindungsgemäß weist das Montagemodul einen zweiteiligen Anschlussvorbau auf, der
ein Anschlusselement und ein Verschlusselement umfasst. Bevorzugt sind das Anschlusselement
und das Verschlusselement jeweils von dem Modulrahmen separat hergestellte Elemente.
Bevorzugt ist das Anschlusselement aus Kunststoff hergestellt, bevorzugt als Spritzgussteil.
Bevorzugt ist das Verschlusselement aus Kunststoff, Papier oder Karton hergestellt.
In der Bauzeitposition des Montagemoduls ist das Verschlusselement des Anschlussvorbaus
an dem Modulrahmen und dem Anschlusselement lösbar befestigt und verschließt den Spülrohranschluss
und den Abflussrohranschluss. Dabei weist das Verschlusselement an seiner Vorderseite,
d. h. mit seiner Projektion, betrachtet von der Vorderseite aus in eine Richtung,
die senkrecht zur Transversalen und Vertikalen steht, eine transversale und eine vertikale
Erstreckung auf, innerhalb derer sowohl der Spülrohranschluss als auch der Abflussrohranschluss
angeordnet sind, wobei diese Vorderseite mit ihrer entsprechenden transversalen und
vertikalen Erstreckung, innerhalb derer sowohl der Spülrohranschluss als auch der
Abflussrohranschluss angeordnet sind, um mindestens 15 mm, insbesondere mindestens
30 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 100 mm, über den Modulrahmen, d. h. über die
Vorderseite des Modulrahmens, vorsteht. Mit Vorstehen ist dabei vorliegend allgemein
ein Vorstehen entlang einer Richtung gemeint, die senkrecht auf der Vertikalen und
auf der Transversalen steht. Das Verschlusselement ist bevorzugt unmittelbar an dem
Anschlusselement befestigt und insbesondere unmittelbar an dem Modulrahmen befestigt.
In einer Ausführungsform erfolgt die Befestigung des Verschlusselements an dem Anschlusselement
mittelbar über den Modulrahmen. In einer Ausführungsform erfolgt die Befestigung des
Anschlusselements und/oder des Verschlusselements an dem Modulrahmen mittelbar über
das am Modulrahmen befestigte Abflussrohr und/oder über das am Modulrahmen befestigte
Spülrohr. Hierzu weist bevorzugt das Anschlusselement einen ersten Anschlusselementabschnitt
auf, der zur Befestigung des Anschlusselements an dem Spülrohr außen um den Spülrohranschluss
gesteckt ist, und/oder einen zweiten Anschlusselementabschnitt, der zur Befestigung
des Anschlusselements an dem Abflussrohr außen um den Abflussrohranschluss gesteckt
ist. Alternativ oder ergänzend hierzu weist bevorzugt das Verschlusselement einen
ersten Verschlusselementabschnitt auf, der zur Befestigung des Verschlusselements
an dem Spülrohr in den Spülrohranschluss gesteckt ist, und/oder einen zweiten Verschlusselementabschnitt,
der zur Befestigung des Verschlusselements an dem Abflussrohr in den Abflussrohranschluss
gesteckt ist. Bevorzugt erfolgt die Befestigung des Verschlusselements an dem Modulrahmen
ausschließlich mittelbar über das Spülrohr und/oder das Abflussrohr. Bevorzugt erfolgt
die Befestigung des Anschlusselements an dem Modulrahmen ausschließlich mittelbar
über das Spülrohr und/oder das Abflussrohr. Dabei ist stets eine solche korrespondierende
Ausgestaltung von Verschlusselement und Modulrahmen sowie Verschlusselement und Anschlusselement
vorgesehen, dass das Verschlusselement ausgehend von der Bauzeitposition sowohl von
dem Modulrahmen als auch von dem Anschlusselement lösbar ist und somit von beiden
separierbar und entfernbar ist. Indem das Verschlusselement den Spülrohranschluss
und den Abflussrohranschluss verschließt, sorgt das Verschlusselement dafür, dass
ein lichter Querschnitt, über den der Abflussrohranschluss und der Spülrohranschluss
in der Bauzeitposition von der Vorderseite des Montagemoduls aus zugänglich sind,
wesentlich kleiner ist, insbesondere mindestens 50 % kleiner, insbesondere mindestens
80 % kleiner, insbesondere mindestens 95 % kleiner, als der jeweilige lichte Querschnitt
von Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss, den Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss
in einer durch Transversale und Vertikale aufgespannten Ebene ausbilden. Besonders
bevorzugt verschließt das Verschlusselement zumindest den Abflussrohrquerschnitt geruchsdicht.
[0009] Ausgehend von der Bauzeitposition ist das Verschlusselement von dem Anschlusselement
und dem Modulrahmen lösbar zur Realisierung einer Betriebsposition des Montagemoduls.
Die Betriebsposition des Montagemoduls definiert eine von der in der Bauzeitposition
definierten Anordnung der Komponenten des Montagemoduls unterschiedliche Anordnung
dieser Komponenten. Allerdings ist ausgehend von der Bauzeitposition in der Betriebsposition
der Spülkasten unverändert an dem Modulrahmen befestigt und bildet das Spülrohr unverändert
einen an der Vorderseite des Montagemoduls offenen Spülrohranschluss aus und ist das
Abflussrohr an dem Modulrahmen befestigt und bildet einen an der Vorderseite des Montagemoduls
offenen Abflussrohranschluss aus. Besonders bevorzugt ist eine veränderte Anordnung
des Verschlusselements relativ zu den übrigen Komponenten des Montagemoduls der einzige
Unterschied zwischen der Bauzeitposition und der Betriebsposition. In einer Ausführungsform
sind ausschließlich eine Veränderung der Position des Verschlusselements und des Anschlusselements
relativ zu den übrigen Komponenten des Montagemoduls der einzige Unterschied zwischen
der Betriebsposition und der Bauzeitposition. In der Betriebsposition ist das Anschlusselement
an dem Modulrahmen befestigt, bevorzugt ausgehend von der Bauzeitposition unverändert
befestigt. In der Betriebsposition steht das Anschlusselement, bevorzugt ausgehend
von der Bauzeitposition unverändert, mit seiner Vorderseite über den Modulrahmen,
d. h. über die Vorderseite des Modulrahmens, vor, insbesondere um mindestens 5 mm,
insbesondere zwischen 5 mm und 30 mm über den Modulrahmen vor. Dabei bildet das Anschlusselement
eine entlang einer Richtung, die senkrecht zur Transversalen und senkrecht zur Vertikalen
steht, verlaufende Führung aus, die zumindest mit einem Führungsabschnitt vor der
Vorderseite des Modulrahmens verläuft und sich insbesondere mit einem weiteren Führungsabschnitt,
der mit dem erstgenannten Führungsabschnitt unmittelbar verbunden ist, ferner hinter
dem Modulrahmen erstreckt. Besonders bevorzugt ist ausgehend von der Betriebsposition
zur Realisierung der Bauzeitposition das Verschlusselement auf die Vorderseite des
Anschlusselements aufsetzbar, insbesondere ohne Veränderung der Position und Fixierung
des Anschlusselements relativ zum Modulrahmen, und dabei relativ zu dem Anschlusselement
lösbar fixierbar, beispielsweise durch unmittelbare Fixierung an dem Anschlusselement
und/oder Fixierung an dem Modulrahmen, wobei besonders bevorzugt das Verschlusselement
mit seiner Vorderseite, mit der es die genannte transversale und vertikale Erstreckung
aufweist, innerhalb derer sowohl der Spülrohranschluss als auch der Abflussrohranschluss
angeordnet sind, in der Bauzeitposition um mindestens 5 mm, insbesondere um mindestens
10 mm über die Vorderseite des Anschlusselements vorstehen.
[0010] Das erfindungsgemäße Montagemodul bringt eine Vielzahl an Vorteilen mit sich. Durch
das Vorsehen eines zweiteiligen Anschlussvorbaus kann auf die unterschiedlichen Gegebenheiten
und Anforderungen während der Bauzeit, während der auch die Vorwand aufgebaut wird,
und während des nach der Bauzeit, d. h. nach der Realisierung der Vorwand erfolgenden
Anschluss eines WCs an das Montagemodul, besonders Rücksicht genommen werden. Indem
in der Bauzeitposition des Montagemoduls das Verschlusselement sich mit seiner Vorderseite
transversal und vertikal über den Spülrohranschluss und den Abflussrohranschluss hinweg
erstreckt, diese beiden somit von der Vorderseite aus gesehen verdeckt, insbesondere
durch Ausbildung einer flächig geschlossenen Vorderseite des Verschlusselements, und
die Rohranschlüsse verschließt, kann zum einen einer Beschädigung dieser Rohranschlüsse
vorgebeugt sein und zum anderen einem Eintritt von Verunreinigungen in an diese Rohranschlüsse
angeschlossenen Leitungen vorgebeugt sein. Indem sich das Verschlusselement mit seiner
Vorderseite, mit der es den Abflussrohranschluss und den Spülrohranschluss, gesehen
von der Vorderseite aus, verdeckt, deutlich über den Modulrahmen vorsteht, insbesondere
um mindestens 15 mm, insbesondere um mindestens 30 mm, insbesondere um mindestens
50 mm, insbesondere zwischen 15 mm und 100 mm, insbesondere zwischen 30 mm und 100
mm, dient das Verschlusselement ferner als Platzhalter für eine in der Vorwand vorzusehenden
Öffnung, wenn die Vorwand an der Vorderseite des Montagemoduls aufgebaut wird. Hierdurch
kann besonders begünstigt eine hinreichend große Öffnung in der Vorwand vorgesehen
sein, die einen universellen Anschluss von nahezu beliebigen WC-Körpern mit nahezu
beliebigen Funktionalitäten erlaubt. Indem das Verschlusselement eine klare Bemaßung
der Öffnung in der Vorwand vorgibt und somit beispielsweise auch einem Fliesenleger
das gezielte Vorsehen der Öffnung in der Größe des Verschlusselements, d. h. der transversalen
und vertikalen Erstreckung des Verschlusselements mit seiner Vorderseite, ermöglicht,
kann darüber hinaus sichergestellt sein, dass nur eine solche Öffnung in der Vorwand
realisiert wird, die durch nahezu jeden verkehrsüblichen WC-Körper nach dessen Montage
an der Vorderseite der Vorwand verdeckt ist. Indem darüber hinaus ein Anschlusselement
vorgesehen ist, das in der Bauzeitposition lösbar an dem Verschlusselement befestigt
ist und das in der Betriebsposition eine Führung mit einem Führungsabschnitt vor der
Vorderseite des Modulrahmens bereitstellt, ist zum einen sichergestellt, dass in der
Bauzeitposition das Anschlusselement zuverlässig an dem Modulrahmen fixiert ist und
nicht verloren geht und zum anderen sichergestellt, dass in der Betriebsposition,
in der bevorzugt ein Anschluss eines WC-Körpers an das Montagemodul erfolgen kann,
eine Führung bereitgestellt ist, die den Anschluss des WC-Körpers vereinfacht. Die
Führung kann beispielsweise eine Fluidführung von zumindest einem von Abflussrohranschluss
und Spülrohranschluss bis vor den Modulrahmen umfassen, wodurch bei einem fehlerhaften
Anschluss einer zu einem WC-Körper führenden Abwasserverbindungsleitung am Abflussrohranschluss
und/oder einer fehlerhaften Verbindung einer zu einem WC-Körper führenden Spülwasserverbindungsleitung
am Spülrohranschluss austretendes Leckagewasser vor den Modulrahmen geführt wird,
damit es von der Vorderseite der Vorwand aus zur Kenntnis genommen werden kann. Die
Führung kann beispielsweis auch eine geometrische Führung, beispielsweise durch das
Vorsehen einer Kavität bzw. von führenden Seitenwänden umfassen, die eine gezielte
Positionierung einer Anschlussvorrichtung, wie beispielsweise eines Hygienespülungszuleitungsschlauchs
oder einer elektrischen Zuleitung oder einer elektrischen Steuereinrichtung oder sonstigen
Anschlusseinrichtung, die an einen WC-Körper angeschlossen werden kann, oder sonstiger
Bauteile wie beispielsweise eines Versprungsets zur gezielten Höhenmontage eines WC-Körpers
erlauben. Indem sich die Führung jedenfalls mit einem Führungsabschnitt vor dem Modulrahmen
erstreckt, gewährleistet die Führung eine hinreichende Führung entlang der Richtung,
die senkrecht zur Transversalen und Vertikalen verläuft und/oder ermöglicht einen
hinreichenden Stauraum und das Vorsehen hinreichender Führungsabschnitte zum Erleichtern
eines WC-Anschlusses. Besonders bevorzugt ist die Führung mit ihrem sich vor dem Modulrahmen
erstreckenden Führungsabschnitt ausschließlich innerhalb eines sich vertikal und transversal
erstreckenden Erstreckungsbereichs angeordnet, den die genannte, mindestens 15 mm
von dem Modulrahmen vorstehende Vorderseite des Verschlusselements in der Bauzeitposition
mit ihren transversalen und vertikalen Erstreckungen abdeckt. Besonders bevorzugt
ist die gesamte Erstreckung des Anschlusselements in der Betriebsposition, mit der
sich das Anschlusselement vor dem Modulrahmen erstreckt, ausschließlich innerhalb
eines sich vertikal und transversal erstreckenden Erstreckungsbereichs angeordnet,
den die genannte Vorderseite des Verschlusselements in der Bauzeitposition mit ihrer
transversalen und vertikalen Erstreckung abdeckt. Besonders bevorzugt ist das Anschlusselement
ausgehend von der Betriebsposition von dem Modulrahmen reversibel lösbar, da. h. von
dem Modulrahmen lösbar und anschließend wieder befestigbar. Eine entsprechende, reversibel
lösbare Befestigung kann beispielsweise durch eine Verrastung und/oder eine Verklemmung
erfolgen. Besonders bevorzugt weist der Modulrahmen zwei vertikal verlaufende Standstreben
und mehrere, die Standstreben verbindende, transversal verlaufende Transversalstreben
auf. Bevorzugt ist der Abflussrohranschluss vertikal zwischen zwei der Transversalstreben
angeordnet, wobei bevorzugt das Abflussrohr an seinem den Abflussrohranschluss ausbildenden
Ende in einer Richtung, die senkrecht auf Vertikaler und Transversaler steht, mit
zumindest einer, insbesondere beiden der Transversalstreben überlappt. Bevorzugt ist
das Abflussrohr mit seinem den Abflussrohranschluss ausbildenden Ende über eine Befestigungseinrichtung,
wie beispielsweise eine Schelle, an zumindest einem der beiden Transversalstreben
befestigt. Besonders bevorzugt sind die Transversalstreben vertikal um mindestens
11 cm voneinander beabstandet. Besonders bevorzugt ist ausgehend von der Betriebsposition
das Anschlusselement von dem Modulrahmen lösbar unter Freigabe eines zuvor von der
Vorderseite aus gesehen vom Anschlusselement verdeckten Freiraums an beiden transversalen
Seiten des Abflussrohranschlusses, wobei sich der Freiraum an jeder der transversalen
Seiten des den Abflussrohranschluss ausbildenden Endes des Abflussrohres in Transversalrichtung
über mindestens 5 cm, insbesondere mindestens 10 cm ausgehend von dem jeweiligen transversalen
Ende des Endes des Abflussrohres weg erstreckt, insbesondere vertikal durchgehend
zwischen den beiden Transversalstreben hinweg erstreckt, insbesondere in Transversalrichtung
durchgehend bis zur dem jeweiligen Transversalende des Endes des Abflussrohres benachbarten
Standstrebe. Durch das Freigeben dieses Freiraums ist der Anschluss des Abflussrohres
des Montagemoduls an eine gebäudeseitige Abwasserleitung besonders vereinfacht, da
nach Demontage des Anschlusselements von dem Modulrahmen durch den Freiraum eine einfache
Handhabbarkeit des Abflussrohres gegeben ist, insbesondere auch eine Demontierbarkeit
und/oder Bewegbarkeit des Abflussrohres von dem Modulrahmen gegeben ist, wodurch das
Abflussrohr auf einfache Weise in einen Abwasserleitungsanschluss der gebäudeseitigen
Abwasserleitung eingesteckt bzw. mit diesem verbunden werden kann.
[0011] In einer Ausführungsform ist die vertikale und die horizontale Erstreckung des Elements
an dessen Vorderseite, die um mindestens 15 mm über den Modulrahmen vorsteht und innerhalb
derer sowohl der Spülrohranschluss als auch der Abflussrohranschluss angeordnet sind,
jeweils durch eine um den Spülrohranschluss und um den Abflussrohranschluss umlaufende
Außenseite des Verschlusselements begrenzt. Die Außenseite verläuft dabei bevorzugt
um den Spülrohranschluss und den Abflussrohranschluss durchgehend umlaufend, insbesondere
ununterbrochen durchgehend umlaufend. Die Außenseite läuft bevorzugt, insbesondere
durchgehend, von der genannten Vorderseite des Verschlusselements aus bis zur Vorderseite
des Anschlusselements oder bis zur Vorderseite des Modulrahmens entlang einer Richtung,
die senkrecht der Vertikalen und der Transversalen steht, wobei sie über ihren Verlauf
in dieser Richtung hinweg den Spülrohranschluss und den Abflussrohranschluss umläuft.
Bevorzugt schließt die Außenseite des Verschlusselements über ihren Verlauf in dieser
Richtung von der Vorderseite des Verschlusselements bis zur Vorderseite des Anschlusselements
oder bis zum Modulrahmen hinweg durchgehend dieselbe transversale und vertikale Erstreckung
ein, so dass ein Schnitt durch die Außenseite in jeder durch Transversale und Vertikale
aufgespannten Ebene innerhalb dieses Bereichs dieselbe flächige Erstreckung aufweist.
Indem eine solche umlaufende Außenseite des Verschlusselements vorgesehen ist, kann
das Verschlusselement eine besonders gute Orientierung für das Vorsehen einer Öffnung
in der Vorwand, insbesondere auch während des Aufbringens eines Fliesenbelags der
Vorwand, dienen. Besonders bevorzugt weist die Außenseite zwischen ihren gegenüberliegenden
absoluten transversalen Enden eine Erstreckung von mindestens 15 cm, insbesondere
mindestens 20 cm auf und zwischen ihren gegenüberliegenden absoluten vertikalen Enden
eine Erstreckung von mindestens 20 cm, insbesondere mindestens 25 cm auf. Besonders
bevorzugt schließt die umlaufende Außenseite des Verschlusselements eine in der Transversalen
und in der Vertikalen verlaufende Fläche von mindestens 300 cm
2, insbesondere mindestens 400 cm
2 ein. Hierdurch kann eine besonders vorteilhafte, große, aber durch einen standardmäßigen
WC-Körper noch verschließbare Öffnung in der Vorwand durch das Verschlusselement freigehalten
sein.
[0012] In einer Ausführungsform weist das Anschlusselement in der Betriebsposition, und
insbesondere auch in der Bauzeitposition, eine Fluidführung von dem Spülrohranschluss
und/oder dem Abflussrohranschluss bis vor dem Modulrahmen auf zum Ableiten von aus
dem Spülrohranschluss und/oder dem Abflussrohranschluss austretenden Leckage Wasser.
Die von dem Anschlusselement ausgebildete Führung umfasst somit die Fluidführung oder
ist als die Fluidführung ausgebildet. Wie oben erläutert kann hierdurch besonders
zuverlässig Sorge getragen sein, dass an dem Spülrohranschluss und/oder dem Abflussrohranschluss
austretendes Leckagewasser durch die Fluidführung vor den Modulrahmen, besonders bevorzugt
vor die Vorwand, geführt wird, so dass vermieden wird, dass unerkannt Feuchtigkeit
hinter der Vorwand entsteht, die beispielsweise zu einer Gebäudeschädigung, wie beispielsweise
Schimmelbildung, führen kann. Dabei erstreckt sich die Fluidführung bevorzugt mit
einem ersten Führungsabschnitt vor der Vorderseite des Modulrahmens und mit einem
zweiten Führungsabschnitt ausgehend von dem ersten Führungsabschnitt bis hinter den
Spülrohranschluss beziehungsweise den Abflussrohranschluss, wobei besonders bevorzugt
die Fluidführung und insbesondere der genannte erste und zweite Fluidführungsabschnitt
jeweils einen ersten Teil aufweist, der dem Spülrohranschluss zugeordnet ist und unterhalb
des Spülrohranschlusses, jedoch oberhalb des Abflussrohranschlusses verläuft, und
einen zweiten Teil, aufweist, der dem Abflussrohranschluss zugeordnet ist und unterhalb
des Abflussrohranschlusses verläuft, so dass über die beiden Teile Leckagewasser,
das aus dem dem jeweiligen Teil zugeordneten Rohranschluss austritt, zuverlässig abgeführt
werden kann. Besonders bevorzugt weist das Anschlusselement einen ersten Rohrstutzen
auf, mit dem es in der Betriebsposition fluidführend mit dem Spülrohranschluss verbunden
ist, sowie einen zweiten Rohrstutzen, mit dem es in der Betriebsposition fluidführend
mit dem Abflussrohranschluss verbunden ist. Erster und zweiter Rohrstutzen bilden
somit zumindest teilweise die Fluidführung des Anschlusselements aus und weisen jeweils
einen ersten Abschnitt auf, der sich vor dem Modulrahmen erstreckt, sowie einen zweiten
Abschnitt, der ausgehend von dem ersten Modulrahmen bis hinter den jeweiligen Anschluss
verläuft. Das Vorsehen eines Rohstutzens als Teil der Fluidführung hat sich als besonders
vorteilhaft für eine besonders zuverlässige Führung von Leckagewasser von dem jeweiligen
Rohranschluss weg bis vor den Modulrahmen herausgestellt. Besonders bevorzugt ist
der erste Rohrstutzen außen um den Spülrohranschluss angeordnet und/oder der zweite
Rohrstutzen außen um den Abflussrohranschluss angeordnet.
[0013] In einer Ausführungsform weist das Verschlusselement einen ersten und einen zweiten
zylindrischen Verschlussabschnitt auf, wobei in der Bauzeitposition der erste zylindrische
Verschlussabschnitt den Spülrohranschluss verschließt und der zweite zylindrische
Verschlussabschnitt den Abflussrohranschluss verschließt. In einer Ausführungsform
ist dabei in der Bauzeitposition der erste zylindrische Verschlussabschnitt innerhalb
des von dem Anschlusselement ausgebildeten ersten Rohrstutzen angeordnet und über
diesen mit dem Spülrohranschluss verbunden und der zweite zylindrische Verschlussabschnitt
innerhalb des von dem Anschlusselement ausgebildeten zweiten Rohrstutzens angeordnet
und über diesen mit dem Abflussrohranschluss verbunden. In einer Ausführungsform ist
in der Bauzeitposition der erste zylindrische Verschlussabschnitt in dem Spülrohranschluss
angeordnet und der zweite zylindrische Verschlussabschnitt in dem Abflussrohranschluss
angeordnet.
[0014] In einer Ausführungsform weist das Anschlusselement eine Kavität auf, die eine Vorderseite
aufweist und die an ihrer Vorderseite offen ist und in der Betriebsposition von der
Vorderseite aus zugänglich ist, insbesondere von der Vorderseite des Montagemoduls
aus. Die Kavität weist eine transversale und eine vertikale Erstreckung auf, wobei
der Spülrohranschluss und der Abflussrohranschluss innerhalb der transversalen und
innerhalb der vertikalen Erstreckung der Kavität angeordnet sind. Die Kavität kann
bevorzugt zumindest eine Teilkavität umfassen, die innerhalb der transversalen und
vertikalen Erstreckung der Kavität vorgesehen ist und die durch jeweils eine Teilkavitätswandung,
die die Teilkavität transversal und/oder vertikal begrenzt und sich mit ihrer Teilkavitätwandungshöhe
senkrecht zur Transversalen und Vertikalen erstreckt. Die Kavität weist eine Erstreckung
in einer Richtung senkrecht zur Transversalen und senkrecht zur Vertikalen auf, die
bevorzugt mindestens 5 mm, insbesondere mindestens 10 mm lang ist. Entsprechend eignet
sich die Kavität zur Aufnahme von zum Anschluss eines WC-Körpers notwendigen Elementen,
wie beispielsweise von Zuleitungen, Anschlusseinrichtungen, wie etwa Steuereinrichtungen,
Betriebsgeräte, Trafos oder dergleichen, sonstigen Bauteilen, etc, da durch die Tiefe
der Kavität, d. h. ihre Erstreckung in einer Richtung, die senkrecht auf der Vertikalen
und der Transversalen steht, ein hinreichender Raum zur Verfügung gestellt ist. In
einer Ausführungsform weist das Anschlusselement einen ersten und einen zweiten Rohrstutzen
auf, die von der Kavität umfasst sind, wobei zumindest ein Abschnitt der Wandung des
jeweiligen Rohrstutzens eine Teilkavitätswandung darstellt und der lichte Querschnitt
des jeweiligen Rohrstutzens jeweils eine Teilkavität darstellt. Allgemein bevorzugt
ist die Kavität durch eine Wandung begrenzt, bevorzugt durch eine transversal und
vertikal umlaufende Wandung begrenzt, wobei sich die Wandung mit ihrer Wandungshöhe
senkrecht zur Transversalen und senkrecht zur Vertikalen erstreckt und bevorzugt über
ihre Wandungshöhe die Erstreckung der Kavität in dieser Richtung definiert. Besonders
bevorzugt weist die Wandung eine über ihre Umlauflänge gemittelte Wandungshöhe von
mindestens 5 mm, insbesondere mindestens 10 mm auf, wobei die Wandung mit ihrer Umlauflänge
um einen sich transversal und vertikal erstreckenden Bereich umläuft und dabei eine
in der Vertikalen und in der Transversalen verlaufende Fläche einschließt, die bevorzugt
mindestens 300 cm
2, insbesondere mindestens 400 cm
2 beträgt. Besonders bevorzugt verläuft die Wandung an beiden transversalen Seiten
von Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss mit je einem Abschnitt vertikal zwischen
Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss und ist mit diesen Abschnitten jeweils
transversal von Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss beabstandet, insbesondere
um jeweils mindestens 3 cm, insbesondere an zumindest einer transversalen Seite um
mindestens 5 cm, insbesondere mindestens 8 cm, insbesondere an beiden transversalen
Seiten um jeweils mindestens 5 cm, insbesondere mindestens 8 cm. Die Kavität ist somit
bevorzugt durch eine Wandung begrenzt, die einen Wandungsabschnitt aufweist, der in
der Transversalen von dem Spülrohranschluss und dem Abflussrohranschluss beabstandet
ist. Hierdurch kann die Kavität einen besonders geeigneten Aufnahmeraum für eine Anschlussvorrichtung
für den WC-Körper bereitstellen. Allgemein ist bevorzugt die Kavität mit ihrer gesamten
transversalen und vertikalen Erstreckung vollständig innerhalb eines sich vertikal
und transversal erstreckenden Erstreckungsbereichs angeordnet, den die Vorderseite
des Verschlusselements in der Bauzeitposition mit ihrer transversalen und vertikalen
Erstreckung abdeckt, wobei dies die genannte Vorderseite des Verschlusselements ist,
die in der Bauzeitposition um mindestens 15 mm über den Modulrahmen vorsteht. Hierdurch
ist gewährleistet, dass das Verschlusselement in der Bauzeitposition und somit während
der Bauzeit, insbesondere während eines Aufbaus der Vorwand, einen Platzhalter bereitstellt,
der nach der Realisierung der Vorwand einen Zugang zu der Kavität sicherstellt. Allgemein
weist besonders bevorzugt das Montagemodul einen Kavitätsdeckel auf, der zum reversiblen
Verschließen von zumindest einem Teil der Vorderseite der Kavität ausgehend von der
Betriebsposition ausgebildet ist. Besonders bevorzugt weist der Kavitätsdeckel hierzu
mechanische Verschlussmittel auf, die mit mechanischen Verschlussmitteln korrespondieren,
die an der Kavität, insbesondere an der Wandung der Kavität oder an zumindest einer
Teilkavitätswandung, vorgesehen sind. Durch das Vorsehen eines Kavitätsdeckels, der
einen Teil der Vorderseite der Kavität reversibel verschließen kann, insbesondere
die Vorderseite einer durch eine Teilkavitätswandung abgegrenzte Teilkavität, kann
eine besonders gute Einkammerung einer Anschlussvorrichtung oder eines sonstigen,
für ein WC verwendeten Bauteils, insbesondere eines elektronischen Bauteils, gewährleistest
sein, was dieses Bauteil beziehungsweise die Anschlussvorrichtung besonders vorteilhaft
schützen kann, wenn ein WC-Körper an dem Montagemodul angeschlossen ist, was typischerweise
über einen sehr langen Zeitraum von vielen Jahren unverändert bestehen bleibt. Allgemein
weist bevorzugt die Kavität an ihrer der in der Betriebsposition offenen Vorderseite
gegenüberliegenden Rückseite eine Rückwand auf, die zumindest 50%, insbesondere mehr
als 70%, der Rückseite der Kavität verschließt. Dabei verschließt die Rückwand jedenfalls
nicht die bevorzugt innerhalb der Kavität liegenden lichten Querschnitte von Spülrohranschluss
und Abflussrohranschluss. Durch das Vorsehen einer Rückwand, die die Rückseite der
Kavität zumindest teilweise verschließt, kann die Kavität eine besonders gezielt geführte
Aufnahme von Anschlussvorrichtung oder sonstiger Bauteile und insbesondere auch ein
besserer Schutz derselben gewährleisten.
[0015] In einer Ausführungsform sind Anschlusselement und Verschlusselement dergestalt zueinander
korrespondierend ausgebildet, dass sie in der Bauzeitposition mit ihren transversalen
und vertikalen Enden zumindest abschnittsweise bündig ineinander übergehen. Besonders
bevorzugt steht das Anschlusselement transversal und vertikal nicht über das Verschlusselement
vor. Durch das bündige Ineinanderübergehen kann die Verwendung des Montagemoduls besonders
begünstigt sein, insbesondere der Aufbau einer Vorwand vor dem Montagemodul besonders
vereinfacht sein.
[0016] In einer Ausführungsform weist das Montagemodul einen Zuführungsschlauch auf, der
von einem Elektroanschluss und/oder einem Wasseranschluss des Spülkastens bis zum
Anschlusselement verläuft und in einen Bereich des Anschlusselements mündet, der innerhalb
eines sich vertikal und transversal erstreckenden Erstreckungsbereichs liegt, den
die Vorderseite des Verschlusselements in der Bauzeitposition mit ihren transversalen
und vertikalen Erstreckung abdeckt, wobei auf die genannte Vorderseite abgestellt
ist, die um mindestens 15 mm über den Modulrahmen vorsteht. Bevorzugt liegt der Bereich,
in den der Zuführungsschlauch mündet, zumindest abschnittsweise transversal außerhalb
von Spülrohranschluss und Abflussrohranschluss. Hierdurch kann eine besonders gute
Zugänglichkeit zu diesem Bereich, auch nach Anschluss eines WC-Körpers, ermöglicht
sein. Besonders bevorzugt erstreckt sich der Bereich transversal zwischen 60 mm und
150 mm, insbesondere zwischen 60 mm und 120 mm über die durch Spülrohranschluss und
Abflussrohranschluss mittig verlaufende Vertikale hinaus. Besonders bevorzugt mündet
der Zuführungsschlauch in die Kavität des Anschlusselements. Besonders bevorzugt weist
die Kavität die genannte Rückwand auf, wobei die Rückwand eine Öffnung aufweist, in
die der Zuführungsschlauch mündet. Allgemein weist bevorzugt die Rückwand Sollbruchabschnitte
auf, die bei einer Druckbelastung von der Vorderseite aus aufbrechbar sind unter Freigabe
einer durch die Sollbruchabschnitte festgelegten Öffnung. Hierdurch kann ein Installateur,
beispielsweise Elektro- oder Sanitärinstallateur, in der Rückwand der Kavität gezielt
an einer für den Anschluss des jeweiligen WC-Körpers geeigneten Stelle eine Öffnung
in der Rückwand vorsehen, durch die eine Anschlussvorrichtung zum WC-Körper geführt
werden kann oder ein sich von dem WC-Körper an dessen Rückseite weg erstreckendes
Bauteil hindurchragen kann.
[0017] Allgemein bevorzugt umfasst die Kavität zumindest eine Teilkavität, insbesondere
mehrere Teilkavitäten. Bevorzugt sind zumindest eine, insbesondere mehrere der Teilkavitäten
mit ihren vertikalen und transversalen Erstreckungen vollständig außerhalb der vertikalen
und transversalen Erstreckung des Spülrohranschlusses und des Abflussrohranschlusses
angeordnet. Die Teilkavität ist innerhalb der Kavität vorgesehen und zumindest abschnittsweise
durch eine Teilkavitätwandung von Bereichen der Kavität abgegrenzt, die horizontal
und/oder vertikal benachbart zu der Teilkavität vorgesehen sind. In einer Ausführungsform
umfasst die Kavität eine Teilkavität, die umlaufend geschlossen von einer Teilkavitätwandung
umschlossen ist, wobei bevorzugt ein Abschnitt der Teilkavitätwandung durch die Wandung
der Kavität bereitgestellt ist, wohingegen der Rest der Teilkavitätwandung innerhalb
der Kavität verläuft. Besonders bevorzugt ist in der Kavität eine Teilkavitätwandung
vorgesehen, die zwei nebeneinander angeordnete Teilkavitäten der Kavität voneinander
abgrenzt. Besonders bevorzugt weist die Kavität zumindest eine Teilkavität auf, die
mit Bezug auf die Vertikale und mit Bezug auf die Transversale außerhalb des Spülrohranschlusses
und außerhalb des Abflussrohranschlusses liegt, wobei in einer Ausführungsform das
Anschlusselement einen oben erläuterten ersten und zweiten Rohrstutzen aufweist und
die Rohrstutzenwandung von erstem und zweitem Rohrstutzen jeweils zumindest einen
Abschnitt der Teilkavitätwandung ausbildet. Besonders bevorzugt mündet der oben erläuterte
Zuführungsschlauch in eine der Teilkavitäten. Bevorzugt erstreckt sich die oben erläuterte
Rückwand der Kavität zumindest abschnittsweise, insbesondere vollständig über die
Rückseite der Teilkavität hinweg, wobei die Rückwand innerhalb der Teilkavität eine
Öffnung aufweist, in die der Zuführungsschlauch mündet. Besonders bevorzugt liegt
diese Öffnung vertikal unterhalb des Spülrohranschlusses und vertikal oberhalb des
Abflussrohranschlusses, wobei bevorzugt diese Öffnung einen ersten vertikalen Abstand
zu dem Spülrohranschluss aufweist und einen zweiten vertikalen Abstand zu dem Abflussrohranschluss
aufweist, wobei bevorzugt der zweite Abstand mindestens das Doppelte, insbesondere
mindestens das Dreifache, insbesondere mindestens das Fünffache des ersten Abstands
beträgt. Besonders bevorzugt ist die Öffnung in einem Transversalbereich angeordnet,
der transversal weniger als 2 cm von einer vertikalen Achse beabstandet ist, die durch
den Mittelpunkt des Spülrohranschlusses und durch den Mittelpunkt des Abflussrohranschlusses
verläuft. Besonders bevorzugt ist die transversale Erstreckung der Öffnung auf einen
Transversalbereich begrenzt, der sich bis maximal 10 cm, insbesondere maximal 8 cm,
insbesondere maximal 5 cm transversal von der genannten vertikalen Achse weg erstreckt.
Besonders bevorzugt weist das Anschlusselement den oben erläuterten ersten Rohrstutzen
auf, wobei die Öffnung um weniger als 1 cm vertikal von dem Rohrstutzen beabstandet
ist. Besonders bevorzugt weist das Montagemodul eine Wasserleitung und/oder eine elektrische
Leitung auf, wobei die Wasserleitung und/oder die elektrische Leitung in der Betriebsposition
in dem Zuführungsschlauch angeordnet sind und sich jeweils von einem Anschluss des
Spülkastens aus durch den Zuführungsschlauch hindurch in die Kavität, insbesondere
in die genannte Teilkavität erstrecken. Das Vorsehen der genannten Teilkavität, in
die der Zuführungsschlauch mündet, d. h. in die von dem Zuführungsschlauch geführte
Leitungen, beispielsweise Wasser- und/oder elektrische Leitungen, von dem Zuführungsschlauch
aus eintreten, gewährleistet das Anschlusselement eine einfache Handhabbarkeit solcher
Leitungen und eine gezielte Anordnung der Leitungen innerhalb der Teilkavität des
Anschlusselements, wobei durch das Vorsehen einer Teilkavität mit entsprechend großen
Abmessungen eine hinreichende Flexibilität gewährleistet ist, damit WC-Körper mit
unterschiedlichsten Eigenschaften und somit unterschiedlichsten Anschlüssen an das
Montagemodul angeschlossen werden können. Bevorzugt weist die genannte Teilkavität,
in die der Zuführungsschlauch mündet, einen in der Transversalen und Vertikalen Querschnitt
von mindestens 100 cm
2, insbesondere mindestens 150 cm
2, insbesondere mindestens 200 cm
2 auf. Besonders bevorzugt umfasst die Kavität eine erste Teilkavität sowie eine zweite
Teilkavität, die von der ersten Teilkavität durch eine Teilkavitätwandung abgegrenzt
ist, wobei bevorzugt in der zweiten Teilkavität ein elektronisches Bauteil, beispielsweise
eine Steuereinrichtung, ein Trafo oder ein Betriebsgerät angeordnet oder anordenbar
ist. Bevorzugt mündet der Zuführungsschlauch in die erste Teilkavität. Allgemein bevorzugt
umfasst das Montagemodul einen Teilkavitätdeckel, der dergestalt korrespondierend
zu einer der Teilkavitäten, insbesondere zur zweiten Teilkavität, des Montagemoduls
ausgebildet ist, dass er in der Betriebsposition die Teilkavität reversibel verschließt.
Bevorzugt verschließt der Teilkavitätdeckel die Teilkavität dergestalt, dass sie von
der Vorderseite aus nicht mehr zugänglich ist, wobei nach Demontage des Teilkavitätdeckels
die Teilkavität von der Vorderseite aus zugänglich ist. Besonders bevorzugt ist diese
Teilkavität mit Bezug auf die Vertikale und die Transversale vollkommen außerhalb
des Spülrohranschlusses und außerhalb des Abflussrohranschlusses angeordnet. Besonders
bevorzugt ist diese Teilkavität mit einem ersten vertikalen Abstand von dem Spülrohranschluss
beabstandet und mit einem zweiten vertikalen Abstand von dem Abflussrohranschluss,
wobei der zweite vertikale Abstand mindestens das Doppelte, insbesondere mindestens
das Dreifache, insbesondere mindestens das Fünffache des ersten vertikalen Abstands
beträgt. Besonders bevorzugt weist das Anschlusselement den oben erläuterten zweiten
Rohrstutzen auf, wobei die Rohrwandung des zweiten Rohrstutzens einen Abschnitt der
Teilkavitätwandung der genannten Teilkavität ausbildet. Besonders bevorzugt erstreckt
sich die genannte Teilkavität entlang der Vertikalen mit einem vertikalen Abschnitt
entlang des Abflussrohranschlusses und ist transversal neben dem Abflussrohranschluss
angeordnet. Besonders bevorzugt ist diese Teilkavität als die oben genannte zweite
Teilkavität ausgebildet, während in die erste Teilkavität der Kavität der Zuführungsschlauch
mündet. Dabei kann beispielsweise die Teilkavitätwandung, durch die die zweite Teilkavität
von der ersten Teilkavität abgegrenzt ist, eine Durchführung für ein elektrisches
Kabel aufweisen, das von der ersten Teilkavität in die zweite Teilkavität gelangt,
wobei besonders bevorzugt in der Betriebsposition dieses Kabel sich ausgehend von
der zweiten Teilkavität durch die erste Teilkavität in den Zuführungsschlauch hinein
erstreckt und zu einem Elektroanschluss des Spülkastens, insbesondere einer Betätigungsplatte
des Spülkastens, führt. Besonders bevorzugt erstreckt sich die Rückwand der Kavität
zumindest abschnittsweise, insbesondere vollkommen über die Rückseite der zweiten
Teilkavität, wobei innerhalb der zweiten Teilkavität die Rückwand eine Öffnung aufweist,
durch die ein elektrisches Anschlusskabel, insbesondere ein gebäudeseitiges Versorgungsnetzkabel,
beispielsweise 230 Volt-Hausanschlusskabel, hindurchführbar ist, wobei in der Betriebsposition
eine elektrische Einrichtung in der zweiten Teilkavität angeordnet ist, durch eine
in der Rückwand innerhalb der zweiten Teilkavität vorgesehene Öffnung an eine gebäudeseitige
elektrische Versorgungsleitung angeschlossen ist und dazu ausgebildet ist, die von
dem gebäudeseitigen elektrischen Versorgungsnetz ausgegebene Versorgungsspannung in
eine niedrigere Spannung umzuwandeln, insbesondere in eine Kleinspannung von 6 bis
24 Volt, und diese Kleinspannung an eine Kleinspannungsleitung auszugeben, die aus
der zweiten Teilkavität austritt, insbesondere wie erläutert in den Zuführungsschlauch
eintritt und an den Spülkasten angeschlossen ist. Durch das Vorsehen verschiedener
Teilkavitäten, insbesondere einer separaten Teilkavität für die Aufnahme einer erläuterten
elektrischen Einrichtung, kann zum einen ein Schutz der elektrischen Einrichtung gegenüber
Wasser gewährleistet sein, zum anderen eine einfache und gezielte Montierbarkeit eines
WC-Körpers und das gezielte Anordnen von verschiedenen Anschlussvorrichtungen, insbesondere
von entsprechenden elektrischen Einrichtungen. Beispielsweise kann die elektrische
Einrichtung dazu verwendet werden, eine Betätigungsplatte des Spülkastens elektrisch
zu versorgen und/oder eine Heizung zum Erhitzen von Wasser für eine Duscheinrichtung,
die in einem WC-Körper vorgesehen ist, zu versorgen.
[0018] In einer Ausführungsform weist das Montagemodul zwei Befestigungsstäbe zur Befestigung
eines WC-Körpers an dem Montagemodul auf. Die Befestigungsstäbe sind bevorzugt als
Gewindestäbe ausgebildet oder als Stäbe, die über ihre Staberstreckung hinweg Verrastungsausnehmungen
oder - vorsprünge aufweisen. Die Befestigungsstäbe sind jedenfalls so ausgebildet,
dass sie an einem ersten Stabende an dem Modulrahmen so befestigt werden können, dass
ihre Staberstreckung senkrecht zur Vertikalen und senkrecht zur Transversalen verläuft,
so dass anschließend ein WC-Körper, der für jeden der Befestigungsstäbe jeweils eine
Durchführung aufweist, auf diese Befestigungsstäbe aufgeschoben werden kann und mittels
zu dem jeweiligen Befestigungsstab korrespondierenden Fixiereinrichtungen über die
Befestigungsstäbe an dem Modulrahmen befestigt werden kann. Bevorzugt weisen dabei
die Befestigungsstäbe jeweils an einem ersten Stabende eine Befestigungseinrichtung
auf, die korrespondierend zu einer an dem Modulrahmen vorgesehenen Befestigungsvorrichtung
ausgebildet ist und über die die Befestigungsstäbe dergestalt an dem Modulrahmen befestigbar
sind, dass sie sich mit ihrer Staberstreckung senkrecht zur Vertikalen und Transversalen
erstrecken. Bei der Ausgestaltung der Befestigungsstäbe als Gewindestäbe kann beispielsweise
an dem ersten Stabende ein Außengewinde vorgesehen sein, wohingegen als Befestigungsvorrichtung
des Modulrahmens ein Innengewinde vorgesehen sein kann. Allgemein weisen bevorzugt
die Gewindestäbe an ihrem zweiten Stabende, insbesondere über mindestens 50 %, insbesondere
mindestens 70 % ihrer Staberstreckungslänge ausgehend von dem zweiten Stabende hinweg,
eine Montageeinrichtung auf, über die sie an einem WC-Körper mittels einer zu der
Montageeinrichtung korrespondierenden Fixiereinrichtung befestigbar sind. Bei der
Ausgestaltung der Befestigungsstäbe als Gewindestäbe kann die Fixiereinrichtung beispielsweise
als Mutter ausgebildet sein. Die Befestigungsstäbe weisen bevorzugt eine Staberstreckungslänge
von mindestens 15 cm, insbesondere mindestens 20 cm auf und einen Durchmesser von
bevorzugt mindestens 8 mm, insbesondere mindestens 10 mm. In einer Ausführungsform
weist das Verschlusselement eine an seiner Vorderseite zugängliche Aufbewahrungskavität
auf, wobei in der Bauzeitposition die Gewindestäbe innerhalb der Aufbewahrungskavität
angeordnet und an dem Verschlusselement gehalten sind. Besonders bevorzugt weist das
Verschlusselement ferner einen an der Vorderseite der Aufbewahrungskavität lösbar
befestigbaren Aufbewahrungskavitätsverschluss auf, der bevorzugt transparent ist.
Durch das Vorsehen der Aufbewahrungskavität für die Befestigungsstäbe kann sichergestellt
sein, dass die Befestigungsstäbe nach der Realisierung der Vorwand verfügbar sind,
indem sie während des Aufbaus der Vorwand in der Aufbewahrungskavität verwahrt sind,
und darüber hinaus kann sichergestellt sein, dass die Befestigungsstäbe nicht bereits
während des Vorwandaufbaus an dem Modulrahmen fixiert sein müssen und dabei störend
in den Raum vorragen. Die Erfinder haben erkannt, dass wegen der ohnehin für seinen
Zweck erforderlichen Abmessungen des Verschlusselements sich das Verschlusselement
gleichzeitig besonders gut für die Aufbewahrung der Befestigungsstäbe eignet. Dabei
ist bevorzugt die Aufbewahrungskavität dergestalt ausgebildet, dass sie eine Aufnahme
der Befestigungsstäbe mit ihrer Staberstreckung entlang der Vertikalen und/oder entlang
der Transversalen ermöglicht.
[0019] In einer Ausführungsform umfasst das Montagemodul ein Versprungset, das zwei Versprungplatten
und zwei Befestigungsmittel aufweist, über die die Versprungplatten anstelle der Befestigungsstäbe
an den Befestigungsvorrichtungen des Modulrahmens befestigbar sind. Die Versprungplatten
weisen jeweils zumindest eine, insbesondere zumindest zwei Durchführungen für jeweils
eines der Befestigungsmittel auf und darüber hinaus jeweils zumindest eine versetzt
zu der zumindest einen Durchführung angeordnete, zu der Befestigungseinrichtung eines
jeden der Befestigungsstäbe korrespondierende Befestigungsvorrichtung auf zum Gewährleisten
einer Befestigung eines jeden der Befestigungsstäbe in unterschiedlichen vertikalen
Positionen an dem Modulrahmen mittels der Versprungplatten. Die vertikalen Positionen
unterscheiden sich dabei jedenfalls von den vertikalen Positionen der Befestigungsstäbe,
wenn diese an der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens fixiert sind. Bevorzugt
ermöglichen darüber hinaus die Versprungplatten eine Befestigung eines jeden der Befestigungsstäbe
in mehreren, zueinander vertikal versetzten Positionen, die jeweils vertikal versetzt
zu der vertikalen Position bei einer Befestigung an den jeweiligen Befestigungsvorrichtungen
des Modulrahmens sind. Die Befestigungsvorrichtungen der Versprungplatten sind bevorzugt
identisch ausgebildet zu den Befestigungsvorrichtungen des Modulrahmens. Bevorzugt
sind die Befestigungsvorrichtungen als ein Innengewinde umfassend ausgebildet, während
die Befestigungsmittel als Schrauben ausgebildet sind. Besonders bevorzugt weisen
die Versprungplatten jeweils zumindest zwei Durchführungen auf, wobei die Mittelpunkte
der Durchführungen und der Mittelpunkt der zumindest einen Befestigungsvorrichtung,
die von der jeweiligen Versprungplatte umfasst ist, auf einer Geraden liegen. Besonders
bevorzugt liegen die beiden Durchführungen dabei auf derselben Seite der Befestigungsvorrichtung
entlang der Geraden. Besonders bevorzugt ist das Anschlusselement dergestalt ausgebildet,
dass es jeweils eine Positionierung der Versprungplatten mit einer jeden der beiden
Durchführungen fluchtend zu der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens ermöglicht.
Hierdurch kann besonders vorteilhaft eine einstellbare vertikale Montage eines WC-Körpers
an dem Modulrahmen mittels der Versprungplatten ermöglicht sein. Dabei sind die Versprungplatten
dergestalt ausgebildet, dass bei einer Befestigung der Versprungplatte über eines
der Befestigungsmittel, das durch die Durchführung einer Versprungplatte hindurch
gesteckt ist, die Befestigungsvorrichtung der Versprungplatte entlang der Vertikalen
versetzt zu der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens angeordnet ist. Besonders
bevorzugt ist an der Vorderseite des Anschlusselements oder an dem Modulrahmen um
die Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens für jeweils eine der Versprungplatten
ein Freiraum vorgesehen, innerhalb dessen die jeweilige Versprungplatte in einer Versprungbetriebsposition
durch jeweils eines der Befestigungsmittel an dem Modulrahmen befestigt anordenbar
ist, während sich das Befestigungsmittel durch die Durchführung bzw. eine der Durchführungen
der Versprungplatte hindurch erstreckt. Besonders bevorzugt weist das Anschlusselement
eine Führungseinrichtung auf, die insbesondere als eine Teilkavitätwandung ausgebildet
ist, wobei bei einer Ausrichtung der Versprungplatte an der Führungseinrichtung die
Versprungplatte bei einer Befestigung über ein Befestigungsmittel an dem Modulrahmen
dergestalt ausgerichtet ist, dass die Befestigungsvorrichtung der Versprungplatte
vertikal versetzt zu der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens angeordnet ist.
Dabei ist besonders bevorzugt die Versprungplatte in verschiedenen vertikalen Positionen
entlang der Führungseinrichtung anordenbar, die sich ergeben, indem die Versprungplatte
dergestalt angeordnet ist, dass das Befestigungsmittel durch eine jeweils andere Durchführung
hindurch gesteckt ist, wenn es an der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens fixiert
ist, und/oder dass indem Befestigungsvorrichtung der Versprungplatte entweder vertikal
oberhalb oder vertikal unterhalb der Durchführung angeordnet ist, durch die das Befestigungsmittel
gesteckt ist, wenn es an der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens fixiert ist.
Besonders bevorzugt steht in der Versprungbetriebsposition eine Vorderseite der jeweiligen
Versprungplatte weniger weit vor dem Modulrahmen vor als die genannte Vorderseite
des Verschlusselements in der Bauzeitposition, besonders bevorzugt weniger weit vor
dem Modulrahmen vor, als die absolute Vorderseite des Anschlusselements. Hierdurch
kann eine unproblematische Fixierung eines WC-Körpers in unterschiedlichen vertikalen
Positionen an der Vorderseite der Vorwand realisiert sein, ohne dass hierfür für die
jeweilige vertikale Position eine jeweils andere Aussparung in der Vorwand vorgesehen
zu werden braucht. Allgemein erstreckt sich die Versprungplatte in jeder möglichen
vertikalen Position, in der sie an der Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens mittels
des Befestigungsmittels fixierbar ist, stets transversal und vertikal innerhalb eines
Erstreckungsbereichs, den die genannte Vorderseite des Verschlusselements in der Bauzeitposition
transversal und vertikal abdeckt.
[0020] In einer Ausführungsform ist auf dem Verschlusselement ein erster QR-Code aufgebracht.
Besonders bevorzugt ist der erste QR-Code an der Vorderseite des Verschlusselements
aufgebracht. Allgemein bevorzugt ist der QR-Code ausgehend von der Bauzeitposition
ohne Demontage des Verschlusselements von dessen Vorderseite aus zugänglich. Besonders
bevorzugt ist auf dem Anschlusselement ein in der Betriebsposition von dessen Vorderseite
aus zugänglicher zweiter QR-Code aufgebracht. Besonders bevorzugt ist an einem von
dem Montagemodul umfassten, in der Bauzeitposition an der Vorderseite des Spülkastens
vorgesehenen Rohbauschutz, der in der Bauzeitposition an der Vorderseite einer Betätigungseinrichtungsplatte
des Spülkastens zum Schutz der Betätigungseinrichtungsplatte vorgesehen ist, die bevorzugt
eine Revisionsöffnung des Spülkastens in der Bauzeitposition und in der Betriebsposition
verschließt, ein dritter QR-Code vorgesehen. Allgemein bevorzugt ist zumindest einer
dieser QR-Codes ausgebildet zum Bereitstellen einer Montageinformation, insbesondere
einer Montageanleitung, insbesondere eines Montagevideos. Die Montageinformation dient
dem Zweck, von einem Monteur zur Verwendung des Montagemoduls zur Montage eines WC-Körpers
und/oder zur Inbetriebnahme des Spülkastens verwendet zu werden. Besonders bevorzugt
ist zumindest einer der QR-Codes dazu ausgebildet, eine Produktinformation bereitzustellen,
beispielsweise Produktnummer, Seriennummer, Herstelldatum, etc. Besonders bevorzugt
enthält zumindest einer der QR-Codes als Information einen Verweis auf eine Datenbank,
die einen Verweis auf eine in einer weiteren Datenbank gespeicherte Montageinformation
enthält. Durch das Vorsehen eines QR-Codes an dem Verschlusselement, insbesondere
zusätzlich an dem Anschlusselement und insbesondere zusätzlich an dem Rohbauschutz,
kann auf sehr einfache Weise sichergestellt sein, dass ein Monteur für die Verwendung
des Montagemoduls erforderliche Informationen erhält. Die Erfinder haben erkannt,
dass durch das ohnehin während der Bauzeit bestimmungsgemäß an dem Montagemodul verbleibende
Verschlusselement über Aufbringen des QR-Codes ein Kommunikationsmittel bereitgestellt
ist, das zuverlässig mit dem Montagemodul verbunden ist und von einem Monteur aufgenommen
werden kann, wenn er mit der Montage eines WC-Körpers beginnt. Ferner haben die Erfinder
erkannt, dass das Vorsehen von QR-Codes an dem Anschlusselement und/oder an dem Modulrahmen
besonders vorteilhaft sein kann für einen späteren Zeitpunkt nach der Installation
des WC-Körpers, beispielsweise während einer Renovierung oder eines Austauschs des
WC-Körpers zu einem Zeitpunkt, zu dem der bearbeitende Monteur nicht mehr aufgrund
seines fachmännischen Wissens über ausreichende Kenntnis über das Montagemodul verfügt.
Ferner haben die Erfinder erkannt, dass dadurch, dass zumindest einer der QR-Codes
als Information einen Verweis auf eine Datenbank enthält, der einen Verweis auf eine
in einer weiteren Datenbank gespeicherte Informationen enthält, eine komplexe Ausgestaltung
des QR-Codes vermeiden werden kann, indem die zuerst genannte Datenbank als Zwischenschicht
agiert, über die ein Verweis auf eine weitere Datenbank erfolgt. Diese Zwischenschicht
kann von einem Hersteller des Montagemoduls unabhängig von der weiteren Datenbank
instandgehalten werden, wodurch auf besonders einfache Weise, insbesondere durch besonders
einfache und somit besonders einfach fehlerfrei auslesbare Gestaltung des QR-Codes
eine dauerhafte und umfangreiche Information an dem Montagemodul vorgesehen werden
kann. Besonders bevorzugt sind der erste und der zweite QR-Code zur Bereitstellung
derselben Montageinformation ausgebildet, insbesondere identisch ausgebildet. Dies
kann ermöglichen, dass sowohl ein Monteur bei der Erstinstallation, d. h. vor der
Demontage des Verschlusselements, eine vollständige Information über das Montagemodul
erhalten kann, als auch ein Monteur nach der Demontage des Verschlusselements, beispielsweise
zu einem Zeitpunkt während einer Renovierung oder eines Austauschs des WC-Körpers.
[0021] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Realisierung einer Vorwand vor einem
erfindungsgemäßen Montagemodul. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine Bauplatte
an der Vorderseite des Montagerahmens des Montagemoduls befestigt und ein Fliesenbelag
an der Vorderseite der Bauplatte vorgesehen, während sich das Montagemodul in der
Bauzeitposition befeindet. Dabei wird in der Bauplatte eine durchgehende Öffnung vorgesehen,
deren Öffnungsrand um das Verschlusselement verläuft, wobei insbesondere der Öffnungsrand
an dem Verschlusselement anliegt oder durchgehend um weniger als 5 cm, insbesondere
weniger als 2 cm beabstandet ist. Das Verschlusselement erstreckt sich dabei durch
die in der Bauplatte vorgesehene Öffnung hindurch und steht somit an der Vorderseite
der Bauplatte über die Bauplatte vor. Der Fliesenbelag wird um das Verschlusselement
herum vorgesehen, während sich das Verschlusselement durch die Öffnung der Bauplatte
hindurch und über den Fliesenbelag hinaus und somit letztendlich durch den Fliesenbelag
hindurch bis vor die Vorderseite des Fliesenbelags erstreckt. Das erfindungsgemäße
Verfahren ermöglicht dank der Verwendung des erfindungsgemäßen Montagemoduls eine
einfache und gezielte Realisierung einer Vorwand, an der zu einem späteren Zeitpunkt
verschiedenste WC-Körper montiert werden und an das Montagemodul angeschlossen werden
können.
[0022] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Realisierung einer WC-Installation
mit einem an der Vorderseite einer Vorwand installierten WC-Körper, wobei hinter der
Vorwand ein Montagerahmen mit daran befestigtem Spülkasten vorgesehen ist und hinter
der Vorwand ein Spülrohranschluss des Spülkastens und ein Abflussrohranschluss vorgesehen
sind, wobei sich ein an dem Montagerahmen befestigter Anschlussvorbau, der den Spülrohranschluss
und den Abflussrohranschluss transversal und vertikal verdeckt und insbesondere mit
diesen Rohranschlüssen fluidführend verbunden ist, ausgehend von dem Montagerahmen
durch eine in der Vorwand vorgesehene, insbesondere ununterbrochene, Öffnung hindurch
erstreckt. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird in einem ersten Verfahrensschritt
ein eine Vorderseite des Anschlussvorbaus ausbildendes Verschlusselement des Anschlussvorbaus
von der Vorderseite der Vorwand aus von dem Modulrahmen demontiert, während insbesondere
ein Anschlusselement des Anschlussvorbaus unverändert an dem Modulrahmen hinter der
Vorwand befestigt bleibt. Besonders bevorzugt ist das Anschlusselement vor, während
und nach der Durchführung des ersten Verfahrensschritts mit den genannten Rohranschlüssen,
d. h Abflussrohranschluss und Spülrohranschluss, fluidführend verbunden unter Gewährleistung
einer Fluidführung von aus den Rohranschlüssen austretendem Leckagewasser vor den
Modulrahmen. In einem zweiten, auf den ersten folgenden Verfahrensschritt wird ein
Verbindungsspülrohr mit dem Spülrohranschluss und dem WC-Körper verbunden und ein
Verbindungsabflussrohr mit dem Abflussrohrstutzen und dem WC-Körper verbunden, während
das Anschlusselement, bevorzugt unverändert, an dem Modulrahmen hinter der Vorwand
befestigt ist. Besonders bevorzugt ist dabei das Anschlusselement mit den genannten
Rohranschlüssen fluidführend verbunden unter Gewährleistung einer Fluidführung von
am Übergang zwischen dem jeweiligen Rohranschluss und dem jeweiligen Verbindungsrohr
austretendem Leckagewasser vor den Modulrahmen, insbesondere vor die Vorderseite der
Vorwand. Besonders bevorzugt wird in einem dritten, nach dem ersten durchgeführten
Verfahrensschritt, der beispielsweise vor, während oder nach dem zweiten Verfahrensschritt
durchgeführt werden kann, ein zusätzlich am Montagemodul vorgesehener Anschluss, insbesondere
ein Wasseranschluss für eine Hygienespülung und/oder ein Elektroanschluss, beispielsweise
für eine Hygienespülung oder die Betätigungseinrichtung des Spülkastens, mit dem WC-Körper
verbunden. Dabei ist der Anschluss an dem Modulrahmen in einem Bereich angeordnet,
der vor der Durchführung des ersten Verfahrensschritts innerhalb, insbesondere ausschließlich
innerhalb, der transversalen und vertikalen Erstreckung des Verschlusselements angeordnet
ist. Besonders bevorzugt ist der Anschluss vor der Durchführung des ersten Verfahrensschritts
von dem Verschlusselement verdeckt und wird während des ersten Verfahrensschritts
durch das Demontieren des Verschlusselements von der Vorderseite der Vorwand aus zugänglich
gemacht.
[0023] Die Erfindung betrifft ferner ein System zur Bereitstellung von Montageinformation
zu einem erfindungsgemäßen Montagemodul und/oder zu einem weiteren Sanitärartikel
mit einem weiteren QR-Code. Das erfindungsgemäße System umfasst das Montagemodul und/oder
den weiteren Sanitärartikel sowie eine Zwischendatenbank und eine Informationsspeicherdatenbank.
Der zumindest eine QR-Code, insbesondere einer der an dem Montagemodul vorgesehenen
QR-Codes oder der weiter QR-Code, enthält als eine Information einen eindeutigen Verweis
auf eine in der Zwischendatenbank abgelegte Verweisinformation. Diese Verweisinformation
enthält einen eindeutigen Verweis auf eine bestimmte in der Informationsspeicherdatenbank
abgelegte Montageinformation. Allgemein betrifft die Erfindung dabei auch ein System
zur Bereitstellung von einer Information zu einem Sanitärartikel mit einem an dem
Sanitärartikel vorgesehenen QR-Code auch unabhängig von dem erfindungsgemäßen Montagemodul.
Durch das Vorsehen einer Zwischendatenbank und einer Informationsspeicherdatenbank
kann der QR-Code eine dynamisch veränderbare Information enthalten, die auf einfache
Weise verändert werden kann und einen großen Detailreichtum haben kann, ohne dass
hierzu der QR-Code komplizierter ausgestaltet werden muss. Dabei sei darauf hingewiesen,
dass eine komplizierte Ausgestaltung eines QR-Codes, über die in einem QR-Code eine
größere und somit auch kompliziertere Informationsmenge enthalten sein kann, eine
fehleranfälligere Auslesbarkeit des QR-Codes bedingt. Die Erfinder haben erkannt,
dass durch die Realisierung eines Sanitärartikels, insbesondere eines Montagemoduls,
mit einem QR-Code und dem Vorsehen einer Zwischendatenbank und einer Informationsspeicherdatenbank,
in denen die genannten Verweisinformationen bzw. Informationen zu dem Sanitärartikel
enthalten sind, eine Struktur geschaffen ist, die es ermöglicht, dass ein Hersteller
des Sanitärartikels in der Informationsspeicherdatenbank zu verschiedenen Zeitpunkten
veränderbare, insbesondere korrigierbare Informationen zu dem Sanitärartikel ablegen
kann, während er über die Zwischendatenbank eine Kontrolle über den Verweis hat, mit
dem der QR-Code mit der entsprechenden Information zu dem Sanitärartikel verknüpft
wird. Besonders bevorzugt enthält der QR-Code zumindest zwei verschiedene Informationen,
wobei jede der Informationen jeweils einen anderen Verweis auf eine andere in der
Zwischendatenbank abgelegte Verweisinformation enthält, die einen eindeutigen Verweis
auf eine jeweils andere in der Informationsspeicherdatenbank abgelegte Montageinformation
enthält. Zusätzlich oder darüber hinaus kann die in der Zwischendatenbank abgelegte
Verweisinformation eine multiple Codierung aufweisen, die in Abhängigkeit von einem
mit der Übermittlung des in dem QR-Code übermittelten Verweises zusätzlich übermittelten
Codierparameter auf eine dem jeweiligen Codierparameter zugeordnete, in der Informationsspeicherdatenbank
abgelegte Montageinformation verweist. Die Montageinformation ist dabei nur ein Beispiel
für jedwede sonstige Information zu dem Sanitärartikel. Bei der zweiten Alternative,
die zusätzlich oder alternativ zu der ersten Alternative vorgesehen sein kann, ist
in der Zwischendatenbank somit eine Verweisinformation mit einer multiplen Codierung
abgelegt, auf die der QR-Code eindeutig verweist. Bei dem Auslesen des QR-Codes kann
in Abhängigkeit von der zum Auslesen des QR-Codes oder zum Versenden des Verweises
verwendeten Software ein Codierparameter mitübermittelt werden, der eine Auswahl der
multiplen Codierung trifft, so dass durch das Korrespondieren von multipler Codierung
und Codierparameter die Verweisinformation in Abhängigkeit von dem von der Software,
mit der der QR-Code ausgelesen und übermittelt wurde, übermittelten Codierparameter
auf eine bestimmte Information in der Informationsspeicherdatenbank verwiesen werden
kann. Die beiden genannten Alternativen bringen den besonderen Vorteil mit sich, dass
durch das Vorsehen eines einzigen QR-Codes unterschiedliche Personen unterschiedliche
Informationen erhalten können. So kann beispielsweise Fachpersonal, das mit dem Hersteller
des Montagemoduls verbunden ist, Informationen zu dem Montagemodul erhalten, die einem
Installateur nicht zugänglich sind, beispielsweise betreffend Chargennummer, Seriennummer,
etc. In einem Wartungsfall kann somit das jeweilige Fachpersonal gegebenenfalls erweiterte
Informationen zu dem Montagemodul erhalten.
[0024] Merkmale, die mit Bezug auf gattungsgemäße Montagemodule, Verfahren und Systeme beschrieben
sind, und Merkmale, die mit Bezug auf eine bestimmte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Montagemoduls, eines erfindungsgemäßen Verfahrens oder eines erfindungsgemäßen Systems
beschrieben sind, können in bevorzugten Ausführungsformen von beliebigen Ausführungsformen
eines erfindungsgemäßen Montagemoduls, eines erfindungsgemäßen Verfahrens oder eines
erfindungsgemäßen Systems umfasst sein.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf drei Figuren anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0026] Es zeigen:
- Figur 1
- in einer schematischen Prinzipdarstellung eine Ansicht auf Komponenten einer Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Montagemoduls;
- Figur 2
- in verschiedenen Prinzipdarstellungen verschiedene Ansichten auf die Ausführungsform
gemäß Figur 1 in der Bauzeitposition;
- Figur 3
- in verschiedenen Ansichten Komponenten der Ausführungsform gemäß Figur 1 in verschiedenen
Positionen des erfindungsgemäßen Montagemoduls.
[0027] In Figur 1 sind relevante Komponenten einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Montagemoduls schematisch dargestellt. Das Montagemodul 1 umfasst einen Modulrahmen
100, an dem ein Spülkasten 2 mit einem Spülrohr 5, ein Zuführungsschlauch 3 und ein
Abflussrohr 8 befestigt sind. Der Modulrahmen 100 weist zwei Vertikalstreben 102 und
mehrere Transversalstreben 101 auf, die die Vertikalstreben 102 miteinander verbinden
und die zur Befestigung von Komponenten des Montagemoduls 1 an dem Modulrahmen 100
dienen. Das Spülrohr 5 bildet an einer Vorderseite des Montagemoduls 1 einen Spülrohranschluss
51 aus. Das Abflussrohr 8 bildet an der Vorderseite des Montagemoduls 1 einen Abflussrohranschluss
81 aus. Das Montagemodul 1 umfasst ferner einen Installationstunnel 4 zum Überbrücken
einer Vorwanddicke, der um eine Betätigungseinrichtungsplatte 20, die eine Revisionsöffnung
des Spülkastens 2 verschließt, herum anordenbar ist. Das Montagemodul 1 weist ferner
einen Rohbauschutz 40 auf, der in den Installationstunnel 4 einsetzbar ist zum Schützen
der Betätigungseinrichtungsplatte 20. Das Vorsehen einer Betätigungseinrichtungsplatte
20, eines Installationstunnels 4 und eines Rohbauschutzes 40 ist erfindungsgemäß allgemein
vorteilhaft. Das Montagemodul 1 weist ferner ein an dem Modulrahmen 100 lösbar befestigbares
Anschlusselement 6 sowie ein lösbar an dem Modulrahmen 100 befestigbares Verschlusselement
7 auf. Vorliegend ist das Verschlusselement 7 an dem Modulrahme 100 über das am Modulrahmen
100 befestigbare Anschlusselement 6 befestigbar. Das Anschlusselement 6 weist einen
ersten Rohrstutzen 65 und einen zweiten Rohrstutzen 68 auf, die in der Bauzeitposition
mit dem Spülrohranschluss 51 bzw. dem Abflussrohranschluss 81 verbunden sind. Das
Verschlusselement 7 weist einen ersten zylindrischen Verschlussabschnitt 75 und einen
zweiten, nicht dargestellten zylindrischen Verschlussabschnitt auf. In der Bauzeitposition
ist der erste zylindrische Verschlussabschnitt 75 in dem ersten Rohrstutzen 65 und
der zweite zylindrische Verschlussabschnitt in dem zweiten Rohrstutzen 68 angeordnet
zum Verschließen von Spülrohranschluss 51 und Abflussrohranschluss 81. Das Montagemodul
1 weist ferner zwei als Gewindestäbe ausgebildete Befestigungsstäbe 10 auf sowie einen
Aufbewahrungskavitätsverschluss 710. Das Verschlusselement 7 weist eine Aufbewahrungskavität
71 auf, in der die Befestigungsstäbe 10 in der Bauzeitposition aufbewahrt sind, während
sie sich mit ihrer Staberstreckung entlang der Vertikalen Z erstrecken. Der Aufbewahrungskavitätsverschluss
710 ist lösbar an dem Verschlusselement 7 befestigbar. Das Anschlusselement 6 weist
eine Kavität auf, die von einer transversal und vertikal umlaufenden Wandung 60 umschlossen
ist und die an ihrer Vorderseite offen ist und an ihrer Rückseite teilweise durch
einen Rückseitenwand verschlossen ist. Die Kavität umfasst eine erste Teilkavität
64 und eine zweite Teilkavität 63. Durch einen Abschnitt der Teilkavitätwandung 61
ist die erste Teilkavität 64 von der zweiten Teilkavität 63 abgegrenzt. Beide Teilkavitäten
63, 64, sind jeweils transversal und vertikal umlaufend von einer Teilkavitätwandung
61 umschlossen, wobei jeweils die Wandung der Kavität einen Abschnitt der jeweiligen
Teilkavitätwandung 61 ausbildet und die Rohrwandung des ersten Rohrstutzens 65 einen
Abschnitt der die erste Teilkavität 64 umschließenden Teilkavitätwandung 61 ausbildet
und der zweite Rohrstutzen einen Abschnitt der die zweite Teilkavität 63 umschließenden
Teilkavitätwandung 61 ausbildet und ein weiterer Abschnitt, der die Teilkavitätwandungen
der ersten und zweiten Teilkavität 63, 64 gemeinsam ausbilden, die Teilkavitäten 63,
64 voneinander abtrennt. Der Zuführungsschlauch 3 mündet an einer Öffnung 640 in die
erste Teilkavität 64. Die zweite Teilkavität ist durch die Teilkavitätwandung 61 von
der ersten Teilkavität 64 abgegrenzt und durch einen von dem Montagemodul 1 umfassten,
in Figur 3c dargestellten Teilkavitätdeckel 630 reversibel verschließbar. Die zweite
Teilkavität 63 eignet sich besonders gut zur Aufnahme einer elektronischen Komponente,
die mit einem an dem Montagemodul 1 anzuschließenden WC-Körper und/oder dem Spülkasten
2 verbunden werden kann. Durch eine in dem die Teilkavitäten 63, 64 voneinander abtrennenden
Abschnitt der Teilkavitätwandung 61 vorgesehene Durchführung kann eine elektrische
Leitung, über die eine Kleinspannung übertragen werden kann, von der zweiten Teilkavität
63 und somit von einer in der zweiten Teilkavität 63 vorgesehen elektronischen Einrichtung,
in die erste Teilkavität 64 und von dort über die Öffnung 640 in den Zuführungsschlauch
3 gelangen und hierüber zum Spülkasten 2 gelangen. Außerdem kann durch eine in dieser
Teilkavitätwandung 61 und/oder in dem Teilkavitätdeckel 630 vorgesehene Durchführung
eine weitere elektrische Leitung zu dem WC-Körper gelangen, beispielsweise zur Stromversorgung
einer Warm-Wasser-Heizung, eines Föns und/oder eines Kommunikationsmoduls (z. B. WLAN-
oder Bluetooth-Modul), das in dem WC-Körper vorgesehen sein kann. Durch das Vorsehen
der Kavität, insbesondere der genannten Teilkavität 64, insbesondere der genannten
zweiten Teilkavität 63, kann beispielsweise auch gewährleistet sein, dass der Spülkasten
2 nicht unmittelbar an ein gebäudeseitiges Versorgungsnetzkabel angeschlossen werden
muss, das eine entsprechend hohe Spannung aufweist, sondern dass der Spülkasten mittelbar
über die in der Kavität angeordnete elektrische Einrichtung angeschlossen werden kann,
was gerade mit Bezug auf die in dem Spülkasten vorgesehene offene Wasserfläche aus
Sicherheitsgründen besonders vorteilhaft sein kann. In Figur 1 ist ferner beispielhaft
eine Anschlussmanschette 9 zum Anschließen des Abflussrohrs 8 an eine Abwasserleitung
eines Gebäudes dargestellt.
[0028] In Figur 2 umfassend die Figuren 2a und 2b ist zu Erläuterungszwecken das erfindungsgemäße
Montagemodul 1 gemäß Figur 1 in seiner Bauzeitposition dargestellt. Zu Erläuterungszwecken
ist dabei in Figur 2a eine Ansicht auf die Vorderseite des Montagemoduls 1 dargestellt.
Die Vorderseite erstreckt sich entlang der Vertikalen Z und entlang der Transversalen
X. In Figur 2b ist eine Seitenansicht auf das Montagemodul 1 dargestellt, wobei eine
Sicht auf die Seite in der transversalen Richtung dargestellt ist, so dass sich die
Seitenansicht entlang der Vertikalen Z und entlang einer Richtung Y, die sich senkrecht
zur Vertikalen Z und Transversalen X erstreckt, erstreckt. Aus der Zusammenschau der
Figuren 2a und 2b ist deutlich, dass das Verschlusselement 7 in der Bauzeitposition
an seiner Vorderseite, die in Figur 2a durch die Aufsicht von der Vorderseite aus
gesehen dargestellt ist, eine transversale und vertikale Erstreckung aufweist, innerhalb
derer der Spülrohranschluss 51 und der Abflussrohranschluss 81 mit ihrer horizontalen
und transversalen Erstreckung angeordnet sind, wobei diese genannte Vorderseite, wie
aus Figur 2b zu erkennen, über den Modulrahmen 100 und über das Anschlusselement 6
vorsteht, wobei sich das Vorstehen selbstverständlich auf die gezeigte Richtung Y
bezieht. Aus Figur 2b ist ferner zu erkennen, dass der Zuführungsschlauch 3 an einem
Anschluss des Spülkastens 2 angeschlossen ist, so dass der Zuführungsschlauch 3 eine
Verbindung des Spülkastenanschlusses mit der ersten Teilkavität 64 ermöglicht.
[0029] In Figur 3 umfassend die Figuren 3a, 3b, 3c und 3d ist die in den Figuren 1 und 2
gezeigte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Montagemoduls in verschiedenen Positionen
dargestellt. Figur 3a zeigt das Montagemodul 1 in einer Position, in der an dem Modulrahmen
100 der Spülkasten 2, der Zuführungsschlauch 3, das Spülrohr 5 und das Abflussrohr
8 befestigt sind. In dieser in Figur 3a dargestellten Position sind weder das Anschlusselement
6 noch das Verschlusselement 7 an dem Modulrahmen 100 befestigt. Aus Figur 3a ist
zu erkennen, dass der Zuführungsschlauch 3 eine Zuführungsschlauchöffnung 31 aufweist,
die in die erste Teilkavität 64 mündet, wenn das Anschlusselement 6 an dem Modulrahmen
100 befestigt ist. Ferner ist aus Figur 3a zu erkennen, dass an beiden transversalen
Seiten des Abflussrohrendes, das den Abflussrohranschluss 81 ausbildet, ein transversaler
Freiraum vorgesehen ist, der sich vertikal zwischen den beiden Transversalstreben
101 erstreckt, zwischen denen der Abflussrohranschluss 81 vorgesehen ist. Hierdurch
kann das Abflussrohr 8 besonders einfach gehandhabt werden, um an einem gebäudeseitigen
Anschluss einer Abwsserleitung angeschlossen zu werden. Figur 3b zeigt das Montagemodul
1 in seiner Betriebsposition. In dieser Betriebsposition ist das Anschlusselement
6 an dem Modulrahmen 100 befestigt, und die Kavität, auch die Teilkavität 63, des
Anschlusselements 6 ist von der Vorderseite des Montagemoduls 1 aus zugänglich. In
der Betriebsposition sind ferner bereits der erste Rohrstutzen 65 und der zweite Rohrstutzen
68 mit dem Spülrohranschluss 51 bzw. dem Abflussrohranschluss 81 verbunden. In Figur
3c ist eine ausgehend von der Betriebsposition veränderte Position des Montagemoduls
1 dargestellt, in der die Teilkavität 63 durch den Teilkavitätdeckel 630 reversibel
verschlossen ist. In Figur 3d ist die Bauzeitposition des Montagemoduls 1 dargestellt,
in der der Installationstunnel 4 und der Rohbauschutz 40 sowie das Verschlusselement
7 an dem Modulrahmen 100 befestigt sind, wobei die in Figur 1 gezeigten Befestigungsstäbe
10 in der Aufbewahrungskavität 71 des Verschlusselements 7 angeordnet sind und die
Aufbewahrungskavität 71 durch den Aufbewahrungskavitätsverschluss 710 reversibel verschlossen
ist.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Montagemodul
- 2
- Spülkasten
- 3
- Zuführungsschlauch
- 4
- Installationstunnel
- 5
- Spülrohr
- 6
- Anschlusselement
- 7
- Verschlusselement
- 8
- Abflussrohr
- 9
- Anschlussmanschette
- 10
- Befestigungsstab
- 20
- Betätigungseinrichtungsplatte
- 31
- Zuführungsschlauchöffnung
- 40
- Rohbauschutz
- 51
- Spülrohranschluss
- 60
- Wandung
- 61
- Teilkavitätwandung
- 63
- zweite Teilkavität
- 64
- erste Teilkavität
- 65
- erster Rohrstutzen
- 68
- zweiter Rohrstutzen
- 71
- Aufbewahrungskavität
- 75
- erster zylindrischer Verschlussabschnitt
- 81
- Abflussrohranschluss
- 100
- Modulrahmen
- 101
- Transversalstrebe
- 102
- Vertikalstrebe
- 630
- Teilkavitätdeckel
- 640
- Öffnung
- 710
- Aufbewahrungskavitätsverschluss
- X
- Transversale
- Y
- Richtung
- Z
- Vertikale
1. Montagemodul (1) zur Montage eines Spülkastens (2) hinter einer Vorwand, die an einer
sich entlang einer Vertikalen (Z) und entlang einer Transversalen (X) erstreckenden
Vorderseite des Montagemoduls (1) angeordnet ist, das Montagemodul (1) umfassend einen
Modulrahmen (100), ein Abflussrohr (8) und einen Spülkasten (2) mit einem Spülrohr
(5), wobei in einer Bauzeitposition des Montagemoduls (1) der Spülkasten (2) an dem
Modulrahmen (100) befestigt ist und das Spülrohr (5) einen an der Vorderseite des
Montagemoduls (1) offenen Spülrohranschluss (51) ausbildet und das Abflussrohr (8)
an dem Modulrahmen (100) befestigt ist und einen an der Vorderseite des Montagemoduls
(1) offenen Abflussrohranschluss (81) ausbildet,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Montagemodul (1) einen zweiteiligen Anschlussvorbau umfassend ein Anschlusselement
(6) und ein Verschlusselement (7) aufweist, wobei das Verschlusselement (7) in der
Bauzeitposition des Montagemoduls (1) an dem Modulrahmen (100) und dem Anschlusselement
(6) lösbar befestigt ist und den Spülrohranschluss (51) und den Abflussrohranschluss
(81) verschließt und an seiner Vorderseite eine transversale und eine vertikale Erstreckung
aufweist, innerhalb derer sowohl der Spülrohranschluss (51) als auch der Abflussrohranschluss
(81) angeordnet sind und die um mindestens 15 mm, insbesondere zwischen 15 mm und
100 mm, über den Modulrahmen (100) vorsteht, wobei ausgehend von der Bauzeitposition
das Verschlusselement (7) von dem Anschlusselement (6) und dem Modulrahmen (100) lösbar
ist zur Realisierung einer Betriebsposition des Montagemoduls (1), in der das Anschlusselement
(6) an dem Modulrahmen (100) befestigt ist und mit seiner Vorderseite über den Modulrahmen
(100), insbesondere um mindestens 5 mm, insbesondere zwischen 5 mm und 30 mm, vorsteht
unter Ausbildung einer entlang einer senkrecht zur Transversalen (X) und senkrecht
zur Vertikalen (Z) ausgerichteten Richtung (Y) verlaufenden Führung, die zumindest
mit einem Führungsabschnitt vor der Vorderseite des Modulrahmens (100) verläuft, wobei
insbesondere das Verschlusselement (7) zur Realisierung der Bauzeitposition ausgehend
von der Betriebsposition auf die Vorderseite des Anschlusselements (6) aufsetzbar
und dabei relativ zu dem Anschlusselement (6) lösbar fixierbar ist und insbesondere
in der Betriebsposition um mindestens 5 mm, insbesondere mindestens 10 mm über die
Vorderseite des Anschlusselements (6) vorsteht.
2. Montagemodul (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vertikale und die horizontale Erstreckung des Verschlusselements (7) an dessen
Vorderseite jeweils durch eine um den Spülrohranschluss (51) und um den Abflussrohranschluss
(81) umlaufende Außenseite des Verschlusselements (7) begrenzt ist, wobei insbesondere
die Außenseite zwischen ihren gegenüberliegenden absoluten transversalen Enden eine
Erstreckung von mindestens 15 cm aufweist und zwischen ihren gegenüberliegenden absoluten
vertikalen Enden eine Erstreckung von mindestens 20 cm aufweist.
3. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlusselement (6) in der Betriebsposition eine Fluidführung von dem Spülrohranschluss
(51) und/oder dem Abflussrohranschluss (81) bis vor den Modulrahmen (100) zum Ableiten
von aus dem Spülrohranschluss (51) und/oder dem Abflussrohranschluss (81) austretendem
Leckagewasser aufweist, wobei insbesondere das Anschlusselement (6) einen ersten Rohrstutzen
(65) aufweist, mit dem es in der Betriebsposition fluidführend mit dem Spülrohranschluss
(51) verbunden ist, und einen zweiten Rohrstutzen (68) aufweist, mit dem es in der
Betriebsposition fluidführend mit dem Abflussrohranschluss (81) verbunden ist, wobei
insbesondere der erste Rohrstutzen (65) außen um den Spülrohranschluss (51) und/oder
der zweite Rohrstutzen (68) außen um den Abflussrohranschluss (81) angeordnet ist.
4. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verschlusselement (7) einen ersten und einen zweiten zylindrischen Verschlussabschnitt
(75) aufweist, wobei in der Bauzeitposition der erste zylindrische Verschlussabschnitt
(75) den Spülrohranschluss (51) verschließt und der zweite zylindrische Verschlussabschnitt
den Abflussrohranschluss (81) verschließt.
5. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlusselement (6) eine an ihrer Vorderseite offene, in der Betriebsposition
von der Vorderseite des Montagemoduls (1) aus zugängliche Kavität mit einer transversalen
und einer vertikalen Erstreckung aufweist, wobei der Spülrohranschluss (51) und der
Abflussrohranschluss (81) innerhalb der transversalen und der vertikalen Erstreckung
der Kavität angeordnet sind, wobei insbesondere die Kavität durch eine Wandung (60)
begrenzt ist, die an beiden transversalen Seiten von Spülrohranschluss (51) und Abflussrohranschluss
(81) mit je einem Abschnitt vertikal zwischen Spülrohranschluss (51) und Abflussrohranschluss
(81) verläuft und mit diesen Abschnitten jeweils transversal von Spülrohranschluss
(51) und Abflussrohranschluss (81), insbesondere um jeweils mindestens 5 cm, beabstandet
ist.
6. Montagemodul (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kavität an ihrer Rückseite eine der offenen Vorderseite gegenüberliegende Rückwand
aufweist, die zumindest 50 %, insbesondere mehr als 70 %, der Rückseite der Kavität
verschließt.
7. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
in der Bauzeitposition das Anschlusselement (6) und das Verschlusselement (7) mit
ihren transversalen und vertikalen Enden zumindest abschnittsweise bündig ineinander
übergehen.
8. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Montagemodul (1) einen Zuführungsschlauch (3) aufweist, der von einem Elektroanschluss
oder einem Wasseranschluss des Spülkastens (2) bis zum Anschlusselement (6) verläuft
und in einen Bereich des Anschlusselements (6) mündet, der innerhalb eines sich vertikal
und transversal erstreckenden Erstreckungsbereichs liegt, den die Vorderseite des
Verschlusselements (7) in der Bauzeitposition mit ihrer transversalen und vertikalen
Erstreckung abdeckt, wobei insbesondere der Zuführungsschlauch (3) in die Kavität
des Anschlusselements (6) mündet.
9. Montagemodul (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kavität zumindest eine Teilkavität (63, 64), insbesondere mehrere Teilkavitäten
umfasst, die zumindest abschnittsweise durch eine Teilkavitätwandung von horizontal
und/oder vertikal benachbarten Bereichen der Kavität, insbesondere einer anderen der
mehreren Teilkavitäten, abgegrenzt ist, wobei die zumindest eine Teilkavität (63,
64) mit Bezug auf die Vertikale (Z) und die Transversale (X) außerhalb des Spülrohranschlusses
(51) und außerhalb des Abflussrohranschlusses (81) liegt, wobei insbesondere in eine
der zumindest einen Teilkavitäten (63, 64) der Zuführungsschlauch (3) mündet.
10. Montagemodul (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Montagemodul (1) einen Teilkavitätdeckel (630) umfasst, der dergestalt korrespondierend
zu einer der zumindest einen der Teilkavitäten (63, 64) ausgebildet ist, dass er in
der Betriebsposition die Teilkavität (63, 64) reversibel verschließt.
11. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Montagemodul (1) zwei insbesondere als Gewindestäbe ausgebildete Befestigungsstäbe
(10) zur Befestigung eines WC-Körpers an dem Montagemodul (1) umfasst, die jeweils
an einem ersten Stabende eine Befestigungseinrichtung aufweisen, die korrespondierend
zu einer an dem Modulrahmen (100) vorgesehenen Befestigungsvorrichtung ausgebildet
ist und über die die Befestigungsstäbe (10) dergestalt an dem Modulrahmen (100) befestigbar
sind, dass sie sich mit ihrer Staberstreckung senkrecht zur Vertikalen (Z) und Transversalen
(X) erstrecken, wobei insbesondere das Verschlusselement (7) eine an seiner Vorderseite
zugängliche Aufbewahrungskavität (71) aufweist, wobei in der Bauzeitposition die Gewindestäbe
(10) innerhalb der Aufbewahrungskavität (71) angeordnet und an dem Verschlusselement
(7) gehalten sind.
12. Montagemodul (1) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Montagemodul (1) ein Versprungset umfasst, das zwei Versprungplatten und zwei
Befestigungsmittel aufweist, über die die Versprungplatten anstelle der Befestigungsstäbe
(10) an den Befestigungsvorrichtungen des Modulrahmens (100) befestigbar sind, wobei
die Versprungplatten jeweils zumindest eine, insbesondere zumindest zwei Durchführungen
für jeweils eines der Befestigungsmittel aufweisen und darüber hinaus jeweils zumindest
eine versetzt zu der zumindest einen Durchführung angeordnete, zu der Befestigungseinrichtung
eines jeden der Befestigungsstäbe (10) korrespondierende Befestigungsvorrichtung aufweisen
zum Gewährleisten einer Befestigung eines jeden der Befestigungsstäbe (10) in unterschiedlichen
vertikalen Positionen an dem Modulrahmen (100) mittels der Versprungplatten, wobei
insbesondere an der Vorderseite des Anschlusselements (6) oder an dem Modulrahmen
(100) um die Befestigungsvorrichtung des Modulrahmens (100) für jeweils eine der Versprungplatten
ein Freiraum vorgesehen ist, innerhalb dessen die jeweilige Versprungplatte in einer
Versprungbetriebsposition durch jeweils eines der Befestigungsmittel an dem Modulrahmen
(100) befestigt anordenbar ist, wobei in der Versprungbetriebsposition eine Vorderseite
der jeweiligen Versprungplatte weniger weit vor den Modulrahmen (100) vorsteht als
die Vorderseite des Verschlusselements (7) in der Bauzeitposition.
13. Montagemodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem Verschlusselement (7) ein erster QR-Code aufgebracht ist und insbesondere
auf dem Anschlusselement (6) ein in der Betriebsposition von dessen Vorderseite aus
zugänglicher zweiter QR-Code aufgebracht ist und insbesondere an einem von dem Montagemodul
(100) umfassten, in der Bauzeitposition an einer Vorderseite einer am Spülkasten (2)
angebrachten Betätigungseinrichtungsplatte (20) vorgesehenen Rohbauschutz (40) ein
dritter QR-Code vorgesehen ist, wobei insbesondere zumindest einer dieser QR-Codes
ausgebildet ist zum Bereitstellen einer Montageinformation, insbesondere eines Montagevideos,
für einen Monteur zur Verwendung des Montagemoduls (1) zur Montage eines WC-Körpers
und/oder zur Inbetriebnahme des Spülkastens (2), wobei insbesondere zumindest einer
der QR-Codes als Information einen Verweis auf eine Datenbank enthält, die einen Verweis
auf eine in einer weiteren Datenbank gespeicherte Montageinformation enthält.
14. Montagemodul (1) nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste und der zweite QR-Code zur Bereitstellung derselben Montageinformation ausgebildet
sind, insbesondere identisch ausgebildet sind.
15. Verfahren zur Realisierung einer Vorwand vor einem Montagemodul (1) nach einem der
vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Bauplatte an der Vorderseite des Montagerahmens (100) des Montagemoduls (1) befestigt
wird und ein Fliesenbelag an der Vorderseite der Bauplatte vorgesehen wird, wobei
in der Bauplatte eine durchgehende Öffnung vorgesehen wird, deren Öffnungsrand um
das Verschlusselement (7) verläuft, während sich das Verschlusselement (7) durch die
Öffnung hindurch erstreckt, und wobei der Fliesenbelag um das Verschlusselement (7)
herum vorgesehen wird, während sich das Verschlusselement (7) durch den Fliesenbelag
hindurch erstreckt.
16. Verfahren zur Realisierung einer WC-Installation mit einem an einer Vorderseite einer
Vorwand installierten WC-Körper, hinter der ein Montagerahmen (100) mit daran befestigtem
Spülkasten (2) vorgesehen ist und hinter der ein Spülrohranschluss (51) des Spülkastens
(2) und ein Abflussrohranschluss (81) vorgesehen sind, wobei sich ein an dem Montagerahmen
(100) befestigter Anschlussvorbau, der den Spülrohranschluss (51) und den Abflussrohranschluss
(81) verdeckt, ausgehend von dem Montagerahmen (100) durch eine in der Vorwand vorgesehene,
insbesondere ununterbrochene, Öffnung hindurch erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem ersten Verfahrensschritt ein eine Vorderseite des Anschlussvorbaus ausbildendes
Verschlusselement (7) des Anschlussvorbaus von der Vorderseite der Vorwand aus von
dem Modulrahmen (100) demontiert wird, wobei in einem zweiten, auf den ersten folgenden
Verfahrensschritt ein Verbindungsspülrohr mit dem Spülrohranschluss (51) und dem WC-Körper
verbunden wird und ein Verbindungsabflussrohr mit dem Abflussrohrstutzen und dem WC-Körper
verbunden wird, während ein Anschlusselement (6) an dem Modulrahmen (100) hinter der
Vorwand befestigt ist.
17. Verfahren nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem dritten, nach dem ersten durchgeführten Verfahrensschritt ein zusätzlicher
am Montagemodul (1) vorgesehener Anschluss, insbesondere Wasseranschluss für eine
Hygienespülung und/oder ein Elektroanschluss, mit dem WC-Körper verbunden wird, der
an dem Modulrahmen (100) in einem Bereich angeordnet ist, der vor der Durchführung
des ersten Verfahrensschritts innerhalb der transversalen und vertikalen Erstreckung
des Verschlusselements (7) angeordnet ist.
18. System zur Bereitstellung von Montageinformation zu einem Montagemodul (1) nach Anspruch
13 und/oder einem weiteren Sanitärartikel mit einem weiteren QR-Code,
dadurch gekennzeichnet, dass
das System eine Zwischendatenbank und eine Informationsspeicherdatenbank umfasst,
wobei der zumindest eine QR-Code als eine Information einen eindeutigen Verweis auf
eine in der Zwischendatenbank abgelegte Verweisinformation enthält, die einen eindeutigen
Verweis auf eine bestimmte in der Informationsspeicherdatenbank abgelegte Montageinformation
enthält, wobei insbesondere der zumindest eine QR-Code zumindest zwei verschiedene
Informationen enthält, wobei jede der Informationen jeweils einen anderen Verweis
auf eine andere in der Zwischendatenbank abgelegte Verweisinformation enthält, die
einen eindeutigen Verweis auf eine jeweils andere in der Informationsspeicherdatenbank
abgelegte Montageinformation enthält, und/oder die in der Zwischendatenbank abgelegte
Verweisinformation eine multiple Codierung aufweist, die in Abhängigkeit von einem
mit der Übermittlung des in dem QR-Code übermittelten Verweises zusätzlich übermittelten
Codierparameter auf eine dem jeweiligen Codierparameter zugeordnete, in der Informationsspeicherdatenbank
abgelegte Montageinformation verweist.