[0001] Die Erfindung betrifft einen Türfeststeller, insbesondere für eine Tür eines Automobils,
umfassend eine an einem von Tür und Karosserie des Automobils schwenkbar lagerbare
Türhaltestange mit einer ersten Seite und einer auf der ersten Seite ausgebildeten
Profilierung, und einen an dem anderen von Tür und Karosserie des Automobils anordenbaren
ersten Bremskörper, der abschnittsweise an der ersten Seite der Türhaltestange unter
einer Vorspannung anliegt und der mit der Profilierung der ersten Seite mindestens
eine Halteposition definiert.
[0002] Aus der Praxis sind Türfeststeller bekannt, die ausreichend stabil dimensioniert
sind, um als Automobiltürfeststeller eingesetzt zu werden. Solche Automobiltürfeststeller
weisen eine an der Tür oder Karosserie des Automobils schwenkbar lagerbare Türhaltestange
auf, die eine erste Seite, insbesondere eine Breitseite, aufweist, auf der eine Profilierung
ausgebildet ist, wobei an der anderen von Tür und Karosserie des Automobils, in der
Regel an der Tür, ein erster Bremskörper angeordnet werden kann, der abschnittsweise
an der ersten Seite der Türhaltestange unter einer Vorspannung anliegt und der mit
der Profilierung der ersten Seite Haltepositionen definiert, insbesondere wenn er
in Vertiefungen der Profilierung eindringt, wobei der Bremskörper in einem Gehäuse
umfangsmäßig geführt ist und von einem Federglied in Richtung auf die erste Seite
vorgespannt ist, wobei sich das Federglied in dem Gehäuse abstützt. Hierbei ist die
Türhaltestange durch eine Öffnung des Gehäuses hin- und her verlagerbar, neigt jedoch
zum Verkanten. Ferner weist der bekannte Automobiltürfeststeller eine große Bauhöhe
auf, die daraus resultiert, dass der Bremskörper zur Vermeidung eines Verkantens eine
gewisse Erstreckung in Richtung seiner Verlagerungsrichtung erfordert. Die Anzahl
der Teile ist recht hoch, und auch der Montageaufwand ist groß, weil insbesondere
der Bremskörper in eine Führungsbohrung des Gehäuses eingesetzt werden muss. Durch
das Spiel, das die Türhaltestange in der Öffnung des Gehäuses hat, sind die wirkenden
Kräfte je nach Winkellage der Tür nicht reproduzierbar und damit ungleich. Ferner
sind die bekannten Türhaltestangen mit einer gekrümmten Erstreckung ausgebildet, die
die Schwenkbewegungen der Tür um die Karosserie beziehungsweise einen Holm der Karosserie
kompensieren und die ein etwaiges Verkanten vermeiden soll.
[0003] WO 2006 089 528 A1 beschreibt einen Türfeststeller für ein Automobil, bei dem eine an einem von Tür
und Karosserie schwenkbar lagerbare Türhaltestange eine erste Seite aufweist, auf
der eine Profilierung ausgebildet ist. Ferner weist die Türhaltestange eine zweite
Seite auf, auf der ebenfalls eine von der Profilierung der ersten Seite verschiedene
weitere Profilierung ausgebildet ist. Die Türhaltestange ist durch ein mit einer Öffnung
ausgebildetes Gehäuse hindurchführbar, wobei in dem Gehäuse ein mit der ersten Seite
der Türhaltestange zusammenwirkender, von einer Feder vorgespannter Bremskörper in
einer Aufnahme umfangsmäßig aufgenommen und axial geführt ist, wobei der Bremskörper
mit einem Schaftteil ausgestattet ist, an das ein Gegenlager angeschlossen ist, um
Schaftteil und Bremskörper außer Eingriff von der ersten Seite verlagern zu können.
Koaxial zu dem ersten Bremskörper ist ein in Richtung auf die zweite Seite der Türhaltestange
belasteter zweiter Bremskörper in einer Aufnahme des Gehäuses axial verlagerbar und
umfangsmäßig aufgenommen, der einen zylindrischen Mantelabschnitt aufweist, der verschiedene
Durchbrechungen aufweist, um nicht in der Führung zu verkanten. Nachteilig bei dem
bekannten Automobiltürfeststeller ist der Umstand, dass die Türhaltestange, um eine
Schwenk- und eine Verlagerungsbewegung zuzulassen, innerhalb der Öffnung des Gehäuses
ein größeres Spiel aufweisen muss, um nicht auch zu verkanten. Ferner sind beide Bremskörper,
um ein Verkanten zu vermeiden, jeweils mit einer bedeutenden axialen Erstreckung ausgeführt,
wodurch die Bauhöhe des Gehäuses in der Achse der Bewegung der Bremskörper sehr groß
ausfällt. Hierdurch treten große Momente auf, die dazu führen, dass das Gehäuse recht
massiv ausgebildet sein muss. Ferner entstehen durch das Hin- und Herfahren der Türhaltestange
in der Aufnahme des Gehäuses verschiedentlich Reibgeräusche, die den Bedienkomfort
des Automobiltürfeststellers beeinträchtigen.
[0004] JP 2016 094 794 A beschreibt eine Türfeststellvorrichtung für eine Tür eines Automobils, bei der eine
Türhaltestange an einer Tür eines Automobils schwenkbar angeschlossen ist. Die Türhaltestange
weist eine geradlinige Erstreckung und eine Mehrzahl von flachen Abschnitten unterschiedlicher,
in Schließrichtung zunehmender Dicke auf, die durch senkrechte Stufen voneinander
getrennt sind. An der Karosserie ist ein Aktuator mit einer antreibbaren Welle angeordnet,
die zwei gegenläufige Gewindeabschnitte aufweist, wobei auf jedem der beiden Gewindeabschnitte
jeweils ein quaderförmiger Block angeordnet ist, wobei durch das motorische Verdrehen
der Welle die beiden Blöcke in Richtung auf die Türhaltestange oder von der Türhaltestange
fort verstellt werden. Insbesondere die seitlichen Begrenzungen der Blöcke bilden
bei zusammengefahrenen Blöcken einen Anschlag für die Stufen der Türhaltestange und
verhindern ein Schließen der Tür. Bei auseinandergefahrenen Blöcken hingegen ist die
Tür frei bewegbar. Nachteilig an der Türfeststellvorrichtung ist vor allem, dass die
Blöcke seitlich geführt sein müssen, da sie sonst auf Grund der Hemmung des Gewindes
mit der Welle gemeinsam drehen, wenn sie außer Eingriff mit der Türhaltestange sind.
Ferner vermag die Türfeststellvorrichtung die Tür nur in Schließrichtung zu blockieren,
nicht aber in Öffnungsrichtung. Weiter muss der Antrieb der Welle dauerhaft bestromt
sein, damit die Blöcke die Welle nicht zurückdrehen. Eine Verschwenkbarkeit der Türhaltestange
um die Welle ist nicht vorgesehen und würde sonst durch Reibung des Gewindes an der
Durchbrechung zu Geräuschentwicklung führen.
[0005] DE 10 2014 018 333 B3 beschreibt einen Türfeststeller für die Tür eines Automobils, umfassend eine an einem
von Tür und Karosserie schwenkbar lagerbare Türhaltestange, mit einer ersten und einer
zweiten Seite, die jeweils eine Profilierung aufweisen, wobei ferner an dem anderen
von Tür und Karosserie ein Bremskörper angeordnet ist, der abschnittsweise an der
Seite der Türhaltestange unter der Vorspannung einer Feder anliegt und mit der Profilierung
der Seite eine Halteposition definiert. Der Bremskörper ist umfangsmäßig in einem
zylindrischen Abschnitt geführt und kann in Reaktion auf die Profilierung der Seite
der Türhaltestange frei axial unter Spannen und Entspannen der Feder verlagert werden.
[0006] Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Türfeststeller anzugeben, der kompakt aufgebaut
und zuverlässig zu bedienen ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Türfeststeller mit den Merkmalen eines
unabhängigen Anspruchs gelöst.
[0008] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein Türfeststeller, insbesondere für eine Tür
eines Automobils, geschaffen, umfassend eine an einem von Tür und Karosserie schwenkbar
lagerbare Türhaltestange mit einer ersten Seite und einer auf der ersten Seite ausgebildeten
Profilierung, und einen an dem anderen von Tür und Karosserie anordenbaren ersten
Bremskörper, der abschnittsweise an der ersten Seite der Türhaltestange unter einer
Vorspannung anliegt und der mit der Profilierung der ersten Seite mindestens eine
Halteposition definiert, wobei sich der Türfeststeller dadurch auszeichnet, dass der
erste Bremskörper eine zentrale Lochung aufweist, dass die zentrale Lochung von einem
Führungszapfen durchsetzt ist, und dass der Führungszapfen eine axiale Bewegung des
ersten Bremskörpers entlang des Führungszapfens zulässt. Hierdurch wird vorteilhaft
erreicht, dass der erste Bremskörper nicht mehr an seinem Umfang geführt werden muss,
sodass er nicht ein hierzu mindestens erforderliches Volumen aufweist. Ferner kann
der Führungszapfen den Bremskörper mittelbar an Tür oder Karosserie des Automobils
anschließen, ohne dass hierzu ein vollständig den Bremskörper umfassendes Gehäuse
vorgesehen sein muss. Hierdurch kann der Türfeststeller insbesondere mit einer geringen
Teileanzahl und kleinbauend und damit kompakt ausgeführt werden. Die Kosten der Herstellung
des Türfeststellers lassen sich hierdurch reduzieren. Ferner wird Gewicht eingespart,
sodass der Türfeststeller den Energieverbrauch des Automobils günstig herabsetzt.
[0009] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist ein Türfeststeller, insbesondere für eine Tür
eines Automobils, geschaffen, umfassend eine an einem von Tür und Karosserie des Automobils
schwenkbar lagerbare Türhaltestange mit einer ersten Seite und einer auf der ersten
Seite ausgebildeten Profilierung, und einen an dem anderen von Tür und Karosserie
anordenbaren ersten Bremskörper, der abschnittsweise an der ersten Seite der Türhaltestange
unter einer Vorspannung anliegt und der mit der Profilierung der ersten Seite mindestens
eine Halteposition definiert. Der Türfeststeller zeichnet sich hierbei dadurch aus,
dass die Türhaltestange eine langgestreckte Durchbrechung aufweist, dass die Durchbrechung
von einem Führungszapfen durchsetzt ist, und dass die Türhaltestange um den Führungszapfen
verschwenkbar ist. Vorteilhaft ist hierdurch sichergestellt, dass die Türhaltestange
von dem Führungszapfen zentriert wird und damit ein nur geringes Spiel bezüglich der
Teile Tür und Karosserie des Automobils und/oder des Bremskörpers aufweist. Die Türhaltestange
ist dann stets um zwei Achsen verschwenkbar, nämlich die eine Achse, mit der sie mit
dem einen von Tür und Karosserie gekoppelt ist und die Achse des Führungszapfens,
um die die Türhaltestange ebenfalls verschwenkt. Hierdurch kann vorteilhaft auf ein
Gehäuse, das die Türhaltestange innerhalb einer Öffnung umfangsmäßig hinsichtlich
ihrer Verlagerungsbewegung begrenzt, verzichtet werden, sodass der Türfeststeller
insgesamt kompakt ist. Ferner ist der Zusammenbau des Türfeststellers durch das Einsetzen
des Führungszapfens in die Durchbrechung der Türhaltestange besonders einfach und
zugleich präzise möglich.
[0010] Die von dem Führungszapfen durchsetzte zentrale Lochung des ersten Bremskörpers bzw.
langgestreckte Durchbrechung der Türhaltestange ist jeweils vorzugsweise mittig in
dem entsprechenden Teil ausgebildet, so dass Schwachstellen vermieden werden. Überdies
kann die Türhaltestange einen metallischen Kern aufweisen, der ihr Stabilität verleiht,
und der von einem Kunststoffmaterial ummantelt ist. Das Kunststoffmaterial hat günstige
Geräusch- und Reibeigenschaften und kann ohne signifikante Mehrkosten mit definierten
Oberflächen hergestellt werden.
[0011] Besonders günstig ist eine Ausgestaltung, bei der der Führungszapfen die zentrale
Lochung des ersten Bremskörpers und die langgestreckte Durchbrechung der Türhaltestange
durchsetzt, wobei dann der Führungszapfen beide Teile, den ersten Bremskörper und
die Türhaltestange, führt, wobei der erste Bremskörper mit seiner Lochung in einer
axialen Richtung des Führungszapfens entlang desselben geführt ist, während die Türhaltestange
mit der langgestreckten Durchbrechung entlang des Führungszapfens verlagerbar ist,
jedoch von dem Führungszapfen auf einer vorbestimmten Bahn zentriert ist und damit
in jedem Punkt eine definierte Verschwenkung der Türhaltestange um den Führungszapfen
bewirkt. Der Führungszapfen ist hierbei günstig mit dem anderen von Tür und Karosserie,
insbesondere mit der Tür, verbunden, insbesondere unbewegbar verbindbar, sodass die
Bewegung der Tür auf den Führungszapfen übertragen wird.
[0012] Zweckmäßiger Weise ist vorgesehen, dass die Türhaltestange bezüglich des ersten Bremskörpers
des Führungszapfens verlagerbar ist. Hierdurch entsteht eine Relativbewegung zwischen
dem erstem Bremskörper und dem Führungszapfen, die einem Schwenkmoment der Tür um
ihre Anlenkung an der Karosserie des Automobils eine Bremskraft entgegensetzt. Hierbei
ist es möglich, dass der vorgespannte erste Bremskörper unter Erhöhung der Vorspannung
den Erhebungen der Profilierung der Türhaltestange nachgibt und bei Vertiefungen der
Profilierung der Türhaltestange unter Entspannung der Vorspannung eine erhöhte Haltekraft
definiert.
[0013] Zweckmäßiger Weise ist der erste Bremskörper durch ein Federglied in Richtung auf
die erste Seite der Türhaltestange vorgespannt, sodass die Federkonstante des Federglieds
zur Einstellung einer Haltekraft berücksichtigt werden kann. Das Federglied ist hierbei
zweckmäßig einen Ends gegen den ersten Bremskörper mittelbar oder unmittelbar gespannt
und anderen Ends gegen ein Widerlager, das bezüglich des den ersten Bremskörper führenden
Führungszapfens unbeweglich oder zumindest überwiegend unbeweglich ist.
[0014] Besonders günstig kann vorgesehen sein, dass das Federglied von dem Führungszapfen
durchsetzt ist, sodass das Federglied zwischen dem ersten Bremskörper und dem Widerlager
eingespannt ist. Das Federglied ist zweckmäßiger Weise als Schraubenfeder ausgebildet,
kann aber auch als Tellerfeder oder Tellerfederpaket oder in anderer bekannter Weise
ausgeführt sein.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Führungszapfen an
zwei Halteabschnitten festgelegt ist, die mit dem anderen von Tür und Karosserie des
Automobils verbindbar sind, sodass die beiden Halteabschnitte den Führungszapfen mittelbar
mit dem einen von Tür und Karosserie koppeln. Hierbei ist zweckmäßig ein Halteabschnitt
einerseits, insbesondere oberhalb, der einen Seite der Türhaltestange angeordnet,
während der andere Halteabschnitt andererseits, insbesondere unterhalb, der Türhaltestange
angeordnet ist, sodass zwischen den beiden Halteabschnitten die Türhaltestange verläuft.
[0016] Vorzugsweise verbindet zumindest der Führungszapfen die Halteabschnitte miteinander,
sodass insgesamt ein Bauteil entsteht, das an dem anderen von Tür und Karosserie anschließbar
ist. Es ist nicht erforderlich, dass dieses Bauteil in sich unbeweglich ist. Eine
erste Möglichkeit der Verbindung des Führungszapfens mit dem Halteabschnitt besteht
darin, dass der Führungszapfen endseitig mit Gewindeabschnitten ausgestattet ist,
die wahlweise in ein Innengewinde der Halteabschnitte eingeschraubt werden oder aus
dem Halteabschnitt vorstehen und mit einer Mutter festgelegt werden. Eine weitere
Möglichkeit besteht darin, dass wenigstens ein Ende des Führungszapfens einen Nietkopf
aufweist, der durch Vernietung an den Halteabschnitt abgeschlossen wird. Das andere
Ende kann ebenfalls durch Vernietung an den zweiten Halteabschnitt angeschlossen werden
oder weist alternativ einen Schraubenkopf auf.
[0017] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Halteabschnitte Teil
eines Haltergehäuses sind, das dann beispielsweise auch Verbindungsmittel mit dem
anderen von Tür und Karosserie des Automobils aufweist. Das Haltergehäuse kann hierbei
in großen Teilen aus einem weniger stabilen Kunststoff ausgebildet sein, während der
Führungszapfen beispielsweise aus Stahl ausgebildet ist, da der Führungszapfen im
Wesentlichen die statischen und dynamischen Belastungen des Türfeststellers aufnimmt.
[0018] Zweckmäßiger Weise definieren die als zwei Gehäuseteile ausgebildeten Halteabschnitte
gemeinsam eine Öffnung für den Durchgang der Türhaltestange, sodass insgesamt ein
leicht zu manipulierendes Bauteil Haltergehäuse geschaffen ist. Das Vorsehen eines
Haltergehäuses ermöglicht es insbesondere, das Ende der Türhaltestange als Anschlag
nach Art eines Hammerkopfes auszubilden, um zu vermeiden, dass Belastungsspitzen in
den Führungszapfen eingeleitet werden, wenn die Tür vollständig geöffnet ist. Zugleich
kann ein Anschlagdämpfer im Bereich des Haltergehäuses die beim Anschlagen entstehenden
Geräusche weitgehend unterdrücken.
[0019] Gemäß einer günstigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der erste Bremskörper eine
zylindrische zentrale Lochung aufweist, und dass der erste Bremskörper mit seiner
Lochung um einen zylindrischen Führungsabschnitt des Führungszapfens verdrehbar ist,
sodass neben der Führung für eine Bewegung in axialer Richtung der Achse des Führungszapfens
auch eine Verdrehung oder Verschwenkung um die Achse des Führungszapfens ermöglicht
ist. Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, dass der erste Bremskörper insbesondere
dann, wenn er keine vollständige oder annähernd rotationsmetrische stirnseitige Gestaltung
aufweist, einer durch die relative Verschwenkung der Türhaltestange zu dem Führungszapfen
sich ändernden Orientierung der Profilierung der ersten Seite der Türhaltestange folgen
kann. Hierdurch wird vorteilhalft erreicht, dass stets ein in etwa linienförmiger
oder streifenförmiger Kontakt zwischen der Stirnseite des ersten Bremskörpers und
der ersten Seite der Türhaltestange erreicht wird, sodass ein im Wesentlichen stetiger
Verlauf der Bremskraft erzielbar ist. Alternativ kann die zentrale Lochung des ersten
Bremskörpers auch prismatisch, beispielsweise in der Art eines Vierkants oder eines
Sechskants, ausgebildet sein, wobei dann der entsprechende Führungsabschnitt des Führungszapfens
komplementär ausgebildet ist, um eine derartige Verdrehung zu verhindern. Hierzu muss
der Führungszapfen jedoch unter Umständen umfangsmäßig bearbeitet werden. Bei Auswahl
einer günstigen Werkstoffpaarung, z.B. Führungszapfen aus Stahl und Lochung und/oder
Durchbrechung aus Kunststoff, kann auf das Vorsehen einer das Gleiten begünstigenden
Beschichtung oder Buchse bzw. Hülse, z. B. aus Metall oder Kunststoff, verzichtet
werden. Vorzugsweise ist jedoch zumindest im Bereich des Kontaktes des Führungszapfen
mit der Türhaltestange eine das Gleiten begünstigende Beschichtung aufgebracht, z.B.
aus Polyetherketon (PEEK), die die Dicke des Führungszapfens in dem entsprechenden
Bereich nicht oder nur minimal vergrößert. Gemäß einer anderen günstigen Alternative
kann der Führungszapfen im Bereich des Kontaktes mit der Türhaltestange eine auf den
Führungszapfen aufgeschobene Buchse oder Hülse aufweisen, die sich um den Führungszapfen
drehen kann und die das gegenseitige Abrollen von Führungszapfen und Türhaltestange
begünstigt. Die Buchse wird dann beispielsweise von den Bremskörpern daran gehindert,
aus der Kontaktzone mit der Türhaltestange auszuwandern.
[0020] Zweckmäßiger Weise ist der erste Bremskörper als gelochte Scheibe ausgebildet, die
vorzugsweise auf der der Türhaltestange zugekehrten Seite eine vorstehende Gleiterhebung
aufweist. Die Gleiterhebung ist im Wesentlichen senkrecht zur Verlagerungsrichtung
der Türhaltestange ausgerichtet und definiert einen streifenförmigen Kontakt des ersten
Bremskörpers mit der ersten Seite der Türhaltestange. Es ist alternativ möglich, die
Rückseite des ersten Bremskörpers, die der Türhaltestange abgekehrt ist, mit einer
rohrartigen Verlängerung auszustatten, die vorzugsweise einstückig mit der Scheibe
ausgebildet ist, um einerseits den Weg des ersten Bremskörpers in axialer Richtung
des Führungszapfens zu begrenzen und andererseits eine Führungshilfe für ein Federglied
zu bilden, und insbesondere zu verhindern, dass das Federglied ausknickt. Ferner wird
die Montage des Türfeststellers hierdurch erleichtert und die axiale Führung entlang
des Führungszapfens entlang des Führungszapfens verbessert. Alternativ kann der vertikale
Hub des ersten Bremskörpers auch durch einen in einem Gehäuse vorgesehenem Anschlag
oder dergleichen begrenzt sein.
[0021] Vorzugsweise ist die Türhaltestange um einen zylindrischen Führungsabschnitt des
Führungszapfens verdrehbar, wobei in günstiger Ausgestaltung der zylindrische Führungsabschnitt
des Führungszapfens und die langgestreckte Durchbrechung der Türhaltestange von ihrem
Außenmaß und ihrem Innenmaß jeweils so aufeinander abgestimmt sind, dass nur ein minimales
Spiel in der relativen Positionierung möglich ist. Es ist sogar möglich, den zylindrischen
Führungsabschnitt des Führungszapfens, der die Durchbrechung durchsetzt, mit einer
geringfügigen Presspassung einzusetzen. Zweckmäßiger Weise kann der Kontaktbereich
schmierungsfrei ausgebildet sein durch die Auswahl einer entsprechenden Werkstoffpaarung,
oder aber gefettet zur Reduzierung von entsprechenden Geräuschen.
[0022] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung ist vorgesehen, dass neben dem durch die Bremskörper
erzeugten Bremsmoment die langgestreckte Durchbrechung der Türhaltestange zur Erzeugung
eines ergänzenden Bremsmoments ausgebildet ist, indem beispielsweise in einem Komfortbereich
nahe der vollständigen Öffnung der Tür die Durchbrechung schmaler ausgebildet ist
und den zylindrischen Führungsabschnitt des Führungszapfens klemmt und damit ein Bremsmoment
erzeugt. Umgekehrt kann die langgestreckte Durchbrechung auch einen Freilauf in Gestalt
einer Verbreiterung aufweisen, beispielsweise um ein Zufallen der Tür nicht zu Bremsen.
Insbesondere kann mindestens eine bevorzugte Halteposition der Tür zwischen zwei die
Durchbrechung einschnürende Vorsprünge vorgesehen sein.
[0023] Die Türhaltestange weist zweckmäßiger Weise eine langlochartige Durchbrechung auf,
die die erste Seite durchbricht, sodass die wirksame Fläche der ersten Seite um die
Breite der Durchbrechung reduziert ist. Die Durchbrechung verläuft hierbei zweckmäßig
senkrecht zu der Verlagerungsrichtung der Türhaltestange, sodass der Führungszapfen
zugleich sicherstellt, dass der erste Bremskörper und die erste Seite der Türhaltestange
ohne Verkanten und damit in maximaler Fläche miteinander in Kontakt stehen.
[0024] Die Türhaltestange weist vorzugsweise eine geradlinige Erstreckung auf, die es ermöglicht,
sie in gegenüberliegenden Türen mit unterschiedlichen Öffnungsrichtungen einzusetzen,
sodass die Serienlänge und damit die Kosten der Herstellung des Bauteils weiter reduziert
sind. Die langlochartige Durchbrechung ist dann zweckmäßiger Weise genau mittig in
der Türhaltestange ausgebildet. Alternativ zu einer Ausbildung mit genau einem, vorzugsweise
mittigen, Führungszapfen können auch zwei Führungszapfen vorgesehen sein, die die
Lochung beziehungsweise die Durchbrechung durchsetzen.
[0025] In einer besonders günstigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Türfeststeller
weiterhin eine der ersten Seite gegenüberliegende zweite Seite mit einer auf der zweiten
Seite ausgebildeten weiteren Profilierung aufweist, und dass weiterhin ein zweiter
Bremskörper abschnittsweise an der zweiten Seite der Türhaltestange anliegt, insbesondere
unter einer Vorspannung anliegt, wobei dann der erste Bremskörper und der zweite Bremskörper
von dem Führungszapfen durchsetzt sind. Hierzu ist es nicht erforderlich, dass der
zweite Bremskörper ebenfalls axial verlagerbar ist, vorzugsweise ist jedoch der zweite
Bremskörper genau spiegelbildlich zu dem ersten Bremskörper angeordnet und axial verlagerbar
ausgebildet. Es ist aber auch möglich, dass der zweite Bremskörper mit einer nichtprofilierten
flachen zweiten Seite der Türhaltestange zusammenwirkt, um ein Basis-Bremsmoment zu
erzeugen.
[0026] Die Profilierung der ersten Seite der Türhaltestange kann in verschiedenen Stufen
erfolgen, wobei mit Zunahme der Höhe der Profilierung die zu überwindende Bremskraft
durch Erhöhung der Vorspannung des ersten Bremskörpers zunimmt. Zweckmäßiger Weise
ist vorgesehen, dass relative Minima der Vorspannung bevorzugte Haltepositionen der
Tür in einem bestimmten Öffnungswinkel definieren.
[0027] Vorzugsweise ist der Führungszapfen zumindest im Bereich des Durchsetzen der zentralen
Lochung und/oder der Durchbrechung als zylindrischer Zapfenabschnitt mit glatter Außenfläche
ausgebildet. Hierdurch kann der Bremskörper der Bewegung der Türhaltestange folgen,
indem der Bremskörper neben der vertikalen Verlagerung, um der Profilierung beim relativen
Bewegen der Türhaltestange zu folgen, auch eine freie Verdrehung um den Zapfenabschnitt
mit glatter Außenfläche erlaubt, ohne dass es zu einem Bremsen, einer Geräuschentwicklung
und/oder einem Verkanten kommt.
[0028] Die Profilierung weist zweckmäßig einen stetigen Verlauf auf, der das Entlanggleiten
des ersten Bremskörpers in beide Richtungen über die Länge der Türhaltestange ermöglicht,
und ist über den Verlauf der Profilierung insbesondere frei von Unstetigkeitsstellen
wie Stufen, die von dem Bremskörper nicht ohne weiteres überwunden werden können.
Hierdurch wird die durch das Gleiten des Bremskörpers auf der Seite der Türhaltestange
resultierende Kraft im Wesentlichen durch die Vorspannung definiert, so dass der Bremskörper
nicht motorisch verstellt werden muss.
[0029] Gemäß einer günstigen Ausgestaltung ist der erste Bremskörper ist axial frei entlang
des Führungszapfens verlagerbar und/oder der erste Bremskörper radial frei um den
Führungszapfen verdrehbar, so dass der erste Bremskörper zugleich der Profilierung
der Türhaltestange und der Verdrehung der Türhaltestange um ihr Gelenk folgen kann.
Insbesondere wenn beide Freiheitsgrade, also bezüglich der freien axialen Verlagerbarkeit
und der freien radialen Verdrehbarkeit, gegeben sind, ist der Türfeststeller sehr
resistent bei den verschiedenartigsten Bewegungsmustern und Zyklen und klemmt oder
kantet nicht.
[0030] Vorzugsweise sind die zentrale Lochung und die Durchbrechung von dem Führungszapfen
mit Spiel durchsetzt, wodurch die Verlagerung der Türhaltestange und/oder des Bremskörpers
bezüglich des Führungszapfens reibungsfrei oder reibungsarm ermöglicht ist. Hierdurch
können insbesondere bei Wechselbelastung auftretende Beanspruchungen gut verarbeitet
werden, ohne dass der Türfeststeller sich blockiert.
[0031] In einer besonders vorteilhaften Weiterbildung ist an dem Bremskörper wenigstens
ein Vorsprung vorgesehen, der zumindest teilweise in die Durchbrechung eindringt.
Hierdurch wird zum einen der Bremskörper vorteilhaft in Richtung der Durchbrechung
orientiert, so dass der Bremskörper der Verschwenkung der Türhaltestange in günstiger
Weise folgen kann. Zudem kann der Vorsprung eine Berührung des Führungszapfens und
der inneren Wandungen der Durchbrechung verhindern, wodurch Verschleiss und Geräuschentwicklung
reduziert werden.
[0032] Der Vorsprung ist in einer ersten vorteilhaften Verwirklichung scheibenförmig ausgebildet
ist und zentriert hierdurch den Bremskörper in Bezug auf die Türhaltestange. In einer
ersten bevorzugten Weiterbildung kann der scheibenförmige Vorsprung parallele Wandungen
aufweisen, die gegenüber den Innenwandungen der Durchbrechung ein geringes Spiel aufweisen.
[0033] Alternativ weist der Vorsprung in radialer Richtung eine Keilform aufweist, die den
Vorschub in Richtung der der Erstreckung der Türhaltestange erleichtert. Die Keilform
erleichtert insbesondere dem Bremskörper, der Verschwenkung der Türhaltestange zu
folgen. Alternativ oder kumulativ weist Vorsprung in axialer Richtung eine Keilform
auf, die das vertikale Eindringen in die Durchbrechung erleichtert.
[0034] In einer bevorzugten Verwirklichung ist vorgesehen, dass der Vorsprung stirnseitig
über den Bremskörper vorsteht. Hierdurch taucht der Vorsprung stets in die Durchbrechung
ein, während der Bremskörper auf der ersten Seite der Türhaltestange aufliegt, welche
Seite einen Anschlag für den Bremskörper bildet.
[0035] In einer günstigen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Vorsprung den Führungszapfen
umgibt und damit den Führungszapfen von den Innenwandungen der Durchbrechung beabstandet.
Wenn der so ausgebildete Vorsprung selbst hohlzylindrisch ausgebildet ist, kann der
Vorsprung vollständig um den Führungszapfen drehen. Es ist möglich, dann einen weiteren
Vorsprung an dem Bremskörper vorzusehen, der exzentrisch angeordnet ist und in die
Durchbrechung eindringt, um den Bremskörper eine Orientierung in Verschieberichtung
zu geben.
[0036] Vorzugsweise erstreckt sich der Vorsprung oder ein Teil des Vorsprungs radial zu
dem Führungszapfen. Hierdurch kann der Bremskörper und seine Gleiterhebung jeweils
mit der Durchbrechung der Türhaltestange ausgerichtet werden.
[0037] Vorzugsweise weist der Vorsprung eine größere Dicke als der Durchmesser des Führungszapfens
auf. Hierdurch kann der Führungszapfen von den Innenwandungen der Durchbrechung beabstandet
gehalten werden, und Verschleiss und Geräuschentwicklung werden vermieden.
[0038] Weitere Vorteile, Weiterbildungen und Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung bevorzugten Ausführungsbeispielen sowie aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0039] Die Erfindung wird nunmehr unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine perspektivische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Türfeststellers
in zusammengesetztem Zustand.
- Fig. 2
- zeigt eine explodierte Darstellung des Türfeststellers aus Fig. 1.
- Fig. 3
- zeigt einen Schnitt durch den Türfeststeller aus Fig. 1 und 2.
- Fig. 4
- zeigt eine abgewandelte Variante des Türfeststellers aus Fig. 1 bis 3.
- Fig. 5
- zeigt eine weitere Variante des Türfeststellers aus Fig. 1 bis 3.
- Fig. 6
- zeigt ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Türfeststellers.
- Fig. 7
- zeigt den Türfeststeller aus Fig. 6 in Explosionsdarstellung.
- Fig. 8
- zeigt ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Türfeststellers.
- Fig. 9
- zeigt einen Längsschnitt durch das Haltergehäuse des Türfeststellers aus Fig. 8.
- Fig. 10
- zeigt einen abgewandelten Türfeststeller in einer Ansicht vergleichbar Fig. 7.
[0040] Der in Fig. 1 bis 3 gezeigte, insgesamt mit 1 bezeichnete Türfeststeller dient dazu,
eine als strichpunktierte Linie dargestellte Tür 2 eines Automobils mit einer als
strichpunktierten Linie angedeuteten Karosserie 3 zu koppeln. Die Tür 2 ist über nicht
dargestellte Scharniere mit der Karosserie 3 verbunden, wobei der Türfeststeller 1
dazu dient, die Schwenkbewegung der Tür 2 um die Scharniere zu bremsen und hinsichtlich
des Öffnungswinkels zu begrenzen.
[0041] Der Türfeststeller umfasst ein Gehäuse 20 mit einer zentralen Öffnung 21, das aus
zwei zusammengesteckten Halteabschnitten 22, 23 aus Kunststoff besteht, wobei die
Kunststoffteile an besonders beanspruchten Bereichen mit einer Metallarmierung verstärkt
sein können. Die Öffnung 21 wird von dem oberen Gehäuseteil 22 und dem unteren Gehäuseteil
23 umschlossen, wenn diese zusammengesetzt sind, wobei jedes der beiden Gehäuseteile
22, 23 einen eingespritzten Nietbolzen 24 aufweist, der für den Anschluss an die Tür
2 in deren Innenbereich vorgesehen sind.
[0042] Durch die Öffnung 21 reicht eine Türhaltestange 30, die an einem ersten Ende im Bereich
einer Achse A über ein Gelenk 31 mit einem Montageteil 32 schwenkbar gekoppelt ist,
das eine Aussparung 32a aufweist, mittels der das Montageteil 32 an der Karosserie
oder einem Holm der Karosserie 3 mittels eines Verbindungsmittels wie einer Schraube
oder einem Niet angeschlossen werden kann. Das Gelenk 31 weist eine Achse A auf, die
parallel zu der Achse der Scharniere ist, sodass bei Öffnen der Tür 2 zur Kompensation
der Schwenkbewegung um die Scharniere eine Schwenkbewegung um die Achse A eingeleitet
ist.
[0043] Die Türhaltestange 30 weist in ihrem Mittenbereich eine allseitig umschlossene langgestreckte,
langlochartige Durchbrechung 33 auf, die in die Nähe des dem Gelenk 31 gegenüberliegenden
Endes 34 der Türhaltestange 30 reicht. Die Türhaltestange 30 weist einen Kern 30a
aus Stahl auf, der von einer Ummantelung 30b aus Kunststoff umschlossen ist, wie insbesondere
in Fig. 3 zu erkennen. Die Türhaltestange 30 weist eine obere, erste Seite 35 auf,
die mit einer Profilierung 35a ausgebildet ist, wie nachstehend noch erläutert wird.
[0044] Die beiden Gehäuseteile 22, 23 weisen im Bereich der Öffnung 21 zusammengreifende
Stirnbereiche auf, die Vorsprünge 22a des ersten Gehäuseteils 22 umfassen, die in
Vertiefungen 23a des zweiten Gehäuseteils 23 eindringen können, wie in Fig. 2 zu erkennen.
[0045] Das erste Gehäuseteil 22 und das zweite Gehäuseteil 23 werden durch einen Führungszapfen
40, der ferner die Durchbrechung 33 durchsetzt, miteinander verbunden, indem die Enden
41 des Führungszapfens 40 jeweils an einer nach außen weisenden Stirnseite 22b, 23b
des ersten und zweiten Gehäuseteils 22, 23 vernietet werden. Hierdurch verbindet der
Führungszapfen 40 die beiden Gehäuseteile 22, 23 miteinander zu einem gemeinsamen
Gehäuse 20.
[0046] Man erkennt, dass das zweite Gehäuseteil 23 im Wesentlichen aus Vollmaterial hergestellt
ist und eine zentrale Bohrung 23c aufweist, durch die der Führungszapfen 40 hindurchtritt
und weitgehend ohne Spiel aufgenommen ist.
[0047] Das erste Gehäuseteil 22 weist im Bereich seiner der Türhaltestange 30 abgekehrten
Stirnseite 22b einen kurzen Kanal 22c auf, der das obere Gehäuseteil 22 durchsetzt
und der an den Umfang des Führungszapfens 40 angepasst ist. Der Kanal 22c mündet in
einen ersten zylindrischen Hohlraum 22d, der wiederum in einen zweiten zylindrischem
Hohlraum 22e mit noch größerem Durchmesser unter Ausbildung einer Stufe 22f übergeht.
Der zweite zylindrische Hohlraum 22e ist in Richtung auf die Türhaltestange 30 offen.
[0048] Ein erster Bremskörper 50 und ein den ersten Bremskörper 50 belastendes, als Schraubenfeder
ausgebildetes Federglied 60 sind in die zylindrischen Hohlräume 22d, 22e eingesetzt,
wobei sich die Schraubenfeder 60 einen Ends in einer ringförmigen Vertiefung auf der
Rückseite des ersten Bremskörpers 50 abstützt und sich anderen Ends auf den der Stirnseite
22b gegenüberliegenden Abschnitt des ersten zylindrischen Hohlraums 22d, der den Kanal
22c radial umgibt, abstützt. Das Federglied 60 ist so gewickelt, dass es unter Erhöhung
seiner Vorspannung zusammengedrückt werden kann. Das Federglied 60 umgibt dabei auch
den Führungszapfen 40 mit einem Abstand.
[0049] Der erste Bremskörper 50 weist eine der Türhaltestange 30 zugekehrte Stirnfläche
51 auf, die eine in Richtung auf die Türhaltestange 30 vorstehende, quer zur Verlagerungsrichtung
der Türhaltestange 30 verlaufende Gleiterhebung 51a aufweist, deren beiderseits stetig
abfallende Flanken ein Herauf- und Herabrutschen von Rampen der Profilierung 35a begünstigen.
Der erste Bremskörper 50 weist eine zentrale Lochung 50c auf, die zur Aufnahme eines
zylindrischen Führungsabschnitts 40a des Führungszapfens 40 mit ganz geringem Spiel
ausgebildet ist. Der Führungsabschnitt 40a des Führungszapfens 40 durchsetzt die Lochung
50c und ermöglicht eine Bewegung des Bremskörpers 50 in Richtung der Achse des Führungszapfens
40 und eine Verschwenkung um die Achse des Führungszapfens 40.
[0050] Der erste Bremskörper 50 umfasst einen als gelochte Scheibe 52 ausgebildeten Abschnitt,
der einen umlaufenden Rand 52a ausbildet, sowie einen zentralen Rohrabschnitt 53,
der sich axial über den Rand des Scheibenabschnitts 52 erstreckt. Die zentrale Lochung
50c ist in dem Rohrabschnitt 53 ausgebildet und durchsetzt auch die Gleiterhebung
51a.
[0051] Man erkennt insbesondere in Fig. 3, dass die Stufe 22f einen Anschlag für den umlaufenden
Rand 52a des ersten Bremskörpers 50 bildet, der die axiale Verlagerung begrenzt. Alternativ
könnte auch das der Haltestange 30 abgekehrte Ende des Rohrabschnitts 53 hierfür benutzt
werden.
[0052] Das zweite Gehäuseteil 23 kann eine die Breite der Türhaltestange 30 überspannende,
die Bohrung 23c enthaltende Platte aufweisen, die dazu bestimmt ist, mit einer der
ersten Seite 35 abgekehrten zweiten Seite 36 der Türhaltestange 30 in Kontakt zu gelangen.
Hierbei ist der Führungszapfen 40 durch die Platte 23d hindurchgeführt. Es ist möglich,
die Platte als gemeinsames Teil mit dem zweiten Gehäuseteil 23 auszuführen.
[0053] In Fig. 4 ist ein Abschnitt einer modifizierten Türhaltestange 30' dargestellt, die
sich von der Haltestange 30 aus Fig. 1 bis 3 dadurch unterscheidet, dass im Endbereich
34 der Haltestange 30' ein Anschlagpuffer 39' in der Durchbrechung 33 eingesetzt ist,
der vorliegend aus einem weichen Kunststoff ausgebildet ist. Der Anschlagspuffer 39'
kann sowohl in die Türhaltestange 30' eingespritzt sein als auch mit dieser verklebt
sein. Der Anschlagpuffer 39' dient in erster Linie dazu, etwaige Geräuschentwicklung
beim Auftreffen des Endbereichs 34 der Türhaltestange 30' auf den Führungszapfen 40
zu dämpfen und zugleich das Einleiten von mechanischen Spannungen in die Kunststoffummantelung
30b der Türhaltestange 30' durch direkten mechanischen Kontakt zu verringern.
[0054] Fig. 5 zeigt eine alternative Ausgestaltung einer Türhaltestange 30", die sich von
der Türhaltestange 30 aus Fig. 1 bis 3 durch den als Hammerkopf ausgebildeten Endbereich
34" unterscheidet. Die seitlich überstehenden Bereiche des Hammerkopfes 34" überragen
dabei seitlich die Öffnung 21 des Haltergehäuses 20 und begrenzen damit die Wegstrecke,
die die Haltestange 30" aus dem Haltergehäuse 20 herausgezogen werden kann. Auch hierdurch
werden sowohl Geräuschentwicklungen als auch mechanische Beanspruchungen im Bereich
des Endes der Durchbrechung 33 vermieden.
[0055] Fig. 6 und 7 zeigen ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Türfeststellers 101, wobei dieselben Bezugszeichen wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 bis 3, dieselben oder strukturell vergleichbare Teile bezeichnen.
[0056] Unverändert gemäß dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 sind die Türhaltestange
30, der erste Bremskörper 50 und das Federglied 60. Der Türfeststeller 101 ist allerdings
nicht mit einem Haltergehäuse ausgestattet, sondern mit zwei einzelnen Halteabschnitten
122, 123, die identisch ausgebildet sind und die von einem Führungszapfen 140 mit
einander gekoppelt sind.
[0057] Die beiden Halteabschnitte 122, 123 sind jeweils als Winkelprofile ausgebildet, mit
einem mit einer Aussparung 122k, 123k ausgebildeten, im Wesentlichen vertikal verlaufenden
Schenkel, der zur Befestigung an einer Tür 2 dient, beispielsweise mittels entsprechender
Nietstifte oder Schraubenbolzen, und mit einem im Wesentlichen plattenförmigen horizontalen
Schenkel, der eine Bohrung 122b, 123b aufweist, die von dem Führungszapfen 140 durchsetzt
werden kann. Man erkennt, dass der Führungszapfen 140 ein gutes Stück kürzer ausgebildet
ist als Führungszapfen 40 aus Fig. 1 bis 3, weil er nur den Abstand zwischen den beiden
horizontalen Schenkeln der Halteabschnitte122, 123 verbinden muss. Der Führungszapfen
140 wird auf den horizontalen Schenkeln der Halterabschnitte 122, 123 jeweils außen
vernietet und durchsetzt hierbei das Federglied 60, die zentrale Lochung 50c des ersten
Bremskörpers 50, die langgestreckte Durchbrechung 33 der Türhaltestange 30 sowie eine
Lochung 70b eines weiteren Bremskörpers 70, der auf dem horizontalen Schenkel des
zweiten Halteabschnitts 123 aufliegt. Der weitere Bremskörper 70 wirkt mit der der
ersten Seite 35 abgekehrten zweiten Seite 36 der Türhaltestange 30 zusammen zur Erzeugung
eines Bremsmoments entgegen der Verlagerung der Tür 2. Man erkennt, dass es auch möglich
ist, den zweiten Halteabschnitt 123 um 180 Grad verdreht an der Tür 2 zu befestigen,
und dann von dem Führungszapfen 140, der länger ausgebildet ist, durchsetzte weitere
Feder 60 und ersten Bremskörper 50 anzuschließen, insbesondere dann, wenn auch die
zweite Seite 36 der Türhaltestange 30 mit einer Profilierung ausgestattet ist.
[0058] Man erkennt ferner, dass der Führungszapfen 140 die Teile insgesamt miteinander verbindet,
wobei die Teile jeweils um den Führungszapfen 140 schwenken können. Es ist möglich,
dass die Vernietung der Enden 141 des Führungszapfens 140 die Halteabschnitte 122,
123 undrehbar mit dem Führungszapfen 140 koppelt.
[0059] Fig. 8 und 9 zeigen ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Türfeststellers 201, wobei dieselben Bezugszeichen wie bei den Ausführungsbeispielen
gemäß Fig. 1 bis 5, dieselben oder strukturell vergleichbare Teile bezeichnen.
[0060] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 5 weist der Führungszapfen
40 im Bereich des Führungsabschnitts 40a, der die Durchbrechung 33 der Türhaltestange
30 kontaktiert, eine Beschichtung bzw. Ummantelung aus PEEK450FE20 auf, die die Gleiteigenschaften
begünstigt. Es ist möglich, den Bereich des Führungsabschnitts 40a alternativ zu härten
durch partielles Bearbeiten mit einem Laser, so dass der Verschleiss dieses besonders
durch Relativbewegung beanspruchten Bereichs reduziert ist. Laserbehandlung und Ummantelung
können auch kombiniert werden.
[0061] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 weist die Türhaltestange
30 eine Durchbrechung 33 auf, die nicht eine in etwa konstante Breite aufweist, sondern
die verschieden breite Bereiche umfasst. Ein Freilaufbereich 33F der Durchbrechung
33 weist eine gegenüber dem Umfang des Führungszapfen 40 vergrößerte Breite auf, so
dass eine Relativbewegung zwischen Türhaltestange 30 und Führungszapfen 40 praktisch
ungebremst oder mit minimaler Bremsung möglich ist. Hierdurch muss kein erhöter Kraftaufwand
betrieben werden, wenn die Tür geschlossen wird. Diese Funktion wird auch als Zuziehhilfe
bezeichnet, da in diesem Bereich bereits der Widerstand eines Schlosses überwunden
werden muss. Ein Klemmbereich 33K der Durchbrechung 33 weist eine gegenüber dem Umfang
des Führungszapfen 40 geringere Breite auf, so dass eine Relativbewegung zwischen
Türhaltestange 30 und Führungszapfen 40 gebremst ist und zur Überwindung eine größere
Kraft in die Tür eingeleitet werden muss. Damit kann vorteilhaft erreicht werden,
dass die Tür kurz vor Erreichen ihres maximalen Öffnungswinkels gebremst wird, und
entsprechend eine geringere Beanspruchung bei Erreichen des Anschlags 34" erfolgt.
[0062] Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis 3 weist die Türhaltestange
30 ein Haltergehäuse 20 auf, das zwei Federglieder 60 und zwei Bremskörper 50 unterbringt,
so dass sowohl die erste Seite 35 als auch die zweite Seite 36 der Türhaltestange
30 jeweils von einem der Bremskörper 50 beaufschlagt wird. Die Bremskörper 50 sind
wiederum über eine zentrale Lochung 50c an dem Führungszapfen 40 axial verlagerbar
sowie verdrehbar geführt.
[0063] Das Haltergehäuse 20 umfasst zwei plattenförmige Halteabschnitte 22, 23, an denen
jeweils ein Ende 41 des Führungszapfen 40 vernietet ist. Die Halteabschnitte 22, 23
sind als Metallblechscheiben ausgebildet, die die Kraft F (Fig. 9), die von den Federgliedern
60 in das System eingeleitet wird, aufnimmt. Es ist möglich, die Halteabschnitte 22,
23 auch als Kunststoffscheiben auszubilden.
[0064] Das Haltergehäuse 20 umfasst weiter eine Abdeckung 25 aus Kunststoff, die zwischen
die beiden Halteabschnitte 22, 23 eingesetzt ist und diese voneinander beabstandet.
Da die Abdeckung 25 nur geringe Kräfte aufnimmt und auch die Bremskörper 50 nicht
radial führt, ist diese aus einem recht dünnwandigen Material ausgebildet und kann
beispielsweise im Extrusionsverfahren hergestellt sein. Durch die Beabstandung der
Abdeckung 25 von dem Bremskörper 50 kann dieser sich um den Führungszapfen 40 verdrehen,
wenn dieser der Profilierung der Türhaltestange 30 folgt. In der Abdeckung 25 ist
auch die Öffnung 21 ausgebildet, durch die die Türhaltestange 30 durch das Haltergehäuse
20 hin- und herbewegbar ist.
[0065] Die Abdeckung 25 umfasst eine zentrale Aufnahme für die Federglieder 60 und die Bremskörper
50 sowie eine Führung 28, in der jeweils zwei Kulissenteile 80 angeordnet sind, die
jeweils eine Hülse 81 mit einem Innengewinde aufweisen. Über die Hülse 81 kann das
Haltergehäuse 20 an eine Fahrzeugtür angeschlossen werden.
[0066] Die beiden Halteabschnitte 22, 23 können auch so ausgebildet sein, dass sie zusätzlich
die Einführöffnungen der Führung 28 ganz oder teilweise verschließen. Man erkennt,
dass die Abdeckung 25 die beiden Halteabschnitte 22, 23 und die damit gekoppelten
Teile mittelbar an ein Automobilteil wie eine Fahrzeugtür verbindet. Man erkennt ferner,
dass an Stelle einer einteiligen Abdeckung 25 diese auch aus zwei Teilen bestehen
kann, wobei ein Federglied 60 und Bremskörper 50 in einem solchen Teil untergebracht
ist. Man erkennt schließlich, dass die Abdeckung 25 zwar die Halteabschnitte 22, 23
beabstandet, die Abdeckung 25 hierzu aber nicht benötigt wird. Die Abdeckung 25 schützt
also vor allem das Innenleben des Haltergehäuses gegen das Eindringen von Verschmutzung
von außen.
[0067] Die Erfindung funktioniert wie folgt: Die Halteabschnitte 122, 123 beziehungsweise
die ebenfalls Halteabschnitte bildenden Gehäuseteile 22, 23 werden mit einem Innenbereich
der Tür 2 verbunden, während das Montageteil 32 mit der Karosserie 3 verbunden wird.
Wird nun die Tür 2 gegenüber der Karosserie 3 um die Scharnierachsen verschwenkt,
schwenkt zum einen die Türhaltestange 30 um die Achse 31 und wird aus der Tür 2 herausgezogen,
wodurch es zu einer Relativverlagerung gegenüber dem ersten Bremskörper 50 kommt.
Zugleich fixiert der die Durchbrechung 33 durchsetzende Führungszapfen 40, 140 die
Türhaltestange 30 im Bereich seines Führungsabschnitts 40a, 140a. Der erste Bremskörper
50 kann, um seine Gleiterhebung 51a mit der Profilierung 35a der Türhaltestange 30
auszurichten, ebenfalls um den Führungszapfen 40, 140 schwenken, wobei die Feder 60
den ersten Bremskörper 40 mit einer Vorspannung belastet, sodass dieser gegen die
erste Seite 35 der Türhaltestange 30 gedrückt ist. Die Vorspannung des Federglieds
60 wird erhöht, wenn die Profilierung 35 eine zunehmende Dicke aufweist, während die
Türhaltestange 30 aus der Tür 2 herausgezogen wird. Nimmt die Profilierung 35a ab,
wird das Federglied 60 wieder entlastet. Hierdurch verändert sich das Bremsmoment
der Türhaltestange 1, 101 während des Herausziehens der Türhaltestange 30 aus der
Tür 2 infolge der Schwenkbewegung der Tür 2. Während der Verlagerungsbewegung der
Türhaltestange 30 wird diese stets durch den Führungszapfen 40, 140 zentriert, sodass
es nicht zu einem Reiben an Innenbereichen der Tür 2 und/oder an Begrenzungen der
Öffnung 21 kommt.
[0068] Man erkennt, dass die Türhaltestange 30 insgesamt einen langgestreckten Verlauf aufweist
und sich damit von den bekannten gekrümmten Türhaltestangen, die an der Öffnung 21
reiben können, unterscheidet. Die langgestreckte Kontur wird durch die zentrale Führung
des Führungszapfens 40, 140 ermöglicht und führt zu geringerem Materialverschnitt
bei der Herstellung. Ferner kann die Türhaltestange 30 gleichermaßen bei einer nach
links öffnenden Tür wie bei einer nach rechts öffnenden Tür eines Automobils, deren
Bremskraftcharakteristika sich nicht unterscheiden, eingesetzt werden, weil nunmehr
die Krümmung nicht mehr den Einbauort links beziehungsweise rechts vorbestimmt. Des
Weiteren erkennt man, dass der Türfeststeller 1, 101 insgesamt an beiden Seiten des
Fahrzeugs eingebaut werden kann, indem dieser beispielsweise um 180 Grad gedreht wird.
Das heißt, die erste Seite 35 zeigt für die eine Seite nach oben und für die andere
Seite nach unten.
[0069] Fig. 10 zeigt den Türfeststeller 101 aus Fig. 7 in einer abgewandelten Variante,
wobei dieselben Bezugszeichen wie in Fig. 6 und 7 dieselben Teile bezeichnen. Im Unterschied
zu dem Türfeststeller 101 aus Fig. 6 weist der an die Führungszapfen 140 frei axial
verlagerbar und frei drehbar angeschlossene Bremskörper 50 eine radial verlaufende
Nase 250 auf, die senkrecht zu der Erstreckung der Gleiterhebung 51a radial vorsteht
und in der Art eines Schwertes in die Durchbrechung 33 der Türhaltestange 30 vorspringt
und damit den Bremskörper 50 in Bezug auf die Profilierung 35a ausrichtet. Hierbei
steht die Nase 250 auch axial ein Stück weit über der Gleiterhebung 51a vor, so dass
in jeder axialen Verlagerungsstellung des Bremskörpers 50 die Nase 250 ein Stück weit
in die Durchbrechung 33 eindringt, auch wenn die erste Seite 35 im Wesentlichen flach
verläuft. Die Nase 250 unterstützt den Bremskörper 50 darin, der Verdrehung der Türhaltestange
30 um ihre Anlenkung 31 zu folgen, indem ein stärkeres Moment auf die Nase 250 und
damit auf den Bremskörper 50 übertragen wird. Die Nase 250 ist hierbei mit zwei parallelen
Flächen ausgebildet, die mit geringem Spiel in die Durchbrechung 33 einführbar sind,
so dass es nicht zu einer unerwünschten zusätzlichen Bremsung kommt. Es ist aber möglich,
die beiden Flächen auch keilförmig in radialer Richtung auszubilden, und/oder keilförmig
in axialer Richtung, um ein Zentrieren während der Bewegung zu unterstützen.
[0070] Es ist weiterhin möglich, statt einer Nase einen anderen Vorsprung an dem Bremskörper
50 vorzusehen, der in die Durchbrechung 33 eindringt, beispielsweise einen radial
zu der Achse des Bremskörpers 50 beabstandeten zylindrischen Stift, der dieselbe Funktion
bereitstellt. Auch ein abgewinkelter Stift oder ein schräg von dem Bremskörper 50
abstehender Stift ist möglich.
[0071] Der Stift 250' kann alternativ auch als Verlängerung des Rohrabschnitts 53 ^des Bremskörpers
50' bzw. in Verlängerung des Rohrabschnitts 53 vorgesehen sein, und hierdurch den
Führungszapfen 40 innerhalb der Durchbrechung 33 ganz oder teilweise umgeben.
[0072] Wenn der Türfeststeller zwei axial verlagerbare Bremskörper 50 aufweist, sind zweckmäßigerweise
beide mit einem Vorsprung 250 ausgestattet. Hierbei können die beiden Vorsprünge auch
gegensinnig angebracht sein, so dass der eine radial in Öffnungsrichtung vorsteht
und der andere radial in Schließrichtung. Wenn die beiden Vorsprünge gleichsinnig
angeordnet sind, insbesondere miteinander fluchtend, sind diese so dimensioniert,
dass sie sich nicht oder allenfalls im Bereich des Zuziehens der Tür berühren.
[0073] Auch der weitere Bremskörper 70 weist zwei Vorsprünge 270 auf, die in der Art einer
Nase oder eines Schwerts in die Durchbrechung 33 der Türhaltestange 30 mit den vorstehend
genannten Vorteilen eindringen.
[0074] Es ist möglich, nur den Bremskörper 70, der axial nicht verlagerbar ist, mit den
Vorsprüngen 270 auszustatten, und auf den Vorsprung 250 an dem ersten Bremskörper
50 zu verzichten.
[0075] Es ist ferner möglich, an dem Bremskörper 50 zwei radiale Vorsprünge 250 anzuordnen,
so dass der Bremskörper 50 in beide Bewegungsrichtungen entlang der Profilierung 35a
zentriert ist.
[0076] Zweckmäßig sind die Vorsprünge 250, 270 einstückig mit den jeweiligen Bremskörpern
50, 270 ausgebildet, insbesondere aus Kunststoffmaterial im Spritzgussverfahren hergestellt.
Es ist aber auch möglich, einen metallischen Vorsprung einzuspritzen oder nach der
Herstellung des Bremskörper 50, 270 einzuschrauben oder in anderer Weise zu fixieren.
[0077] Durch die an den Bremskörpern vorgesehenen Vorsprünge und deren Zentrierung in der
Durchbrechung 33 wird zugleich eine Reibung des Führungszapfens 40 an den inneren
Wandungen der Durchbrechung 33 unterbunden, wodurch es zu weniger Verschleiss und/oder
Korrosion sowie zu weniger Geräuschentwicklung kommt. Hierzu ist zweckmäßig ist die
Dicke der Vorsprünge 250, 270 größer als der Durchmesser des Führungszapfens 40, jedenfalls
in dem Bereich, in dem dieser die Durchbrechung 33 durchsetzt.
[0078] Es ist möglich, die Keilform oder Verjüngung der Vorsprünge 250, 270 so auszuwählen,
dass in bestimmten Bereichen ein erhöhtes Reibmoment bereitgestellt wird, beispielsweise
indem die Durchbrechung 33 in bestimmten Bereichen Einschnürungen vorsieht, in denen
die Vorsprünge 250, 270 eine erhöhte Reibung bei der Verschiebung entlang der Profilierung
35 erfahren.
[0079] Die Erfindung ist vorstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert worden, bei
denen die erste Seite 35 der Türhaltestange 30 nach oben zeigt. Es versteht sich,
dass die erste Seite der Türhaltestange auch so in das Fahrzeug eingesetzt werden
kann, dass diese nach unten zeigt, und der erste Bremskörper 50 von unten gegen die
erste Seite 35 presst.
[0080] Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert worden,
bei dem die Halteabschnitte 22, 23 Teile eines Haltergehäuses 20 sind, das eine Öffnung
21 für den Durchgang der Türhaltestange 30 begrenzt. Es versteht sich, dass ein Haltergehäuse,
das die Türhaltestange 30 seitlich begrenzt, nicht mehr erforderlich ist, wenn der
Führungszapfen 40, 140 die Türhaltestange im Bereich ihrer zentralen Durchbrechung
33 durchsetzt, weil dann eine randseitige Führung der Türhaltestange 30 nicht erforderlich
ist.
[0081] Die Erfindung ist vorstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert worden, bei
denen nur eine erste Seite 35 der Türhaltestange 30 von einem ersten Bremskörper 50
beaufschlagt ist. Es versteht sich, dass Türhaltestangen auch zwei Seiten aufweisen
können, die jeweils von einem Bremskörper 50 zur Erzeugung eins Bremsmoments beaufschlagt
sind.
[0082] Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert worden,
bei dem der Führungszapfen 40, 140 durch Vernietung an den Halteabschnitten 22, 23,
122, 123 angeschlossen ist und diese damit miteinander verbindet. Es versteht sich,
dass auch andere Möglichkeiten des Anschlusses des Führungszapfens bestehen, insbesondere
dann, wenn der Führungszapfen endseitig mit Gewindeabschnitten ausgestattet ist, und
dass sich hierdurch die Federkraft des Federglieds 60 auch feinjustierend einstellen
lässt. Um eine Verstellung des Führungszapfens im Nachhinein zu verhindern, kann der
Führungszapfen mit einem Schweißpunkt oder dergleichen an den Halteabschnitten festgelegt
werden.
[0083] Die Erfindung ist vorstehend anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert worden,
bei dem die langgestreckte Durchbrechung 33 der Türhaltestange 30 eine konstante Breite
aufweist. Es versteht sich, dass in der Durchbrechung auch Einschnürungen oder Verbreiterungen
vorgesehen sein können, die ein zusätzliches Bremsmoment beim Verfahren der Türhaltestange
30 relativ zu dem Führungszapfen 40, 140 erzeugen.
[0084] Eine Besonderheit des erfindungsgemäßen Türstands 1, 101 besteht darin, dass die
Türhaltestange 30 und der erste Bremskörper 40 beide unverlierbar an demselben Führungszapfen
40, 140 angeschlossen sind, wodurch eine fehlerhafte Paarung von Türhaltestange 30
und Haltergehäuse 20 bzw. Halteabschnitten 122, 123 vermieden wird.
[0085] Die Erfindung ist vorstehend anhand mehrerer spezifischer Ausführungsbeispiele beschrieben
worden. Es versteht sich, dass die einzelnen Elemente der Ausführungsbeispiele, z.B.
das Haltergehäuse oder die Türhaltestange, jeweils mit den anderen Elementen der anderen
Ausführungsbeispiele kombiniert werden kann. Solche Kombinationen gehören ausdrücklich
zum Gegenstand der vorliegenden Beschreibung.
1. Türfeststeller, insbesondere für eine Tür eines Automobils, umfassend
eine an einem von Tür (2) und Karosserie (3) schwenkbar lagerbare Türhaltestange (30),
wobei die Türhaltestange (30) eine langgestreckte Durchbrechung (33) aufweist, und
einen an dem anderen von Tür (2) und Karosserie (3) anordenbaren Führungszapfen (40),
wobei die langgestreckte Durchbrechung (33) von dem Führungszapfen (40) durchsetzt
ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die langgestreckte Durchbrechung (33) der Türhaltestange (30) einen Klemmbereich
(33K) aufweist, und
dass der Führungszapfen (40) in dem Klemmbereich (33K) der langgestreckten Durchbrechung
(33) ein Bremsmoment erzeugt.
2. Türfeststeller nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbereich (33K) als eine Einschnürung der langgestreckten Durchbrechung (33)
der Türhaltestange (30) ausgebildet ist.
3. Türfeststeller nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckte Durchbrechung (33) einen Freilaufbereich (33F) umfasst.
4. Türfeststeller nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Freilaufbereich (33F) als eine Verbreiterung der langgestreckten Durchbrechung
(33) der Türhaltestange (30) ausgebildet ist.
5. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Führungszapfen (40) ein erster Bremskörper (50) anordenbar ist, der abschnittsweise
an einer ersten Seite (35) der Türhaltestange (30) anliegt.
6. Türfeststeller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Bremskörper (50) ein Vorsprung (250; 250) vorgesehen ist, der zumindest
teilweise in die langgestreckte Durchbrechung (33) der Türhaltestange (30) eindringt.
7. Türfeststeller nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bremskörper (50) eine zentrale Lochung (50c) aufweist, die von dem Führungszapfen
(40) durchsetzt ist, und dass der Führungszapfen (40) eine axiale Bewegung des ersten
Bremskörpers (50) entlang des Führungszapfens (40) zulässt.
8. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Türhaltestange (30) bezüglich des ersten Bremskörpers (50) und des Führungszapfens
(40) verlagerbar ist.
9. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Bremskörper (50) durch ein Federglied (60) in Richtung auf die erste Seite
(35) der Türhaltestange (30) vorgespannt ist.
10. Türfeststeller nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Federglied (60) von dem Führungszapfen (40) durchsetzt ist.
11. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungszapfen (40) von einem Fortsatz eines Bremskörpers innerhalb der langgestreckten
Durchbrechung (33) ganz oder teilweise umgeben ist, und dass der Fortsatz in bestimmten
Bereichen (33K) ein erhöhtes Reibmoment innerhalb der langgestreckten Durchbrechung
(33) bereitstellt.
12. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungszapfen (40) an zwei Halteabschnitten (22, 23; 122, 123) festgelegt ist,
die mit dem anderen von Tür (2) und Karosserie (3) verbindbar sind, und dass der Führungszapfen
(40) die Halteabschnitte (22, 23; 122, 123) miteinander verbindet.
13. Türfeststeller nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteabschnitte (22, 23) Teil eines Haltergehäuses (20) sind, und dass die Halteabschnitte
(22, 23) gemeinsam eine Öffnung (21) für den Durchgang der Türhaltestange (30) begrenzen.
14. Türfeststeller nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungszapfen (40) wenigstens einenends durch Vernietung an einem der Halteabschnitte
(22, 23; 122, 123) festgelegt ist.
15. Türfeststeller nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Türhaltestange (30) um den Führungszapfen (40) verschwenkbar ist.