[0001] Die Erfindung betrifft ein Tor für insbesondere einen Hangar für Fortbewegungsmittel
wie zum Beispiel Fluggeräte gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Hangars dienen zur Unterbringung und zum Schutz von Fortbewegungsmitteln wie zum
Beispiel Fluggeräten, insbesondere Helikopter. Solche Hangars können je nach Größe
ein oder auch mehrere Fluggeräte aufnehmen. Zum Einfahren und zum Ausfahren von Fluggeräten
weist ein jeweiliger Hangar mindestens eine großflächige Öffnung auf. Die jeweilige
Öffnung ist durch ein Tor, das auch als "Hangartor" bezeichnet wird, verschließbar.
[0003] Zum Öffnen des Hangars ist das Tor ausgebildet, um die ihm zugeordnete Öffnung größtenteils
freizugeben. Dazu verfügt das Tor über mindestens ein Paar aus zwei Torblättern. Das
Tor kann auch mehrere Paare mit jeweils zwei Torblättern aufweisen. Jedes Paar aus
zwei Torblättern ist durch mehrere Scharniere miteinander verbunden. Diese verbinden
benachbarte Querkanten des jeweiligen Paars aus zwei zusammenhängenden Torblättern.
Die Scharniere bilden eine gemeinsame, vorzugsweise horizontale Scharnierachse. Bei
mehr als einem Paar Torblätter sind alle Torblätter durch jeweils eine Scharnierachse
bildende Scharniere miteinander verbunden.
[0004] Zum Öffnen des Tors sind durch mindestens ein Betätigungsmittel die beiden ein Paar
bildenden Torblätter um ihre gemeinsame Scharnierachse gegensinnig verschwenkbar und
dadurch zusammenklappbar und/oder zusammenfaltbar. Durch eine schwenkbare Anordnung
einer oberen Querkante des obenliegenden oder obersten Torblatts an einem oberen Querrand
der Öffnung werden die Torblätter beim Öffnen des Tors hochbewegt. Bei vollständig
geöffnetem Tor liegen die um ihre Scharnierachse oder Scharnierachsen gegensinnig
verschwenkten Torblätter parallel übereinander angeordnet dicht unterhalb des oberen
Querrands der Öffnung, wodurch sie die Öffnung des Hangars größtenteils freigeben.
[0005] Bei bekannten Toren weisen die Betätigungsmittel zum gegensinnigen Verschwenken der
Torblätter Seiltriebe auf. Solche Seiltriebe erfordern mehrere Umlenkungen. Diese
machen die Betätigungsmittel bekannter Hangartore aufwendig. Außerdem sind die Umlenkungen,
aber auch die zur Bildung der Seiltriebe verwendeten Seile störanfällig und benötigen
zur Vermeidung von Ausfällen eine besonders intensive und regelmäßige Wartung.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tor für insbesondere Hangars zu schaffen,
das einfach aufgebaut und vor allem störunanfällig ist sowie sich einfach und zuverlässig
öffnen und schließen lässt.
[0007] Ein Tor (Hangartor) zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1
auf. Demnach verfügt das mindestens eine Betätigungsmittel für das erfindungsgemäße
Tor über eine wenigstens einem Scharnier zugeordnete Gelenkplatte und Kopplungsorgane,
vorzugsweise zwei einer jeweiligen Gelenkplatte zugeordnete Kopplungsorgane. Die Kopplungsorgane
sind einerseits mit der Gelenkplatte und andererseits mit jeweils einem der Torblätter
verbunden. Dabei ist mindestens ein Kopplungsorgan als ein Linearantrieb zum Verschwenken
der Gelenkplatte um die Scharnierachse ausgebildet. Bevorzugt sind beide Kopplungsorgane
als ein Linearantrieb ausgebildet. Es kann sich dabei um gleiche Linearantriebe handeln.
Dann verfügt das mindestens eine Betätigungsmittel über zwei Linearantriebe und eine
Gelenkplatte. Ein solches Betätigungsmittel verfügt über einen sehr einfachen Aufbau
und ist daher sehr zuverlässig. Gleiches gilt für zumindest ein als Linearantrieb
ausgebildetes Kopplungsorgan, weil Linearantriebe auch als sehr zuverlässig gelten.
Die erfindungsgemäß in besonderer Weise ausgebildeten Kopplungsorgane weisen somit
einen einfachen Aufbau auf und gewährleisten eine dauerhaft zuverlässige Funktion
des Tors.
[0008] Bevorzugt ist die mindestens eine Gelenkplatte mit einem Drehpunkt auf der Schwenkachse
zur Verbindung des jeweiligen Paars Torblätter frei drehbar gelagert. Dadurch kann
die jeweilige Gelenkplatte um den Drehpunkt von dem Kopplungsorgan, insbesondere dem
mindestens einen Linearantrieb, verdreht werden, um die an der Scharnierachse zusammenhängenden
beiden Torblätter des jeweiligen Torblatt-Paars zum Öffnen des Tors gegensinnig zusammenzuschwenken
und dadurch zusammenzufalten. Zum Schließen des Tors werden die paarweise zusammenhängenden
Torblätter gegensinnig auseinandergeschwenkt, also wieder auseinandergefaltet.
[0009] Eine vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeit des Tors sieht es vor, dass die wenigstens
eine Gelenkplatte mit mindestens einem Gelenkpunkt versehen ist, worüber das mindestens
eine als Linearantrieb ausgebildete Kopplungsorgan mit der Gelenkplatte gelenkig,
vorzugsweise drehbar, verbunden ist. Dadurch ist es möglich, dass der jeweilige Linearantrieb
die Gelenkplatte um die auf der Schwenkachse liegende Drehachse, nämlich ihren Drehpunkt,
verdreht und dabei wenigstens die beiden jeweils ein Tor bildenden Torblätter um ihre
sie verbindende Scharnierachse gegensinnig verdreht. Das führt beim Öffnen des Tors
zu einem Einknicken der beiden ein Paar bildenden Torblätter an bzw. um die sie verbindende
Schwenkachse.
[0010] Bevorzugt ist die mindestens eine Gelenkachse, nämlich der Gelenkpunkt, vom Drehpunkt
der betreffenden Gelenkplatte beabstandet. Insbesondere ist der mindestens eine Gelenkpunkt
gegenüber dem Drehpunkt wenigstens in Richtung zum jeweiligen Torblatt hin versetzt.
Dadurch kann der mindestens eine Linearantrieb die ein Paar bildenden Torblätter gegensinnig
verschwenken, und zwar zum Öffnen des Tors V-förmig einfalten, einklappen bzw. einknicken
und zum Schließen des Tors V-förmig ausfalten, ausklappen bzw. ausknicken.
[0011] Gemäß einer besonders vorteilhaften anderen Ausgestaltungsmöglichkeit des Tors sind
beide Kopplungsorgane als vorzugsweise gleiche Linearantriebe ausgebildet. Dann weist
die jeweilige Gelenkplatte für jeden Linearantrieb eine Gelenkachse bzw. einen Gelenkpunkt
auf. Bei die Öffnung des Hangars verschließenden, sich vorzugsweise in einer gemeinsamen
Ebene der Öffnung befindenden Torblättern befindet sich dann jeweils ein Gelenkpunkt
über und unter dem Drehpunkt und zwischen dem Drehpunkt und den Torblättern. Bevorzugt
liegen dabei die beiden Gelenkpunkte und der Drehpunkt auf Ecken eines gleichseitigen
oder gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks. Durch die beiden Linearantriebe können
diese gemeinsam zum Öffnen und/oder Schließen des Tors beitragen, indem sie nacheinander
die Torblätter des jeweiligen Paars zweier Torblätter gegensinnig verschwenken. Dadurch
braucht der Weg, insbesondere der Ein- und Ausfahrweg, jedes Linearantriebs nur die
Hälfte des insgesamt zum vollständigen Öffnen bzw. Schließen des Tors erforderlichen
Wegs aufzuweisen. Bei beiden Linearantrieben brauchen die Ein- oder Ausfahrwege jedes
Linearantriebs deshalb nur etwa halb so groß zu sein wie der Ein- und Ausfahrweg nur
eines einzigen Linearantriebs.
[0012] Bei einer vorteilhaften Weiterbildungsmöglichkeit des Tors ist es vorgesehen, bei
nur einem Linearantrieb diesen an seinem vom Gelenkpunkt der Gelenkplatte weggerichteten
Ende vorzugsweise gelenkig mit einem Fixpunkt eines Torblatts zu verbinden. Bei zwei
der gleichen Gelenkplatte zugeordneten Linearantrieben ist jeder Linearantrieb mit
seinem vom jeweiligen Gelenkpunkt der Gelenkplatte weggerichteten Ende gelenkig mit
einem Fixpunkt jeweils eines anderen Torblatts verbunden. Dadurch kann sich der jeweilige
Linearantrieb beim Ausfahren bzw. Einfahren am jeweiligen Torblatt, dem er zugeordnet
ist, abstützen, um so die ihm zugeordnete Gelenkplatte um den Drehpunkt auf der Scharnierachse,
die die beiden Torblätter des jeweiligen Torblatt-Paars gelenkig verbindet, um ihre
Drehachse zu verdrehen.
[0013] Bei einem besonders vorteilhaft ausgebildeten Tor sind der oder jeder Linearantrieb
als ein Druckmittelzylinder, insbesondere Hydraulikzylinder, ein Zahnstangentrieb
oder ein Spindeltrieb ausgebildet. Solche Linearantriebe sind zuverlässig und erzeugen
ausreichende Kräfte, um auch große Tore, die vor allem für Hangars erforderlich sind,
zuverlässig und gegebenenfalls auch rasch öffnen und schließen zu können.
[0014] Vorteilhafterweise ist eine der zur Scharnierachse weisenden horizontalen Querkante
weggerichtete Querkante des oberen Torblatts gelenkig mit einem oberen, vorzugsweise
horizontalen Querrand der Öffnung verbunden. Dadurch werden die Torblätter beim sich
öffnenden Tor nach oben bewegt und im zusammengefalteten Zustand bei vollständig geöffnetem
Tor raumsparend dicht unter dem oberen Querrand der Öffnung verstaut.
[0015] Des Weiteren ist es bevorzugt vorgesehen, dass eine der zur Scharnierachse weisenden
horizontalen Querkanten weggerichtete Querkante des unteren Torblatts in Längsführungen
an und entlang gegenüberliegenden, aufrechten Längsrändern der Öffnung geführt ist.
Vorzugsweise ist dabei über den oberen Enden der Längsführungen die obere Querkante
des oberen Torblatts ortsfest, aber um eine parallel zur Scharnierachse zwischen den
Torblättern des mindestens einen Torblatt-Paars verlaufende Querachse verdrehbar angeordnet.
Dadurch liegen nicht nur bei geschlossenem Tor, sondern auch bei geöffnetem Tor und
zwischen der geöffneten und der geschlossenen Stellung die nicht miteinander verbundenen
oberen und unteren Querkanten der Torblätter des jeweiligen Torblatt-Paars stets übereinander
und bleiben dadurch stets in einer auf beiden Seiten von den parallelen Längsführungen
begrenzten mindestens annähernd senkrechten Ebene. Das führt zum platzsparenden Zusammenfalten
der Torblätter bei geöffnetem Tor und bei geschlossenem Tor dazu, dass dann die Torblätter
in der genannten Ebene, die bevorzugt der Ebene der Öffnung des Hangars entspricht,
liegen.
[0016] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung
näher erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- ein geschlossenes Tor in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung zweier Türblätter des geschlossenes Tors in einem
Längsschnitt im Bereich von Betätigungsmitteln zum Öffnen und Schließen des Tors,
- Fig. 3
- eine Rückansicht beider noch nicht verbundenen Türblätter,
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht des geschlossenen Tors,
- Fig. 5
- eine Ansicht gemäß Fig. 4 bei teileweise geöffnetem Tor,
- Fig. 6
- eine Ansicht gemäß der Fig. 4 und 5 bei vollständig geöffnetem Tor,
- Fig. 7
- eine Einzelheit VII aus der Fig. 4,
- Fig. 8
- eine Einzelheit VIII aus der Fig. 5, und
- Fig. 9
- eine Einzelheit IX aus der Fig. 6.
[0017] Die Fig. 1 zeigt perspektivisch ein geschlossenes Tor 10 eines nur teilweise dargestellten
Hangars 11. Das in der Figur gezeigte Tor 10 verfügt über eine Tür 12. Die Erfindung
ist hierauf aber nicht beschränkt. Sie betrifft auch Tore 10 ohne eine Tür 12.
[0018] Vom Tor 10 ist eine Öffnung 13 in einer Wandung des Hangars 11 verschließbar. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine rechteckige Öffnung 13 in einer
Vorderwand 14 des Hangars. Die Öffnung 13 kann verschiedene Größen aufweisen. Beispielsweise
kann die Öffnung 13 so groß sein, dass sie sich über einen Großteil der Vorderwand
14 des Hangars 11 erstreckt.
[0019] Beim Hangar 11 handelt es sich im gezeigten Ausführungsbeispiel um einen solchen,
der an Bord von Schiffen angeordnet ist und zur Aufnahme mindestens eines in den Figuren
nicht gezeigten Helikopters dient. Demzufolge ist die vom Tor 10 verschließbare Öffnung13
so groß, dass ein Helikopter gegebenenfalls mit eingeklappten Rotorblättern durch
die Öffnung 13 hindurchpasst, um vom Flugdeck in den Hangar 11 und umgekehrt gebracht
werden zu können. Die Erfindung ist aber nicht auf einen Hangar 11 für Helikopter
beschränkt. Sie eignet sich auch für Hangars 11 zur Unterbringung anderer Fluggeräte,
beispielsweise Drohnen oder Tragflächen aufweisende Fluggeräte. Darüber hinaus eignet
sich die Erfindung aber auch für Tore anderer Unterstellmöglichkeiten oder Gebäude,
beispielsweise Hallen, insbesondere Werfthallen, und Ähnliches. Die Erfindung ist
demzufolge nicht auf Hangartore beschränkt.
[0020] Das Tor ist automatisch von der in der Fig. 1 gezeigten Schließstellung, in der es
die Öffnung 13 vorzugsweise wetterdicht, insbesondere wasser- und regendicht, verschließt,
automatisch, und zwar mechanisch und/oder hydraulisch, in eine die Öffnung 13 größtenteils
freigebende geöffnete Stellung und umgekehrt überführbar. Dazu weist das Tor 10 mindestens
ein Betätigungsmittel 30 auf. Das in den Figuren gezeigte Tor 10 verfügt über mehrere
Betätigungsmittel 30, und zwar auch deshalb, weil es sich um ein eine für einen Hangar
11 typische große Öffnung 13 verschließendes Tor 10 handelt.
[0021] Beim in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Tor 10 aus zwei Torblättern
15 und 16 gebildet. Die Fläche der Torblätter 15 und 16 ist vorzugsweise mindestens
annähernd gleich groß, so dass jedes Torblatt 15 und 16 etwa die halbe Fläche der
Öffnung 13 verschließt. Jedoch ist beim gezeigten Tor 10 die Dicke der Torblätter
15 und 16 unterschiedlich, nämlich das untere Torblatt 16 etwas dicker als das obere
Torblatt 15. Das ist beim Tor 10 für einen Hangar 11 an Bord von Schiffen vorteilhaft,
weil das untere Torblatt 16 bei stürmischem Wetter einem stärkeren Schwall von über
Deck des Schiffs kommendem Seewasser ausgesetzt ist. Wenn solche Anforderungen nicht
gestellt werden, beispielsweise an Land, können beide Torblätter 15 und 16 des Tors
10 gleich stark sein und somit eine gleiche Dicke aufweisen.
[0022] Die Fig. 1 sowie 4 bis 6 zeigen eine leicht zur Senkrechten geneigte Vorderwand 14,
deren Öffnung 13 durch das Tor 10 verschlossen ist. Demzufolge ist auch das Tor 10
leicht zur Senkrechten geneigt. Die Erfindung eignet sich aber auch für Tore 10 zum
Verschließen einer Öffnung 13 in einer senkrechten Wand, insbesondere Vorderwand 14.
Zum Zwecke des leichteren Verständnisses wird im Folgenden im Zusammenhang mit der
Vorderwand 14, der Öffnung 13, dem Tor 10 und seinen Torblättern 15 und 16 von "senkrecht"
gesprochen, ohne dass dadurch in den Figuren gezeigte leicht schräg zur Senkrechten
verlaufende Vorderwände 14, Öffnungen 13 und Tore 10 ausgenommen sein sollen.
[0023] Die beiden Torblätter 15 und 16 sind an ihren zueinander weisenden Querkanten 17
und 18 gelenkig miteinander verbunden, und zwar so, dass sie um eine horizontale Scharnierachse
19 verschwenkbar sind, und zwar gegensinnig (Fig. 4 bis 6). Die gemeinsame Scharnierachse
19 verläuft durch die Drehpunkte mehrerer voneinander beabstandeter Scharniere 20
bzw. 21. Die Scharniere sind auf in der Fig. 3 gezeigten, ins Innere des Hangars 11
weisende Innenseiten 36 der Torblätter 15 und 16 angeordnet. Die Verteilung der Scharniere
20, 21 und ihre unterschiedliche Ausbildung sind aus der Fig. 3 ersichtlich. Mit den
Scharnieren 20 und 21 sind die Torblätter 15 und 16 an ihren zueinandergerichteten
Querkanten 17 und 18 um die Scharnierachse 19 drehbar mittels entsprechender Scharnierbolzen
22 verbunden.
[0024] Das obere Torblatt 15 ist mit einer oberen Querkante 23 um eine horizontale Schwenkachse
frei schwenkbar mit einem oberen Querrand 24 der Öffnung 13 verbunden. Um diese Schwenkachse
ist das gesamte Tor 10 mit den Torblättern 15 und 16 relativ zur Öffnung 13 bewegbar,
um das Tor 10 von einer die Öffnung 13 verschließenden Stellung in eine die Öffnung
13 größtenteils freigebende Stellung und umgekehrt zu bewegen.
[0025] Eine untere Querkante 25 des unteren Torblatts 16 ist an ihren gegenüberliegenden
Endbereichen in senkrechten, und zwar gemäß den Figuren leicht zur senkrechten geneigten
Längsführungen 26 geführt. Jedem der gegenüberliegenden senkrechten (oder leicht zur
Senkrechten geneigten) aufrechten Längsrändern 27 der Öffnung 13 ist eine Längsführung
26 zugeordnet. Beide gleich ausgebildeten Längsführungen 26 erstrecken sich mindestens
über einen Großteil der Länge des jeweiligen Längsrands 27 der Öffnung 13. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel sind die Längsführungen 26 mit einem U-förmigen Querschnitt versehen.
Die Längsführungen 26 sind gegensinnig gerichtet den gegenüberliegenden Längsrändern
27 zugeordnet, so dass die offenen Seiten der U-förmigen Längsführungen 26 zueinandergerichtet
sind. In die offenen Seiten der Längsführung 26 greifen frei drehbare Rollen 28 oder
alternativ auch Gleitstücke ein. Die Rollen 28 bzw. Gleitstücke sind an den unteren
Enden gegenüberliegender Längskanten 29 des unteren Torblatts 16 angeordnet, und zwar
vorzugsweise ortsfest. Dadurch ist das untere Torblatt 16 in den gegenüberliegenden
aufrechten Längsführungen 26 an gegenüberliegenden Längsrändern 27 der Öffnung 13
nicht nur um eine horizontale Drehachse verdrehbar, sondern auch längs der gegenüberliegenden
gleichen Längsführungen 26 bewegbar. Auf diese Weise wird beim Öffnen und Schließen
des Tors 10 die untere Querkante 25 des unteren Torblatts 16 in der Ebene der senkrechten
Öffnung 13 (im gezeigten Ausführungsbeispiel der leicht zur Senkrechten geneigten
Öffnung 13) geführt.
[0026] Das Öffnen und Schließen des Tors 10 erfolgt durch Betätigungsmittel 30, die der
Scharnierachse 19 und/oder den Scharnieren 20 zur Verbindung gegenüberliegender, benachbarter
Querkanten 23, 25 der Torblätter 15, 16 des Tors 10 zugeordnet sind. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel mit drei Scharnieren 20 und zwei Scharnieren 21, worauf die Erfindung
aber nicht beschränkt ist, ist nur jedem der gleichen Scharniere 20 ein Betätigungsmittel
30 zugeordnet. Bevorzugt sind sämtliche Betätigungsmittel 30 gleich ausgebildet.
[0027] Jedes Betätigungsmittel 30 verfügt über zwei Kopplungsorgane, die beim in den Figuren
gezeigtem Tor 10 allesamt als Linearantriebe 31 ausgebildet sind. Bei den Linearantrieben
31 handelt es sich beispielsweise um in den Figuren gezeigte Druckmittelzylinder,
insbesondere Hydraulikzylinder. Im Bereich jedes Scharniers 20 ist ein Linearantrieb
31 dem oberen Torblatt 15 und ein anderer Linearantrieb 31 des gleichen Betätigungsmittels
30 dem unteren Torblatt 16 vorzugsweise ortsfest zugeordnet. Außerdem weist jedes
Betätigungsmittel 30 eine Gelenkplatte 32 auf. Jeweils zwei gegenüberliegend einem
Scharnier 20 zugeordnete Linearantriebe 31 teilen sich eine gemeinsame Gelenkplatte
32. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind deshalb die Betätigungsmittel 30 durch sechs
gleiche Linearantriebe 31 und drei gleiche Gelenkplatten 32 gebildet.
[0028] Jede der gleich ausgebildeten Gelenkplatten 32 ist in einer senkrechten Ebene angeordnet,
die rechtwinklig zur Ebene der Öffnung 13 des Hangars 11 verläuft. Jede vorzugsweise
eine dreieckige Grundfläche aufweisende Gelenkplatte 32 verfügt über drei in Richtung
der die Torblätter 15 und 16 verbindenden Scharnierachse 19 verlaufende Durchgangsbohrungen,
deren Längsmittelachsen auf einem Drehpunkt 33 und zwei Gelenkpunkten 34 liegen. Die
auf dem Drehpunkt 33 und den beiden Gelenkpunkten 34 jeder Gelenkplatte 32 liegenden
Längsmittelachsen der Durchgangsbohrungen verlaufen parallel zueinander. Der Drehpunkt
33 und die Gelenkpunkte 34 liegen auf den Ecken eines Dreiecks. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
handelt es sich um ein gleichschenkliges rechtwinkliges Dreieck. Alternativ können
der Drehpunkt 33 und die Gelenkpunkte 34 auch auf den Ecken eines gleichseitigen Dreiecks
liegen. Wenn der Drehpunkt 33 sowie die Gelenkpunkte 34 (so wie in den Figuren gezeigt)
auf den Ecken eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks liegen, befindet sich
der Drehpunkt 33 an derjenigen Ecke des Dreiecks, an der ihre Katheten zusammentreffen.
Die Gelenkpunkte 34 befinden sich dann an gegenüberliegenden Enden der Hypotenuse
der Gelenkplatte 32.
[0029] Jede Gelenkplatte 32 ist mit ihrem Drehpunkt 33 auf der Scharnierachse 19 zwischen
den Torblättern 15 und 16 frei drehbar, aber axial unverschieblich, gelagert. An den
Gelenkpunkten 34 greifen mit der Gelenkplatte 32 verbundene Enden der beiden dem jeweiligen
Scharnier 20 zugeordneten Linearantriebe 31 am oberen Torblatt 15 einerseits und am
unteren Torblatt 16 andererseits an.
[0030] Die der jeweiligen Gelenkplatte 32 gegenüberliegenden Enden der beiden Linearantriebe
31 im Bereich jedes Scharniers 20 sind mit der ins Innere des Hangars 11 weisenden
Innenseite 36 des jeweiligen Torblatts 15 und 16 verbunden. Diese Verbindung erfolgt
ortsfest, aber so, dass eine Verschwenkbarkeit der Linearantriebe 31 in der Ebene
der ihm zugeordneten Gelenkplatte 32 gegeben ist, wodurch Lageänderungen der Linearantriebe
31 beim Verschwenken der Gelenkplatte 32 ausgleichbar sind. Abgesehen davon stützt
der unbetätigte Linearantrieb 31 die Gelenkplatte 32 während der Betätigung, insbesondere
des Ein- und Ausfahrens des der gleichen Gelenkplatte 32 zugeordneten anderen Linearantriebs
31, ab. Dadurch wird vom momentan unbetätigten Linearantrieb 31 die Gelenkplatte 32
gegenüber diesem zur Zeit unbetätigten Linearantrieb 31 und demjenigen Torblatt 15
bzw. 16, dem der unbetätigte Linearantrieb 31 zugeordnet ist, unverdrehbar gehalten.
Der unbetätigte Linearantrieb 31, die Gelenkplatte 32 und das dem unbetätigten Linearantrieb
31 zugeordnete Torblatt 15 bzw. 16 bilden so während des Ein- bzw. Ausfahrens des
anderen Linearantriebs 31 eine abgesehen von natürlichem Spiel starre Einheit.
[0031] Die im in den Figuren gezeigten Tor 10 vorhandene Tür 12 befindet sich zum einen
Teil im unteren Torblatt 16 und zum anderen Teil im oberen Torblatt 15. Demzufolge
ist auch die Tür 12 geteilt, indem ihr oberer und unterer Teil auch um die Scharnierachse
19 zusammenfaltbar ist, wenn das Tor 10 zum Öffnen oder Schließen zusammen- oder auseinandergefaltet
wird. Das Tor 10 braucht aber keine Tür 12 aufzuweisen.
[0032] Abweichend vom gezeigten Tor 10 sind Tore denkbar, die mehr als zwei Torblätter 15
und 16 aufweisen. Allerdings muss die Anzahl der Torblätter 15, 16 stets eine gerade
Zahl sein, so dass alternative Tore aus insgesamt vier, sechs oder einer noch größeren
geraden Anzahl an Torblättern gebildet werden. Dann sind immer zwei Torblätter so
wie die Torblätter 15 und 16 der Figuren paarweise gruppiert. Dabei ist jedes Paar
Torblätter 15, 16 bevorzugt identisch ausgebildet und es werden die Torblatt-Paare
mit gleichen Betätigungsmitteln 30 zum Öffnen oder Schließen des Tors betätigt. Jedes
Paar Torblätter 15, 16 verfügt dann über solchermaßen ausgebildete und angeordnete
Betätigungsmittel 30, wie sie die vorstehend beschriebenen Torblätter 15 und 16 aufweisen.
Zueinander weisende Querkanten aufeinanderfolgender Paare von Torblättern 15 und 16
sind beim Tor aus mehreren Paaren von jeweils zwei Torblättern 15, 16 miteinander
verbunden durch Scharniere, die eine parallel zur Scharnierachse 19 verlaufende separate
Scharnierachse bilden. Unteren Querkanten unterer Torblätter jedes Torblatt-Paars
sind bei übereinander angeordneten Paaren von Torblättern 15, 16 in den Längsführungen
26 verschieblich gelagert. Sämtliche Rollen 28 oder sonstige Führungsmittel übereinander
angeordneter Paare von Torblättern 15 und 16 korrespondieren dabei mit den gleichen
Längsführungen 26.
[0033] Im Folgenden wird der Vorgang des Öffnens des in den Figuren gezeigten Tors 10 anhand
der schematischen Darstellungen in den Fig. 4 bis 9 erläutert:
Die Fig. 4 und 7 zeigen die vom Tor 10 verschlossene Öffnung 13 des Hangars 11. Hierbei
liegen die Flächen der beiden Torblätter 15 und 16 zumindest mit ihren Außenseiten
35 in einer gemeinsamen senkrechten bzw. leicht zur Senkrechten geneigten Ebene, die
mit der Außenseite 35 der Vorderwand 14 des Hangars 11 korrespondiert, insbesondere
etwas zum Inneren des Hangars 11 versetzt ist. Beim geschlossenen Tor 10 sind beide
dem jeweiligen Scharnier 20 zugeordnete Linearantriebe 31 in ihrer Ausgangsstellung,
also beispielsweise Hydraulikzylinder, maximal eingefahren. Dabei befindet sich die
Gelenkplatte 32 in einer Ausgangsstellung, in der die auf einer gemeinsamen geraden
Linie gelegenen Längsmittelachsen der unterschiedlichen Torblättern 15, 16 zugeordneten
Linearantriebe 31 durch die Gelenkpunkte 34 der Gelenkplatte 32 verlaufen. Es liegen
dann vorzugsweise die Längsmittelachsen der beiden Linearantriebe 31 und beide Gelenkpunkte
34 in einer gleichen Ebene hinter einer Innenseite 36 des Tors 10. Dabei liegt der
Drehpunkt 33 der Gelenkplatte 32 auf der von den Torblättern 15 und 16 weggerichteten
Seite der Ebene, auf der die Längsmittelachsen der Linearantriebe 31 liegen, und zwar
beabstandet hinter und parallel zu dieser Ebene. Dabei befindet sich der auf der Scharnierachse
19 liegende Drehpunkt 33 der jeweiligen Gelenkplatte 32 seitlich versetzt mittig zwischen
den beiden Gelenkpunkten 34 (Fig. 4).
[0034] Die Fig. 5 und 8 zeigen eine Zwischenstellung des Öffnungsvorgangs bei anfänglich
geöffnetem Tor 10. Hieraus wird ersichtlich, dass durch Ausfahren des dem oberen Torblatt
15 zugeordneten Linearantriebs 31 und die vom bis dahin noch unbetätigten Linearantrieb
31 des unteren Torblatts 16 gehaltene Gelenkplatte 32 infolge des ausgefahrenen Linearantriebs
31 des oberen Torblatts 15 eine Schwenkbewegung auf das untere Torblatt 16 ausgeübt
wird. Infolge der Führung der unteren Querkante 25 des unteren Torblatts 16 in den
gegenüberliegenden Längskanten 29 des Tors 10 zugeordneten Linearführungen 26 kommt
es dadurch zu einem Hochfahren der unteren Querkante 25 des unteren Torblatts 16 in
den Längsführungen 26. Das hat zur Folge, dass auch das im Bereich der Scharnierachse
19 am unteren Torblatt 16 schwenkbar angelenkte obere Torblatt 15 um die am oberen
Querrand 24 der Öffnung 13 schwenkbar gelagerte obere Querkante 23 verschwenkt wird.
[0035] Aufgrund des vorstehend beschriebenen Bewegungsablaufs zum anfänglichen Öffnen des
Tors 10 werden die beiden Torblätter 15, 16 gegensinnig verschwenkt und dabei V-förmig
eingeklappt, eingefaltet und/oder eingeknickt. Hierbei liegt die die Torblätter 15,
16 verbindende horizontale Scharnierachse 19 auf der Scheitellinie der V-förmig eingeknickten
Torblätter 15 und 16.
[0036] Nachdem die dem oberen Torblatt 15 im Bereich der Scharniere 20 zugeordneten Linearantriebe
31 vollständig ausgefahren sind, werden die dem unteren Torblatt 16 zugeordneten Linearantriebe
31 ausgefahren. Dabei fixieren bzw. halten die dem oberen Torblatt 15 zugeordneten,
vorher ausgefahrenen Linearantriebe 31 die jeweilige Gelenkplatte 32, so dass beim
Herausfahren der dem unteren Torblatt 16 zugeordneten Linearantriebe 41 auf das untere
Torblatt 16 eine Kraft ausgeübt wird, die es in Blickrichtung auf die Darstellungen
der Fig. 5 und 8 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht. Dabei werden die Rollen 28 an
den Enden der unteren Querkante 25 des unteren Torblatts 16 weiter in den Führungen
26 hochbewegt und dabei auch das obere Torblatt 15 hochgeschwenkt. Es kommt hierbei
zum weiteren V-förmigen Einklappen und Öffnen des Tors 10.
[0037] Wenn auch die dem unteren Torblatt 16 zugeordneten Linearantriebe 31 vollständig
ausgefahren sind, sind durch eine entsprechende Bemessung der Hubwege der den Torblättern
15 und 16 zugeordneten Linearantriebe 31 die Torblätter 15 und 16 um ihre Scharnierachse
19 maximal zusammengeklappt. Dann befindet sich das untere Torblatt 16 unter dem oberen
Torblatt 15, und zwar parallel verlaufend zu demselben. Das entspricht der maximalen
Öffnungsstellung des Tors 10, wobei sich die Torblätter 15 und 16 sich zusammengefaltet
und/oder zusammenliegend dicht unter dem oberen horizontalen Querrand 24 der Öffnung
13 des Hangars 10 befinden. Diese Stellung bei vollständig geöffnetem Tor 10 ist in
den Fig. 6 und 9 gezeigt.
[0038] In umgekehrter Reihenfolge erfolgt das Schließen des Tors 10. Hier werden zunächst
die dem unteren Torblatt 16 zugeordneten Linearantriebe 31 eingefahren, bevor anschließend
die dem oberen Torblatt 25 zugeordneten Linearantriebe 31 eingefahren werden.
[0039] Alternativ ist es möglich, dass die Reihenfolge des Ein- und Ausfahrens der den Torblättern
15 und 16 zugeordneten Linearantriebe 31 in umgekehrter Reihenfolge wie vorstehend
beschrieben erfolgt. Dann werden zum Öffnen des Tors 10 zunächst die dem unteren Torblatt
16 zugeordneten Linearantriebe 31 ausgefahren und erst danach die dem oberen Torblatt
15 zugeordnete Linearantriebe 31.
[0040] Es ist auch ein alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung denkbar, bei der nur
einem der Torblätter 15 oder 16 Linearantriebe 31 zugeordnet sind. Dann verfügt jedes
Betätigungsmittel 30 nur über einen einzigen Linearantrieb 31. Das Torblatt 15 und
16, dem kein Linearantrieb 31 zugeordnet ist, verfügt dann lediglich über ein längenunveränderliches
Kopplungsmittel, so dass dann jedes Betätigungsmittel 30 von dem Kopplungsmittel,
einem Linearantrieb 31 und einer Gelenkplatte 32 gebildet ist. Das Öffnen und Schließen
des Tors 10 erfolgt bei Betätigungsmitteln 30 mit nur einem Linearantrieb 31 durch
einen entsprechend großen Verfahrweg dieses Linearantriebs 31, der etwa doppelt so
groß sein muss wie der Verfahrweg von beiden Torblättern 15, 16 zugeordneten Linearantrieben
31.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 10
- Tor
- 11
- Hangar
- 12
- Tür
- 13
- Öffnung
- 14
- Vorderwand
- 15
- Torblatt (oberes)
- 16
- Torblatt (unteres)
- 17
- Querkante
- 18
- Querkante
- 19
- Scharnierachse
- 20
- Scharnier
- 21
- Scharnier
- 22
- Scharnierbolzen
- 23
- Querkante
- 24
- Querrand
- 25
- Querkante
- 26
- Längsführung
- 27
- Längsrand
- 28
- Rolle
- 29
- Längskante
- 30
- Betätigungsmittel
- 31
- Linearantrieb
- 32
- Gelenkplatte
- 33
- Drehpunkt
- 34
- Gelenkpunkt
- 35
- Außenseite
- 36
- Innenseite
1. Tor (10) zum Verschließen einer Öffnung (13), insbesondere eines Hangars (11), für
vorzugsweise Fluggeräte mit mindestens zwei Torblättern (15, 16), die durch eine gemeinsame
horizontale Scharnierachse (19) bildende Scharniere (20, 21) miteinander verbunden
sind und mit mindestens einem Betätigungsmittel (30), von dem die Torblätter (15,
16) zum Verschließen sowie Freigeben der Öffnung (13) um ihre Scharnierachse (19)
gegensinnig verschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Betätigungsmittel (30) eine wenigstens einem Scharnier (20) zugeordnete
Gelenkplatte (32), die auf der Scharnierachse (19) frei drehbar gelagert ist und mit
dem jeweiligen Torblatt (15, 16) verbundene Kopplungsorgane aufweist, wobei mindestens
ein Kopplungsorgan als ein Linearantrieb (31) zum Verschwenken der Gelenkplatte (32)
ausgebildet ist.
2. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Gelenkplatte (32) an einem Drehpunkt (33) auf der Scharnierachse
(19) frei drehbar gelagert ist, insbesondere mit dem Drehpunkt (33) auf oder um die
Scharnierachse (19) verschwenkbar ist.
3. Tor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Gelenkplatte (32) mindestens einen Gelenkpunkt (34) aufweist,
worüber das mindestens eine als Linearantrieb (31) ausgebildete Kopplungsorgan mit
der Gelenkplatte (32) drehbar verbunden ist.
4. Tor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gelenkpunkt (34) vom Drehpunkt (33) der betreffenden Gelenkplatte
(32) beabstandet ist, vorzugsweise bei die Öffnung (13) verschließenden Torblättern
(15, 16) wenigstens in Richtung zum jeweiligen Torblatt (15, 16).
5. Tor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei zwei als vorzugsweise gleiche Linearantriebe (31) ausgebildeten Kopplungsorganen
die den Linearantrieben (31) zugeordnete Gelenkplatte (32) für jeden Linearantrieb
(31) einen eigenen Gelenkpunkt (34) aufweist, der sich bei die Öffnung (13) verschließenden
sowie vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene der Öffnung (13) liegenden Torblättern
(15, 16) über und unter dem Drehpunkt (33) und zwischen dem Drehpunkt (33) und den
Torblättern (15, 16) befindet, insbesondere die beiden Gelenkpunkte (34) und der Drehpunkt
(33) auf Ecken eines gleichseitigen oder gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks
liegen.
6. Tor nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei nur einem der jeweiligen Gelenkplatte (32) zugeordneten Linearantrieb (31) dieser
an seinem vom Gelenkpunkt (34) der Gelenkplatte (32) weggerichteten Ende an einem
Fixpunkt desjenigen Torblatts (15, 16) vorzugsweise gelenkig angekoppelt ist, dem
der Linearantrieb (31) zugeordnet ist, oder bei zwei der gleichen Gelenkplatte (32)
zugeordneten Linearantrieben (31) jeder Linearantrieb (31) mit seinem vom jeweiligen
Gelenkpunkt (34) der Gelenkplatte (32) weggerichteten Ende an einem Fixpunkt eines
anderen Torblatts (15, 16) vorzugsweise gelenkig angekoppelt ist.
7. Tor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Linearantrieb (31) als ein Druckmittelzylinder, vorzugsweise Hydraulikzylinder,
ein Zahnstangentrieb oder ein Spindeltrieb ausgebildet ist.
8. Tor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine von der der Scharnierachse (19) zugeordneten unteren horizontalen Querkante
(17) weggerichtete Querkante (23) des oberen Torblatts (15) frei schwenkbar mit einem
oberen, horizontalen Querrand (24) der Öffnung (13) verbunden ist.
9. Tor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit der die Scharnierachse (19) bildenden Scharnieren (20) verbundene obere
Querkante (18) gegenüberliegende untere Querkante (25) des unteren Torblatts (16)
in Längsführungen (26) an und/oder entlang gegenüberliegender aufrechter Längsränder
(27) der Öffnung (13) geführt ist.