[0001] Die Erfindung betrifft, gemäß dem Patentanspruch 1, einen Fenster- oder Türrahmen
mit Schiebeelementen und deren Kleben ans Mauerwerk sowie, gemäß Patentanspruch 14,
ein Montageverfahren hierzu.
[0002] In der Praxis werden heutzutage Fenster (Holz, Kunststoff, Alu/Holz, usw.) in die
Fensteröffnung des Mauerwerks mit einem vorkomprimierten Dichtband eingebaut und danach
an den Seiten mit Dübel gegen Herausfallen gesichert. Das vorkomprimierte Dichtband
expandiert zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen und dichtet somit das Fenster ab.
Das Dichtband kann aber keine Kräfte zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk übertragen.
Durch das unter Spannung eingebaute Dichtband werden leichte Bewegungen des Fensters,
z.B. durch Temperaturschwankungen, Öffnen und Schließen der Fenster, ausgeglichen.
Das Fugendichtband gleicht sich somit immer der Fugenbreite an. In Zukunft müssen
diese Fugendichtbänder aus energetischen Gründen auch luftdicht sein.
[0003] Neben dem Abdichtsystem mit vorkomprimierten, imprägnierten Schaumstoffdichtbändern
gibt es auch noch andere zulässige Abdichtsysteme zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen
(Klebefolien mit Dosenschaum, Versiegelung mit Dichtmassen usw.).
[0004] Aus der
DE 199 48 543 A1 ist eine Vorrichtung für Fensterrahmen zu deren Justierung bekannt, welche bei besonders
einfachem, leicht herstellbarem Aufbau eine schnelle, sichere und auch dauerhafte,
d. h. sich bis zum z.B. Ausschäumen nicht verstellende Justierung des Fenster- oder
Türrahmens in einer Wandöffnung sicherstellt. Hierzu ist im Einzelnen vorgesehen,
dass die Justierschrauben mit einem Außengewinde ausgestattet sind, welches als Spindelschnecke
mit einer nach außen vorspringenden Gewindeschneide ausgebildet ist, die beim Eindrehen
der Justierschrauben ein komplementäres Mutterschneckengewinde in das Wandmaterial
der im Fensterrahmen ausgebildeten Bohrungen schneidet, und dass die Justierschrauben
mit einer Fixiereinrichtung zum Einstellen und Festlegen des Rahmens in der Wandöffnung
ausgestattet sind. Damit brauchen - wie im Stand der Technik - die Bohrungen für die
Aufnahme der Justierschrauben nicht mehr mit einer Aufnahmeeinrichtung ausgestattet
zu werden, die ein Innengewinde besitzt, sondern der Halt der jeweiligen Schraube
innerhalb der Bohrung erfolgt über ein Mutterschneckengewinde, welches beim Eindrehen
der Schraube in die betreffende Bohrung quasi automatisch ausgebildet wird. Im Einzelnen
weist die Gewindeschnecke eine vergleichsweise große Steigung auf und die Bereiche
der Justierschrauben zwischen den jeweiligen Gewindegängen sind zylinderförmig gestaltet.
Dadurch erhält die Justierschraube an der Wandung der betreffenden Bohrung eine radiale
Abstützung, die auch hohe seitliche bzw. radiale Kräfte aufnehmen kann, wodurch die
Gefahr vermindert wird, dass der betreffende Gewindebolzen sich in der Bohrung in
irgendeiner Weise verschieben oder lockern kann. Die Fixiereinrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Justierschrauben selbst eine durchgehende zentrale Längsöffnung
aufweisen, in die ein Befestigungselement einsetzbar und im Mauerwerk oder einem Laibungsrahmen
fixierbar ist. Dadurch wird die betreffende Justierschraube sowohl in Richtung ihrer
Längsachse als auch gegen eine ungewollte Verdrehung fixiert und der Rahmen sicher
und dauerhaft im Mauerwerk befestigt Die genannte Längsöffnung kann auch als Vielkantöffnung,
insbesondere als Fünfkant- oder Sechskantöffnung ausgebildet sein. Es besteht dadurch
die Möglichkeit, in diese Längsöffnung eine Schraube (Metallschraube) einzuschrauben,
und zwar so tief, dass diese Schraube in einem gewissen Ausmaß in das Mauerwerk oder
den Leibungsrahmen eindringt. Die Fixiereinrichtung besteht aus einer Schraube, die
in die zentrale Längsöffnung der Justierschraube einschraubbar ist und ist durch das
genannte Abstützelement hindurch im Mauerwerk fixierbar. Eine besonders gute und sichere
Justiermöglichkeit wird auch dadurch realisiert, dass das dem Mauerwerk zugeordnete
Ende der Justierschrauben eine ebene Fläche aufweist, die im Wesentlichen senkrecht
zur Längsachse der Justierschrauben verläuft. Diese ebene Fläche dient somit als Anlage-
oder Abstützfläche bzw. der Aufnahme eines Abstützelements. Das Abstützelement besteht
zweckmäßigerweise aus einer ebenen Platte mit einem auf einer Seite der Platte ausgebildeten
zylindrischen Fortsatz, der das dem Mauerwerk zugeordnete Ende der Justierschraube
umschließt. Dadurch wird sichergestellt, dass das Abstützelement ohne äußeres Zutun
beim Justiervorgang seine Sollposition beibehält und sich flach an das Mauerwerk oder
den Leibungsrahmen anlegt. Besonders einfach lässt sich die Vorrichtung dadurch handhaben,
wenn in dem Endbereich der Bohrungen des Fensterrahmens, welche dem Laibungsrahmen
zugeordnet ist, eine zylinderförmige Bohrungserweiterung ausgebildet ist, in die ein
zylindrischer Fortsatz der genannten Platte einsetzbar und festhaltbar ist. Auch kann
die Fixierschraube so gestaltet werden, dass das vordere Ende des zylindrischen Grundkörpers
durchmesserseitig verjüngt ausgebildet ist, so dass sich der Arbeitsaufwand beim Einbringen
der Bohrung verringert. Durch letzteres Merkmal besteht somit die Möglichkeit, den
Fensterrahmen mit all seinen Justiereinrichtungen vorzufertigen und im vorgefertigten
Zustand an die jeweilige Baustelle zu liefern. Die genannte ebene Platte kann als
kreisrunde Abstützscheibe oder aber auch als rechteckige oder quadratische Abstützplatte
gestaltet sein. Ferner können die Justierschrauben und die Abstützelemente aus Metall
oder auch aus Kunststoff bestehen. Eine weitere Alternative besteht darin, dass die
Justierschrauben aus Metall und die Abstützelemente aus Kunststoff bestehen. Das Verfahren
zur Herstellung von justierbaren Fenster- oder Türrahmen ist dadurch gekennzeichnet,
dass nach der eigentlichen Fertigstellung eines jeweiligen Fensterrahmens in diesen
an ausgewählten Stellen der Fensterrahmenholme Bohrungen für die Aufnahme von Justierschrauben
eingebracht und dann in diese Bohrungen Justierschrauben, die in der oben erläuterten
Weise ausgebildet sind, bis zu einer vorgegebenen Tiefe eingeschraubt werden. Selbstverständlich
kann der Arbeitsgang des Bohrens und Eindrehens der Fixierschrauben bei üblichen Fertigungsschritten
zum Anbringen von Beschlägen ausgeführt bzw. in den Fertigungsprozess der Fensterherstellung
integriert werden. Eine weitere Ausgestaltung des Verfahrens besteht darin, dass die
Bohrungen an ihrem Endbereich, welcher dem Laibungsrahmen zugeordnet ist, mit einer
Erweiterungsbohrung versehen werden und dass in diesen Erweiterungsbereich der Bohrungen
Abstützelemente, die in der oben geschilderten Weise ausgebildet sind (zylinderförmiger
Fortsatz) eingedrückt werden. Ein weiterer Schritt bei der Herstellung des Fensterrahmens
besteht schließlich darin, dass die von den Abstützelementen abliegenden Bohrungsöffnungen
durch Verschlusskappen abgedeckt werden. Gegenstand der
DE 199 48 543 A1 ist eine Vorrichtung als Einstellhilfe/Ausrichten des Fensters zum späteren Ausschäumen,
um eine Luftdichtigkeit dann zu erreichen.
[0005] Fenster- und Türrahmen schließen infolge ihrer zwangsläufigen Maßdifferenz zwischen
der Mauer-Öffnung und dem Stockaußenmaß zunächst nicht dicht mit dem Mauerwerk ab
und müssen daher entweder beim Einsetzen oder hinterher abgedichtet werden. Beim Gegenstand
der DBP 1 049 565 wird nun vorgeschlagen, die Dichtung und die Deckung des Anschlusses
mittels einer mehrteiligen Leiste vorzunehmen, welche im Wesentlichen aus zwei gegenseitig
verschiebbaren Leisten keilförmigen Querschnitts besteht. Hierbei ist die eine Leiste
mit dem Fenster- oder Türrahmen, welcher mittels Mauerhaken im Mauerwerk befestigt
ist, fest verbunden, während die zweite Leiste gegenüber der ersten verschiebbar angeordnet
ist und bei der Montage so verschoben wird, dass sie an dem Mauerwerk fest anliegt.
Dabei wird sie in ihrer Lage durch eine im Querschnitt winkelförmig ausgebildete Verblendleiste
festgehalten, wobei gleichzeitig der entstehende Versatz zwischen den beiden keilförmigen
Leisten durch diese Verblendleiste abgedeckt wird. Insbesondere ist auf dem Rahmen
eine Rahmenleiste aufgesetzt, welche etwa den Querschnitt eines ungleichseitig rechtwinkeligen
Dreiecks besitzt, also auf der dem Rahmen, abgewandten Seite eine zum Mauerwerk hin
geneigte; Schrägfläche aufweist. Auf dieser Schrägfläche ist die Mauerleiste verschiebbar
gegen die Rahmenleiste angebracht. Die Mauerleiste weist ebenfalls einen keilförmigen
Querschnitt auf. Die Rahmen- und Mauerleisten sind so zueinander angeordnet, dass
sie sich zu einem Körper von ungefähr rechteckigem Grundquerschnitt ergänzen. Die
Mauerleiste kann an ihrer der Wandzugekehrten Seite eine Ausnehmung aufweisen, welche
mit einem Dichtungsmaterial ausgefüllt ist. Dieses Dichtungsmaterial kann durch eine
besondere klammerförmige Ausbildung der Ausnehmung festgehalten sein, es kann aber
auch durch Kleben oder dergleichen befestigt werden. Das vorgeschlagene Mittel zum
Abdichten von Fenster- und Türrahmen besitzt gegenüber der bisherigen Dichtung erhebliche
Vorteile. Zunächst wird die Dichtung als solche verbessert, da eine Fuge durch den
Andruck der verschiebbaren Mauerleiste gedichtet wird, während bislang die Fuge mit
erschlaffendem Material verstopft wurde. Die Wirkungsweise ist beim Gegenstand der
DBP 1 049 565 folgende: Bei Abstand zwischen Rahmen und Wand wird die Schraube durch
die Bohrungen in der Verblendleiste und die Bohrungen in der Rahmenleiste hindurchgeführt
und in die Bohrung im Rahmen eingeschraubt. Zwischen der Verblendleiste und der Rahmenleiste
wird die Mauerleiste, welche die Dichtungspackung trägt, eingeklemmt. Durch Anziehen
der Schraube gleitet die Mauerleiste auf der Schrägfläche entlang und presst sich
gegen das Mauerwerk. Hierbei wird die Dichtungspackung wirksam und gewährleistet ein
sauberes Abdichten des Rahmens. Die Verblendleiste dient dabei einerseits als Halteschiene
für die Mauerleiste und andererseits als Verblendleiste, welche den Versatz zwischen
der Rahmen- und der Mauerleiste verdeckt. Es ist also eine Haltbarkeit der Abdichtung
über einen wesentlich längeren Zeitraum erreichbar. Es ist nunmehr auch möglich, bei
einem Nachlassen der Dichtung durch einfache Maßnahmen, beispielsweise durch Anziehen
einer Schraube, die Lage der verschieblichen keilförmigen Mauerleiste zu verändern
und dadurch wieder eine vollständige Abdichtung herbeizuführen. Weiterhin wird auch
der Arbeitsablauf beim Einbau der Fenster wesentlich vereinfacht, wobei Voraussetzung
ist, dass der Rahmen mittels Mauerhaken im Mauerwerk befestigt ist. Bislang war es
notwendig, das Fenster von einer Fensterfirma einbauen zu lassen und anschließend
die Dichtung durch Maurer und Putzer anzubringen. Nach Vollendung der Dichtung und
evtl. Ausbildung der Gebäudeaußenhaut, als Putz od. dgl., musste gegebenenfalls der
Anschluss nochmals "verleistet" werden. Beim Gegenstand der DBP 1 049 565 werden Dichtung
und Deckung des Rahmenanschlusses in einer Weise zusammengefasst, die von der Art
und Reihenfolge der übrigen Ausbauarbeiten unabhängig ist, denn die Anbringung des
Rahmenanschlusses kann sowohl vor wie auch nach Ausführung des Verputzes, der Verkleidung
od. dgl. erfolgen. Hierdurch tritt auch eine klare Trennung der Verantwortung für
die Dichtigkeit des Anschlusses von Fenster- und Türrahmen an das Mauerwerk ein. Besonders
günstig wirkt sich der Anschluss aus, wenn im Mauerwerk kein Versatz angeordnet ist.
Auch können Maßdifferenzen in den Fensteröffnungen durch den Rahmenanschluss ausgeglichen
werden, ohne dass eine Nacharbeit notwendig ist. Die Verarbeitung der Leisten in,
den Fensterecken kann auf verschiedene Weise erfolgen. Es ist einmal möglich, eine
Gehrung anzubringen. Hierbei müssen jedoch die Längen der Rahmenleisten sowie der
Verblendleiste und der Mauerleiste getrennt für sich abgemessen und zugeschnitten
werden. Vorteilhaft wird deshalb eine stumpfe Verbindung an den Ecken gewählt. Diese
erfolgt so, dass der Zwischenraum am oberen Fenstersturz geringer gewählt wird als
die beiden Zwischenräume an den seitlichen senkrechten Begrenzungen des Fensters.
Der obere, den Stoß abdichtende Rahmenanschluss wird hierbei durchgehend ausgebildet,
während die seitlichen Rahmenanschlüsse mit ihren Enden an dem oberen Rahmenanschluss
anliegen. Durch den geringeren Zwischenraum am oberen Fenstersturz wird die Mauerleiste
in dem oberen Rahmenanschluss nicht so stark herausgedrückt wie die seitlichen Leisten,
und weist deshalb eine größere Dicke auf. Es ergibt sich also ein dachförmiges Überstehen
der oberen Leisten über die Enden der beiden senkrechten Leisten. Hierdurch ist besonders
auch eine regendichte jedoch keine luftdichte Verbindung in den Ecken des Fensters
gewährleistet.
[0006] Weiterhin ist zum schnellen Verschließen von Gebäudeöffnungen gegen Hochwasser aus
der
DE 20 2005 015 997 U1 eine Abdichtungsvorrichtung bekannt, bei der eine speziell auf die Gebäudeöffnung
bemaßte Metallkonstruktion in die Öffnung eingebracht bzw. an Tür oder Fensterrahmen
angelehnt wird und der Spalt zwischen Mauer und Metallkonstruktion durch eine integrierte
aufblasbare Dichtung flüssigkeitsdicht verschlossen wird. Die vorübergehend abzudichtenden
Gebäudeöffnungen sind in der Regel rechteckig geformt und können mit der Abdichtungsvorrichtung
zuverlässig gegen das Eindringen von Flüssigkeiten temporär abgedichtet werden. Daneben
ist es mit der Abdichtungsvorrichtung auch möglich runde, ovale und aus Kombination
winkliger und runder Elemente bestehende Öffnungen wie z.B. Türen mit Torbogen temporär
flüssigkeitsdicht zu verschließen. Die Abdichtungsvorrichtung besteht im Einzelnen
aus einer Metallplatte, die mit einem am Rand umlaufenden Metall U-Profil verbunden
ist. In dem U-Profil befindet sich eine speziell profilierte, aufblasbare Schlauchdichtung,
die sich aufgeblasen gegen das umgebende Mauerwerk und das U-Profil anpresst. Hierdurch
wird der Spalt zwischen der Metallkonstruktion bestehend aus Metallplatte mit U-Profil
und der Gebäudemauer flüssigkeitsdicht verschlossen. Die angepresste Schlauchdichtung
bewirkt zudem eine Fixierung des Schutzelementes in der Gebäudeöffnung. In den Ecken
der Metallkonstruktion werden lose Gummiformteile in das U-Profil eingeführt, die
beim Aufblasen der anliegenden Dichtung in die Ecken der Gebäudeöffnung gepresst werden
und diese gleichfalls flüssigkeitsdicht verschließen. Die Schlauchdichtung und die
in den Ecken eingesetzten Gummiformteile besitzen an den nach außen, zur umgebenden
Gebäudewandung gelegenen Seiten ein spezielles Lamellenprofil, das eine verbesserte
Abdichtung bei Mauer-Rauigkeiten und -unebenheiten gewährleistet. Die Schlauchdichtung
ist zum Befüllen mit einem Druckventil versehen. Das Druckventil ist so beschaffen,
dass es mit einer handelsüblichen Hand- oder Fußluftpumpe bzw. einem Kompressor befüllt
werden kann. Die Schlauchdichtung kann im Falle einer Beschädigung, durch den losen
Einbau, einfach ausgetauscht werden. Um die Stabilität der Abdichtungsvorrichtung
gegen den auflastenden Flüssigkeitsdruck zu erhöhen und Fenster und Türen zu schonen
ist die Metallplatte im Kreuz aufgekantet.
[0007] Um einen kostengünstigen, schnell und einfach zu montierenden Rahmen für ein Fenster
oder eine Tür zu schaffen, der eine besonders hohe Wärmedämmung bietet, ist aus der
EP3715575 A1 ein Rahmen für ein Fenster oder eine Tür bekannt. Der Rahmen weist eine Anzahl von
länglichen Rahmenabschnitten auf, wobei zumindest einer der Rahmenabschnitte ein längliches
inneres Rahmenelement zum Kontakt mit einer Füllung des Fensters oder der Tür und
zumindest ein längliches äußeres Rahmenelement zur Befestigung an einer Laibungsfläche
einer Wandöffnung zur Aufnahme des Fensters oder der Tür umfasst. Eine Längsachse
des äußeren Rahmenelements, des inneren Rahmenelements und des Rahmenabschnitts ist
jeweils im Wesentlichen parallel zu der Laibungsfläche und einer Rahmenebene ausgerichtet.
Das äußere Rahmenelement ist durch eine Anzahl von Verstellelementen entlang einer
Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche über eine Verstellstrecke verstellbar
mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden. Dadurch ist eine Breite des Rahmenabschnitts
entlang der Verstellachse um die Verstellstrecke von einer Minimalbreite bis zu einer
Maximalbreite einstellbar. Zumindest ein von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren
Rahmenelement umschlossener Hohlraum ist über die gesamte Verstellstrecke des Rahmenabschnitts
luftdicht umschlossen. Weiterhin ist an dem äußeren Rahmenelement zumindest ein elastisches
thermisches äußeres Dämmmittel und/oder inneres Dämmmittel zur Verringerung eines
Wärmetransports in einer senkrecht zur Rahmenebene verlaufenden Transportrichtung
angeordnet. Insbesondere ist der Hohlraum an den Enden des Rahmenabschnitts, bevorzugt
durch jeweils eine Abdeckung und/oder ein inneres Dämmmittel, luftdicht abgeschlossen
und/oder durch zumindest ein Dichtmittel an einer Kontaktfläche zwischen dem inneren
Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement abgedichtet. Vorzugsweise ist das zumindest
eine elastische thermische äußeres Dämmmittel an einer der Laibungsfläche im Einbauzustand
zugewandten Außenfläche des äußeren Rahmenelements zum thermisch dämmenden Anlegen
an die Laibungsfläche, bevorzugt entlang der gesamten Längserstreckung des äußeren
Rahmenelements entlang seiner Längsachse, angeordnet. Zur weiteren Verbesserung der
Dämmung ist zumindest ein von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement
umschlossener Hohlraum durch das zumindest eine elastische thermische innere Dämmmittel
ausgefüllt, wobei sich das innere Dämmmittel bei einer Verstellung der Breite des
Rahmenabschnitts von der Minimalbreite zur Maximalbreite selbstständig ausdehnt. Alternativ
ist eine Anzahl von Öffnungen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement
zum Einfüllen eines thermischen Dämmfluides für das Ausfüllen zumindest eines von
dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement umschlossenen Hohlraums und
bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche
vorgesehen. Ergänzend kann eine Anzahl von sich an die Anzahl von Öffnungen fluidleitend
anschließenden Kanälen in dem inneren Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement
zur gleichmäßigen Verteilung des Dämmfluides in dem zumindest einen Hohlraum und bevorzugt
in dem Spalt zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche vorgesehen
werden. An der Außenfläche des äußeren Rahmenelements ist eine Anzahl von Halteelementen
zur Halterung des äußeren Rahmenelements an der Laibungsfläche und/oder zur Beabstandung
des äußeren Rahmenelements von der Laibungsfläche um einen für eine Dämmwirkung des
äußeren Dämmmittels notwendigen Mindestabstand angeordnet, und/oder das äußere Dämmmittel
ist teilweise in einer Vertiefung in der Außenfläche des äußeren Rahmenelements angeordnet.
Der Rahmenabschnitt umfasst eine Anzahl von Führungsvorrichtungen, bevorzugt Führungsnuten
und Führungszapfen, zur Führung des äußeren Rahmenelements an dem inneren Rahmenelement
entlang der Verstellachse und zur mechanischen Stabilisierung des Rahmenabschnitts.
Das Verfahren gemäß der
EP3715575 A1 kann ein Befestigen des Rahmens in der Wandöffnung durch formschlüssige Befestigungsmittel,
beispielsweise Schrauben und/oder Rahmendübel, umfassen. Dieses Befestigen kann wie
bei vorbekannten Rahmen üblich erfolgen. Das Verfahren umfasst vorzugsweise ein Aufbringen
eines Klebstoffs auf eine der Laibungsfläche im Einbauzustand zugewandten Außenfläche
des äußeren Rahmenelements des Rahmenabschnitts und/oder auf die Laibungsfläche, bevorzugt
vor dem Einsetzen. Mit Hilfe des, beispielsweise einkomponentigen oder zweikomponentigen,
Klebstoffs kann der Rahmen stoffschlüssig mit der Laibungsfläche verbunden werden,
sodass der Rahmen, insbesondere auch ohne formschlüssige Befestigungsmittel, sicher
in der Wandöffnung gehalten wird. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die
Wandöffnung wie bei modernen Häusern oft üblich von filigran aufgebauten Hohlkammersteinen
mit hoher Wärmedämmwirkung, deren Hohlräume von einer dünnen Materialschicht, beispielsweise
mit einer Dicke von nur 3 cm, umschlossen sind, begrenzt ist, in denen sich Schrauben
oder Dübel nur schlecht befestigen lassen. Der Klebstoff kann einen Wärmetransport
senkrecht zur Rahmenebene zwischen dem äußeren Rahmenelement und der Laibungsfläche
verringern und/oder einen Spalt zwischen dem Rahmenelement und der Laibungsfläche
flüssigkeitsdicht, insbesondere gasdicht, abdichteten. Somit kann der Klebstoff ein
äußeres Dämmmittel an dem äußeren Rahmenelement ergänzen oder ersetzen. In dem Verfahren
kann der Rahmen kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig in der Wandöffnung fixiert
werden. Insbesondere kann das Verfahren ohne eine stoffschlüssige Verbindung des Rahmens
mit der Laibungsfläche erfolgen, wie sie sich im Stand der Technik beispielsweise
durch ein Ausfüllen eines Spalts zwischen Rahmen und Laibungsfläche mit Montageschaum
ergeben würde. Dadurch, dass keine stoffschlüssige Verbindung erfolgt, kann der Rahmen,
ohne den Rahmen oder die Laibungsfläche zu beschädigen, wieder aus der Wandöffnung
gelöst werden, indem die Breite zumindest eines Rahmenabschnitts verringert wird und/oder
die formschlüssigen Befestigungsmittel entfernt werden. Dadurch kann der Rahmen besonders
einfach und schnell gegen einen anderen Rahmen ausgetauscht und/oder an anderer Stelle
wiederverwendet werden. Vorzugsweise liegt ein äußeres Dämmmittel des äußeren Rahmenelements
oder das äußere Rahmenelement selbst des Rahmenabschnitts nach dem Anpassen spaltfrei
an der Laibungsfläche an. Dadurch entfällt der im Stand der Technik notwendige, zusätzliche
Arbeitsschritt, den Spalt zwischen Rahmenabschnitt und Laibungsfläche auszufüllen
und/oder abzudecken. Es werden insbesondere keine zusätzlichen Abdeckleisten benötigt,
die aufwendig auf Länge und Gehrung zugeschnitten und angepasst werden müssten. Für
einen optisch besonders ansprechenden Anschluss des Rahmenabschnitts an die Laibungsfläche
kann nach dem Anpassen der Breite und gegebenenfalls einem Vergrößern der Breite und
einem Befestigen des Rahmens ein Anbringen einer Dichtungsmasse, beispielsweise einer
Acrylnaht, in einem Winkel zwischen dem Rahmenabschnitt und der Laibungsfläche erfolgen.
Das Verfahren kann ein Einfüllen eines thermischen Dämmfluides zum Ausfüllen zumindest
eines von dem inneren Rahmenelement und dem äußeren Rahmenelement des Rahmenabschnitts
umschlossenen Hohlraums und bevorzugt zum Ausfüllen eines Spalts zwischen dem äußeren
Rahmenelement und der Laibungsfläche durch eine Anzahl von Öffnungen in dem inneren
Rahmenelement und/oder dem äußeren Rahmenelement umfassen. Durch das Dämmfluid, beispielsweise
einen Montageschaum, können der zumindest eine Hohlraum und vorzugsweise auch der
Spalt wärmedämmend ausgefüllt werden, sodass der Rahmenabschnitt, insbesondere wenn
er kein anderes Dämmmittel enthält, eine hohe Wärmedämmung bewirkt. Beim Gegenstand
der der
EP3715575 A1 ist überall im äußeren Rahmenelement ein Gewinde erforderlich, damit bei allen vorbeschriebenen
Ausführungsformen das äußere Rahmenelement gegenüber dem inneren Rahmenelement durch
eine Drehung der Schrauben um die Verstellachse - wie bei einem Spindelantrieb - entlang
der Verstellachse verschoben wird. Ebenfalls muss die Lagerung jedes inneren Rahmenelements
im Rahmen mit dem Gewinde des äußeren Rahmenelements genau in der Flucht sein, was
aufwendig umzusetzen ist und beim Verschieben möglicherweise zum Verkanten neigt.
Wie vorstehend beschrieben, ist das äußere Rahmenelement durch eine Anzahl von Verstellelementen
entlang einer Verstellachse senkrecht zu der Laibungsfläche über eine Verstellstrecke
verstellbar mit dem inneren Rahmenelement mechanisch verbunden. Wenn ein Verstellelement
das äußere Rahmenelement nach außen drücken will, wird der äußere Rahmenelement von
den daneben liegenden Verschiebmitteln festgehalten. Eine schnelle Verschiebung des
äußeren Rahmenelements ist schwierig und zeitaufwendig, da alle Verstellelemente gleichzeitig
gedreht werden müssen. Verstellelemente, wenn sie nicht gedreht werden, halten das
äußere Rahmenelement an ihrer Stelle fest. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das
innere Rahmenelement vom äußeren Rahmenelement durch das Verschiebelement nicht entkoppelt
ist.
[0008] Schließlich ist aus
DE1509431A1 ein Verfahren zum Montieren von Türen und eine Türzarge zur Durchführung dieses Verfahrens
bekannt. Um Zargen in Serie auf einheitliche Maße anzufertigen und dadurch auch gewisse
Normtypen zu schaffen, besteht das aus
DE1509431A1 bekannte Verfahren zum Montieren von Türen darin, dass ohne Rücksicht auf Toleranzen
ein Grundrahmen an das Mauerwerk angeschlagen wird, der mindestens eine in die Türöffnung
ragende Fläche besitzt, dass hierauf an der durch die Abmessungen der Türe gegebenen
Stelle dieser genannten Fläche ein Hilfsbügel mit dem Grundrahmen verbunden wird,
an welchen dann maßgerecht ein vorfabrizierter Zargenrahmen zur Aufnahme der eigentlichen
Türe angebracht werden kann. Die Türzarge zur Durchführung des obigen Verfahrens,
ist dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Grundrahmen mit mindestens einer in die
Türöffnung ragenden Fläche besitzt, längs welcher an beliebiger Stelle eines parallel
dazu verlaufenden Teils des Hilfsbügels befestigbar ist, der zur Aufnahme des Zargenrahmens
mit Türe dient. Im Einzelnen ist der Grundrahmen U-förmig und wird mit seinem Steg,
gegebenenfalls über eine Dichtung, am Mauerwerk befestigt. Der ebenfalls U-förmig
ausgebildete Hilfsbügel, dessen Außenmaße den Innenmaßen des Grundrahmens entsprechen,
wird mit der Basis nach der Rahmeninnenseite nach Maßgabe der erforderlichen Türweite
in den Grundrahmen eingeschoben und mit diesem verschweißt. Nach dem Verschweißen
des Hilfsbügels mit dem Grundrahmen kann nun ohne weiteres der in seinen Maßen normierte
Zargenrahmen mittels Schrauben an der Basis des Bügels und damit auch an der Wand
befestigt werden. Schließlich besitzt der Zargenrahmen einen Ansatz mit einer Nut
(konisch), in welche ein Dämpfungs- und Dichtungselement eingesetzt ist. Das Dämpfungs-
und Dichtungselement ist aus Gummi oder elastischen Kunststoff und macht zusätzliche
Anschläge für die in den Türangeln hängende Türen überflüssig und ermöglicht ein geräuschloses
Schließen derselben.
[0009] Wie die vorstehende Würdigung des Standes der Technik aufzeigt, sind unterschiedlich
ausgestaltete Vorrichtungen zum Ausrichten und Abdichten von Fenster- oder Türrahmen
bekannt. Die Problematik besteht darin, dass durch die staatlichen/gesetzlichen Auflagen
der Energieeinsparung die Fenster immer schwerer werden (z. B Dreifachverglasung ist
Stand der Technik). Das Mauerwerk besteht aus immer leichteren Ziegeln mit - wegen
der besseren Wärmedämmung - mehr Luftporen. Diese Ziegel haben aber den Nachteil,
dass es schwierig ist Dübel einzubringen, welche die schwereren Fenster dauerhaft
fixieren. Es gibt teure, aufwändige Lösungen (chemische Dübel, verstärkte Fenstersteine,....)
für die Fenstermontage, wobei durch ständiges Öffnen und Schließen der Fenster die
Dübel ermüden und die Fensterrahmen gelockert werden, was zu Rissen am Verputz führt.
Jedoch fehlt in der Praxis ein Fensterrahmen (neuerdings Blendrahmen genannt) oder
Türrahmen, welcher einerseits kostengünstig herstellbar ist und andererseits eine
Reduzierung der Montagearbeit zum Ausrichten und Abdichten und eine sichere Befestigung
des Blend- oder Türrahmens in der Laibung vor Ort ermöglicht.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Blend- oder Türrahmen derart auszugestalten,
dass dieser einerseits kostengünstig herstellbar ist und andererseits eine Reduzierung
der Montagearbeit zum Ausrichten und Abdichten und eine sichere Befestigung des Blend-
oder Türrahmens in der Laibung vor Ort ermöglicht.
[0011] Diese Aufgabe wird bei einem Fenster mit einem Rahmen und einem Fensterflügel oder
einer Tür mit einem Rahmen und einem Türflügel nach Patentanspruch 1 gelöst, wobei
der Rahmen in einem Spalt zwischen einer Laibung einer Wandöffnung und dem Fensterflügel
oder der Türrahmen in einem Spalt zwischen einer Laibung einer Wandöffnung und der
Tür einführbar und im Mauerwerk der Wand festlegbar ist, wobei zum Ausrichten und
zur Abdichtung der Tür oder des Fensters, dieses mindestens ein an einer Seite parallel
zur Laibung angeordnetes Schiebeelement mit einem mit diesem kraft- oder formschlüssig
verbundenen Dichtelement zur Abdichtung zwischen Rahmen und Schiebeelement aufweist,
welches annähernd gleichlang zum jeweiligen Rahmenteil und zur Laibungslänge auf dieser
Seite ist, wobei der Rahmen Mittel zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements
zur Laibung und Klemmen des Rahmens in der Laibung aufweist, wobei der Rahmen als
Mittel zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements, in einem Abstand zueinander
angeordnete Feststellschrauben aufweist, welche derart eingerichtet sind bei manueller
Betätigung auf der zur Laibung abgewandten Seite auf das Schiebeelement zu drücken
und wobei das Schiebeelement auf der Seite zur Laibung hin einen Baukleber aufweist.
[0012] Weiterhin wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach Patentanspruch 14 dadurch gelöst,
dass das Verfahren zur Montage eines Rahmens nach einem der Ansprüche 1 bis 13, durch
folgende Schritte gekennzeichnet ist:
- a) Aufkleben eines Dichtelements am Schiebeelement und manuelles Einführen des Schiebeelements
in eine Nut oder einen Schlitz des Rahmens,
- b) Auftragen eines Klebers auf das Schiebeelement,
- c) Einsetzen des Rahmens ohne Fenster oder Tür in einem Spalt zwischen einer Laibung
einer Wandöffnung und dem Rahmen,
- d) manuelle Betätigung der Mittel zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements bis
der Kleber zwischen Schiebeelement und Mauerwerk herausquillt,
- e) Warten bis der Kleber ausgehärtet ist und
- f) weitere manuelle Betätigung der Mittel, derart, dass der Rahmen fest fixiert ist
und das mit dem Mauerwerk verklebte Schiebeelement die Kräfte sehr großflächig in
das Mauerwerk ableitet.
[0013] Die erfindungsgemäßen Fenster oder die Türen nach Patentanspruch 1 und das erfindungsgemäße
Verfahren nach Patentanspruch 14 weisen den Vorteil auf, dass diese nach der Montage
im Bereich der Schiebeelemente sofort dicht sind, dass bei der Montage keine Bohrarbeiten
erforderlich sind und kein Dreck und Staub entsteht und dass keine Dübel, keine von
der Rahmentiefe abhängigen Fensterdichtbänder, keine Fensterfolien erforderlich sind
und bei der Montage das Mauerwerk nicht geprüft werden muss, welche Dübel erforderlich
sind. Schließlich ist von Vorteil, dass keine Anfangssteine für die Befestigung der
Fenster oder der Türen, bei Erstellung des Rohbaus erforderlich sind. Zudem können
die Fensterrahmen mit einem kleineren Untermaß, gegenüber dem Laibungsdurchbruch,
als bisher, eingebaut werden. Bisher sind die Fenster 3cm kleiner eingebaut worden
als die lichte Weite des Fensterdurchbruchs. Das ist erforderlich, damit ein Fensterrahmen
mit einen Dichtungssystem sicher in die Laibung eingebaut werden kann und das Dichtungssystem
im eingebauten Zustand funktioniert.
[0014] Das Klebesystem gemäß der Erfindung weist den Vorteil auf, dass durch das Einkleben
der Rahmen selbst durch das Mauerwerk verstärkt wird, so dass dieser dadurch eventuell
schwächer ausgeführt werden kann. Das Klebesystem setzt voraus, dass am Rahmen (Fensterrahmen,
Türrahmen), im Zusammenspiel mit dem Schiebeelement, vor dem Einsetzen des Rahmens
in den Mauerdurchbruch, ein genügend umlaufend geschützter Raum für den Kleber vorhanden
ist. Der Kleberraum ist derart bemessen, dass Unebenheiten der Laibung ausgeglichen
und eine längsdurchgehende Klebefläche zwischen Schiebeelement und Laibung erreicht
wird. Demzufolge kann der Rahmen nicht sicher luftdicht gesetzt werden, wenn der Kleber
beim Einbau nicht geschützt ist. Der Rahmen kann nach dem Aushärten des Klebers nachträglich
noch ausgerichtet werden, kann bei Temperaturschwankungen arbeiten, ohne dass es zu
Undichtigkeiten kommt und Risse im Verputz können nicht entstehen. Die Mittel zur
manuellen Verschiebung dürfen das Schiebeelement nur in Richtung Laibung drücken.
Durch die Vielzahl der Verschiebemittel ist sichergestellt, dass das Schiebeelement
mit dem Kleber vollflächig an das Mauerwerk/Laibung gedrückt wird und eine durchgehende
Verklebung zwischen Laibung und Schiebeelement stattfindet. Weiterhin ist von, dass
Verschiebemittel bei Bedarf einfach vor Ort, sogar im eingebauten Zustand, durch eine
Bohrung im Rahmen dazu gefügt werden können. Erfindungsgemäß ist eine mechanische
Entkoppelung zwischen Rahmen und Schiebeelement vorhanden. Dies wird auf einfache
Art und Weise dadurch gewährleistet, dass das Verschiebemittel (Schraube) nur auf
das Schiebelement drückt und nicht das Schiebeelement festhält. Bei kalten Temperaturen
ziehen der Rahmen und das Schiebeelement sich zusammen, so dass bei einer Nichtentkoppelung
die Klebung auf Zug belastet wird und es würde zu einem Versagen der Verbindung Schiebeelement-Laibung
kommen.
[0015] Das gleiche gilt auch bei Feuchteschwankungen, was ebenfalls zu Materialdehnungen
und Materialschrumpfungen führt; insbesondere bei Holz- und oder Holz-Alufenster.
Vorzugsweise ist das Verschiebemittel als Schraube im Fensterrahmen untergebracht
und nicht im Schiebeelement. Erfindungsgemäß sind die Schiebeelemente gegenüber dem
Fensterrahmen mit einem elastischen Dichtelement aus geschlossenzelligem Schaumstoff
oder Gummi ausgestattet. Dieses Dichtelement ist in jeder Position wasser- und luftdicht,
wobei sich das Schiebelement im Fensterrahmen trotzdem bewegen kann. Das Dichtelement
ist somit für die Kompensation der Längenänderung zwischen Fensterrahmen und den Schiebelement,
das fest mit dem Mauerwerk verbunden ist, erforderlich. Durch das elastische Dichtelement
kann das Schiebeelement nicht aus dem Rahmen fallen und kann aber trotzdem in der
Fensterebene bewegt werden.
[0016] Im Rahmen der Erfindung kann das Schiebelement einfach auf eine Länge abgeschnitten
werden und überall auf der Außenseite des Rahmens eingeschoben werden. Der Rahmen
muss nur auf der Außenseite, zum Schiebelement passend, bearbeitet sein. Das Schiebeelement
mit Dichtelement hat auf der ganzen Länge ein durchgehend gleiches Profil, ohne irgendwelche
Unterbrechungen wie Bohrungen oder Gewinde.
[0017] Bei der Fenstermontage kann der Rahmen, nach Aushärten der Verklebung, im kleinen
Maße horizontal und vertikal verschoben werden. Vorausgesetzt dieses Rahmensystem
wird auch an den horizontalen oberen und unteren Rahmenabschnitten angewendet. So
ist es beispielsweise möglich den Fensterrahmen für ein dickeres Fensterbrett anzuheben.
Man kann auch zwischen einer Fensterbank aus Stein und Rahmen eine Pressdichtung einbauen,
indem der Fensterrahmen nach unten gedrückt wird.
[0018] Hinsichtlich Materialersparnis dürften sich die Kosten des Materialaufwands für die
Fenstermontage um 50% reduzieren. Dies ist darauf zurück zu führen, dass bei der Erstellung
des Rohbaus in der Laibung kein Anfangsziegel verwendet werden muss, zum Mauerwerk
passende Befestigungsmittel - wie Dübel - entfallen, das Dichtungsmittel zwischen
Mauerwerk und Fensterrahmen (Dosenschaum, Folien, Primer, Vorkomprimierte Dichtbänder,
.....) entfällt, beim Schiebeelement mit U-Profil, was für alle Fenstermaterialen
verwendet werden kann, entfällt die AnputzLeiste links, rechts und oben quer, wobei
das für die Innenseite des Fensters wie auch für die Außenseite des Fensters gilt.
Die Zeitersparnis bei der Fenstermontage dürfte sich durch ein eingespieltes Montageteam
um 40% reduzieren, da bei der Erstellung der Fenster- und Türendurchbrüche in der
Rohbauphase nicht extra die passenden Anfangssteine gesetzt werden müssen, es muss
kein zum Mauerwerk, passendes, zum Teil kompliziertes Befestigungssystem wie chemische
Dübel verwendet werden, Bohrarbeiten, Reinigungsarbeiten, .... entfallen, es entfallen
die zeitaufwendigen Arbeiten für den Einbau eines Dichtungssystems zwischen Fensterrahmen
und Laibung, es muss kein Restmüll bei Einbau eines Dichtungssystems entsorgt werden
und das Anbringen der umlaufenden AnputzLeisten innen und außen entfällt beim U-Profil
Schiebeelement.
[0019] Weiterhin ist festzustellen, dass die Montagearbeiten des erfindungsgemäßen Fenster-
oder Türrahmens auch von einem technisch interessierten Laien ausgeführt werden können.
Beim Stand der Technik zeigt die langjährige Praxis auf, dass selbst bei korrekter
Einbauweise mit Befestigung herkömmlicher Mittel, keine dauerhafte Befestigung gegeben
ist. Hervorgerufen durch Lastwechsel durch Wind und Wetter, Temperaturschwankungen
und häufiges öffnen und schließen der Fenster ist immer wieder, das Fenster mindestens
einmal oder öfters nach dem Einbau nachzustellen. Da das Fenster immer arbeitet und
starr über die Befestigungsmittel mit dem Mauerwerk verbunden ist wird das Befestigungssystem
aus Rahmen, Dübel und Mauerwerk geschädigt. Es kommt dabei zu Materialsetzungen, so
dass bei den bisherigen Fenster-/Türmontagesystemen eine hohe Qualifikation der Handwerker
erforderlich ist. Die Praxis zeigt, dass bei der Befestigung und Abdichtung der Fenster
die meisten Fehler gemacht werden. Das System Fenster wird immer komplexer, fängt
beim Ziegel oder Mauerwerk an. Geht weiter mit der Auswahl des richtigen Befestigungsmittels
und den immer schwerer werdenden Fenster. Mindestens Dreifachverglasung und den größer
werdenden Fensterflächen.
[0020] Komplexe Abdichtsysteme(Fensterschaum, Folien, Vorkomprimierte Bänder, Kleber, Reinigungsmittel,
...) von verschiedenen Herstellern überschwemmen den Markt. Es ist nahezu unmöglich
hier die richtige Lösung zu finden. Oft ist es so, dass man sich für ein System entscheidet,
welches dann für jede Fenstermontage verwendet wird. Das gleiche gilt auch für das
richtige Befestigungssystem(Dübel), dass zum Mauerwerk passend sein muss. Die Praxis
zeigt, dass die Montage- und Dichtsysteme, nicht nach Vorgaben der Hersteller verwendet
werden. Das Resultat sind schwer oder nicht schließende Fenster und Risse im Putz.
Das gleiche gilt auch für die Abdichtungssysteme die nicht richtig eingesetzt werden.
Es kann zu Undichtigkeiten, Energieverlusten und Schimmelbildung führen. Dementsprechend
wird es immer schwieriger geeignete Fachkräfte zu finden, welche sich mit dem immer
mehr komplexen System Fenstermontage auskennen. Eigentlich sollten die Fenster-/Türeinbausysteme
(Balkon- oder Terrassentür einfacher werden; ist aber nicht der Fall, da es immer
mehr und aufwändigere Befestigungs- und Abdichtsysteme gibt.
[0021] In Weiterbildung der Erfindung weist, gemäß Patentanspruch 2, der Rahmen auf der
Laibung zugewandten Seite eine Nut aufweist, in welcher das als Leiste ausgestaltete
und in die Nut eingesetzte Schiebeelement zur Laibung durch die Mittel hin verschiebbar
ist, bis der Baukleber auf der ganzen Höhe des Rahmens zwischen dem Schiebeelement
und dem Mauerwerk herausquillt.
[0022] Im Vergleich zum Rahmen der
EP3715575 A1, mit dem eine besonders hohe Wärmedämmung erzielt werden soll, zeigt das erfindungsgemäße
Klebesystem eine überraschend einfache und dauerhafte Lösung für immer schwerer werdende
Fensterflügel (oder auch Tür) auf. Dies ist darauf zurück zu führen, dass das Schiebeelement
im eingebauten Zustand nicht mit dem Rahmen verbunden ist (Entkoppelung zwischen Rahmen
und Schiebeelement), sondern von diesem geführt wird und somit das als Leiste ausgestaltete
Schiebeelement auch als Hohlkammerprofil (Materialeinsparung) ausgeführt werden kann.
[0023] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist, gemäß Patentanspruch 7, das
Dichtelemente elastisch und auf dem Schiebeelement aufgeklebt oder dass auf der diesem
Dichtelement gegenüberliegenden Seite ein weiteres Dichtelement aufgeklebt ist und
dass die Breite der Nut kleiner als die Breite des Schiebeelements, einschließlich
der beiden elastischen Dichtelemente ist, derart, dass eine Abdichtung zwischen Fensterrahmen
und Schiebeelement an den Nutflanken erreicht wird.
[0024] Diese Ausgestaltung der Erfindung weist den Vorteil auf, dass die Montage temperaturunabhängig
(bei komprimierten Dichtbändern ist dies nicht der Fall, bei kalten Temperaturen gehen
die Dichtbänder nicht auf, bei warmen Temperaturen gehen die Dichtbänder zu schnell
auf) ist.
[0025] In Weiterbildung der Erfindung weist, gemäß Patentanspruch 8, der Rahmen auf der
Laibung zugewandten Seite zusätzlich zur Nut zwei parallel zu dieser verlaufende Schlitze
auf, das Schiebeelement ist U-Förmig ausgestaltet, wobei bei manueller Betätigung
des Mittels die Basis des Schiebeelements zur Laibung hin verschiebbar ist und wobei
die Schenkel des Schiebeelements in dem jeweiligen Schlitz geführt sind.
[0026] In Weiterbildung der Erfindung weist, gemäß Patentanspruch 10, der Rahmen auf der
Laibung zugewandten Seite einen in Erstreckungsrichtung des Rahmenteils verlaufenden
Schlitz auf, in welchem ein L-förmig ausgestaltetes Schiebeelement (S) zur Laibung
(L) hin verschiebbar eingesetzt ist.
[0027] Die Weiterbildungen gemäß Patentanspruch 8 und Patentanspruch 10 weisen den Vorteil
auf, dass das Schiebelement aus einem dünnwandigen Profil (U/ L Profil) bestehen kann,
da es kein Verschiebemittel/Gewinde aufnehmen muss. Bei dem U-förmigen Schiebeelement
können die üblichen Anputzleisten entfallen, da das Schiebelement mit dem Mauerwerk
und den Außenputz und Innenputz (FIG. 3 und FIG.4) eine starre Einheit bildet. Der
Fensterrahmen kann sich durch die mechanische Entkoppelung in Fensterebene bewegen
ohne am U-förmigen Verschiebeelement zu ziehen.
[0028] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist, gemäß Patentanspruch 13,
das Schiebeelement auf der Seite zur Laibung hin zumindest in Teilbereichen ein Profil
auf.
[0029] Diese Ausgestaltung der Erfindung weist den Vorteil auf, dass durch die Oberflächenvergrößerung
der Klebefläche einerseits die Haftwirkung verstärkt wird, andererseits Profil das
Abscheren des Profils an der Klebefläche verringert werden kann. Hierzu kann das Profil
als horizontal oder vertikal verlaufende Rippen oder als Flächenmuster (Gitter, punktuelle
kreisförmige oder dreieckförmige oder rechteckförmige oder quadratische Erhebung),
welches auch die Stabilität des Schiebeelements an der zur Laibung zugewandten Seite
vergrößert, ausgestaltet sein. Dies gilt auch für die Schenkelflächen zur besseren
Putzhaftung. Im Rahmen der Erfindung kann in einem Teilbereich, in welchem die Mittel
zur manuellen Verschiebung (mit Beilagscheibe, Unterlegscheibe, welche die durch eine
Schraube oder Mutter ausgeübte Kraft auf eine größere Fläche verteilen. Dadurch wird
verhindert, dass sich der Schraubenkopf oder die Mutter in das entsprechende Material
eingraben kann und dadurch dessen Oberfläche beschädigt) angreifen zur Verbesserung
der Stabilität auch die gegenüberliegende Seite des Schiebelements ausgestaltet sein.
Dies gilt insbesondere bei Konstruktionsprofilen (auch Hohlkammerprofile) aus Kunststoff
oder Aluminium, welche im Vergleich zum Vollmaterial zu einer stärkeren elastischen
Verformung neigen, und auch bei einer Ausgestaltung als U-förmiges oder L-förmiges
Verschiebeelement (Leichtbauweise bei allen drei Ausgestaltungen).
[0030] Die erfindungsgemäßen Schiebeelemente können für Rahmen wie sie bisher gefertigt
werden, ohne große Änderungen am Rahmen selbst, verwendet werden. Es müssen nur Bohrungen
für die Verschiebemittel gesetzt werden. Das gilt für Kunststofffenster, Alufenster,
Holzfenster, Alu-Holzfenster und Alu-Kunststofffenster und auch andere Fenstermaterialien.
[0031] Weitere Vorteile und Einzelheiten lassen sich der nachfolgenden Beschreibung von
bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung entnehmen.
In der Zeichnung zeigt:
- FIG. 1
- eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türrahmens in der Draufsicht
(Schnitt),
- FIG. 2
- eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türrahmens in der
Draufsicht,
- FIG. 3
- eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türrahmens in der
Draufsicht,
- FIG. 4
- die dritte Ausführungsform nach FIG. 3 mit dem Montageschritt einer Blendleiste,
- FIG. 5
- eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fenster- oder Türrahmens in der
Draufsicht,
- FIG. 6
- eine Ausgestaltung eines Ausfüllelements/Eckfüllers in Stangenware und
- FIG 7
- die Ausgestaltung nach FIG. 6 im Einbauzustand.
[0032] Die FIG. 1 bis FIG. 5 zeigen Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Fensters F
mit einem Blendrahmen (auch Fensterrahmen genannt) R und einem Fensterflügel, wobei
der Blendrahmen R in einem Spalt zwischen einer Laibung L einer Wandöffnung und dem
Rahmen R einführbar und im Mauerwerk der Wand W festlegbar ist. Gleiches gilt für
die Ausgestaltung einer Tür mit einem Türrahmen und einem Türflügel.
[0033] Im Einzelnen weist zum Ausrichten und zur Abdichtung des Fensters F (oder der Tür),
dieses mindestens ein an einer Seite parallel zur Laibung L angeordnetes Schiebeelement
S mit einem mit diesem kraft- oder formschlüssig verbundenen Dichtelement D zur Abdichtung
zwischen Rahmen R und Schiebeelement S auf. Das Schiebeelement S ist annähernd gleichlang
zum jeweiligen Rahmenteil und zur Laibungslänge auf dieser Seite. Weiterhin weist
der Rahmen R Mittel KS zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements S zur Laibung
L und Klemmen des Rahmens R in der Laibung L auf.
[0034] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform weist der Rahmen R auf der Laibung
L zugewandten Seite eine Nut N auf, in welcher das als Leiste ausgestaltete Schiebeelement
S zur Laibung L hin verschiebbar eingesetzt ist. Bei der Montage wird der Blendrahmen
R in die Maueröffnung, die mit einem Glattputz versehen ist, hineingestellt und durch
seitliche, auf der gesamten Fensterhöhe beidseitig ausfahrbare Schiebeelemente/Leisten
S geklemmt.
[0035] Der Rahmen R weist als Mittel KS zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements/Leisten
S in einem Abstand zueinander angeordnete Feststellschrauben KS auf, welche bei manueller
Betätigung auf der zur Laibung L abgewandten Seite auf das Schiebeelement S drücken.
Beispielsweise kann ein Gewindestift (auch Madenschraube genannt) mit oder ohne Spitze
(Kegel) am vorderen Ende und mit einem Innensechskant am freien Ende zur Verdrehung
benutzt werden. Alternativ weist der Rahmen R als Mittel KS zur manuellen Verschiebung
des Schiebeelements S in einem Abstand zueinander angeordnete selbstschneidende Verbindungselemente
KS auf. Das Verbindungselement KS ist als Gewindeeinsatz mit Außengewinde und Führungsansatz
zum manuellen Drehen oder als Gewindeeinsatz mit Außen- und Innengewinde ausgestaltet.
Ein Gewindeeinsatz mit Außen- und Innengewinde weist dabei im Vergleich zum Gewindeeinsatz
mit Außengewinde (bei Holz selbstschneidendes Grobgewinde) den Vorteil auf, dass die
gesamte Länge des Aufnahmelochs als Halt zur Verfügung steht und lediglich - je nach
Spaltbreite -unterschiedlich lange Schrauben benutzt werden. Bei allen vorgenannten
Ausführungsformen ist eine Vorbohrung (Aufnahmeloch) erforderlich und die Leisten
S werden von innen nach außen zum Mauerwerk/zur Wand W verschoben und sind luft-,
wasserdicht und beweglich in den Fensterrahmen R eingebaut.
[0036] Vorzugsweise sind die Dichtelemente D elastisch und auf dem Schiebeelement S aufgeklebt
sind. Die Luft- und Wasserdichtheit wird somit durch mindestens eine auf dem Schiebeelement
S oder im Fensterrahmen R aufgebrachten Dichtschicht erreicht. Hierbei kann es sich
um einen dünnen, luftdichten Schaum, Schaumgummi oder weichen Gummi handeln.
[0037] Weiterhin weist das Schiebeelement/die Leiste S auf der Seite zur Laibung L hin einen
Baukleber B auf. Hierzu wird bei der Montage vor Ort auf die die Leiste S außen eine
durchgehende Raupe aus Baukleber B, Hybridkleber,... auf der gesamten Länge aufgetragen.
[0038] Das Fenster wird mittig zur Laibung L mit Hilfe des jeweiligen Schiebeelements/Leiste
S ausgerichtet und so in die Fensteröffnung/Laibung L eingeklemmt, bis der Kleber
B auf der gesamten Fensterhöhe beidseitig nach außen gedrückt wird. Die Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS, die im Fensterrahmen R eingebaut sind, werden mit einem
Akkuschrauber soweit hineingedreht bis die Schiebeelemente/Leisten S in Position sind.
[0039] Nach dem Aushärten des Klebers B ist das Fenster luftdicht im Bereich der Schiebeelemente/Leisten
S eingebaut. Die Kraftübertragung Fenster-Mauerwerk beträgt ein Vielfaches der herkömmlichen
Fensterbefestigung. Durch die große Klebefläche der Schiebeelemente/Leisten S ist
ein sicherer Halt auch bei leichtem Mauerwerk, schweren Fenster F und dynamischer
Belastung (Auf, Zu, Kippen, Wind) sichergestellt. Dabei wirken die an der Laibung
lotrecht festgeklebten Schiebeelemente/Leisten S wie eine Schiene, und ermöglicht
eine nachträgliche Ausrichtung in der Höhe, wenn beispielsweise eine dickere Fensterbank
eingebaut werden soll. Eine Ausrichtung vertikal ist im kleinen Maße möglich.
[0040] Die obere (am Fenstersturz) und untere (an der Fenstersohle) Abdichtung der Fenster
kann konventional abgedichtet werden, da hier keine Kraftübertragung stattfinden muss.
Es können aber auch hier luftdichte, vertikal bewegliche Schiebeelemente/Leisten S
eingesetzt werden, so dass auch eine dauerhafte Ausrichtung in der Horizontalen ermöglicht
wird. Diese Schiebeelemente/Leisten S können auch nur auf einer kurzen Länge eingesetzt
werden, um die beiden Unter- und Oberbalken an bestimmten Bereichen extra zu fixieren,
z.B. in dem Bereich wo, bei einen Zweiflügeligen Fenster, die Flügel zusammenfallen.
[0041] Dieses Montagesystem mit Schiebeelementen S zum Einkleben kann auch für Balkon- und
Terrassentüren angewendet werden und erfordert einen geringen Werkzeugaufwand (Schraubendreher,
Akkuschrauber, Wasserwaage, ein einziger Baukleber B für alle Mauerdurchbrüche, Keile,
Unterlegeklötze, Arbeitsbock, evtl. PU- Dosenschaum). Es sind keine Dübel erforderlich,
keine von der Rahmentiefe abhängigen Fensterdichtbänder, keine Fensterfolien. Insbesondere
wird die energieintensive Herstellung von Fensterdichtbändern reduziert. Das Fenster
F kann bündig bis zur Außenseite des Mauerwerks / der Wand W eingebaut werden. Dadurch
besserer Lichteinfall und Energieeinsparung und die Mauersteine brechen an den Ecken
nicht aus. Insbesondere können die Fenster F auch zwischen anderen Wandmaterialien
(Holz, Leichtbauplatten, Hartschäume, Porenbeton, ....) eingebaut werden ohne zusätzliche
Befestigungselemente. Weiterhin ist von Vorteil, dass das Fenster F bei Temperaturschwankungen
arbeiten kann, ohne dass es zu Undichtigkeiten kommt und Risse im Verputz können nicht
entstehen. Für die Herstellung der Blendrahmen/Fensterrahmen oder Türrahmens R sind
keine zusätzlichen Maschinen, wie sie bereits beim Fenster- /Türbauer verwendet werden,
erforderlich. Zudem erfüllt das erfindungsgemäße Montagesystem die Richtlinie 2010/31/EU
des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz
von Gebäuden bzw. das in der Bundesrepublik Deutschland am 01.11.2020 in Kraft getretene
Gebäudeenergiegesetz.
[0042] Details der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform werden nachfolgend näher beschrieben.
[0043] Am Fensterrahmen R wird auf der Außenseite eine rechteckige Nut N eingefräst. Die
Nut N wird etwa 4mm tiefer gefräst als das spätere eingesetzte Schiebeelement/Leiste
S. Die Breite der Nut N muss etwas enger sein als die Breite des Schiebeelement/Leiste
S, einschließlich der beiden elastischen Dichtelemente D, damit eine Abdichtung zwischen
Fensterrahmen R und Schiebeelement/Leiste S erreicht wird. Auf dem Schiebeelement/Leiste
S sind die Dichtelemente D aufgeklebt, damit sie sich mitbewegen.
[0044] Der Fensterrahmen R wird mit Gewindebohrungen längs des Fensterrahmens R versehen.
Die Abstände betragen ca. 25cm zueinander. In diese Gewindebohrungen werden die Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben) gesetzt. Durch Drehung der Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS nach rechts wird auf das Schiebeelement/Leiste S gedrückt
und es bewegt sich aus dem Fensterrahmen Richtung Mauerwerk.
[0045] Da das Schiebeelement/Leiste S nicht so tief ist wie die ausgefräste Nut N, kann
hier der Kleber B aufgetragen werden, ohne dass der Kleber B über den Fensterrahmen
R hervorschaut. Dies ist vorteilhaft, da bei der Platzierung des Fensters F in der
Maueröffnung der Kleber B nicht vorzeitig an das verputzte Mauerwerk gelangt, bevor
der Fensterrahmen R richtig platziert ist. Durch Betätigen der die Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben) werden die Schiebeelemente/Leisten
S soweit herausgedrückt, bis der Kleber B auf der ganzen Höhe des Fensterrahmens R
zwischen Schiebeelement/Leiste S und Mauerwerk herausquillt. Die Schiebeelemente/Leisten
S sollten etwa zu beiden Seiten gleich weit herausgedreht werden.
[0046] Mit dem Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben), welche
die Leisten S bewegen, werden die Rahmen R genau ausgerichtet. Nachdem der Kleber
B ausgehärtet ist, sind die Schiebeelement/Leiste S fest mit dem Mauerwerk verbunden
und das Fenster ist im Lot fest positioniert. Durch leichtes Festdrehen der Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben), ist der Fensterrahmen R in Richtung
der Fensterfläche fest fixiert.
[0047] Bei dieser Ausführungsform des Fensterrahmens R mit Schiebeelement/Leiste S werden
die senkrecht auf das Fenster wirkende Kräfte entweder vom inneren oder äußeren Steg
des Fensterrahmens R auf das Schiebeelement/die Leiste S übertragen. Das mit dem Mauerwerk
verklebte Schiebeelement/Leiste S leitet die Kräfte großflächig in das Mauerwerk ab,
wobei diese Ausführungsform besonders für Holzfenster und Holz-Aluminium-Fenster geeignet
ist.
[0048] Bei der in FIG. 2 dargestellten Ausführungsformen werden am Fensterrahmen R auf der
Außenseite eine flache Nut N mit zwei weiteren seitlich angebrachten Schlitzen SC
eingefräst.
[0049] Die flache Nut N wird etwa 4mm tiefer gefräst als die Wanddicke des eingesetzten
Schiebeelements S. Die beiden seitlichen Schlitze SC müssen etwas enger sein als die
Wanddicke des eingesetzten U-förmigen Schiebeelements S, einschließlich der Dicke
des elastischen Dichtelements D, damit eine Abdichtung zwischen Blend-/Fensterrahmen
R und Schiebeelement S erreicht wird. Auf dem Schiebeelement S sind die Dichtelemente
D aufgeklebt, damit sie sich mitbewegen. Der Fensterrahmen R wird mit Gewindebohrungen
längs des Fensterahmens R versehen. Die Abstände betragen ca. 25cm zueinander. In
diese Gewindebohrungen werden die Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben)
gesetzt. Durch Drehung der Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben)
nach rechts wird auf die Basis des U-förmigen Schiebeelements S gedrückt und es bewegt
sich aus dem Fensterrahmen R in Richtung Mauerwerk/Wand W.
[0050] Da die Wanddicke des U-förmigen Schiebeelements S nicht so dick ist wie die ausgefräste
flache Nut N, kann hier der Kleber B aufgetragen werden, ohne dass der Kleber B über
den Fensterrahmen R hervorschaut. Damit ist der Vorteil verbunden, dass bei der Platzierung
des Fensters F in der Maueröffnung der Kleber B nicht vorzeitig an das verputzte Mauerwerk
gelangt, bevor der Fensterahmen R richtig platziert ist. Durch Drehung der Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben) werden die U-förmigen Schiebeelemente
S soweit herausgedrückt, bis der Kleber B auf der ganzen Höhe des Fensterrahmens R
zwischen U-förmigen Schiebeelement S und Mauerwerk herausquillt. Die U-förmigen Schiebeelemente
S sollten etwa zu beiden Seiten gleich weit herausgedreht werden.
[0051] Mit den Feststellschrauben bzw. Verbindungselementen KS (Gewindeschrauben), welche
die U-förmigen Schiebeelements S bewegen, werden die Rahmen R genau ausgerichtet.
Nachdem der Kleber B ausgehärtet ist, sind die U-förmigen Schiebeelemente S fest mit
dem Mauerwerk verbunden. Durch leichtes Festdrehen der Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente
KS (Zylinderschrauben), ist der Fensterrahmen R in Richtung der Fensterfläche fest
fixiert.
[0052] Bei dieser Ausgestaltung des Fensterrahmens R mit U-förmigen Schiebeelement S werden
die senkrecht auf das Fenster F wirkenden Kräfte von dem zwischen den Schlitzen SC
verbleibenden Falz des Fensterrahmens R auf die Schenkel des Schiebeelements S übertragen.
Das mit dem Mauerwerk verklebte U-förmige Schiebeelement S leitet die Kräfte großflächig
in das Mauerwerk ab.
[0053] Bei dieser Ausgestaltung des Fensterrahmens R können besonders große Kräfte übertragen
werden, wenn das U-förmige Schiebeelement S aus eine entsprechend starken Metallprofil
(Aluminium, Eisenblech,...) besteht und diese ist besonders für Holzfenster und Holz-Aluminium-Fenster
geeignet, wo große senkrechte Kräfte auf die Fensterfläche wirken.
[0054] Um eine verbesserte Wärmedämmung in den Ecken des Fensters zu erreichen, ist insbesondere
bei u-förmigen Schiebeelement S ein Ausfüllelement/Eckfüller A vorgesehen (siehe FIG.
6 und FIG. 7). Bei der Montage werden zuerst die senkrechten Schiebeelemente S, insbesondere
die U-förmigen Schiebelemente S in der ganzen Höhe des Mauerdurchbruchs der Wand W
eingebaut und an die Laibung L geklebt. Das obere Schiebelement S wird dann an eine
Seite zu einem senkrechten Schiebeelement S geschoben und dann nach oben zum Fenstersturz
hin ausgefahren und festgeklebt.
[0055] Das dann freie Stück (siehe Ausfüllelement A am Fensterrahmen R) wird mit dem Ausfüllelement
A ausgefüllt. Das vorzugsweise als Stangenware gefertigte Ausfüllelement A weist einen
L-förmigen Einschubwinkel E, ein dem langen Schenkel des Einschubwinkels E gegenüberliegendes
Druckstück DS, ein zwischen Einschubwinkel E und Druckstück DS angeordnetes elastisches
Füllelement FE und ein am kurzen Schenkel des Einschubwinkels E angeordnetes Dichtelement
DE auf (siehe FIG. 6).
[0056] Das vorzugsweise extrudierte Ausfüllelement A (mit den beiden Leisten Einschubwinkel
E und Druckstück DS) wird von der Stange zweimal mit gleicher Länge abgeschnitten.
[0057] Das Ausfüllelement A wird zusammengedrückt (Pfeil 1) und dann von innen und außen
(Pfeil 2) zwischen Fenstersturz und oberem waagrechten Fensterrahmenelement R geschoben
(siehe FIG. 7).
[0058] Durch die Vorspannung des elastischen Füllelements FE, beispielsweise Schaumstoff
mit einem Raumgewicht zwischen 20 kg/cbm und 60 kg/cbm, vorzugsweise von 40-50 kg/cbm,
und einer Stauchhärte zwischen 20 hpa (Hectopascal) und 70 hpa, vorzugsweise von 40-50
hpa, und einer Riffelung WH an der Unterseite eines Druckstücks DS und Oberseite eines
Einschubwinkels E wird das Ausfüllelement A sicher gehalten. Dabei sind vorzugsweise
das Druckstück DS und der Einschubwinkel E an der Ober- und Unterseite mit einer Art
Wiederhakenriffelung WH versehen. Das Druckstück DS ist mit dem Einschubwinkel E über
das Schaumzwischenstück als Füllelement FE kraftschlüssig verbunden.
[0059] Das Einschubelement E ist auch mit einen Dichtelement DE ausgerüstet, wie das Schiebeelement
S auch.
[0060] Das Ausfüllelement/Eckfüller A in Stangenware hat vorteilhafterweise die gleichen
Schenkelgeometrien, nur halbiert, wie das U-Schiebeelement S. Demzufolge kann das
Ausfüllelement/ Eckfüller A für jede Fensterrahmentiefe verwendet werden, wenn die
Tiefe des Ausfüllelements A kleiner als die Hälfte der kleinsten Fensterrahmentiefe
(56mm) ist.
[0061] Das Ausfüllelement A kann sowohl Innen wie Außen, gleicher Länge, eingesetzt werden.
[0062] Das Fenster/Rahmen bzw. das Schiebeelement S wird dann innen und außen verputzt.
Das Schiebeelement S ist dabei die Anputzleiste.
[0063] Die Unterseite des Fensterrahmens R kann vernachlässigt werden, da hier nichts verputzt
wird. Das entstehende freie Stück kann aber auch mit einem Baukleber, Dosenschaum,
.... verschlossen werden.
[0064] Der Einschubwinkel E und das Druckstück DS bestehen aus einen Kunststoff, Metall
oder Kombinationen davon.
[0065] Die erforderlichen Ausfüllelemente A können einfach auf der Baustelle mit einer Handsäge,
Winkelschleifer oder einer Schere abgeschnitten werden.
[0066] Bei den anderen Schiebeelementen S können die Ecken konventionell mit einem luftdichten,
komprimierten Schaumstoffdichtband verschlossen werden.
[0067] Bei der in FIG. 3 dargestellten dritten Ausgestaltung handelt es sich beim Fensterahmen
R um einen Rahmen R aus Kunststoff mit einen eingelegten Metallprofil M. Das Metallprofil
M kann aus einen Vierkantrohr oder auch aus einen U-Profil bestehen. Das Metallprofil
M und das Kunststoffprofil des Fensterrahmens R müssen an den nach außen gewandten
Wandungen Bohrungen oder Gewindelöcher aufweisen. Diese Bohrungen oder Gewindelöcher
nehmen Gewindestifte oder dergleichen als Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente
KS auf, die sich durch Drehen nach außen bewegen. Der Fensterrahmen R und das Metallprofil
M verfügt auf der nach innen gewandten Seite über größere Bohrungen B1, durch die
die Verbindungselemente KS/Gewindebolzen oder dergleichen zu der Gewindebohrung oder
Loch B2 auf der äußeren Seite des Fensterrahmen R eingeführt werden können.
[0068] Die Bohrungsabstände betragen etwa 25 cm zueinander.
[0069] Das Schiebeelement S besteht aus einem U-Profil aus Metall und umfasst den Rahmen
R von außen. Es können auch andere Materialien oder Materialkombinationen verwendet
werden. Auf der Innenseite der beiden Schenkel des U-förmigen Schiebeelements S sind
die Dichtelemente D aufgeklebt, die sich später mit dem U-förmigen Schiebeelement
S mitbewegen. Der Abstand zwischen den Dichtelementen D des U-förmigen Schiebeelements
S muss etwas kleiner sein als die Tiefe des Fensterrahmens R. Es wird dadurch eine
Abdichtung zwischen U-förmigen Schiebeelement S und Fensterrahmen R erreicht.
[0070] Werden die Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Gewindebolzen) nach innen
gedreht, bewegt sich das U-förmige Schiebeelement S nach außen Richtung Mauerwerk/Wand
W. Der Fensterrahmen R kann somit in die Fensteröffnung/Laibung L eingeklemmt werden.
[0071] Bevor der Kleber B auf der Außenseite des U-förmigen Schiebeelements S aufgebracht
wird, kann zuvor noch eine Blendleiste BL (Schutzschiene) mit Schraubzwingen Z am
Fensterrahmen R befestigt werden, wie dies in FIG. 4 dargestellt ist. Diese Schutzschiene
BL ist sinnvoll, da hier der Kleber B beim Auftragen auf das U-förmige Schiebeelement
S nicht über die Schutzschiene BL hervorschaut. Das Fenster F kann in der Maueröffnung
platziert werden, ohne dass der Kleber B irgendwo in der Maueröffnung hängen bleibt.
Ist das Fenster F richtig platziert, können die Schutzschienen BL weggenommen werden
und das Fenster F kann in die Maueröffnung eingeklemmt werden.
[0072] Durch Betätigen der Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben)
werden die U-förmigen Schiebeelemente S soweit herausgedrückt, bis der Kleber B auf
der ganzen Höhe des Fensterrahmens R zwischen U-förmigen Schiebeelementen S und Mauerwerk/Wand
W herausquillt.
[0073] Die U-förmigen Schiebeelemente S sollten etwa zu beiden Seiten gleich weit herausgedreht
werden.
[0074] Nachdem der Kleber B ausgehärtet ist, sind die U-förmigen Schiebeelemente S fest
mit dem Mauerwerk verbunden. Durch leichtes Festdrehen der Feststellschrauben bzw.
Verbindungselemente KS (Gewindestifte) des Fensterrahmens R auf das U-förmige Schiebeelement
S ist der Rahmen R in Richtung der Fensterfläche fest fixiert.
[0075] Bei dieser Ausgestaltung des Fensterrahmens R mit U-förmigen Schiebeelementen S werden
die senkrecht auf das Fenster F wirkende Kräfte von der gesamten Fensterrahmenbreite
auf das U-förmige Schiebeelement S mit Dichtelement D übertragen. Das mit dem Mauerwerk
verklebte U-förmige Schiebeelement S leitet die Kräfte sehr großflächig in das Mauerwerk
ab.
[0076] Bei dieser Ausgestaltung können besonders große Kräfte übertragen werden, wenn das
U-förmige Schiebeelement S aus einem entsprechend starken Metallprofil (Aluminium,
Eisenblech,...) oder einer anderen Materialkombination Metall/Kunststoff besteht.
Diese Ausgestaltung ist besonders für Kunststofffenster, Aluminiumfenster und Holzfenster
geeignet. Der Vorteil liegt auch darin, dass bestehende Fensterprofile, bis auf die
Bohrungen für die Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Gewindestifte),
nicht verändert werden müssen.
[0077] Bei der in FIG. 5 dargestellten vierten Ausgestaltung wird am Fensterrahmen nach
außen hin ein schmaler tiefer Schlitz N1 eingefräst. Die Breite dieses Schlitzes N1
muss etwas enger sein als die Breite des L-förmig ausgestalteten Schiebeelements S,
einschließlich des elastischen Dichtelements D, damit eine Abdichtung zwischen Fensterrahmen
R und L-förmig ausgestalteten Schiebeelements S erreicht wird.
[0078] Der Fensterrahmen R wird nach innen so weit ausgenommen, dass das L-förmig ausgestaltete
Schiebeelement S mit der aufgebrachten Kleberraupe B nicht über den Fensterrahmen
R hervorsteht. Dies ist wiedervorteilhaft, damit der Kleber B bei der Montage nicht
vorzeitig mit dem Mauerwerk in Berührung kommt.
[0079] Auf das L-förmig ausgestaltete Schiebeelements S wird das Dichtelement D aufgeklebt,
damit es sich mit dem L-förmig ausgestalteten Schiebeelement S, welches ein Winkel
aus Metall oder Kunststoff ist, mitbewegen kann.
[0080] Der Fensterrahmen R wird mit Gewindebohrungen längs des Fensterahmens R versehen.
Die Abstände betragen ca. 25cm zueinander. In diese Gewindebohrungen werden die Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben) gesetzt. Durch Drehung der Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Gewindeschrauben) nach rechts wird auf das L-förmig ausgestaltete
Schiebeelement gedrückt und es bewegt sich aus dem Fensterrahmen R in Richtung Mauerwerk/Wand
W. Durch Betätigen der Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben)
werden die L-förmig ausgestalteten Schiebeelemente S soweit herausgedrückt, bis der
Kleber B auf der ganzen Höhe des Fensterahmens R zwischen L-förmig ausgestalteten
Schiebeelement S und Mauerwerk herausquellt. Die L-förmig ausgestaltete Schiebeelemente
S sollten etwa zu beiden Seiten gleich weit herausgedreht werden.
[0081] Mit den Feststellschrauben bzw. Verbindungselemente KS (Gewindeschrauben), welche
die L-förmig ausgestalteten Schiebeelemente S bewegen, werden die Rahmen R genau ausgerichtet.
Nachdem der Kleber B ausgehärtet ist, sind die L-förmig ausgestalteten Schiebeelemente
S fest mit dem Mauerwerk verbunden. Durch leichtes Festdrehen der Feststellschrauben
bzw. Verbindungselemente KS (Zylinderschrauben), ist der Fensterrahmen R in Richtung
der Fensterfläche fest fixiert.
[0082] Bei dieser Ausgestaltung des Fensterrahmens R mit einem Winkel als Schiebeelement
S, besteht die Möglichkeit, dass von der Innenseite des Fensterrahmens R aus mit Ausschäummaterial
PU, beispielsweise PU-Dosenschaum, ausgeschäumt werden kann. Dies dient der Wärme-
und Schallisolierung.
[0083] Diese Ausgestaltung ist besonders für Holzfenster und Holz-Aluminium-Fenster geeignet
und ist besonders günstig herzustellen. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Klebesystem
das Befestigen der Fenster/Türen mit Dübel ins Mauerwerk ersetzen und den Montageaufwand
verringern. Dabei umfasst das erfindungsgemäß Verfahren folgende Schritte:
- a) Aufkleben eines Dichtelements D am Schiebeelement S und manuelles Einführen des
Schiebeelements S in eine Nut N oder einen Schlitz N1 des Rahmens R,
- b) Auftragen eines Klebers B auf das Schiebeelement S,
- c) Einsetzen des Rahmens R ohne Fenster oder Tür in einem Spalt zwischen einer Laibung
L einer Wandöffnung und dem Rahmen R,
- d) manuelle Betätigung der Mittel KS zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements
S bis der Kleber B zwischen Schiebeelement S und Mauerwerk herausquillt,
- e) Warten bis der Kleber B ausgehärtet ist und
- f) weitere manuelle Betätigung der Mittel KS, derart, dass der Rahmen R fest fixiert
ist und das mit dem Mauerwerk verklebte Schiebeelement S die Kräfte sehr großflächig
in das Mauerwerk ableitet.
[0084] Ergänzend ist bei einem Montagesystem mit Blendleiste folgendes in den Arbeitsschritten
c1) und d1) vorzunehmen:
c1) manuelle Befestigung einer Blendleiste BL mit Schraubzwingen Z derart am Rahmen
R, dass der Kleber B beim Auftragen auf das Schiebeelement S nicht über die Schutzschiene
BL hervorschaut und Einsetzen des Rahmens R ohne Fenster oder Tür in dem Spalt und
d1) manuelle Entfernung der Blendleiste BL und manuelle Betätigung der Mittel KS zur
manuellen Verschiebung des Schiebeelements S.
[0085] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen
und ist insbesondere nur durch die Patentansprüche beschränkt. Demgemäß können die
Patentansprüche 1 und 14 auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten
Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmale definiert sein. Dies bedeutet,
dass im Rahmen der Erfindung jedes Einzelmerkmal des Patentanspruchs 1 weggelassen
bzw. durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal
ersetzt werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0086]
- A
- Ausfüllelement
- B
- Baukleber
- B1, B2
- Bohrung
- BL
- Blendleiste
- D
- Dichtelement
- DE
- Dichtelement
- DS
- Druckstück
- E
- Einschubwinkel
- F
- Fenster
- FE
- Füllelement (Schaumstoff)
- KS
- Mittel zur manuellen Verschiebung (am Rahmenumfang angeordnet)
- L
- Laibung
- M
- Metallprofil
- N
- Nut
- N1
- Schlitz
- P
- Profil
- PU
- Ausschäummaterial
- R
- Rahmen (Blendrahmen, Türrahmen)
- S
- Schiebeelement (Klemmleiste, U-Form, L-Form)
- SC
- Schlitz
- W
- Wand
- WH
- Wiederhakenriffelung
- Z
- Schraubzwinge
1. Fenster (F) mit einem Rahmen (R) und einem Fensterflügel oder einer Tür mit einem
Rahmen und einem Türflügel, wobei der Rahmen (R) in einem Spalt zwischen einer Laibung
(L) einer Wandöffnung und dem Fensterflügel oder der Türrahmen in einem Spalt zwischen
einer Laibung (L) einer Wandöffnung und der Tür einführbar und im Mauerwerk der Wand
(W) festlegbar ist, wobei zum Ausrichten und zur Abdichtung der Tür oder des Fensters
(F), dieses mindestens ein an einer Seite parallel zur Laibung (L) angeordnetes Schiebeelement
(S) mit einem mit diesem kraft- oder formschlüssig verbundenen Dichtelement (D) zur
Abdichtung zwischen Rahmen (R) und Schiebeelement (S) aufweist, welches annähernd
gleichlang zum jeweiligen Rahmenteil und zur Laibungslänge auf dieser Seite ist, wobei
der Rahmen (R) Mittel (KS) zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements (S) zur
Laibung (L) und Klemmen des Rahmens (R) in der Laibung (L) aufweist, wobei der Rahmen
(R) als Mittel (KS) zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements (S), in einem Abstand
zueinander angeordnete Feststellschrauben (KS) aufweist, welche derart eingerichtet
sind bei manueller Betätigung auf der zur Laibung (L) abgewandten Seite auf das Schiebeelement
(S) zu drücken und wobei das Schiebeelement (S) auf der Seite zur Laibung (L) hin
einen Baukleber (B) aufweist.
2. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (R) auf der Laibung (L) zugewandten Seite eine Nut (N) aufweist, in welcher
das als Leiste ausgestaltete und in die Nut (N) eingesetzte Schiebeelement (S) zur
Laibung (L) durch die Mittel (KS) hin verschiebbar ist, bis der Baukleber (B) auf
der ganzen Höhe des Rahmens (R) zwischen dem Schiebeelement (S) und dem Mauerwerk
herausquillt.
3. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeelement (S) nicht so hoch ist wie die Nuttiefe der Nut (N).
4. Fenster (F) oder Tür nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellschrauben (KS) als ein Gewindestift mit oder ohne Spitze (Kegel) am
vorderen Ende und mit einem Innensechskant am freien Ende zur Verdrehung oder als
Zylinderschrauben ausgestaltet sind.
5. Fenster (F) oder Tür nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (R) als Mittel (KS) zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements (S)
in einem Abstand zueinander angeordnete selbstschneidende Verbindungselemente (KS)
aufweist.
6. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (KS) als Gewindeeinsatz mit Außengewinde und Führungsansatz
zum manuellen Drehen oder als Gewindeeinsatz mit Außen- und Innengewinde ausgestaltet
ist.
7. Fenster (F) oder Tür nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (D) elastisch ist und auf dem Schiebeelement (S) auf einer Seite
aufgeklebt ist oder dass auf der diesem Dichtelement (D) gegenüberliegenden Seite
ein weiteres Dichtelement (D) aufgeklebt ist und dass die Breite der Nut (N) kleiner
als die Breite des Schiebeelements (S), einschließlich der beiden elastischen Dichtelemente
(D) ist, derart, dass eine Abdichtung zwischen Fensterrahmen (R) und Schiebeelement
(S) an den Nutflanken erreicht wird.
8. Fenster (F) oder Tür nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (R) auf der Laibung (L) zugewandten Seite zusätzlich zur Nut (N) zwei
parallel zu dieser verlaufende Schlitze (SC) aufweist, dass das Schiebeelements (S)
U-Förmig ausgestaltet ist, wobei bei manueller Betätigung des Mittels (KS) die Basis
des Schiebeelements (S) zur Laibung (L) hin verschiebbar ist und wobei die Schenkel
des Schiebeelements (S) in dem jeweiligen Schlitz (SC) geführt sind.
9. Fenster (F) oder Tür nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (R) aus einem Kunststoffprofil mit einem in diesem eingelegten Metallprofil
(M) besteht, welches als Vierkantrohr oder als U-Profil ausgestaltet ist und an den
nach außen gewandten Wandungen Bohrungen (B2) oder Gewindelöcher aufweisen, dass der
Rahmen (R) auf der nach innen gewandten Seite über hierzu größere Bohrungen (B1) verfügt,
durch welche die Mittel (KS) zur manuellen Verschiebung eines den Rahmen (R) außen
umfassenden U-Förmig ausgestalteten Schiebeelements (S) eingeführt werden.
10. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (R) auf der Laibung (L) zugewandten Seite einen in Erstreckungsrichtung
des Rahmenteils verlaufenden Schlitz (N1) aufweist, in welchem ein L-förmig ausgestaltetes
Schiebeelement (S) zur Laibung (L) hin verschiebbar eingesetzt ist.
11. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Blendleiste (BL) mit Schraubzwingen (Z) derart am Rahmen (R) befestigt ist,
dass der Kleber (B) beim Auftragen auf das Schiebeelement (S) nicht über die Schutzschiene
(BL) hervorschaut.
12. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Schlitzes (N1) kleiner als die Breite des L-förmig ausgestalteten
Schiebeelements (S), einschließlich des elastischen Dichtelements (D) ist, derart
dass eine Abdichtung zwischen Rahmen (R) und L-förmig ausgestalten Schiebeelement
(S) erreicht wird.
13. Fenster (F) oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeelement (S) auf der Seite zur Laibung (L) hin zumindest in Teilbereichen
ein Profil (P) aufweist.
14. Verfahren zur Montage eines Rahmens (R) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) Aufkleben eines Dichtelements (D) am Schiebeelement (S) und manuelles Einführen
des Schiebeelements (S) in eine Nut (N) oder einen Schlitz (N1) des Rahmens (R),
b) Auftragen eines Klebers (B) auf das Schiebeelement (S),
c) Einsetzen des Rahmens (R) ohne Fenster oder Tür in einem Spalt zwischen einer Laibung
(L) einer Wandöffnung und dem Rahmen (R),
d) manuelle Betätigung der Mittel (KS) zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements
(S) bis der Kleber (B) zwischen Schiebeelement (S) und Mauerwerk herausquillt,
e) Warten bis der Kleber (B) ausgehärtet ist und
f) weitere manuelle Betätigung der Mittel (KS), derart, dass der Rahmen (R) fest fixiert
ist und das mit dem Mauerwerk verklebte Schiebeelement (S) die Kräfte sehr großflächig
in das Mauerwerk ableitet.
15. Verfahren zur Montage eines Rahmens (R) nach Anspruch 14,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
c1) manuelle Befestigung einer Blendleiste (BL) mit Schraubzwingen (Z) derart am Rahmen
(R), dass der Kleber (B) beim Auftragen auf das Schiebeelement (S) nicht über die
Schutzschiene (BL) hervorschaut und Einsetzen des Rahmens (R) ohne Fenster oder Tür
in dem Spalt und
d1) manuelle Entfernung der Blendleiste (BL) und manuelle Betätigung der Mittel (KS)
zur manuellen Verschiebung des Schiebeelements (S).